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DE19933990A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Texturieren eines synthetischen Fadens - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Texturieren eines synthetischen Fadens

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Publication number
DE19933990A1
DE19933990A1 DE19933990A DE19933990A DE19933990A1 DE 19933990 A1 DE19933990 A1 DE 19933990A1 DE 19933990 A DE19933990 A DE 19933990A DE 19933990 A DE19933990 A DE 19933990A DE 19933990 A1 DE19933990 A1 DE 19933990A1
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DE
Germany
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heating
thread
heating zone
contact
section
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19933990A
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English (en)
Inventor
Hellmut Lorenz
Marcus Herzberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SAURER GMBH & CO. KG, 41069 MOENCHENGLADBACH, DE
Original Assignee
Barmag AG
Barmag Barmer Maschinenfabrik AG
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Publication date
Application filed by Barmag AG, Barmag Barmer Maschinenfabrik AG filed Critical Barmag AG
Priority to DE19933990A priority Critical patent/DE19933990A1/de
Publication of DE19933990A1 publication Critical patent/DE19933990A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02JFINISHING OR DRESSING OF FILAMENTS, YARNS, THREADS, CORDS, ROPES OR THE LIKE
    • D02J13/00Heating or cooling the yarn, thread, cord, rope, or the like, not specific to any one of the processes provided for in this subclass
    • D02J13/001Heating or cooling the yarn, thread, cord, rope, or the like, not specific to any one of the processes provided for in this subclass in a tube or vessel
    • DTEXTILES; PAPER
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    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
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    • D02G1/02Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by twisting, fixing the twist and backtwisting, i.e. by imparting false twist
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    • D02J1/228Stretching in two or more steps, with or without intermediate steps

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Texturieren eines synthetischen Fadens. Hierbei wird der Faden von einer Lieferspule abgezogen, innerhalb einer Falschdrallstrecke gekräuselt, innerhalb einer Set-Strecke thermisch nachbehandelt und zu einer Spule aufgewickelt. Zur thermischen Nachbehandlung in der Set-Strecke erfolgt die Erwärmung und Behandlung des Fadens durch mehrere Heizzonen. Hierbei wird der Faden in einer der Heizzonen mit Kontakt zu einer Heizoberfläche und in einer anderen Heizzone im wesentlichen mit Abstand zu einer Heizoberfläche geführt.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Texturieren eines synthetischen Fadens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
Um einen texturierten Faden als sogenanntes Set-Garn herzustellen, ist es bekannt, daß der Faden nach der Texturierung in einer Set-Strecke thermisch nachbehandelt wird. Hierbei wird der Faden in einem möglichst spannungslosen Zustand durch eine Heizvorrichtung (Set-Heizer) geführt, damit sich die Spannungen, die durch die Kräuselung des Fadens im Faden eingeprägt sind, während der thermischen Nachbehandlung abbauen können. Hierzu ist es erforderlich, daß der Faden im wesentlichen ohne Kontakt in dem Set-Heizer geführt wird.
Wie beispielsweise in der EP 0 595 086 beschrieben, wird hierzu der Faden durch eine beheizbare Röhre des Set-Heizers geführt.
Die Entwicklung im Bereich der Texturierung führt nun jedoch zu immer höheren Fadengeschwindigkeiten, die oberhalb von 1000 m/min liegen. Damit tritt das Problem ein, daß zur Einhaltung der Verweilzeiten zur thermischen Behandlung die Set-Heizer eine die Maschinenquerschnitte sprengende Länge aufweisen müssen. Als Alternative ist es auch bekannt, die Heizertemperaturen derart heraufzusetzen, daß auch bei kurzer Heizstrecke eine ausreichende Erwärmung des Fadens erreicht wird. Hierbei tritt jedoch das Problem auf, daß nicht alle Einzelfilamente des Filamentbündels vom Faden gleichmäßig behandelt werden. Einzelfilamente, die über eine längere Strecke vom Rest des Filamentbündels ab stehen, unterliegen anderen Schrumpfbedingungen als die Filamente im Kern des Filamentbündels. Die Bildung von Schlingen ist unvermeidlich.
