DE19925226A1 - Verdunklungsvorrichtung - Google Patents
VerdunklungsvorrichtungInfo
- Publication number
- DE19925226A1 DE19925226A1 DE1999125226 DE19925226A DE19925226A1 DE 19925226 A1 DE19925226 A1 DE 19925226A1 DE 1999125226 DE1999125226 DE 1999125226 DE 19925226 A DE19925226 A DE 19925226A DE 19925226 A1 DE19925226 A1 DE 19925226A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- deflection device
- store
- deflection
- deflector
- magazine
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 239000000463 material Substances 0.000 title claims abstract description 91
- 208000003443 Unconsciousness Diseases 0.000 title abstract 2
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 10
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 6
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 4
- 206010040954 Skin wrinkling Diseases 0.000 description 3
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 3
- 230000006978 adaptation Effects 0.000 description 2
- 230000008859 change Effects 0.000 description 2
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 2
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 2
- 230000037303 wrinkles Effects 0.000 description 2
- 230000032683 aging Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 239000011888 foil Substances 0.000 description 1
- 238000009499 grossing Methods 0.000 description 1
- 230000006872 improvement Effects 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 description 1
- 230000035882 stress Effects 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E06—DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
- E06B—FIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
- E06B9/00—Screening or protective devices for wall or similar openings, with or without operating or securing mechanisms; Closures of similar construction
- E06B9/24—Screens or other constructions affording protection against light, especially against sunshine; Similar screens for privacy or appearance; Slat blinds
- E06B9/40—Roller blinds
- E06B9/42—Parts or details of roller blinds, e.g. suspension devices, blind boxes
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60J—WINDOWS, WINDSCREENS, NON-FIXED ROOFS, DOORS, OR SIMILAR DEVICES FOR VEHICLES; REMOVABLE EXTERNAL PROTECTIVE COVERINGS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES
- B60J1/00—Windows; Windscreens; Accessories therefor
- B60J1/20—Accessories, e.g. wind deflectors, blinds
- B60J1/2011—Blinds; curtains or screens reducing heat or light intensity
- B60J1/2013—Roller blinds
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Architecture (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Operating, Guiding And Securing Of Roll- Type Closing Members (AREA)
Abstract
Verdunklungsvorrichtung, insbesondere für ein Fahrzeug, mit einem flächigen, flexiblen Verdunklungsmaterial (1), welches von einem Materialspeicher (10) aufgenommen ist und von diesem ausgegeben werden kann, bei welcher zumindest eine Materialumlenkeinrichtung (20) bei einer von jener des Materialspeichers (10) unterschiedlichen Lage im Raum angeordnet ist, um das Material in eine im wesentlichen von der Lage des Materialspeichers (10) unabhängige Richtung umzulenken.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verdunklungsvorrichtung, insbesondere für ein Fahr
zeug. Solche Verdunklungsvorrichtungen, z. B. in der Form eines Sonnenschutzrollos, werden
häufig in Fahrzeugen eingebaut, um eine übermäßige Erwärmung des Fahrgastinnenraumes zu
verhindern. Ein weiteres Anwendungsgebiet für Verdunklungsvorrichtungen ist die Beschat
tung im Haus- und Wintergartenbau.
Eine klassische Verdunklungsvorrichtung umfaßt ein flächiges, flexibles Verdunklungsmate
rial, z. B. eine. Folie oder einen Stoff, welches von einem Materialspeicher aufgenommen ist
und von diesem ausgegeben werden kann. Üblicherweise wird der Materialspeicher in der
Form einer Wickelwelle ausgebildet sein, die allgemein mit einem Federmotor zwecks Selbst
aufrollung versehen ist.
Üblicherweise wird solch eine Verdunklungsvorrichtung in solch einer Weise an einem abzu
deckenden flächigen Element angeordnet, daß eine Befestigung im Randbereich erfolgt, wo
bei das Material im wesentlichen planparallel zu der abzudeckenden Fläche unmittelbar von
dem Materialspeicher ausgegeben wird.
Um auch Flächen abdecken zu können, die von einer Rechteckform abweichen, kann das
Material auf Form beschnitten werden. In diesem Fall müssen für unterschiedliche Fahrzeug
seiten unterschiedliche Verdunklungsvorrichtungen mit unterschiedlichen Materialspeichern
bereitgestellt werden.
Um unterschiedlichen geometrischen Formen der abzudeckenden Fläche Rechnung zu tragen,
wurden bis dato unterschiedlichste Versuche unternommen, die Wickelwelle anzupassen. So
werden vereinzelt schwenkbar gelagerte Wickelwellen verwendet, um eine winkelmäßige
Anpassung der Auszugsrichtung bereitzustellen. Aus der DE 32 44 880 ist eine kegelähnliche
Wickelwelle bekannt geworden, mittels welcher ein bogenförmiger Auszug des Rollbehanges
ermöglicht wird. Schließlich ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster 94 00 757 eine axial
wärts versetzbare Wickelwelle bekannt, die sich beim Auf- und Abwickeln positionsmäßig
verändern kann. Die im Stand der Technik vorgeschlagenen Adaptationen an eine von der
Rechteckform abweichende Konfiguration der abzudeckenden Fläche führen somit zu kom
plexen und kostspieligen Vorrichtungen, die zudem einen relativ vergrößerten Einbauraum
erfordern. Insbesondere im Randbereich der abzudeckenden Fläche ist jedoch meist der ver
fügbare Bauraum minimal, wie z. B. wenn eine Verdunklungsvorrichtung in einer Kraftfahr
zeugstür zu integrieren ist.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine allgemein bekannte Verdunklungsvor
richtung, insbesondere für ein Fahrzeug, mit einem flächigen, flexiblen Verdunklungsmateri
al, welches von einem Materialspeicher aufgenommen ist und von diesem ausgegeben werden
kann, in solch einer Weise weiterzubilden, daß sie einfach und kostengünstig an beliebige
abzudeckende Flächen angepaßt werden kann, ohne daß ein übermäßiger Raumbedarf besteht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgebe dadurch gelöst, daß zumindest eine Materialumlenkein
richtung bei einer von jener des Materialspeichers unterschiedlichen Lage im Raum angeord
net ist, um das Material in eine im wesentlichen von der Lage des Materialspeichers unabhän
gige Richtung umzulenken. Anders ausgedrückt wird erfindungsgemäß eine gewisse Ent
kopplung bzw. räumliche Trennung zwischen Materialspeicher und Ausgabeort erzielt. Somit
kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch bei äußerst begrenztem Einbauraum am Rand
der abzudeckenden Fläche implementiert werden, indem beispielhaft der Materialspeicher
beabstandet von solch einem Rand untergebracht wird.
Durch die Umlenkeinrichtung können verschiedenste geometrische Formen abgedeckt wer
den, wie z. B. parallelogrammartige. Als weiterer Vorteil der Entkopplung oder Trennung
zwischen Materialspeicher und Ausgabeort ergibt sich, daß ein universal verwendbarer Mate
rialspeicher vorgesehen werden kann, da die Ausgabekonfiguration des Materialspeichers
selbst nur noch von nebengeordneter Bedeutung ist.
Obwohl der Materialspeicher und die Umlenkeinrichtung in einer Ebene liegen könnten, ist es
bevorzugt, daß der Materialspeicher und die Umlenkeinrichtung im wesentlichen in unter
schiedlichen Ebenen liegen. Anders ausgedrückt wird das Material zwischen Materialspeicher
und Umlenkeinrichtung einer gewissen Torsion oder Verdrillung unterliegen. Demzufolge
könnte der Materialspeicher in einer Ebene angeordnet werden, in der ausreichend Bauraum
zur Verfügung steht, während die Umlenkeinrichtung unmittelbar am Rand der abzudecken
den Fläche positioniert wird, um eine üblicherweise gewünschte Planparallelität zwischen
Material und abzudeckender Fläche erzielen zu können.
