DE19926381C1 - Umschaltdüsenkopf für ein Hochdruckreinigungsgerät - Google Patents
Umschaltdüsenkopf für ein HochdruckreinigungsgerätInfo
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Abstract
Um bei einem Umschaltdüsenkopf für ein Hochdruckreinigungsgerät mit einer Flüssigkeitszufuhr und mit einem im Umschaltdüsenkopf beweglich gelagerten Umschaltkörper, der mehrere zu Düsenkörpern führende Strömungsdurchlässe aufweist, die durch Bewegung des Umschaltkörpers einzeln mit der Flüssigkeitszufuhr verbindbar sind, die Umschaltung auch bei mehr als zwei Düsenkörpern zu erleichtern, wird vorgeschlagen, daß einer der Strömungsdurchlässe zu zwei Düsenkörpern führt und eine Wahleinrichtung mit einem im Strömungsdurchlaß frei beweglichen Ventilkörper aufweist, mit dem jeweils eine Strömungsverbindung zwischen dem Strömungsdurchlaß und den Düsenkörpern verschließbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Umschaltdüsenkopf für ein
Hochdruckreinigungsgerät mit einer Flüssigkeitszufuhr
und mit einem im Umschaltdüsenkopf beweglich gelagerten
Umschaltkörper, der mehrere zu Düsenkörpern führende
Strömungsdurchlässe aufweist, die durch Bewegung des
Umschaltkörpers einzeln mit der Flüssigkeitszufuhr ver
bindbar sind.
Bei Hochdruckreinigungsgeräten ist es wünschenswert,
die Flüssigkeit in unterschiedlichen Strahlformen abzu
geben, und dazu werden unterschiedliche Düsenkörper in
Umschaltdüsenköpfen angeordnet, die wahlweise mit einer
Flüssigkeitszufuhr in Verbindung gebracht werden kön
nen. Es ist dabei bekannt, in einem drehbaren Umschalt
körper mehrere im Abstand zur Drehachse angeordnete pa
rallele Strömungsdurchlässe vorzusehen, die jeweils zu
einem Düsenkörper führen (DE 89 14 112 U1). Durch Dre
hung des Schaltkörpers können diese Strömungsdurchlässe
wahlweise mit einer einzigen Flüssigkeitszufuhr verbun
den werden, die Verdrehung des Schaltkörpers erfolgt
beispielsweise durch Verdrehung eines Teils des Gehäu
ses des Umschaltdüsenkopfes gegenüber einem anderen
Teil. Eine solche Ausgestaltung arbeitet zufriedenstel
lend, es ist aber notwendig, zu jedem Verstellen die
Hand an den Düsenkopf zu legen und dort Teile gegenein
ander zu verdrehen. Dies ist bei häufigem Wechsel unbe
quem.
Andererseits sind Umschalteinrichtungen bekannt
(DE 78 13 438 U1), bei denen die Auswahl verschiedener
Strömungsdurchlässe durch Ventilkörper erfolgen kann,
die frei beweglich in einem Strömungsdurchlaß angeord
net sind und die wahlweise vor die Strömungsdurchlässe
gelegt werden können und diese verschließen, so daß von
den mehreren Strömungsdurchlässen jeweils nur einer
frei bleibt, während alle anderen verschlossen sind.
Eine solche Umschalteinrichtung hat den Vorteil, daß
sie bei abgeschaltetem Hochdruckreinigungsgerät eine
Umschaltung alleine durch Verdrehen des gesamten Um
schaltdüsenkopfes ermöglicht, da dann unter dem Einfluß
der Schwerkraft die Ventilkörper im Strömungsdurchlaß
so positioniert werden können, daß sie nach dem Ein
schalten des Hochdruckreinigungsgerätes bestimmte Strö
mungsdurchlässe versperren und andere freigeben. Nach
teilig ist aber, daß eine solche Umschalteinrichtung in
der Regel auf die Verwendung von zwei Strömungsdurch
lässen und einen Ventilkörper beschränkt ist. Zwar ist
es grundsätzlich theoretisch möglich, die Zahl der Ven
tilkörper und die Zahl der Strömungsdurchlässe zu erhö
hen, dann aber ist die Bedienung sehr ungenau und er
fordert höchste Geschicklichkeit.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen gattungsgemäßen Um
schaltdüsenkopf so auszugestalten, daß auch beim Vorse
hen von drei Düsenkörpern das Umschalten so einfach wie
möglich durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Umschaltdüsenkopf der ein
gangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß einer der Strömungsdurchlässe zu zwei Düsenkörpern
führt und eine Wahleinrichtung mit einem im Strömungs
durchlaß frei beweglichen Ventilkörper aufweist, mit
dem jeweils eine Strömungsverbindung zwischen dem Strö
mungsdurchlaß und den Düsenkörpern verschließbar ist.
