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DE19934254A1 - Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion mit neuer Verpackung und Verpackung für Wasch- oder Reinigungsmittel - Google Patents

Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion mit neuer Verpackung und Verpackung für Wasch- oder Reinigungsmittel

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Publication number
DE19934254A1
DE19934254A1 DE1999134254 DE19934254A DE19934254A1 DE 19934254 A1 DE19934254 A1 DE 19934254A1 DE 1999134254 DE1999134254 DE 1999134254 DE 19934254 A DE19934254 A DE 19934254A DE 19934254 A1 DE19934254 A1 DE 19934254A1
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DE
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detergent
water
polymer material
washing
soluble polymer
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DE1999134254
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Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion, insbesondere zur Beschickung einer Wasch- oder Geschirrspülmaschine für einen in einer wäßrigen Phase stattfindenden Programmablauf, enthaltend wenigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung und wenigstens ein die abgemessene(n) Menge(n) wenigstens einer waschaktiven Zubereitung umfassendes wasserlösliches Polymer-Material, wobei eine oder mehrere Komponente(n) wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthalten sind und/oder wobei eine oder mehrere Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen enthalten sind. Die Erfindung betrifft auch eine Umfassung für eine derartige Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion sowie ein Wasch- bzw. Reinigungsverfahren.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion mit einer neuen Verpackung, insbesondere mit einer wasserlöslichen Verpac­ kung, weiter besonders mit einer bei einer bestimmten Temperatur wasserlösli­ chen Verpackung, die jedoch mit den Inhaltsstoffen der Wasch- oder Reini­ gungsportion keine nachteilige Wechselwirkung eingeht. Die Erfindung betrifft weiter eine neue Verpackung für Wasch- oder Reinigungsmittel mit gegenüber dem Stand der Technik verbesserten Eigenschaften.
Wasch- und Reinigungsmittel sowie Verfahren zu ihrer Herstellung sind seit langem bekannt und sind im Stand der Technik umfangreich beschrieben. Übli­ cherweise werden Wasch- oder Reinigungsmittel dem Verbraucher in Form sprühgetrockneter oder granulierter fester Produkte bzw. als flüssige Ware zur Verfügung gestellt. Dem Wunsch des Verbrauchers nach Möglichkeiten einer bequemen Dosierung folgend, haben sich neben den beiden genannten klassi­ schen Varianten Produkte in vorportionierter Form am Markt etabliert und sind im Stand der Technik ebenfalls beschrieben. Es finden sich Beschreibungen von Wasch- oder Reinigungsmitteln in Form verpreßter Formkörper, also Ta­ bletten, Blöcke, Briketts, Ringe und dergleichen sowie von in Beuteln verpack­ ten Portionen fester und/oder flüssiger Wasch- oder Reinigungsmittel.
Im Fall der Einzeldosis-Mengen von Wasch- oder Reinigungsmitteln, die in Beuteln verpackt in den Markt gelangen, haben sich Beutel aus wasserlöslicher Folie durchgesetzt. Diese machen ein Aufreißen der Verpackung durch den Verbraucher unnötig. Auf diese Weise ist ein bequemes Dosieren einer einzel­ nen, für einen Wasch- oder Reinigungsgang bemessenen Portion durch Einle­ gen des Beutels direkt in die Waschmaschine oder Geschirrspülmaschine, spe­ ziell in deren Einspülkammer oder durch Einwerfen des Beutels in eine be­ stimmte Menge Wasser, beispielsweise in einem Eimer, einer Schüssel oder im Handwasch- bzw. -spülbecken, möglich. Der die Wasch- oder Reinigungsmit­ tel-Portion umgebende Beutel löst sich bei Erreichen einer bestimmten Tempe­ ratur rückstandsfrei auf. Auch in Beuteln aus wasserlöslicher Folie verpackte Wasch- und Reinigungsmittel sind im Stand der Technik in großer Zahl be­ schrieben.
So offenbart die ältere Patentanmeldung DE 198 31 703 eine portionierte Wasch- oder Reinigungsmittel-Zubereitung in einem Beutel aus wasserlöslicher Folie, insbesondere einem Beutel aus (gegebenenfalls acetalisiertem) Po­ lyvinylalkohol (PVAL), worin mindestens 70 Gew.-% der Teilchen der Wasch- oder Reinigungsmittel-Zubereitung Teilchengrößen < 800 µm aufweisen.
Der Wassergehalt wie auch der Gehalt anderer im Folienmaterial enthaltener Komponenten setzt sich mit dem Gehalt der umgebenden Luft an Wasser (Luftfeuchtigkeit) und gegebenenfalls anderen Verbindungen ins Gleichgewicht. Gleiches geschieht auch zwischen Folie und dem Beutelinneren. Mit anderen Worten kommt es im Lauf der Zeit zur Einstellung eines Phasengleichgewichts.
Feuchtigkeit Umgebung ≷ Wassergehalt Folie ≷ Feuchtigkeit Beutelinneres.
Für das verpackte Produkt ist diese Situation nahezu gleichwertig mit einer of­ fenen Lagerung des Produktes an der Umgebungsluft.
Speziell im Zusammenhang mit der Feuchtigkeit bzw. dem Wassergehalt der Folie bringt diese Situation Probleme mit sich und ist ganz besonders im Fall der Verwendung von Percarbonaten als Bleichmittel in der Wasch- oder Reini­ gungsformulierung unerwünscht. Percarbonate sind in Gegenwart von Feuch­ tigkeit auf die Dauer nicht stabil, und durch Wasseraufnahme sinkt die Aktivität dieser Komponente merklich. Unter Bedingungen einer gewissen Feuchte sind also Percarbonat als Bleichmittel enthaltende Wasch- oder Reinigungsmittel- Zubereitungen nicht lagerstabil. Die alternativ verwendbaren Perborate sind zwar gegen Feuchtigkeit weniger empfindlich als Percarbonate, sind jedoch wegen einer Veresterung mit dem Polyvinalalkohol der Folien nicht einsetzbar.
Ein bekannter Lösungsansatz besteht darin, das wasserlösliche Folienmaterial mit einer weiteren, beispielsweise einer dampfsperrenden Schicht zu be­ schichten, die zu einer begrenzten Wasserdampf-Durchlässigkeit der Verpac­ kung führt. Beispielsweise können dampfsperrende Schichten verwendet wer­ den, um Percarbonat vor Feuchtigkeit zu schützen. In einem anderen Beispiel kann durch eine zusätzliche Schicht auf der Innenseite der Verpackung eine mechanische und chemische Trennung des die Umverpackung bildenden Po­ lyvinylalkohols (PVAL) von dem Ester mit PVAL bildenden Perborat erreicht und damit die Verpackung stabilisiert werden.
So beschreibt die Druckschrift WO 98/40464 (Unilever N. V.) Kombinationen aus wenigstens einer Tablette einer verpreßten teilchenförmigen Wasch- oder Rei­ nigungsmittel-Zubereitung mit einem diese umfassenden geschlossenen Ver­ packungssystem, das eine Wasserdampf-Durchlaßrate von weniger als 20 g/m2 pro Tag aufweist, idealerweise von 5 g/m2 pro Tag. Mit diesem Verpackungssy­ stem soll eine Verbesserung der physikalischen Eigenschaften der verpackten Preßtablette bei der Lagerung und eine verbesserte Lösungskinetik der Tablette bei Kontakt mit Wasser erreicht werden.
Die Druckschrift EP-A 0 899 208 (The Procter & Gamble Company) beschreibt Kombinationen aus Wasch- oder Reinigungsmittel-Zubereitungen in Form eines Stapels von Tabletten, die ein in feuchter Umgebung nicht stabiles Bleichmittel enthalten, und einer diese umfassenden, nicht wasserlöslichen Verpackung mit einer Wasserdampf-Durchlaßrate von weniger als 20 g/m2 pro Tag, idealerwei­ se von 0,5 g/m2 pro Tag. Die Verpackung besteht beispielsweise aus Mo­ noschichten oder coextrudierten oder laminierten Filmen aus Polyethylen, Poly­ propylen, Polystyrol und/oder Polyethylenterephthalat.
Ein deutlicher Nachteil dieser im Stand der Technik beschriebenen Lösungen besteht darin, daß die Herstellung eines aus mehreren (beispielsweise zwei) Schichten bestehenden Folienmaterials aufwendig ist und den Preis der Pro­ dukte nicht unerheblich erhöht. Zum anderen wird regelmäßig die vollständige Wasserlöslichkeit der Verpackung zugunsten der Wasserdampf-Undurchlässig­ keit aufgegeben, was wegen anfallender Verpackungsrückstände beim Wasch- oder Reinigungsvorgang ebenfalls unerwünscht ist.
Alternativ zu den vorstehend beschriebenen Vorschlägen des Standes der Technik ist für feuchtigkeitsempfindliche und/oder hygroskopische Produkte die Verwendung einer äußeren dampfsperrenden Umverpackung naheliegend. Damit ist dann zwar das Produkt gegen Wasser- oder Feuchtigkeitszutritt opti­ mal geschützt; in dem Gebinde stellt sich jedoch eine im Vergleich zur norma­ len Luftfeuchtigkeit sehr geringe Gleichgewichts-Feuchte ein. Diese wird von der verpackten Wasch- oder Reinigungsmittel-Zubereitung bestimmt. Dem wasserlöslichen Folienmaterial wird das Wasser fast vollständig entzogen. Da­ durch wird es spröde und mechanisch empfindlich. Die Wasch- oder Reini­ gungsmittel-Portionen umfassende Beutel können dann selbst bei vorsichtiger Handhabung durch den Verbraucher reißen, und der Inhalt ergießt sich dann in die dampfsperrende Umverpackung. Dadurch werden die Vorteile einer für den direkten Gebrauch in einer Wasch- oder Spülmaschine abgepackten Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion in einer wasserlöslichen Folie aufgehoben.
Überraschend wurde nun gefunden, daß entweder dann, wenn man Wasch- oder Reinigungsmittel-Inhaltsstoffe, die auch in dem zu umfassenden Wasch- oder Reinigungsmittel enthalten sind, in die wasserlöslichen Folien einarbeitet, oder dann, wenn man wasch- oder reinigungsmittelverträgliche Weichmacher, die auch in der wasserlöslichen Folie enthalten sind, in die Wasch- oder Reini­ gungsmittel kompoundiert, sowohl ideale Verpackungsmaterialien für Wasch- oder Reinigungsmittel als auch praxisgerechte und bequem dosierbare Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen erhalten werden können, die von den ge­ nannten Verpackungsmaterialien umfaßt werden.
Die Erfindung betrifft eine Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion, insbesondere zur Beschickung einer Wasch- oder Geschirrspülmaschine für einen in einer wäßrigen Phase stattfindenden Programmlauf, die wenigstens eine abgemes­ sene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung und wenigstens ein die abgemessene(n) Menge(n) wenigstens einer waschaktiven Zubereitung umfassendes wasserlösliches Polymer-Material enthält, wobei eine oder mehre­ re Komponente(n) wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthalten sind.
Die Erfindung betrifft in gleicher Weise eine Wasch- oder Reinigungsmittel- Portion, insbesondere zur Beschickung einer Wasch- oder Geschirrspülmaschi­ ne für einen in einer wäßrigen Phase stattfindenden Programmlauf, die wenig­ stens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung und wenigstens ein die abgemessene(n) Menge(n) wenigstens einer waschak­ tiven Zubereitung umfassendes wasserlösliches Polymer-Material enthält, wo­ bei eine oder mehrere Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen enthalten sind.
Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine Umfassung wenigstens einer abge­ messenen Menge einer waschaktiven Zubereitung einer insbesondere zur Be­ schickung einer Wasch- oder Geschirrspülmaschine geeigneten Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion in Form eines wasserlöslichen Polymer-Materials, wo­ bei eine oder mehrere Komponente(n) wenigstens einer der waschaktiven Zu­ bereitungen auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthalten sind.
In gleicher Weise betrifft die Erfindung eine Umfassung wenigstens einer ab­ gemessenen Menge einer waschaktiven Zubereitung einer insbesondere zur Beschickung einer Wasch- oder Geschirrspülmaschine geeigneten Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion in Form eines wasserlöslichen Polymer- Materials, wobei eine oder mehrere Komponente(n) des wasserlöslichen Poly­ mer-Materials auch in wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen ent­ halten sind.
Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zur Herstellung einer insbesondere zur Beschickung einer Wasch- oder Geschirrspülmaschine für einen in einer wäßrigen Phase stattfindenden Programmlauf geeigneten, wenigstens eine ab­ gemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung und wenigstens ein die abgemessene(n) Menge(n) wenigstens einer waschaktiven Zubereitung umfassendes wasserlösliches Polymer-Material enthaltenden Wasch- oder Rei­ nigungsmittel-Portion, das gekennzeichnet ist durch die Schritte, daß man
  • - wenigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung bereitstellt;
  • - wenigstens ein wasserlösliches Polymer-Material bereitstellt, wobei we­ nigstens ein wasserlösliches Polymer-Material eine oder mehrere Kom­ ponenten wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen enthält;
    und/oder
  • - wenigstens ein wasserlösliches Polymer-Material bereitstellt, wobei we­ nigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zu­ bereitung eine oder mehrere Komponente(n) des wasserlöslichen Poly­ mer-Materials enthält; und
  • - wenigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung mit dem wenigstens einen wasserlöslichen Polymer-Material umfaßt.
Weiter betrifft die Erfindung ein Wasch- oder ein Reinigungsverfahren, in dem man
  • - eine Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion entsprechend der obigen De­ finition in einer Wasch- oder Geschirrspülmaschine plaziert;
  • - durch Wasserzugabe und Einstellen der Temperatur auf einen ersten Temperaturwert, bei dem sich zumindest ein eine abgemessene Menge einer waschaktiven Zubereitung der Wasch- oder Reinigungsmittel- Portion umfassendes wasserlösliches Polymer-Material löst, wenigstens eine waschaktive Zubereitung in die Flotte freisetzt; und gegebenenfalls
  • - durch weitere Wasserzugabe(n) und Einstellen der Temperatur auf einen oder mehrere weitere(n) Temperaturwert(e), der/die über dem ersten Temperaturwert und gegebenenfalls über weiteren früheren Tempera­ turwerten liegt/liegen, eine oder mehrere weitere waschaktive Zuberei­ tungen in die Wasch- oder Reinigungsflotte freisetzt.
Unter dem Begriff "Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion" wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine für einen in einer wäßrigen Phase stattfinden Wasch- oder Reinigungsvorgang ausreichende Menge eines Waschmittels oder Reinigungsmittels verstanden. Dies kann beispielsweise ein maschineller Wasch- oder Reinigungsvorgang sein, wie er mit handelsüblichen Waschma­ schinen oder Geschirrspülmaschinen durchgeführt wird. Erfindungsgemäß wird unter diesem Begriff jedoch auch ein (beispielsweise im Handwaschbecken oder in einer Schüssel durchgeführter) Handwasch-Gang oder von Hand durchgeführter Geschirrspülgang oder ein sonstiger Vorgang des Waschens oder Reinigens verstanden. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen gemäß der Erfindung können beispielsweise auch zur Bodenreinigung, zur Glasreini­ gung, zur Reinigung von Armaturen, Einrichtungen, Geräten und Flächen in der Küche, zur Reinigung von Armaturen, Einrichtungen, Geräten und Flächen im Bad sowie als Handwaschmittel verwendet werden. Erfindungsgemäß bevor­ zugt werden die Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen bei maschinellen Wasch- oder Reinigungsvorgängen eingesetzt.
Unter dem Begriff "Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportion" wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine Teilmenge einer Wasch- oder Reinigungsmit­ tel-Portion verstanden, die in einer von anderen Wasch- oder Reinigungsmittel- Teilportionen getrennten Phase in räumlicher Verbindung mit anderen Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportionen derselben Wasch- oder Reinigungsmittel- Portion vorliegt und durch geeignete Maßnahmen so zubereitet ist, daß sie ge­ trennt von anderen Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportionen derselben Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion in die Flotte gegeben und gegebenen­ falls in ihr gelöst bzw. suspendiert werden kann. Dabei kann eine Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportion die gleichen Inhaltsstoffe wie eine andere Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportion derselben Wasch- oder Reinigungsmittel- Portion enthalten; alternativ können zwei Wasch- oder Reinigungsmittel- Teilportionen derselben Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion unterschiedliche Inhaltsstoffe enthalten, insbesondere unterschiedliche waschaktive Zubereitun­ gen. Die Erfindung umfaßt jedoch auch Wasch- oder Reinigungsmittel-Por­ tionen mit nur einer einheitlich zusammengesetzten Wasch- oder Reinigungs­ mittel-Teilportion, beispielsweise aus Pulvern, Partikeln oder Formkörpern.
Erfindungsgemäß enthalten die Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen ab­ gemessene Mengen waschaktiver Zubereitungen. Dabei ist es möglich, daß die Portionen nur waschaktive Zubereitungen einer bestimmten Zusammensetzung enthalten. Gemäß der Erfindung bevorzugt ist es jedoch, daß mehrere, übli­ cherweise mindestens zwei, waschaktive Zubereitungen unterschiedlicher Zu­ sammensetzung in den Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen enthalten sind. Die Zusammensetzung kann dabei hinsichtlich der Konzentration der einzelnen Komponenten der waschaktiven Zubereitung (quantitativ) und/oder hinsichtlich der Art der einzelnen Komponenten der waschaktiven Zubereitung (qualitativ) unterschiedlich sein. Besonders bevorzugt ist, daß die Komponenten hinsicht­ lich Art und Konzentration an die Aufgaben angepaßt sind, die die Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportionen im Wasch- oder Reinigungsvorgang zu erfüllen haben. Die Teilportionen sind im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfin­ dung bevorzugt die von verschiedenen wasserlöslichen Materialien umfaßten ersten, zweiten und gegebenenfalls dritten oder sogar höheren (vierten, fünften usw.) abgemessenen Mengen einer oder mehrerer waschaktiver Zuberei­ tung(en), die zu einer Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion gemäß der Erfin­ dung kombiniert sind.
