[go: up one dir, main page]

DE19931123A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Messung eines elektrischen Potentials eines elektrischen Leiters - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Messung eines elektrischen Potentials eines elektrischen Leiters

Info

Publication number
DE19931123A1
DE19931123A1 DE1999131123 DE19931123A DE19931123A1 DE 19931123 A1 DE19931123 A1 DE 19931123A1 DE 1999131123 DE1999131123 DE 1999131123 DE 19931123 A DE19931123 A DE 19931123A DE 19931123 A1 DE19931123 A1 DE 19931123A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
temperature
sleeve
heating device
conductor
electrical
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1999131123
Other languages
English (en)
Inventor
Ralph Oppelt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE1999131123 priority Critical patent/DE19931123A1/de
Publication of DE19931123A1 publication Critical patent/DE19931123A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R19/00Arrangements for measuring currents or voltages or for indicating presence or sign thereof
    • G01R19/14Indicating direction of current; Indicating polarity of voltage
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R15/00Details of measuring arrangements of the types provided for in groups G01R17/00 - G01R29/00, G01R33/00 - G01R33/26 or G01R35/00
    • G01R15/14Adaptations providing voltage or current isolation, e.g. for high-voltage or high-current networks
    • G01R15/16Adaptations providing voltage or current isolation, e.g. for high-voltage or high-current networks using capacitive devices
    • G01R15/165Adaptations providing voltage or current isolation, e.g. for high-voltage or high-current networks using capacitive devices measuring electrostatic potential, e.g. with electrostatic voltmeters or electrometers, when the design of the sensor is essential

