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DE19929407C1 - Stoffaustauschapparat - Google Patents

Stoffaustauschapparat

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DE19929407C1
DE19929407C1 DE1999129407 DE19929407A DE19929407C1 DE 19929407 C1 DE19929407 C1 DE 19929407C1 DE 1999129407 DE1999129407 DE 1999129407 DE 19929407 A DE19929407 A DE 19929407A DE 19929407 C1 DE19929407 C1 DE 19929407C1
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DE
Germany
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grid
cells
tray
gas
perforated
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DE1999129407
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English (en)
Inventor
Klaus Hartmann
Victor M Kiselev
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HARTMANN, KLAUS, PROF. DR., 12435 BERLIN, DE
HARTMANN, KLAUS, PROF. DR., 12435 BERLIN, DE KISEL
KISELEV, VICTOR M., DR.-ING., KHARKIV, UA
Original Assignee
INFORMATIONS und PROZESTECHNIK
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids
    • B01D19/02Foam dispersion or prevention
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
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    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/16Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid
    • B01D3/22Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid with horizontal sieve plates or grids; Construction of sieve plates or grids
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • B01D47/04Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent by passing the gas or air or vapour through foam
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B01D53/14Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by absorption
    • B01D53/18Absorbing units; Liquid distributors therefor

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Abstract

Die Erfindung betrifft Stoffaustauschapparate insbesondere für den Chemie- und Erdölanlagenbau. DOLLAR A Der Stoffaustauschapparat besteht aus einem Gehäuse mit Stutzen für den Eintritt des Gases und der Flüssigkeit, Stutzen für den Austritt des behandelten Gases und der beladenen Flüssigkeit, einem im Inneren des Apparates angebrachten Flüssigkeitsverteiler, mindestens einem horizontalen perforierten Boden mit Schaumstabilisatoren unmittelbar auf dem Boden in Form eines Gitters mit perforiertem oberen Teil, die Zellen bilden und die miteinander in Verbindung stehen und zur Erhöhung der Effektivität des Stoff- und Wärmeaustausches durch eine gleichmäßigere Verteilung der Flüssigkeit über den gesamten Boden und gleichzeitig eine Vereinfachung der Konstruktion erzielt wird und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Stabilisierung der Schaumschicht aus zwei höhenabhängigen Abschnitten besteht, wobei der untere Teil der das Gitter bildenden und direkt auf dem Boden anliegenden vertikalen kurzen Platten nicht perforiert ist, die Platten bilden Zellen mit einer Seitenlänge, die mindestens zweimal größer ist als die Seitenlänge der oberen Abschnitte und besitzen eine Höhe, die das 0,3- bis 1-fache der Seitenlänge der oberen Zellen beträgt, der obere Teil, der ein dichtes Gitternetz darstellt, besteht aus dünnwandigen durchgängig perforierten Platten oder aus einem gestrickten Gitternetz, das auf dem unteren weniger dichten Gitter ruht.

Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf den chemischen und Erdölanlagenbau und betrifft insbe­ sondere Stoffaustauschapparate.
Es sind Stoffaustauschapparate für Gas-Flüssigkeits-Stoffaustausch bekannt (Posin, M. E. "Schaumreiniger, Warmeübertrager und Absorber", Leningrad 1959, S. 51), die aus einem Gehäuse mit einem oder mehreren darin angebrachten Böden sowie einem Flüssigkeitsverteiler als Berieseler bestehen.
Beim Zuführen einer Berieselungsflüssigkeit bildet sich eine bewegliche Schaumschicht auf den Bö­ den, die gasförmige Komponenten oder Stäube aus einem zu reinigenden Gasstrom absorbiert.
Ein Nachteil dieser Konstruktion ist jedoch die relativ geringe Leistungsfähigkeit (bezogen auf den Gasstrom), da bei Gasgeschwindigkeiten bis 2 m/s (bezogen auf den Vollquerschnitt des Apparates) wellenartige Pulsationen auftreten und die sich dabei ständig neu bildende Schaumschicht einzelne Bodenabschnitte bloßlegt, die zu einem Durchbruch des Gases, d. h. dazu führen, daß ein Teil des Gasstromes ungereinigt den Apparat verläßt.
Es ist auch ein Stoffaustauschapparat zur Durchführung von Stoff- und Wärmeaustauschprozessen insbesondere zur Naßreinigung von Gasen bekannt (SU-Urheberschein Nr. 434969, IPK BOld 47/04), der ein Gehäuse mit Siebböden einschließt. Unmittelbar auf jedem Boden befinden sich ein Schaum­ stabilisator, der als Zellengitter aus dünnen Platten mit einer Höhe von 0,2 bis 0,6 der Schaum­ schichthöhe und einer freien Querschnittsfläche von mindestens 80% des Apparatequerschnittes ausgeführt ist.
Die Hauptbestimmung des Schaumstabilisators, der sich unmittelbar in der Schaumschicht auf dem Boden befindet, besteht in der Schaffung einer hohen Kleinzellenschaumschicht gleichförmiger Struk­ tur mit einer gut ausgeprägten und sich stetig erneuernden Phasenkontaktfläche ohne Wellenbildung auf dem Boden.
Der Hauptnachteil von Schaumstabilisatoren aus vollen Platten besteht in einem nichtgleichmaßigen Verhalten bei großen Bodendurchmessern. Der Stabilisator büßt seine Wirksamkeit ein, wenn die Zellengröße 50 × 50 mm überschreitet.
Die Vervollkommnung der Konstruktion von Stoffaustauschapparaten besteht darin, daß die Platten des Schaumstabilisators, die das Gitternetz bilden, in ihrem oberen Teil perforiert ausgeführt werden, während der untere Teil der Platten, d. h. 0,1 bis 0,5 der Gesamtgitterhöhe unperforiert bleiben (US Patent Nr. 4 820 456, Int. Cl. CO1F 3/04, U.S.Cl. 261/111). Zur gleichmäßigeren Verteilung des Schaumes zwischen benachbarten Zellen des Schaumstabilisators ist die Gesamtfläche der Perfora­ tion ("Perforationskoeffizient") 1, 2 bis 3 mal größer als die Fläche des Bodens.
Ein derartiger Apparat arbeitet sehr stabil selbst bei sehr kleinen Flüssigkeitsberieselungen von 0,1 l/m3 und der Arbeitsbereich für das System Luft/Wasser liegt zwischen 1,8 bis 3,0 m/s was einen sehr geringen Wasserverbrauch bei der Gaswäsche garantiert.
Ein Nachteil eines solchen Apparates sind das mögliche Auftreten von Schwingungen der Schaum­ schicht entlang der Stabilisatorzellen und von Spritzern, die bis auf den darüberliegenden Boden rei­ chen können, wann die Berieselung im Bereich 5 bis 20 m3/m2 h und höher liegt infolge des ungleich­ mäßigen Abfließens der Flüssigkeit durch die Löcher des Siebbodens
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stoffaustauschapparat mit einer solchen konstrukti­ ven Ausführung des Schaumstabilisators und der Löcher des Siebboden sowie Tropfenabweisers zu schaffen, die eine hohe Intensität der Stoff- und Wärmeaustauschprozesse sowie Staubabscheidung bei der Naßwäsche von Gasen gewährleistet.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß ein Stoffaustauschapparat, der aus einem Gehäuse mit Stutzen für den Eintritt des Gases und der Flüssigkeit sowie Stutzen für den Austritt des gewasche­ nen Gases und der beladenen Waschflüssigkeit und im Inneren einen Flüssigkeitsverteiler sowie mindestens einen horizontal angeordneten Siebboden mit Schaumstabilisatoren, die direkt auf dem Boden angebracht sind und aus dünnen Platten, die im oberen Teil perforiert gefertigt sind und ein Gitternetz mit untereinander verbundenen Zellen bilden, besteht, erfindungsgemäß mit einer Vor­ richtung zur Schaumstabilisierung aus zwei höhenabhängigen Abschnitten besteht:
  • - Der untere Teil der das Gitter bildenden und direkt auf dem Boden anliegenden vertikalen kurzen Platten ist nichtperforiert, die Platten bilden Zellen mit einer Seitenlänge die mindestens zweimal größer ist als die Seitenlänge der oberen Zellen.
  • - Der obere Teil, der ein dichtes Gitternetz darstellt, besteht aus dünnwandigen durchgängig perforierten Platten oder aus einem gestrickten Gitternetz, das auf dem unteren weniger dich­ ten Gitter ruht.
Eine derartige konstruktive Ausführung des Schaumstabilisators gewährleistet eine gleichmäßige Arbeit aller Zellen des Stabilisators bei gleichzeitiger Verbesserung der Durchmischung sowie Er­ neuerung des Schaums, was zu einer Erhöhung der Effektivität des Stoff- und Wärmeaustausches und der Staubabscheidung in den Systemen Gas-Flüssigkeit führt. Der in den Zellen in den oberen Abschnitten des Stabilisators befindliche Schaum fließt in die größeren Zellen der unteren Sektion des Stabilisators ab und verteilt sich gleichmäßig auf dem ganzen Boden, die beladene Flüssigkeit fließt gleichmäßig durch die Öffnungen des Bodens ab. Die Schaumschicht in der unteren Sektion des Schaumstabilisators dient als eine Art "Pufferzone° für den Schaum in den oberen Zellen des Stabilisators, indem sie für eine gleichmäßige Arbeitsweise und eine hohe Effektivität des Stoff- und Wärmeaustausches bei großen Bodenflächen sorgt.
Es ist zweckmäßig, das untere weniger dichte Gitternetz mit Punktschweißungen direkt auf der Bo­ denplatte zu befestigen. Das erhöht die Stabilität der Bodenplatte wesentlich, so daß diese aus Ble­ chen mit einer Dicke von 2 bis 4 mm für Böden mit einem Durchmesser von 1000 mm und mehr hergestellt werden kann unter Verwendung der herkömmlichen Trägerbalken für Kolonnenböden. Zweckmäßig ist auch das bei benachbarten Gitterzellen in parallel verlaufenden Reihen die oberen Abschnitte des Stabilisators in verschiedene Richtungen geneigt sind. Eine derartige konstruktive Lösung verbessert die Durchmischung der Schaumschichten und verringert den Austrag von Flüssig­ keit durch die Ablenkung der Zellen von der Vertikalen.
Außerdem ist es zweckmäßig, daß benachbarte Perforationsöffnungen oder -schlitze mit regelmäßig abwechselnden Abschrägungen oder Abrundungen jeweils auf der Ober- oder Unterseite der Boden­ platte versehen sind.
Eine solche konstruktive Gestaltung verbessert den Durchgang des Gases und der Flüssigkeit durch die Bodenperforation. Dadurch kann auch die maximale Flüssigkeitsbelastung um das Zweifache von 20 auf 40 m3/m2h erhöht werden.
Es ist ebenfalls zweckmäßig, daß vor dem höhergelegenen Boden ein Prallabscheider für Tropfen installiert wird, der aus dünnen Blechen in Form eines aus Zellen bestehenden Gitters besteht, wobei die Zellen in verschiedene Richtungen zur Vertikalen geneigt sind.
Diese konstruktive Lösung verringert den Flüssigkeitsaustrag und unterstützt die Durchmischung der auf den darunterliegenden Boden abfließenden Flüssigkeit und verbessert gleichzeitig den Stoff- und Wärmeaustausch.
Im weiteren wird die Erfindung an Hand von Beispielen konstrukiver Ausführungen und Zeichnungen näher erläutert:
Fig. 1: Prinzipschema des Stoffaustauschapparates gemäß der Erfindung, Längsschnitt des Appara­ tes
Fig. 2: Obere Sektion des Schaumstabilisators, axiometrische Darstellung
Fig. 3: Untere Sektion des Schaumstabilisators, axiometrische Darstellung
Fig. 4: Ausschnitt aus dem Tropfenprallabscheider mit in verschiedene Richtungen geneigten Zellen, axiometrische Darstellung
Fig. 5: Vergrößerter Ausschnitt eines Schnittes der Bodenplatte mit den Abschrägungen an den Austrittsöffnungen Der in Fig. 1 dargestellte Stoffaustauschapparat hat ein Gehäuse 1 rechteckigen oder runden Quer­ schnitts, der mit Stutzen 2 und 3 für den Gas- und Flüssigkeitseintritt und Stutzen 4 für den Austritt des Gases und Stutzen 5 für die Ableitung der beladenen Waschflüssigkeit versehen ist.
Im Inneren des Gehäuses befindet sich ein Flüssigkeitsverteiler zur Berieselung 6, ein Siebboden 7, der entweder aus gelochten oder mit Schlitzen versehenen Blechen oder aber auch aus einzelnen Rohren kleineren Durchmessers besteht die ein regelmäßiges Gitter bilden. Der Boden dient zur Bil­ dung und Aufrechterhaltung der Schaumschicht.
Unmittelbar auf dem Boden liegt das weniger dichte untere Gitter 8 des Stabilisators, welches auch angeschweißt sein kann, auf diesem unteren Gitter ruht das obere engere Gitter 9. Über dem oberen Boden kann ein Prallabscheider für Tropfen 10 installiert sein, der aus dünnen Blechen in Form eines aus Zellen bestehenden Gitters besteht, wobei die Zellen in verschiedene Richtungen geneigt sind und eine Art strukturierte Packung bilden.
Am Gasaustritt vor dem Stutzen 4 ist es zweckmäßig, einen Tropfenabscheider 27 dann vorzusehen, wenn der Apparat als Absorber für die Gasreinigung eingesetzt wird. Beim Einsatz des Apparates als Rektifikationskolonne wird ein Tropfenabscheider in der Regel nicht benötigt. In Fig. 2 ist das obere engere Gitter 9 des Stabilisators dargestellt, es besteht aus dünnwandigen vertikalen perforierten Platten 11, die die Zellen 12 bilden. Manchmal kann es zweckmäßig sein, in parallelen Reihen die Gitterzellen 12 in verschiedene Richtungen geneigt auszuführen, wie es z. B. am Beispiel des Prall­ tropfenabscheiders in Fig. 4 gezeigt ist oder auch auf andere Weise.
In Fig. 3 ist das untere weniger enge Gitter 8 des Stabilisators gezeigt, das aus kurzen, ungelochten Platten 13 besteht, die die Zellen 14 bilden.
Das engere Gitter 8 des Stabilisators kann entweder auf der Bodenplatte 7 aufliegen oder auf ihr durch Punktschweißung fest angeschweißt sein, um die Festigkeit des dünnwandigen Bodens gegenüber Durchbiegungen zu erhöhen.
In Fig. 4 ist ein Ausschnitt des Pralltropfenabscheiders 10 dargestellt der aus dünnen Blechen in Form eines aus Zellen bestehenden Gitters besteht, wobei die Zellen 15 und 16 in verschiedene Richtun­ gen, unter einem Winkel von 15 bis 45° zur Vertikalen geneigt sind und aus einer Reihe ebener Platten 18 (die auf einer Ebene liegen, die parallel zur Ebene der Zeichnung verläuft) mit Abschnitten 19 nach rechts und 20 nach links abgewinkelt sind, bestehen. Die Abschnitte 19 befinden sich hinter der Trennwand 17 und reichen bis zur unteren Kante des Schlitzes 21 (in der Fig. 4 ist zum besseren Verständnis nur eine Trennwand 17 gezeigt). Der Neigungswinkel α der abgewinkelten Abschnitte 19 und 20 bezüglich der Vertikalen und damit auch der Kanäle 15 und 16 beträgt 15 bis 45°. In Fig. 5 ist ein Ausschnitt der Bodenplatte 7 im Querschnitt mit Öffnungen 22 dargestellt. Auf der Oberseite 23 der Bodenplatte besitzen zwei von drei in einer Reihe liegende Öffnungen abgerundete Kanten oder Abschrägungen 24, die sich auf beiden Seiten von den Öffnungen im Zentrum befinden. Auf der Un­ terseite der Bodenplatte besitzen dagegen nur die Zentralöffnungen Abschrägungen oder Rundungen 26.
Die Arbeitsweise des Stoffaustauschapparates ist wie folgt:
Der Gasstrom tritt in den Apparat durch den Eintrittsstutzen 2 ein, wie durch den Pfeil in Fig. 1 ge­ zeigt, durchläuft weiter die perforierten Öffnungen 22 des Bodens 7 und schäumt die Flüssigkeit auf, die die gesamte Höhe des oberen Gitters 9 des Stabilisators ausfüllt und manchmal darüber hinaus­ reicht. Dabei bewirkt die von oben herabfließende Flüssigkeit das Durchregnen eines Teiles der bela­ denen Flüssigkeit durch die Öffnungen 22. Durch die Abrundungen oder Abschrägungen 24 auf der Oberseite 23 der Bodenplatte findet ein geordnetes Abfließen der Flüssigkeit durch die Öffnungen statt. Das Gas seinerseits strömt durch die Öffnungen, die Abschrägungen oder Abrundungen 26 auf der Unterseite der Bodenplatte 7 haben. Durch diese abwechselnd mit Abschrägungen von unten und von oben versehene Bodenplatte erfolgt ein geordneter Durchgang des Gases und der Flüssigkeit durch die gesamte Bodenfläche. Das enge Gitternetz 9 fördert eine intensive Schaumbildung und ein Ansteigen der Schaumschichthöhe und damit eine Vergrößerung der aktiven Phasenkontaktfläche sowie eine Wanderung des Schaumes durch die Perforation in benachbarte Zellen. Aus der Gruppe der Zellen des engmaschigen Gitters 9 des Stabilisators fließt die Flüssigkeit in die Zellen 14 des unteren, großmaschigeren Gitters des Schaumstabilisators und verteilt sich gleichmäßig auf die Öff­ nungen mit Abschrägungen für den Abfluß der Flüssigkeit. Das Gas, das einen geringeren hy­ draulischen Widerstand zu überwinden hat, strömt größtenteils durch die Öffnungen mit den Ab­ schrägungen auf der Unterseite. Zur besseren Durchmischung des Schaumes und zur Erhöhung der Effektivität des Stoff- und Wärmeaustausches können die Zellen 12 des Stabilisators 9 auch in ver­ schiedene Richtungen abgewinkelt ausgeführt werden, analog wie in Fig. 4 wo die Zellen 15 und 16 dargestellt sind.
Das Gas, das das Gitter 9 des Stabilisators verläßt, nimmt auch Flüssigkeitstropfen auf, die auf die abgewinkelten Abschnitte 19 und 20 des Pralltropfenabscheider 10 auftreffen und dort als Flüssigkeitsfilm und große Tropfen auf das nach oben strömende Gas abregnen.
Die Flüssigkeit wird über den Stutzen 3 in den Flüssigkeitsverteiler 6 geführt, von wo aus eine Berie­ selung der Böden über den Pralltropfenabscheider 10 erfolgt und gleichmäßig der obere Schaum­ stabilisator 9 beaufschlagt wird und anschließend die darunterliegenden Böden durchläuft und dann über den Stutzen 5 aus dem Apparat abgeführt wird.
Das gereinigte Gas wird im Tropfenabscheider 27 von kleinen Tropfen befreit und verläßt über den Stutzen 4 den Apparat.
Beim Betrieb des Apparates als Naßwäscher zur Staubentfernung werden sogar sehr kleine oder schlecht benetzbare Staubteilchen mit einem Teilchendurchmesser von 7-8 µm bereits auf dem er­ sten Boden bis zu 92-95% bei einem Waschmittelverbrauch, der minimal gegenüber dem Verbrauch beim Betrieb herkömmlicher Naßwäscher ist, ausgewaschen. Alle Teile des Apparates sind gemäß der Erfindung selbstreinigend und werden durch Stäube nicht verstopft. Der herausgewaschene Staub, eine Suspension mit einer Konzentration von 50 g/l verstopft die Bodenplatte nicht und wird über den Stutzen 5 aus dem Apparat abgezogen.
Die nach der Erfindung ausgeführte Konstruktion des Stoffaustauschapparates gestattet die Schaf­ fung kompakter Apparate mit geringen Abmessungen und hoher Leistung mit einem Bodenabstand von 250 bis 300 mm und einem Innendurchmesser von 1000 mm und mehr, die mit einem Gasbela­ stungsfaktor von F = 1,95 bis 3,30 betrieben werden können
F = w√ρLm/s(kg/m3)0,5,
wobei w die Gasgeschwindigkeit im vollen Apparatequerschnitt (m/s) und ρL- die Flüssigkeitsdichte (kg/m3) sind.
Diese neuartigen Böden mit Schaumstabilisatoren können nicht nur in neu projektierten Apparaten eingesetzt werden, sondern auch bei der Rekonstruktion oder Erweiterung bestehender Anlagen, indem die Glockenböden ausgetauscht werden, dadurch sind Leistungssteigerungen auf das 1,5 bis 1,7-fache möglich.
Die vorliegende Erfindung gestattet die Schaffung kompakter Anlagen mit hoher Leistungsfähigkeit für unterschiedlichste Industriezweige: für die Erdgasindustrie, die chemische und erdölverarbeitende Industrie, die Energetik und andere. Sie kann Anwendung finden bei der apparativen Gestaltung von Prozessen zur Vorbehandlung und Verarbeitung von Gasen, der Glykol- und Aminwäsche zur Gas­ reinigung, zur Trennung von Kohlenwasserstoffgemischen durch Rektifikation oder Absorption.
In der chemischen Industrie kann der Einsatz zur Entfernung von Ammoniak und Chlorwasserstoff- Nebel aus Abgasen sowie zur Neutralisation von Abgasen von Galvanik-Anlagen erfolgen.
In der Energetik kann der Apparat eingesetzt werden zur Reinigung von Rauchgasen, zur Entfernung von Staub, SO2 sowie NOx.
In der Erdgasindustrie kann der Apparat mit Erfolg auf Offshore-Plattformen und Onshore-Anlagen, für die Erdgastrockung und -vorbereitung sowie zur Stabilisierung von Gaskondensaten und Erdöl Anwendung finden.
Bezugszeichenaufstellung
1
Gehäuse
2
Stutzen für Gaseintritt
3
Stutzen für Flüssigkeitseintritt
4
Stutzen für Gasaustritt
5
Stutzen für Flüssigkeitsaustritt
6
Flüssigkeitsverteiler
7
Siebboden
8
unteres Gitter
9
oberes Gitter
10
Pralltropfenabscheider
11
perforierte Platte
12
Zelle
13
Platte
14
Zelle
15
Zelle mit geneigtem Gitter
16
Zelle mit geneigtem Gitter
17
Trennwand
18
Platte
19
Abschnitt nach rechts gewinkelt
20
Abschnitt nach links gewinkelt
21
Schlitzkante
22
Öffnung
23
Bodenplatte (Oberseite)
24
Abschrägung/Abrundung
25
Bodenplatte (Unterseite)
26
Abschrägung/Abrundung
27
Tropfenabscheider

Claims (5)

1. Stoffaustauschapparat, bestehend aus einem Gehäuse mit Stutzen für den Eintritt des Gases und der Flüssigkeit, Stutzen für den Austritt des behandelten Gases und der beladenen Flüssigkeit, einem im Inneren des Apparates angebrachten Flüssigkeitsverteiler mindestens einem horizontalen perforierten Boden mit Schaumstabilisatoren unmittelbar auf dem Boden in Form eines Gittern mit perforiertem oberen Teil, die Zellen bilden und die miteinander in Verbindung stehen, wobei eine Erhöhung der Effektivität des Stoff- und Wärmeaustausches durch eine gleichmäßigere Verteilung der Flüssigkeit über den gesamten Boden und gleichzeitig eine Vereinfachung der Konstruktion erzielt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Stabilisierung der Schaumschicht aus zwei höhenabhängigen Abschnitten besteht, wobei der untere Teil der das Gitter bildenden und direkt auf dem Boden anliegenden vertikalen kurzen Platten nichtperforiert ist, die Platten bilden Zellen mit einer Seitenlänge die mindestens zweimal größer ist als die Seitenlänge der oberen Abschnitte und besitzen eine Höhe die das 0,3 bis 1-fache der Seitenlänge der oberen Zeilen beträgt, der obere Teil, der ein dichtes Gitternetz darstellt, besteht aus dünnwandigen durchgängig perforierten Platten oder aus einem gestrickten Gitternetz, das auf dem unteren weniger dichten Gitter ruht.
2. Stoffaustauschapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verringerung der Dicke des perforierten Bodens das untere, weniger dichte Gitternetz durch Punktschwei­ ßungen auf der Bodenplatte aufgeschweißt ist.
3. Stoffaustauschapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei benachbarten Gitterzellen in parallel verlaufenden Reihen die oberen Abschnitte des Stabilisators in verschiedene Richtungen unter einem Winkel zur Vertikalen um 15 bis 45° geneigt sind.
4. Stoffaustauschapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Per­ forationsöffnungen oder -schlitze mit regelmäßig abwechselnden Abschrägungen oder Abrundungen jeweils auf der Ober- oder Unterseite der Bodenplatte versehen sind.
5. Stoffaustauschapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem höher­ gelegenen Boden ein Prallabscheider für Tropfen installiert wird, der aus dünnen Blechen in Form eines aus Zellen bestehenden Gitters besteht, wobei die Zellen in verschiedene Richtungen, unter einem Winkel von 15 bis 45° zur Vertikalen geneigt sind.
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