DE19927593C1 - Kehraggregat - Google Patents
KehraggregatInfo
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Abstract
Ein Kehraggregat zum Aufbau an ein Trägerfahrzeug oder einen Anhänger umfaßt einen Tragrahmen (2) und mindestens eine darin um ihre Längsachse (3) drehbar gelagerte, motorisch angetriebene Walzenbürste (1). Der Tragrahmen (2) weist Stützräder (7, 8) auf, deren vertikaler Abstand zu der Achse (3) der Walzenbürste (1) mittels einer Verstelleinheit veränderbar ist, welche mindestens einen hydraulischen Verstellzylinder (5, 6) und ein Steuergerät (9) umfaßt. Dabei ist mit dem mindestens einen Verstellzylinder (5, 6) ein Speisezylinder (24) hydraulisch verbunden, dessen Kolben oder sonstiger Signalgeber mit einer Zähl- und/oder Wegmeßeinrichtung (Z) in Verbindung steht. Das Signal der Zähl- und/oder Wegmeßeinrichtung ist auf das Steuergeräüt (9) geschaltet. Der mit dem mindestens einen Verstellzylinder kommunizierende hydraulische Arbeitsraum (23) des Speisezylinders (24) weist eine geringere Querschnittsfläche auf als der mindestens eine Verstellzylinder (5, 6). Alternativ kann der Kolben des Speisezylinders mit einem mechanischen Verstellantrieb in Verbindung stehen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kehraggregat zum
Anbau an ein Trägerfahrzeug oder an einen Anhänger,
umfassend einen Tragrahmen und mindestens eine darin um
ihre Längsachse drehbar gelagerte, motorisch angetriebene
Walzenbürste, wobei der Tragrahmen Stützräder aufweist,
deren vertikaler Abstand zu der Achse der Walzenbürste
mittels einer Verstelleinheit veränderbar ist, welche
mindestens einen hydraulischen Verstellzylinder und ein
Steuergerät umfaßt.
Kehraggregate der vorstehend angegebenen Art sind in
verschiedenen Ausführungen bekannt, beispielsweise aus
der europäischen Patentschrift 0372258 und der deutschen
Offenlegungsschrift 3740215. Bekannt sind des weiteren
Kehraggregate, die im wesentlichen einen gattungsgemäßen
Aufbau aufweisen, sich von diesem jedoch dadurch unter
scheiden, daß der hydraulische Verstellzylinder nicht
über ein Steuergerät eingestellt wird, sondern vielmehr
Teil eines hydraulischen Regelkreises ist und daß darüber
hinaus der Tragrahmen nicht über Stützräder verfügt;
derartige Kehraggregate sind beispielsweise den deutschen
Offenlegungsschriften 2455200 und 2821627 sowie den
europäischen Patentanmeldungen 0189371 und 0843047
entnehmbar.
Für sämtliche der aus den vorstehend angegebenen
Publikationen bekannten Kehraggregate ist die korrekte
Einstellung der Kehrspiegelbreite von ausschlaggebender
Bedeutung für einen effizienten und zugleich material
schonenden Kehrbetrieb. So, wie dies in der europäischen
Patentschrift 0372258 im Detail erläutert ist, ist die
optimale Kehrspiegelbreite gekennzeichnet durch ein gutes
Reinigungsergebnis bei geringem Borstenverschleiß. Liegt
die Kehrspiegelbreite unterhalb des optimalen Werts, läßt
die Reinigungsleistung spürbar nach. Bei einer
Kehrspiegelbreite oberhalb des optimalen Werts nimmt
hingegen der Borstenverschleiß ohne nennenswerte
Verbesserung des Reinigungsergebnisses spürbar zu.
Bei keinem der aus den oben angegebenen Publikation
bekannten Kehraggregate läßt sich die Kehrspiegelbreite
mit dem gewünschten Maß an Genauigkeit einstellen. Dies
gilt namentlich für den Stand der Technik gemäß den
gattungsbildenden Druckschriften. In diesem Zusammenhang
ist zu bedenken, daß bei einer üblichen Walzenbürste mit
einem Durchmesser von 914 mm die Höhenverstellung von 1
mm eine Kehrspiegelveränderung von ca. 6 mm bedeutet.