Bei einem solchen Umschaltdüsenkopf wird also in dem
beweglichen Umschaltkörper selbst eine Wahleinrichtung
mit frei beweglichem Ventilkörper neben einem Strö
mungsdurchlaß ohne eine solche Wahleinrichtung angeord
net, wobei auf diese Weise der Umschaltkörper insgesamt
drei Düsenkörper aufweist, die wahlweise mit der einzi
gen Flüssigkeitszufuhr verbunden werden können.
In einer ersten Stellung des Umschaltkörpers ist der
Strömungsdurchlaß ohne Wahleinrichtung mit der Flüssig
keitszufuhr verbunden, die Flüssigkeit wird dann über
den diesem Strömungsdurchlaß zugeordneten Düsenkörper
abgegeben.
In einer anderen Stellung des beweglichen Umschaltkör
pers ist der Strömungsdurchlaß mit der Flüssigkeitszu
fuhr verbunden, der eine Wahleinrichtung aufweist. Die
se Wahleinrichtung ermöglicht es bei abgeschalteter
Flüssigkeitszufuhr, allein durch Verdrehen des Um
schaltdüsenkopfes aufgrund der Schwerkraft den Ventil
körper so zu verlagern, daß beim Einschalten der Flüs
sigkeitszufuhr ein Düsenkörper dieses Strömungsdurch
lasses versperrt wird, während der andere offenbleibt.
Ohne Umschaltung von Hand am Umschaltdüsenkopf kann der
Benutzer daher einfach durch kurzes Abschalten der
Flüssigkeitszufuhr und durch Verdrehen des gesamten Um
schaltdüsenkopfes zwischen den beiden Düsenkörpern die
ses Strömungsdurchlasses wählen, lediglich für den
Fall, daß der dritte Düsenkörper benötigt wird, muß am
Umschaltdüsenkopf der Umschaltkörper verschoben werden.
Beim normalen Betrieb eines Hochdruckreinigungsgerätes
werden üblicherweise hauptsächlich ein Kompaktstrahl
und ein Flachstrahl benötigt, während nur in relativ
seltenen Bearbeitungsperioden ein Düsenkörper benötigt
wird, über den eine Reinigungschemikalie abgegeben
wird. Es ist daher vorteilhaft, den Strömungsdurchlaß
ohne Wahleinrichtung mit einem Düsenkörper für die Che
mikalienabgabe zu versehen, und in den Strömungsdurch
laß mit der Wahleinrichtung eine Kompaktstrahldüse und
eine Flachstrahldüse einzusetzen. Bei dem normalen Be
trieb, der normalerweise 90% der Betriebsdauer aus
macht, kann dann der Benutzer allein durch Verdrehen
des gesamten Umschaltdüsenkopfes zwischen Kompakt
strahldüse und Flachstrahldüse wählen, ohne am Um
schaltdüsenkopf selbst Verstellungen vornehmen zu müs
sen. Lediglich für die Chemikalienabgabe ist eine Ver
stellung des Umschaltdüsenkopfes notwendig, und dies
tritt relativ selten ein.
Andererseits hat diese Ausgestaltung den großen Vor
teil, daß die Umschaltung zwischen Flachstrahldüse und
Kompaktstrahldüse mit Hilfe der Wahleinrichtung keiner
lei Mühe macht, da nur zwischen zwei Auswahlmöglichkei
ten gewählt werden muß und da zu einer Auswahl zwischen
zwei Stellungen keine besondere Sorgfalt notwendig ist.
