DE19928880A1 - Farbkasten in einer Druckmaschine - Google Patents
Farbkasten in einer DruckmaschineInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Farbkasten (5) mit einer auf einen Farbkastenboden (20) aufliegenden Farbkastenfolie (12) in einer Druckmaschine (1). DOLLAR A Der Farbkasten (5) weist eine aus mehreren von der Farbkastenfolie (12) überdeckten Dosierelementen (9) bestehende Farbdosiereinrichtung (9 bis 11) und eine die Unterseite (25) der Farbkastenfolie (12) am Farbkastenboden (20) haltende Halteeinrichtung (16 bis 19) oder Befestigung auf. DOLLAR A Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Fixieren einer Farbkastenfolie (12).
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Farbkasten mit einer auf einen
Farbkastenboden aufliegenden Farbkastenfolie in einer Druckmaschine, nach
dem Oberbegriff von Anspruch 1, und auf ein Verfahren zum sicheren Fixieren
einer einen Farbkasten innenseitig auskleidenden und auf einen
Farbkastenboden des Farbkastens aufliegenden Farbkastenfolie, nach dem
Oberbegriff von Anspruch 11.
Die in den Farbkasten eingelegte Farbkastenfolie schützt empfindliche Bauteile
des Farbkastens, insbesondere Farbdosiervorrichtungen, vor einem
unmittelbaren Kontakt mit der im Farbkasten befindlichen Druckfarbe. Bei
einem Farbwechsel ist der Aufwand zur Säuberung des Farbkastens im
Vergleich mit folienlosen Farbkästen geringer.
Beispielsweise ist in der DE-OS 29 28 125 ein Farbkasten für Offset- oder
Hochdruckmaschinen beschrieben, bei welchem eine elastische Folie auf
verschiedene Weise am oberen Rand des Farbkastens befestigbar ist. Zur
Befestigung der Folie am oberen Rand des Farbkastens kann eine
Spannspindel vorgesehen sein, in deren Längsschlitz die Folie eingehängt
wird. Bei einer alternativen Ausbildung kann die Folie im oberen Bereich des
Farbkastens an einer Leiste eingehängt werden. Die Folie ist nicht unterseitig
am Farbkastenboden gehalten, sondern liegt lose und leicht verschiebbar auf
dem Farbkastenboden auf.
Der beschriebene Farbkasten ermöglicht zwar eine längere Benutzungsdauer
der Folie, jedoch ist die Folie nur unzureichend gegen ein unbeabsichtigtes
Verschieben auf dem Farbkastenboden gesichert.
Bei einem Farbkasten mit einer elastischen Farbkastenfolie, welche sich im
Bereich eines Farbspaltes zwischen Farbdosierelementen und der
Farbkastenwalze an Aussparungen der Farbdosierelemente anschmiegen soll
ergeben sich bei der lose und leicht verschiebbar auf dem Farbkastenboden
aufliegenden Folie erhebliche Probleme bezüglich der Reproduzierbarkeit der
Einstellung der Farbdosierung.
Ein sicherer Halt der Folie im Farbkasten ist jedoch auch bei unelastischen
Farbkastenfolien, welche sich nicht an Farbdosierelemente anschmiegen
müssen und die dem Schutz bestimmter Farbkastenteile vor einer
Verschmutzung durch in den Bereich der Farbkastenteile eindringende
Druckfarbe dienen, wünschenswert.
In dem DE 91 07 635 U1 ist ein Farbkasten beschrieben, dessen einziges
Dosierelement ein Zungenfarbmesser ist. Eine unterhalb des
Zungenfarbmessers angeordnete und den Farbkasten somit nicht auskleidende
Abdeckfolie ist auf einen Farbmesserbalken des Farbkastens aufgeklebt.
In der DE 41 25 253 A1 ist ein Farbkasten mit einem Farbmesser und einem
als Folie ausgebildeten Abdeckblech beschrieben. Ein oberes Ende des
Abdeckbleches kann unter dem Farbmesser am Farbmesserbalken angeklebt
sein. Auch dieses Abdeckblech kleidet den Farbkasten nicht aus.
