DE19926982A1 - Motordrehzahl-Berechnungsvorrichtung - Google Patents
Motordrehzahl-BerechnungsvorrichtungInfo
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Abstract
Es wird eine Motordrehzahl-Berechnungsvorrichtung angegeben, welche den Berechnungsprozeß der Motordrehzahl erleichtern kann, ohne daß dieser durch Drehpulsieren im Niederdrehzahlbereich des Motors beeinflußt wird. DOLLAR A Hierzu wird im Niederdrehzahlbereich des Motors ein vorbestimmter Wert durch eine Zeit geteilt, die zur Drehung um einen Winkel gleich einem Mehrfachen eines vorbestimmten Winkels benötigt wird, um die Motordrehzahl zu berechnen, wobei jedoch im Hochdrehzahlbereich des Motors, in dem ein Pulsieren weniger wahrscheinlich auftritt, der vorbestimmte Wert durch den Wert gleich dem Mehrfachen der Zeit geteilt wird, die zur Drehung um den vorbestimmten Winkel benötigt wird, um die Motordrehzahl zu berechnen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Motordrehzahl-Berechnungsvorrichtung zum
Berechnen der Drehzahl einer Brennkraftmaschine.
Bisher wird bei der Berechnung einer Motordrehzahl eine Zeit gemessen, die
eine Kurbelwelle zur Drehung über einen vorbestimmten Winkel benötigt,
und entsprechend der benötigten Zeit wird eine Motordrehzahl bestimmt.
Insbesondere wird eine 360 Grad entsprechende benötigte Zeit als ein
vorbestimmter Winkel aus Erzeugungszeiten von Kurbelimpulsen eines
Kurbelwinkelsensors gemessen, und der Kehrwert der gemessenen Zeit
wird beispielsweise mit 60 multipliziert, um die Motordrehzahl zu
berechnen. Die auf diese Weise berechnete Motordrehzahl dient als
Hauptmotorbetriebsparameter der Motorsteuerung, wie etwa der
Kraftstoffeinspritzsteuerung (siehe beispielsweise japanische
Patentoffenlegungsschrift Nr. Sho 61-277845 und japanische
Patentoffenlegungsschrift Nr. Hei 9-264241).
Im Niederdrehzahlbereich des Motors pulsiert jedoch die Motordrehzahl im
Vergleich zum Hochdrehzahlbereich, obwohl die Motordrehzahl konstant
gehalten werden sollte. Daher wird, wenn die Motordrehzahl unter
Verwendung einer Zeit berechnet wird, die zur Drehung nur über einen
Winkel erforderlich ist, der gleich jenem im Hochdrehzahlbereich ist, eine
Motordrehzahl berechnet, die durch die pulsierende Drehung beeinflußt ist,
und daher fluktuieren die nacheinander berechneten Motordrehzahlen nach
oben und unten. Daher gibt es ein Problem darin, daß, wenn eine
berechnete Motordrehzahl, die auf diese Weise durch pulsierende Drehung
beeinflußt ist, für die Motorsteuerung verwendet wird, sich dann keine
glatte Motorsteuerung erzielen läßt. Dieses Problem ist noch deutlicher bei
einem Motor, bei dem die Zündungen in ungleichmäßigen Intervallen
stattfinden, wie etwa bei einem V-Motor.
Beispielsweise bei einem Reihenvierzylindermotor, bei dem die Zündung mit
normalen gleichmäßigen Abständen erfolgt, erfolgt die Zündung eines
Zylinders jede 180 Grad Kurbelwellendrehung, und die Zündung wird in der
Reihenfolge wiederholt: erster Zylinder, dritter Zylinder, zweiter Zylinder und
vierter Zylinder, gemäß (a) in Fig. 1. Ferner, wie unter (b) in Fig. 1 gezeigt,
werden die unterschiedlichen Arbeitstakte, d. i. ein Expansionstakt, ein
Auslaßtakt, ein Einlaßtakt und ein Kompressionstakt, synchron zueinander
mit Abständen von 180 Grad Kurbelwinkel für alle Zylinder durchgeführt,
und ferner sind für 180 Grad Kurbelwinkel die Takte der ersten bis vierten
Zylinder über 720 Grad Kurbelwinkel voneinander unterschiedliche Takte.
