DE19935451A1 - Pfannenvorwärmungs-Anzeigesystem - Google Patents
Pfannenvorwärmungs-AnzeigesystemInfo
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- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D41/00—Casting melt-holding vessels, e.g. ladles, tundishes, cups or the like
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Pfannenvorwärmungssystem und ein Pfannenvorwärmungsverfahren, bei dem die Wärmezuführungsrate zu der Pfanne berechnet und über die gesamte Vorwärmungsperiode überwacht wird, wobei die veränderliche durchschnittliche Steigung, welche die Änderung der Wärmezuführungsrate mit dem Ablauf der Zeit repräsentiert, berechnet wird, die veränderliche durchschnittliche Steigung in bezug auf unvermeidbare Schwankungen bei den Messungen der Wärmezuführungsrate korrigiert wird, die Änderung der veränderlichen durchschnittlichen Steigung mit dem Ablauf der Zeit (die ungefähre zweite Ableitung) errechnet wird und einem Operator ein Signal gegeben wird, das die Betriebsbereitschaft der Pfanne anzeigt, wenn diese zweite Ableitung unter ein Sollwert-Kriterium fällt, das eine vollständig vorgewärmte Pfanne anzeigt.
Description
Die Erfindung betrifft das Vorwärmen von feuerfest ausgekleideten Pfannen,
die für die Aufnahme und den Transport von geschmolzenem Metall bestimmt
sind, sie betrifft insbesondere ein System und ein Verfahren zur Überwachung
des Wärmeinhalts (der Wärmeenthalpie) einer Pfanne während des Vorwär
mens und zur genauen Anzeige, wann die feuerfesten Auskleidungen der
Pfanne gleichmäßig durchgewärmt sind, und insbesondere ein solches System
und ein solches Verfahren, bei dem bestimmt wird, wann die Pfanne so er
wärmt ist, durch Messung der Steigung (Neigung) der Wärmezuführungsrate
(oder der Treibstoffdurchflußrate) mit dem Ablauf der Zeit und insbesondere
die zweite Ableitung einer Variations-korrigierten Geschwindigkeit der Ände
rung der Wärmezuführungsrate zu der Pfanne.
In einem Stahlwerk werden gemauerte oder gegossene, feuerfest ausgekleide
te Pfannen zum Transport von flüssigem Stahl aus einem Stahlschmelzofen zu
einem Wärmebehandlungsabschnitt des Stahlwerks oder zu einem Formge
bungsabschnitt, beispielsweise dem Stranggießen, verwendet. Im zuletzt ge
nannten Fall ist es erforderlich, daß der Gießvorgang kontinuierlich durchge
führt wird, so daß mehrere Pfannen gleichzeitig durch das Stahlwerk rotieren
können. Der thermische Zustand der Pfanne hat einen direkten und signifikan
ten Einfluß auf die Erwärmung der Pfanne und auch auf die Temperatur des
flüssigen Stahls während des Transports der Pfanne von dem Stahlschmelz
ofen zu sekundären Stahlherstellungsverfahren und zu einer Stranggieß-
Vorrichtung.
Diese Pfannen können sich erwärmen, wenn sie mit flüssigem Metall gefüllt
werden wegen der Wärme, die aus der Schmelze durch die feuerfeste Pfan
nenauskleidung absorbiert wird. Andererseits kühlen die Pfannen aus, wenn
sie leer sind. Die Länge der Zeitdauer, während der eine Pfanne leer ist, ist
sehr variabel und kann nicht vorhergesagt werden. So können beispielsweise
Verzögerungen durch eine größere Reparatur an der Pfanne, die viele Stun
den dauern kann, zu einer sehr kühlen Pfanne führen, die, wenn sie in diesem
Zustand verwendet wird, verhältnismäßig hohe Temperatur-Verluste des flüs
sigen Metalls verursacht. Beim Stranggießen kann es sein, daß die Tempera
tur des flüssigen Stahls, wie er in die Gießwanne der Gießvorrichtung einge
führt wird, nur um etwa 25°C (40°F) oberhalb der Metall-Liquidus-Temperatur
liegt. In einem solchen Fall darf keine signifikante und nicht vorhersehbare
Wärmemenge für die Pfanne verloren gehen.
Andererseits ist ein Überhitzen einer Pfanne unwirksam und kostspielig und
kann zu einer erhöhten Beschädigung an der feuerfesten Auskleidung führen.
Das Vorwärmen einer Pfanne ist daher eine wichtige übliche Praxis auf dem
Gebiet der Herstellung von Metallen und dient dazu, die Wärmeverluste bei
Pfannen, die aus dem Verwendungskreislauf entnommen werden zur Durch
führung einer Reparatur, und bei Pfannen, die erstmals in den Verwendungs
kreislauf eingeführt werden, zu normalisieren und die Wärmespannungen in
der feuerfesten Auskleidung der Pfanne, die als Folge des Hineingießens von
heißem flüssigem Metall in eine kühle feuerfeste Auskleidung auftreten, zu
minimieren.
In der Regel wird ein mit Gas betriebener Brenner dazu verwendet, eine
Flamme in das Innere der Pfanne zu richten, beispielsweise wenn die Pfanne
auf ihrer Seite auf einem horizontalen Vorwärmungsgerüst positioniert ist. Mit
Gas betriebene Pfannenvorwärmer sind beispielsweise beschrieben in den
US-Patenten Nr. 4 359 209; 4 229 211; 4 014 532 und 3 907 260. Das Erwär
men einer Pfanne mit elektrischer Energie ist ebenfalls bereits bekannt, bei
spielsweise aus dem US-Patent Nr. 4 394 566.
Die Fig. 1 der beiliegenden Zeichnungen erläutert ein typisches Verfahren des
Standes der Technik, bei dem ein Treibstoffgasstrom einem Pfannenvorwär
mer zugeführt wird zur Einstellung der Kontroll-Temperatur (der aktuellen hot
face-Temperatur der feuerfesten Auskleidung der Pfanne, gemessen unter
Verwendung eines Thermoelements in der Pfanne) und der Sollwert-Tempera
tur (der vorher festgelegten erwünschten hot face-Temperatur der Pfanne).
Wie in der Fig. 1 dargestellt, ist es üblich, während einer anfänglichen Vor
wärmperiode, wenn die Pfanne noch verhältnismäßig kühl ist, eine maximale
Treibstoffzuflußrate zu verwenden, dann allmählich die Treibstoffzuflußrate zu
verringern, nachdem die Sollwert-Temperatur erreicht ist, und bis die Pfanne
vollständig erwärmt ist. Eine typische Zeitspanne, innerhalb der die Kontroll-
Temperatur die Sollwert-Temperatur erreicht, beträgt etwa 2 h und eine typi
sche Zeitspanne bis zum Erreichen des vollständig erwärmten Zustandes der
feuerfesten Auskleidung der Pfanne beträgt etwa 20 h und ist in Fig. 1 eben
falls angegeben.
