DE19926675A1 - Verfahren zum Offenend-Spinnen und Offenend-Spinnvorrichtung - Google Patents
Verfahren zum Offenend-Spinnen und Offenend-SpinnvorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Offenend-Spinnen und eine Offenend-Spinnvorrichtung mit Faserlieferorganen, einem Spinnrotor (1) und einem luftführenden Faserzuführkanal zur Förderung von Einzelfasern von den Faserlieferorganen in das Innere des rotierenden Spinnrotors (1). Ein Detektor (11) an der Abzugsdüse (6) im Einmündungsbereich des Abzugsröhrchens (5), mit dem das Vorhandensein eines umlaufenden Fadens (13) detektierbar ist, ist mit einer Steuereinrichtung (10) gekoppelt, die beim Anspinnvorgang das Einbinden des Fadenendes (14) feststellt. Der weitere Verlauf des Anspinnvorgangs ist in Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Einbindens steuerbar. DOLLAR A Die Erfindung dient der Verbesserung der Garnfestigkeit und der Gleichmäßigkeit des Fadens im Anspinnvorgang und damit der Optimierung des Spinnprozesses.
Description
Die Erfindung betrifft eine Offenend-Spinnvorrichtung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zur Steuerung des
Anspinnvorgangs nach Anspruch 7.
Der Anspinnvorgang ist für die Qualität des erzeugten Garnes
und für die Produktivität der Spinnstelle von großer Bedeutung.
Wie die Veröffentlichung Raasch et. al. "Automatisches Anspinnen
beim Offenend-Rotorspinnen", MELLIAND Textilberichte 4/1998,
Seiten 251 bis 256, ausführt, steigen mit zunehmendem Einsatz
von Garnüberwachungsanlagen an Rotorspinnmaschinen die
Anforderungen an die Gleichmäßigkeit der Anspinner. Auch an die
Festigkeit der Anspinner werden gesteigerte Anforderungen
gestellt, da zum Beispiel die Erhöhung der Eintragsleistung an
den Webmaschinen größere Belastungen auf den Schußfaden bringt.
Der Anspinner weist auf einer Länge, die etwa gleich dem
Rotorrillenumfang ist, charakteristische Dick- und Dünnstellen
auf. Diese Dick- und Dünnstellen lassen sich durch gesteuerten
Faserfluß und gezieltes Einbringen von Drehung so weit
vermindern, daß sie für das Auge nicht mehr erkennbar sind.
Das zum Anspinnen vorbereitete Fadenende wird durch das
Abzugsröhrchen der Spinnbox in den laufenden Rotor
zurückgeführt. In der Rotorrille trifft es auf eine
voreingespeiste Fasermenge, die gleichmäßig als Faserring auf
den Rotorrillen-Umfang verteilt ist. Das Fadenende rotiert in
der Rotorrille und bricht den Faserring auf. Auf einer
Überlappungslänge von circa 20 mm verbinden sich die in die
Rotorrille eingespeisten Fasern mit dem zurückgeführten
Fadenende. Dieser Verbindungsvorgang wird als Einbinden
bezeichnet. Nach dem Einbinden wird der Faden aus der
Rotorrille abgezogen.
Um die Voraussetzungen für das automatische Herstellen guter
Anspinner innerhalb geforderter enger Toleranzen zu schaffen
sowie das automatische Anspinnen im Rahmen des Möglichen zu
optimieren, ist es aus der DE 40 30 100 A1 bekannt, das den
Anspinner enthaltene Fadenstück durch einen Sensor meßtechnisch
abzutasten und das Auswertungsergebnis als Grundlage für die
Änderungen der Kriterien, Parameter oder Sollwerte künftiger
automatischer Anspinnvorgänge zu verwenden.
Um eine ausreichende Anspinnsicherheit und Festigkeit des
Anspinners zu erhalten, muß er eine bestimmte Drehung erhalten.