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Messung eines elektrischen Potentials eines elektrischen Leiters (1), welcher von einer Isolierhülle (2) umgeben ist, relativ zu einer Masseelektrode (3) mittels eines Elektrometers (7), welches über einen direkt mit dem Leiter verbundenen ersten Widerstand (4) zwischen den Leiter (1) und die Masseelektrode (3) geschaltet ist. Dazu ist der Widerstand (4) gebildet von einem Teilbereich (4) der Isolierhülle (2), welcher von einer elektrisch leitfähigen Hülse (6) abgedeckt ist und auf eine gegenüber einer Umgebungstemperatur erhöhte, einer vorgegebenen Meßtemperatur entsprechenden Temperatur erwärmt wird.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Messung eines elektrischen Potentials eines elektrischen Lei­ ters, welcher von einer Isolierhülle umgeben ist, relativ zu einer Masseelektrode, mittels eines Elektrometers, welches über einen direkt mit dem Leiter verbundenen Widerstand zwi­ schen den Leiter und die Masseelektrode geschaltet ist.
Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung sind grund­ sätzlich allgemein bekannt.
Aus der DE 41 34 695 A1 sowie dem US-Patent 5,293,113 ist ei­ ne Methode zur Messung eines elektrischen Potentials ohne ei­ nen direkten Kontakt zu dem Leiter, dessen Potential gemessen werden soll, bekannt.
Andere Vorrichtungen und Verfahren jeweils zur Messung eines hohen elektrischen Potentials oder anderen elektrischen Meß­ größe gehen hervor aus der WO 94/29733 A1 und der DE 44 13 912 A1; die vorgestellten Verfahren arbeiten ohne direkten Kontakt zu dem elektrischen Leiter, dessen elektri­ sches Potential oder andere elektrische Meßgröße zu bestimmen ist.
Weitere Hinweise hinsichtlich kontaktloser Meßverfahren und - vorrichtungen ergeben sich aus dem Buch "Einführung in die Meßtechnik" von H. Hart, VEB-Verlag Technik, Berlin 1978, siehe insbesondere Seite 238, sowie dem Buch "Taschenbuch Elektrotechnik Bd. 1", von E. Philippow (Herausgeber), 3. Auflage, Carl Hanser Verlag München und Wien.
Als Elektrometer kommt grundsätzlich jede bekannte Einrich­ tung zur Messung einer elektrischen Spannung oder eines elek­ trischen Potentials in Betracht, welche über einen hinrei­ chend hohen Innenwiderstand verfügt. Denkbar ist es auch, ei­ nen direkt mit einem Leiter, dessen elektrisches Potential gemessen werden soll, kontaktierten Widerstand einzubinden in einen Spannungsteiler, wenn das zu messende elektrische Po­ tential eventuell zu hoch für eine direkte Messung ist. Dann liegt das Elektrometer parallel zu einem weiteren Widerstand dieses Spannungsteilers oder bildet diesen, vorausgesetzt, sein Innenwiderstand hat einen entsprechenden Wert, selbst.
Ein "Elektrometerverstärker", der mit einem handelsüblichen Operationsverstärker aufgebaut wird und sich auszeichnet durch einen extrem hohen Eingangswiderstand, ergibt sich aus dem Buch "Halbleiter-Schaltungstechnik" von U. Tietze und Ch. Schenk, 9. Auflage, Springer-Verlag, Berlin 1990, S. 854 ff.
Es besteht ein Bedarf an einem einfachen Verfahren und einer einfachen Vorrichtung zur Bestimmung eines elektrischen Po­ tentials eines elektrischen Leiters mit der Vorgabe, daß eine Freilegung des elektrischen Leiters von seiner üblichen Iso­ lierhülle nicht notwendig sein soll; das Verfahren und die Vorrichtung sollen anwendbar sein bei der Bestimmung eines elektromagnetischen Potentials eines elektrischen Leiters, der Bestandteil einer mehr oder weniger komplexen Installati­ on, beispielsweise einer Installation für eine elektrische Steuerung, ist. Ein solcher Bedarf stellt sich z. B. ein an­ läßlich einer Revision einer elektrischen Installation in ei­ nem Gebäude oder einer industriellen Anlage. In solchem Zu­ sammenhang beträgt ein zu bestimmendes elektrisches Potential in der Regel wenige Volt (zwischen 5 V und 24 V entsprechend geläufigen Standards) ist entweder zeitlich unveränderlich oder mit geringer Frequenz (wenige Hz) veränderlich.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein entsprechendes Verfahren und eine entsprechende Vorrichtung bereitzustellen.
