DE19926730A1 - Magnetsystem für Schutzschalter - Google Patents
Magnetsystem für SchutzschalterInfo
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Abstract
Es ist ein Magnetsystem für einen Leitungsschutzschalter beschrieben, das einen Tragkörper (1), der eine Spule umgibt, und einen der Spule zugeordneten Anker (4) hat, der unter der Magnetkraft der Spule bewegbar ist, um den Leitungsschutzschalter auszulösen. Der Tragkörper (1) ist mit einem an seinen beiden Enden mit dem Tragkörper verbundenen Bügel (2) versehen, mit dem der Anker (4) im Nichtauslösezustand in Anlage ist. Mit der Zunahme eines die Spule (3) durchfließenden Stroms steigt das durch die Spule erzeugte Magnetfeld an, und nach Überschreiten der magnetischen Sättigung des Bügels (2) wird der Anlagekontakt zwischen Bügel (2) und Anker (4) gelöst und der Anker der Magnetkraft der Spule folgend in den Auslösezustand verlagert.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Magnetsystem insbesondere für
einen Leitungsschutzschalter.
Leitungsschutzschalter werden in der Elektrotechnik zum Schutz
von Schaltkreisen gegen Überlastung, z. B. durch Kurzschlüsse
oder dergleichen, verwendet und dienen zur automatischen
Unterbrechung einer Leitung, d. h. sie lösen aus, wenn eine
solche Überlastung auftritt.
Für einige mögliche Überlastungsfälle wird ein Magnetsystem zur
Auslösung des Leitungsschutzschalters verwendet. Solche
Magnetsysteme sind bekannt. Das bekannte Magnetsystem hat einen
beweglichen Anker, der einer von dem Strom in der zu
überwachenden Leitung durchflossenen Spule zugeordnet ist. Wird
der Strom in der Spule größer als ein vorbestimmter
Auslösestrom, wird der Anker durch das sich vergrößernde
Magnetfeld der Spule verschoben und löst den
Leitungsschutzschalter aus.
Weil die Spule üblicherweise von dem zu überwachenden Strom
durchflossen ist, ist das Auslöseglied, d. h. der Anker, von
einer Feder in einer definierten Ruhelage gehalten, um ein
definiertes Ansprechen des Leitungsschutzschalters
sicherzustellen und Fehlauslösungen zu vermeiden.
Die Leitungsschutzschalter werden in großen Stückzahlen
hergestellt, da nahezu sämtliche Stromkreise in Häusern,
Fabriken und dergleichen inzwischen durch solche Schalter
abgesichert werden müssen.
Es besteht eine Vielzahl verschiedener Anforderungen an die
Auslöseeigenschaft oder die Charakteristik der
Leitungsschutzschalter. Für eine Absicherung gegen Kurzschlüsse
ist ein zuverlässiges und schnelles Ansprechen erwünscht,
während der Leitungsschutzschalter gleichzeitig nicht vorzeitig
ansprechen soll, wenn kurzzeitige Überströme beispielsweise
durch Anlaufströme von Motoren etc. in der Leitung anfallen. In
diesem Sinne ist eine gewisse Trägheit des Ansprechens des
Leitungsschutzschalter erwünscht. Da eine solche Trägheit jedoch
ein zusätzliches Risiko bedeutet, werden solche trägeren
Leitungschutzschalter nur dort eingesetzt, wo die vorgenannte
Anforderung an das Ansprechverhalten tatsächlich gegeben ist.
Dies bedeutet, daß der Markt eine Vielzahl von
Leitungsschutzschaltern fordert, die den gleichen Nennstrom
haben, jedoch unterschiedliche Charakteristiken (Trägheiten)
haben.
Um diese Anforderungen zu erfüllen, wurde bisher die Abstimmung
des Magnetsystems (Spule, Anker, Feder) passend gewählt, um so
das für die jeweilige Charakteristik passende Magnetsystem
herzustellen. Dies bedeutete bisher, daß eine Vielzahl
verschiedener Magnetsysteme für den gleichen Nennstrom von Grund
auf neu konzipiert und gefertigt wurde.
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, ein Magnetsystem
vorzuschlagen, das über eine Änderung an dem bereits fertig
montierten Magnetsystem an verschiedene Charakteristiken
angepaßt werden kann.
Diese Aufgabe wird mit einem Magnetsystem mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß hat das Magnetsystem für einen
Leitungsschutzschalter einen magnetischen Tragkörper zur
Aufnahme eines zum Auslösen des Leitungsschutzschalters gegen
eine Federkraft verlagerbaren Ankers oder bewegbaren Kerns (auch
als Zuganker bezeichnet) aus einem magnetischen Material, der
einer Spule zugeordnet ist, wobei im Nichtauslösezustand ein
Ende des Ankers gegen die Verlagerungsrichtung aus dem
Tragkörper vorsteht und mit der dem Tragkörper zugewandten Seite
eines an beiden Enden an dem Tragkörper befestigten Bügels aus
magnetischen Material in Anlage ist, der den Anker nach
Erreichen der magnetischen Sättigung des Bügels zur Verlagerung
durch die Spule freigibt.
