DE19935431A1 - Abfallbeutelvorrichtung - Google Patents
AbfallbeutelvorrichtungInfo
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Abstract
Abfallbeutelvorrichtung zum Einsetzen von als schlauchartige Endlosware vorgefertigten und von der Endlosware an vorbestimmten Perforationsstellen abtrennbaren Abfallbeuteln in einen Abfallbehälter, mit einer Einrichtung zur Halterung der als schlauchartige Enbdlosware vorgefertigten und von der Endlosware an vorbestimmten Perforationsstellen abtrennbaren Abfallbeutel, wobei die in der Rollenhalterungseinrichtung gehalterte Endlosware durch nach oben gerichtete Zugeinwirkung in Richtung auf die Oberkante des Abfallbehälters bewegt und der Abfallbeutelrand über die Oberkante des Abfallbehälters gestülpt werden kann, und wobei beim Herausziehen eines ersten Abfallbeutels aus dem Abfallbehälter mindestens ein zweiter Abfallbeutel nachgezogen wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Abfallbeutelvorrichtung. Insbesondere betrifft
die Erfindung eine Abfallbeutelvorrichtung, die zur Aufnahme von Ab
fallbeuteln vorgesehen ist.
Besonders bei Abfallbehältern in Küchen und Büros, die zur Aufnahme
organischer Abfälle, wie beispielsweise Lebensmittelresten, vorgesehen
sind, hat sich der Gebrauch von beispielsweise aus Kunststofffolie herge
stellten Abfallbeuteln schon allein aus hygienischen Gründen fast voll
ständig durchgesetzt. Statt die organischen Abfälle direkt in einen Ab
fallbehälter zu verbringen, der nach jedem Leerungsvorgang aufwendig
gereinigt werden müßte, um anhaftende organische Abfallreste zu entfer
nen, wird der Abfallbehälter zuerst durch einen darin eingelegten Abfall
beutel inwendig ausgekleidet. Der zu entsorgende Abfall wird sodann
durch den Benutzer in den im Abfallbehälter aufgeschlagenen Abfall
beutel verbracht. Ist dieser Abfallbeutel voll, wird er dem Abfallbehälter
entnommen, verschlossen und dem jeweiligen Abfallentsorgungssystem
zugeführt.
In der Praxis treten hierbei erfahrungsgemäß eine Reihe von Problemen
auf. Zum einen bieten die Abfallbehälter keine Ablagemöglichkeit für
einen Vorrat an Abfallbeuteln. Daher ist es erforderlich, an einem ande
ren geeigneten Ort einen ausreichenden Vorrat an Abfallbeuteln vor
zuhalten. Besonders wenn die Entleerung des Abfallbehälters von wech
selnden Personen ausgeführt wird, erweist es sich in der Praxis häufig
als lästig, nach dem Entsorgen des gefüllten Abfallbeutels einen leeren
frischen Abfallbeutel suchen zu müssen. Auch wenn der Lagerort für
den Abfallbeutelvorrat leicht zugänglich ist, wird doch bereits der un
abdingbar erforderliche Hantierungsaufwand für das Einsetzen eines
neuen Abfallbeutels häufig als unangenehm empfunden. Hinzu kommt,
daß häufig trotz der Verwendung von Abfallbeuteln organische Substan
zen an die Innenwand des Abfallbehälters gelangen, beispielsweise durch
kleine Löcher im Abfallbeutel oder durch Abfälle, die beispielsweise in
Folge eines fehlerhaft eingelegten Abfallbeutels an der Beutelöffnung
vorbei in den Abfallbehälter gelangt sind. Dadurch können im Abfall
behälter unangenehme Gerüche und hygienische Probleme entstehen.
Es besteht daher ein Bedarf nach einem zur Verwendung mit Abfall
beuteln vorgesehenen Abfallbehälter, bei dem der Vorgang des Aus
wechselns des Abfallbeutels erheblich verbessert und erleichtert ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Abfallbeutelvorrichtung zu
schaffen, durch die ein zur Verwendung mit Abfallbeuteln vorgesehener
Abfallbehälter beim Auswechseln des Abfallbeutels einfach und hygie
nisch bedient werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die im
Patentanspruch 1 angegebene Abfallbeutelvorrichtung.
Den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen zu entnehmen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in der Zeichnung exem
plarisch dargestelltem Ausführungsbeispiel näher erläutert:
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines für den Betrieb mit
Abfallbeuteln vorgesehenen Abfallbehälters mit einer erfin
dungsgemäßen Abfallbeutelvorrichtung.
Fig. 2 zeigt Einzelheiten einer Abfallbeutelvorrichtung aus Fig. 1.
Fig. 3 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine zweite Aus
führungsform einer erfindungsgemäßen Abfallbeutelvorri
chtung.
Fig. 4 zeigt eine schematische perspektivische Aufsicht auf die in Fig.
3 gezeigte zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Abfallbeutelvorrichtung.
Fig. 5 zeigt in den Teil-Fig. 5a bis 5e einzelne Phasen beim Ein
legen und Herausnehmen eines Abfallbeutels im Zusammenhang
mit der in Fig. 3 dargestellten Abfallbeutelvorrichtung.
Fig. 6 zeigt eine schematisierte Querschnittsansicht auf eine dritte
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Abfallbeutelvorri
chtung.
Fig. 7 zeigt eine schematisierte perspektivische Ansicht der in Fig. 6
dargestellten dritten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Abfallbeutelvorrichtung.
Fig. 8 zeigt in den Teilfiguren 8a bis 8e aufeinanderfolgende Phasen
beim Einlegen und Herausnehmen eines Abfallbeutels im Zu
sammenhang mit der in Fig. 6 dargestellten Abfallbeutelvorri
chtung gemäß der dritten Ausführungsform.
Fig. 9 zeigt eine schematisierte Draufsicht auf eine vierte Ausfüh
rungsform der erfindungsgemäßen Abfallbeutelvorrichtung.
Fig. 10 zeigt eine schematisierte perspektivische Ansicht der vierten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abfallbeutelvorrichtu
ng aus Fig. 9.
Fig. 11 zeigt in den Teilfiguren 11a bis 11e aufeinanderfolgende Phasen
beim Einlegen und Herausnehmen eines Abfallbeutels im
Zusammenhang mit der in Fig. 9 dargestellten Abfallbeutelvo
rrichtung gemäß der vierten Ausführungsform.
Fig. 12 zeigt eine schematisierten Draufsicht durch eine fünfte Aus
führungsform der erfindungsgemäßen Abfallbeutelvorrichtung.
Fig. 13 zeigt eine schematisierte perspektivische Ansicht der in Fig. 12
dargestellten fünften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Abfallbeutelvorrichtung.
Fig. 14 zeigt in den Teilfiguren 14a bis 14e aufeinanderfolgen Phasen
beim Einlegen und Auswechseln eines Abfallbeutels mit einer
Abfallbeutelvorrichtung gemäß der fünften Ausführungsform.
Fig. 15 zeigt in den Teilfiguren 15a bis 15d jeweils perspektivische
Detailansichten bestimmter Weiterbildungen der Abfallbeutel
vorrichtung gemäß der fünften Ausführungsform.
Fig. 16 zeigt in den Teilfiguren 16a und 16b jeweils eine Querschnitt
ansicht beziehungsweise eine perspektivische Ansicht von Wei
terbildungsformen der Abfallbeutelvorrichtung gemäß der fünf
ten Ausführungsform wie in den Fig. 15a und 15b dargestellt.
Fig. 17 zeigt in den Teilfiguren 17a und 17b jeweils eine Querschnitt
ansicht beziehungsweise eine perspektivische Ansicht von Wei
terbildungsformen der Abfallbeutelvorrichtung gemäß der fünf
ten Ausführungsform wie in den Fig. 15c und 15d dargestellt.
Fig. 18 zeigt in den Teilfiguren 18a bis 18d aufeinanderfolgen Phasen
beim Einlegen eines Abfallbeutels mit einer Abfallbeutelvor
richtung gemäß einer ersten Variante der fünften Ausführungs
form.
Fig. 19 zeigt in den Teilfiguren 19a bis 19d aufeinanderfolgen Phasen
beim Einlegen eines Abfallbeutels mit einer Abfallbeutelvor
richtung gemäß einer zweiten Variante der fünften Ausfüh
rungsform.
Fig. 20 zeigt in den Teilfiguren 20a bis 20d aufeinanderfolgen Phasen
beim Einlegen eines Abfallbeutels mit einer Abfallbeutelvor
richtung gemäß einer sechsten Ausführungsform.
Fig. 21 zeigt in den Teilfiguren 21a bis 21d aufeinanderfolgen Phasen
beim Herausnehmen eines gefüllten Abfallbeutels mit einer
Abfallbeutelvorrichtung gemäß der sechsten Ausführungsform.
Fig. 22 zeigt in den Teilfiguren 22a bis 22e an Fig. 21d anschließende,
aufeinanderfolgen Phasen beim Herausnehmen eines gefüllten
Abfallbeutels und Einlegen eines neuen Abfallbeutels mit einer
Abfallbeutelvorrichtung gemäß der sechsten Ausführungsform.
Fig. 23 zeigt in den Teilfiguren 23a und 23b eine perspektivische An
sicht einer Abfallbeutelvorrichtung gemäß einer siebten Ausfüh
rungsform.
Fig. 24 zeigt in den Teilfiguren 24a bis 24d in perspektivischer Ansicht
aufeinanderfolge Phasen beim Einlegen eines Abfallbeutels mit
einer Abfallbeutelvorrichtung gemäß einer achten Ausfüh
rungsform.
Fig. 25 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Abfallbeutelvorrichtung
gemäß einer neunten Ausführungsform.
Fig. 26 zeigt eine andere perspektivische Ansicht einer Abfallbeutelvor
richtung gemäß der neunten Ausführungsform aus Fig. 25.
Fig. 27 zeigt eine perspektivische Ansicht einer in einen Abfallbehälter
eingesetzten Abfallbeutelvorrichtung gemäß der neunten Aus
führungsform aus Fig. 25.
Fig. 28 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Abfallbeutelvorrichtung
gemäß einer zehnten Ausführungsform.
Fig. 29 zeigt in den Teilfiguren 29a und 29b eine perspektivische An
sicht einer Abfallbeutelkammer einer Abfallbeutelvorrichtung
gemäß der zehnten Ausführungsform aus Fig. 28 in verschiede
nen Betriebszuständen.
Fig. 30 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Grundplatte einer Ab
fallbeutelvorrichtung gemäß der zehnten Ausführungsform aus
Fig. 28.
Fig. 31 zeigt in den Teilfiguren 31a bis 31d in perspektivischer Ansicht
aufeinanderfolge Phasen beim Einlegen eines Abfallbeutels mit
einer Abfallbeutelvorrichtung gemäß der zehnten Ausfüh
rungsform aus Fig. 28.
Fig. 32 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Abfallbeutelvorrichtung
gemäß einer elften Ausführungsform.
Fig. 33 zeigt in den Teilfiguren 33a bis 33d in perspektivischer Ansicht
aufeinanderfolge Phasen beim Einlegen eines Abfallbeutels mit
einer Abfallbeutelvorrichtung gemäß der elften Ausfüh
rungsform aus Fig. 28.
Fig. 34 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Abfallbeutelvorrichtung
gemäß einer zwölften Ausführungsform.
Fig. 35 zeigt in den Teilfiguren 35a bis 35c in perspektivischer Ansicht
aufeinanderfolge Phasen beim Einlegen eines Abfallbeutels mit
einer Abfallbeutelvorrichtung gemäß der zwölften Ausfüh
rungsform aus Fig. 34.
Fig. 36 zeigt eine perspektivische Ansicht einer in einen Abfallbehälter
eingesetzten Abfallbeutelvorrichtung gemäß der zwölften Aus
führungsform aus Fig. 24.
Fig. 37 zeigt in den Teilfiguren 37a bis 37c Ansichten einer Abfall
beutelvorrichtung gemäß einer dreizehnten Ausführungsform.
Fig. 38 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Variante der Ab
fallbeutelvorrichtung gemäß der dreizehnten Ausführungsform
aus Fig. 37.
