DE19927915A1 - Glasscheiben mit Solarmodulen - Google Patents
Glasscheiben mit SolarmodulenInfo
- Publication number
- DE19927915A1 DE19927915A1 DE19927915A DE19927915A DE19927915A1 DE 19927915 A1 DE19927915 A1 DE 19927915A1 DE 19927915 A DE19927915 A DE 19927915A DE 19927915 A DE19927915 A DE 19927915A DE 19927915 A1 DE19927915 A1 DE 19927915A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- glass pane
- modules
- carrier
- solar modules
- pane
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 239000011521 glass Substances 0.000 title claims abstract description 68
- 239000011347 resin Substances 0.000 title claims abstract description 29
- 229920005989 resin Polymers 0.000 title claims abstract description 29
- 238000005266 casting Methods 0.000 title claims abstract description 22
- 238000000034 method Methods 0.000 claims abstract description 14
- 238000010030 laminating Methods 0.000 claims abstract 4
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 claims description 11
- NIXOWILDQLNWCW-UHFFFAOYSA-M Acrylate Chemical compound [O-]C(=O)C=C NIXOWILDQLNWCW-UHFFFAOYSA-M 0.000 claims description 6
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 6
- CERQOIWHTDAKMF-UHFFFAOYSA-M Methacrylate Chemical compound CC(=C)C([O-])=O CERQOIWHTDAKMF-UHFFFAOYSA-M 0.000 claims description 3
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 claims description 3
- 239000000806 elastomer Substances 0.000 claims description 3
- 239000000178 monomer Substances 0.000 claims description 3
- 229920000058 polyacrylate Polymers 0.000 claims description 3
- HBGPNLPABVUVKZ-POTXQNELSA-N (1r,3as,4s,5ar,5br,7r,7ar,11ar,11br,13as,13br)-4,7-dihydroxy-3a,5a,5b,8,8,11a-hexamethyl-1-prop-1-en-2-yl-2,3,4,5,6,7,7a,10,11,11b,12,13,13a,13b-tetradecahydro-1h-cyclopenta[a]chrysen-9-one Chemical compound C([C@@]12C)CC(=O)C(C)(C)[C@@H]1[C@H](O)C[C@]([C@]1(C)C[C@@H]3O)(C)[C@@H]2CC[C@H]1[C@@H]1[C@]3(C)CC[C@H]1C(=C)C HBGPNLPABVUVKZ-POTXQNELSA-N 0.000 claims 1
- PFRGGOIBYLYVKM-UHFFFAOYSA-N 15alpha-hydroxylup-20(29)-en-3-one Natural products CC(=C)C1CCC2(C)CC(O)C3(C)C(CCC4C5(C)CCC(=O)C(C)(C)C5CCC34C)C12 PFRGGOIBYLYVKM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- SOKRNBGSNZXYIO-UHFFFAOYSA-N Resinone Natural products CC(=C)C1CCC2(C)C(O)CC3(C)C(CCC4C5(C)CCC(=O)C(C)(C)C5CCC34C)C12 SOKRNBGSNZXYIO-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 4
- 239000002390 adhesive tape Substances 0.000 description 2
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 2
- 238000007796 conventional method Methods 0.000 description 2
- 239000011888 foil Substances 0.000 description 2
- 238000003475 lamination Methods 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 230000003287 optical effect Effects 0.000 description 2
- BQCADISMDOOEFD-UHFFFAOYSA-N Silver Chemical compound [Ag] BQCADISMDOOEFD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910006404 SnO 2 Inorganic materials 0.000 description 1
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 1
- 230000007547 defect Effects 0.000 description 1
- 239000013013 elastic material Substances 0.000 description 1
- 230000009969 flowable effect Effects 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
- 239000005336 safety glass Substances 0.000 description 1
- 239000000523 sample Substances 0.000 description 1
- 229910052709 silver Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000004332 silver Substances 0.000 description 1