Der Bügel bildet einen magnetischen Rückschluß oder Bypass, in
dem sich zunächst die Feldlinien des von der Spule erzeugten
Magnetfelds bündeln, so daß der Anker an den Bügel angezogen
wird. Wird das Magnetfeld der Spule durch Anstieg des die Spule
durchfließenden Stroms erhöht, so gelangt das Material des
Bügels in den Bereich der magnetischen Sättigung, d. h. es
fließen keine zusätzlichen Feldlinien durch den Bügel.
Gleichzeitig nimmt aber mit dem zunehmenden Magnetfeld der Spule
die Magnetkraft zu, die den Anker in die Spule zu ziehen
versucht. Bei einer bestimmten Stromstärke in der Spule wird das
Gleichgewicht der Magnetkräfte zugunsten der Magnetkraft der
Spule verschoben, d. h. der Anker kommt von dem Bügel frei, weil
die den Anker in die Spule ziehende Kraft größer wird als die
Federkraft auf den Anker und die magnetische Haltekraft zwischen
Anker und Bügel. Der freigekommene Anker wird von der Spule
angezogen und zum Auslösen des Leitungsschutzschalters bewegt,
d. h. der Anker bewegt sich in dem Magnetsystem dann so, als ob
der Bügel nicht vorhanden wäre.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Perspektivansicht eines
Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Magnetsystems;
Fig. 2 eine Seitenansicht des Magnetsystems aus Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht des Magnetsystems aus Fig. 1; und
eine Schnittdarstellung des Magnetsystems entlang der
Schnittlinie A-A aus Fig. 3.
Gemäß Fig. 1 hat das Magnetsystem einen Tragkörper 1, eine Spule
3, die auf einen Anker 4, der auch als bewegbarer Kern bzw. als
Zuganker bezeichnet wird, einwirken kann sowie einen Bügel 2,
der an dem Tragkörper 1 angebracht ist.
Der Tragkörper 1, der Bügel 2 und der Anker 4 bestehen aus einen
magnetischen vorzugsweise einem weichmagnetischen Material, das
von einem durch die Spule erzeugten Magnetfeld magnetisierbar
ist. Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, ist der Anker 4 in einer
Hülse 5 angeordnet, die sich in das Innere der Spule 3
erstreckt. Diese Hülse 5 ist aus einem nichtmagnetischen
Material und dient der Führung des Ankers 4, wenn dieser durch
das Magnetfeld der Spule 3 angezogen wird. Wie aus Fig. 1 zu
erkennen ist, ist der Anker 4 in Anlage mit dem Bügel 2, der an
dem Tragkörper 1 befestigt ist.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten
Magnetsystems. In Fig. 2 ist der Bügel 2 deutlich zu erkennen,
wobei der Bügel 2 einen Arm 21 hat, der sich zu einem Abschnitt
des Tragkörpers 1 erstreckt und in Anlage mit diesem ist. Wie in
Fig. 2 ferner zu sehen ist, umgreift der Bügel 2 den Anker 4 und
bedeckt im wesentlichen dessen gesamte Stirnfläche. Es ist
anzumerken, daß die Abmessungen des Bügels, d. h. auch der
Anteil der Stirnfläche des Ankers 4, der durch den Bügel 2
abgedeckt wird, im Einzelfall der jeweiligen
Auslösecharakteristik des Magnetsystems angepaßt ist. Der Bügel
kann folglich auch ein schmaler Streifen sein, der lediglich
einen Teil des Ankers 4 bedeckt.
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf das in Fig. 1 gezeigte
Magnetsystem. In Fig. 3 ist neben dem Tragkörper 1 und der Spule
3 deutlich zu erkennen, wie der Bügel 2 den Anker 4 des
Magnetsystems umgibt. Ferner ist aus Fig. 3 zu ersehen, daß der
Bügel 2 mit dem Anker 4 in Anlage ist. Ferner zeigt Fig. 3
deutlich, wie der Bügel 2 mit seinen beiden gebogenen Enden 22
und 23 am Tragkörper 1 des Magnetsystems befestigt ist.
