DE19932399A1 - Halbleitervorrichtung und Verfahren zum Isolieren von Metallen in Verkapselungsmaterial, das bei der Halbleitervorrichtung verwendet wird - Google Patents
Halbleitervorrichtung und Verfahren zum Isolieren von Metallen in Verkapselungsmaterial, das bei der Halbleitervorrichtung verwendet wirdInfo
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Abstract
Eine Halbleitervorrichtung mit erhöhter Zuverlässigkeit, die erhalten wird, indem ein Wafer zerschnitten wird, der durch eine Verkapselungsmaterialschicht auf solch eine Weise verkapselt ist, daß jede der Endflächen von Bondhügeln für einen externen Anschluß exponiert ist, und ein Verfahren zum Isolieren von Metall in einem Verkapselungsmaterial, um ein Messen zu ermöglichen. Die Halbleitervorrichtung umfaßt ein Halbleiterelement, Bondhügel, die auf einer Oberfläche von ihm für externe Anschlüsse gebildet sind, und eine Verkapselungsmaterialschicht, welche Verkapselungsmaterialschicht aus einem Verkapselungsmaterial gebildet ist, das mehr als 70 Gewichts-% und nicht mehr als 90 Gewichts-% Quarzgut auf der Basis des Gesamtgewichtes des Verkapselungsmaterials enthält. Das Metall in dem Verkapselungsmaterial, das eine Harzkomponente und einen Quarzgutfüller umfaßt, wird zum Messen isoliert, indem das Verkapselungsmaterial zu einem Lösungsmittel hinzugefügt wird, welches die Harzkomponente lösen kann, lösungsmittelunlösliche Substanzen von der Lösung getrennt werden, in der die Harzkomponente gelöst worden ist, die unlöslichen Substanzen in eine Flüssigkeit gegeben werden, die eine relative Dichte von 2,5 bis 5,5 hat, um die unlöslichen Substanzen zu dispergieren, und dann der Niederschlag zurückgewonnen wird.
Description
Die Erfindung betrifft Halbleitervorrichtungen, die
erhalten werden, indem ein Wafer, der mit einer Verkapse
lungsmaterialschicht auf solch eine Weise verkapselt ist,
daß jede der Endflächen von Bondhügeln oder -inseln für
einen externen Anschluß exponiert ist, in individuelle
elementare Vorrichtungen zerschnitten wird, und ein
Verfahren für deren Herstellung.
Neue Trends zur Größenverringerung und Miniaturisierung
von elektronischen Geräten werden begleitet von der Entwick
lung von miniaturisierten und dünneren Halbleitervorrichtun
gen, die eine höhere Qualität haben. Bei früheren Halblei
tervorrichtungen wurde ein Halbleiterfunktionselement und
ein Leiterrahmen verwendet, und in solch einer Vorrichtung
waren Bereiche, außer Stellen, die für das Montieren der
Vorrichtung auf ein gedrucktes Substrat erforderlich waren,
verkapselt, um zum Zweck des Schutzes vor einer äußeren
Umgebung von einem Verkapselungsmaterial bedeckt zu sein.
Daher war die Entwicklung hinsichtlich einer Miniaturisie
rung von Halbleitervorrichtungen hauptsächlich auf Leiter
rahmen, die als Substrat dienen, und Verkapselungsmateria
lien gerichtet. Als Resultat sind TSOPs (dünne kleine
Packungen), die eine kleinere Menge Verkapselungsmaterial haben
und dünner gebildet sind, QFPs (quadratische Flachpackun
gen), die für eine größere Anzahl von Anschlußstiften geeig
net sind, etc., entwickelt worden.
Eine Halbleitervorrichtung mit einem Leiterrahmen und
einer größeren Anzahl von Anschlußstiften hat eine größere
Packungsgröße und ist schwieriger zu montieren, da die
äußeren Anschlüsse eine kleinere Teilung haben. Packungen
des BGA[ball grid array]-(Kugelrasterarray)-Typs und Packun
gen in Chipgröße (CSPs-chip size packages), die vor kurzem
entwickelt worden sind, sind Halbleitervorrichtungen, bei
denen die obigen Probleme gelöst sind. Beispielsweise ent
halten die Packungen in Chipgröße zum Beispiel solche, die
erhalten werden, indem ein Wafer, der auf einer Oberfläche
mit Bondhügeln für externe Anschlüsse für jedes Funktions
element (Chip) versehen ist, auf solch eine Weise verkapselt
wird, daß jede von Endflächen von Bondhügeln exponiert ist,
und der Wafer anschließend in individuelle Chips zerschnitten wird.
Da für das Verkapseln von Halbleitervorrichtungen ein
Spritzpressen unter Verwendung eines Verkapselungsmaterials
auf der Basis einer Verkapselungsharzkomponente eingesetzt
wird, wodurch eine äußere Form einer Halbleitervorrichtung
gebildet wird, indem das Verkapselungsmaterial in eine Form
gefüllt wird, die die Halbleitervorrichtung enthält, ist das
Heraus lösen eines Verkapselungsmaterials aus der Form eine
wichtige Anforderung gewesen. Ferner haben solche Probleme
bestanden, daß dann, falls die Adhäsion zwischen einem
Verkapselungsmaterial und einem Halbleiterfunktionselement
oder einem Leiterrahmen schwach ist, zwischen ihnen ein
Lösen der Verbindung verursacht wird, und in einen losgelö
sten Abschnitt kann von außen leicht Wasser eindringen, um
dadurch die Korrosion von Verdrahtungen und Anschlußstellen
auf dem Funktionselement zu beschleunigen oder Packungsrisse
auf Grund der Vergasung von Wasser während des Aufschmelz
lötens zur Montage eines Chips zu bewirken. Bei einem Ver
kapselungsmaterial sind jedoch die Herauslösbarkeit aus der
Form während des Formens und die Adhäsion zum Schutz eines
Halbleiterfunktionselementes miteinander kollidierende
Charakteristiken, und bislang ist ein Optimum gefunden
worden, indem die beiden im Gleichgewicht gehalten wurden.
Ferner ist die Selektion eines Passivierungsmaterials wie
etwa eines Polyimidüberzugsmaterials als Material für ein
Halbleiterfunktionselement vorgenommen worden, oder es ist
eine Entwicklung zugunsten einer besseren Adhäsion mit einem
Verkapselungsmaterial ausgeführt worden, indem zum Beispiel
die Oberfläche eines Leiterrahmens uneben gemacht wurde.
Dennoch ist es in Halbleitervorrichtungen, bei denen ein
früheres Verkapselungsmaterial verwendet wird, schwierig,
eine Kompatibilität zwischen der Adhäsion und der Herauslös
barkeit aus der Form zu erreichen, und es sind keine Halb
leitervorrichtungen erhalten worden, die solchen Zielen
vollständig gerecht werden.
Andererseits ist es erforderlich gewesen, eine innere
Spannung, die durch die Verwendung von verschiedenen Mate
rialien verursacht wurde, zu reduzieren, um dadurch die
Zuverlässigkeit einer Halbleitervorrichtung zu erhöhen, und
dieser Forderung konnte entsprochen werden, indem Wärmeaus
dehnungskoeffizienten eines Halbleiterfunktionselementes
oder Leiterrahmens und eines Verkapselungsmaterials mitein
ander in Einklang gebracht wurden, um eine thermische Span
nung zu verringern. Dadurch ist die Zuverlässigkeit einer
Halbleitervorrichtung verbessert worden.
Als Verkapselungsmaterial für Halbleitervorrichtungen
wird eine Zusammensetzung verwendet, die auf einem Epoxyharz
basiert und einen anorganischen Füller umfaßt, wie etwa
Aluminiumoxid, Siliziumoxid oder dergleichen. Bei solch
einer Zusammensetzung wird besonders dann, wenn ein Silizi
umoxidfüller verwendet wird, die Oberfläche des Füllers mit
einem Silankopplungsagens oder dergleichen behandelt, oder
ein Kopplungsagens wird mit einem Harz während des Knetens
des Harzes vermischt, um die Benetzbarkeit des anorganischen
Füllers mit dem Harz zu verbessern.