Vorteilhafterweise verlaufen der Materialspeicher und die Umlenkeinrichtung mit Bezug zu
einander zumindest teilweise im wesentlichen schräg oder geschränkt. Bei einer relativen
Schräganordnung würde sich z. B. die Achse einer als Materialspeicher dienenden Wickel
welle auch in Verlängerung nicht mit der Achse der Umlenkeinrichtung schneiden. Bei einer
geschränkten Äraordnung können der Materialspeicher und die Umlenkeinrichtung in zwei
beabstandet vorliegenden, im wesentlichen parallelen Ebenen angeordnet sein.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Umlenkeinrichtung eine Fläche, die unter
Gleit- und/oder Rollreibung mit dem Material in Eingriff steht. Eine mit dem Material in Be
rührung tretende Fläche sollte daher keinen übermäßigen Widerstand für das Herausziehen
und Einfahren des Materiales erzeugen, und sollte zudem auch eine Beschädigung des Mate
riales verhindern.
Vorteilhafterweise ist die Fläche Teil eines zylindrischen Körpers, welcher insbesondere
drehbar ausgebildet ist. Bei dieser Ausgestaltung kann somit die Umlenkeinrichtung in der
Form eines ebenen oder gebogenen Zylinders ausgebildet sein, um den das Material herumge
führt wird.
Die von der Umlenkeinrichtung umfaßte Fläche kann auch ein Teil eines Rotationskörpers
sein, welcher insbesondere vorteilhaft ebenfalls drehbar gelagert ist. Allgemein stellt ein Ro
tationskörper eine geeignete Eingriffsfläche bezüglich dem umzulenkenden Material dar, wo
bei durch die Konfiguration des Rotationskörpers in dem Material selbst unterschiedliche
Spannungszustände erzeugt werden können. Dies ist insbesondere bei großen abzudeckenden
Flächen von Vorteil, da bei den bekannten Vorrichtung meist die Spannung im Randbereich
nicht ausreicht, um eine ebene, flächige Form des Verdunklungsmateriales aufrechtzuerhalten.
Um der Kinematik des Verdunklungsmateriales besser Rechnung tragen zu können, ist es be
vorzugt, daß die Fläche Teil eines beweglich gelagerten Körpers ist, welcher insbesondere
verschiebbar und/oder schwenkbar vorliegen kann. Bei einer verschiebbar gelagerten Umlenk
einrichtung können somit quer zur Ausfahrvorrichtung auftretende Kräft kompensiert wer
den. Eine schwenkbare Lagerung der Umlenkeinrichtung ermöglicht es z. B., das Verdunk
lungsmaterial zuerst auszufahren und anschließend mit der abzudeckenden Fläche in Register
zu bringen.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Fläche Teil
eines vorgespannten und/oder elastisch verformbaren Körpers. Wenn ein elastisch verformba
rer Körper als Bestandteil der Umlenkeinrichtung vorgesehen ist oder die Umlenkeinrichtung
selbst bildet oder wenn dieser Körper vorgespannt ist, kann bei einer Überbeanspruchung der
Materialspeicher selbst geschützt werden. Wenn beispielhaft das Verdunklungsmaterial bis
zum Anschlag aus dem Materialspeicher herausgezogen wird, so kann der vorgespannte
und/oder elastisch verformbare Körper auftretende Kräfte zumindest teilweise kompensieren.
Ferner kann durch die vorgespannte und/oder elastisch verformbare Ausgestaltung ein Nach
geben des Verdunklungsmateriales, bedingt durch Alterung oder thermischen Einfluß, in ein
facher Weise kompensiert werden.
Ferner ist es bevorzugt, daß die Fläche ein Profil definiert. Durch das Bereitstellen eines Pro
files können z. B. auch gewölbte Flächen abgedeckt werden, indem das Verdunklungsmaterial
z. B. in die Form eines Zylindermantelabschnittes gebracht wird.
Schließlich ist es bevorzugt, daß die Fläche profiliert ist, um für das umgelenkte Material eine
erhöhte Führung bereitzustellen. Beim Vorsehen einer profilierten Fläche ist es zudem mög
lich, das Risiko einer Faltenbildung zu reduzieren, indem z. B. beim Einfahren des Verdunk
lungsmateriales dieses durch den Eingriff mit der Umlenkeinrichtung in der Ebene des Mate
riales nach außen beaufschlagt wird.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden
detaillierten Beschreibung einiger derzeit bevorzugter rein illustrativer Ausführungsformen,
welche unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erfolgt, in welchen gilt:
Fig. 1 zeigt in schematischer Seitenansicht eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Verdunklungsvorrichtung,
Fig. 2A, B und C zeigen jeweils eine Teilschnittansicht durch die in Fig. 1 gezeigte Aus
führungsform an unterschiedlichen Positionen,
Fig. 3 A, B und C zeigen den Fig. 2A, B und C entsprechende Darstellungen einer weite
ren Ausführungsform,
Fig. 4A bis D zeigen unterschiedliche Ausgestaltungen, die für die Umlenkeinrichtung zum
Einsatz kommen können.
In Fig. 1 ist ein Fensterabschnitt einer Fahrzeugtür 4 dargestellt, welcher mittels der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung abgedeckt werden soll. Bei der hier dargestellten Ausführungs
form ist das hintere Ende der abzudeckenden Fläche schräg gestellt, wobei am vorderen Ende
der abzudeckenden Fläche ein ebenfalls schräg verlaufender Bauraum 5, z. B. in der Form
eines Holmes, vorliegt. Wie deutlich zu erkennen bildet die abzudeckende Fläche somit bei
der gezeigten Ausführungsform ein Parallelogramm. Zur Abdeckung der Fläche umfaßt die
Vorrichtung ein flächiges, flexibles Material 1, welches von einem Materialspeicher 10 auf
genommen ist und von diesem ausgegeben werden kann. In der dargestellten Ausführungs
form ist der Materialspeicher 10 aus einer federmotorisch angetriebenen oder beaufschlagten
Wickelwalze 16 gebildet, die über eine Achse 14 mit dem Bauraum 5 verbunden ist.
Ausgehend von dem Materialspeicher 10 wird das Material 1 über eine Umlenkeinrichtung 20
hin zu der abzudeckenden Fläche geführt. In der dargestellten Ausführungsform ist die Um
lenkeinrichtung 20 in der Form eines feststehenden zylindrischen Stabes ausgebildet, der
ebenfalls in dem zur Verfügung stehenden Bauraum 5 montiert ist. Wie deutlich zu erkennen
bilden in der Projektionsansicht von Fig. 1 die Welle des Materialspeichers 10 und die Um
lenkeinrichtung 20 mit Bezug zueinander einen Winkel, wobei in der gezeigten Ausführungs
form der gebildete Winkel dem halben Schrägstellungwinkel des Materialspeichers 10 ent
spricht. Somit ergibt sich deutlich, daß zum Ausgleichen des Schrägstellungswinkels des
Materialspeichers 10 lediglich sehr wenig Bauraum erforderlich ist. Sollte der zur Verfügung
stehende Bauraum noch eingeschränkter sein, wäre es ebenfalls denkbar, eine mehrfache
Umlenkung mittels mehrerer Umlenkeinrichtungen vorzusehen, so daß bei infinitesimal klei
nen Winkelschritten eine Reduzierung des von dem Materialspeicher eingenommenen Bau
raumes erzielt werden kann.
Wie es sich aus der Ansicht von Fig. 1 ergibt, ist es somit in besonders einfacher und raum
sparender Weise möglich, ein parallelogrammförmiges Fenster mit dem Verdunklungsmateri
al abzudecken, ohne daß im aufgewickelten Zustand wesentliche Materialabschnitte überlap
pen würden.
Wie es sich aus den Schnittansichten der Fig. 2A, B und C ergibt, verlaufen bei der darge
stellten Ausführungsform der Materialspeicher 10 und die Umlenkeinrichtung 20 in zwei im
wesentlichen parallelen Ebenen. Um die in Fig. I gezeigte Winkeländerung zwischen Materi
alspeicher 10 und Ausfahrrichtung zu erzielen, verläuft jedoch die Umlenkeinrichtung 20 ge
schränkt bezüglich dem Materialspeicher 10. Diese geschränkte Anordnung ergibt sich insbe
sondere aus einem Vergleich der unterschiedlichen Schnittansichten. So ist z. B. in Fig. 2A,
am oberen Ende der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung, die Achse 14 des Materialspeichers
10 im wesentlichen auf demselben Niveau wie die als Zylinderstab ausgebildete Umlenkein
richtung 20.
In Fig. 2B ist eine Schnittansicht z. B. auf halber Höhe durch die in Fig. 1 gezeigte Vorrich
tung dargestellt, wobei bedingt durch die geschränkte Anordnung die Umlenkeinrichtung 20
unterhalb des Materialspeichers 10 liegt.
In Fig. 2C ist schließlich eine entsprechende Darstellung des unteren Endes der in Fig. 1 dar
gestellten Ausführungsform gezeigt, wobei die Umlenkeinrichtung eine relativ große Beab
standung zu dem Materialspeicher 10 zeigt.
Wie in den Fig. 2A bis 2C dargestellt kann die erfindungsgemäße Vorrichtung insgesamt in
einem Gehäuse untergebracht sein, wobei eine Austragöffnung das planparallele Ausgeben
bezüglich der abzudeckenden Fläche ermöglicht. Der Fachmann sollte jedoch erkennen, daß
obwohl bei der dargestellten Ausführungsform Materialspeicher und Umlenkeinrichtung als
eine Einheit ausgebildet sind, auch eine räumliche Trennung möglich ist.
Der Fachmann wird ferner aus den Fig. 2A bis 2C erkennen, daß der Austragort des Ver
dunklungsmateriales 1 von der Lage und dem Drehsinn des Materialspeichers 10 unabhängig
ist. Demzufolge ist es möglich, einen Universal-Materialspeicher vorzusehen, der durch ent
sprechende Adaptation der Umlenkeinrichtung an die jeweiligen Gegebenheiten angepaßt
werden kann.
Obwohl in der dargestellten Ausführungsform der Materialspeicher 10 und die Umlenkein
richtung 20 im wesentlichen in parallelen Ebenen angeordnet sind, sollte verstanden werden,
daß neben der einfachen Verschränkung auch eine insgesamte Schrägstellung der einzelnen
Achsen zu der gewünschten Umlenkung bzw. zu einer gewünschten Konfiguration des Ver
dunklungsmateriales führen kann.
Ferner ist zu erwähnen, daß die in der hier dargestellten Ausführungsform als einfacher zylin
drischer feststehender Stab ausgebildete Umlenkeinrichtung 20 verschiedensten Modifikatio
nen unterliegen kann, wie es später unter Bezugnahme auf Fig. 4 beschrieben wird. Insbeson
dere ist es möglich, die Umlenkeinrichtung 20 bei verschiedenen geometrischen Konfigura
tionen vorzusehen, sie drehbar zu lagern und/oder mit einer profilierten Oberfläche zu verse
hen.
In den Fig. 3A, B und C ist eine zweite bevorzugte Ausführungsform dargestellt, wobei in
dem Bauraum zwei Materialspeicher untergebracht sind. Der eine Materialspeicher gibt das
Verdunklungsmaterial analog zu der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform über eine
Umlenkeinrichtung 20 aus, während der andere Materialspeicher sein Material unmittelbar
durch eine Austragöffnung ausgeben kann. Es sollte jedoch erwähnt werden, daß auch für das
zweite Verdunklungsmaterial eine entsprechende Umlenkeinrichtung vorgesehen sein kann.
Bei einer insbesonders vorteilhaften, jedoch nicht dargestellten Ausführungsform verlaufen
die jeweiligen Umlenkeinrichtungen im wesentlichen parallel zueinander. Demzufolge kann
die Vorrichtung beidseitig beispielhaft ein parallelogrammförmiges Fenster abdecken.
Wie es in den Fig. 4A bis 4D dargestellt ist, kann die Umlenkeinrichtung verschiedenste geo
metrische Formen und Konfigurationen umfassen, was gegenüber dem Stand der Technik eine
deutliche Verbesserung darstellt, weil solch eine Anpassung bezüglich dem Materialspeicher
nicht möglich ist. So ist in Fig. 4A die Umlenkeinrichtung 20 mittels eines sich beidseitig
verjüngenden Rotationskörpers bereitgestellt, der feststehend oder drehbar gelagert sein kann.
Durch das Bereitstellen solch einer geometrischen Form ist es möglich, das Material 1 in einer
gewölbten Konfiguration auszugeben, wenn z. B. gewölbte Fensterflächen abzudecken sind.
Solch eine Konfiguration war mit den bisher bekannten Lösungen nicht realisierbar, da eine
entsprechende Formgebung für die Wickelwalze zu unerwünschter Faltenbildung geführt
hätte.
Alternativ könnte die Umlenkeinrichtung auch einen Rotationskörper umfassen, der sich zu
seiner Mitte hin verjüngt, wie es in Fig. 4B dargestellt ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht es,
die Ränder 2 des Materials 1 stärker zu beaufschlagen, so daß auch bei großen Verdunklungs
flächen das Verdunklungsmaterial eine planare Ausgestaltung annehmen kann.
Eine entsprechende Funktionalität ließe sich auch durch einen gebogenen Zylinderstab erzie
len, wie er in Fig. 4C dargestellt ist.
Schließlich ist in Fig. 4D eine profilierte Fläche als Teil der Umlenkeinrichtung 20 dargestellt.
Solch eine Profilierung der Fläche, die mit dem Material 1 in Eingriff steht, ermöglicht es, das
Material z. B. beim Aufwickeln zu glätten, so daß das Risiko einer Faltenbildung weiter redu
ziert werden kann.
Obwohl die vorliegende Erfindung im vorangegangenen vollständig unter Bezugnahme auf
einige derzeit bevorzugte Ausführungsformen beschrieben wurde, sollte der Fachmann erken
nen, daß verschiedene Veränderung und Modifikationen im Rahmen der Ansprüche möglich
sind. Insbesondere sollte der Fachmann erkennen, daß einzelne Merkmale einer Ausführungs
form beliebig mit anderen Merkmalen einer anderen Ausführungsform kombinierbar sind.
Schießlich sollen auch solche Vorrichtung umfaßt sein, die eine vorgespannte oder elastisch
verformbare Umlenkeinrichtung umfassen. Beispielhaft könnte der in Fig. 4C dargestellte
gewölbte Zylinderstab elastisch ausgebildet sein. Auch die Verwendung von an und für sich
bekannten Varianten für den Materialspeicher, wie z. B. eine Schränkwelle, eine Wanderwelle
oder auch eine konusartige Welle, könnten zum Einsatz kommen, um eine entsprechende Ad
aptation an abzudeckende Flächen zu erlauben.
Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß durch die erfindungsgemäße Lösung eine kosten
günstige Verdunklungsvorrichtung angegeben ist, die unter Einsatz von konstruktiv einfachen
Mitteln die Abdeckung von nahezu beliebigen geometrischen Formen ermöglicht, wobei die
Anforderungen bezüglich Einbauraum einfach gehandhabt werden können. Schließlich ist zu
erwähnen, daß mit der erfindungsgemäßen Lösung auch eine räumliche Trennung zwischen
Materialspeicher und Umlenkeinrichtung möglich ist, so daß z. B. bei einem Heckrollo der
Materialspeicher im Bereich des Fahrzeugdaches verstaut werden kann, wo die Einschrän
kungen bezüglich des verfügbaren Bauraumes nicht so dominant sind.
Claims (10)
1. Verdunklungsvorrichtung, insbesondere für ein Fahrzeug, mit einem flächigen, flexiblen
Verdunklungsmaterial (1), welches von einem Materialspeicher (10) aufgenommen ist und
von diesem ausgegeben werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Mate
rialumlenkeinrichtung (20) bei einer von jener des Materialspeichers (10) unterschiedli
chen Lage im Raum angeordnet ist, um das Material in eine im wesentlichen von der Lage
des Materialspeichers (10) unabhängige Richtung umzulenken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialspeicher (10) und
die Umlenkeinrichtung (20) im wesentlichen in unterschiedlichen Ebenen liegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialspeicher
(10) und die Umlenkeinrichtung mit Bezug zueinander zumindest teilweise im wesentli
chen schräg oder geschränkt verlaufen.
4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umlenkeinrichtung (20) eine Fläche (26) umfaßt, die unter Gleit- und/oder Rollrei
bung mit dem Material (1) in Eingriff steht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche (26) Teil eines
zylindrischen Körpers (27) ist, welcher insbesondere drehbar ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche (26) Teil
eines Rotationskörpers ist, der insbesondere drehbar ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche
(26) Teil eines beweglich gelagerten Körpers ist, insbesondere verschiebbar und/oder
schwenkbar gelagert.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche
(26) Teil eines vorgespannten und/oder elastisch verformbaren Körpers (27) ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche
(26) ein Profil definiert.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche
(26) profiliert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999125226 DE19925226C2 (de) | 1999-06-01 | 1999-06-01 | Verdunklungsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999125226 DE19925226C2 (de) | 1999-06-01 | 1999-06-01 | Verdunklungsvorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19925226A1 true DE19925226A1 (de) | 2000-12-14 |
| DE19925226C2 DE19925226C2 (de) | 2002-10-10 |
Family
ID=7909981
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999125226 Expired - Fee Related DE19925226C2 (de) | 1999-06-01 | 1999-06-01 | Verdunklungsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19925226C2 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006032243A1 (de) * | 2004-09-21 | 2006-03-30 | Webasto Ag | Abdeckvorrichtung für eine fahrzeugverglasung |
| WO2007059756A1 (de) * | 2005-11-25 | 2007-05-31 | Webasto Ag | Rolloanordnung für ein kraftfahrzeug |
| EP1609646A3 (de) * | 2004-06-23 | 2007-07-25 | BOS GmbH & Co. KG | Rollo mit konischer Wickelwelle |
| JP2015214191A (ja) * | 2014-05-08 | 2015-12-03 | トヨタ車体株式会社 | 車両用サンシェード装置及び車両用フレームガーニッシュ |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19603534A1 (de) * | 1996-02-01 | 1997-08-07 | Bayerische Motoren Werke Ag | Kraftfahrzeug mit wenigstens einem Schutzrollo |
| DE29716955U1 (de) * | 1997-09-23 | 1998-03-12 | Jobi, Helmut, 71272 Renningen | Gekrümmte Wickelwelle in einem Kuppelformrollo |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3244880A1 (de) * | 1982-12-03 | 1984-06-07 | Hüppe GmbH, 2900 Oldenburg | Rollovorhang |