In dem DE 81 00 093 U1 ist eine Farbdosiereinrichtung mit einem geschlitzten
Farbmesser beschrieben. Eine sich über die ganze Oberfläche des
Farbmessers erstreckende Abdeckung kann mit einer flexiblen Stahlfolie
überdeckt sein, die z. B. aufgeklebt ist. Das Farbmesser, die Abdeckung und
die Stahlfolie bilden eine unlösbare Einheit. Ein einfaches Entfernen der
Stahlfolie zwecks deren Auswechslung ist somit nicht möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Farbkasten mit einer sicher auf dem
Farbkastenboden aufliegenden Farbkastenfolie bzw. ein Verfahren zur sicheren
Fixierung der Farbkastenfolie zu schaffen.
Die gestellte Aufgabe wird durch einen Farbkasten mit den Merkmalen des
Anspruches 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 11 gelöst.
Die Unteransprüche enthalten weitere Merkmale.
Der Farbkasten mit einer auf einen Farbkastenboden aufliegenden
Farbkastenfolie in einer Druckmaschine zeichnet sich durch eine aus mehreren
- beispielsweise verdrehbaren und zylindrischen - von der Farbkastenfolie
überdeckten Dosierelementen bestehende Farbdosiereinrichtung sowie durch
eine direkt die auf dem Farbkastenboden aufliegende Unterseite der
Farbkastenfolie am Farbkastenboden haltende Halteeinrichtung oder
Befestigung aus.
Untersuchungen haben ergeben, daß bei der Vorrichtung des Standes der
Technik (DE-OS 29 28 125) die Farbkastenfolie besonders bei einer hohen
Farbführung der Druckfarbe aus dem Farbkasten heraus erheblich uneben im
Farbkasten aufliegt. Besonders problematisch sind sich längende elastische
Farbkastenfolien, wobei in Folge der Dehnung der Farbkastenfolie besonders
große Verschiebungen aus der ursprünglichen Lage eintreten, so daß die
Farbkastenfolie partiell zusammengeschoben wird und teilweise hohl liegt.
Es hat sich gezeigt, daß sich eine sehr gute Planlage der Farbkastenfolie auf
dem Farbkastenboden bei allen Betriebsbedingungen erreichen läßt, wenn
anstelle oder zusätzlich zur den Folienrand haltenden Halteeinrichtung,
beispielsweise der Leiste zum Einhängen der Folie am oberen Rand des
Farbkastens, die erfindungsgemäße unterhalb der Farbkastenfolie angeordnete
Halteeinrichtung oder Befestigung vorgesehen ist, welche direkt auf die auf
dem Farbkastenboden aufliegende Unterseite der Farbkastenfolie wirkt und die
Farbkastenfolie derart gegen ein Verrutschen sichert.
Eine den erfindungsgemäßen Farbkasten weiterbildende bevorzugte
Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung eine
Verklebung ist, mittels welcher die Farbkastenfolie auf dem Farbkastenboden
befestigt ist.
Die Farbkastenfolie kann dazu mit einer unterseitigen Klebeschicht versehen
sein, so daß die Farbkastenfolie wie eine Selbstklebefolie selbstklebend ist. Die
Farbkastenfolie kann auch mit einer auf deren Unterseite und/oder auf den
Farbkastenboden aufgebrachten flüssigen Klebstoffschicht, z. B. einem für
Kunststoff geeignetem Leim, auf den Farbkastenboden aufgeklebt werden. Der
Leim kann ein Sekundenkleber sein und sehr schnell die notwendige Haftkraft
der Farbkastenfolie auf dem Farbkastenboden gewährleisten. Der Leim kann
zur Unterseite der Folie eine größere Haftkraft als zum Farbkastenboden
aufweisen, so daß sich bei einem Entfernen der Folie aus dem Farbkasten die
Leimschicht nicht von der Folie jedoch gut vom Farbkasten ablöst.
Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Farbkastenfolie und dem Farbkastenboden eine beidseitig klebende Haltefolie
eingefügt ist.
Beispielsweise kann die Farbkastenfolie mit mehreren doppelseitig wirkenden
Klebestreifen auf dem Farbkastenboden befestigt sein. Bei einem Wechsel der
Farbkastenfolie lassen sich solche Klebestreifen sehr einfach und schnell
rückstandslos entfernen.
Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Halteeinrichtung eine Saugeinrichtung ist, welche die Farbkastenfolie am
Farbkastenboden hält.
Die Farbkastenfolie kann nach dem Einlegen in den Farbkasten festgesaugt
werden. Beispielsweise kann die Saugeinrichtung als in den Farbkastenboden
integrierte Saugnäpfe bzw. Gummisauger ausgebildet sein. Bei dieser
Ausführungsform wird die Farbkastenfolie durch ein unterseitig wirkendes
Vakuum fest am Farbkastenboden gehalten. In diesem Fall ist keine
Saugluftquelle zum Ansaugen der Farbkastenfolie erforderlich.
Ein weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine
mit einer Saugluftquelle verbundene Saugöffnung der Saugeinrichtung im
Farbkastenboden ausgebildet ist.
Während des Betriebes des Farbkastens liegt die Saugluft an der Saugöffnung
an, so daß die Farbkastenfolie beispielsweise während des Druckens an den
Farbkastenboden angesaugt ist. Bei Betriebsunterbrechungen und z. B.
Stillstand der Rotation einer Farbkastenwalze des Farbkastens kann die
Saugluftbeaufschlagung abgeschaltet werden.
Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß dem
Farbkasten eine Farbkastenwalze zugeordnet ist, welche die Druckfarbe durch
einen Farbspalt hindurch aus dem Farbkasten herausfördert und daß die
Saugöffnung nahe dem Farbspalt angeordnet ist.
Der Dosier- bzw. Farbspalt kann durch die Farbkastenwalze und die
Dosierelemente einer Farbdosiereinrichtung gebildet werden. Durch die
Anordnung der Saugöffnung sehr nah an den Dosierelementen kann eine
unerwünschte Deformation der Farbkastenfolie im für die Dosierung besonders
wichtigem Bereich unmittelbar vor dem Farbspalt vermieden werden.
Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Saugöffnung als ein in sich im wesentlichen in Querrichtung über die gesamte
Breite des Farbkastenbodens bzw. der Farbdosiereinrichtung erstreckender
rinnen- bzw. nutenförmiger Querkanal ausgebildet ist.
Der Querkanal kann als eine flache Hohlkehle und im wesentlichen achsparallel
zur Farbkastenwalze verlaufend ausgebildet sein. Mit einer als Querkanal
ausgebildeten Saugöffnung kann die Farbkastenfolie über deren gesamte
Breite hinweg besonders gleichmäßig am Farbkastenboden gehalten werden.
Anstelle oder zusätzlich zum Querkanal ist auch eine Reihe in Querrichtung
nebeneinander angeordneter Saugdüsen im Farbkastenboden möglich.
Die vorstehend beschriebenen Saugöffnungen können auch mehrfach
vorgesehen sein. Beispielsweise können in der bezüglich der Farbkastenwalze
vorderen Hälfte des Farbkastenbodens mehrere Querkanäle angeordnet sein.
Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Querkanäle genau oder nahezu parallel zueinander verlaufend angeordnet
sind.
Die Querkanäle können an dieselbe Saugluftquelle angeschlossen und
beispielsweise durch mindestens einen ebenfalls nutenförmig ausgebildeten
Längskanal verbunden sein.
Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß dem
Farbkasten eine aus verstellbaren Dosierelementen zur zonalen Farbdosierung
und die Dosierelemente gegen die Farbkastenwalze drückenden
Andrückelementen bestehende Farbdosiereinrichtung zugeordnet und der
Farbkastenboden zumindest teilweise von einer die Andrückelementen
überdeckenden und die Saugöffnung aufweisenden Saugplatte gebildet wird.
Bei Wegfall der Saugplatte können mehrere Andrückelemente, z. B. jedes oder
jedes zweite Andrückelement, eine Saugöffnung oder mehrere Saugöffnungen
aufweisen. Die in den Andrückelementen ausgebildeten Saugöffnungen
können z. B. über flexible Schläuche mit Saugluft aus einer Saugluftquelle
versorgt werden.
Das Verfahren zum sicheren Fixieren einer einen Farbkasten innenseitig
auskleidenden und auf einem Farbkastenboden des Farbkastens aufliegenden
Farbkastenfolie in einer Druckmaschine zeichnet sich dadurch aus, daß die auf
dem Farbkastenboden aufliegende Unterseite der Farbkastenfolie direkt mittels
Saug-, Kleb- oder Magnetkraftwirkung am Farbkastenboden gehalten bzw.
befestigt wird, so daß die Farbkastenfolie bei deren Auswechslung einfach aus
dem Farbkasten entfernbar ist.
Der erfindungsgemäße Farbkasten und das Verfahren sind in Heber- oder
Filmfarbwerken von bahn- oder bogenförmigen Bedruckstoff bedruckenden
Rotationsdruckmaschinen verwendbar, welche als eine Buchdruck-, Dilitho-
oder Offsetdruckmaschine ausgebildet sein können.
Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnung anhand
bevorzugter Ausführungsformen beschrieben.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine mit mehreren erfindungsgemäßen Farbkästen ausgerüstete
Druckmaschine,
Fig. 2 einen vergrößert dargestellten Farbkasten der Druckmaschine in
geschnittener Seitenansicht,
Fig. 3 den Farbkasten aus Fig. 2 bei entnommener Druckfarbe und
Farbkastenfolie in einer Draufsicht,
Fig. 4 eine Verklebung der Farbkastenfolie mit dem Farbkastenboden,
Fig. 5 eine als Saugnapf ausgebildete Saugeinrichtung zum Halten der
Farbkastenfolie,
und
Fig. 6 eine magnetisch am Farbkastenboden gehaltene Farbkastenfolie.
In Fig. 1 ist eine Druckmaschine 1 mit mehreren Druckwerken 2 dargestellt,
wobei jedes Druckwerk 2 ein Farbwerk 3 zum Aufbringen der Druckfarbe auf
eine auf dem Druckformzylinder 4 befindliche Druckform aufweist. Das
Farbwerk 3 umfaßt mehrere Farbwerkswalzen 6, 7, wobei die
Farbwerkswalze 6 als eine dem Farbkasten 5 zugehörige Farbkastenwalze 6
ausgebildet ist. Das Farbwerk 3 kann als ein Heberfarbwerk ausgebildet sein,
wobei eine Heberwalze die im Farbkasten 5 gespeicherte Druckfarbe von der
Farbkastenwalze 6 übernimmt und in das Farbwerk 3 fördert. Die
Druckmaschine 1 ist als eine Mehrfarbenoffsetrotationsdruckmaschine
ausgebildet.
In Fig. 2 ist der Farbkasten 5 detailliert dargestellt. Der Farbkastenboden 15,
die Farbkastenwalze 6 und beidseitig je eine den Farbkasten 5 seitlich
abschließende Backe 8 bilden einen keilförmigen Raum, in welchen die
Druckfarbe 13 eingefüllt ist. Die Druckfarbe 13 gelangt als ein dünner auf der
Farbkastenwalze 6 befindlicher Farbfilm durch zonal unterschiedlich
einstellbare Farbspalte 14 hindurch aus dem Farbkasten heraus. Die
Farbdosiereinrichtung 9 bis 11 besteht aus zur Farbmengeneinstellung
verdrehbaren zylindrischen Dosierelementen 9, welche jeweils von einer
Druckfeder 11 über jeweils ein leistenförmiges Andrückelement 10 gegen die
Farbkastenwalze 6 bzw. gegen die zwischen der Farbkastenwalze 6 und den
Dosierelementen 9 befindliche Farbkastenfolie 12 angedrückt werden. Die
Farbkastenfolie 12 ist elastisch und schmiegt sich im Bereich des
Farbspaltes 14 an die von seitlichen Stützstegen begrenzte im Querschnitt
sichelförmige Aussparung der Dosierelemente 9 an. Die Farbkastenfolie 12
deckt sowohl die Dosierelemente 9 als auch die Andrückelemente 10 ab, so
daß in die Spalte zwischen den Dosierelementen 9 und in die Spalte zwischen
den Andrückelementen 10 keine aus diesen Spalten schwer zu entfernende
Druckfarbe 13 gelangen kann. Weiterhin ermöglicht die den Farbkasten 5
innenseitig auskleidende Farbkastenfolie 12 einen unaufwendigen Farbwechsel
ohne größere Reinigungsarbeiten. Der Farbkastenboden 20 wird bereichsweise
von einer über den Andrückelementen 10 angeordneten Saugplatte 15 und
bereichsweise von den Andrückelementen 10 selbst gebildet. Die
Farbkastenfolie 12 liegt sowohl auf der Saugplatte 15 als auch auf einem sehr
kurzem Abschnitt der Andrückelemente 10 auf. Die Andrückelemente 10
weisen jeweils eine Aussparung auf, in welche die Saugplatte 15 eintaucht, so
daß die Andrückelemente 10 und die Saugplatte 15 bündig ineinander
übergehen und eine ebene Auflagefläche für die Farbkastenfolie 12 bilden. Die
Saugplatte 15 besteht aus einem Blech, in welches die Saugöffnungen 16
bildende Sicken eingeprägt sind. An die Saugöffnungen 16 ist über den
Saugluftanschluß 18 und den Saugluftkanal 17 ein von der Saugluftquelle 19,
z. B. einem Saugluftventilator, erzeugbares Vakuum anlegbar.
In Fig. 3 ist der Farbkasten 5 ohne die eigentlich in diesem befindliche
Farbkastenfolie 12 und Druckfarbe 13 in einer Draufsicht dargestellt. Diese
Ansicht zeigt ein zum Betrachter hin offenes Saugnutensystem, welches aus
den Querkanälen 16a und den diese luftleitend verbindenden ebenfalls in das
Blech eingesickten nutenförmigen Längskanälen 16b besteht. Die
Saugöffnungen 16 sind im in Richtung der Farbkastenwalze 6 vordersten Drittel
des Farbkastenbodens 20 ausgebildet, wobei ein Querkanal 16a unmittelbar
vor den Dosierelementen 9 im Farbkastenboden 20 angeordnet ist.
In Fig. 4 ist eine von der in den Fig. 2 und 3 gezeigten Halteeinrichtung
abweichende Befestigung dargestellt. Die elastische Farbkastenfolie 12 ist
hierbei mittels einer beidseitig eine Klebeschicht aufweisenden Haltefolie 21 auf
den Farbkastenboden 20 befestigt. Die Haltefolie 21 bildet eine die
Farbkastenfolie 12 ebenso sicher wie die in den Fig. 2, 3 und 5 gezeigten
Saugeinrichtungen haltende Befestigungseinrichtung.
In Fig. 5 ist eine weitere als Saugeinrichtung 16 ausgebildete Halteeinrichtung
dargestellt. Im Gegensatz zu der in den Fig. 2 und 3 dargestellten
Saugeinrichtung ist bei dieser Saugeinrichtung keine Saugluftquelle
erforderlich. In den Farbkastenboden 20 ist mindestens ein Saugnäpfchen 22
eingelassen, gegen welches die Farbkastenfolie 12 nach dem Einlegen in den
Farbkasten 5 angedrückt wird wodurch Luft aus dem Saugnäpfchen 22
verdrängt und ein zum Halten der Farbkastenfolie 12 hinreichendes Vakuum
erzeugt wird. Vergleichbare selbstsaugende Gummisauger sind aus dem
Bereich der Haushaltsartikel bekannt, und dienen beispielsweise dazu
Thermometer an Fensterscheiben zu befestigen. Besonders günstig ist der
Einsatz dieses Saugnäpfchen 22, wenn die Farbkastenfolie 12 vergleichsweise
steif und beispielsweise eine dünne Metallfolie ist.
In Fig. 6 ist eine Farbkastenfolie 12 dargestellt, welche magnetisch am
Farbkastenboden 20 gehalten wird. Dazu können im Farbkastenboden 20 ein
Magnet 23 oder mehrere Magnete 23 angeordnet sein und die Farbkastenfolie
12 ein magnetisches oder ferromagnetisches Material 24 enthalten. Das vom
Magneten 23 angezogene Material kann das die Farbkastenfolie 12 im
wesentlichen bildende Foliengrundmaterial oder ein in dieses stellenweise oder
gleichmäßig verteilt eingebrachtes bzw. beigemengtes Zusatzmaterial sein. Wie
gezeigt, kann die Farbkastenfolie 12 mehrschichtig sein, wobei das
Zusatzmaterial auch auf das Foliengrundmaterial laminiert sein kann. Die
Magnete 23 können Elektro- oder Permanentmagnete und die Farbkastenfolie
12 eisenhaltig sein. Durch die Magnete 23 wird die Farbkastenfolie 12 von
deren Unterseite her an den Farbkastenboden 20 magnetisch angezogen und
ebenso wie bei den zuvor beschriebenen Farbkästen sicher am
Farbkastenboden 20 fixiert, so daß die Farbkastenfolie 12 vom
Farbkastenboden 20 nicht abheben kann.
1
Druckmaschine
2
Druckwerk
3
Farbwerk
4
Druckformzylinder
5
Farbkasten
6
Farbkastenwalze
7
Farbwerkswalze
8
Backe
9
Dosierelement
10
Andrückelement
11
Druckfeder
12
Farbkastenfolie
13
Druckfarbe
14
Farbspalt
15
Saugplatte
16
,
16
a,
16
bSaugöffnung
17
Saugluftkanal
18
Saugluftanschluß
19
Saugluftquelle
20
Farbkastenboden
21
Klebefolie
22
Saugnapf
23
Magnet
24
eisenhaltige Schicht
25
Unterseite
Claims (11)
1. Farbkasten (5) mit einer auf einen Farbkastenboden (20) aufliegenden
Farbkastenfolie (12) in einer Druckmaschine (1),
gekennzeichnet durch
eine aus mehreren von der Farbkastenfolie (12) überdeckten
Dosierelementen (9) bestehende Farbdosiereinrichtung (9 bis 11) und
eine direkt die auf dem Farbkastenboden (20) aufliegende
Unterseite (25) der Farbkastenfolie (12) am Farbkastenboden (20)
haltende Halteeinrichtung (16-19, 22-24) oder Befestigung (21).
2. Farbkasten nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigung (21) eine Verklebung (21) ist, mittels welcher die
Farbkastenfolie (12) auf dem Farbkastenboden (20) befestigt ist.
3. Farbkasten nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Farbkastenfolie (12) und dem Farbkastenboden (20)
eine beidseitig klebende Haltefolie (21) eingefügt ist.
4. Farbkasten nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteeinrichtung (16-19, 22) eine Saugeinrichtung (16-19, 22)
ist, welche die Farbkastenfolie (12) am Farbkastenboden (20) hält.
5. Farbkasten nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine von einer Saugluftquelle (19) mit Saugluft
versorgbare Saugöffnung (16) der Saugeinrichtung (16-19) im
Farbkastenboden (20) angeordnet ist.
6. Farbkasten nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Farbkasten (5) eine Farbkastenwalze (6) zugeordnet ist,
welche die Druckfarbe (13) durch einen Farbspalt (14) hindurch aus dem
Farbkasten herausfördert und daß die Saugöffnung (16) in einem dem
Farbspalt (14) nahen Bereich des Farbkastenbodens (20) angeordnet
ist.
7. Farbkasten nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugöffnung (16) als ein in sich im wesentlichen über die
gesamt Breite des Farbkastenbodens (20) bzw. einer
Farbdosiereinrichtung (9, 10) erstreckender nutenförmiger Querkanal
(16a) ausgebildet ist.
8. Farbkasten nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Querkanäle (16a) in etwa parallel zueinander im
Farbkastenboden (20) angeordnet sind.
9. Farbkasten nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Farbdosiereinrichtung (9 bis 11) aus den verstellbaren
Dosierelementen (9) zur zonalen Farbdosierung und die Dosierelemente
(9) gegen die Farbkastenwalze (6) drückenden Andrückelementen (10)
besteht und der Farbkastenboden (20) zumindest teilweise von einer die
Andrückelemente (10) überdeckenden und die Saugöffnung (16)
aufweisenden Saugplatte (15) gebildet wird.
10. Druckmaschine (1) mit mindestens einem nach einem der Ansprüche 1
bis 9 ausgebildeten Farbkasten (5).
11. Verfahren zum sicheren Fixieren einer einen Farbkasten (5) innenseitig
auskleidenden und auf einem Farbkastenboden (20) des Farbkastens
(5) aufliegenden Farbkastenfolie (12) in einer - insbesondere nach
Anspruch 10 ausgebildeten - Druckmaschine (1),
dadurch gekennzeichnet,
daß die auf dem Farbkastenboden (20) aufliegende Unterseite (25) der
Farbkastenfolie (12) direkt mittels Saug-, Kleb- oder Magnetkraftwirkung
am Farbkastenboden (20) gehalten bzw. befestigt wird, so daß die
Farbkastenfolie (12) bei deren Auswechslung einfach aus dem
Farbkasten (5) entfernbar ist.
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