DE19929168A1 - Telekommunikationsendgerät mit integrierter Set-Top-Box - Google Patents
Telekommunikationsendgerät mit integrierter Set-Top-BoxInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Telekommunikationsendgerät (1) mit einem Anschluß an ein Telefonnetz (3) und einer als "Man-Machine-Interface MMI" ausgebildeten Mensch-Maschine-Schnittstelle (MMI) (4). Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Funktion einer Set-Top-Box für digitale TV-Signale (5) mit Hilfe eines Prozessors (6) zur Abgabe von digitalen Daten für einen Rückkanal über das Telefonnetz im Telekommunikationsendgerät (1) integriert ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Telekommunikationsendgerät mit ei
nem Anschluß an ein Telefonnetz und einer Mensch-Maschine-
Schnittstelle (Man-Machine-Interface MMI).
Zum Empfang von digitalen TV-Signalen wird heutzutage ein
Empfänger, der im folgenden als Set-Top-Box bezeichnet wird,
verwendet. Allgemein wird als Set-Top-Box ein peripheres Ge
rät bezeichnet, das eine Verbindung zum TV schafft. Es exi
stieren zwei Typen von Geräten. Der eine Typ stellt eine Set-
Top-Box dar, die veröffentlichte Medien, beispielsweise DVD
oder Video zeigt oder abspielt, der andere verbindet den Be
nutzer mit einem Netzwerk-liefernden-System, wie zum Beispiel
DBS (= Digital Broadcast System) oder CATV (= Cable Televisi
on). Grundsätzlich beinhaltet ein Set-Top-Box verschiedene
Komponenten, wie beispielsweise einen Audio/Video Decoder und
einen Prozessor, detailliert beschrieben in den Internetsei
ten http://www.chips.ibm.com/settopbox/overview.html und
http://www.chips.ibm.com/settopbox/designkit.html. Die Set-
Top-Box weist zur interaktiven Benutzung einen Rückkanal auf,
der über eine Telefonanschlußleitung mit dem Telefonnetz ver
bunden ist. Hierbei kann das Telefonnetz sowohl analog als
auch digital (ISDN) sein.
Besitzt ein Benutzer zusätzlich zum Telefon eine Set-Top-Box,
so müssen beide Geräte sowohl mit einer Stromversorgung als
auch mit einem Telefonnetz verbunden werden. Zusätzlich benö
tigt die Set-Top-Box den Anschluß an das Kabel- oder Satelli
tennetz.
Der Benutzer hat das Problem, daß der Anschluß des Gerätes
zur Inbetriebnahme, vor allem durch den Aufwand der Verkabe
lung viel Zeit in Anspruch nimmt. Zusätzlich wird unüber-
sichtlicher Kabelsalat, beispielsweise durch vorhandene Au
dio- und Videosysteme gefördert.
Die Internationale Patentanmeldung WO 98/24236 beschreibt ein
Verfahren zur drahtlosen Übertragung von digitalen Daten für
einen Rückkanal bei einem Empfänger für digitale TV-Signale.
Diese Set-Top-Box enthält eine schnurlose Sendeeinrichtung
zur drahtlosen Übermittlung der Daten und umgeht so den di
rekten Anschluß an das Telefonnetz. Allerdings sind hier zwei
separate Systeme notwendig, die Telefonbasisstation, sowie
die Set-Top-Box. Beide sind an die Stromversorgung ange
schlossen, die Telefonbasisstation zusätzlich an das Telefon
netz, die Set-Top-Box an das Kabel- oder Satellitennetz. Die
Übermittlung der Daten von der Telefonbasisstation zur Set-
Top-Box und zurück geschieht über Funk.
Durch externe Einflüsse (zum Beispiel Geräte, Installationen)
kann ein Funksignal gestört werden und es ist somit kein ein
wandfreier Betrieb gewährleistet.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Telekommunikations
endgerät mit einem Anschluß an ein Telefonnetz und einer
Mensch-Maschine-Schnittstelle (Man-Machine-Interface MMI) da
hingehend zu verbessern, daß die Leistungsmerkmale verbessert
werden.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Demgemäß wird vorgeschlagen, das Telekommunikationsendgerät
mit dem Anschluß an das Telefonnetz und der Mensch-Maschine-
Schnittstelle (Man-Machine-Interface MMI) dahingehend zu ver
bessern, daß die Funktion einer Set-Top-Box für digitale TV-
Signale mit Hilfe eines Prozessors zur Abgabe von digitalen
Daten für einen Rückkanal über das Telefonnetz im Telekommu
nikationsendgerät integriert ist.
Durch diese Ausführung ist es nun möglich, getrennte Systeme
aufgrund ihrer gemeinsamen Schnittstelle zum Telefonnetz zu
einem Basissystem zusammenzufassen. Hierdurch erhält der Be
nutzer die Möglichkeit, durch Installation eines einzigen Ge
rätes zu telefonieren sowie digitale Daten zu empfangen.
Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung ist die Verbindung
von Set-Top-Boxen mit schnurlosen Telefonsystemen, wie bei
spielsweise schnurlose Telefone des Typs "Gigaset" der Firma
Siemens. Hierbei kann die Mensch-Maschine-Schnittstelle zum
Beispiel über die Gigaset-DECT-Funkschnittstelle oder über
eine Infrarotschnittstelle mit dem Telekommunikationsendgerät
verbunden sein.
Je nach Ausführung der Basisstation kann das MMI aus einer
Tastatur bestehen. Diese Tastatur kann über unterschiedliche
Funktionen verfügen, wie beispielsweise einem ASCI-Tastenfeld
oder Funktionstasten mit programmierten Befehlen. Anstelle
der Tastatur der Mensch-Maschine-Schnittstelle können vorhan
dene Tastaturen (zum Beispiel des Audio- und Video-Systems)
benutzt werden.
Die Mensch-Maschine-Schnittstelle kann darüber hinaus über
eine Spracherkennung verfügen. Dies macht das Vorhandensein
einer Tastatur überflüssig.
Die Mensch-Maschine-Schnittstelle kann über ein bildgebendes
Element verfügen, wie beispielsweise den Bildschirm eines
Bildtelefons oder ein Display. Des weiteren kann eine Kamera
zur Aufnahme von Bilddaten vorhanden sein.
Das Telekommunikationsendgerät kann über eine Druckeinrich
tung verfügen, wie es bei einem Faxgerät üblich ist.
Die Mensch-Maschine-Schnittstelle kann aus einer Hör- und
Sprecheinrichtung bestehen. Daten können anstelle über die
Hör- und Sprecheinrichtung über die Tastatur oder die Kamera
übermittelt und auf dem bildgebenden Element oder der Druck
einrichtung sichtbar gemacht werden. Dies kann für einen
taubstummen Benutzer sehr hilfreich sein.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, daß
eine Steuervorrichtung zur Inbetriebnahme von Audio- und/oder
Video-Systemen vorhanden ist. Hierbei sind alle Funktionen
der Audio- und Video-Systeme vollständig oder teilweise über
die Mensch-Maschine-Schnittstelle steuerbar. Schon heute ste
hen Audio- und Video-Systeme untereinander mittels eines Bus
systems (zum Beispiel I2C) in Verbindung. Eine Reduzierung
der Anzahl an Fernbedienungen kann hierdurch erreicht werden.
Dies ist nicht nur schöner, es führt auch zu übersichtliche
ren Multi-Media-Wohnlandschaften.
Vorteilhaft kann ein Programm-Modul für den Prozessor der
Set-Top-Box sein, das den Empfang, das Schreiben, beziehungs
weise die Weiterleitung von elektronischen Daten (e-mail) er
möglicht.
Je nach Bauart der Basisstation lassen sich Audio- und Video-
Systeme für andere Telefonfunktionen mitbenutzen. Es besteht
beispielsweise die Möglichkeit zum Lauthören/Freisprechen ei
nes Telefonates mittels Lautsprecher eines Fernsehgerätes
oder einer Audioanlage, sowie zum Lesen von e-mail am Fern
sehbildschirm. Für sehschwache Benutzer kann diese Vergröße
rung der Zahlen und Buchstaben eine Erleichterung sein.
Durch die Übertragung von Daten eines Bildtelefons auf den
Fernsehbildschirm, kann der Bildschirm des Bildtelefons ent
fallen. Ein Tape-Deck, Minidisk, oder eine sonstige Aufnahme
vorrichtung kann als Anrufbeantworter dienen. Denkbar ist
auch, Bilddaten, zum Beispiel ein Telefonat mit Bildtelefon
per Videogerät aufzunehmen.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und nachste
hend noch zu erläuternden Merkmale der Erfindung nicht nur in
der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne
den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteran
sprüchen und der nachfolgenden Beschreibung eines Ausfüh
rungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer einzigen Figur
beschrieben.
Die Figur zeigt ein Schema eines erfindungsgemäßen Telekommu
nikationsendgerätes mit integrierter Set-Top-Box. Das Tele
kommunikationsendgerät 1 weist einen Stromanschluß 2, einen
Anschluß an das Telefonnetz 3, an das Kabel-, bzw. Satelli
tennetz 11 und eine Mensch-Maschine-Schnittstelle (Man-
Machine-Interface MMI) 4 auf.
Die Schnittstelle 4 kann sowohl über eine Festleitung (ge
strichelte Linie) als auch schnurlos (dargestellt durch An
tennen 10) mit dem restlichen Telekommunikationsendgerät 1
verbunden sein. In der Schnittstelle 4 können sowohl eine
Hör- und Sprecheinrichtung, als auch eine Spracherkennung,
eine Kamera, eine Funktionstastatur und/oder ein bildgebendes
bzw. abbildendes Element enthalten sein. Hierdurch sind un
terschiedliche Anwendungsmöglichkeiten gegeben, wie bei
spielsweise die Betreibung durch einen körperbehinderten Be
nutzer.
Des weiteren kann im Telekommunikationsendgerät 1 eine Druck
einrichtung 7 vorhanden sein.
Das Telekommunikationsendgerät 1 besitzt zudem eine Steuer
vorrichtung 8, die eine Inbetriebnahme von Audio- und Video-
Systemen 9 ermöglicht. Im Falle einer schnurlosen Schnitt
stelle 4 können hiermit Funktionen der Audio- und Videosyste
me 9 gesteuert werden.
Erfindungsgemäß ist die Set-Top-Box 5 in das Telekommunikati
onsendgerät 1 integriert. Sie enthält einen Prozessor 6 zur
Abgabe von digitalen Daten für einen Rückkanal. Hier führt
der Rückkanal in das Telefonnetz 3. Die vom Kabel- bzw. Sa
tellitennetz erhaltenen digitalen TV-Signale werden in mehre
ren nicht näher erläuterten Schritten in analoge Signale um
gewandelt und dem Audio- oder Video-System 9 zugeführt. Eine
genauere Beschreibung dieser Umwandlung findet sich in der
internationalen Patentanmeldung WO 98/24236.
Claims (12)
1. Telekommunikationsendgerät (1), mit einem Anschluß an
ein Telefonnetz (3) und einer als "Man-Machine-Interface
MMI" ausgebildeten Mensch-Maschine-Schnittstelle (4),
dadurch gekennzeichnet, daß die Funktion einer
Set-Top-Box für digitale TV-Signale (5) mit Hilfe eines
Prozessors (6) zur Abgabe von digitalen Daten für einen
Rückkanal über das Telefonnetz im Telekommunikationsend
gerät (1) integriert ist.
2. Telekommunikationsendgerät gemäß dem voranstehenden An
spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schnittstelle (4) schnurlos mit dem restlichen Telekom
munikationsendgerät (1) verbunden ist.
3. Telekommunikationsendgerät gemäß einem der voranstehen
den Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Prozessor (6) sowohl im Telekommunikationsendge
rät (1) als auch in der Set-Top-Box (5) enthalten sein
kann.
4. Telekommunikationsendgerät gemäß einem der voranstehen
den Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnittstelle (4) eine Hör- und Sprecheinrich
tung enthält.
5. Telekommunikationsendgerät gemäß einem der voranstehen
den Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnittstelle (4) eine Spracherkennung enthält.
6. Telekommunikationsendgerät gemäß einem der voranstehen
den Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnittstelle (4) eine Tastatur enthält.
7. Telekommunikationsendgerät gemäß einem der voranstehen
den Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnittstelle (4) ein bildgebendes Element ent
hält.
8. Telekommunikationsendgerät gemäß einem der voranstehen
den Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnittstelle (4) eine Kamera enthält.
9. Telekommunikationsendgerät gemäß einem der voranstehen
den Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Druckeinrichtung (7) vorhanden ist.
10. Telekommunikationsendgerät gemäß einem der voranstehen
den Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Steuervorrichtung (8) zur Inbetriebnahme von
Audio- und/oder Video-Systemen (9) vorhanden ist.
11. Telekommunikationsendgerät gemäß dem voranstehenden An
spruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß alle
Funktionen der Audio- und/oder Video-Systeme (9) voll
ständig oder teilweise über die Schnittstelle (4) steu
erbar sind.
12. Telekommunikationsendgerät gemäß einem der voranstehen
den Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeich
net, daß ein Programm-Modul für den Prozessor (6) vor
gesehen ist, das einen Empfang und/oder ein Schreiben
und/oder ein Weiterleiten von elektronischen Daten er
möglicht.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999129168 DE19929168A1 (de) | 1999-06-25 | 1999-06-25 | Telekommunikationsendgerät mit integrierter Set-Top-Box |
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Family
ID=7912530
Family Applications (1)
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Country Status (2)
| Country | Link |
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Also Published As
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Legal Events
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