DE19930149A1 - Verfahren zum Messen einer elektrischen Spannung und Anordnung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Messen einer elektrischen Spannung und Anordnung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Eine elektrische Spannung wird unter Verwendung eines an einer Versorgungsspannung liegenden Mikrocomputers gemessen, der als Meßeingang den Eingang eines SCHMITT-Triggers benutzt, der einen oberen und einen unteren Umschaltschwellenwert aufweist. Im Laufe des erfindungsgemäßen Verfahrens werden drei Zeitdauern gemessen, in deren Verlauf ein mit dem Meßeingang verbundener Meßkondensator jeweils von einem bekannten Anfangs-Ladespannungswert so lange geladen wird, bis der obere Umschaltschwellenwert des SCHMITT-Triggers überschritten wird. Aus den drei gemessenen Zeitdauern kann mit Hilfe des Mikrocomputers dann der gewünschte Spannungswert berechnet werden, wobei bei dieser Berechnung alle die Genauigkeit der Messung beeinträchtigenden Parameter wie die Umschaltschwellenwerte des SCHMITT-Triggers oder die sich aufgrund von Umgebungs- oder Alterungseinflüssen ändernden Werte der beteiligten Schaltungselemente eliminiert werden.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Messen einer
elektrischen Spannung unter Verwendung eines an einer Versor
gungsspannung liegenden Mikrocomputers, sowie auf eine Anord
nung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Aus der Zeitschrift "electronic industry", Heft 2, 1999, Seiten
24 bis 32, ist ein Verfahren zur Spannungsmessung beschrieben,
bei dem als zentraler Baustein der Mikrocomputer des Typs
MSP430 der Firma Texas Instruments Incorporated verwendet wird.
In der in dieser Anwendung beschriebenen Ausführung weist der
Mikrocomputer einen Meßeingang auf, der vom Eingang eines Kom
parators gebildet ist, dessen Schwellenspannung genau bekannt
ist. Zwischen diesem Meßeingang und dem Masseanschluß des
Mikrocomputers liegt ein Meßkondensator, der in aufeinanderfol
genden Zyklen zunächst auf die zu messende Spannung aufgeladen,
dann entladen, anschließend auf den Wert der Versorgungsspan
nung des Mikrocomputers geladen und schließlich wieder entladen
wird. Jeweils beim Entladen des Kondensators wird vom Mikrocom
puter gemessen, wie lange es dauert, bis die Ladespannung des
Meßkondensators im einen Entladezyklus von der zu messenden
Spannung auf die Schwellenspannung des Komparators und im ande
ren Entladezyklus von der Versorgungsspannung ebenfalls bis auf
die Schwellenspannung des Komparators abgesunken ist. Das Mes
sen dieser Zeitperioden wird vom Mikrocomputer einfach dadurch
erreicht, daß jeweils mit Beginn jedes Entladevorgangs ein Zäh
ler gestartet wird, der erst dann wieder angehalten wird, wenn
die Ladespannung am Meßkondensator den Schwellenwert des Kompa
rators im Mikrocomputer unterschreitet. Der jeweils erreichte
Zählerstand ist dann ein Maß für die für den Entladevorgang
benötigte Zeitdauer. Grundsätzlich könnte zwar bereits mit
einer Zeitmessung der gewünschte Spannungswert berechnet wer
den, da sich die Zeitkonstante des Entladevorgangs aus den Wer
ten des Meßkondensators und den im Entladekreis befindlichen
Widerständen berechnen läßt. Diese Zeitkonstante ist aber von
Umgebungseinflüssen, insbesondere der Temperatur, und von Alte
rungsvorgängen der im Entladekreis liegenden Bauelementen
abhängig. Die Durchführung von zwei Entladevorgängen ermöglicht
es, die Zeitkonstante t aus der Berechnung zu eliminieren, so
daß das Meßergebnis unabhängig von den geschilderten Einflüssen
wird. Das bekannte Meßverfahren setzt jedoch das Vorhandensein
eines Komparators mit genau bekannter Schwellenspannung im
Mikrocomputer voraus. Es gibt jedoch neuere Generationen von
Mikrocomputern, in denen kein Komparatoreingang mit genau
bekanntem Schwellenwert mehr zur Verfügung steht. Diese Mikro
computer haben lediglich einen mit dem Eingang eines SCHMITT-