| DE9400757U1 (de) * | 1994-01-18 | 1994-03-31 | Hüppe Form Sonnenschutz- und Raumtrennsysteme GmbH, 26133 Oldenburg | Rollo, insbesondere Seitenfensterrollo für Kfz |
| US5782284A (en) * | 1997-05-13 | 1998-07-21 | Leatherman; Benny L. | Sun shade system for windshields |
-
1999
- 1999-06-01 DE DE1999125226 patent/DE19925226C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19603534A1 (de) * | 1996-02-01 | 1997-08-07 | Bayerische Motoren Werke Ag | Kraftfahrzeug mit wenigstens einem Schutzrollo |
| DE29716955U1 (de) * | 1997-09-23 | 1998-03-12 | Jobi, Helmut, 71272 Renningen | Gekrümmte Wickelwelle in einem Kuppelformrollo |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1609646A3 (de) * | 2004-06-23 | 2007-07-25 | BOS GmbH & Co. KG | Rollo mit konischer Wickelwelle |
| WO2006032243A1 (de) * | 2004-09-21 | 2006-03-30 | Webasto Ag | Abdeckvorrichtung für eine fahrzeugverglasung |
| WO2007059756A1 (de) * | 2005-11-25 | 2007-05-31 | Webasto Ag | Rolloanordnung für ein kraftfahrzeug |
| DE102005056331C5 (de) * | 2005-11-25 | 2009-08-27 | Webasto Ag | Rolloanordnung für ein Kraftfahrzeug |
| JP2015214191A (ja) * | 2014-05-08 | 2015-12-03 | トヨタ車体株式会社 | 車両用サンシェード装置及び車両用フレームガーニッシュ |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19925226C2 (de) | 2002-10-10 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1449692B1 (de) | Sonnenschutzsystem für ein Kraftfahrzeug | |
| EP1010559B1 (de) | Sonnenrollo für ein Kraftfahrzeugdach | |
| EP1204539B1 (de) | Antriebsvorrichtung für ein sonnenrollo eines kraftfahrzeugdaches | |
| DE102011113207B4 (de) | Fahrzeugrolloanordnung und Fahrzeugdach | |
| DE3431936A1 (de) | Wischeranlage fuer kraftfahrzeuge | |
| EP1112876A2 (de) | Sonnenschutzvorrichtung für einen lichtdurchlässigen Fahrzeugdachbereich | |
| EP1803600A2 (de) | Rollo mit vereinfachter Montage der Wickelwelle | |
| DE102005028193A1 (de) | Freiluftsystem für Kraftfahrzeuge | |
| DE102021200289A1 (de) | Verschiebbare heckklappe | |
| DE60112181T2 (de) | Windegerät für einen Sonnenschutz | |
| DE19930049C2 (de) | Eine oberhalb des Windschutzscheibenrahmens von Personenkraftwagen angeordnete Abschirmvorrichtung | |
| DE19856868C2 (de) | Dachanordnung | |
| DE19925226A1 (de) | Verdunklungsvorrichtung | |
| EP3853052A1 (de) | Rolloanordnung mit wellrohrwickelwelle | |
| DE10201803B4 (de) | Höhenverstellbare Gepäckraumabdeckung | |
| DE102007035072B4 (de) | Rollo für ein Kraftfahrzeugseitenfenster mit Fensterteilungssteg | |
| DE19922586A1 (de) | Mechanismus für ein elektromechanisch zu betätigendes Fensterrollo, besonders für Kraftfahrzeuge | |
| DE10063056C2 (de) | Sonnenschutzanordnung für ein Fahrzeugdach | |
| DE10242440A1 (de) | Dachkonstruktion für Fahrzeuge | |
| DE10319294B4 (de) | Sonnenschutzsystem für ein vorderes Seitenfenster in einem Kraftfahrzeug | |
| EP1384610B1 (de) | Dachkonstruktion für Fahrzeuge | |
| EP2349761B1 (de) | Cabriolet-verdeck und zugehöriges fahrzeug | |
| DE2822451A1 (de) | Anordnung zum ueberdecken einer schnitzelkiste | |
| DE10339806C5 (de) | Dachkonstruktion für Fahrzeuge | |
| DE102022105588A1 (de) | Fahrzeug mit einer bewegbaren klappe |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8365 | Fully valid after opposition proceedings | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |