DE19933545A1 - Anordnung zur Linearisierung einer Verstärkerschaltung - Google Patents
Anordnung zur Linearisierung einer VerstärkerschaltungInfo
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Abstract
Erfindungsgemäß weist die Anordnung zur Linearisierung der Verstärkerschaltung eine Schätzeinrichtung zum Ermitteln einer Leistung eines Eingangssignals und zum Ansteuern eines Vorverzerrungsgliedes auf. Das Vorverzerrungsglied bewirkt eine Linearisierung einer Verstärkungskennlinie eines Leistungsverstärkers in Abhängigkeit von einer aktuellen Temperatur des Leistungsverstärkers.
Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Linearisierung ei
ner Verstärkerschaltung, wie sie insbesondere in einer Sende
einrichtung einer Funkstation eines Funk-Kommunikationssy
stems eingesetzt wird.
Zur Linearisierung von Verstärkerschaltungen, insbesondere
bei einem Einsatz dieser Schaltungen in Sendepfaden von Funk
stationen bzw. Basisstationen eines Funk-Kommunikationssy
stems, wie beispielsweise dem bekannten GSM-Mobilfunksystems
(Global System for Mobile Communications), werden verschie
denste Verfahren und Anordnungen eingesetzt. Unter anderem
ist aus der deutschen Patentschrift DE 197 36 660 ein Verfahren
zur Linearisierung bekannt, bei der ein verstärktes Ausgangs
signal mit einem Eingangssignal verglichen und ein jeweiliges
Stellglied für eine Vorverzerrung der Amplitude und Phase des
Eingangssignals vor der Verstärkung durch den Leistungsver
stärker angesteuert wird, um hierdurch eine Linearisierung
der Verstärkerkennlinie zu erzielen. Die Linearisierung der
Verstärkungskennlinie ist insbesondere bei Leistungsverstär
kern für eine hohe Ausgangsleistung von Bedeutung, um einer
seits den Verstärker mit einem optimalen Wirkungsgrad zu be
treiben und somit die Wärmeentwicklung in dem meist geschlos
senen Gehäuse der Funkstation zu begrenzen, und andererseits
eine gesicherte Signalübertragung über die Funkschnittstelle
zu gewährleisten, da eine Verzerrung der Sendesignale nach
teilig zu einer fehlerbehafteten Signalübertragung, insbeson
dere bei komplexen Modulationsverfahren, führen kann.
Die bekannten Verfahren zur Linearisierung der Verstärkungs
kennlinie berücksichtigen jedoch nicht den Effekt, daß ein
Eingangssignal mit einer nicht konstanten Einhüllenden zu ei
ner Variation der Sperrschichttemperatur des Leistungsver
stärkers und somit zu einer Veränderung der Verstärkungskenn
linie führt. Das GMSK-modulierten Eingangssignal (GMSK -
Gaussian Minimum Shift Keying) eines Trägers, wie es in dem
genannten GSM-Mobilfunksystem verwendet wird und für das das
oben beschriebene Verfahren entwickelt wurde, weist bei
spielsweise eine konstante Einhüllende auf. Werden jedoch
mehrere Eingangssignale summiert und beispielsweise einem
breitbandigen Leistungsverstärker zugeführt, so weist das
Summensignal der Träger keine konstante Einhüllende auf. Das
Summensignal kann je nach einem Trägerabstand beispielsweise
eine Schwebungsfrequenz zwischen einigen 100 kHz bis zu eini
gen MHz aufweisen. Die gleiche Eigenschaft einer nicht kon
stanten Einhüllenden weisen auch die Signale eines CDMA-Über
tragungsverfahrens auf (CDMA - Code Division Multiple
Access).
Eine Möglichkeit, die Veränderung der Betriebstemperatur des
Leistungsverstärkers für eine Linearisierung der Verstär
kungskennlinie zu berücksichtigen, ist beispielsweise ein Ab
griff der Temperatur an dem Kühlkörper des Leistungsverstär
kers. Da die Veränderung der Temperatur des Kühlkörpers be
dingt durch dessen große Masse jedoch nur sehr langsam der
momentanen Temperatur des Leistungsverstärkers folgt, ist
diese Realisierung vor allem bei einer hochfrequenten Schwe
bung der Einhüllenden zu träge.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung an
zugeben, die eine effiziente Linearisierung einer Verstärker
kennlinie bei einer nicht konstanten Einhüllenden des Ein
gangssignals unter Berücksichtigung der Temperatur des Lei
stungsverstärkers ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch das
Verfahren und durch die Funkstation gemäß den Merkmalen des
unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen der
Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Erfindungsgemäß weist die Anordnung zur Linearisierung der
Verstärkerschaltung eine Schätzeinrichtung zum Ermitteln ei
ner Leistung des Eingangssignals und zum Ansteuern eines Vor
verzerrungsgliedes auf. Das Vorverzerrungsglied bewirkt eine
Linearisierung der Verstärkungskennlinie des Leistungsver
stärkers in Abhängigkeit von einer aktuellen Temperatur des
Leistungsverstärkers.
Die erfindungsgemäße Schätzung der Leistung des Eingangs
signals ermöglicht eine genaue Abschätzung der durch das Ein
gangssignal bewirkten aktuellen Temperatur des Leistungsver
stärkers, so daß die Vorverzerrung den temperaturabhängigen
Veränderungen der Verstärkungskennlinie angepaßt und eine
hohe Linearität bei der Verstärkung des Eingangssignals er
zielt werden kann. Das Vorverzerrungsglied bewirkt dabei bei
spielsweise eine Vorverzerrung der Amplitude und/oder der
Phase des Eingangssignals, so daß das Eingangssignal der
Nichtlinearität der Verstärkungskennlinie des Leistungsver
stärkers entgegengerichtet ist. Die Vorverzerrung erfolgt
entsprechend weiteren Weiterbildungen abhängig von der Anord
nung des Vorverzerrungsgliedes in dem Verstärkungspfad in ei
nem digitalen Basisband oder in einem höherfrequenten Aus
gangsspektrum.
Gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Anordnung
führt die Schätzeinrichtung eine Mittelwertbildung der Lei
stung des Eingangssignals über eine bestimmte Zeitkonstante
durch, wobei die Zeitkonstante gemäß einer hierauf basieren
den Weiterbildung einer thermischen Zeitkonstante des Lei
stungsverstärkers entspricht.
Als Zeitkonstante wird die thermische Zeitkonstante des Lei
stungsverstärkers gewählt, da hierdurch eine genaue Abschät
zung des Temperaturverhaltens des Leistungsverstärkers und
somit der Veränderung der Verstärkungskennlinie erzielt wer
den kann. Die thermische Zeitkonstante charakterisiert die
Trägheit des Leistungsverstärkers, mit der er auf ein verän
derte Leistung des Eingangssignals thermisch reagiert.
Gemäß weiterer Weiterbildungen der Erfindung ist die Schätz
einrichtung als ein Quadrierer mit einem nachgeschalteten
Tiefpaß verwirklicht. Der Tiefpaß kann dabei beispielsweise
als ein bekanntes analoges RC-Glied oder mittels eines FIR-
Filters verwirklicht sein. Der Quadrierer ermittelt die Lei
stung des Eingangssignals und der Tiefpaß bewirkt eine an
schließende Filterung der im Vergleich zu dem Eingangssignal
niederfrequenten Schwebung des Eingangssignals.
Parallel zu der Schätzeinrichtung ist gemäß einer weiteren
Weiterbildung ein Verzögerungsglied angeordnet, das eine Ver
zögerung des Eingangssignals entsprechend der Laufzeit der
Schätzeinrichtung durchführt. Hierdurch wird vorteilhaft si
chergestellt, daß das Eingangssignal erst nach der Auswahl
der geeigneten Vorverzerrungskennlinie an dem Vorverzerrungs
glied anliegt.
Gemäß zweier alternativer Weiterbildungen sind mehrere Vor
verzerrungskennlinien in dem Vorverzerrungsglied bzw. in ei
ner gesonderten Speichereinrichtung gespeichert, wobei die
Schätzeinrichtung eine jeweils geeignete Vorverzerrungskenn
linie abhängig von der ermittelten Leistung auswählt, oder
das Vorverzerrungsglied ist mehrfach in dem Verstärkungspfad
vorgesehen und weist jeweils eine Vorverzerrungskennlinie
auf, wobei die Schätzeinrichtung wiederum ein jeweils geeig
netes Vorverzerrungsglied auswählt. Die Vorverzerrungskennli
nien charakterisieren eine jeweilige Abhängigkeit der Nicht
linearität der Verstärkungskennlinie von der Verlustleistung
in einem zugehörigen Temperaturbereich des Leistungsverstär
kers, wobei die Vorverzerrungskennlinien beispielsweise für
mehrere diskrete Temperaturbereiche definiert werden. Die
Speichereinrichtung kann dabei beispielsweise als eigenstän
dige Einrichtung mit der Schätzeinrichtung verbunden oder in
der Schätzeinrichtung selbst verwirklicht sein.
Einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zufolge ist das
Vorverzerrungsglied als ein adaptives Vorverzerrungsglied
verwirklicht. Dieses ermöglicht vorteilhaft eine gestufte
Veränderung der Vorverzerrungskennlinie entsprechend den be
schriebenen diskreten Temperaturbereichen, oder eine stufen
lose Veränderung der Vorverzerrungskennlinie, ohne das die
Linearität der Verstärkungskennlinie durch eine diskrete Ab
stufung negativ beeinflußt wird.
Gemäß einer weiteren Weiterbildung vergleicht eine Adaptati
onseinrichtung das Ausgangssignal des Leistungsverstärkers
mit dem Eingangssignal und paßt die aktuell ausgewählte Vor
verzerrungskennlinie abhängig von dem Ergebnis des Vergleichs
adaptiv an. Hierdurch kann die Linearisierung für den aktuel
len Betriebsfall, d. h. die von der Verlustleistung abhängige
Temperatur, gezielt optimiert werden, indem gegebenenfalls
Veränderungen an der ausgewählten Vorverzerrungskennlinie
vorgenommen werden, um eine optimale Linearität der Verstär
kungskennlinie zu erzielen. Mit einer solchen Adaption können
in einfacher Weise Veränderungen des Verhaltens des Lei
stungsverstärkers, beispielsweise aufgrund von Alterungser
scheinungen, ausgeglichen werden.
Eine Anpassung der aktuell ausgewählten Vorverzerrungskennli
nie kann entsprechend einer weiteren Weiterbildung bei einem
Abgleich, beispielsweise bei der Inbetriebnahme der Verstär
kerschaltung, oder permanent bzw. periodisch während des Be
triebs des Leistungsverstärkers durchgeführt werden.
Die erfindungsgemäße Anordnung wird gemäß Weiterbildungen der
Erfindung besonders vorteilhaft in Sendeeinrichtungen von
Funkstationen eines Funk-Kommunikationssystems mit einem
breitbandigen Leistungsverstärker eingesetzt. Hierbei kann
die Anordnung sowohl für eine kontinuierliche Signalübertra
gung, wie sie beispielsweise bei einem CDMA-Übertragungsver
fahren auftritt, als auch für eine beispielsweise in mehrere
Zeitschlitze getrennte diskontinuierliche Signalübertragung,
wie sie bei einem TDMA-Übertragungsverfahren (TDMA - Time Di
vision Multiple Access) auftritt, eingesetzt werden.
Die Erfindung wird nun anhand von zeichnerischen Darstellun
gen näher erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer ersten möglichen Realisie
rung der Anordnung zur Linearisierung, und
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer zweiten möglichen Realisie
rung der Anordnung zur Linearisierung mit einer adap
tiven Anpassung der aktuellen Vorverzerrungskennli
nie.
Das Blockschaltbild der Fig. 1 zeigt einen Teil eines Sende
pfads, wie er beispielsweise in einer Sendeeinrichtung einer
Basisstation eines Funk-Kommunikationssystems verwirklicht
wird. Der verwendete Leistungsverstärker PA ist breitbandig
ausgelegt, so daß parallel beispielsweise mehrere Trägerfre
quenzen eines schmalbandigen Funk-Kommunikationssystems, wie
beispielsweise dem erwähnten GSM-Mobilfunksystem mit einem
Frequenzband eines Trägers von 200 kHz, oder ein breitbandi
ger Träger mit beispielsweise 5 MHz eines breitbandigen Funk-
Kommunikationssystems, wie beispielsweise einem auf einem
CDMA-Übertragungsverfahren basierenden Mobilfunksystem, ver
stärkt werden können. Für die folgende Beschreibung wird an
genommen, daß sich das digitale Eingangssignal in aus einer
Vielzahl von schmalbandigen digitalen Eingangssignalen in1,
in2, . . . zusammensetzt, die in einem Summationsglied SUM zu
dem Eingangssignal in summiert werden. Das Eingangssignal in
weist durch die Summierung keine konstante Einhüllende mehr
auf, da bedingt durch die Überlagerung der Signale eine
Schwebung entsteht.
Das Eingangssignal in wird einer Verzögerungseinrichtung DEL
zugeführt und anschließend in einer Aufwärtskonvertierein
richtung UC in ein höherfrequentes Sendesignal konvertiert.
Die Aufwärtskonvertiereinrichtung UC ist beispielsweise ein
bekannter Mischer, der eine Mischung des Basisbandsignals mit
einem mittels eines Oszillators generierten Hochfrequenzsig
nal mischt. Die Ausgangsfrequenz des Signals entspricht dem
Sendespektrum für die Übertragung über die Funkschnittstelle
mittels einer Antenneneinrichtung A. Die beschriebene Linea
risierung kann jedoch unter Weglassen der Aufwärtskonvertie
rung auch direkt bei der Ausgangsfrequenz erfolgen.
Der Aufwärtskonvertiereinrichtung UC ist in dem Beispiel der
Fig. 1 ein Vorverzerrungsglied PD nachgeschaltet, das eine
Vorverzerrung des hochfrequenten Signals nach Amplitude
und/oder Phase entsprechend einer bestimmten Vorverzerrungs
kennlinie cc vor der Verstärkung des Signals durch den nach
geschalteten Leistungsverstärker PA durchführt. Das Vorver
zerrungsglied PD ist in dem Beispiel mehrfach realisiert, wo
bei die Vorverzerrungsglieder PD eine jeweils unterschiedli
che Vorverzerrungskennlinie cc für unterschiedliche Tempera
turbereiche des Leistungsverstärkers PA aufweisen.
Eine geeignete Vorverzerrungskennlinie cc bzw. das entspre
chende Vorverzerrungsglied PD wird von einer Schätzeinrich
tung ES ausgewählt. Die parallel zu dem beschriebenen Sende
pfad mit dem Verzögerungsglied DEL und der Aufwärtskonver
tiereinrichtung UC geschaltete Schätzeinrichtung ES ermittelt
eine Leistung des Eingangssignals in. Sie führt hierbei eine
Mittelwertbildung über eine bestimmte Zeitkonstante t durch,
die vorteilhaft der thermischen Zeitkonstante des Leistungs
verstärkers PA entspricht. Ausgehend von der ermittelten Lei
stung des Eingangssignals in kann auf die zu erwartende Be
triebstemperatur des Leistungsverstärkers PA bei der Verstär
kung des Eingangssignals in rückgeschlossen werden. Da sich,
wie einleitend beschrieben, die Verstärkungskennlinie des
Leistungsverstärkers PA mit der Betriebstemperatur verändert,
wählt die Schätzeinrichtung ES diejenige Vorverzerrungskenn
linie cc bzw. das entsprechende Vorverzerrungsglied PD aus,
die eine optimale Linearität der Verstärkungskennlinie ermög
licht. Der Schätzeinrichtung ES muß hierzu bekannt sein, wie
die Temperatur des Leistungsverstärkers PA von der Leistung
der Schwebung abhängt, und welche Vorverzerrungskennlinie cc
für welchen Temperaturbereich bzw. für welche Leistung eine
größtmögliche Linearität gewährleistet.
Die Zeitkonstante des Verzögerungsglieds DEL wird derart di
mensioniert, daß das Eingangssignal in erst an dem Vorverzer
rungsglied PD anliegt, wenn von der Schätzeinrichtung ES nach
der Mittelwertbildung über die Zeitkonstante t eine geeignete
Vorverzerrungskennlinie cc bzw. ein geeignetes Vorverzer
rungsglied PD ausgewählt wurde.
In der Fig. 2 ist eine alternative Realisierung der erfin
dungsgemäßen Anordnung offenbart, wobei eine Kombination der
beiden Ausführungsbeispiele sowie geringfügige Änderungen in
dem Aufbau der Anordnung ebenfalls in den Schutzbereich der
Erfindung fallen.
Das digitale Eingangssignal in wird in dem Ausführungsbei
spiel der Fig. 2 in einer Modulatoreinrichtung MOD durch eine
Modulation mehrerer Eingangssignale in1, in2 gebildet, wie
sie beispielsweise bei einem CDMA-Übertragungsverfahren auf
treten können. Die Vorverzerrung des digitalen Eingangs
signals in erfolgt in einem dem Digital-Analog-Wandler DAC
vorgeschalteten Vorverzerrungsglied PD, das beispielsweise
als ein adaptives Vorverzerrungsglied verwirklicht ist. Die
Vorverzerrung des Eingangssignals in erfolgt demnach im digi
talen Basisband vor der Aufwärtskonvertierung in das eigent
liche analoge Sendespektrum, welches durch den Leistungsver
stärker PA verstärkt wird. Vorteilhaft kann das Vorverzer
rungsglied PD durch diese Anordnung relativ schmalbandig di
mensioniert und in einer einfachen technischen Realisierung
verwirklicht werden. Das dem Vorverzerrungsglied PD vorge
schaltete Verzögerungsglied DEL weist eine Zeitkonstante auf,
die der durch die Zeitkonstante t bedingte Verzögerungszeit
für die Mittelwertbildung in der Schätzeinrichtung ES ent
spricht, auf.
Die Schätzeinrichtung ES ist mit einer Speichereinrichtung M
verbunden, in der für diskrete Temperaturbereiche des Lei
stungsverstärkers PA jeweils eine Vorverzerrungskennlinie cc
gespeichert ist. Abhängig von der ermittelten Leistung der
Schwebung des Eingangssignals in wählt die Schätzeinrichtung
ES eine geeignete Vorverzerrungskennlinie cc aus und über
trägt deren charakteristischen Werte zu dem Vorverzerrungs
glied PD. Das Vorverzerrungsglied PD übernimmt die jeweils
anliegende Vorverzerrungskennlinie cc und führt eine entspre
chende Vorverzerrung des Eingangssignals in durch. Die Spei
chereinrichtung M kann in gleicher Weise in der Schätzein
richtung ES oder in dem Vorverzerrungsglied PD verwirklicht
sein.
Zusätzlich wird in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 das ver
stärkte Ausgangssignal out des Leistungsverstärkers PA mit
dem Eingangssignal in in einer Adaptationseinrichtung ADP
verglichen, und abhängig von dem Ergebnis des Vergleichs die
Charakteristik der jeweils aktuell ausgewählten Vorverzer
rungskennlinie cc adaptiv angepaßt. Durch den Vergleich kann
die Linearität des Ausgangssignals out mit einer sehr hohen
Genauigkeit bestimmt werden. Entspricht die Linearität nicht
den gewünschten Vorgaben, so führt die Adaptationseinrichtung
ADP eine Veränderung der von der Schätzeinrichtung ES ausge
wählten Vorverzerrungskennlinie cc durch, wobei die derart
veränderte Vorverzerrungskennlinie cc in der Speichereinrich
tung M gespeichert und zu dem Vorverzerrungsglied PD übertra
gen wird. In einer nicht dargestellten alternativen Ausfüh
rungsform kann die Adaptationseinrichtung ADP beispielsweise
auch eine direkte Veränderung der Vorverzerrungskennlinie cc
in dem Vorverzerrungsglied PD vornehmen, wodurch vorteilhaft
die Zeit für die Anpassung der aktuellen Vorverzerrungskennli
nie cc verringert wird. Für den beispielhaften Fall, daß die
Vorverzerrungskennlinien cc jeweils einem diskreten Tempera
turbereich des Leistungsverstärkers PA zugeordnet sind, kann
die Adaptationseinrichtung ADP den hierdurch entstehenden
Fehler vorteilhaft ausgleichen.
Die Adaptationseinrichtung ADP kann neben einer permanenten
oder periodischen adaptiven Korrektur der jeweils aktuellen
Vorverzerrungskennlinie cc auch für eine Charakterisierung
der gesamten Vorverzerrungskennlinien cc verwendet werden.
Dieses kann beispielsweise bei einem Abgleich der Verstärker
schaltung bei der Inbetriebnahme oder während des Betriebs
erfolgen, wenn Eingangssignale in mit unterschiedlichen Lei
stungen angelegt werden und eine jeweilige Veränderung der
Charakteristik der Vorverzerrungskennlinie cc hinsichtlich
einer größtmöglichen Linearität der Verstärkungskennlinie ad
aptiv durchgeführt und die vollständig charakterisierte Vor
verzerrungskennlinie cc in der Speichereinrichtung M gespei
chert wird.
Claims (18)
1. Anordnung zur Linearisierung einer Verstärkerschaltung,
die einen Leistungsverstärker (PA) zum Verstärken eines Ein
gangssignals (in) mit einer nicht konstanten Einhüllenden in
ein leistungsstärkeres Ausgangssignal (out) aufweist,
gekennzeichnet durch
eine Schätzeinrichtung (ES) zum Ermitteln einer Leistung des
Eingangssignals (in), und zum Ansteuern eines Vorverzerrungs
gliedes (PD) zur Linearisierung einer Verstärkungskennlinie
(cc) des Leistungsverstärkers (PA) in Abhängigkeit von einer
aktuellen Temperatur des Leistungsverstärkers (PA).
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Leistungsverstärker (PA) als ein breitbandiger Leistungs
verstärker ausgestaltet ist.
3. Anordnung nach einem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schätzeinrichtung (ES) eine Mittelwertbildung der Lei
stung über eine bestimmte Zeitkonstante (t) durchführt.
4. Anordnung nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zeitkonstante (t) für die Mittelwertbildung einer thermi
schen Zeitkonstante des Leistungsverstärkers (PA) entspricht.
5. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schätzeinrichtung (ES) als ein Quadrierer zur Mittelwert
bildung mit einem nachgeschalteten Tiefpaß verwirklicht ist.
6. Anordnung nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß
das der Tiefpaß mittels eines FIR-Filters verwirklicht ist.
7. Anordnung nach einem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß
parallel zu der Schätzeinrichtung (ES) ein Verzögerungsglied
(DEL) geschaltet ist, das eine Verzögerung des Eingangs
signals (in) entsprechend der Zeitkonstante (t) der Schätz
einrichtung (ES) durchführt.
8. Anordnung nach einem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Vorverzerrungskennlinien (cc) in dem Vorverzerrungs
glied (PD) oder in einer Speichereinrichtung (M) gespeichert
sind, und die Schätzeinrichtung (ES) eine jeweils geeignete
Vorverzerrungskennlinie (cc) auswählt.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Vorverzerrungsglied (PD) mehrfach vorgesehen ist und je
weils eine Vorverzerrungskennlinie (cc) aufweist, und die
Schätzeinrichtung (ES) ein jeweils geeignetes Vorverzerrungs
glied (PD) auswählt.
10. Anordnung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Vorverzerrungsglied (PD) als ein adaptives Vorverzer
rungsglied verwirklicht ist.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Adaptionseinrichtung (ADP) das Ausgangssignal (out) des
Leistungsverstärkers (PA) mit dem Eingangssignal (in) ver
gleicht und eine adaptive Anpassung der aktuell ausgewählten
Vorverzerrungskennlinie (cc) durchführt.
12. Anordnung nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß
die jeweils aktuell ausgewählte Vorverzerrungskennlinie (cc)
bei einem Abgleich oder während des Betriebs des Leistungs
verstärkers (PA) angepaßt wird.
13. Anordnung nach einem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß
das digitale Eingangssignal (in) mittels eines in dem Ver
stärkungspfad angeordneten Digital-Analog-Wandlers (DAC) in
ein analoges Signal gewandelt wird.
14. Anordnung nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß
das analoge Signal mittels einer dem Digital-Analog-Wandler
(DAC) nachgeschalteten Aufwärtskonvertiereinrichtung (UC) in
ein höherfrequentes Signal konvertiert wird.
15. Anordnung nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Vorverzerrungsglied (PD) hinter der Aufwärtskonver
tiereinrichtung (UC) angeordnet ist, wobei die Vorverzerrung
in einem hochfrequenten Ausgangsspektrum erfolgt.
16. Anordnung nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Vorverzerrungsglied (PD) vor dem Digital-Analog-Wandler
(DAC) angeordnet ist, wobei die Vorverzerrung in einem digi
talen Basisband oder in einer digitalen Zwischenfrequenz er
folgt.
17. Anordnung nach einem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Eingangssignal (in) mittels eines Summationsgliedes (SUM)
aus mehreren individuellen Eingangssignalen (in1, in2, . . .)
gebildet wird, die von einem jeweiligen Modulator (MOD) zur
Verfügung gestellt werden.
18. Anordnung nach einem vorhergehenden Anspruch, die
in einer Sendeeinrichtung einer Funkstation eines Funk-Kommu
nikationssystems verwirklicht ist.
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|---|---|---|---|
| DE1999133545 DE19933545A1 (de) | 1999-07-16 | 1999-07-16 | Anordnung zur Linearisierung einer Verstärkerschaltung |
| PCT/DE2000/002301 WO2001006641A1 (de) | 1999-07-16 | 2000-07-14 | Anordnung zur linearisierung einer verstärkerschaltung |
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