Daher verbleibt das Fadenende nach dem Anspinnen noch für eine
bestimmte Anzahl von Rotorumdrehungen im Rotor. Die Verweilzeit
des Fadenendes in der Rotorrille kann beispielsweise auf etwa
120 ms festgelegt sein. Nach Ablauf der Verweilzeit wird der
Fadenabzug gestartet, und es erfolgt ein Hochlaufen der
Rotordrehzahl, wobei die Garndrehung möglichst konstant
gehalten wird. Die Abzugsgeschwindigkeit beim Start des Abzuges
wird so gesteuert, daß sie sich auf einen Wert einstellt, der
der momentanen Rotordrehzahl bei Einhaltung der gewünschten
Garndrehung entspricht.
Die Anzahl der Rotorumdrehungen, von denen das Ausmaß der
Anfangsdrehung im Bereich des Anspinners abhängt, ergibt sich
aus der Rotordrehzahl und der Zeitdauer zwischen Einbinden und
Beginn des Fadenabzugs. Der Zeitpunkt des Einbindens ist
bedingt zufallsabhängig und nicht exakt vorherbestimmbar.
Beispielsweise kann sich das Einbinden verzögern, wenn die
voreingespeisten Fasern zu fest in die Rotorrille gepreßt sind,
und es besonders bei feinen Garnen dem Fadenende mit seiner
geringen Masse nur schwer gelingt, den Faserring aufzubrechen.
Je nachdem, ob das Einbinden früh oder spät erfolgt, ist die
Drehung bei einer fest eingestellten Verweilzeit des Fadenendes
im laufenden Rotor, wie sie sowohl in der DE 40 30 100 A1 als
auch in der obenerwähnten Literaturstelle Raasch et. al.
beschrieben wird, stärker oder schwächer. Eine etwas höhere
Drehung im Vergleich zur normalen Garndrehung kann die
Anspinnsicherheit und die Festigkeit des Anspinners verbessern.
Eine starke Zunahme der Drehung bei frühem Einbinden kann zu
sogenanntem Überdrehen und damit zu einer Reduzierung der
Festigkeit des Anspinners führen. Bei sehr starker Überdrehung
kann der Anspinner auseinanderfallen. Tritt ein Fadenbruch
durch Überdrehung auf, wird der Anspinnvorgang gegebenenfalls
automatisch wiederholt. Dies führt zu einem verzögerten
Anlaufen und zu einer Minderung der Produktivität der
Spinnstelle. Auch die Verwendung von Auswertungsergebnissen
vorhergehender Anspinnvorgänge an der Spinnstelle nach
DE 40 30 100 A1 vermag diese Mängel nicht zu beseitigen.
Aus der DE 26 21 900 A1 ist es bekannt, sehr nahe am
Entstehungspunkt des Garnes beziehungsweise am Einbindebereich
einen Fadenwächter anzuordnen, mit dem das Vorhandensein eines
Fadens im Bereich der Einmündung des Garnabzugsrohres
detektiert wird. Bei Fadenbruch wird das Abstellen der
Faserzufuhr der Spinnstelle ausgelöst. Eine auf den
Anspinnvorgang ausgerichtete Überwachung und Steuerung findet
nicht statt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Garnüberwachung
während des Anspinnvorganges so zu verbessern, daß der
Spinnprozeß optimiert werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruches 1 und des Anspruches 7 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Der Detektor einer erfindungsgemäßen Spinnvorrichtung ist mit
einer Steuereinrichtung gekoppelt, die beim Anspinnvorgang das
Einbinden des Fadenendes feststellt und mit der der weitere
Verlauf des Anspinnvorgangs wenigstens zum Teil in Abhängigkeit
vom Zeitpunkt des Einbindens steuerbar ist, wobei das Einbinden
aufgrund des Beginns des Fadenumlaufes erkannt werden kann.
Damit läßt sich die Drehung des Fadens gezielt so steuern, daß
die Festigkeit des Anspinners und die Anspinnsicherheit
verbessert wird und somit der Spinnprozeß automatisch optimiert
werden kann. Zweckmäßig wird die Steuerung auch in Abhängigkeit
von Material und Garnnummer vorgenommen. Die Steuervorrichtung
kann als Rechner ausgebildet sein.
Ist der Detektor auf den Innenraum des Spinnrotors gerichtet,
wobei der Detektionsbereich bevorzugt einen Teil der Rotorrille
erfaßt, sind neben dem Fadenumlauf auch Veränderungen im Rotor
sowie in der Rotorrille feststellbar. Diese können zum Beispiel
aus in der Rotorrille festsitzenden Schalenteilchen oder
Schwankungen der in der Rotorrille abgelegten Fasermenge
bestehen, die Veränderungen des vom Detektor erfaßten
Reflexlichtes bewirken. Der Detektor und eine Lichtquelle
können zum Innenraum des Spinnrotors hin von einer einen Teil
der Oberfläche der Abzugsdüse bildenden Abdeckung abgetrennt
sein, wobei wenigstens die Abdeckung aus lichtdurchlässigem
Material besteht. Alternativ kann die gesamte Abzugsdüse
vorteilhaft aus lichtdurchlässigem Material bestehen und der
zur Detektion erforderliche Strahlengang durch die Abzugsdüse
hindurch erfolgen.
Die Erfindung ermöglicht eine Verbesserung der Garnüberwachung.
Gemäß der Erfindung wird auf den Anspinnvorgang abhängig vom
Zeitpunkt des Einbindens Einfluß genommen und dadurch eine
Optimierung des Anspinnvorganges und somit auch des gesamten
Spinnprozesses vorgenommen.
Das Anspinnen beginnt mit dem Rotorstart. Während des
Rotorhochlaufes erfolgt kurzzeitig eine Voreinspeisung
zurBildung eines Faserringes in der Rotorrille. Nach dem
Abschalten der Voreinspeisung läuft die Fadenrückführung an und
das Fadenende gelangt in den Rotor. Im weiteren Verlauf des
Anspinnvorgangs wird die Fasereinspeisung in den Spinnrotor
kurz vor dem Start des Fadenabzuges wieder eingeschaltet.
Erfolgt die Steuerung in Abhängigkeit von dem vom Detektor
erfaßten Fadenumlauf, kann der Zeitpunkt des Beginns der
Fasereinspeisung und die Fasermenge dem vom Einbindezeitpunkt
beeinflußten Start des Fadenabzuges angepaßt werden. Damit läßt
sich die Gleichmäßigkeit des Fadens verbessern.
Sind der Detektor und die Steuereinrichtung der
erfindungsgemäßen Offenend-Spinnvorrichtung derart ausgebildet,
daß die Steuereinrichtung neben der Steuerung des
Anspinnvorgangs auch zur Fehlererkennung geeignet ist, können
Fehler direkt nach der Garnbildung detektiert werden und
erforderliche Maßnahmen zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt
erfolgen.
Wird bei einer erfindungsgemäßen Offenend-Spinnvorrichtung das
Vorhandensein eines umlaufenden Fadens im Einmündungsbereich
des Abzugsröhrchens detektiert, die Umlauffrequenz des Fadens
mit der Rotordrehzahl fortlaufend verglichen, der Zeitpunkt des
Erreichens eines vorbestimmten Verhältnisses von Umlauffrequenz
des Fadens und der Rotordrehzahl als Zeitpunkt des Einbindens
des Fadenendes registriert und der Anspinnvorgang mindestens
teilweise in Abhängigkeit vom detektierten Fadenumlauf
gesteuert, kann die Fadenbildung gezielt in der gewünschten
Weise beeinflußt werden. Das vorbestimmte Verhältnis von
Umlauffrequenz des Fadens und der Rotordrehzahl wird
vorteilhaft so gewählt, daß die Umlauffrequenz des Fadens bei
einem Wert etwas unterhalb der Rotordrehzahl liegt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind den nachfolgend anhand
der Figuren beschriebenen Ausführungsbeispielen entnehmbar.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Teilansicht einer Offenend-Spinnvorrichtung mit
einem Detektor an der Abzugsdüse im Schnitt,
Fig. 2 eine Teilansicht der Offenend-Spinnvorrichtung im
Schnitt mit einem auf die Rotorrille gerichteten
Detektor.