Triggers verbundenen Eingang, wobei dieser SCHMITT-Trigger
bekanntlich zwei Umschaltschwellenwerte aufweist, nämlich einen
oberen und einen unteren Schwellenwert. Die Schwellenwerte sind
dabei nicht sehr genau und auch die zwischen den beiden Schwel
lenwerten vorhandene Hysterese ist nicht konstant.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Anordnung zum Messen einer elektrischen Spannung zu
schaffen, wobei ein Mikrocomputer verwendet werden soll, der
nicht über einen Komparatoreingang mit genau bekanntem Schwel
lenwert verfügt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch Anwendung der Verfah
ren gemäß Patentanspruch 1 und Patentanspruch 3 gelöst. Zur
Durchführung dieser Verfahren werden erfindungsgemäß Anordnun
gen gemäß den Patentansprüchen 2 bzw. 4 verwendet.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden drei Entladevorgänge
des Meßkondensators mit bekannten Anfangs- und End-Ladezustän
den durchgeführt, so daß drei Entladezeitperioden gemessen wer
den können. Anhand dieser drei Entladezeitperioden kann bei der
Berechnung des gesuchten Spannungswerts nicht nur die Entlade
zeitkonstante eliminiert werden, sondern es kann auch der bei
der Entladezeitmessung zur Festlegung des Startzeitpunkts aus
genutzte obere Umschaltschwellenwert des SCHMITT-Triggers eli
miniert werden, so daß das Meßergebnis nur noch von den drei
erfaßten Entladezeitperioden abhängt. Auf diese Weise läßt sich
unter Verwendung eines kostengünstigen Mikrocomputers ein
genauer Meßwert für die gesuchte Spannung erhalten, der unbe
einflußt von Umgebungs- und Alterungseinflüssen ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Schaltbild einer Anordnung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Meßverfahrens und
Fig. 2 ein Zeitdiagramm, das den Verlauf der Spannung am Meß
kondensator zeigt, wobei zu den jeweiligen Zeitabschnitten
angegeben ist, wie sich die Schaltung von Fig. 1 verhält.
Die in Fig. 1 dargestellte Meßschaltung enthält als zentrales
Element einen Mikrocomputer 10. Bei diesem Mikrocomputer
handelt es sich um den Typ MSP430 der Firma Texas Instruments.
Für den Zweck der anschließenden Erläuterung des Meßverfahrens
genügt es, vier Anschlüsse dieses Mikrocomputers 10 zu betrach
ten. Zunächst weist er einen Masseanschluß 12 zum Anlegen des
Massepotentials Vss sowie einen Versorgungsspannungsanschluß 14
zum Anlegen der Versorgungsspannung Vcc auf. Außerdem besitzt
er einen Steuersignalanschluß 16 und einen Meßanschluß 18. Der
Mikrocomputer 10 kann den Steuersignalanschluß 16 in einen
hochohmigen Zustand versetzen; er kann diesen Anschluß aber
auch an die Versorgungsspannung Vcc oder an das Massepotential
Vss legen. Der Meßanschluß 18 ist der Eingang eines im Mikro
computer 10 vorhandenen SCHMITT-Triggers, der einen oberen
Umschaltschwellenwert VIT+ und einen unteren Umschaltschwellen
wert VIT- hat. Dieser SCHMITT-Trigger ist bekanntlich eine
Schaltung, deren Ausgangssignal von einem ersten Wert zu einem
zweiten Wert kippt, wenn seine Eingangsspannung den oberen
Umschaltschwellenwert überschreitet, während die Ausgangsspan
nung erst dann wieder vom zweiten Wert auf den ersten Wert
kippt, wenn die Eingangsspannung den unteren Umschaltschwellen
wert unterschreitet, der deutlich niedriger als der obere
Umschaltschwellenwert liegt. Der SCHMITT-Trigger weist also
eine Schalthysterese auf und unterscheidet sich somit von einem
Komparator, der sein Ausgangssignal jeweils dann ändert, wenn
seine Komparatorschwellenspannung nach oben oder nach unten
überschritten wird. Da bei dem oben erwähnten Mikrocomputer
MSP430 für den SCHMITT-Trigger nur ein geringer Schal
tungsaufwand getrieben wird, um die Herstellungskosten niedrig
zu halten, sind die Umschaltschwellenwerte sehr ungenau, was
auch für die Differenz zwischen dem oberen und dem unteren
Umschaltschwellenwert gilt.