Derzeit basiert die Kontrolle eines Pfannenvorwärmers in der Regel auf dem
Anzeigewert eines Thermoelements, das in dem Deckel des Vorwärmers an
geordnet ist. Dieses Thermoelement mißt die durchschnittliche hot face-Tem
peratur der feuerfesten Auskleidung der Pfanne. Am Anfang, wenn die Pfanne
erstmals auf den Vorwärmer gestellt wird, arbeitet der Brenner mit maximaler
Kapazität, um so schnell wie möglich Wärme zuzuführen. Wenn sich die hot
face-Temperatur der Sollwert-Temperatur nähert, wird der Brenner gedrosselt,
so daß die Sollwert-Temperatur aufrechterhalten und nicht überschritten wird.
Das heißt, wenn sich die hot face-Temperatur der Pfanne der Sollwert-
Temperatur nähert, wird die Treibstoff-Zuführungsrate verringert, so daß die
Geschwindigkeit der Wärmezufuhr mit der Geschwindigkeit übereinstimmt, mit
der die Wärme in der feuerfesten Auskleidung absorbiert wird, wie in Fig. 1
dargestellt.
In der Praxis kann die Treibstoff-Zuführungsrate als Äquivalent zu der Wärme
zuführungsrate für eine Pfanne während des Vorwärmens angesehen werden.
Der Hauptunterschied ist der, daß ein Teil der Wärme, die beim Verbrennen
des Treibstoffes, z. B. Erdgas, entsteht, verloren geht, hauptsächlich durch Ab
gase (Verbrennungsgase). Die Wärmezuführungsrate ist daher ein etwas ge
naueres Maß für den Wärmeinhalt (die Wärmeenthalpie) der Pfanne als die
Gaszuflußrate.
Beispielhaft für diesen Stand der Technik ist das US-Patent Nr. 1 512 008, in
dem Verfahren und Vorrichtungen zur Aufrechterhaltung der Betriebstempera
tur beispielsweise in einem elektrisch beheizten Ofen durch schnelles Variie
ren der Wärmezuführungsrate in Abhängigkeit von den starken Schwankun
gen der mit einem Thermoelement bestimmten Ofentemperatur beschrieben
sind, beispielsweise durch schnelles Steigern der Temperatur bis in die Nähe
des gewünschten Wertes und anschließendes langsames Variieren der Wär
mezuführungsrate, wenn sich die Temperatur dem gewünschten Wert nähert.
In dem US-Patent Nr. 4 223 873 ist ein Direktflammen-Pfannen-Vorwärmungs
system für eine Pfanne beschrieben, das umfaßt einen Steuerkreis, um die
Verbrennungsgase bei einer vorgegebenen Temperatur zu halten und das
Treibstoff/Luft-Verhältnis einzustellen, um die Verbrennung zu maximieren und
den in den Verbrennungsgasen verbleibenden Sauerstoff zu minimieren.
Das US-Patent Nr. 4 718 643 bezieht sich auf die Vorwärmung einer Pfanne,
bei der der Treibstoff- und Sauerstoffstrom kontrolliert wird in Abhängigkeit von
der Temperatur der Pfanne, um die Wärmezufuhr während einer anfänglichen
Vorwärmphase zu erhöhen und einen maximalen Wirkungsgrad des Systems
während einer Durchwärmphase zu gewährleisten.
Das US-Patent Nr. 4 462 698 bezieht sich auf das Vorwärmen einer Pfanne,
wobei ein Strahlungs-Pyrometer zur Messung der hot face-Temperatur der
feuerfesten Auskleidung der Pfanne zur Steuerung der Gaszuführungsrate
verwendet wird.
Diese bekannten Verfahren sind geeignet zur Kontrolle der Oberflächen-
Temperatur der feuerfesten Auskleidung der Pfanne während des Vorwär
mens, sie zeigen jedoch nicht an, wann eine vorerwärmte Pfanne genügend
Wärme absorbiert hat, so daß die Temperatur-Verluste des flüssigen Metalls
konstant und kontrollierbar sind. Diese frühere Praxis hat somit den Nachteil,
daß sie nicht die Verwendungsbereitschaft der Pfanne nach dem Vorwärmen
anzeigt, da die Temperatur-Verteilung innerhalb der Dicke der Auskleidung der
Pfanne ungleichmäßig ist durch cyclische Wärmezuführungsperioden (bei
spielsweise wenn flüssiger Stahl in die Pfanne gegossen wird) und Abküh
lungsperioden (beispielsweise wenn die Pfanne leer ist). Wenn beispielsweise
eine Pfanne voll von flüssigem Stahl ist, ist die feuerfeste Auskleidung einer
Wärmequelle mit einer hohen Temperatur von beispielsweise etwa 1538 bis
1649°C (2800-3000°F) ausgesetzt im Kontakt mit und in der Bewegung gegen
die Innenseiten-Oberfläche der feuerfesten Auskleidung der Pfanne. Nach
dem Vergießen oder Ausgießen des flüssigen Stahls aus der Pfanne ist die
leere Pfanne für eine beträchtliche Zeitspanne der Atmosphäre ausgesetzt,
während der die Innenseiten-Oberfläche der feuerfesten Auskleidung abkühlt,
in der Regel auf etwa 760°C (1400°F) oder darunter. Außerdem beeinflussen
nicht vorhersehbare Variable, z. B. die Umgebungstemperatur und die Wind-
Bedingungen in dem Stahlwerk in beträchtlicher Weise die Temperaturen der
feuerfesten Auskleidung und der Mantel der Pfanne. Diese thermischen Va
riablen werden bei diesen Praktiken des Standes der Technik nicht berück
sichtigt. Das gleiche gilt für Änderungen der Dicke der feuerfesten Auskleidung
während des Verlaufs mehrerer Verwendungscyclen als Folge der Erosion des
feuerfesten Materials, wodurch ein Verlust an Isoliervermögen und somit eine
Veränderung der Wärmekapazität der Pfanne und der Wärmezuführungsrate
während des Vorwärmens verursacht werden.