Während der Verkapselung unter Verwendung eines Verkap
selungsmaterials auf Harzbasis wird eine erhöhte Temperatur
(zum Beispiel 175°C) angewendet. Demzufolge tritt bei der
Verkapselung eines größeren Siliziumwafers ein Verziehen des
Wafers im Verlaufe der Abkühlung auf Raumtemperatur nach der
Verkapselung auf Grund einer Differenz zwischen Schrump
fungsfaktoren des Siliziumwafers und des Verkapselungsmate
rials auf. Dieses Verziehen ist ein Hindernis, wenn Löt
kugeln auf Bondhügeln für individuelle Elemente (Chips)
vorgesehen sind oder der Wafer in individuelle Elemente
(Chips) zerschnitten wird.
Das Verkapselungsmaterial, das eine Harzkomponente und
einen anorganischen Füller umfaßt, hatte eine begrenzte
Menge des hinzugesetzten Füllers von 70 Gew.-% oder weniger,
um das Verziehen des Wafers auf Grund des Härtens und
Schrumpfens des Verkapselungsmaterials nach des Verkapseln
des Wafers durch Formen, wie oben erwähnt, zu steuern. Denn
bei der Menge von mehr als 70 Gew.-% hat das Verkapselungs
material einen höheren Youngschen Elastizitätsmodul und eine
größere Schrumpfspannung, und daher nimmt das Verziehen zu.
Denn es hat ferner das Problem einer weitgehend reduzierten
Bearbeitbarkeit bei einem Herstellungsprozeß der Halbleiter
vorrichtung nach der Verkapselung existiert, wenn das Ver
ziehen eines Wafers größer war.
In einer Packung mit Chipgröße ist die Adhäsion zwi
schen einem Verkapselungsmaterial und einem Chip wichtig,
und durch ein leichtes Abschälen des Verkapselungsmaterials
wird die Zuverlässigkeit der Packung spürbar reduziert. Das
Verkapselungsmaterial hat eine Dicke von 80 bis 120 Mikro
metern, und der Chip wird nur durch das Verkapselungsmate
rial geschützt. Daher muß das Verkapselungsmaterial eine
höhere Robustheit und mechanische Festigkeit als bei einer
früheren Halbleitervorrichtung mit einem Leiterrahmen haben.
Zusätzlich wird durch kleine Hohlräume in einer Schicht des
Verkapselungsmaterials die Zuverlässigkeit der Packung
weitgehend verringert.
Man nimmt an, daß die Hohlräume aus den folgenden Grün
den erzeugt werden. Wenn Siliziumoxidpulver eines anorgani
schen Füllers im voraus direkt mit einem Kopplungsagens
behandelt wird, verursachen das Silankopplungsagens und
Hydroxylgruppen auf der Oberfläche des Siliziumoxids eine
Hydrolysereaktion, und das Silankopplungsagens und das
Siliziumoxid verbinden sich chemisch miteinander, während
die Oberfläche von Siliziumoxid mit dem Silankopplungsagens
überzogen wird. Als Silankopplungsagenzien, die hierbei
verwendet wurden, können die folgenden genannt werden:
Silankopplungsagenzien des Glycidyltyps wie etwa Gamma- Glycidoxypropyltrimethoxysilan und Gamma-Glycidoxypropyl triethoxysilan und Silankopplungsagenzien des Amintyps. Die Reaktion eines Silankopplungsagens mit einer Hydroxylgruppe auf einer Oberfläche von Siliziumoxid ist, wie unten ge zeigt, eine alkoholfreisetzende Reaktion:
Silankopplungsagenzien des Glycidyltyps wie etwa Gamma- Glycidoxypropyltrimethoxysilan und Gamma-Glycidoxypropyl triethoxysilan und Silankopplungsagenzien des Amintyps. Die Reaktion eines Silankopplungsagens mit einer Hydroxylgruppe auf einer Oberfläche von Siliziumoxid ist, wie unten ge zeigt, eine alkoholfreisetzende Reaktion:
Der Alkohol ROH, der durch diese Reaktion erzeugt wird,
wird während der Behandlung des Füllers an die Atmosphäre
abgegeben und verbleibt deshalb nicht auf der Oberfläche des
Füllers. Es ist jedoch eine Retention von nicht in Reaktion
getretenem Silankopplungsagens möglich, und in einer Halb
leitervorrichtung, auf die ein Verkapselungsmaterial ange
wendet wird, welches Verkapselungsmaterial mit dem Füller
versetzt wurde, der mit dem Silankopplungsagens behandelt
wurde, oder erhalten wurde, indem das Kopplungsagens vorher
zu einer Harzkomponente hinzugefügt wurde und das Gemisch
dann mit dem Füller vermischt wurde, bewirkt das nicht in
Reaktion getretene Silankopplungsagens in dem Verkapselungs
material auf Grund von Einflüssen von Umgebungstemperatur
und Feuchtigkeit eine Hydrolysereaktion mit absorbiertem
Wasser, wie unten gezeigt, um dadurch die Erzeugung von
Alkohol herbeizuführen.
Der Alkohol in dem Verkapselungsmaterial wird durch die
rapide Erhöhung der Temperatur während einer Formungsopera
tion zur Verkapselung abrupt verdampft und expandiert und
bewirkt die Bildung von Hohlräumen und Rissen in einem
gehärteten Verkapselungsmaterial. Dies gilt auch für die
Zeit der Montage, und Wasser dringt weiter in die Hohlräume
oder Risse ein, wodurch ein Operationsfehler des Halbleiter
funktionselementes herbeigeführt wird. Ferner wird die
elektrische Leitfähigkeit des Verkapselungsmaterials während
des Ablaufs der Hydrolysereaktion des Kopplungsagens tempo
rär reduziert, und daher können, wenn nicht in Reaktion
getretenes Kopplungsagens selbst nach dem Montieren zurück
bleibt, Kurzschlüsse zwischen der Verdrahtung auf Grund der
Hydrolyse auftreten.
Andererseits wird von Siliziumoxidpulvern in einigen
Fällen Quarzgut auf Grund seines kleineren Gehaltes an
Metallen und Natrium- und Chloridionen als Füller verwendet,
um in einer Verkapselungszusammensetzung eingesetzt zu
werden. Da auf der Oberfläche des Quarzgutes wenige
Hydroxylgruppen vorhanden sind, findet zwischen dem Quarz
gutfüller und einem Silankopplungsagens keine alkoholfrei
setzende Reaktion statt, wenn der Füller mit dem Silankopp
lungsagens als Stammlösung behandelt wird. Demnach hat bei
einer Halbleitervorrichtung, auf die ein Verkapselungsmate
rial angewendet wurde, das mit einem Quarzgutfüller versetzt
war, der mit einem Kopplungsagens behandelt worden war, das
Problem bestanden, daß sie einer Hydrolysereaktion in dem
Verkapselungsmaterial auf Grund von Einflüssen von Umge
bungstemperatur und Feuchtigkeit ausgesetzt wird, wodurch
das Auftreten von Hohlräumen während des Formens für die
Verkapselung und eine verringerte Zuverlässigkeit der Halb
leitervorrichtung (verringerte Adhäsionskraft zwischen dem
Verkapselungsmaterial und einem Siliziumsubstrat und verrin
gerte Isoliereigenschaften zwischen Verdrahtungen) herbei
geführt wurde.
Das Verfahren zum Behandeln eines Füllers mit einem
Kopplungsagens, das eine Hydrolysereaktion mit Hydroxylgrup
pen auf der Oberfläche eines Füllers voraussetzt, konnte
nicht auf Aluminiumoxid, Aluminiumnitrid, Magnesiumoxid,
Siliziumnitrid, Bornitrid und dergleichen angewendet werden,
die als elektrisch isolierende Füller mit hoher Wärmeleit
fähigkeit verwendet werden. Folglich konnten diese Füller
nicht von verstärkten Eigenschaften des Füllers durch Ver
besserung der Benetzbarkeit gegenüber einer Harzkomponente
profitieren.
