DE19925730C1 - Pressbohrstrang für eine Pressbohranlage - Google Patents
Pressbohrstrang für eine PressbohranlageInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Pressbohrstrang (7) für eine Pressbohranlage (5), der zwischen dem Antriebsteil (6) der Pressbohranlage (5) und einem Pressbohrkopf (8) mit stirnseitiger Steuerschräge (117) mindestens eine lösbar eingegliederte hohle Bohrstange (9) aufweist. Im Pressbohrkopf (8) ist ein von einer Ziellichtquelle (10) gespeistes, mit einer Kamera (12) am Antriebsteil (6) durch die Bohrstange (9) optisch kommunizierendes Ziellicht (11) vorgesehen. Die optische Verbindung zwischen dem Ziellicht (11) und der Kamera (12) verläuft innerhalb einer fluiddicht gekapselten Steckrohranordnung (14) aus einem Hülsrohr in einer Drehdurchführung (16), aus einem Innenrohr in jeder Bohrstange (9) und aus einer Aufnahmehülse im Pressbohrkopf (8). Umfangsseitig der Steckrohranordnung (14) ist ein Fluidkanal (15) ausgebildet, über den die mit dem Antriebsteil (6) kuppelbare Drehdurchführung (16) mit Austrittsdüsen im Bereich der Steuerschräge (117) fluidleitend verbunden ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Pressbohrstrang für eine
Pressbohranlage gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Zum Auffahren von unterirdischen Hohlräumen kleiner bis
mittlerer Durchmesser (Bohrungen) ist es bekannt, mit
Hilfe einer Pressbohranlage eine derartige Bohrung von
einem Startschacht aus bis zu einem Zielschacht durch
zuführen. Das dabei angewendete Verfahren ist umwelt
freundlich und reduziert die Beeinträchtigungen in der
Natur und des Verkehrs auf ein Minimum im Vergleich zu
einem offenen Bauverfahren durch Erstellen eines Grabens.
Insbesondere ab einer bestimmten Tiefenlage erweist sich
das Pressbohrverfahren als besonders wirtschaftlich.
In der Regel wird eine solche Bohrung hergestellt, um in
diese Versorgungs- und/oder Abflussleitungen, ggf. in
Verbindung mit schützenden Verrohrungen einzubringen.
Um eine Bohrung vom Startschacht bis zum Zielschacht
axial geradlinig auffahren zu können, wird eine optische
Navigation angewendet. Dazu ist der Pressbohrstrang vom
Pressbohrkopf aus bis zum Antriebsteil der Pressbohran
lage im Startschacht hohl ausgebildet. Im Pressbohrkopf
befindet sich ein von einer Ziellichtquelle gespeistes
Ziellicht, das durch den Pressbohrstrang mit einer Kamera
optisch kommuniziert, die dem Antriebsteil zugeordnet
ist. Dazu wird z. B. in den Pressbohrkopf eine Diodenziel
scheibe mit Batteriebetrieb eingebaut. Ein vorgegebener
Diodenpunkt auf der Diodenzielscheibe zeigt die jeweilige
Stellung einer dem Pressbohrkopf zugeordneten stirnseiti
gen Steuerschräge an. Ist die Bohrung aus der gewünschten
axialen Richtung verlaufen, wird der Pressvorgang still
gesetzt und danach der Pressbohrstrang in eine solche
Stellung gedreht, dass durch anschließendes aus
schließlich axiales Vorpressen der Pressbohrstrang wieder
über die Steuerschräge in die gewünschte Position verla
gert werden kann. Im Anschluss daran kann das normale
Bohrverfahren fortgesetzt werden. (Ein solches Verfahren
zählt beispielsweise durch die Prospekte "Hausanschluss-
Maschinen" der Herrenknecht GmbH, Schwanau-Allmannsweier,
und "Rohrvortrieb zielgenau. . ." der Ingenieur-Tiefbauge
sellschaft Dr.-Ing. G. Soltau GmbH, Lüneburg, zum Stand
der Technik).
Obwohl sich das bekannte Pressbohrverfahren im Prinzip
bewährt hat, kommt es in einer Anzahl von Einsätzen durch
die jeweils anstehenden Bodenformationen zu einem zwangs
weisen Abbruch des Bohrvorgangs. Grund hierfür kann ein
zu fester, nicht verdrängbarer Boden oder im Boden einge
schlossenes Gestein oder ein anderes Hindernis sein.
Darüberhinaus kann ein Abbruch des Bohrvorgangs durch
eine zu geringe Presskraft oder durch ein zu geringes
Drehmoment des Antriebs der Pressbohranlage verursacht
werden. In jedem Fall ist es dann notwendig, den Bohrvor
gang vom Startschacht aus in einer anderen Position zu
wiederholen oder ihn durch eine offene Grabenbauweise zu
ersetzen. Hiermit ist aber ein höherer Kostenaufwand so
wie eine erhebliche terminliche Verzögerung verbunden.
Darüberhinaus zählt es zum Stand der Technik, unterirdi
sche Bohrungen unter Einsatz eines spülbaren Pressbohr
verfahrens durchzuführen. Auf diese Weise ist es zwar
möglich, härtere oder zumindest nicht verdrängbare Boden
formationen zu durchbohren, indessen ist hierbei der Ein
satz einer optischen Navigation durch den Pressbohrstrang
nicht möglich.
Letztlich ist es durch die DE 197 15 095 C1 bekannt,
einen schwenkbaren vorderen Teil eines lasergeführten
zweiteiligen Tunnelbohrkopfs hinsichtlich seiner Lage an
zuzeigen. Hierzu besitzt die entsprechende Vorrichtung im
Strahlengang zwischen einer Mattscheibe und einer Kamera
eine entlang der Mattscheibenfläche bewegbare Scheibe.
Mit Hilfe eines Hebelwerks kann die Scheibe aus ihrer
Ausgangsposition entsprechend der Lage des vorderen Teils
bezüglich des hinteren Teils des Hebelwerks entlang der
Mattscheibenfläche ausgelenkt werden. Die Kamera erfasst
dann den Auftreffpunkt des Laserstrahls auf der Matt
scheibe und den Schattenpunkt der Scheibe.
Der Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die
Aufgabe zugrunde, einen Pressbohrstrang für eine
Pressbohranlage zu schaffen, der sowohl die Vorzüge des
spülbaren Pressbohrverfahrens als auch diejenigen des
Pressbohrverfahrens mit optischer Innennavigation in sich
vereinigt.
Die Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung in den
Merkmalen im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
erblickt.
