DE19929841A1 - Getakteter Verstärker, insbesondere zur Verstärkung von Audiosignalen - Google Patents
Getakteter Verstärker, insbesondere zur Verstärkung von AudiosignalenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen getakteten Verstärker, insbesondere zur Verstärkung von Audiosignalen. Bei bekannten getakteten Verstärkern wird ein pulsweitenmoduliertes Trägersignal durch im Schaltbetrieb arbeitende Leistungsschalter verstärkt und meistens mittels Tiefpaßfilter demoduliert. Die hohe Frequenz des Trägersignals führt neben erhöhter Verlustleistung in den Leistungsschaltern zu Störungen der Pulsweitenmodulation und vermindert den Wirkungsgrad. Der neue getaktete Verstärker ermöglicht eine fehlerfreie Verstärkung des Nutzsignals, weist geringe Verlustleistung, geringes Gewicht und Störstrahlung auf. Die Erfindung eignet sich besonders für NF-Verstärker hoher Ausgangsleistung, vorzugsweise für Leistungen bis zu 3500 Watt.
Description
Die Erfindung betrifft einen getakteten Verstärker, insbesondere zur Verstärkung von
Audiosignalen.
Getaktete Verstärker werden in tragbaren Kleingeräten und in der Leistungselektronik
wegen des geringen Stromverbrauches und niedriger Verlustleistung eingesetzt. Allen
getakteten Verstärkern gemein ist, daß ein Niederfrequenzsignal nicht direkt verstärkt
wird, sondern das Niederfrequenzsignal ein Trägersignal pulsweitenmoduliert und das
modulierte Trägersignal anschließend verstärkt wird. Die zur Rückgewinnung des
verstärkten Niederfrequenzsignals erforderliche Demodulation wird entweder durch ein
Tiefpaßfilter erzielt, oder das verstärkte Trägersignal wird der Last direkt zugeführt, so
daß die Demodulation in der Last selbst erfolgt. Bei einer direkten Zuführung des
verstärkten Trägersignals zur Last ergibt sich das Problem, daß bei räumlicher
Trennung von Verstärker und Last Maßnahmen zur Verhinderung der Abstrahlung des
verstärkten Trägersignals über die Zuleitungen getroffen werden müssen. Des weiteren
fließen Blindströme zwischen Last und Verstärkerausgang, die an den ohmschen
Widerständen der Last und/oder den Zuleitungen zur Entstehung von Verlustleistungen
führen. Aus der Schrift EP 0833443 ist bekannt, daß die Entstehung von Verlustleistung
bei der Demodulation des verstärkten Trägersignals in der Last zumindest im
Leerlaufbetrieb, also während einer Zeitspanne in der kein Signal am Eingang des
Verstärkers anliegt, verhindert werden kann. Zu diesem Zweck wird im Leerlaufbetrieb
des Verstärkers anstelle des Trägersignals mit einem Tastverhältnis von 0,5 eine
Spannung von 0 Volt erzeugt. Damit werden aber nur die Verluste im Leerlaufbetrieb
vermieden. In jedem anderen Betriebszustand, insbesondere schon bei kleinen
Auslenkungen des Eingangssignals, muß am Ausgang anstelle der 0 Volt das verstärkte
Trägersignal anliegen, wodurch die durch die Blindströme verursachten Verluste
entstehen. Ein weiterer Nachteil ergibt sich daraus, daß das an der Last anliegende
verstärkte Trägersignal, besonders bei kleinen Auslenkungen des Eingangssignals, aus
Rechteckimpulsen kurzer Zeitdauer besteht, deren Frequenzspektrum bedingt durch die
kurzen Impulse eine Vielzahl von Oberwellen hoher Frequenzen enthält, welche zu
Störungen führen können.
Wird zwischen Ausgang des getakteten Verstärkers und der Last ein Tiefpaßfilter
geschaltet, so werden nur die Frequenzanteile des Frequenzspektrums des
Niederfrequenzsignals der Last zugeführt. Aus der Schrift US 4178556 geht eine
Schaltungsanordnung für einen getakteten Verstärker hervor, in der ein solches
Tiefpaßfilter vorgesehen ist. Um die Sperrwirkung für das Trägersignal zu erhöhen,
weist das Tiefpaßfilter ein zusätzliches Sperrfilter auf, welches auf die Frequenz des
Trägersignals abgestimmt ist, sowie einen am Ausgang des Sperrfilters parallel
geschalteten Saugkreis zum Kurzschließen der Frequenz der Grundwelle des
Trägersignals. Nachteilig ist, daß durch den zusätzlichen Sperr- und Saugkreis nur die
Grundwelle des Trägers herausgefiltert wird. Für alle weiteren Oberwellen des
Trägersignals verhält sich das Filter wie ein gewöhnliches Tiefpaßfilter, weshalb die
Frequenz des Trägersignals wesentlich größer als die höchste Frequenz des
Niederfrequenzsignals sein muß, da der Betrag der Impedanz des Tiefpaßfilters sonst
für Frequenzanteile des Trägersignals zu klein ist. Üblicherweise wird die Frequenz des
Trägersignals 10- bis 30mal größer als die höchste zu verstärkende
Frequenzkomponente gewählt. Der Wirkungsgrad eines solchen getakteten Verstärkers
wird somit durch die mit der Schaltfrequenz zunehmenden Schaltverluste in den
Leistungsschaltern vermindert. Neben dem Nachteil eines verminderten
Wirkungsgrades werden auf Grund der hohen Schaltfrequenz Störsignale hoher Energie
abgestrahlt.
Ein anderes Filter zur Demodulation des Niederfrequenzsignals aus dem verstärkten
Trägersignal wird in der Schrift US 4968948 dargelegt. Es handelt sich hierbei um ein
Filter, welches aus zwei Tiefpässen besteht, deren Spulen durch die auf einen
gemeinsamen Kern aufgebrachten Windungen magnetisch gekoppelt sind. Daraus
ergeben sich die Nachteile, daß das eben genannte Filter nur in Verbindung mit
Vollbrückenverstärkern eingesetzt werden kann. In Verbindung mit einem
Halbbrückenverstärker wird das Kernmaterial durch den Gleichspannungsanteil des
Trägersignals vormagnetisiert, wodurch das Kernmaterial in den Bereich der Sättigung
gelangen kann. Bei Vollbrückenverstärkern, besonders bei Verstärkern für hohe
Ausgangsleistungen, entstehen im Kernmaterial der magnetisch gekoppelten Spulen
große magnetische Induktionen, die zu einer starken Erwärmung des Kernmaterials
führen können, insbesondere da die im Kernmaterial erzeugte Verlustleistung im
allgemeinen mit der Frequenz exponentiell ansteigt und somit den Einsatz großer Kerne
mit höherem Gewicht erforderlich machen.
Zur Erzielung der gewünschten Signalverstärkung werden Leistungsschalter in Halb-
oder Vollbrückenanordnung verwendet. Eine Halbbrücke besteht aus zwei
Leistungsschaltern, wobei jeweils einer der Leistungsschalter im leitenden, der
andere Leistungsschalter im nichtleitenden Zustand ist. In der Schrift US 5729175 wird
eine Treiberschaltung zur Ansteuerung komplementärer Leistungsschalter einer
Halbbrücke offenbart, die die komplementären Leistungsschalter so steuert, daß sich zu
keinem Zeitpunkt beide Leistungsschalter gleichzeitig im leitenden Zustand befinden,
um hohe Stromspitzen durch die Leistungsschalter zu verhindern. Ein Nachteil dieser
Ansteuerung besteht darin, daß innerhalb des Zeitraumes, in dem keiner der beiden
Leistungsschalter im leitenden Zustand ist, der Ausgang der Halb- oder Vollbrücke
hochohmig ist. Es entsteht somit eine Totzeit, in welcher das verstärkte Trägersignal am
Ausgang der Halb- oder Vollbrücke nicht exakt dem zu verstärkenden Signal folgt.
