DE19927513C2 - Vorrichtung zum Straffen eines Fahrzeugsicherheitsgurtes - Google Patents
Vorrichtung zum Straffen eines FahrzeugsicherheitsgurtesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Straffen eines
Fahrzeugsicherheitsgurtes nach dem Oberbegriff des Patentan
spruches 1.
Bei einer derartigen aus der DE 299 01 821 U1 bekannten
Vorrichtung ist eine blockförmige Umlenkeinrichtung vorgese
hen, die einen Führungskanal für ein Zugmittel aufweist,
welches die Strafferantriebsbewegung auf den Sicherheitsgurt
überträgt. Bei der bekannten Vorrichtung wird die blockförmi
ge Umlenkeinrichtung von einer Befestigungshülse mit Form
schluss umfasst und mittels einer seitlich abstehenden dop
pellagigen Befestigungslasche am Fahrzeugaufbau in einer
Verankerungsebene befestigt, welche senkrecht zu einer Füh
rungsebene sich erstreckt, in welcher der Führungskanal der
Umlenkeinrichtung verläuft. Die beiden Enden der Befesti
gungshülse sind offen, so dass in axialer Richtung der Befes
tigungshülse die Umlenkeinrichtung unzureichend abgestützt
ist.
Aus der US 5,519,997 bzw. der DE 43 32 206 C2 bekannte Vor
richtung ist ein Strafferantrieb bekannt, der über ein Zug
mittel mit dem Sicherheitsgurt verbunden ist und eine Straf
ferantriebsbewegung auf den Sicherheitsgurt überträgt. Das
Zugmittel ist bei der bekannten Anordnung mit einem Ver
schluss, in welchem der Sicherheitsgurt verriegelt werden
kann, verbunden und in einer am Fahrzeugaufbau verankerten
Umlenkeinrichtung zwischen Strafferantrieb und Verschluss
umgelenkt. Die Umlenkeinrichtung besitzt einen Führungskanal,
welcher um die Verankerungsstelle der Umlenkeinrichtung
herumgeführt ist. Der Führungskanal für das Zugmittel ver
läuft in einer im wesentlichen vertikalen und zur Fahrzeug
längsrichtung parallelen Führungsebene. Die Verankerungsstelle
der Umlenkeinrichtung ist als Bohrung ausgebildet, durch
welche ein Verankerungsbolzen hindurchgesteckt und mittels
Schraubverbindung an der Sitzschiene eines Fahrzeugsitzes
befestigt wird.
Ferner ist aus der DE 85 29 017 U1 eine Vorrichtung zum
Straffen von Rücksitzgurten in einem Kraftfahrzeug bekannt,
bei welcher das zwei Zugstränge aufweisende Zugmittel über
eine blockförmige Umlenkeinrichtung geführt wird. Am Zugmit
teleinlaufende des in der Umlenkeinrichtung gebildeten Füh
rungskanals, sind die beiden mit dem Verschluss des Sicher
heitsgurtes verbundenen Zugstränge in einer zur Fahrzeug
längsrichtung etwa parallel verlaufenden Ebene nebeneinander
angeordnet. Die beiden Zugstränge werden in der Umlenkein
richtung um 90° gedreht, so dass sie am Zugmittelauslaufende
der Umlenkeinrichtung in einer vertikalen Ebene übereinander
liegend angeordnet sind. An die beiden Zugmittelstränge
können mehrere Gurtverschlüsse der Rücksitzgurte für ein
gemeinsames Straffen angebunden sein. Um eine einwandfreie
Verankerung der Seilumlenkung am Fahrzeugaufbau, insbesondere
Karosserie-Unterboden zu erhalten, ist es erforderlich min
destens zwei Verankerungsstellen für die Seilumlenkung vorzu
sehen.