Fig. 39 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Abfallbeutelvorrichtung
gemäß einer vierzehnten Ausführungsform.
Fig. 40 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Abfallbeutelvorrichtung
gemäß einer fünfzehnten Ausführungsform.
Fig. 41 zeigt in den Teilfiguren 41a bis 41d Ansichten einer Abfall
beutelvorrichtung gemäß einer sechzehnten Ausführungsform.
Fig. 42 zeigt in den Teilfiguren 42a bis 42f eine Querschnittansicht
eines Abfallbehälters mit einer beweglichen Abfallbeutelvorri
chtung gemäß einer siebzehnten Ausführungsform in verschie
denen Betriebszuständen.
Fig. 43 zeigt in den Teilfiguren 43a bis 43f eine Querschnittansicht
eines Abfallbehälters mit einer beweglichen Abfallbeutelvorri
chtung gemäß einer achtzehnten Ausführungsform in verschie
denen Betriebszuständen.
Fig. 44 zeigt eine Querschnittansicht einer Abfallbeutelvorrichtung
gemäß einer neunzehnten Ausführungsform.
Fig. 45 zeigt in den Teilfiguren 45a und 45b eine Querschnittansicht
eines Abfallbehälters mit einer klemmbaren Abfallbeutelvorri
chtung gemäß der neunzehnten Ausführungsform in verschie
denen Betriebszuständen.
Fig. 46 zeigt eine schematisierte Draufsicht auf ein Abfallbeutel-Endlos
material.
Fig. 47 zeigt in den Teilfiguren 47a und 47b schematisch den Vorgang
des Abtrennens eines gefüllten Abfallbeutels von der Abfall
beutel-Endlosware bei Verwendung der in Fig. 46 dargestellten
Endlosware.
Fig. 48 zeigt in den Teilfiguren 48a bis 48c eine Querschnittansicht
einer Abfallbeutelvorrichtung gemäß einer zwanzigsten Ausfüh
rungsform.
Fig. 49 zeigt in den Teilfiguren 49a bis 49e eine Querschnittansicht
einer Abfallbeutelvorrichtung gemäß einer einundzwanzigsten
Ausführungsform.
In Fig. 1 ist ein im wesentlichen quaderförmig ausgestalteter Abfall
behälter 101 dargestellt. Die Abfallbeutel 110 sind als ein auf einer
Abfallbeutelrolle 115 aufgerollter Endlosschlauch beispielsweise aus
Kunststofffolie ausgeführt, der in vorbestimmten Abständen durch einen
Schweißnaht- und Perforationsbereich 120 in einzelne Abfallbeutel auf
teilbar ist. Der Endlosschlauch kann auch aus anderen Materialien,
insbesondere Papier, Verbundfolienstoffen oder Textilmaterial, herge
stellt sein. Die Abfallbeutelrolle 115 wird in der Nähe der rückwärtigen
Seitenwand 101a des Abfallbehälters 101 mittels einer Abrollstange 125
abrollbar gehaltert. Anstelle der Abrollstange 125 kann auch ein rücksei
tig an dem Abfallbehälter permanent oder reversibel angebrachter Ab
fallbeutelrollenkasten (nicht dargestellt) oder eine Abfallbeutelklammer
(nicht dargestellt) vorgesehen sein. Der Abfallbeutelschlauch 110 wird
beispielsweise über eine Führungsstange 130 durch einen in der rück
wärtigen Seitenwand 101a des Abfallbehälters 101 angebrachten Schlitz
135 in das Innere des Abfallbehälters 101 geführt. Der Benutzer (nicht
dargestellt) kann mit einer ersten Hand 140 den Abfallbeutelschlauch
110 aus dem Inneren des Abfallbehälters 101 greifen, nach oben ziehen
und sodann mit einer zweiten Hand den Abfallbeutelschlauch 110 ent
lang eines Schweißnaht- und Perforationsbereiches 120 abtrennen, an der
sich daraus bildenden Abtrennkante eine neue Abfallbeutelöffnung 122
auffalten und über den oberen Rand 101b der Öffnung des Abfallbe
hälters spannen.
Ist der auf diese Weise der Nutzung zugeführte Abfallbeutel voll, kann
er wiederum mit der ersten Hand 140 ergriffen, nach oben gezogen und
mit Hilfe der zweiten Hand 145 entlang des Schweißnaht- und Perfora
tionsbereiches 120 abgetrennt werden, wobei dieser Vorgang sooft wie
derholt werden kann, bis der Abfallbeutelvorrat der Abfallbeutelrolle
115 erschöpft ist.
Es versteht sich, daß anstelle einer durch Schweißnähte unterteilten
Endlosware auch andere Ausgestaltungen wie beispielsweise Unterteilun
gen mittels Klebnähten usw. Verwendung finden können.
Fig. 2 zeigt die Abfallbeutelrolle 115 auf der Abrollstange 125. Der von
der Abfallbehälterrolle 115 abgerollte Abfallbeutelschlauch 110 weist im
oberen Bereich einen bereits geöffneten Müllbeutel 110a auf, wohinge
gen der nachgezogene Abfallbeutel 110b noch flach und leer ist. Erst
nach dem Abtrennen des geöffneten Abfallbeutels 110a entlang des
Schweißnaht- und Perforationsbereiches 120 kann der nachgezogene
Abfallbeutel 110b aufgefaltet und der Benutzung zugeführt werden.
Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ab
fallbeutelvorrichtung im geöffneten Zustand; bei der im Gegensatz zur
ersten Ausführungsform aus den Fig. 1 und 2 keine Modifikation des
Abfallbehälters 201 erforderlich ist. Die Abfallbeutelvorrichtung 210
besteht aus zwei annähernd halbzylindrischen Schalenhälften 210A und
210B, die in Längsrichtung über eine Klappscharniervorrichtung 215 zu
einem rohrähnlichen Gebilde zusammengeklappt werden können. Im
geöffneten Zustand kann eine Abfallbeutelrolle 115 mit einem abroll
baren Abfallbeutelschlauch 110 eingefügt werden. Im geschlossenen
Zustand bleibt zwischen den annähernd halbzylindrischen Schalenhälften
210A und 210B an der der Klappscharniervorrichtung 215 gegenüberlie
genden Seite ein Schlitz offen, durch den der Abfallbeutelschlauch 110
geführt wird.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung
beinhaltet eine Federvorrichtung (nicht dargestellt), durch die die beiden
Schalenhälften 210A und 210B aufeinander zu vorgespannt werden.
Beim Öffnen der Vorrichtung insbesondere zum Einlegen einer neuen
Abfallbeutelrolle 115 muß dann ein Federwiderstand überwunden wer
den.
Zum Verschließen der Schalenhälften 210A, 210B kann insbesondere
auch eine Magnetschließeinrichtung verwendet werden. Auch andere
Schließeinrichtungen sind einsetzbar.
Die Schalenhälften 210A, 210B können beispielsweise aus Kunststoff
oder Metall, insbesondere aus rostfreiem Stahl, hergestellt ein.
Fig. 4 zeigt die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abfall
beutelvorrichtung im geschlossenen Zustand mit eingesetzter Abfall
beutelrolle 115, wobei zwei Abfallbeutelabschnitte 115a und 115b her
ausgezogen sind.
Die Abfallbeutelvorrichtung 210 kann außerhalb des Abfallbehälters 201
mit einer Abfallbeutelrolle 115 versehen werden. Durch Festhalten des
Abfallbeutelschlauches 110 und nachfolgendes Fallenlassen der Abfall
beutelvorrichtung 210 kann die Abfallbeutelvorrichtung 210 in einen
Abfallbehälter 201 geworfen werden, ohne daß Manipulationen in übel
riechenden oder unhygienischen Bereichen erforderlich wären; siehe
Fig. 5a-b. Sollte die Abfallbeutelvorrichtung selbst einmal ver
schmutzt werden, kann sie ohne weiteres als ganzes in ein Reinigungs
bad gelegt werden. Wie in Fig. 5c dargestellt, wird sodann der Abfall
beutelschlauch 110 aufgefaltet und über die obere Öffnung des Abfall
behälters 201 gestülpt. Die Abfallbeutelvorrichtung 210 bleibt auf dem
Boden des Abfallbehälters 201 liegen; siehe Fig. 5d, die den Abfall
behälter im gefüllten Zustand darstellt.
Fig. 5e zeigt die erste Hand 140 des Benutzers, der zum Auswechseln
des Abfallbeutels 110a den oberen Teil des Abfallbeutelschlauches 110
nach oben aus dem Abfallbehälter 201 herauszieht, wobei die Abfall
beutelvorrichtung 210 in Folge ihres Eigengewichtes auf dem Boden des
Abfallbehälters 201 liegenbleibt und so die Abfallbeutelrolle 115 zum
Abrollen veranlaßt.
Bei Weiterbildungen kann die Abfallbeutelvorrichtung 210 auch bei
spielsweise mit einer Klettbandbefestigungsvorrichtung, mit einem Kle
beband, mit Saugnäpfen oder mit einer anderen zweckdienlichen Befesti
gungsvorrichtung insbesondere am Boden des Abfallbehälters 210 fixiert
werden.
Die Fig. 6 bis 8 zeigen eine dritte Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Abfallbeutelvorrichtung im geöffneten Zustand, die eine Va
riante der in den Fig. 3 bis 5 dargestellten zweiten Ausführungsform
darstellt. Bei dieser Variante sind für die Abfallbeutelvorrichtung 210'
anstelle zweier Schalenhälften 210A und 210B zwei Klappenteile 210A'
und 210B' vorgesehen, die jeweils über Scharniereinrichtungen 211A'
beziehungsweise 211B' mit einem schachtelartigen Grundteil 212 ver
bunden sind. Die Klappenteile 210A' und 210B' lassen sich durch die
Scharniereinrichtungen 211A' beziehungsweise 211B' nach oben hin
öffnen und verschließen, wenn sie in eine waagerechte Stellung geklappt
sind, das schachtelartige Grundteil 212, wobei zwischen den Klappen
teilen 210A' und 210B' ein Spalt offen bleibt, durch den der Abfall
beutelschlauch 110 geführt wird. Bei einer anderen Ausbildform könn
en die Klappenteile 210A' und 210B' auch nach innen klappbar ausge
staltet sein.
Im übrigen gelten die vorstehenden Ausführungen hinsichtlich der ersten
und der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abfallbeutel
vorrichtung.
Fig. 9 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine vierte Ausführungs
form der erfindungsgemäßen Abfallbeutelvorrichtung. Im Gegensatz zu
der in den Fig. 3 bis 5 und der in den Fig. 6 bis 8 dargestellten
zweiten beziehungsweise dritten Ausführungsform der erfindungsge
mäßen Abfallbeutelvorrichtung wird die Vorrichtung 310 nicht bloß in
den Abfallbehälter 301 lose hineingelegt, sondern an der Oberkante
301A des Abfallbehälters 301 eingehängt oder festgeklemmt. Dabei
lagert die Abfallbeutelrolle 115 in einer Abfallbeutelrollenkammer 320,
die über ein Halterungsstück 330 am oberen Rand 301a des Abfallbehäl
ters 301 befestigt ist und in den Abfallbehälter 301 nach unten hin
abhängt. Die Abfallbeutelrollenkammer 320 wird nach unten und zu den
Seiten hin begrenzt von einem gebogenen Wannenelement 322, das in
das Halterungsstück 330 übergeht. Eine elastische Schließzunge 324
verschließt die Abfallbeutelrollenkammer 320 nach oben hin.
Bevorzugterweise wird die elastische Schließzunge 324 derart ausgestal
tet, daß die dem Halterungsstück 330 abgewandte freie Zungenkante 325
von innen gegen die dem Halterungsstück 330 abgewandte Wannenele
mentkante 326 drückt. Die Zungenkante 325 und die Wannenelement
kante 326 können mit einer Verdickung ausgestattet sein.
Eine andere Weiterbildung besteht darin, das Halterungsstück 330 bei
spielsweise durch eine Teleskopvorrichtung (nicht dargestellt) der Länge
nach verstellbar zu gestalten, so daß die Abfallbeutelvorrichtung 310 an
Abfallbehälter unterschiedlicher Höhe angepaßt werden kann.
Bei einer weiteren Weiterbildung (nicht dargestellt) wird das Halte
rungsstück 330 nicht an den oberen Rand des Abfallbehälters 301 ge
hängt oder angeklemmt, sondern auf andere Weise an der Innenwand
des Abfallbehälters 301 fixiert, beispielsweise mittels Klett- oder Klebe
band, Saugnäpfen oder anderen Mittel, die hierfür geeignet sind.
Wie in Fig. 11B dargestellt, kann eine neue Abfallbeutelrolle 115 unter
Nutzung der Elastizität des Wannenelementes 322 und der Zunge 325
einfach oben in die Abfallbeutelrollenkammer 320 hineingedrückt wer
den.
Fig. 12 zeigt eine Abfallbeutelvorrichtung gemäß einer fünften Ausfüh
rungsform, die eine Variation der in den Fig. 9 bis 11 dargestellten
vierten Ausführungsform darstellt. Bei der in den Fig. 12 bis 14 darge
stellten fünften Ausführungsform wird die Abfallbeutelrollenkammer 320
außen am Abfallbehälter 301 angebracht. Die Abfallbeutelkammer 320
kann auch seitlich offen ausgeführt sein, so daß die Abfallbeutelrolle
seitlich eingeschoben werden kann, wodurch Abfallbeutelrollen unter
schiedlicher Länge verwendet werden können. Eine Arretierung der
Abfallbeutelvorrichtung 310 kann dadurch bewerkstelligt werden, indem
im oberen Bereich der Außenfläche des Abfallbehälters 301 vorstehende
Befestigungsnasen (nicht dargestellt) vorgesehen sind, die in entspre
chende Ausnehmungen oder Löcher in der Abfallbeutelvorrichtung 310
einrasten. Anstelle der am Abfallbehälter vorgesehenen Befestigungs
nasen können insbesondere auch Schrauben vorgesehen sein, die bei
spielsweise als Klemmschrauben ausgebildet sind und kein Loch im
Abfallbehälter 301 erfordern, oder die im Wandmaterial des Abfallbehäl
ters 301 festgezogen sind.
Fig. 15 zeigt in den Teil-Fig. 15a bis 15d jeweils perspektivische De
tailansichten bestimmter Weiterbildungen der Abfallbeutelvorrichtung
gemäß der fünften Ausführungsform. Bei den in den Fig. 15a und 15b
dargestellten Varianten ist ein Aufsteckelement 320 zur Befestigung
einer Abfallbeutelkammer 330 vorgesehen, wobei das Aufsteckelement
ein mit einer Knickkante 322 versehenes flächiges Blech- oder Kunst
stoffelement ist, das von oben auf den oberen Rand 301a des Abfall
behälters 301 aufgesteckt ist. Bei der in Fig. 15a gezeigten Variante ist
die Abfallbeutelkammer 330 durch ein Zwischenstück 332 seitlich ver
schieblich abnehmbar, so daß die Abfallbeutelkammer 330 leicht ge
säubert und wieder eingesetzt werden kann, falls das Aufsteckelement
320 mittels einer Befestigungsvorrichtung an der Außenwand des Abfall
behälters 301 befestigt ist, wohingegen bei der in Fig. 15b gezeigten
Variante ist die Abfallbeutelkammer 330 unverschieblich angeordnet.
Durch das Aufsteckelement 320 kann die gesamte Abfallbeutelvorrich
tung leicht vom Abfallbehälter 301 abgenommen und wieder aufgesetzt
werden, insbesondere falls keine gesonderte Fixierung des Aufsteck
elementes 320 am Abfallbehälter vorgesehen ist.
Demgegenüber ist bei den in den Fig. 15c und 15d dargestellten Va
rianten das Aufsteckelement 320 fortgelassen worden und die Abfall
beutelkammer 330 ist direkt an der Außenwand des Abfallbehälters 301
befestigt. Bei der in Fig. 15c gezeigten Variante ist die Abfallbeutelkam
mer 330 durch ein einstückig mit dem Abfallbehälter 301 ausgeführtes
Zwischenstück 332 seitlich verschieblich und abnehmbar, wohingegen
die Abfallbeutelkammer 330 bei der in Fig. 15d gezeigten Variante
einstückig mit dem Abfallbehälter ausgeführt und nicht seitlich ver
schiebbar ist.
Das Zwischenstück 332 kann beispielsweise als Profilblech ausgeführt
sein, das derart geformt ist, daß ein Innenreiterelement (nicht dargestellt)
verschieblich darin geführt werden kann.
Die in den Fig. 15a bis 15d dargestellte Abfallbeutelkammer 330 ist
exemplarisch als geschlossene Kammer ausgeführt und kann durch
Schwenken einer Abdeckhaube geöffnet werden.
Fig. 16 zeigt in den Teilfiguren 16a und 16b jeweils eine Querschnitt
ansicht beziehungsweise eine perspektivische Ansicht von Weiterbil
dungsformen der Abfallbeutelvorrichtung gemäß der fünften Ausfüh
rungsform wie in den Fig. 15a und 15b dargestellt. Dabei ist die Ab
fallbeutelrolle 115 in der Abfallbeutelkammer 330 zu erkennen. Der von
der Abfallbeutelrolle 115 abgewickelte Abfallbeutel 110 wird über das
Aufsteckelement 320 hinweg in das Innere des Abfallbehälters 301 ge
führt. Fig. 16a und 16b zeigen eine besonders vorteilhafte Weiterbil
dung, bei der die Abfallbeutelbahn 110 durch einen federnden Nieder
halter 324 leicht gegen die Innenwand des Abfallbehälters 301 gedrückt
wird, so daß zwar der Abfallbeutel 110 noch durch Zugkräfte von der
Abfallbeutelrolle 115 abgerollt werden kann, gleichzeitig aber eine un
kontrollierte Bewegung des Beutelmaterials im Inneren des Abfallbehäl
ters 301 unterbunden ist. Der Niederhalter 324 kann auch an anderer
Stelle angeordnet sein, beispielsweise im Bereich der Oberkante oder
Außenseite (nicht dargestellt). Der Niederhalter kann insbesondere mit
einer drehbaren Niederhalterrolle versehen sein.
Fig. 17 zeigt in den Teilfiguren 17a und 17b jeweils eine Querschnitt
ansicht beziehungsweise eine perspektivische Ansicht von Weiterbil
dungsformen der Abfallbeutelvorrichtung gemäß der fünften Ausfüh
rungsform wie in den Fig. 15c und 15d dargestellt. Dabei ist die Ab
fallbeutelrolle 115 in der Abfallbeutelkammer 330 zu erkennen. Der von
der Abfallbeutelrolle 115 abgewickelte Abfallbeutel 110 wird über die
Oberkante 301a des Abfallbehälters 301 hinweg in das Innere des Ab
fallbehälters 301 geführt. Fig. 17a und 17b zeigen eine besonders vor
teilhafte Weiterbildung, bei der die Abfallbeutelbahn 110 durch einen
direkt am Abfallbehälter 301 angebrachten federnden Niederhalter 324
leicht gegen die Innenwand des Abfallbehälters 301 gedrückt wird, so
daß zwar der Abfallbeutel 110 noch durch Zugkräfte von der Abfall
beutelrolle 115 abgerollt werden kann, gleichzeitig aber eine unkontrol
lierte Bewegung des Beutelmaterials im Inneren des Abfallbehälters 301
unterbunden ist. Der Niederhalter 324 kann auch an anderer Stelle an
geordnet sein, beispielsweise im Bereich der Oberkante oder Außenseite
(nicht dargestellt). Der Niederhalter kann insbesondere mit einer dreh
baren Niederhalterrolle versehen sein.
Die in Fig. 15, 16 und 17 dargestellten Befestigungsarten zum Fixieren
einer Abfallbeutelvorrichtung und/oder der Abfallbeutelschlauchbahn
sind auf alle vergleichbaren Ausführungsformen übertragbar, bei denen
die Abfallbeutelvorrichtung außen am Abfallbehälter vorgesehen ist.
Fig. 18 zeigt in den Teilfiguren 18a bis 18d aufeinanderfolgen Phasen
beim Einlegen eines Abfallbeutels mit einer Abfallbeutelvorrichtung
gemäß einer weiteren Variante der fünften Ausführungsform. Dabei ist
die Abfallbeutelrolle 115 in der einstückig mit dem Aufsteckelement 320
ausgeführten Abfallbeutelklammer 335 zu erkennen. Der von der Abfall
beutelrolle 115 abgewickelte Abfallbeutel 110 wird über das Aufsteck
element 320 hinweg in das Innere des Abfallbehälters 301 geführt. Eine
Arretierung des Aufsteckelementes 320 kann wie gezeigt dadurch be
werkstelligt werden, indem im oberen Bereich der Außenfläche des
Abfallbehälters 301 vorstehende Befestigungsnasen 301a, 301b vorgese
hen sind, die in entsprechende Ausnehmungen oder Löcher im Aufsteck
element 320 einrasten. Anstelle der am Abfallbehälter vorgesehenen
Befestigungsnasen 301a, 301b können insbesondere auch Schrauben
vorgesehen sein, die beispielsweise als Klemmschrauben ausgebildet sind
und kein Loch im Abfallbehälter 301 erfordern, oder die im Wandmate
rial des Abfallbehälters 301 festgezogen sind. Die Abfallbeutelklammer
335 kann auch statt auf die Oberkante des Abfallbehälters 301 gesteckt
zu sein mit anderen Befestigungsmitteln, insbesondere Klettband, Klebe
band oder Saugnäpfen, an der Außenwand des Abfallbehälters 301 ange
bracht werden oder mit dem Anfallbehälter 301 einstückig ausgeführt
sein. Die Abfallbeutelklammer 335 ist in einer bevorzugten Weiterbil
dung aus federndem Material, beispielsweise aus einem elastischen Blech
oder einem elastischen Kunststoffmaterial, gefertigt und drückt die Ab
fallbeutelrolle 115 leicht gegen das Aufsteckelement 320 und/oder die
Außenwand des Abfallbehälters 301, so daß beim Abspulen der Abfall
beutelrolle durch Reibung des Abfallbeutelrollenmaterals an der Abfall
beutelklammer 335 stets eine Zugspannung auftritt, die auch bewirkt,
daß die Abfallbeutelbahn von der Abfallbeutelrolle 115 nur soweit abge
spult wird, wie es vom Benutzer (nicht dargestellt) jeweils beabsichtigt
ist. In einer bevorzugten Weiterbildung ist die Abfallbeutelklammer 335
derart ausgebildet, daß die durch fortgesetztes Abwickeln im Durch
messer abnehmende Abfallbeutelrolle 115 infolge ihres Eigengewichtes
nach unten in einen sich verjüngenden Bereich der Abfallbeutelklammer
335 rutscht und somit auch gegen Ende des Abwickelns noch durch
Anpressen ausreichend Reibung erfährt.
Im Gegensatz zu der in den Fig. 12 bis 14 dargestellten Ausführungs
form, bei der die Abfallbeutelkammer die Abfallbeutelrolle 115 lose
aufnimmt.
Fig. 19 zeigt in den Teil-Fig. 19a bis 19d aufeinanderfolge Phasen
beim Einlegen eines Abfallbeutels mit einer Abfallbeutelvorrichtung
gemäß einer weiteren Variante der fünften Ausführungsform. Dabei ist
die Abfallbeutelrolle 115 in der Abfallbeutelkammer 330 zu erkennen.
