DE19929127C2 - Reinigungswerkzeug für ein Zahnreinigungsgerät und Herstellungsverfahren für ein Reinigungswerkzeug - Google Patents
Reinigungswerkzeug für ein Zahnreinigungsgerät und Herstellungsverfahren für ein ReinigungswerkzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Reinigungswerkzeug für ein Zahnreinigungsgerät nach dem Ober
begriff von Anspruch 1 sowie ein Herstellungsverfahren für ein Reinigungswerkzeug nach
dem Oberbegriff von Anspruch 6.
Ein derartiges Reinigungswerkzeug ist aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 43 44 110 A1
bekannt. Dort weist ein Reinigungswerkzeug einen länglichen, dünnen Reinigungsschaft
auf, der zumindest in einem Teilbereich seiner Länge mit zwei gebogenen und flexiblen
Längsstegen versehen ist. Das Reinigungswerkzeug kann auf ein Zahnreinigungsgerät auf
gesteckt und in eine rotierende Drehbewegung versetzt werden. Durch die Federwirkung der
Längsstege eignet sich das Reinigungswerkzeug insbesondere zur Interdentalreinigung.
Aus der DE 196 54 557 A1 ist ein Apparat zur Reinigung für Zahnzwischenräume bekannt,
bei dem verschiedene Reinigungsteile aufgesetzt werden können. Eines der Reinigungsteile
weist einen in etwa U-förmigen Bügel auf, zwischen dessen freien Enden eine velourartig
aufgefaserte Textilfaser gespannt ist. Weiterhin ist an einem der freien Enden des Bügels
ein dornartiger Ansatz zum Aufstecken auf den Reinigungsapparat vorgesehen.
Aufgabe der Erfindung ist es, das bekannte Reinigungswerkzeug insbesondere im Hinblick
auf eine weitere einfachere Handhabung für einen Benutzer zu verbessern.
Diese Aufgabe wird bei einem Reinigungswerkzeug der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß durch die Merk
male des Anspruchs 1 gelöst.
Durch den harten Schaft wird erreicht, daß das erfindungsgemäße Reinigungswerkzeug von
einem Benutzer besonders einfach, insbesondere ohne Sichtkontakt in einen Zahnzwischen
raum eingeführt werden kann. Aufgrund des harten Schafts weicht das Reinigungswerkzeug
beim Einführen nicht zur Seite aus, sondern erzeugt einen fühlbaren Widerstand für den
Benutzer, der eine einfache und sichere Positionierung des Reinigungswerkzeugs erlaubt.
Ebenfalls kann der Benutzer aufgrund des harten Schafts das Reinigungswerkzeug bei der
Zahnreinigung sicher und genau führen. Gleichzeitig wird durch das weiche Reinigungsteil
jegliche Verletzungsgefahr für den Benutzer weitgehend verhindert. Da nur das weiche Rei
nigungsteil mit den Zähnen und insbesondere mit dem Zahnfleisch des Benutzers in Kontakt
kommt, besteht nur ein geringes Risiko, daß dort Verletzungen durch dieses weiche Reini
gungsteil entstehen.
Dabei weist das Reinigungsteil mindestens ein flexibles Element, bevorzugt ein Seil auf, das
etwa parallel oder leicht geneigt zu dem Schaft angeordnet ist, und das zwischen zwei Hal
tepunkten frei gespannt ist. Unter Seil wird im Rahmen dieser Anmeldung jedes längliche,
insbesondere flexible Element, wie ein Gummistrang, Teflonband, Kunststoffband oder der
gleichen, verstanden. Dabei besteht dieses Seil bevorzugt aus dem weichen Kunststoff und
ist mit dem Schaft verbunden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Schaft aus einem steifen Kunststoff und das Reini
gungsteil aus einem zahnfleischschonenden Kunststoff bestehen. Die Verwendung derarti
ger Kunststoffe hat sich insbesondere im Hinblick auf die Herstellungskosten als besonders
geeignet herausgestellt.
Das bzw. die aufgespannten Seile können sich besonders gut und automatisch den unter
schiedlichen Zahnzwischenräumen eines Benutzers anpassen. Dabei werden die Seile beim
Einführen in einen Zahnzwischenraum entsprechend dessen Geometrie zusammengedrückt.
Gleichzeitig werden die Seile aber beim Betrieb des Zahnreinigungsgeräts z. B. durch des
sen rotierende Drehbewegung automatisch wieder nach außen und damit gegen die Zahn
wände gedrückt. Dies bewirkt eine besonders gründliche und gleichmäßige Interdentalreini
gung. Ein weiterer Vorteil der zwischen den beiden Haltepunkten aufgespannten Seile be
steht darin, daß ein Verlust einer Beborstung, wie dies sonst häufig der Fall ist, nicht erfol
gen kann.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn vier Seile vorgesehen sind, die in Umfangsrichtung in
gleichen Winkelabständen angeordnet sind. Damit wird eine weitgehend symmetrische Aus
bildung des Reinigungswerkzeugs und eine fortlaufende Zahnreinigung durch die aufeinan
derfolgenden Seile erreicht.
Hinsichtlich des Herstellungsverfahrens liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein ko
stengünstiges Verfahren anzugeben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 6 gelöst.
Das Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Reinigungswerkzeugs zeichnet sich
dadurch aus, daß der Schaft und das Reinigungsteil in einem Monosandwich-Spritzgieß
verfahren hergestellt werden. Dieses Herstellverfahren bringt den wesentlichen Vorteil mit
sich, daß nur eine einzige Gießform und damit kein Transport eines Zwischenprodukts er
forderlich ist. Dies reduziert die Kosten für die Herstellung des Reinigungswerkzeugs we
sentlich.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Perspektivdarstellung eines ersten Ausführungsbeispiels ei
nes erfindungsgemäßen Reinigungswerkzeugs für ein Zahnreinigungsgerät,
Fig. 2 einen schematischen Querschnitt des Reinigungswerkzeugs der Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Perspektivdarstellung eines Schafts des Reinigungswerkzeug
der Fig. 1.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Reinigungswerkzeug 10 dargestellt, das dazu geeignet ist, mit
einem Zahnreinigungsgerät gekoppelt zu werden. Mittels des Zahnreinigungsgerät kann das
Reinigungswerkzeug 10 in eine rotierende oder alternierende Drehbewegung versetzt wer
den. Das Reinigungswerkzeug 10 kann von einem Benutzer insbesondere in Zahnzwischen
räume eingeführt werden, um dort durch die Drehbewegung der Interdentalreinigung der
Zähne zu dienen.
Das Reinigungswerkzeug 10 weist einen Schaft 11 und ein damit fest verbundenes Reini
gungsteil 12 auf. Der Schaft 11 und das Reinigungsteil 12 sind im wesentlichen symmetrisch
zu einer Achse 13 ausgebildet und koaxial zu dieser Achse 13 angeordnet.
Fig. 3 zeigt den Schaft 11 als einzelnes Bauteil. Ersichtlich ist der Schaft 11 im wesentli
chen dünn, länglich und gerade ausgebildet. Er weist mehrere zylindrische Abschnitte mit
unterschiedlichen Durchmessern auf, die ineinander übergehen. An seinem in der Fig. 3
auf der rechten Seite dargestellten Ende ist der Schaft 11 derart ausgebildet, daß er auf das
Zahnreinigungsgerät insbesondere in lösbarer Weise aufgesteckt werden kann. Das andere
freie Ende des Schafts 11 besitzt einen kleineren Durchmesser als das zur Kopplung vorge
sehene Ende.
Der Schaft 11 besteht aus einem harten Kunststoff, der gewährleistet, daß der Schaft 11 bei
einem Einführen des Reinigungswerkzeugs 10 in einen Zahnzwischenraum im wesentlichen
steif und geradlinig bleibt.
Entsprechend der Fig. 1 und 2 weist das Reinigungsteil 12 zwei Haltepunkte auf, und
zwar eine Basis 14 und eine Spitze 15. Die Basis 14 ist scheibenförmig ausgebildet und
koaxial zur Achse 13 angeordnet. Die Spitze 15 ist kegelartig ausgebildet und ebenfalls koa
xial zur Achse 13 angeordnet. Wie der Fig. 2 zu entnehmen ist, durchdringt der Schaft 11
eine Öffnung 16 in der Basis 14. Des weiteren ist in der Spitze 15 eine Ausnehmung 17 vor
handen, in die das freie Endes des Schafts 11 eingreift.
Zwischen der Basis 14 und der Spitze 15 sind Seile 18 vorgesehen, die etwa parallel zur
Achse 13 verlaufen. Im vorliegenden Beispielfall sind vier Seile 18 vorhanden. Die Seile 18
sind in Umfangsrichtung in gleichen Winkelabständen um den Schaft 11 herum angeordnet.
Jedes der Seile 18 besitzt einen etwa rechteckigen Querschnitt und ist dünn, länglich und
etwa geradlinig ausgebildet. Zwischen der Basis 14 und der Spitze 15 sind die Seile 18 frei
gespannt. Ist das Seil 18 als Band ausgebildet, so kann eine Schmalseite radial nach außen
weisen, wodurch die Reinigungswirkung erheblich verbessert wird.
Das Reinigungsteil 12 und damit die Basis 14, die Spitze 15 und die Seile 18 sind einstückig
ausgebildet und bestehen aus einem weichen und zahnfleischschonenden Kunststoff.
Das Reinigungswerkzeug 10 wird in einem Spritzgießverfahren hergestellt. So kann das
Reinigungswerkzeug 10 in einem Zwei-Komponenten-Spritzgießverfahren hergestellt wer
den, bei dem zuerst der Schaft 11 mit einer ersten Gießform gespritzt wird, um danach den
Schaft 11 in eine zweite Gießform einzulegen, mit der dann das Reinigungsteil 12 an den
Schaft 11 angespritzt wird. Ebenfalls ist es möglich, das Reinigungswerkzeug 10 in einem
Monosandwich-Spritzgießverfahren hergestellt werden, bei dem der Schaft 11 und das Rei
nigungsteil 12 in einem einzigen Spritzvorgang und mit einer einzigen Gießform gespritzt
werden, ohne daß ein Transportvorgang oder dergleichen erforderlich ist.
Claims (6)
1. Reinigungswerkzeug (10) für ein Zahnreinigungsgerät, mit einem länglichen Schaft (11)
mit einem freien Ende, mit einem mit dem Schaft (11) verbundenen Reinigungsteil (12),
wobei das Reinigungsteil mehrere flexible Elemente umfaßt, dadurch gekennzeichnet,
daß die flexiblen Elemente zwischen zwei Haltepunkten des Reinigungsteils (12) freige
spannt und etwa parallel oder leicht geneigt zur Achse des Schaftes (11) angeordnet
sind, der Schaft (11) den einen Haltepunkt durchdringt und mit dem freien Ende am an
deren Haltepunkt endet und der Schaft (11) aus einem harten Material und das Reini
gungsteils (12) aus einem weichen Material besteht.
2. Reinigungswerkzeug (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft
(11) aus einem steifen Kunststoff und das Reinigungsteil (12) aus einem zahnfleichscho
nenden Kunststoff bestehen.
3. Reinigungswerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das flexible Element als Seil (18) ausgebildet ist.
4. Reinigungswerkzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß vier Elemente, insbesondere Seile (18) vorgesehen sind, die in Umfangs
richtung in gleichen Winkelabständen angeordnet sind.
5. Reinigungswerkzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der eine Haltepunkt durch eine Spitze (15) und der andere Haltepunkt
durch eine Basis (14) des Reinigungsteils (12) gebildet ist.
6. Verfahren zur Herstellung eines Reinigungswerkzeugs (10) nach einem der vorherge
henden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (11) und das Reini
gungsteil (12) in einem Monosandwich-Spritzgießverfahren hergestellt werden.
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