Nach Fig. 1 ist der Mikrocomputer 10 mit einer Meßschaltung
verbunden, die eine Serienschaltung aus einem ersten Widerstand
R1, einem zweiten Widerstand R2 und einem Meßkondensator Cm
enthält. Der Verbindungspunkt zwischen dem Widerstand R1 und
dem Widerstand R2 ist mit dem Steuersignalanschluß 16 verbun
den, während der Verbindungspunkt zwischen dem Widerstand R2
und dem Meßkondensator Cm über einen dritten Widerstand R3 mit
dem Meßanschluß 18 verbunden ist. Die zu messende Spannung Vin
wird dem einen Ende der erwähnten Serienschaltung zugeführt,
deren anderes Ende an Masse liegt.
Anhand von Fig. 2 wird nun erläutert, wie mit Hilfe der Schal
tung von Fig. 1 die Spannung Vin gemessen werden kann. Im
Ruhe-Zustand der Schaltung, also vor Beginn der Spannungsmes
sung befindet sich der SCHMITT-Trigger im zurückgesetzten
Zustand.
In einem ersten Schritt wird dafür gesorgt, daß der Meßkonden
sator Cm auf eine Spannung aufgeladen wird, die der zu messen
den Spannung Vin proportional ist. Dies wird dadurch erreicht,
daß der Mikrocomputer 10 seinen Steuersignalanschluß 16 in
einen hochohmigen Zustand versetzt und daß er seinen Meßan
schluß 18 an Massepotential legt. Dadurch bilden die Wider
stände R1, R2 und R3 einen Spannungsteiler, mit dessen Abgriff,
der vom Verbindungspunkt der Widerstände R2 und R3 gebildet
ist, der Meßkondensator Cm verbunden ist. Die Meßschaltung ver
hält sich daher so, wie in Fig. 2 im Abschnitt A dargestellt
ist. Die Spannung, auf die sich der Meßkondensator Cm auflädt,
beträgt dabei k.Vin, wobei k der Proportionalitätsfaktor ist,
der sich wie folgt ergibt:
Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, liegt der sich einstellende
Wert k.Vin der Ladespannung des Kondensators Cm unter dem
unteren Umschaltschwellenwert VIT- des mit dem Meßanschluß 18
verbundenen SCHMITT-Triggers.
Mit dem nächsten Schritt legt der Mikrocomputer 10 an seinen
Steuersignalanschluß 16 die Versorgungsspannung an, und seinen
Meßanschluß 18 benutzt er als Eingang des in ihm enthaltenen
SCHMITT-Triggers. Die mit dem Mikrocomputer 10 verbundene Meß
schaltung nimmt dabei die im Abschnitt B von Fig. 2 angegebene
Form an, wobei sich der Meßkondensator Cm von seiner bereits
vorhandenen Ladespannung aus auflädt. Mit Beginn des Auflade
vorgangs startet der Mikrocomputer 10 einen Zeitmeßvorgang, was
beispielsweise dadurch geschehen kann, daß ein Zähler gestartet
wird. Sobald die Ladespannung des Meßkondensators Cm nach
Ablauf der Zeitdauer tin den oberen Umschaltschwellenwert VIT+
des SCHMITT-Triggers erreicht, kippt dieser in seinen anderen
Zustand, was im Mikrocomputer 10 das Anhalten des zuvor
gestarteten Zählers bewirkt. Auf diese Weise wird ein zur
Zeitdauer tin proportionaler Zählerstand erhalten, der aufgrund
der festen Taktrate, mit der der Zähler fortgeschaltet wird,
auch eine unmittelbare Aussage über die Zeitdauer tin beinhal
tet. Diese Zeit tin wird im Mikrocomputer 10 gespeichert.