Bei Vorhandensein von Hohlräumen oder Rissen in einer
gebildeten Schicht aus Verkapselungsmaterial nimmt das
Abschälen der Verkapselungsmaterialschicht von einem Silizi
umsubstrat seinen Fortgang, wobei es in den Hohlräumen oder
Rissen auf Grund von Erschütterung während des Zerschneidens
eines Wafers in individuelle Elemente seinen Ursprung hat.
Zusätzlich ist es bei der Verkapselung eines Wafers
entscheidend, das Auftreten von unausgefüllten Abschnitten
zu vermeiden, wo sich ein Verkapselungsmaterial nicht aus
breitet. Ein Wafer mit unausgefüllten Abschnitten ist Aus
schuß und führt zu Verlust. Da im besonderen bei Wafers mit
einem Durchmesser von 6 bis 8 Zoll (etwa 15 bis 20 Zentime
ter) oder mehr die Bildung von unausgefüllten Abschnitten zu
dem Verlust einer großen Anzahl von Elementen gleichzeitig
führt, ist es wichtig, den Wafer sorgfältig zu überziehen,
so daß keine unausgefüllten Abschnitte gebildet werden.
Eine verkapselte Halbleitervorrichtung, die auf ein
Substrat montiert ist, unterliegt auf Grund einer Ein-Aus-
Operation der Vorrichtung und Veränderung der Außentempera
tur nach der Montage einem Temperaturzyklus. Während jenes
Zyklus wird das Montagesubstrat ausgedehnt und zusammengezo
gen, und die resultierenden Spannungen werden auf die Halb
leitervorrichtung angewendet. Die Spannung konzentriert sich
besonders in der Nähe von Wurzeln von Kupfer-Bondhügeln in
der Halbleitervorrichtung (Verbindungsstellen mit dem Silizi
umsubstrat), wodurch ein Ausfall von Bondhügeln, ein Bruch
von Elementen oder dergleichen herbeigeführt wird.
Bei der Herstellung eines Verkapselungsmaterials sind
das Schmelzen und Kneten einer Harzkomponente und ein an
schließendes Verfestigen und Mahlen von Bedeutung, und es
läßt sich nicht vermeiden, daß Metall von Elementen von
Geräten, die während dieser Prozesse verwendet werden
(Kneter, Brecher, etc.), in dem Verkapselungsmaterial inkor
poriert wird. Beim früheren Drahtbonden, das zum Bonden
eines Halbleiterfunktionselementes und eines Leiterrahmens
eingesetzt wurde, führte das eingeschlossene Metallstück
nicht direkt zu einem Ausschußelement hinsichtlich einer
Teilung zwischen Verdrahtungen und einer Teilung zwischen
Anschlüssen, selbst wenn ein Metallstück mit einer Länge von
zum Beispiel 34 Mikrometern in einem Verkapselungsmaterial
enthalten war. Da jedoch in einer Packung von Chipgröße ein
Abstand zwischen Verdrahtungen auf der Oberfläche eines
Elementes 25 bis 10 Mikrometer beträgt, wird die Möglich
keit, daß Metall- oder Leiterpulver mit einer Länge von 34
Mikrometern oder mehr einen Kurzschluß zwischen Verdrahtun
gen verursacht, drastisch erhöht, wenn solches Metall- oder
Leiterpulver in einem Verkapselungsmaterial enthalten ist.
Bezüglich des Einschlusses von Metall- oder Leiterpulver in
einem Verkapselungsmaterial ist es deshalb erforderlich,
dessen Menge und Größe streng zu kontrollieren. Ein Verfah
ren zum Isolieren eines Metalls in einem Harz und ein Analy
severfahren dafür, die für solch eine Kontrolle nützlich
sind, sind bis jetzt nicht eingeführt worden.
Somit ist es bei Halbleitervorrichtungen, die erhalten
werden, indem ein Wafer, der mit einer Verkapselungsmateri
alschicht auf solch eine Weise verkapselt ist, daß jede der
Endflächen von Bondhügeln für externe Anschlüsse exponiert
ist, in individuelle elementare Vorrichtungen zerschnitten
wird, von Bedeutung, daß keine Hohlräume oder Risse in der
Verkapselungsmaterialschicht vorhanden sind, daß keine Risse
in der Verkapselungsmaterialschicht vorhanden sind, die
während der Montage der Packung auftreten, die Feuchtigkeit
absorbiert hat, daß kein Abschälen der Verkapselungsmateri
alschicht von einem Siliziumsubstrat auf Grund von Erschüt
terung während des Zerschneidens eines Wafers in individu
elle Elemente auftritt und daß die Halbleitervorrichtung
eine Robustheit besitzt, die einem Temperaturzyklus stand
hält, und eine ausreichende Adhäsionsstärke zwischen dem
Siliziumsubstrat und der Verkapselungsmaterialschicht, und
ferner mit einer Verkapselungsmaterialschicht verkapselt
ist, die einen kontrollierten Metallgehalt hat.
Daher ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Halblei
tervorrichtung mit hoher Zuverlässigkeit vorzusehen, die
diese Anforderungen erfüllt. Ferner ist es ein Ziel der
Erfindung, ein Verfahren zum Isolieren von Metall in einem
Verkapselungsmaterial zum Messen vorzusehen.
Die Halbleitervorrichtung der Erfindung ist eine Halb
leitervorrichtung mit einem Halbleiterelement, Bondhügeln,
die auf einer Oberfläche von ihm für externe Anschlüsse
gebildet sind, und einer Verkapselungsmaterialschicht, die
auf solch eine Weise gebildet ist, daß sie die Oberfläche
des Elementes bedeckt, auf der die Bondhügeln gebildet sind,
und Endflächen der Bondhügeln exponiert, bei der die Verkap
selungsmaterialschicht aus einem Verkapselungsmaterial
gebildet ist, das mehr als 70 Gew.-% und nicht mehr als 90
Gew.-% Quarzgut auf der Basis des Gesamtgewichtes des Ver
kapselungsmaterials enthält.
Das Verfahren der Erfindung ist ein Verfahren zum Iso
lieren von Metall, das in einem Verkapselungsmaterial zum
Verkapseln einer Halbleitervorrichtung enthalten ist, wobei
das Verkapselungsmaterial eine Harzkomponente und einen
Quarzgutfüller umfaßt, welches Verfahren das Hinzufügen des
Verkapselungsmaterials zu einem Lösungsmittel umfaßt, wel
ches die Harzkomponente lösen kann, das Trennen von lösungs
mittelunlöslichen Substanzen von der Lösung, in der die
Harzkomponente gelöst worden ist, das Einbringen der unlös
lichen Substanzen in eine Flüssigkeit, die eine relative
Dichte von 2,5 bis 5,5 hat, um die unlöslichen Substanzen zu
dispergieren, und dann das Zurückgewinnen eines Nieder
schlags.
Gemäß einem anderen Aspekt ist die Erfindung ein Ver
fahren zum Isolieren von Metall, das in einem Verkapselungs
material zum Verkapseln einer Halbleitervorrichtung enthal
ten ist, wobei das Verkapselungsmaterial eine Harzkomponente
und einen Füller umfaßt, welches Verfahren das Hinzufügen
des Verkapselungsmaterials zu einem Lösungsmittel umfaßt,
welches die Harzkomponente lösen kann, das Trennen von
lösungsmittelunlöslichen Substanzen von der Lösung, in der
die Harzkomponente gelöst worden ist, das Einbringen der
unlöslichen Substanzen in eine Flüssigkeit, die eine rela
tive Dichte zwischen einer relativen Dichte des Füllers und
einer relativen Dichte des Metalls hat, um die unlöslichen
Substanzen zu dispergieren, und dann das Zurückgewinnen
eines Niederschlags.