Aus der DE 197 20 206 A1 ist es bekannt in dem Ansatzstück
der blockförmigen Umlenkeinrichtung, an welcher das Führungs
rohr für den Kolben befestigt ist, den Druckraum zumindest
teilweise vorzusehen. In den Druckraum mündet ein Druckkanal,
durch welchen das vom Gasgenerator erzeugte Treibmittel in
den Druckraum zum Antrieb des Kolbens geliefert wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei welcher die Umlenkeinrichtung
in der Befestigungshülse zuverlässig abgestützt ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Bei der Erfindung ist an der Außenseite der blockförmigen
Umlenkeinrichtung eine als Vorsprung ausgebildete Struktur
vorgesehen, welche mit Formschluss in eine Ausnehmung einer
Wand der Befestigungshülse ragt, welche sich in der Veranke
rungsebene befindet, innerhalb welcher die Verankerungsstelle
der Befestigungshülse liegt. Die Außenfläche der Struktur und
die Außenfläche der Befestigungslasche bilden karosseriesei
tig eine bündige Auflage- oder Verankerungsfläche.
Die Verankerungsstelle der Befestigungshülse wird bevorzugt
durch eine Bohrung in einer einstückig an die Befestigungs
hülse angeformten Befestigungslasche gebildet. Die Befesti
gungslasche erstreckt sich in der Verankerungsebene und weist
bevorzugt eine Bohrung auf, durch welche ein Verankerungsbol
zen in bekannter Weise mit dem Fahrzeugaufbau insbesondere im
Bereich des Karosserie-Unterbodens verschraubt wird.
Die Befestigungshülse umfasst die blockförmige Umlenkeinrich
tung mit etwa Kastenform mit Formschluss. Auf diese Weise
werden auf engstem Raum alle Kräfte, die vom Sicherheitsgurt
insbesondere auch bei einem Crashfall ausgehen, in die Karos
serie zerstörungsfrei eingeleitet.
Mehrere Straffervorrichtungen können in der Weise im Rück
bank- bzw. Rücksitzbereich des Kraftfahrzeugs angeordnet
sein, wie es in der EP 0 785 113 A1 bei der Ausführungsform
der Fig. 10 gezeigt ist.
Durch die etwa kastenförmige formschlüssige Umfassung der
Umlenkeinrichtung wird eine staubfreie Anordnung der Umlenk
einrichtung erzielt. Das Zugmittel besteht in bevorzugter
Weise aus zwei Zugsträngen, insbesondere Stahlseilen mit etwa
4 mm Durchmesser.
Für den Strafferantrieb wird in bevorzugter Weise ein Linear
antrieb verwendet, welcher einen während der Strafferbewegung
linear geführten Kolben in einem Führungsrohr aufweist. Der
Strafferantrieb besitzt ferner einen an der Rückseite des
Kolbens gebildeten Druckraum, in welchen ein Treibgas zum An
trieb des Kolbens eingebracht werden kann. Das Treibgas kann
von einem gezündeten Treibmittel, beispielsweise in einem
Gasgenerator erzeugt werden. Der Gasgenerator kann bevorzugt
im Kolben angeordnet sein, wie aus der DE 43 32 206 C2 be
kannt ist. Es ist jedoch auch möglich, den Gasgenerator in
der Wand des Rohres oder an der Umlenkeinrichtung oder einer
anderen geeigneten Stelle außerhalb des Führungsrohres vorzu
sehen und über einen entsprechenden Kanal das Treibgas in den
Druckraum einzuleiten.
Führungsrohr und der Kolben sind in bevorzugter Weise an ei
nem Ansatzstück, welches einstückig an die blockförmige Um
lenkeinrichtung angeformt ist, im Normalbetrieb fixiert. Das
Ansatzstück kann eine Ausnehmung aufweisen, von welcher zu
mindest zum Teil der Druckraum gebildet wird und in welcher
der Kolben abgestützt und gehalten ist.
Der Kolben ist in der Ausnehmung des Ansatzstückes bevorzugt
mit einer bestimmten Haltekraft fixiert, so dass ein unkon
trollierter Zugmittelvorschub während des Normalbetriebs
verhindert wird. Zur Fixierung des Kolbens in der Ausnehmung
des Ansatzstückes kann ein Kolbenfixierring vorgesehen sein.
Hierdurch wird gewährleistet, dass der Kolben nur mit einer
bestimmten Abzugskraft insbesondere dann, wenn ein bestimmter
Arbeitsdruck im Druckraum durch das Treibgas erzeugt wird,
aus der Halterung gelöst wird.
Anhand der Figuren wird an Ausführungsbeispielen die Erfin
dung noch näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung ein Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch das Ausführungsbei
spiel;
Fig. 3 eine schnittbildliche Darstellung entlang einer
Schnittlinie III-III in Fig. 2;
Fig. 4 eine vergrößerte schnittbildliche Darstellung
des Strafferantriebs und seiner Befestigung an
der Umlenkeinrichtung des Ausführungsbeispiels;
Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel in perspekti
vischer Darstellung; und
Fig. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel.
Die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele zum
Straffen eines Sicherheitsgurtes, insbesondere eines an der
Rückbank bzw. Rücksitz an einem Fahrzeug vorgesehenen Sicher
heitsgurts besitzt einen Strafferantrieb 9, welcher als
linearer Strafferantrieb einen Kolben 11, der in einem Füh
rungsrohr 13 geführt ist, aufweist. Für den Antrieb des
Kolbens 11 wird in einem an der Rückseite des Kolbens 11
vorgesehen Druckraum 10 ein Treibgas, welches beispielsweise
pyrotechnisch erzeugt ist oder von einem Hybridgasgenerator
stammt, eingebracht. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
befindet sich ein Gasgenerator 26 im Kolben 11 des Straffer
antriebs. Der Strafferantrieb kann beispielsweise so ausge
bildet sein, wie es aus der DE 43 32 206 C2 oder der
US 5,519,997 bekannt ist.
Im Kolben 11 ist über eine Seilverpressung 27 ein Zugmittel
mit zwei Zugmittelsträngen 7 und 8, verankert. Die Zugmit
telstränge können von Stahlseilen mit etwa 4 mm Durchmesser
gebildet sein. Die beiden Zugmittelstränge 7 und 8 sind durch
einen Führungskanal 2 in einer blockförmigen Umlenkeinrich
tung vom Strafferantrieb zu einer Anbindungsstelle an einem
nicht näher dargestellten Sicherheitsgurt geführt. Zur Er
leichterung der Anbindung des Zugmittels (Zugmittelstränge 7
und 8) an den Sicherheitsgurt, sind die Zugmittelstränge 7 und
8 zu einer Zugmittelschlaufe 33 geformt. Die Zugmittelschlau
fe 33 kann mit einem nicht näher dargestellten Verschluss
eines Sicherheitsgurtes oder mit einem Endbeschlag eines
Sicherheitsgurtes fest verbunden sein. In bevorzugter Weise
ist die Zugmittelschlaufe 33 mit einem Verschluss eines
Sicherheitsgurts verbunden, wie es in der US 5,519,997 darge
stellt ist.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Umlenkein
richtung 1 aus einem einstückigem Umlenkblock gebildet. Die
blockförmige Umlenkeinrichtung 1 kann jedoch auch aus zwei
oder mehr formschlüssig aneinander gefügten Blockstücken
gebildet werden. Die Umlenkeinrichtung 1 beinhaltet den
Führungskanal 2 für das Zugmittel (Zugmittelstränge 7 und 8).
Die Umlenkeinrichtung 1 wird kastenförmig und mit Formschluss
von einer Befestigungshülse 3 umfasst. Die Befestigungshülse
3 ist an ihren beiden Enden offen und umschließt den Füh
rungskanal 2. Die Umlenkeinrichtung 1 besitzt an ihrer Außenseite
insbesondere an ihrer Unterseite eine Struktur 4. Die
Struktur 4 ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel als
rechteckiger Vorsprung an der Außenfläche der Umlenkeinrich
tung ausgebildet. Die Struktur 4 sitzt mit Formschluss in
einer entsprechenden Ausnehmung der Befestigungshülse 3. Die
Ausnehmung befindet sich beim dargestellten Ausführungsbei
spiel in einer Bodenplatte 34, welche eine der Wände der
Befestigungshülse bildet, die die Umlenkeinrichtung 1 fixie
rend umfassen. Die Bodenplatte 34 und die in diese form
schlüssig ragende Struktur 4 befinden sich in einer Veranke
rungsebene 6. Die Außenfläche der Struktur 4 und die Außen
fläche der Bodenplatte 34 sind bündig, so dass sie karosse
rieseitig in der Verankerungsebene 6 auf eine entsprechende
Auflage- bzw. Verankerungsfläche des Fahrzeugaufbaus, insbe
sondere im Bereich des Karosserie-Unterbodens bündig aufge
legt werden können.
An die Befestigungshülse 3 ist eine Befestigungslasche 21
einstückig angeformt. Die Befestigungshülse 3 und die Befes
tigungslasche 21 können aus einem entsprechend geformten
Blechstück gebildet sein. Die Unterseite der Befestigungsla
sche 21 befindet sich ebenfalls in der Verankerungsebene 6.
Die Befestigungslasche 21 kann doppellagig ausgebildet sein,
wobei zwei Lagen 23 und 24 des Blechstückes, aus dem die
Befestigungshülse 3 und die Befestigungslasche 21 gebildet
sind, übereinander gelegt sind (Fig. 3). In der Befesti
gungslasche 21 ist eine Öffnung vorgesehen, in welche zur
Verankerung ein Befestigungsbolzen eingesetzt werden kann,
der gegebenenfalls mit Schraubverbindung am Fahrzeugaufbau
verankert wird. In der Verankerungsebene 6 wird auf diese
Weise eine flächige Auflage der aus Strafferantrieb und
Umlenkeinrichtung bestehenden Vorrichtung, unter Verwendung
lediglich eines Verankerungsmittels beispielsweise Befesti
gungsbolzens erreicht.
Durch diese Anordnung werden alle Kräfte, welche am Sicher
heitsgurt wirksam werden können, sicher aufgenommen und in
den Fahrzeugaufbau beispielsweise in den Karosserie-
Unterboden eingeleitet.
Bei Belastung während des Straffens und während eines Crash
verlaufs wirken auf die beiden Zugmittelstränge 7 und 8 im
wesentlichen gleiche Kräfte. Der Umlenkwinkel des Zugmittels
ist < 90° und liegt zwischen etwa 60° und 70°. Der Führungs
kanal 2 besitzt zwei Umlenkradien. Der einem Zugmitteleinlau
fende 14 benachbarte Teil des Führungskanales 2 besitzt einen
kleineren Krümmungsradius als der sich zum Zugmittelauslau
fende 15 hin anschließende Kanalteil. Der kleinere Krümmungs
radius beträgt etwa 20 mm und der sich zum Zugmittelauslaufen
de 15 hin erstreckende Kanalteil besitzt einen Krümmungsradi
us von etwa 46 mm.
Für einen schonenden Einlauf des Zugmittels in den Führungs
kanal 2 der Umlenkeinrichtung 1 insbesondere beim Straffen
ist an die Befestigungshülse 3 ein Führungstrichter 35 (Fig.
3) angeformt. Hierdurch wird eine zusätzliche Versteifung für
den Einlauf des Zugmittels erreicht.
An den Block der Umlenkeinrichtung 1 ist einstückig ein
Ansatzstück 12 angeformt. Dieses Ansatzstück 12 dient zur
Befestigung des Strafferantriebes 9 an der Umlenkeinrichtung
1. Hierzu wird das Führungsrohr 13 formschlüssig auf die
Außenseite des Ansatzstückes 12 aufgesetzt. Im Ansatzstück
befinden sich Vertiefungen 31, welche bevorzugt nur um einen
Teil des Umfangs des zylindrischen Ansatzstückes 12 sich
erstrecken und diametral zueinander angeordnet sein können
(Fig. 5). In diese nutförmigen Vertiefungen 31 ist das
Material des Führungsrohres 13 formschlüssig eingedrückt, so
dass entsprechende Eindrückungen 32 (Fig. 1) entstehen. Es
ist auch möglich, umlaufende nutförmige Vertiefungen am
Ansatzstück 12 vorzusehen und beispielsweise durch Rollieren
das Material des aufgesetzten Führungsrohres in diese Vertie
fungen einzudrücken.
Das Ansatzstück 12 ist topfförmig ausgebildet und besitzt
hierzu eine Ausnehmung 17, welche ganz oder teilweise das
Volumen des Druckraumes 10 an der Rückseite des Kolbens 11
bildet. Am Boden der Ausnehmung 17 befindet sich eine Dich
tungsscheibe 16, welche eine Abdichtung des Druckraumes 10
gegenüber dem Zugmittelauslaufende 15 des Führungskanals
gewährleistet. Ferner ist zur Fixierung des Kolbens 11 an
seinem rückwärtigen Kolbenende 18 eine Abstützstufe vorgese
hen, in welche ein Kolbenfixierring 19 formschlüssig einge
setzt ist. Der Kolbenfixierring 19 umfasst das Kolbenende 18,
welches bevorzugt eine konisch Außenfläche aufweist. Der
Konus verjüngt sich ausgehend vom Kolben 11 zum rückwärtigen
Kolbenende hin. Gegebenenfalls kann wie beim Ausführungsbei
spiel der Kolben im Bereich seines Kolbenendes 18 hohl ausge
bildet sein, so dass eine Vergrößerung des Druckraumes 10
erreicht wird. Bei der Montage wird der Kolbenfixierring 19
formschlüssig mit einer definierten Haltekraft, z. B. durch
Presssitz in der Ausnehmung 17 fixiert. Hierdurch wird ein
unkontrollierter Vorschub des Zugmittels bei Normalbetrieb
verhindert. Nach Erzeugung des Arbeitsdrucks im Druckraum 10
wird die definierte Haltekraft aufgrund der vom Straffer
antrieb vermittelten Abzugskraft überschritten und die Kol
benbewegung wird für das Straffen des Sicherheitsgurtes
freigegeben. Mit dem Kolbenende 18 ist der Kolbenfixierring
19 z. B. durch Verstemmen fest verbunden, so dass der Kolben
fixierring 19 beim Straffen mit dem Kolbenende 18 fest ver
bunden bleibt.
Auf die Außenseite des Kolbenendes 18 ist eine Hülse 28 aus
relativ hartem Material aufgesetzt. Diese Hülse kann an die
konische Form des Kolbenendes 18 angepasst sein. Der Kolben
stützt sich über diese konische Hülse 28 in axialer Richtung
am Kolbenfixierring 19 ab. Planparallel zum Kolbenfixierring
19 ist ein O-Ring 20 aus elastischem Material vorgesehen.
Beim Antrieb des Kolbens 11 während des Straffvorganges
bildet der Kolbenfixierring 19 ein Lager oder eine Abstützung
des O-Ringes 20. Hierdurch werden gleichmäßig federnde Druck
kräfte auf einen Kugelkranz erzielt, dessen Kugeln 29 in
bekannter Weise eine Rücklaufbremse in Zusammenwirkung mit
der konischen Hülse 28 bilden.
Bei dem in der Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist
der Strafferantrieb nicht näher dargestellt. Dieses Ausfüh
rungsbeispiel besitzt jedoch ebenfalls den im Zusammenhang
mit dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 3 erläuterten
Strafferantrieb, welcher in der Fig. 4 im einzelnen darge
stellt ist. Der Strafferantrieb ist der gleichen Weise am
Ansatzstück 17 befestigt, wie es oben beschrieben wurde.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 5 ist zwischen den beiden
Lagen 23 und 24 eine Halteschlaufe 25 fixiert. Die Halte
schlaufe 25 kann ebenfalls von einem Stahlseil mit etwa 4 mm
Durchmesser gebildet sein. Die beiden Stränge der Halte
schlaufe 25 sind in einer Hülse 36, welche bevorzugt aus
Aluminium besteht, verpresst. Ein von der Hülse 36 abstehen
der Strang 30, der aus einem oder beiden Strängen der Halte
schlaufe 25 gebildet sein kann, ist etwa U-förmig gebogen und
um die Verankerungsstelle 22, welche in den beiden Lagen 23
und 24 der Befestigungslasche 21 gebildet wird, gelegt. Bei
der Verankerung am Fahrzeugaufbau wird der abstehende Strang
30 zwischen den beiden Lagen 23 und 24 der Befestigungslasche
21 fixiert und am Fahrzeugaufbau mitverankert. Mit der Haltschlaufe
25 kann ein Endbeschlag oder ein Verschluss eines
benachbarten Sicherheitsgurtes verbunden werden. Die in der
Fig. 5 dargestellte Ausführungsform eignet sich bevorzugt
für einen Mittelplatz an der Rückbank eines Kraftfahrzeugs.