Unter dem Begriff "waschaktive Zubereitung" werden im Rahmen der vorliegen­ den Erfindung Zubereitungen aller denkbaren, im Zusammenhang mit einem Wasch- oder Reinigungsvorgang relevanten Substanzen verstanden. Dies sind in erster Linie die eigentlichen Waschmittel oder Reinigungsmittel mit ihren im weiteren Verlauf der Beschreibung näher erläuterten Einzelkomponenten. Dar­ unter fallen Aktivstoffe wie Tenside (anionische, nicht-ionische, kationische und amphotere Tenside), Buildersubstanzen (anorganische und organische Builder­ substanzen), Bleichmittel (wie beispielsweise Peroxo-Bleichmittel und Chlor- Bleichmittel), Bleichaktivatoren, Bleichstabilisatoren, Bleichkatalysatoren, En­ zyme, spezielle Polymere, Farbstoffe und Duftstoffe (Parfums), ohne daß der Begriff auf diese Substanzgruppen beschränkt ist.
Es werden unter dem Begriff "waschaktive Zubereitungen" jedoch auch Wasch­ hilfsmittel und Reinigungshilfsmittel verstanden. Auch Wäsche-Behand­ lungsmittel wie Weichspüler bzw. Geschirrspülmittel-Zusätze wie Klarspüler werden erfindungsgemäß als waschaktive Zubereitungen betrachtet.
Erfindungsgemäß enthält die Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion wenigstens ein die abgemessene(n) Menge(n) wenigstens einer waschaktiven Zubereitung umfassendes wasserlösliches Polymer-Material. Bevorzugterweise ist ein sol­ ches Polymer-Material eine wenigstens eine waschaktive Zubereitung umfas­ sende Verpackung. Darunter wird ein flächig oder raumförmiges Gebilde ver­ standen, das wenigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer wasch­ aktiven Zubereitung vollständig umgibt und so eine Wasch- oder Reinigungs­ mittel-Teilportion bildet, die regelmäßig (aber nicht zwingend) in enger räumli­ cher Nähe zu einer anderen, gegebenenfalls auch von einer wasserlöslichen Verpackung umfaßten, jedenfalls jedoch abgemessenen Menge einer weiteren waschaktiven Zubereitung in Form einer Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion angeordnet ist. Die exakte Form einer derartigen Verpackung ist nicht kritisch und kann den Gebrauchsgegebenheiten weitgehend angepaßt werden. Es kommen beispielsweise zu verschiedenen Formen (wie beispielsweise Schläu­ chen, Kissen, Zylindern, Flaschen, Scheiben o. ä.) gearbeitete bzw. verarbei­ tete Kunststoff-Folien oder -Platten, Kapseln oder andere denkbare Formen in Frage. Erfindungsgemäß bevorzugt sind Folien, die beispielsweise zu Verpac­ kungen wie Schläuchen, Kissen o. ä. verklebt und/oder versiegelt werden kön­ nen, nachdem sie mit Teilportionen der erfindungsgemäßen Wasch- oder Rei­ nigungsmittel-Portion befüllt wurden.
Weiter bevorzugt sind erfindungsgemäß aufgrund der ausgezeichnet den ge­ wünschten physikalischen Bedingungen anpaßbaren Eigenschaften Kunststoff- Folienverpackungen aus wasserlöslichen Folien. Derartige Folien sind prinzipi­ ell aus dem Stand der Technik bekannt. Deren Materialien können besonders bevorzugt den Gruppen (acetalisierter) Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Polyethylenoxid, Gelatine, Stärke, Cellulose und deren Derivate und Mischun­ gen der genannten Materialien zugehören.
Polyvinylalkohole (abgekürzt PVAL) sind Polymere der allgemeinen Struktur
[-CH2-CH(OH)-]n
die in geringen Mengen auch Struktureinheiten des Typs
[-CH2-CH(OH)-CH(OH)-CH2-]
enthalten. Da das entsprechend Monomer (Vinylalkohol) in freier Form nicht beständig ist, werden Polyvinylalkohole über polymeranaloge Reaktionen durch Hydrolyse, technisch insbesondere durch alkalisch katalysierte Umesterung von Polyvinylacetaten mit Alkoholen, vorzugsweise mit Methanol, erhalten. Durch diese technischen Verfahren sind auch PVAL zugänglich, die einen vorbe­ stimmten Restanteil an Acetat-Gruppen enthalten ("acetalisierter PVAL").
Handelsübliche PVAL (z. B. Mowiol®-Typen der Firma Hoechst) kommen als weiß-gelbliche Pulver oder Granulate mit Polymerisationsgraden im Bereich von ca. 500 bis 2500 (entsprechend Molmassen von ca. 20.000 bis 100.000 g/mol) in den Handel und haben unterschiedliche Hydrolysegrade von 98 bis 99 bzw. 87 bis 89 Mol%. Sie sind also teilverseifte Polyvinylacetate mit einem Restge­ halt an Acetyl-Gruppen von ca. 1 bis 2 bzw. 11 bis 13 Mol-%.
Die Wasserlöslichkeit von PVAL kann man durch Nachbehandlung mit Aldehy­ den (Acetalisierung), durch Komplexierung mit Ni- oder Cu-Salzen oder durch Behandlung mit Dichromaten, Borsäure, Borax verringern und so gezielt auf gewünschte Werte einstellen. Folien aus PVAL sind weitgehend undurchdring­ lich für Gase wie Sauerstoff, Stickstoff, Helium, Wasserstoff, Kohlendioxid, las­ sen jedoch Wasserdampf hindurchtreten.
Beispiele geeigneter wasserlöslicher PVAL-Folien sind die unter Bezeichnung "SOLUBLON®" von der Firma Syntana Handelsgesellschaft E. Harke GmbH & Co. erhältlichen PVAL-Folien. Deren Löslichkeit in Wasser läßt sich Grad-genau einstellen, und es sind Folien dieser Produktreihe erhältlich, die in allen für die Anwendung relevanten Temperaturbereichen in wäßriger Phase löslich sind.
Polyvinylpyrrolidone, kurz als PVP bezeichnet, lassen sich durch die folgende allgemeine Formel beschreiben:
PVP werden durch radikalische Polymerisation von 1-Vinylpyrrolidon herge­ stellt. Handelsübliche PVP haben Molmassen im Bereich von ca. 2500 bis 750.000 g/mol und werden als weiße, hygroskopische Pulver oder als wäßrige Lösungen angeboten.
Polyethylenoxide, kurz PEOX, sind Polyalkylenglykole der allgemeinen Formel
H-[O-CH2-CH2]n-OH
die technisch durch basisch katalysierte Polyaddition von Ethylenoxid (Oxiran) in meist geringe Mengen Wasser enthaltenden Systemen mit Ethylenglykol als Startmolekül hergestellt werden. Sie haben Molmassen im Bereich von ca. 200 bis 5.000.000 g/mol, entsprechend Polymerisationsgraden n von ca. 5 bis < 100.000. Polyethylenoxide besitzen eine äußerst niedrige Konzentration an reaktiven Hydroxy-Endgruppen und zeigen nur noch schwache Glykol Eigenschaften.
Gelatine ist ein Polypeptid (Molmasse: ca. 15.000 bis < 250.000 g/mol), das vor­ nehmlich durch Hydrolyse des in Haut und Knochen von Tieren enthaltenen Kollagens unter sauren oder alkalischen Bedingungen gewonnen wird. Die Aminosäuren-Zusammensetzung der Gelatine entspricht weitgehend der des Kollagens, aus dem sie gewonnen wurde, und variiert in Abhängigkeit von des­ sen Provenienz. Die Verwendung von Gelatine als wasserlösliches Hüllmaterial ist insbesondere in der Pharmazie in Form von Hart- oder Weichgelatinekap­ seIn äußerst weit verbreitet. In Form von Folien findet Gelatine wegen ihres im Vergleich zu den vorstehend genannten Polymeren hohen Preises nur geringe Verwendung.
Bevorzugt sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Wasch- und Rei­ nigungsmittel-Portionen, deren Verpackung aus wasserlöslicher Folie aus min­ destens einem Polymer aus der Gruppe Stärke und Stärkederivate, Cellulose und Cellulosederivate, insbesondere Methylcellulose und Mischungen hieraus besteht.
Stärke ist ein Homoglykan, wobei die Glucose-Einheiten α-glykosidisch ver­ knüpft sind. Stärke ist aus zwei Komponenten unterschiedlichen Molekularge­ wichts aufgebaut: aus ca. 20 bis 30% geradkettiger Amylose (MG. ca. 50.000 bis 150.000) und 70 bis 80% verzweigtkettigem Amylopektin (MG. ca. 300.000 bis 2.000.000). Daneben sind noch geringe Mengen Lipide, Phosphorsäure und Kationen enthalten. Während die Amylose infolge der Bindung in 1,4-Stellung lange, schraubenförmige, verschlungene Ketten mit etwa 300 bis 1200 Gluco­ se-Molekülen bildet, verzweigt sich die Kette beim Amylopektin nach durch­ schnittlich 25 Glucose-Bausteinen durch 1,6-Bindung zu einem astähnlichen Gebilde mit etwa 1.500 bis 12.000 Molekülen Glucose. Neben reiner Stärke sind zur Herstellung wasserlöslicher Umfassungen der Wasch- und Reini­ gungsmittel-Portionen im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Stärke- Derivate, die durch polymeranaloge Reaktionen aus Stärke erhältlich sind. Sol­ che chemisch modifizierten Stärken umfassen dabei beispielsweise Produkte aus Veresterungen bzw. Veretherungen, in denen Hydroxy-Wasserstoffatome substituiert wurden. Aber auch Stärken, in denen die Hydroxy-Gruppen gegen funktionelle Gruppen, die nicht über ein Sauerstoffatom gebunden sind, ersetzt wurden, lassen sich als Stärke-Derivate einsetzen. In die Gruppe der Stärke- Derivate fallen beispielsweise Alkalistärken, Carboxymethylstärke (CMS), Stär­ keester und -ether sowie Aminostärken.
Reine Cellulose weist die formale Bruttozusammensetzung (C6H10O5)n auf und stellt formal betrachtet ein β-1,4-Polyacetal von Cellobiose dar, die ihrerseits aus zwei Molekülen Glucose aufgebaut ist. Geeignete Cellulosen bestehen da­ bei aus ca. 500 bis 5000 Glucose-Einheiten und haben demzufolge durch­ schnittliche Molmassen von 50.000 bis 500.000. Als Desintegrationsmittel auf Cellulosebasis verwendbar sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Cellulose-Derivate, die durch polymeranaloge Reaktionen aus Cellulose erhält­ lich sind. Solche chemisch modifizierten Cellulosen umfassen dabei beispiels­ weise Produkte aus Veresterungen bzw. Veretherungen, in denen Hydroxy- Wasserstoffatome substituiert wurden. Aber auch Cellulosen, in denen die Hy­ droxy-Gruppen gegen funktionelle Gruppen, die nicht über ein Sauerstoffatom gebunden sind, ersetzt wurden, lassen sich als Cellulose-Derivate einsetzen. In die Gruppe der Cellulose-Derivate fallen beispielsweise Alkalicellulosen, Car­ boxymethylcellulose (CMC), Celluloseester und -ether sowie Aminocellulosen.
Bevorzugte Umfassungen aus wasserlöslicher Folie bestehen aus einem Poly­ mer mit einer Molmasse zwischen 5000 und 500.000 Dalton, vorzugsweise zwi­ schen 7500 und 250.000 Dalton und insbesondere zwischen 10.000 und 100.000 Dalton. Die wasserlösliche Folie, die die Umfassung bildet, weist vor­ zugsweise eine Dicke von 1 bis 150 µm, vorzugsweise von 2 bis 100 µm, be­ sonders bevorzugt von 5 bis 75 µm und insbesondere von 10 bis 50 µm, auf.
Diese wasserlöslichen Folien können nach verschiedenen Herstellverfahren hergestellt werden. Hier sind prinzipiell Blas-, Kalandrier- und Gießverfahren zu nennen. Bei einem bevorzugten Verfahren werden die Folien dabei ausgehend von einer Schmelze mit Luft über einen Blasdorn zu einem Schlauch geblasen. Bei dem Kalandrierverfahren, das ebenfalls zu den bevorzugt eingesetzten Herstellverfahren gehört, werden die durch geeignete Zusätze plastifizierten Rohstoffe zur Ausformung der Folien verdüst. Hier kann es insbesondere erfor­ derlich sein, an die Verdüsungen eine Trocknung anzuschließen. Bei dem Gießverfahren, das ebenfalls zu den bevorzugten Herstellverfahren gehört, wird eine wäßrige Polymerzubereitung auf eine beheizbare Trockentrommel gege­ ben, nach dem Verdampfen des Wassers wird optional gekühlt und die Folie als Film abgezogen. Gegebenenfalls wird dieser Film vor oder während des Abzie­ hens zusätzlich abgepudert.
Das die Umfassung wenigstens einer waschaktiven Zubereitung bildende Po­ lymer-Material besteht erfindungsgemäß nicht allein aus einem der genannten Polymere oder einer mehrere Polymere umfassenden Mischung, sondern ent­ hält essentiell weitere Substanzen. Dabei sind erfindungsgemäß mindestens zwei Alternativen denkbar:
  • - eine oder mehrere Komponente(n) wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen ist/sind auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthalten; und/oder
  • - eine oder mehrere Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer- Materials ist/sind auch in wenigstens einer der waschaktiven Zubereitun­ gen enthalten.
Erfindungsgemäß ist es möglich, daß entweder einer der beiden Zustände al­ ternativ gegeben ist, d. h. daß entweder eine oder mehrere Komponente(n) we­ nigstens einer der waschaktiven Zubereitungen auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthalten ist/sind oder daß alternativ eine oder mehrere Kom­ ponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen enthalten ist/sind. Es ist jedoch auch eine der be­ vorzugten Ausführungsformen, daß beide Zustände gleichzeitig gegeben sind, d. h., daß sowohl eine oder mehrere Komponente(n) wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthalten ist/sind als auch daß gleichzeitig eine oder mehrere Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in wenigstens einer der waschak­ tiven Zubereitungen enthalten ist/sind. Dabei entspricht es einer besonders be­ vorzugten Ausführungsform der Erfindung, wenn beide Alternativen gleichzeitig gegeben sind.
Erfindungsgemäß wird mit der Tatsache, daß eine oder mehrere Komponen­ te(n) wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen auch in dem wasser­ löslichen Polymer-Material enthalten ist/sind und/oder daß eine oder mehrere Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in wenigstens ei­ ner der waschaktiven Zubereitungen enthalten ist/sind, erreicht, daß von der Stufe der Herstellung an ein Phasengleichgewicht zwischen den Inhaltsstoffen einer waschaktiven Zubereitung und dem zumindest diese umfassenden was­ serlöslichen Polymer-Material eingestellt ist. Zwar findet zwischen den beiden Phasen ein kontinuierlicher Stoffaustausch statt; dieser führt jedoch nicht zu einer über die Konzentration des Phasengleichgewichts hinausgehenden Anrei­ cherung des/der jeweiligen Stoffe(s) in einer Phase und einer damit einherge­ henden Abreicherung des/der jeweiligen Stoffe(s) in einer anderen Phase, die regelmäßig mit einer unerwünschten Veränderung der jeweiligen Eigenschaften verbunden ist. Die immer wieder beobachteten Veränderungen der Eigen­ schaften eines oder mehrerer Inhaltsstoffe(s) einer oder auch mehrerer wasch­ aktiver Zubereitung(en) hinsichtlich der Eigenschaften, z. B. der Wasch- oder Reinigungsaktivität, im Wasch- oder Reinigungsverfahren und/oder Verände­ rungen der Eigenschaften einer oder mehrerer die waschaktiven Zubereitungen umgebenden Umfassung(en) bzw. Verpackung(en) hinsichtlich der Eigen­ schaften, z. B. der Wasserlöslichkeit oder Sprödigkeit, blieben bei der erfin­ dungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion bzw. bei ihrer Umfas­ sung aus.
Grundsätzlich sind der Tatsache, daß eine oder mehrere Komponente(n) we­ nigstens einer der waschaktiven Zubereitungen auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthalten ist/sind und/oder daß eine oder mehrere Kompo­ nente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen enthalten ist/sind, keine aus Sicht der jeweiligen in beiden Phasen enthaltenen Komponenten stammenden zwingenden Beschrän­ kungen auferlegt. Grundsätzlich kommt also für den Einbau in das/die wasser­ lösliche(n) Polymer-Material(ein) und die Einstellung eines Phasengleichge­ wichts zwischen einer waschaktiven Zubereitung und einem Polymer-Material jede der Komponenten der waschaktiven Zubereitung in Frage, genauso, wie für das Einkompoundieren in die waschaktive(n) Zubereitung(en) und die Ein­ stellung eines Phasengleichgewichts zwischen einem Polymer-Material und einer waschaktiven Zubereitung jede der Komponenten des Polymer-Materials in Frage kommt.
Erfindungsgemäß bieten sich jedoch mit Vorteil bestimmte Inhaltsstoffe der je­ weiligen Phasen für die Einstellung des Gleichgewichts an. Der wesentliche Vorteil ist darin zu sehen, daß keine weiteren Folien-fremden Stoffe in die Folie eingearbeitet werden müssen, wodurch ein kompliziertes Herstellungsverfahren und eine Erhöhung des Gewichts der Folie genauso vermieden werden wie ein Anstieg der Kosten der Folien-Herstellung. Weiter bieten sich bestimmte In­ haltsstoffe dann an, weil hinsichtlich dieser Stoffe eine schnelle und damit vor­ teilhafte Einstellung des Phasengleichgewichts erreicht werden kann und damit die Vorteile der Erfindung schnell zum Tragen kommen. Dies kann jedoch auch daran liegen, daß der in einem speziellen Fall in beiden Phasen (waschaktive Zubereitung und wasserlösliches Polymer-Material) enthaltene Stoff bequem in beide Phasen eingearbeitet werden kann.
Es entspricht einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, als in zumindest zwei Phasen enthaltene Stoffe solche auszuwählen, die - gegebe­ nenfalls bei Zusatz geringer Mengen (< 20 Gew.-%, mit Vorteil < 10 Gew.-%, bezogen auf die Zubereitung) Wasser - bei Raumtemperatur flüssig bzw. pa­ stös bis wachsartig vorliegen. Substanzen, die nach diesem aus Anwendungs­ sicht zu sehenden Erfordernis ausgewählt sind, führen zu Wasch- oder Reini­ gungsmittel-Portionen mit voller Aktivität der waschaktiven Stoffe und lagersta­ bilen, hinsichtlich der Eigenschaften verbesserten Umfassungen.
Besonders bevorzugt ist erfindungsgemäß eine Ausführungsform der Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen, in denen die auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthaltene(n) Komponente(n) wenigstens einer der waschak­ tiven Zubereitung(en) gewählt ist/sind aus der Gruppe, die besteht aus nicht­ ionischen und anionischen Tensiden, wie sie nachfolgend im einzelnen definiert werden.
Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugs­ weise Cumolsulfonat, C9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d. h. Gemi­ sche aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten sowie -disulfonaten, in Betracht, wie man sie beispielsweise aus C12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständi­ ger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem Schwefeltrioxid und an­ schließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte erhält. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender Hydrolyse bzw. Neutra­ lisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von 2-Sulfofettsäuren (Estersulfonate), z. B. die 2-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren geeignet.
Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglycerinestern sind die Mono-, Di- und Triester sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei der Herstellung durch Veresterung von einem Mono­ glycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder bei der Umesterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevorzugte sulfierte Fettsäureglyce­ rinester sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure, Myristinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure.
Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester der C12-C18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokos­ fettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-, Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C10-C20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt. Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genann­ ten Kettenlänge, welche einen synthetischen, auf petrochemischer Basis her­ gestellten geradkettigen Alkylrest enthalten, die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind die C12-C16-Alkylsulfate und C12-C15-Alkylsulfate sowie C14-C15-Alkylsulfate bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate, welche beispielsweise gemäß den US-Patentschriften 3,234,258 oder 5,075,041 hergestellt werden und als Handelsprodukte der Shell Oil Company unter dem Namen DAN® erhalten werden können, sind geeignete Aniontenside.
Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen oder verzweigten C7-21 -Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C9-11- Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C12-18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Sie werden in Reinigungsmitteln aufgrund ihres hohen Schaumverhaltens nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen von 1 bis 5 Gew.-%, eingesetzt.
Weitere geeignete Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobem­ steinsäure, die auch als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester be­ zeichnet werden, und die Monoester und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fett­ alkoholen darstellen. Bevorzugte Sulfosuccinate enthalten C8-18- Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sul­ fosuccinate enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fett­ alkoholen ableitet, die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen (Be­ schreibung siehe unten). Dabei sind wiederum Sulfosuccinate, deren Fettal­ kohol-Reste sich von ethoxylierten Fettalkoholen mit eingeengter Homolo­ genverteilung ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso ist es auch möglich, Alk(en)ylbernsteinsäure mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen in der Alk(en)ylkette oder deren Salze einzusetzen.
Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Ge­ eignet sind gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristin­ säure, Palmitinsäure, Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure so­ wie insbesondere aus natürlichen Fettsäuren, z. B. Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natri­ um-, Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-, Di- oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anioni­ schen Tenside in Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden Tenside in Form ihrer Magnesiumsalze eingesetzt.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind Wasch- und Reinigungsmittel- Portionen bevorzugt, die 5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 7,5 bis 40 Gew.-% und insbesondere 15 bis 25 Gew.-% eines oder mehrerer anionischer Ten­ sid(e), enthalten, jeweils bezogen auf die Wasch- und Reinigungsmittel-Portion.
Bei der Auswahl der anionischen Tenside, die in den erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen zum Einsatz kommen, stehen der For­ mulierungsfreiheit keine einzuhaltenden Beschränkungen im Weg. Bevorzugte Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen gemäß der Erfindung weisen jedoch einen Gehalt an Seife auf, der 0,2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Wasch- und Reinigungsmittel-Portion, übersteigt. Bevorzugt einzusetzende anionische Tenside sind dabei die Alkylbenzolsulfonate und Fettalkoholsulfate, wobei bevorzugte Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen 2 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 2,5 bis 15 Gew.-% und insbesondere 5 bis 10 Gew.-% Fettalko­ holsulfat(e), jeweils bezogen auf das Gewicht der Wasch- und Reinigungsmittel- Portion, enthalten.
Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte oder propoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugs­ weise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 80, bevorzugt 3 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und me­ thylverzweigte Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z. B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 1 bis 80, bevorzugt 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten eth­ oxyfierten Alkoholen gehören beispielsweise C12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C9-11-Alkohol mit 7 EO, C13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, sowie Mischungen aus C12-14-Alkohol mit 3 EO und C12-18-Alkohol mit 5 EO. Die an­ gegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können. Bevor­ zugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (nar­ row range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol mit 14 EO, 25 EO, 30 EO, 40 EO oder bis zu 80 EO.
Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entwe­ der als alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nicht­ ionischen Tensiden eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxy­ lierte oder ethoxylierte und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette und 3 bis 80, bevorzugt bis 20 Alk­ oxygruppen, bevorzugt Ethoxygruppen im Molekül, insbesondere Fettsäureme­ thylester, wie sie beispielsweise in der japanischen Patentanmeldung JP 58/217598 beschrieben sind oder die bevorzugt nach dem in der internationalen Patentanmeldung WO-A-90/13533 offenbarten Verfahren hergestellt werden.
Eine weitere Klasse von nichtionischen Tensiden, die vorteilhaft eingesetzt werden kann, sind die Alkylpolyglycoside (APG). Einsetzbare Alkylpolyglycoside genügen der allgemeinen Formel RO(G)Z, in der R für einen linearen oder ver­ zweigten, insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten, gesättigten oder un­ gesättigten, aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen steht und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Glycosidierungsgrad z liegt dabei zwi­ schen 1,0 und 4,0, vorzugsweise zwischen 1,0 und 2,0 und insbesondere zwi­ schen 1,1 und 1,4.
Bevorzugt eingesetzt werden lineare Alkylpolyglucoside, also Alkylpolyglycosi­ de, in denen der Polyglycosylrest ein Glucoserest und der Alkylrest ein n- Alkylrest ist.
Die erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen können bevor­ zugt Alkylpolyglycoside enthalten, wobei Gehalte der Wasch- und Reini­ gungsmittel-Portionen an APG über 0,2 Gew.-%, bezogen auf den gesamten Formkörper, bevorzugt sind. Besonders bevorzugte Wasch- und Reini­ gungsmittel-Portionen enthalten APG in Mengen von 0,2 bis 10 Gew.-%, vor­ zugsweise in Mengen von 0,2 bis 5 Gew.-% und insbesondere in Mengen von 0,5 bis 3 Gew.-%.
Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokos­ alkyl-N,N-dimethylaminoxid und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet sein. Die Menge dieser nicht- ionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel (I),
in der RCO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R1 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlen­ stoffatomen und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es sich um bekannte Stoffe, die üblicher­ weise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung mit ei­ ner Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten werden können.
Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der Formel (II),
in der R für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12 Kohlenstoffatomen, R1 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R2 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder einen Oxy- Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C14-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder alkoxy­ lierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propxylierte Derivate dieses Restes.
[Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten, beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Man­ nose oder Xylose. Die N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann beispielweise nach der Lehre der internationalen Anmeldung WO- A-95/07331 durch Umsetzung mit Fettsäuremethylestern in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator in die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide über­ führt werden.
Noch weiter bevorzugt sind erfindungsgemäß nicht-ionische Tenside aus der Gruppe alkoxylierte Fettalkohole mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen im Fettalkohol- Alkylrest, wobei Fettalkohole natürlicher Herkunft, d. h. geradkettige und regel­ mäßig überwiegend eine gerade Zahl von Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe enthaltende Fettalkohole, gegenüber synthetischen Fettalkoholen (z. B. ver­ zweigten oder eine ungerade Zahl von Kohlenstoffatomen enthaltenden Fettal­ koholen) bevorzugt sind. Beispiele für die Fettalkohole sind aus Sicht der Ver­ fügbarkeit der Verbindungen Laurylalkohol (C12), Myristylalkohol (C14), Cetylal­ kohol (C16) usw. bzw. aus nativen Quellen stammende Mischungen. Die Zahl der Alkoxygruppen, als welche in erster Linie Ethoxygruppen oder Propoxygrup­ pen in Frage kommen, besonders bevorzugt Ethoxygruppen, kann in weiten Grenzen schwanken und liegt besonders bevorzugt zwischen 3 und 80. Weitere nicht-ionische Tenside, die auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material ent­ halten sein können, sind erfindungsgemäß alkoxylierte C8- bis C20- Fettsäu­ realkylester mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen im Alkylrest und 3 bis 80, bevorzugt bis 20 Alkoxygruppen im Molekül, wobei die Alkoxygruppen bevorzugt Ethoxy­ gruppen sind. Aus praktischer Sicht wird mit Vorteil zu berücksichtigen sein, daß solche Verbindungen aus den o. g. Gruppen verwendet werden, die auch bei größeren Kettenlängen bei den Anwendungstemperaturen noch flüssig bis pastös sind.
Es können erfindungsgemäß für den genannten Zweck auch bevorzugt anioni­ sche Tenside verwendet werden. Aus der Gruppe dieser Verbindungen kom­ men in erster Linie Alkylbenzolsulfonsäuren mit 9 bis 13 Kohlenstoffatomen in den Alkylgruppen und ihre (in alkalischen Milieu überwiegend vorliegenden) Salze, Cumolsulfonsäure und ihre Salze, Fettalkoholsulfate mit 12 bis 18 Koh­ lenstoffatomen im Fettalkohol-Alkylrest sowie C8- bis C20- Fettsäuren und ihre Salze in Frage.
Weiter besonders bevorzugt ist erfindungsgemäß eine Ausführungsform der Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen, in denen die auch in wenigstens einer waschaktiven Zubereitung enthaltene(n) Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials gewählt ist/sind aus der Gruppe der hydrophilen Weichma­ cher. Besonders bevorzugt sind erfindungsgemäß Polyole mit 1 bis 20 Kohlen­ stoffatomen und 2 bis 6 Hydroxygruppen, Polyalkylenglykole mit 2 bis 4 (bevor­ zugt linearen) Alkylen-Kohlenstoffatomen (d. h. Ethylen-Gruppen, Propylen- Gruppen bzw. Butylen-Gruppen) im Molekül, besonders bevorzugt Polyethy­ lenglykole und/oder Polypropylenglykole, weiter besonders bevorzugt Polye­ thylenglykole und/oder Polypropylenglykole mit Molekulargewichten im Bereich von 200 bis 12.000, weiter bevorzugt mit Molekulargewichten < 1.500. Ebenfalls mit Vorteil verwendbar sind den vorgenannten Polyalkylenglykolen struktura­ naloge Amine, d. h. Verbindungen, in denen die Glykol -O- Gruppe durch eine Amin -NH- Gruppe ersetzt ist. Auch für die Amine gelten die vorstehend ange­ gebenen Bereiche der Molekulargewichte. Aus praktischer Sicht sind solche Verbindungen mit Vorteil verwendbar, die bei den (erhöhten) Anwendungstem­ peraturen noch flüssig bis pastös sind.
Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können auch niedermolekulare Polyacrylate oder Polymethacrylate oder Polymaleinate (Säuren oder - bei den alkalischen Anwendungsbedingungen bevorzugt deren Salze einschließlich deren Amin- oder (auch organische) Ammoniumsalze) oder Copolymere aus Polyacrylaten/Polymethacrylaten und Polymaleinaten verwen­ det werden.
Die Konzentrationen der jeweiligen Verbindungen in den jeweiligen Phasen, d. h. in der/den waschaktiven Zubereitung(en) und in dem/den diese umfassenden wasserlöslichen Polymer-Material(ien) hängen ganz von dem konkreten Ein­ zelfall ab. Die Konzentrationswerte werden natürlich beeinflußt vom Charakter des in den beiden in Frage kommenden Phasen gegenwärtigen Materials, ge­ gebenenfalls Wechselwirkungen zweier oder mehrerer gegenwärtiger Materiali­ en, deren jeweiliger/jeweiligen Wechselwirkung(en) mit den anderen Kompo­ nenten der jeweiligen Phase, der Temperatur, dem Druck und gegebenenfalls weiteren Parametern. Allgemein beträgt die Phasengleichgewichts- Konzentration in einer der beiden in Frage kommenden Phasen 0,5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Phase, bevorzugt 1 bis 30 Gew.-% und weiter bevorzugt 3 bis 25 Gew.-%. Entscheidend für die Konzentration einer in Frage kommenden Substanz ist einzig, daß sich ein Phasengleichgewicht der Konzentration der jeweiligen Substanz(en) zwischen den Phasen einstellt, bei dem die Eigenschaften der waschaktiven Zuberei­ tung(en) einerseits und des/der wasserlöslichen Polymermaterials/Polymerma­ terialien andererseits in einem wünschenswerten Bereich liegen.
Erfindungsgemäß ist es natürlich auch möglich, die Wasch- oder Reinigungs­ mittel-Portion und/oder auch deren Umfassung bzw. die eine Teilportion umfas­ sende Umfassung so zu konzipieren, daß jeweils eine der beiden Phasen keine der später im Gleichgewicht die erwarteten Eigenschaft(en) erbringenden Sub­ stanzen enthält, die andere Phase jedoch soviel, daß sich im Laufe einer kon­ trollierten Zeit (von beispielsweise Stunden oder wenigen Tagen) ein Pha­ sengleichgewicht zwischen den beiden Phasen (mindestens eine waschaktive Zubereitung und/oder mindestens eine Umfassung) einstellt, ohne daß die ent­ sprechende Substanz in der Phase, in der sie anfänglich enthalten ist, so stark abgereichert wird, daß sich deren gewünschte oder bereits optimierte Eigen­ schaften unakzeptabel verschlechtern, oder ohne daß sich die Eigenschaften der Phase, in der anfänglich die entsprechende Substanz gar nicht oder in einer unter der Gleichgewichtskonzentration liegenden Menge enthalten ist, so stark verschlechtern, daß eine spätere Einstellung eines Phasengleichgewichts die Eigenschaften nicht mehr in einem akzeptablen Maß verbessert. In diesem Fall kann/können auch eine oder mehrere Komponente(n) allein in eine der beiden Phasen eingearbeitet werden, während eine oder mehrere andere Sub­ stanz(en) allein in die jeweils andere Phase eingearbeitet wird/werden. Nach Zusammenbringen der beiden Phasen im Zuge der Herstellung der erfindungs­ gemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion durch Abfüllen einer oder meh­ rerer waschaktiver Zubereitung(en) in eine oder mehrere Umfassung(en) aus einem oder mehreren wasserlöslichen Polymer-Material(ien) stellt sich dann kontrolliert durch Diffusions- oder Adsorptionseffekte ein Phasengleichgewicht der jeweiligen Substanz in den beiden Phasen (waschaktive Substanz bzw. wasserlösliches Polymer-Material) ein, das die gewünschten Eigenschaften der beiden Phasen auch bei längerer Lagerung nicht nachteilig beeinträchtigt.
In den Wasch- und Reinigungsmittelportionen gemäß der Erfindung sind die aus einem wasserlöslichen Polymermaterial bestehenden Umfassungen der waschaktiven Zubereitung(en) ausgewählt aus der Gruppe, die besteht aus Fo­ lien, Kapseln und Coatings.
Erfindungsgemäß besonders bevorzugt sind Polyvinylalkohol-Folien als Umfas­ sung für die wenigstens eine waschaktive Zubereitung. Die bevorzugt verwen­ deten PVAL-Folien sind bei Kaltwasser-Temperatur löslich, also bei etwa 12 bis 18°C. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die verwen­ deten PVAL-Folien bei einer Temperatur in einem Bereich löslich, die dem Temperaturbereich des Waschgangs oder Reinigungsgangs entspricht, in dem die jeweilige abgemessene Menge einer waschaktiven Zubereitung eingesetzt wird. Dies ist beispielsweise in dem Fall, in dem die in Frage kommende abge­ messene Menge einer waschaktiven Zubereitung eine Zubereitung für den Hauptspülgang einer Geschirrspülmaschine ist, die Temperatur des Hauptspül­ gangs, beispielsweise im Bereich von < etwa 20 bis etwa 55°C, bevorzugt < 25°C bis unter 45°C, weiter bevorzugt eine Temperatur oberhalb von 30°C bis beispielsweise 40°C. In dem Fall, in dem beispielsweise die jeweilige abge­ messene Menge einer waschaktiven Zubereitung eine Zubereitung für den Nachspülgang einer Geschirrspülmaschine ist, liegt die Temperatur, bei der die Folie wasserlöslich ist, bei der Temperatur des Nachspülgangs und liegt bei­ spielsweise < 45°C, z. B. im Bereich von 50 bis 55°C oder sogar höher. In Ab­ stimmung mit den Erfordernissen und üblichen Einstellungen der Geräte gelten für Waschverfahren in Waschmaschinen andere Temperaturbereiche, bei­ spielsweise bis etwa 25°C für die Vorwäsche, bis etwa 90°C für die Hauptwä­ sche und bis etwa 30°C für die Nachwäsche. Selbstverständlich können die Temperaturen, bei denen sich die wasserlösliche Folie löst, in weiten Bereichen eingestellt werden bzw. sind Folienmaterialien im Handel erhältlich (vgl. die oben angegebenen Folien des MOWIOL®-Typs oder die oben angegebenen Folien des SOLUBLON®-Typs), die auf einen bestimmten Bereich der Tempe­ ratur der Wasserlöslichkeit eingestellt sind; der Fachmann kann solche Folien dann entsprechend den Erfordernissen auswählen und auch in solche Folien die Komponenten einarbeiten bzw. durch Einstellung des Phasengleichgewichts eingehen lassen, die erfindungsgemäß in den Folien verwendet werden.
Es entspricht einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, daß das wasserlösliche Material, das die jeweilige abgemessene Menge einer waschaktiven Zubereitung umfaßt, eine wasserlösliche Kapsel ist. Solche Kap­ seln sind ebenfalls aus dem Stand der Technik bekannt. Sie können beispiels­ weise, ohne daß dies als Beschränkung zu verstehen ist, Kapseln aus PVAL, Gelatine oder ähnlichen Materialien sein. Solche Kapseln sind im Handel er­ hältlich und werden im Zusammenhang mit pharmazeutischen Zubereitungen oder Lebensmittel-Zusatzstoffen in weitem Umfang verwendet. Besonders be­ währt haben sich Kapseln aus Hartgelatine oder Weichgelatine, und sie sind daher erfindungsgemäß besonders bevorzugt.
In einer weiteren, ebenfalls bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das die jeweilige abgemessene Menge einer waschaktiven Zubereitung umfassen­ de wasserlösliche Material ein wasserlösliches Coating. Solche Coatings oder Hüllsubstanzen werden zum Umhüllen waschaktiver Substanzen bereits im Stand der Technik verwendet und lassen sich - vergleichbar den Folienmate­ rialien - hinsichtlich ihrer physikalischen Eigenschaften wie beispielsweise hin­ sichtlich der Wasserlöslichkeit, des Schmelzpunktes oder Schmelzbereichs ge­ nau auf bestimmte technische Erfordernisse einstellen. Im Sinne der vorliegen­ den Erfindung sind zum Umhüllen waschaktiver Zubereitungen Coatings, die im engeren Sinn wasserlöslich sind, genauso gut geeignet wie Coatings, die sich in wäßriger Umgebung bei Einstellen bestimmter physikalischer oder chemi­ scher Bedingungen wie beispielsweise bei einer bestimmten Temperatur oder einem bestimmten pH-Wert auflösen, weil sie beispielsweise schmelzen und die Hüllsubstanzen dann in Wasser dispergiert werden und die vorher mit der Um­ hüllung bzw. Umfassung versehenen Inhaltsstoffe, d. h. die waschaktive(n) Zu­ bereitung(en) freisetzen.
In diesem Sinn umfaßt der Begriff "wasserlöslich" im Rahmen der vorliegenden Erfindung generell nicht nur die Eigenschaft der Umfassungen der waschakti­ ven Zubereitungen, von einem wäßrigen Medium (im engeren Sinn) aufgelöst zu werden, sondern auch die Eigenschaft (im weiteren Sinn), sich bei Einstellen bestimmter physikalischer oder chemischer Bedingungen in der wäßrigen Um­ gebung so zu verändern, daß die physikalische Integrität verlorengeht und die Umfassung die Inhaltsstoffe in die wäßrige Phase freisetzt. Das Schmelzen und anschließende Dispergieren des Materials der Umfassung in wäßriger Phase ist dafür ein typisches (nicht jedoch beschränkendes) Beispiel.
Grundsätzlich sollten die Coatings oder Hüllsubstanzen einen Schmelzbereich in einem solchen Temperaturbereich aufweisen, bei dem die zu umhüllenden waschaktiven Stoffe keiner zu hohen thermischen Belastung ausgesetzt wer­ den. Andererseits muß der Schmelzbereich ausreichend hoch sein, um bei zu­ mindest leicht erhöhter Temperatur noch einen ausreichenden Schutz für die eingeschlossenen waschaktiven Stoffe zu bieten. Bevorzugt weisen die Sub­ stanzen der Coatings oder die Hüllsubstanzen Schmelzbereiche auf, die zwi­ schen etwa 45°C und etwa 75°C liegen. Der Ausdruck "Schmelzbereich" be­ deutet in diesem Fall, daß der Schmelzbereich innerhalb des genannten Tem­ peraturintervalls auftritt und bezeichnet nicht die Breite des Schmelzbereichs. Als besonders wirksam haben sich in diesem Zusammenhang Coatings aus Wachsen erwiesen, wenn sie direkt auf die waschaktive Zubereitung oder ihre Einzelkomponenten aufgebracht werden, und solche Coatings sind daher we­ gen der leichten Aufbringbarkeit und der Möglichkeit, die Wasserlöslichkeit ex­ akt einzustellen und damit auf die Gegebenheiten optimal abzustimmen und eine Einstellung eines Phasengleichgewichts zwischen Umfassung und um­ faßter waschaktiver Zubereitung zuzulassen, besonders bevorzugt.
Unter "Wachsen" wird eine Reihe natürlicher oder künstlich gewonnener Stoffe verstanden, die in der Regel über 40°C ohne Zersetzung schmelzen und schon wenig oberhalb des Schmelzpunktes verhältnismäßig niedrigviskos und nicht fadenziehend sind. Sie weisen eine stark temperaturabhängige Konsistenz und Löslichkeit auf.
Nach ihrer Herkunft teilt man die Wachse in drei Gruppen ein, nämlich natürli­ che Wachse, chemisch modifizierte Wachse und synthetische Wachse.
Zu den natürlichen Wachsen zählen beispielsweise pflanzliche Wachse wie Candelillawachs, Carnaubawachs, Japanwachs, Espartograswachs, Kork­ wachs, Guarumawachs, Reiskeimölwachs, Zuckerrohrwachs, Ouricurywachs oder Montanwachs, tierische Wachse wie Bienenwachs, Schellackwachs, Wal­ rat, Lanolin (Wollwachs), oder Bürzelfett, Mineralwachse wie Ceresin oder Ozo­ kerit (Erdwachs) oder petrochemische Wachse wie Petrolatum, Paraffinwachse oder Mikrowachse.
Zu den chemisch modifizierten Wachsen zählen Hartwachse wie Montanester­ wachse, Sassolwachse oder hydrierte Jojobawachse.
Unter synthetischen Wachsen werden in der Regel Polyalkylenwachse oder Polyalkylenglykolwachse verstanden.
Als Hüllmaterialien oder Coatings einsetzbar sind auch Verbindungen aus an­ deren Stoffklassen, die die oben angegebenen Erfordernisse hinsichtlich des Erweichungspunktes erfüllen. Als geeignete synthetische Verbindungen haben sich beispielsweise höhere Ester der Phthalsäure, insbesondere Dicyclohe­ xylphthalat, das kommerziell unter dem Namen Unimoll® 66 (Firma Bayer AG) erhältlich ist, erwiesen. Geeignet sind auch synthetisch hergestellte Wachse aus niederen Carbonsäuren und Fettalkoholen, beispielsweise Dimyristyltartrat, das unter dem Namen Cosmacol® ETLP (Firma Condea) erhältlich ist. Umge­ kehrt sind auch synthetische oder teilsynthetische Ester aus niederen Alkoholen mit Fettsäuren aus nativen Quellen einsetzbar. In diese Stoffklasse fällt bei­ spielsweise das Produkt Tegin® 90 (Firma Goldschmidt), ein Glycerinmono­ stearat-palmitat. Auch Schellack-KPS-Dreiring-SP (Firma Kalkhoff GmbH) ist erfindungsgemäß als Hüllmaterial bzw. Coating einsetzbar.
Ebenfalls zu den Wachsen im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden bei­ spielsweise die sogenannten Wachsalkohole gerechnet. Wachsalkohole sind höhermolekulare, wasserunlösliche Fettalkohole mit in der Regel etwa 22 bis 40 Kohlenstoffatomen. Die Wachsalkohole kommen beispielsweise in Form von Wachsestern höhermolekularer Fettsäuren ("Wachssäuren") als Hauptbe­ standteil vieler natürlicher Wachse vor. Beispiele für Wachsalkohole sind Lignocerylalkohol (1-Tetracosanol), Cetylalkohol, Myristylalkohol oder Melis­ sylalkohol. Die Umhüllung der waschaktiven Zubereitungen kann gegebenen­ falls auch Wollwachsalkohole enthalten, worunter man Triterpenoid- und Stero­ idalkohole, beispielsweise Lanolin, versteht, das beispielsweise unter der Han­ delsbezeichnung Argowax® (Firma Pamentier & Co.) erhältlich ist. Ebenfalls zumindest anteilig als Hüllmaterial einsetzbar sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung Fettsäureglycerinester oder Fettsäurealkanolamide, aber gegebe­ nenfalls auch wasserunlösliche oder nur wenig wasserlösliche Polyalkylengly­ kol-Verbindungen.
Bevorzugt enthält in den erfindungsgemäß verwendeten Coatings die Hüllsub­ stanz überwiegend Paraffinwachs. Weiter bevorzugt sind wenigstens 50 Gew.- % der insgesamt enthaltenen Hüllsubstanzen, noch mehr bevorzugt noch mehr, Paraffinwachse. Besonders geeignet sind Paraffinwachs-Gehalte (bezogen auf die gesamte Hüllsubstanz) von etwa 60 Gew.-%, etwa 70 Gew.-% oder etwa 80 Gew.-%, wobei noch höhere Anteile von beispielsweise mehr als 90 Gew.-% besonders bevorzugt sind. In einer ganz besonderen Ausführungsform der Er­ findung besteht die Gesamtmenge der eingesetzten Hüllsubstanz aus Paraffin­ wachs. Paraffinwachse weisen gegenüber den anderen genannten natürlichen Wachsen im Rahmen der vorliegenden Erfindung den Vorteil auf, daß in einer alkalischen Wasch- oder Reinigungsmittel-Umgebung keine Hydrolyse der Wachse stattfindet, wie sie beispielsweise bei Wachsestern zu erwarten ist, da Paraffinwachs keine hydrolysierbaren Gruppen enthält.
Paraffinwachse bestehen hauptsächlich aus Alkanen sowie niedrigen Anteilen an Iso- und Cycloalkanen. Die bevorzugt zu verwendenden Paraffinwachse weisen im wesentlichen keine Bestandteile mit einem Schmelzpunkt von mehr als 70°C auf, besonders bevorzugt mehr als 60°C. Anteile hochschmelzender Alkane im Paraffinwachs können bei Unterschreitung der Schmelztemperatur in der Wasch- oder Reinigungsmittelflotte nicht erwünschte Wachsrückstände auf der zu waschenden Wäsche oder dem zu reinigenden Gut hinterlassen. Solche Wachsrückstände führen zu einem unschönen Aussehen von Wäsche oder Reinigungsgut und sollten daher vermieden werden. Die Hüllsubstanzen, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet werden, enthalten ein Paraffin­ wachs mit einem Schmelzbereich von 50°C bis 60°C.
Vorzugsweise ist der Gehalt des eingesetzten Paraffinwachses an bei Umge­ bungstemperatur (etwa 10 bis etwa 30°C) festen Alkanen, Isoalkanen und Cy­ cloalkanen möglichst hoch. Je mehr feste Wachsbestandteile in einem Wachs bei Raumtemperatur vorhanden sind, desto brauchbarer ist es im Rahmen der vorliegenden Erfindung. Mit zunehmendem Anteil an festen Wachsbestandtei­ len steigt die Belastbarkeit der mit dem Hüllmaterial gecoateten Partikel gegen­ über Stößen und Reibung an anderen Oberflächen, was zu einem besseren Schutz der in den Partikeln enthaltenen waschaktiven Substanzen führt.
Die Hüllsubstanz kann neben Paraffinwachsen als Hauptbestandteil noch ein oder mehrere der oben genannten Wachse oder wachsartigen Substanzen ent­ halten. Grundsätzlich sollte das die Hüllsubstanz bzw. das Coating bildende Gemisch so beschaffen sein, daß die damit umhüllten Partikel wenigstens weit­ gehend wasserunlöslich sind. Die Löslichkeit in Wasser sollte bei einer Tempe­ ratur von 30°C etwa 10 mg/l nicht übersteigen und sollte vorzugsweise bei 5 mg/l liegen. In jedem Fall sollte die Umhüllung eine möglichst geringe Wasser­ löslichkeit auch in Wasser bei erhöhten Temperaturen aufweisen, um eine von der Temperatur unabhängige Freisetzung der waschaktiven Substanzen mög­ lichst weitgehend zu vermeiden.
Das vorstehend genannte Prinzip dient der verzögerten Freisetzung von waschaktiven Zubereitungen zu einem bestimmten Zeitpunkt im Wasch- oder Reinigungsgang und läßt sich besonders vorteilhaft anwenden, wenn bei­ spielsweise beim Geschirrspülen im Hauptgang mit relativ niedrigerer Tempe­ ratur (beispielsweise 45°C) gespült wird, so daß die waschaktive Substanz aus den ein Klarspülmittel umfassenden gecoateten Partikeln erst im Klarspülgang bei höheren Temperaturen (z. B. < 55°C) freigesetzt wird.
Im Rahmen der Erfindung bevorzugt verwendete Hüllsubstanzen bzw. Coatings umfassen einen oder mehrere Stoffe mit einem Schmelzbereich von 40°C bis 75°C in Mengen von 6 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise von 7,5 bis 25 Gew.-% und insbesondere von 10 bis 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Teilchenge­ wicht.
Es entspricht einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, daß die Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion, bei der eine oder mehrere Kompo­ nente(n) wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen auch in dem was­ serlöslichen Polymer-Material enthalten ist/sind und/oder bei der eine oder mehrere Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in wenig­ stens einer der waschaktiven Zubereitungen enthalten ist/sind, zusätzlich eine Umfassung bzw. Außenumfassung aufweist, die in einer besonders bevorzug­ ten Ausführungsform für Wasserdampf und/oder für die jeweils im Pha­ sengleichgewicht vorliegende(n) oder der Einstellung eines Phasengleichge­ wichts unterliegende(n) Komponente(n) weniger durchlässig ist als die die waschaktive(n) Zubereitung(en) unmittelbar umgebende(n) Umfassung(en). Diese zusätzliche Umfassung kann eine allein eine Wasch- oder Reinigungs­ mittel-Portion umfassende Umfassung sein oder kann eine mehrere Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen umfassende Umfassung sein. Bevorzugt ist der letztgenannte Fall: Mehrere Reinigungsmittel-Portionen können dem Ver­ braucher sozusagen im "Portionspack" angeboten werden. Damit wird nicht nur eine transportbedingtes Problem der gleichzeitigen Lieferung mehrerer (z. B. sechs, zehn oder mehr) Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen gelöst, son­ dern auch ein optimaler Schutz der einzelnen Wasch- oder Reinigungsmittel- Portionen gegen Austausch mit Wasserdampf oder Substanzen aus dem Innern der Umfassung oder Substanzen aus der Umgebung erreicht. Eine besonders lange Lagerstabilität kann damit gewährleistet werden. Die Durchlässigkeit die­ ser zusätzlichen Umfassung für Wasser und für die erfindungsgemäß im Pha­ sengleichgewicht vorliegende(n) Komponente(n) kann dabei durchaus unter­ schiedlich sein; so ist es möglich, daß die Durchlässigkeit für eine oder mehrere der Komponenten (gegebenenfalls) geringfügig größer oder kleiner ist als für Wasser. Weiter bevorzugt ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei der eine solche zusätzliche Umfassung nach Öffnen und Entnahme einer oder mehrerer Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen wiederverschließbar ist. Dies kann auf an sich aus dem Stand der Technik bekannter Weise gewährleistet werden, beispielsweise wie beschrieben in der Druckschrift EP-A 0 899 208. Der Fach­ mann auf diesem Gebiet der Verpackungstechnik kennt derartige Einrichtungen zum Wiederverschließen einer derartigen Umfassung und kann sie nach seinen Fachkenntnissen ohne Beschränkung auswählen.
Weiter bevorzugt ist es erfindungsgemäß, eine Außenumfassung gemäß der vorliegenden Beschreibung zu verwenden, die eine nur beschränkte Durchläs­ sigkeit für Wasserdampf hat. Gewünschte und erfindungsgemäß mit besonde­ rem Vorteil verwendbare Umfassungen weisen eine Wasserdampf- Durchlässigkeit von 10 g/m2 pro Tag bei 23°C und 85% rel. Feuchtigkeit auf, weiter bevorzugt eine Wasserdampf-Durchlässigkeit von ≦ 5 g/m2 pro Tag. Be­ sonders bevorzugt sind Außenumfassungen, die bei Messung nach DIN EN 53122 keine meßbare Wasserdampf-Durchlässigkeit aufweisen. Geeignete Materialien für diese Zwecke sind ebenfalls aus dem Stand der Technik be­ kannt. Dies können beispielsweise ohne Beschränkung einschichtige, mehr­ schichtige, laminierte oder co-extrudierte Filme aus Materialien wie Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol, Polyethylenterephthalat, Copolymeren daraus oder Mischungen daraus sein. Besonders vorteilhaft sind Polyethylen- oder Polypro­ pylen-Filme mit einer oder mehreren Schichten.
In den Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen gemäß der Erfindung sind be­ vorzugt mehrere, beispielsweise erste, zweite und gegebenenfalls höhere (drit­ te, vierte usw.) abgemessene Mengen waschaktiver Zubereitungen jeweils un­ abhängig voneinander formkörperartige, pulverförmige, gelförmige oder flüssige Wasch- oder Reinigungsmittel-Zubereitungen. Dabei können formkörperartige Wasch- oder Reinigungsmittel-Zubereitungen vorliegen als Granulate, Tablet­ ten, Blöcke, Briketts, Ringe oder andere Formkörper; insbesondere Tabletten, Blöcke oder Briketts können einheitlich geformte Körper oder Körper sein, die Vertiefungen, Aussparungen, Rillen o. ä. aufweisen, die zur Unterbringung be­ sonderer Komponenten der Zubereitungen dienen oder auch für anwendungs­ technische Zwecke auf- oder angebracht wurden. Flüssige Wasch- oder Reini­ gungsmittel-Zubereitungen können Lösungen, Suspensionen oder andere, für Wasch- und Reinigungszwecke bekannte flüssige Systeme sein.
Die erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen enthalten ei­ nen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Tenside, Tensidcompounds, Ge­ rüststoffe, Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Enzyme, Schauminhibitoren, Farb- und Duftstoffe sowie - in dem Fall, daß die Wasch- oder Reinigungsmittel- Portionen zumindest zum Teil als Formkörper vorliegen - Binde- und Desinte­ grationshilfsmittel. Diese Stoffklassen werden nachstehend beschrieben.
Zur Entfaltung der Waschleistung können die erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen grenzflächenaktive Substanzen aus der Gruppe der anionischen, nichtionischen, zwitterionischen oder kationischen Tenside ent­ halten, wobei anionische Tenside aus ökonomischen Gründen und aufgrund ihres Leistungsspektrums deutlich bevorzugt sind.
Die in den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen ver­ wendbaren anionischen und nichtionischen Tenside wurden bereits oben breit beschrieben. Wie angegeben, ist die Verwendung anionischer Tenside bevor­ zugt.
Weiterhin kann es bevorzugt sein, neben anionischen und nichtionischen Ten­ siden auch kationische Tenside einzusetzen. Ihr Einsatz erfolgt dabei bevorzugt als Waschleistungsbouster, wobei nur kleine Mengen an kationischen Tensiden erforderlich sind. Werden kationische Tenside eingesetzt, so sind sie in den Mitteln bevorzugt in Mengen von 0,01 bis 10 Gew.-%, insbesondere von 0,1 bis 3,0 Gew.-% enthalten.
In den Fällen, in denen es sich bei den erfindungsgemäßen Wasch- und Reini­ gungsmittel-Portionen um Waschmittel handelt, enthalten diese üblicherweise ein oder mehrere Tensid(e) in Gesamtmengen von 5 bis 50 Gew.-%, bevorzugt in Mengen von 10 bis 35 Gew.-%, wobei in Teilportionen der erfindungsgemä­ ßen Waschmittel-Portionen Tenside in größerer oder kleinerer Menge enthalten sein können. Mit anderen Worten: Die Tensidmenge ist nicht in allen Teilportio­ nen gleich; vielmehr können Teilportionen mit relativ größerem und Teilportio­ nen mit relativ kleinerem (oder auch keinem) Tensidgehalt vorgesehen werden.
In den Fällen, in denen es sich bei den erfindungsgemäßen Wasch- und Reini­ gungsmittel-Portionen um Reinigungsmittel handelt, insbesondere um Geschirr­ spülmittel, enthalten diese üblicherweise ein oder mehrere Tensid(e) in Ge­ samtmengen von 0,1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt in Mengen von 0,5 bis 5 Gew.- %, wobei in Teilportionen der erfindungsgemäßen Reinigungsmittel-Portionen Tenside in größerer oder kleinerer Menge enthalten sein können. Mit anderen Worten: Die Tensidmenge ist auch bei Reinigungs- bzw. Geschirrspülmitteln nicht in allen Teilportionen gleich; vielmehr können Teilportionen mit relativ grö­ ßerem und Teilportionen mit relativ kleinerem (oder keinem) Tensidgehalt vor­ gesehen werden.
Neben den waschaktiven Substanzen sind Gerüststoffe die wichtigsten Inhalts­ stoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln. In den erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen können üblicherweise in Wasch- und Reini­ gungsmitteln eingesetzte Gerüststoffe enthalten sein, insbesondere also Zeo­ lithe, Silicate, Carbonate, organische Cobuilder und - wo keine ökologischen Vorurteile gegen ihren Einsatz bestehen - auch die Phosphate.
Geeignete kristalline, schichtförmige Natriumsilicate besitzen die allgemeine Formel NaMSixO2x+1.H2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für × 2, 3 oder 4 sind. Derartige kristalline Schichtsilicate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kri­ stalline Schichtsilikate der angegebenen Formel sind solche, in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl β- als auch δ-Natriumdisilicate Na2Si2O5.yH2O bevorzugt, wobei β-Natriumdisilicat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten werden kann, das in der interna­ tionalen Patentanmeldung WO-A-91/08171 beschrieben ist.
Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilicate mit einem Modul Na2O : SiO2 von 1 : 2 bis 1 : 3, 3, vorzugsweise von 1 : 2 bis 1 : 2,8 und insbesondere von 1 : 2 bis 1 : 2,6, welche löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften auf­ weisen. Die Löseverzögerung gegenüber herkömmlichen amorphen Natriumsi­ licaten kann dabei auf verschiedene Weise, beispielsweise durch Oberflächen­ behandlung, Compoundierung, Kompaktierung/Verdichtung oder durch Über­ trocknung hervorgerufen worden sein. Im Rahmen dieser Erfindung wird unter dem Begriff "amorph" auch "röntgenamorph" verstanden. Dies heißt, daß die Silicate bei Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe lie­ fern, wie sie für kristalline Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der gestreuten Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehre­ ren Gradeinheiten des Beugungswinkels aufweisen. Es kann jedoch sehr wohl sogar zu besonders guten Buildereigenschaften führen, wenn die Silicatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten verwaschene oder sogar scharfe Beu­ gungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren, daß die Produkte mi­ krokristalline Bereiche der Größe 10 bis einige Hundert nm aufweisen, wobei Werte bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derar­ tige sogenannte röntgenamorphe Silicate, welche ebenfalls eine Löseverzöge­ rung gegenüber den herkömmlichen Wassergläsern aufweisen, werden bei­ spielsweise in der deutschen Patentanmeldung DE-A- 44 00 024 beschrieben. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte amorphe Silicate, com­ poundierte amorphe Silicate und übertrocknete röntgenamorphe Silicate.
Ein gegebenenfalls eingesetzter feinkristalliner, synthetischer und gebundenes Wasser enthaltender Zeolith ist vorzugsweise Zeolith A und/oder P. Als Zeolith des P-Typs wird Zeolith MAP (z. B. Handelsprodukt: Doucil A24 der Firma Crosfield) besonders bevorzugt. Geeignet sind jedoch auch Zeolith X sowie Mi­ schungen aus A, X und/oder P. Kommerziell erhältlich und im Rahmen der vor­ liegenden Erfindung bevorzugt einsetzbar ist beispielsweise auch ein Co- Kristallisat aus Zeolith X und Zeolith A (ca. 80 Gew.-% Zeolith X), das von der Firma CONDEA Augusta S.p.A. unter dem Markennamen VEGOBOND AX® vertrieben wird und durch die Formel
nNa2O.(1-n)K2O.Al2O3.(2-2,5)SiO2(3,5-5,5)H2O
beschrieben werden kann. Geeignete Zeolithe weisen eine mittlere Teilchen­ größe von weniger als 10 µm (Volumenverteilung; Meßmethode: Coulter Counter) auf und enthalten vorzugsweise 18 bis 22 Gew.-%, insbesondere 20 bis 22 Gew.-% an gebundenem Wasser.
Selbstverständlich ist in Waschmitteln auch ein Einsatz der allgemein bekann­ ten Phosphate als Buildersubstanzen möglich, sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden werden sollte. Geeignet sind ins­ besondere die Natriumsalze der Orthophosphate, der Pyrophosphate und ins­ besondere der Tripolyphosphate.
Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tra­ gen. Beispielsweise sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern deren Einsatz aus öko­ logischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure, Adi­ pinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischun­ gen aus diesen. Auch die Säuren an sich können eingesetzt werden. Die Säu­ ren besitzen neben ihrer Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen somit auch zur Einstellung eines nied­ rigeren und milderen pH-Wertes von Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen gemäß der Erfindung. Insbesondere sind in diesem Zusammenhang Citronen­ säure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen von diesen zu nennen.
Als Builder sind weiter polymere Polycarboxylate geeignet. Dies sind beispiels­ weise die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise solche mit einer relativen Molekülmasse von 500 bis 70.000 g/mol.
Bei den für polymere Polycarboxylate angegebenen Molmassen handelt es sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung um gewichtsmittlere Molmassen MW der jeweiligen Säureform, die grundsätzlich mittels Gelpermeationschromatographie (GPC) bestimmt wurden, wobei ein UV-Detektor eingesetzt wurde. Die Mes­ sung erfolgte dabei gegen einen externen Polyacrylsäure-Standard, der auf­ grund seiner strukturellen Verwandtschaft mit den untersuchten Polymeren rea­ listische Molgewichtswerte liefert. Diese Angaben weichen deutlich von den Molgewichtsangaben ab, bei denen Polystyrolsulfonsäuren als Standard einge­ setzt werden. Die gegen Polystyrolsäuren gemessenen Molmassen sind in der Regel deutlich höher als die im Rahmen der vorliegenden Erfindung angegebe­ nen Molmassen.
Geeignete Polymere sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Mol­ masse von 2.000 bis 20.000 g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Lös­ lichkeit können aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate be­ vorzugt sein, die Molmassen von 2.000 bis 10.000 g/mol, besonders bevorzugt von 3.000 bis 5.000 g/mol, aufweisen.
Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure mit Methacrylsäure oder der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Ihre relative Molmasse, bezogen auf freie Säu­ ren, beträgt im allgemeinen 2.000 bis 70.000 glmol, vorzugsweise 20.000 bis 50.000 g/mol und insbesondere 30.000 bis 40.000 g/mol.
Die (co-)polymeren Polycarboxylate können entweder als Pulver oder als wäß­ rige Lösung eingesetzt werden. Der Gehalt der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen an (co-)polymeren Polycarboxylaten beträgt vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, insbesondere 3 bis 10 Gew.-%.
Zur Verbesserung der Wasserlöslichkeit können die Polymere auch Allylsulfon­ säuren, wie beispielsweise in der EP-B 0 727 448, Allyloxybenzolsulfonsäure und Methallylsulfonsäure als Monomer enthalten.
Insbesondere bevorzugt sich auch biologisch abbaubare Polymere aus mehr als zwei verschiedenen Monomereinheiten, beispielsweise solche, die gemäß der DE-A 43 00 772 als Monomere Salze der Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate oder gemäß der DE-C 42 21 381 als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure sowie Zuc­ ker-Derivate enthalten.
Weiter bevorzugte Copolymere sind solche, die in den deutschen Patentanmel­ dungen DE-A 43 03 320 und DE-A 44 17 734 beschrieben werden und als Mo­ nomere vorzugsweise Acrolein und Acrylsäure/Acrylsäuresalze bzw. Acrolein und Vinylacetat enthalten.
Ebenso sind als weitere bevorzugte Buildersubstanzen polymere Aminodicar­ bonsäuren, deren Salze oder deren Vorläufersubstanzen zu nennen. Beson­ ders bevorzugt sind Polyasparaginsäuren bzw. deren Salze und Derivate, von denen in der deutschen Patentanmeldung DE-A 195 40 086 offenbart wird, daß sie neben Co-Builder-Eigenschaften auch eine bleichstabilisierende Wirkung aufweisen.
Weitere geeignete Buildersubstanzen sind Polyacetale, die durch Umsetzung von Dialdehyden mit Polyolcarbonsäuren erhalten werden können, die 5 bis 7 Kohlenstoffatome und mindestens 3 Hydroxygruppen aufweisen, beispielsweise wie beschrieben in der europäischen Patentanmeldung EP-A 0 280 223. Bevor­ zugte Polyacetale werden aus Dialdehyden wie Glyoxal, Glutaraldehyd, Terephthalaldehyd sowie deren Gemischen und aus Polyolcarbonsäuren wie Gluconsäure und/oder Glucoheptonsäure erhalten.
Weitere geeignete organische Buildersubstanzen sind Dextrine, beispielsweise Oligomere bzw. Polymere von Kohlenhydraten, die durch partielle Hydrolyse von Stärken erhalten werden können. Die Hydrolyse kann nach üblichen, bei­ spielsweise säure- oder enzymkatalysierten Verfahren durchgeführt werden. Vorzugsweise handelt es sich um Hydrolyseprodukte mit mittleren Molmassen im Bereich von 400 bis 500.000 g/mol. Dabei ist ein Polysaccharid mit einem Dextrose-Äquivalent (DE) im Bereich von 0,5 bis 40, insbesondere von 2 bis 30, bevorzugt, wobei DE ein gebräuchliches Maß für die reduzierende Wirkung ei­ nes Polysaccharids im Vergleich zu Dextrose ist, welche ein DE von 100 be­ sitzt. Brauchbar sind sowohl Maltodextrine mit einem DE zwischen 3 und 20 und Trockenglucosesirupe mit einem DE zwischen 20 und 37 als auch soge­ nannte Gelbdextrine und Weißdextrine mit höheren Molmassen im Bereich von 2.000 bis 30.000 g/mol. Ein bevorzugtes Dextrin ist in der britischen Patentan­ meldung 94 19 091 beschrieben.
Bei den oxidierten Derivaten derartiger Dextrine handelt es sich um deren Um­ setzungsprodukte mit Oxidationsmitteln, die in der Lage sind, mindestens eine Alkoholfunktion des Saccharidrings zur Carbonsäurefunktion zu oxidieren. Der­ artige oxidierte Dextrine und Verfahren zu ihrer Herstellung sind insbesondere aus den europäischen Patentanmeldungen EP-A 0 232 202, EP-A 0 427 349, EP-A 0 472 042 und EP-A 0 542 496 sowie aus den internationalen Patentan­ meldungen WO 92118542, WO 93/08251, WO 93/16110, WO 94/28030, WO 95/07303, WO 95/l 2619 und WO 95/20608 bekannt. Ebenfalls geeignet ist ein oxidiertes Oligosaccharid gemäß der deutschen Patentanmeldung DE-A 196 00 018. Ein an C6 des Saccharidrings oxidiertes Produkt kann besonders vorteilhaft sein.
Auch Oxydisuccinate und andere Derivate von Disuccinaten, vorzugsweise Ethylendiamindisuccinat sind weitere geeignete Co-Builder. Dabei wird Ethy­ lendiamin-N,N'-disuccinat (EDDS), dessen Synthese beispielsweise in der Druckschrift US-A 3,158,615 beschrieben wird, bevorzugt in Form seiner Natri­ um- oder Magnesiumsalze verwen 43095 00070 552 001000280000000200012000285914298400040 0002019934254 00004 42976det. Weiterhin bevorzugt sind in diesem Zu­ sammenhang auch Glycerindisuccinate und Glycerintrisuccinate, wie sie bei­ spielsweise in den US-Patentschriften US-A 4,524,009 und US-A 4,639,325, in der europäischen Patentanmeldung EP-A 0 150 930 und in der japanischen Patentanmeldung JP-A 93/339,896 beschrieben werden. Geeignete Einsatz­ mengen liegen in zeolithhaltigen und/oder silicathaltigen Formulierungen bei 3 bis 15 Gew.-%.
Weitere brauchbare organische Co-Builder sind beispielsweise acetylierte Hy­ droxycarbonsäuren bzw. deren Salze, welche gegebenenfalls auch in Lacton­ form vorliegen können und welche mindestens 4 Kohlenstoffatome und wenig­ stens eine Hydroxygruppe sowie maximal zwei Säuregruppen enthalten. Derar­ tige Co-Builder werden beispielsweise in der internationalen Patentanmeldung WO 95/20029 beschrieben.
Eine weitere Substanzklasse mit Co-Builder-Eigenschaften stellen die Phos­ phonate dar. Dabei handelt es sich insbesondere um Hydroxyalkan- bzw. Ami­ noalkanphosphonate. Unter den Hydroalkanphosphonaten ist das 1- Hydroxyethan-1,1-diphosphonat (HEDP) von besonderer Bedeutung als Co- Builder. Es wird vorzugsweise als Natriumsalz eingesetzt, wobei das Dinatrium­ salz neutral und das Tetranatriumsalz alkalisch (pH = 9) reagiert. Als Aminoal­ kanphosphonate kommen vorzugsweise Ethylendiamintetramethylenphospho­ nat (EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonat (DTPMP) sowie de­ ren höhere Homologe in Frage. Sie werden vorzugsweise in Form der neutral­ reagierenden Natriumsalze, z. B. als Hexanatriumsalz der EDTMP bzw. als Hepta- und Octanatriumsalz der DTPMP, eingesetzt. Als Builder wird dabei aus der Klasse der Phosphonate bevorzugt HEDP verwendet. Die Aminoalkan­ phosphonate besitzen zudem ein ausgeprägtes Schwermetallbindevermögen. Dementsprechend kann es, insbesondere wenn die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen auch Bleiche enthalten, bevorzugt sein, Aminoalkanphosphonate, insbesondere DTPMP, einzusetzen oder Mi­ schungen aus den genannten Phosphonaten zu verwenden.
Darüber hinaus können alle Verbindungen, die in der Lage sind, Komplexe mit Erdalkalimetallionen zu bilden, als Co-Builder eingesetzt werden.
Neben den genannten Bestandteilen Tensid und Builder können die erfin­ dungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel weitere in Wasch- oder Reini­ gungsmitteln übliche Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Bleichmittel, Bleichakti­ vatoren, Enzyme, Duftstoffe, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Siliconöle, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungsinhibitoren und Korrosionsinhibitoren enthalten.
Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H2O2 liefernden Verbindungen haben das Natriumperborat-tetrahydrat und das Natriumperborat-monohydrat besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Natriumpercarbonat, Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H2O2 lie­ fernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Di­ perazelainsäure, Phthaloiminopersäure oder Diperdodecandisäure. Werden Reinigungs- oder Bleichmittel-Zubereitungen für das maschinelle Geschirrspü­ len hergestellt, so können auch Bleichmittel aus der Gruppe der organischen Bleichmittel eingesetzt werden. Typische organische Bleichmittel sind die Diacylperoxide, wie z. B. Dibenzoylperoxid. Weitere typische organische Bleichmittel sind die Peroxysäuren, wobei als Beispiele besonders die Alkylper­ oxysäuren und die Arylperoxysäuren genannt werden. Bevorzugte Vertreter sind (a) die Peroxybenzoesäure und ihre ringsubstituierten Derivate, wie Alkyl­ peroxybenzoesäuren, aber auch Peroxy-α-Naphtoesäure und Magnesiummo­ noperphthalat; (b) die aliphatischen oder substituiert aliphatischen Peroxysäu­ ren, wie Peroxylaurinsäure, Peroxystearinsäure, ε-Phthalimidoperoxy­ capronsäure [Phthaloiminoperoxyhexansäure (PAP)], o-Carboxybenzamido­ peroxycapronsäure, N-Nonenylamidoperadipinsäure und N-Nonenylamidoper­ succinate; und (c) aliphatische und araliphatische Peroxydicarbonsäuren, wie 1,12-Diperoxycarbonsäure, 1,9-Diperoxyazelainsäure, Diperocysebacinsäure, Diperoxybrassylsäure, die Diperoxyphthalsäuren, 2-Decyldiperoxybutan-1,4- disäure, N,N-Terephthaloyl-di(6-aminopercapronsäure) können eingesetzt wer­ den.
Als Bleichmittel in Zusammensetzungen für das maschinelle Geschirrspülen können auch Chlor oder Brom freisetzende Substanzen eingesetzt werden. Unter den geeigneten Chlor oder Brom freisetzenden Materialien kommen beispielsweise heterocyclische N-Brom- und N-Chloramide, beispielsweise Trichlorisocyanursäure, Tribromisocyanursäure, Dibromisocyanursäure und/oder Dichlorisocyanursäure (DICA) und/oder deren Salze mit Kationen wie Kalium und Natrium in Betracht. Hydantoinverbindungen, wie 1,3-Dichlor-5,5-dimethylhy­ danthoin sind ebenfalls geeignet.
Um beim Waschen oder Reinigen bei Temperaturen von 60°C und darunter eine verbesserte Bleichwirkung zu erreichen, können Bleichaktivatoren in die Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen eingearbeitet werden. Als Bleichakti­ vatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen aliphatische Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen, und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben, eingesetzt werden. Geeignet sind Substanzen, die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls substituierte Benzoylgrup­ pen tragen. Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5- Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT), acylierte Glykolurile, insbe­ sondere Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide, insbesondere N-Nonanoyl­ succinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere n-Nonanoyl- oder Isononanoyloxybenzolsulfonat (n- bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride, ins­ besondere Phthalsäureanhydrid, acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran.
Zusätzlich zu den konventionellen Bleichaktivatoren oder an deren Stelle kön­ nen auch sogenannte Bleichkatalysatoren in die Wasch- und Reinigungsmittel- Portionen eingearbeitet werden. Bei diesen Stoffen handelt es sich um bleich­ verstärkende Übergangsmetallsalze bzw. Übergangsmetallkomplexe wie bei­ spielsweise Mn-, Fe-, Co-, Ru- oder Mo-Salenkomplexe oder -carbonylkomple­ xe. Auch Mn-, Fe-, Co-, Ru-, Mo-, Ti-, V- und Cu-Komplexe mit N-haltigen Tri­ pod-Liganden sowie Co-, Fe-, Cu- und Ru-Amminkomplexe sind als Bleichka­ talysatoren verwendbar.
Als Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen, Cellulasen bzw. deren Gemische in Frage. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder Pilzen, wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis und Streptomyces griseus gewonnene enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise wer­ den Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere Proteasen, die aus Bacil­ lus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen, bei­ spielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase oder Pro­ tease und Cellulase oder aus Cellulase und Lipase oder aus Protease, Amylase und Lipase oder Protease, Lipase und Cellulase, insbesondere jedoch Cellu­ lase-haltige Mischungen von besonderem Interesse. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in einigen Fällen als geeignet erwiesen. Die Enzyme kön­ nen an Trägerstoffen adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen. Der Anteil der Enzyme, En­ zymmischungen oder Enzymgranulate in den erfindungsgemäßen Zusammen­ setzungen kann beispielsweise etwa 0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis etwa 2 Gew.-% betragen.
Die Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen gemäß der Erfindung enthalten gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform noch weitere Additive, wie sie aus dem Stand der Technik als Additive für Wasch- bzw. Reinigungs­ mittel-Zubereitungen bekannt sind. Diese können entweder einer oder mehre­ ren, im Bedarfsfall auch allen Teil-Portionen (waschaktiven Zubereitungen) der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen zugesetzt werden oder - wie in der parallel anhängigen Patentanmeldung Nr. 199 29 098.9 mit dem Titel "Wirkstoff-Portionspackung" beschrieben - in die wasserlöslichen, die waschaktiven Zubereitungen umfassenden Materialien, also beispielsweise in die wasserlöslichen Folien, aber auch in die erfindungsgemäßen Kapseln oder Coatings eingearbeitet werden.
Eine bevorzugte Gruppe erfindungsgemäß verwendeter Additive sind optische Aufheller. Verwendet werden können hier die in Waschmitteln üblichen opti­ schen Aufheller. Diese werden als wäßrige Lösung oder als Lösung in einem organischen Lösungsmittel der Polymerlösung beigegeben, die in die Folie um­ gewandelt wird, oder werden einer Teil-Portion (waschaktiven Zubereitung) ei­ nes Wasch- oder Reinigungsmittels in fester oder flüssiger Form zugesetzt. Beispiele für optische Aufheller sind Derivate von Diaminostilbendisulfonsäure bzw. deren Alkalimetallsalze. Geeignet sind z. B. Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4- morpholino 1,3,5-triazinyl-6-amino-)stilben-2,2'-disulfonsäure oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholino-Gruppe eine Diethanol­ amino-Gruppe, eine Methylamino-Gruppe, eine Anilino-Gruppe oder eine 2- Methoxyethylamino-Gruppe tragen. Weiterhin können Aufheller vom Typ der substituierten Diphenylstyryle in den Teil-Portionen (waschaktiven Zubereitun­ gen) der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen enthal­ ten sein, z. B. die Alkalisalze des 4,4'-Bis(2-sulfostyryl-)diphenyls, 4,4'-Bis(4- chlor-3-sulfostyryl-)diphenyls oder 4-(4-Chlorstyryl-)4'-(2-sulfostyryl-)diphenyls. Auch Gemische der vorgenannten Aufheller können verwendet werden.
Eine weitere erfindungsgemäß bevorzugte Gruppe von Additiven sind UV- Schutz-Substanzen. Dabei handelt es sich um Stoffe, die beim Waschprozeß oder bei dem nachfolgenden Weichspülprozeß in der Waschflotte freigesetzt werden und die sich auf der Faser akkumulativ anhäufen, um dann einen UV- Schutz-Effekt zu erzielen. Geeignet sind die unter der Bezeichnung Tinosorb im Handel befindlichen Produkte der Firma Ciba Speciality Chemicals.
Weitere denkbare und in speziellen Ausführungsformen bevorzugte Additive sind Schauminhibitoren, aber auch Bitterstoffe, die ein versehentliches Ver­ schlucken solcher Verpackungen oder Teile solcher Verpackungen von Kindern verhindern können.
Eine weitere erfindungsgemäß bevorzugte Gruppe von Additiven sind Farb­ stoffe, insbesondere wasserlösliche oder wasserdispergierbare Farbstoffe. Be­ vorzugt sind hier Farbstoffe, wie sie zur Verbesserung der optischen Produkt­ anmutung in Wasch- und Reinigungsmittel üblicherweise eingesetzt werden. Die Auswahl derartiger Farbstoffe bereitet dem Fachmann keine Schwierigkei­ ten, insbesondere da derartige übliche Farbstoffe eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen der waschaktiven Zu­ bereitungen und gegen Licht sowie keine ausgeprägte Substantivität gegenüber Textilfasern haben, um diese nicht anzufärben. Die Farbstoffe sind erfindungs­ gemäß in den Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen in Mengen von unter 0,01 Gew.-% zugegen.
Eine weitere Klasse von Additiven, die erfindungsgemäß den Wasch- oder Rei­ nigungsmittel-Portionen zugesetzt werden kann, sind Polymere. Unter diesen Polymeren kommen zum einen Polymere in Frage, die beim Waschen oder Reinigen bzw. Spülen Cobuilder-Eigenschaften zeigen, also zum Beispiel Po­ lyacrylsäuren, auch modifizierte Polyacrylsäuren oder entsprechende Copoly­ mere. Eine weitere Gruppe von Polymeren sind Polyvinylpyrrolidon und andere Vergrauungsinhibitoren, wie Copolymere von Polyvinylpyrrolidon, Cellulose- Ether und dergleichen. Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kommen als Polymere auch sogenannte Soil Repellents in Frage. Sind dies Polymere, die auf Fasern oder harte Oberflächen aufziehen und dort einer Wie­ deranschmutzung entgegenwirken. Einschlägige Verbindungen dieser Art sind dem Waschmittelfachmann bekannt. Es handelt sich um Polyester der Terephthalsäure und des Ethylenglykols, die teilweise mit Sulfonsäuregruppen modifiziert sind.
Eine weitere Gruppe von Additiven sind Bleichkatalysatoren, insbesondere Bleichkatalysatoren für maschinelle Geschirrspülmittel oder Waschmittel. Ver­ wendet werden hier Komplexe des Mangans und des Cobalts, insbesondere mit stickstoffhaltigen Liganden.
Eine weitere im Sinne der Erfindung bevorzugte Gruppe von Additiven sind Sil­ berschutzmittel. Es handelt sich hier um eine Vielzahl von meist cyclischer or­ ganischer Verbindungen, die ebenfalls dem hier angesprochen Fachmann ge­ läufig sind und dazu beitragen, das Anlaufen von Silber enthaltenden Gegen­ ständen beim Reinigungsprozeß zu verhindern.
Als weitere erfindungsgemäße Zusätze können die Wasch- oder Reinigungs­ mittel-Portionen auch Komponenten enthalten, welche die Öl- und Fettaus­ waschbarkeit aus Textilien positiv beeinflussen, sogenannte Soil Repellents. Dieser Effekt wird besonders deutlich, wenn ein Textil verschmutzt wird, das bereits vorher mehrfach mit einem erfindungsgemäßen Waschmittel, das diese öl- und fettlösende Komponente enthält, gewaschen wurde. Zu den bevorzug­ ten öl- und fettlösenden Komponenten zählen beispielsweise nichtionische Celluloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxy-propylcellulose mit ei­ nem Anteil an Methoxy-Gruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxyprop­ oxyl-Gruppen von 1 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether, sowie die aus dem Stand der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder der Terephthalsäure bzw. von deren Derivaten, insbe­ sondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder Polyethylenglykol­ terephthalaten oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten Derivaten von diesen. Besonders bevorzugt von diesen sind die sulfonierten Derivate der Phthalsäure- und der Terephthalsäure-Polymere.
Alle diese Additive werden den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungs­ mittel-Portionen in Mengen bis höchstens 30 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 20 Gew.-%, zugesetzt. Wie bereits gesagt, kann der Zusatz auch zu einem Materi­ al einer wasserlöslichen Umfassung erfolgen, das die oder eine der waschakti­ ve(n) Zubereitung(en) umfaßt. Um die Ausgewogenheit der Rezeptur zu erhal­ ten, ist es dem Fachmann daher möglich, das Kunststoffmaterial für die Umfas­ sung entweder in seinem Gewicht zu steigern, um so den Depot-Effekt der ge­ mäß Erfindung erzielt wird, auszunutzen oder aber die genannten Additive zu­ sätzlich zumindest anteilsweise in der restlichen waschaktiven Zubereitung zu halten. Dies ist jedoch weniger bevorzugt.
Duftstoffe werden den erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel- Portionen zugesetzt, um den ästhetischen Gesamteindruck der Produkte zu verbessern und dem Verbraucher neben der technischen Leistung (Weichspül­ ergebnis) ein sensorisch typisches und unverwechselbares Produkt zur Verfü­ gung zu stellen. Als Parfümöle oder Duftstoffe können einzelne Riechstoff- Verbindungen verwendet werden, beispielsweise die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe. Riechstoff-Verbindungen vom Typ der Ester sind beispielsweise Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, p-t-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenz­ yl-carbinylacetat, Phenylethylacetat, Linalylbenzoat, Benzylformiat, Ethylme­ thylphenylglycinat, Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat und Benzylsali­ cylat. Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether. Zu den Aldehyden zählen z. B. lineare Alkanale mit 8 bis 18 C-Atomen, Citral, Citronellal, Citronel­ lyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal, Lileal und Bourgeonal.
Zu den Ketonen zählen die Ionone, α-Isomethylionon, und Methylcedrylketon. Zu den Alkoholen zählen Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool, Phe­ nylethylalkohol und Terpineol. Zu den Kohlenwasserstoffen zählen hauptsäch­ lich Terpene wie Limonen und Pinen. Bevorzugt werden Mischungen verschie­ dener Riechstoffe verwendet, die so aufeinander abgestimmt sind, daß sie ge­ meinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle können auch natürliche Riechstoff Gemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quel­ len zugänglich sind. Beispiele sind Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouli-, Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet sind Muskatöl, Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl, Olibanumöl, Galbanumöl und Labdanumöl sowie Orangenblütenöl, Neroliol, Orangenschalenöl und Sandelholzöl.
Üblicherweise liegt der Gehalt an Duftstoffen im Bereich bis zu 2 Gew.-% der gesamten Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion.
Die Duftstoffe können direkt in die waschaktiven Zubereitungen eingearbeitet werden; es kann aber auch vorteilhaft sein, die Duftstoffe auf Träger aufzubrin­ gen, die die Haftung des Parfüms auf der Wäsche verstärken und durch eine langsamere Duftfreisetzung für langanhaltenden Duft der Textilien sorgen. Als solche Trägermaterialien haben sich beispielsweise Cyclodextrine bewährt. Da­ bei können die Cyclodextrin-Parfüm-Komplexe zusätzlich noch mit weiteren Hilfsstoffen beschichtet werden.
Die Parfüm- und Duftstoffe können grundsätzlich in jeder der Teil-Portionen (waschaktive Zubereitungen) der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reini­ gungsmittel-Portionen enthalten sein. Besonders bevorzugt ist es jedoch, daß sie in einem Waschmittel in einer für den Nachwaschgang oder Weichspülgang vorgesehenen Teil-Waschmittel-Portion bzw. in einem Reinigungsmittel, beson­ ders in einem Geschirrspülmittel, in einer für den Nachspülgang bzw. Klarspül­ gang vorgesehenen Teil-Reinigungsmittel-Portion, speziell Teil-Spülmittel- Portion, enthalten sind. Sie müssen daher erfindungsgemäß von einem nur bei den Bedingungen (insbesondere bei der Temperatur) des Nachwaschgangs bzw. Nachspülgangs wasserlöslichen, bei den Bedingungen (insbesondere bei der Temperatur) der vorangehenden Waschgänge bzw. Spülgänge wasserun­ löslichen Material, insbesondere von einer entsprechenden Folie oder Kapsel umfaßt sein. Erfindungsgemäß ist dies beispielsweise mit einem aus mehreren Kammern bestehenden Beutel aus Folien unterschiedlicher Wasserlöslichkeit machbar.
Die erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen können in ei­ ner ganzen Reihe von unterschiedlichen Ausgestaltungen vorliegen. Derartige Ausgestaltungen können von den im einzelnen verwendeten Komponenten ab­ hängen, insbesondere von den waschaktiven Zubereitungen, können jedoch auch in gewissen Grenzen frei wählbar sein.
So liegen zahlreiche waschaktive Zubereitungen in Form von Pulvern, Pulver­ mischungen oder in Form partikulärer Körper, beispielsweise Kugeln oder Gra­ nulate vor, so daß es sich anbietet Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen ge­ mäß der Erfindung als Einzelportions-Packungen oder Packungen von Kombi­ nationen pulverförmiger oder partikulärer Komponenten vorzusehen, beispiels­ weise als Kombinationen pulverförmiger oder partikulärer Komponenten in Foli­ enbeuteln mit einer oder mehreren Kammern oder Schichten oder als Einzel­ portionen oder Kombinationen pulverförmiger Komponenten in Kapseln. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung können die festen, beispielsweise pulverförmigen, Komponenten zu Granulaten oder Perlen verar­ beitet vorliegen und in Form von Granulaten oder Perlen - vergleichbar den Pulvern - in Beutel aus Folie mit mehreren Schichten oder Kammern oder in Kapseln verpackt sein, in welcher Form sie dann unmittelbar zum Waschen oder Reinigen zum Einsatz kommen.
Einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung entsprechend kön­ nen die Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen auch in Form von zu Körpern verpreßten Feststoffen vorliegen, die jede beliebige Form haben können; derar­ tige Formkörper (wie Tabletten, Blöcke, Briketts, Ringe o. ä.) sind aus dem Stand der Technik bekannt und können auch im Rahmen der vorliegenden Er­ findung Verwendung finden. Insbesondere können derartige Formkörper auch Vertiefungen, Mulden, Einschnitte o. ä. aufweisen, die speziellen Zwecken der Unterbringung einzelner waschaktiver Zubereitungen dienen. Selbstverständlich sind auch Formkörper in Kombination mit Pulvern, in Kombination mit Flüssig­ keiten (letztere beispielsweise dann in einer Umfassung aus einem wasserlösli­ chen Material gemäß der Erfindung) oder in Kombination mit einer in eine schmelzbare Matrix eingebetteten waschaktiven Zubereitung im Rahmen der vorliegenden Erfindung.
Bevorzugte, jedoch nicht beschränkende Beispiele für waschaktive Zubereitun­ gen, die zu erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen zu­ sammengefaßt sind, können sein:
  • - eine oder mehrere waschaktive Zubereitungen in Pulver- Partikel- oder Granulatform und/oder flüssiger Form für einen oder mehrere Gänge des Wasch- oder Reinigungs-Prozesses in einer oder mehreren Umfassun­ gen aus einem oder mehreren wasserlöslichen Polymer-Material(ien), bevorzugt in einem einzelnen Polymer-Material-Beutel oder in zusam­ menhängenden Polymermaterial-Beuteln unterschiedlicher, weiter be­ vorzugt temperaturabhängiger Wasserlöslichkeit; von einer derartigen Zubereitungen können auch waschaktive Zubereitungen unterschiedli­ cher Zusammensetzung für ein und denselben Wasch- oder Reinigungs­ gang umfaßt sein, also beispielsweise drei waschaktive Zubereitungen, von denen z. B. eine für den Vor- (Wasch- oder Reinigungs-) Gang und zwei für den Haupt- (Wasch- oder Reinigungs-) Gang vorgesehen sind oder z. B. zwei für den Haupt- (Wasch- oder Reinigungs-) Gang und eine für den Nach- (Wasch- oder Reinigungs-) Gang vorgesehen sind;
  • - eine waschaktive Zubereitung in Pulverform und eine waschaktive Zube­ reitung in Form eines bei hoher Temperatur schmelzenden Körpers in einer Umfassung, die sich bei der Temperatur in Wasser löst, bei der die in Pulverform vorliegende Wasch- oder Reinigungsmittel-Teilportion in der Flotte benötigt wird;
  • - eine waschaktive Zubereitung in Form eines Formkörpers und eine waschaktive Zubereitung in Form eines bei hoher Temperatur schmel­ zenden Körpers in einer Umfassung, die sich bei der Temperatur in Wasser löst, bei der die in fester Form vorliegende Wasch- oder Reini­ gungsmittel-Teilportion in der Flotte benötigt wird; diese Ausführungs­ form kann einen Formkörper umfassen, der zum Teil oder vollständig lö­ severzögert ist, beispielsweise durch Verpressen oder Umfassen mit ei­ nem für eine gewisse Zeit oder bei einer gewissen Temperatur wasser­ resistenten Coating; wenn in diesem Fall die Umfassung kaltwasserlös­ lich ist, wird der Formkörper früh im Wasch- oder Reinigungsgang in die Flotte freigesetzt und kann schnell lösliche Komponenten für einen Vor- (Wasch- oder Reinigungs-) Gang und (aufgrund der Löseverzögerung) langsam lösliche Komponenten für einen Haupt- (Wasch- oder Reini­ gungs-) Gang oder auch schnell lösliche Komponenten für einen ersten Teil des Haupt- (Wasch- oder Reinigungs-) Gangs und (aufgrund der Lö­ severzögerung) langsam lösliche Komponenten für einen zweiten Teil des Haupt- (Wasch- oder Reinigungs-) Gangs enthalten; die aus dem Schmelzkörper stammende waschaktive Zubereitung ist jedenfalls für den Nach- (Wasch- oder Reinigungs-) Gang bestimmt;
  • - eine waschaktive Zubereitung in Form eines (gegebenenfalls von einem wasserlöslichen Polymer-Material umfaßten, gegebenenfalls löseverzö­ gerten) Formkörpers in Kombination mit einer von einem wasserlöslichen Polymer-Material umfaßten waschaktiven Zubereitung in beispielsweise flüssiger Form;
  • - eine waschaktive Zubereitung in Form eines (gegebenenfalls löseverzö­ gerten) Formkörpers mit einer Mulde, in der eine weitere waschaktive Zubereitung in Form eines Pulvers von einem in Wasser einer bestimm­ ten Temperatur löslichen Polymer-Material gehalten wird;
  • - eine waschaktive Zubereitung in Form eines (gegebenenfalls löseverzö­ gerten) Formkörpers mit einer Mulde, in der eine weitere waschaktive Zubereitung in Form eines Formkörpers von einem in Wasser einer be­ stimmten Temperatur löslichen Polymer-Material gehalten wird; durch ein Einstellen der Löslichkeit des zweiten Formkörpers lassen sich bei be­ stimmten Bedingungen (z. B. bestimmter Temperatur) lösliche Kompo­ nenten in die Waschflotte dosieren;
  • - mehrere waschaktive Zubereitungen in Form (gegebenenfalls löseverzö­ gerter) Formkörper werden in wasserlöslichen Polymer-Materialien un­ terschiedlicher Wasserlöslichkeit zu einer Wasch- oder Reinigungsmittel- Portion zusammengefaßt, gegebenenfalls zusammen mit weiteren Kom­ ponenten in weiteren (bei unterschiedlichen Bedingungen) wasserlösli­ chen Polymer-Materialien.
Wie oben angegeben, stellen diese Fälle nicht beschränkende Beispiele für Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen gemäß der Erfindung dar.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer insbesondere zur Be­ schickung einer Wasch- oder Geschirrspülmaschine für einen in einer wäßrigen Phase stattfindenden Programmlauf geeigneten, wenigstens eine abgemesse­ ne Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung und wenigstens ein die abgemessene(n) Menge(n) wenigstens einer waschaktiven Zubereitung umfas­ sendes wasserlösliches Polymer-Material enthaltenden Wasch- oder Reini­ gungsmittel-Portion ist gekennzeichnet durch die Schritte, daß man
  • - wenigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung bereitstellt;
  • - wenigstens ein wasserlösliches Polymer-Material bereitstellt, wobei we­ nigstens ein wasserlösliches Polymer-Material eine oder mehrere Kom­ ponenten wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen enthält;
    und/oder
  • - wenigstens ein wasserlösliches Polymer-Material bereitstellt, wobei we­ nigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zu­ bereitung eine oder mehrere Komponente(n) des wasserlöslichen Poly­ mermaterials enthält; und
  • - wenigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung mit dem wenigstens einen wasserlöslichen Polymermaterial umfaßt.
Die Verfahrensschritte sind im Einzelnen davon abhängig, ob eine abgemesse­ ne Menge oder ob mehrere abgemessene Mengen waschaktiver Zubereitungen in der herzustellenden Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion enthalten sind. Grundsätzlich ist das Verfahren geeignet zur Herstellung eine waschaktive Zu­ bereitung umfassender Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen oder mehrere waschaktive Zubereitungen umfassender Wasch- oder Reinigungsmittel- Portionen. Der zweitgenannte Fall ist der erfindungsgemäß bevorzugte: Regel­ mäßig werden Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen hergestellt, in denen mehrere waschaktive Zubereitungen zu einer Portion zusammengefaßt sind.
Im einfachsten Fall der Herstellung wird jede waschaktive Zubereitung von ei­ nem separaten wasserlöslichen Polymer-Material umgeben. Möglich ist jedoch auch, mehrere waschaktive Zubereitungen mit einem Polymer-Material zu um­ fassen. Das jeweilige wasserlösliche Polymer-Material muß bei dem erfin­ dungsgemäßen Herstellungsverfahren danach ausgewählt werden, bei welcher Temperatur sich das jeweilige Polymer-Material in der Wasch- oder Reini­ gungsflotte lösen und damit den Inhalt der Teilverpackung in die Flotte freiset­ zen soll. Ein weiteres Kriterium für die Wahl des wasserlöslichen Polymer- Materials ist jedoch erfindungsgemäß, welche waschaktive Zubereitung von dem jeweiligen Polymer-Material umfaßt werden soll. Dies ist deswegen von Bedeutung, weil sich danach die Entscheidung richtet, welche Komponente(n) der waschaktiven Zubereitung, zu deren "Verpackung" das Polymer-Material dienen soll, auch in dem Polymer-Material enthalten sein soll(en) oder alternativ oder zusätzlich, welche Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in der waschaktiven Zubereitung enthalten sein soll(en).
Erfindungsgemäß wird also für die waschaktive(n) Zubereitung(en) wenigstens ein wasserlösliches Polymer-Material bereitgestellt, das eine oder mehrere Komponente(n) enthält, die in wenigstens einer der umfaßten waschaktiven Zubereitungen enthalten ist. Alternativ oder auch gleichzeitig wird bzw. werden eine oder mehrere waschaktive Zubereitungen so kompoundiert, daß sie we­ nigstens oder sogar mehrere Komponente(n) des diese umfassenden wasser­ löslichen Polymer-Materials enthalten. Besonders bevorzugt sind eine oder mehrere der genannten Komponenten, die in beiden Phasen (Polymer- Material(ien) und waschaktive Zubereitung(en)) enthalten sind, gewählt aus der Gruppe hydrophile Weichmacher und Stoffe, die - gegebenenfalls bei Zusatz geringer Mengen (< 20 Gew.-%, mit Vorteil < 10 Gew.-%, bezogen auf die Zu­ bereitung) Wasser - bei Raumtemperatur flüssig bzw. pastös bis wachsartig vorliegen. Besonders bevorzugt sind die oben genannten, ganz besonders be­ vorzugt die oben speziell beschriebenen Tensid-Komponenten bzw. Polyole, Polyalkylenglykole und strukturanalogen Amine. Von diesen kann eine oder können mehrere in beiden Phasen enthalten sein.
Der Gehalt einer oder mehrerer der genannten Komponenten wird in dem erfin­ dungsgemäßen Verfahren so gewählt, daß er in jeder der Phasen der jeweili­ gen Konzentration des Phasengleichgewichts entspricht. Damit können beide Phasen von Anfang an in einem gegenseitigen dynamischen Austausch der jeweiligen Komponente(n) stehen. Es entspricht jedoch einer weiteren Ausfüh­ rungsform der Erfindung, die Konzentration der Komponente(n) so zu wählen, daß eine Phase die überwiegende Menge oder sogar die Gesamtmenge der jeweiligen Komponente(n) enthält und die andere Phase eine kleinere Menge derselben Komponente enthält oder sogar die in Frage kommende(n) Kompo­ nente(n) gar nicht enthält, wenn sich das Gleichgewicht zwischen den beiden beteiligten Phasen waschaktive Zubereitung und wasserlösliches Polymermate­ rial nach Herstellung der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel- Portion unter kontrollierten Bedingungen einstellt. Durch Diffusion und/oder Ad­ sorption wandert dann die in Frage kommende Komponente beispielsweise (je­ doch nicht beschränkend) in Stunden oder wenigen Tagen in die Phase, in der die Konzentration unter der Phasengleichgewichts-Konzentration liegt. So wird nach kurzer, für die Praxis akzeptabler Zeit das Phasengleichgewicht einge­ stellt, und es werden damit sowohl stabile waschaktive Zubereitungen als auch lagerstabile Umfassungen der waschaktiven Zubereitung(en) in Kombination gewonnen.
Selbstverständlich ist es im Rahmen des erfindungsgemäßen Herstellungsver­ fahrens auch möglich, mehrere waschaktive Zubereitungen mit einem wasser­ löslichen Polymermaterial zu umfassen. Beispiele hierfür wurden oben genannt. In diesem Fall kann das Polymermaterial eine oder mehrere Komponenten ei­ ner oder mehrerer waschaktiver Substanzen enthalten, wie alternativ oder gleichzeitig auch mehrere waschaktive Substanzen eine oder mehrere Kompo­ nenten des Polymermaterials enthalten können.
Die Erfindung betrifft auch die neuen Umfassungen für die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen.
Diese Umfassungen eignen sich besonders zur Umfassung der erfindungsge­ mäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen oder deren Teilportionen. Da­ bei sind diese Umfassungen entweder so gestaltet, daß eine oder mehrere Komponente(n) wenigstens einer der (später umfaßten) waschaktiven Zuberei­ tungen auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material der Umfassung enthalten ist/sind oder daß eine oder mehrere Komponente(n) des wasserlöslichen Poly­ mer-Materials auch in wenigstens einer der (später umfaßten) waschaktiven Zubereitungen enthalten ist/sind. Gemäß der Erfindung bevorzugt zu verwirkli­ chen ist auch eine Ausführungsform, in der sowohl eine oder mehrere Kompo­ nente(n) wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen auch in dem was­ serlöslichen Polymer-Material enthalten ist/sind als auch wobei eine oder meh­ rere Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen enthalten ist/sind.
Gemäß bevorzugter und mit Vorteil einsetzbarer Ausführungsformen der Um­ fassungen ist/sind die Komponente(n), die auch in dem wasserlöslichen Poly­ merMaterial enthalten ist/sind, gewählt aus der Gruppe von Stoffen, die - ge­ gebenenfalls bei Zusatz geringer Mengen Wasser - bei Raumtemperatur flüssig bzw. pastös bis wachsartig vorliegen.
Besonders bevorzugt ist erfindungsgemäß eine Ausführungsform der erfin­ dungsgemäßen Umfassungen, in denen die auch in dem wasserlöslichen Po­ lymer-Material enthaltene(n) Komponente(n) wenigstens einer der waschakti­ ven Zubereitung(en) gewählt ist/sind aus der Gruppe, die besteht aus nicht- ionischen und anionischen Tensiden, wie sie oben im einzelnen definiert wur­ den. Weiter bevorzugt sind erfindungsgemäß nicht-ionische Tenside aus der Gruppe alkoxylierte Fettalkohole mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen im Fettalkohol- Alkylrest, wobei Fettalkohole natürlicher Herkunft, d. h. geradkettige und regel­ mäßig überwiegend eine gerade Zahl von Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe enthaltende Fettalkohole, gegenüber synthetischen Fettalkoholen (z. B. ver­ zweigten oder eine ungerade Zahl von Kohlenstoffatomen enthaltenden Fettal­ koholen) bevorzugt sind. Beispiele für die Fettalkohole sind aus Sicht der Ver­ fügbarkeit der Verbindungen Laurylalkohol (C12), Myristylalkohol (C14), Cetylal­ kohol (C16) usw. bzw. aus nativen Quellen stammende und entsprechend ver­ arbeitete Mischungen solcher Fettalkohole. Die Zahl der Alkoxygruppen, als welche erfindungsgemäß in erster Linie Ethoxygruppen oder Propoxygruppen in Frage kommen, besonders bevorzugt Ethoxygruppen, kann in weiten Grenzen schwanken und liegt besonders bevorzugt zwischen 3 und 80. Weitere nicht- ionische Tenside, die auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthalten sein können, sind erfindungsgemäß alkoxylierte C8- bis C20- Fettsäurealkyl­ ester mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen im Alkylrest und 3 bis 80, besonders bevor­ zugt bis 20, Alkoxygruppen, bevorzugt Ethoxygruppen, im Molekül. Aus prakti­ scher Sicht wird mit Vorteil zu berücksichtigen sein, daß solche Verbindungen aus den o. g. Gruppen verwendet werden, die auch bei größeren Kettenlängen bei den Anwendungstemperaturen noch flüssig bis pastös sind.
Es können erfindungsgemäß für den genannten Zweck auch anionische Tensi­ de verwendet werden. Aus der Gruppe dieser Verbindungen kommen in erster Linie Alkylbenzolsulfonsäuren mit 9 bis 13 Kohlenstoffatomen in den Alkylgrup­ pen und ihre (in alkalischen Milieu überwiegend vorliegenden) Salze, Cumol­ sulfonsäure und ihre Salze, C12- bis C18- Fettalkoholsulfate und C8- bis C20- Fettsäuren und ihre Salze in Frage.
Weiter besonders bevorzugt ist erfindungsgemäß eine Ausführungsform der Umfassungen für Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen, in denen die auch in wenigstens einer waschaktiven Zubereitung enthaltene(n) Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials gewählt ist/sind aus der Gruppe der hydro­ philen Weichmacher.
Besonders bevorzugt sind erfindungsgemäß Polyole mit 1 bis 20 Kohlen­ stoffatomen und 2 bis 6 Hydroxygruppen, Polyalkylenglykole mit 2 bis 4 (bevor­ zugt linearen) Alkylen-Kohlenstoffatomen (d. h. Ethylen-Gruppen, Propylen- Gruppen bzw. Butylen-Gruppen) im Molekül, besonders bevorzugt Polyethy­ lenglykole und/oder Polypropylenglykole, weiter besonders bevorzugt Poly­ ethylenglykole und/oder Polypropylenglykole mit Molekulargewichten im Be­ reich von 200 bis 12.000, weiter bevorzugt mit Molekulargewichten < 1.500. Ebenfalls mit Vorteil verwendbar sind den vorgenannten Polyalkylenglykolen strukturanaloge Amine, d. h. Verbindungen, in denen die Glykol -O- Gruppe durch eine Amin -NH- Gruppe ersetzt ist. Auch für die Amine gelten die vorste­ hend angegebenen Bereiche der Molekulargewichte. Aus praktischer Sicht sind solche Verbindungen mit Vorteil in der erfindungsgemäßen Umfassung ver­ wendbar, die bei den (erhöhten) Anwendungstemperaturen noch flüssig bis pa­ stös sind.
Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können auch niedermolekulare Polyacrylate oder Polymethacrylate oder Polymaleinate (Säuren oder - bei den alkalischen Anwendungsbedingungen bevorzugt deren Salze einschließlich deren Amin- oder (auch organische) Ammoniumsalze) oder Copolymere aus Polyacrylaten/Polymethacrylaten und Polymaleinaten verwen­ det werden.
Wie bereits oben angegeben, sind die Konzentrationen der jeweiligen Kompo­ nente(n) in der erfindungsgemäßen Umfassung kaum Beschränkungen unter­ worfen, hängen jedoch von einer Reihe von Parametern ab. Allgemein beträgt die Phasen-Gleichgewichtskonzentration in der Umfassung 0,5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Materials der Umfassung, bevorzugt 1 bis 30 Gew.-% und weiter bevorzugt 3 bis 25 Gew.-%. In dem oben angesproche­ nen Fall, daß bei der Herstellung der Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion die Umfassung noch keine der gewünschten Komponenten enthält, kann natürlich die Konzentration zu Beginn des Herstellungsschritts 0 Gew.-% sein. Es wird sich jedoch später im Laufe einer kontrollierbaren, vergleichsweise kurzen Zeit eine Phasengleichgewichts-Konzentration der entsprechenden Komponente(n) in der Umfassung einstellen, die einer Konzentration in den o. a. Bereichen ent­ spricht.
Weiter bevorzugt ist es erfindungsgemäß, daß das Material der Umfassung ein Polymer-Material ist, das gewählt ist aus der Gruppe, die besteht aus (gegebe­ nenfalls acetalisiertem) Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Polyethylenoxid, Gelatine, Stärke, Cellulose und deren Derivaten und Mischungen daraus. Ein­ zelheiten dieser Materialien wurden oben angegeben.
Mit besonderem Vorteil werden erfindungsgemäß wasserlösliche Polymer- Materialien verwendet, die vorliegen in Form von Folien, Kapseln oder Coa­ tings. Einzelheiten dieser Formen wurden oben ebenfalls im Zusammenhang mit den Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen erläutert.
Von der Erfindung umfaßt sind weiter ein Waschverfahren unter Verwendung der oben angegebenen Waschmittel-Portionen sowie ein Reinigungsverfahren unter Verwendung der oben angebenen Reinigungsmittel-Portionen. In bei­ den Verfahren finden Umfassungen bzw. Umhüllungen Verwendung, in denen eine oder mehrere Komponente(n) wenigstens einer der (später umfaßten) waschaktiven Zubereitungen auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material der Umfassung enthalten ist/sind und/oder in denen eine oder mehrere Kompo­ nente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in wenigstens einer der (später umfaßten) waschaktiven Zubereitungen enthalten ist/sind.
Das erfindungsgemäße Waschverfahren ist insbesondere ein Verfahren zum maschinellen Waschen, in dem man
  • - eine Waschmittel-Portion nach der vorstehenden detaillierten Beschrei­ bung in einer Waschmaschine plaziert;
  • - durch Wasserzugabe und Einstellen der Temperatur auf einen ersten Temperaturwert, bei dem sich zumindest ein eine abgemessene Menge einer waschaktiven Zubereitung der Waschmittel-Portion umfassendes wasserlösliches Polymer-Material löst, wenigstens eine waschaktive Zu­ bereitung in die Waschflotte freisetzt; und gegebenenfalls
  • - durch weitere Wasserzugabe(n) und Einstellen der Temperatur auf einen oder mehrere weitere(n) Temperaturwert(e), der/die über dem ersten Temperaturwert und gegebenenfalls über weiteren früheren Tempera­ turwerten liegt/liegen, eine oder mehrere weitere waschaktive Zuberei­ tungen in die Waschflotte freisetzt.
Das erfindungsgemäße Reinigungsverfahren ist insbesondere ein Verfahren zum maschinellen Spülen von Geschirr, in dem man
  • - eine Reinigungsmittel-Portion nach der vorangehenden detaillierten Be­ schreibung in einer Geschirrspülmaschine plaziert;
  • - durch Wasserzugabe und Einstellen der Temperatur auf einen ersten Temperaturwert, bei dem sich zumindest ein eine abgemessene Menge einer waschaktiven Zubereitung der Reinigungsmittel-Portion umfassen­ des wasserlösliches Polymer-Material löst, wenigstens eine waschaktive Zubereitung in die Reinigungsflotte freisetzt; und gegebenenfalls
  • - durch weitere Wasserzugabe(n) und Einstellen der Temperatur auf einen oder mehrere weitere(n) Temperaturwert(e), der/die über dem ersten Temperaturwert und gegebenenfalls über weiteren früheren Tempera­ turwerten liegt/liegen, eine oder mehrere weitere waschaktive Zuberei­ tungen in die Reinigungsflotte freisetzt.
Das Wasch- oder Reinigungsverfahren zielt also darauf ab, eine optimale Kon­ ditionierung der Wasch- oder Reinigungsflotte dadurch zu erreichen, daß ent­ sprechende Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen bei Bedingungen, in erster Linie und damit bevorzugt: bei Temperatur-Bedingungen in die Flotte freigesetzt werden, die es gestatten, die Eigenschaften der freigesetzten waschaktiven Zubereitung optimiert zu entfalten, also insbesondere bei den gestaffelten (er­ sten, zweiten und gegebenenfalls höheren) Temperaturen der jeweiligen Wasch- oder Reinigungsschritte.
Mit der vorliegenden Erfindung werden also Wasch- bzw. Reinigungsmittel- Portionen und für deren Umhüllung geeignete Umfassungen bereitgestellt, die auch in den Umhüllungen wenigstens eine Komponente enthalten, die in einer der waschaktiven Zubereitungen der Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen enthalten sind und/oder auch in wenigstens einer waschaktiven Zubereitung der Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen wenigstens eine Komponente enthal­ ten, die in einem eine Umfassung bildenden wasserlöslichen Polymer-Material enthalten ist. Damit ergeben sich nicht nur ideale Verpackungs- bzw. Umfas­ sungs-Materialien für waschaktive Zubereitungen, sondern auch praxisgerechte und für den Verbraucher bequem dosierbare Wasch- oder Reinigungsmittel- Portionen mit gegenüber dem Stand der Technik verbesserten Eigenschaften.

Claims (28)

1. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion, insbesondere zur Beschickung einer Wasch- oder Geschirrspülmaschine für einen in einer wäßrigen Phase statt­ findenden Programmlauf, enthaltend wenigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung und wenigstens ein die abge­ messene(n) Menge(n) wenigstens einer waschaktiven Zubereitung umfas­ sendes wasserlösliches Polymer-Material, wobei eine oder mehrere Kom­ ponente(n) wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthalten sind.
2. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion, insbesondere zur Beschickung einer Wasch- oder Geschirrspülmaschine für einen in einer wäßrigen Phase statt­ findenden Programmlauf, enthaltend wenigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung und wenigstens ein die abge­ messene(n) Menge(n) wenigstens einer waschaktiven Zubereitung umfas­ sendes wasserlösliches Polymer-Material, wobei eine oder mehrere Kom­ ponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen enthalten sind.
3. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion, insbesondere zur Beschickung einer Wasch- oder Geschirrspülmaschine für einen in einer wäßrigen Phase statt­ findenden Programmlauf, enthaltend wenigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung und wenigstens ein die abge­ messene(n) Menge(n) wenigstens einer waschaktiven Zubereitung umfas­ sendes wasserlösliches Polymer-Material, wobei eine oder mehrere Kom­ ponente(n) wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthalten sind und wobei eine oder meh­ rere Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in wenig­ stens einer der waschaktiven Zubereitungen enthalten sind.
4. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 oder 3, worin die auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthaltene(n) Komponente(n) wenigstens einer der waschaktiven Zubereitung(en) gewählt ist/sind aus der Gruppe von Stoffen, die - gegebenenfalls bei Zusatz gerin­ ger Mengen Wasser - bei Raumtemperatur flüssig bzw. pastös bis wachs­ artig vorliegen.
5. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach Anspruch 4, worin die Kompo­ nente(n) gewählt ist/sind aus der Gruppe, die besteht aus alkoxylierten Fett­ alkoholen mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen und 3 bis 80 Alkoxygruppen, wei­ ter bevorzugt Ethoxygruppen, im Molekül, alkoxylierten C8- bis C20-Fett­ säurealkylestern mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen im Alkylrest und 3 bis 80, bevorzugt bis 20, Alkoxygruppen, weiter bevorzugt Ethoxygruppen, im Mo­ lekül, C9- bis C13- Alkylsulfonaten, Cumolsulfonat, C12- bis C18- Fettal­ koholsulfaten und Salzen von C8- bis C20- Fettsäuren.
6. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 2 oder 3, worin die auch in wenigstens einer waschaktiven Zubereitung enthaltene(n) Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials gewählt ist/sind aus der Gruppe hydrophiler Weichmacher.
7. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach Anspruch 6, worin die Kompo­ nente(n) gewählt ist/sind aus der Gruppe Polyole mit 1 bis 20 Kohlenstoffa­ tomen und 2 bis 6 Hydroxygruppen, Polyalkylenglykole mit 2 bis 4 Kohlen­ stoffatomen im Alkylenrest, sowie strukturanalogen Aminen mit -NH- Grup­ pen statt der -O- Gruppen im Molekül, bevorzugt Polyethylenglykole und Polypropylenglykole bzw. strukturanaloge Amine, weiter bevorzugt Poly­ ethylenglykole und Polypropylenglykole mit Molekulargewichten im Bereich von 200 bis 12.000 bzw. strukturanaloge Amine, noch weiter bevorzugt mit Molekulargewichten < 1.500 bzw. strukturanaloge Amine.
8. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 7, worin die Komponente(n) in dem wenigstens einen wasserlöslichen Poly­ mer-Material und in der wenigstens einen waschaktiven Zubereitung in einer dem Gleichgewichtszustand entsprechenden Konzentration vorliegt/vorlie­ gen, bevorzugt in einer Konzentration von 0,5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Phase, noch mehr bevorzugt in einer Konzentration von 1 bis 30 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt in einer Konzentration von 3 bis 25 Gew.-%.
9. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 7, worin die Komponente(n) in dem wenigstens einen wasserlöslichen Poly­ mer-Material und in der wenigstens einen waschaktiven Zubereitung in einer über bzw. unter der Konzentration, die dem Gleichgewichtszustand ent­ spricht, liegenden Konzentration vorliegt/vorliegen und sich die dem Gleich­ gewichtszustand entsprechende Konzentration innerhalb kontrollierter Zeit einstellt, bevorzugt eine Konzentration von 0,5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Phase, noch mehr bevorzugt eine Kon­ zentration von 1 bis 30 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt eine Konzentra­ tion von 3 bis 25 Gew.-%.
10. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 9, worin das wasserlösliche Polymer-Material gewählt ist aus der Gruppe, die besteht aus (gegebenenfalls acetalisiertem) Polyvinylalkohol, Polyvinylpyr­ rolidon, Polyethylenoxid, Gelatine, Stärke, Cellulose und ihren Derivaten und Mischungen daraus.
11. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 10, worin das wasserlösliche Polymer-Material vorliegt in Form von Folien, Kap­ seln oder Coatings.
12. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 11, enthaltend zusätzlich eine Umfassung, die für Wasserdampf und/oder für die Komponente(n) weniger durchlässig ist als das Polymer-Material.
13. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach Anspruch 12, worin die Umfas­ sung eine Wasserdampf-Durchlässigkeit von ≦ 10 g/m2 pro Tag bei 23°C und 85% relativer Feuchtigkeit aufweist, bevorzugt eine Wasserdampf- Durchlässigkeit von < 5 g/m2 pro Tag, weiter bevorzugt keine meßbare Wasserdampf-Durchlässigkeit bei Messung nach nach DIN EN 53122 auf­ weist.
14. Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 12 oder 13, worin die Umfassung wiederverschließbar ist.
15. Umfassung wenigstens einer abgemessenen Menge einer waschaktiven Zubereitung einer insbesondere zur Beschickung einer Wasch- oder Ge­ schirrspülmaschine geeigneten Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion in Form eines wasserlöslichen Polymer-Materials, wobei eine oder mehrere Komponente(n) wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthalten ist/sind.
16. Umfassung wenigstens einer abgemessenen Menge einer waschaktiven Zubereitung einer insbesondere zur Beschickung einer Wasch- oder Ge­ schirrspülmaschine geeigneten Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion in Form eines wasserlöslichen Polymer-Materials, wobei eine oder mehrere Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen enthalten ist/sind.
17. Umfassung wenigstens einer abgemessenen Menge einer waschaktiven Zubereitung einer insbesondere zur Beschickung einer Wasch- oder Ge­ schirrspülmaschine geeigneten Wasch- oder Reinigungsmittel-Portion in Form eines wasserlöslichen Polymer-Materials, wobei eine oder mehrere Komponente(n) wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthalten ist/sind und wobei eine oder mehrere Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials auch in wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen enthalten ist/sind.
18. Umfassung nach einem der Ansprüche 15 oder 17, worin die auch in dem wasserlöslichen Polymer-Material enthaltene(n) Komponente(n) wenigstens einer der waschaktiven Zubereitung(en) gewählt ist/sind aus der Gruppe von Stoffen, die - gegebenenfalls bei Zusatz geringer Mengen Wasser - bei Raumtemperatur flüssig bzw. pastös bis wachsartig vorliegen.
19. Umfassung nach Anspruch 18, worin die Komponente(n) gewählt ist/sind aus der Gruppe, die besteht aus alkoxylierten Fettalkoholen mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen und 3 bis 80 Alkoxygruppen, weiter bevorzugt Ethoxy­ gruppen, im Molekül, alkoxylierten C8- bis C20-Fettsäurealkylestern mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen im Alkylrest und 3 bis 80, bevorzugt bis 20, Alkoxy­ gruppen, weiter bevorzugt Ethoxygruppen, im Molekül, C9- bis C13- Alkyl­ sulfonaten, Cumolsulfonat, C12- bis C18- Fettalkoholsulfaten und Salzen von C8- bis C20- Fettsäuren.
20. Umfassung nach einem der Ansprüche 16 oder 17, worin die auch in wenig­ stens einer waschaktiven Zubereitung enthaltene(n) Komponente(n) des wasserlöslichen Polymer-Materials gewählt ist/sind aus der Gruppe hydro­ philer Weichmacher.
21. Umfassung nach Anspruch 20, worin die Komponente(n) gewählt ist/sind aus der Gruppe Polyole mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen und 2 bis 6 Hy­ droxygruppen, Polyalkylenglykole mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylen­ rest, sowie strukturanalogen Aminen mit -NH- Gruppen statt der -O- Grup­ pen im Molekül, bevorzugt Polyethylenglykole und Polypropylenglykole bzw. strukturanaloge Amine, weiter bevorzugt Polyethylenglykole und Polypropy­ lenglykole mit Molekulargewichten im Bereich von 200 bis 12.000 bzw. strukturanaloge Amine, noch weiter bevorzugt mit Molekulargewichten < 1.500 bzw. strukturanaloge Amine.
22. Umfassung nach einem der Ansprüche 15 bis 21, enthaltend die Kompo­ nente(n) in einer dem Gleichgewichtszustand entsprechenden Konzentrati­ on, bevorzugt in einer Konzentration von 0,5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Polymerphase, noch mehr bevorzugt in einer Kon­ zentration von 1 bis 30 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt in einer Kon­ zentration von 3 bis 25 Gew.-%.
23. Umfassung nach einem der Ansprüche 15 bis 21, enthaltend die Kompo­ nente(n) in einer über bzw. unter der Konzentration, die dem Gleichge­ wichtszustand entspricht, liegenden Konzentration, wobei sich die dem Gleichgewichtszustand entsprechende Konzentration innerhalb kontrollierter Zeit einstellt, bevorzugt eine Konzentration von 0,5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Polymerphase, noch mehr bevorzugt eine Kon­ zentration von 1 bis 30 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt eine Konzentra­ tion von 3 bis 25 Gew.-%.
24. Umfassung nach einem der Ansprüche 15 bis 23, worin das wasserlösliche Polymer-Material gewählt ist aus der Gruppe, die besteht aus (gegebenen­ falls acetalisiertem) Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Polyethylenoxid, Gelatine, Stärke, Cellulose und ihren Derivaten und Mischungen daraus.
25. Umfassung nach einem der Ansprüche 15 bis 24, worin das wasserlösliche Polymer-Material vorliegt in Form von Folien, Kapseln oder Coatings.
26. Verfahren zur Herstellung einer insbesondere zur Beschickung einer Wasch- oder Geschirrspülmaschine für einen in einer wäßrigen Phase statt­ findenden Programmlauf geeigneten, wenigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung und wenigstens ein die abge­ messene(n) Menge(n) wenigstens einer waschaktiven Zubereitung umfas­ sendes wasserlösliches Polymer-Material enthaltenden Wasch- oder Reini­ gungsmittel-Portion, gekennzeichnet durch die Schritte, daß man
  • - wenigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung bereitstellt;
  • - wenigstens ein wasserlösliches Polymer-Material bereitstellt, wobei we­ nigstens ein wasserlösliches Polymer-Material eine oder mehrere Kom­ ponenten wenigstens einer der waschaktiven Zubereitungen enthält; und/oder
  • - wenigstens ein wasserlösliches Polymer-Material bereitstellt, wobei we­ nigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zu­ bereitung eine oder mehrere Komponente(n) des wasserlöslichen Poly­ mermaterials enthält; und
  • - wenigstens eine abgemessene Menge wenigstens einer waschaktiven Zubereitung mit dem wenigstens einen wasserlöslichen Polymermaterial umfaßt.
27. Waschverfahren, insbesondere Verfahren zum maschinellen Waschen, worin man
  • - eine Waschmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 14 in einer Waschmaschine plaziert;
  • - durch Wasserzugabe und Einstellen der Temperatur auf einen ersten Temperaturwert, bei dem sich zumindest ein eine abgemessene Menge einer waschaktiven Zubereitung der Waschmittel-Portion umfassendes wasserlösliches Polymer-Material löst, wenigstens eine waschaktive Zu­ bereitung in die Waschflotte freisetzt; und gegebenenfalls
  • - durch weitere Wasserzugabe(n) und Einstellen der Temperatur auf einen oder mehrere weitere(n) Temperaturwert(e), der/die über dem ersten Temperaturwert und gegebenenfalls über weiteren früheren Tempera­ turwerten liegt/liegen, eine oder mehrere weitere waschaktive Zuberei­ tungen in die Waschflotte freisetzt.
28. Reinigungsverfahren, insbesondere Verfahren zum maschinellen Spülen von Geschirr, worin man
  • - eine Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1 bis 14 in ei­ ner Geschirrspülmaschine plaziert;
  • - durch Wasserzugabe und Einstellen der Temperatur auf einen ersten Temperaturwert, bei dem sich zumindest ein eine abgemessene Menge einer waschaktiven Zubereitung der Reinigungsmittel-Portion umfassen­ des wasserlösliches Polymer-Material löst, wenigstens eine waschaktive Zubereitung in die Reinigungsflotte freisetzt; und gegebenenfalls
  • - durch weitere Wasserzugabe(n) und Einstellen der Temperatur auf einen oder mehrere weitere(n) Temperaturwert(e), der/die über dem ersten Temperaturwert und gegebenenfalls über weiteren früheren Tempera­ turwerten liegt/liegen, eine oder mehrere weitere waschaktive Zuberei­ tungen in die Reinigungsflotte freisetzt.
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