Die obigen und andere Ziele und Vorteile der Erfindung
sind für einen Durchschnittsfachmann nach dem Studium der
folgenden eingehenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Zeichnungen gut verständlich und ersichtlich,
in denen:
Fig. 1 eine Halbleitervorrichtung der Erfindung zeigt;
und
Fig. 2A bis 2D die Herstellung der Halbleitervorrich
tung von Fig. 1 zeigen.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Halbleitervorrichtung 1
der Erfindung. In der Halbleitervorrichtung 1 sind Bond
hügeln 3 für externe Anschlüsse auf einer Oberfläche eines
Halbleiterfunktionselementes 2 gebildet, das gewissen Mikro
herstellungsprozessen unterzogen worden ist, und eine Ver
kapselungsmaterialschicht 4 ist auf solch eine Weise gebil
det, daß jede der Endflächen für einen externen Anschluß der
Bondhügeln 3 exponiert ist. Um die Halbleitervorrichtung 1
auf ein Substrat zu montieren, wird eine Lötkugel auf jeder
der exponierten Endflächen der Bondhügeln 3 vorgesehen.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2 wird die Herstellung der
Halbleitervorrichtung 1 beschrieben. Zuerst wird ein Wafer
11 gewissen Mikroherstellungsprozessen für jeweilige elemen
tare Zonen unterzogen, und dann werden Bondhügeln 3 aus
Kupfer auf einer Oberfläche des Wafers 11 durch Plattieren
gebildet (Fig. 2A). Anschließend wird eine Verkapselungs
materialschicht 4 auf solch eine Weise gebildet, daß jede
der Endflächen für einen externen Anschluß der Bondhügeln 3
exponiert ist (Fig. 2B). Eine Lötkugel 5 wird dann auf jeder
der exponierten Endflächen der Bondhügeln 3 angeordnet (Fig.
2C). Schließlich wird der Wafer 11 in Chips zerschnitten, um
individuelle Halbleitervorrichtungen 1 zu erhalten (Fig.
2D).
Als Verkapselungsmaterial wird eine Zusammensetzung
verwendet, die eine Harzkomponente und einen Füller umfaßt.
"Harzkomponente", so wie sie hier verwendet wird, bedeutet
ein organisches Material, das typischerweise auf einem
Epoxyharz basiert und ein Härtungsagens, um das Basisharz zu
härten, einen Katalysator, um eine Härtungsreaktion zu
beschleunigen, und anderes enthält. Als Basisharz kann zum
Beispiel ein Harz mit einer hohen Wärmebeständigkeit wie
etwa Polyimidharz verwendet werden. "Füller", so wie er hier
verwendet wird, bedeutet ein Material im allgemeinen aus
anorganischem Stoff, das in einer Zusammensetzung inkorpo
riert wird, um einen linearen Ausdehnungskoeffizienten eines
Verkapselungsmaterials jenem eines Halbleiterelementes
anzunähern, um zu verhindern, daß sich das Verkapselungs
material auf Grund einer Differenz zwischen den Wärmeausdeh
nungskoeffizienten des Verkapselungsmaterials und des Ele
mentes von dem Element abschält, oder das Verkapselungsmate
rial zu verstärken. Bei dem Verkapselungsmaterial für die
Halbleitervorrichtung der Erfindung entspricht Quarzgut
solch einem Füller.
Hinsichtlich der Harzkomponente des Verkapselungsmate
rials wird bei der Halbleitervorrichtung der Erfindung ein
Epoxyharz als Basisharz verwendet. Das Epoxyharz ist nicht
auf ein besonderes beschränkt und kann irgendein Epoxyharz
sein, vorausgesetzt, daß es zwei oder mehr Epoxygruppen in
einem Molekül hat. Die Epoxyharze, die bei der Erfindung
verwendet werden können, enthalten zum Beispiel Epoxyharze
des Cresolnovolaktyps, Epoxyharze des Phenolnovolaktyps,
Biphenylepoxyharze, Naphthalenepoxyharze, verschiedene
Novolakepoxyharze, die aus Bisphenol A oder Resorcin synthe
tisiert sind, lineare aliphathische Epoxyharze, cycloalipha
tische Epoxyharze, heterocyclische Epoxyharze, halogenierte
Epoxyharze und dergleichen. Eine Kombination aus zwei oder
mehr Epoxyharzen kann verwendet werden.
Besonders bevorzugtes Epoxyharz ist hinsichtlich der
Wärmebeständigkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit ein Bi
phenylepoxyharz. Wenn bei einigen Anwendungen zwei oder mehr
Epoxyharze in Kombination verwendet werden, ist es in diesem
Sinne vorteilhaft, wenn das Biphenylepoxyharz in einem
Verhältnis von nicht weniger als 50 Gew.-% von einer Gesamt
menge von Epoxyharzen vorhanden ist.
Das Verkapselungsmaterial bei der Erfindung enthält im
allgemeinen ein Härtungsagens, das auch als Harzkomponente
betrachtet wird. Das Härtungsagens ist nicht auf ein beson
deres beschränkt und kann irgendein Härtungsagens sein,
vorausgesetzt, daß es mit einem Epoxyharz reagiert, um es zu
härten. Beispiele für das Härtungsagens enthalten zum Bei
spiel Phenolnovolakharze, Cresolnovolakharze, Phenolaralkyl
harze, verschiedene Novolakharze, die aus Trishydroxyphenyl
methan, Bisphenol A oder Resorcin synthetisiert sind, ver
schiedene, mehrere Hydroxylgruppen enthaltende Phenolverbin
dungen wie etwa Polyallylphenole, Dicyclopentadienphenol,
Resole und Polyvinylphenole, Säureanhydride wie etwa Malein
anhydrid, Phthalanhydrid und Pyromellitanhydrid und aromati
sche Amine wie etwa m-Phenylendiamin, Diaminodiphenylmethan
und Diaminodiphenylsulfon und dergleichen. Unter anderem
wird eine Phenolverbindung mit zwei oder mehr Hydroxylgrup
pen in einem Molekül angesichts der Adhäsion bevorzugt, und
besonders werden Phenolnovolakharze, Phenolaralkylharze und
dergleichen bevorzugt. In einigen Fällen ist auch eine
Kombination aus zwei oder mehr Härtungsagenzien möglich.
Obwohl einem Verhältnis von einem Epoxyharz zu einem
verwendeten Härtungsagens keine besonderen Grenzen gesetzt
sind, wird es bevorzugt, wenn ein Verhältnis von dem chemi
schen Äquivalent eines Epoxyharzes zu dem chemischen Äquiva
lent eines Härtungsagens in dem Bereich zwischen 0,5 und 1,5
und besonders zwischen 0,8 und 1,2 im Hinblick auf mechani
sche Eigenschaften eines resultierenden gehärteten Produktes
des Epoxyharzes und die Adhäsion des gehärteten Produktes
mit einer Halbleitervorrichtung liegt.
In dem Verkapselungsmaterial für eine Halbleitervor
richtung der Erfindung kann ein Härtungskatalysator verwen
det werden, um eine Härtungsreaktion eines Epoxyharzes und
eines Härtungsagens zu beschleunigen, welcher Härtungskata
lysator auch als Harzkomponente betrachtet wird. Der Här
tungskatalysator ist nicht auf einen besonderen beschränkt,
vorausgesetzt, daß er die Härtungsreaktion beschleunigt.
Härtungskatalysatoren, die verwendet werden können, enthal
ten zum Beispiel Imidazolverbindungen wie etwa 2-Methyl
imidazol, 2,4-Dimethylimidazol, 2-Methyl-4-methylimidazol
und 2-Heptadecylimidazol, tertiäre Aminverbindungen wie etwa
Triethylamin, Benzyldimethylamin, Alphamethylbenzyldimethyl
amin, 2-(Dimethylaminomethyl)phenol, 2,4,6-Tris(dimethyl
aminomethyl)phenol, 1,8-Diazabicyclo(5,4,0)undecen-7 und
1,5-Diazabicyclo(4,3,0)nonen-5, organische Metallverbindun
gen wie etwa Zirconiumtetramethoxid, Zirconiumtetrapropoxid,
Tetrakis(acetylacetonato)-Zirconium und Tri(acetylaceto
nato)-Aluminium und organische Phosphinverbindungen wie etwa
Triphenylphosphin, Trimethylphosphin, Triethylphosphin,
Tributylphosphin, Tri(p-methylphenyl)phosphin, Tri(nonyl
phenyl)phosphin, Triphenylphosphin-Triphenylboran und Tetra
phenylphosphonium-Tetraphenylborat und dergleichen. Unter
anderem werden Triphenylphosphin, Tetraphenylphosphonium-
Tetraphenylborat, 1,8-Diazabicyclo(5,4,0)undecen-7 und
dergleichen angesichts ihrer Reaktivität besonders bevor
zugt. Bei einigen Anwendungen kann eine Kombination aus zwei
oder mehr Härtungskatalysatoren verwendet werden. Es wird
bevorzugt, wenn ein Härtungskatalysator in dem Bereich
zwischen 0,1 und 10 Gewichtsteilen auf 100 Gewichtsteile
Epoxyharz verwendet wird.