Zu diesem Zweck sieht die Erfindung vor, dass die opti
sche Verbindung zwischen dem Ziellicht und der Kamera in
nerhalb einer fluiddicht gekapselten Steckrohranordnung
im Pressbohrstrang über die integrierten Visiereinrich
tungen verläuft. Umfangsseitig der Steckrohranordnung be
findet sich ein Fluidkanal, der vom Antriebsteil ausge
hend bis zum Pressbohrkopf verläuft und dort in den Aus
trittsdüsen endet, die im Bereich der Steuerschräge vor
gesehen sind. Über diesen Fluidkanal kann parallel zur
Innenrohr-Navigation eine Hochdruckspülung am Pressbohr
kopf mit Wasser, Bentonitsuspensionen oder anderen Emul
sionen durchgeführt werden. Dazu wird das jeweilige Ar
beitsfluid mittels einer Hochdruckpumpe über eine Dreh
durchführung im Bereich des Antriebsteils über den Fluid
kanal bis zu den Austrittsdüsen gepresst. Das dort mit
hohem Druck austretende Arbeitsfluid ändert die Kon
sistenz des Bodens und macht auch einen nicht verdrängba
ren Boden verdrängbar. Beim Durchbohren von Gestein oder
anderen Hindernissen wird durch das Arbeitsfluid der
Pressbohrkopf in dem erforderlichen Umfang gekühlt und
seine Standzeit deutlich verlängert. Außerdem wird durch
das Arbeitsfluid der Reibwiderstand zwischen dem
Pressbohrstrang und der Bohrlochwandung verringert und
dadurch die Bohrleistung heraufgesetzt.
Die Steckrohranordnung innerhalb des Pressbohrstrangs ist
so gestaltet, dass sie schussartig den Bestandteilen des
Pressbohrstrangs, wie Pressbohrkopf, Bohrstangen und
Antriebsteil entsprechend zugeordnet ist und folglich
auch mit diesen Bestandteilen gemeinsam montiert und de
montiert werden kann.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Steckrohr
anordnung im Pressbohrstrang ist in den Merkmalen des An
spruchs 2 gekennzeichnet. Dazu ist in der mit dem An
triebsteil kuppelbaren Drehdurchführung ein Hülsrohr
fluid- und druckdicht festgelegt. Mit dem Hülsrohr ist
ein Innenrohr fluid- und druckdicht zusammensteckbar, das
in der mit der Drehdurchführung über eine Schraubverbin
dung kuppelbaren Bohrstange axial fixiert ist. Beim Ver
binden der Bohrstange mit der Drehdurchführung wird
mithin gleichzeitig die fluid- und druckdichte Kupplung
des Innenrohrs mit dem Hülsrohr bewirkt. Das andere Ende
des Innenrohrs ist fluid- und druckdicht mit einer Auf
nahmehülse zusammensteckbar, die in dem Pressbohrkopf
lageorientiert wird.
Ist es bei zunehmender Länge der Bohrung erforderlich,
weitere Bohrstangen in den Pressbohrstrang einzugliedern,
so können diese aufgrund ihrer endseitigen Gestaltung
nacheinander einerseits mit der Drehdurchführung und dem
darin befindlichen Hülsrohr sowie der voraufgehend ange
setzten Bohrstange mit Innenrohr gekuppelt werden.
Nach Anspruch 3 besitzt die Drehdurchführung an einem
Ende einen Flansch, über den die Drehdurchführung dreh
momentübertragend mit dem Antriebsteil lösbar verbunden
werden kann. Am anderen Ende ist die Drehdurchführung mit
einem Hohlzapfen versehen, in den ein Innengewinde einge
bracht ist. In das Innengewinde ist dann das Außengewinde
an einem Stutzen der Bohrstange eindrehbar. Außerdem ist
endseitig des Stutzens der Bohrstange noch ein umfangs
seitiger Dichtring vorgesehen, der innenseitig des Hohl
zapfens zur Anlage gelangt und damit den Fluidkanal nach
außen hin abdichtet.
Zur Sicherstellung der fluid- und druckdichten Steckver
bindung von Innenrohr und Hülsrohr ist gemäß den Merkma
len des Anspruchs 4 am Hülsrohr im Bereich des Hohlzap
fens eine Aufnahmekammer mit wandseitigen Dichtringen für
einen zylindrischen Steckzapfen des Innenrohrs der Bohr
stange vorgesehen. Die beiden Dichtringe liegen im axia
len Abstand zueinander und kommen bei zusammengestecktem
Innenrohr und Hülsrohr am Außenumfang des Steckzapfens
zur dichtenden Anlage.
Eine sichere Verbindung des Hülsrohrs mit der Drehdurch
führung wird mit den Merkmalen des Anspruchs 5 erzielt.
Dazu weist die Drehdurchführung neben dem Flansch min
destens einen Fixierbolzen auf, der in eine an den
Fixierbolzen angepasste radiale Ausnehmung im Hülsrohr
eingesetzt wird. Bevorzugt sind mehrere auf dem Umfang
verteilte Fixierbolzen vorgesehen. Eine axiale Lageorien
tierung erfolgt zusätzlich durch einen an der Stirnseite
des Hülsrohrs zur Anlage gelangenden Sicherungsring, der
in eine Innennut der Drehdurchführung eingegliedert ist.
Ein umfangsseitig des Hülsrohrs gekammerter Dichtring
kommt an der Innenwandung der Drehdurchführung zur Anlage
und dichtet den Spalt zwischen dem Hülsrohr und der Dreh
durchführung.
Im mittleren Längenbereich ist das Hülsrohr am Umfang nu
tenartig ausgenommen, so dass das Hülsrohr über zwei
axial zueinander versetzte Radialkragen in einem zylin
drischen Längskanal der Drehdurchführung einwandfrei ab
gestützt ist. Von diesen Radialkragen ist der der Aufnah
mekammer benachbarte Radialkragen mit axialen Durchbre
chungen versehen.
Die Einbringung eines Arbeitsfluids in den Fluidkanal
wird mit den Merkmalen des Anspruchs 6 erreicht. Hierzu
ist umfangsseitig der Drehdurchführung ein ringförmiges
Gehäuse abgedichtet gelagert. Das Gehäuse kann zwischen
einem Radialkragen an der Drehdurchführung und einem
Fixierring drehbar eingebettet sein. In dem Gehäuse ist
innenseitig ein Ringkanal vorgesehen, zu dessen beiden
Seiten im Abstand zueinander angeordnete Dichtringe in
entsprechende Nuten des Gehäuses eingesetzt sind. Die
Dichtringe gelangen am Außenumfang der Drehdurchführung
zur Anlage. In der Drehdurchführung sind radiale Bohrun
gen vorgesehen, welche den Ringkanal mit dem Fluidkanal
verbinden. Das Gehäuse ist dann in entsprechender Weise
mit einer Fluidzuführung am Antriebsteil gekuppelt. In
diese Fluidzuführung kann unmittelbar neben dem Gehäuse
ein z. B. von Hand betätigbares Absperrorgan eingegliedert
sein.
Jede in den Pressbohrstrang eingliederbare Bohrstange
weist nach Anspruch 7 an einem Ende einen Stutzen mit
Außengewinde sowie endseitigem Dichtring und am anderen
Ende einen Hohlzapfen mit Innengewinde auf. Im Bereich
des Stutzens liegt dann ein zylindrischer Steckzapfen des
Innenrohrs und im Bereich des Hohlzapfens eine Aufnahme
kammer mit wandseitigen Dichtringen für einen Steckzapfen
des Innenrohrs einer weiteren Bohrstange oder zur Kupp
lung mit der Aufnahmehülse im Pressbohrkopf.
Zur einfachen Herstellung eines Innenrohrs und auch einer
Bohrstange ist gemäß den Merkmalen des Anspruchs 8 vorge
sehen, dass das Innenrohr sowohl neben dem Steckzapfen
als auch der Aufnahmekammer über mit axialen Durchbre
chungen versehene umfangsseitige Ringkragen an der Innen
wand der Bohrstange abgestützt ist. Diese Maßnahme stellt
nicht nur den fluiddicht abgekapselten optischen Durch
gang in der Steckrohranordnung sicher, sondern führt auch
zu einem im Querschnitt ausreichend großen Fluidkanal um
fangsseitig des Innenrohrs.
Zur axialen Lageorientierung des Innenrohrs in der Bohr
stange ist gemäß Anspruch 9 vorgesehen, dass das Innen
rohr durch vom Außenumfang der Bohrstange her in radiale
Ausnehmungen des der Aufnahmekammer benachbarten Ringkra
gens eingeführte Fixierbolzen in der Bohrstange festge
legt ist. Diese Fixierbolzen haben jeweils einen Gewinde
abschnitt und einen zylindrischen Längenabschnitt. Die
Gewindeabschnitte sind in radiale Gewindebohrungen der
Bohrstange eindrehbar, während die zylindrischen Längen
abschnitte zentrierend und fixierend in die radialen Aus
nehmungen des Ringkragens fassen. Diese Festlegung ent
spricht derjenigen des Hülsrohrs in der Drehdurchführung.
Die Merkmale des Anspruchs 10 erlauben es, das Innenrohr
in einfachster Weise auszugestalten. Dazu bilden die Auf
nahmekammer und der benachbarte Ringkragen Bestandteile
einer das Innenrohr endseitig übergreifenden sowie um
fangsseitig des Innenrohrs verschweißten Hülse. Ein nach
innen vorstehender Ringkragen an der Hülse bestimmt hier
bei die axiale Relativlage von Hülse und Innenrohr und
erleichtert den Anschweißvorgang.
Im Hinblick auf den Sachverhalt, dass bei jeder neu anzu
setzenden Bohrstange der Bohrvorgang und damit auch die
Zuführung des Arbeitsfluids zum Pressbohrkopf unterbro
chen werden müssen, sieht die Erfindung vor, die Menge
des sich im Pressbohrstrang befindenden Arbeitsfluids
dort möglichst komplett zu kammern. Hierzu sind nach An
spruch 11 in die axialen Durchbrechungen des dem Steck
zapfen des Innenrohrs benachbarten Ringkragens flexible
Rückflusssperren eingegliedert. Diese sind so angeordnet,
dass vom Antriebsteil aus das Arbeitsfluid ungehindert
zum Pressbohrkopf gelangen kann. Beim Ankoppeln einer
neuen Bohrstange geht folglich im Prinzip nur eine solche
geringe Menge an Arbeitsfluid verloren, die durch die
Länge des Fluidkanals in der Drehdurchführung sowie um
fangsseitig des Steckzapfens der vorher dort angesetzten
Bohrstange bestimmt ist. Die restliche Menge an Arbeits
fluid in dem Pressbohrstrang bleibt erhalten. Es kommt
nicht zu der bei sonstigen Spülbohrmethoden üblichen Ver
schmutzung im Bereich des Antriebsteils mit der dadurch
bedingten höheren Unfallgefahr. Auch ist die zu entsor
gende Menge an Arbeitsfluid deutlich geringer. Nach dem
Anschluss jeder weiteren Bohrstange braucht nur noch die
Menge an Arbeitsfluid nachgefördert zu werden, die durch
die Länge und den Querschnitt des Fluidkanals in einer
Bohrstange bestimmt ist. Dies bedeutet eine wesentliche
Reduzierung des Arbeitsfluidbedarfs und eine große
Zeitersparnis, die sich aus der kürzeren Pumpenlaufzeit
für das Arbeitsfluid ergibt.
Ein weiterer Vorteil der Rückflusssperren, die beispiels
weise aus Gummizungen gebildet sein können, ist der, dass
sie gleichzeitig dem Eintreten des Arbeitsfluids in das
Innere der Steckrohranordnung vorbeugen. Die optische Na
vigation in Längsrichtung der Steckrohranordnung wird
nicht beeinträchtigt.
Die Merkmale des Anspruchs 12 tragen ebenfalls mit dazu
bei, dass das Innenrohr einer Bohrstange durchweg glatt
zylindrisch ausgebildet werden kann. Die Hülse mit den
axialen Durchbrechungen und den Rückflusssperren in den
axialen Durchbrechungen kann für sich gefertigt und an
schließend nach dem Überschieben auf das Innenrohr stirn
seitig am Außenumfang des Innenrohrs verschweißt werden.
Gemäß Anspruch 13 ist die aus Montagegründen für die zu
integrierende Lichtbaugruppe zweigeteilte Aufnahmehülse
in einem Aufnahmerohr des Press- und Bohrwerkzeugs so
lagefixiert, dass Arbeitsfluid über den Abschnitt des
Fluidkanals umfangsseitig der Aufnahmehülse ungehindert
zu den Austrittsdüsen gelangen kann. Die Aufnahmehülse
besitzt am bohrstangenseitigen Ende Vorsprünge, über die
sie an der Innenwand der Hülsenkammer abgestützt ist. Ne
ben den Vorsprüngen sind ausreichend große axiale Durch
brechungen zum Durchtritt des Arbeitsfluids angeordnet.
Die Vorsprünge befinden sich neben einem zylindrischen
Steckzapfen der Aufnahmehülse, der beim Kuppeln des
Pressbohrkopfs mit der angrenzenden Bohrstange in eine
Aufnahmekammer des Innenrohrs dieser Bohrstange fluid-
und druckdicht eingreift. Der der Steuerschräge benach
barte Boden der Aufnahmehülse ist mit einem sternförmigen
Einsatz lösbar verbunden, der im Aufnahmerohr lagefixiert
ist.
Entsprechend Anspruch 14 sind Einsatz und Aufnahmehülse
miteinander verschraubt. Dazu befindet sich im Boden der
Aufnahmehülse eine Stufenbohrung mit einem zylindrischen
Längenabschnitt und einem Gewindeabschnitt. Der Einsatz
besitzt einen axialen Steckzapfen, der in den zylindri
schen Längenabschnitt fasst. Durch einen den Einsatz
axial durchsetzenden und in den Gewindeabschnitt drehba
ren Schraubbolzen werden dann Aufnahmehülse und Einsatz
miteinander verbunden.
Die axiale Lage der Aufnahmehülse im Aufnahmerohr wird
nach Anspruch 15 dadurch bestimmt, dass der Einsatz zwi
schen einem inneren Ringkragen des Aufnahmerohrs und
einem in eine Nut in der Innenwand des Aufnahmerohrs ein
setzbaren Sicherungsring festgelegt wird.
Eine Verdrehsicherung für die Aufnahmehülse besteht in
den Merkmalen des Anspruchs 16.
Die ordnungsgemäße Kopplung des Aufnahmerohrs mit der be
nachbarten Bohrstange einerseits und der Aufnahmehülse
mit dem Innenrohr andererseits ist dadurch sicherge
stellt, dass nach Anspruch 17 der Steckzapfen der Aufnah
mehülse im Bereich eines am Aufnahmerohr vorgesehenen
Stutzens mit Außengewinde und endseitigem umfangsseitigem
Dichtring liegt. Diese Gestaltung entspricht derjenigen
an einem Ende jeder Bohrstange.
Der Pressbohrkopf ist gemäß den Merkmalen des Anspruchs
18 zweigeteilt. Dazu übergreift das Aufnahmerohr einen
zylindrischen Zentrierzapfen eines Press- und Bohrwerk
zeugs, an dem auch die stirnseitige Steuerschräge ausge
bildet ist. Im Bereich des Zentrierzapfens ist das Auf
nahmerohr mit dem Press- und Bohrwerkzeug durch einen
Querbolzen gekuppelt. Eine weitere Kupplung ist am Über
gang vom Aufnahmerohr auf das Press- und Bohrwerkzeug in
Form einer Klauenverzahnung vorgesehen. Auf diese Weise
sind Aufnahmerohr sowie Press- und Bohrwerkzeug einwand
frei axial miteinander kuppelbar, wobei auch das jeweils
zu übertragende Drehmoment sicher beherrscht wird.
Zur Lageorientierung des den Zentrierzapfen tangierenden
Querbolzens weist dieser gemäß Anspruch 19 zwei endsei
tige Umfangsnuten auf, in die am Zentrierzapfen federnd
abgestützte Fixierkugeln greifen. Die Fixierkugeln sind
zweckmäßig in Hülsen an Druckfedern abgestützt, die in
Längskanäle des Zentrierzapfens eingesetzt sind.
Entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 20 ist das
Press- und Bohrwerkzeug längskanalisiert und der Längska
nal steht über Querkanäle mit den umfangsseitig des
Press- und Bohrwerkzeugs verteilt angeordneten Austritts
düsen in Verbindung. Die Anzahl und die Lage sowie Aus
trittsrichtung der Austrittsdüsen kann entsprechend den
jeweiligen Anforderungen frei gewählt werden. Dazu kann
das Press- und Bohrwerkzeug jeweils ausgetauscht werden.
Das Aufnahmerohr bleibt unverändert.
Um auch härtere Erd- bzw. Gesteinsschichten durchbohren
zu können, ist nach Anspruch 21 vorgesehen, dass stirn
seitig der Steuerschräge ein axialer Bohrmeißel angeord
net ist.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnun
gen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 im vertikalen schematischen Längsschnitt eine
Pressbohranlage beim Herstellen einer Bohrung
unterhalb einer Straßenoberfläche;
Fig. 2 im vertikalen Längsschnitt in vergrößerter
Darstellung eine Drehdurchführung für einen
Pressbohrstrang der Pressbohranlage der Fig.
1;
Fig. 3 im vertikalen vergrößerten Längsschnitt eine
Bohrstange des Pressbohrstrangs;
Fig. 4 einen vertikalen Querschnitt durch die Dar
stellung der Fig. 3 entlang der Linie IV-IV;
Fig. 5 einen vertikalen Querschnitt durch die Dar
stellung der Fig. 3 entlang der Linie V-V;
Fig. 6 zwei fluid- und druckdicht zusammengefügte
Bohrstangen im vertikalen Längsschnitt;
Fig. 7 im vertikalen Längsschnitt einen Pressbohr
kopf des Pressbohrstrangs der Fig. 1;
Fig. 8 einen vertikalen Querschnitt durch die Dar
stellung der Fig. 7 entlang der Linie VIII-
VIII;
Fig. 9 einen vertikalen Querschnitt durch die Dar
stellung der Fig. 7 entlang der Linie IX-IX
und
Fig. 10 einen vertikalen Querschnitt durch die Dar
stellung der Fig. 7 entlang der Linie X-X.
In der Fig. 1 ist mit 1 eine Straßenoberfläche bezeich
net. Im Abstand unterhalb der Straßenoberfläche 1 soll
eine Bohrung 2 aufgefahren werden, in die dann eine nicht
näher dargestellte Verrohrung eingebracht wird.
Zum Herstellen der Bohrung 2 werden neben der Straßen
oberfläche 1 ein Startschacht 3 und ein Zielschacht 4
ausgehoben. In den Startschacht 3 ist eine Pressbohran
lage 5 ortsfest installiert, die, wie aus der Fig. 1
schematisch erkennbar ist, im wesentlichen aus einem An
triebsteil 6, einem Pressbohrstrang 7 und einem
Pressbohrkopf 8 besteht.
Der Pressbohrstrang 7 weist zwischen dem Antriebsteil 6
(siehe auch Fig. 2) und dem Pressbohrkopf 8 (siehe auch
Fig. 7 bis 10) mindestens eine lösbar eingegliederte
hohle Bohrstange 9 (siehe auch Fig. 3 bis 6) auf. In
den Pressbohrkopf 8 ist in nicht näher dargestellter
Weise eine Lichtbaugruppe mit einer Ziellichtquelle 10,
einem davon gespeisten Ziellicht 11 und einer speziellen
Streulinse vorgesehen. Das Ziellicht 11 kommuniziert op
tisch durch den Pressbohrstrang 7 mit einer Kamera 12,
die dem Antriebsteil 6 zugeordnet ist. Dazu sind außerdem
im Pressbohrkopf 8 und am Antriebsteil 6 Visierein
richtungen 13 in Form von Fadenkreuzen vorgesehen.
Um einerseits ein zielgenaues Auffahren der Bohrung 2 zu
gewährleisten und um andererseits am Pressbohrkopf 8 ein
unter Hochdruck stehendes Arbeitsfluid bereitzustellen,
dessen Überführung vom Antriebsteil 6 zum Pressbohrkopf 8
die optische Verbindung zwischen dem Ziellicht 11 und der
Kamera 12 nicht beeinträchtigt, verläuft die optische
Verbindung zwischen dem Ziellicht 11 und der Kamera 12
gemäß Fig. 1 innerhalb einer fluiddicht gekapselten
Steckrohranordnung 14. Umfangsseitig der Steckrohranord
nung 14 ist ein Fluidkanal 15 ausgebildet. Dieser er
streckt sich von einer mit dem Antriebsteil 6 kuppelbaren
Drehdurchführung 16 (siehe auch Fig. 2) bis zum
Pressbohrkopf 8.
Wie die Fig. 2 näher zu erkennen gibt, besitzt die im
wesentlichen zylinderförmig ausgebildete Drehdurchführung
16 an einem Ende einen Flansch 17, über den und Schrauben
18 die Drehdurchführung 16 mit dem Antriebsteil 6 der
Pressbohranlage 5 drehmomentübertragend verbunden werden
kann.
Im axialen Abstand zum Flansch 17 weist die Drehdurchfüh
rung 16 einen Radialkragen 19 auf, der der axialen Fixie
rung eines ringförmigen Gehäuses 20 dient. Ein umfangs
seitig der Drehdurchführung 16 festlegbarer Sprengring 21
sowie eine Gleitscheibe 22 dienen ebenfalls der axialen
Fixierung des ortsfest installierbaren Gehäuses 20. An
das Gehäuse 20 ist ein mit einem Handhebel 23 versehenes
Absperrorgan 24 angeschlossen, welches mit einer Zufüh
rung 25 für das Arbeitsfluid verbunden ist. Im Innern
weist das Gehäuse 20 einen Ringkanal 26 auf, der über
eine Querbohrung 27 im Gehäuse 20 an das Absperrorgan 24
angeschlossen ist. In der Querebene des Ringkanals 26
sind mehrere Radialbohrungen 28 in der Drehdurchführung
16 vorgesehen, die den Ringkanal 26 mit dem Abschnitt 29
des Fluidkanals 15 im Inneren der Drehdurchführung 16
fluidleitend verbinden. Neben dem Ringkanal 26 sind in
Nuten Dichtringe 30 in das Gehäuse 20 eingebettet, die am
Außenumfang der Drehdurchführung 16 dichtend zur Anlage
gelangen.
An dem dem Flansch 17 gegenüberliegenden Ende ist die
Drehdurchführung 16 mit einem Hohlzapfen 31 versehen. Der
Hohlzapfen 31 weist ein Innengewinde 32 auf.
Die Drehdurchführung 16 besitzt einen inneren Kanal 33
zur radialen Lageorientierung eines Hülsrohrs 34. Das
Hülsrohr 34 liegt mit einer Stirnseite 35 an einem Siche
rungsring 36, der in eine innere Nut der Drehdurchführung
16 eingesetzt ist. Neben dem Sicherungsring 36 liegt das
Hülsrohr 34 vollflächig an der Wand des Kanals 33. In
diesem Bereich befindet sich auch ein umfangsseitig des
Hülsrohrs 34 festgelegter Dichtring 37, der ebenfalls an
der Wand des Kanals 33 druckdichtend zur Anlage gelangt.
Zur weiteren Lagefixierung des Hülsrohrs 34 in der Dreh
durchführung 16 dient mindestens ein radialer Fixierbol
zen 38, der mit einem Gewindekopf 39 in eine Gewindeboh
rung 40 der Drehdurchführung 16 eingeschraubt und mit
einem zylindrischen Zapfen 41 in eine entsprechende Radi
albohrung 42 des Hülsrohrs 34 eingesetzt ist.
Durch eine breite Umfangsnut 43 erhält das Hülsrohr 34
zwei Ringkragen 44 und 45, von denen der Ringkragen 45
mit axialen Durchbrechungen 46 versehen ist.
Das Hülsrohr 34 besitzt an dem der Stirnseite 35 abge
wandten Ende eine innere Aufnahmekammer 47 mit wandseiti
gen Dichtringen 48. Die Dichtringe 48 sind in zwei im
axialen Abstand zueinander angeordnete Nuten 49 der Auf
nahmekammer 47 eingebettet.
Die aus den Fig. 3 bis 6 näher erkennbare Bohrstange 9
für den Pressbohrstrang 7 der Pressbohranlage 5, die in
Abhängigkeit von der Länge der Bohrung 2 in einer be
stimmten Anzahl benötigt wird, besitzt an einem Ende
einen Stutzen 50 mit einem Augengewinde 51 sowie einen
Dichtring 52, der endseitig des Stutzens 50 in eine um
fangsseitige Nute 53 eingebettet ist. Der Stutzen 50 ist
an den Hohlzapfen 31 der Drehdurchführung 16 angepasst.
Am anderen Ende weist jede Bohrstange 9 einen Hohlzapfen
54 mit Innengewinde 55 auf, der dem Hohlzapfen 31 der
Drehdurchführung 16 entspricht.
Jede Bohrstange 9 wird von einem Innenrohr 56 als Be
standteil der Steckrohranordnung 14 axial durchzogen. Das
Innenrohr 56 ist im wesentlichen zylindrisch gestaltet.
Es weist im Bereich des Stutzens 50 der Bohrstange 9
einen zylindrischen Steckzapfen 57 und im Bereich des
Hohlzapfens 54 eine Aufnahmekammer 58 mit wandseitigen
Dichtringen 59 auf. Die Aufnahmekammer 58 ist entspre
chend der Aufnahmekammer 47 im Hülsrohr 34 der Drehdurch
führung 16 ausgebildet.
Wie die Fig. 3 bis 6 ferner erkennen lassen, ist das
Innenrohr 56 sowohl neben der Aufnahmekammer 58 als auch
neben dem Steckzapfen 57 über mit axialen Durchbrechungen
60, 61 versehene umfangsseitige Ringkragen 62, 63 an der
Innenwand der Bohrstange 9 abgestützt. Auf diese Weise
wird in der Bohrstange 9 ein durchgehender Abschnitt 64
des Fluidkanals 15 gebildet, der mit dem Abschnitt 29 des
Fluidkanals 15 in der Drehdurchführung 16 fluidleitend
verbindbar ist.
Die Aufnahmekammer 58 und der dieser benachbarte Ringkra
gen 62 bilden Bestandteile einer Hülse 65, die bis zu
einem inneren Kragen 66 über das Innenrohr 56 geschoben
und mit dem Außenumfang des Innenrohrs 56 bei 67 ver
schweißt ist. Der andere Ringkragen 63 bildet Bestandteil
einer Hülse 68, die über das Innenrohr 56 bis zu einem
vorbestimmten Punkt neben dem Steckzapfen 57 geschoben
und dann an beiden Stirnseiten bei 69 am Außenumfang des
Innenrohrs 56 verschweigt wird.
Wie bei gemeinsamer Betrachtung der Fig. 3 und 4 er
kennbar, ist das Innenrohr 56 durch vom Augenumfang der
Bohrstange 9 her in radiale Ausnehmungen 70 des der Auf
nahmekammer 58 benachbarten Ringkragens 62 eingeführte
Fixierbolzen 71 in der Bohrstange 9 festgelegt. Dazu wei
sen die Fixierbolzen 71 jeweils einen Gewindeabschnitt 72
auf, der in eine radiale Gewindebohrung 73 der Bohrstange
9 eingedreht wird. Ferner besitzen sie einen zylindri
schen Längenabschnitt 74, der in die radiale Ausnehmung
70 des Ringkragens 62 fasst.
In den axialen Durchbrechungen 61 des dem Steckzapfen 57
benachbarten Ringkragens 63 sind aus Gummilippen beste
hende schräg gestellte Rückflusssperren 75 angeordnet.
Diese Rückflusssperren 75 ermöglichen einen ungehinderten
Durchgang des Arbeitsfluids von der Drehdurchführung 16
zum Pressbohrkopf 8, verhindern jedoch ein Zurücklaufen
des Arbeitsfluids in Richtung zur Drehdurchführung 16.
Die genaue Ausbildung des Pressbohrkopfs 8 des Pressbohr
strangs 7 der Pressbohranlage 5 der Fig. 1 ist den
Fig. 7 bis 10 zu entnehmen.
Der Pressbohrkopf 8 besteht aus einem Aufnahmerohr 76 mit
innerer Hülsenkammer 77 als Abschnitt des Fluidkanals 15
sowie aus einem Press- und Bohrwerkzeug 78, das über
einen zylindrischen Zentrierzapfen 79, einen Querbolzen
80 sowie durch eine Klauenverzahnung 81 am Übergang vom
Aufnahmerohr 76 auf das Press- und Bohrwerkzeug 78 mit
dem Aufnahmerohr 76 verbunden ist. Der Querbolzen 80
durchfasst eine außermittige Bohrung 82 in dem Aufnahme
rohr 76 und tangiert den Zentrierzapfen 79 (Fig. 7 und
8). Seine Lage wird durch Fixierkugeln 83 gesichert, die
in am Querbolzen 80 vorgesehene Umfangsnuten 84 greifen.
Die Fixierkugeln 83 sind in Buchsen 85 über nicht näher
dargestellte Druckfedern abgestützt. Der Zentrierzapfen
79 besitzt einen umfangsseitigen Dichtring 86 und fasst
in eine Aufnahmebohrung 87 im Aufnahmerohr 76 dichtend
ein.
Das Aufnahmerohr 76 nimmt in der Hülsenkammer 77 eine
Aufnahmehülse 88 auf, die über drei umfangsseitig ver
teilt angeordnete Vorsprünge 89 an dem dem Press- und
Bohrwerkzeug 78 abgewandten Ende an der Innenwandung 90
des Aufnahmerohrs 76 zentrierend abgestützt ist.
Durch die Vorsprünge 89 werden axiale Durchbrechungen 91
gebildet. Die Aufnahmehülse 88 besitzt neben den Vor
sprüngen 89 einen zylindrischen Steckzapfen 92 im Bereich
eines Stutzens 93 des Aufnahmerohrs 76, welcher über ein
Außengewinde 94 der Verbindung mit dem Hohlzapfen 54 an
einer Bohrstange 9 dient. Am freien Ende des Stutzens 93
ist umfangsseitig ein Dichtring 95 vorgesehen. Diese Aus
bildung entspricht der Ausbildung an einem Ende der Bohr
stange 9. Der Dichtring 95 kommt beim Zusammenfügen des
Aufnahmerohrs 76 mit einer Bohrstange 9 an einem inneren
zylindrischen Längenabschnitt 96 des Hohlzapfens 54 zur
dichtenden Anlage (siehe auch Fig. 3).
Die Aufnahmehülse 88 ist zum Einbau der Lichtbaugruppe im
Bereich 97 geteilt und hier mit einer Schraubverbindung
versehen.
Am anderen Ende ist die Aufnahmehülse 88 mit einem ge
schlossenen Boden 98 versehen. Dieser ist stirnseitig bei
99 kegelstumpfförmig ausgebildet. In dem Boden 98 sind
ein Gewindeabschnitt 100 und ein im Durchmesser größerer
zylindrischer Längenabschnitt 101 vorgesehen.
In den zylindrischen Längenabschnitt 101 fasst ein Steck
zapfen 102 als Bestandteil eines aus den Fig. 7 und 9
erkennbaren sternförmigen Einsatzes 103. Die Verbindung
des Einsatzes 103 mit der Aufnahmehülse 88 erfolgt durch
einen den Einsatz 103 axial durchsetzenden Schraubbolzen
104, welcher in den Gewindeabschnitt 100 eingedreht wird.
Zur Lagesicherung der Aufnahmehülse 88 in der Hülsenkam
mer 77 dient ein Radialstift 105, der die Wand 106 des
Aufnahmerohrs 76 durchsetzt und in eine umfangsseitige
Axialnut 107 der Aufnahmehülse 88 im Bereich des Bodens
98 fasst.
Die axiale Einbaulage des Einsatzes 103 wird einerseits
durch einen inneren Ringkragen 108 am Übergang von der
Hülsenkammer 77 auf die Aufnahmebohrung 87 und anderer
seits durch einen Sicherungsring 109 gewährleistet, der
in einer Nute 110 der Aufnahmebohrung 87 lagefixierbar
ist.
Wie die Fig. 7 und 8 näher erkennen lassen, ist in dem
Press- und Bohrwerkzeug 78 ein Längskanal 111 vorgesehen,
der die Hülsenkammer 77 als Längenabschnitt des Fluidka
nals 15 über die Ausnehmungen 112 zwischen den Stegen 113
des Einsatzes 103 mit mehreren Austrittsdüsen 114 im
Press- und Bohrwerkzeug 78 als Bestandteile von Buchsen
115 verbindet, die in Kanäle 116 des Press- und Bohrwerk
zeugs 78 eingesetzt sind.
Stirnseitig des Press- und Bohrwerkzeugs 78 befindet sich
eine Steuerschräge 117. Axial auf der Steuerschräge 117
ist ein stirnseitiger Bohrmeißel 118 festgelegt.
1
Straßenoberfläche
2
Bohrung unter
1
3
Startschacht
4
Zielschacht
5
Pressbohranlage
6
Antriebsteil v.
5
7
Pressbohrstrang v.
5
8
Pressbohrkopf v.
7
9
Bohrstangen
10
Ziellichtquelle
11
Ziellicht
12
Kamera
13
Visiereinrichtungen
14
Steckrohranordnung
15
Fluidkanal
16
Drehdurchführung
17
Flansch an
16
18
Schrauben
19
Radialkragen an
16
20
Gehäuse an
16
21
Sprengring
22
Gleitscheibe
23
Handhebel
24
Absperrorgan
25
Zuführung
26
Ringkanal
27
Querbohrung in
20
28
Radialbohrungen in
16
29
Abschnitt v.
15
in
16
30
Dichtringe
31
Hohlzapfen v.
16
32
Innengewinde v.
31
33
Kanal in
16
34
Hülsrohr in
33
35
Stirnseite v.
34
36
Sicherungsring
37
Dichtring
38
Fixierbolzen
39
Gewindekopf v.
38
40
Gewindebohrung in
16
41
Zapfen an
38
42
Radialbohrung in
34
43
Umfangsnut an
34
44
Ringkragen an
34
45
Ringkragen an
34
46
axiale Durchbrechungen in
45
47
Aufnahmekammer in
34
48
Dichtringe in
47
49
Nuten f.
48
50
Stutzen an
9
51
Außengewinde an
50
52
Dichtring an
50
53
Nute f.
52
54
Hohlzapfen an
9
55
Innengewinde in
54
56
Innenrohr in
9
57
Steckzapfen an
56
58
Aufnahmekammer in
56
59
Dichtringe in
58
60
axiale Durchbrechungen in
62
61
axiale Durchbrechungen in
63
62
Ringkragen
63
Ringkragen
64
Abschnitt v.
15
65
Hülse mit
58
u.
62
66
innerer Kragen v.
65
67
Schweißung
68
Hülse mit
63
69
Schweißungen
70
Ausnehmungen in
62
71
Fixierbolzen
72
Gewindeabschnitt v.
71
73
Gewindebohrung in
9
74
zylindrischer Längenabschnitt v.
71
75
Rückflusssperren in
61
76
Aufnahmerohr v.
8
77
Hülsenkammer in
76
78
Press- u. Bohrwerkzeug v.
8
79
Zentrierzapfen an
78
80
Querbolzen
81
Klauenverzahnung
82
Bohrung in
76
83
Fixierkugeln
84
Umfangsnuten an
80
85
Buchse f.
83
86
Dichtring an
79
87
Aufnahmebohrung in
76
88
Aufnahmehülse
89
Vorsprünge an
88
90
Innenwandung v.
76
91
axiale Durchbrechungen an
88
92
Steckzapfen an
88
93
Stutzen an
76
94
Außengewinde v.
93
95
Dichtring an
93
96
Längenabschnitt in
54
97
Schraubbereich v.
88
98
Boden v.
88
99
kegelstumpfförmige Stirnseite v.
98
100
Gewindeabschnitt in
98
101
zylindrischer Längenabschnitt in
98
102
Steckzapfen an
103
103
Einsatz
104
Schraubbolzen
105
Radialstift
106
Wand v.
76
107
Axialnut an
88
108
Ringkragen
109
Sicherungsring
110
Nute in
87
111
Längskanal in
78
112
Ausnehmungen zw.
113
113
Stege v.
103
114
Austrittsdüsen
115
Buchsen mit
114
116
Kanäle
117
Steuerschräge an
78
118
Bohrmeißel auf
117
Claims (21)
1. Pressbohrstrang für eine Pressbohranlage (5), der
zwischen dem Antriebsteil (6) der Pressbohranlage (5)
und einem Pressbohrkopf (8) mit stirnseitiger Steuer
schräge (117) mindestens eine lösbar eingegliederte
hohle Bohrstange (9) aufweist und bei welchem im
Pressbohrkopf (8) ein von einer Ziellichtquelle (10)
gespeistes, mit einer Kamera (12) am Antriebsteil (6)
durch die Bohrstange (9) optisch kommunizierendes
Ziellicht (11) vorgesehen ist, dadurch
gekennzeichnet, dass die optische Ver
bindung zwischen dem Ziellicht (11) und der Kamera
(12) innerhalb einer fluiddicht gekapselten Steck
rohranordnung (14) verläuft und umfangsseitig der
Steckrohranordnung (14) ein Fluidkanal (15) ausgebil
det ist, über den eine mit dem Antriebsteil (6) kup
pelbare Drehdurchführung (16) mit Austrittsdüsen
(114) im Bereich der Steuerschräge (117) fluidleitend
verbunden ist.
2. Pressbohrstrang nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Steckrohranord
nung (14) durch ein in der zylinderförmigen Dreh
durchführung (16) fluid- und druckdicht festgelegtes
Hülsrohr (34), durch ein in der Bohrstange (9) axial
fixiertes, mit dem Hülsrohr (34) fluid- und druck
dicht zusammensteckbares Innenrohr (56) und durch
eine in dem Pressbohrkopf (8) lageorientierte sowie
mit dem Innenrohr (56) fluid- und druckdicht
zusammensteckbare Aufnahmehülse (88) gebildet ist.
3. Pressbohrstrang nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Drehdurchfüh
rung (16) an einem Ende über einen Flansch (17) mit
dem Antriebsteil (6) und am anderen Ende über einen
ein Innengewinde (32) aufweisenden Hohlzapfen (31)
mit einem ein Außengewinde (51) sowie endseitig einen
umfangsseitigen Dichtring (52) besitzenden Stutzen
(50) der Bohrstange (9) verschraubbar ist.
4. Pressbohrstrang nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, dass das Hülsrohr (34)
im Bereich des Hohlzapfens (31) eine Aufnahmekammer
(47) mit wandseitigen Dichtringen (48) für einen zy
lindrischen Steckzapfen (57) des Innenrohrs (56) in
der Bohrstange (9) aufweist.
5. Pressbohrstrang nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, dass das Hülsrohr (34)
im Bereich des Flansches (17) mit der Drehdurchfüh
rung (16) dicht aber lösbar verbunden ist.
6. Pressbohrstrang nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass um
fangsseitig der Drehdurchführung (16) ein ringförmi
ges Gehäuse (20) abgedichtet gelagert ist, über das
der Abschnitt (29) des Fluidkanals (15) zwischen der
Drehdurchführung (16) und dem Hülsrohr (34) mit einem
Arbeitsfluid beaufschlagbar ist.
7. Pressbohrstrang nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das
Innenrohr (56) der an einem Ende einen Stutzen (50)
mit Außengewinde (51) sowie Dichtring (52) und am an
deren Ende einen Hohlzapfen (54) mit Innengewinde
(55) aufweisenden Bohrstange (9) im Bereich des Stut
zens (50) mit einem zylindrischen Steckzapfen (57)
und im Bereich des Hohlzapfens (54) mit einer Aufnah
mekammer (58) mit wandseitigen Dichtringen (59) ver
sehen ist.
8. Pressbohrstrang nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, dass das Innenrohr (56)
sowohl neben dem Steckzapfen (57) als auch neben der
Aufnahmekammer (58) über mit axialen Durchbrechungen
(61, 60) versehene umfangsseitige Ringkragen (63, 62)
an der Innenwand der Bohrstange (9) abgestützt ist.
9. Pressbohrstrang nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das
Innenrohr (56) durch vom Außenumfang der Bohrstange
(9) her in radiale Ausnehmungen (70) des der Aufnah
mekammer (58) benachbarten Ringkragens (62) einge
führte Fixierbolzen (71) in der Bohrstange (9) fest
gelegt ist.
10. Pressbohrstrang nach Anspruch 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, dass die Aufnahmekammer
(58) und der benachbarte Ringkragen (62) Bestandteile
einer das Innenrohr (56) endseitig übergreifenden so
wie umfangsseitig des Innenrohrs (56) verschweißten
Hülse (65) bilden.
11. Pressbohrstrang nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass in
die axialen Durchbrechungen (61) des dem Steckzapfen
(57) des Innenrohrs (56) benachbarten Ringkragens
(63) flexible Rückflusssperren (75) eingegliedert
sind.
12. Pressbohrstrang nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der
dem Steckzapfen (57) des Innenrohrs (56) benachbarte
Ringkragen (63) Bestandteil einer über das Innenrohr
(56) geschobenen und umfangsseitig des Innenrohrs
(56) verschweißten Hülse (68) bildet.
13. Pressbohrstrang nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die
Aufnahmehülse (88) im Pressbohrkopf (8) an dem der
Steuerschräge (117) zugewandten bodenseitigen Ende
mit einem sternförmigen Einsatz (103) lösbar verbun
den ist, welcher in einem Bestandteil des Pressbohr
kopfs (8) bildenden Aufnahmerohr (76) mit Hülsenkam
mer (77) lagefixiert ist, wobei das andere Ende der
Aufnahmehülse (88) über radiale Vorsprünge (89) an
der Innenwand (90) der Hülsenkammer (77) abgestützt
ist.
14. Pressbohrstrang nach Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, dass im Boden (98) der
Aufnahmehülse (88) eine Stufenbohrung mit einem zy
lindrischen Längenabschnitt (101) und einem Gewinde
abschnitt (100) vorgesehen ist, wobei in den zylin
drischen Längenabschnitt (101) ein am Einsatz (103)
ausgebildeter axialer Steckzapfen (102) fasst und der
Einsatz (103) durch einen Schraubbolzen (104) im Bo
den (98) festlegbar ist.
15. Pressbohrstrang nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, dass der
Einsatz (103) zwischen einem inneren Ringkragen (108)
des Aufnahmerohrs (76) und einem Sicherungsring (109)
fixiert ist.
16. Pressbohrstrang nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die
Aufnahmehülse (88) durch einen die Wand (106) des
Aufnahmerohrs (76) quer durchsetzenden und in eine
umfangsseitige Längsnut (107) der Aufnahmehülse (88)
fassenden Radialstift (105) in Umfangsrichtung lage
fixiert ist.
17. Pressbohrstrang nach einem der Ansprüche 13 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass ein
neben den Vorsprüngen (89) liegender Steckzapfen (92)
der Aufnahmehülse (88) im Bereich eines am Aufnahme
rohr (76) vorgesehenen Stutzens (93) mit Außengewinde
(94) und endseitigem umfangsseitigem Dichtring (95)
liegt.
18. Pressbohrstrang nach einem der Ansprüche 13 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass das
Aufnahmerohr (76) einen zylindrischen Zentrierzapfen
(79) eines Bestandteil des Pressbohrkopfs (8) bilden
den Press- und Bohrwerkzeugs (78) übergreift und mit
dem Press- und Bohrwerkzeug (78) durch einen Querbol
zen (80) im Bereich des Zentrierzapfens (79) sowie
durch eine Klauenverzahnung (81) am Übergang vom Auf
nahmerohr (76) auf das Press- und Bohrwerkzeug (78)
gekuppelt ist.
19. Pressbohrstrang nach Anspruch 18, dadurch
gekennzeichnet, dass der den Zentrier
zapfen (79) tangierende Querbolzen (80) endseitige
Umfangsnuten (84) aufweist, in die im Zentrierzapfen
(79) federnd abgestützte Fixierkugeln (83) greifen.
20. Pressbohrstrang nach Anspruch 18 oder 19,
dadurch gekennzeichnet, dass das
Press- und Bohrwerkzeug (78) längskanalisiert ist und
der Längskanal (111) über Querkanäle (116) mit den
umfangsseitig des Press- und Bohrwerkzeugs (78) ver
teilt angeordneten Austrittsdüsen (114) in Verbindung
steht.
21. Pressbohrstrang nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, dass
stirnseitig der Steuerschräge (117) ein axialer Bohr
meißel (118) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999125730 DE19925730C1 (de) | 1999-06-07 | 1999-06-07 | Pressbohrstrang für eine Pressbohranlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999125730 DE19925730C1 (de) | 1999-06-07 | 1999-06-07 | Pressbohrstrang für eine Pressbohranlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19925730C1 true DE19925730C1 (de) | 2001-01-11 |
Family
ID=7910311
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999125730 Expired - Fee Related DE19925730C1 (de) | 1999-06-07 | 1999-06-07 | Pressbohrstrang für eine Pressbohranlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19925730C1 (de) |
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