Daher erfolgt innerhalb einer Periode irgendein es 180 Grad-Abstands jeweils
ein Expansionstakt, ein Auslaßtakt, ein Einlaßtakt und ein Kompressionstakt
bei einem der vier Zylinder, und der gleiche Takt wird nicht gleichzeitig von
mehreren Zylindern durchgeführt. Anders gesagt, der Expansionstakt, der
die Drehung der Kurbelwelle beschleunigt, weil der Kolben durch den
Explosionsdruck unter Druck gesetzt wird, und ein Kompressionshub, der
die Drehung der Kurbelwelle verzögert, weil das Einlaßgemisch komprimiert
wird, werden mit einem Abstand von 180 Grad gleichzeitig durchgeführt,
und so kommt es zu einem relativ guten Ausgleich, wodurch die Drehung
der Kurbelwelle relativ gleichmäßig ist. Demzufolge wird die Berechnung der
Motordrehzahl weniger durch pulsierende Drehung beeinflußt, außer durch
eine Variation unter den Zylindern.
Jedoch erfolgt im Falle eines Vierzylinder-V-Motors die Zündung mit
ungleichmäßigen Abständen, obwohl die Zündung in der Reihenfolge erster
Zylinder, dritter Zünder, zweiter Zylinder und vierter Zylinder wiederholt
wird, wie unter (a) in Fig. 2 gezeigt. Wenn dort die Zündung des ersten
Zylinders bei 0 Grad Kurbelwinkel stattfindet, dann beträgt der Kurbelwinkel
von der Zündung des ersten Zylinders zur Zündung des dritten Zylinders
180 Grad; der Kurbelwinkel von der Zündung des dritten Zylinders zur
Zündung des zweiten Zylinders beträgt 270 Grad; der Kurbelwinkel von der
Zündung des zweiten Zylinders zur Zündung des vierten Zylinders beträgt
180 Grad; und der Kurbelwinkel von der Zündung des vierten Zylinders zur
Zündung des ersten Zylinders beträgt 90 Grad. Der Grund hierfür ist, daß
obwohl die unterschiedlichen Takte, d. h. der Expansionstakt, der
Auslaßtakt, der Einlaßtakt und der Kompressionstakt, mit Abständen von
180 Grad Kurbelwinkel in jedem der Zylinder stattfinden, wie unter (b) in
Fig. 2 gezeigt, der erste und der dritte Zylinder und der zweite und der
vierte Zylinder um 90 Grad durch Positionsveränderung zwischen den
Takten voneinander versetzt sind. In der Periode eines Zyklus, in dem sich
die Kurbelwinkel zweimal von 0 Grad zu 720 Grad Kurbelwinkel dreht, ist
die Anzahl der Zündungen größer in einer Periode der späteren Halbdrehung
von 360 Grad bis 720 Grad Kurbelwinkel als in der ersteren Halbdrehung
von 0 Grad bis 360 Grad Kurbelwinkel, und daher gibt es eine Periode von
270 Grad vom Zeitpunkt der Zündung des dritten Zylinders zur Zündung des
zweiten Zylinders. Daher hat die Kurbelwellendrehung unmittelbar vor der
Zündung des zweiten Zylinders eine Verzögerungstendenz. Da im
Gegensatz hierzu die Periode vom Zündzeitpunkt des vierten Zylinders zur
Zündung des ersten Zylinders nur 90 Grad kurz ist, besteht vor und nach
der Zündung des ersten Zylinders eine Beschleunigungstendenz der
Kurbelwellendrehung. In der Periode von 0 bis 90 Grad (die mit dem
Bezugszeichen A bezeichnete Periode) innerhalb eines Zyklus kommt es zu
einer überlappenden Beziehung der Expansionstakte des ersten Zylinders
mit dem vierten Zylinder, und die Drehbeschleunigung der Kurbelwelle hat
