DE19933587C1 - Golfballwascher - Google Patents
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Abstract
Für das gleichzeitige wirksame Reinigen durch Abbürsten und Waschen einer geringeren Anzahl von Golfbällen ist ein Kleingerät zu schaffen. DOLLAR A In einem dichtverschließenden Behälter (1) werden über eine Antriebswelle (4) zwei Bürstenrollen-Trägerscheiben (6, 7) und über einen Stirn-Zahnräder-Trieb (8) Bürstenrollen (12) bewegt, wobei zwischen diesen und dem an einer Distanzbuchse (11) angeordneten Schaftbürsten (13) Golfbälle (16) auf einer profilierten Abrollmatte (19), sich allseitig verdrehend, abrollen. DOLLAR A Der Behälter (1) ist mit ableitbarer Waschflüssigkeit (17) gefüllt. DOLLAR A Mit diesem System beweglicher Bürsten werden die Golfbälle zwangsläufig verdreht und allseitig wirksam gereinigt.
Description
Die Erfindung geht vom Oberbegriff der im Patentanspruch 1 definierten Art von Golfballwasch- und
Reinigungsgeräten aus, die im wesentlichen aus einem System von routierenden oder feststehenden
Halterungen für Golfbälle und rotierenden feststehenden Bürsten in geschlossenen Behältern bestehen.
Stand der Technik ist es, Kleingeräte von Golfballwaschern, mit denen eine geringe Anzahl von Golf
bällen mittels Bürsten in einer Waschflüssigkeit gereinigt werden, mit einer Handkurbel rotatorisch zu
betätigen.
Beispielsweise sind aus dem US-Patent 3981 039 und dem GB-Patent 2015352 Golfballwascher bekannt,
die aus einem geschlossenen zylindrischen Behälter bestehen. An dessen kreisförmigen Innenböden
sind feststehende kreisförmige Bürsten angebracht.
Durch eine oben, außerhalb des Behälters angeordnete Handkurbel ist eine Antriebswelle, die zentrisch
nach unten gerichtet in den Behälter ragt, angeordnet. Im Behälter ist die Antriebswelle mit einem Mit
nahmeblech verbunden. Der durch eine auf der Behälteroberseite angeordneten Eingabeöffnung einge
brachte Golfball wird durch Kurbelbetätigung auf oder zwischen den Bürsten durch das umlaufende
Mitnahmeblech in einer kreisförmigen Bahn bewegt. Durch Bewegungsumkehr wird der so gereinigte
Golfball zur Entnahme an die Eingabeöffnung gebracht.
Stand der Technik sind weiterhin die aus dem Deutschen Reichspatent 527 359 und dem US-Patent
1871139 A bekannten Golfballwascher. Mit der Handkurbel ist, über eine waagerechte Antriebswelle
angetrieben, eine von zwei im Behälter angeordneten Scheibenbürsten, zwischen denen stirnseitig die
zu reinigenden Golfbälle eingebracht sind, umlaufend beweglich.
Alternativ ist stirnseitig zwischen den zwei fest im Behälter angeordneten Scheibenbürsten ein Mitnahme
rad für die zu reinigenden Golfbälle, über die Antriebswelle umlaufend bewegt, angeordnet.
Zwischen den Scheibenbürsten findet eine umlaufende Drehbewegung der in den Behälter eingebrachten
Golfbälle ohne eine zwangsläufige Verdrehung statt.
Aus dem DE-Gebrauchsmuster 86 09 967 und dem DE-Patent 4 47 961 sind außerdem Golfballwascher
bekannt, bei denen auf dem Innenboden eines zylindrischen Behälters kastenförmige feststehende Hal
terungen für Golfbälle angebracht sind.
Durch die oben, außerhalb des Behälters angeordnete Handkurbel ist die Antriebswelle, die zentrisch
nach unten gerichtet in den Behälter ragt, mit einer routierenden Bürste verbunden. Durch die Kurbelbe
wegung wird die ebenflächige Bürste über die in die Halterungen eingelegten Golfbälle in einer kreisför
migen Bahn hinweg bewegt. Der Golfball wird so in eine Drehbewegung versetzt und gereinigt.
Nachteilig ist bei Anwendung dieser Golfballwascher, daß eine allseitig gerichtete selbsttätige Drehbe
wegung der Golfbälle, mit der allseitig eine Entfernung von Erdresten sowie Teilen der Grasnarbe und
die Reinigung aller Flächensegmente an den Golfbällen erfolgt, nicht zwangsläufig durchführbar ist.
Zu erwarten ist eher, daß die Golfbälle nur in der Richtung der kreisförmigen Bahnen des Mitnahme
bleches oder der rotierenden, flach über die Golfbälle hinweg bewegten ebenflächigen, Bürste, gedreht
und damit nicht allseitig gereinigt werden. Außerdem führt dieses Abrollen in konstanten gleichbleiben
den kreisförmigen Bahnen zu einem kurzzeitigeren örtlichen Verschleiß der ebenflächigen Bürsten.
Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Ausbildung von Klein
geräten von Golfballwaschern zu optimieren, um über ein System beweglicher Bürsten die Golfbälle im
Golfballwascher zwangsläufig zu verdrehen und allseitig wirksam zu reinigen.
Durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale wird die Aufgabe gelöst.
Vorteilhaft ist an dieser erfinderischen Ausbildung insbesondere, daß
- - durch einen Handantrieb über eine Antriebswelle im Innern des Behälters eine Kreisbewegung von Golfbällen, die zwischen Bürstenrollen, Schaftbürsten und einer streifenförmigen Abrollmatte aufge nommen sind und
- - eine schnellere gleichgerichtete Drehbewegung der Bürstenrollen gegenüber der Bewegung der Schaftbürsten an einer Distanzbuchse und der unbeweglichen, schräg profilierten, streifenförmigen Abrollmatte zueinander koordiniert sind und damit eine wirksame Reinigung der umlaufenden Golfbälle bewirken
- - durch die Bürstenrollen-Bewegung und die schräge Profilierung der streifenförmigen Abrollmatte eine Richtungsüberlagerung der Drehbewegungen und damit eine zwangsläufige Verdrehung der Golf bälle bewirken
- - eine zweckmäßige Struktur und Anordnung der Funktionselemente im Behälter geschaffen wurde, der den Bedingungen eines Kleingerätes entspricht.
Weitergehende Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen 2 bis 9 angegeben. Diese
weitergehenden Ausgestaltungen ergänzen die erfinderische Lösung nach Patentanspruch 1 bezüglich
- - einer Kugelform des Behälters, aus zwei Halbkugeln bestehend
- - der druckdichten lösbaren Verbindung von Ober- und Unterteil
- - der Ableitbarkeit der Waschflüssigkeit
- - der Arretierung des Behälters auf einen Ständer
- - der Ausbildung des Ständers als Flüssigkeitsbehälter für abgeleitete Waschflüssigkeit
- - der Ausbildung des Golfwaschers für vorzugsweise fünf Golfbälle
- - der Festlegung der erhöhten Rotationsgeschwindigkeit der angetriebenen Bürstenrollen
- - der Betätigung mit einer Handkurbel
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und deren weiteren Ausgestaltung ist in den Figuren vereinfacht
dargestellt und wird im folgenden näher erläutert:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Golfballwaschers im Mittenschnitt
Fig. 2 eine Ansicht in Pfleilrichtung nach Fig. 1
Der Golfballwascher nach Fig. 1 und 2 besteht im wesentlichen aus einem kugelförmigen Behälter 1,
der aus zwei hohlen Halbkugeln besteht. Das Oberteil ist auf dem Unterteil mit Verbindungsschrauben 19
druckdicht und lösbar befestigt.
Der Behälter 1 besteht aus einem Kunststoff-Werkstoff, der konsistenz gegenüber der Waschflüssigkeit ist.
Der Golfballwascher ist für das gleichzeitige Reinigen von fünf Golfbällen 16 ausgelegt.
Auf der mittels einer Handkurbel 5 beweglichen Antriebswelle 4 sind im Behälter 1 achsgleich beidseitig
eine Distanzbuchse 11 und die zwei an ihr befestigten Bürstenrollen-Trägerscheiben 6 und 7 gelagert.
Die Bürstenrollen-Trägerscheibe 6 ist mit der Antriebswelle 4 fest verbunden und über einen Stirn-Zahn
räder-Trieb 8 mit fünf Bürstenrollen 12 verbunden. Dazu besteht der Stirn-Zahnräder-Trieb 8 aus einem
Antriebsrad 9 und fünf Übertragungsrädern 10, die achsgleich an den Bürstenrollen 12 fest angeordnet sind. Der
Stirn-Zahnräder-Trieb 8 ist so dimensioniert, daß die Rotationsgeschwindigkeit der gleichläufig
angetriebenen fünf Bürstenrollen 12, 2,5 mal größer als die Drehgeschwindigkeit der über die Antriebs
welle 4 angetriebenen Bürstenrollen-Trägerscheibe 6 ist.
An den Bürstenrollen-Trägerscheiben 6 und 7 sind die fünf Bürstenrollen 12 im gleichen Winkelabstand
von je 72° zueinander und achsparallel zur Antriebswelle 4 gelagert.
Am Umfang der Distanzbuchse 11 sind radialgerichtet, in die Mitte des Abstandes zwischen jeweils zwei
Bürstenrollen 12 ragend, Schaftbürsten 13 angeordnet.
Die radiale Innenwand 18 des Behälters 1 und die Innenseite des Deckels 15 sind, zwischen den zwei
Bürstenrollen-Trägerscheiben 6 und 7 gelegen, mit einer durchgängigen, streifenförmigen, aus flexiblem
Werkstoff, z. B. aus Gummi, bestehenden schrägprofilierten Abrollmatte 14 belegt.
Bei umlaufender Bewegung der Bürstenrollen-Trägerscheiben 6 und 7 und schnellerer Eigen-Drehbewe
gung der Bürstenrollen 12, rollen die fünf Golfbälle 16 auf der Abrollmatte 14 ab, wobei sich die Golfbälle 16
selbständig drallgerichtet verdrehen und reinigen.
Der Behälter 1 ist mit einem Arretierzapfen 2 in einem Ständer 3 arretiert und auf diesen stabil angeordnet.
Im Behälter 1 ist Waschflüssigkeit 17 aufgenommen, die über ein Regelventil ableitbar ist.
Der Ständer 3 ist als Flüssigkeitsbehälter für die abgeleitete Waschflüssigkeit 17 ausgebildet.
1
Behälter
2
Arretierzapfen (für Gehäuse)
3
Ständer (für Gehäuse)
4
Antriebswelle
5
Handkurbel
6
Bürstenrollen-Trägerscheibe
7
Bürstenrollen-Trägerscheibe
8
Stirn-Zahnräder-Trieb
9
Antriebsrad
10
Übertragungsräder
11
Distanzbuchse
12
Bürstenrollen
13
Schaftbürsten (an Distanzbuchse)
14
Abrollmatte
15
Deckel (am Behälter)
16
Golfbälle
17
Waschflüssigkeit
18
Innenwand (im Behälter)
19
Verbindungsschrauben
Claims (9)
1. Golfballwascher für das Entfernen von Erdresten sowie Teilen der Grasnarbe und Reinigen an gleich
zeitig mindestens drei, von oben einzeln einleg- und entnehmbaren Golfbällen, aus einem dichtver
schließbarem Behälter bestehend, der auf einem Ständer angeordnet, mit einer Waschflüssigkeit ge
füllt ist und in dem rotatorisch, von außen angetriebenen, ein System beweglicher Bürsten angeordnet
und die Golfbälle zwischen diesen allseitig umlaufend drallgerichtet beweglich sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf einer Antriebswelle (4) achsgleich, beidseitig an einer Distanzbuchse (11) befestigt, zwei
Bürstenrollen-Trägerscheiben (6; 7) gelagert sind, wobei eine Bürstenrollen-Trägerscheibe (6) mit der
Antriebswelle (4) fest verbunden ist und über einen Stirn-Zahnräder-Trieb (8) die, zwischen den gleich
schnell rotierenden Bürstenrollen-Trägerscheiben (6; 7) im gleichen Winkelabstand zueinander und
achsparallel zur Antriebswelle (4) gelagerten, den Golfbällen (16) konturenangepaßten Bürstenrollen
(12), mit erhöhter Geschwindigkeit gleichläufig drehbeweglich, und am Umfang der Distanzbuchse (11),
radialgerichtete, zwischen jeweils zwei Bürstenrollen (12) ragende Schaftbürsten (13) angeordnet sind
und die radiale Innenwand (18) des Behälters (1) zwischen den zwei Bürstenrollen-Trägerscheiben
(6; 7) mit einer durchgängigen streifenförmigen, aus flexiblem Werkstoff bestehenden, schrägprofilierten
Abrollmatte (14) belegt sind, auf der die Golfbälle (16) abrollen.
2. Golfballwascher nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälter (1) kugelförmig, aus zwei hohlen Halbkugeln bestehend und die äußere Kugelfläche
golfballgleich ausgebildet ist und aus einem gegenüber der Waschflüssigkeit (17) konsistenten Kunst
stoff- oder Leichtmetall-Werkstoff besteht.
3. Golfballwascher nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Oberteil des Behälters (1) auf dem Unterteil des Behälters (1) mittels Verbindungsschrauben
(19) druckdicht und lösbar befestigt ist.
4. Golfballwascher nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälter (1) mit einem Arretierzapfen (2) in einem Ständer (3) arretiert und stabil angeordnet ist.
5. Golfballwascher nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Waschflüssigkeit (17) aus dem Inneren des Behälters (1) über ein Regelventil ableitbar ist.
6. Golfballwascher nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ständer (3) als Flüssigkeitsbehälter für die abgeleitete Waschflüssigkeit (17) ausgebildet ist.
7. Golfballwascher nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälter (1) und die Bürstenrollen-Trägerscheiben (6; 7) für fünf Golfbälle (16) dimensioniert
und ausgebildet sind, wobei die Bürstenrollen (12) in einem Abstand von fünfmal 72°, um die Antriebs
welle (4) herum, parallel zu dieser, angeordnet sind.
8. Golfballwascher nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rotationsgeschwindigkeit der angetriebenen Bürstenrollen (12) mindestens 2,5 mal größer
als die Drehgeschwindigkeit der antreibenden Bürstenrollen-Trägerscheibe (6) ist.
9. Golfballwascher nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebswelle (4) mit einer Handkurbel (5) beweglich ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999133587 DE19933587C1 (de) | 1999-07-17 | 1999-07-17 | Golfballwascher |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999133587 DE19933587C1 (de) | 1999-07-17 | 1999-07-17 | Golfballwascher |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19933587C1 true DE19933587C1 (de) | 2000-10-05 |
Family
ID=7915144
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999133587 Expired - Fee Related DE19933587C1 (de) | 1999-07-17 | 1999-07-17 | Golfballwascher |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19933587C1 (de) |
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-
1999
- 1999-07-17 DE DE1999133587 patent/DE19933587C1/de not_active Expired - Fee Related
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