Demgemäß ist es Aufgabe der Erfindung, das eingangs genannte Verfahren sowie die eingangs genannte Vorrichtung derart weiterzubilden, daß ein texturierter Faden auch bei hohen Fadengeschwindigkeiten und ohne längere Verweilzeiten eine gleichmäßige thermische Behandlung in der Set-Strecke erhält.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein Verfahren mit dem Merkmal des Anspruchs 1 sowie durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die thermische Nachbehandlung des Fadens in der Set-Strecke in mehreren Heizzonen erfolgt. In einer der Heizzonen wird der Faden überwiegend mit Kontakt erwärmt. In dieser Kontaktheizzone wird durch den Kontakt ein deutlich höherer Wärmeübergang zum Faden hin erreicht. Das Filamentbündel des Fadens erhält in der Kontaktheizzone eine im wesentlichen gleichmäßige Behandlungstemperatur. Zur Erwärmung des Fadens kann dieser direkt mit Kontakt über eine Heizoberfläche geführt werden. Es ist jedoch auch möglich, die Heizoberfläche durch mehrere Führungskörper mit längeren erwärmten Kontaktstrecken zu bilden. In einer anderen Heizzone wird der Faden mit Abstand zu einer Heizoberfläche geführt. Damit ist dem Faden die Möglichkeit gegeben, ohne äußere Reibkräfte weitgehend frei zu schrumpfen.
Die thermische Nachbehandlung des Fadens kann bei der Ausführung der Erfindung, bei welcher die Heiztemperatur in der Kontaktheizzone und die Heiztemperatur in der Konvektionsheizzone unabhängig voneinander einstellbar und regelbar sind, mit besonders großer Flexibilität durchgeführt werden. Damit können vorgegebene vom Garntyp abhängige Temperaturprofile auf einfache weise eingehalten werden.
Da die Wärmeübertragung in den Heizzonen durch Kontakt einerseits und Konvektion andererseits zu einer sehr unterschiedliche Aufheizung des Fadens führt, lassen sich die beiden Heizzonen auch vorteilhaft mit gleichen Heiztemperaturen betreiben. Hierbei erfolgt für beide Heizzonen eine gemeinsame Temperaturregelung.
Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens wird der Faden in der Konvektionsheizzone im wesentlichen ohne Berührung geführt. Hierbei ist die Heizoberfläche der Konvektionsheizzone auf eine Temperatur erhitzt, die mindestens 20°C oberhalb der Schmelztemperatur des Fadenmaterials, vorzugsweise bei einer Temperatur von 300°C bis 600°C liegt. Damit wird die Einkräuselung des Fadens weiter herabgesetzt.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird der Faden entlang der Heizoberfläche in der Konvektionsheizzone durch mehrere kurze Führungskörper, die längs der Heizstrecke verteilt sind, geführt. Damit wird das Auftreten von sogenannten Voids vermieden. Als Voids werden Unregelmäßigkeiten (Stellen mit geringerem Fadenvolumen) des Fadens bezeichnet, die eine Länge von einigen mm bis mehreren cm aufweisen können. Die Voids resultieren aus dem im Faden eingeprägten Drehsinn und unterschiedlicher Fadenerwärmung. Durch die entlang der Heizstrecke angeordneten Führungskörper wird der Faden daran gehindert, eine Eigendynamik zu entwickeln, so daß die Fadenerwärmung vergleichmäßigt und die Void-Ausbildung vermieden wird.
Um eine möglichst intensive Set-Wirkung bei der Behandlung des Fadens zu erhalten, wird der Faden gemäß einer weiteren vorteilhaften Verfahrensvariante vor Einlauf in die Konvektionsheizzone durch die Kontaktheizzone vorgewärmt.
Bei Verlassen der Kontaktheizzone weist der vorgewärmte Faden eine Temperatur auf, die größer der Glasumwandlungstemperatur des Fadenmaterials ist, insbesondere < 100°C. Damit kann unmittelbar bei Eintreten des Fadens in die Konvektionsheizzone der Schrumpfvorgang eintreten.
Es hat sich herausgestellt, daß durch die kombinierte Aufheizung des Fadens in mehreren Zonen die Verweilzeit des Fadens bei der thermischen Nachbehandlung auf vorzugsweise < 0,1 sec herabgesetzt werden kann. Höhere Verweilzeiten bewirken keine Steigerung der Set-Wirkung.
Die Set-Wirkung wird neben der Heiztemperatur und der Heizstrecke im wesentlichen durch die Nacheilung, d. h. durch das Geschwindigkeitsverhältnis der Lieferwerke vor und nach der Set-Strecke beeinflußt. Hierbei ist tendenziell mit steigender Nacheilung eine Abnahme der Einkräuselung festzustellen. Die Nacheilung darf jedoch nicht zu stark sein, da ansonsten der Faden innerhalb der Set-Strecke verschlappt. Bei dem Verfahren sollte mindestens eine Nacheilung von -3% eingestellt sein. D.h. das Lieferwerk am Ende der Set-Strecke wird mit einer geringeren Geschwindigkeit betrieben als das Lieferwerk am Anfang der Set-Strecke.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zeichnet sich insbesondere durch die sehr kurze Set-Strecke aus.