Im Anschluß daran wird in einem weiteren Verfahrensschritt der
Meßkondensator Cm bis auf einen Referenzspannungswert Vref ent
laden. Dies wird dadurch erreicht, daß der Mikrocomputer 10 an
seinen Steuersignalanschluß 16 die Versorgungsspannung Vcc
anlegt, und daß er an seinem Meßanschluß das Massepotential
abgibt. Die äußere Beschaltung des Mikrocomputers 10 nimmt
dabei die in Fig. 2 im Abschnitt C angegebene Form an. Im
beschriebenen Beispiel liegt die Referenzspannung Vref unter
dem unteren Umschaltschwellenwert VIT- des SCHNITT-Triggers, was
zur Folge hat, daß dieser wieder in seinen ursprünglichen
Schaltzustand kippt.
In einer Abwandlung dieses Verfahrensschritts ist es auch
möglich, den SCHMITT-Trigger intern im Mikrocomputer 10 in
seinen ursprünglichen Schaltzustand zu versetzen, was zur Folge
hat, daß die Referenzspannung auch einen höheren Wert haben
könnte, der über dem unteren Umschaltschwellenwert des SCHMITT-
Triggers liegt. Der anschließend durchzuführende erneute
Ladevorgang des Meßkondensators könnte dann von einem höheren
Spannungswert aus beginnen, so daß er weniger Zeit in Anspruch
nehmen würde.
Im hier geschilderten Beispiel wird aber in Übereinstimmung mit
dem Diagramm von Fig. 2 angenommen, daß die Referenzspannung
Vref niedriger als der untere Umschaltschwellenwert VIT- des
SCHMITT-Triggers ist. Die im Diagramm von Fig. 2 angegebene
Zeitdauer tchref wird dabei so lang gewählt, daß mit Sicherheit
die Entladung des Kondensators Cm auf die Referenzspannung Vref
eintritt.
Der Mikrocomputer 10 startet nun einen erneuten Ladevorgang des
Meßkondensators Cm, indem er an seinem Steueranschluß 16 wieder
die Versorgungsspannung Vcc abgibt und seinen Meßanschluß 16
als SCHMITT-Triggereingang benutzt. Die äußere Beschaltung des
Mikrocomputers 10 hat dann die im Abschnitt D von Fig. 2 dar
gestellte Form.
Mit Beginn dieses Schritts wird wieder im Mikrocomputer 10 ein
Zähler gestartet, der während des Aufladevorgangs des Meßkon
densators Cm fortgeschaltet wird, bis die Ladespannung den obe
ren Umschaltschwellenwert des SCHMITT-Triggers erreicht. An
diesem Zeitpunkt kippt der SCHMITT-Trigger in seinen anderen
Schaltzustand, was das Anhalten des Zählers bewirkt. Der dabei
erreichte Zählerstand ist zu der in Fig. 2 angegebenen Zeit
dauer tref proportional. Der der Zeitdauer tref entsprechende
Zählerstand wird im Mikrocomputer 10 abgespeichert.
Nun wird der Meßkondensator Cm erneut entladen, wobei dieser
Entladevorgang so lange fortgesetzt wird, bis die Ladespannung
dem Massepotential entspricht. Dies wird dadurch erreicht, daß
der Mikrocomputer 10 sowohl seinen Steuersignalanschluß als
auch seinen Meßanschluß an Masse legt, so daß sich die äußere
Beschaltung des Mikrocomputers 10 so darstellt, wie im
Abschnitt E von Fig. 2 angegeben ist. Die zu dieser Entladung
benötigte Zeit ist im Diagramm als Zeitdauer tchvcc angegeben.
Der nächste Verfahrensschritt besteht darin, daß der Meßkonden
sator Cm so lange aufgeladen wird, bis seine Ladespannung den
oberen Umschaltschwellen des SCHMITT-Triggers überschreitet.