eine zunehmende Tendenz. In der Periode von 360 Grad zu 450 Grad (der
mit dem Bezugszeichen B bezeichneten Periode) erfolgt der Expansionstakt
bei keinem der Zylinder und der Kompressionstakt nur beim zweiten
Zylinder, und demzufolge unterliegt die Kurbelwellendrehung einer
Verzögerungstendenz. Im Falle eines Motors mit ungleichmäßigem
Zündabstand, wie bei einem Vierzylinder-V-Motor, ist daher das Pulsieren
der Motordrehung unterschiedlich zwischen einer Periode der ersten
Halbdrehung von 0 Grad bis 360 Grad Kurbelwinkel und der anderen
Periode der zweiten Halbdrehung von 360 Grad zu 720 Grad Kurbelwinkel,
und insbesondere im Niederdrehzahlbereich besteht daher die Neigung, daß
die Berechnung der Motordrehzahl durch das pulsierende Drehen beeinflußt
wird.
Wenn man daher versucht, im Niederdrehzahlbereich einen
Berechnungsprozeß der Motordrehzahl durchzuführen, der nicht durch
pulsierende Drehung beeinflußt ist, dann besteht die Möglichkeit, daß der
Berechnungsprozeß kompliziert wird.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Motordrehzahl-
Berechnungsvorrichtung anzugeben, die den Berechnungsprozeß der
Motordrehzahl erleichtern kann, ohne durch pulsierende Drehung im
Niederdrehzahlbereich des Motors beeinflußt zu werden.
Zur Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß eine Motordrehzahl-
Berechnungsvorrichtung vorgeschlagen, die ein für eine Drehung um einen
vorbestimmten Winkel benötigte Zeit jedesmal mißt, wenn sich die
Kurbelwelle des Motors um den vorbestimmten Winkel dreht, und die eine
Motordrehzahl entsprechend der benötigten Zeit berechnet,
dadurch gekennzeichnet, daß sie umfaßt:
ein Unterscheidungsmittel zum Unterscheiden, ob die berechnete Motordrehzahl niedriger als eine vorbestimmte Drehzahl ist oder nicht, und
ein Berechnungsmittel zum Berechnen der Motordrehzahl, wenn die im vorhergehenden Zyklus berechnete Motordrehzahl gleich oder höher als die vorbestimmte Drehzahl ist, unter Verwendung einer Zeit oder einem geringem Mehrfachen dieser Zeit, die zur Drehung über den vorbestimmten Winkel benötigt wird, jedoch zum Berechnen der Motordrehzahl, wenn die im vorhergehenden Zyklus berechnete Motordrehzahl niedriger als die vorbestimmte Drehzahl ist, unter Verwendung eines Mehrfachen der Zeit oder eines größeren Mehrfachen dieser Zeit, die zur Drehung über den vorbestimmten Winkel benötigt wird.
ein Unterscheidungsmittel zum Unterscheiden, ob die berechnete Motordrehzahl niedriger als eine vorbestimmte Drehzahl ist oder nicht, und
ein Berechnungsmittel zum Berechnen der Motordrehzahl, wenn die im vorhergehenden Zyklus berechnete Motordrehzahl gleich oder höher als die vorbestimmte Drehzahl ist, unter Verwendung einer Zeit oder einem geringem Mehrfachen dieser Zeit, die zur Drehung über den vorbestimmten Winkel benötigt wird, jedoch zum Berechnen der Motordrehzahl, wenn die im vorhergehenden Zyklus berechnete Motordrehzahl niedriger als die vorbestimmte Drehzahl ist, unter Verwendung eines Mehrfachen der Zeit oder eines größeren Mehrfachen dieser Zeit, die zur Drehung über den vorbestimmten Winkel benötigt wird.
Da insbesondere im Niederdrehzahlbereich des Motors der vorbestimmte
Wert durch eine Zeit geteilt wird, die zur Drehung über den Winkel gleich
dem Mehrfachen des vorbestimmten Winkels erforderlich ist, um die
Motordrehzahl zu berechnen, jedoch im Hochdrehzahlbereich des Motors, in
dem ein Pulsieren weniger wahrscheinlich auftritt, der vorbestimmte Wert
geteilt wird durch den Wert gleich dem Mehrfachen der Zeit, die zur
Drehung über den vorbestimmten Winkel erforderlich ist, um die
Motordrehzahl zu berechnen, kann die Motordrehzahl ohne Beeinflussung
durch Drehpulsieren berechnet werden kann. Ein solcher
Berechnungsausdruck kann gemeinsam für die Berechnung der
Motordrehzahl in sowohl dem Niederdrehzahlbereich als auch dem
Hochdrehzahlbereich des Motors verwendet werden, wodurch der
Berechnungsprozeß der Motordrehzahl erleichtert ist.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen unter Hinweis
auf die beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 Zündzeitpunkte und Arbeitstakte einzelner Zylinder eines
Vierzylinder-Reihenmotors;
Fig. 2 Zündzeitpunkte und Arbeitstakte einzelner Zylinder eines
Vierzylinder-V-Motors;
Fig. 3 ein Blockdiagramm einer Ausführung der Erfindung;
Fig. 4 ein Flußdiagramm einer Me-Berechnungsoperationsroutine;
Fig. 5 ein Flußdiagramm einer Ne-Berechnungsoperationsroutine;
Fig. 6 ein Flußdiagramm einer anderen
Ne-Berechnungsoperationsroutine; und
Fig. 7 ein Flußdiagramm einer noch weiteren
Ne-Berechnungsoperationsroutine.
Fig. 3 zeigt ein Motorsteuersystem unter Verwendung einer
erfindungsgemäßen Motordrehzahl-Berechnungsvorrichtung. Bei diesem
Motorsteuersystem wird ein Kurbelwinkelsensor 3 mit einem Drehelement 1
und einem elektromagnetischen Aufnehmer 2 verwendet. Das Drehelement
1 hat die Form einer Scheibe, die an einer Kurbelwelle (nicht gezeigt) eines
Viertaktverbrennungsmotors vorgesehen ist und durch die Drehung der
Kurbelwelle gedreht wird. Zwölf Vorsprünge 4 aus magnetischem Material
sind hintereinander als Erfassungsabschnitte mit Abständen von 30 Grad
am Außenumfang des Drehelements 1 vorgesehen. Der elektromagnetische
Aufnehmer 2 ist in der Nähe des Außenumfangs des Drehelements 1
angeordnet. Wenn sich das Drehelement 1 dreht und einer der Vorsprünge
4 in enge Nachbarschaft zum elektromagnetischen Aufnehmer 2 kommt,
erzeugt der elektromagnetische Aufnehmer 2 einen Kurbelimpuls.
Eine ECU (elektrische Steuereinheit) ist mit dem Ausgang des
elektromagnetischen Aufnehmers 2 verbunden. Die ECU 5 enthält eine CPU
6, ein RAM 7, ein ROM 8, einen Zähler 9, Ausgabeschnittstellen 10 und 11
sowie einen A/D-Wandler 12. Der Zähler 9 wird durch einen vom
elektromagnetischen Aufnehmer 2 ausgegebenen Kurbelimpuls rückgesetzt,
und er zählt von einem nicht gezeigten Taktgenerator ausgegebene
Taktimpulse zum Erhalt einer Zeit Me eines Erzeugungsintervalls von
Kurbelimpulsen durch Zählen der Anzahl erzeugter Taktimpulse. Die CPU 6
führt in Antwort auf eine ansteigende Flanke eines Kurbelimpulses einen
Unterbrechungsprozeß durch. Anzumerken ist, daß die CPU 6, das RAM 7,
das ROM 8, der Zähler 9, die Ausgabeschnittstellen 10 und 11 sowie der
A/D-Wandler alle miteinander durch einen Bus verbunden sind.
Der A/D-Wandler 12 dient zum Wandeln von Analogsignalen von mehreren
Sensoren zum Erfassen von Betriebsparametern, wie etwa einem
Einlaßrohrinnendruck PB, einer Kühlwassertemperatur TW, einer
Drosselöffnung θth und einer Sauerstoffkonzentration O2 im Abgas, die zur
Motorsteuerung erforderlich sind, in Digitalsignale. Die CPU 6 bestimmt eine
Kraftstoffeinspritzmenge und ein Zündzeit unter Verwendung der
Motorbetriebsparameter und einer Motordrehzahl Ne, die durch einen
nachfolgend beschriebenen Prozeß berechnet wird, und erzeugt einen
Einspritzdüsentreiberbefehl zum Einspritzen der Kraftstoffeinspritzmenge
sowie ein Zündzeitsignal, das eine Zündzeit anzeigt.
Die Ausgabeschnittstelle 10 treibt in Antwort auf einen
Einspritzdüsentreiberbefehl von der CPU 6 eine Einspritzdüse 13 an. Die
Einspritzdüse 13 ist in der Nähe eines Einlaßdurchgangs jedes Einlaßrohrs
des Verbrennungsmotors vorgesehen und spritzt bei Betrieb Kraftstoff ein.
Die Ausgabeschnittstelle 11 aktiviert in Antwort auf ein Zündzeitsignal von
der CPU 6 ein Zündsystem 14.
Bei der oben beschriebenen Konstruktion führt die CPU 6 eine
Me-Erfassungsoperation sowie eine Ne-Berechnungsoperation entsprechend
einer Unterbrechungsprozeßroutine aus, die vorab in dem ROM 8
gespeichert ist, um die Motordrehzahl Ne zu berechnen.
Die Me-Berechnungsoperation ist eine Operation der Berechnung einer Zeit
Mei, innerhalb der die Kurbelwelle, d. h. das drehende Element 1, sich um
360 Grad dreht. Die CPU 6 führt eine Me-Berechnungsoperation, wie in Fig.
4 dargestellt, gemäß der Unterbrechungsprozeßroutine in Antwort auf eine
ansteigende Flanke eines Kurbelimpulses aus, der von dem
Kurbelwinkelsensor 3 ausgegeben wird. Insbesondere addiert die CPU 6
zunächst 1 zu einer Variablen n (Schritt S1) und liest und speichert einen
Zählwert des Zählers 9 als Zeit Me(n) [sec] (Schritt S2). Der Anfangswert
der Variablen n ist 0. Wenn n = 1, ist die Zeit Me(n) gleich Me(1). Nach
Ausführung von Schritt S2 unterscheidet die CPU 6, ob die Variable n
gleich 12 ist oder nicht (Schritt S3). Wenn n ≠ 12, wird die
Me-Berechnungsoperation beendet. Wenn n = 12, wird das im gegenwärtigen
Zyklus durch den gegenwärtigen Zeitpunkt gemessene Mei auf die Zeit Mei-1
des vorhergehenden Zyklus gesetzt (Schritt S4), wonach die CPU 6 alle
Me(1) bis Me(12) gemäß folgender Gleichung addiert, um die Zeit Mei [sec]
des gegenwärtigen Zyklus zu berechnen, und speichert diesen in das RAM
7 (Schritt S5).
Mei = Me(1) + Me(2) + . . . + Me(11) + Me(12).
Nach Ausführung von Schritt S5 setzt die CPU die Variable n auf 0 zurück
(Schritt S6) und beendet die Me-Berechnungsoperation.
Da ein OT-Signal, das ebenfalls den Zeitpunkt anzeigt, wenn der obere
Totpunkt des Kolbens in einem bestimmten Zylinder erreicht wird,
gewöhnlich von dem Kurbelwinkelsensor 3 ausgegeben wird, kann die
Variable n in Antwort auf das OT-Signal auf null rückgesetzt werden.
Mittlerweile wird die Ne-Berechnungsoperation als
Unterbrechungsprozeßroutine durch die CPU 6 ausgeführt, und zwar mit
einem Timing jeder einzelnen Umdrehung der Kurbelwelle, die mit dem oben
beschriebenen OT-Signal synchronisiert ist, oder wenn eine Bedingung
vorliegt, in der die Motordrehzahl Ne benötigt wird. Zunächst liest die CPU
6 gemäß Fig. 5 die Motordrehzahl Ne aus, die im vorhergehenden Zyklus
durch die gegenwärtige Ne-Berechnungsoperation berechnet ist (Schritt
S11), und unterscheidet, ob die Motordrehzahl Ne niedriger als eine
vorbestimmte Drehzahl Nref1 ist oder nicht (z. B. 5000 UpM) (Schritt S12).
Wenn Ne ≧ Nref1, dann berechnet die CPU 6 die Motordrehzahl Ne [UpM]
entsprechend der Berechnung 60/Mei (Schritt S13). Wenn Ne < Nref1,
dann berechnet die CPU 6 die Motordrehzahl Ne (UpM] entsprechend der
Berechnung 120/(Mei-1 + Mei) (Schritt S14). Die in Schritt S13 oder S14
berechnete Motordrehzahl wird in das RAM 7 eingespeichert (Schritt S15),
um im nächsten Schritt S11 in der nächsten gegenwärtigen
Ne-Berechnungsoperation ausgelesen zu werden.
Anzumerken ist, daß die Einheiten 60 und 120 in den Schritten S13 und
S14 Sekunden darstellen.
Wenn die im vorhergehenden Zyklus berechnete Motordrehzahl Ne eine
hohe Drehzahl ist, gleich oder höher als die vorbestimmte Drehzahl Nref1,
wird die Motordrehzahl erneut aus der Zeit Mei [sec] berechnet, die die
Kurbelwelle für eine Umdrehung benötigt. Wenn andererseits die im
vorhergehenden Zyklus berechnete Motordrehzahl eine geringe Drehzahl ist,
geringer als die vorbestimmten Drehzahl Nref1, dann wird die Motordrehzahl
Ne erneut aus der Zeit Mei-1 + Mei [sec] berechnet, die die Kurbelwelle für
zwei Umdrehungen benötigt.
In der oben beschriebenen Ausführung erfolgt die Berechnungsoperation der
Motordrehzahl Ne sowohl bei hoher Drehzahl Ne ≧ Nref1 und niedriger
Drehzahl Ne < Nref1 einmal bei jeder Umdrehung der Kurbelwelle,
unabhängig von der zur Berechnung verwendeten Drehperiode, entweder
lang oder kurz. Alternativ kann jedoch bei hoher Drehzahl Ne ≧ Nref1 die
Motordrehzahl Ne jedesmal berechnet werden, wenn die Kurbelwelle eine
Umdrehung macht, wobei jedoch bei Niederdrehzahl Ne < Nref1 die
Motordrehzahl Ne alle zwei Umdrehungen der Kurbelwelle berechnet
werden kann.
In einer anderen Alternative kann, nachdem bei hoher Drehzahl Ne ≧ Nref1,
die letzte Motordrehzahl Ne(n) bei jeder einzelnen Umdrehung der
Kurbelwelle berechnet wird, die letzte Motordrehzahl Ne(n) als die
Motordrehzahl Ne bestimmt werden, wobei jedoch bei geringer Drehzahl
Ne < Nref1 ein Durchschnittswert der Motordrehzahl Ne(n) und der
Motordrehzahl Ne(n-1) eine Drehzahl zuvor als die Motordrehzahl Ne
bestimmt werden kann.
Obwohl ferner in der oben beschriebenen Ausführung die Zeit Me(n) alle
30 Grad Kurbelwellenumdrehung gemessen wird und die Zeit Me(n) um eine
Anzahl von Malen addiert wird, die einer Periode entspricht, innerhalb der
die Kurbelwelle eine Umdrehung macht, um Mei zu berechnen, kann die Zeit
Mei, innerhalb der die Kurbelwelle eine Umdrehung macht, nacheinander
synchron mit dem OT-Signal des jeweiligen Zylinders gemessen werden.
Ferner, wenn eine gemeinsame Gleichung zur Berechnung der
Motordrehzahl Ne sowohl für hohe Drehzahl als auch für niedrige Drehzahl
verwendet wird und (Mei-1 + Mei) in die Berechnungsgleichung eingesetzt
wird, wenn die Drehzahl niedrig ist, wohingegen (2 Mei) in die
Berechnungsgleichung eingesetzt wird, wenn die Drehzahl hoch ist, kann
die Berechnung der Teilung zum Erhalt der Motordrehzahl Ne gemeinsam für
niedrige Drehzahl und auch hohe Drehzahl durchgeführt werden.
Insbesondere, wie in Fig. 6 gezeigt, führt die CPU 6 die Schritte S11 und
S12 ähnlich der in Fig. 5 dargestellten Ne-Berechnungsoperation aus, und
wenn ein Ergebnis der Unterscheidung in Schritt S12 eine hohe Drehzahl
Ne ≧ Nref1 anzeigt, setzt die CPU 6 die Zeit Mei des momentanen Zyklus
zweimal auf eine Zeit Mes (Schritt S21). Wenn jedoch das Ergebnis
der Unterscheidung in Schritt S12 eine niedrige Drehzahl Ne < Nref1
anzeigt, addiert die CPU 6 die Zeit Mei-1 des vorhergehenden Zyklus und die
Zeit Mei des momentanen Zyklus und setzt die Summe auf die Zeit Mes
(Schritt S22). Die CPU 6 berechnet die Motordrehzahl Ne [UpM] unter
Verwendung der Zeit Mes, die in Schritt S21 oder S22 berechnet ist,
gemäß 120/Mes (Schritt S23), wonach deren Steuerung zu Schritt S15
weitergeht, in dem sie die Motordrehzahl Ne in das RAM 7 einspeichert.
Fig. 7 zeigt eine Ne-Berechnungsoperation einer anderen Ausführung der
Erfindung. Jene Abschnitte der Ne-Berechnungsoperation von Fig. 7, die
gleich denen der in Fig. 6 dargestellten Ne-Berechnungsoperation sind, sind
mit gleichen Bezugssymbolen bezeichnet. Die CPU 6 unterscheidet, wenn in
Schritt S12 Ne < Nref1 bestimmt wird, ob die in Schritt S11 ausgelesene
Motordrehzahl Ne niedriger als eine vorbestimmte Drehzahl Nref2 ist oder
nicht (z. B. 1000 [UpM]) (Schritt S16). Wenn Ne ≧ Nref2, d. h. wenn
Nref2 ≦ Ne < Nref1, geht die Steuerung zu Schritt S14 weiter, in dem die
CPU 6 die Motordrehzahl Ne [UpM] gemäß 120/(Mei-1 + Mei) berechnet.
Wenn Ne < Nref2, dann berechnet die CPU die Motordrehzahl Ne [UpM]
gemäß dem Ausdruck 240/(Mei-3 + Mei-2 + Mei-1 + Mei) (Schritt 17). Mei-3,
Mei-2, Mei-1 und Mei ist jeweils eine Zeit, die für eine Kurbelwellendrehung
erforderlich ist, die durch die Me-Berechnungsoperation berechnet ist.
Anzumerken ist, daß im Falle der vorliegenden Ausführung bei der
Me-Berechnungsoperation nicht nur die Zeit Mei des momentanen Zyklus und
die Zeit Mei-1 des vorhergehenden Zyklus (Zeit um einen Zyklus zuvor)
gespeichert werden müssen, sondern auch die Zeit Mei-2 zwei Zyklen zuvor
und die Zeit Mei-3 drei Zyklen zuvor gespeichert werden müssen.
Wenn auf diese Weise in der Ausführung von Fig. 7 die im vorhergehenden
Zyklus berechnete Motordrehzahl Ne eine hohe Drehzahl gleich oder höher
als der vorbestimmten Drehzahl Nref1 ist, wird die Motordrehzahl Ne erneut
aus der Zeit Mei [sec] berechnet, die die Kurbelwelle für eine Umdrehung
benötigt. Wenn die im vorhergehenden Zyklus berechnete Motordrehzahl Ne
eine niedrige Drehzahl ist, niedriger als die vorbestimmte Drehzahl Nref1,
jedoch gleich oder höher als die vorbestimmte Drehzahl Nref2, wird die
Motordrehzahl Ne erneut aus der Zeit Mei-1 + Mei [sec] berechnet, die die
Kurbelwelle für zwei Umdrehungen benötigt. Wenn die im vorhergehenden
Zyklus berechnete Motordrehzahl Ne eine niedrige Drehzahl ist, noch
niedriger als die vorbestimmte Drehzahl Nref2, dann wird die Motordrehzahl
Ne erneut aus der Zeit Mei-3 + Mei-2 + Mei-1 + Mei berechnet, die die
Kurbelwelle für vier Umdrehungen benötigt.
Es wird eine Motordrehzahl-Berechnungsvorrichtung angegeben, welche
den Berechnungsprozeß der Motordrehzahl erleichtern kann, ohne daß
dieser durch Drehpulsieren im Niederdrehzahlbereich des Motors beeinflußt
wird.
Hierzu wird erfindungsgemäß im Niederdrehzahlbereich des Motors ein
vorbestimmter Wert durch eine Zeit geteilt, die zur Drehung um einen
Winkel gleich einem Mehrfachen eines vorbestimmten Winkels benötigt
wird, um die Motordrehzahl zu berechnen, wobei jedoch im
Hochdrehzahlbereich des Motors, in dem ein Pulsieren weniger
wahrscheinlich auftritt, der vorbestimmte Wert durch den Wert gleich dem
Mehrfachen der Zeit geteilt wird, die zur Drehung um den vorbestimmten
Winkel benötigt wird, um die Motordrehzahl zu berechnen.
Claims (1)
- Motordrehzahl-Berechnungsvorrichtung (5), die eine für eine Drehung um einen vorbestimmten Winkel benötigte Zeit (Mei) jedesmal mißt, wenn sich die Kurbelwelle des Motors um den vorbestimmten Winkel dreht, und die eine Motordrehzahl (Ne) entsprechend der benötigten Zeit (Mei) berechnet, dadurch gekennzeichnet, daß sie umfaßt:
ein Unterscheidungsmittel (S12) zum Unterscheiden, ob die berechnete Motordrehzahl (Ne) niedriger als eine vorbestimmte Drehzahl (Nref1) ist oder nicht, und
ein Berechnungsmittel (S13, S14) zum Teilen, wenn die im vorhergehenden Zyklus berechnete Motordrehzahl (Ne) niedriger als die vorbestimmte Drehzahl (Nref1) ist, eines vorbestimmten Werts durch eine Zeit, die zur Drehung über einen Winkel gleich einem Mehrfachen des vorbestimmten Winkels benötigt wird, um die Motordrehzahl (Ne) zu berechnen, jedoch zum Teilen, wenn die im vorhergehenden Zyklus berechnete Motordrehzahl (Ne) gleich oder höher als die vorbestimmte Drehzahl (Nref1) ist, des vorbestimmten Werts durch einen Wert gleich einem Mehrfachen der Zeit, die zur Drehung über den vorbestimmten Winkel benötigt wird, um die Motordrehzahl (Ne) zu berechnen.
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