Die Messung der Temperatur des Stahlmantels der Pfanne stellt auch keine
wirksame Methode zur Messung oder Kontrolle der Wärmezuführungsrate zu
der Pfanne dar. So kann beispielsweise eine Pfanne, die beispielsweise 1 1/2
h nach dem Ausgießen ihres Inhalts im Kreislauf zurückgeführt wird, auf einen
Vorwärmer gestellt werden, weil sie als zu kalt angesehen wird. Die Innensei
ten-Oberfläche der feuerfesten Auskleidung kann eine Temperatur von etwa
649°C (1200°F) haben und die Arbeits-Auskleidung (die Auskleidung benach
bart zu dem Bad aus flüssigem Metall, unter der sich eine dünnere Sicher
heitsauskleidung befindet) kann eine beträchtliche Wärmemenge verloren ha
ben, die Mantel-Temperatur kann jedoch etwa 343°C (650°F) betragen, was
anzeigen würde, daß die Pfanne verwendungsbereit ist, tatsächlich ist die
Pfanne jedoch kalt, und wenn sie bei diesen Bedingungen verwendet wird,
verursacht sie beträchtliche Wärmeverluste bei dem flüssigen Metall. Ähnlich
wie bei der hot face-Temperatur dar Pfanne zeigt somit die Mantel-Temperatur
der Pfanne nicht in zuverlässiger Weise die thermischen Gesamtbedingungen
der feuerfesten Auskleidung der Pfanne an.
Es ist daher ein praktikables Überwachungs- und Anzeigesystem erforderlich,
das einem Operator genauer anzeigt, wann eine vorgewärmte Pfanne be
triebsbereit ist, d. h. wann die Pfanne über die gesamte feuerfeste Auskleidung
durchgewärmt ist und somit heiß genug ist, um einen minimalen und konstan
ten Wärmeverlust aus dem geschmolzenen Metall zu garantieren.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
Überwachen des Wärmeinhalts (der Wärmeenthalpie) der feuerfesten Aus
kleidung einer Pfanne (Gießpfanne) während des Vorwärmens der Pfanne
durch Bereitstellung von Daten in bezug auf die Gasdurchflußrate und die
Verbrennungsluft-Strömungsrate (bei einem gasbetriebenen Vorwärmer), die
aktuelle Kontroll-Temperatur (der heißen Fläche der feuerfesten Auskleidung)
und der Sollwert (erwünschten Ziel)-Temperatur. Diese Daten werden dazu
verwendet, einen logischen Vergleich zwischen den Kontroll- und Sollwert-
Temperaturen durchzuführen, beispielsweise durch eine programmierbare lo
gische Kontrolleinrichtung (PLC). So lange die Kontroll-Temperatur niedriger
ist als die Sollwert-Temperatur kann ein geeignetes Signal erzeugt werden,
das anzeigt, daß die Pfanne noch nicht betriebsbereit ist, und es beginnt die
Berechnung der Änderungs-Geschwindigkeit der Wärmezuführungsrate zu der
feuerfesten Auskleidung der Pfanne (erste Ableitung der Wärmezuführungsra
te). Anschließend wird eine Berechnung der ungefähren zweiten Ableitung der
Wärmezuführungsrate durchgeführt, d. h. es wird berechnet, wie sich die Ge
schwindigkeit der Wärmezuführungsrate mit dem Ablauf der Zeit ändert. Wenn
die zweite Ableitung der maximalen Steigung (Neigung) der Geschwindigkeit
der Änderung der Wärmezuführungsrate - welche die durchschnittliche (oder
sich verändernde durchschnittliche) Steigung (Neigung) ist, korrigiert für un
vermeidbare Schwankungen - einen vorgegebenen Wert erreicht, der anzeigt,
daß die Geschwindigkeit der Wärmeabsorption durch die feuerfeste Ausklei
dung der Pfanne bei 0 oder nahe bei 0 liegt, d. h. wenn die Pfanne durchge
wärmt ist und der Wärmeinhalt (die Wärmeenthalpie) sich in einem maximalen
konstanten Zustand befindet, wird ein Signal erzeugt, das anzeigt, daß die
Pfanne durch die gesamte Dicke der feuerfesten Auskleidung vollständig vor
gewärmt und somit betriebsbereit ist.
Fig. 1 zeigt Diagramme des Standes der Technik, welche die Änderungsrate
des Treibstoffstroms zu einem gasbefeuerten Vorwärmungsbrenner und
der Kontroll-Temperatur in Abhängigkeit von der Zeit zeigen;
Fig. 2 zeigt Diagramme der Änderung der Wärmezuführungsrate (Diagramm
A), der Abgas-Wärmeverlustrate (Diagramm B), der Wärmespeiche
rungsrate in der Pfanne (Diagramm C) und der Wärmeverlustrate des
Mantels der Pfanne (Diagramm D) in Abhängigkeit von der Zeit;
Fig. 3 zeigt Diagramme, welche die Änderung der Treibstoffgas-Zuführungs
rate (Diagramm A) und der sich verändernden durchschnittlichen Stei
gung (Diagramm B) in Abhängigkeit von der Zeit zeigen;
Fig. 4 zeigt Diagramme, welche zeitliche Veränderungen der sich verändern
den durchschnittlichen Steigung (Diagramm A) und des Gesamtwär
meinhalts der Pfanne (Diagramm B) zeigen;
Fig. 5 stellt ein Diagramm (A) dar, das die Änderung der zweiten Ableitung der
maximalen Steigung in Abhängigkeit von der Zeit zeigt;
Fig. 6 stellt eine Skizze der erfindungsgemäßen Pfannenvorwärmungs-Vor
richtung im Seitenriß dar; und
Fig. 7 stellt ein Blockdiagramm dar, das die verschiedenen Stufen des Wär
meinhalts (der Wärmeenthalpie) der feuerfesten Auskleidung der Pfan
ne gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt, die an der Überwachung
während der Vorwärmung der Pfanne beteiligt sind.