Fig. 4 schließlich zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie
A-A in Fig. 3. In der aufgeschnittenen Darstellung gemäß Fig. 4
ist der die Spule 3 im wesentlichen ringförmig umgebende
Tragkörper 1 zu erkennen. In den Tragkörper ist die Spule 3
eingesetzt und umgibt eine Hülse 5, in der der Anker 4
verschiebbar angeordnet ist. Eine Feder 42 zwingt den Anker 4 in
die Ruhelage, d. h. in Anlage mit dem Bügel 2 bzw. dessen Arm
21. In Verlängerung des Ankers 4 ist ein Stift 41 vorgesehen,
der im Auslösezustand des Magnetsystems in Fig. 4 nach rechts
aus dem Magnetsystem vorstehen kann, um eine zugeordnete
Auslöseklinke oder dergleichen zu betätigen.
Anhand der Fig. 4 soll nun die Funktionsweise des vorliegenden
Magnetsystems näher erläutert werden. In dem in Fig. 4 gezeigten
Nichtauslösezustand ist der Anker 4 in Anlage mit dem Bügel 2
bzw. dessen Arm 21. Steigt nun der Strom durch die Spule 3 im
Falle eines Kurzschlusses übermäßig an, wird in der Spule ein
Magnetfeld erzeugt, dessen Kraftlinien im wesentlichen dem
Tragkörper 1 folgend verlaufen. Durch die Anordnung des Bügels
laufen die Kraftlinien nun nicht über einen Luftspalt durch den
Anker, sondern zunächst durch den Bügel 2 und den Anker. Dadurch
wird der Anker 4 von dem Bügel 2 zunächst mit einer Kraft
angezogen, die größer ist als die durch die Spule erzeugte
Magnetkraft über den Luftspalt, die bestrebt ist, den Anker 4 in
das Innere der Spule 3 zu ziehen, d. h. nach rechts in Fig. 4.
Wird der Strom durch die Spule nun weiter erhöht, so beginnen
zusätzliche Kraftlinien des erhöhten Magnetfelds über den
Luftspalt zwischen dem Tragkörper 1 und dem Bügel 2 in den Anker
4 zu fließen, wodurch die auf den Anker ausgeübte Auslösekraft
zunimmt. Der Verlauf dieser Kraftlinien. stellt sich ein, weil
das magnetische Material des Bügels 2 in seine magnetische
Sättigung gelangt, d. h. die magnetische Verstärkungswirkung
durch den Bügel 2 läßt im Verhältnis zu dem weiter steigenden
Magnetfeld der Spule nach. Bei Erreichen einer bestimmten
Stromstärke ist die Magnetkraft der Spule 3 auf den Anker 4
größer als die Haltekraft zwischen dem Bügel 2 und dem Anker 4.
In diesem Moment wird der Anker 4 von dem Bügel 2 abgezogen und
bewegt sich gegen die Kraft der Feder 42 in Fig. 4 nach rechts,
wodurch der Auslösestift 41 nach rechts aus dem Magnetsystem
gemäß Fig. 4 ausgefahren wird.
Es ist also aus der vorhergehenden Beschreibung deutlich, daß
die Stärke des Einschaltstromes durch die Wahl des Materials und
der Abmessungen des Bügels 2 beeinflußt werden kann. Mit anderen
Worten, durch einen zusätzlichen Bügel wird der Stromwert des
Einschaltstromes, der für die Auslösung erforderlich ist,
erhöht. Die Nennstromstärke des Schutzschalters wird durch den
Bügel nicht erhöht.
Dies bedeutet, daß ein für verschiedene Auslösecharakteristiken
gleiches Magnetsystem verwendet werden kann, bei dem lediglich
der Bügel eine Anpassung an die Auslösecharakteristik erfahren
muß. Folglich kann das Magnetsystem für gleiche Nennstromstärken
und unterschiedliche Auslösecharakteristiken gleich aufgebaut
sein, so daß sich die Möglichkeit bietet, dieses Magnetsystem in
großen Stückzahlen immer gleich zu fertigen und das Magnetsystem
erst später durch Aufsetzen eines passenden Bügels an die
jeweilige Auslösecharakteristik anzupassen.
Der zuvor beschriebene Effekt kann auch auf andere Weise genutzt
werden, d. h. es kann beispielsweise eine Spule mit mehr
Windungen für die gleiche Auslösecharakteristik verwendet
werden, wenn ein Bügel verwendet wird. Der Vorteil, der sich
dadurch ergibt, ist darin zu sehen, daß die Kurzschlußleistung,
d. h. die Kraft mit der der Anker 4 bewegt werden kann, erhöht
werden kann, ohne die Charakteristik zu verändern.