Zur Lösung der Aufgabe angegeben wird ein Verfahren zur Mes­ sung eines elektrischen Potentials eines elektrisches Lei­ ters, welcher von einer Isolierhülle umgeben ist, relativ zu einer Masseelektrode mittels eines Elektrometers, welches über einen mit dem Leiter direkt verbundenen Widerstand zwi­ schen den Leiter und die Masseelektrode geschaltet ist, bei dem der Widerstand gebildet wird von einem Teilbereich der Isolierhülle, welcher von einer elektrisch leitfähigen Hülse abgedeckt ist und auf eine gegenüber einer Umgebungstempera­ tur erhöhte, einer vorgegebenen Meßtemperatur entsprechende Temperatur erwärmt wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird auch angegeben eine Vorrich­ tung zur Messung eines elektrischen Potentials eines elektri­ sches Leiters, welcher von einer Isolierhülle umgeben ist, relativ zu einer Masseelektrode, umfassend:
  • a) eine elektrisch leitfähige Hülse, welche mit der Isolier­ hülle kontaktierbar ist;
  • b) ein mit der Hülse verbundenes und durch eine weitere Ver­ bindung mit der Masseelektrode zwischen diese und den Leiter schaltbares Elektrometer; und
  • c) eine Heizeinrichtung zur Erwärmung eines von der Hülse abgedeckten Teilbereichs der Isolierhülle auf eine gegenüber einer Umgebungstemperatur erhöhte, einer vorgegebenen Meßtem­ peratur entsprechenden Temperatur.
Das Verfahren und die Vorrichtung erfordern erfindungsgemäß keinen Rückgriff auf die bekannten kontaktlosen Meßverfahren und vermeiden deren stets notwendige Kompliziertheit. Viel­ mehr lehnt sich das Verfahren an an das Prinzip der Span­ nungsmessung unter Verwendung einer wirksamen galvanischen Kontaktierung des elektrischen Leiters. Erfindungsgemäß wird dazu der real zwar hohe, aber doch endliche ohmsche Wider­ stand der Isolierhülle des elektrischen Leiters nutzbar ge­ macht und durch Erwärmung so weit herabgesetzt, daß die ge­ wünschte Messung mittels eines herkömmlichen Elektrometers möglich ist. Das Erreichen eines angemessen niedrigen Wider­ standes wird dadurch gefördert, daß die Kontaktierung der Isolierhülle flächig erfolgt und so ein räumlich ausgedehnter Teil der Isolierhülle zur Bildung des Widerstandes zum Ein­ satz kommt.
Vorzugsweise wird als Meßtemperatur eine Temperatur entspre­ chend einer vorgegebenen maximalen Betriebstemperatur der Isolierhülle gewählt; die auf diese Weise maximierte Tempera­ turdifferenz zwischen der Meßtemperatur und der Umgebungstem­ peratur in üblicher Höhe sorgt für eine inhärente Stabilisie­ rung der Temperatur der Isolierhülle und gewährleistet eine maximale Absenkung des Isolationswiderstands der Isolierhül­ le. Eine zugehörige maximale Betriebstemperatur ist für jeden üblichen Isolierstoff bekannt; grundsätzlich kann davon aus­ gegangen werden, daß bei einem im Rahmen einer üblichen In­ stallation verwendeten Isolierstoff die maximale Betriebstem­ peratur zumindest bei 70°C liegt.
Die Temperatur der erwärmten Isolierhülle wird vorzugsweise aktiv überwacht und geregelt; zu diesem Zweck ist die Vor­ richtung ergänzt um einen Sensor, welcher die Temperatur der erwärmten Isolierhülle mißt, und einen einstellbaren Regler, mit welchem der Sensor verbunden ist und welcher den notwen­ digen Regelvorgang besorgt. An dem Regler kann auch die ge­ wünschte Meßtemperatur eingestellt werden.
Der zu erwärmende Teilbereich der Isolierhülle kann insbeson­ dere erwärmt werden mittels einer Heizeinrichtung, die diesen Teilbereich direkt kontaktiert. Eine solche Heizeinrichtung ist beispielsweise eine elektrische Widerstandsheizung. Um jedwede Beeinträchtigung des Ergebnisses der Messung des elektrischen Potentials des elektrischen Leiters durch eine solche Heizeinrichtung auszuschließen ist es vorteilhaft, die Heizeinrichtung mittels eines geeigneten Servoverstärkers, welcher im einfachsten Fall lediglich ein Spannungsfolger ist, auf ein einem elektrischen Potential der Hülse entspre­ chendes elektrisches Potential zu bringen. Zum Zwecke der galvanischen Entkopplung kann die nötige Energieversorgung für die Heizeinrichtung und den Servoverstärker gegebenen­ falls über einen Trenntransformator mit ausreichend hohem Isolationswiderstand erfolgen.
Alternativ ist es von Vorteil, eine Heizeinrichtung vorzuse­ hen, welche die entsprechenden Teilbereiche der Isolierhülle durch eine Strahlung, insbesondere eine Mikrowellenstrahlung, erwärmt und keiner Kontaktierung mit der Isolierhülle bedarf. Die Heizeinrichtung kann also ein geeigneter Mikrowellen­ strahler sein; auch ein Infrarotstrahler kommt als Heizein­ richtung in Betracht. In einem solchen Fall kann u. U. der erwähnte Servoverstärker entfallen.
Um eine Beeinträchtigung der Messung durch einen äußeren Ein­ fluß auszuschließen ist es weiterhin vorteilhaft, die Vor­ richtung zu ergänzen um eine Abschirmung, innerhalb derer die Hülse, das Elektrometer und die Heizeinrichtung angebracht werden können, und wobei insbesondere die Abschirmung mit der Masseelektrode, bezüglich derer das elektrische Potential des elektrischen Leiters gemessen ist, verbunden wird.
Für die Messung wird der Widerstand vorzugsweise eingestellt auf einen Wert, welcher höchstens 1/100 eines Innenwiderstan­ des des Elektrometers beträgt. Bei der Verwendung eines her­ kömmlichen Elektrometerverstärkers mit einem Innenwiderstand von etwa 1015 Ohm als Elektrometer wird dies insbesondere dann erreicht, wenn der Widerstand durch geeignete Formgebung des entsprechenden Teilbereichs der Isolierhülle und entspre­ chende Erwärmung auf einen Wert in der Größenordnung von 1012 Ohm gebracht wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nunmehr anhand der Zeichnung erläutert. Die Zeichnung ist aufzufassen als sche­ matische Skizze. Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung zur Messung eines elektrischen Po­ tentials eines elektrischen Leiters mit einer mit der Isolierhülle kontaktierten Heizeinrichtung;
Fig. 2 eine Schaltung mit einem Servoverstärker zur Ein­ stellung des Potentials der Heizeinrichtung gemäß Fig. 1; und
Fig. 3 eine Vorrichtung zur Messung eines elektrischen Po­ tentials eines elektrischen Leiters mit einer Hei­ zeinrichtung, die die Isolierhülle des Leiters nicht kontaktiert.
Fig. 1 zeigt einen elektrischen Leiter 1, umgeben von einer Isolierhülle 2. In der Regel wird der elektrische Leiter 1 zylindrisch sein, sei es als Draht oder Litze, ebenso die Isolierhülle 2. Der elektrische Leiter 1 hat gegenüber einer Masseelektrode 3, üblicherweise einem Null- oder Erdleiter einer elektrischen Installation, ein unbekanntes elektrisches Potential, und dies soll nun ohne Beeinträchtigung der Iso­ lierhülle 2 gemessen werden. Zu diesem Zweck wird ein Wider­ stand 4 gebildet aus einem gewissen Teilbereich 4 der Iso­ lierhülle 2, indem zunächst dieser Teilbereich 4 mit einer elektrisch leitfähigen Hülse 6 kontaktiert wird; beispiels­ weise ist diese Hülse 6 eine auf die Isolierhülle 2 aufge­ klebte Kupferfolie (zum Kleben kann jeder thermisch ausrei­ chend stabile Kleber verwendet werden; ein besonderer elek­ trisch leitfähiger Kleber ist in der Regel nicht erforder­ lich, nur sollte ein Kontakt zwischen Hülse 6 und Isolierhül­ le 2 ohne Luftspalt gewährleistet sein). Die Größe des Wider­ standes 4 wird bestimmt, indem der Teilbereich 4 mittels der Heizeinrichtung 8 auf eine gegenüber einer üblichen Umgebung­ stemperatur erhöhte Meßtemperatur aufgeheizt wird. Dadurch sinkt der spezifische Widerstand des Werkstoffes der Isolier­ hülle 2 in dem Teilbereich 4, und damit kann das gesuchte elektrische Potential des elektrischen Leiters 1 mittels des zwischen die Hülse 6 und die Masseelektrode 3 geschalteten Elektrometers 7 gemessen werden. Vorliegend ist das Elektro­ meter 7 ein als Spannungsfolger geschalteter Operationsver­ stärker, herkömmlich als "Elektrometerverstärker" bezeichnet; es zeichnet sich aus durch einen Innenwiderstand wesentlich oberhalb von 1 Gigaohm, in der Regel bei etwa 1015 Ohm. Die Anzeige des elektrischen Potentials erfolgt über die Anzeige­ einrichtung 13, vorliegend beispielhaft als herkömmliches Meßinstrument ausgeführt.
Die vorgegebene Meßtemperatur entspricht vorzugsweise einer maximalen Betriebstemperatur der Isolierhülle 2; dadurch wird ein möglichst geringer Wert für den Widerstand 4 und so eine besonders große Genauigkeit der Messung erreicht.
Die Heizeinrichtung 8 ist beispielsweise eine Anordnung elek­ trischer Widerstände, welche von elektrischem Strom in geeig­ neter Höhe durchflossen werden und die gewünschte Erwärmung bewerkstelligen. Um eine Beeinträchtigung der Messung durch einen über die Heizeinrichtung 8 fließenden Kriechstrom oder dergleichen auszuschließen, wird die Heizeinrichtung 8 mit­ tels eines Servoverstärkers 9, dargestellt als Spannungsfol­ ger, auf ein dem Potential der Hülse 6 entsprechendes Poten­ tial gebracht; dies schließt das Auftreten eines Kriechstro­ mes aus. Eine Regelung der Temperatur des Teilbereichs 4 er­ folgt mittels eines an der Heizeinrichtung 8 angebrachten Sensors 10 und eines Reglers 11, welcher mit dem Sensor 10 verbunden ist und die Heizeinrichtung 8 regelt. Zwecks Vorga­ be der Meßtemperatur ist der Regler 11 einstellbar. Um jedwe­ de Beeinträchtigung der Vorrichtung und ihrer Funktion durch einen von außen kommenden Einfluß auszuschließen, ist die ge­ samte Vorrichtung umgeben von einer Abschirmung 12, welche elektrisch leitfähig und mit der Masseelektrode 3 verbunden ist.
Ein Schaltungsbeispiel für den mit der Heizeinrichtung 8 und dem Sensor 10 zusammenwirkenden Servoverstärker 9 ergibt sich aus Fig. 2. Demnach ist die Heizeinrichtung 8 aufgeteilt in zwei zueinander gleiche Widerstände, ebenso der Sensor 10. Sowohl die Heizeinrichtung als auch der Sensor 10 sind derart mit dem Ausgang des Servoverstärkers 9 verbunden, daß sich über der Heizeinrichtung 8 und über dem Sensor 10 ein mittle­ res Potential entsprechend einer am Eingang des Servoverstär­ kers 9 anliegenden Vorgabe ergibt.
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung, wel­ ches in vielen Einzelheiten mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 übereinstimmt und insoweit nicht erneut en detail er­ läutert werden muß. Ein Unterschied liegt darin, daß die Er­ wärmung der Isolierhülle 2 über eine Heizeinrichtung 8 er­ folgt, welche nicht mit der Isolierhülle 2 bzw. der Hülse 6 kontaktiert ist und die Erwärmung mittels einer Strahlung, insbesondere Mikrowellen- oder Infrarotstrahlung, bewerkstel­ ligt. Es versteht sich, daß auch diese Heizeinrichtung 8 im Sinne der Heizeinrichtung 8 gemäß Fig. 1 ergänzbar ist um einen Sensor 10 und einen Regler 11; ggf. kann von dem Servo­ verstärker 9 gemäß Fig. 1 abgesehen werden.
Die Erfindung gibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Messung eines elektrischen Potentials eines elektrischen Lei­ ters an, welche beide sich durch große Einfachheit und Präzi­ sion bei der geforderten Messung auszeichnen. Die Erfindung eignet sich insbesondere hervorragend für eine entsprechende Messung in einer elektrischen Installation, insbesondere ei­ ner solchen Installation für eine elektrische Steuerung.

Claims (13)

1. Verfahren zur Messung eines elektrischen Potentials eines elektrischen Leiters (1), welcher von einer Isolierhülle (2) umgeben ist, relativ zu einer Masseelektrode (3), mittels ei­ nes Elektrometers (7), welches über einen mit dem Leiter (1) direkt verbundenen Widerstand (4) zwischen den Leiter (1) und die Masseelektrode (3) geschaltet ist, bei dem der Widerstand (4) gebildet wird von einem Teilbereich (4) der Isolierhülle (2), welcher von einer elektrisch leitfähigen Hülse (6) abge­ deckt ist und auf eine gegenüber einer Umgebungstemperatur erhöhte, einer vorgegebenen Meßtemperatur entsprechende Tem­ peratur erwärmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Meßtemperatur einer vorgegebenen maximalen Betriebstemperatur der Isolierhülle (2) entspricht.
3. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, bei dem die Temperatur überwacht und geregelt wird.
4. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, bei dem der Teilbereich (4) mittels einer elektrischen Heizeinrichtung (8), welche mit dem Teilbereich (4) kontaktiert ist, erwärmt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem die Heizeinrichtung (8) mittels eines Servoverstärkers (9) auf ein einem elektrischen Potential der Hülse (6) entsprechendes elektrisches Potential gebracht wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Teilbereich (4) durch eine Strahlung, insbesondere eine Mi­ krowellenstrahlung, erwärmt wird.
7. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, bei dem der Widerstand (4) eingestellt wird auf einen Wert, welcher höch­ stens 1/100 eines Innenwiderstandes des Elektrometers (7) be­ trägt.
8. Vorrichtung zur Messung eines elektrischen Potentials ei­ nes elektrisches Leiters (1), welcher von einer Isolierhülle (2) umgeben ist, relativ zu einer Masseelektrode (3), umfas­ send:
  • a) eine elektrisch leitfähige Hülse (6), welche mit der Iso­ lierhülle (2) kontaktierbar ist;
  • b) ein mit der Hülse (6) verbundenes und durch eine weitere Verbindung mit der Masseelektrode (3) zwischen diese und den Leiter (1) schaltbares Elektrometer (7); und
  • c) eine Heizeinrichtung (8) zur Erwärmung eines von der Hül­ se (6) abgedeckten Teilbereichs (4) der Isolierhülle (2) auf eine gegenüber einer Umgebungstemperatur erhöhte, einer vor­ gegebenen Meßtemperatur entsprechenden Temperatur.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, deren Heizeinrichtung (8) ei­ nen Sensor (10) zur Bestimmung der Temperatur und einen damit verbundenen einstellbaren Regler (11) zur Einstellung der Meßtemperatur und Regelung der Temperatur aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, bei der die Heizeinrichtung (8) mit dem zu erwärmenden Teilbereich (4) kontaktierbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, umfassend einen Servover­ stärker (9), durch welchen die Heizeinrichtung (8) auf ein einem elektrischen Potential der Hülse (6) entsprechendes elektrisches Potential bringbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, bei der die Heizeinrichtung (8) nicht mit dem Teilbereich (4) kontaktier­ bar und zu dessen Erwärmung mittels einer Strahlung, insbe­ sondere einer Mikrowellenstrahlung, eingerichtet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, umfassend eine Abschirmung (12), innerhalb derer der die Hülse (6), das Elektrometer (7) und die Heizeinrichtung (8) anbringbar sind.
DE1999131123 1999-07-06 1999-07-06 Verfahren und Vorrichtung zur Messung eines elektrischen Potentials eines elektrischen Leiters Withdrawn DE19931123A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1999131123 DE19931123A1 (de) 1999-07-06 1999-07-06 Verfahren und Vorrichtung zur Messung eines elektrischen Potentials eines elektrischen Leiters

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1999131123 DE19931123A1 (de) 1999-07-06 1999-07-06 Verfahren und Vorrichtung zur Messung eines elektrischen Potentials eines elektrischen Leiters

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19931123A1 true DE19931123A1 (de) 2001-02-08

Family

ID=7913793

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1999131123 Withdrawn DE19931123A1 (de) 1999-07-06 1999-07-06 Verfahren und Vorrichtung zur Messung eines elektrischen Potentials eines elektrischen Leiters

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE19931123A1 (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1516372A1 (de) * 1965-12-07 1969-06-19 Liebknecht Transformat Messwandler,mit aus kapazitivem Spannungsteiler bestehendem Spannungswandler
DE1591947A1 (de) * 1967-05-29 1970-04-02 Licentia Gmbh Kapazitiver Spannungsteiler
DE2354978B2 (de) * 1973-11-02 1976-06-16 Hartmann & Braun Ag, 6000 Frankfurt Einrichtung zur erfassung der zuendspannung
DE3145255A1 (de) * 1981-11-14 1983-05-19 Brown, Boveri & Cie Ag, 6800 Mannheim Spannungsmessvorrichtung fuer isolierstoffgekapselte bereiche in mittelspannungs-schaltanlagen

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1516372A1 (de) * 1965-12-07 1969-06-19 Liebknecht Transformat Messwandler,mit aus kapazitivem Spannungsteiler bestehendem Spannungswandler
DE1591947A1 (de) * 1967-05-29 1970-04-02 Licentia Gmbh Kapazitiver Spannungsteiler
DE2354978B2 (de) * 1973-11-02 1976-06-16 Hartmann & Braun Ag, 6000 Frankfurt Einrichtung zur erfassung der zuendspannung
DE3145255A1 (de) * 1981-11-14 1983-05-19 Brown, Boveri & Cie Ag, 6800 Mannheim Spannungsmessvorrichtung fuer isolierstoffgekapselte bereiche in mittelspannungs-schaltanlagen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3472629B1 (de) Messanordnung zur messung eines elektrischen stroms im hochstrombereich
EP2668512B1 (de) Verfahren zum berührungslosen bestimmen eines elektrischen potentials eines objekts durch zwei verschiedene werte für den elektrischen fluss sowie vorrichtung
EP2981833A1 (de) Messwiderstand und entsprechendes messverfahren
DE2917237C2 (de)
EP0065202A1 (de) Verfahren zur Messung von Ionenkonzentrationen
DE112009000503T5 (de) Linearer Sensor mit zwei Anschlüssen
DE102019116347B4 (de) Messvorrichtung und mikropartikelmesssystem
DE102013222475A1 (de) Verfahren zur messung elektrischer leitfähigkeit und dieses verwendendes messsystem für elektrische leitfähigkeit
DE102006061923A1 (de) Rogowski-Sensor und Verfahren zum Messen eines Stromes
EP2623940A2 (de) Prüfung einer Messgerätanordnung, entsprechende Messgerätanordnung und Prüfanordnung
EP0274767A1 (de) Verfahren und Schaltungsanordnung zur Ermittlung der Stellung des Abgriffes eines Widerstandsferngebers
DE3832273A1 (de) Verfahren und anordnung zur bestimmung des waermewiderstandes von igbt-bauelementen
WO2018158330A1 (de) Stromsensor mit optimierter stromdichteverteilung, verfahren zum bestimmen eines laststroms
DE102015106168B4 (de) Stromsensorvorrichtungen und -verfahren
DE10133736A1 (de) Anordnung zum Messen der Temperatur einer elektronischen Schaltung
EP2697659B1 (de) Vorrichtung zur berührungslosen bestimmung eines elektrischen potentials eines objekts, stromzange sowie verfahren
DE102015218290A1 (de) Vorrichtung für Hoch-/Mittel-/Niederspannungsstrommessung
EP1248101B2 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Messen der Konzentration von Ionen in einer Messflüssigkeit
CH675026A5 (en) Measurement converter for energy distribution mains
DE2651050A1 (de) Schaltung zur ueberwachung der temperatur von kontakten einer elektrischen schalteinrichtung
DE19931123A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Messung eines elektrischen Potentials eines elektrischen Leiters
DE102019123163A1 (de) Messvorrichtung und kalibrierungsverfahren
EP3671241A1 (de) Widerstandsbaugruppe für einen batteriesensor und batteriesensor
DE2353812C3 (de) Temperaturmeßschaltung
EP2423678B1 (de) Messvorrichtung und Verfahren zur potentiometrischen Bestimmung elektrischer Messgrößen in Flüssigkeiten

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8139 Disposal/non-payment of the annual fee