Besonderes bei Vollbrückenverstärkern führt dies zu fehlerhafter Signalverstärkung,
insbesondere zu Verzerrung im Kleinsignalbereich.
Zur Erzeugung des mit dem Niederfrequenzsignal pulsweiten modulierten Trägersignals
wird ein hochgenaues Referenzsignal in Form eines Dreiecks oder Sägezahns benötigt.
Störungen dieses Referenzsignals führen zu Fehlern bei der Modulation. Aus der Schrift
WO 9826501 geht hervor, daß Störungen des Referenzsignals entgegengewirkt werden
kann, indem das pulsweitenmodulierte Trägersignal einer Schaltungsanordnung zur
Fehlerkorrektur zugeführt wird. Diese hat den Nachteil, daß ein bei der Modulation
auftretender Fehler, zeitlich betrachtet erst im Nachhinein, also nach dem Auftreten des
Fehlers korrigiert wird. Je nach Schaltungsanordnung kann die Korrektur eine oder
mehrere Periodendauern des Trägersignals betragen. Störungen der Modulation sind
ebenfalls aus der Schrift US 4415862 bekannt, insbesondere bei der Verstärkung
mehrerer Niederfrequenzsignale treten Störungen zwischen den einzelnen
Verstärkerstufen auf, die dadurch verhindert werden, daß zu keinem Zeitpunkt die
Flanken der pulsweitenmodulierten Trägersignale zeitlich zusammenfallen. Ein
entscheidender Nachteil hierbei ist, daß die Variationsbreite des Tastverhältnisses
verkleinert wird. Als Folge wird der verfügbare Spannungsbereich am
Verstärkerausgang verkleinert.
Bei getakteten Verstärkern entstehen im Ein- und Ausschaltmoment kurzzeitig schnelle
Änderungen der Ausgangsspannung, was zu störenden Einschalt/Ausschalt-Geräuschen
in einem angeschlossenen Schallwandler führen kann. In der Schrift DE 196 29 693 C1
wird dies durch einen weiteren Transistor verhindert, der im Ein- oder
Ausschaltmoment den Stromfluß zur Last so langsam freigibt bzw. unterbricht, daß kein
Einschalt/Ausschalt-Geräusch mehr wahrzunehmen ist. Nachteilig ist, daß besonders
bei großen Ausgangsleistungen durch den im durchgesteuerten Zustand des Transistors
vorliegenden Restwiderstand Verlustleistung produziert wird und ein zusätzlicher
Leistungsschalter benötigt wird.
Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen
getakteten Verstärker mit hohem Wirkungsgrad zu schaffen, der ein am
Verstärkereingang anliegendes niederfrequentes Nutzsignal fehlerfrei verstärkt, so daß
am Verstärkerausgang ein vom Trägersignal wirksam befreites, verstärktes Nutzsignal
erzeugt wird, wobei die erzeugte Gesamtverlustleistung, das Gewicht und die
Aussendung von Störstrahlung des getakteten Verstärkers möglichst gering sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Gemäß der Erfindung weist der getaktete Verstärker eine am Ausgang der
Leistungsschalterstufe nachgeschaltete Filterstufe auf, die speziell für die Frequenzen
der Trägergrund- und Oberwellen, eine erhöhte Sperrwirkung hat. Durch die, bezogen
auf den Betrag der Impedanz im Nutzsignalfrequenzbereich, relativ hohe
Eingangsimpedanz des Filters für die Frequenzanteile des Trägersignals, ist es möglich
den Abstand zwischen höchster zu verstärkender Nutzsignal- und Trägerfrequenz zu
verkleinern. Da die in den Leistungsschaltern erzeugte Verlustleistung proportional mit
der Schaltfrequenz wächst, kann diese wesentlich durch Wahl einer niedrigeren
Trägerfrequenz vermindert und/oder die Grenze für die höchste zu verstärkende
Nutzsignalfrequenz erhöht werden. Die erhöhte Sperrwirkung hat weiterhin zur Folge,
daß das am Filterausgang anliegende verstärkte Nutzsignal wirksam von
hochfrequenten Anteilen befreit wird und somit keinerlei Störabstrahlung über etwaige
Zuleitungen zur Last oder über die Last selbst erfolgt. Die Entstehung von
Verlustleistung bei der Demodulation wird deshalb auf ein Minimum reduziert,
insbesondere ist der Betrag der bei der Demodulation entstehenden Verlustleistung
unabhängig vom Typ der angeschlossenen Last.
Die Leistungsschaltersteuerstufe des getakteten Verstärkers bietet den Vorteil, daß die
Leistungsschalter zeitlich derart angesteuert werden, daß hohe zur Erzeugung von
Verlusten beitragende Stromspitzen durch die Leistungsschalter in soweit vermieden
werden, daß in den Leistungsschaltern einer Halbbrücke ein definierter Querstrom
während des Umschaltmomentes fließt, der so gewählt ist, daß dieser nur zu einer
geringen Verlustleistung in den Leistungsschaltern führt und das pulsweitenmodulierte
Trägersignal am Ausgang der Leistungsschalterstufe dem zu verstärkenden Trägersignal
exakt folgt. Die Leistungsschalterstufe wird über eine Betriebsspannung nur einer
Polarität versorgt, was sich vorteilhaft auf die Baugröße und das Gewicht der
Netzteilstufe auswirkt. Durch die galvanische Trennung von
Leistungsschaltersteuerstufe und Leistungsschalterstufe sowie der galvanischen
Trennung des Kontrollsignals der Rückkoppelstufe, ist eine Versorgung der
Leistungsschalterstufe durch die Netzteilstufe möglich, ohne daß die Netzteilstufe
Mittel zur galvanischen Trennung vom Netz zwingend enthalten muß, was zu einer
weiteren Reduktion von Gewicht und Baugröße der Netzteilstufe führt.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und aus den nachfolgenden Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Darin
zeigen:
Fig. 1 die prinzipielle Anordnung der einzelnen Stufen eines erfindungsgemäßen,
getakteten Verstärkers.
Fig. 2 Filter- und Leistungsschalterstufe in Halbbrückenanordnung.
Fig. 3 Filter- und Leistungsschalterstufe in Vollbrückenanordnung.
Fig. 4 den schematischen Aufbau der Leistungsschaltersteuerstufe.
Fig. 5 das zeitliche Verhalten der in der Leistungsschaltersteuerstufe erzeugten Signale.
Fig. 6 ein Beispiel für den Verlauf der Innenwiderstandsänderung als Funktion der Zeit
für die Leistungsschalter einer Halbbrücke.
Fig. 7 den schematischen Aufbau der Filterstufe.
Fig. 8 die Beträge der Amplituden der Grundwelle und der 1. bis 5. Oberwellen des
pulsweitenmodulierten Trägersignals relativ zueinander in Abhängigkeit vom
Tastverhältnis.
Fig. 9 den Betrag der Längsimpedanz in Abhängigkeit von der Frequenz im
Frequenzbereich der Trägergrundwelle und der 1. bis 6. Oberwelle.