Die allgemeine Beziehung für den Wärmeübergang BTU/h beim Pfannen-
Vorwärmen, wie in Fig. 2 dargestellt, ist durch die folgende Gleichung gege
ben:
qin = qflue + qshell + qstorage Gleichung 1
worin bedeuten:
qin = Wärmezuführungsrate (Treibstoff-Strömungsrate) Kurve A
qflue = Wärmeverlustrate in den Abgasen (Verbrennungsgasen) Kurve B
qshell = Wärmeverlustrate aus dem Mantel der Pfanne Kurve D
qstorage = Wärmespeicherungsrate in der feuerfesten Auskleidung der Pfanne Kurve C
qflue = Wärmeverlustrate in den Abgasen (Verbrennungsgasen) Kurve B
qshell = Wärmeverlustrate aus dem Mantel der Pfanne Kurve D
qstorage = Wärmespeicherungsrate in der feuerfesten Auskleidung der Pfanne Kurve C
Die relative Menge jeder dieser Mengen in der Wärmebilanz während der
Vorwärmdauer ist in der Fig. 2 angegeben, die zeigt, daß dann, wenn die
Pfanne zum erstenmal auf den Vorwärmer gestellt wird (Erwärmungszone I),
die Wärmezuführungsrate (Diagramm A) bei einem konstanten hohen Wert
gehalten wird. In diesem Zustand wird dann, wenn die Kontroll-Temperatur
unterhalb der Sollwert-Temperatur liegt, ein Vergleich zwischen der Kontroll-
Temperatur und der Sollwert-Temperatur angestellt und so lange die Kontroll-
Temperatur niedriger ist als die Sollwert-Temperatur, fungiert eine Treibstoff-
Strömungsraten-Kontrolleinrichtung so, daß sie den maximalen Treibstoffstrom
anfordert, um diesen konstanten Wert aufrechtzuerhalten. In diesem Teil der
Pfannenaufwärmung ist die Wärmeabsorptionsrate in der feuerfesten Ausklei
dung der Pfanne hoch und an dem anderen Ende nach einer langen Vorwärm
zeit ist dann, wenn Gleichgewichtszustands-Bedingungen erreicht worden sind
(die Pfanne durchwärmt ist und die Wärmeabsorptionsrate in der Pfanne ver
nachlässigbar gering ist), die Wärmezuführungsrate eine Konstante
(Diagramm A - Erwärmungszone III), deren Wert von dem Typ des feuerfesten
Auskleidungsmaterials, dem Verschleiß des feuerfesten Materials, den Umge
bungs-Bedingungen und dem anfänglichen thermischen Zustand der Pfanne
abhängt. Somit gilt:
qstorage = 0 (Gleichgewichtszustand) Gleichung 2A
qflue und qshel = konstant Gleichung 2B
qin (Treibstoff-Strömungsrate) = konstant Gleichung 2C
Bevor die Durchwärmungs-Bedingungen erreicht sind, jedoch nachdem die
Sollwert-Temperatur erreicht worden ist (Erwärmungszone II der Fig. 2), wird
die Temperatur des Abgases (Fig. 2, Diagramm B) konstant, so daß die Wär
meverlustmenge aus dem Abgas nun direkt proportional zur Treibstoffgas-
Zuführungsrate, d. h. zur Wärmezuführungsrate (Diagramm A) ist. Die Wärme
verlustmenge in dem Abgas ist viel größer als die Verluste aus dem Mantel der
Pfanne (Fig. 2, Diagramm D), so daß die Änderung der Treibstoffgas-Strö
mungsrate proportional zur Änderung der Wärmespeicherungsrate in der
Pfanne ist (Fig. 2, Diagramm C).
dqstorage/dt ist proportional zu dqin/dt Gleichung 3
Deshalb geht dann, wenn die feuerfeste Auskleidung der Pfanne Wärme ab
sorbiert und sich dem Gleichgewichtszustand nähert (qstorage ≧ 0), nachdem die
Sollwert-Temperatur erreicht worden ist, die Änderungsrate in die Treibstoff
zuführungsrate gegen 0.
qstorage nähert sich 0 und dg in nähert sich 0.
Die Rate der Änderung der Treibstoff-Strömungsrate zeigt an, wieviel Wärme
die Pfanne absorbieren kann, und wenn dieser Faktor gegen 0 geht, geht auch
die Fähigkeit des feuerfesten Materials, zusätzliche Wärme zu absorbieren,
gegen 0 und deshalb ist die Pfanne durchwärmt und betriebsbereit. Es wurden
Tests durchgeführt, bei denen eine Reihe von Thermoelementen verwendet
wurde, die in die feuerfeste Auskleidung der Pfanne eingebettet waren, welche
die Beziehung zwischen der Rate der Änderung der Wärmezuführungsrate
und der Änderung des Wärmeinhalts (der Wärmeenthalpie) des feuerfesten
Materials bestätigten. In jedem dieser Tests geht dann, wenn die Treibstoffzu
führungsrate zu einer Konstanten wird, auch die gemessene Temperatur des
feuerfesten Materials (die Kontroll-Temperatur) zu einem konstanten Wert,
dem Gleichgewichtszustand.
Die vorliegende Erfindung beruht darauf, die Geschwindigkeit der Änderung
der Wärmezuführungsrate (die Steigung bzw. Neigung eines Diagramms, das
die Änderung der Wärmezuführungsrate oder die Änderung der Treibstoff-
Strömungsrate mit dem Ablauf der Zeit zeigt) einer linearen Regression der
gesammelten Daten zu bestimmen. Für diesen Zweck wird das Diagramm der
Wärmezuführungsrate (Treibstoff-Strömungsrate) in Zeitabschnitte unterteilt,
wie sie beispielsweise bei A, B, C und D der Fig. 1 dargestellt sind, und die
durchschnittliche Steigung (Neigung) des Diagramms der Änderung der Wär
mezuführungs- (oder Gasströmungs)-Rate wird nach den folgenden Gleichun
gen bestimmt:
veränderliche mittlere Steigung (CFH/Bruchteil der Zeitdauer) =
worin bedeuten:
L = Länge der Zeitdauer
n = Anzahl der Messungen in dar Zeitdauer L
yi = errechnete Wärmeübertragungsrate auf die Pfanne, die eine Funktion der Treibstoffgas-Strömungsrate, der Luft-Strömungs rate (cf.3/h, CFH) und der Kontroll-Temperatur ist
i = eine Zeiteinheit innerhalb der Zeitspanne L
xi = Bruchteil der Zeitspanne i
L = Länge der Zeitdauer
n = Anzahl der Messungen in dar Zeitdauer L
yi = errechnete Wärmeübertragungsrate auf die Pfanne, die eine Funktion der Treibstoffgas-Strömungsrate, der Luft-Strömungs rate (cf.3/h, CFH) und der Kontroll-Temperatur ist
i = eine Zeiteinheit innerhalb der Zeitspanne L
xi = Bruchteil der Zeitspanne i
Die Gleichungen 4A und 4B werden dazu verwendet, die veränderliche Stei
gung innerhalb jeder Zeitspanne i erneut zu berechnen, wodurch ständig die
durchschnittliche Steigung der Änderung der Wärmezuführungsrate (der
Gasströmungsrate) wieder bestimmt wird, was hier als veränderliche durch
schnittliche Steigung bezeichnet wird. Die veränderlichen durchschnittlichen
Steigungskurven der Fig. 3 und 4 wurden bestimmt durch die veränderliche
Steigung der Treibstoffgasänderungsrate in Abhängigkeit von der Zeitkurve
unter Verwendung der in 5 Minuten-Ingrementen gesammelten Daten xi inner
halb einer 3-stündigen Zeitdauer L, so daß für diesen Fall die Einheiten der
veränderlichen durchschnittlichen Steigung CFH/5 min sind. In diesem Fall, n
= 36 und an jedem Probeentnahmepunkt wurde die neue Steigung aktualisiert
auf der Basis der vorhergehenden Zeitspanne L.