- 239000002966 varnish Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10F—INORGANIC SEMICONDUCTOR DEVICES SENSITIVE TO INFRARED RADIATION, LIGHT, ELECTROMAGNETIC RADIATION OF SHORTER WAVELENGTH OR CORPUSCULAR RADIATION
- H10F19/00—Integrated devices, or assemblies of multiple devices, comprising at least one photovoltaic cell covered by group H10F10/00, e.g. photovoltaic modules
- H10F19/80—Encapsulations or containers for integrated devices, or assemblies of multiple devices, having photovoltaic cells
- H10F19/807—Double-glass encapsulation, e.g. photovoltaic cells arranged between front and rear glass sheets
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
- Y02E10/00—Energy generation through renewable energy sources
- Y02E10/50—Photovoltaic [PV] energy
Landscapes
- Joining Of Glass To Other Materials (AREA)
- Photovoltaic Devices (AREA)
Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Glasscheibe mit Solarmodul, bei welcher ein Solarmodul, der seinerseits aus einer transparenten Trägerschicht und mindestens einer darauf aufgebrachten fotoempfindlichen Schicht mit elektrischen Anschlußleitungen besteht, an einer Trägerscheibe befestigt wird. Ebenso betrifft die vorliegende Erfindung ein entsprechendes Verfahren zur Herstellung einer solchen Glasscheibe mit einem Solarmodul. DOLLAR A Dadurch, daß mehrere Solarmodule mit Hilfe eines Gießharzes auf die Trägerscheibe auflaminiert sind, wobei die Fläche der Trägerscheibe deutlich größer ist als die Summe der Flächen der Solarmodule, so daß alle Solarmodule im Abstand zum Rand der Trägerscheibe auflaminierbar sind, wird eine Glasscheibe mit Solarmodul und ein entsprechendes Verfahren zu deren Herstellung bereitgestellt, welches kostengünstig ist, geringe Transmissionsverluste aufweist, als Standardfassadenplatte bzw. als Standartfensterscheibe verwendbar ist und eine gute Haltbarkeit aufweist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Glasscheibe mit Solarmodul, bei welcher ein Solarmodul,
der seinerseits aus einer transparenten Trägerschicht und mindestens einem darauf
aufgebrachten fotoempfindlichen Schicht mit elektrischen Anschlußleitungen besteht, an einer
Trägerscheibe befestigt wird. Ebenso betrifft die vorliegende Erfindung ein entsprechendes
Verfahren zur Herstellung einer solchen Glasscheibe mit einem Solarmodul.
An sich sind derartige Glasscheiben, wie sie für Fassaden oder auch für Fenster verwendet
werden können, bereits bekannt. Bei dem Solarmodul besteht auch die Trägerschicht im
allgemeinen bereits aus einer Glasscheibe, die aber noch vergleichsweise dünn sein kann.
Derartige Solarmodule werden allerdings zumeist nur in relativ begrenzten Größen hergestellt.
Großflächige Solarmodule haben sich in der Praxis als schwer herstellbar und/oder teuer
herausgestellt, da auf größeren Flächen auch leichter lokale Fehler in der Beschichtung
auftreten, was unter Umständen dazu führen kann, daß der gesamte Modul nicht brauchbar
ist.
Standardmodule haben zum Beispiel Abmessungen von 900 × 1000 mm2 oder 600 × 1200
mm2. Diese Abmessungen sind allerdings für herkömmliche Fenster, Glasdächer oder
Glasfassaden viel zu klein.
Es besteht daher ein Bedürfnis an Glasscheiben, die einerseits mit Solarmodulen bestückt sind,
die aber andererseits im Rahmen üblicher Glasscheibengrößen liegen, wie sie für moderne
Fenster und Fassaden verwendet werden.
Außerdem soll es wahlweise möglich sein, die Solarmodule ebenso an Einfachglasscheiben als
Trägerscheiben zu befestigen, wie z. B. bei vorgesetzten Fassaden eines Gebäudes, oder aber
sie auch als Außenglasscheibe in Doppel- oder Dreifach-Isolierglasscheiben zu verwenden. Bei
vielen herkömmlichen Verfahren zur Befestigung von Solarmodulen an Trägerglasscheiben ist
dieses schlecht möglich, da die Module bei diesen herkömmlichen Verfahren im allgemeinen
durch eine zweite Glasscheibe auf ihrer Rückseite abgedeckt und gegen die Trägerglasscheibe
gedrückt werden, um sie an dieser festzuhalten.
Es sollen auch schon Solarmodule mit Hilfe von Folien auf Trägerglasscheiben auflaminiert
worden sein.
Gegenüber dem vorstehend genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine Glasscheibe mit Solarmodul und ein entsprechendes Verfahren zu
deren Herstellung zu schaffen, welches kostengünstig ist, geringe Transmissionsverluste
aufweist, als Standard-Fassadenplatte bzw. als Standard-Fensterscheibe verwendbar ist und
eine gute Haltbarkeit aufweist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß mehrere Solarmodule mit Hilfe eines Gießharzes auf
die Trägerscheibe auflaminiert sind, wobei die Fläche der Trägerscheibe deutlich größer ist als
die Summe der Flächen der Solarmodule, so daß alle Solarmodule im Abstand zum Rand der
Trägerscheibe auflaminierbar sind.
Weitere Merkmale ergeben sich insbesondere aus den Unteransprüchen, die nachstehend noch
diskutiert werden.
Hinsichtlich des entsprechenden Verfahrens zur Herstellung von Glasscheiben mit Solarmodulen
wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe dadurch gelöst, daß als Trägerscheibe eine
Glasscheibe verwendet wird, deren Fläche deutlich größer ist als die Summe der Flächen der
darauf aufzubringenden Solarmodule, und daß die Solarmodule mit Hilfe eines Gießharzes auf
die Trägerglasscheibe auflaminiert werden.
Zweckmäßigerweise werden für die Herstellung der erfindungsgemäßen Glasscheiben Standard-
Solarmodule mit den oben angegebenen Standardmaßen verwendet.
Die Anzahl der auf einer Trägerscheibe untergebrachten Solarmodule sollte vorzugsweise
mindestens eins, besser zwei oder vier betragen, sie kann aber auch auf sechs, acht, zwölf und
mehr Module (oder auch auf eine ungerade Anzahl von Modulen) erhöht werden, je nach Größe
der Module und je nach Größe der als Einheit zu verwendenden Trägerglasscheiben.
Dabei können die Module parallel geschaltet sein und gemeinsame äußere Anschlüsse
aufweisen, sie können aber auch in Reihe geschaltet sein. Bei Trägerglasscheiben, welche eine
besonders große Anzahl von Solarmodulen aufweisen, empfiehlt sich unter Umständen eine
gemischte Reihen- und Parallelschaltung in der Weise, daß immer eine feste Anzahl bzw.
Untergruppe von Solarmodulen in Reihe geschaltet wird, so daß mehrere in Reihe geschaltete
Gruppen von Solarmodulen mit einer gleichen Modulanzahl gebildet werden, und wobei diese
Gruppen dann wiederum parallel zueinander geschaltet werden. Dabei kann jede Gruppe ihre
eigenen äußeren Anschlüsse aufweisen, es ist jedoch zweckmäßig, wenn man diese parallelen
Anschlüsse zu nur einem äußeren Anschlußpaar zusammenfaßt.
Bei dem Solarmodul sollte dessen Rückseite durch einen Schutzlack, vorzugsweise durch eine
Schutzfolie oder aber durch eine Schutzglasscheibe abgedeckt sein. Diese Abdeckung kann
schon von vornherein an dem Solarmodul vorhanden sein, sie kann aber auch nachträglich
aufgebracht werden. Auch dabei kann das erfindungsgemäße Gießharz verwendet werden.
Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die Trägerglas
scheibe die Außenscheibe einer Isolierverglasung bildet. Derartige Module sind als Fenster
verwendbar, wobei die Bedingung, daß die Trägerscheibenfläche wesentlich größer ist als die
Fläche der Solarmodule, sicherstellt, daß ein solches "Fenster" trotz der Bestückung mit
Solarmodulen noch genügend Licht hindurchläßt und auch Platz für Randleisten und Dichtungen
entlang des Umfangs der Isolierglasscheibe bietet.
Alternativ könnte auch die rückwärtige Elektrode eines Solarmoduls aus einem transparenten
Material gebildet sein, was jedoch im Gegensatz zu reflektierendem Material die Stromausbeute
des Solarmoduls verringert, dafür aber mehr Licht in den dahinter liegenden Raum hindurchläßt.
Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher als Gießharz ein ein-
oder mehrkomponentiges Acrylatsystem vorgesehen ist. Insbesondere Gießharze mit
Acrylat/Metacrylatmonomeren, die nach dem Laminieren zu Polyacrylatelastomeren aushärten,
haben sich als besonderes geeignet erwiesen. Eine solche Gießharzschicht hat eine große
Transmission für Licht im optischen Bereich, und insbesondere auch im kurzwelligen optischen
Bereich.
Außerdem ist eine solche Gießharzschicht äußerst stabil und haltbar, so daß die Last des
Solarmoduls ohne zusätzliche mechanische Befestigung gut in die Trägerglasscheibe
abgetragen wird. In der bevorzugten Ausführungsform sollte die Gießharzschicht mindestens
1 mm dick sein, weil auf diese Weise mögliche Verspannungen, die sich zum Beispiel aufgrund
unterschiedlicher Wärmeausdehnung bzw. unterschiedlicher Temperatur der beiden
verbundenen Scheiben ausbilden können, leichter abgefangen werden. Schließlich ist der
Laminierungsvorgang mit einem solchen Gießharz relativ einfach. Hierzu werden zum Beispiel
Glasscheibe und Solarmodul am Rand mit beidseitig klebendem Band verbunden und das sehr
fließfähige Gießharz wird, gegebenenfalls mit Hilfe von Sonden, in den verbleibenden schmalen
Zwischenraum zwischen den beiden Teilen eingebracht. Anschließend wird das Gießharz
ausgehärtet, zum Beispiel durch Bestrahlung mit UV-Licht. Selbstverständlich sind auch andere
Vorgehensweisen bei der Herstellung der Gießharzverbindung zwischen Solarmodul und
Trägerglasscheibe möglich. Wie bereits erwähnt, besteht die (zu verbindende) Vorderseite eines
solchen Solarmoduls im allgemeinen aus einer transparenten Trägerschicht, die ebenfalls aus
Glas besteht und auf deren Rückseite Elektrodenschichten und unterschiedliche fotoempfindli
che Schichten aufgedämpft oder auf andere Art und Weise aufgebracht sind.
Die Rückseite des Solarmoduls wird im allgemeine von einer reflektierenden Elektrode, z. B. aus
einer Aluminium- oder Silberschicht gebildet, die zusätzlich noch mit einer Schutzfolie oder
einer Schutzglasscheibe abgedeckt sein kann.
Die vordere Elektrode, die unmittelbar auf die Trägerschicht aufgebracht ist, besteht aus einem
durchsichtigen elektrischen Leiter, wie z. B. SnO2 : F.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung werden
deutlich anhand der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen und der
dazugehörigen Figuren.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Teilschnitt durch eine Trägerglasscheibe mit einem aufgebrachten
Solarmodul mit Schutzfolie,
Fig. 2 einen entsprechenden Teilschnitt durch einen auf eine Trägerglasscheibe
aufgebrachten Solarmodul, der eine rückwärtige Abdeckung aus einem
Schutzglas aufweist,
Fig. 3 wiederum einen Teilschnitt durch eine Isolierglasscheibe, die als vorderes
Glaselement das Trägerglas nach Fig. 1 enthält und
Fig. 4 einen Teilschnitt durch eine Isolierglasscheibe, die als Außenscheibe das in Fig.
2 dargestellte Element enthält.
Man erkennt in Fig. 1 ein Solarmodul 1, der aus einer Trägerschicht 5 (im allgemeinen
ebenfalls Glas) und einer fotoempfindlichen Schicht 4 besteht, die auch noch durch eine
zusätzliche, äußere Schutzfolie 6 abgedeckt ist. Die Details der fotoempfindlichen Schicht 4
sind hier nicht dargestellt, ebenso wie die verschiedenen Anschlußdrähte, die von der
Innenseite bzw. Außenseite der fotoempfindlichen Schicht 4 ausgehen, da diese Aspekte nicht
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind.
Der Solarmodul 1 ist über eine Gießharzschicht 3 an der Trägerglasscheibe 2 befestigt, und
zwar so, daß ein relativ großer Randabstand eingehalten wird.
Die Gießharzschicht umfassend und vollständig einschließend ist am Rand des Solarmoduls
noch ein Dichtstreifen 8 vorgesehen. Dieser Dichtstreifen kann z. B. ein Streifen aus einem gut
komprimierbaren, elastischen Material sein, der zunächst mit dem Rand des Solarmoduls bündig
auf dessen Trägerscheibe, und zwar auf der Vorderseite, aufgeklebt wird, nachdem die beiden
Teile z. B. durch einige Streifen eines doppelseitigen Klebebandes miteinander verbunden
worden sind, vorzugsweise außerhalb der fotoempfindlichen Schichten. Das Gießharz wird
gleichmäßig in den Zwischenraum zwischen der Trägerschicht 5 und der Glasscheibe 2
aufgebracht, wobei die elastische Dichtung 8 verhindert, daß die Gießharzschicht über die
Kanten des Moduls 1 nach außen abfließt. Mehrere Module 1 werden in dieser Weise
vorbereitet und auf der Trägerglasscheibe 2 provisorisch befestigt und vergossen. Soweit die
mechanische Haltbarkeit der Solarmodule dies zuläßt, kann der Laminierungsvorgang noch
durch Abrollen von Walzen auf der Rückseite der Module unterstützt werden. Ein Aushärten
des Gießharzes erfolgt zumeist unter Bestrahlung mit UV-Licht.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 2 unterscheidet sich nur unwesentlich von der im
Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen Ausführungsform, indem nämlich die Schutzfolie 6
durch eine Schutzglasscheibe 7 ersetzt ist. Dies führt zu einer verbesserten Festigkeit und
Haltbarkeit des Solarmoduls an der Trägerglasscheibe.
In Fig. 3 bildet das gemäß Fig. 1 beschriebene Glasscheibenelement die Außenscheibe einer
Isolierverglasung, deren rückwärtige Scheibe 9 über Dichtungs- und Stützelemente 10, 11, die
umlaufend am Rand der Isolierverglasung vorgesehen sind, mit der Außenscheibe verbunden
ist. Auch hierbei erweist sich der große Randabstand der Solarmodule als zweckmäßig, da
dadurch die Stützelemente und Dichtungen 10, 11 problemlos am Rand der beiden Scheiben
unterzubringen sind.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 4 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 3 wiederum
nur dadurch, daß ein Solarmodul mit einer rückwärtigen Schutzglasscheibe verwendet wurde,
während alte übrigen Merkmale mit den Merkmalen der Ausführungsform nach Fig. 3
übereinstimmen.
Die Fig. 5 bis 7 zeigen schließlich, wie Isolierglasscheiben mit mehreren Solarmodulen
bestückt sein können, wobei hier lediglich der Deutlichkeit halber Bestückungsvarianten mit
relativ kleinen Zahlen von Solarmodulen dargestellt sind, so daß auch die dargestellten
Glasscheiben entsprechend klein sind. In der Praxis können die Glasscheiben im Verhältnis zu
den Solarmodulen noch deutlich größer sein.
Claims (20)
1. Glasscheibe mit Solarmodul (1), bei welcher ein Solarmodul (1), der seinerseits aus
einer transparenten Trägerschicht (5) und mindestens einer darauf aufgebrachten,
fotoempfindlichen Schicht (4) mit elektrischen Anschlußleitungen (10) besteht, an einer
Trägerscheibe (2) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein und
vorzugsweise mehrere Solarmodule mit Hilfe eines Gießharzes (3) auf die Trägerscheibe
(2) auflaminiert sind, wobei die Fläche der Trägerscheibe (2) deutlich größer ist als die
Summe der Flächen der Solarmodule (1), so daß alle Solarmodule (1) im Abstand zum
Rand der Trägerscheibe (2) auflaminiert sind.
2. Glasscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Standard-
Solarmodulen mit Maßen von jeweils 90 × 100 cm2 oder 60 × 120 cm2 bestückt ist.
3. Glasscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein,
vorzugsweise mindestens zwei oder vier Solarmodule (1) auf eine Trägerscheibe (2)
auflaminiert sind.
4. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Module parallel geschaltet sind und gemeinsame äußere Anschlüsse aufweisen.
5. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Module in Reihe geschaltet sind.
6. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Module (1) teils parallel und teils in Reihe geschaltet sind.
7. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
fotoempfindliche Schicht (4) der Solarmodule (1) mit einer Schutzfolie auf der Rückseite
abgedeckt ist.
8. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
fotoempfindliche Schicht der Solarmodule mit einer auf der Rückseite der Module (1)
angeordneten Glasscheibe (7) abgedeckt ist.
9. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Trägerscheibe (2) die Außenscheibe einer Isolierglasscheibe bildet.
10. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gießharz ein ein- oder mehrkomponentiges Acrylatsystem ist.
11. Glasscheibe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Gießharz vor dem
Laminieren Acrylat/Metacrylatmonomere enthält, die zu Polyacrylatelastomeren
aushärten.
12. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schichtdicke des Gießharzes mindestens 1 mm beträgt.
13. Verfahren zur Herstellung einer mit Solarmodulen bestückten Glasscheibe, dadurch
gekennzeichnet, daß für die Bestückung einer Trägerscheibe (2) mit mehreren
Solarmodulen eine Trägerscheibe (2) verwendet wird, deren Fläche deutlich größer ist
als die Summe der Flächen der Solarmodule und daß die Solarmodule mit Hilfe eines
Gießharzes auf die Trägerglasscheibe auflaminiert werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß als Gießharz ein ein- oder
mehrkomponentiges Acrylatsystem verwendet wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Gießharz vor dem
Laminieren Acrylat/Metacrylatmonomere enthält, die zu Polyacrylatelastomeren
aushärten.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gießharz in einer Schichtdicke von mehr als 1 mm zwischen die Trägerglasscheibe und
den Solarmodul eingebracht wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Laminieren des Gießharz auf die Vorderseite der Solarmodule aufgebracht wird,
vorzugsweise in einer Schichtdicke von mindestens 1 mm.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Solarmodule einer Trägerglasscheibe parallel geschaltet werden und ein gemeinsames
äußeres Anschlußpaar aufweisen.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die auf
einer Trägerscheibe untergebrachten Module in Reihe geschaltet werden.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Module gruppenweise in Reihe geschaltet, wobei jeweils Gruppen mit gleichen Anzahlen
von Solarmodulen parallel geschaltet werden und vorzugsweise gemeinsame
Anschlüsse aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19927915A DE19927915A1 (de) | 1999-06-18 | 1999-06-18 | Glasscheiben mit Solarmodulen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19927915A DE19927915A1 (de) | 1999-06-18 | 1999-06-18 | Glasscheiben mit Solarmodulen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19927915A1 true DE19927915A1 (de) | 2000-12-21 |
Family
ID=7911722
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19927915A Withdrawn DE19927915A1 (de) | 1999-06-18 | 1999-06-18 | Glasscheiben mit Solarmodulen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19927915A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202011003896U1 (de) * | 2011-03-02 | 2012-06-12 | Glaswerke Arnold Gmbh & Co. Kg | Glasscheiben-Anordnung mit gebäudeintegriertem Fotovoltaik-Modul |
| DE102011112286A1 (de) * | 2011-09-05 | 2013-03-07 | Henze-Glas GmbH | Isolierglasscheibe |
| EP4498438A1 (de) * | 2023-07-28 | 2025-01-29 | Sedak GmbH & Co. KG | Konstruktionselement in gestalt einer insbesondere sandwichartig aufgebauten fassadenplatte sowie verfahren zum herstellen eines solchen konstruktionselements |
Citations (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3801989A1 (de) * | 1988-01-23 | 1989-07-27 | Licentia Gmbh | Isolierglasscheibe |
| DE3933402A1 (de) * | 1989-10-06 | 1991-04-11 | Nukem Gmbh | Solarmodul |
| DE4131393A1 (de) * | 1990-09-20 | 1992-05-21 | Flachglas Solartechnik Gmbh | Bauelement mit solarzellen, insbesondere fassadenelement |
| DE4208710A1 (de) * | 1992-03-18 | 1993-09-30 | Flachglas Solartechnik Gmbh | Bauelement mit Solarzellen |
| CH683730A5 (de) * | 1991-09-06 | 1994-04-29 | Troesch Glas Ag | Verfahren zum Herstellen eines photovoltaischen Solarmoduls. |
| DE4417219A1 (de) * | 1994-05-17 | 1995-12-07 | Flachglas Ag | Gießharzmischung zum Verbinden im wesentlichen plattenförmiger Elemente |
| DE29623279U1 (de) * | 1996-11-19 | 1998-02-12 | Webasto Karosseriesysteme Gmbh, 82131 Stockdorf | Fahrzeug mit Solargenerator |
| DE19814780A1 (de) * | 1998-04-02 | 1999-07-22 | Ver Glaswerke Gmbh | Fotovoltaisches Bauelement |
-
1999
- 1999-06-18 DE DE19927915A patent/DE19927915A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3801989A1 (de) * | 1988-01-23 | 1989-07-27 | Licentia Gmbh | Isolierglasscheibe |
| DE3933402A1 (de) * | 1989-10-06 | 1991-04-11 | Nukem Gmbh | Solarmodul |
| DE4131393A1 (de) * | 1990-09-20 | 1992-05-21 | Flachglas Solartechnik Gmbh | Bauelement mit solarzellen, insbesondere fassadenelement |
| CH683730A5 (de) * | 1991-09-06 | 1994-04-29 | Troesch Glas Ag | Verfahren zum Herstellen eines photovoltaischen Solarmoduls. |
| DE4208710A1 (de) * | 1992-03-18 | 1993-09-30 | Flachglas Solartechnik Gmbh | Bauelement mit Solarzellen |
| DE4417219A1 (de) * | 1994-05-17 | 1995-12-07 | Flachglas Ag | Gießharzmischung zum Verbinden im wesentlichen plattenförmiger Elemente |
| DE29623279U1 (de) * | 1996-11-19 | 1998-02-12 | Webasto Karosseriesysteme Gmbh, 82131 Stockdorf | Fahrzeug mit Solargenerator |
| DE19814780A1 (de) * | 1998-04-02 | 1999-07-22 | Ver Glaswerke Gmbh | Fotovoltaisches Bauelement |
Non-Patent Citations (4)
| Title |
|---|
| 07131049 A * |
| 09055530 A * |
| CUDDIHY,Edward F., et.al.: Low-Cost Encapsulation Materials For Terrestrial Solar Cell Modules. In: Solar Energy, Vol.22, Bd.22, 1979, S.389-396 * |
| JP Patents Abstracts of Japan: 4-127581 A.,E-1250,Aug. 19,1992,Vol.16,No.389 * |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202011003896U1 (de) * | 2011-03-02 | 2012-06-12 | Glaswerke Arnold Gmbh & Co. Kg | Glasscheiben-Anordnung mit gebäudeintegriertem Fotovoltaik-Modul |
| DE102011112286A1 (de) * | 2011-09-05 | 2013-03-07 | Henze-Glas GmbH | Isolierglasscheibe |
| EP4498438A1 (de) * | 2023-07-28 | 2025-01-29 | Sedak GmbH & Co. KG | Konstruktionselement in gestalt einer insbesondere sandwichartig aufgebauten fassadenplatte sowie verfahren zum herstellen eines solchen konstruktionselements |
| DE102023120206A1 (de) * | 2023-07-28 | 2025-01-30 | sedak GmbH & Co. KG | Konstruktionselement in Gestalt einer insbesondere sandwichartig aufgebauten Fassadenplatte sowie Verfahren zum Herstellen eines solchen Konstruktionselements |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69019318T2 (de) | Elektrolumineszentes Lampenpaneel. | |
| DE4128766C2 (de) | Solarmodul sowie Verfahren zu dessen Herstellung | |
| EP1126528B1 (de) | Photovoltaik-Element | |
| EP0199233B1 (de) | Bauelement für den Hochbau und seine Verwendung | |
| DE3223986A1 (de) | Anzeigevorrichtung in miniaturform mit klappen | |
| DE102007037891B4 (de) | Verfahren zur Herstellung eines gekrümmten Glasdeckels oder eines gekrümmten Glasfestelements für ein Fahrzeugdach | |
| DE4227860A1 (de) | Photovoltaische platte, insbesondere zum einsatz als fassadenplatte | |
| DE2037288A1 (de) | Elektrisch beheiztes Mehrfach Glas fenster | |
| DE60018359T2 (de) | Bauelement mit einer Kabeldurchführung sowie Herstellungsverfahren für dasselbe | |
| DE3230017A1 (de) | Abdunklungsanordnung fuer durchsichtige mehrschichtenscheiben | |
| EP0169509B1 (de) | Platten- oder quaderförmiges lichtdurchlässiges Bauelement | |
| DE19956021C1 (de) | Solarscheibenanordnung für Fahrzeuge und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE102019124375A1 (de) | Solar-Verglasungsbaugruppe und Verfahren zur Herstellung einer Solar-Verglasungsbaugruppe | |
| DE19927915A1 (de) | Glasscheiben mit Solarmodulen | |
| DE4208710C2 (de) | ||
| DE2505817A1 (de) | Matrize fuer gasentladungs-sichtanzeigetafeln sowie gasentladungs-sichtanzeigetafel mit einer solchen matrize | |
| DE3027110C2 (de) | Flüssigkristall-Anzeigeeinheit | |
| EP0014235B1 (de) | Isolierglasscheibe | |
| DE3531736A1 (de) | Fluessigkristallanzeigevorrichtung | |
| DE2706637B2 (de) | Schalldämmendes Mehrscheiben-Isolierglas | |
| DE102008013522A1 (de) | Solarmodul | |
| WO2005042312A1 (de) | Schild | |
| DE102008013523A1 (de) | Solarmodul mit optischer Konzentratoreinrichtung | |
| EP4100250A1 (de) | Anschlussanordnung mit verbundscheibe und funktionselement | |
| DE7903108U1 (de) | Isolierglasscheibe |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |