DE19935438A1 - Verfahren zur Signalisierung in einem GSM-Mobilfunksystem - Google Patents
Verfahren zur Signalisierung in einem GSM-MobilfunksystemInfo
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Abstract
In einem Verfahren zur Signalisierung in einem GSM-Mobilfunksystem mit zumindest einer Basisstation und zumindest einer Teilnehmerstation steht zwischen der Basisstation und der Teilnehmerstation ein erster Frequenzkanal zur Übertragung von Signalisierungsinformationen zur Verfügung. Mit den Signalisierungsinformationen wird zumindest ein Element einer Wertemenge übertragen und eine erste Teilmenge der Wertemenge dient als Frequenzkanalnummern zur Zuordnung von Frequenzkanälen des GSM-Mobilfunksystems. Eine zweite Teilmenge der Wertemenge wird zur Signalisierung von zusätzlichen, über die Zuordnung der Frequenzkanäle des GSM-Mobilfunksystems hinausgehenden Steuerungsfunktionen für die Teilnehmerstation verwendet.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, eine Basisstation und
eine Teilnehmerstation zur Signalisierung in einem GSM-
Mobilfunksystem.
In Mobilfunksystemen werden Nachrichten (Sprache, Bildinfor
mation oder andere Daten) über Übertragungskanäle mit Hilfe
von elektromagnetischen Wellen (Funkschnittstelle) übertra
gen. Die Übertragung erfolgt sowohl in Abwärtsrichtung (down
link) von der Basisstation zu Teilnehmerstation, als auch in
Aufwärtsrichtung (uplink) von der Teilnehmerstation zur Ba
sisstation.
Im Frequenzduplex (Frequency Division Duplex FDD) erfolgt das
Senden und Empfangen in verschiedenen entsprechend getrennten
Frequenzbändern, während für das Zeitduplex (Time Division
Duplex TDD) die beiden Richtungen durch verschiedene Zeitla
gen getrennt werden.
Aus DE 198 10 285.2 ist bekannt, daß zur Unterscheidung der
Signalquellen und damit zur Auswertung der Signale als Fre
quenzmultiplex (FDMA), Zeitlagenmultiplex (TDMA) oder Code
multiplex (CDMA) bekannte Verfahren dienen, die auch mitein
ander kombiniert werden können. Eine Ausprägung des Zeitla
genmultiplex (TDMA) ist das bereits erwähnte TDD (time divi
sion duplex) Übertragungsverfahren, bei dem in einem gemein
samen Frequenzkanal die Übertragung sowohl in Aufwärtsrich
tung, d. h. von der Basisstation zur Teilnehmerstation, als
auch in Abwärtsrichtung von der Teilnehmerstation zur Basis
station erfolgt.
Ausgehend von dem GSM-Weltstandard für Mobilfunksysteme ist
aus der DE 197 46 894 eine Übergabe einer Verbindung von ei
nem Frequenzkanal einer GSM-Übertragung auf einen Frequenzka
nal einer TD-CDMA Übertragung bekannt. Für eine Übergabe zwi
schen verschiedenen Mobilfunksystemen ist eine aufwendige
Signalisierung erforderlich.
Der Erfindung stellt sich die Aufgabe ein verbessertes Ver
fahren zur Signalisierung, eine verbesserte Basisstation und
eine verbesserte Teilnehmerstation anzugeben, die eine Inter
aktion zwischen dem bestehenden GSM-Mobilfunksystem und zu
künftigen Mobilfunksystemen ermöglicht. Diese Aufgabe wird
durch die Basisstation mit den Merkmalen des Anspruchs 8, die
Teilnehmerstation mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 und
das Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Un
teransprüchen angegeben.
In einem Verfahren zur Signalisierung in einem GSM-Mobilfunk
system mit zumindest einer Basisstation und zumindest einer
Teilnehmerstation steht zwischen der Basisstation und der
Teilnehmerstation ein erster Frequenzkanal zur Übertragung
von Signalisierungsinformationen zur Verfügung. Mit den Si
gnalisierungsinformationen wird zumindest ein Element einer
Wertemenge übertragen, wobei eine erste Teilmenge der Werte
menge als Frequenzkanalnummern zur Zuordnung von Frequenzka
nälen des GSM-Mobilfunksystems dient. Eine zweite Teilmenge
der Wertemenge wird zur Signalisierung von zusätzlichen, über
die Zuordnung der Frequenzkanäle des GSM-Mobilfunksystems
hinausgehenden Steuerungsfunktionen für die Teilnehmerstation
verwendet.
Die Erfindung sichert nicht nur die Interaktionsfähigkeit von
dem GSM-Mobilfunksystem zu zukünftigen Mobilfunksystemen,
beispielsweise dem UMTS (Universal Mobile Telecommunication
System), sondern auch die Kompatibilität, da im GSM-Mobil
funksystem vorhandene Signalisierungsmöglichkeiten für eine
Übergabeprozedur (handover) oder andere Steuerungsfunktionen
erweitert genutzt werden können, was auch eine Migration des
gegenwärtige GSM-Mobilfunksystems zu zukünftigen Mobilfunksy
stemen ermöglicht. Teilnehmerstationen des gegenwärtigen GSM-
Mobilfunksystems verwenden die Elemente der ersten Teilmenge
der Wertemenge als Frequenzkanalnummern zur Zuordnung von
Frequenzkanälen. Dagegen werden die Elemente der zweiten
Teilmenge der Wertmenge von Teilnehmerstationen des gegenwär
tigen GSM-Mobilfunksystems ignoriert.
Teilnehmerstationen, sogenannte Multimode-Teilnehmersta
tionen, die sowohl das gegenwärtige GSM-Mobilfunksystem als
auch zukünftige Mobilfunksysteme, beispielsweise das W-CDMA
(Wideband Code Division Multiple Access)-System unterstützen,
können die Signalisierungsinformationen der Elemente der
zweiten Teilmenge der Wertemenge auswerten. Zukünftige Mobil
funksysteme weisen dabei unterschiedliche Kodier- und Deko
dierprinzipien auf. Multimode-Teilnehmerstation können auch
systemspezifische Signalisierungsinformationen der zukünfti
gen Mobilfunksysteme kodieren und dekodieren und somit über
den ersten oder einen zweiten Frequenzkanal Signalisierungs
informationen über das Kodier- und Dekodierprinzip erhalten,
die dann gemeinsam ausgewertet werden und die Steuerungsfunk
tion verwirklichen.
Die Elemente der Wertemenge werden bisher lediglich zur
Adressierung von Frequenzkanälen eines GSM-Mobilfunksystems
mit festem Duplexabstand verwendet. Die Elemente der zweiten
Teilmenge werden von dieser bisherigen Funktion zweckentfrem
det und für andere Steuerfunktionen genutzt. Eine Adressie
rung anderer Mobilfunksysteme ist daher besonders vorteilhaft
mit den Elementen der Wertemenge zu signalisieren.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann beispielsweise ein
Protokollkonvertierer zwischen einem GSM-Mobilfunksystem und
einem UMTS-Mobilfunksystem besonders einfach implementiert
werden. Mittels eines Elementes der zweiten Teilmenge kann
der Teilnehmerstation eine mögliche Übergabe zum UMTS-Mobil
funksystem signalisiert werden und gleichzeitig das Protokoll
zur Übergabe initiiert bzw. das Protokoll des GSM-Mobilfunk
systems in das Protokoll des UMTS-Mobilfunksystems konver
tiert werden.
Für zukünftige Funksysteme können einige Elemente der zweiten
Teilmenge der Wertemenge als "noch frei" definiert bleiben,
um die durch die Erfindung geschaffene große Flexibilität und
Migrationsfähigkeit auch für zukünftige System nicht einzu
schränken. Alternativ kann auch die Wertemenge im Vergleich
zum GSM-Mobilfunksystem erweitert werden, um eine weiterrei
chende Flexibilität zu erreichen.
Die Interpretation von systemspezifischen Signalisierungsin
formationen kann durch Elemente der zweiten Teilmenge der
Wertemenge gesteuert werden. So kann beispielsweise eine
Rangliste oder Priorität für eine Übergabeprozedur zwischen
verschiedenen Mobilfunksystemen durch die Elemente der zwei
ten Teilmenge gesteuert werden und so eine Überlastung eines
bestimmten Systems verhindert werden. Mehrere Elemente der
zweiten Teilmenge können eine Steuerfunktion beschreiben,
jedoch mit unterschiedlicher Ausprägung eines Parameters.
Die Elemente der zweiten Teilmenge können auch vorteilhaft zu
weiteren Signalisierungen von Steuerungsfunktionen genutzt
werden. Soll beispielsweise der zuvor beschriebenen Teilneh
merstation während der Kommunikation, beispielsweise während
eines Telefongespräches bei bestehender GSM-Verbindung, ein
Bild übertragen werden, so kann der Teilnehmerstation die
Übertragung des Bildes im W-CDMA-System mit einem Element der
zweiten Teilmenge der Wertemenge signalisiert werden. Dien
ste, die höhere Datenraten erfordern, können so getrennt
übertragen werden, ohne die Kommunikation im GSM-Mobilfunk
system unterbrechen zu müssen oder die gesamte Kommunikation
an das W-CDMA-System zu übergeben.
Zur Zuordnung von Frequenzkanalnummern zu Frequenzkanälen
eines GSM-Mobilfunksystems ist aus GSM 05.05 version 6.3.0
Release 1997 bekannt, daß eine Frequenzkanalnummer (Absolute
Radio Frequency Channel Number ARFCN) jeweils für die Ab
wärts- und Aufwärtsrichtung den Frequenzkanal festlegt. Für
E-GSM 900 (extended GSM 900) sind die Frequenzkanalnummern 0
bis 124 und 975 bis 1023, für DCS 1800 (GSM1800) die Fre
quenzkanalnummern 512 bis 885 festgelegt.
Für das gegenwärtige GSM-Mobilfunksystem ist die Wertemenge
von 0 bis 1023 begrenzt. Werden weitere Frequenzen für GSM-
Mobilfunksysteme und die weiteren Frequenzkanäle der ersten
Teilmenge als Frequenzkanalnummern zugeordnet, so wird sich
die begrenzte Ressource der Frequenzkanalnummern bald er
schöpfen. Wird mit der Einführung eines weiteren GSM-Mobil
funksystems eine weitere Wertemenge definiert, so kann erfin
dungsgemäß mit der Signalisierung durch ein Element der zwei
ten Teilmenge der Wertemenge des gegenwärtigen GSM-Mobilfunk
systems zusammen mit einer Signalisierung durch ein Element
der weiteren Wertemenge die Steuerfunktion verwirklicht wer
den. Eine Vergrößerung der bisherigen Wertemenge ist folglich
nicht nötig. Zusammen mit dem Element der zweiten Teilmenge
der Wertemenge des gegenwärtigen GSM-Mobilfunksystems und
einer Frequenzkanalnummer der weiteren Wertemenge kann ein
Frequenzkanal des weiteren GSM-Mobilfunksystems adressiert
werden.
Eine Teilnehmerstation, die in beiden GSM-Mobilfunksystemen
Verbindungen aufbauen kann, kann von einem in das weitere
GSM-Mobilfunksystem übergeben werden. Die Elemente der zwei
ten Teilmenge dienen hierbei als Zeiger, die auf eine weitere
Information zur Signalisierung zeigen. Diese Information kann
dabei im ersten Frequenzkanal oder in einem zweiten Frequenz
kanal übertragen werden. Erfindungsgemäß kann so ein un
gleichmäßiges Funkverkehrsaufkommen der beiden GSM-Mobilfunk
systeme ausgeglichen werden.
Besonders vorteilhaft wird mindestens ein Element der zweiten
Teilmenge die Möglichkeit einer Übergabe einer Verbindung
zwischen der Teilnehmerstation und einer Basisstation eines
weiteren Mobilfunksystems signalisieren. Das weitere Mobil
funksystem ist hier beispielsweise ein TD-CDMA-System, das
eine Übertragung mit wesentlich höherer Datenrate als das
gegenwärtige GSM-Mobilfunksystem ermöglicht. Ist das GSM-
Mobilfunksystem überlastet oder ist die Funkverbindung zur
Basisstation schlecht, kann erfindungsgemäß durch ein Element
der zweiten Teilmenge der Teilnehmerstation eine Übergabe der
Verbindung zu einer Basisstation des TD-CDMA-Systems angebo
ten werden. Ein anderes Element kann beispielsweise die Über
gabe der Verbindung zu einer Basisstation des W-CDMA-Systems
anbieten.
Diese Signalisierungsinformationen können zur Steuerung einer
Teilnehmerstation genutzt werden, so daß die Teilnehmerstati
on als intelligente Teilnehmerstation zusätzlich Informatio
nen über benachbarte Zellen und Systeme abfragt und sich
selbstständig für eine Übergabeprozedur entscheidet.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden die
im ersten Frequenzkanal übertragenen Elemente der zweiten
Teilmenge und zusätzlich in einem zweiten Frequenzkanal über
tragene systemspezifische Signalisierungsinformationen zum
Auslösen der Steuerungsfunktionen gemeinsam ausgewertet. Die
mittels des zweiten Frequenzkanals übertragenen systemspezi
fischen Signalisierungsinformationen enthalten dabei bei
spielsweise den Frequenzkanal und/oder die Chipfolge eines
CDMA-Systems für die Verbindung zwischen der Basisstation des
CDMA-Systems und der Teilnehmerstation, die sowohl Verbindun
gen zum GSM-Mobilfunksystem als auch zu CDMA-System aufbauen
kann. Die Teilnehmerstation erhält mit Hilfe des Elementes
der zweiten Teilmenge und den systemspezifischen Signalisie
rungsinformationen des CDMA-Systems bereits während einer
Verbindung zum GSM-Mobilfunksystem Informationen über benach
barte Zellen und Systeme und speichert die zugehörigen Basis
stationen als mögliche Kandidaten für eine Übergabeprozedur
in einer Liste.
Die Auswertung von systemspezifischen Signalisierungsinforma
tionen ist dabei nicht auf einen Frequenzkanal begrenzt. Sy
stemspezifischen Signalisierungsinformationen können über
einen zweiten Frequenzkanal übertragen werden, so daß von
jedem Mobilfunksystem, welches von der Teilnehmerstation emp
fangen werden kann, systemspezifischen Signalisierungsinfor
mationen ausgewertet werden. Diese systemspezifischen Signa
lisierungsinformationen werden dabei gleichzeitig mit oder
zeitlich unabhängig vom Element der zweiten Teilmenge der
Wertemenge empfangen oder ausgewertet.
Besonders vorteilhaft wird mit der Steuerungsfunktion der
Umschaltzeitpunkt zwischen den Zeitlagen der Aufwärtsrichtung
(uplink) und der Abwärtsrichtung (downlink) eines Zeitduplex-
Mobilfunksystems festgelegt. Die Steuerungsfunktion über den
Umschaltzeitpunkt zwischen den Zeitlagen der Aufwärtsrichtung
(uplink) und der Abwärtsrichtung (downlink) eines Zeitduplex-
Mobilfunksystems ist im gegenwärtigen GSM-Mobilfunksystem
unbekannt. Eine Teilnehmerstation die sowohl zu einem GSM-
Mobilfunksystem als auch zu einen Zeitduplex-Mobilfunk
system, beispielsweise einem TD-CDMA Mobilfunksystem, eine
Verbindung aufbauen kann, ist gemäß der Erfindung in der La
ge, während der Verbindung im GSM-Mobilfunksystem die Signa
lisierungsinformationen auszuwerten und beispielsweise im
Fall einer besonders asymmetrischen Datenrate zwischen down
link und uplink in das Zeitduplex-Mobilfunksystem zu wech
seln.
Um den Umschaltzeitpunkt zwischen den Zeitlagen der Aufwärts
richtung (uplink) und der Abwärtsrichtung (downlink) mög
lichst gut auflösen zu können, sind kleine Zeitintervalle
nötig, die durch die Wertemenge alleine oft nicht signali
siert werden können. Die systemspezifischen Signalisierungs
informationen ermöglichen eine Übertragung von binären Infor
mationen, die durch eine separate Signalisierung den Um
schaltzeitpunkt besser definieren können, ohne die maximale
Anzahl der Übertragungskanäle zu beeinflussen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden zu
der im ersten Frequenzband übertragenen zweiten Teilmenge der
Wertemenge zur Signalisierung zusätzlich systemspezifische
Signalisierungsinformationen eines Frequenzduplex-Mobilfunk
systems über den Duplexabstand der Frequenzen der Aufwärts
richtung (uplink) und der Abwärtsrichtung (downlink) mittels
eines zweiten Frequenzkanals übertragen. Der Duplexabstand
der Frequenzen kann dabei beispielsweise mittels einer eige
nen Duplexnummer signalisiert werden, der die entsprechende
Signalisierung enthält sowohl den Frequenzkanal als auch den
Duplexabstand der Frequenzen für die Aufwärtsrichtung (up
link) und die Abwärtsrichtung (downlink). Aus dem GSM-Mobil
funksystem ist bisher lediglich ein fester Duplexabstand der
Frequenzen bekannt. Ein variabler Duplexabstand ist dagegen
durch die bisherigen Frequenzkanalnummern der ersten Teilmen
ge der Wertemenge nicht adressierbar.
So kann erfindungsgemäß der Duplexabstand der Frequenzen va
riabel gehalten und die Aufwärtsrichtung (uplink) und die
Abwärtsrichtung (downlink) für verschiedene Dienste getrennt
gesteuert werden, um die Übertragung den vom Protokoll gefor
derten Datenraten möglichst gut anzupassen.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen bezugnehmend auf zeichnerische Darstellungen näher
erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 eine Wertemenge des gegenwärtigen GSM-Mobilfunk
systems und die Frequenzkanalnummern einer ersten
Teilmenge der Wertemenge,
Fig. 2 ein Szenario für die Interaktionsfähigkeit zwischen
einem GSM-Mobilfunksystem und einem zukünftigen Mo
bilfunksystem.
Fig. 1 stellt eine Wertemenge ARFCN dar, die als erste Teil
menge Frequenzkanalnummern zur Zuordnung von Frequenzkanälen
des gegenwärtigen GSM-Mobilfunksystems beinhaltet. In der
ersten Teilmenge sind dabei die Frequenzkanalnummern 0 bis
124 GSM, 975 bis 1023 EGSM (extended GSM) und 512 bis 885 DCS
(GSM 1800) enthalten. Die noch nicht belegte zweite Teilmenge
N von 130 bis 250 kann zur Signalisierung von zusätzlichen
Steuerfunktionen für die Teilnehmerstationen verwendet wer
den. Andere Möglichkeiten für zweite Teilmengen sind die Ele
mente 250 bis 512 und 885 bis 975. Hierbei sind Steuerfunk
tionen gemeint, die über die Zuordnung der Frequenzkanäle des
GSM-Mobilfunksystems hinausgehen. Mit den Elementen der zwei
ten Teilmenge werden also nicht wie bisher Frequenzkanäle
direkt, mittels Frequenzkanalnummern zugeordnet, sondern
zweckentfremdet, als zusätzliche Steuerungsfunktionen verwen
det. So kann ein Element der zweiten Teilmenge N beispiels
weise eine Übergabe zu einem UMTS-Mobilfunksystem initiieren.
In Fig. 2 ist ein Szenario für ein zukünftiges Mobilfunksy
stem dargestellt. Eine Teilnehmerstation MS kann dabei sowohl
eine Mobilstation als auch ein stationärer drahtloser Teil
nehmeranschluß sein. Die Teilnehmerstation MS steht mit einer
Basisstation BS über einen Frequenzkanal F in Verbindung. Die
Basisstation BS ist über ein Netzwerk NW beispielsweise mit
einem Telefonnetz PSTN oder über ein Gateway mit dem Internet
verbunden.
Im Ausführungsbeispiel enthalten die Teilnehmerstation MS und
die Basisstation BS beide eine Empfangs- und Sendeeinrichtung
für GSM und CDMA. Wie in Fig. 2 dargestellt können die Teil
nehmerstationen (hier eine stationäre Teilnehmerstation) auch
lediglich eine Empfangs- und Sendeeinrichtung für GSM enthal
ten. Die Empfangs- und Sendeeinrichtung für GSM und CDMA auf
Basisstationsseite kann in einer Basisstation BS oder alter
nativ in getrennten Basisstationen BS implementiert sein, so
daß im letzteren Fall eine Basisstation BS nur das GSM-
Mobilfunksystem und die andere Basisstation BS nur das CDMA-
System unterstützt.
Es besteht zwischen der Teilnehmerstation MS und der Basis
station BS eine Verbindung über einen ersten Frequenzkanal F
des GSM-Mobilfunksystems. Das Internet signalisiert der Ba
sisstation BS über das Netzwerk NW, daß ein bewegtes Bild an
die Teilnehmerstation MS übertragen werden soll. Eine Steuer
einrichtung ST der Basisstation BS zur Signalisierung von
zusätzlichen Steuerungsfunktionen durch Elemente der zweiten
Teilmenge der Wertemenge, wie sie in Fig. 1 beschrieben wur
den, sendet als Signalisierungsinformation ein Element der
zweiten Teilmenge, beispielsweise die 140, an die Teilnehmer
station MS. Die Teilnehmerstation MS wertet diese Signalisie
rungsinformation mittels einer zweiten Auswerteeinrichtung
AE, die im Ausführungsbeispiel mit einer ersten Auswerteein
richtung für die Elemente der ersten Teilmenge identisch ist,
aus und fordert systemspezifische Signalisierungsinformatio
nen des CDMA-Systems über einen zweiten Frequenzkanal an. Ist
die Verbindung mit dem CDMA-System aufgebaut, wird das beweg
te Bild übertragen.
Claims (9)
1. Verfahren zur Signalisierung in einem GSM-Mobilfunksystem
mit zumindest einer Basisstation (BS) und zumindest einer
Teilnehmerstation (MS), wobei zwischen der Basisstation (BS)
und der Teilnehmerstation (MS) ein erster Frequenzkanal (F)
zur Übertragung von Signalisierungsinformationen zur Verfü
gung steht, mit den Signalisierungsinformationen zumindest
ein Element einer Wertemenge (ARFCN) übertragen wird und eine
erste Teilmenge der Wertemenge als Frequenzkanalnummern zur
Zuordnung von Frequenzkanälen des GSM-Mobilfunksystems dient,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine zweite Teilmenge (N) der Wertemenge (ARFCN) zur Si
gnalisierung von zusätzlichen, über die Zuordnung der Fre
quenzkanäle des GSM-Mobilfunksystems hinausgehenden Steue
rungsfunktionen für die Teilnehmerstation (MS) verwendet
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Element der zweiten Teilmenge (N) die Mög
lichkeit einer Übergabe einer Verbindung zwischen der Teil
nehmerstation (MS) und einer Basisstation (BS) eines weiteren
Mobilfunksystems signalisiert.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Element der zweiten Teilmenge (N) eine
Übergabe einer Verbindung von der Teilnehmerstation (MS) zu
einer Basisstation (BS) eines weiteren Mobilfunksystems in
itiiert.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die im ersten Frequenzkanal (F) übertragenen Elemente der
zweiten Teilmenge (N) und zusätzlich in einem zweiten Fre
quenzkanal übertragene systemspezifische Signalisierungsin
formationen zum Auslösen der Steuerungsfunktionen gemeinsam
ausgewertet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit der Steuerungsfunktion ein Umschaltzeitpunkt zwischen
Zeitlagen von Aufwärtsrichtung (uplink) und Abwärtsrichtung
(downlink) eines Zeitduplex-Mobilfunksystems festgelegt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit der Steuerungsfunktion ein Duplexabstand der Frequen
zen von Aufwärtsrichtung (uplink) und Abwärtsrichtung (down
link) eines Frequenzduplex-Mobilfunksystems festgelegt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit der Steuerungsfunktion die jeweiligen Frequenzkanäle
der Aufwärtsrichtung (uplink) und der Abwärtsrichtung (down
link) eines Frequenzduplex-Mobilfunksystems festgelegt wer
den.
8. Basisstation (BS) eines GSM-Mobilfunksystems zum Senden
von Signalisierungsinformationen an mindestens eine Teilneh
merstation (MS) in einem ersten Frequenzkanal (F),
mit einer Einrichtung (GSM) zur Übertragung von zumindest
einem Element einer Wertemenge (ARFCN) mittels der Signali
sierungsinformationen, wobei eine erste Teilmenge der Werte
menge (ARFCN) als Frequenzkanalnummern zur Zuordnung von Fre
quenzkanälen des GSM-Mobilfunksystems dient,
gekennzeichnet durch
eine Steuereinrichtung (ST) zur Signalisierung von zusätzli
chen, über die Zuordnung der Frequenzkanäle des GSM-Mobil
funksystems hinausgehenden Steuerungsfunktionen durch Elemen
te einer zweiten Teilmenge (N) der Wertemenge (ARFCN).
9. Teilnehmerstation (MS) eines GSM-Mobilfunksystems zum Emp
fangen von Signalisierungsinformationen von mindestens einer
Basisstation (BS) in einem ersten Frequenzkanal (F),
mit einer ersten Auswerteeinrichtung zur Auswertung von zu
mindest einem in den Signalisierungsinformationen enthaltenen
Element einer Wertemenge (ARFCN), wobei eine erste Teilmenge
der Wertemenge (ARFCN) als Frequenzkanalnummern zur Zuordnung
von Frequenzkanälen des GSM-Mobilfunksystems dient,
gekennzeichnet durch
eine zweite Auswerteeinrichtung (AE) zur Auswertung von zu
mindest einem Element einer zweiten Teilmenge (N) der Werte
menge (ARFCN), das zur Signalisierung von zusätzlichen, über
die Zuordnung der Frequenzkanäle des GSM-Mobilfunksystems
hinausgehenden Steuerungsfunktionen dient.
Priority Applications (4)
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| DE1999135438 DE19935438A1 (de) | 1999-07-28 | 1999-07-28 | Verfahren zur Signalisierung in einem GSM-Mobilfunksystem |
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- 2000-07-26 EP EP00956103A patent/EP1198962A1/de not_active Withdrawn
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