Der von der Abfallbeutelrolle 115 abgewickelte Abfallbeutel 110 wird
über die Oberkante 301a des Abfallbehälters 301 hinweg in das Innere
des Abfallbehälters 301 geführt. Bei der dargestellten Variante ist die
Abfallbeutelkammer 330 über eine Klettbandfixierung 336a, 336b an der
Außenseite des Abfallbehälters 301 befestigt. Dazu ist ein Halterungs
element 337 mit der Abfallbeutelkammer verbunden, und eine Seite
336b der Klettbandfixierung ist an der der Außenseite des Abfallbehäl
ters 301 zugewandten Seite des Halterungselementes befestigt. In einer
besonders bevorzugten Variante kann das Halterungselement 337
zweiteilig ausgeführt und über eine Kippvorrichtung, beispielsweise ein
Kugelgelenk, an unterschiedliche Oberflächenkrümmungen der Außensei
te des Abfallbehälters 301 anpaßbar ausgeführt sein. In der dargestellten
Ausführungsform ist die Abfallbeutelkammer 330 durch ein schwenk
bares, mit einer Schließfeder (nicht dargestellt) vorgespanntes Deckel
element verschlossen. Der aus der Abfallbeutelkammer 330 heraus
geführte Abfallbeutelschlauch 110 erfährt durch das mittels der Schließ
feder vorgespannte Deckelelement eine ausreichende Reibung. Die auf
den Abfallbeutelschlauch 110 drückende Kante des Deckelementes ist
vorzugsweise abgerundet oder mit einer drehbaren Walze (nicht darge
stellt) versehen. Anstelle der Fixierung durch Klettband kann in Varian
ten auch eine Fixierung durch andere Mittel, insbesondere Klebeband,
Klebstoff, Saugnäpfe etc. Verwendung finden.
Fig. 20 zeigt in den Teilfiguren 20a bis 20d aufeinanderfolgen Phasen
beim Einlegen eines Abfallbeutels mit einer Abfallbeutelvorrichtung 410
gemäß einer sechsten Ausführungsform. Die Abfallbeutelvorrichtung 410
weist eine im wesentlichen ebene beispielsweise kreisförmige Grund
platte 412 auf, die von einem kuppelartigen Deckelteil 414 überdeckt
wird. Der Deckelteil 414 ist im oberen Bereich mit zwei federnd in ihre
den Deckelteil 414 schließenden Ruhestellung zurückbewegenden
Deckelklappen 416a und 416b versehen. Wie in Fig. 20b dargestellt,
kann eine Abfallbeutelrolle von oben in die Abfallbeutelvorrichtung 410
hineingedrückt werden, wobei die Deckelklappen temporär nach innen in
die Abfallbeutelvorrichtung 410 hinein gedrückt werden. Die Abfall
beutelvorrichtung 410 ist am Boden des Abfallbehälters 301 angeordnet
und kann dort durch geeignete Mittel, insbesondere durch ausreichend
hohes Eigengewicht, durch Saugnäpfe, durch Klettbandfixierungen oder
durch Verklebung fixiert werden.
Fig. 21 zeigt in den Teilfiguren 21a bis 21d aufeinanderfolgen Phasen
beim Herausnehmen eines gefüllten Abfallbeutels 110 mit einer Abfall
beutelvorrichtung gemäß der sechsten Ausführungsform. In der Praxis
werden in Abfallbehälter 301 eingesetzte Abfallbeutel 110 häufig bis zur
Oberkante 301a des Abfallbehälters 301 mit Abfall gefüllt; siehe Fig.
21a. Bei herkömmlichen Abfallbehältern ohne erfindungsgemäße Abfall
beutelvorrichtung führt dies oft dazu, daß nur ein sehr kurzer Umschlag
saum 110a des Abfallbeutels 110, der um die Oberkante 301a des Ab
fallbehälters auf dessen Außenseite umgeschlagen ist, als Beutelschlauch
reserve zum Schließen und Zuknoten des gefüllten Abfallbeutels 110 zur
Verfügung steht. Daher ist es oftmals überhaupt unmöglich, den gefüll
ten Abfallbeutel zu verschließen, so daß der gefüllte Abfallbeutel bei
spielsweise in hygienisch bedenklicher Art und Weise in offenem Zu
stande entsorgt werden muß. Durch die am Boden des Abfallbehälters
301 angeordnete und dessen zur Abfallsammlung nutzbares Volumen
mindernde Abfallbeutelvorrichtung 410 geht zunächst ein gewisses Volu
men, beispielsweise 2,5 l bei einer für den Haushalt bestimmten Ausfüh
rung, für die Abfallansammlung verloren. Dies hat jedoch den wesentli
chen Vorteil, daß - wie in Fig. 21c gezeigt - beim Herausheben des
gefüllten Abfallbeutels 110 aus dem Abfallbehälter 301 der Ver
drängungseffekt der Abfallbeutelvorrichtung entfällt und im Ergebnis der
Abfall im Abfallbeutel 110 nach unten sackt, wodurch ein zusätzlicher
Saumabschnitt 110b des Abfallbeutels 110 entsteht, der, wie in Fig. 21d
gezeigt, beispielsweise ein Verschließen des Abfallbeutels durch An
bringen eines Knotens ermöglicht.
Fig. 22 zeigt in den Teilfiguren 22a bis 22e an Fig. 21d anschließende,
aufeinanderfolgen Phasen beim Herausnehmen eines gefüllten Abfall
beutels 110 und Einlegen eines neuen Abfallbeutels 110' mit einer Ab
fallbeutelvorrichtung 410 gemäß der sechsten Ausführungsform. Der
Vorteil bei der Anwendung einer erfindungsgemäßen Abfallbeutelvor
richtung besteht insbesondere darin, daß - wie in Fig. 22a bis 22c ge
zeigt - zunächst mit einer Hand der volle Abfallbeutel entnommen wer
den denn, wohingegen mit der anderen Hand ein vom herausgehobenen
vollen Müllbeutel mitgezogener neuer Abfallbeutel ergriffen und abge
trennt wird. Nach dem Abstellen des vollen Abfallbeutels - Fig. 22d -
kann mit beiden Händen der neue Abfallbeutel über den Rand des Ab
fallbehälters gestülpt wird.
Fig. 23 zeigt in den Teilfiguren 23a und 23b eine perspektivische An
sicht einer Abfallbeutelvorrichtung 510 gemäß einer siebten Ausfüh
rungsform. Die Abfallbeutelvorrichtung 510 umfaßt einen Zentralteil
510a, der eine im wesentlichen ebene Grundfläche (nicht dargestellt) und
eine Kuppel 511 aufweist, in deren Zenit eine Öffnung 512 angebracht
ist, durch die ein Abfallbeutel 110 von einer im Inneren des Zentralteils
510a angeordneten Abfallbeutelrolle (nicht dargestellt) abgerollt und aus
dem Zentralteil 510a herausgezogen werden kann, sowie einen Ringteil
510b, dessen Außenkontur im wesentlichen der Innenkontur im Boden
bereich des Abfallbehälters 301 entspricht. Die Innenöffnung 510c des
Ringteils 510b ist so dimensioniert, daß sie den Zentralteil 510a auf
nehmen und fixieren kann. Zum Nachfüllen mit einer neuen Abfallbeu
telrolle kann der Zentralteil 510a beispielsweise durch Eingreifen mit
einem Finger in die Öffnung 512 mitsamt einem aufgesetzten Ringteil
510b aus dem Abfallbehälter 301 herausgenommen werden. Bei einer
bevorzugten Ausführungsform ist an der Unterseite des Zentralteils 510a
ein Vorsprung 513 vorgesehen, der derart bemessen ist, daß er unter die
Unterseite des Ringteils 510b greift, so daß der Zentralteil 510a nicht
durch die Innenöffnung des Ringteils 510b nischen kann. Nach dem
Nachfüllen wird der Zentralteil 510a auf den Boden des Abfallbehälters
301 gestellt und durch einen Ringteil 510b fixiert. Der Ringteil 510b ist
an seiner Außen- und/oder Innenseite bevorzugt jeweils mit einer Dicht
lippen 514a, 514b versehen, die beispielsweise aus Gummi gefertigt sein
kann. Durch den Ringteil 510b kann erreicht werden, daß eventuell aus
dem Abfallbeutel austretende Abfallstoffe sich am Boden des Abfall
behälters sammeln und möglicherweise auch das Innere des Zentralteils
510a verunreinigen könnten.
Bei einer Variante dieser Ausführungsform können Zentralteil 510a und
Ringteil 510b auch einteilig zusammengefaßt sein. Während bei der in
Fig. 23 dargestellten Ausführungsform sowohl der Zentralteil 510a als
auch der Abfallbehälter 301 einen im wesentlichen runden Querschnitt
aufweisen, versteht es sich, daß der Querschnitt von Zentralteil 510a
und/oder Abfallbehälter 301 auch rechteckig, elliptisch oder anders
ausgestaltet sein kann, wobei sich die Innenkontur des Ringelementes
510b nach der Außenkontur des Zentralelementes 510a und die Außen
kontur des Ringelementes 510b nach der Innenkontur des Abfallbehälters
301 richtet.
Ebenso ist es möglich, daß die Ausgestaltung des Zentralteils 510a in
Übereinstimmung mit der Erfindung, insbesondere mit anderen Ausfüh
rungsformen derselben, von dem in Fig. 23 dargestellten Beispiel
abweicht.
Fig. 24 zeigt in den Teilfiguren 24a bis 24d in perspektivischer Ansicht
aufeinanderfolge Phasen beim Einlegen einer Abfallbeutelrolle 115 in
eine Abfallbeutelvorrichtung 610 gemäß einer achten Ausführungsform.
Die Abfallbeutelvorrichtung 610 umfaßt einen im wesentlichen ebenen
Bodenteil 610a und einen kuppelförmigen Deckelteil 610b, in dessen
Zenit eine Öffnung 612 angebracht ist, durch die ein Abfallbeutel 110
von einer auf dem Bodenteil 610a angeordneten Abfallbeutelrolle (115)
abgerollt und aus dem Deckelteil 610b herausgezogen werden kann.
Bodenteil 610a und Deckelteil 610b sind beispielsweise mit einem Steck-
Schraub- oder Bajonettverschluß trennbar miteinander verbunden und
können beispielsweise aus Kunststoff gefertigt. Der Bodenteil 610a kann
beispielsweise mittels Klettband, Klebeband o. dgl., bevorzugt aber mit
tels Saugnäpfen 605 am Boden des Abfallbehälters 301 befestigt werden.
Wie in Fig. 24b bis 24c dargestellt, ist es ist nicht erforderlich, zum
Einlegen einer neuen Abfallbeutelrolle den Bodenteil 610a aus dem
Abfallbehälter 301 zu entfernen; die Deckelteil 610b kann vom im Ab
fallbehälter 301 fixierten Bodenteil 610a abgenommen werden. Sodann
kann der Abfallbeutelschlauch durch die Öffnung 612 im Deckelteil
610b geführt werden. In einer besonders bevorzugten Variante ist der
Deckelteil 610b auf seiner Außenseite mit Griffelementen 607 versehen,
die ein Greifen und/oder Drehen des Deckelteils 610b durch den Benut
zer (nicht dargestellt) erleichtern.
Weiterhin ist es vorteilhaft, den Bodenteil mit Führungsvorsprüngen 609
zu versehen, durch die die eingelegte Abfallbeutelrolle 115 geführt und
am unkontrollierten Hin- und Herbewegen gehindert wird, wodurch ein
den Abwickelvorgang behinderndes Verdrehen der Abfallbeutelrolle 115
vermieden wird.
Wenn zumindest der Deckelteil 614b oder ein Teil desselben aus einem
transparenten Material gefertigt sind, kann der Verbrauch der Abfall
rolle 315 beim Abfallbeutelwechsel leicht visuell überwacht werden.
Fig. 25 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Abfallbeutelvorrichtung
710 gemäß einer neunten Ausführungsform. Die Abfallbeutelvorrichtung
710 umfaßt ein beispielsweise rundes Bodenteil 710b zur Aufnahme der
Abfallbeutelrolle 115. Das Bodenteil 710b ist mit einem Kuppelansatz
710d versehen, der nach oben hin eine Öffnung 710e aufweist. Der
Durchmesser der Öffnung 710e entspricht bei der gezeigten Ausfüh
rungsform in etwa der Länge der Abfallbeutelrolle 115, kann aber bei
anderen Varianten auch kleiner oder größer sein; jedenfalls soll in der
gezeigten Ausführungsform bevorzugterweise das Beutelmaterial im
wesentlichen flach durch die Öffnung 710e hindurchführbar sein. Nach
oben ist der Kuppelansatz 710d durch eine vorzugsweise transparente
Abdeckkappe 710a abgeschlossen, wobei zwischen dem Kuppelansatz
710d und der Abdeckkappe 710a ein Spalt 710f angeordnet ist, der breit
genug ist, um das Abfallbeutelmaterial hindurchführen zu können. Der
Durchmesser der Abdeckkappe 710a ist vorzugsweise so gewählt, daß er
größer ist als der Durchmesser der Öffnung 710e des Kuppelansatzes
710d. Die Abdeckkappe 710a ist abnehmbar an dem Bodenteil 710b
befestigt, so daß diese zum Nachfüllen einer neuen Abfallbeutelrolle 115
abgenommen werden kann. Insbesondere kann die Abdeckkappe 710a
beispielsweise durch Ansteckklammern 710g reversibel auf den oberen
Rand des Kuppelansatzes 710d aufgesteckt und arretiert werden. Im
aufgesteckten Zustand schützt die Abdeckkappe 710a die Abfallbeu
telrolle 150 vor Verunreinigung durch etwa aus einem undicht geworde
nen Abfallbeutel 150 austretenden Abfällen. Die Peripherie des Boden
teils 710b ist bevorzugt als Abtropfring 712 ausgebildet, der auch so
ausgestaltet sein kann, daß er an die Innenwand des Abfallbehälters
stößt. Der Abtropfring dient dann zum Auffangen und Sammeln von aus
einem beschädigten Abfallbeutel 110 etwa austretender Flüssigkeit.
Es versteht sich, daß auch diese Ausführungsform nicht auf runde Geo
metrien beschränkt ist; vielmehr kann der Bodenteil 710b, die Abdeck
kappe 710a und/oder die Öffnung 710 von eckiger, elliptischer oder
unregelmäßiger Gestalt sein.
Die in Zusammenhang mit Fig. 25 beschriebene Ausführungsform kann
ebenfalls wie beispielsweise die in Zusammenhang mit Fig. 24 beschrie
ben Ausführungsform durch Eigengewicht oder auf verschiedene andere
Art und Weise am Boden des Abfallbehälters fixiert sein.
Fig. 26 zeigt eine perspektivische Ansicht einer weiteren Variante der
Abfallbeutelvorrichtung 710 gemäß der neunten Ausführungsform aus
Fig. 25. Die Abdeckkappe 710a ist fest mit einem zweiteilig ausgeführ
ten Bodenteil 710b verbunden. Der Bodenteil 710b umfaßt einen mit der
Abdeckkappe 710a fest verbundenen Kuppelansatz 710d und einen ab
nehmbaren Bodendeckel 710i. Dabei sind auf der Unterseite des Boden
deckels 710i exemplarisch angeordnete Saugnäpfe 710h erkennbar, mit
denen die Abfallbeutelvorrichtung 710 am Boden eines Abfallbehälters
301 fixiert werden kann. Zum Einlegen einer neuen Abfallbeutelrolle
115 in die Abfallbeutelvorrichtung 710 wird der vorzugsweise mittels
Schraub- oder Bajonettverschluß angebrachte Kuppelansatz 710d vom am
Boden des Abfallbehälters 301 fixierten Bodendeckel 710i abgenommen.
Dies geschieht beispielsweise durch eine Drehbewegung, welche dem
Benutzer (nicht dargestellt) durch Griffelemente 710g erleichtert wird.
Danach wird die Abfallbeutelschlauchbahn 110 durch den Spalt 710f
geführt. Schließlich wird der Kuppelansatz 710d auf den Boden des
Abfallbehälters 301 fixierten Bodendeckel 710i aufgesetzt.
Die in Zusammenhang mit Fig. 26 beschriebene Ausführungsform kann
ebenfalls wie beispielsweise die in Zusammenhang mit Fig. 24 beschrie
ben Ausführungsform durch Eigengewicht oder auf verschiedene andere
Art und Weise am Boden des Abfallbehälters fixiert sein.
Fig. 27 zeigt eine perspektivische Ansicht einer in einen Abfallbehälter
301 eingesetzten Abfallbeutelvorrichtung 710 gemäß der neunten Aus
führungsform aus Fig. 25 oder Fig. 26. Ein zwischen Abfallbeutelvor
richtung 710 und Innenwand des Abfallbehälters 301 angeordneter An
paßring 750 kann als Abtropfringerweiterung vorgesehen werden, um
insbesondere in etwa aus einem Abfallbeutel 110 austretende Flüssigkeit
aufzufangen und in den Abtropfring 712 abzuleiten. Anpaßring 750 ist
günstig in verschieden Größen herstellbar, da er keine Gummidichtli
ppen und Sammeleinrichtungen beinhaltet.
Es versteht sich, daß auch diese Ausführungsform nicht auf runde Geo
metrien beschränkt ist; vielmehr kann der die Abfallbeutelvorrichtung
750 einschließlich des Anpaßringes 750 und/oder die Innenkontur des
Abfallbehälters 301 auch von eckiger, elliptischer oder unregelmäßiger
Gestalt sein.
Fig. 28 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Abfallbeutelvorrichtung
810 gemäß einer zehnten Ausführungsform. Eine Abfallbeutelkammer
810a ist mittels mindestens eines Permanentmagneten (nicht dargestellt)
reversibel auf einem Bodenteil 810b fixiert. Der Bodenteil 810b kann
Saugnäpfe 810c zur Fixierung auf dem Boden eines Abfallbehälters 301
aufweisen. Die Abfallbeutelkammer 810a ist im wesentliche zylin
derförmig ausgeführt und weist im Mantelbereich einen Längsschlitz auf,
der ausreichend breit ist, um eine Abfallbeutelrolle einführen zu können.
Der Längsschlitz kann durch eine nach beiden seiten um die Längsachse
der Abfallbeutelkammer 810a schwenkbare Abdeckblende 810d überlap
pend abgedeckt werden, die bevorzugterweise mit einer Rückstellfeder
(nicht dargestellt) in die geschlossene Position bewegt wird, so daß im
geschlossenen Zustand keine Flüssigkeit in das Innere der Abfallbeutel
kammer 810a eindringen kann. Die aus der Abfallbeutelkammer 810a
unter der den Längsschlitz überlappenden Abdeckblende 810d heraus
geführte Abfallbeutelschlauchbahn 110 (nicht dargestellt) erfährt durch
den Kontakt mit der Außenseite des Mantels der Abfallbeutelkammer
810a und der Innenfläche der Abdeckblende 810 genügend Reibungs
widerstand, um ein unkontrolliertes Abwickeln der Abfallbeutelrolle 115
(nicht dargestellt) zu vermeiden. Die Längskanten der Abdeckblende
810d sind dazu vorteilhafterweise abgerundet oder mit einer drehbaren
Walze oder mit drehbaren Rollen (nicht dargestellt) versehen, die auch
federbetätigt gegen die Außenwand der Abfallbeutelkammer 810a ge
drückt sein können. Vorzugsweise ist die Abdeckblende 810d zum
Zweck der einfachen visuellen Abfallbeutelverbrauchskontrolle aus ei
nem transparenten Material gefertigt.
Die in Zusammenhang mit Fig. 28 beschriebene Ausführungsform kann
ebenfalls wie beispielsweise die in Zusammenhang mit Fig. 24 beschrie
ben Ausführungsform durch Eigengewicht oder auf verschiedene andere
Art und Weise am Boden des Abfallbehälters fixiert sein.
Fig. 29 zeigt in den Teil-Fig. 29a und 29b eine perspektivische An
sicht der Abfallbeutelkammer 810a der Abfallbeutelvorrichtung gemäß
der zehnten Ausführungsform aus Fig. 28 in verschiedenen Betriebszu
ständen. In Fig. 29a ist die Abdeckblende 810d zur Seite geschwenkt, so
daß durch den Längsschlitz eine Abfallbeutelrolle 115 in die Abfallbeu
telkammer 810a eingeführt werden kann. Fig. 29b zeigt den Zustand
nach dem Abdecken des Längsschlitzes durch Verschwenken der Ab
deckblende 810d, wobei zwischen Abfallbeutelkammer 810a und Ab
deckblende 810d ein kleiner Restspalt bleibt, der ausreichend ist, um
einen Abfallbeutel 110 hindurchführen zu können. Die Abdeckblende
810d kann in einer besonders bevorzugten Ausführungsform durch eine
geeignete Federvorrichtung (nicht dargestellt) in die in Fig. 29b darge
stellte Verschlußstellung gebracht werden.
Es versteht sich, daß sowohl die Abfallbeutelkammer 810a als auch der
Bodenteil 810b von anderer Gestalt sein können.
Fig. 30 zeigt eine perspektivische Ansicht des Bodenteils 810b der Ab
fallbeutelvorrichtung 810 gemäß der zehnten Ausführungsform aus Fig.
28. In den Bodenteil 810b ist in Durchmesserrichtung ein starker Perma
nentmagnet 810e eingelassen, der die Abfallbeutelkammer 810a zu fixie
ren imstande ist, sofern letztere wenigstens im dem Bodenteil 810b
zugewandten Mantelbereich aus einem ferromagnetischen Material be
steht und in der Ausrichtung des Permanentmagneten 810e auf den
Bodenteil 810b aufgelegt ist, wie die in Fig. 29b dargestellte Abfall
beutelkammer 810a in Relation zu Fig. 30 dargestellt. Um die Abfall
beutelkammer ohne übermäßigen Kraftaufwand von dem Bodenteil 810b
trennen zu können, sind bei einer besonders bevorzugten Ausführungs
form längsseits neben dem Permanentmagneten 810e kleine abgeschrägte
Rampenbereiche 810f vorgesehen, die die Abfallbeutelkammer 810a vom
Permanentmagneten 810e abheben, wenn diese von Hand quer zur
Längsachse um die Hochachse auf die Rampenflächen hin gedreht wird.
Fig. 31 zeigt in den Teil-Fig. 31a bis 31d in perspektivischer Ansicht
aufeinanderfolge Phasen beim Einlegen einer Abfallbeutelrolle 115 in
eine Abfallbeutelvorrichtung 810 gemäß der zehnten Ausführungsform
aus Fig. 28.
Fig. 32 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Abfallbeutelvorrichtung
910 gemäß einer elften Ausführungsform. Eine Abfallbeutelkammer
910a ist beispielsweise mittels an deren Enden jeweils paarweise vor
gesehenen Klammerfedern 910c reversibel an einem Bodenteil 910b
fixiert. Der Bodenteil 910b kann Saugnäpfe 910d zur Fixierung auf dem
Boden eines Abfallbehälters 301 aufweisen. Die eine Abfallbeutelrolle
115 aufnehmende Abfallbeutelkammer 910a ist im wesentliche zylin
derförmig ausgeführt und weist im Mantelbereich einen ersten Längs
schlitz 910e auf, der mindestens ausreichend breit ist, um einen von der
Abfallbeutelrolle 115 abgewickelten Abfallbeutelschlauch 110 hin
durchführen zu können. Der erste Längsschlitz 910e kann durch einen
um die Längsachse der Abfallbeutelkammer 910a schwenkbaren und in
der Abfallbeutelkammer 910a geführten Verschlußschieber 915 ver
schlossen werden. Die Beladung der Abfallbeutelkammer 910a mit einer
neuen Abfallbeutelrolle 115 kann dadurch ermöglicht werden, indem
mindestens eine der Stirnflächen durch eine abnehmbare Stirnkappe 910f
verschlossen ist. Alternativ kann die Beladung auch derart ermöglicht
werden, indem der erste Längsschlitz 910e ausreichend breit ausgeführt
wird, so daß die Abfallbeutelrolle 115 dadurch in das Innere der Abfall
beutelkammer 910a eingeführt werden kann. Die der Abfallbeutel
schlauchbahn 110 zugewandte Kante 916 des Längsschlitzes 910e und
die der Abfallbeutelschlauchbahn 110 zugewandte Kante 917 des Ver
schlußschiebers 915 bewirken bevorzugsweise eine Reibung, die ein un
kontrolliertes Abwickeln der Abfallbeutelrolle 115 verhindert: Bei einer
besonders bevorzugten Variante sind die Kanten 916, 917 abgerundet
oder mit drehbaren Rollen und/oder Walzen (nicht dargestellt) versehen.
Die Walzen und/oder Rollen können mit Federkraft in Richtung auf die
Abfallbeutelschlauchbahn vorgespannt sein.
Bei einer Weiterbildung der Ausführungsform weist die Abfallbeutel
kammer 910a einen vorzugsweise im Verschlußschieber 915 längs der
der Kante 916 gegenüberliegenden Kante 918 des ersten Längsschlitzes
910e der Abfallbeutelkammer 910a angeordneten weiteren zweiten
Längsschlitz 925 zur Aufnahme eines Arretierungsvorsprunges 930 auf.
Bei der in Fig. 32 dargestellten Ausführungsform ist der Arretierungs
vorsprung 930 mit dem Bodenteil 910b verbunden und kann in den
zweiten Längsschlitz 925 eingeführt werden. Bei in den zweiten Längs
schlitz 925 eingesetztem Arretierungsvorsprung 930 ist der Verschluß
schieber 915 derart in der Abfallbeutelkammer 910a arretiert, daß der
der aus der Abfallbeutelkammer 910a herausgeführte Abfallbeutel
schlauch 110 eine ausreichende Reibung erfährt. Ferner ist bei in den
zweiten Längsschlitz 935 eingesetztem Arretierungsvorsprung 930 si
chergestellt, daß die Abfallbeutelkammer 910 sowohl in Längsrichtung
als auch rotatorisch fixiert ist. Beim Einsetzen der Abfallbeutelkammer
910a in die dazu vorgesehene Haltevorrichtung wird die Abfallbeutel
kammer 910a vorzugsweise in einer Position fixiert, die im Falle der
Verwendung der Abfallbeutelvorrichtung im Inneren eines Abfallbe
hälters 301 derart beschaffen ist, daß der erste Längsschlitz 910e, durch
den das Abfallbeutelschlochbahnmaterial 110 aus der Abfallbeutelkam
mer 910a herausgeführt wird, seitlich orientiert ist und somit das Ein
dringen von Flüssigkeiten verhindert wird. Bei einer Verwendung der
Abfallbeutelkammer 910a außerhalb des Innenraumes eines Abfallbehäl
ters 301 ähnlich wie in Fig. 15 dargestellt weist der erste Längsschlitz
910e bevorzugt nach oben. Die Abfallbeutelkammer 910a kann auch
abweichend von dem in Fig. 32 dargestellten Beispiel beispielsweise
durch eine an den Stirnkappen 910f angreifende Halterungsvorrichtung
(nicht dargestellt) fixiert sein. Hierzu kann beispielsweise eine Halte
rungsvertiefung oder ein Halterungsvorsprung (nicht dargestellt) an den
Stirnkappen 910f vorgesehen sein.
Fig. 33 zeigt in den Teilfiguren 33a bis 33d in perspektivischer Ansicht
aufeinanderfolge Phasen beim Einlegen einer Abfallbeutelrolle 115 in
eine Abfallbeutelvorrichtung 910 gemäß der elften Ausführungsform aus
Fig. 32 bei der Variante, bei der die Abfallbeutelrolle 115 durch den
ersten Längsschlitz 910e in die Abfallbeutelkammer 910a eingebracht
wird. Zunächst wird das Bodenteil 910b am Boden des Abfallbehälters
301 fixiert; Fig. 33a. Danach kann außerhalb des Abfallbehälters 301
die Abfallbeutelkammer 910a mit einer Abfallbeutelrolle 115 bestückt
werden; Fig. 33b. Sodann wird die Abfallbeutelkammer 910a auf dem
Bodenteil 910b fixiert; Fig. 33c. Schließlich kann ein Abfallbeutel aus
der Abfallbeutelvorrichtung 910 herausgezogen und über den Rand des
Abfallbehälters 301 gestülpt werden; Fig. 33d. Bei einer vorteilhaften
Weiterbildung kann die Abfallbeutelkammer 910a mittels einer kom
pakteren Halterungsvorrichtung (nicht dargestellt) am Bodenteil 910
fixiert sein, da es vorkommen kann, daß der im Abfallbeutel 110 ange
sammelte Abfall durch sein Eigengewicht die Klammerfedern 910c
beschädigt oder wenn das Einsetzen der Abfallbeutelkammer unterblie
ben.
Fig. 34 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Abfallbeutelvorrichtung
1010 gemäß einer zwölften Ausführungsform. Eine Abfallbeutelkammer
1010a ist mittels einer Befestigungsvorrichtung (nicht dargestellt) rever
sibel fixierbar. Die Abfallbeutelkammer 1010a ist im wesentlichen zylin
derförmig ausgeführt und weist im Mantelbereich einen Längsspalt
1010c auf, der durch zwei Mantelschalen 1003a, 1003b gebildet wird
und der über eine doppelseitigen Wippvorrichtung mit je einer in Längs
richtung der Mantelbereiche 1003a, 1003b verlaufenden Wippenachse
1005a, 1005b durch Ausüben eines ausreichenden, nach innen gerichte
ten Betätigungsdruckes auf die dem Längsspalt 1010c abgewandten
Bereich des Mantelbereiches unterhalb der Wippenachse 1005a, 1005b
ausreichend breit geöffnet werden kann, um einen Abfallbeutelschlauch
110 hindurchführen zu können. Eine bevorzugte Weiterbildung beinhaltet
eine Federvorrichtung 1007a, 1007b die unterhalb der Wippenachse
1005a, 1005b eine nach außen gerichtete Rückstellkraft auf die Mantel
bereiche 1003a, 1003b ausüben und somit die Breite des Längsspaltes
1010c zu minimieren trachten.
Anstelle der in Fig. 34 dargestellten symmetrischen Konstruktion, bei
der beide Mantelbereiche 1003a, 1003b über die Wippenachsen 1005a
bzw. 1005b schwenkbar sind, kann alternativ auch ein Aufbau gewählt
werden, bei dem nur ein Mantelbereich schwenkbar ausgestaltet ist.
Bevorzugterweise sind die Kanten des Längsspaltes 1010c abgerundet
und/oder mit drehbaren Walzen und/oder drehbaren Rollen versehen,
welche auch mit einer Feder in Richtung auf die Abfallbeutelschlauch
bahn vorgespannt sein können.
Zum Schutz gegen eindringende Flüssigkeit kann der Längsschlitz 1010c
beispielsweise durch eine Abdeckung, die insbesondere an einem Man
telbereich befestigt ist, abgedeckt sein.
Die Abfallbeutelkammer 1010a ist bevorzugterweise ganz oder teilweise
aus einem transparenten Material gefertigt, um eine visuelle Verbrauchs
kontrolle der Abfallbeutelrolle 115 zu ermöglichen.
Fig. 35 zeigt in den Teilfiguren 35a bis 35c in perspektivischer Ansicht
aufeinanderfolge Phasen beim Einlegen einer Abfallbeutelrolle in eine
Abfallbeutelvorrichtung gemäß der zwölften Ausführungsform aus Fig.
34. Wie in Fig. 35a gezeigt, weist die Abfallbeutelkammer 1010a nach
Art einer Wippe über jeweils ein Wippscharnier 1010e nach außen
schwenkbare Mantelwände 1010d auf. Aus Fig. 35b ist ersichtlich, daß
der Bodenteil 1010b auf seiner Oberseite eine Anzahl starrer Halteanker
1010f aufweist, die mit zugehörigen Ausnehmungen 1010f' außen in der
Unterkante der schwenkbaren Mantelwände verrasten können, wobei
beim Schließen des Längsspaltes 1010c die Halteanker von außen in die
Ausnehmungen 1010f' der sich nach außen Bewegenden unteren Berei
che der schwenkbaren Mantelwände 1010d eingreifen; Fig. 35c.
Dadurch, daß die Halteanker 1010f starr ausgebildet sind und die Rast
bewegung über die gefederte Wippeneinrichtung bewerkstelligt wird,
treten keine vorzeitigen Materialermüdungen durch wiederholte elasti
sche Materialverformungen auf, und die Abfallbeutelkammer läßt sich
einfach und auf kontrollierte Weise mittels Eindrücken der unteren
Wippenbereiche mit einer Hand abnehmen.
Fig. 36 zeigt eine perspektivische Ansicht einer in einen Abfallbehälter
301 eingesetzten Abfallbeutelvorrichtung 1010 gemäß der zwölften Aus
führungsform aus Fig. 35.
Fig. 37 zeigt in den Teilfiguren 37a bis 37c Ansichten einer Abfall
beutelvorrichtung 1110 gemäß einer dreizehnten Ausführungsform. Die
Abfallbeutelvorrichtung 1110 umfaßt eine im wesentlichen zylindrische
Abfallbeutelkammer 1110a für eine Abfallbeutelrolle 115. Die Außen
wand im Mantelbereich der Abfallbeutelkammer ist nach Art eines
Wickels aus einem flächigen Material aufgebaut, wobei die Wand in
einem vorbestimmten Bereich 1110b mindestens zwei übereinanderge
wickelte Lagen des flächigen Materials aufweist. Das Abfallbeutel
schlauchmaterial ist zwischen zwei Wickellagen des flächigen Materials
nach außen geführt. Wenn das flächige Material ausreichend elastisch ist
und so vorgeformt ist, daß die Lagen im Überlappungsbereich gegenein
andergedrückt sind, entsteht beim Herausziehen der Abfallbeutel 110
von der Abfallbeutelrolle 115 eine Reibungskraft, die ein unkontrollier
tes oder unbeabsichtigtes Herausziehen von Abfallbeuteln 110 verhin
dert. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Längs
kanten des flächigen Materials im Überlappungsbereich angeordnet und
mit längsgestreckten Verdickungen 1110c versehen. Alternativ können
auch drehbare Walzen oder Rollen (nicht dargestellt) vorgesehen sein.
Das Beladen der Abfallbeutelvorrichtung 1110 erfolgt vorzugsweise
seitlich und kann durch Einbiegen der innenliegenden Wickellage erleich
tert werden.
Eine Möglichkeit der Halterung der Abfallbeutelvorrichtung 1110 besteht
durch Vorsehen einer seitlichen Einspannung, die auch die seitlichen
Öffnungen ganz oder teilweise abdecken kann, wobei jedoch die Kraft
einleitung derart gestaltet sein muß, daß die Federwirkung des Wickels
im Überlappungsbereich nicht beeinträchtigt ist.
Bei einer weiteren Variante wird der Überlappungsbereich auf einen
bloßen Stoßbereich der Längskanten eines in Längsrichtung in ein aus
einem elastischen Material geformten Rohr (nicht dargestellt) einge
brachten Schlitzes (nicht dargestellt) reduziert. An den Längskanten ist
eine längsgerichtete Verdickung oder eine drehbare Walze/Rolle ange
ordnet, wodurch durch die damit bewirkte Aufbiegewirkung im Schlitz
bereich eine elastische Rückstellkraft erzeugt wird, die die Längskanten
des Schlitzes aneinander drückt.
Fig. 38 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Variante der Ab
fallbeutelvorrichtung 1110 gemäß der dreizehnten Ausführungsform aus
Fig. 37 in einer aus Pappmaterial gefertigten Variante, wobei die Abfall
beutelkammer 1110 gleichzeitig als Verkaufsverpackung einsetzbar ist,
d. h. es ist bei dieser Variante nicht vorgesehen, eine Abfallbeutelrolle
115 in die Abfallbeutelvorrichtung 1110 nachträglich nachzuladen. Zur
Befestigung der Abfallbeutelvorrichtung 1110 sind Klebesteifen vorgese
hen, mit denen die Abfallbeutelvorrichtung 1110 an einem Abfallbehälter
befestigt werden kann. Besonders bevorzugt sind Klebestreifen, die nach
Gebrauch eine beschädigungs- und rückstandsfreie Ablösung ermög
lichen. Nach Verbrauch der Abfallbeutelrolle 115 kann die Abfallbeutel
vorrichtung 1110 entsorgt werden. Im Auslieferungszustand ist der
Abfallbeutelschlich Abfallbeutelschlauch 110 bereits durch den Überlap
pungsbereich nach außen geführt und durch eine leicht entfernbare um
laufende Banderole 1117 oder Shrink-Wrap-Verpackung (nicht darge
stellt) gegen ein vorzeitiges unbeabsichtigtes Herausziehen des Abfall
beutelschlauches gesichert. Der Überlappungsbereich ist an beiden En
den 1119a, 1119b zumindestens in einem Randbereich durch eine gegen
seitige Fixierung beispielsweise durch Verkleben der Wickellagen gegen
ein Auseinanderfallen gesichert, dadurch ist sichergestellt, daß auch bei
einer fast aufgebrauchten Abfallbeutelrolle 115 noch eine genügende
Reibungswirkung besteht. Die in Fig. 38 als offen dargestellten Seitenöf
fnungen können durch Deckel aus Pappe, Kunststoff oder dgl. verschlos
sen sein. Vorteilhafterweise wird die Abfallbeutelkammer 1110 im Be
reich der Klebstreifen 1115 etwas abgeflacht, um eine größere Klebe
fläche zu erzielen. Anstelle der Klebebänder können andere Mittel wie
beispielsweise Klettbänder etc. Verwendung finden.
Fig. 39 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Abfallbeutelvorrichtung
1210 gemäß einer vierzehnten Ausführungsform. Dabei ist die Abfall
beutelrolle 115 in einer einstückig mit dem Abfallbehälter 301 aus
geführten Abfallbeutelklammer 1235 zu erkennen, wobei der Abfall
beutelschlauch über die Oberkante des Abfallbehälters 301 geführt ist.
Fig. 40 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Abfallbeutelvorrichtung
1310 gemäß einer fünfzehnten Ausführungsform. Dabei ist die Abfall
beutelrolle 115 in einer einstückig mit dem Abfallbehälter 301 aus
geführten Abfallbeutelklammer 1335 zu erkennen, wobei der Abfall
beutelschlauch durch einen Schlitz 1337 im unteren Bereich des Abfall
behälters 301 in dessen Inneres geführt ist.
Fig. 41 zeigt in den Teil-Fig. 41a bis 41c Querschnittansichten einer
Abfallbeutelvorrichtung 1410 gemäß einer sechzehnten Ausführungs
form. Dabei ist die Abfallbeutelrolle 11 S in einer in den unteren Bereich
des Abfallbehälters 301 eingestülpten Abfallbeutelkammer 1435 zu er
kennen, wobei der Abfallbeutelschlauch durch einen Schlitz 1337 im
unteren Bereich des Abfallbehälters 301 von außen in dessen Inneres
geführt ist. Die Abfallbeutelkammer 1435 kann an der Außenseite des
Abfallbehälters 301 durch eine schwenkbare Abdeckblende 1439 ver
schlossen werden. Durch die Ausnutzung von Volumen sowohl innerhalb
des Abfallbehälters 301 als auch außerhalb davon für die Abfallbeutel
kammer 1435 kann deren Volumen vergrößert werden, ohne das nutz
bare Abfallsammelvolumen ungebührlich zu vermindern und ohne visuel
le Unzuträglichkeiten zu erzeugen. Diese kompakte Ausgestaltung der
Abfallbeutelkammer 1435 erlaubt insbesondere den Einsatz sehr großer
Abfallbeutelrollen 115 mit einem Langzeitvorrat. Die Vorspannung der
Abfallbeutelbahn 115 wird analog zu anderen Ausführungsformen durch
die vorzugsweise mit einer Feder gespannte Abdeckblende 1439 bewirkt;
hinsichtlich Weiterbildungen wird auf vorstehenden Ausführungsformen
verwiesen. Fig. 41c und 41d zeigen eine Weiterbildung, bei der die
Abfallbeutelkammer 1435 als aus dem Abfallbehälter 301 herausnehm
bare Baugruppe ausgeführt ist, wodurch die Reinigung des Abfallbehäl
ters 301 und/oder der Abfallbeutelkammer 1435 wesentlich erleichtert
wird.
Fig. 42 zeigt in den Teilfiguren 42a bis 42f eine Querschnittansicht eines
Abfallbehälters mit einer beweglichen Abfallbeutelvorrichtung gemäß
einer siebzehnten Ausführungsform in verschiedenen Betriebszuständen.
Insbesondere bei besonders hochbordigen Abfallbehältern 301 kann es
unbequem sein, mit einem Arm in dessen Innere langen zu müssen, um
an einer Abfallbeutelvorrichtung Manipulationen ausführen zu können.
In Fig. 42 ist ein mit einer von außen bedienbaren Hubbühne 1501
versehener Abfallbehälter gezeigt. Die Hubbühne 1501 kann Bestandteil
der Abfallbeutelvorrichtung sein; in Fig. 42 ist exemplarisch die in den
Fig. 20 bis 22 gezeigte Anordnung angegeben; Es versteht sich, daß
die Hubbühne auch im Zusammenhang mit anderen erfindungsgemäßen
Konstruktionen für Abfallbeutelvorrichtungen eingesetzt werden kann.
Der in den Fig. 42a bis 42f gezeigte Ablauf gibt wieder, wie die Hub
bühne zunächst angehoben wird (Fig. 42a, 42b), um Manipulationen
verrichten zu können (Einlegen einer neuen Abfallbeutelrolle 115; Fig.
42c, 42d). Danach wird die Hubbühne 1501 wieder abgesenkt (Fig.
42e, 42f). Die Hubbühne 1501 kann für den manuellen Betrieb ausgelegt
sein und einen Hubbühnen-Handgriff 1502 aufweisen. Auch andere
Antriebe, beispielsweise mittels eines Elektromotors (nicht dargestellt),
sind möglich.
Fig. 43 zeigt in den Teilfiguren 43a bis 43f eine Querschnittansicht eines
Abfallbehälters 301 mit einer beweglichen Abfallbeutelvorrichtung ge
mäß einer, achtzehnten Ausführungsform in verschiedenen Betriebszu
ständen. Die in Fig. 43 gezeigte Anordnung weist ebenfalls ähnlich zu
der in Fig. 42 gezeigten Anordnung eine bewegbare Hubbühne 1601
auf. Im oberen Bereich ist der Abfallbehälter 301 mit einem dessen
Außenkontur umschließenden und gleitend hinauf und herunter beweg
baren Kranzeil 1650 versehen, dessen Oberkante auch zum Umschlagen
des Randes des Abfallbeutels 110 dient. Die Hubbühne 1601 ist über ein
Scherengestänge 1602 hinauf und herab bewegbar. Das Scherengestänge
1602 ist auf eine geeignete Art und Weise, beispielsweise über einen
Seilzug (nicht dargestellt) derart mit dem Kranzeil 1650 gekoppelt, daß
die Hubbühne 1601 beim Herunterfahren des Kranzteils 1650 nach oben
bewegt wird. Durch das Herunterbewegen des Kranzteils 1650 verringert
sich die effektive Bordhöhe des Abfallbehälters 301. Durch die Auf
wärtsbewegung der Hubbühne 1610 wird das Einlegen einer neuen
Abfallbeutelrolle 115 weiter erleichtert. Beim Heraufziehen des Kranz
teils 1650 wird die Hubbühne 1601 heruntergefahren und der neue Ab
fallbeutel 110 entsprechend von der Abfallbeutelrolle 115 abgewickelt
bzw. aus der Halterung gezogen.
Fig. 44 zeigt eine Querschnittansicht einer Abfallbeutelvorrichtung 1710
gemäß einer neunzehnten Ausführungsform. Es ist wichtig, daß eine
erfindungsgemäße Abfallbeutelvorrichtung stets im oder am Abfallbehäl
ter 301 ausreichend mechanisch fixiert ist. Bei der in Fig. 44 dargestell
ten Ausführungsform ist eine Abfallbeutelkammer 1712 auf einem Kam
merspannerteil 1714 angeordnet. Der Kammerspannerteil 1714 weist
zwei kolbenartige Druckstangen 1716a und 1716b auf, die zur Reibungs
erhöhung an ihren Außenenden jeweils mit einer Gummi- oder Kunst
stoffkappe 1718a bzw. 1718b versehen sein können. Die Druckstangen
1716a, 1716b sind in einem rohrartigen Gehäuse 1720 beweglich an
geordnet. Eine Spannfeder 1722 treibt die Druckstangen 1716a, 1716b
nach außen. An den Druckstangen 1716a, 1716b ist jeweils ein Bedien
griff 1724a bzw. 1724b angeordnet, die über ein Langloch oder Schlitz
(nicht dargestellt) in der Wandung des Gehäuses 1720 nach oben geführt
sind. Mittels der Bediengriffe 1724a, 1724b kann ein Bediener (nicht
dargestellt) die Druckstangen 1716a, 1716b gegen die Federkraft der.
Spannfeder 1722 vorzugsweise mit einer Hand nach Innen bewegen, um
die Vorrichtung in einen Abfallbehälter 301 einsetzen zu können, wobei
die Druckstangen 1716a, 1716b über die Kappen 1718a, 1718b durch
die Spannfeder 1722 gegen die Innenwand des Abfallbehälters 301 ge
drückt werden und so die Abfallbeuteleinrichtung 1710 darin fixieren.
Die Abfallbeutelkammer 1712 ist durch einen Klappdeckel 1719 derart
verschließbar, daß die im geschlossenen Zustand durch den Klappdeckel
spalt 1721 hindurchgeführte Abfallbeutelschlauchbahn 110 auch bei
Zugeinwirkung den Klappdeckel 1719 nicht versehentlich öffnen kann.
Um den Klappdeckel 1719 öffnen zu können, muß der Klappdeckel 1719
zunächst horizontal verschoben werden, bis das in einer Führungsaus
nehmung 1723 eingeschobene Drehscharnier 1725 vollständig aus der
Führungsausnehmung 1723 herausgezogen ist und eine Klappbewegung
des Klappdeckels 1719 ermöglicht, wobei die dem Klappdeckel 1719
abgewandte Seite des Drehscharniers durch eine geeignete Rückhalteein
richtung (nicht dargestellt) in der Führungsausnehmung 1723 gesichert
ist, so daß das Drehscharnier nicht herausfallen kann.
Es versteht sich, daß die in Fig. 44 gezeigte Spannvorrichtung für alle
Ausführungsformen einsetzbar ist, bei denen eine Abfallbeutelvorrich
tung im Inneren des Abfallbehälters 301 zu fixieren ist. Ebenso ist die
Besonderheit der in Fig. 44 gezeigten Abfallbeutelkammer nicht an das
Vorhandensein der Spannvorrichtung gebunden.
Fig. 45 zeigt in den Teil-Fig. 45a und 45b eine Querschnittansicht von
zwei Abfallbehältern 301a, 301b unterschiedlichen Durchmessers mit
einer klemmbaren Abfallbeutelvorrichtung 1710 gemäß der neunzehnten
Ausführungsform. Es ist ersichtlich, daß die Abfallbeutelvorrichtung
1710 bei geeigneter Dimensionierung der Spannfeder 1722 für eine
Spannbreite von Abfallbehältern unterschiedlichen Durchmessers ge
eignet ist. Weiterhin ist besonders in Fig. 45b erkennbar, daß Uneben
heiten wie die Bodenwölbung 301f die Fixierung nicht zu beeinträchtigen
vermögen, was bei Abfallbehältern mit unebenen Böden von Vorteil ist.
Fig. 46 zeigt eine schematisierte Draufsicht auf ein Abfallbeutel-Endlos
material 110. Herkömmliches Endlosmaterial (nicht dargestellt) neigt
beim Einsatz mit einer erfindungsgemäßen Abfallbeutelvorrichtung dazu,
daß der unterhalb eines mit Abfällen prall gefüllten Abfallbeutels nach
folgende leere Abfallbeutel trotz zum Unterteilen der Endlosware in
einzelne Beuteleinheiten vorgesehener Schweiß- oder Klebnaht und zum
Abreißen bestimmter Perforationslinie nur schwer mit einer Hand abge
trennt werden kann, da sich die üblicherweise unmittelbar unterhalb der
Schweiß- oder Klebenaht befindliche Perforationslinie sich durch die
füllungsbedingte Verformung des gefüllten Abfallbeutels zu verschlingen
pflegt. Das in Fig. 46 dargestellte Beutelmaterial 110 weist einen Ab
stand a zwischen Schweiß- oder Klebenaht 120 und der Perforationslinie
122 von mindestens 5 cm auf, zumindestens jedoch einen Abstand, der
ermöglicht, daß der nachfolgende Beutel ohne Neigung zu Verschlingun
gen der Perforation abgetrennt werden kann. Eine materialsparende
Alternative sieht seitliche Einkerbungen oder Einschnitte 122a, 122b des
Beutelmaterials 110 in Höhe der Perforationslinie 122 vor. Weiterhin
kann ein Abreißband (nicht dargestellt) in Querrichtung an der Perfora
tionslinie 122 eingearbeitet werden. Auch kann das Endlosmaterial durch
Aneinanderkleben von einzelnen Abfallbeuteln hergestellt sein, wobei
der hierfür verwendete Klebstoff derart ausgewählt ist, daß eine leichte
Ablösbarkeit sichergestellt ist. Alle genannten Merkmale können auch
kombiniert werden.
Vorteilhafterweise werden im Endbereich der Schlauchware Markierun
gen 123 angebracht, die dem Benutzer das nahende Ende der Abfall
beutelrolle visuell anzeigen. Dies ist besonders bei geschlossenen Abfall
beutelkammern, insbesondere in in den Abfallbehälter eingetauchten
Ausführungsformen nützlich. Beispielsweise signalisiert die Anzahl der
aufgedruckten Streifen die Anzahl der in der Abfallbeutelrolle noch
verbleibenden Abfallbeutel.
Fig. 47 zeigt in den Teilfiguren 47a und 47b schematisch den Vorgang
des Abtrennens eines gefüllten Abfallbeutels von der Abfallbeutel-End
losware bei Verwendung der in Fig. 46 dargestellten Endlosware 110 im
Fall einer seitlichen Einkerbung oder Einschnitt des Abfallbeutelmateri
als, wobei durch den gefüllten Abfallbeutel 110a die Einkerbungen 110'
des nachfolgenden Abfallbeutels 110b so abstehen, daß der Benutzer sie
leicht mit einer Hand greifen und abreißen kann.
Fig. 48 zeigt in den Teilfiguren 48a bis 48d eine Querschnittansicht einer
Abfallbeutelvorrichtung 1810 gemäß einer zwanzigsten Ausführungs
form. Ein Abfallbeutelkorb 1810a ist mit einer Ausnehmung 1810b zur
Aufnahme einer Abfallbeutelrolle 115 versehen. Der Abfallbeutelkorb
1810a ist über Tragestangen 1810c vertikal verschieblich unterhalb eines
tellerförmig nach unten gewölbten Deckelteils 1810d angeordnet. Der
Deckelteil 1810d weist einen Griff 1810e auf, durch den die gesamte
Abfallbeutelvorrichtung 1810 gehalten werden kann. Wenn die Abfall
beutelvorrichtung 1810 am Griff 1810e frei gehalten wird, ist der Ab
stand zwischen dem Deckelteil 1810d und dem Abfallbeutelkorb 1810a
entsprechend der vollen Länge der Tragestangen 1810c durch das Eigen
gewicht des Abfallbeutelkorbes 1810a maximal, so daß eine Abfallbeu
telrolle 115 unter dem Deckelteil 1810d hindurch in den Abfallbeutel
korb 1810a eingelegt werden kann; Fig. 48a.
Wenn die Abfallbeutelvorrichtung 1810 - wie in Fig. 48b gezeigt - in
einen Abfallbehälter (nicht dargestellt) eingetaucht und auf dessen Boden
301f abgesetzt wird, liegt der Deckelteil durch sein Eigengewicht bei
spielsweise mit einem Vorsprung 1810f derart auf der Abfallbeutelrolle
115 auf, daß beim nachziehen des Abfallbeutelschlauches 110 eine aus
reichende Reibungskraft erzeugt wird, um ein unkontrolliertes Abwickeln
zu unterbinden. Vorzugsweise ist der Deckelteil 1810d aus einem trans
parenten Material geringer Dichte gefertigt, wohingegen der Abfall
beutelkorb ein relativ hohes Eigengewicht aufweisen sollte, um ausrei
chende Standfestigkeit zu gewährleisten.
Bei einer Weiterbildung kann die Abfallbeutelvorrichtung und/oder der
Abfallbehälter mit einer Schneidevorrichtung versehen sein, die ein
Abtennen eines mit Abfall gefüllten Abfallbeutels vom nachfolgenden
Abfallbeutelschlauch auch unabhängig von vorgefertigten Solltrennstellen
ermöglicht. Vorzugsweise wird hierbei die in einer geeigneten Weise
ausgebildete Schneidevorrichtung im Bereich der Oberkante des Abfall
behälters angeordnet.
Fig. 48c zeigt den Zustand bei relativ weit verbrauchter Abfallbeutelrol
le 115. Durch die beweglichen Tragestangen 1810c ist der Deckelteil
1810d soweit nach unten gesackt, daß der Restbeutelvorrat dennoch mit
Druck beaufschlagt wird.
Da das Nachziehen des Abfallbeutelschlauches 110 nur bei herausgeho
benem Abfall geschieht, lastet das Gewicht des gefüllten Abfallbeutels
(nicht dargestellt) nicht auf dem Deckelteil 1810d. Vorteilhaft ist es,
wenn bei dieser Ausführungsform die Abfallbeutelrolle 115 auf einen
festen Kern gewickelt ist, um gegen Quetschverformungen durch die
Druckbelastung durch den Deckelteil 1810d und den darauf lastenden
Abfall resistenter zu sein.
Fig. 49 zeigt in den Teilfiguren 49a bis 49e eine Querschnittansicht einer
Abfallbeutelvorrichtung gemäß einer einundzwanzigsten Ausführungs
form. Ähnlich wie die in Fig. 48 gezeigte Ausführungsform umfaßt die
in Fig. 49 dargestellte Ausführungsform einen Abfallbeutelkorb 1810a,
der vertikal beweglich hängend unter einem tellerförmigen Deckelteil
1810d angeordnet ist. Abweichend zu der in Fig. 48 dargestellten Aus
führungsform stützt sich der Deckelteil 1810d durch seinen herunterge
zogenen Rand 1810g statt auf der Abfallbeutelrolle 115 direkt auf dem
Boden 301f des Abfallbehälters (nicht dargestellt). Die erforderliche
Vorspannung des Abfallbeutelschlauchmaterials wird durch eine mit
einer Federvorrichtung 1810i vorgespannte Anpreßleiste 1810k erzeugt,
die das Bahnmaterial von unten gegen die Unterseite des Deckelteils
1810d drückt.
Fig. 49b zeigt die Abfallbeutelvorrichtung 1810 im hochgehobenen
Zustand während des Einlegens einer Abfallbeutelrolle 115.
Fig. 49c zeigt die Abfallbeutelvorrichtung 1810 im abgesenkten Zustand
mit eingelegter Abfallbeutelrolle 115.
Fig. 49d und 49e zeigen eine schematisierte Draufsicht von oben auf
den Deckelteil, wobei Fig. 49d den zustand beim Einlegen der Abfall
beutelrolle 115 zeigt, wohingegen Fig. 49e den Zustand bei eingelegter
Abfallbeutelrolle 115 zeigt. Die Kante 1810l des Deckelteils 1810d im
Bereich des Austrittes der Abfallbeutelbahn 110 ist beispielsweise mit
einer Verdickung und/oder einer drehbaren Walze oder Rolle versehen
und überdies gerade verlaufend, um ein leichtes Herausziehen der Ab
fallbeutel sicherzustellen.
Die Merkmale der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen können
- soweit erforderlich - miteinander kombiniert werden.
Die Erfindung umfaßt sowohl eine separate Abfallbeutelvorrichtung als
auch einen Abfallbehälter mit einer Abfallbeutelvorrichtung sowie einen
für eine Abfallbeutelvorrichtung hergerichteten Abfallbehälter mit oder
ohne dafür hergerichtete Abfallbeutel, Abfallbeutelrollen oder -Bahnen.
Alle in den dargestellten Ausführungsformen beschriebenen Abfallbeutel
vorrichtungen oder deren Teile sind auch in einer in einen Abfallbehälter
integrierten Form offenbart.
Claims (13)
1. Abfallbeutelvorrichtung zum Anordnen von als schlauchartige End
losware vorgefertigten und von der Endlosware an vorbestimmten
Stellen abtrennbaren Abfallbeuteln an einem oder in einen Abfall
behälter,
- a) mit einer Einrichtung zur Halterung der als schlauchartige Endlosware vorgefertigten und von der Endlosware an den vorbestimmten Stellen abtrennbaren Abfallbeutel,
- b) wobei die durch die Halterungseinrichtung gehalterte Endlos ware durch Zugeinwirkung in Richtung auf die Oberkante des Abfallbehälters bewegt und der Abfallbeutelrand über die Ober kante des Abfallbehälters gestülpt werden kann, und
- c) wobei beim Herausziehen eines ersten Abfallbeutels aus dem Abfallbehälter mindestens ein zweiter Abfallbeutel nachgezogen wird.
2. Abfallbeutelvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine Rollenhalterungseinrichtung zur Halterung der als rollenförmig
aufgewickelte schlauchartige Endlosware vorgefertigten Abfall
beutel.
3. Abfallbeutelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet
durch eine Abfallbeutelrollenkammer zur Aufnahme einer Abfall
beutelrolle.
4. Abfallbeutelvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abfallbeutelrollenkammer lose in den Abfallbehälter einge
legt ist.
5. Abfallbeutelvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abfallbeutelrollenkammer mit dem Abfallbehälter verbunden
ist.
6. Abfallbeutelvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine Pakethalterungseinrichtung zur Halterung der als leoporelloartig
gefalteten schlauchartige Endlosware vorgefertigten Abfallbeutel.
7. Abfallbeutelvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungseinrichtung zum Einfüh
ren in das Innere eines Abfallbehälters eingerichtet ist.
8. Abfallbeutelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halterungseinrichtung zum Anbringen an
der Außenseite eines Abfallbehälters eingerichtet ist.
9. Abfallbehälter, gekennzeichnet durch eine Abfallbeutelvorrichtung
nach einem der vorstehenden Ansprüche.
10. Als schlauchartige Endlosware vorgefertigte und von der Endlos
ware an vorbestimmten Stellen abtrennbare Abfallbeutel,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein auf einen gefüllten ersten Abfallbeutel unmittelbar folgender
zweiter Abfallbeutel mit einer Hand an der vorbestimmten Stelle
von dem ersten Abfallbeutel abtrennbar ist, während mit der ande
ren Hand der erste Abfallbeutel gehalten wird.
11. Abfallbeutel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß an den
vorbestimmten Stellen seitliche Einschnitte oder Einkerbungen an
geordnet sind.
12. Abfallsammelsystem, mit
- a) einer Abfallbeutelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, und
- b) einem Abfallbeutel nach einem der Ansprüche 10 oder 11.
13. Abfallsammelsystem, mit
- a) einem Abfallbehälter nach Anspruch 9 und
- b) einem Abfallbeutel nach einem der Ansprüche 10 oder 11.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1999135431 DE19935431A1 (de) | 1999-08-01 | 1999-08-01 | Abfallbeutelvorrichtung |
| AU69894/00A AU6989400A (en) | 1999-08-01 | 2000-07-31 | Bin bag device |
| PCT/EP2000/007390 WO2001008985A2 (de) | 1999-08-01 | 2000-07-31 | Abfallbeutelvorrichtung |
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Publications (1)
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|---|---|
| DE19935431A1 true DE19935431A1 (de) | 2001-02-22 |
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| EP (1) | EP1250262A2 (de) |
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