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DE19925226A1 - Verdunklungsvorrichtung - Google Patents

Verdunklungsvorrichtung

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DE19925226A1
DE19925226A1 DE1999125226 DE19925226A DE19925226A1 DE 19925226 A1 DE19925226 A1 DE 19925226A1 DE 1999125226 DE1999125226 DE 1999125226 DE 19925226 A DE19925226 A DE 19925226A DE 19925226 A1 DE19925226 A1 DE 19925226A1
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    • E06B9/42Parts or details of roller blinds, e.g. suspension devices, blind boxes
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Abstract

Verdunklungsvorrichtung, insbesondere für ein Fahrzeug, mit einem flächigen, flexiblen Verdunklungsmaterial (1), welches von einem Materialspeicher (10) aufgenommen ist und von diesem ausgegeben werden kann, bei welcher zumindest eine Materialumlenkeinrichtung (20) bei einer von jener des Materialspeichers (10) unterschiedlichen Lage im Raum angeordnet ist, um das Material in eine im wesentlichen von der Lage des Materialspeichers (10) unabhängige Richtung umzulenken.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verdunklungsvorrichtung, insbesondere für ein Fahr­ zeug. Solche Verdunklungsvorrichtungen, z. B. in der Form eines Sonnenschutzrollos, werden häufig in Fahrzeugen eingebaut, um eine übermäßige Erwärmung des Fahrgastinnenraumes zu verhindern. Ein weiteres Anwendungsgebiet für Verdunklungsvorrichtungen ist die Beschat­ tung im Haus- und Wintergartenbau.
Eine klassische Verdunklungsvorrichtung umfaßt ein flächiges, flexibles Verdunklungsmate­ rial, z. B. eine. Folie oder einen Stoff, welches von einem Materialspeicher aufgenommen ist und von diesem ausgegeben werden kann. Üblicherweise wird der Materialspeicher in der Form einer Wickelwelle ausgebildet sein, die allgemein mit einem Federmotor zwecks Selbst­ aufrollung versehen ist.
Üblicherweise wird solch eine Verdunklungsvorrichtung in solch einer Weise an einem abzu­ deckenden flächigen Element angeordnet, daß eine Befestigung im Randbereich erfolgt, wo­ bei das Material im wesentlichen planparallel zu der abzudeckenden Fläche unmittelbar von dem Materialspeicher ausgegeben wird.
Um auch Flächen abdecken zu können, die von einer Rechteckform abweichen, kann das Material auf Form beschnitten werden. In diesem Fall müssen für unterschiedliche Fahrzeug­ seiten unterschiedliche Verdunklungsvorrichtungen mit unterschiedlichen Materialspeichern bereitgestellt werden.
Um unterschiedlichen geometrischen Formen der abzudeckenden Fläche Rechnung zu tragen, wurden bis dato unterschiedlichste Versuche unternommen, die Wickelwelle anzupassen. So werden vereinzelt schwenkbar gelagerte Wickelwellen verwendet, um eine winkelmäßige Anpassung der Auszugsrichtung bereitzustellen. Aus der DE 32 44 880 ist eine kegelähnliche Wickelwelle bekannt geworden, mittels welcher ein bogenförmiger Auszug des Rollbehanges ermöglicht wird. Schließlich ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster 94 00 757 eine axial­ wärts versetzbare Wickelwelle bekannt, die sich beim Auf- und Abwickeln positionsmäßig verändern kann. Die im Stand der Technik vorgeschlagenen Adaptationen an eine von der Rechteckform abweichende Konfiguration der abzudeckenden Fläche führen somit zu kom­ plexen und kostspieligen Vorrichtungen, die zudem einen relativ vergrößerten Einbauraum erfordern. Insbesondere im Randbereich der abzudeckenden Fläche ist jedoch meist der ver­ fügbare Bauraum minimal, wie z. B. wenn eine Verdunklungsvorrichtung in einer Kraftfahr­ zeugstür zu integrieren ist.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine allgemein bekannte Verdunklungsvor­ richtung, insbesondere für ein Fahrzeug, mit einem flächigen, flexiblen Verdunklungsmateri­ al, welches von einem Materialspeicher aufgenommen ist und von diesem ausgegeben werden kann, in solch einer Weise weiterzubilden, daß sie einfach und kostengünstig an beliebige abzudeckende Flächen angepaßt werden kann, ohne daß ein übermäßiger Raumbedarf besteht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgebe dadurch gelöst, daß zumindest eine Materialumlenkein­ richtung bei einer von jener des Materialspeichers unterschiedlichen Lage im Raum angeord­ net ist, um das Material in eine im wesentlichen von der Lage des Materialspeichers unabhän­ gige Richtung umzulenken. Anders ausgedrückt wird erfindungsgemäß eine gewisse Ent­ kopplung bzw. räumliche Trennung zwischen Materialspeicher und Ausgabeort erzielt. Somit kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch bei äußerst begrenztem Einbauraum am Rand der abzudeckenden Fläche implementiert werden, indem beispielhaft der Materialspeicher beabstandet von solch einem Rand untergebracht wird.
Durch die Umlenkeinrichtung können verschiedenste geometrische Formen abgedeckt wer­ den, wie z. B. parallelogrammartige. Als weiterer Vorteil der Entkopplung oder Trennung zwischen Materialspeicher und Ausgabeort ergibt sich, daß ein universal verwendbarer Mate­ rialspeicher vorgesehen werden kann, da die Ausgabekonfiguration des Materialspeichers selbst nur noch von nebengeordneter Bedeutung ist.
Obwohl der Materialspeicher und die Umlenkeinrichtung in einer Ebene liegen könnten, ist es bevorzugt, daß der Materialspeicher und die Umlenkeinrichtung im wesentlichen in unter­ schiedlichen Ebenen liegen. Anders ausgedrückt wird das Material zwischen Materialspeicher und Umlenkeinrichtung einer gewissen Torsion oder Verdrillung unterliegen. Demzufolge könnte der Materialspeicher in einer Ebene angeordnet werden, in der ausreichend Bauraum zur Verfügung steht, während die Umlenkeinrichtung unmittelbar am Rand der abzudecken­ den Fläche positioniert wird, um eine üblicherweise gewünschte Planparallelität zwischen Material und abzudeckender Fläche erzielen zu können.
Vorteilhafterweise verlaufen der Materialspeicher und die Umlenkeinrichtung mit Bezug zu­ einander zumindest teilweise im wesentlichen schräg oder geschränkt. Bei einer relativen Schräganordnung würde sich z. B. die Achse einer als Materialspeicher dienenden Wickel­ welle auch in Verlängerung nicht mit der Achse der Umlenkeinrichtung schneiden. Bei einer geschränkten Äraordnung können der Materialspeicher und die Umlenkeinrichtung in zwei beabstandet vorliegenden, im wesentlichen parallelen Ebenen angeordnet sein.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Umlenkeinrichtung eine Fläche, die unter Gleit- und/oder Rollreibung mit dem Material in Eingriff steht. Eine mit dem Material in Be­ rührung tretende Fläche sollte daher keinen übermäßigen Widerstand für das Herausziehen und Einfahren des Materiales erzeugen, und sollte zudem auch eine Beschädigung des Mate­ riales verhindern.
Vorteilhafterweise ist die Fläche Teil eines zylindrischen Körpers, welcher insbesondere drehbar ausgebildet ist. Bei dieser Ausgestaltung kann somit die Umlenkeinrichtung in der Form eines ebenen oder gebogenen Zylinders ausgebildet sein, um den das Material herumge­ führt wird.
Die von der Umlenkeinrichtung umfaßte Fläche kann auch ein Teil eines Rotationskörpers sein, welcher insbesondere vorteilhaft ebenfalls drehbar gelagert ist. Allgemein stellt ein Ro­ tationskörper eine geeignete Eingriffsfläche bezüglich dem umzulenkenden Material dar, wo­ bei durch die Konfiguration des Rotationskörpers in dem Material selbst unterschiedliche Spannungszustände erzeugt werden können. Dies ist insbesondere bei großen abzudeckenden Flächen von Vorteil, da bei den bekannten Vorrichtung meist die Spannung im Randbereich nicht ausreicht, um eine ebene, flächige Form des Verdunklungsmateriales aufrechtzuerhalten.
Um der Kinematik des Verdunklungsmateriales besser Rechnung tragen zu können, ist es be­ vorzugt, daß die Fläche Teil eines beweglich gelagerten Körpers ist, welcher insbesondere verschiebbar und/oder schwenkbar vorliegen kann. Bei einer verschiebbar gelagerten Umlenk­ einrichtung können somit quer zur Ausfahrvorrichtung auftretende Kräft kompensiert wer­ den. Eine schwenkbare Lagerung der Umlenkeinrichtung ermöglicht es z. B., das Verdunk­ lungsmaterial zuerst auszufahren und anschließend mit der abzudeckenden Fläche in Register zu bringen.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Fläche Teil eines vorgespannten und/oder elastisch verformbaren Körpers. Wenn ein elastisch verformba­ rer Körper als Bestandteil der Umlenkeinrichtung vorgesehen ist oder die Umlenkeinrichtung selbst bildet oder wenn dieser Körper vorgespannt ist, kann bei einer Überbeanspruchung der Materialspeicher selbst geschützt werden. Wenn beispielhaft das Verdunklungsmaterial bis zum Anschlag aus dem Materialspeicher herausgezogen wird, so kann der vorgespannte und/oder elastisch verformbare Körper auftretende Kräfte zumindest teilweise kompensieren. Ferner kann durch die vorgespannte und/oder elastisch verformbare Ausgestaltung ein Nach­ geben des Verdunklungsmateriales, bedingt durch Alterung oder thermischen Einfluß, in ein­ facher Weise kompensiert werden.
Ferner ist es bevorzugt, daß die Fläche ein Profil definiert. Durch das Bereitstellen eines Pro­ files können z. B. auch gewölbte Flächen abgedeckt werden, indem das Verdunklungsmaterial z. B. in die Form eines Zylindermantelabschnittes gebracht wird.
Schließlich ist es bevorzugt, daß die Fläche profiliert ist, um für das umgelenkte Material eine erhöhte Führung bereitzustellen. Beim Vorsehen einer profilierten Fläche ist es zudem mög­ lich, das Risiko einer Faltenbildung zu reduzieren, indem z. B. beim Einfahren des Verdunk­ lungsmateriales dieses durch den Eingriff mit der Umlenkeinrichtung in der Ebene des Mate­ riales nach außen beaufschlagt wird.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden detaillierten Beschreibung einiger derzeit bevorzugter rein illustrativer Ausführungsformen, welche unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erfolgt, in welchen gilt:
Fig. 1 zeigt in schematischer Seitenansicht eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungs­ gemäßen Verdunklungsvorrichtung,
Fig. 2A, B und C zeigen jeweils eine Teilschnittansicht durch die in Fig. 1 gezeigte Aus­ führungsform an unterschiedlichen Positionen,
Fig. 3 A, B und C zeigen den Fig. 2A, B und C entsprechende Darstellungen einer weite­ ren Ausführungsform,
Fig. 4A bis D zeigen unterschiedliche Ausgestaltungen, die für die Umlenkeinrichtung zum Einsatz kommen können.
In Fig. 1 ist ein Fensterabschnitt einer Fahrzeugtür 4 dargestellt, welcher mittels der erfin­ dungsgemäßen Vorrichtung abgedeckt werden soll. Bei der hier dargestellten Ausführungs­ form ist das hintere Ende der abzudeckenden Fläche schräg gestellt, wobei am vorderen Ende der abzudeckenden Fläche ein ebenfalls schräg verlaufender Bauraum 5, z. B. in der Form eines Holmes, vorliegt. Wie deutlich zu erkennen bildet die abzudeckende Fläche somit bei der gezeigten Ausführungsform ein Parallelogramm. Zur Abdeckung der Fläche umfaßt die Vorrichtung ein flächiges, flexibles Material 1, welches von einem Materialspeicher 10 auf­ genommen ist und von diesem ausgegeben werden kann. In der dargestellten Ausführungs­ form ist der Materialspeicher 10 aus einer federmotorisch angetriebenen oder beaufschlagten Wickelwalze 16 gebildet, die über eine Achse 14 mit dem Bauraum 5 verbunden ist.
Ausgehend von dem Materialspeicher 10 wird das Material 1 über eine Umlenkeinrichtung 20 hin zu der abzudeckenden Fläche geführt. In der dargestellten Ausführungsform ist die Um­ lenkeinrichtung 20 in der Form eines feststehenden zylindrischen Stabes ausgebildet, der ebenfalls in dem zur Verfügung stehenden Bauraum 5 montiert ist. Wie deutlich zu erkennen bilden in der Projektionsansicht von Fig. 1 die Welle des Materialspeichers 10 und die Um­ lenkeinrichtung 20 mit Bezug zueinander einen Winkel, wobei in der gezeigten Ausführungs­ form der gebildete Winkel dem halben Schrägstellungwinkel des Materialspeichers 10 ent­ spricht. Somit ergibt sich deutlich, daß zum Ausgleichen des Schrägstellungswinkels des Materialspeichers 10 lediglich sehr wenig Bauraum erforderlich ist. Sollte der zur Verfügung stehende Bauraum noch eingeschränkter sein, wäre es ebenfalls denkbar, eine mehrfache Umlenkung mittels mehrerer Umlenkeinrichtungen vorzusehen, so daß bei infinitesimal klei­ nen Winkelschritten eine Reduzierung des von dem Materialspeicher eingenommenen Bau­ raumes erzielt werden kann.
Wie es sich aus der Ansicht von Fig. 1 ergibt, ist es somit in besonders einfacher und raum­ sparender Weise möglich, ein parallelogrammförmiges Fenster mit dem Verdunklungsmateri­ al abzudecken, ohne daß im aufgewickelten Zustand wesentliche Materialabschnitte überlap­ pen würden.
Wie es sich aus den Schnittansichten der Fig. 2A, B und C ergibt, verlaufen bei der darge­ stellten Ausführungsform der Materialspeicher 10 und die Umlenkeinrichtung 20 in zwei im wesentlichen parallelen Ebenen. Um die in Fig. I gezeigte Winkeländerung zwischen Materi­ alspeicher 10 und Ausfahrrichtung zu erzielen, verläuft jedoch die Umlenkeinrichtung 20 ge­ schränkt bezüglich dem Materialspeicher 10. Diese geschränkte Anordnung ergibt sich insbe­ sondere aus einem Vergleich der unterschiedlichen Schnittansichten. So ist z. B. in Fig. 2A, am oberen Ende der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung, die Achse 14 des Materialspeichers 10 im wesentlichen auf demselben Niveau wie die als Zylinderstab ausgebildete Umlenkein­ richtung 20.
In Fig. 2B ist eine Schnittansicht z. B. auf halber Höhe durch die in Fig. 1 gezeigte Vorrich­ tung dargestellt, wobei bedingt durch die geschränkte Anordnung die Umlenkeinrichtung 20 unterhalb des Materialspeichers 10 liegt.
In Fig. 2C ist schließlich eine entsprechende Darstellung des unteren Endes der in Fig. 1 dar­ gestellten Ausführungsform gezeigt, wobei die Umlenkeinrichtung eine relativ große Beab­ standung zu dem Materialspeicher 10 zeigt.
Wie in den Fig. 2A bis 2C dargestellt kann die erfindungsgemäße Vorrichtung insgesamt in einem Gehäuse untergebracht sein, wobei eine Austragöffnung das planparallele Ausgeben bezüglich der abzudeckenden Fläche ermöglicht. Der Fachmann sollte jedoch erkennen, daß obwohl bei der dargestellten Ausführungsform Materialspeicher und Umlenkeinrichtung als eine Einheit ausgebildet sind, auch eine räumliche Trennung möglich ist.
Der Fachmann wird ferner aus den Fig. 2A bis 2C erkennen, daß der Austragort des Ver­ dunklungsmateriales 1 von der Lage und dem Drehsinn des Materialspeichers 10 unabhängig ist. Demzufolge ist es möglich, einen Universal-Materialspeicher vorzusehen, der durch ent­ sprechende Adaptation der Umlenkeinrichtung an die jeweiligen Gegebenheiten angepaßt werden kann.
Obwohl in der dargestellten Ausführungsform der Materialspeicher 10 und die Umlenkein­ richtung 20 im wesentlichen in parallelen Ebenen angeordnet sind, sollte verstanden werden, daß neben der einfachen Verschränkung auch eine insgesamte Schrägstellung der einzelnen Achsen zu der gewünschten Umlenkung bzw. zu einer gewünschten Konfiguration des Ver­ dunklungsmateriales führen kann.
Ferner ist zu erwähnen, daß die in der hier dargestellten Ausführungsform als einfacher zylin­ drischer feststehender Stab ausgebildete Umlenkeinrichtung 20 verschiedensten Modifikatio­ nen unterliegen kann, wie es später unter Bezugnahme auf Fig. 4 beschrieben wird. Insbeson­ dere ist es möglich, die Umlenkeinrichtung 20 bei verschiedenen geometrischen Konfigura­ tionen vorzusehen, sie drehbar zu lagern und/oder mit einer profilierten Oberfläche zu verse­ hen.
In den Fig. 3A, B und C ist eine zweite bevorzugte Ausführungsform dargestellt, wobei in dem Bauraum zwei Materialspeicher untergebracht sind. Der eine Materialspeicher gibt das Verdunklungsmaterial analog zu der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform über eine Umlenkeinrichtung 20 aus, während der andere Materialspeicher sein Material unmittelbar durch eine Austragöffnung ausgeben kann. Es sollte jedoch erwähnt werden, daß auch für das zweite Verdunklungsmaterial eine entsprechende Umlenkeinrichtung vorgesehen sein kann. Bei einer insbesonders vorteilhaften, jedoch nicht dargestellten Ausführungsform verlaufen die jeweiligen Umlenkeinrichtungen im wesentlichen parallel zueinander. Demzufolge kann die Vorrichtung beidseitig beispielhaft ein parallelogrammförmiges Fenster abdecken.
Wie es in den Fig. 4A bis 4D dargestellt ist, kann die Umlenkeinrichtung verschiedenste geo­ metrische Formen und Konfigurationen umfassen, was gegenüber dem Stand der Technik eine deutliche Verbesserung darstellt, weil solch eine Anpassung bezüglich dem Materialspeicher nicht möglich ist. So ist in Fig. 4A die Umlenkeinrichtung 20 mittels eines sich beidseitig verjüngenden Rotationskörpers bereitgestellt, der feststehend oder drehbar gelagert sein kann. Durch das Bereitstellen solch einer geometrischen Form ist es möglich, das Material 1 in einer gewölbten Konfiguration auszugeben, wenn z. B. gewölbte Fensterflächen abzudecken sind. Solch eine Konfiguration war mit den bisher bekannten Lösungen nicht realisierbar, da eine entsprechende Formgebung für die Wickelwalze zu unerwünschter Faltenbildung geführt hätte.
Alternativ könnte die Umlenkeinrichtung auch einen Rotationskörper umfassen, der sich zu seiner Mitte hin verjüngt, wie es in Fig. 4B dargestellt ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, die Ränder 2 des Materials 1 stärker zu beaufschlagen, so daß auch bei großen Verdunklungs­ flächen das Verdunklungsmaterial eine planare Ausgestaltung annehmen kann.
Eine entsprechende Funktionalität ließe sich auch durch einen gebogenen Zylinderstab erzie­ len, wie er in Fig. 4C dargestellt ist.
Schließlich ist in Fig. 4D eine profilierte Fläche als Teil der Umlenkeinrichtung 20 dargestellt. Solch eine Profilierung der Fläche, die mit dem Material 1 in Eingriff steht, ermöglicht es, das Material z. B. beim Aufwickeln zu glätten, so daß das Risiko einer Faltenbildung weiter redu­ ziert werden kann.
Obwohl die vorliegende Erfindung im vorangegangenen vollständig unter Bezugnahme auf einige derzeit bevorzugte Ausführungsformen beschrieben wurde, sollte der Fachmann erken­ nen, daß verschiedene Veränderung und Modifikationen im Rahmen der Ansprüche möglich sind. Insbesondere sollte der Fachmann erkennen, daß einzelne Merkmale einer Ausführungs­ form beliebig mit anderen Merkmalen einer anderen Ausführungsform kombinierbar sind. Schießlich sollen auch solche Vorrichtung umfaßt sein, die eine vorgespannte oder elastisch verformbare Umlenkeinrichtung umfassen. Beispielhaft könnte der in Fig. 4C dargestellte gewölbte Zylinderstab elastisch ausgebildet sein. Auch die Verwendung von an und für sich bekannten Varianten für den Materialspeicher, wie z. B. eine Schränkwelle, eine Wanderwelle oder auch eine konusartige Welle, könnten zum Einsatz kommen, um eine entsprechende Ad­ aptation an abzudeckende Flächen zu erlauben.
Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß durch die erfindungsgemäße Lösung eine kosten­ günstige Verdunklungsvorrichtung angegeben ist, die unter Einsatz von konstruktiv einfachen Mitteln die Abdeckung von nahezu beliebigen geometrischen Formen ermöglicht, wobei die Anforderungen bezüglich Einbauraum einfach gehandhabt werden können. Schließlich ist zu erwähnen, daß mit der erfindungsgemäßen Lösung auch eine räumliche Trennung zwischen Materialspeicher und Umlenkeinrichtung möglich ist, so daß z. B. bei einem Heckrollo der Materialspeicher im Bereich des Fahrzeugdaches verstaut werden kann, wo die Einschrän­ kungen bezüglich des verfügbaren Bauraumes nicht so dominant sind.

Claims (10)

1. Verdunklungsvorrichtung, insbesondere für ein Fahrzeug, mit einem flächigen, flexiblen Verdunklungsmaterial (1), welches von einem Materialspeicher (10) aufgenommen ist und von diesem ausgegeben werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Mate­ rialumlenkeinrichtung (20) bei einer von jener des Materialspeichers (10) unterschiedli­ chen Lage im Raum angeordnet ist, um das Material in eine im wesentlichen von der Lage des Materialspeichers (10) unabhängige Richtung umzulenken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialspeicher (10) und die Umlenkeinrichtung (20) im wesentlichen in unterschiedlichen Ebenen liegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Materialspeicher (10) und die Umlenkeinrichtung mit Bezug zueinander zumindest teilweise im wesentli­ chen schräg oder geschränkt verlaufen.
4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkeinrichtung (20) eine Fläche (26) umfaßt, die unter Gleit- und/oder Rollrei­ bung mit dem Material (1) in Eingriff steht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche (26) Teil eines zylindrischen Körpers (27) ist, welcher insbesondere drehbar ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche (26) Teil eines Rotationskörpers ist, der insbesondere drehbar ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche (26) Teil eines beweglich gelagerten Körpers ist, insbesondere verschiebbar und/oder schwenkbar gelagert.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche (26) Teil eines vorgespannten und/oder elastisch verformbaren Körpers (27) ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche (26) ein Profil definiert.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche (26) profiliert ist.
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