Bei einer veränderlichen mittleren Steigung, die aus einer Reihe von Daten
messungen abgeschätzt wird, gibt es immer eine gewisse Schwankung und sie
ist auch unbestimmt als Folge der Datenbeschränkungen. So kann beispiels
weise während der Vorwärmzeitdauer die Kontroll-Temperatur oberhalb und
unterhalb der Sollwert-Temperatur variieren, so daß die tatsächliche Steigung
der Wärmezuführungs-Änderungskurve höher oder niedriger sein kann als die
durchschnittliche Steigung, was zu einer Änderung der Steigung, d. h. dem
Maß für den wahrscheinlichen Bereich der Steigungen, die aus den Daten
bestimmt werden können, führt. Eine solche Abweichung kann errechnet wer
den, wobei man diese Abweichungen in bezug auf die Kontroll-Temperatur
und die daraus folgende Gasströmungsrate berücksichtigt unter Erzeugung
einer genaueren maximalen Steigung als Funktion der veränderlichen mittle
ren Steigung und der Standardabweichung der mittleren Steigung, wodurch
eine sicherere Abschätzung der jeweiligen Änderungsgeschwindigkeit der
Wärmezuführungsrate erhalten wird. Eine maximale Steigung unter Glättung
der Abweichungen in bezug auf die veränderliche mittlere Steigung, die einen
oberen Grenzwert für die gemessene Geschwindigkeit der Änderung der
Wärmezuführungsrate zu dem feuerfesten Material darstellt (die erste Ablei
tung der veränderlichen mittleren Steigung) und die Erzielung einer besseren
Abschätzung der aktuellen Geschwindigkeit der Änderung der Wärmezufüh
rungsrate wird bestimmt durch die folgende Beziehung:
Maximale Steigung = durchschnittliche Steigung + nσ Gleichung 5
worin bedeuten:
σ die Standardabweichung der Steigung und
n die Anzahl der Standardabweichungen.
σ die Standardabweichung der Steigung und
n die Anzahl der Standardabweichungen.
Wenn n = 2, so gibt es beispielsweise einen Zuverlässigkeitswert von 95%,
daß die gemessene Geschwindigkeit der Änderung der Wärmezuführungsrate
zu dem feuerfesten Material gleich oder kleiner ist als diejenige, die durch die
maximale Steigung angezeigt wird. Das heißt unter Bezugnahme beispielswei
se auf die Fig. 4, daß ein Diagramm, in dem die maximale Steigung gegen die
Vorwärmzeit aufgetragen ist, in einem Abstand von beispielsweise 2σ unter
halb des Diagramms A der veränderlichen durchschnittlichen Steigung dieser
Figur angeordnet wäre, was eine höhere (negativere) Grenze für die Steigung
darstellen würde und einen besseren Bezug ergäbe als die nicht korrigierte
veränderliche durchschnittliche Steigung für Überwachungsänderungen in be
zug auf die Wärmezuführungs- (oder Gasströmungs)-Rate.
Um höchst genau zu bestimmen, wann die Wärmeabsorption durch die feuer
feste Auskleidung der Pfanne sich einem Gleichgewichtszustand nähert, der
anzeigt, daß der Wärmeinhalt der Pfanne sich dem durchwärmten Zustand
nähert und die Pfanne betriebsbereit ist, wird die zweite Ableitung der maxima
len Steigung (ein Vergleich zwischen der maximalen Steigung bei einer gege
benen Zeit innerhalb der Zeitspanne L mit derjenigen innerhalb einer vorher
gehenden Zeitspanne) bestimmt mittels der folgenden Beziehung:
Bestimmung der zweiten Ableitung =
[maximale Steigung (errechnet zu der Zeit i-L) -
[maximale Steigung (errechnet in dem Zeitintervall i)]/
[maximale Steigung (errechnet zu der Zeit i-L) Gleichung 6
worin wie in den Gleichungen 4A und 4B i einen Zeitabschnittszähler darstellt.
Bei der Überwachung der Änderungs-Geschwindigkeit der Wärmezufuhr zu
der Pfanne wird
- 1. die veränderliche mittlere Steigung zuerst nach den Gleichungen 4A und 4B errechnet; dann
- 2. wird die Änderung errechnet und unter Verwendung der Ergebnisse der Berechnungen (1) und (2) wird die maximale Steigung nach der Gleichung 5 errechnet. Schließlich wird die geschätzte zweite Ableitung durch die Glei chung 6 berechnet und sie dient als Hauptreferenz zur Bestimmung der Be triebsbereitschaft der Pfanne. Ein beispielhaftes Diagramm dieser zweiten Ableitung der maximalen Steigung ist als Diagramm A in der Fig. 5 angege ben. Die Gleichungen 4A, 4B, 5 und 6 sind in eine PLC einprogrammiert, wel che die jeweiligen Berechnungen durchführt, und wenn die Abschätzung der zweiten Ableitung unter ein vorgegebenes Durchwärmungskriterium fällt (wobei beispielsweise der anfängliche Zustand der Pfanne, die Wärmeüber tragungs-Eigenschaften der Pfanne und die Wärmekapazität der Pfanne be rücksichtigt werden), hat die Pfanne den Durchwärmungszustand erreicht und ist betriebsbereit, wobei zu diesem Zeitpunkt ein geeignetes Signal abgegeben wird, das diese Betriebsbereitschaft anzeigt.
Tests in bezug auf das Vorwärmen von etwa 50 Pfannen zeigten insbesonde
re, daß nicht nur die Geschwindigkeit der Wärmezufuhr der Geschwindigkeit
der Änderung der Gasströmungsrate folgte, wie in Fig. 1 dargestellt, d. h., daß
die Wärmezuführungsrate etwa gleich der Gasströmungsrate war, sondern
auch, daß die Abnahme-Geschwindigkeit der Wärmezuführungsrate exponen
tiell ist, so daß ein Diagramm der exponentiellen Funktion et in Abhängigkeit
von der Einheitszeit während der Vorwärmperiode eine exponentielle Kurve
mit einer negativen Steigung ist, in der jedes Inkrement der Zeiteinheit um 36%
geringer ist als dasjenige der vorhergehenden Zeiteinheit. Bei Anwendung
dieser Beziehung ist, so lange die Berechnung der Änderungs-Geschwindig
keit der Änderung der Wärmezuführungsrate (zweite Ableitung der maximalen
Steigung) größer als 36% ist, die Pfanne nicht durchgewärmt und nicht be
triebsbereit; nur wenn der Wert der zweiten Ableitung ≦ 36% ist, ist die Pfanne
durchwärmt und betriebsbereit. Diese Beziehung ist auch in der Fig. 5 darge
stellt. Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, kann die gleitende durchschnittli
che Steigung (oder, wie vorstehend beschrieben, die Variations-korrigierte
maximale Steigung) verwendet werden als gutes Maß für die Gesamt-Wärme
zufuhr zu der Pfanne. Die zweite Ableitung der maximalen Steigung, darge
stellt durch die exponentielle Kurve der Fig. 5, die wie vorstehend beschrieben
verwendbar ist, stellt jedoch einen noch besseren und leichteren Weg dar, den
Wärmeinhalt (die Wärmeenthalpie) der Pfanne zu überwachen und somit zu
bestimmen, wann der Wärmeinhalt ausreichend ist, um die Pfanne betriebsbe
reit zu machen.
Die Vorrichtung zur Durchführung der Erfindung wird unter Bezugnahme auf
einen mit Treibstoffgas betriebenen Brenner, wie er in Fig. 6 erläutert ist, be
schrieben, in der die Bezugsziffer 1 allgemein die Vorwärmungs-Vorrichtung
bezeichnet, die eine vorzuwärmende Pfanne 2 mit feuerfester Auskleidung
umfaßt, die auf einem horizontalen Vorwärmungsgestell 3 angeordnet ist. Die
Vorrichtung 1 umfaßt auch einen auf Rädern montierten Wagen 4, der einen
Pfannendeckel 6 mit einer zentralen Öffnung 7 trägt, durch die eine Heizflam
me aus einem Brenner 8 in das Innere der Pfanne gerichtet wird. Der Deckel 6
ist auch mit einem Thermoelement 9 ausgestattet, das sich durch den Deckel
hindurch erstreckt und in einer festgelegten Position im Deckel 6 auf der Pfan
ne 2 sich in das Innere der Pfanne hinein erstreckt und mittels einer elektri
schen Leitung 5 mit einer PLC 11 verbunden ist, die als Vorwärmer-Kontroll
tafel dient zur Eingabe eines Kontrolltemperatur-Signals in die PLC, welche
die Fähigkeit hat, ein Sollwert-Signal abzugeben (angezeigt durch die Tempe
ratur von 1075°C (1967°F) in der Zeichnung) und welche die Fähigkeit hat, die
Kontroll-Temperatur mit der Sollwert-Temperatur zu vergleichen, wie dies
weiter unten näher erläutert wird.
Dem Brenner 8 wird ein Treibstoffgas zugeführt, beispielsweise Erdgas, aus
einem Gasströmungsmesser 12, der mit einer Gasvorratsquelle (nicht darge
stellt) in Verbindung steht, und mittels einer elektrischen Leitung 13 zu der
PLC 11 zur Eingabe eines Gasströmungsraten-Signals in die PLC (angezeigt
in der Fig. 6 durch die Rate von 13 000 ft3/h (CFR)). Dem Brenner 8 wird auch
Verbrennungsluft aus einem Luftströmungsmesser 14 zugeführt, der mit einer
Luftvorratsquelle (nicht dargestellt) in Verbindung steht, mittels der elektri
schen Leitung 16 zu der PLC 11 zur Eingabe eines Luftströmungsraten-Sig
nals in die PLC (in der Fig. 6 durch die Rate 14 000 CFR angezeigt). Die PLC
11 steht auch beispielsweise mit einem visuellen Vorwärmungsanzeige-Signal
17 in Verbindung, das bei der Betätigung durch die PLC dem Operator an
zeigt, wann die Pfanne vollständig durchwärmt und betriebsbereit ist.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens und beim Betrieb
der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wie sie in Form eines Blockdiagramms in
Fig. 7 dargestellt sind, dient eine erste Stufe dazu, einem mit Gas betriebenen
Vorwärmer die Treibstoffgasströmungsrate, die Luftströmungsrate und die
Kontroll-Temperatur zusammen mit der gewünschten Sollwert-Temperatur in
die PLC einzugeben (Stufe I). Die PLC führt einen logischen Vergleich zwi
schen der Kontroll-Temperatur und der Sollwert-Temperatur durch (Stufe II).
Wenn die Kontroll-Temperatur oberhalb oder in der Nähe der Sollwert-
Temperatur liegt, dann ändert die PLC die Anzeigelichter 17, wie sie in Fig. 6
dargestellt sind, von Rot in Gelb, wodurch angezeigt wird, daß die Pfanne
nicht vollständig durchwärmt ist, so daß beträchtliche Wärmeverluste bei der
Einführung von geschmolzenem Stahl in die Pfanne zu diesem Zeitpunkt auf
treten würden und die Temperatur des geschmolzenen Stahls in dem Stahl
herstellungsofen erhöht werden müßte. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die PLC
die Wärmezuführungsrate zu der feuerfesten Auskleidung der Pfanne zu be
rechnen (eine Funktion der Treibstoffgasströmungsrate, der Luftströmungsrate
und der Kontroll-Temperatur). Dann errechnet die PLC die Änderungs-
Geschwindigkeit der Wärmezuführungsrate (Stufe III) und nach einer Zeit
spanne die ungefähre zweite Ableitung der Wärmezuführungsrate, d. h. wie
sich die Änderungs-Geschwindigkeit der Wärmezuführungsrate mit dem Ablauf
der Zeit ändert (Stufe IV). Wenn die zweite Ableitung der Wärmezuführungsra
te kleiner ist als ein vorgegebener Wert (der, wie oben angegeben, Faktoren
berücksichtigt, wie z. B. die anfängliche Pfannen-Temperatur, die Wärmeüber
tragungs-Eigenschaften der Pfanne und die Wärmegesamtkapazität der Pfan
ne), der ≦ 36% beträgt (vgl. Fig. 5), dann ändert die PLC das Anzeigelicht von
Gelb in Grün, was anzeigt, daß die Pfanne vollständig durchwärmt und be
triebsbereit ist.
Die vorstehende Beschreibung der Erfindung steht in Zusammenhang mit ei
nem Pfannenvorwärmer, bei dem es sich um einen mit einem Gas wie Erdgas
beheizten Brenner handelt. Die Erfindung ist aber auch anwendbar auf elek
trisch beheizte Vorwärmer, wobei in diesem Falle die Wärmezuführungsrate
und die dabei auftretenden Änderungen auf der elektrischen Energie basieren,
die dem Vorwärmer zugeführt wird.
Claims (19)
1. Verfahren zum Vorwärmen einer Gießpfanne mit feuerfester Ausklei
dung, dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt die Messung der Temperatur
der feuerfesten Pfannenauskleidung, um eine Kontroll-Temperatur zu erhalten,
die Festlegung einer Sollwert-Temperatur der Pfanne, bis zu der die Pfanne
erwärmt werden soll, den Vergleich der Kontroll-Temperatur mit der Sollwert-
Temperatur, um die Wärmeeinführungsrate in die Pfanne zu kontrollieren, die
Berechnung einer durchschnittlichen Steigung der Wärmezufuhr in Abhängig
keit von der Zeit und die Bestimmung der Änderungsgeschwindigkeit der
Wärmezuführungsrate zu der Pfanne und die Verwendung der durchschnittli
chen Steigung zur Überwachung des Wärmeinhalts (der Wärmeenthalpie) der
Pfanne und zur Bestimmung, wann die feuerfeste Auskleidung der Pfanne
vollständig durchwärmt und betriebsbereit ist.