Die Tatsache, daß als geeignete Kehrspiegelbreite Werte
zwischen 60 mm und 100 mm angesehen werden, macht
deutlich, welche Anforderungen in der Praxis an die
Genauigkeit der Verstelleinheit gestellt werden.
Vor dem Hintergrund des vorstehend dargelegten Nachteils
des Standes der Technik zielt die vorliegende Erfindung
darauf ab, ein Kehraggregat der gattungsgemäßen Art zu
schaffen, bei welchem sich der optimale Kehrspiegel mit
einem hohen Maß an Genauigkeit einstellen läßt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe
dadurch gelöst, daß mit dem mindestens einen Verstell
zylinder ein Speisezylinder hydraulisch verbunden ist,
dessen Kolben oder sonstiger Signalgeber mit einer Zähl-
und/oder Wegmeßeinrichtung, dessen Signal auf das Steuer
gerät geschaltet ist, oder einem mechanischen Verstell
antrieb in Verbindung steht und dessen mit dem mindestens
einen Verstellzylinder kommunizierender hydraulischer
Arbeitsraum eine geringeren Querschnittsfläche aufweist
als der mindestens eine Verstellzylinder.
Der Speisezylinder dient dabei der volumetrischen
Zumessung der Hydraulikflüssigkeit zu dem mindestens
einen Verstellzylinder, die der Zustellbewegung des
mindestens einen Verstellzylinders von einer Referenz
stellung in seine der optimalen Kehrspiegelbreite
entsprechende Arbeitsstellung entspricht. Die Referenz
stellung kann dabei verschiedenen charakteristische
Stellungen der Walzenbürste relativ zu der zu reinigenden
Oberfläche entsprechen, unter Bezugnahme auf welche das
Steuergerät diejenige Zustellbewegung des mindestens
einen Verstellzylinders berechnet, die erforderlich ist,
um die Walzenbürste in ihre durch die optimale
Kehrspiegelbreite gekennzeichnete Arbeitsstellung zu
bringen. Besonders bevorzugt wird als Referenzstellung
die Bodenkontaktstellung der Walzenbürste und die
korrespondierende Stellung des mindestens einen
Verstellzylinders herangezogen, weil auf diese Weise der
Borstenverschleiß automatisch kompensiert wird (s. u.).
Besonders bevorzugt besteht dabei eine Umgehungsleitung
zu dem Speisezylinder, da letzterer lediglich für die
exakte Absenkung der Walzenbürste aus ihrer Bodenkontakt
stellung in ihre Arbeitsstellung benötigt wird. Weder
beim Absenken der Walzenbürste in ihre Bodenkontakt
stellung noch beim Anheben der Walzenbürste bedarf es
einer volumetrischen Bestimmung des dem mindestens einen
Verstellzylinder zugeführten bzw. aus diesem abströmenden
Volumens an Hydraulikflüssigkeit. Die vorstehend
erläuterte Ausgestaltung der Hydraulikanlage mit einem
Speisezylinder resultiert in einen besonders exakten
Einstellmöglichkeit für den mindestens einen Verstell
zylinder.
Zwar ist im Rahmen der vorstehend erläuterten Weiter
bildung der vorliegenden Erfindung denkbar, daß auf den
Kolben des Speisezylinders ein mechanischer Verstell
antrieb wirkt, so daß der Speisezylinder selbst die
Funktion einer Pumpe übernimmt. Besonders bevorzugt ist
jedoch der Speisezylinder zwischen einer Hydraulikpumpe
und dem mindestens einen Verstellzylinder geschaltet. Er
läuft in diesem Falle mit, wobei das Volumen der dem
mindestens einen Verstellzylinder zugeführten Hydraulik
flüssigkeit durch die Anzahl der Hübe des Speisezylinders
und/oder - bei nicht vollständigen Hüben - den Weg des
Kolbens des Speisezylinders ermittelt wird.
Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung der
Erfindung ist ein das Antriebsmoment oder die Antriebs
leistung der Walzenbürste oder eine hiermit gekoppelte
Größe erfassender Sensor vorgesehen, dessen Signal auf
das Steuergerät geschaltet ist, wobei das Steuergerät die
der optimalen Kehrspiegelbreite entsprechende Arbeits
stellung des Verstellzylinders als Funktion der beim
Absenken der Walzenbürste durch einen sprunghaften
Anstieg des Sensorsignals gekennzeichneten Bodenkontakt
stellung des Verstellzylinders ermittelt.
Bei dem solchermaßen weitergebildeten Kehraggregat wird
somit der vom Borstenverschleiß abhängige tatsächliche
Durchmesser der Walzenbürste beim Einstellen von deren
Lage relativ zur zu reinigenden Oberfläche automatisch
berücksichtigt, indem bei dem einzelnen Kehreinsatz der
Bodenkontakt der Walzenbürste und die diesen
entsprechende Bodenkontaktstellung des Verstellorgans als
Bezugspunkt für die der optimalen Kehrspiegelbreite
entsprechende Arbeitsstellung des Verstellzylinders herange
zogen wird. Der Bodenkontakt der Walzenbürste bei ihrem
Absenken wird dabei durch einen sprunghaften Anstieg des
Sensorsignals ermittelt, das von einem Sensor abgegeben
wird, der das Antriebsmoment oder die Antriebsleistung
der Walzenbürste oder eine hiermit gekoppelte Größe
erfaßt.
Probleme, wie sie von Kehraggregaten nach dem Stand der
Technik bekannt sind, treten bei einem Kehraggregat wie
vorstehend beschrieben nicht auf. Weder ist, anders als
im Falle der DE-OS 24 55 200 und 28 21 627 sowie der EP-A
0189371 und 0843047, die von dem Steuergerät eingestellte
Kehrspiegelbreite abhängig von den Oberflächenverhält
nissen, insbesondere der Rauhigkeit der zu reinigenden
Oberfläche. Ebensowenig ist, anders als im Falle der EP-B
0372258 und der DE-OS 37 40 215, eine komplizierte,
störanfällige Meßaufnehmeranordnung erforderlich.
Trotzdem wird bei der Einstellung der Kehrspiegelbreite
nicht ein von der Laufleistung der betreffenden Walzen
bürste abhängiger mittlerer Abnutzungsgrad der Walzen
bürste zugrundegelegt, sondern vielmehr der tatsächliche
Verschleißgrad. Infolgedessen stellt diese Weiterbildung
der Erfindung ein Kehraggregat bereit, bei welchem sich
der optimale Kehrspiegel mit geringstem apparativem
Aufwand automatisch exakt einstellen läßt, wobei sich das
Kehraggregat darüber hinaus durch einen robusten,
störungsunanfälligen Aufbau auszeichnet.
Die vorstehend beschriebene Weiterbildung der Erfindung
läßt sich bereits mit Vorteil einsetzen, wenn im Steuer
gerät die Arbeitsstellung des Verstellzylinders aus dessen
Bodenkontaktstellung bzw. sonstiger Referenzstellung
durch Addition einer konstanten Größe ermittelt wird. In
diesem Falle würde mit anderen Worten die Walzenbürste im
Kehrbetrieb jeweils in eine Stellung abgesenkt werden,
die um ein bestimmtes Maß (z. B. 2 mm) unterhalb der
Bodenkontaktstellung liegt. Dies würde zwar infolge der
geometrischen Verhältnisse bei fortschreitender Abnützung
der Walzenbürste zu einer allmählichen Reduktion der
Kehrspiegelbreite führen; diese würde jedoch - zumindest
teilweise - durch eine zunehmende Härte der Bürste
kompensiert, so daß das Reinigungsergebnis sich im
wesentlichen nicht ändern würde.
Eine abermals bevorzugte Weiterbildung zeichnet sich
demgegenüber allerdings dadurch aus, daß die Zustellbe
wegung des Verstellzylinders, durch die sich dessen Arbeits
stellung von dessen Bodenkontaktstellung unterscheidet,
von dem tatsächlichen Durchmesser der Walzenbürste
abhängig ist. In diesem Falle umfaßt das Steuergerät eine
entsprechende Kompensationsschaltung, beispielsweise in
Form einer Kennkurve, die die Zustellbewegung, d. h. die
Differenz zwischen Arbeitsstellung und Bodenkontakt
stellung des Verstellzylinders, in Abhängigkeit von dem
tatsächlichen Durchmesser der Walzenbürste angibt.
Letzterer läßt sich dabei unmittelbar aus der Boden
kontaktstellung des Verstellzylinders ableiten, da - bei auf
der zu reinigenden Oberfläche aufstehenden Stützrädern -
jedem Durchmesser der Walzenbürste genau eine Boden
kontaktstellung des Verstellzylinders entspricht. Andere
geeignete Meßeinrichtungen zur Ermittlung des
Durchmessers der Walzenbürste, die ebenfalls die Stellung
der Walzenbürste relativ zum Tragrahmen in der Boden
kontaktstellung der Walzenbürste auswerten, können in
gleicher Weise eingesetzt werden. Hierzu zählt insbe
sondere ein Winkelmesser, der die Winkelstellung
mindestens eines Tragarmes der Walzenbürste relativ zu
einer weiteren Komponente des Tragrahmens ermittelt.
Maßgeblich ist, daß jeweils der Durchmesser der Walzen
bürste nicht - über Sensoren - direkt gemessen, sondern
vielmehr aus der Stellung der Walzenbürste im Moment
ihres Bodenkontakts, und somit mittelbar unter Nutzung
des Signals des Bodenkontaktsensors abgeleitet wird.
Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand der
Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt das Hydraulik
schema einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungs
gemäßen Kehraggregats.
Das in der Zeichnung veranschaulichte Kehraggregat umfaßt
eine Walzenbürste 1, die innerhalb eines Tragrahmens 2 um
ihre Achse 3 drehbar gelagert und von einem Hydraulik
motor 4 angetrieben ist. Der Tragrahmen 2 umfaßt seiner
seits zwei die Verstellorgane V bildende hydraulische
Verstellzylinder 5 und 6, wobei die Kolbenstange jedes
der beiden hydraulischen Verstellzylinder mit jeweils
einem Stützrad 7 bzw. 8 verbunden ist. Die - nur
schematisch veranschaulichte - technisch-konstruktive
Gestaltung ist dabei dergestalt, daß mittels der
Verstellzylinder 5 und 6 der vertikale Abstand zwischen
den Stützrädern 7, 8 und der Achse 3 der Walzenbürste 1
veränderbar ist. Dergleichen Konstruktionen sind hinläng
lich bekannt, so daß auf eine nähere Erläuterung
verzichtet werden kann.
Das Kehraggregat selbst ist mittels einer - nicht
dargestellten - Traganordnung an einem Trägerfahrzeug
aufgehängt. Die Traganordnung gestattet dabei das Anheben
des Kehraggregats in eine Transportstellung und Absenken
des Kehraggregats in eine Arbeitsstellung, in der die
Stützräder 7 und 8 auf der zu reinigenden Oberfläche
abrollen. Auch dies zählt zum Stand der Technik und
bedarf daher an dieser Stelle keiner Erläuterung.
Die Funktion des Kehraggregates wird durch ein Steuer
gerät 9 gesteuert. Dieses steht über eine Steuerleitung
10 mit dem Bedienpunkt 11 in Verbindung. Wird über einen
entsprechenden Schalter 12 am Bedienpunkt 11 das
Kehraggregat in Betrieb genommen, so laufen innerhalb der
von dem Steuergerät 9 gesteuerten Hydraulik die folgenden
Schritte ab:
Die Ventile 13 und 14 werden aus ihrer Sperrstellung in
ihre Durchflußstellung geschaltet, das Steuerventil 15
wird aus seiner Sperrstellung in seine Überkreuzstellung
geschaltet, in der es die Anschlüsse P und B einerseits
und A und T andererseits miteinander verbindet, und die
Pumpe 16 wird in Betrieb genommen. Auf diese Weise werden
die hydraulischen Arbeitsräume 17, 18 der Verstellzylin
der 5 und 6 mit Hydraulikflüssigkeit gefüllt, und die
Kolbenstangen der Verstellzylinder werden unter
Verdrängung der in den hydraulischen Arbeitsräumen 19 und
20 vorhandenen Hydraulikflüssigkeit über das Ventil 14
und das Gegendruckventil 21 in den Sumpf 22 in ihre
maximale Stellung ausgefahren. Zugleich wird der hydrau
lische Arbeitsraum 23 des Speisezylinders 24 gefüllt,
wodurch der Kolben des Speisezylinders unter Verdrängung
der in dem hydraulischen Arbeitsraum 25 vorhandenen
Hydraulikflüssigkeit über das Steuerventil 15 in den
Sumpf 22 in seine linke Endstellung gebracht wird.
Anschließend werden die Ventile 13 und 14 in ihre
Sperrstellung gebracht, und das Kehraggregat wird mittels
der - nicht dargestellten - Tragvorrichtung so weit
abgesenkt, bis die Stützräder 7 und 8 auf der zu
reinigenden Oberfläche aufstehen. Die Tragvorrichtung
wird anschließend in ihre Schwimmstellung geschaltet,
damit das Kehraggregat Bodenunebenheiten folgen kann.
Nun wird die den Hydraulikmotor 4 antreibende Hydraulik
pumpe 26 eingeschaltet, so daß die Walzenbürste 1 in
Drehung versetzt wird.
Des weiteren werden die Ventile 27 und 28 in ihre
Durchflußstellung geschaltet. Auf diese Weise gelangt
Hydraulikflüssigkeit über die Pumpe 16 und das nach wie
vor in Überkreuzstellung geschaltete Steuerventil 15 in
die hydraulischen Arbeitsräume 19 und 20 der Verstell
zylinder 5 und 6. Deren Kolbenstangen fahren langsam ein,
wobei die in den hydraulischen Arbeitsräumen 17 und 18
vorhandene Hydraulikflüssigkeit über das (geöffenete)
Ventil 28 und das Gegendruckventil 21 in den Sumpf 22
verdrängt wird. Dies führt zu einem allmählichen Absenken
der Kehrwalze 1 in Richtung auf die zu reinigende
Oberfläche.
Sobald die Walzenbürste 1 im Rahmen dieser Absenkbewegung
die zu reinigende Oberfläche berührt und auf diese Weise
über das Leerlauf-Bremsmoment hinaus gebremst wird,
steigt der Druck in der die Hydraulikpumpe 26 und den
Hydraulikmotor 4 miteinander verbindenden Druckleitung 29
sprunghaft an. Dieser Druckanstieg wird von dem Sensor S
in Form eines Druckfühlers 30 registriert, der ein
entsprechendes Signal auf das Steuergerät 9 schaltet. Das
Steuergerät schaltet daraufhin das Steuerventil 15 aus
seiner Überkreuzstellung in seine Parallel-Durchgangs
stellung, in der es die Anschlüsse A und P einerseits und
B und T andererseits miteinander verbindet. Hierdurch
wird der hydraulische Arbeitsraum 25 des Speisezylinders
24 beaufschlagt, und die in dem hydraulischen Arbeitsraum
23 vorhandene Hydraulikflüssigkeit wird über das
(geöffnete) Ventil 27 in die hydraulischen Arbeitsräume
19 und 20 der Verstellzylinder 5 und 6 verdrängt. Das
vorgegebene Volumen des hydraulischen Arbeitsraums 23 des
Speisezylinders 24 führt zu einer exakt definierten
Verkürzung der Verstellzylinder 5 und 6 und somit zu
einem exakt definierten Absenken der Walzenbürste 1.
Ist die optimale Kehrspiegelbreite noch nicht erreicht,
werden die beiden Ventile 27 und 28 geschlossen und das
Steuerventil 15 in seine Überkreuzstellung gebracht.
Hierdurch wird der hydraulische Arbeitsraum 23 des
Speisezylinders 24 erneut mit Hydraulikflüssigkeit
gefüllt und der oben beschriebene Vorgang - Öffnen der
Ventile 27 und 28 sowie Umstellen des Steuerventils 15 in
seine Parallel-Durchgangsstellung - kann wiederholt
werden.
Die Anzahl der Hübe des Speisezylinders 24, die dazu
erforderlich sind, die Walzenbürste 1 aus ihrer Boden
kontaktstellung in ihre Arbeitsstellung zu bringen,
richten sich insbesondere nach dem hydraulischen Unter
setzungsverhältnis zwischen dem Speisezylinder 24 und den
Verstellzylindern 5 und 6. Je größer das Untersetzungs
verhältnis ist, desto exakter läßt sich die Position der
Walzenbürste 1 relativ zur zu reinigenden Oberfläche
einstellen. Die Kolbenstange des Speisezylinders 24 wirkt
auf eine Zähleinrichtung Z in Form eines Impulszählers
31, der mit dem Steuergerät 9 in Verbindung steht.
Entspricht die von dem Impulszähler 31 ermittelte Anzahl
von Hüben dem von dem Steuergerät 9 vorgegebenen Wert,
werden sämtliche Ventile 13, 14, 27 und 28 sowie das
Steuerventil 15 geschlossen und die Hydraulikpumpe 16
abgeschaltet.
Am Ende des Kehreinsatzes wird über einen entsprechenden
Schalter am Bedienpult 11 die Hydraulikpumpe 26
abgeschaltet und das Kehraggregat über die - nicht darge
stellte - Traganordnung angehoben. Das oben erläuterte
Ausfahren der Kolben der Verstellzylinder 5 und 6 durch
Beaufschlagen von deren hydraulischen Arbeitsräumen 17
und 18 kann sich anschließen. Dieser Schritt kann dann zu
Beginn des Kehreinsatzes wegfallen.
Der vorstehend beschriebene Vorgang (Feinverstellung-
Senkvorgang) ist umkehrbar, wenn Ventile 13 und 14 statt
27 und 28 angesteuert werden. Auf diese Weise ergibt sich
ein Feinverstellung-Hebevorgang. Damit können äußere
Störeinflüsse, die sich nicht zu schnell ändern, einfach
kompensiert werden. Beispielsweise beeinflußt der Pflug
mit seinem Gewicht sehr stark die Geometrie des Fahrzeug
rahmens bezogen auf die Fahrbahn und entsprechend den
Kehrspiegel.
Claims (6)
1. Kehraggregat zum Anbau an ein Trägerfahrzeug oder
einen Anhänger, umfassend einen Tragrahmen (2) und
mindestens eine darin um ihre Längsachse (3) drehbar
gelagerte, motorisch angetriebene Walzenbürste 1),
wobei der Tragrahmen (2) Stützräder (7, 8) aufweist,
deren vertikaler Abstand zu der Achse (3) der Walzen
bürste (1) mittels einer Verstelleinheit veränderbar
ist, welche mindestens einen hydraulischen
Verstellzylinder (5, 6) und ein Steuergerät (9)
umfaßt,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit dem mindestens einen Verstellzylinder (5, 6)
ein Speisezylinder (24) hydraulisch verbunden ist,
dessen Kolben oder sonstiger Signalgeber mit einer
Zähl- und/oder Wegmeßeinrichtung (Z), deren Signal
auf das Steuergerät (9) geschaltet ist, oder einem
mechanischen Verstellantrieb in Verbindung steht und
dessen mit dem mindestens einen Verstellzylinder
kommunizierender hydraulischer Arbeitsraum (23) eine
geringere Querschnittsfläche aufweist als der
mindestens eine Verstellzylinder (5, 6).
2. Kehraggregat nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Speisezylinder (24) zwischen eine Hydraulik
pumpe (16) und den mindestens einen Verstellzylinder
(5, 6) geschaltet ist.
3. Kehraggregat nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Hydraulikpumpe (16) und Speisezylinder
(24) ein Umschaltventil (15) vorgesehen ist, das eine
direkte Beaufschlagung des mindestens einen
Verstellzylinders (5, 6) unter Umgehung des Speise
zylinders (24) ermöglicht.
4. Kehraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein das Antriebsmoment oder die Antriebsleistung
der Walzenbürste (1) oder eine hiermit gekoppelte
Größe erfassender Sensor (S) vorgesehen ist, dessen
Signal auf das Steuergerät (9) geschaltet ist, wobei
das Steuergerät (9) die der optimalen Kehrspiegel
breite entsprechende Arbeitsstellung des Verstell
zylinders als Funktion der beim Absenken der Walzen
bürste (1) durch einen sprunghaften Anstieg des
Sensorsignals gekennzeichneten Bodenkontaktstellung
des Verstellzylinders ermittelt.
5. Kehraggregat nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Meßanordnung zur Ermittlung des Durchmessers
der Walzenbürste (1) vorgesehen ist, wobei das Durch
messersignal dem Steuergerät (9) zugeführt wird.
6. Kehraggregat nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Steuergerät (9) eine Kennkurve für die vom
tatsächlichen Durchmesser der Walzenbürste (1)
abhängige Zustellung des mindestens einen
hydraulischen Verstellzylinders (5, 6) aus seiner
Bodenkontaktstellung in seine Arbeitsstellung
abgespeichert ist.
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