DE19925536A1 - Verfahren und Walzanlage zum austenitischen Walzen von dünnen Bändern - Google Patents
Verfahren und Walzanlage zum austenitischen Walzen von dünnen BändernInfo
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Abstract
Bei der Herstellung von dünnen Bändern durch austenitisches Walzen in Warmbandstraßen entstehen bei sehr dünnen Banddicken hohe Auslaufgeschwindigkeiten (v¶W¶), die zu Schwierigkeiten bei den nachfolgenden Bearbeitungsschritten führen. Gemäß der Erfindung wird nun vorgeschlagen, das Band direkt nach seinem Austritt aus dem letzten Walzgerüst der Walzstraße (5) mit der hohen Auslaufgeschwindigkeit (v¶W¶) als Aufwickelband (11) auf einen Rotorhaspel (8) aufzuwickeln und dann als Abwickelband (12) mit einer niedrigeren Transportgeschwindigkeit (v¶T¶) wieder abzuwickeln.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum austenitischen Walzen
von dünnen Bändern in Warmbandstraßen, vorzugsweise in
CSP-Anlagen, bestehend aus einer mehrgerüstigen Walzstraße,
einem Auslaufrollgang mit Einrichtungen zur Kühlung des
Walzbandes und nachgeordneten Wickelmaschinen zum Aufwickeln
des Bandes.
Warmwalzanlagen zur Erzeugung von Bändern werden heute im
allgemeinen so ausgelegt und betrieben, dass die Umformung in
den einzelnen Walzgerüsten austenitisch erfolgt. Es wird also
sichergestellt, dass die Walztemperatur in den einzelnen
Walzgerüsten oberhalb der GOS-Linie des
Eisen-Kohlenstoffdiagramms Liegt. Erst nach dem letzten
Walzstich erfolgt die Abkühlung auf die Haspeltemperatur mit
Gefügeumwandlung in der Kühlstrecke.
Je nach Höhe des Kohlenstoffgehaltes der Bänder liegt bei den
oben beschriebenen Verfahren die Endwalztemperatur bei ca. 890
bis 930°C. Die Einhaltung der Endwalztemperatur wird durch
Veränderung der Endwalzgeschwindigkeit gesteuert, die einen
Einfluss auf die natürliche Abkühlung und auf die Wärmezufuhr
durch den Walzvorgang hat.
Dies ist auch problemlos anwendbar für Banddicken oberhalb
einer Mindestbanddicke, die je nach Walzstraßentyp in der
Größenordnung von 1,3 mm liegt. Wird diese Banddicke
unterschritten, so erreicht die erforderliche
Walzgeschwindigkeit Werte von über 12 m/s, die im freien
Auslauf auf dem Auslaufrollgang hinter der Walzstraße nicht
mehr beherrscht werden kann, da das Warmband auf dem
Auslaufrollgang bei dieser hohen Geschwindigkeit nicht mehr
einwandfrei geführt und auch anschließend nicht gehaspelt
werden kann.
Außerdem gibt es das thermische Problem, dass der
Walzprozess durch nicht konstante Bandtemperaturen
gekennzeichnet ist (Abweichungen über die Bandbreite und
Banddicke, stärkeres Abkühlen des Vorbandendes im Vergleich
zum Vorbandkopf während des Walzens in der Fertigstraße).
Entwicklungstendenzen gehen in die Richtung, auch Banddicken
unterhalb von 1,3 mm herzustellen. Dabei wird u. a. versucht,
die Endwalztemperatur abzusenken, um auf diese Weise zu
beherrschbaren Endwalzgeschwindigkeiten zu gelangen.
In der DE 195 38 341 A1 wird eine Produktionsanlage für die
Herstellung von dünnen Bändern bis 1 mm Dicke beschrieben, bei
der zunächst ein austenitisches Walzen auf 5 bis 15 mm erfolgt
und später dann bei Temperaturen oberhalb 850°C ein
ferritisches Walzen auf Banddicke von ca. 1 mm stattfindet.
Hierzu ist zunächst das erste Gerüst der Walzstraße als
Reversiergerüst ausgebildet, dem mindestens je ein Haspelofen
vor- und nachgeordnet ist, wobei zwischen dem vorgesetzten
Haspelofen und dem folgenden Reserviergerüst eine steuerbare
Kühlvorrichtung vorgesehen ist.
In einer nicht vorveröffentlichten europäischen
Patentanmeldung (EP 97 120 406.03 wird zur Vergleichmäßigung
der Bandtemperaturen - so dass Warmband mit Dicken unter 1 mm
gewalzt werden kann - vorgeschlagen, zwischen dem
Reserviergerüst und der Warmbandfertigstraße einen
Ausgleichsofen anzuordnen, der durch eine Anzahl von
Aufnahmeplätzen für ausgleichend beheizbare Bänder eine
Gesamtheizzeit für jedes Vorband mit Vorbanddicke sichert, die
ein mehrfaches der Walzzeit in der Warmbandfertigstraße
beträgt. Hierdurch wird ein Vorband mit homogener Temperatur
erzeugt, womit bestmögliche Voraussetzungen für das Walzen von
Bändern mit minimalen Endbanddicken geschaffen werden.
Um auf CSP-Anlagen dünne Bänder austenitisch walzen zu können,
sind extrem hohe Auslaufgeschwindigkeiten (bis ca. 20 mIs)
erforderlich. Ein gesicherter Transport des gewalzten Bandes
auf dem Auslaufrollgang ist aber nur möglich bei maximal 12 m/s
und zwar solange, bis die aus dem letzten Gerüst
auslaufende Bandspitze vom Unterflurhaspel erfasst und
angewickelt ist. Erst danach kann die Straße auf höhere
Auslaufgeschwindigkeiten beschleunigt werden. Bei einer
derartigen Walzstrategie führen unterschiedliche
Walzbedingungen und der große Abstand zwischen dem Letzten
Gerüst und dem Unterflurhaspel dazu, dass der gewalzte
Bandanfang nicht die gewünschte mechanischen
Werkstoffeigenschaften aufweist. Diese werden erst dann
erreicht, wenn bereits ca. 130 m gewalzt sind, wodurch das
Ausbringen der Straße reduziert wird.
Ausgehend von diesem bekannten Stand der Technik ist es
Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren anzugeben, mit dem die
bei der Erzeugung dünner Bänder unterhalb von 1,2 mm sich
ergebende höhere Endwalzgeschwindigkeit bzw.
Auslaufgeschwindigkeit mit einfachen Mitteln so beherrschbar
wird, dass die bei bekannten Verfahren und Anlagen sich
ergebenden Nachteile, wie beispielsweise ein schlechtes
Ausbringen oder ein hoher apparativer Aufwand, verbunden mit
zusätzlichen Betriebskosten durch zusätzliches Heizen oder
Kühlen, weitgehend vermieden werden.
Die gestellte Aufgabe wird bei einer Warmbandstraße,
vorzugsweise bei einer CSP-Anlage durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Für die Walzung von extrem dünnen Bändern wird gemäß der
Erfindung eine Wickelmaschine, beispielsweise ein Rotorhaspel,
hinter dem letzten Walzgerüst und noch vor dem Auslaufrollgang
in die Walzlinie eingeschwenkt. Das erste Band wird nun mit
seiner hohen Austrittsgeschwindigkeit auf dem ersten Dorn des
Rotorhaspels zum ersten Coil gewickelt, dann werden die Dorne
des Rotorhaspels um 180° geschwenkt. Während nun das erste
Band mit der langsameren Transportgeschwindigkeit (maximal
12,5 m/s) wieder abgewickelt und über den Auslaufrollgang zum
Unterflurhaspel transportiert wird, wird auf dem zweiten Dorn
des Rotorhaspels das nächstfolgende Band mit seiner hohen
Austrittsgeschwindigkeit zum zweiten Coil aufgewickelt. Danach
werden die Dorne des Rotorhaspels erneut um 180° geschwenkt
und das nächste Band kann nun aufgewickelt werden. Auf diese
Weise kann das Auf- und Abwickeln kontinuierlich durchgeführt
werden.
Dadurch, dass das Band unmittelbar nach seinem Austritt aus
dem letzten Walzgerüst mit seiner hohen Endwalzgeschwindigkeit
bzw. Austrittsgeschwindigkeit aufgewickelt, dann aber sofort
wieder abgewickelt wird - und zwar nun mit der deutlich
langsameren Transportgeschwindigkeit - ist die Walzstraße vom
Auslaufrollgang entflochten, wodurch hohe Endwalz- bzw.
Auslaufgeschwindigkeiten und niedrige
Transportgeschwindigkeiten gleichzeitig möglich sind und keine
Nachteile und Probleme durch eine zu hohe
Auslaufgeschwindigkeit mehr verursacht werden, auch dann
nicht, wenn die Austrittsgeschwindigkeit < 12,5 m/s ist und
beispielsweise 20 m/s beträgt und die Transportgeschwindigkeit
mit 12,5 m/s deutlich langsamer ist.
Einen Einfluss auf die Brammen- bzw. Coilfolge wird durch die
Maßnahme des Auf- und Abwickelns nicht ausgeübt, da gemäß der
Erfindung während des Abwickelns bereits das Aufwickeln des
nächstfolgenden Bandes durchgeführt wird. Da das Aufwickeln
aufgrund der höheren Geschwindigkeit schneller beendet ist als
das gleichzeitige Abwickeln des vorherigen Bandes, wird erst
dann der Rotorhaspel um 180° geschwenkt, wenn der
Abwickelvorgang beendet ist. Es entsteht demnach im
aufgewickelten Coil eine kleine Pause, die mit Vorteil zu
einem Temperaturausgleich unterschiedlicher Bandbereiche
führt. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass
nach erfolgtem Auf- und Abwickeln die Bandenden miteinander
vertauscht sind und nun das ursprüngliche Bandende zuerst auf
den Auslaufrollgang zur Kühlung geführt wird.
Eine Walzanlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens besitzt eine Wickelmaschine, beispielsweise einen
Rotorhaspel, der unmittelbar hinter dem letzten Walzgerüst und
noch vor dem Auslaufrollgang in die Walzlinie einschwenkbar
angeordnet ist und der über zwei um 180° versetzte
Aufwickeldorne verfügt und mit seinen Dornen um 180°
schwenkbar ausgebildet ist.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale der Erfindung
werden nachfolgend anhand von einem in schematischen
Zeichnungsfiguren dargestellten Ausführungsbeispiel näher
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt einer herkömmlichen Walzstraße mit
einem Rotorhaspel entsprechend der Erfindung,
Fig. 2 ein Diagramm der unterschiedlichen Bandgeschwindig
keiten,
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt der Walzstraße
gemäß Fig. 1,
Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt einer
Walzstraße mit einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung.
Fig. 1 zeigt eine Stranggießanlage 1 (es handelt sich um eine
Zwei-Stranganlage), der sich eine Schere 2, ein Ausgleichsofen
3, eine weitere Schere 4 sowie eine mehrgerüstige Walzstraße 5
anschließen. Hinter der Walzstraße 5 befindet sich der
Auslaufrollgang 10 mit Einrichtungen 6 zur Kühlung und
schließlich eine Umlenkrolle 9 mit nachfolgendem
Unterflurhaspel 7 zum Aufwickeln des fertigen Bandes.
Erfindungsgemäß ist in diese konventionelle Warmbandstraße
unmittelbar hinter dem letzten Walzgerüst der Walzstraße 5 ein
Rotorhaspel 8 mit zwei Aufwickeldornen 8', 8" in die
Walzlinie eingeschwenkt. Das Band aus dem Walzgerüst wird, die
Walzlinie verlassend, über die erste Umlenkrolle 9' in diesen
Rotorhaspel 8 auf den Dorn 8' als Aufwickelband 11 geführt. Von
einem zweiten Dorn 8", der gegenüber dem ersten Dorn 8' um
180° versetzt ist, wird das Band als Abwickelband 12 über die
zweite Umlenkrolle 9" wieder in die Walzlinie zum
Auslaufrollgang 10 zurückgeführt. Die beiden Aufwickeldorne
8', 8" des Rotorhaspels 8 sind unabhängig voneinander
antreibbar ausgebildet, so dass die gemäß der Erfindung
unterschiedlichen Auf- und Abwickelgeschwindigkeiten
ermöglicht werden.
In Fig. 2 sind schematisch, angepasst an Fig. 1, die in der
Warmbandstraße herrschenden Bandgeschwindigkeiten aufgetragen.
Mit der Geschwindigkeit vBramme bzw. vB werden die Dünnbrammen
gegossen und in den Ausgleichsofen 3 und in die Walzstraße 5
eingefahren. Es folgt die Austrittsgeschwindigkeit vWalzen
bzw. vW, mit der das fertig gewalzte dünne Band 11 in dem
Rotorhaspel 8 aufgewickelt wird. Aus diesem Rotorhaspel 8 wird
dann das vorherige Band als Abwickelband 12 mit der
Geschwindigkeit VTransport bzw. vT zum Unterflurhaspel 7 über
den Auslaufrollgang 10 gefördert.
In Fig. 3 ist ein Teilausschnitt der Fig. 1 in einer
schematischen Draufsicht dargestellt. Das aus dem Walzgerüst 5
mit der Aufwickelgeschwindigkeit vW austretende Band - das
Aufwickelband 11 - wird auf den Dorn 8' des Rotorhaspels 8
aufgewickelt. Gleichzeitig wird von dem in Transportrichtung
hinter dem Dorn 8' angeordneten zweiten Dorn 8" des
Rotorhaspels 8 das Abwickelband 12 mit der
Transportgeschwindigkeit vt abgewickelt.
Sobald das Abwickelband 12 den Dorn 8" vollständig verlassen
hat - wegen der höheren Aufwickelgeschwindigkeit vW ist das
Aufwickelband 11 bereits vorher vollständig aufgewickelt -
erfolgt eine Schwenkung der Dorne 8' und 8" um den Drehpunkt
15 um 180°, wodurch die beiden Dorne 8' und 8" ihre
Positionen tauschen. Der nun leere Abwickeldorn 8" steht
danach in der Position des vorherigen Aufwickeldorns 8' und
der gefüllte Aufwickeldorn 8' in der Position des vorherigen
Abwickeldorns 8".
Damit bei diesem Positionswechsel das Aufwickeln und das
Abwickeln auf den Dornen 8' und 8" erfolgen kann, sind die
beiden Dorne 8' und 8" gegeneinander um 180° versetzt
angeordnet, so dass jeder Dorn 8', 8" nach einem
Positionswechsels in gleicher Ausrichtung steht wie der
vorherige Dorn.
Die Schwenkung der Dorne 8, 8" zum Positionswechsel kann in
beliebiger Richtung entsprechend des Doppelpfeils 14 oder aber
auch in nur einer Richtung, beispielsweise nur in
Uhrzeigerrichtung, durchgeführt werden.
Damit bei der Walzung dickerer Bänder bei dann niedrigerer
Austrittsgeschwindigkeit vW auf die Maßnahmen der Erfindung
verzichtet werden und das Band der Kühlung direkt zugeführt
werden kann, ist der Haspel 8 entsprechend der Pfeilrichtung
13 seitlich in die Walzlinie ein- und ausschwenkbar
angeordnet. Das Ein- und Ausschwenken ist - in den
Zeichnungsfiguren nicht dargestellt - aber auch von unten in
die Walzlinie durchführbar.
In Fig. 4 ist in einer Draufsicht eine weitere mögliche
Ausführungsform der Erfindung dargestellt. In diesem Beispiel
der Fig. 4 sind die beide Dorne 8', 8" in Transportrichtung
nicht wie in Fig. 3 hintereinander, sondern nebeneinander
angeordnet. Der Positionswechsel findet auch hier durch eine
Drehung der beiden Dorne 8', 8" um 180° in Pfeilrichtung 14
statt, nun aber um den seitlich neben den Aufwickelband 11 und
den Abwickelband 12 angeordneten Drehpunkt 16.
Nachfolgend werden in einer Tabelle, die sich ergebenden
Taktzeiten bei der Herstellung eines dünnen Bandes an einem
Beispiel gegenübergestellt.
Der Tabelle ist zu entnehmen, dass es durch die Maßnahme der
Erfindung lediglich zu einer Zeitverschiebung entsprechend
einer Brammenfolge kommt, mit der das gewalzte Band der
Kühlung zugeführt wird.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und angeführten
Beispiele beschränkt, sondern kann entsprechend der Ausbildung
einer vorhandenen oder einer neu zu konzipierenden
Warmbandstraße den gegebenen Verhältnissen angepasst werden,
wenn dabei der Grundgedanke der Erfindung erhalten bleibt, das
Dünnband unmittelbar nach dem Walzen mit seiner hohen
Austrittsgeschwindigkeit aufzuwickeln und mit entsprechend
niedriger Geschwindigkeit wieder abzuwickeln.
Claims (6)
1. Verfahren zum austenitischen Walzen von dünnen Bändern in
Warmbandstraßen, vorzugsweise in CSP-Anlagen, bestehend aus
einer mehrgerüstigen Walzstraße (5), einem Auslaufrollgang
(10) mit Einrichtungen (6) zur Kühlung des Walzbandes und
nachgeordneten Wickelmaschinen (7) zum Aufwickeln des Bandes,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sand unmittelbar nach
Austritt aus dem letzten Walzgerüst der Walzstraße (5) mit
seiner Austrittsgeschwindigkeit (vW) als Aufwickelband (11)
auf einer Wickelmaschine (8) aufgewickelt und unmittelbar
danach mit langsamerer Transportgeschwindigkeit (vT) als
Abwickelband (12) wieder abgewickelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Austrittsgeschwindigkeit (vW) ≧ 12,5 m/s und die
Transportgeschwindigkeit (vT) ≦ 12,5 m/s ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
einen kontinuierlich ablaufenden Verfahrensgang, wobei das
Aufwickelband (11) mit seiner Austrittsgeschwindigkeit (vW)
auf einen Dorn 8' einer Wickelmaschine (8), beispielsweise
einen Rotorhaspel, aufgewickelt und anschließend nach
Schwenkung der Wickelmaschine (8) um 180° mit geänderter
Transportgeschwindigkeit (vT) als Abwickelband (12) wieder
abgewickelt wird, wobei gleichzeitig auf einem zweiten Dorn 8'
der Wickelmaschine (8) das nachfolgende Band als neues
Aufwickelband (11) mit seiner Austrittsgeschwindigkeit (vW)
aufgewickelt wird.
4. Walzanlage zum austenitischen Walzen von dünnen Bändern in
Warmbandstraßen, vorzugsweise in CSP-Anlagen, bestehend aus
einer mehrgerüstigen Walzstraße (5), einem Auslaufrollgang
(10) mit Einrichtungen (6) zur Kühlung des Walzbandes und
nachgeordneten Wickelmaschinen (7) zum Aufwickeln des Bandes,
zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen
dem letzten Walzgerüst der mehrgerüstigen Walzstraße (5) und
dem Auslaufrollgang (10) eine um 180° schwenkbare
Wickelmaschine (8), vorzugsweise ein Rotorhaspel angeordnet
ist.
5. Walzanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Wickelmaschine (8) mit zwei voneinander unabhängigen, um
180° gegeneinander versetzten Auf- 8' und Abwickeldornen 8"
ausgebildet ist.
6. Walzanlage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Wickelmaschine (8) in die Walzlinie einschwenkbar
ausgebildet ist.
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