Vorzugsweise ist der Ventilkörper eine Kugel.
Es ist günstig, wenn der Umschaltkörper im Umschaltdü
senkopf verdrehbar gelagert ist, wenn die Strömungs
durchlässe und die Flüssigkeitszufuhr von der Drehachse
jeweils den gleichen Abstand einnehmen und wenn die
Strömungsdurchlässe in den Umschaltkörpern in Umfangs
richtung versetzt sind. Bei einer solchen Ausgestaltung
wird der Umschaltkörper in an sich bekannter Weise im
Umschaltdüsenkopf zur Umschaltung von einem Strömungs
durchlaß auf den andern verdreht, wobei dadurch ausge
wählt werden kann, ob der Strömungsdurchlaß mit Wahl
einrichtung oder der Strömungsdurchlaß ohne Wahlein
richtung mit der Flüssigkeitszufuhr verbunden wird.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Strömungsdurch
laß mit Wahleinrichtung sich dabei über einen größeren
Umfangswinkelbereich erstreckt. Dadurch ist es bei
spielsweise möglich, für den Umschaltkörper drei Win
kelstellungen vorzusehen, wobei in einer ersten Winkel
stellung der Strömungsdurchlaß ohne Wahleinrichtung mit
der Flüssigkeitszufuhr verbunden ist, in den beiden an
deren Winkelstellungen dagegen der Strömungsdurchlaß
mit Wahleinrichtung. Der Benutzer hat auf diese Weise
die Möglichkeit, auch die Auswahl der beiden Düsenkör
per der Wahleinrichtung durch Verdrehung des Umschalt
körpers am Umschaltdüsenkopf vorzunehmen, falls er die
Wahleinrichtung nicht einfach durch Verdrehung des ge
samten Umschaltdüsenkopfes betätigen will.
Vorzugsweise weist der Strömungsdurchlaß mit Wahlein
richtung eine Aufnahmekammer für den Ventilkörper auf,
aus der zu den beiden Düsenkörpern führende Strömungs
kanäle austreten.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind in diese
Strömungskanäle Gleichrichter eingesetzt.
Diese Gleichrichter können Rohrstücke sein, die über
einen Teil ihrer Länge achsparallele Leitwände um
schließen.
Günstig ist es, wenn sich die Leitwände an der Ein
strömseite der Rohrstücke etwa über die halbe Länge
derselben erstrecken.
Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn die Gleichrichter
die gesamte Länge der Strömungskanäle zwischen Aufnah
mekammer und Düsenkörper einnehmen.
Eine besonders günstige Ausgestaltung ergibt sich, wenn
die Gleichrichter an ihrem Einströmende einen Ventil
sitz für den in der Aufnahmekammer angeordneten Ventil
körper bilden. Der Gleichrichter übernimmt somit eine
Mehrfachaufgabe, er bildet nämlich einmal den Ventil
sitz aus, zum anderen vermindert er die Turbulenz in
der Strömung und schließlich überbrückt er den gesamten
Abstand zwischen Aufnahmekammer und Düsenkörper und
legt somit den Düsenkörper am Ende des Strömungskanals
fest. Er bildet also ein Distanzstück in einer Halte
vorrichtung für den Düsenkörper, insbesondere dann,
wenn der Gleichrichter in den Strömungskanal eingepreßt
ist.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungs
formen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der
Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
Fig. 1: eine Vorderansicht eines Umschaltkopfes mit
drei Düsenkörpern in einer ersten Schaltstel
lung des Umschaltkörpers;
Fig. 2: eine Ansicht ähnlich Fig. 2 in einer zweiten
Schaltstellung des Umschaltkörpers;
Fig. 3: eine Längsschnittansicht des Umschaltdüsen
kopfes längs Linie 3-3 in Fig. 1;
Fig. 4: eine Teilschnittansicht längs Linie 4-4 in
Fig. 1;
Fig. 5: eine Schnittansicht längs Linie 5-5 in Fig.
3 und
Fig. 6: eine Schnittansicht längs Linie 6-6 in
Fig. 3.
Der in der Zeichnung dargestellte Umschaltdüsenkopf 1
weist einen Anschlußstutzen 2 auf, der über eine Über
wurfmutter 3 auf einem in der Zeichnung nicht darge
stellten Strahlrohr eines Hochdruckreinigungsgerätes
aufgeschraubt werden kann.
Der Anschlußstutzen 2 mündet in den Boden 5 eines
topfförmigen Gehäuses 4 ein, in dieses Gehäuse 4 ist
eine den Boden 5 bedeckende Dichtung 6 eingelegt, die
im Abstand von der Mittelachse des kreiszylindrischen
Gehäuses 4 eine in den Innenraum des Gehäuses 4 eintre
tende Zufuhröffnung 7 aufweist, die ihrerseits mit dem
Innenraum des Anschlußstutzens 2 in Verbindung steht.
In das Gehäuse 4 ist von dessen offener Seite her ein
Umschaltkörper 8 eingesetzt, der den Innenraum des Ge
häuses 4 vollständig ausfüllt und gegenüber der Innen
wand 8 des Gehäuses 4 durch einen in eine Umfangsnut 9
eingelegten Dichtring 10 abgedichtet ist. Der Umschalt
körper 8 ist in dem Gehäuse 4 um dessen Längsachse ver
drehbar und wird in axialer Richtung dadurch im Gehäuse
4 gehalten, daß eine auf ein Außengewinde 1 des Gehäu
ses 4 aufgeschraubte Überwurfmutter 12 an einem Ring
flansch 13 des Umschaltkörpers 8 anliegt (Fig. 3).
Auf der Außenseite des Gehäuses 4 ist ein Lagerring 14
aus Kunststoff gehalten, an dem eine das Gehäuse 4 und
den Umschaltkörper 8 überfangende Haube 15 um die
Längsachse des Gehäuses 4 verdrehbar gelagert ist, die
se Haube 15 wird durch ein seitliches Einschubelement
16 in axialer Richtung festgelegt, welches zwischen den
Lagerring 14 und die Überwurfmutter 12 eingreift (Fig.
4). Dieses Einschubelement 16 ist radial aus seiner
eingeschobenen Position herausziehbar und gibt dann die
Haube 15 in axialer Richtung frei, so daß sie vom Um
schaltdüsenkopf 1 abgezogen werden kann.
Die aus Kunststoff bestehende Haube 15 umgreift mit ei
ner Querwand 17 den vorderen, unrunden Teil des Um
schaltkörpers 8 formschlüssig und verdreht dadurch den
Umschaltkörper 8, wenn sie selbst von Hand auf dem La
gerring 15 verdreht wird.
In dem Umschaltkörper 8 sind um jeweils 120° in Um
fangsrichtung gegeneinander versetzt drei Strömungska
näle 18 angeordnet, in die an dem dem Anschlußstutzen 2
gegenüberliegenden Ende jeweils ein Düsenkörper 19 ein
gesetzt ist. Die Strömungskanäle 18 befinden sich auf
einem Kreis, der konzentrisch zur Drehachse des Um
schaltkörpers 8 angeordnet ist und dessen Radius dem
Abstand der Zufuhröffnung 7 von der Drehachse ent
spricht.
Ein erster Strömungskanal 18 durchsetzt den Umschalt
körper 8 auf seiner ganzen Länge, so daß dieser Strö
mungskanal in einer ersten Stellung des Umschaltkörpers
8 unmittelbar an die Zufuhröffnung 7 angeschlossen wer
den kann, so daß Flüssigkeit über den Anschlußstutzen
2, die Zufuhröffnung 7 und diesen Strömungskanal zu dem
entsprechenden Düsenkörper gelangen kann. Diese Stel
lung ist in Fig. 3 dargestellt.
Die beiden anderen Strömungskanäle 18 münden an ihrem
dem Anschlußstutzen 2 zugewandten Ende in eine gemein
same Aufnahmekammer 20, die zur Dichtung 6 hin offen
ist und durch diese abgeschlossen wird. In dieser Auf
nahmekammer 20 ist ein kugelförmiger Ventilkörper 21
aufgenommen, der sich in der Aufnahmekammer 20 frei be
wegen kann.
In die beiden in die Aufnahmekammer 20 einmündenden
Strömungskanäle 18 ist jeweils ein Gleichrichter 22
eingesetzt. Jeder Gleichrichter 22 bildet ein Rohrstück
23, welches am aufnahmekammerseitigen Ende einen Ven
tilsitz 24 für den kugelförmigen Ventilkörper 21 aus
bildet. Unmittelbar an den Ventilsitz 24 schließen sich
einströmseitig im Innern des Rohrstückes 23 angeordne
te, achsparallele Leitwände 25 an, die sich etwa über
die Hälfte der Länge des Rohrstückes 23 erstrecken.
Das aus Kunststoff bestehende Rohrstück 23 nimmt den
gesamten Raum des Strömungskanales ein und liegt am
entsprechenden Düsenkörper 19 des jeweiligen Strömungs
kanales 18 an. Die Gleichrichter 22 werden in die Strö
mungskanäle eingepreßt und in diesen im Preßsitz gehal
ten, so daß sie gleichzeitig den in den Strömungskanal
18 eingeschobenen Düsenkörper 19 in axialer Richtung
fixieren und somit eine Mehrfachfunktion übernehmen,
nämlich einmal die Funktion einer Beruhigung der turbu
lenten Strömung im Strömungskanal, zum andern die Funk
tion einer Festlegung des Düsenkörpers und schließlich
die Funktion eines Ventilsitzes für den kugelförmigen
Ventilkörper 21.
Auch in den vollständig durchlaufenden Strömungskanal
kann ein Gleichrichter eingesetzt werden, der jedoch
dann keinen Ventilsitz aufweist.
Beim Betrieb des beschriebenen Umschaltdüsenkopfes 1
wird der Umschaltkörper 8 normalerweise mittels der
Haube 15 in eine Stellung verdreht, in der die Aufnah
mekammer 20 mit der Zufuhröffnung 7 ausgerichtet ist,
in der also zugeführte Flüssigkeit in die Aufnahmekam
mer 20 eintritt. Vor dem Zuführen der Flüssigkeit kann
sich der Ventilkörper 21 frei in der Aufnahmekammer 20
bewegen, so daß der Benutzer durch Verdrehung des ge
samten Umschaltdüsenkopfes 1 wählen kann, vor welche
der beiden aus der Aufnahmekammer 20 austretenden Strö
mungskanäle 18 sich der kugelförmige Ventilkörper 21
legt. Wird jetzt die Flüssigkeitszufuhr eingeschaltet,
wird der Ventilkörper in der einmal gewählten Stellung
gegen den entsprechenden Ventilsitz 24 gepreßt und ver
schließt dadurch den zugehörigen Strömungskanal, die
Flüssigkeit tritt dann durch den anderen aus der Auf
nahmekammer 20 austretenden Strömungskanal aus. Eine
Umschaltung innerhalb der Aufnahmekammer 20 kann ohne
Verstellung des Umschaltdüsenkopfes 1 einfach dadurch
erfolgen, daß die Flüssigkeitszufuhr abgeschaltet und
der gesamte Umschaltdüsenkopf 1 so orientiert wird, daß
sich der nun wieder frei bewegliche Ventilkörper 21 vor
den anderen Ventilsitz 24 legt.
Damit ist in einfachster Weise eine Umschaltung zwi
schen den beiden von der Aufnahmekammer 20 ausgehenden
Strömungskanäle allein dadurch möglich, daß die Flüs
sigkeitszufuhr kurz abgeschaltet und der gesamte Um
schaltdüsenkopf 1 unterschiedlich geneigt wird.
Eine solche Umschaltung läßt sich im übrigen grundsätz
lich auch dadurch erreichen, daß der Umschaltkörper 8
zwischen den beiden Positionen verstellt wird, in denen
die Aufnahmekammer 20 mit der Zufuhröffnung 7 verbunden
ist, allerdings muß der Benutzer dann dafür Sorge tra
gen, daß dabei der Umschaltdüsenkopf 1 so gehalten
wird, daß der jeweils zu versperrende Strömungskanal
unten liegt, so daß sich der Ventilkörper 21 unter der
Wirkung der Schwerkraft vor diesen Strömungskanal legt.
Wünscht der Benutzer dagegen Flüssigkeit über den Strö
mungskanal 18 abzugeben, der den Umschaltkörper 8 voll
ständig durchsetzt und in dem sich keine Aufnahmekammer
befindet, dann kann dies durch Verdrehung des Um
schaltskörpers 8 mittels der Haube 15 erfolgen, bis der
entsprechende Strömungskanal mit der Zufuhröffnung 7
ausgerichtet ist, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
Claims (12)
1. Umschaltdüsenkopf für ein Hochdruckreinigungsgerät
mit einer Flüssigkeitszufuhr und mit einem im Um
schaltdüsenkopf beweglich gelagerten Umschaltkör
per, der mehrere zu den Düsenkörpern führende
Strömungsdurchlässe aufweist, die durch Bewegung
des Umschaltkörpers einzeln mit der Flüssigkeits
zufuhr verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß einer der Strömungsdurchlässe (18, 20) zu zwei
Düsenkörpern (19) führt und eine Wahleinrichtung
mit einem im Strömungsdurchlaß (18, 20) frei be
weglichen Ventilkörper (21) aufweist, mit dem je
weils eine Strömungsverbindung zwischen dem Strö
mungsdurchlaß (18, 20) und den Düsenkörpern (19)
verschließbar ist.
2. Düsenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Strömungsdurchlaß (18) ohne Wahlein
richtung ein Düsenkörper (19) für Chemikalienabga
be und in dem Strömungsdurchlaß (18, 20) mit Wahl
einrichtung ein Düsenkörper (19) für einen Kom
paktstrahl und ein Düsenkörper (19) für einen
Flachstrahl angeordnet sind.
3. Düsenkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Ventilkörper (21) eine Kugel
ist.
4. Düsenkopf nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Umschaltkörper (8)
im Umschaltdüsenkopf (1) verdrehbar gelagert ist,
daß die Strömungsdurchlässe (18) und die Flüssig
keitszufuhr (7) von der Drehachse jeweils den
gleichen Abstand einnehmen und daß die Strömungs
durchlässe (18) in dem Umschaltkörper (8) in Um
fangsrichtung versetzt sind.
5. Düsenkörper nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß der Strömungsdurchlaß (18, 20) mit Wahl
einrichtung sich über einen größeren Umfangswin
kelbereich erstreckt.
6. Düsenkopf nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsdurchlaß
mit Wahleinrichtung eine Aufnahmekammer (20) für
den Ventilkörper (21) aufweist, aus der zu den Dü
senkörpern (19) führende Strömungskanäle (18) aus
treten.
7. Düsenkopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß in diese Strömungskanäle (18) Gleichrichter
(22) eingesetzt sind.
8. Düsenkopf nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gleichrichter (22) Rohrstücke (23) sind,
die über einen Teil ihrer Länge achsparallele
Leitwände (25) umschließen.
9. Düsenkopf nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Leitwände (25) an der Einströmseite
der Rohrstücke (23) etwa über die halbe Länge der
selben erstrecken.
10. Düsenkopf nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Gleichrichter (22) die gesamte
Länge der Strömungskanäle (18) zwischen Aufnahme
kammer (20) und Düsenkörper (19) einnehmen.
11. Düsenkopf nach einem der Ansprüche 7 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß die Gleichrichter (22)
an ihrem Einströmende einen Ventilsitz (24) für
den in der Aufnahmekammer (20) angeordneten Ven
tilkörper (21) bilden.
12. Düsenkopf nach einem der Ansprüche 7 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß der Gleichrichter (22)
in dem Strömungskanal (18) im Preßsitz gehalten
ist.
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