In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist, wie deutlich in den
Fig. 1 bis 3 zu erkennen ist, der Bügel in einer Richtung
angeordnet, die senkrecht zur Ringhauptebene des ringförmigen
Tragkörpers 1 verläuft. Der Bügel ist mit seinen beiden Enden
22, 23 an dem Tragkörper 1 befestigt. Die Befestigung kann durch
eine Vielzahl herkömmlicher Verbindungsverfahren erfolgen,
insbesondere sind Verschweißen, Vernieten, Kleben oder
Verstemmen übliche Verfahren, die eine nahezu spaltfreie oder
spaltfreie Anlage des Bügels 2 an dem Tragkörper 1 ermöglichen.
Nachdem der magnetische Fluß von der Spaltweite abhängig ist,
ist eine feste Verbindung beispielsweise des Arms 21 mit dem
Tragkörper 1 nicht zwingend erforderlich, eine Anlage oder ein
sehr geringer Luftspalt können ausreichend sein. Als ein
Material für den Bügel bieten sich ferromagnetische Materialien,
die Eisen, Kobalt und/oder Nickel enthalten, besonders an. Wie
sich aus dem Vorhergehenden ergibt, können also nicht nur die
Form des Bügels, sondern auch seine Dicke, d. h. die Masse des
Bügels variiert werden, um die Auslösecharakteristik des
Magnetsystems auf gewünschte Weise zu beeinflussen.
Im Ausführungsbeispiel wurde das magnetische System eines
Leitungsschutzschalters beschrieben. Die Erfindung ist aber
nicht hierauf beschränkt. Vielmehr kann die Erfindung bei jeder
Art von Schutzschaltern zum Einsatz kommen, die ein magnetisches
System aufweisen.
Es ist ein Magnetsystem insbesondere für einen
Leitungsschutzschalter beschrieben, das einen Tragkörper 1, der
eine Spule umgibt, und einen der Spule zugeordneten Anker 4 hat,
der unter der Magnetkraft der Spule bewegbar ist, um den
Leitungsschutzschalter auszulösen. Der Tragkörper 1 ist mit
einem an seinen beiden Enden mit dem Tragkörper verbundenen
Bügel 2 versehen, mit dem der Anker 4 im Nichtauslösezustand in
Anlage ist. Mit der Zunahme eines die Spule 3 durchfließenden
Stroms steigt das durch die Spule erzeugte Magnetfeld an, und
nach Überschreiten der magnetischen Sättigung des Bügels 2 wird
der Anlagekontakt zwischen Bügel 2 und Anker 4 gelöst und der
Anker der Magnetkraft der Spule folgend in den Auslösezustand
verlagert.
Claims (6)
1. Magnetsystem für einen Schutzschalter, mit
einem magnetischen Tragkörper (1) zur Aufnahme eines zum
Auslösen des Leitungsschutzschalters gegen eine Federkraft
verlagerbaren Ankers (4) aus einem magnetischen Material, der
einer Spule (3) zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
im Nichtauslösezustand ein Ende des Ankers (4) gegen die
Verlagerungsrichtung aus dem Tragkörper (1) vorsteht und mit der
dem Tragkörper (1) zugewandten Seite eines an beiden Enden (22,
23) an dem Tragkörper (1) befestigten Bügels (2) aus
magnetischen Material in Anlage ist, der den Anker (4) nach
Erreichen der magnetischen Sättigung des Bügels (2) zur
Verlagerung durch die Spule (3) freigibt.
2. Magnetsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Tragkörper (1) die Spule (3) und den Anker (4) ringförmig umgibt
und der Bügel (2) in einer zur Ringhauptebene senkrechten
Richtung verlaufend angeordnet ist.
3. Magnetsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bügel (2) mit einem seitlich von dem Bügel (2)
vorstehenden Arm (21) versehen ist.
4. Magnetsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Arm (21) mit dem Tragkörper (1) in Anlage ist.
5. Magnetsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bügel (2) aus Eisen ist.
6. Magnetsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bügel (2) an seinen beiden Enden (22,
23) mit dem Tragkörper (1) verschweißt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999126730 DE19926730B4 (de) | 1999-06-11 | 1999-06-11 | Magnetsystem für Schutzschalter |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1999126730 DE19926730B4 (de) | 1999-06-11 | 1999-06-11 | Magnetsystem für Schutzschalter |
Publications (2)
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| DE19926730A1 true DE19926730A1 (de) | 2000-12-21 |
| DE19926730B4 DE19926730B4 (de) | 2006-07-06 |
Family
ID=7910966
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999126730 Expired - Lifetime DE19926730B4 (de) | 1999-06-11 | 1999-06-11 | Magnetsystem für Schutzschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19926730B4 (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3619239A1 (de) * | 1986-06-07 | 1987-12-10 | Kloeckner Moeller Elektrizit | Schnellausloeser fuer leitungsschutzschalter |
-
1999
- 1999-06-11 DE DE1999126730 patent/DE19926730B4/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19926730B4 (de) | 2006-07-06 |
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