Diese Aufladung des Meßkondensators Cm wird dadurch erreicht,
daß der Steueranschluß 16 an die Versorgungsspannung Vcc gelegt
wird, während der Meßanschluß 18 als Eingang des SCHMITT-Trig
gers benutzt wird. Die Beschaltung des Mikrocomputers 10 hat
dabei die im Abschnitt F von Fig. 2 angegebene Form. Wie zuvor
wird die zum Aufladen des Meßkondensators Cm benötigte Zeit
dauer unter Verwendung eines im Mikrocomputer 10 fortgeschalte
ten Zählers festgehalten, wobei der Zählerstand, der erreicht
wird, wenn die Ladespannung des Meßkondensators Cm den oberen
Umschaltschwellenwert des SCHMITT-Triggers überschreitet, der
Zeitdauer tvcc proportional ist.
Nach Durchführung dieser Verfahrensschritte stehen im Speicher
des Mikrocomputers 10 drei Zählerstände zur Verfügung, die
unmittelbar der Zeitdauer tin, der Zeitdauer tref und der
Zeitdauer tvcc entsprechen.
Unter Anwendung bekannter Formeln für die Aufladung eines Kon
densators können die Zeitdauern tin, tref und tvcc wie folgt
dargestellt werden:
In diesen Gleichungen sind:
Aus den obigen Gleichungen können die unbekannten Größen τ und
VIT+ eliminiert werden, so daß sich die zu messende Spannung Vin
aus folgender Formel ergibt:
Wie aus der Formel zu erkennen ist, wird auf diese Weise bei
der Messung der Spannung Vin sowohl der Einfluß der Zeitkon
stanten τ als auch der Einfluß des Umschaltschwellenwerts VIT+
eliminiert, so daß ein Meßergebnis erhalten wird, das gerade
von den Größen unabhängig ist, die einerseits ungenau sind und
andererseits aufgrund der Alterung von Bauelementen und von
Temperatureinflüssen veränderlich sind.
Mit Hilfe des geschilderten Verfahrens ist es natürlich nicht
nur möglich, eine unbekannte Spannung Vin zu messen, sondern es
können auch andere Parameter gemessen werden, die sich durch
eine Spannung darstellen lassen. Beispielsweise kann ein unbe
kannter Strom gemessen werden, indem zwischen dem Anschluß der
Schaltung von Fig. 1, an dem die zu messende Spannung Vin
anliegt, und Masse ein bekannter Meßwiderstand angeschlossen
wird, der von dem zu messenden Strom durchflossen wird. Die zu
diesem Strom proportionale Spannung stellt sich dann als Span
nung Vin' dar, die dann unter Anwendung des oben geschilderten
Verfahrens gemessen werden kann. Aus diesem Meßwert ergibt sich
dann der gesuchte Stromwert.
Die Berechnung der zu messenden Spannung unter Anwendung der
oben angegebenen Formel wird vom Mikrocomputer unter Anwendung
eines in ihm gespeicherten Programms durchgeführt.
Das beschriebene Verfahren ermöglicht die Anwendung eines
Mikrocomputers, der keinen aufwendigen Komparator mit bekannter
Umschaltschwelle enthält, sondern der nur einen SCHMITT-Trigger
enthält, der mit wesentlich geringerem Aufwand verwirklicht
werden kann, so daß sich der Mikrocomputer insgesamt kostengün
stiger herstellen läßt.
Claims (4)
1. Verfahren zum Messen einer elektrischen Spannung unter
Verwendung eines an einer Versorgungsspannung liegenden Mikro
computers, der als Meßeingang den Eingang eines SCHMITT-
Triggers benutzt, der einen oberen und einen unteren
Umschaltschwellenwert aufweist, bei dem
- a) ein mit dem Meßeingang in Verbindung stehender Meßkon densator auf eine zur zu messenden Spannung proportionale Meß spannung geladen wird, die kleiner als der obere Umschalt schwellenwert des SCHMITT-Triggers ist,
- b) der Meßkondensator von der erreichten Ladespannung aus so lange weitergeladen wird, bis seine Ladespannung den oberen Umschaltschwellenwert des SCHMITT-Triggers überschreitet, wobei die dazu benötigte erste Zeitdauer gemessen wird,
- c) der Meßkondensator auf eine bekannte, zur Versorgungs spannung des Mikrocomputers proportionale Referenzspannung geladen wird, die kleiner als der untere Umschaltschwellenwert des SCHMITT-Triggers ist,
- d) der Meßkondensator dann von der Referenzspannung aus so lange aufgeladen wird, bis seine Ladespannung den oberen Schwellenwert des SCHMITT-Triggers überschreitet, wobei die dazu benötigte zweite Zeitdauer gemessen wird,
- e) der Meßkondensator dann vollständig entladen wird,
- f) der Meßkondensator so lange aufgeladen wird, bis seine Ladespannung den oberen Umschaltschwellenwert des SCHMITT-Trig gers überschreitet, wobei die dazu benötigte dritte Zeitdauer gemessen wird,
- g) der Wert der zu messenden Spannung aus der folgenden
Formel berechnet wird:
mit: Vcc = Versorgungsspannung des Mikrocomputers Vref = p.Vcc (p < 1)
k = Proportionalitätsfaktor zwischen der zu messenden Spannung und der dem Meßeingang zugeführten Spannung (k < 1)
tin = erste Zeitdauer
tref = zweite Zeitdauer
tvcc = dritte Zeitdauer.