Fig. 10 den Betrag der Längsimpedanz in Abhängigkeit von der Frequenz im
Frequenzbereich des zu verstärkenden Nutzsignals.
Fig. 11 den Betrag der Übertragungsfunktion H(f) des Leistungsfilters in Abhängigkeit
von der Frequenz im Frequenzbereich des Nutzsignals.
Fig. 12 den Betrag der Übertragungsfunktion H(f) des Leistungsfilters in Abhängigkeit
von der Frequenz im Frequenzbereich der Trägergrund und 1. bis 6. Oberwelle.
Aus der Fig. 1 ist der grundsätzliche Aufbau eines beispielhaften getakteten
Verstärkers zu entnehmen. Die Netzspannung 1 wird über ein Netzfilter 2, welches der
Unterdrückung von Rückwirkungen des getakteten Verstärkers auf die Netzspannung 1
dient, der Netzteilstufe 3 zugeführt. Die Netzteilstufe 3 stellt die Betriebsspannung 4 für
die Leistungsschalterstufe 5 zur Verfügung. Die Steuerung der Leistungsschalterstufe 5
erfolgt galvanisch getrennt durch Steuersignale, welche in der
Leistungsschaltersteuerstufe 6 aus dem pulsweitenmodulierten Regelausgangssignal 7
des Pulsweitenmodulators 8 erzeugt werden. Dem Eingang des Pulsweitenmodulators 8
wird das Regelausgangssignal 9 zugeführt, welches in der Regelstufe 10 aus dem von
der Rückkoppelstufe 11 galvanisch getrennt zurückgeführten Kontrollsignal 12 und dem
über ein zuschaltbares Hochpaßfilter 13 geführtes Nutzsignal 14 erzeugt wird. Am
Eingang der Rückkoppelstufe 11 liegt das verstärkte Nutzsignal 15 an, welches durch
Demodulation mittels der Filterstufe 16 aus dem in der Leistungsschalterstufe 5
erzeugten pulsweitenmodulierten Trägersignal 17 gewonnen wird. Ein Schirm 18, der
den aus den Stufen 3, 5, 16 bestehenden Leistungsteil umgibt, dient der Verminderung
von elektromagnetischer Störstrahlung nach Außen und in den aus den Stufen 6, 8, 10,
13, 11 bestehenden Steuerteil.
In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung zur Verstärkung von
Audiosignalen wird die Grenzfrequenz des zuschaltbaren Hochpaßfilters 13 kleiner 16
Hz gewählt. Das Nutzsignal 14 wird bei zugeschaltetem Hochpaßfilter 13 von
tiefstfrequenten Signalanteilen befreit, so daß der Regelstufe 10 keinerlei
Gleichspannungs- und Tiefstfrequenzanteile zugeführt werden. Durch die Elimination
dieser Signalanteile, werden diesbezügliche hohe Ströme in einem am Ausgang des
Verstärkers angeschlossenen Schallwandler vermieden. In der Rückkoppelstufe 11 wird
durch Spannungsteilung das verstärkte Nutzsignal 15 auf die Größe des Eingangspegels
des Nutzsignals 14 reduziert und über eine Schaltungsanordnung zur optischen
Kopplung in ein vom Leistungsteil galvanisch getrenntes Kontrollsignal 12 linear
umgesetzt, welches der Regelstufe 10 zugeführt wird.
In der Ausführungsform der Erfindung als Halbbrückenverstärker in Fig. 2 wird in der
Rückkoppelstufe die Ausgangsspannung 19 des Halbbrückenverstärkers durch einen
Spannungsteiler auf den Eingangspegel des Nutzsignals 14 reduziert und anschließend
mittels einer Schaltungsanordnung zur linearen, optoelektronischen Kopplung in das
Kontrollsignal 12 umgesetzt.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung als
Vollbrückenverstärker in Fig. 3 werden in der Rückkoppelstufe die Ausgangsspannung
21, 22 der beiden Halbbrücken, die die Ausgangsspannung 20 des
Vollbrückenverstärkers bilden, jeweils durch Spannungsteilung auf die Größe des
Eingangspegels des Nutzsignals 14 reduziert und jeweils über eine
Schaltungsanordnung zur optischen Kopplung in zwei vom Leistungsteil galvanisch
getrennte Kontrollsignale linear umgesetzt. Aus diesen beiden Kontrollsignalen wird
durch Differenzbildung das eigentliche Kontrollsignal 12 erzeugt, welches der
Regelstufe 10 zugeführt wird. Ein besonderer Vorteil der Rückkopplung zweier
Kontrollsignale ergibt sich daraus, daß bei der optoelektronischen Kopplung nur Signale
einer Polarität umgesetzt werden müssen, wodurch der mit dem Leistungsteil galvanisch
gekoppelte Teil der Rückkoppelstufe mit einer Hilfsspannungsversorgung nur einer
Polarität betrieben werden kann, so daß der Aufwand für eine weitere, negative
Spannungsversorgung des mit dem Leistungsteil galvanisch gekoppelten Teil der
Rückkoppelstufe entfällt.
Sowohl in der Ausführungsform des Halb- als auch in der des Vollbrückenverstärkers
weisen die Regelstufe 10 und der Pulsweitenmodulator 8 die gleiche
Schaltungsanordnung auf. Aus dem Kontrollsignal 12 sowie dem Nutzsignal 14 oder
dem von tiefstfrequenten Signalanteilen befreiten Nutzsignal wird in der Regelstufe 10
mittels eines Differenzverstärkers die Regelabweichung ermittelt.
In einer beispielhaften Ausführungsform der Regelstufe wird die Regelabweichung
einem Proportional-Integral-Glied zugeführt, welches ein Regelsignal erzeugt. Dieses
Regelsignal wird durch eine Schaltungsanordnung auf einen einstellbaren
Maximalpegel begrenzt. Das begrenzte Regelsignal liegt dann als Regelausgangssignal
9 am Ausgang der Regelstufe 10 vor. Durch die Pegelbegrenzung wird ein Übersteuern
des Pulsweitenmodulators 8 bei Ansteuerung mit einem Signal mit zu großem Pegel
sicher verhindert.
Die Aufgabe der Regelstufe 10 besteht darin, unabhängig von der Größe des momentan
durch eine angeschlossene Last fließenden Stromes, den Quotienten aus der Spannung
des verstärkten Nutzsignals 15 und der Spannung des Nutzsignals 14 konstant zu halten.
Damit ist die Ausgangsspannung des getakteten Verstärkers unabhängig von der durch
eine angeschlossene Last aufgenommene Momentanleistung, sofern diese nicht größer
als die Nennleistung des getakteten Verstärkers ist, sowie unabhängig von der durch
eine angeschlossene Last erzeugten Phasenverschiebung zwischen Strom und
Spannung. Daher können neben Lasten mit induktivem Verhalten auch solche mit
ohmschem oder kapazitivem Verhalten betrieben werden.
Im Pulsweitenmodulator 8 wird ein pulsweitenmoduliertes Regelausgangssignal 7
erzeugt, dessen Tastverhältnis durch die Spannung, des am Eingang des
Pulsweitenmodulators 8 anliegenden Regelausgangssignals 9, variiert wird. Bei einer
Spannung des Regelausgangssignals 9 von 0 Volt wird ein pulsweitenmoduliertes
Regelausgangssignal 7 mit einem Tastverhältnis von 0,5 erzeugt.