Das Verkapselungsmaterial für die Halbleitervorrichtung
der Erfindung enthalt als Fuller Quarzgut in einer Menge von
mehr als 70 Gew.-% und nicht mehr als 90 Gew.-% des Gesamt
gewichtes des Verkapselungsmaterials. Es ist herausgefunden
worden, daß Quarzgut im Vergleich zu Aluminiumoxid und
dergleichen weniger Verunreinigungen enthält und zur Verbes
serung der Feuchtigkeitsbeständigkeit des Verkapselungsmate
rials nützlich ist. Zusätzlich ist auch herausgefunden
worden, daß durch die Verwendung eines Fülleranteils von
mehr als 70 Gew.-% eine Differenz des linearen Ausdehnungs
koeffizienten zwischen einem Siliziumsubstrat (einem Silizi
umchip) und einem Verkapselungsmaterial verringert werden
kann, um dadurch die Wärmezykluseigenschaften einer Halblei
tervorrichtung zu verbessern und einen Ausfall von Bondhü
geln zu verhindern. Bei einem Fülleranteil von mehr als 90
Gew.-% wird das Fließvermögen eines Verkapselungsmaterials
während der Verkapselung reduziert, und unausgefüllte Ab
schnitte erscheinen in einer gebildeten Verkapselungsmateri
alschicht, um zu dem Entstehen von Nadellöchern auf der
Oberfläche der Verkapselungsmaterialschicht zu führen und
die Zuverlässigkeit einer Halbleitervorrichtung zu reduzie
ren. Ein Verziehen eines Wafers, das bei einer Erhöhung des
Anteils an Quarzgut auftritt, kann vermieden werden, indem
ein Herstellungsprozeß an das Verziehen angepaßt wird.
Es ist vorzuziehen, wenn das Quarzgut einen durch
schnittlichen Partikeldurchmesser von 1 bis 50 Mikrometern
hat. Bei einen durchschnittlichen Partikeldurchmesser von
mehr als 50 Mikrometern können Verdrahtungen und Bondhügeln
auf einem Element beschädigt werden. Bei einem durchschnitt
lichen Partikeldurchmesser von weniger als 1 Mikrometer kann
das Fließvermögen eines Verkapselungsmaterials während der
Verkapselung gemindert sein. Obwohl das Quarzgut eine belie
bige Form haben kann, wird es bevorzugt, wenn das Quarzgut
kugelförmig ist. Es wird bevorzugt, wenn das Quarzgut, das
bei der Erfindung verwendet wird, eine Partikelgrößenvertei
lung hat, die der folgenden Beziehung genügt, wenn die
Partikeldurchmesserverteilung durch den prozentualen Anteil
der kumulativen Anzahl von Partikeln, die kleiner als ein
besonderer Partikeldurchmesser sind, bezüglich der Gesamt
anzahl von Partikeln dargestellt wird:
D10 ≧ (1/10) × D50
D90 ≦ 10 × D50
D90 ≦ 10 × D50
wobei D10, D50 und D90 Partikeldurchmesser sind, wenn die
kumulative Anzahl von Partikeln 10%, 50% bzw. 90% be
trägt.
Das Quarzgut kann mit einem Silankopplungsagens ober
flächenbehandelt sein oder auch nicht. Quarzgut hat eine
sehr kleine Menge von Hydroxylgruppen auf seiner Oberfläche,
und wenn das Quarzgut mit einem Silankopplungsagens oberflä
chenbehandelt wird, neigt daher das nicht in Reaktion getre
tene Silankopplungsagens dazu, in einem Verkapselungsmate
rial zu verbleiben. Das nicht in Reaktion getretene Silan
kopplungsagens, das in dem Verkapselungsmaterial verbleibt,
wird mit Feuchtigkeit in der Atmosphäre reagieren, um Alko
hol zu erzeugen. Der Alkohol wird während des Härtens des
Verkapselungsmaterials verdampfen und demzufolge Hohlräume
verursachen, die in einem gehärteten Produkt (d. h., in
einer Verkapselungsmaterialschicht) erscheinen. Es gibt auch
den Fall, daß das nicht in Reaktion getretene Silankopp
lungsagens in einer gebildeten Verkapselungsmaterialschicht
verbleibt. Wenn eine Halbleitervorrichtung mit dem verblie
benen nicht in Reaktion getretenen Silankopplungsagens
Feuchtigkeit absorbiert, bewirkt die Erzeugung von Alkohol
auf Grund einer Reaktion der absorbierten Feuchtigkeit mit
dem Kopplungsagens eine beträchtliche Verringerung der
Zuverlässigkeit der Halbleitervorrichtung. Dieses Problem
kann gelöst werden, indem ein Füller mit einem Silankopp
lungsagens überzogen wird, das vorher einer Hydrolysebehand
lung unterzogen wurde. Die vorherige Hydrolysebehandlung des
Silankopplungsagens kann zum Beispiel durch ein Reagieren
des Silankopplungsagens mit Wasser leicht erreicht werden.
Es wird bevorzugt, wenn das Verkapselungsmaterial bei
der Halbleitervorrichtung der Erfindung eine Schmelzviskosi
tät von nicht mehr als 300 Poise (30 Pa.s) bei 170°C und
eine Erstarrungszeit von 30 Sekunden oder mehr hat.
Das Verkapselungsmaterial bei der Halbleitervorrichtung
der Erfindung kann als Spannungsverringerungsagens ein
Elastomer wie etwa Silikonkautschuk, ein Olefincopolymer,
einen modifizierten Nitrilkautschuk, einen modifizierten
Polybutadienkautschuk und ein modifiziertes Silikonöl, ein
thermoplastisches Harz wie etwa Polyethylen enthalten, je
nach Wunsch. Solch ein Spannungsverringerungsagens ist
nützlich, um einen Biegemodul einer gebildeten Verkapse
lungsmaterialschicht bei Raumtemperatur zu verringern.
Ferner können eine Halogenverbindung wie etwa haloge
niertes Epoxyharz, ein flammenhemmender Stoff wie etwa eine
Phosphorverbindung, ein flammenhemmender Hilfsstoff wie etwa
Antimontrioxid, ein Vernetzungsagens wie etwa ein organi
sches Peroxid und ein Farbstoff wie etwa Carbon-Black zu
einem Verkapselungsmaterial optional hinzugefügt werden.
Wenn ein Verkapselungsmaterial außer der zuvor be
schriebenen Harzkomponente einen optionalen Zusatz enthält,
wie etwa jene, die in den vorhergehenden Abschnitten gerade
aufgeführt worden sind, muß das Lösungsmittel, das eine
Harzkomponente lösen kann, auch solch einen Zusatz lösen
können.
Das Verkapselungsmaterial, das eine Harzkomponente und
einen Füller umfaßt, wird zur Verkapselung einer Halbleiter
vorrichtung im allgemeinen in Pulver- oder Tablettenform
bereitgestellt. Die Halbleitervorrichtung der Erfindung kann
erzeugt werden, indem ein nichtverkapselter Wafer herge
stellt wird, ein Verkapselungsmaterial auf ihm angeordnet
wird, der Wafer mit dem Verkapselungsmaterial zwischen
erhitzten Formhälften zum Formpressen positioniert wird, um
einen verkapselten Wafer zu bilden, und der Wafer dann in
individuelle Chips zerschnitten wird. Das Formpressen wird
zum Beispiel bei einer Temperatur zwischen 120 und 250°C
und vorzugsweise zwischen 150 und 200°C ausgeführt. Zur
Verkapselung eines Wafers kann auch solch ein Prozeß wie
Spritzpressen, Spritzgießen oder Gießen eingesetzt werden.
Nach der Verkapselung kann eine zusätzliche Wärmebehandlung
(Nachhärten) zum Beispiel bei 150 bis 180°C für 2 bis 16
Stunden ausgeführt werden, je nach Bedarf.
Im Verlauf der Herstellung eines Verkapselungsmaterials
sind das Schmelzen und Kneten einer Harzkomponente und ein
anschließendes Verfestigen und Mahlen von Bedeutung, und es
läßt sich nicht vermeiden, daß Metall von Elementen von
Geräten, die während dieser Prozesse verwendet werden, in
dem Verkapselungsmaterial inkorporiert wird. Die Halbleiter
vorrichtung der Erfindung kann Verdrahtungen auf der Ober
fläche eines Elementes haben, die einen Abstand zum Beispiel
in der Größenordnung von 25 bis 10 Mikrometern voneinander
haben, und falls hierbei ein Metallstück mit einer Länge von
zum Beispiel 34 Mikrometern in einem Verkapselungsmaterial
enthalten ist, wird eine Möglichkeit, daß das enthaltene
Metallstück einen Kurzschluß zwischen Verdrahtungen verur
sacht, drastisch erhöht. Daher wird es bei dem Verkapse
lungsmaterial für die Halbleitervorrichtung der Erfindung
bevorzugt, wenn die Länge von enthaltenem Metallpulver
kontrolliert wird, um kleiner als 34 Mikrometer, oder noch
besser, nicht größer als 14 Mikrometer und im besonderen
nicht größer als 10 Mikrometer zu sein. Durch Kontrollieren
der Länge, um nicht größer als 14 Mikrometer zu sein, kann
eine Verringerung des Ausstoßes von Produkten auf Grund
eines Kurzschlusses zwischen Verdrahtungen eingeschränkt
werden. Eine Verringerung des Ausstoßes von Produkten auf
Grund von Kurzschluß zwischen Verdrahtungen liegt selbst bei
der Länge von Metallpulver von 10 Mikrometern oder mehr und
unter 34 Mikrometern auf einem akzeptablen Niveau, aber in
dem Fall von 34 Mikrometern oder mehr wird der Ausstoß
extrem reduziert und eine Massenproduktivität verringert. Es
ist vorzuziehen, wenn eine Gesamtmenge an Metallen 150 ppm
oder weniger ausmacht.
Somit ist es wichtig, daß ein Verkapselungsmaterial zum
Verkapseln der Halbleitervorrichtung der Erfindung eine
streng kontrollierte Menge an Metall enthält, und zu diesem
Zweck ist es erforderlich, eine Isolierung (Trennung) und
Analyse des Metalls akkurat auszuführen. Ein Verfahren, das
zum Isolieren des Metalls in diesem Fall nützlich ist, ist
ein Verfahren, bei dem eine Zusammensetzung, die eine Harz
komponente und einen Quarzgutfüller umfaßt, zu einem Lö
sungsmittel hinzugefügt wird, das die Harzkomponente lösen
kann, um dadurch die Harzkomponente zu lösen, lösungsmittel
unlösliche Substanzen dann von der Lösung getrennt werden,
in der die Harzkomponente gelöst worden ist, die unlöslichen
Substanzen anschließend in eine Flüssigkeit gegeben werden,
die eine relative Dichte von 2,5 bis 5,5 hat, um die unlös
lichen Substanzen zu dispergieren, und der Niederschlag dann
zurückgewonnen wird.
Die Lösungsmittel zum Lösen einer Harzkomponente ent
halten Aceton, Tetrahydrofuran, Dimethylformamid, Toluen,
Xylen und dergleichen, sind aber nicht darauf begrenzt. Das
Lösungsmittel darf außer der Harzkomponente ein Material
lösen, es sei denn, daß das gelöste Material das Verfahren
der Erfindung nachteilig beeinflußt. Zum Trennen von unlös
lichen Substanzen von einer Lösung, in der eine Harzkompo
nente gelöst ist, kann eine Zentrifuge verwendet werden, und
auch andere Mittel können verwendet werden. Die "unlösliche
Substanz", wie sie hierin verwendet wird, bedeutet einen
festen Stoff, der nach dem Lösen der Harzkomponente, die in
einem Verkapselungsmaterial enthalten ist, zurückbleibt, und
ist ein Gemisch aus Siliziumoxid des Füllers und aus Metal
len. Dieses Gemisch kann getrennt werden, indem es in eine
Flüssigkeit gegeben wird, die eine relative Dichte von 2,5
bis 5,5 hat. Dabei wird eine Differenz zwischen der relati
ven Dichte von Siliziumoxid (2,1) und einer relativen Dichte
von Metallen genutzt, die abhängig ist von einem Typ des
Metallmaterials, das bei einem Gerät mit einer Metallquelle
verwendet wurde, das bei einem Verkapselungsprozeß zum
Einsatz kommt, und im allgemeinen bei 6,6 liegt. Die hierbei
verwendeten Flüssigkeiten enthalten Diiodmethan (relative
Dichte 3,3), Bromoform (relative Dichte 2,82), ein Flüssig
keitsgemisch aus Kaliumiodid und Quecksilberiodid (relative
Dichte 3,11), ein Flüssigkeitsgemisch aus Bariumiodid und
Quecksilber(II)-iodid (relative Dichte 3,56) und eine gesät
tigte wäßrige Lösung aus einem Gemisch aus äquivalenten
Mengen von Thallium(I)-malonat und Thallium(I)-format
(relative Dichte 3,4), sind aber nicht darauf begrenzt.
Durch Messen von Größen von getrennten Metallpulvern
durch ein Rasterelektronenmikroskop (SEM), eine Elektronen
sondenmikroanalyse (EPMA), ein optisches Mikroskop, eine
Partikelbildanalysevorrichtung eines Flußtyps (hergestellt
durch Toa Medical Electronics (Toa Iyou Denshi)) oder der
gleichen können Metalle in einem Verkapselungsmaterial
leicht kontrolliert werden. Ferner kann eine Gesamtmenge von
Metallen ermittelt werden, indem die Metalle, die durch
Isolation erhalten werden, gewogen werden.
Bei einem Verkapselungsmaterial für Halbleitervorrich
tungen werden zusätzlich zu Quarzgut synthetisches Silizium
oxid, kristallines Siliziumoxid, Calciumcarbonat, Magnesium
carbonat, Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Ton, Talkum, Calci
umsilicat, Titaniumoxid, Antimonoxid, Asbest, Glasfasern und
dergleichen verwendet. Das oben erwähnte Isolationsverfahren
kann auch auf ein Verkapselungsmaterial angewendet werden,
das irgendeinen anderen Füller als Quarzgut umfaßt. Metalle,
die in einem Verkapselungsmaterial enthalten sind, das
irgendeinen Füller umfaßt, können nämlich leicht isoliert
werden, indem ein Verkapselungsmaterial, das eine Harzkompo
nente und einen Füller umfaßt, zu einem Lösungsmittel hinzu
gefügt wird, das die Harzkomponente lösen kann, die lösungs
mittelunlöslichen Substanzen von der Lösung getrennt werden,
in der die Harzkomponente gelöst worden ist, die unlöslichen
Substanzen in eine Flüssigkeit gegeben werden, die eine
relative Dichte zwischen einer relativen Dichte des Füllers
und einer relativen Dichte des Metalls hat, um die unlösli
chen Substanzen zu dispergieren, und dann der Niederschlag
zurückgewonnen wird.
Nun werden Beispiele der Erfindung beschrieben. Natür
lich ist die Erfindung nicht auf diese Beispiele begrenzt.
Ein Verkapselungsmaterial wurde hergestellt, indem in
einem Mischer ein Biphenylepoxyharz als Basisharz (YX-4000H,
hergestellt durch Yuka Shell Epoxy), Xylylenphenol als
Härtungsagens (XLC-22511, hergestellt durch Mitsui Toatsu
Chemicals), ein Weichmacher (Crayton G-1901X, hergestellt
durch Shell Chemical), Quarzgut (FB-6S, hergestellt durch
Denki Kagaku Kogyo) und Triphenylphosphin (Härtungsagens) in
dem Zusammensetzungsverhältnis, das in Tabelle 1 gezeigt
ist, vermischt wurden, das Gemisch anschließend geschmolzen
und in einem Kneter geknetet wurde, dem ein Kühlen und
Mahlen folgte, und dann Metalle unter Verwendung eines
Magnetstabes von 10 kG entfernt wurden. Für Quarzgut, das
mit einem Silankopplungsagens behandelt war, wurde Gamma-
Glycidoxytrimethoxysilan als Silankopplungsagens verwendet.