2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
bei der der Mikrocomputer zusätzlich zu seinem Meßeingang einen
Versorgungsspannungsanschluß, einen Masseanschluß und einen
Steuersignalausgang aufweist, wobei zwischen einem Eingang zum
Anlegen der zu messenden Spannung und dem Steuersignalausgang
ein erster Widerstand, zwischen dem Steuersignalausgang und dem
Masseanschluß in Serie ein zweiter Widerstand und der
Meßkondensator sowie zwischen dem Meßeingang und dem
Verbindungspunkt des zweiten Widerstandes mit dem Meßkon
densator ein dritter Widerstand liegen, und wobei der Mikrocom
puter so ausgebildet ist, daß er
für den Verfahrensschritt a) den Steuersignalausgang hochohmig macht und den Meßeingang auf Massepotential legt,
für den Verfahrensschritt b) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und die am Meßeingang anliegende Ladespannung des Meßkondensators dem SCHMITT-Triggereingang zuführt,
für den Verfahrensschritt c) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und am Meßeingang das Massepotential einstellt,
für den Verfahrensschritt d) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und die am Meßeingang anliegende Ladespannung des Meßkondensators dem SCHMITT-Triggereingang zuführt,
für den Verfahrensschritt e) sowohl den Steuersignalaus gang als auch den Meßeingang auf Massepotential legt,
für den Verfahrensschritt f) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und die am Meßeingang anliegende Ladespannung des Meßkondensators dem SCHMITT-Triggereingang zuführt und
für den Verfahrensschritt g) in seinem Rechenwerk den Wert der zu messenden Spannung berechnet.
für den Verfahrensschritt a) den Steuersignalausgang hochohmig macht und den Meßeingang auf Massepotential legt,
für den Verfahrensschritt b) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und die am Meßeingang anliegende Ladespannung des Meßkondensators dem SCHMITT-Triggereingang zuführt,
für den Verfahrensschritt c) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und am Meßeingang das Massepotential einstellt,
für den Verfahrensschritt d) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und die am Meßeingang anliegende Ladespannung des Meßkondensators dem SCHMITT-Triggereingang zuführt,
für den Verfahrensschritt e) sowohl den Steuersignalaus gang als auch den Meßeingang auf Massepotential legt,
für den Verfahrensschritt f) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und die am Meßeingang anliegende Ladespannung des Meßkondensators dem SCHMITT-Triggereingang zuführt und
für den Verfahrensschritt g) in seinem Rechenwerk den Wert der zu messenden Spannung berechnet.
3. Verfahren zum Messen einer elektrischen Spannung unter
Verwendung eines an einer Versorgungsspannung liegenden Mikro
computers, der als Meßeingang den Eingang SCHMITT-Triggers
benutzt, der einen oberen und einen unteren Umschaltschwellen
wert aufweist, bei dem
- a) ein mit dem Meßeingang in Verbindung stehender Meßkon densator auf eine zur zu messenden Spannung proportionale Meß spannung geladen wird, die kleiner als der obere Umschalt schwellenwert des SCHMITT-Triggers ist,
- b) der Meßkondensator von der erreichten Ladespannung aus so lange weitergeladen wird, bis seine Ladespannung den oberen Umschaltschwellenwert des SCHMITT-Triggers überschreitet, wobei die dazu benötigte erste Zeitdauer gemessen wird,
- c) der SCHMITT-Trigger in seinen Ausgangszustand versetzt wird,
- d) der Meßkondensator auf eine bekannte, zur Versorgungs spannung des Mikrocomputers proportionale Referenzspannung geladen wird, die kleiner als der untere Umschaltschwellenwert des SCHMITT-Triggers ist,
- e) der Meßkondensator dann von der Referenzspannung aus so lange aufgeladen wird, bis seine Ladespannung den oberen Schwellenwert des SCHMITT-Triggers überschreitet, wobei die dazu benötigte zweite Zeitdauer gemessen wird,
- f) der Meßkondensator dann vollständig entladen wird,
- g) der Meßkondensator so lange aufgeladen wird, bis seine Ladespannung den oberen Umschaltschwellenwert des SCHMITT-Trig gers überschreitet, wobei die dazu benötigte dritte Zeitdauer gemessen wird,
- h) der Wert der zu messenden Spannung aus der folgenden
Formel berechnet wird:
mit: Vcc = Versorgungsspannung des Mikrocomputers
Vref = p.VCC (p < 1)
k = Proportionalitätsfaktor zwischen der zu messenden Spannung und der dem Meßeingang zugeführten Spannung (k < 1)
tin = erste Zeitdauer
tref = zweite Zeitdauer
tvcc = dritte Zeitdauer.
4. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
bei der der Mikrocomputer zusätzlich zu seinem Meßeingang einen
Versorgungsspannungsanschluß, einen Masseanschluß und einen
Steuersignalausgang aufweist, wobei zwischen einem Eingang zum
Anlegen der zu messenden Spannung und dem Steuersignalausgang
ein erster Widerstand, zwischen dem Steuersignalausgang und dem
Masseanschluß in Serie ein zweiter Widerstand und der
Meßkondensator sowie zwischen dem Meßeingang und dem
Verbindungspunkt des zweiten Widerstandes mit dem Meßkon
densator ein dritter Widerstand liegen, und wobei der Mikrocom
puter so ausgebildet ist, daß er
für den Verfahrensschritt a) den Steuersignalausgang hochohmig macht und den Meßeingang auf Massepotential legt,
für den Verfahrensschritt b) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und die am Meßeingang anliegende Ladespannung des Meßkondensators dem SCHMITT-Triggereingang zuführt,
für den Verfahrensschritt c) den SCHMITT-Trigger in seinen Anfangszustand versetzt,
für den Verfahrensschritt d) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und am Meßeingang das Massepotential einstellt,
für den Verfahrensschritt e) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und die am Meßeingang anliegende Ladespannung des Meßkondensators dem SCHMITT-Triggereingang zuführt,
für den Verfahrensschritt f) sowohl den Steuersignalaus gang als auch den Meßeingang auf Massepotential legt,
für den Verfahrensschritt g) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und die am Meßeingang anliegende Ladespannung des Meßkondensators dem SCHMITT-Triggereingang zuführt und
für den Verfahrensschritt h) in seinem Rechenwerk den Wert der zu messenden Spannung berechnet.
für den Verfahrensschritt a) den Steuersignalausgang hochohmig macht und den Meßeingang auf Massepotential legt,
für den Verfahrensschritt b) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und die am Meßeingang anliegende Ladespannung des Meßkondensators dem SCHMITT-Triggereingang zuführt,
für den Verfahrensschritt c) den SCHMITT-Trigger in seinen Anfangszustand versetzt,
für den Verfahrensschritt d) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und am Meßeingang das Massepotential einstellt,
für den Verfahrensschritt e) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und die am Meßeingang anliegende Ladespannung des Meßkondensators dem SCHMITT-Triggereingang zuführt,
für den Verfahrensschritt f) sowohl den Steuersignalaus gang als auch den Meßeingang auf Massepotential legt,
für den Verfahrensschritt g) am Steuersignalausgang die Versorgungsspannung abgibt und die am Meßeingang anliegende Ladespannung des Meßkondensators dem SCHMITT-Triggereingang zuführt und
für den Verfahrensschritt h) in seinem Rechenwerk den Wert der zu messenden Spannung berechnet.
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