DE19926505A1 - Schaltung und Betriebsverfahren für einen NOx-Meßaufnehmer - Google Patents
Schaltung und Betriebsverfahren für einen NOx-MeßaufnehmerInfo
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Abstract
Die Pumpströme (IP0, IP1, IP2) in einem NOx-Meßaufnehmer (1) werden durch spannungsgesteuerte Stromquellen (UI0, UI1, UI2) erzeugt. Anstelle des jeweiligen Pumpstroms (IP0, IP1, IP2) tritt als Rückführungsgröße im jeweiligen Regelkreis die Stellspannung (VS0, VS1, VS2) der spannungsgesteuerten Stromquelle (UI0, UI1, UI2), so daß die Strommessung entfallen kann. Der erste Pumpstrom (IP0) wird abhängig von der Regelabweichung eines Reglers (C1) für den zweiten Pumpstrom (IP1) geregelt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltung für einen NOx-Meßauf
nehmer gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein
Verfahren zum Betreiben eines NOx-Meßaufnehmers, der eine
über eine erste Diffusionsbarriere dem zu messenden Gas aus
gesetzte erste Meßzelle und eine über eine zweite Diffusions
barriere mit dieser verbundene zweite Meßzelle aufweist.
Zur Messung der NOx-Konzentration in einem Gas, z. B. im Ab
gas einer Brennkraftmaschine, ist es bekannt, einen Dick
schicht-Meßaufnehmer zu verwenden. Ein solcher Meßaufnehmer
ist beispielsweise in der Veröffentlichung N. Kato et al.,
"Thick Film ZrO2 NOx Sensor for the Measurement of how NOx
Concentration", Society of Automotive Engineers, Veröffentli
chung 980170, 1989, oder in N. Kato et al., "Performance of
Thick Film NOx Sensor an Diesel and Gasoline Engines".
Society of Automotive Engineers, Veröffentlichung
970858, 1997, beschrieben. Dieser Meßaufnehmer weist zwei
Meßzellen auf und besteht aus einem sauerstoffionenleitenden
Zirkoniumoxid. Er verwirklicht folgendes Meßkonzept: In einer
ersten Meßzelle, der das zu messende Gas über eine Diffusi
onsbarriere zugeführt wird, wird mittels eines ersten Sauer
stoffionen-Pumpstroms eine erste Sauerstoffkonzentration ein
gestellt, wobei keine Zersetzung von NOx stattfinden soll. In
einer zweiten Meßzelle, die über eine Diffusionsbarriere mit
der ersten verbunden ist, wird der Sauerstoffgehalt mittels
eines zweiten Sauerstoffionen-Pumpstroms weiter abgesenkt.
Die Zersetzung von NOx an einer Meßelektrode in der zweiten
Meßzelle führt zu einem dritten Sauerstoffionen-Pumpstrom,
der ein Maß für die NOx-Konzentration ist. Der gesamte NOx-
Meßaufnehmer wird dabei mittels eines elektrischen Heizers
auf eine erhöhte Temperatur, z. B. 750°C, gebracht.
Zum Einstellen der Sauerstoffionen-Pumpströme wird in den je
weiligen Meßzellen eine Nernstspannung abgegriffen. Die in
der ersten Meßzelle abgegriffene Nernstspannung wird als Füh
rungsgröße für einen Regler verwendet, der den ersten Sauer
stoffionen-Pumpstrom über eine Stellspannung einstellt. Ein
ähnlicher Regler ist für die zweite Meßzelle vorhanden, um
die zweite Sauerstoffkonzentration mittels eines zweiten Sau
erstoffionen-Pumpstromes einzustellen. Jeder Regler ist im
Falle analoger Schaltungen separat aufzubauen bzw. auszule
gen. Bei digital mittels eines Microcontrollers verwirklich
ten Reglern benötigt man für jede Nernstspannung zwei A/D
Ports am A/D-Wandler des Microcontrollers, da die Spannung
nur gegenüber dem Bezugspotential des Microcontrollers gemes
sen werden kann.
Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schal
tung für einen eine NOx-Konzentration in einem Gas erfassen
den Meßaufnehmer bzw. ein Verfahren zum Betreiben eines sol
chen Meßaufnehmers anzugeben, bei dem weniger Regler erfor
derlich sind bzw. die Regelung einfacher erfolgen kann.
Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen 1 und 7 ge
kennzeichnete Erfindung gelöst.
Erfindungsgemäß wird auf die Messung der Nernstspannung in
der ersten Meßzelle verzichtet und die Regelung des ersten
Sauerstoffionen-Pumpstromes mit einem Sauerstoffschlupf als
Führungsgröße vorgenommen, der aus der Regelabweichung des
zweiten Sauerstoffionen-Pumpstromes in der zweiten Meßzelle
bestimmt wird. Dadurch kann der Regler einfacher aufgebaut
werden bzw. am Microcontroller A/D Port eingespart werden, da
das als Führungsgröße dienende, den Sauerstoffschlupf anzei
gende Signal direkt beim Einregeln des zweiten Sauerstoffio
nen-Pumpstroms anfällt.
Diesem Vorgehen liegt die Erkenntnis zugrunde, daß der Regler
für den Sauerstoffionen-Pumpstrom in der ersten Meßzelle die
Sauerstoffkonzentration in der ersten Meßzelle auf ein vorbe
stimmtes Maß einstellt. Dieses vorbestimmte erste Maß wirkt
sich auf den Sauerstoffschlupf in die zweite Meßzelle aus.
Somit kann ein diesen Sauerstoffschlupf anzeigendes Signal
ebenfalls als Führungsgröße zur Vorgabe bzw. Regelung des er
sten Sauerstoffionen-Pumpstromes aus der ersten Meßzelle her
aus verwendet werden. Die Messung der Nernstspannung in der
ersten Zelle kann entfallen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Un
teransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Schemadarstellung eines erfindungsgemäß beschal
teten NOx-Meßaufnehmers,
Fig. 2 eine Schemadarstellung eines NOx-Meßaufnehmers mit Be
schaltung nach dem Stand der Technik,
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer Brennkraftmaschine, bei der
ein NOx-Meßaufnehmer Anwendung finden kann,
Fig. 4 ein Blockschaltbild zur Veranschaulichung einer Stell
spannungserzeugung für eine in der Beschaltung des
Meßaufnehmers nach Fig. 2 verwendeten spannungsgesteu
erten Stromquelle und
Fig. 5 einen Schaltplan einer spannungsgesteuerten Strom
quelle.
In den Fig. 1 und 2 ist jeweils in Schnittdarstellung ein
NOx-Meßaufnehmer 1 schematisch gezeigt. Fig. 2 zeigt dabei
einen Meßaufnehmer mit Beschaltung nach dem Stand der Tech
nik. Dieser Meßaufnehmer 1 wird in der in Fig. 3 dargestell
ten Vorrichtung als Meßaufnehmer 24 zur Bestimmung der NOx-
Konzentration im Abgastrakt 27 einer Brennkraftmaschine 20
verwendet. Dazu werden die Meßwerte des NOx-Meßaufnehmers 24
von einer Steuereinheit 23 ausgelesen, die mit dem NOx-
Meßaufnehmer 24 verbunden ist, und dem Betriebssteuergerät 25
der Brennkraftmaschine 20 zugeführt, das ein Kraftstoffzu
führsystem 21 der Brennkraftmaschine 20 so ansteuert, daß ein
NOx-reduzierender Katalysator 28, der in diesem Fall stromauf
des NOx-Meßaufnehmers 24 im Abgastrakt 27 der Brennkraftma
schine 20 liegt, optimales Betriebsverhalten zeigt.
Der aus einem Festkörperelektrolyten 2, in diesem Fall ZrO2
bestehende Meßaufnehmer 1 (vgl. Fig. 2) nimmt über eine Dif
fusionsbarriere 3 das zu messende Abgas auf, dessen NOx-Kon
zentration bestimmt werden soll. Das Abgas diffundiert durch
die Diffusionsbarriere 3 in eine erste Meßzelle 4. Der Sauer
stoffgehalt in dieser Meßzelle wird durch Abgriff einer
Nernstspannung V0 zwischen einer ersten Elektrode 5 und einer
Umgebungsluft ausgesetzten Referenzelektrode 11 gemessen. Da
bei ist die Referenzelektrode 11 in einem Luftkanal 12 ange
ordnet, in den über eine Öffnung 14 Umgebungsluft gelangt.
Der gesamte Meßaufnehmer 1 wird durch einen Heizer 13 be
heizt.
Die Nernstspannung V0 wird von einem Regler abgegriffen, der
eine Treiberspannung VP0 stellt, welche einen ersten Sauer
stoffionen-Pumpstrom IP0 durch den Festkörperelektrolyten 2
des Meßaufnehmers 1 zwischen der ersten Elektrode 5 und einer
Außenelektrode 6 treibt. Dabei wird in der ersten Meßzelle 4
eine vorbestimmte Sauerstoffkonzentration eingeregelt, die
über die Nernstspannung V1 zwischen der Elektrode 5 und der
Referenzelektrode 11 gemessen wird. Die zur Regelung nötige
Messung des ersten Sauerstoffionen-Pumpstroms erfolgt über
einen Meßwiderstand ROM und ein Voltmeter VOM. Diese werden
meist über einen A/D-Wandler mit einem Innenwiderstand reali
siert.
Diese erste Schaltkreisanordnung stellt so in der ersten Meß
zelle 4 eine vorbestimmte Sauerstoffkonzentration ein. Die
zweite Meßzelle 8 ist mit der ersten Meßzelle 4 über eine
weitere Diffusionsbarriere 7 verbunden. Durch diese Diffusi
onsbarriere 7 diffundiert das in der ersten Meßzelle 4 vor
handene Gas in die zweite Meßzelle 8. In der zweiten Meßzelle
wird über eine zweite Schaltkreisanordnung eine zweite Sauer
stoffkonzentration eingestellt. Dazu wird zwischen einer
zweiten Elektrode 9 und der Referenzelektrode 11 eine zweite
Nernstspannung V1 abgegriffen und einem Regler zugeführt, der
eine zweite Treiberspannung VP1 bereitstellt, mit der ein
Sauerstoffionen-Pumpstrom IP1 aus der zweiten Meßzelle 8 her
aus getrieben wird. Auch hier wird für die Regelung der zwei
te Sauerstoffionen-Pumpstrom IP1 über einen Meßwiderstand R1M
und ein Voltmeter V1M erfaßt.
Diese zweite Schaltkreisanordnung treibt den Sauerstoffionen-
Pumpstrom IP1 so, daß sich in der zweiten Meßzelle 8 eine
vorbestimmte Sauerstoffkonzentration einstellt.
Diese Sauerstoffkonzentration wird dabei so gewählt, daß NOx
von den ablaufenden Vorgängen nicht betroffen ist, insbeson
dere keine Zersetzung stattfindet. Das NOx wird nun an einer
Meßelektrode 10 in der zweiten Meßzelle 8, die katalytisch
ausgestaltet sein kann, in einem dritten Sauerstoffionen-
Pumpstrom IP2 von der Meßelektrode 10 zur Außenelektrode 6
hin gepumpt. Da der Restsauerstoffgehalt in der Meßzelle 8
ausreichend abgesenkt ist, wird dieser Sauerstoffionen-
Pumpstrom IP2 im wesentlichen nur von Sauerstoffionen getra
gen, die aus der Zersetzung von NOx an der Meßelektrode
10 stammen. Der Pumpstrom IP2 ist somit ein Maß für die NOx-
Konzentration in der Meßzelle 8 und somit im zu messenden Ab
gas. Er wird über einen Meßwiderstand R2M und ein Voltmeter
V2M ermittelt und wie die vorherigen Pumpströme von einer
Treiberspannung VP2 getrieben, die von einem Regler vorgege
ben wird, der eine Nernstspannung V2 zwischen der der Meße
lektrode 10 und der Referenzelektrode 11 abgreift.
Die Beschaltung des NOx-Meßaufnehmers 1 ist soweit bekannt.
In einer Ausführungsform der Erfindung wird stattdessen auf
das Erfassen der ersten Nernstspannung V0 verzichtet und die
in Fig. 1 dargestellte Beschaltung verwendet. Dabei werden
alle Pumpströme IP0, IP1 und IP2 von spannungsgesteuerten
Stromquellen UI0, UI1 und UI2 getrieben. Natürlich sind dem
Fachmann auch andere Beschaltungen bekannt.
Für jede spannungsgesteuerte Stromquelle kann die in Fig. 5
dargestellte Schaltung verwendet werden. Fig. 5 zeigt bei
spielhaft die erste Stromquelle UI0. Einem Operationsverstär
ker 35 ist an den invertierenden Eingang über einen Wider
stand 36 die Stellspannung VS0 angelegt. Der invertierende
Eingang ist weiter über einen Widerstand 37 mit dem Ausgang
des Operationsverstärkers 35 rückgekoppelt. Der nichtinver
tierende Eingang des Operationsverstärkers 35 ist über einen
Widerstand 38 mit Erde verbunden und über einen Widerstand 39
mit dem Ausgang des Operationsverstärkers 35 rückgekoppelt.
Zwischen die Verknüpfungsknoten des nichtinvertierenden Rück
kopplungszweiges und des invertierenden Rückkopplungszweiges
ist ein Widerstand 40 geschaltet. Am Ausgang 33 der span
nungsgesteuerten Stromquelle UP0 kann der Strom IP0 abgegrif
fen werden. Diese Schaltung hat den Vorteil, daß der Strom
IP0 unabhängig von der Impedanz des Lastwiderstandes, in die
sem Fall des Pumpkreises, fest durch die Stellspannung VS0
definiert ist. Die Messung des Stroms IP0 ist nicht erforder
lich, da VS0 und IP0 über folgende Gleichung miteinander ver
knüpft sind:
IP0 = VS0/R,
wenn R der Wert des Widerstandes 40 ist, und die Widerstände
36 mit 39 alle denselben Widerstandswert haben, der sehr viel
größer ist als der Wert des Widerstandes 40.
Vertauscht man die Eingänge des Operationsverstärkers, muß
der Wert des Widerstandes 40 sehr viel kleiner sein als der
der Widerstände 36 mit 39. Die Widerstände 37 mit 39 haben
dann den gleichen Wert, und der Wert des Widerstandes 40 ist
so groß zu wählen wie der einer Reihenschaltung aus den Wi
derständen 36 und 39.
Durch die Verwendung von spannungsgesteuerten Stromquellen
kann die Messung der Pumpströme IP0, IP1 und IP2 entfallen,
da deren Stellspannung VS0, VS1 und VS2 wie beschrieben mit
dem Pumpstrom direkt verknüpft ist. Die im Stand der Technik
verwendeten Meßwiderstände ROM, R1M und R2M sowie die dazuge
hörigen Voltmeter V0M, V1M und V2M sind somit unnötig.
Weiter entfällt auch die Messung der Nernstspannung V0. Als
Ersatz für diese Regelung wird die Stellspannung VS0 der er
sten spannungsgesteuerten Stromquelle UI0 für den ersten Sau
erstoffionen-Pumpstrom IP0 aus einem Signal des Reglers C1
gewonnen, der den zweiten Sauerstoffionen-Pumpstrom IP1 in
der zweiten Meßzelle 8 einregelt. Dabei wird als Signal die
Regelabweichung IP_D des Reglers C1 auf noch zu beschreibende
Art und Weise verwendet.
Die in der Schaltung der Fig. 1 verwendeten Regler C1, C2
sind vorzugsweise Mikrocontroller bzw. ein einziger Mikrocon
troller. Die Stellspannungen VS0, VS1, VS2 können an Digi
tal/Analog-Ports des bzw. der Mikrocontroller ausgegeben wer
den. Vorzugsweise wird jedoch die folgende, in Fig. 4 darge
stellte, Schaltung verwendet, um mit dem Mikrocontroller eine
der Stellspannungen VS0, VS1, VS2 zu erzeugen.
In Fig. 4 ist ein Mikrocontroller 30 dargestellt, der an ei
nem Ausgangsport ein pulsweitenmoduliertes Signal PW0 aus
gibt. Dieses Signal PW0 wird einer Transistorschaltung 31 zu
geführt, der weiter eine Referenzspannungsquelle UR aufge
schaltet ist. Die Transistorschaltung schaltet die Referenz
spannungsquelle UR entsprechend dem pulsweitenmodulierten Si
gnal PW0 an einen Tiefpaß 32, der aufgrund seiner Tiefpaßei
genschaften daraus die analoge Stellspannung VS0 erzeugt, de
ren Höhe proportional zum Tastverhältnis des pulsweitenmodu
lierten Signals PW0 ist. Diese Stellspannung VS0 wird zur An
steuerung der spannungsgesteuerten Stromquelle UI0 verwendet,
die an ihrem Ausgang 33 den Pumpstrom IP0 zur Verfügung
stellt. Dieses Schema zur Erzeugung des Pumpstroms IP0 wird
ebenso für die Erzeugung der Pumpströme IP1 und IP2 angewen
det, wobei ein einziger Mikrocontroller 30 an drei Ausgangs
ports die Signale PW0 bzw. PW1 und PW2 bereitstellen kann.
Natürlich können auch drei unabhängige Mikrocontroller ver
wendet werden.
Die Stellspannung VS0 wird vom Regler C1 des ersten Sauer
stoffionen-Pumpstromes IP1 folgendermaßen bestimmt. Für IP1
ist ein Sollwert IP1_S vorgegeben. Dieser Sauerstoffionen-
Pumpstrom soll diejenigen O2-Moleküle, die aus der ersten
Meßzelle 4 über die Diffusionsbarriere 5 in die zweite Meß
zelle 8 gelangten aus dieser entfernen. Die Vorgabe des Soll
wertes IP1_S entspricht somit einem vorgegebenen Sauerstoff
schlupf von der ersten Meßzelle 4 in die zweite Meßzelle 8.
Aus der Differenz zwischen dem Sollwert IP1_S und dem aktuel
len Wert des ersten Sauerstoffionen-Pumpstromes IP1, der aus
der Stellspannung VS1 über den oben erwähnten Zusammenhang
zwischen Stellspannung und Sauerstoffionen-Pumpstrom bekannt
ist, wird die Regelabweichung IP1_D ermittelt. Die Stellspan
nung VS0 für die erste spannungsgesteuerte Stromquelle UI0
wird nun so gewählt, daß IP1_D verschwindet. Die vorbekannte
Regelung auf einen bestimmten Wert für die Nernstspannung V0
in der ersten Meßzelle 4 wird nun durch eine Regelung auf ei
nen Sollwert IP1_S des zweiten Sauerstoffionen-Pumpstromes
IP1 ersetzt. Dadurch kann zum einen die Erfassung der
Nernstspannung V0 selbst entfallen, wodurch A/D Wandlerports
bei Verwendung von Microcontrollern 30 entfallen. Zum anderen
ist die Regelung einfacher darstellbar, da kein separater Re
gelkreis mit eigenständigem Regler für den ersten Sauerstoff
ionen-Pumpstrom IP0 aufgebaut werden muß.
Claims (8)
1. Schaltung für einen eine NOx-Konzentration in einem Gas
erfassenden Meßaufnehmer (1) mit einer dem zu messenden Gas
ausgesetzten Außenelektrode (6), einer ersten Meßzelle (4),
einer zweiten Meßzelle (8), die mit der ersten Meßzelle (4)
verbunden ist, und einer Referenzelektrode (11), die Umge
bungsluft ausgesetzt ist, welche Schaltung aufweist:
- - eine erste Schaltkreisanordnung, die in der ersten Meßzelle (4) mit einem ersten Pumpstrom (IP0) eine andere Sauerstoff konzentration als im zu messenden Gas einstellt, und
- - eine zweite Schaltkreisanordnung, die in der zweiten Meß zelle (8) mit einem zweiten Pumpstrom (IP1) eine andere Sau erstoffkonzentration als in der ersten Meßzelle (4) einre gelt,
- - ein Differenzglied (C1), das eine Regelabweichung (IP1_D) zwischen dem Istwert des zweiten Pumpstroms (IP1) in der zweiten Schaltkreisanordnung und einem Sollwert (IP1_S) für diesen zweiten Pumpstrom (IP1) bestimmt, und
- - ein Stellglied (UI0), das abhängig von der Regelabweichung (IP1_D) den ersten Pumpstrom (IP0) einstellt.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stellglied eine erste spannungsgesteuerte Stromquelle (UI0)
in der ersten Schaltkreisanordnung ist, die den Pumpstrom
(IP0) von einer ersten Elektrode (5) zu einer Außenelektrode
(6) hin treibt und deren Stellspannung (VS0) von einem das
Differenzglied darstellenden ersten Regler (C1) erzeugt wird,
der den zweiten Pumpstrom (IP1) regelt.
3. Schaltung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in der zwei
ten Schaltkreisanordnung eine zweite spannungsgesteuerte
Stromquelle (UI1) einen Pumpstrom (IP1) aus Sauerstoffionen
von einer zweiten Elektrode (9) zur Außenelektrode (6) hin
treibt, daß ein Regler (C1) die Stellspannung (VS1) der zwei
ten spannungsgesteuerten Stromquelle (UI1) erzeugt, mit der
zweiten Elektrode (9) und der Referenzelektrode (11) verbun
den ist, eine Nernstspannung (V1) dazwischen abgreift und die
Stellspannung (VS1) der zweiten spannungsgesteuerten Strom
quelle (UI1) so stellt, daß sich eine vorbestimmte
Nernstspannung ergibt, die ein Maß für die Sauerstoffkonzen
tration in der zweiten Meßzelle (8) darstellt.
4. Schaltung nach einem der vorherigen Ansprüche, gekenn
zeichnet durch eine dritte spannungsgesteuerte Stromquelle
(IP2), die in der zweiten Meßzelle (8) einen dritten
Pumpstrom (IP2) von einer Meßelektrode (10) zur Außenelektro
de (6) hin treibt, und einen zweiten Regler (C2), der die
Stellspannung der dritten spannungsgesteuerten Stromquelle
(IP2) erzeugt, mit der Meßelektrode (10) und der Referenze
lektrode (11) verbunden ist, eine Nernstspannung (V2) dazwi
schen abgreift und die Stellspannung (UI2) so stellt, daß
sich eine vorbestimmte Nernstspannung (V2) ergibt, wobei der
Wert der Stellspannung (UI2) ein Maß für den Strom (IP2) und
mithin für die zu messende NOx-Konzentration ist.
5. Schaltung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß alle Regler (C1, C2) durch einen Microcon
troller (30) gebildet sind, der ein pulsweitenmoduliertes
Ausgangssignal (PW1, PW2) erzeugt, aus dem eine Referenzspan
nungsquelle (UR) und eine Transistorschaltung (31) mit nach
geschaltetem Tiefpaß (32) die Stellspannung (VS1, VS2) als
dem Tastverhältnis des Ausgangssignals (PW1, PS2) proportio
nale Gleichspannung erzeugen.
6. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet
durch einen analogen Regler zur Regelung des ersten Pumpstro
mes (IP0).
7. Verfahren zum Betreiben eines eine NOx-Konzentration in
einem Gas erfassenden Meßaufnehmers, der eine über eine erste
Diffusionsbarriere dem zu messenden Gas ausgesetzte erste
Meßzelle und eine über eine zweite Diffusionsbarriere mit
dieser verbundene zweite Meßzelle aufweist, bei welchem Ver
fahren eine vom Sauerstoffschlupf aus der ersten in die zwei
te Meßzelle abhängiges Signal erzeugt wird, und ein
Pumpstrom, mit dem in der ersten Meßzelle eine andere Sauer
stoffkonzentration als im zu messenden Gas eingestellt wird,
so gestellt wird, daß sich ein vorbestimmter Sauerstoff
schlupf ergibt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in
der zweiten Meßzelle mit einem zweiten Pumpstrom eine andere
Sauerstoffkonzentration als in der ersten Meßzelle eingere
gelt wird und aus der Regelabweichung zwischen dem Istwert
des zweiten Pumpstroms und dessen Sollwert das vom Sauer
stoffschlupf abhängige Signal gewonnen wird.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1999126505 DE19926505B4 (de) | 1999-06-10 | 1999-06-10 | Schaltung und Betriebsverfahren für einen NOx-Meßaufnehmer |
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2000
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Also Published As
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| Date | Code | Title | Description |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: CONTINENTAL AUTOMOTIVE GMBH, 30165 HANNOVER, DE |
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| R071 | Expiry of right |