Für die Verankerung am Fahrzeugaufbau können serienmäßige
Verankerungsmittel verwendet werden. Wie im einzelnen gezeigt
wurde, ist zur Verankerung der Umlenkeinrichtung und des fest
mit ihr verbundenen Strafferantriebs nur ein Verankerungs
punkt erforderlich.
Bei dem in der Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel sind
zwei Strafferantriebe an der einen gemeinsamen Verankerungs
stelle 22 mit dem Fahrzeugaufbau verbunden. Hierzu werden aus
dem einzigen Blechstück zwei Befestigungshülsen 3 gebildet.
Ausgehend von der Mitte des Blechstücks, in welcher die
Verankerungsstelle 22 vorgesehen ist, wird dieses etwa sym
metrisch zur Mitte zu den beiden Befestigungshülsen 3 ver
formt. Die Enden des Blechstücks werden sich überlappend
übereinander gelegt, so dass zwischen den beiden Befesti
gungshülsen 3 die dreilagige Befestigungslasche 21 gebildet
wird. Hierzu werden auf das zwischen den beiden Befestigungs
hülsen 3 befindliche Blechstück, welches die unterste Lage 24
bildet, die beiden Endstücke des Blechstückes übereinander
gelegt. Hierdurch entstehen wie die Fig. 6 zeigt, die drei
Lagen 23, 24 und 37 der Befestigungslasche 21. Diese besitzt
wie die oben schon beschriebenen Ausführungsbeispiele eine
Bohrung, in welcher ein Verankerungsmittel beispielsweise
eine Schraubverbindung zur Verankerung am Fahrzeugaufbau
eingesetzt werden kann.
Die beiden Befestigungshülsen 3 umfassen formschlüssig, wie
bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen, die block
förmigen Umlenkeinrichtungen 1. Diese sind in der gleichen
Weise ausgebildet, wie sie in den oben beschriebenen Ausfüh
rungsbeispielen beschrieben sind. An den beiden blockförmigen
Umlenkeinrichtungen 1 sind die nicht näher dargestellten
Strafferantriebe in der gleichen Weise befestigt, wie es bei
den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen erläutert wurde.
Auf diese Weise werden zwei Strafferantriebe, die insbesonde
re für Rücksitze bzw. für eine Rückbank im Fondbereich eines
Kraftfahrzeugs bestimmt sind, mittels einer einzigen zentra
len Verankerungseinrichtung 22 am Fahrzeugaufbau befestigt.
Die Verankerungsstelle 22 befindet sich, wie aus der Fig. 6
zu ersehen ist, mittig zwischen den beiden Umlenkeinrichtun
gen 1, die von den Befestigungshülsen 3 umfasst werden.
1
blockförmige Umlenkeinrichtung
2
Führungskanal
3
Befestigungshülse
4
Struktur an der Außenseite der Umlenkein
richtung
5
Führungsebene
6
Verankerungsebene
7
Zugmittelstrang
8
Zugmittelstrang
9
Strafferantrieb
10
Druckraum
11
Kolben
12
Ansatzstück an der Umlenkeinrichtung
13
Führungsrohr
14
Zugmitteleinlaufende am Führungskanal
15
Zugmittelauslaufende am Führungskanal
16
Dichtungsscheibe
17
Ausnehmung
18
Kolbenende
19
Kolbenfixierring
20
O-Ring
21
Befestigungslasche
22
Verankerungsstelle
23
Lage der Befestigungslasche
24
Lage der Befestigungslasche
25
Halteschleife
26
Gasgenerator
27
Seilverpressung
28
konische Hülse
29
Rücklaufbremse
30
abstehender Strang
31
Vertiefung am Ansatzstück
32
Eindrückung
33
Zugmittelschlaufe
34
Bodenplatte
35
Führungstrichter
36
Hülse
37
Lage der Befestigungslasche
Claims (17)
1. Vorrichtung zum Straffen eines Fahrzeugsicherheitsgurtes
mit einem Strafferantrieb, einem Zugmittel, welches die
Strafferantriebsbewegung auf den Sicherheitsgurt über
trägt, einer blockförmigen Umlenkeinrichtung, welche ei
nen Führungskanal für das Zugmittel aufweist, der in ei
ner vertikalen und zur Fahrzeuglängsrichtung parallelen
Führungsebene liegt, und einer die blockförmige Umlenk
einrichtung mit Formschluss umfassenden Befestigungshül
se, welche in einer zur Führungsebene senkrechten Veran
kerungsebene mit einer seitlich abstehenden und einstü
ckig angeformten Befestigungslasche am Fahrzeugaufbau
verankert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite der block
förmigen Umlenkeinrichtung (1) eine als Vorsprung ausge
bildete Struktur (4) vorgesehen ist, welche mit Form
schluss in eine Ausnehmung in der in der Verankerungsebe
ne (6) der Befestigungslasche (21) liegenden Wand der Be
festigungshülse (3) ragt, wobei die Außenfläche der
Struktur (4) und die Außenfläche der Befestigungslasche
(21) karosserieseitig eine bündige Auflage- oder Veranke
rungsfläche bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Umlenkwinkel der Zug
richtung zwischen dem Zugmitteleinlaufende (14) und dem
Zugmittelauslaufende (15) des Zugmittels (7, 8) kleiner
als 90° ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Strafferantrieb (9) ei
nen beim Straffen linear geführten Kolben (11) sowie ei
nen Druckraum (10) aufweist, in den ein Treibgas zum An
trieb des Kolbens (11) einleitbar ist, wobei der Druckraum
(10) zumindest teilweise an einem einstückig an die
Umlenkeinrichtung (1) angeformten Ansatzstück (12) gebil
det ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass zur linearen Führung des
Kolbens (11) ein Führungsrohr (13) am Ansatzstück (12)
befestigt ist und im Normalbetrieb der Kolben (11) am An
satzstück (12) gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Druckraum (10) mittels
einer Dichtungsscheibe (16) gegenüber einem Zugmittelaus
laufende (15) des Führungskanals (2) abgedichtet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass im Ansatzstück (12) eine
Ausnehmung (17) gebildet ist, welche zumindest teilweise
den Druckraum (10) umfasst, wobei die Dichtungsscheibe
(16) am Boden der Ausnehmung (17) angeordnet ist und der
Kolben (11) mit einem Kolbenende (18) in der Ausnehmung
(17) fixiert ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kolbenende (18) mittels
eines in die Ausnehmung (17) formschlüssig eingesetzten
Kolbenfixierringes (19) mit einer bestimmten Haltekraft
in der Ausnehmung (17) gehalten ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Rücklaufsperre (29) in
axialer Richtung federnd gegen den Kolbenfixierring (19)
abgestützt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (Gasgenerator 26) zur
Erzeugung des Treibgases im Kolben (11) vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsrohr (13) an der
Außenseite des Ansatzstückes (12) der Umlenkeinrichtung
(1) mit Formschluss fixiert ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Rohrmantels
des Führungsrohres (13) in eine oder mehrere Vertiefungen
(31) am Ansatzstück (12) eingedrückt ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass an die Befestigungshülse (3)
einstückig eine Befestigungslasche (21) angeformt ist,
welche in der Verankerungsebene (6) liegt und mit einer
Verankerungsstelle (22) am Fahrzeugaufbau befestigbar
ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungslasche (21)
zweilagig ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Lagen
(23, 24) der Befestigungslasche (21) eine Halteschlaufe
(25) fixiert ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Halteschlaufe
(25) abstehender Strang (30) um die Verankerungsstelle
(22) gelegt ist und zwischen den beiden Lagen (23, 24)
der Befestigungslasche (21) eingeklemmt ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungshülse (3)
und die Befestigungslasche (21) aus einem einzigen Blech
stück gebildet sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, dass aus dem einzigen Blechstück
zwei Befestigungshülsen (3), die jeweils eine blockförmi
ge Umlenkeinrichtung (1) umfassen, gebildet sind und dass
an der gemeinsamen Verankerungsstelle (22) die Befesti
gungslasche (21) dreilagig ausgebildet ist.
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