In einer beispielhaften Ausführungsform des Pulsweitenmodulators mit einer
Spannungsversorgung nur einer Polarität enthält dieser einen Komperator, an dessen
erstem Eingang ein sägezahnförmiges Signal anliegt, welches durch ein
rechteckförmiges Taktsignal 31 mit einer Frequenz von 200 kHz synchronisiert wird.
Dem zweiten Eingang wird das Ausgangssignal eines als Addierer geschalteten
Operationsverstärker zugeführt, an dessen erstem Eingang das Regelausgangssignal 9
des Pulsweitenmodulators 8 geführt wird und an dessen zweitem Eingang eine
Gleichspannung in Höhe der halbe Spitzenspannung des sägezahnförmigen Signals
anliegt.
Aus dem pulsweitenmodulierten Regelausgangssignal 7 und dem Taktsignal 31 werden
in der Leistungsschaltersteuerstufe 6 alle zur Ansteuerung der Leistungsschalterstufe 5
erforderlichen Ansteuersignale zur Steuerung der Leistungsschalter generiert. Aus dem
pulsweitenmodulierten Regelausgangssignal 7 sowie dem Taktsignal 31 werden durch
eine Schaltung zur Nadelimpulserzeugung 23 in Fig. 4 ein erster Nadelimpuls 24
(Fig. 5) synchron mit der steigenden Flanke 25 des Taktsignals 31 und ein zweiter
Nadelimpuls 26 synchron mit der steigenden Flanke des pulsweitenmodulierten
Regelausgangssignals 7 erzeugt. Die Nadelimpulse 24, 26 werden einem ersten Flip-
Flop 28 zugeführt, an dessen nichtinvertierendem Ausgang 29 ein erstes
Halbbrückensteuersignal 30 erzeugt wird. Diese Schaltungsanordnung hat den Vorteil,
daß die Erzeugung des ersten Halbbrückensteuersignals 30 unempfindlich gegenüber
Störungen ist, die bei Schaltvorgängen in der Leistungsschalterstufe 5 erzeugt werden.
Diese Störungen können zu Fehlfunktionen des Pulsweitenmodulators 8 führen. Als
eine mögliche Folge kann ein Prellen, also ein mehrfach ungewollter Wechsel von High
nach Low bzw. von Low nach High des pulsweitenmodulierten Regelausgangssignals 7
innerhalb einer Periodendauer 63 auftreten. Wechselt das pulsweitenmodulierte
Regelausgangssignal 7 vom Low- in den High-Zustand, so wird der Ausgang des ersten
Flip-Flops 28 bzw. das erste Halbbrückensteuersignal 30 durch den zweiten
Nadelimpuls 26 vom High-Zustand in den Low-Zustand 32 geschaltet. Ein im
Anschluß folgendes Schalten eines oder mehrerer Leistungsschalter der
Leistungsschalterstufe 5 kann nun zu Störungen und damit zu einem Prellen des
pulsweitenmodulierten Regelausgangssignals 7 führen. Das erste
Halbbrückensteuersignal 30 bleibt davon unberührt, da weitere Nadelimpulse am R-
Eingang des Flip-Flops 28 innerhalb der Periodenrestdauer den Ausgangszustand nicht
mehr verändern. Erst durch den ersten mit der steigenden Flanke des Taktsignals 31
synchronen Nadelimpuls 24 wird der Ausgang des ersten Flip-Flops 28 vom Low-
Zustand in den High-Zustand geschaltet.
In der Ausführungsform des getakteten Verstärkers als Vollbrückenverstärker wird zur
Ansteuerung der zweiten Halbbrücke ein zweites Halbbrückensteuersignal 33 benötigt.
Dazu wird dem S-Eingang des zweiten Flip-Flops 34 der erste Nadelimpuls 24, dem R-
Eingang des zweiten Flip-Flops 34 ein um eine einstellbare Zeit (tv) 36 verzögerter
zweiter Nadelimpuls 35 zugeführt, so daß am invertierenden Ausgang 37 des zweiten
Flip-Flops 34 das zweite Halbbrückensteuersignal 33 erzeugt wird. Das Tastverhältnis
dieses zweiten Halbbrückensteuersignals 33 verhält sich komplementär zu dem des
ersten Halbbrückensteuersignals 30, wenn also das Tastverhältnis des ersten
Halbbrückensteuersignals 30 vergrößert wird, so wird das des zweiten
Halbbrückensteuersignals 33 um den gleichen Betrag verkleinert und umgekehrt. Dies
hat den Vorteil, daß auch die Ansteuerung des Vollbrückenverstärkers unempfindlich
gegenüber Störungen des Pulsweitenmodulators 8 durch Schaltvorgänge in der
Leistungsschalterstufe 5 ist. Die hohe Genauigkeit des Pulsweitenmodulators 8 muß
innerhalb einer Periodendauer 63 nur solange gewährleistet sein, bis der Zustand des
pulsweitenmodulierten Regelausgangssignal 7 vom Low- in den High-Zustand
wechselt. Nach diesem Zeitpunkt hat der Zustand des pulsweitenmodulierten
Regelausgangssignals 7 für die restliche Periodendauer keinerlei Einfluß mehr auf die
Leistungsschaltersteuerstufe 6, da alle für die Ansteuerung der Leistungsschalter 47, 48
erforderlichen Ansteuersignale nun störungssicher in der Leistungsschaltersteuerstufe 6
erzeugt werden. Dadurch können aufwendige Maßnahmen zur Erhöhung der
Störsicherheit des Pulsweitenmodulators 8 entfallen. Weiterhin wird für die
Ansteuerung der Leistungsschalterstufe 5 nur ein einziger Pulsweitenmodulator 8
benötigt.
In einer weiteren Ausführungsform des getakteten Verstärkers als
Vollbrückenverstärker wird der um eine einstellbare Zeit (tv) 36 verzögerte zweite
Nadelimpuls 35 über einen Umschalter 39 geführt, so daß am R-Eingang des Flip-
Flops 34 wahlweise der eben genannte Nadelimpuls 35 durch die Stellung des
Umschalters 39 in Position A oder ein um die halbe Periodendauer 64 verzögerter
Nadelimpuls 38, in Position B des Umschalters 39, anliegt. Liegt an dem R-Eingang des
Flip-Flops 34 der um die halbe Periodendauer 64 verzögerte Nadelimpuls 38 an, so
erzeugt das Flip-Flop 34 das zweite Halbbrückensteuersignal 33 mit einem konstanten
Tastverhältnis von 0.5, ersichtlich aus der punktiert dargestellten Signalform 27 des
zweiten Halbbrückensteuersignals 33 in Fig. 5, mit der Folge, daß am Ausgang der
zweiten Halbbrücke eine Ausgangsspannung 22 anliegt, die halb so groß ist, wie die
Betriebsspannung 4 der Leistungsschalterstufe 5. Die Ausgangsspannung 20 des
Vollbrückenverstärkers wird in dieser Betriebsart, gegenüber der Betriebsart in der der
Umschalter 39 in Position A steht, halbiert. Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß die
maximale Ausgangsleistung, des getakteten Verstärkers in Vollbrückenanordnung
durch einfaches Umschalten der vorangehend bezeichneten Nadelimpulse 35, 38 auf ein
Viertel reduziert werden kann.
Aus dem ersten Halbbrückensteuersignal 30 werden mittels der Steuersignalerzeugung
40 ein erstes Steuersignal 41 sowie ein zweites Steuersignal 42 generiert. Die für die
Ausführungsform des Vollbrückenverstärkers benötigten Steuersignale 43, 44 werden in
analoger Weise zur folgenden Beschreibung aus dem zweiten Halbbrückensteuersignal
33 gewonnen. Zweck der Ansteuersignale 41, 42 ist es, die Leistungsschalter einer
Halbbrücke 45 so anzusteuern, daß die entsprechenden Halbbrückensteuersignale 30, 33
am Ausgang 46 einer Halbbrücke 45 verstärkt vorliegen. Dazu werden ein erster
Leistungsschalter 47 sowie ein zweiter Leistungsschalter 48 der jeweiligen Halbbrücke
abwechselnd in den leitenden 59 bzw. nichtleitenden Zustand 58 gesteuert. Um hohe
Querströme durch die Leistungsschalter 47, 48 zu vermeiden und gleichzeitig eine
fehlerfreie Verstärkung des entsprechenden Halbbrückensteuersignals 30, 33 zu erzielen,
ist es erforderlich, die zeitlichen Schaltpunkte 49, 50, 51, 52 in Abhängigkeit der für die
jeweiligen verwendeten Leistungsschaltertypen spezifischen Innenwiderstandsänderung
der Leistungsschalter 47, 48 im Umschaltmoment zu wählen. Bei einem Wechsel des
ersten Halbbrückensteuersignals 30 vom High-Zustand in den Low-Zustand 32 zu
einem Zeitpunkt (t1) 49 fällt die Flanke 53 des ersten Steuersignals 41 synchron.
Dadurch beginnt der Innenwiderstand 54 des ersten Leistungsschalters 47 zu steigen.
Die steigende Flanke 55 des zweiten Steuersignals 42 ist um eine einstellbare Zeitdauer
(t2 - t1) verzögert, so daß diese erst zu einem späteren Zeitpunkt (t2) 50 auftritt. Der
Einschaltvorgang des zweiten Leistungsschalters 48 wird oft durch eine
Verzugszeit (t2 - tA) begleitet, so daß der Innenwiderstand 56 des zweiten
Leistungsschalters 48 erst zum Zeitpunkt (tA) 57 zu sinken beginnt. Zum Zeitpunkt (tA)
57 ist der Innenwiderstand 54 des ersten Leistungsschalters 47 im Bezug zum
Innenwiderstand 59 im leitenden Zustand des Leistungsschalters 47 relativ groß. In der
Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt (tB) 60 und dem Zeitpunkt (tA) 57 fließt ein
Querstrom durch beide Leistungsschalter 47, 48. Die Größe dieses Querstromes läßt sich
durch die Wahl der Verzögerungszeit zwischen dem Schaltpunkt (t2) 50 und dem
Schaltpunkt (t1) 49 einstellen. Die Verzögerungszeit wird maximal gerade so groß
gewählt, daß zu keinem Zeitpunkt der Betrag der Innenwiderstände 54, 56 beider
Leistungsschalter 47, 48 gleich dem Betrag im nichtleitenden Zustand 58 ist. Dadurch
wird vermieden, daß sich der Ausgang 46 der jeweiligen Halbbrücke 47, 48 zu keinem
Zeitpunkt in einem hochohmig Zustand befindet, da dies dazu fuhren würde, daß die
Spannung am Ausgang 46 der jeweiligen Halbbrücke 45 während der Zeitspanne, in der
beide Leistungsschalter 47, 48 im nichtleitenden Zustand 58 wären, nicht mehr exakt
dem Verlauf des entsprechenden Halbbrückensteuersignals 30, 33 folgen würde, sondern
durch Rückwirkungen der Filterstufe 16 und/oder der angeschlossenen Last am
Ausgang des getakteten Verstärkers bestimmt würde. In analoger Weise ist die
Schaltfolge der Leistungsschalter 47, 48 beim zeitlich verzögerten Einschalten des ersten
Leistungsschalter 47 an einem Schaltpunkt (t4) 52 und dem Ausschalten des zweiten
Leistungsschalters 48 an einem Schaltpunkt (t3) 51 synchron mit der fallenden Flanke
des zweiten Steuersignals 42 aus den Innenwiderstandsverläufen 61, 62 der Fig. 6 zu
entnehmen.
In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Steuersignalerzeugung 40 ein erstes
Verzögerungsglied zur einstellbaren zeitlichen Verzögerung der ansteigenden Flanke
des Halbbrückensteuersignals 30 und einen Inverter, dessen Eingang mit dem
Halbbrückensteuersignal 30 verbunden ist. Der Ausgang des Inverters wird einem
zweiten Verzögerungsglied zur einstellbaren zeitlichen Verzögerung ansteigender
Flanken zugeführt. Am Ausgang des ersten Verzögerunsgliedes ist dann das erste
Steuersignal 41 abgreifbar, am Ausgang des zweiten Verzögerungsgliedes das zweite
Steuersignal 42. Vorteile dieser Schaltungsanordnung zur Steuersignalerzeugung
resultieren daraus, daß beim Schaltvorgang der durch die Leistungsschalter 47, 48
fließende Querstrom durch Veränderung der Verzögerungszeiten der
Verzögerungsglieder einstellbar ist. Dieser kann je nach Anwendungsgebiet des
getakteten Verstärkers und verwendetem Typ der Leistungsschalter optimal
eingestellt werden, so daß die durch die Querströme erzeugte Verlustleistung im
Verhältnis zur Nennleistung des getakteten Verstärkers vernachlässigbar klein ist und
Totzeiten vermieden werden, die zu Fehlern im Ausgangssignal der jeweiligen
Halbbrücke 45 führen, weil keiner der beiden Leistungsschalter im nichtleitenden
Zustand 58 ist.
Der Steuersignalerzeugung 40 ist eine Stufe 74 zur galvanischen Trennung der
Steuersignale 41, 42, 43, 44 nachgeschaltet. In der Ausführungsform als Voll- bzw.
Halbbrückenverstärker enthält die Stufe 74 zur galvanischen Trennung vier bzw. zwei
optoelektronische Koppler, speziell zur Übertragung digitaler Signale.
In einer weiteren Ausführung des Halb- bzw. Vollbrückenverstärkers werden als
Leistungsschalter 47, 48 der jeweiligen Halbbrücke 45 n-leitende MOSFETs gleichen
Typs eingesetzt. Der Einsatz n-leitender MOSFETs gleichen Typs besitzt neben dem
Vorteil, daß diese im Vergleich zu p-leitenden MOSFETs mit äquivalenten Grenzdaten
derzeit preiswerter und für Anwendungen mit hohen Drain-Source-Spannungen sowie
zum Schalten hoher Ströme in großer Zahl und Typenvielfalt erhältlich sind, den
Vorteil, daß die vorangehend beschriebenen Verzögerungszeiten des jeweils ersten 41
und zweiten Steuersignals 42 gleich groß gewählt werden können. Aus diesem Grund
können beide in der jeweiligen Steuersignalerzeugung 40 befindlichen
Verzögerungsglieder baugleich ausgeführt werden.
In der Ausführungsform des Halbbrückenverstärkers in Fig. 2 wird der Ausgang 46 der
Halbbrücke 45 über einen Kondensator 66 dem Eingang 67 des Filters 76 zugeführt.
Durch den Kondensator 66 wird das Signal am Ausgang 46 der Halbbrücke 45 vom
Gleichspannungsanteil befreit. Bei der Ausführungsform des Vollbrückenverstärkers in
Fig. 3 sind zwei Filter 68 direkt mit den Ausgängen 46 der jeweiligen Halbbrücken 45
der Vollbrücke 65 verbunden. Ein weiterer Vorteil der Ausführungsform als
Vollbrückenverstärker ergibt sich daraus, daß beide Halbbrücken 45 und Filterstufen 68
zueinander symmetrisch sind. Beim Ein- oder Ausschalten der Betriebsspannung 4 der
Vollbrücke 65, sowie bei Schwankungen oder Störungen der Betriebsspannung 4 wirkt
sich dies auf die Ausgangsspannungen 21, 22 beider Halbbrücken 45 gleichermaßen aus,
so daß die Ausgangsspannung 20 der Vollbrücke von diesen Störungen der
Betriebsspannung 4 unberührt bleibt. Besonders die bei Audio-Verstärkern bekannten
"Plopp"-Geräusche, welche im Ein- oder Ausschaltmoment von einem angeschlossenen
Schallwandler abgegeben werden, werden so vermieden.
Das in Fig. 7 gezeigte Leistungsfilter einer Halbbrücke 45 dient der
Rückgewinnung des verstärkten Nutzsignals 15. Zur fehlerfreien Demodulation des
verstärkten Nutzsignals 15 aus dem pulsweitenmodulierten Trägersignal 17 sind
erfindungsgemäß mehrere Randbedingungen zu erfüllen, um die Erzeugung von
Verlustleistung und die Abstrahlung hochfrequenter Störsignale zu minimieren. Für
Frequenzen des Nutzsignals 14 soll der Betrag der Längsimpedanz 69, bezogen auf den
Innenwiderstand der am Ausgang angeschlossenen Last, möglichst gering sein. Für
Frequenzen der Grund- und Oberwellen des Trägersignals 17 soll der Betrag der
Längsimpedanz 69 möglichst groß sein, um eine hohe Dämpfung der Grund- und
Oberwellen des Trägersignals 17 zu erzielen, sowie große, zu Verlustleistungen
führende Ströme zu vermeiden. Das Frequenzspektrum des pulsweitenmodulierten
Trägersignals 17 läßt sich durch eine Fourieranalyse bestimmen. Bei einem
Tastverhältnis von 0,5 ergibt sich die Fourierreihe zu:
Wobei A die Amplitude des pulsweitenmodulierten Trägersignals 17, t die Zeit und ω
die Kreisfrequenz der Trägergrundwelle bezeichnet. Der Fourierreihe ist zu entnehmen,
daß das Frequenzspektrum des pulsweitenmodulierten Trägersignals 17 bei einem
Tastverhältnis von 0,5 neben der Frequenz der Grundwelle alle ungeraden Vielfachen
der Grundwelle enthält. Die Beträge der Amplituden der Oberwellen nehmen mit 1/n
ab, wenn n die Oberwellen bezeichnet, deren Frequenzen n mal größer als die der
Grundwelle sind. Während des Betriebes des getakteten Verstärkers kann das
Tastverhältnis des pulsweitenmodulierten Trägersignals 17 jeden Wert zwischen Null
und Eins annehmen. Die Fourieranalyse des pulsweitenmodulierten Trägersignals 17 in
Abhängigkeit vom Tastverhältnis ergibt die in Fig. 8 gezeigten Beträge der Amplituden
der Grund- und Oberwellen. Bei Tastverhältnissen, die von 0,5 verschieden sind, treten
neben den ungeraden Vielfachen der Frequenz der Grundwelle unter anderem auch die
geraden Vielfachen der Frequenz der Grundwelle im Frequenzspektrum auf. Die
Längsimpedanz 69 des Leistungsfilters besteht daher aus einer Serienschaltung von
Parallelschwingkreisen 70, die jeweils aus einer Induktivität 71 und einem Kondensator
72 bestehen. Die Resonanzfrequenzen der Parallelschwingkreise 70 sind auf die
Frequenz der Trägergrundwelle und der geraden und ungeraden Vielfachen der
Frequenz der Trägergrundwelle abgestimmt. Die Anzahl der in Serie geschalteten
Parallelschwingkreise 70 ist abhängig von der geforderten Dämpfung des
Leistungsfilters für die Oberwellenanteile des pulsweitenmodulierten Trägersignals 17.
In einer beispielhaften Ausführungsform des Leistungsfilters für einen getakteten
Verstärker mit einer Ausgangsleistung von bis zu 2000 Watt besteht die Längsimpedanz
69 aus 7 Parallelschwingkreisen 70 deren Resonanzfrequenzen auf die Frequenz der
Grundwelle und der 1. bis 6. Oberwelle abgestimmt sind. Zur Dämpfung von
Signalanteilen des pulsweitenmodulierten Trägersignals 17, deren Frequenzen größer
als die höchste Resonanzfrequenz eines der verwendeten Parallelschwingkreise 70 sind,
kann den Parallelschwingkreisen 70 eine Induktivität in Serie hinzugeschaltet werden.
Bei der Serienschaltung von n Parallelschwingkreisen 70 ergibt sich die komplexe
Impedanz der Längsimpedanz 69 zu
Fig. 9 zeigt den Betrag der Längsimpedanz 69 des aus 7 Parallelschwingkreisen 70
bestehenden beispielhaften Leistungsfilters. Dieses Filter ist auf eine Trägerfrequenz
von 200 kHz abgestimmt. Aus Fig. 9 ist zu entnehmen, daß der Betrag der
Längsimpedanz bei den Frequenzen der Trägergrundwelle und den zwei- bis
siebenfachen Frequenzen der Trägergrundwelle lokale Maxima aufweist. Zwischen
jeweils zwei lokalen Impedanzmaxima liegt jeweils ein Impedanzminimum. Die
Dimensionierung der Induktivitäts- und Kapazitätswerte der Parallelschwingkreise 70
muß so erfolgen, daß diese Impedanzminima nicht mit den Impedanzmaxima
zusammenfallen, da sonst der Betrag der Impedanzmaxima verkleinert wird.
Vorzugsweise wird der Frequenzabstand zwischen den Impedanzminima und
Impedanzmaxima möglichst groß gewählt. Die in Fig. 9 ersichtlichen Impedanzminima
sollten somit bei Frequenzen von 300, 500, 700 . . . kHz liegen. Aufgrund der im
beispielhaften Leistungsfilter verwendeten Standardkapazitäten sind geringe
Abweichungen von der idealen Lage der Impedanzminima zu erkennen.
Fig. 10 zeigt den Betrag der Längsimpedanz 69 des beispielhaften Leistungsfilters. Im
Frequenzbereich des Nutzsignals verhält sich die aus 7 Parallelschwingkreisen 70
gebildete Längsimpedanz 69 wie eine einzige Induktivität, deren Wert der Summe aller
Induktivitäten 71 der Längsimpedanz 69 entspricht. Die Summe aller Induktivitäten 71
ist so gewählt, daß sich die Längsimpedanz 69 in Verbindung mit der Querimpedanz 73
im Frequenzbereich des Nutzsignals wie ein Tiefpassfilter 2. Ordnung verhält, dessen
Grenzfrequenz bei 42 kHz liegt. Die Frequenz der Trägergrundwelle ist also nur
um den Faktor 4,76mal größer als die höchste zu verstärkende Frequenzkomponente
des Nutzsignals 14.
In Fig. 11 ist die Dämpfung des Leistungsfilters über den Frequenzbereich des
Nutzsignals 14 aus dem Betrag der komplexen Übertragungsfunktion zu entnehmen. Im
Frequenzbereich des Trägers ergibt sich der in Fig. 12 gezeigte Verlauf des Betrags der
komplexen Übertragungsfunktion des Leistungsfilters. Alle vielfachen Frequenzen der
Trägergrundwelle werden stark gedämpft.
In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung besteht die Netzteilstufe 3 aus
einem Brückengleichrichter, der aus der über das Netzfilter 2 geführten Netzspannung 1
eine pulsierende Gleichspannung erzeugt, und einer Siebschaltung aus Kondensatoren,
die aus der pulsierenden Gleichspannung die geglättete Betriebsspannung 4 erzeugt.
Durch den einfachen Aufbau der Netzteilstufe 3 wird das Gewicht des getakteten
Verstärkers zusätzlich reduziert. Für Ausgangsleistungen größer 3,5 kW wird anstelle
des Brückengleichrichters ein Drehstrombrückengleichrichter in der Netzteilstufe 3
eingesetzt.
Ist eine galvanische Trennung von der Netzspannung 1 erforderlich, so wird in einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung zwischen Netzfilter 2 und Netzteilstufe 3 ein
Transformator geschaltet oder als Netzteilstufe 3 ein Schaltnetzteil mit galvanischer
Trennung verwendet.
1
Netzspannung
2
Netzfilter
3
Netzteilstufe
4
Betriebsspannung
5
Leistungsschalterstufe
6
Leistungsschaltersteuerstufe
7
Pulsweitenmoduliertes Regelausgangssignal
8
Pulsweitenmodulator
9
Regelausgangssignal
10
Regelstufe
11
Rückkoppelstufe
12
Kontrollsignal
13
Zuschaltbares Hochpaßfilter
14
Nutzsignal
15
Verstärktes Nutzsignal
16
Filterstufe
17
Pulsweitenmoduliertes Trägersignal
18
Schirm
19
Ausgangsspannung des Halbbrückenverstärkers
20
Ausgangsspannung des Vollbrückenverstärkers
21
Ausgangsspannung der ersten Halbbrücke
22
Ausgangsspannung der zweiten Halbbrücke
23
Nadelimpulserzeugung
24
Erster Nadelimpuls
25
steigende Flanke des Taktsignals
26
Zweiter Nadelimpuls
27
Punktiert dargestellt Signalform
28
erstes Flip-Flop
29
nichtinvertierender Ausgang des ersten Flip-Flop
30
erstes Halbbrückensteuersignal
31
Taktsignal
32
Low-Zustand des ersten Halbbrückensteuersignals
33
Zweites Halbbrückensteuersignal
34
Zweites Flip-Flop
35
Verzögerter Nadelimpuls
36
Einstellbare Zeit
37
Invertierender Ausgang des zweiten Flip-Flop
38
Um die halbe Periodendauer verzögerter Nadelimpuls
39
Umschalter
40
Steuersignalerzeugung
41
Erstes Steuersignal für erste Halbbrücke
42
Zweites Steuersignal für erste Halbbrücke
43
Erstes Steuersignal für zweite Halbbrücke
44
Zweites Steuersignal für zweite Halbbrücke
45
Leistungsschalter einer Halbbrücke
46
Halbbrücke
47
Erste(r) Leistungsschalter
48
Zweite(r) Leistungsschalter
49
Erster Zeitpunkt t1
50
Zweiter Zeitpunkt t2
51
Dritter Zeitpunkt t3
52
Vierter Zeitpunkt t4
53
Flanke des ersten Steuersignals
54
Innenwiderstand des ersten Leistungsschalters
55
Ansteigende Flanke des zweiten Steuersignals
56
Innenwiderstand des zweiten Leistungsschalters
57
Zeitpunkt tA
58
Innenwiderstand im nichtleitenden Zustand
59
Innenwiderstand im leitenden Zustand
60
Zeitpunkt tB
61
Innenwiderstand des ersten Leistungsschalters
62
Innenwiderstand des zweiten Leistungsschalters
63
Periodendauer
64
Halbe Periodendauer
65
Vollbrücke
66
Kondensator zur Gleichspannungsauskopplung
67
Eingang des Filters
68
Zwei Filter
69
Längsimpedanz
70
Parallelschwingkreise
71
Induktivitäten
72
Kondensatoren
73
Querimpedanz
74
Stufe zur galvanischen Trennung
75
Kondensator der Querimpedanz
76
Ein Filter
Claims (9)
1. Getakteter Verstärker, insbesondere zur Verstärkung von Audiosignalen, bestehend
aus einer Regelstufe (10), welche aus einem am Eingang der Regelstufe (10)
anliegenden Signal und einem Kontrollsignal (12) ein Regelausgangssignal (9) erzeugt,
welches einem über ein Taktsignal (31) synchronisierten Pulsweitenmodulator (8)
zugeführt wird, wobei aus einem pulsweitenmodulierten Regelausgangssignal (7) des
Pulsweitenmodulators (8) in einer nachgeschalteten, durch das Taktsignal (31)
synchronisierten Leistungsschaltersteuerstufe (6) Steuersignale (41, 42, 43, 44) zur
Steuerung einer Leistungsschalterstufe (5) erzeugt werden und das in einer Filterstufe
(16) das in der Leistungsschalterstufe (5) verstärkte pulsweitenmodulierte Trägersignal
(17) so gewandelt wird, daß am Ausgang der Filterstufe ein verstärktes Nutzsignal (15)
und ein Eingangssignal für eine Rückkoppelstufe (11) zur Verfügung stehen, wobei die
Leistungsschalterstufe (5) mit einer Betriebsspannung (4) aus einer Netzteilstufe (3)
versorgt wird und zwischen der Netzspannung (1) und Netzteilstufe (3) ein Netzfilter
(2) geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterstufe (16) aus einem oder
mehreren Leistungsfiltern (76, 68) zur Rückgewinnung des verstärkten Nutzsignals (15)
aus einem mit dem Regelausgangssignal (9) pulsweitenmodulierten Trägersignal (17)
besteht und jeweils eine Längsimpedanz (69) und Querimpedanz (73) aufweist, wobei
die Längsimpedanz (69) für Frequenzen der Trägergrundwelle und der
Trägeroberwellen eine erhöhte Sperrwirkung hat,
die Leistungsschaltersteuerstufe (6) aus dem pulsweitenmodulierten Regelausgangssignal (7) die erforderlichen Steuersignale (41, 42, 43, 44) zur Ansteuerung der Leistungsschalter (47, 48) erzeugt, wobei die Schaltpunkte der Steuersignale (49, 50, 51, 52) zeitlich einstellbar sind und die Leistungsschaltersteuerstufe (6) von der Leistungsschalterstufe (5) galvanisch getrennt ist, wobei die Leistungsschalterstufe (5) über eine Netzteilstufe (3) mit der Betriebsspannung (4) versorgt wird, die nur eine Polarität aufweist,
die Rückkoppelstufe (11) das Kontrollsignal (12) galvanisch getrennt zurückführt und daß sich zwischen dem Eingang des Nutzsignals (14) und dem Eingang der Regelstufe (10) ein zuschaltbares Hochpaßfilter (13) mit einstellbarer Grenzfrequenz befindet.
die Leistungsschaltersteuerstufe (6) aus dem pulsweitenmodulierten Regelausgangssignal (7) die erforderlichen Steuersignale (41, 42, 43, 44) zur Ansteuerung der Leistungsschalter (47, 48) erzeugt, wobei die Schaltpunkte der Steuersignale (49, 50, 51, 52) zeitlich einstellbar sind und die Leistungsschaltersteuerstufe (6) von der Leistungsschalterstufe (5) galvanisch getrennt ist, wobei die Leistungsschalterstufe (5) über eine Netzteilstufe (3) mit der Betriebsspannung (4) versorgt wird, die nur eine Polarität aufweist,
die Rückkoppelstufe (11) das Kontrollsignal (12) galvanisch getrennt zurückführt und daß sich zwischen dem Eingang des Nutzsignals (14) und dem Eingang der Regelstufe (10) ein zuschaltbares Hochpaßfilter (13) mit einstellbarer Grenzfrequenz befindet.
2. Getakteter Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Längsimpedanz (69) des Leistungsfilters (68, 76) aus einer Serienschaltung von
Parallelschwingkreisen (70) oder aus einer Serienschaltung mindestens einer
Induktivität und mehreren Parallelschwingkreisen (70) und die Querimpedanz (73) aus
mindestens einem Kondensator (75) besteht, welcher mit dem Massepotential der
Leistungsschalter (47, 48) verbunden ist.
3. Getakteter Verstärker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Resonanzfrequenz mindestens eines Parallelschwingkreises (70) gleich der Frequenz
der Grundwelle des pulsweitenmodulierten Trägersignals (17) ist und die jeweiligen
Resonanzfrequenzen der weiteren Parallelschwingkreise (70) gleich den Frequenzen der
Oberwellen des pulsweitenmodulierten Trägersignals (17) sind.
4. Getakteter Verstärker nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kapazitäten (72) und Induktivitäten (71) der jeweiligen Parallelschwingkreise
(70) so gewählt sind, daß die bei der Serienschaltung von Parallelschwingkreisen für
bestimmte Frequenzen auftretenden Impedanzminima der Längsimpedanz (69) nicht
mit den Resonanzfrequenzen der einzelnen Parallelschwingkreise (70) zusammenfallen,
insbesondere daß der Frequenzabstand zwischen den Resonanzfrequenzen der
Parallelschwingkreise (70) und den Frequenzen der Impedanzminima der
Längsimpedanz (69) möglichst groß ist.
5. Getakteter Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Leistungsschalter (47, 48) der Leistungsschalterstufe (5) in Form einer Halbbrücke (45)
oder einer aus zwei Halbbrücken (45) bestehenden Vollbrücke (65) angeordnet sind,
wobei in einer vorzugsweisen Ausführung die Leistungsschalter (47, 48) aus einem oder
mehreren parallel geschalteten n-leitenden MOSFETs bestehen.
6. Getakteter Verstärker nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das pulsweitenmodulierte Trägersignal (17) am Ausgang der Halbbrücke (46) über
einen Auskoppelkondensator (66) zur Trennung von Gleich- und Wechselanteil zum
Eingang eines Leistungsfilters (67) geführt wird oder die beiden Signale an den
Ausgängen (46) der Vollbrücke (65) direkt mit den Eingängen zweier Leistungsfilter
(68) verbunden sind.
7. Getakteter Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung
der Ansteuersignale (41, 42, 43, 44) in der Leistungsschaltersteuerstufe (6) das
pulsweitenmodulierte Regelausgangssignal (7) einer Schaltungsanordnung zugeführt
wird, welche einen ersten Nadelimpuls (24), der zeitlich synchron mit der steigenden
Flanke des Taktsignals (31) ist und einen zweiten Nadelimpuls (26), der zeitlich
synchron mit der steigenden Flanke des pulsweitenmodulierten Regelausgangssignals
(7) ist, erzeugt, welche den beiden Eingängen eines ersten Flip-Flops (28) zugeführt
werden, wodurch am nicht invertierenden Ausgang (29) des ersten Flip-Flops (28) ein
erstes Halbbrückensteuersignal (30) erzeugt wird, sowie am invertierenden Ausgang
(37) eines zweiten Flip-Flops (34), an dessen einem Eingang der erste Nadelimpuls (24)
und an dessen anderem Eingang der um eine einstellbare Zeit (36) verzögerte zweite
Nadelimpuls (35), oder ein um die halbe Periodendauer (64) des pulsweitenmodulierten
Regelausgangssignal (7) verzögerter zweiter Nadelimpuls (38) anliegt, ein zweites
Halbbrückensteuersignal (33) erzeugt wird.
8. Getakteter Verstärker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster
Leistungsschalter (47) der jeweiligen Halbbrücke (45) durch ein erstes Steuersignal (41)
der Leistungsschaltersteuerstufe (6) beim Wechsel des jeweiligen
Halbbrückensteuersignals (30) von High nach Low an einem ersten Zeitpunkt (49) vom
leitenden Zustand (59) in den nichtleitenden Zustand (58) versetzt wird, wobei ein
zweiter Leistungsschalter (48) der jeweiligen Halbbrücke (45) durch ein zweites,
einstellbar verzögertes Steuersignal (42), an einem zweiten Zeitpunkt (50) vom
nichtleitenden Zustand (58) in den leitenden Zustand (59) versetzt wird, wobei eine
erste einstellbare Verzögerungszeit zwischen dem erstem Zeitpunkt (49) und dem
zweiten Zeitpunkt (50) so eingestellt ist, daß bevor der Innenwiderstand (54) des ersten
Leistungsschalters (47) den Innenwiderstand (58) im nichtleitenden Zustand erreicht,
der Innenwiderstand (56) des zweiten Leistungsschalter (48) kleiner als der
Innenwiderstand (58) im nichtleitenden Zustand ist, ferner der zweite Leistungsschalter
(48) beim Wechsel des jeweiligen Halbbrückensteuersignals (30) von Low nach High
an einem dritten Zeitpunkt (51) vom leitenden Zustand (59) in den nichtleitenden
Zustand (58) versetzt wird, wobei der erste Leistungsschalter (47) durch das erste,
einstellbar verzögerte Steuersignal (41), an einem vierten Zeitpunkt (52) vom
nichtleitenden Zustand (58) in den leitenden Zustand (59) versetzt wird, wobei eine
zweite einstellbare Verzögerungszeit zwischen dem dritten (51) und vierten Zeitpunkt
(52) so eingestellt ist, daß bevor der Innenwiderstand (62) des zweiten
Leistungsschalters (48) den Innenwiderstand (58) im nichtleitenden Zustand erreicht,
der Innenwiderstand (61) des ersten Leistungsschalter (47) kleiner als der
Innenwiderstand (58) im nichtleitenden Zustand ist.
9. Getakteter Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelstufe
(10) eine Schaltungsanordnung zur Begrenzung der Amplitude des
Regelausgangssignals (9) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999129841 DE19929841C2 (de) | 1999-06-29 | 1999-06-29 | Getakteter Verstärker, insbesondere zur Verstärkung von Audiosignalen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1999129841 DE19929841C2 (de) | 1999-06-29 | 1999-06-29 | Getakteter Verstärker, insbesondere zur Verstärkung von Audiosignalen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19929841A1 true DE19929841A1 (de) | 2001-02-01 |
| DE19929841C2 DE19929841C2 (de) | 2001-07-12 |
Family
ID=7912968
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999129841 Expired - Fee Related DE19929841C2 (de) | 1999-06-29 | 1999-06-29 | Getakteter Verstärker, insbesondere zur Verstärkung von Audiosignalen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19929841C2 (de) |
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