DE19930641A1 - Kraftstoffeinspritzventil - Google Patents
KraftstoffeinspritzventilInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen, mit einem in einer Bohrung (9) eines Ventilkörpers (1) entgegen der Kraft einer Schließfeder (31) axial nach außen verschiebbaren Ventilglied (11), das an seinem brennraumseitigen Ende einen aus der Bohrung ragenden, ein Ventilschließglied bildenden Schließkopf (13) aufweist, der auf seiner dem Ventilkörper (1) zugewandten Seite eine Ventildichtfläche (15) aufweist, mit der er mit einer an der brennraumseitigen Stirnseite des Ventilkörpers (1) angeordneten Ventilsitzfläche (17) zusammenwirkt, und mit wenigstens einer von einem Druckraum (19) ausgehenden Einspritzöffnung am Schließkopf, deren Austrittsöffnung in Schließstellung des Ventilgliedes (11) vom Ventilkörper (1) abgedeckt und beim nach außen gerichteten Öffnungshub freigegeben wird. DOLLAR A Um die Lebensdauer des Kraftstoffeinspritzventils zu erhöhen, ist eine hydraulische Schließdämpfungseinrichtung (37, 39, 41, 43, 45, 47) in das Kraftstoffeinspritzventil integriert.
Description
Die Erfindung betrifft ein Kraftstoffeinspritzventil für
Brennkraftmaschinen, mit einem in einer Bohrung eines
Ventilkörpers entgegen der Kraft einer Schließfeder axial
nach außen verschiebbaren Ventilglied, das an seinem
brennraumseitigen Ende einen aus der Bohrung ragenden, ein
Ventilschließglied bildenden Schließkopf aufweist, der auf
seiner dem Ventilkörper zugewandten Seite eine
Ventildichtfläche aufweist, mit der er mit einer an der
brennraumseitigen Stirnseite des Ventilkörpers angeordneten
Ventilsitzfläche zusammenwirkt, und mit wenigstens einer
von einem Druckraum ausgehenden Einspritzöffnung am
Schließkopf, deren Austrittsöffnung in Schließstellung des
Ventilgliedes vom Ventilkörper abgedeckt und beim nach
außen gerichteten Öffnungshub freigegeben wird.
Ein derartiges Kraftstoffeinspritzventil mit einer sog. A-
Düse, also einer nach außen, zum Brennraum hin öffnenden
Düse, ist aus der DE 196 18 698 A1 bekannt. Systembedingt
wird das Ventilglied bei Beendigung der Einspritzung in der
Schließbewegung auf Zug beansprucht. Während der
Schließbewegung wirken, bedingt durch die Schließfeder und
den Brennraumgasdruck, hohe Schließkräfte. Die hohen
Schließkräfte können zu Beschädigungen der betroffenen
Bauteile führen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kraftstoffeinspritzventil
mit einer erhöhten Lebensdauer bereitzustellen.
Insbesondere sollen die in der Schließbewegung auftretenden
Kräfte reduziert werden.
Die Aufgabe ist bei einem Kraftstoffeinspritzventil für
Brennkraftmaschinen, mit einem in einer Bohrung eines
Ventilkörpers entgegen der Kraft einer Schließfeder axial
nach außen verschiebbaren Ventilglied, das an seinem
brennraumseitigen Ende einen aus der Bohrung ragenden, ein
Ventilschließglied bildenden Schließkopf aufweist, der auf
seiner dem Ventilkörper zugewandten Seite eine
Ventildichtfläche aufweist, mit der er mit einer an der
brennraumseitigen Stirnseite des Ventilkörpers angeordneten
Ventilsitzfläche zusammenwirkt, und mit wenigstens einer
von einem Druckraum ausgehenden Einspritzöffnung am
Schließkopf, deren Austrittsöffnung in Schließstellung des
Ventilgliedes vom Ventilkörper abgedeckt und beim nach
außen gerichteten Öffnungshub freigegeben wird, dadurch
gelöst, dass eine hydraulische Schließdämpfungseinrichtung
in das Kraftstoffeinspritzventil integriert ist. Die in der
Schließbewegung auftretenden hohen Schließkräfte führen zu
hohen Ventilgliedgeschwindigkeiten. Beim Auftreffen der
Ventildichtfläche auf die "steife" Ventilsitzfläche werden
die bewegten Massen schlagartig verzögert. Die hohen
negativen Beschleunigungswerte und die Trägheit der
bewegten Massen führen zu sehr großen Zugkräften in dem
Ventilglied. Die Zugkräfte können zu einem Bruch des
Ventilgliedes führen. Durch die hydraulische
Schließdämpfungseinrichtung wird die Zugbelastung in dem
Ventilglied erheblich reduziert, da durch die Dämpfung der
Ventilgliedgeschwindigkeit der Impuls und somit der beim
Auftreffen der Ventildichtfläche auf die Ventilsitzfläche
auftretende Stoß reduziert werden. Somit wird die im
Betrieb auftretende Belastung für den ganzen Ventilsitz
geringer. Außerdem kann es bei Betriebspunkten mit hoher
Ventilgliedschließgeschwindigkeit zu einem sog. Prellen des
Ventilgliedes an der Ventilsitzfläche kommen, d. h. es kommt
zu einem kurzzeitigen Wiederöffnen des Ventilgliedes.
Dieses Wiederöffnen bei Spritzende ist für die
Abgasemissionen sehr schädlich. Durch die Dämpfung der
Ventilgliedbewegung kurz vor Schließende kann die
Prellerneigung deutlich verringert werden.
Eine besondere Ausführungsart der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, dass das brennraumferne Ende des
Ventilgliedes an der Stirnseite eines Kolbens anliegt, der
in einer in einem Ventilhaltekörper vorgesehenen
Sackbohrung hin- und herbewegbar geführt ist, deren
Längsachse mit der Längsachse des Ventilgliedes
zusammenfällt. Der Kolben wirkt als Dämpfungskolben. Die
Dämpfungswirkung entfaltet der Kolben aber nur in der
Schließbewegung des Ventilgliedes, da beim Öffnungshub
keine Wirkverbindung zwischen dem Kolben und dem
Ventilglied vorliegt.
Eine weitere besondere Ausführungsart der Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, dass die Führung des Kolbens in dem
Ventilhaltekörper paarungsgeschliffen ist, um eine
dichtende Führung des Kolbens zu gewährleisten. Dadurch
wird sichergestellt, dass sich der hydraulische Druck zur
Dämpfung der Bewegung vor dem Schließkolben aufbaut.
Eine weitere besondere Ausführungsart der Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben durch eine in der
Sackbohrung angeordnete Rückstellfeder vorgespannt ist.
Dadurch wird erreicht, dass der Kolben beim Öffnen und
Schließen der Ventilgliedbewegung folgt.
Eine weitere besondere Ausführungsart der Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, dass die Sackbohrung mit
Hydraulikflüssigkeit, insbesondere Öl, befüllt ist. Das
Flüssigkeitsvolumen wird komprimiert, wenn der Kolben bei
der Schließbewegung des Ventilgliedes entgegen der
Rückstellfederkraft in die Sackbohrung geschoben wird.
Dadurch wird die Schließbewegung des Ventilglieds deutlich
abgebremst.
Eine weitere besondere Ausführungsart der Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum der Sackbohrung
über eine Drossel mit einem Entlastungsraum in Verbindung
steht. Dadurch wird verhindert, dass die
Schließgeschwindigkeit des Ventilgliedes auf Null reduziert
wird und das Ventilglied möglicherweise nicht vollständig
schließt.
Weitere besondere Ausführungsarten der Erfindung sind
dadurch gekennzeichnet, dass die Drossel von einer
Drosselbohrung in dem Ventilhaltekörper gebildet ist, oder
dass die Drossel durch Flächenanschliffe an dem Kolben
gebildet ist. Durch die Form und Größe der möglichen
Drosselquerschnitte kann mit der hydraulischen
Schließdämpfungseinrichtung eine bestimmte
Schließcharakteristik erzeugt werden. Am Anfang des
Schließvorgangs soll die Dämpfung gering sein, damit die
Schließbewegung zu diesem Zeitpunkt nicht verlangsamt wird.
Gegen Ende der Schließbewegung soll die Dämpfung deutlich
zunehmen, um die Geschwindigkeit mit der die
Ventildichtfläche auf die Ventilsitzfläche trifft, spürbar
zu reduzieren.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der
unter Bezugnahme auf die Zeichnung zwei
Ausführungsbeispiele der Erfindung im Einzelnen beschrieben
sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in der
Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich
oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel im
Längsschnitt durch das Einspritzventil; und
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel im
Längsschnitt durch das Einspritzventil.
Das in Fig. 1 im Längsschnitt dargestellte erste
Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Kraftstoffeinspritzventils weist einen Ventilkörper 1 auf,
der mit seinem unteren freien Ende in den Brennraum der zu
versorgenden Brennkraftmaschine ragt. Mit seiner oberen
brennraumfernen Stirnfläche 3 ist der Ventilkörper 1
mittels einer Spannmutter 5 axial gegen einen
Ventilhaltekörper 7 vorgespannt. Der Ventilkörper 1 weist
eine axiale Durchgangsbohrung 9 auf, in der ein
kolbenförmiges Ventilglied 11 axial verschiebbar geführt
ist. Das Ventilglied 11 weist an seinem brennraumseitigen
unteren Ende einen aus der Bohrung 9 ragenden, ein
Ventilschließglied bildenden Schließkopf 13 auf. Der
Schließkopf 13 weist auf seiner dem Ventilkörper 1
zugewandten Seite eine Ventildichtfläche 15 auf, mit der er
mit einer an der brennraumseitigen Stirnseite des
Ventilkörpers 1 angeordneten Ventilsitzfläche 17
zusammenwirkt.
Zwischen dem Ventilglied 11 und der Wand der Bohrung 9 ist
ein ringförmiger Druckraum 19 ausgebildet. Der Druckraum 19
ist brennraumseitig von einer eine Ringschulter 21
bildenden Durchmessererweiterung des Ventilglieds 11
begrenzt, die in den Schließkopf 13 übergeht. Dabei führen
von der Ringschulter 21 (nicht dargestellte)
Einspritzöffnungen ab, die zunächst als Längsbohrung
ausgebildet sind, von denen dann in Höhe des Schließkopfes
13 Querbohrungen abführen. Die Austrittsöffnungen der
Einspritzöffnungen an der Wand des Ventilgliedes 11 sind
dabei so angeordnet, dass sie in Schließstellung des
Ventilgliedes 11 von der Bohrungswand 9 des Ventilkörpers 1
abgedeckt sind und erst beim nach außen gerichteten
Öffnungshub des Ventilgliedes 11 durch Austauchen aus der
Bohrung 9 aufgesteuert werden.
Das Ventilglied 11 ragt mit seinem Schaft 27 in einen im
Haltekörper 7 vorgesehenen Federraum 29. Zur Gewährleistung
einer dichten Anlage des Ventilgliedes 11 am Ventilsitz 17
bei geschlossenem Einspritzventil und für eine
Rückstellbewegung des Ventilgliedes 11 ist eine
Schließfeder 31 gegen einen am Ventilgliedschaft 27
ausgebildeten Ringabsatz 33 vorgespannt. Die
Kraftstoffzufuhr in den Druckraum 19 des Einspritzventils
erfolgt über eine von einer Hochdruckquelle ausgehende
Druckleitung 20.
Auf der dem Brennraum abgewandten Seite des Ringabsatzes 33
ist ein freies Ende 35 des Ventilgliedschaftes 27
ausgebildet. Das Ventilgliedschaftsende 35 befindet sich in
Anlage gegen einen Dämpferkolben 37. Der Dämpferkolben 37
ist hin- und herbewegbar in einer Sackbohrung 39
aufgenommen. Der Dämpferkolben 37 begrenzt in der
Sackbohrung 39 einen Dämpfungsraum 41. Der Dämpfungsraum 41
steht über eine Drosselbohrung 43 mit einer Rücklaufleitung
45 in Verbindung. Die Rücklaufleitung 45 wiederum steht mit
einem (nicht dargestellten) Entlastungsraum in Verbindung.
Außerdem ist in dem Dämpfungsraum 41 eine Rückstellfeder 47
angeordnet. Die Rückstellfeder 47 ist gegen den
Dämpfungskolben 37 vorgespannt.
Das in Fig. 2 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel der
Erfindung ähnelt dem in Fig. 1 dargestellten ersten
Ausführungsbeispiel. Der Einfachheit halber werden deshalb
zur Bezeichnung gleicher Teile dieselben Bezugszeichen
verwendet. Um Wiederholungen zu vermeiden, wird zudem auf
die vorstehende Beschreibung des ersten
Ausführungsbeispiels verwiesen. Im Folgenden wird nur auf
die Unterschiede zwischen den beiden Ausführungsbeispielen
eingegangen.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten zweiten
Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die Drosselwirkung
nicht durch eine Drosselbohrung, sondern durch einen am
Dämpfungskolben 37 ausgebildeten Drosselquerschnitt 49
erreicht. D. h., der Dämpfungsraum 41 ist über den
Drosselquerschnitt 49 mit der Rücklaufleitung 45 verbunden,
die wiederum mit dem (nicht dargestellten) Entlastungsraum
in Verbindung steht.
Beiden Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, dass die
Schließbewegung des Ventilgliedes 11 gedämpft wird. Durch
die in Fig. 2 beispielhaft dargestellte gestufte
Ausbildung des Drosselquerschnitts kann der
Bewegungsverlauf des Ventilgliedes 11 beim Einspritzen
gesteuert werden.
Claims (8)
1. Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen, mit
einem in einer Bohrung (9) eines Ventilkörpers (1) entgegen
der Kraft einer Schließfeder (31) axial nach außen
verschiebbaren Ventilglied (11), das an seinem
brennraumseitigen Ende einen aus der Bohrung ragenden, ein
Ventilschließglied bildenden Schließkopf (13) aufweist, der
auf seiner dem Ventilkörper (1) zugewandten Seite eine
Ventildichtfläche (15) aufweist, mit der er mit einer an
der brennraumseitigen Stirnseite des Ventilkörpers (1)
angeordneten Ventilsitzfläche (17) zusammenwirkt, und mit
wenigstens einer von einem Druckraum (19) ausgehenden
Einspritzöffnung am Schließkopf, deren Austrittsöffnung in
Schließstellung des Ventilgliedes (11) vom Ventilkörper (1)
abgedeckt und beim nach außen gerichteten Öffnungshub
freigegeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine
hydraulische Schließdämpfungseinrichtung (37, 39, 41, 43,
45, 47, 49) in das Kraftstoffeinspritzventil integriert
ist.
2. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass das brennraumferne Ende (35) des
Ventilgliedes (11) an der Stirnseite eines Kolbens (37)
anliegt, der in einer in einem Ventilhaltekörper (7)
vorgesehenen Sackbohrung (39) hin- und herbewegbar geführt
ist, deren Längsachse mit der Längsachse des Ventilgliedes
(11) zusammenfällt.
3. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Führung des Kolbens (37) in
dem Ventilhaltekörper (7) paarungsgeschliffen ist.
4. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (37) durch
eine in der Sackbohrung (39) angeordnete
Rückstellfeder (47) vorgespannt ist.
5. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 2
bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sackbohrung
(39) mit Hydraulikflüssigkeit, insbesondere Öl,
gefüllt ist.
6. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, dass der Innenraum der Sackbohrung
(39) über eine Drossel (43, 49) mit einem
Entlastungsraum in Verbindung steht.
7. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, dass die Drossel von einer
Drosselbohrung (39) in dem Ventilhaltekörper (7)
gebildet ist.
8. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, dass die Drossel durch
Flächenanschliffe (49) an dem Kolben (37) gebildet
ist.
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