Die beiden Heizzonen des Set-Heizers können durch unabhängig voneinander regelbare Heizelemente beheizt werden, so daß die Heiztemperaturen der beiden Heizzonen getrennt einstellbar und regelbar sind.
Bei gleichen Heiztemperaturen werden die Heizzonen vorteilhaft durch ein gemeinsames Heizelement beheizt.
Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist der Set-Heizer einen Heizkanal auf, in welchem ein auswechselbarer Einsatz eingebettet ist. Hierbei werden die Heizoberflächen der Kontaktheizzone und der Konvektionsheizzone durch den Einsatz gebildet. Durch diese Ausbildung besteht die Möglichkeit, die Länge der Kontaktzone und die Anzahl der Führungskörper in der Konvektionsheizzone den Gegebenheiten einfach anzupassen.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist anhand eines Vorrichtungsbeispiels im folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben.
Es stellen dar:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Texturieren eines synthetischen Fadens;
Fig. 2 eine Heizvorrichtung zur Durchführung der thermischen Nachbehandlung des Fadens in der Set-Strecke;
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Kontaktheizzone der Heizvorrichtung aus Fig. 2;
Fig. 4 einen Querschnitt durch die Konvektionsheizzone der Heizvorrichtung aus Fig. 2.
In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Texturieren eines synthetischen Fadens gezeigt. Die Vorrichtung weist eine Lieferspule 1 auf, die beispielsweise in einem Gatter drehbar angeordnet ist. In Fadenlaufrichtung folgt nach der Lieferspule 1 ein Fadenführer 4 und ein erstes Lieferwerk 2. Zwischen dem ersten Lieferwerk und einem im Fadenlauf dem ersten Lieferwerk 2 nachgeschalteten Falschdrallgeber 8 wird eine Falschdrallstrecke 14 gebildet. Innerhalb der Falschdrallstrecke 14 ist eine erste Heizvorrichtung 5 und eine Kühlvorrichtung 6 angeordnet. Zwischen dem Falschdrallgeber 8 und der Kühlvorrichtung 6 wird der Faden 3 über eine Umlenkrolle 7 geführt. Dem Falschdrallgeber 8 ist ein zweites Lieferwerk 9 nachgeschaltet. Zwischen dem zweiten Lieferwerk 9 und einem dritten Lieferwerk 11 ist eine Set-Strecke 15 gebildet. Innerhalb der Set-Strecke 15 ist ein Set-Heizer 10 angeordnet. Der Set-Heizer 10 besteht aus zwei Heizzonen 16 und 17, auf deren Ausbildung später eingegangen wird. Dem dritten Lieferwerk 11 ist eine Aufwickeleinrichtung 13 nachgeordnet. Zwischen der Aufwickeleinrichtung 13 und dem dritten Lieferwerk 11 wird der Faden an der Umlenkrolle 12 umgelenkt.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung wird ein Faden 3 durch das erste Lieferwerk 2 von der Lieferspule 1 abgezogen und in die Falschdrallstrecke gefördert. Am Ende der Falschdrallstrecke 14 erhält der Faden 3 durch den Falschdrallgeber 8 einen Falschdrall, der bis zu dem ersten Lieferwerk zurückläuft. Dadurch wird der Faden 3 zur Kräuselung im gedrallten Zustand in der ersten Heizvorrichtung 5 erwärmt und in der anschließenden Kühlvorrichtung 6 fixiert.
Die Heizvorrichtung 5 ist vorzugsweise als Hochtemperaturheizer ausgeführt, bei welchem die Heizoberfläche auf einer Temperatur von 300 bis 500° erhitzt ist. Der Faden wird hierbei mit einem Abstand zu der Heizoberfläche vorzugsweise in einem zick-zack-förmigen Fadenlauf geführt. Eine derartige Heizeinrichtung ist aus der EP 0 412 429 bekannt. Insoweit wird auf diese Druckschrift Bezug genommen.
Die Behandlung des Fadens erfolgt in der Heizvorrichtung vorzugsweise in zwei Heizzonen, wobei der Faden mit einem oder mehreren Führungskörpern durch jeweils eine Heizzone geführt wird. Bei der Anordnung von mehreren Führungskörpern entlang der Heizstrecke sind diese vorzugsweise derart angeordnet, daß der Faden zick-zack-förmig geführt wird.