Als das Silankopplungsagens im voraus durch Hydrolyse behan
delt wurde, wurde das Kopplungsagens mit Wasser vermischt,
und das Gemisch wurde dann 24 Stunden lang stehengelassen.
Auf jeden Fall wurde das Kopplungsagens in einer Menge von 1
Gewichtsteil auf 100 Gewichtsteile Siliziumoxid verwendet.
| Materialien | |
| Zusammensetzungsverhältnis | |
| (Gewichtsteile) | |
| Biphenylepoxyharz | 100 |
| p-Xylylenphenol | 94,1 |
| Weichmacher | 5 |
| Triphenylphosphin | 1,6 |
Halbleitervorrichtungen des in Fig. 1 gezeigten Typs
wurden aus einem Wafer hergestellt, der durch einen Warm
preßprozeß unter Verwendung des hergestellten Verkapselungs
materials verkapselt worden war. Der verwendete Wafer hatte
einen Durchmesser von 8 Zoll (etwa 20 Zentimeter), und die
Halbleitervorrichtung hatte eine Größe von 6 × 7 Milli
metern, welche Halbleitervorrichtung mit 48 Bondinseln mit
einem Durchmesser von 150 Mikrometern und einer Verkapse
lungsmaterialschicht mit einer Dicke von 100 Mikrometern
versehen war und Verdrahtungen in einem Abstand von 10
Mikrometern hatte. Die folgenden Tests wurden an der Halb
leitervorrichtung ausgeführt.
Der Ausfall eines Elementes wurde geprüft, als
eine Halbleitervorrichtung in einem Druckkochertester (PCT)
(121°C, 85% relative Feuchte) 100 Stunden lang belassen
wurde und eine Vorspannung von 7 Volt auf die Vorrichtung
angewendet wurde. Resultate sind in der Anzahl von Halblei
tervorrichtungen gezeigt, bei denen ein Elementeausfall
beobachtet wurde, bei 20 Halbleitervorrichtungen, die dem
Test unterzogen wurden.
Bei einer Halbleitervorrichtung, die bei 85°C und
85% relativer Feuchte 96 Stunden lang Feuchtigkeit absor
biert hatte, wurde das Vorhandensein von Rissen in der
Verkapselungsmaterialschicht der Vorrichtung mit einem
Stereomikroskop untersucht, nachdem sie durch Aufschmelz
löten in einem Infrarotelektroofen bei 245 °C auf ein
Substrat montiert worden war.
Das Vorhandensein von Hohlräumen in einer Verkap
selungsschicht einer Halbleitervorrichtung wurde mit einem
Ultraschalldefektdetektionsmikroskop untersucht.
Eine Halbleitervorrichtung wurde einem Kalt-Heiß-
Wärmeschocktest zwischen -65°C und 150°C unterzogen, und
das Vorhandensein eines Abschälens wurde untersucht
(Abschälen bei 1000 Zyklen). Resultate sind in der Anzahl
von Halbleitervorrichtungen gezeigt, bei denen das Abschälen
auftrat, bei 20 Halbleitervorrichtungen, die dem Test unter
zogen wurden.
Eine Halbleitervorrichtung, die auf ein Epoxyglas
substrat montiert war, wurde einem Temperaturzyklustest (-50°C
bis 150°C) unterzogen, und das Vorhandensein von Unter
brechungsfehlern (Unterbrechungsfehler bei 1000 Zyklen)
wurde bewertet. Resultate sind in der Anzahl von Halbleiter
vorrichtungen gezeigt, bei denen ein Unterbrechungsfehler
(Trennung) auftrat, bei 20 Halbleitervorrichtungen, die dem
Test unterzogen wurden.
Eine Schmelzviskosität von jedem Verkapselungs
material wurde mit einem Flußtester bestimmt.
Eine Erstarrungszeit von jedem Verkapselungsmate
rial war eine Zeit, die bestimmt wurde, indem 1 Gramm einer
Grundprobe auf einer Heizplatte bei 170°C angeordnet wurde
und gleichzeitig eine Stoppuhr gestartet wurde, die Probe
mit einem Metallspatel gerührt wurde, während die Probe auf
die Heizplatte gedrückt wurde, um sie zu schmelzen, und die
Stoppuhr zu der Zeit gestoppt wurde, als die geschmolzene
Probe erstarrt (fest) war.
Metalle, die in einem Verkapselungsmaterial ent
halten waren, wurden durch die folgende Prozedur isoliert
und analysiert.
200 Gramm Verkapselungsmaterial wurde in Aceton
gelöst und dispergiert, lösungsmittelunlösliche Substanzen
wurden dann zentrifugiert, und die lösungsmittelunlöslichen
Substanzen wurden in Diiodmethan dispergiert, um Metalle als
Niederschlag zurückzugewinnen. Die zurückgewonnenen Metalle
wurden gewogen (das gesamte Metall), und eine maximale Länge
wurde durch ein Rasterelektronenmikroskop (SEM) bestimmt.
Die Testresultate sind in Tabelle 2 zusammen mit
den hinzugefügten Mengen von Füller (Verhältnisse von Füller
in bezug auf die Gesamtmenge des Verkapselungsmaterials)
zusammengefaßt.
Somit kann gemäß der Erfindung die Zuverlässigkeit
einer Halbleitervorrichtung erhöht werden, die erhalten
wird, indem ein Wafer zerschnitten wird, der mit einer
Verkapselungsmaterialschicht auf solch eine Weise verkapselt
ist, daß jede der Endflächen von Bondhügeln für einen exter
nen Anschluß exponiert ist.
Die Erfindung macht es auch möglich, Metalle zu kon
trollieren, die in einem Verkapselungsmaterial enthalten
sind, das für die Herstellung von Halbleitervorrichtungen
mit hoher Zuverlässigkeit unentbehrlich ist.
Claims (31)
1. Halbleitervorrichtung mit einem Halbleiterelement,
Bondhügeln, die auf einer Oberfläche von ihm für externe
Anschlüsse gebildet sind, und einer Verkapselungsmaterial
schicht, die auf solch eine Weise gebildet ist, daß sie die
Oberfläche des Halbleiterelementes bedeckt, auf der die
Bondhügeln gebildet sind, und Endflächen der Bondhügel
exponiert, bei der die Verkapselungsmaterialschicht aus
einem Verkapselungsmaterial gebildet ist, das mehr als 70
Gewichts-% und nicht mehr als 90 Gewichts-% Quarzgut auf der
Basis des Gesamtgewichtes des Verkapselungsmaterials ent
hält.
2. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 1, bei der das
Verkapselungsmaterial ein Epoxyharz umfaßt.
3. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 2, bei der das
Epoxyharz ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
Epoxyharzen des Cresolnovolaktyps, Epoxyharzen des Phenol
novolaktyps, Biphenylepoxyharzen, Naphthalenepoxyharzen,
Novolakepoxyharzen, die aus einem von Bisphenol A und Resor
cin synthetisiert sind, linearen aliphatischen Epoxyharzen,
cycloaliphatischen Epoxyharzen, heterocyclischen Epoxyharzen
und halogenierten Epoxyharzen.
4. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 2, bei der das
Epoxyharz ein Biphenylepoxyharz ist.
5. Halbleitervorrichtung nach irgendeinem der Ansprü
che 2 bis 4, bei der das Verkapselungsmaterial ein Gemisch
aus zwei oder mehr Epoxyharzen umfaßt und das Gemisch 50
Gewichts-% oder mehr Biphenylepoxyharz auf der Basis der
Gesamtmenge der Epoxyharze in dem Gemisch enthält.
6. Halbleitervorrichtung nach irgendeinem der Ansprü
che 2 bis 5, bei der das Verkapselungsmaterial ferner ein
Härtungsagens umfaßt, um das Epoxyharz zu härten.
7. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 6, bei der das
Härtungsagens ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
Phenolnovolakharzen, Cresolnovolakharzen, Phenolaralkylhar
zen, Novolakharzen, die aus einem von Trishydroxyphenyl
methan, Bisphenol A und Resorcin synthetisiert sind, mehrere
Hydroxylgruppen enthaltenden Phenolverbindungen, Säureanhy
driden und aromatischen Aminen.
8. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 7, bei der das
Härtungsagens eine mehrere Hydroxylgruppen enthaltende
Phenolverbindung ist, die ausgewählt ist aus der Gruppe
bestehend aus Polyallylphenolen, Dicyclopentadienphenol,
Resolen und Polyvinylphenolen.
9. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 7, bei der das
Härtungsagens ein Säureanhydrid ist, das ausgewählt ist aus
der Gruppe bestehend aus Maleinanhydrid, Phthalanhydrid und
Pyromellitanhydrid.
10. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 7, bei der das
Härtungsagens ein aromatisches Amin ist, das ausgewählt ist
aus der Gruppe bestehend aus m-Phenylendiamin, Diamino
diphenylmethan und Diaminodiphenylsulfon.
11. Halbleitervorrichtung nach irgendeinem der Ansprü
che 6 bis 10, bei der das Verkapselungsmaterial das
Epoxyharz und das Härtungsagens in einem Verhältnis des
chemischen Äquivalents in dem Bereich von 0,5 bis 1,5 um
faßt.
12. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 11, bei der
das Verhältnis des chemischen Äquivalents des Epoxyharzes
und des Härtungsagens in dem Bereich von 0,8 bis 1,2 liegt.
13. Halbleitervorrichtung nach irgendeinem der Ansprü
che 6 bis 12, bei der das Verkapselungsmaterial ferner einen
Härtungskatalysator umfaßt.
14. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 13, bei der
der Katalysator ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
Imidazolverbindungen, tertiären Aminverbindungen, organi
schen Metallverbindungen und organischen Phosphinverbindun
gen.
15. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 14, bei der
der Katalysator eine Imidazolverbindung ist, die ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus 2-Methylimidazol, 2,4-
Dimethylimidazol, 2-Methyl-4-methylimidazol und 2-Hepta
decylimidazol.
16. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 14, bei der
der Katalysator eine tertiäre Aminverbindung ist, die ausge
wählt ist aus der Gruppe bestehend aus Triethylamin, Benzyl
dimethylamin, Alpha-Methylbenzyldimethylamin, 2-(Dimethyl
aminomethyl)phenol, 2,4,6-Tris(dimethylaminomethyl)phenol,
1,8-Diazabicyclo(5,4,0)undecen-7 und 1,5-
Diazabicyclo(4,3,0)nonen-5.
17. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 14, bei der
oder Katalysator eine organische Metallverbindung ist, die
ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Zirconiumtetra
methoxid, Zirconiumtetrapropoxid, Tetrakis(acetyl
acetonato)zirconium und Tri(acetylacetonato)aluminium.
18. Halbieitervorrichtung nach Anspruch 14, bei der
der Katalysator eine organische Phosphinverbindung ist, die
ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Triphenylphos
phin, Trimethylphosphin, Triethylphosphin, Tributylphosphin,
Tri(p-methylphenyl)phosphin, Tri(nonylphenyl)phosphin,
Triphenylphosphin-Triphenylboran und Tetraphenylphosphonium-
Tetraphenylborat.
19. Halbleitervorrichtung nach irgendeinem der Ansprü
che 13 bis 18, bei der das Verkapselungsmaterial den Kataly
sator in einer Menge von 0,1 bis 10 Gewichtsteilen auf 100
Gewichtsteile von Epoxyharz enthält.
20. Halbleitervorrichtung nach irgendeinem der Ansprü
che 1 bis 19, bei der das Quarzgut einen durchschnittlichen
Partikeldurchmesser von 1 bis 50 Mikrometern hat.
21. Halbleitervorrichtung nach irgendeinem der Ansprü
che 1 bis 20, bei der das Quarzgut eine Partikelgrößenver
teilung hat, die der folgenden Beziehung genügt, wenn die
Partikeldurchmesserverteilung durch den prozentualen Anteil
der kumulativen Anzahl von Partikeln in bezug auf die Ge
samtanzahl von Partikeln dargestellt wird:
D10 ≧ (1/10) × D50
D10 ≧ (1/10) × D50
D90 ≦ 10 × D50
wobei D10, D50 und D90 Partikeldurchmesser sind, wenn die kumulative Anzahl von Partikeln 10%, 50% bzw. 90% be trägt.
wobei D10, D50 und D90 Partikeldurchmesser sind, wenn die kumulative Anzahl von Partikeln 10%, 50% bzw. 90% be trägt.
22. Halbleitervorrichtung nach irgendeinem der Ansprü
che 1 bis 21, bei der das Quarzgut mit einem Silankopplungs
agens beschichtet ist, das im voraus einer Hydrolysebehand
lung unterzogen worden ist.
23. Halbleitervorrichtung nach irgendeinem der Ansprü
che 1 bis 22, bei der das Verkapselungsmaterial Metallpulver
enthält, das kontrolliert wurde, um eine maximale Länge von
unter 34 Mikrometern zu haben.
24. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 23, bei der
das Metallpulver eine maximale Länge von nicht mehr als 14
Mikrometern hat.
25. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 23 oder 24,
bei der das Verkapselungsmaterial Metallpulver in einer
Gesamtmenge von 150 ppm oder weniger enthält.
26. Verfahren zum Isolieren von Metall, das in einem
Verkapselungsmaterial zum Verkapseln einer Halbleitervor
richtung enthalten ist, wobei das Verkapselungsmaterial eine
Harzkomponente und einen Quarzgutfüller umfaßt, welches
Verfahren das Hinzufügen des Verkapselungsmaterials zu einem
Lösungsmittel umfaßt, welches die Harzkomponente lösen kann,
das Trennen von lösungsmittelunlöslichen Substanzen von der
Lösung, in der die Harzkomponente gelöst worden ist, das
Einbringen der unlöslichen Substanzen in eine Flüssigkeit,
die eine relative Dichte von 2,5 bis 5,5 hat, um die unlös
lichen Substanzen zu dispergieren, und dann das Zurückgewin
nen eines Niederschlags.
27. Verfahren nach Anspruch 26, bei dem das Lösungs
mittel, welches die Harzkomponente lösen kann, ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus Aceton, Tetrahydrofuran,
Dimethylformamid, Toluen und Xylen.
28. Verfahren nach Anspruch 26 oder 27, bei dem die
Flüssigkeit, die eine relative Dichte von 2,5 bis 5,5 hat,
ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Diiodmethan,
Bromoform, einem Flüssigkeitsgemisch aus Kaliumiodid und
Quecksilberiodid, einem Flüssigkeitsgemisch aus Bariumiodid
und Quecksilber(II)-iodid und einer gesättigten wäßrigen
Lösung aus einem Gemisch aus äquivalenten Mengen von Thal
lium(I)-malonat und Thallium(I)-format.
29. Verfahren zum Isolieren von Metall, das in einem
Verkapselungsmaterial zum Verkapseln einer Halbleitervor
richtung enthalten ist, wobei das Verkapselungsmaterial eine
Harzkomponente und einen Füller umfaßt, welches Verfahren
das Hinzufügen des Verkapselungsmaterials zu einem Lösungs
mittel umfaßt, welches die Harzkomponente lösen kann, das
Trennen von lösungsmittelunlöslichen Substanzen von der
Lösung, in der die Harzkomponente gelöst worden ist, das
Einbringen der unlöslichen Substanzen in eine Flüssigkeit,
die eine relative Dichte zwischen einer relativen Dichte des
Füllers und einer relativen Dichte des Metalls hat, um die
unlöslichen Substanzen zu dispergieren, und dann das Zurück
gewinnen des Niederschlags.
30. Verfahren nach Anspruch 29, bei dem der Füller
ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus synthetischem
Siliziumoxid, kristallinem Siliziumoxid, Calciumcarbonat,
Magnesiumcarbonat, Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Ton, Tal
kum, Calciumsilicat, Titaniumoxid, Antimonoxid, Asbest,
Glasfasern.
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