DE19933556A1 - Aufblasvorrichtung für Kraftfahrzeug-Sicherheitseinrichtungen - Google Patents
Aufblasvorrichtung für Kraftfahrzeug-SicherheitseinrichtungenInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufblasvorrichtung für Kraftfahrzeug-Sicherheitseinrichtungen, mit einem Behältnis, in dem eine Ladungskammer zur Aufnahme einer gaserzeugenden Ladung und eine Ausströmkammer mit einer Ausströmöffnung zur Verbindung mit der Sicherheitseinrichtung vorgesehen sind, wobei eine Trennwand mit einer Durchgangsöffnung die beiden Kammern in axialer Richtung voneinander trennt und mit formschlüssigen Verbindungsmitteln fluiddicht mit einer Wandung des Behältnisses verbunden ist. Erfindungsgemäß zeichnet sich die Aufblasvorrichtung dadurch aus, daß die Verbindungsmittel in axialer Richtung nachgiebig ausgebildet sind, derart, daß sie bei Erreichen eines vorgegebenen Drucks in der Ladungskammer axial nachgeben und die Trennwand in axialer Richtung in die Ausströmkammer bewegbar ist. Das Lösen der Verbindungsmittel erfolgt frei von einer radialen Aufweitung der Behältniswandung.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufblasvorrichtung für Kraftfahrzeug-
Sicherheitseinrichtungen, mit einem Behältnis, in dem eine Ladungskammer zur
Aufnahme einer gaserzeugenden Ladung und eine Ausströmkammer mit einer
Ausströmöffnung zur Verbindung mit der Sicherheitseinrichtung vorgesehen sind,
wobei eine Trennwand mit einer Durchgangsöffnung die beiden Kammern in axialer
Richtung voneinander trennt und mit formschlüssigen Verbindungsmitteln fluiddicht
mit einer Wandung des Behältnisses verbunden ist.
Derartige Aufblasvorrichtungen werden beispielsweise in Verbindung mit Airbags in
Kraftfahrzeugen eingesetzt. Bei einer Zündung der gaserzeugenden Ladung kann
das Gas aus der Ladungskammer durch die Durchgangsöffnung hindurch in die
Ausströmkammer und von dort aus durch die Ausströmöffnung hindurch in den
Luftsack strömen, um diesen aufzublasen.
Herkömmliche Aufblasvorrichtungen dieses Typs sind jedoch in verschiedener Hin
sicht verbesserungsbedürftig. Wird beispielsweise eine solche Aufblasvorrichtung
hohen Außentemperaturen ausgesetzt, wie dies bei einem Feuer der Fall sein
kann, steigt auch die Temperatur innerhalb des Behältnisses stark an. Hierdurch
erhöht sich die Zündgeschwindigkeit der gaserzeugenden Ladung wesentlich, so
daß es bei Zündung der Ladung zu einem äußerst raschen Druckanstieg in der La
dungskammer kommt. Hierdurch besteht die Gefahr, daß die Kammer bzw. das
Behältnis zerbirst und Teile der Kammer mit großer Geschwindigkeit wie Projektile
weggeschleudert werden. Darüber hinaus besteht die Gefahr, daß heiße Gase un
mittelbar in die Fahrgastzelle des Fahrzeuges gelangen.
Es wurde bereits vorgeschlagen, die Trennwand zwischen der Ladungskammer
und der Ausströmkammer von der Behältniswandung separat auszubilden und mit
dieser durch formschlüssige Verbindungsmittel fluiddicht zu verbinden. Wie Fig. 4
zeigt, wurde hierzu bislang die Behältniswandung ringförmig umlaufend nach Art
einer Senke radial nach innen eingedrückt, so daß sich der entstehende Vorsprung
auf der Innenseite der Wandung in eine am Außenumfang der Trennwand komple
mentär ausgebildete ringförmige Vertiefung einschmiegt, d. h. die Verbindungsmittel
waren als Einbördelung der Behältniswandung ausgebildet. Bei dieser bekannten
Verbindung konnte sich die Trennwand bei sehr hohen Drücken in der Ladungs
kammer von der Behältniswandung lösen und in die Ausströmkammer hineinbewe
gen, wodurch das in der Ladungskammer entstehende Gas unmittelbar über die
Ausströmöffnung, d. h. ohne den Umweg über die Durchgangsöffnung in der
Trennwand zu nehmen, ausströmen konnte. Hierbei wurde jedoch, wie in Fig. 4
gezeigt, die Behältniswand radial aufgeweitet, so daß in dieser Risse entstehen
konnten und heißes Gas in den Fahrgastraum entweichen konnte. Ferner war es
bei dieser bekannten Verbindung nicht exakt vorhersehbar, bei welchen Drücken in
der Ladungskammer die Verbindung der Trennwand nachgeben würde. Dement
sprechend bestand die Gefahr, daß nicht die Trennwand, sondern das Behältnis an
anderer Stelle nachgibt und zerbirst, woraus sich in der Folge wieder die oben ge
nannten Probleme ergaben.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte
Aufblasvorrichtung der genannten Art zu schaffen, die die aus dem Stand der
Technik bekannten Nachteile vermeidet. Insbesondere soll mit einfachen Mitteln
eine erhöhte Sicherheit erreicht werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Aufblasvorrichtung der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß die Verbindungsmittel in axialer Richtung nach
giebig ausgebildet sind, derart, daß sie bei Erreichen eines vorgegebenen Drucks .
in der Ladungskammer axial nachgeben und die Trennwand in axialer Richtung in
die Ausströmkammer bewegbar ist.
Das Lösen der Verbindungsmittel bei zu großem Druck in der Ladungskammer er
folgt also frei von einer radialen Aufweitung der Behältniswandung. Der Formschluß
zwischen der Trennwand und der Behältniswandung ist durch eine axiale Verfor
mung der Verbindungsmittel lösbar, so daß die Trennwand freigegeben wird und
dem Druck in der Ladungskammer nachgeben kann, derart, daß eine unmittelbare
Verbindung der Ladungskammer mit der Ausströmöffnung der Ausströmkammer
geschaffen wird. Es ist also eine Soll-Verformungsstelle zur Erreichung der axialen
Nachgiebigkeit vorgegeben. Hierdurch ist sichergestellt, daß das erzeugte Gas
stets zu dem für ihn vorgesehenen Bestimmungsort, nämlich über die Ausströmöff
nung abströmt und nicht unkontrolliert in die Fahrgastzelle gelangen kann. Die
Nachgiebigkeit der Verbindung zwischen Trennwand und Behältniswandung ver
hindert darüber hinaus ein Zerbersten der Aufblasvorrichtung.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Trennwand bzw. das trennwandseitige Ver
bindungsmittel nachgiebig ausgebildet. Die Verbindung zwischen der Trennwand
und der Behältniswandung ist ohne Verformung der Behältniswandung lösbar.
Hierdurch ist die Gefahr der Rißbildung in der Behältniswandung verhindert. Vor
zugsweise sind die Verbindungsmittel als Flanschverbindung ausgebildet, die einen
radial einwärts gerichteten Behältnisflansch und einen damit zusammenwirkenden,
radial auswärts gerichteten Trennwandflansch aufweist. Hierbei ist insbesondere
der Trennwandflansch in axialer Richtung nachgiebig ausgebildet, um die Beweg
barkeit der Trennwand bei zu hohen Drücken in der Ladungskammer zu erreichen.
Vorzugsweise kann der Behältnisflansch integral an die Behältniswandung ange
formt sein, insbesondere ist er als eine durch Umformung eingeprägte Wulst bzw.
Bordelung in der Behältniswandung ausgebildet, die nach innen vorspringt. In ent
sprechender Weise kann der Trennwandflansch integral an die Trennwand ange
formt sein, insbesondere ist er als ringscheibenförmiger, am Außenumfang der
Trennwand senkrecht zur axialen Richtung vorspringender Steg ausgebildet. Bei
Erreichen des vorgegebenen kritischen Drucks in der Ladungskammer wird der
radial vorspringende Trennwandflansch umgebogen bzw. verformt, so daß die
Trennwand axial an dem Behältnisflansch vorbeibewegt werden kann. Vorzugswei
se ist der Trennwandflansch derart ausgebildet, daß er bei einem Ladungskam
merdruck in der Größenordnung von etwa 800 Bar nachgibt. Im Gegensatz hierzu
war es bei bisherigen Trennwandverbindungen schwierig vorherzusehen bei wel
chem Druck die Verbindung nachgab, es trat hierbei eine Schwankungsbreite des
Drucks von etwa 103 Bar auf.
Zweckmäßigerweise besitzt die Ausströmöffnung der Ausströmkammer einen grö
ßeren Querschnitt als die Durchgangsöffnung in der Trennwand. Durch die größere
Ausströmöffnung kann das unter Druck stehende Gas rasch ausströmen. Vorzugs
weise ist die Ausströmöffnung aus der Ausströmkammer in der Behältniswandung
ausgebildet und radial nach außen gerichtet. Das Gas strömt in radialer Richtung
nach außen aus dem Behältnis. Durch diese Anordnung der Ausströmöffnung wird
eine besonders kompakte Anordnung der Aufblasvorrichtung erreicht.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die Ladungskammer auf
der der Trennwand gegenüberliegenden Seite von einer zur axialen Richtung des
Behältnisses ebenfalls in etwa senkrecht stehenden Außenwandung begrenzt, die
von der Behältniswandung separat ausgebildet und mit dieser durch fluiddichte
Verbindungsmittel verbunden ist. Eine solche Außenwandung erlaubt es in einfa
cher Weise, die gaserzeugende Ladung in die Ladungskammer einzusetzen und
diese dann durch Ansetzen der Außenwandung zu verschließen. In Weiterbildung
der Erfindung sind die Verbindungsmittel für die Außenwandung fester ausgebildet
als die Verbindungsmittel für die Trennwand, d. h. die Verbindung für die Außen
wandung hält einem größeren Gasdruck in der Ladungskammer stand als die Ver
bindungsmittel für die Trennwand. Das heiße Gas aus der Ladungskammer strömt
stets über die Ausströmöffnung der Ausströmkammer ab. Vor Erreichen der Festig
keit der Außenwandung bzw. deren Verbindung an der Behältniswandung gibt die
Trennwand nach, so daß das Gas durch die Abströmöffnung expandieren kann. Ein
Wegschleudern der Außenwandung ist sicher verhindert.
Vorzugsweise ist für die Außenwandung eine Flanschverbindung vorgesehen, die
einen radial auswärts gerichteten Außenwandflansch und einen damit zusammen
wirkenden, radial einwärts gerichteten Behältnisflansch umfaßt. Der Außenwand
flansch ist dabei fester und dicker als der Trennwandflansch.
Um den Druck in der Ladungskammer aufnehmen zu können, sind die Trennwand
sowie die Außenwand zweckmäßigerweise mit ihren Flanschen zwischen den zu
gehörigen Behältnisflanschen, d. h. auf der innerhalb der Ladungskammer liegen
den Seite der Behältnisflansche angeordnet.
Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung sind sowohl die Trennwand als
auch die Außenwand in beiden axialen Richtungen an der Behältniswandung fest
gelegt. Die Verbindungsmittel für die Trennwand und für die Außenwand mit der
Behältniswandung sind in beiden axialen Richtungen formschlüssig ausgebildet.
Vorzugsweise sind jeweils am Außenumfang der Trennwand und der Außenwand
jeweils zwei Flansche in Form von radial vorspringenden, ringscheibenförmig um
laufenden Stegen vorgesehen, zwischen denen der zugehörige Behältnisflansch
sandwichartig aufgenommen ist. Die Verbindung kann in einfacher Weise dadurch
bewerkstelligt werde, daß die Trennwand bzw. die Außenwand an die entspre
chende Stelle in das Behältnis eingesetzt werden und die Behältniswandung von
außen her an der entsprechenden Stelle ringförmig nach innen nach Art einer Bor
delung eingedrückt wird, so daß der auf der Innenseite der Behältniswandung ste
hende Wulst zwischen den beiden Flanschen der Trennwand bzw. der Außenwand
zu liegen kommt. Die hierdurch entstehende Verbindung ist zum einen fluiddicht
und zum anderen in axialer Richtung spielfrei. Anstelle der zwei Flansche an der
Trennwand bzw. der Außenwand könnte auch jeweils ein zusätzlicher, nach innen
vorspringender Flansch an der Behältniswandung angebracht sein, so daß der ent
sprechende Trennwandflansch bzw. Außenwandflansch zwischen zwei Behältnis
flanschen sandwichartig eingeschlossen ist. Bei der zuvor beschriebenen Ausfüh
rung sind jedoch weniger Umformungen an der Behältniswandung erforderlich, was
sich positiv auf deren Festigkeit auswirkt.
Eine weitere bevorzugte Ausführung der Erfindung besteht darin, daß neben der
Ladungskammer und der Ausströmkammer eine Druckkammer für komprimiertes
Gas vorgesehen ist, die über eine Verbindungsöffnung mit der Ausströmkammer
verbindbar ist. Die Verbindungsöffnung ist zunächst durch einen lösbaren Ver
schluß fluiddicht verschlossen. Der Verschluß ist vorzugsweise derart ausgebildet
und angeordnet, daß er vom Gasdruck in der Ladungskammer nach Zündung der
gaserzeugenden Ladung geöffnet wird und die Verbindungsöffnung freigibt. Zur
Betätigung des Verschlusses kann eine Kolben-Zylinder-Einheit vorgesehen sein,
deren Kolben vom Gasdruck in der Ladungskammer beaufschlagbar und durch die
Verbindungsöffnung treibbar ist. Der Kolben drückt hierbei den Verschluß der Ver
bindungsöffnung auf. Vorzugsweise kann der Verschluß der Verbindungsöffnung
von einem Pfropfen geöffnet werden, der als Verschlußmittel für die Durch
gangsöffnung dient. Dieser Pfropfen ist auf die oder in die Durchgangsöffnung lös
bar gesetzt und verschließt diese fluiddicht, wobei der Pfropfen aus der Durch
gangsöffnung vom Gasdruck in der Ladungskammer herausgedrückt und durch die
Verbindungsöffnung zwischen der Druckkammer und der Ausströmkammer getrie
ben werden kann, so daß er hierbei auch die Verbindungsöffnung öffnet. Zweck
mäßigerweise ist die Durchgangsöffnung auf ihrer der Druckkammer zugewandten
Seite im wesentlichen zylindrisch ausgebildet, so daß der Pfropfen nach Art eines
Kolbens in die Durchgangsöffnung eingesetzt werden kann.
Um bei Überdruck in der Ladungskammer ein definiertes und kontrolliertes Nach
geben der Trennwand zwischen der Ladungskammer und der Ausströmkammer zu
erreichen, ist die Trennwand in Weiterbildung der Erfindung an einer Trennwand,
die die Druckkammer von der Ausströmkammer trennt, abgestützt. Die Trennwand
zwischen der Ausströmkammer und der Druckkammer kann als Boden des Behält
nisses ausgebildet und integral an dieses angeformt sein, wodurch sich eine große
Stabilität ergibt. Die die Druckkammer begrenzenden Wandungen sind vorzugswei
se separat ausgebildet und fluiddicht mit den Wandungen der Ausströmkammer
verbunden, insbesondere verschweißt.
Zur Abstützung der Trennwand zwischen der Ladungskammer und der Ausström
kammer ist vorzugsweise eine zur Längsachse des Behältnisses symmetrische
Führung vorgesehen, die radial von der Behältniswandung beabstandet ist und die
Trennwand innerhalb deren Befestigung an der Behältniswandung abstützt. Die
Abstützung bzw. Führung ist in Weiterbildung der Erfindung durch Verformung län
genveränderlich ausgebildet. Sie bildet ein Knautsch- bzw. Dämpfungselement, das
bei Bewegung der Trennwand infolge des Drucks in der Ladungskammer gestaucht
wird. Vorzugsweise ist hierfür an der Führung eine Soll-Verformungsstelle vorgese
hen.
Um eine kompakte Struktur der Aufblasvorrichtung zu erreichen kann das Behältnis
im wesentlichen als Zylinder, insbesondere als Kreiszylinder, ausgebildet sein und
können die Kammern im Innern des Behältnisses entlang der Zylinderachse kon
zentrisch hintereinander angeordnet sein. Vorzugsweise liegt die Ausströmkammer
zwischen der Ladungskammer und der Druckkammer. Die Anordnung der Kam
mern und der Öffnungen in den Trennwänden zwischen den Kammern ist vorzugs
weise derart getroffen, daß die Gasströmung aus der Ladungskammer in die Aus
strömkammer und die Gasströmung aus der Druckkammer in die Ausströmkammer
entgegengesetzt gerichtet sind.
Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der
nachfolgenden Beschreibung und den zugehörigen Zeichnungen hervor. Anhand
derer ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert wird. In
den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch die Längsachse einer Aufblasvorrichtung vom Hy
brid-Typ nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Aufblasvorrichtung ähnlich Fig. 1, wobei die
Aufblasvorrichtung nach einer Gaszündung gezeigt ist, eine Trennwand
zwischen Ladungskammer und Ausströmkammer nachgegeben hat und
ein Dichtungspfropfen aus seiner eine Durchgangsöffnung in der Trenn
wand verschließenden Stellung ausgetrieben worden ist,
Fig. 3 eine vergrößerte Schnittdarstellung einer Verbindung der Trennwand mit
einer Behältniswandung im Ausschnitt, wobei die Darstellungen a-c die
Verbindung in verschiedenen Phasen des Nachgebens zeigen, und
Fig. 4 eine ausschnittsweise Darstellung einer Verbindung zwischen Trenn
wand und Behältniswandung nach dem Stand der Technik ähnlich der
Darstellung nach Fig. 3.
Die Aufblasvorrichtung besitzt ein im wesentlichen zylindrisches Behältnis 1, in
dessen Inneren mehrere Kammern angeordnet sind.
Als erste Kammer ist an einem Ende des Behältnisses 1 eine Ladungskamera 2
vorgesehen, die eine gaserzeugende Ladung 3 aufnimmt. Die Ladungskammer 2
wird in radialer Richtung von der zylindrischen Behältniswandung 4 begrenzt. An
dem auf einer Seite offenen, gemäß Fig. 1 linken Ende des Behältnisses 1 wird die
Ladungskammer 2 von einer Außenwand 5 begrenzt, die in den von der Behältnis
wandung 4 umschlossenen Innenraum eingeschoben und mit der Behältniswan
dung 4 fluiddicht verbunden ist. Auf der der Außenwand 5 gegenüberliegenden
Seite wird die Ladungskammer 2 von einer Trennwand 6 begrenzt, die sich wie die
Außenwand 5 radial erstreckt und mit der Behältniswandung 4 ebenfalls fluiddicht
verbunden ist, wie später näher erläutert werden wird.
Die Trennwand 6 begrenzt gleichzeitig ein zweite Kammer im Inneren des Behält
nisses 1, die in axialer Richtung des Behältnisses 1, d. h. in dessen Längsrichtung,
hinter der Ladungskammer 2 angeordnet ist und eine Ausströmkammer für das ex
pandierende Gas bildet. Die Ausströmkammer 7 wird neben der Trennwand 6 in
axialer Richtung von der Behältniswandung 4 und in axialer Richtung von einer
weiteren Trennwand 8 begrenzt, die die Ausströmkammer 7 von einer dritten
Kammer trennt, die als Druckkammer 9 ausgebildet ist. In der Druckkammer 9 be
findet sich komprimiertes Gas, welches bei Betätigung der Aulblasvorrichtung aus
strömt, wie noch erläutert werden wird. Die Druckkammer 9 wird neben der zweiten
Trennwand 8 von einem napfförmigen Druckkammer-Wandungsabschnitt 10 be
grenzt, der fluiddicht an die Trennwand 8 bzw. die Behältniswandung 4 angesetzt
und damit verbunden ist. Wie Fig. 1 zeigt, ist der Wandungsabschnitt 10 der Druck
kammer 9 mit der Behältniswandung 4 verschweißt. Am Boden der Druckkammer 9
ist eine Füllvorrichtung 11 zum Befüllen der Druckkammer 9 mit komprimiertem
Gas vorgesehen.
Nachfolgend wird der Aufbau der Aufblasvorrichtung näher erläutert:
Die Außenwand 5 ist im wesentlichen scheibenförmig ausgebildet, an ihrem Au ßenumfang besitzt sie zwei voneinander beabstandete Außenwandflansche 12 und 13, die mit einem zugehörigen Behältnisflansch 14 zusammenwirken. Die Außen wandflansche 12 und 13 erstrecken sich im wesentlichen radial nach Art von ringscheibenförmigen umlaufenden Stegen senkrecht nach außen und begrenzen zwischen sich eine auf der Außenumfangsfläche der Außenwand 5 umlaufende nutförmige Ausnehmung. Wie Fig. 1 zeigt, ist der Behältnisflansch 14 in der um laufenden Ausnehmung zwischen den Außenwandflanschen 12 und 13 aufgenom men, er schmiegt sich fluiddicht um den der Ladungskammer 2 zugewandten Au ßenwandflansch 13 herum in die zwischen den beiden Außenwandflanschen 12 und 13 liegende nutförmige Ausnehmung. Die dem Behältnisflansch 14 zuge wandte Flanke des Außenwandflansches 13 ist dabei zum Fuß der umlaufenden Ausnehmung hin abgerundet, wodurch sich der Behältnisflansch 14 gut anschmie gen kann. Der Behältnisflansch 14 kann durch Eindrücken der zunächst zylindri schen Behältniswandung 4 hergestellt werden. Hierzu wird die Außenwand 5 von der offenen Seite des Behältnisses her in dieses eingeschoben, bis die Stirnseite der Behältniswandung 4 an dem äußeren Außenwandflansch 12 ansteht. Mit einem geeigneten Werkzeug wird die Behältniswandung 4 nach Art einer Bördelung zwi schen den beiden Außenwandflanschen 12 und 13 radial nach innen eingedrückt, so daß die Behältniswandung 4 eine nach innen vorspringende Wulst bildet, die sich in die umlaufende Ausnehmung zwischen den Außenwandflanschen 12 und 13 einschmiegt.
Die Außenwand 5 ist im wesentlichen scheibenförmig ausgebildet, an ihrem Au ßenumfang besitzt sie zwei voneinander beabstandete Außenwandflansche 12 und 13, die mit einem zugehörigen Behältnisflansch 14 zusammenwirken. Die Außen wandflansche 12 und 13 erstrecken sich im wesentlichen radial nach Art von ringscheibenförmigen umlaufenden Stegen senkrecht nach außen und begrenzen zwischen sich eine auf der Außenumfangsfläche der Außenwand 5 umlaufende nutförmige Ausnehmung. Wie Fig. 1 zeigt, ist der Behältnisflansch 14 in der um laufenden Ausnehmung zwischen den Außenwandflanschen 12 und 13 aufgenom men, er schmiegt sich fluiddicht um den der Ladungskammer 2 zugewandten Au ßenwandflansch 13 herum in die zwischen den beiden Außenwandflanschen 12 und 13 liegende nutförmige Ausnehmung. Die dem Behältnisflansch 14 zuge wandte Flanke des Außenwandflansches 13 ist dabei zum Fuß der umlaufenden Ausnehmung hin abgerundet, wodurch sich der Behältnisflansch 14 gut anschmie gen kann. Der Behältnisflansch 14 kann durch Eindrücken der zunächst zylindri schen Behältniswandung 4 hergestellt werden. Hierzu wird die Außenwand 5 von der offenen Seite des Behältnisses her in dieses eingeschoben, bis die Stirnseite der Behältniswandung 4 an dem äußeren Außenwandflansch 12 ansteht. Mit einem geeigneten Werkzeug wird die Behältniswandung 4 nach Art einer Bördelung zwi schen den beiden Außenwandflanschen 12 und 13 radial nach innen eingedrückt, so daß die Behältniswandung 4 eine nach innen vorspringende Wulst bildet, die sich in die umlaufende Ausnehmung zwischen den Außenwandflanschen 12 und 13 einschmiegt.
In ähnlicher Weise wird die Trennwand 6 zwischen der Ladungskammer 2 und der
Ausströmkammer 7 mit der Behältniswandung 4 fluiddicht verbunden. Die Trenn
wand 6 besitzt ebenfalls zwei ringscheibenförmig radial senkrecht nach außen vor
springende Trennwandflansche 15 und 16, die am Außenumfang der insgesamt
kreisplattenförmigen Trennwand 6 voneinander beabstandet angeordnet und inte
gral an der Trennwand 6 angeformt sind. Zwischen den Trennwandflanschen 15
und 16 erstreckt sich der Behältnisflansch 17, der zur Innenseite hin wulstartig vor
springt und um die Behältniswandung umläuft. Der Behältnisflansch 17 ist ähnlich
dem der Außenwand 5 zugeordneten Behältnisflansch 14 durch Eindrücken der
ursprünglich zylindrischen Behältniswandung 4 integral an diese angeformt.
Beide Behältnisflansche 14 und 17 sind derart bemessen und ausgebildet, daß die
Außenwand 5 bzw. die Trennwand 6 spielfrei gehalten und fluiddicht mit der Be
hältniswandung 4 verbunden sind. Wie Fig. 1 zeigt, ist der innere, d. h. auf der der
Ladungskammer 2 zugewandten Seite des Behältnisflansches 17 angeordnete
Trennwandflansch 15 wesentlich dünner ausgebildet als der ihm gegenüberliegen
de Außenwandflansch 13. Hierdurch besitzt die Verbindung der Außenwand 5 mit
der Behältniswandung 4 eine größere Festigkeit als die zwischen der Trennwand 6
und der Behältniswandung 4.
Die zweite Trennwand 8 zwischen der Druckkammer 9 und der Ausströmkammer 7
ist integral an die Behältniswandung 4 angeformt und bildet deren Boden.
Im Inneren der Kammern sind verschiedene Teile bzw. Funktionseinheiten ange
ordnet. In der Ladungskammer 2 ist die gaserzeugende Ladung 3 angeordnet, die
vor Verschließen der Ladungskammer 2 zusammen mit der Außenwand 5 in das
Innere des Behältnisses 1 eingeschoben werden kann. In einer zentralen Ausneh
mung in der Außenwand 5 ist ein Zünder 18 angeordnet, mit Hilfe dessen die ga
serzeugende Ladung 3 gezündet werden kann.
In der Trennwand 6 zwischen der Ladungskammer 2 und der Ausströmkammer 7
ist eine Durchgangsöffnung 19 eingebracht, die wie Fig. 1 zeigt, von der Ladungs
kammer 2 her zunächst einen zylindrischen Abschnitt, daran anschließend einen
sich kegelig erweiternden Abschnitt und an diesen anschließend einen zweiten zy
lindrischen Abschnitt besitzt, der im wesentlichen den gleichen Durchmesser besitzt
wie der erste zylindrische Abschnitt der Durchgangsöffnung 19. Der zweite zylinan
sche Abschnitt der Durchgangsöffnung 19 wird von einem rohrförmigen Öffnungs
stück 28 gebildet, das an die Stirnseite in axialer Richtung der Trennwand 6 ange
setzt ist und in die Ausströmkammer 7 hineinragt.
Die Trennwand 6 ist, wie Fig. 1 zeigt, mittels eines Führungsstücks 20 an der
zweiten Trennwand 8 abgestützt. Das Führungsstück 20 ist über einen zur Aus
strömkammer 7 hin vorspringenden, ringförmigen Absatz 21 der Trennwand 6 ge
schoben und an der Trennwand 6 befestigt. Das Führungsstück 20 ist im wesentli
chen rotationssymmetrisch und konzentrisch zur Längsachse des Behältnisses 1
angeordnet. Es besitzt eine Sollverformungsstelle 22, die als nach innen gerichtete
Umbördelung ausgebildet ist. Dieser nach innen vorspringende Flansch bildet
gleichzeitig einen Anschlag für das Öffnungsstück 20, insbesondere für dessen sich
nach außen erstreckenden Flansch. Das Öffnungsstück 20 kann in axialer Richtung
von der Trennwand 6 wegbewegt werden, wie noch erläutert wird.
Die Durchgangsöffnung 19 in der Trennwand 6 zwischen der Ladungskammer 2
und der Ausströmkammer 7 ist durch einen Dichtungspfropfen 23 verschlossen, der
in das röhrenförmige Öffnungsstück der Durchgangsöffnung 19 eingeschoben ist
und mit einem Absatz an dessen Stirnseite ansteht. Wird der Dichtungspfropfen 23
entfernt, läßt die Durchgangsöffnung 19 in der Trennwand 6 Gas aus der Ladungs
kammer 2 in die Ausströmkammer 7 entweichen.
Ebenfalls verschlossen ist eine Verbindungsöffnung 24 zwischen der Druckkammer
9 und der Ausströmkammer 7, die als zur Längsachse des Behältnisses 1 konzen
trische Ausnehmung in der Trennwand 8 ausgebildet ist (vgl. Fig. 1). Diese Verbin
dungsöffnung 24 ist durch eine Verschlußscheibe 25 fluiddicht verschlossen, die
die Verbindungsöffnung 24 in radialer Richtung überragt und von dem in der Druck
kammer 9 herrschenden Gasdruck an die zweite Trennwand 8 gedrückt wird. Die
Verschlußscheibe 25 liegt hierzu auf der der Druckkammer 9 zugewandten Seite
der Trennwand 8 in deren die Verbindungsöffnung 24 umgebenden Bereich auf.
Ferner wird die Verschlußscheibe 25 von dem Dichtungspfropfen 24 abgestützt, der
sich in axialer Richtung in etwa bis zu der der Druckkammer 9 zugewandten Seite
der zweiten Trennwand 8 durch die Verbindungsöffnung 24 hindurch erstreckt. Die
Verschlußscheibe 25 liegt auf der Stirnseite des Dichtungspfropfens 22 auf und ist
daran gehalten.
Bei einem bestimmungsgemäßen Zünden der gaserzeugenden Ladung 6 funktio
niert die Aufblasvorrichtung folgendermaßen:
Die durch die Zündung der Ladung 3 entstehende Gasmenge expandiert von der Ladungskammer 2 ausgehend durch die Durchgangsöffnung 19 in der Trennwand 6 und beaufschlagt den Dichtungspfropfen 23. Infolge des Gasdrucks aus der La dungskammer 2 wird das in dem Führungsstück 20 geführte rohrförmige Öffnungs stück 28 zusammen mit dem darin aufgenommenen Dichtungspfropfen 23 axial von der Ladungskammer 2 weg auf die Verbindungsöffnung 24 zu bewegt. Sobald das Öffnungsstück 28 an dem absatzförmigen Anschlag des Führungsstücks 20 ansteht wird der Dichtungspfropfen 23 aus dem Öffnungsstück ausgetrieben. Hierbei öffnet der Dichtungspfropfen 23 auch die Verbindungsöffnung 24, indem er die zugehöri ge Verschlußscheibe 25 aufdrückt. Hierdurch kann zum einen das aus der La dungskammer 2 durch die Durchgangsöffnung 19 austretende Gas in die Aus strömkammer 7 bzw. die Druckkammer 9 expandieren und über die Ausströmöff nungen 26 zu der Sicherheitseinrichtung, beispielsweise einem Airbag, strömen. Die Ausströmöffnungen 26 sind in der Behältniswandung 4 ausgebildet, so daß das austretende Gas radial nach außen abströmt. Die Ausströmöffnungen 26 besitzen eine größere Querschnittsfläche als die Durchgangsöffnung 19.
Die durch die Zündung der Ladung 3 entstehende Gasmenge expandiert von der Ladungskammer 2 ausgehend durch die Durchgangsöffnung 19 in der Trennwand 6 und beaufschlagt den Dichtungspfropfen 23. Infolge des Gasdrucks aus der La dungskammer 2 wird das in dem Führungsstück 20 geführte rohrförmige Öffnungs stück 28 zusammen mit dem darin aufgenommenen Dichtungspfropfen 23 axial von der Ladungskammer 2 weg auf die Verbindungsöffnung 24 zu bewegt. Sobald das Öffnungsstück 28 an dem absatzförmigen Anschlag des Führungsstücks 20 ansteht wird der Dichtungspfropfen 23 aus dem Öffnungsstück ausgetrieben. Hierbei öffnet der Dichtungspfropfen 23 auch die Verbindungsöffnung 24, indem er die zugehöri ge Verschlußscheibe 25 aufdrückt. Hierdurch kann zum einen das aus der La dungskammer 2 durch die Durchgangsöffnung 19 austretende Gas in die Aus strömkammer 7 bzw. die Druckkammer 9 expandieren und über die Ausströmöff nungen 26 zu der Sicherheitseinrichtung, beispielsweise einem Airbag, strömen. Die Ausströmöffnungen 26 sind in der Behältniswandung 4 ausgebildet, so daß das austretende Gas radial nach außen abströmt. Die Ausströmöffnungen 26 besitzen eine größere Querschnittsfläche als die Durchgangsöffnung 19.
Um das Expandieren des Gases in die Ausströmkammer 7 zu ermöglichen, sind in
dem Führungsstück 20 entsprechende Ausnehmungen 29 vorgesehen (vgl. Fig. 1).
Ebenso ist eine in die Ausströmkammer 7 eingesetzte Manschette 27 gasdurchläs
sig insbesondere netzartig ausgebildet, so daß das expandierende Gas durch sie
hindurch zu den Ausströmöffnungen 26 hin strömen kann.
Ebenso strömt das komprimierte Gas aus der Druckkammer 9 in die Ausström
kammer 7, und zwar durch die Verbindungsöffnung 24 in der zweiten Trennwand 8
hindurch. Das aus der Druckkammer 9 expandierende Gas tritt ebenfalls über die
Ausströmöffnungen 26 aus der Ausströmkammer 7 aus. Der in die Ausströmkam
mer 7 eintretende Gasstrom aus der Druckkammer 9 ist dem aus der Ladungs
kammer 2 in die Ausströmkammer 7 expandierenden Gasstrom entgegengerichtet.
Anhand der Fig. 2 wird nachfolgend die Wirkungsweise der Aufblasvorrichtung er
läutert, wenn in der Ladungskammer 2 beispielsweise in Folge großer Hitzeeinwir
kung die gaserzeugende Ladung mit einer zu großen Zündgeschwindigkeit expan
diert und der in der Ladungskammer 2 entstehende Druck über einen vorgegebe
nen Wert ansteigt.
Zum einen wird hierbei ähnlich zuvor beschrieben der Dichtungspfropfen 23 aus
der Durchgangsöffnung 19 ausgetrieben. Darüberhinaus gibt jedoch auch die Ver
bindung der Trennwand 6 zwischen der Ladungskammer 2 und der Ausströmkam
mer 7 nach, so daß die Trennwand 6 von dem Gasdruck in der Ladungskammer 2
in die Ausströmkammer 7 gedrückt werden kann. Hierdurch ist eine unmittelbare
Fluidverbindung von der Ladungskammer 2 zu den Ausströmöffnungen 26 freige
geben, d. h. das in der Ladungskammer 2 gezündete Gas kann ohne den Umweg
über die Durchgangsöffnung 19 zu nehmen direkt durch die Ausströmöffnungen 26
ausströmen.
Das Nachgeben der Verbindung der Trennwand 6 mit der Behältniswandung 4 ist
aus Fig. 3 ersichtlich. Steigt der Druck in der Ladungskammer 2 über einen vorge
gebenen Wert an wird der innere Trennwandflansch 15 verformt, d. h. er gibt in
axialer Richtung nach (vgl. Fig. 3b). Die Trennwand 6 wird in axialer Richtung von
dem Ladungskammerdruck so stark in Richtung zu der Ausströmkammer 7 hin ge
drückt, daß der zunächst radial senkrecht nach außen stehende Trennwandflansch
15 in axialer Richtung zurückgebogen wird. Der Trennwandflansch 15 schiebt sich
dabei über den Behältnisflansch 17 (vgl. Fig. 3c). Vorteilhafterweise besitzt der Be
hältnisflansch 17 auf der dem Trennwandflansch 15 zugewandten Seite eine ge
neigt ansteigende Flanke, über die der Trennwandflansch 15 gedrückt wird, so daß
dieser sanft umgebogen wird (vgl. Fig. 3c).
Wie Fig. 2 zeigt, wird beim Eindrücken der Trennwand 6 in die Ausströmkammer 7
das Führungsstück 20 zusammengestaucht. Hierdurch wird die auf die Trennwand
6 einwirkende Energie bzw. zumindest ein Teil hiervon absorbiert und gedämpft.
Ebenso verformt sich die Manschette 27. Die Manschette 27 sowie das Führungs
stück 20 werden in ihrer axialen Länge verkürzt.
Die Flanschverbindung zwischen der Trennwand 6 und der Behältniswandung 4 ist
derart bemessen und ausgebildet, daß die axiale Nachgiebigkeit der Trennwand
ohne eine Verformung der Behältniswandung 4, insbesondere ohne eine radiale
Aufweitung der Behältniswandung 4, ermöglicht ist. Darüberhinaus ist die Verbin
dung zwischen der Trennwand 6 und der Behältniswandung 4 derart nachgiebig,
daß stets die Trennwand 6 vor der Außenwand 5 nachgibt. Der innere Trennwand
flansch 15 der Trennwand 6 besitzt eine geringere Festigkeit als der innere Außen
wandflansch 13 der Außenwand 5. Hierdurch ist gewährleistet, daß auch bei Über
druck nicht die Außenwand 5 zerbirst, sondern das Gas stets auf dem dafür vorge
sehenen Weg aus den Ausströmöffnungen 26 expandiert.
Der Verschluß für die Verbindungsöffnung in der Trennwand zwischen der Druck
kammer und der Ausströmkammer kann ggf. auch unter Zerstörung des Verschlus
ses gelöst, d. h. geöffnet werden.
Claims (16)
1. Aufblasvorrichtung für Kraftfahrzeug-Sicherheitseinrichtungen mit einem Be
hältnis, in dem eine Ladungskammer zur Aufnahme einer gaserzeugenden
Ladung und eine Ausströmkammer mit einer Ausströmöffnung zur Verbindung
mit der Sicherheitseinrichtung vorgesehen sind, wobei eine Trennwand mit ei
ner Durchgangsöffnung die beiden Kammern in axialer Richtung voneinander
trennt und mit formschlüssigen Verbindungsmitteln fluiddicht mit einer Wan
dung des Behältnisses verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
bindungsmittel (15, 16, 17) nachgiebig ausgebildet sind, derart, daß sie bei Er
reichen eines vorgegebenen Drucks in der Ladungskammer (2) axial nachge
ben und die Trennwand (6) in axialer Richtung in die Ausströmkammer (7)
bewegbar ist.
2. Aufblasvorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Verbin
dungsmittel als Flanschverbindung (15, 16, 17) ausgebildet sind, die einen ra
dial einwärts gerichteten Behältnisflansch (17) und einen damit zusammen
wirkenden radial auswärts gerichteten Trennwandflansch (15) aufweist, wobei
insbesondere der Trennwandflansch (15) in axialer Richtung nachgiebig aus
gebildet ist.
3. Aufblasvorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Behält
nisflansch (17) integral an die Behältniswandung (4) angeformt, insbesondere
als senkenförmig eingedrückte, radial nach innen vorspringende Vertiefung in
der Behältniswandung ausgebildet ist.
4. Aufblasvorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei
der Trennwandflansch (15, 16) integral an die Trennwand (6) angeformt, ins
besondere als ringscheibenförmiger, umlaufender Steg am Außenumfang der
Trennwand ausgebildet ist, und eine Soll-Verformungsstelle der Flanschver
bindung bildet.
5. Aufblasvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Ausströmöffnung (26) der Ausströmkammer (7) einen größeren Querschnitt
als die Durchgangsöffnung (19) in der Trennwand (6) besitzt.
6. Aufblasvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Ausströmöffnung (26) aus der Ausströmkammer (7) in der Behältniswandung
(4) ausgebildet und radial nach außen gerichtet ist.
7. Aufblasvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Ladungskammer (2) auf der der Trennwand (6) gegenüberliegenden Seite von
einer Außenwand (5) begrenzt ist, die von der Behältniswandung (4) separat
ausgebildet und mit dieser durch fluiddichte Verbindungsmittel (12, 13, 14)
verbunden ist, wobei die Verbindungsmittel (12, 13, 14) für die Außenwand
eine größere Festigkeit besitzen als die Verbindungsmittel (15, 16, 17) für die
Trennwand (6).
8. Aufblasvorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Verbin
dungsmittel (12, 13, 14) für die Außenwand als Flanschverbindung ausgebil
det sind, die einen radial auswärts gerichteten Außenwandflansch (13) und
einen damit zusammenwirkenden radial einwärts gerichteten Behältnisflansch
(14) aufweist.
9. Aufblasvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Behältnisflansche (14, 17) auf der der Ladungskammer (2) abgewandten
Seite des Trennwandflansches (15) und/oder des Außenwandflansches (13)
angeordnet ist.
10. Aufblasvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Verbindungsmittel (15, 16, 17; 12, 13, 14) für die Trennwand (6) und/oder die
Außenwand (5) mit der Behältniswandung (4) in beide axiale Richtungen
formschlüssig ausgebildet sind.
11. Aufblasvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine
Druckkammer (9) für komprimiertes Gas vorgesehen ist, die über eine Verbin
dungsöffnung (24) mit der Ausströmkammer (7) verbindbar ist, und die Ver
bindungsöffnung durch einen lösbaren Verschluß (25) fluiddicht verschlossen
ist, wobei vorzugsweise der Verschluß (25) derart ausgebildet und angeordnet
ist, daß er vom Gasdruck in der Ladungskammer (2) nach Zündung der gas
erzeugenden Ladung (3) lösbar ist.
12. Aufblasvorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Durch
gangsöffnung (19) in der Trennwand (6) mit einem Pfropfen (23) lösbar ver
schlossen ist, der aus der Durchgangsöffnung in Richtung auf die Verbin
dungsöffnung (24) zwischen Druckkammer (9) und Ausströmkammer (7) be
wegbar ist, derart, daß er den Verschluß (25) der Verbindungsöffnung (24)
öffnet.
13. Aufblasvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Trennwand (6) zwischen Ladungskammer (2) und Ausströmkammer (7) an ei
ner Trennwand (8) zwischen der Ausströmkammer (7) und der Druckkammer
(9) abgestützt ist.
14. Aufblasvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine in
axialer Richtung wirkende, vorzugsweise zur Längsachse des Behältnisses
(1) symmetrische Führung (20) zur Abstützung der Trennwand (6) vorgesehen
und von der Behältniswandung (4) radial beabstandet ist, wobei die Führung
(20) verformbar, insbesondere in axialer Richtung stauchbar ist.
15. Aufblasvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das
Behältnis (1) im wesentlichen als Zylinder ausgebildet ist und die Kammern im
Inneren des Behältnisses entlang der Zylinderachse konzentrisch nacheinan
der angeordnet sind.
16. Aufblasvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sie in
eine Kraftfahrzeug-Sicherheitseinrichtung, insbesondere in eine Airbag-
Anordnung, eingebaut ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19933556A DE19933556A1 (de) | 1999-07-16 | 1999-07-16 | Aufblasvorrichtung für Kraftfahrzeug-Sicherheitseinrichtungen |
| US09/616,231 US6447008B1 (en) | 1999-07-16 | 2000-07-14 | Inflation device for automobile safety equipment |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19933556A DE19933556A1 (de) | 1999-07-16 | 1999-07-16 | Aufblasvorrichtung für Kraftfahrzeug-Sicherheitseinrichtungen |
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