2. Verfahren zum Vorwärmen einer Pfanne mit feuerfester Auskleidung für
die Aufnahme und den Transport von geschmolzenem Metall, dadurch ge
kennzeichnet, daß es umfaßt die Erzeugung von Daten, die eine gemessene
aktuelle Kontroll-Temperatur der heißen Oberfläche der feuerfesten Ausklei
dung der Pfanne und eine gewünschte Sollwert-Temperatur, bis zu der die
feuerfeste Auskleidung der Pfanne erwärmt werden soll, repräsentieren, die
Eingabe der genannten Daten in eine PLC und die Durchführung eines logi
schen Vergleichs darin zwischen der Kontroll-Temperatur und der Sollwert-
Temperatur, um die Wärmeeinführungsrate in die Pfanne zu kontrollieren, die
Berechnung einer veränderlichen durchschnittlichen Steigung, welche die Än
derungs-Geschwindigkeit der Wärmezuführungsrate in die Pfanne repräsen
tiert, und die Erzeugung eines geeigneten Signals, wenn die Änderung der
veränderlichen durchschnittlichen Steigung in Abhängigkeit von der Zeit im
wesentlichen Null beträgt, das anzeigt, daß die feuerfeste Auskleidung der
Pfanne vollständig durchwärmt ist und daß die Pfanne betriebsbereit ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verän
derliche durchschnittliche Steigung, CFH/Bruchteil der Zeitspanne, unter An
wendung der Beziehung bestimmt wird:
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es außer
dem umfaßt die Erhöhung der Genauigkeit der Berechnung der veränderlichen
durchschnittlichen Steigung durch Berechnung einer maximalen Steigung der
Wärmezuführungsrate in Abhängigkeit von der Zeit unter Anwendung der Be
ziehung:
maximale Steigung = durchschnittliche Steigung + nσ
und unter Verwendung der Änderung der maximalen Steigung zur Überwa chung des Wärmeinhalts der Pfanne, um zu bestimmen, wann die feuerfeste Auskleidung der Pfanne vollständig durchwärmt ist und die Pfanne betriebsbe reit ist.
maximale Steigung = durchschnittliche Steigung + nσ
und unter Verwendung der Änderung der maximalen Steigung zur Überwa chung des Wärmeinhalts der Pfanne, um zu bestimmen, wann die feuerfeste Auskleidung der Pfanne vollständig durchwärmt ist und die Pfanne betriebsbe reit ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß n = 2 und
daß mit einem Zuverlässigkeitswert von 96% die gemessene Geschwindigkeit
der Änderung der Wärmezuführungsrate zu der feuerfesten Auskleidung der
Pfanne ≦ derjenigen ist, die durch die maximale Steigung angezeigt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es außer
dem umfaßt die Berechnung der zweiten Ableitung der maximalen Steigung
und, wenn die zweite Ableitung kleiner ist als ein Sollwert, der keine oder eine
nur geringe Änderung des Wertes der zweiten Ableitung anzeigt, die Erzeu
gung eines Signals, das anzeigt, daß die Pfanne über die gesamte Dicke der
feuerfesten Auskleidung vollständig durchwärmt und betriebsbereit ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt
die Berechnung der zweiten Ableitung nach der Formel:
Berechnung der zweiten Ableitung = [maximale Steigung (errechnet zur Zeit i-L) - [maximale Steigung (errechnet in dem Zeitintervall i)]/ [maximale Steigung (errechnet zur Zeit i-L)
wobei eine exponentielle Beziehung mit negativer Steigung zwischen der ex ponentiellen Funktion et und der Zeit erhalten wird, und die Verwendung der zweiten Ableitung zur Überwachung der Änderung in Abhängigkeit von der Zeit der Wärmezuführungsrate zu der Pfanne.
Berechnung der zweiten Ableitung = [maximale Steigung (errechnet zur Zeit i-L) - [maximale Steigung (errechnet in dem Zeitintervall i)]/ [maximale Steigung (errechnet zur Zeit i-L)
wobei eine exponentielle Beziehung mit negativer Steigung zwischen der ex ponentiellen Funktion et und der Zeit erhalten wird, und die Verwendung der zweiten Ableitung zur Überwachung der Änderung in Abhängigkeit von der Zeit der Wärmezuführungsrate zu der Pfanne.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß es außer
dem umfaßt die kontinuierliche Berechnung der zweiten Ableitung und, so lan
ge der Wert der exponentiellen Funktion et größer als 36% ist, die Erzeugung
eines Signals, das anzeigt, daß die feuerfeste Auskleidung der Pfanne noch
nicht durchwärmt ist und, wenn der Wert der zweiten Ableitung ≦ 36% beträgt,
die Erzeugung eines Signals, das anzeigt, daß die Pfanne durchwärmt und
betriebsbereit ist.
9. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es außer
dem umfaßt die Korrektur der veränderlichen durchschnittlichen Steigung in
bezug auf unvermeidbare Änderungen der Kontroll-Temperatur und der Wär
mezuführungsrate unter Anwendung der folgenden Beziehung:
maximale Steigung = durchschnittliche Steigung + nσ
so daß die maximale Steigung eine obere Grenze darstellt, welche die Genau igkeit der veränderlichen durchschnittlichen Steigung verbessert bei der Be stimmung, wann die Pfanne vollständig durchwärmt und betriebsbereit ist.
maximale Steigung = durchschnittliche Steigung + nσ
so daß die maximale Steigung eine obere Grenze darstellt, welche die Genau igkeit der veränderlichen durchschnittlichen Steigung verbessert bei der Be stimmung, wann die Pfanne vollständig durchwärmt und betriebsbereit ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es außer
dem umfaßt die Bestimmung, wann die Änderung der Wärmezuführungsrate
zu der feuerfesten Auskleidung der Pfanne in Abhängigkeit von der Zeit auf
einen Wert fällt, der anzeigt, daß die Pfanne sich einem vollständig durch
wärmten Zustand nähert, durch Berechnung der zweiten Ableitung der maxi
malen Steigung entsprechend der folgenden Beziehung:
Berechnung der zweiten Ableitung = [maximale Steigung (errechnet zur Zeit i-L) - [maximale Steigung (errechnet in dem Zeitintervall i)]/ [maximale Steigung (errechnet zur Zeit i-L)
das Fortsetzen des Vorwärmens, so lange, bis der Wert der zweiten Ableitung ≧ 36% ist und das Anzeigen der Betriebsbereitschaft der Pfanne, wenn der Wert für die zweite Ableitung unter 36% liegt.