Die Kühlvorrichtung 6 weist einen Kühlkörper auf, an den der Faden mit Kontakt geführt wird. Der Kühlkörper ist eine Kühlschiene oder ein mit einem Kühlmedium durchströmtes Kühlrohr. Am Ende der Falschdrallstrecke 14 ist der Falschdrallgeber 8 angeordnet. Der Falschdrallgeber 8 ist vorzugsweise als Friktionsaggregat ausgeführt, bei welchem der Faden zur Drallgebung über einen rotierenden Körper zur Drallgebung geführt wird. Hierzu kann der Falschdrallgeber 8 Friktionsscheiben oder Friktionsriemen aufweisen.
Der Faden 3 wird durch das zweite Lieferwerk 9 aus der Falschdrallstrecke 14 abgezogen und in die Set-Strecke 15 geführt. Innerhalb der Set-Strecke 15 erfolgt die thermische Nachbehandlung des Fadens 3. Hierzu wird der Faden 3 zunächst in einer ersten Heizzone 16 vorgewärmt. Die Heizzone 16 stellt die Kontaktheizzone dar, in welcher der Faden 3 mit Kontakt über eine Heizoberfläche geführt wird. Unmittelbar anschließend wird der Faden 3 in eine Konvektionsheizzone 17 geführt. Die Konvektionsheizzone 17 wird vom Faden im wesentlichen berührungslos durchlaufen, so daß in dieser Heizzone die Schrumpfbehandlung erfolgt. Am Ende der Set-Strecke 15 ist das dritte Lieferwerk 11 angeordnet, durch welches der Faden 3 aus der Set-Strecke zur folgenden Aufwickeleinrichtung 13 gefördert wird. Die Aufwickeleinrichtung 13 weist eine Changiereinrichtung, eine Treibwalze sowie einen Spulenhalter auf. Der Spulenhalter ist beweglich in einem Maschinengestell gelagert und wird über die Treibwalze, die am Umfang der zu bildenden Spule anliegt, angetrieben. Der Faden wird somit in der Aufwickeleinrichtung zu einer Spule aufgewickelt.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung wird der Faden mit einer Geschwindigkeitsdifferenz geführt, die sich zwischen der Geschwindigkeit des zweiten Lieferwerks 9 und der Geschwindigkeit des dritten Lieferwerks 13 einstellt. Da in der Falschdrallstrecke 14 eine Verstreckung des Fadens stattfindet, wird das zweite Lieferwerk 9 im Verhältnis zum ersten Lieferwerk 2 mit bestimmter Geschwindigkeit angetrieben. Damit das Verstreckverhältnis in der Falschdrallstrecke 14 und die Nacheilung in der Set-Strecke 15 unabhängig voneinander einstellbar sind, wird vorzugsweise zwischen dem zweiten Lieferwerk 9 und dem Eingang des Set-Heizers 10 ein weiteres Lieferwerk geschaltet. Damit ist die Möglichkeit gegeben, die Geschwindigkeit innerhalb der Set-Strecke 15 unabhängig von der Verstreckung des Fadens einzustellen.
In vielen Fällen wird bei der Texturierung eines Fadens zwischen dem Ausgang des Set-Heizers 10 und dem dritten Lieferwerk 11 eine Verwirbelungsdüse angeordnet, die einen Luftstrom erzeugt, der zu einem Drall an dem Faden führt, der dem eingeprägten Drehmoment des Fadens durch die Falschdrallkräuselung entgegenwirkt. Diese Anordnung ist insbesondere dann empfehlenswert, wenn ein absolut momentfreies Garn erzeugt werden soll. In der Regel reicht jedoch die thermische Nachbehandlung aus, um das im Faden eingeprägte Drehmoment zu kompensieren.
In Fig. 2 ist ein Set-Heizer schematisch in einer Draufsicht gezeigt, wie er beispielsweise in der Vorrichtung gemäß Fig. 1 einsetzbar wäre. Der Set-Heizer besteht aus einem Heizkörper 24. In dem Heizkörper 24 ist ein Heizkanal 18 nutenförmig eingebracht. Im Betrieb ist der Heizkanal 18 durch einen Deckel verschlossen. In dem Heizkanal 18 ist eine Einlage 19 eingebracht. Die Einlage 19 ist in einem ersten Abschnitt im Bereich der Kontaktheizzone 16 und in einem zweiten Abschnitt im Bereich der Konvektionsheizzone 17 aufgeteilt. Im ersten Abschnitt der Einlage 19 bildet die Einlage eine Heizoberfläche 21, auf welcher der Faden 3 mit Kontakt geführt wird. Im zweiten Abschnitt ist die Einlage 19 zum Nutgrund des Heizkanals 18 hin offen. In den seitlichen Wänden der Einlage 19 sind innerhalb der Konvektionsheizzone 17 mehrere Führungskörper 20 entlang der Heizstrecke angeordnet. Der Faden 3 wird mit Kontakt zu dem kurzen Führungskörper 20 entlang des Heizkanals 18 geführt.
In Fig. 3 ist schematisch ein Querschnitt durch die Kontaktheizzone 16 des Set- Heizers gemäß Fig. 2 gezeigt. In dem Grundkörper 24 des Set-Heizers ist der Heizkanal 18 nutenförmig eingebracht. Zur Aufheizung des Heizkanals 18 sind in dem Heizkörper 24 zwei stabförmige Widerstandsheizkörper 23 angeordnet. In die Öffnung des Heizkanals 18 ist die auswechselbare Einlage 19 in den Heizkanal 18 eingelegt. Die Einlage 19 weist einen V-förmigen Querschnitt zur Führung des Fadens 3 im Grund der Einlage 19 auf. Im Grund der Einlage 19 ist die Heizoberfläche 21 gebildet, die innerhalb des Heizkanals 18 auf eine Oberflächentemperatur im Bereich von 100 bis 150° erhitzt ist. Um den Faden sicher im Grund der Einlage 19 zu führen, ist die Einlage in Fadenlaufrichtung gekrümmt ausgeführt. Es ist jedoch auch möglich, den Faden 3 mittels einer am Eingang des Set-Heizers und am Ausgang des Set-Heizers angeordneten Fadenführer zu führen, wobei die Fadenlaufebene der Kontaktheizzone 16 und die Fadenlaufebene der Luftheizzone 17 einen Winkel < 180° bilden.
In Fig. 4 ist schematisch ein Querschnitt durch die Konvektionsheizzone 17 des Set-Heizers gemäß Fig. 2 gezeigt. Hierbei ist die Einlage 119 zum Grund des Heizkanals 18 hin offen. Damit wirkt die am Grund des Heizkanals 18 gebildete Heizoberfläche 22 unmittelbar auf den Faden 3. Der Faden 3 wird mittels der kurzen Führungskörper 20 innerhalb der Konvektionsheizzone geführt. Die Führungskörper 20 sind L-förmig ausgebildet, so daß der Faden nicht in Berührung mit der Heizoberfläche 22 gelangt. Die Heizoberfläche 22 weist eine Oberflächentemperatur von < 300° auf. Um eine möglichst hohe Laufruhe innerhalb des Set-Heizers zu erhalten, sind die Führungskörper innerhalb der Luftheizstrecke derart angeordnet, daß der Faden in einer Ebene zick-zack-förmig geführt wird. Die Führungskörper sind hierbei bevorzugt aus einer Keramik hergestellt. Zur Fixierung der Führungskörper 20 sind an der Einlage 19 hier nicht gezeigte Aussparungen eingebracht.
Bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die dargestellte Einlage beispielhaft. Die Einlage 19 ist auswechselbar, so daß durch veränderte Formgebung der Einlage 19 eine weitere oder mehrere Heizzonen im Set-Heizer realisiert werden können. Gleichzeitig kann die Fadenführung durch an geformte oder zusätzlich angebrachte Fadenführungselemente beliebig variiert werden.
Bei allen Beispielen des Set-Heizers besteht jedoch der Vorteil, daß der Heizkanal 18 mit einer einheitlichen Temperatur betrieben werden kann. Damit läßt sich die Regelung der Heiztemperatur vorteilhaft mit einem Regler ausführen.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung läßt sich ein Garn erzeugen, das insbesondere geringe Einkräuselwerte aufweist.
Bezugszeichenliste
1
Lieferspule
2
erstes Lieferwerk
3
Faden
4
Fadenführer
5
erste Heizvorrichtung
6
Kühlvorrichtung
7
Umlenkrolle
8
Falschdrallgeber
9
zweites Lieferwerk
10
Set-Heizer
11
drittes Lieferwerk
12
Umlenkrolle
13
Aufwickeleinrichtung
14
Falschdrallstrecke
15
Set-Heizer
16
Kontaktheizzone
17
Konvektionsheizzone
18
Heizkanal
19
Einlage
20
Führungskörper
21
Heizoberfläche
22
Heizoberfläche
23
Widerstandsheizkörper

Claims (18)

1. Verfahren zum Texturieren eines synthetischen Fadens, bei welchem der Faden von einer Lieferspule abgezogen wird, innerhalb einer Falschdrallstrecke gekräuselt wird, innerhalb einer Set-Strecke thermisch nachbehandelt wird und zu einer Spule aufgewickelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden innerhalb der Set-Strecke zur Erwärmung mehrere Heizzonen durchläuft, wobei in einer der Heizzonen (Kontaktheizzone) der Faden mit Kontakt zu einer Heizoberfläche und in einer anderen Heizzone (Konvektionsheizzone) der Faden mit Abstand zu einer Heizoberfläche geführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Heiztemperatur in der Kontaktheizzone und die Heiztemperatur in der Konvektionsheizzone unabhängig voneinander einstellbar und regelbar sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Heiztemperatur in der Kontaktheizzone und die Heiztemperatur in der Konvektionsheizzone gleich und gemeinsam regelbar sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden in der Konvektionsheizzone im wesentlichen ohne Berührung geführt wird und daß die Heizoberfläche der Konvektionsheizzone auf eine Temperatur oberhalb der Schmelztemperatur des Fadenmaterials.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden entlang der Heizoberfläche durch mehrere kurze Führungskörper, die längs der Heizstrecke verteilt sind, geführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden vor Einlauf in die Konvektionsheizzone durch die Kontaktheizzone vorgewärmt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der vorgewärmte Faden beim Verlassen der Kontaktheizzone eine Temperatur größer der Glasumwandlungstemperatur des Fadenmaterials, vorzugsweise größer 100°C aufweist.
8. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verweilzeit des Fadens in der Kontaktheizzone und in der Konvektionsheizzone vorzugsweise kleiner 0,1 sec ist.
9. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die thermische Nachbehandlung zwischen zwei Lieferwerken erfolgt und daß der Faden mit einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den beiden Lieferwerken geführt wird.
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9 mit einem ersten Lieferwerk zum Abziehen eines Fadens von einer Lieferspule, mit einer ersten Heizvorrichtung, einer Kühlvorrichtung und einem Falschdrallgeber zur Kräuselung des Fadens in einer Falschdrallstrecke, mit einem zweiten Lieferwerk zum Abziehen des Fadens aus der Falschdrallstrecke, mit einer zweiten Heizvorrichtung (Set-Heizer) zur thermischen Nachbehandlung des Fadens in einer Set-Strecke, mit einem dritten Lieferwerk und einer Aufwickeleinrichtung zum Aufspulen des Fadens, dadurch gekennzeichnet, daß der Set-Heizer mehrere Heizzonen aufweist, wobei in einer der Heizzonen (Kontaktheizzone) der Faden mit Kontakt zu einer Heizoberfläche und in einer anderen Heizzone (Konvektionsheizzone) der Faden mit Abstand zu einer Heizoberfläche führbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktheizzone und die Konvektionsheizzone innerhalb des Set-Heizer durch jeweils einem regelbaren Heizelement beheizbar sind, so daß die Heiztemperaturen beider Zonen unabhängig voneinander regelbar sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktheizzone und die Konvektionsheizzone innerhalb des Set-Heizer durch ein gemeinsames regelbares Heizelement beheizbar sind, so daß die Heiztemperaturen beider Zonen gleich sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Set-Heizer in der Konvektionsheizzone derart ausgebildet ist, daß die Heizoberfläche auf eine Temperatur oberhalb der Schmelztemperatur des Fadenmaterials erhitzbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Set-Heizer innerhalb der Konvektionsheizzone mehrere kurze Führungskörper zur Führung des Fadens aufweist, welche längs der Heizstrecke verteilt sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktheizzone in Fadenlaufrichtung der Konvektionsheizzone vorgeschaltet ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Set-Heizer einen Heizkanal aufweist, daß in dem Heizkanal ein auswechselbarer Einsatz eingebettet ist und daß die Heizoberflächen der Kontaktheizzone und der Konvektionsheizzone durch die Einlage gebildet werden.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungskörper an der Einlage befestigt oder angeformt sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizkanal durch zumindest einen stabförmigen Widerstandsheizkörper erhitzbar ist, welcher in der Wandung des Set-Heizers eingelassen ist.
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