In den Spinnrotor 1 der Fig. 1 werden über eine aus
Vereinfachungsgründen nicht dargestellte, im Prinzip bekannte
Faserspeisung Fasern gefördert und aufgrund der
Rotationsbewegung des Spinnrotors 1 in der Rotorrille 2 als
Faserring 3 gesammelt. Das Innere des Spinnrotors 1 wird von
einer Faserkanalplatte 4 abgedeckt, die das Abzugsröhrchen 5
und eine Abzugsdüse 6 zentrisch haltert. Die Abzugsdüse 6 weist
eine über eine Leitung 7 gespeiste Lichtquelle 8, die als
Leuchtdiode ausgeführt ist, und einen über die Leitung 9 mit
einer Steuereinrichtung 10 verbundenen Detektor 11 auf. Die
Leitung 12 dient dem Datenaustausch und der Energieversorgung.
Die Lichtquelle 8 und der Detektor 11 sind zur Mittelachse
diametral entgegengesetzt im Einmündungsbereich der
Abzugsdüse 6 angeordnet und auf die Mittelachse der
Abzugsdüse 6 ausgerichtet.
In dem Abzugsröhrchen 5 befindet sich ein Faden 13, der mit
seinem Fadenende 14 bis in die Rotorrille 2 reicht.
Nach einer Unterbrechung des Spinnprozesses an einer
Spinnstelle, die zum Beispiel durch einen Fadenbruch verursacht
sein kann, wird die Fortsetzung des Spinnprozesses durch einen
Anspinnvorgang vorgenommen. Das Anspinnen beginnt mit dem
Rotorstart. Während des Rotorhochlaufes erfolgt eine
Voreinspeisung von Fasern in den Spinnrotor 1. Diese Fasermenge
legt sich in bekannter Weise gleichmäßig über den Umfang der
Rotorrille 2 verteilt als Faserring 3 ab. Das zum Anspinnen
vorbereitete, durch das Abzugsröhrchen 5 in den laufenden
Spinnrotor 1 zurückgeführte Fadenende rotiert in der
Rotorrille 2 an den Fasern des auf den Rotorrillen-Umfang
verteilten Faserringes 3. In einem Überlappungsbereich
verbinden sich die Fasern des Faserringes 3 mit dem
Fadenende 14, und der Faserring 3 wird aufgebrochen.
Dieser Verbindungsvorgang wird als Einbinden bezeichnet. Der
Faden 13 wird anschließend aus der Rotorrille 2 abgezogen. Die
zwischen dem Zeitpunkt des Einbindens und dem Beginn des
Fadenabzugs verflossene Zeit sowie die der Rotordrehzahl in
diesem Zeitraum entsprechende Anzahl von Umdrehungen bestimmen
die Anfangsdrehung des Anspinners. Liegt keine Drehung vor oder
ist diese zu gering, wird keine ausreichende Garnfestigkeit
erreicht. Es kann Fadenbruch auftreten und ein erneutes
Anspinnen notwendig werden. Die Fortsetzung des Spinnprozesses
wird verzögert und gleichzeitig das Wechseln des Anspinnwagens
zur nächsten anfordernden Spinnstelle gegebenenfalls
verhindert. Damit wird die Produktivität der Spinnmaschine
gesenkt. Ist die Drehung bei sogenanntem Überdrehen zu stark,
führt dies zu einer Reduzierung der Festigkeit des Fadens 13 im
Bereich des Anspinners. Bei sehr starker Überdrehung kann der
Anspinner auseinanderfallen. In diesem Fall kann ebenfalls
Fadenbruch mit den oben geschilderten nachteiligen Folgen
eintreten.
Nach dem Stand der Technik, wie er zum Beispiel aus der
DE 40 30 100 A1 oder der Literaturstelle Raasch et. al. bekannt
ist, erfolgt der Start des Fadenabzuges nach einer
voreingestellten festen Verweilzeit des Fadens in der
Rotorrille von circa 120 ms. Abhängig von der Lage des
Einbindezeitpunktes in der vorbestimmten Verweilzeit fällt die
Anfangsdrehung stärker oder schwächer aus.
Durch das Einbinden läuft das Fadenende 14 mit der Drehzahl des
Spinnrotors 1 um. Dabei passiert der Faden bei jeder Umdrehung
des Spinnrotors jeweils die Lichtquelle 8 und den Detektor 11.
Die Unterbrechung des Strahlenganges zwischen der Lichtquelle 8
und dem Detektor 11 erzeugt einen Impuls. Pro Umlauf des
Fadens 13 werden dadurch zwei Impulse erzeugt, die von der
Steuereinrichtung 10 registriert werden. Über die Leitung 12
erhält die Steuereinrichtung 10 Informationen über die
Rotordrehzahl, die sie mit der Umlauffrequenz des Fadens 13
fortlaufend vergleicht. Der Zeitpunkt, an dem ein vorbestimmtes
Verhältnis von Umlauffrequenz des Fadens 13 und der momentanen
Rotordrehzahl erreicht wird, wird als Zeitpunkt des Einbindens
registriert. Liegt der Zeitpunkt des Einbindens früh, wird der
Start des Fadenabzuges entsprechend vorverlegt. Gleichzeitig
wird die Faserzuspeisung den veränderten Bedingungen angepaßt
und so eine Optimierung von Garngleichmäßigkeit und
Garnfestigkeit vorgenommen.
Fig. 2 zeigt ebenfalls eine Offenend-Spinnvorrichtung mit
Spinnrotor 1, Faserkanalplatte 4 und Abzugsröhrchen 5.
Abweichend von der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung bildet
der Detektor 15 mit einer Lichtquelle 16 eine Baueinheit und
ist derart in der Abzugsdüse 17 angeordnet, daß er gemeinsam
mit der Lichtquelle 16 auf die Rotorrille 2 ausgerichtet ist.
Die aus dem Detektor 15 und der Lichtquelle 16 bestehende
Baueinheit ist über die Leitung 18 mit der Steuereinrichtung 19
verbunden. Die Leitung 20 dient der Energieeinspeisung und dem
Datentransfer.
Der Detektor 15 erfaßt von der Lichtquelle 16 emittiertes und
vom Faden 13 reflektiertes Licht. Beim Durchlauf des Fadens 13
durch den Detektionsbereich wird ein Impuls pro Umlauf erzeugt.
Diese Impulse werden von der Steuereinrichtung 19 ausgewertet
und mit den über die Leitung 20 eingehenden Informationen über
die Rotordrehzahl verglichen. Entspricht die Umlauffrequenz des
Fadens der Rotordrehzahl, wird, wie oben geschildert,
verfahren.
Der Detektionsbereich umfaßt einen Teil der Rotorrille 2. Damit
ist es möglich, zusätzlich Veränderungen in der Rotorrille 2 zu
erkennen. Zum Beispiel kann das Festsetzen von Schalenteilen in
der Rotorrille 2 erkannt und eine Prozedur zur Reinigung des
Spinnrotors 1 eingeleitet werden. Schwankungen der in die
Rotorrille 2 eingebrachten Fasermenge, die durch Änderungen in
der Faserzuspeisung hervorgerufen werden, lassen sich ebenfalls
durch die dadurch ausgelöste, veränderte Intensität des
reflektierten Lichtes erkennen.
Der Detektor 15 oder die Lichtquelle 16 oder beide Elemente
können auch an der Faserkanalplatte 4 angeordnet sein. Eine
derartige Ausführung erlaubt eine Vereinfachung der
Leitungsführung und der Handhabung beim Auswechseln der
Bauteile.
Sowohl die Vorrichtung der Fig. 1 als auch die Vorrichtung der
Fig. 2 ist bei entsprechender Ausbildung der
Steuereinrichtung 10, 19 und der Verbindung mit aus
Vereinfachungsgründen nicht dargestellten, im Prinzip bekannten
Steuerelementen der Spinnstelle zur Erkennung von Fehlern und
deren Behebung, zum Beispiel zur Erkennung und Behebung eines
Fadenbruchs, geeignet.
Claims (7)
1. Offenend-Spinnvorrichtung mit Faserlieferorganen, einem
Spinnrotor und einem luftführenden Faserzufuhrkanal zur
Förderung von Einzelfasern von den Faserlieferorganen in
das Innere des rotierenden Spinnrotors mit einem
Abzugsröhrchen, dessen Einmündungsbereich eine Abzugsdüse
aufweist, durch die der gebildete Faden mittels einer
Abzugseinrichtung abgezogen wird, sowie einem Detektor im
Bereich der Abzugsdüse, mit dem das Vorhandensein eines
umlaufenden Fadens detektierbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Detektor (11, 15) mit einer Steuereinrichtung (10,
19) gekoppelt ist, die beim Anspinnvorgang das Einbinden
des Fadenendes (14) aufgrund des Beginns des Fadenumlaufes
feststellt und mit der der weitere Verlauf des
Anspinnvorgangs wenigstens zum Teil in Abhängigkeit vom
Zeitpunkt des Einbindens steuerbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Detektor (15) auf den Innenraum des Spinnrotors (1)
gerichtet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Detektor (15) so angeordnet ist, daß der
Detektionsbereich einen Teil der Rotorrille (2) erfaßt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (10, 19)
zur Steuerung der in den Spinnrotor (1) während des
Anspinnvorgangs eingespeisten Fasermenge ausgebildet ist,
wobei die Steuerung in Abhängigkeit von dem vom
Detektor (11, 15) erfaßten Fadenumlauf erfolgt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abzugsdüse (6) wenigstens
teilweise aus lichtdurchlässigem Material besteht.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Detektor (11, 15) und die
Steuereinrichtung (10, 19) derart ausgebildet sind, daß die
Steuereinrichtung (10, 19) neben der Steuerung des
Anspinnvorgangs auch zur Fehlererkennung geeignet ist.
7. Verfahren zur Steuerung des Anspinnvorgangs mittels der
Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Vorhandensein eines umlaufenden Fadens (13) im
Einmündungsbereich des Abzugsröhrchens (5) detektiert
wird,
- - daß die Umlauffrequenz des Fadens (13) mit der Rotordrehzahl fortlaufend verglichen wird,
- - daß der Zeitpunkt des Erreichens eines vorbestimmten Verhältnisses von Umlauffrequenz des Fadens (13) und der Rotordrehzahl als Zeitpunkt des Einbindens des Fadenendes (14) registriert wird,
- - und daß der Anspinnvorgang mindestens teilweise in Abhängigkeit vom detektierten Fadenumlauf gesteuert wird.
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|---|---|---|---|
| DE1999126675 DE19926675A1 (de) | 1999-06-11 | 1999-06-11 | Verfahren zum Offenend-Spinnen und Offenend-Spinnvorrichtung |
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Publications (1)
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|---|---|
| DE19926675A1 true DE19926675A1 (de) | 2000-12-14 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999126675 Withdrawn DE19926675A1 (de) | 1999-06-11 | 1999-06-11 | Verfahren zum Offenend-Spinnen und Offenend-Spinnvorrichtung |
Country Status (1)
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