Berechnung der zweiten Ableitung = [maximale Steigung (errechnet zur Zeit i-L) - [maximale Steigung (errechnet in dem Zeitintervall i)]/ [maximale Steigung (errechnet zur Zeit i-L)
das Fortsetzen des Vorwärmens, so lange, bis der Wert der zweiten Ableitung ≧ 36% ist und das Anzeigen der Betriebsbereitschaft der Pfanne, wenn der Wert für die zweite Ableitung unter 36% liegt.
11. Verfahren zur Bestimmung, wann eine mit einer feuerfesten Ausklei
dung versehene Pfanne, die vorerwärmt wird, vollständig durchwärmt und be
triebsbereit ist, dadurch gekennzeichnet, daß man eine durchschnittliche Stei
gung berechnet, welche die Änderung der Wärmezuführungsrate zu der Pfan
ne mit dem Ablauf der Zeit repräsentiert; und die Betriebsbereitschaft der
Pfanne anzeigt, wenn praktisch keine Änderung der durchschnittlichen Stei
gung mehr erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß es außer
dem umfaßt die Korrektur der durchschnittlichen Steigung im Hinblick auf un
vermeidbare Änderungen in dem Vorwärmungsverfahren zur Erzielung einer
maximalen Steigung = durchschnittlichen Steigung + nσ
worin bedeuten:
σ die Standardabweichung der Steigung und
n die Anzahl der Standardabweichungen,
und das Anzeigen der Beendigung des Vorwärmens, wenn die Änderung in der maximalen Steigung im wesentlichen Null beträgt.
maximalen Steigung = durchschnittlichen Steigung + nσ
worin bedeuten:
σ die Standardabweichung der Steigung und
n die Anzahl der Standardabweichungen,
und das Anzeigen der Beendigung des Vorwärmens, wenn die Änderung in der maximalen Steigung im wesentlichen Null beträgt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß es außer
dem umfaßt die Bereitstellung der zweiten Ableitung der maximalen Steigung
und die Anzeige der Beendigung der Vorerwärmung, wenn der Wert für die
zweite Ableitung ≦ 36% ist.
14. Verfahren zur Anzeige des Vorwärmungszustandes einer Pfanne mit
feuerfester Auskleidung, dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt die Kontrolle
der Wärmezuführungsgeschwindigkeit zu der Pfanne entsprechend einer ak
tuellen Pfannenkontroll-Temperatur und einer Sollwert-Temperatur, auf welche
die Pfanne vorerwärmt werden soll, die Herabsetzung der Wärmezuführungs
rate, nachdem die Kontroll-Temperatur die Sollwert-Temperatur erreicht hat,
die Berechnung einer veränderlichen durchschnittlichen Steigung, welche die
Änderung der Geschwindigkeit mit dem Ablauf der Zeit der Wärmezuführungs
rate darstellt, die Berechnung der zweiten Ableitung der Wärmezuführungsrate
auf der Basis der veränderlichen durchschnittlichen Steigung, die Überwa
chung der Änderung der zweiten Ableitung und die Beendigung der Vorwär
mung der Pfanne, wenn die zweite Ableitung unter das Sollwert-Kriterium fällt,
das eine vollständig vorgewärmte Pfanne anzeigt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Soll
wert-Kriterium ein Wert der zweiten Ableitung ist, der gegen die Pfannen-
Vorwärmzeit aufgetragen ist, der ≦ 36% ist.
16. Pfannenvorwärmungs-Anzeigesystem, dadurch gekennzeichnet, daß es
umfaßt eine Pfanne mit feuerfester Auskleidung, die vor der Einführung von
flüssigem Metall in die Pfanne vorgewärmt werden soll, eine Einrichtung zur
Einführung von Wärmeenergie in das Innere der Pfanne, eine Einrichtung zur
Kontrolle der Wärmezuführungsgeschwindigkeit zu der Pfanne, eine Einrich
tung zur Messung der aktuellen Kontroll-Temperatur der Oberfläche der Aus
kleidung der Pfanne, eine PLC-Einrichtung für die Aufnahme einer vorher fest
gelegten Sollwert-Temperatur, bis zu der die feuerfeste Auskleidung der Pfan
ne erwärmt werden soll, eine Einrichtung zur Eingabe eines ersten Signals in
die PLC, welche die Energiezuführungsrate zu der Pfanne repräsentiert, und
eines zweiten Signals, das die Kontroll-Temperatur repräsentiert, eine Einrich
tung, die in die PLC einprogrammiert ist, zum Vergleichen der Kontroll-
Temperatur mit der Sollwert-Temperatur und, wenn die Kontroll-Temperatur
gleich oder höher ist als die Sollwert-Temperatur, zur Berechnung der zweiten
Ableitung der Wärmeenergie-Zuführungsrate und eine Einrichtung zur Abgabe
eines Signals, wenn der berechnete Wert für die zweite Ableitung unter ein
Sollwert-Kriterium fällt, das anzeigt, daß die feuerfeste Auskleidung der Pfan
ne vollständig durchwärmt ist und die Pfanne betriebsbereit ist.
17. System nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Sollwert-
Kriterium der Wert einer zweiten Ableitung ist, der, aufgetragen gegen die
Pfannen-Vorerwärmungszeit, ≦ 36% ist.
18. Pfannenvorwärmungs-System, dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt
eine Einrichtung zur Kontrolle der Wärmeeinführungsrate in die Pfanne in Ab
hängigkeit von der aktuellen Pfannenkontroll-Temperatur und einer Sollwert-
Temperatur, bis zu der die Pfanne vorerwärmt werden soll, eine Einrichtung
zur Verringerung der Wärmezuführungsrate, nachdem die Kontroll-Temperatur
die Sollwert-Temperatur erreicht hat, eine Einrichtung, die danach berechnet
- a) eine maximale durchschnittliche Steigung, welche die Änderungsgeschwin digkeit der Wärmezuführungsrate mit dem Ablauf der Zeit repräsentiert, und
- b) basierend auf der maximalen durchschnittlichen Steigung, die zweite Ab leitung der Wärmezuführungsrate, eine Einrichtung zur Überwachung der Än derung der zweiten Ableitung und zur Anzeige einer vollständig vorgewärmten Pfanne, wenn die zweite Ableitung unter das Sollwert-Kriterium fällt.
19. System nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Sollwert-
Kriterium ein Wert der zweiten Ableitung ist, der, aufgetragen gegen die Vor
wärmzeit, ≦ 36% ist.
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| DE19935451A1 true DE19935451A1 (de) | 2000-03-09 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: UEC TECHNOLOGIES LLC, PITTSBURGH, PA., US |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |