DE19927064A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Verformung von Blechen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Verformung von BlechenInfo
- Publication number
- DE19927064A1 DE19927064A1 DE1999127064 DE19927064A DE19927064A1 DE 19927064 A1 DE19927064 A1 DE 19927064A1 DE 1999127064 DE1999127064 DE 1999127064 DE 19927064 A DE19927064 A DE 19927064A DE 19927064 A1 DE19927064 A1 DE 19927064A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- die
- deformation
- sheet
- see
- hold
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims abstract description 18
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 title claims abstract description 8
- 239000002184 metal Substances 0.000 title claims abstract description 8
- 238000003825 pressing Methods 0.000 title claims abstract description 7
- 239000012530 fluid Substances 0.000 title abstract 3
- 239000012528 membrane Substances 0.000 claims abstract description 17
- 210000003660 reticulum Anatomy 0.000 claims description 4
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims 2
- 239000000945 filler Substances 0.000 claims 1
- 238000010008 shearing Methods 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 abstract description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 4
- 239000011324 bead Substances 0.000 description 3
- 238000007596 consolidation process Methods 0.000 description 3
- 238000007711 solidification Methods 0.000 description 3
- 230000008023 solidification Effects 0.000 description 3
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 2
- 238000009966 trimming Methods 0.000 description 2
- 206010038743 Restlessness Diseases 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 1
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000000839 emulsion Substances 0.000 description 1
- 230000003628 erosive effect Effects 0.000 description 1
- 230000005764 inhibitory process Effects 0.000 description 1
- 239000011159 matrix material Substances 0.000 description 1
- 239000007769 metal material Substances 0.000 description 1
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 1
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 description 1
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 239000011800 void material Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D22/00—Shaping without cutting, by stamping, spinning, or deep-drawing
- B21D22/10—Stamping using yieldable or resilient pads
- B21D22/12—Stamping using yieldable or resilient pads using enclosed flexible chambers
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D22/00—Shaping without cutting, by stamping, spinning, or deep-drawing
- B21D22/20—Deep-drawing
- B21D22/205—Hydro-mechanical deep-drawing
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D22/00—Shaping without cutting, by stamping, spinning, or deep-drawing
- B21D22/20—Deep-drawing
- B21D22/22—Deep-drawing with devices for holding the edge of the blanks
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)
Abstract
Ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verformung von Blechen (13) zu großflächigen profilierten Bauteilen, insbesondere zu Karosserieteilen, wie zu Dächern, Motorhauben, Türen, Kofferraumdeckeln o. dgl., wobei das zu verformende Blech (13) nach Art des Tiefziehens in eine entsprechende Matrize (2) gepreßt wird, sollen dahingehend verbessert werden, daß sich aus Blech gloßflächige Bauteile auch für kleinere Serien kostengünstig herstellen lassen, die weder zum Flattern, noch zum Dröhnen, noch zum Reißen neigen. DOLLAR A Dazu wird vorgesehen, daß das auf die Matrize (2) aufgelegte Blech (13) während seiner Verformung an den Randbereichen festgehalten wird, vor der Verformung die Matrize (2) mit einem flüssigen Medium (22) befüllt wird, zur Verformung und zum Festhalten des Bleches (13) mindestens eine Preßmembran (17) Verwendung findet, die auf der der Matrize (2) abgekehrten Seite mit einem Druckmedium (vgl. 21) belastet wird und die unter der mittelbaren Kraft des Druckmediums (vgl. 21) stehende Mediumfüllung (22) der Matrize (2) in ihrem Widerstandsdruck entsprechend dem Verformungsfortschritt des jeweiligen Bleches (13) durch Reduzieren der Mediumfüllung (22) zurückgefahren wird.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verformung von Ble
chen zu großflächigen profilierten Bauteilen, insbesondere zu Karosserieteilen, wie zu
Dächern, Motorhauben, Türen, Kofferraumdeckeln od. dgl., wobei das zu verformende
Blech nach Art des Tiefziehens in eine entsprechende Matrize gepreßt wird.
Verformungen nach Art des Tiefziehens sind seit langem bekannt und sie haben sich in der
Praxis bestens bewährt und es ist erstaunlich, welche Formgebungen möglich sind. Aller
dings kommt es beim Tiefziehen auf bestimmte Qualitäten der zu verformenden Bleche an.
Es ist eine Materialstruktur erforderlich, die weitgehend dehnfähig ist, jedoch nur so weit,
daß zwischen der Dehnfähigkeit und dem sogenannten Fließreißen bzw. der Bruchdeh
nung ein Abstand verbleibt, der um so größer sein muß, wenn verhältnismäßig kleine Ra
dien geprägt werden sollen. Wenn grundsätzlich auch alle metallischen Werkstoffe tiefge
zogen, bzw. fließgepreßt werden können, stehen die Stahl- und/oder Aluminiumbleche im
Vordergrund, die im Handel unter der Bezeichnung "Bleche in Tiefziehqualität" erhältlich
sind.
Bekannt ist auch die beim Tiefziehen sich ergebende und häufig auch geforderte Verfesti
gung, die aber die Bruchdehnung nicht erreichen darf, die auch im Zusammenhang mit
dem erwähnten Fließreißen zu beurteilen ist. Daraus ergibt sich, daß es nur bedingt, wenn
überhaupt möglich ist, großflächige, randprofilierte Bauteile, insbesondere Karosserieteile,
wie Dächer, Motorhauben, Türen, Kofferraumdeckel, od. dgl. so herzustellen, daß sie den
heutigen Anforderungen genügen, zumal bei dem üblichen Tiefziehen nur die Randberei
che des jeweiligen Teiles verfestigt werden, während die Verfestigung in Richtung zum
mittleren Bereich wegen Fehlens einer ausreichenden Dehnung praktisch Null beträgt. Dies
hat zur Folge, daß insbesondere bei Karosserieteilen, z. B. bei großflächigen Dächern, der
Fahrwind, die Motorerschütterungen, Reifenunwuchten, "unruhige" Fahrbahnbeläge,
Kopfsteinpflaster usw. zu einem Flattern der nicht verfestigten Bereiche führen, das optisch
erträglich wahrnehmbar ist, akustisch aber außerordentlich störend wirkt, ganz abgesehen
davon, daß z. B. ein Karosseriedach leicht eingedrückt werden kann. Der akustische
Nachteil macht sich besonders bei hohen Fahrgeschwindigkeiten bemerkbar. Außerdem ist
zu befürchten, daß z. B. beim Flattern der Innenbereiche die häufig bis zur Grenze des
Möglichen verfestigten Außenbereiche reißen. Schließlich sind die Werkzeugkosten für die
herkömmliche Verformungsart derart hoch, daß sie nur für Großserien hinnehmbar er
scheinen.
Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren an
zugeben mit dem sich aus Blech großflächige Bauteile, insbesondere Karosserieteile, wie
Dächer, Motorhauben od. dgl. auch für kleinere Serien kostengünstig herstellen lassen, die
weder zum Flattern, noch zum Dröhnen, noch zum Reißen neigen. Zur Aufgabe der Erfin
dung gehört es ferner, eine Vorrichtung zu entwickeln, die bei verhältnismäßig geringen
Herstellungskosten eine wirtschaftliche Durchführung des Verfahrens ermöglicht.
Der verfahrensmäßige Teil der Erfindung wird durch die Merkmale des kennzeichnenden
Teiles des Hauptanspruches 1 gelöst. Durch das Festhalten der Randbereiche des zu
verformenden Bleches und durch die formlose Preßmembran, die mittelbar über das Blech
auf die ihr gegenüberliegende, gewissermaßen ebenfalls formlose Mediumfüllung der Ma
trize wirkt, wird das Blech über seine ganze, nicht eingespannte Fläche gestreckt und da
bei großflächig verfestigt. Das Strecken des Bleches und damit die Verfestigung verläuft
weitgehend gleichmäßig, was sich dann ändert, wenn die profilierte Ausnehmung in der
Matrize bei zurückgefahrenem Mediumdruck voll wirksam wird und der endgültigen Verfor
mung des jeweiligen Bleches nichts mehr im Wege steht. Zwar führt das Ausformen in der
Endphase zu weiteren Verfestigungen, jedoch haben diese noch einen genügenden Ab
stand zur Bruchdehnung. Zu erwähnen ist ferner, daß die etwa gleichmäßige Verfestigung
auch darauf beruht, daß - abgesehen von der Endphasenformgebung - gewissermaßen
keine Hemmschwellen für das Strecken vorhanden sind, welche die Gleichmäßigkeit stören
könnten. Anders ausgedrückt bedeutet dies, daß im vorteilhaften Gegensatz zu herkömm
lichen Tiefziehverfahren das Blech nicht oder nur geringfügig nachrutschen kann, so daß
das Strecken zu einer gleichmäßigen Verfestigung führen muß, die mit Sicherheit die be
reits erwähnten Nachteile, nämlich das Flattern, das Dröhnen und das Reißen der fertigen
Teile verhindert. Mithin sind mit dem erfindungsgemäßen Verfahren nunmehr Bauteile
herstellbar, wie solche gemäß den bekannten Verfahren undenkbar waren; insbesondere
können nunmehr im vorteilhaften Gegensatz zu früheren Arten des Tiefziehens auch Bau
teile mit Hinterschneidungen gefertigt werden. Des weiteren ist es außerordentlich vorteil
haft, daß man aufgrund des Fehlens eines Stempels mit nahezu halbierten Werkzeugko
sten auskommt, was für kleinere Serien von entscheidender Bedeutung ist.
Um den zuletzt genannten Vorteil eine noch größere Bedeutung zukommen zu lassen, ist
es zweckmäßig, nach Anspruch 2 vorzugehen. Auf diese Weise lassen sich großflächige
Bauteile in einem Zug formgerecht herstellen, die überhaupt keiner Nachprägung bedürfen.
Damit die Endformgebung tatsächlich in einem Zug vollziehbar ist, wird empfohlen, nach
Anspruch 3 zu handeln. Der aufrecht erhaltene Widerstandsdruck des jeweiligen Mediums
in der Befülleinrichtung verhindert unerwünschte Veränderungen des fertigen Bauteiles.
Eine wesentliche Besonderheit des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß bei
der Verformung gleichzeitig der Rand des fertigen Bauteiles beschnitten wird, wie dies in
Anspruch 4 angegeben ist. Dadurch entfallen kostspielige Beschneidewerkzeuge, was wie
derum für kleine Serien von außerordentlichem Vorteil ist.
Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4 ist
eine, eine Tiefziehmatrize und einen Niederhalter aufweisende Vorrichtung vorgesehen,
wie sich eine solche aus dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 5 ergibt. Hier besticht
vor allem der einfache Aufbau, zumal die Matrize ohne Mehraufwand gegenüber herkömm
lichen Werkzeugen entsprechend dem zu fertigenden Blechteiles, z. B. durch Erodieren
oder Fräsen ausgespart werden kann, die Schaffung von Füll- und/oder Entlee
rungsleitungen keinerlei Schwierigkeiten bereitet und ein steuerbares Ventil praktisch im
Handel erhältlich ist. Zu dem Ventil der Füll- und/oder Entleerungsleitung sei bemerkt, daß
dieses Ventil derart steuerbar sein muß, daß das Füllmedium, z. B. eine Wasseremulsion in
der Endphase der Verformung in der Füll- und/oder Entleerungsleitung verbleibt und die
Mündung in die Aussparung verschließt. Der lückenlos umlaufende Niederhalter ist eben
falls einfach herstellbar und die mit Druck zu beaufschlagende Preßmembran ist kein Teil
der Vorrichtung, vielmehr gehört diese entweder zu einer Hochdruck-Tunnelpresse oder zu
einer Preßeinheit, wobei letztere allerdings mit der Matrize oder mit einer die Matrize von
unten abstützenden Platte fest verbindbar sein muß, wofür ein gewisser Bauaufwand un
vermeidbar erscheint. Trotz dieses Mehr an Bauaufwand bleibt der Vorteil des verbilligten
Werkzeuges weitgehend erhalten, da die Preßeinheit auch anderweitig einsetzbar ist und
daher eine Kleinserie so gut wie nicht belastet. Wenn besondere Hinterschneidungen zu
beherrschen sind, kann es erforderlich sein, weitere Füll- bzw. Entleerungsleitungen
und/oder geänderte Matrizen vorzusehen, jedoch wird dadurch der Rahmen der Erfindung
nicht verlassen.
Ein besonderer Herstellungsvorteil ergibt sich dann, wenn man sich die Lehre des Anspru
ches 6 zunutze macht. Dadurch werden nämlich zwei Arbeitsgänge in einem einzigen
Werkzeug vollzogen, so daß die Pro-Stück-Kosten, z. B. für gefertigte Dächer od. dgl., ab
sinken.
Der Niederhalter, der lückenlos umläuft, kann mehrteilig sein, was aber nicht ausschließt,
daß er gemäß Anspruch 7 ausgebildet ist.
Um die Preßmembran zu schonen ist es zweckmäßig, nach Anspruch 8 vorzugehen. Ähnli
ches gilt für die Maßnahme nach Anspruch 9; hier ergibt sich zusätzlich der Vorteil, daß
das Blech von der Preßmembran mit Sicherheit an die oberen Bereiche der Aussparung
der Matrize gepreßt wird, was auch für das Beschneiden von Bedeutung ist.
Wenn man nach Anspruch 10 vorgeht, ist es möglich, das eingespannte Blech ab dem
Festeinspannbereich zu strecken, nicht zuletzt deshalb, weil das Füllmedium der Matrize
unterhalb des Bleches gewissermaßen einen Gleitfilm bildet. Auf diese Weise ergeben sich
Streckwege, die im Extremfall eine gefährliche Annäherung der Verfestigung an die Bruch
dehnung vermeiden.
Bei besonders kompliziert geformten Bauteilen kann es erforderlich sein, daß rundum ein
Nachrutschen des zu verformenden Bleches oder ein Nachrutschen an einzelnen Stellen
erforderlich, zumindest aber wünschenswert ist, dann bietet sich dazu ein Niederhalter,
ganz gleich ob er einteilig oder aus mehreren Stücken zusammengesetzt ist, an, wie sich
ein solcher aus Anspruch 11 ergibt.
Für den Fall, daß eine Preßmembran, sei es die in einer Hochdruck-Tunnel-Presse oder
die in einer sonstigen Einrichtung mit ihrem Wirkungsbereich für die erfindungsgemäße
Vorrichtung gewissermaßen zu groß ist und die Membran teilweise ins Leere wirken würde,
sind Maßnahmen vorgesehen, die sich aus Anspruch 12 ergeben.
In der Zeichnung ist das erfindungsgemäße Verfahren anhand einer ebenfalls erfindungs
gemäßen Vorrichtung beispielsweise erläutert; es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung in vereinfachter Schnittdarstellung, wobei sich die
Vorrichtung unter einer Preßmembran befindet,
Fig. 2 eine Oberansicht auf eine Vorrichtung ohne Standfläche mit einem be
sonderen Niederhalter, der die Vorrichtung allseitig überragt und
Fig. 3 die Vorrichtung gemäß Fig. 2 in Seitenansicht.
Wie sich aus Fig. 1 ergibt, besteht die Vorrichtung 1 aus einer Matrize 2 und einem Nieder
halter 3. Die Matrize 2 weist eine Aussparung 4 auf, die in ihrer Gestaltung dem zu ferti
genden Bauteil entspricht und Wülste 5, 6 aufweist, die Sicken im fertigen Bauteil ergeben.
In der Nähe des oberen Randes der Aussparung 4 ist eine umlaufende Nut 7 in Fig. 2 nur
angedeutet vorgesehen, die zwei Schneidkanten 8, 9 aufweist. In die Aussparung 4 mün
det eine Füll- und/oder Entleerungsleitung 10, die mit einem steuerbaren Ventil 11 ausge
stattet ist. Die Vorrichtung 1 stützt sich auf einer angedeuteten druckstabilen Platte 12 ab.
Mit 13 ist ein zu verformendes Blech bezeichnet, das sich zwischen der Oberfläche 14 und
den lückenlos umlaufenden Niederhalter 3 befindet. Da die Oberfläche 14 in dem inneren
Bereich leicht schräg nach unten verläuft, (übertrieben dargestellt) liegen die Teile 2, 13
und 3 nur in den Bereichen 15, 16 dicht aneinander, wie dies durch verstärkte Striche an
gedeutet ist. Die ganze Vorrichtung 1 liegt dicht unter einer Preßmembran 17, die einer
Hochdruck-Tunnelpresse oder einer anderen hydraulischen oder pneumatischen Druck-
bzw. Presseinrichtung angehört. Wenn die lichte Höhe zwischen der Platte 12 und der
Preßmembran 17 über der Höhe der Matrize 2 mit ihrem Niederhalter 3 liegt, dann wird die
Matrize 2 unterlegt. Wenn die Länge und/oder die Breite der Matrize 2 kleiner ist als der
Wirkungsbereich der Preßmembran 17 werden Paßstücke 18 vorgesehen, damit die
Preßmembran 17 nicht ins Leere wirken kann, wodurch sie Schaden nehmen könnte. Eine
Grenze des Wirkungsbereiches der Preßmembran 17 ist in der Fig. 1 rechts mit der Be
zugszahl 17a deutlich gemacht. Wiederum zur Schonung der Preßmembran 17 sind die
innen umlaufenden Bereiche 19 des Niederhalters 3, sowie die oberen Ränder 20 der Aus
sparung 4 gerundet.
Wenn nun ein Druckmedium in Richtung des Pfeiles 21 auf die Preßmembran 17 wirksam
wird, dann wird nicht nur der Niederhalter 3 über das Blech 13 auf die Matrize 2 gedrückt,
sondern es erfolgt auch eine ballenartige Verformung des Bleches 13, wodurch das Blech
13, da es in den Bereichen 15, 16 fest eingespannt ist, gedehnt und damit verfestigt wird.
Bei einer weiteren Drucksteigerung wird das Blech 13 über seinen ganzen nicht einge
spannten Bereich weiter gedehnt und kommt schließlich zur Anlage an die Innenkonturen
der Aussparung 4. Es versteht sich, daß bei den Wülsten 5, 6 eine zusätzliche Streckung
und Verfestigung stattfindet, die aber ungefährlich bleibt. Dieser Verformungsvorgang er
folgt gegen den Widerstand einer Mediumfüllung 22, deren Widerstandsdruck entspre
chend des Verformungsfortschrittes über die Leitung 10 und das steuerbare Ventil 11 auf
Null zurückgefahren wird, d. h. zu diesem Zeitpunkt ist die Matrize 2, bis auf die Leitung 10
mediumfrei. Das Medium in der Leitung 10 stellt dabei eine Sperre gegenüber der Ausspa
rung 4 dar, so daß an der Leitungsmündung keine Verformung erfolgt, da die Mündung
verschlossen ist. Eine geringfügige Drucksteigerung führt dazu, daß die Schneidkanten 8,
9 der Nut 7 wirksam werden und der ausgeformte Teil beschnitten wird.
Die Fig. 2 läßt erkennen, daß der Niederhalter lückenlos umlaufend ist, wobei es keine
Rolle spielt, ob der Niederhalter von einem Rahmen gebildet ist oder sich aus vier Teilen
zusammensetzt. In die Fig. 2 und 3 sind zum besseren Verständnis die vorausgegangenen
Bezugszahlen eingetragen. Unterschiedlich gegenüber Fig. 1 ist der Niederhalter 3, der die
Matrize 2 allseitig überragt. Zwischen den überragenden Teilen des Niederhalters 3 und
der Platte 12 sind Hubzylinder 23 vorgesehen, die dazu dienen, den Niederhalter an ein
zelne Stellen leicht anzuheben, um ein steuerbares Nachrutschen des Bleches 13 zu er
möglichen, das bei besonderen Formen, also bei besonderen Bauteilgeometrien zweck
mäßig erscheint, und zwar deshalb, weil im Extremfall durch das umlaufende gleichmäßige
Festhalten der Randzonen des Bleches 13 die Bruchdehnung erreicht werden könnte, was
unbedingt zu vermeiden ist. Eine besondere Form des jeweiligen Bauteiles erfordert natur
gemäß eine besondere Aussparung 4 in der Matrize 2, wie dies in Fig. 2 mit einer gestri
chelten Linie 24 angedeutet ist. Dabei ist es zweckmäßig, auch den Niederhalter 3 ent
sprechend zu gestalten, wozu auf die strichpunktierte Linie 25 verwiesen wird. Es versteht
sich, daß die Steuerung der Hubzylinder 23 vollautomatisch erfolgt, und zwar in Abhängig
keit vom Verformungsvorgang. Zur Erläuterung der Fig. 2 und 3 sei noch erwähnt, daß in
diesen Figuren das Blech 13 und die Preßmembran 17 der Sicht wegen nicht dargestellt
sind.
Claims (12)
1. Verfahren zur Verformung von Blechen zu großflächigen profilierten Bauteilen, ins
besondere zu Karosserieteilen, wie zu Dächern, Motorhauben, Türen, Kofferraum
deckeln od. dgl., wobei das zu verformende Blech nach Art des Tiefziehens in eine
entsprechende Matrize gepreßt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - das auf die Matrize aufgelegte Blech während seiner Verformung an den Randbe reichen festgehalten wird,
- - vor der Verformung die Matrize mit einem flüssigen Medium befüllt wird, zur Verformung und zum Festhalten des Bleches mindestens eine Preßmembran Verwendung findet, die auf der der Matrize abgekehrten Seite mit einem Druck medium belastet wird und
- - die unter der mittelbaren Kraft des Druckmediums stehende Mediumfüllung der Matrize in ihrem Widerstandsdruck entsprechend dem Verformungsfortschritt des jeweiligen Bleches durch reduzieren der Mediumfüllung zurückgefahren wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrize allein mit der
die Form des fertigen Blechteiles bestimmenden Profilierung ausgestattet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der der Kraft des Druck
mediums entgegenwirkende Widerstandsdruck der Mediumfüllung im Endphasenbe
reich der Verformung des jeweiligen Bleches auf Null zurückgefahren wird, jedoch so,
daß der Widerstandsdruck des jeweiligen Mediums in der Befülleinrichtung aufrecht
erhalten bleibt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Endphasenbereich der
Verformung gleichzeitig der Rand des fertigen Teiles beschnitten wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, wobei
die Vorrichtung eine Tiefziehmatrize mit einem Niederhalter aufweist, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Matrize (2) entsprechend dem zu fertigenden Bauteil ausge
spart ist, daß in die Aussparung (4) der Matrize (2) mindestens eine Füll- und/oder
Entleerungsleitung (10) für das jeweilige flüssige Medium (22) mündet, die ein steu
erbares Ventil (11) enthält, daß die Vorrichtung (1) einen lückenlos umlaufenden, das
eingelegte Blech (13) gegen die Matrize (2) pressenden Niederhalter (3) aufweist und
daß die entgegen der Verformungsrichtung (21) fest abgestützte (vgl. 12) Matrize (2)
mit ihrem Niederhalter (3) dicht unter einer mit Druck zu beaufschlagenden Preß
membran (17) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrize (2) im obe
ren Bereich der Aussparung (4) mindestens eine umlaufende Abscherkante (vgl. 8
oder 9) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der lückenlos umlau
fende Niederhalter (3) von einem Rahmen gebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in Verformungsrichtung
(vgl. 21) die Innenbereiche des rahmenartigen Niederhalters (3) nach unten gerundet
(vgl. 19) sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die gerundeten Bereiche
(19) des Niederhalters (3) gegenüber den oberen, ebenfalls gerundeten (vgl. 20) Be
reichen der Ausnehmung (4) der Matrize (2) nach außen versetzt sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 5 und mindestens einem der folgenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (14) der Matrize (2) für das zu verfor
mende Blech (13) ab einem äußeren Festeinspannbereich (vgl. 15, 16) leicht nach
unten geneigt verläuft.
11. Vorrichtung nach Anspruch 5 und mindestens einem der folgenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Niederhalter (3) die Matrize (2) allseitig überragt und
zwischen den überragenden Teilbereichen des Niederhalters (3) und der Standfläche
(vgl. 12) für die Matrize (2) Hubzylinder (23) vorgesehen sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 5 und mindestens einem der folgenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Matrize (2) mindestens in Länge und Breite einem,
gegenüber der Vorrichtung (1) überdimensionierten Wirkungsbereich der Preßmem
bran (17) anpaßbar ist, indem seitliche, auf fest (vgl. 12) abgestützte Füllstücke (18)
vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999127064 DE19927064B4 (de) | 1999-06-15 | 1999-06-15 | Verfahren und Vorrichtung zur Verformung von Blechen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999127064 DE19927064B4 (de) | 1999-06-15 | 1999-06-15 | Verfahren und Vorrichtung zur Verformung von Blechen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19927064A1 true DE19927064A1 (de) | 2000-12-28 |
| DE19927064B4 DE19927064B4 (de) | 2005-09-01 |
Family
ID=7911173
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999127064 Expired - Fee Related DE19927064B4 (de) | 1999-06-15 | 1999-06-15 | Verfahren und Vorrichtung zur Verformung von Blechen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19927064B4 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1383619A1 (de) | 2001-05-04 | 2004-01-28 | DaimlerChrysler AG | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von nebenformelementen |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1602990B2 (de) * | 1966-04-15 | 1978-03-16 | Tarex S.A. Machines-Outils De Precision, Petit-Lancy, Genf (Schweiz) | Gewindestrehlgerät für Drehmaschinen |
| DE2655770C3 (de) * | 1975-12-23 | 1981-10-15 | ASEA AB, Västerås | Tunnelpresse mit Druckkissen |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1602550C3 (de) * | 1961-07-07 | 1974-01-17 | Siemens-Electrogeraete Gmbh, 1000 Berlin Und 8000 Muenchen | Verfahren zum Formen von Hohlkörpern durch hydraulisches Tiefziehen |
-
1999
- 1999-06-15 DE DE1999127064 patent/DE19927064B4/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1602990B2 (de) * | 1966-04-15 | 1978-03-16 | Tarex S.A. Machines-Outils De Precision, Petit-Lancy, Genf (Schweiz) | Gewindestrehlgerät für Drehmaschinen |
| DE2655770C3 (de) * | 1975-12-23 | 1981-10-15 | ASEA AB, Västerås | Tunnelpresse mit Druckkissen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1383619A1 (de) | 2001-05-04 | 2004-01-28 | DaimlerChrysler AG | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von nebenformelementen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19927064B4 (de) | 2005-09-01 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP2512702B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines halbschalenteils | |
| DE69601901T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Umformen eines Bleches unter Verwendung eines variablen Ziehwulstes | |
| DE69531233T2 (de) | Mechanismus und Verfahren zum Formen von Rohteilen | |
| DE3642208C2 (de) | ||
| DE69321728T2 (de) | Zweistufiger matritzensatz | |
| DE60311232T2 (de) | Durch fliesspressen hergestellter artikel, fliesspressverfahren und fliesspressvorrichtung | |
| EP3519121B1 (de) | Verfahren zum herstellen von bauteilen mit angepasstem bodenbereich | |
| DE102011050001A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von flanschlosen Ziehteilen | |
| DE102007012316A1 (de) | Verfahren und Anbiegepresse zum Anbiegen der Randstreifen eines zu einem Schlitzrohr zu formenden Bleches | |
| DD252560A5 (de) | Verfahren und vorrichtung zum ziehen von metalltafeln geringer dehnung | |
| DE19842750B4 (de) | Verfahren und Herstellung von tiefgezogenen Hohlteilen und Ziehwerkzeug | |
| EP2396127A1 (de) | Verfahren zur herstellung von profilierten blechen | |
| DE69605706T2 (de) | Tiefziehen eines Bleches mittels einer Presse und Tiefziehvorrichtung | |
| DE69909485T2 (de) | Vorrichtung und verfahren zum formen von flachen gegenständen | |
| DE102010045281A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Umformen eines Werkstücks | |
| CH622974A5 (de) | ||
| EP0251989A2 (de) | Spannrahmen zum lösbaren Einspannen einer Folie | |
| DE19927064A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Verformung von Blechen | |
| DE3610022A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von sicken in blechen | |
| DE102007002997A1 (de) | Heißpresse zur Beschichtung von Werkstücken, insbesondere Möbelteilen, sowie Arbeitstisch hierfür | |
| DE69722456T2 (de) | Gerät zum halten eines zuschnitts in einer flüssigzellenpresse, und flüssigzellenpresse | |
| DE9411461U1 (de) | Vorrichtung zum Hochdruckformen von Felgenkränzen | |
| DE102014108726A1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Funktions- oder Zierleiste | |
| AT518057B1 (de) | Wärmetauschervorrichtung | |
| EP1147833A2 (de) | Verfahren zum Tiefziehen von Blechen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: SEIFERT, T., DIPL.-PHYS.UNIV., PAT.-ANW., 85107 BA |
|
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |