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DE19935438A1 - Verfahren zur Signalisierung in einem GSM-Mobilfunksystem - Google Patents

Verfahren zur Signalisierung in einem GSM-Mobilfunksystem

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DE19935438A1
DE19935438A1 DE1999135438 DE19935438A DE19935438A1 DE 19935438 A1 DE19935438 A1 DE 19935438A1 DE 1999135438 DE1999135438 DE 1999135438 DE 19935438 A DE19935438 A DE 19935438A DE 19935438 A1 DE19935438 A1 DE 19935438A1
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gsm mobile
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Michael Faerber
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Siemens Corp
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Abstract

In einem Verfahren zur Signalisierung in einem GSM-Mobilfunksystem mit zumindest einer Basisstation und zumindest einer Teilnehmerstation steht zwischen der Basisstation und der Teilnehmerstation ein erster Frequenzkanal zur Übertragung von Signalisierungsinformationen zur Verfügung. Mit den Signalisierungsinformationen wird zumindest ein Element einer Wertemenge übertragen und eine erste Teilmenge der Wertemenge dient als Frequenzkanalnummern zur Zuordnung von Frequenzkanälen des GSM-Mobilfunksystems. Eine zweite Teilmenge der Wertemenge wird zur Signalisierung von zusätzlichen, über die Zuordnung der Frequenzkanäle des GSM-Mobilfunksystems hinausgehenden Steuerungsfunktionen für die Teilnehmerstation verwendet.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren, eine Basisstation und eine Teilnehmerstation zur Signalisierung in einem GSM- Mobilfunksystem.
In Mobilfunksystemen werden Nachrichten (Sprache, Bildinfor­ mation oder andere Daten) über Übertragungskanäle mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen (Funkschnittstelle) übertra­ gen. Die Übertragung erfolgt sowohl in Abwärtsrichtung (down­ link) von der Basisstation zu Teilnehmerstation, als auch in Aufwärtsrichtung (uplink) von der Teilnehmerstation zur Ba­ sisstation.
Im Frequenzduplex (Frequency Division Duplex FDD) erfolgt das Senden und Empfangen in verschiedenen entsprechend getrennten Frequenzbändern, während für das Zeitduplex (Time Division Duplex TDD) die beiden Richtungen durch verschiedene Zeitla­ gen getrennt werden.
Aus DE 198 10 285.2 ist bekannt, daß zur Unterscheidung der Signalquellen und damit zur Auswertung der Signale als Fre­ quenzmultiplex (FDMA), Zeitlagenmultiplex (TDMA) oder Code­ multiplex (CDMA) bekannte Verfahren dienen, die auch mitein­ ander kombiniert werden können. Eine Ausprägung des Zeitla­ genmultiplex (TDMA) ist das bereits erwähnte TDD (time divi­ sion duplex) Übertragungsverfahren, bei dem in einem gemein­ samen Frequenzkanal die Übertragung sowohl in Aufwärtsrich­ tung, d. h. von der Basisstation zur Teilnehmerstation, als auch in Abwärtsrichtung von der Teilnehmerstation zur Basis­ station erfolgt.
Ausgehend von dem GSM-Weltstandard für Mobilfunksysteme ist aus der DE 197 46 894 eine Übergabe einer Verbindung von ei­ nem Frequenzkanal einer GSM-Übertragung auf einen Frequenzka­ nal einer TD-CDMA Übertragung bekannt. Für eine Übergabe zwi­ schen verschiedenen Mobilfunksystemen ist eine aufwendige Signalisierung erforderlich.
Der Erfindung stellt sich die Aufgabe ein verbessertes Ver­ fahren zur Signalisierung, eine verbesserte Basisstation und eine verbesserte Teilnehmerstation anzugeben, die eine Inter­ aktion zwischen dem bestehenden GSM-Mobilfunksystem und zu­ künftigen Mobilfunksystemen ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch die Basisstation mit den Merkmalen des Anspruchs 8, die Teilnehmerstation mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 und das Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Un­ teransprüchen angegeben.
In einem Verfahren zur Signalisierung in einem GSM-Mobilfunk­ system mit zumindest einer Basisstation und zumindest einer Teilnehmerstation steht zwischen der Basisstation und der Teilnehmerstation ein erster Frequenzkanal zur Übertragung von Signalisierungsinformationen zur Verfügung. Mit den Si­ gnalisierungsinformationen wird zumindest ein Element einer Wertemenge übertragen, wobei eine erste Teilmenge der Werte­ menge als Frequenzkanalnummern zur Zuordnung von Frequenzka­ nälen des GSM-Mobilfunksystems dient. Eine zweite Teilmenge der Wertemenge wird zur Signalisierung von zusätzlichen, über die Zuordnung der Frequenzkanäle des GSM-Mobilfunksystems hinausgehenden Steuerungsfunktionen für die Teilnehmerstation verwendet.
Die Erfindung sichert nicht nur die Interaktionsfähigkeit von dem GSM-Mobilfunksystem zu zukünftigen Mobilfunksystemen, beispielsweise dem UMTS (Universal Mobile Telecommunication System), sondern auch die Kompatibilität, da im GSM-Mobil­ funksystem vorhandene Signalisierungsmöglichkeiten für eine Übergabeprozedur (handover) oder andere Steuerungsfunktionen erweitert genutzt werden können, was auch eine Migration des gegenwärtige GSM-Mobilfunksystems zu zukünftigen Mobilfunksy­ stemen ermöglicht. Teilnehmerstationen des gegenwärtigen GSM- Mobilfunksystems verwenden die Elemente der ersten Teilmenge der Wertemenge als Frequenzkanalnummern zur Zuordnung von Frequenzkanälen. Dagegen werden die Elemente der zweiten Teilmenge der Wertmenge von Teilnehmerstationen des gegenwär­ tigen GSM-Mobilfunksystems ignoriert.
Teilnehmerstationen, sogenannte Multimode-Teilnehmersta­ tionen, die sowohl das gegenwärtige GSM-Mobilfunksystem als auch zukünftige Mobilfunksysteme, beispielsweise das W-CDMA (Wideband Code Division Multiple Access)-System unterstützen, können die Signalisierungsinformationen der Elemente der zweiten Teilmenge der Wertemenge auswerten. Zukünftige Mobil­ funksysteme weisen dabei unterschiedliche Kodier- und Deko­ dierprinzipien auf. Multimode-Teilnehmerstation können auch systemspezifische Signalisierungsinformationen der zukünfti­ gen Mobilfunksysteme kodieren und dekodieren und somit über den ersten oder einen zweiten Frequenzkanal Signalisierungs­ informationen über das Kodier- und Dekodierprinzip erhalten, die dann gemeinsam ausgewertet werden und die Steuerungsfunk­ tion verwirklichen.
Die Elemente der Wertemenge werden bisher lediglich zur Adressierung von Frequenzkanälen eines GSM-Mobilfunksystems mit festem Duplexabstand verwendet. Die Elemente der zweiten Teilmenge werden von dieser bisherigen Funktion zweckentfrem­ det und für andere Steuerfunktionen genutzt. Eine Adressie­ rung anderer Mobilfunksysteme ist daher besonders vorteilhaft mit den Elementen der Wertemenge zu signalisieren.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann beispielsweise ein Protokollkonvertierer zwischen einem GSM-Mobilfunksystem und einem UMTS-Mobilfunksystem besonders einfach implementiert werden. Mittels eines Elementes der zweiten Teilmenge kann der Teilnehmerstation eine mögliche Übergabe zum UMTS-Mobil­ funksystem signalisiert werden und gleichzeitig das Protokoll zur Übergabe initiiert bzw. das Protokoll des GSM-Mobilfunk­ systems in das Protokoll des UMTS-Mobilfunksystems konver­ tiert werden.
Für zukünftige Funksysteme können einige Elemente der zweiten Teilmenge der Wertemenge als "noch frei" definiert bleiben, um die durch die Erfindung geschaffene große Flexibilität und Migrationsfähigkeit auch für zukünftige System nicht einzu­ schränken. Alternativ kann auch die Wertemenge im Vergleich zum GSM-Mobilfunksystem erweitert werden, um eine weiterrei­ chende Flexibilität zu erreichen.
Die Interpretation von systemspezifischen Signalisierungsin­ formationen kann durch Elemente der zweiten Teilmenge der Wertemenge gesteuert werden. So kann beispielsweise eine Rangliste oder Priorität für eine Übergabeprozedur zwischen verschiedenen Mobilfunksystemen durch die Elemente der zwei­ ten Teilmenge gesteuert werden und so eine Überlastung eines bestimmten Systems verhindert werden. Mehrere Elemente der zweiten Teilmenge können eine Steuerfunktion beschreiben, jedoch mit unterschiedlicher Ausprägung eines Parameters.
Die Elemente der zweiten Teilmenge können auch vorteilhaft zu weiteren Signalisierungen von Steuerungsfunktionen genutzt werden. Soll beispielsweise der zuvor beschriebenen Teilneh­ merstation während der Kommunikation, beispielsweise während eines Telefongespräches bei bestehender GSM-Verbindung, ein Bild übertragen werden, so kann der Teilnehmerstation die Übertragung des Bildes im W-CDMA-System mit einem Element der zweiten Teilmenge der Wertemenge signalisiert werden. Dien­ ste, die höhere Datenraten erfordern, können so getrennt übertragen werden, ohne die Kommunikation im GSM-Mobilfunk­ system unterbrechen zu müssen oder die gesamte Kommunikation an das W-CDMA-System zu übergeben.
Zur Zuordnung von Frequenzkanalnummern zu Frequenzkanälen eines GSM-Mobilfunksystems ist aus GSM 05.05 version 6.3.0 Release 1997 bekannt, daß eine Frequenzkanalnummer (Absolute Radio Frequency Channel Number ARFCN) jeweils für die Ab­ wärts- und Aufwärtsrichtung den Frequenzkanal festlegt. Für E-GSM 900 (extended GSM 900) sind die Frequenzkanalnummern 0 bis 124 und 975 bis 1023, für DCS 1800 (GSM1800) die Fre­ quenzkanalnummern 512 bis 885 festgelegt.
Für das gegenwärtige GSM-Mobilfunksystem ist die Wertemenge von 0 bis 1023 begrenzt. Werden weitere Frequenzen für GSM- Mobilfunksysteme und die weiteren Frequenzkanäle der ersten Teilmenge als Frequenzkanalnummern zugeordnet, so wird sich die begrenzte Ressource der Frequenzkanalnummern bald er­ schöpfen. Wird mit der Einführung eines weiteren GSM-Mobil­ funksystems eine weitere Wertemenge definiert, so kann erfin­ dungsgemäß mit der Signalisierung durch ein Element der zwei­ ten Teilmenge der Wertemenge des gegenwärtigen GSM-Mobilfunk­ systems zusammen mit einer Signalisierung durch ein Element der weiteren Wertemenge die Steuerfunktion verwirklicht wer­ den. Eine Vergrößerung der bisherigen Wertemenge ist folglich nicht nötig. Zusammen mit dem Element der zweiten Teilmenge der Wertemenge des gegenwärtigen GSM-Mobilfunksystems und einer Frequenzkanalnummer der weiteren Wertemenge kann ein Frequenzkanal des weiteren GSM-Mobilfunksystems adressiert werden.
Eine Teilnehmerstation, die in beiden GSM-Mobilfunksystemen Verbindungen aufbauen kann, kann von einem in das weitere GSM-Mobilfunksystem übergeben werden. Die Elemente der zwei­ ten Teilmenge dienen hierbei als Zeiger, die auf eine weitere Information zur Signalisierung zeigen. Diese Information kann dabei im ersten Frequenzkanal oder in einem zweiten Frequenz­ kanal übertragen werden. Erfindungsgemäß kann so ein un­ gleichmäßiges Funkverkehrsaufkommen der beiden GSM-Mobilfunk­ systeme ausgeglichen werden.
Besonders vorteilhaft wird mindestens ein Element der zweiten Teilmenge die Möglichkeit einer Übergabe einer Verbindung zwischen der Teilnehmerstation und einer Basisstation eines weiteren Mobilfunksystems signalisieren. Das weitere Mobil­ funksystem ist hier beispielsweise ein TD-CDMA-System, das eine Übertragung mit wesentlich höherer Datenrate als das gegenwärtige GSM-Mobilfunksystem ermöglicht. Ist das GSM- Mobilfunksystem überlastet oder ist die Funkverbindung zur Basisstation schlecht, kann erfindungsgemäß durch ein Element der zweiten Teilmenge der Teilnehmerstation eine Übergabe der Verbindung zu einer Basisstation des TD-CDMA-Systems angebo­ ten werden. Ein anderes Element kann beispielsweise die Über­ gabe der Verbindung zu einer Basisstation des W-CDMA-Systems anbieten.
Diese Signalisierungsinformationen können zur Steuerung einer Teilnehmerstation genutzt werden, so daß die Teilnehmerstati­ on als intelligente Teilnehmerstation zusätzlich Informatio­ nen über benachbarte Zellen und Systeme abfragt und sich selbstständig für eine Übergabeprozedur entscheidet.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden die im ersten Frequenzkanal übertragenen Elemente der zweiten Teilmenge und zusätzlich in einem zweiten Frequenzkanal über­ tragene systemspezifische Signalisierungsinformationen zum Auslösen der Steuerungsfunktionen gemeinsam ausgewertet. Die mittels des zweiten Frequenzkanals übertragenen systemspezi­ fischen Signalisierungsinformationen enthalten dabei bei­ spielsweise den Frequenzkanal und/oder die Chipfolge eines CDMA-Systems für die Verbindung zwischen der Basisstation des CDMA-Systems und der Teilnehmerstation, die sowohl Verbindun­ gen zum GSM-Mobilfunksystem als auch zu CDMA-System aufbauen kann. Die Teilnehmerstation erhält mit Hilfe des Elementes der zweiten Teilmenge und den systemspezifischen Signalisie­ rungsinformationen des CDMA-Systems bereits während einer Verbindung zum GSM-Mobilfunksystem Informationen über benach­ barte Zellen und Systeme und speichert die zugehörigen Basis­ stationen als mögliche Kandidaten für eine Übergabeprozedur in einer Liste.
Die Auswertung von systemspezifischen Signalisierungsinforma­ tionen ist dabei nicht auf einen Frequenzkanal begrenzt. Sy­ stemspezifischen Signalisierungsinformationen können über einen zweiten Frequenzkanal übertragen werden, so daß von jedem Mobilfunksystem, welches von der Teilnehmerstation emp­ fangen werden kann, systemspezifischen Signalisierungsinfor­ mationen ausgewertet werden. Diese systemspezifischen Signa­ lisierungsinformationen werden dabei gleichzeitig mit oder zeitlich unabhängig vom Element der zweiten Teilmenge der Wertemenge empfangen oder ausgewertet.
Besonders vorteilhaft wird mit der Steuerungsfunktion der Umschaltzeitpunkt zwischen den Zeitlagen der Aufwärtsrichtung (uplink) und der Abwärtsrichtung (downlink) eines Zeitduplex- Mobilfunksystems festgelegt. Die Steuerungsfunktion über den Umschaltzeitpunkt zwischen den Zeitlagen der Aufwärtsrichtung (uplink) und der Abwärtsrichtung (downlink) eines Zeitduplex- Mobilfunksystems ist im gegenwärtigen GSM-Mobilfunksystem unbekannt. Eine Teilnehmerstation die sowohl zu einem GSM- Mobilfunksystem als auch zu einen Zeitduplex-Mobilfunk­ system, beispielsweise einem TD-CDMA Mobilfunksystem, eine Verbindung aufbauen kann, ist gemäß der Erfindung in der La­ ge, während der Verbindung im GSM-Mobilfunksystem die Signa­ lisierungsinformationen auszuwerten und beispielsweise im Fall einer besonders asymmetrischen Datenrate zwischen down­ link und uplink in das Zeitduplex-Mobilfunksystem zu wech­ seln.
Um den Umschaltzeitpunkt zwischen den Zeitlagen der Aufwärts­ richtung (uplink) und der Abwärtsrichtung (downlink) mög­ lichst gut auflösen zu können, sind kleine Zeitintervalle nötig, die durch die Wertemenge alleine oft nicht signali­ siert werden können. Die systemspezifischen Signalisierungs­ informationen ermöglichen eine Übertragung von binären Infor­ mationen, die durch eine separate Signalisierung den Um­ schaltzeitpunkt besser definieren können, ohne die maximale Anzahl der Übertragungskanäle zu beeinflussen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden zu der im ersten Frequenzband übertragenen zweiten Teilmenge der Wertemenge zur Signalisierung zusätzlich systemspezifische Signalisierungsinformationen eines Frequenzduplex-Mobilfunk­ systems über den Duplexabstand der Frequenzen der Aufwärts­ richtung (uplink) und der Abwärtsrichtung (downlink) mittels eines zweiten Frequenzkanals übertragen. Der Duplexabstand der Frequenzen kann dabei beispielsweise mittels einer eige­ nen Duplexnummer signalisiert werden, der die entsprechende Signalisierung enthält sowohl den Frequenzkanal als auch den Duplexabstand der Frequenzen für die Aufwärtsrichtung (up­ link) und die Abwärtsrichtung (downlink). Aus dem GSM-Mobil­ funksystem ist bisher lediglich ein fester Duplexabstand der Frequenzen bekannt. Ein variabler Duplexabstand ist dagegen durch die bisherigen Frequenzkanalnummern der ersten Teilmen­ ge der Wertemenge nicht adressierbar.
So kann erfindungsgemäß der Duplexabstand der Frequenzen va­ riabel gehalten und die Aufwärtsrichtung (uplink) und die Abwärtsrichtung (downlink) für verschiedene Dienste getrennt gesteuert werden, um die Übertragung den vom Protokoll gefor­ derten Datenraten möglichst gut anzupassen.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei­ spielen bezugnehmend auf zeichnerische Darstellungen näher erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 eine Wertemenge des gegenwärtigen GSM-Mobilfunk­ systems und die Frequenzkanalnummern einer ersten Teilmenge der Wertemenge,
Fig. 2 ein Szenario für die Interaktionsfähigkeit zwischen einem GSM-Mobilfunksystem und einem zukünftigen Mo­ bilfunksystem.
Fig. 1 stellt eine Wertemenge ARFCN dar, die als erste Teil­ menge Frequenzkanalnummern zur Zuordnung von Frequenzkanälen des gegenwärtigen GSM-Mobilfunksystems beinhaltet. In der ersten Teilmenge sind dabei die Frequenzkanalnummern 0 bis 124 GSM, 975 bis 1023 EGSM (extended GSM) und 512 bis 885 DCS (GSM 1800) enthalten. Die noch nicht belegte zweite Teilmenge N von 130 bis 250 kann zur Signalisierung von zusätzlichen Steuerfunktionen für die Teilnehmerstationen verwendet wer­ den. Andere Möglichkeiten für zweite Teilmengen sind die Ele­ mente 250 bis 512 und 885 bis 975. Hierbei sind Steuerfunk­ tionen gemeint, die über die Zuordnung der Frequenzkanäle des GSM-Mobilfunksystems hinausgehen. Mit den Elementen der zwei­ ten Teilmenge werden also nicht wie bisher Frequenzkanäle direkt, mittels Frequenzkanalnummern zugeordnet, sondern zweckentfremdet, als zusätzliche Steuerungsfunktionen verwen­ det. So kann ein Element der zweiten Teilmenge N beispiels­ weise eine Übergabe zu einem UMTS-Mobilfunksystem initiieren.
In Fig. 2 ist ein Szenario für ein zukünftiges Mobilfunksy­ stem dargestellt. Eine Teilnehmerstation MS kann dabei sowohl eine Mobilstation als auch ein stationärer drahtloser Teil­ nehmeranschluß sein. Die Teilnehmerstation MS steht mit einer Basisstation BS über einen Frequenzkanal F in Verbindung. Die Basisstation BS ist über ein Netzwerk NW beispielsweise mit einem Telefonnetz PSTN oder über ein Gateway mit dem Internet verbunden.
Im Ausführungsbeispiel enthalten die Teilnehmerstation MS und die Basisstation BS beide eine Empfangs- und Sendeeinrichtung für GSM und CDMA. Wie in Fig. 2 dargestellt können die Teil­ nehmerstationen (hier eine stationäre Teilnehmerstation) auch lediglich eine Empfangs- und Sendeeinrichtung für GSM enthal­ ten. Die Empfangs- und Sendeeinrichtung für GSM und CDMA auf Basisstationsseite kann in einer Basisstation BS oder alter­ nativ in getrennten Basisstationen BS implementiert sein, so daß im letzteren Fall eine Basisstation BS nur das GSM- Mobilfunksystem und die andere Basisstation BS nur das CDMA- System unterstützt.
Es besteht zwischen der Teilnehmerstation MS und der Basis­ station BS eine Verbindung über einen ersten Frequenzkanal F des GSM-Mobilfunksystems. Das Internet signalisiert der Ba­ sisstation BS über das Netzwerk NW, daß ein bewegtes Bild an die Teilnehmerstation MS übertragen werden soll. Eine Steuer­ einrichtung ST der Basisstation BS zur Signalisierung von zusätzlichen Steuerungsfunktionen durch Elemente der zweiten Teilmenge der Wertemenge, wie sie in Fig. 1 beschrieben wur­ den, sendet als Signalisierungsinformation ein Element der zweiten Teilmenge, beispielsweise die 140, an die Teilnehmer­ station MS. Die Teilnehmerstation MS wertet diese Signalisie­ rungsinformation mittels einer zweiten Auswerteeinrichtung AE, die im Ausführungsbeispiel mit einer ersten Auswerteein­ richtung für die Elemente der ersten Teilmenge identisch ist, aus und fordert systemspezifische Signalisierungsinformatio­ nen des CDMA-Systems über einen zweiten Frequenzkanal an. Ist die Verbindung mit dem CDMA-System aufgebaut, wird das beweg­ te Bild übertragen.

Claims (9)

1. Verfahren zur Signalisierung in einem GSM-Mobilfunksystem mit zumindest einer Basisstation (BS) und zumindest einer Teilnehmerstation (MS), wobei zwischen der Basisstation (BS) und der Teilnehmerstation (MS) ein erster Frequenzkanal (F) zur Übertragung von Signalisierungsinformationen zur Verfü­ gung steht, mit den Signalisierungsinformationen zumindest ein Element einer Wertemenge (ARFCN) übertragen wird und eine erste Teilmenge der Wertemenge als Frequenzkanalnummern zur Zuordnung von Frequenzkanälen des GSM-Mobilfunksystems dient, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Teilmenge (N) der Wertemenge (ARFCN) zur Si­ gnalisierung von zusätzlichen, über die Zuordnung der Fre­ quenzkanäle des GSM-Mobilfunksystems hinausgehenden Steue­ rungsfunktionen für die Teilnehmerstation (MS) verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Element der zweiten Teilmenge (N) die Mög­ lichkeit einer Übergabe einer Verbindung zwischen der Teil­ nehmerstation (MS) und einer Basisstation (BS) eines weiteren Mobilfunksystems signalisiert.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Element der zweiten Teilmenge (N) eine Übergabe einer Verbindung von der Teilnehmerstation (MS) zu einer Basisstation (BS) eines weiteren Mobilfunksystems in­ itiiert.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die im ersten Frequenzkanal (F) übertragenen Elemente der zweiten Teilmenge (N) und zusätzlich in einem zweiten Fre­ quenzkanal übertragene systemspezifische Signalisierungsin­ formationen zum Auslösen der Steuerungsfunktionen gemeinsam ausgewertet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Steuerungsfunktion ein Umschaltzeitpunkt zwischen Zeitlagen von Aufwärtsrichtung (uplink) und Abwärtsrichtung (downlink) eines Zeitduplex-Mobilfunksystems festgelegt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Steuerungsfunktion ein Duplexabstand der Frequen­ zen von Aufwärtsrichtung (uplink) und Abwärtsrichtung (down­ link) eines Frequenzduplex-Mobilfunksystems festgelegt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Steuerungsfunktion die jeweiligen Frequenzkanäle der Aufwärtsrichtung (uplink) und der Abwärtsrichtung (down­ link) eines Frequenzduplex-Mobilfunksystems festgelegt wer­ den.
8. Basisstation (BS) eines GSM-Mobilfunksystems zum Senden von Signalisierungsinformationen an mindestens eine Teilneh­ merstation (MS) in einem ersten Frequenzkanal (F), mit einer Einrichtung (GSM) zur Übertragung von zumindest einem Element einer Wertemenge (ARFCN) mittels der Signali­ sierungsinformationen, wobei eine erste Teilmenge der Werte­ menge (ARFCN) als Frequenzkanalnummern zur Zuordnung von Fre­ quenzkanälen des GSM-Mobilfunksystems dient, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung (ST) zur Signalisierung von zusätzli­ chen, über die Zuordnung der Frequenzkanäle des GSM-Mobil­ funksystems hinausgehenden Steuerungsfunktionen durch Elemen­ te einer zweiten Teilmenge (N) der Wertemenge (ARFCN).
9. Teilnehmerstation (MS) eines GSM-Mobilfunksystems zum Emp­ fangen von Signalisierungsinformationen von mindestens einer Basisstation (BS) in einem ersten Frequenzkanal (F), mit einer ersten Auswerteeinrichtung zur Auswertung von zu­ mindest einem in den Signalisierungsinformationen enthaltenen Element einer Wertemenge (ARFCN), wobei eine erste Teilmenge der Wertemenge (ARFCN) als Frequenzkanalnummern zur Zuordnung von Frequenzkanälen des GSM-Mobilfunksystems dient, gekennzeichnet durch eine zweite Auswerteeinrichtung (AE) zur Auswertung von zu­ mindest einem Element einer zweiten Teilmenge (N) der Werte­ menge (ARFCN), das zur Signalisierung von zusätzlichen, über die Zuordnung der Frequenzkanäle des GSM-Mobilfunksystems hinausgehenden Steuerungsfunktionen dient.
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