DE19924883A1 - Vorrichtung zur Herstellung von Umwindegarn - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von UmwindegarnInfo
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Abstract
In einer Vorrichtung zur Herstellung von Umwindegarn, bei dem ein Garnkern von einem oder mehreren Fäden (6) wendelförmig umwunden ist, ist eine Umwindespindel mit einer Spule (5) vorgesehen. Auf der Spule (5) befindet sich der umwindende Faden (6). Die Umwindespindel umgibt einen Topf (8, 8a, 8b), der aus einem Grundkörper (9, 38) und einer wenigstens teilweise die Spule (5) umgebenden mechanisch und/oder thermisch verschleißfesten Schicht (30, 30a, 30b) besteht.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Umwin
degarn, bei dem ein Garnkern von einem oder mehreren Fäden wendelförmig
umbunden ist, wobei eine Umwindespindel mit einer Spule vorgesehen ist, auf
der sich der umwindende Faden befindet und mit einem die Umwindespindel
umgebenden Topf.
Aus der DE 31 05 832 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstel
lung von Umwindegarnen beschrieben. Es werden dabei feststehende und
mitrotierende Mäntel, welche um ein System Hohlspindel und Spule angeord
net sind, offenbart. Für rotierende Mäntel kann dementsprechend vorgesehen
sein, einen faserverstärkten Kunststoff zu verwenden. Durch den rotierenden
Mantel aus faserverstärktem Kunststoff wird das Gewicht dieses Teils verrin
gert und dadurch eine erwünschte hohe Spindeldrehzahl ermöglicht. Der rotie
rende Mantel ist an der Lagerung der Hohlspindel befestigt und dreht sich
somit zusammen mit der Hohlspindel. In diesem Falle ist es also vorteilhaft,
wenn zur Reduzierung der auftretenden Zentrifugalkräfte der sich drehenden
Teile als leichtes Material für den Mantel ein Kunststoff verwendet wird. Über
das Material und den Aufbau bei einem feststehenden Mantel ist der Offenba
rung nichts zu entnehmen.
Aus der DE 196 26 549 A1 ist bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung eben
falls eine Umhüllung oder ein Gehäuse gezeigt, das gegenüber der Spule im
Abstand und feststehend angeordnet ist und wenigstens die Mantelfläche der
Spule vollständig umgibt. Das Gehäuse besteht entsprechend einer besonders
vorteilhaften Ausführung aus zwei Mantelteilen, die miteinander auf- und zu
schwenkbar verbunden sind. Die Bedienung einer derartigen Vorrichtung ist
aufgrund des geteilten Mantels besonders vorteilhaft, da die Spule bei ausge
laufenem Umwindefaden durch Öffnen des Mantels leicht zugänglich ist und
gegen eine volle Spule ausgetauscht werden kann. Der von der Spule abgezo
gene Faden bildet einen Ballon. Dieser Fadenballon wird durch den Topf be
grenzt. Bei drehenden und ganz besonders bei feststehenden Töpfen, welche
die Umwindespindel umgeben streift der Faden während des Abziehens ent
lang der Topfinnenseite, wodurch eine Belastung insbesondere des eng anlie
genden Topfes erfolgt. Der Topf verschleißt dabei besonders bei den hohen
Drehzahlen moderner Umwindespinnmaschinen. Bestehende Töpfe sind ent
weder zu kostenintensiv in der Herstellung oder nicht ausreichend verschleiß
fest, so daß sie in manchen Fällen nach kurzer Betriebszeit ausgetauscht wer
den müssen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung, insbesondere einen Topf
zu schaffen, mit welchem die oben genannten Nachteile eines relativ schnellen
Verschleißes des Topfes bei den hohen Drehzahlen moderner Umwindespinn
maschinen beseitigt sind.
Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des An
spruchs 1. Besteht der Topf aus einem Grundkörper und einer wenigstens teil
weise die Spule umgebenden mechanisch und/oder thermisch verschleißfesten
Schicht, so ist es in vorteilhafter Weise möglich, einen Topf optimal auf das zu
verarbeitende Garn hinsichtlich seiner mechanischen und/oder thermischen
Eigenschaften anzupassen und zu verwenden. Es muß jeweils nur die mecha
nisch und/oder thermisch verschleißfeste Schicht auf den entsprechenden
Umwindefaden eingestellt werden, um optimale Verschleißergebnisse zu erhal
ten. Der Grundkörper des Topfes kann dabei jeweils beibehalten werden. Es
wird dadurch ein sowohl kostengünstig herstellbarer als auch insbesondere
optimal ausgestalteter Topf für verschiedene Einsatzzwecke geschaffen. Der
Grundkörper mit seinen Befestigungseinrichtungen an der Umwindespinnvor
richtung kann dabei jeweils beibehalten werden. Die Reibung des Umwindefa
dens, welcher an dem Topf beim Abziehen von der Spule entlangstreift, kann
durch eine auf den jeweiligen Einsatzfall abgestimmte mechanisch und/oder
thermisch verschleißfeste Schicht abgestimmt sein. Der Topf, der als Ballonbe
grenzer für den Faden wirkt, schafft mit der mechanisch und/oder thermisch
verschleißfesten Schicht optimale Reibungsverhältnisse für den Faden. Neben
der längeren Einsatzdauer des Topfes ist darüber hinaus in besonders vorteil
hafter Weise auch eine noch höhere Umdrehungsgeschwindigkeit der Umwin
despindeln möglich, da die Gefahr eines Fadenbruches durch eine entspre
chend angepaßte Schicht deutlich verringert werden kann.
Vorteilhafterweise ist die Schicht eine Topfeinlage, welche innerhalb des Top
fes an dem Grundkörper angeordnet ist. Die Topfeinlage ist dabei vorteilhaf
terweise leicht austauschbar. Sie kann somit gegen eine Topfeinlage mit einer
andersartigen Schicht für andere Einsatzfälle ausgewechselt werden.
Besondere Vorteile weist die Erfindung auf, wenn der Topf feststehend aus
gebildet ist. Auch bei einem feststehenden Topf kann durch die entsprechende
Schicht bzw. Topfeinlage der Abzug des Umwindefadens deutlich verbessert
werden, da besonders hier die Reibung des Fadens an dem Topf besonders
stark ist und daher eine Anpassung der Reibfläche mit einer entsprechenden
verschleißfesten und reibungsarmen Schicht besondere Vorteile bringt.
Ist der Topf entlang einer Mantellinie teilbar, so ist der Austausch der Spule bei
abgelaufenem Umwindefaden besonders einfach durchführbar. Durch die Tei
lung des Topfes wird die Spule leichter zugänglich, so daß sie manuell oder
auch automatisch aus der Vorrichtung entfernt werden kann. Ist die Teilung des
Topfes in axialer Richtung angeordnet, so ist durch ein Aufklappen des Topfes
die komplette Spule frei zugänglich und somit ganz besonders einfach aus
tauschbar.
Um einen sicheren Betrieb der Umwindespinnvorrichtung zu gewährleisten, ist
der geteilte Topf mittels eines Scharniers und einem Verschluß verschließbat
so daß auch hierdurch eine einfache Bedienung und insbesondere sichere Be
triebsstellung gewährleistet ist, indem der teilbare Topf sicher verschlossen
werden kann, um ein unbeabsichtigtes Öffnen des Topfes während des Spinn
vorgangs zu vermeiden.
Um eine besonders einfache Bedienung der Vorrichtung zu gewährleisten, das
heißt um eine Spule sehr einfach ergreifen und aus der Umwindespinnvorrich
tung entnehmen zu können, bzw. wieder einsetzen zu können, ist es besonders
vorteilhaft, wenn der Topf beidseitig der Spule wegbewegt werden kann. Durch
dieses beidseitige Öffnen der Vorrichtung ist es sehr einfach möglich, die
Spule zu ergreifen und zu handhaben, da der Topf genügend weit von der
Spule und ihren Spultellern entfernt ist. Um ein positionsgenaues Verschließen
des Topfes zu gewährleisten, ist ein Anschlag vorgesehen. Gegen diesen An
schlag werden beide Teile des Topfes bewegt und dieser Stellung befestigt.
Durch den Anschlag wird sichergestellt, daß der Topf konzentrisch um die
Spule angeordnet ist, wenn er sich in geschlossener Stellung befindet.
In einer besonders vorteilhaften Ausführung ist ein Anschlag vorgesehen, wel
cher in Bezug auf die benachbarte Spindel als Anschlag dient. Damit wird zu
verlässig vermieden, daß beim Öffnen einer Spinnstelle der Topf dieser
Spinnstelle gegen eine benachbarte Spule oder Spindel schlägt und diese be
schädigt. Der Anschlag dient hierbei als Stop-Einrichtung beim Öffnen des
Topfes dieser Umwindespindel.
In einer besonders vorzugswürdigen Ausgestaltung ist der Anschlag zum kon
zentrischen Schließen der Topfteile identisch mit dem Anschlag für den be
nachbarten Topf. Hierbei weist der Anschlag eine Doppelfunktion, nämlich ei
nerseits das konzentrische Schließen des einen Topfes, sowie zum anderen
den Schutz dieses Topfes durch Beschädigung durch den benachbarten Topf
auf. Diese Gefahr einer Beschädigung besteht insbesondere dann, wenn der
Topf der benachbarten Spinnstelle entfernt ist und eine benachbarte Topfhälfte
beim Öffnen gegen die Sindefoder Spule schlagen könnte.
Ist zwischen den Teilen des Topfes eine Dichtung vorgesehen, welche bei ge
schlossenem Topf wirkt, so wird eine vorteilhafte Strömung innerhalb des
Topfes erzeugt und die Zuströmung von Fremdluft vermieden. Der innerhalb
des Topfes von der Spule ablaufende Faden wird dabei schonend und ohne
Störeinflüsse innerhalb des Topfes geführt.
In einer vorteilhaften Ausführung ist in axialer Richtung des Topfes gesehen, in
etwa in der Mitte des Topfes, eine Öffnung vorgesehen. Durch diese Öffnung
ist die Abfuhr von Wärme, welche innerhalb des Topfes erzeugt wird, möglich.
Die Temperatur innerhalb des Topfes ist dadurch in einem vorteilhaften Be
reich, in welchem einerseits ein gutes Abziehen des Fadens von der Spule,
sowie eine gute Lebensdauer der einzelnen Bauteile ermöglicht wird.
Ist die Schicht wenigstens teilweise am Innenumfang des Topfes angeordnet,
so kann eine kostengünstige Herstellung des Topfes erfolgen. Die Schicht,
welche sehr kostenintensiv sein kann, wird durch diese vorteilhafte Ausgestal
tung auf die Zonen innerhalb des Topfes beschränkt, in welchen sie ihre Ei
genschaften voll zur Wirkung bringen kann. Dies ist insbesondere an den
Stellen, an denen der Fadenballon durch den Topf begrenzt wird und somit der
Faden mit dem Topf Berührung hat. Es kann daher auch vorteilhaft sein, wenn
die Schicht wenigstens nur teilweise in axialer Richtung an der Innenseite des
Topfes angeordnet ist. Insbesondere bei einem teilbaren Topf können die
Übergangszonen der einzelnen Topfhälften besonders verschleißanfällig sein
und erfordern daher an diesen Stellen einen besonderen Verschleißschutz.
Besonders vorteilhaft und in vielen Fällen ausreichend ist es, wenn die Schicht
wenigstens in dem Bereich des Innenumfanges des Topfes angeordnet ist, in
dem das abgezogene Garn Kontakt mit dem Topf bzw. der Schicht hat. An die
sen Stellen ist der Topf mechanisch und/oder thermisch belastet, wodurch es
vorteilhaft ist, wenn diese Stellen mit der Schicht bzw. mit der entsprechend
beschichteten oder voll aus dem verschleißfesten Material bestehenden
Topfeinlage versehen ist.
In vielen Fällen ist es ausreichend und auch vorteilhaft, wenn der Grundkörper
aus Kunststoff besteht. Der Grundkörper des Topfes ist somit einfach und ko
stengünstig herstellbar. Besonders hohe Anforderungen an eine Verschleiß
festigkeit sind an den Grundkörper nicht zu stellen, da er an den entscheiden
den Stellen erfindungsgemäß beschichtet ist. Die Schicht übernimmt die Funk
tion der Verschleißfestigkeit, sowohl in mechanischer als auch in thermischer
Hinsicht und entlastet dadurch die Anforderungen an den Grundkörper.
Besonders vorteilhaft ist in einigen Anwendungsfällen, wenn die Schicht aus
Edelstahl besteht. Edelstahl kann für das Zusammenwirken mit einigen der
eingesetzten Umwindefäden, welche aus Synthetik oder Naturgarnen beste
hen, für besonders gute Reibverhältnisse sorgen. Außerdem ist es vielfältig
formbar und daher leicht mit dem Grundkörper des Topfes zu verbinden.
Ist die Schicht aus Keramik hergestellt, so ist ein besonders hoher Verschleiß
schutz gewährleistet. Die Keramik kann entweder als Schicht auf den Grund
körper des Topfes aufgebracht werden oder als Topfeinlage als Vollkörper
ausgebildet sein.
Neuartige, mechanisch und/oder thermisch verschleißfeste Kunststoffe können
ebenfalls in vorteilhafter Weise als Schicht auf den Grundkörper bzw. als
Topfeinlage eingesetzt werden. In derartigen Einsatzfällen kann der Grundkör
per aus einem hinsichtlich seiner mechanischen und/oder thermischen Eigen
schaften einfachen Kunststoff hergestellt sein, während die beanspruchten
Teile aus dem hochwertigen Kunststoff bestehen.
Um eine besonders gute Reibung und somit Ablaufeigenschaft des Fadens an
der Oberfläche der Schicht zu bewirken, ist es vorteilhaft, wenn die Schicht
strukturiert ist. So sind beispielsweise eine Orangenhaut oder eine wellige, ge
prägte, strukturierte oder gestrahlte Oberfläche je nach eingesetztem Umwinde
faden und Produktionsgeschwindigkeit von Vorteil.
In einigen Einsatzfällen ist es auch besonders vorteilhaft, wenn die Oberfläche
der Schicht poliert ist. Hier sind besonders gute Kontakteigenschaften zwi
schen Faden und Schicht zu erzielen. Es kann vorteilhaft sein, wenn die Ober
fläche bürstenpoliert, bürstenpoliert und gewabbelt oder chemisch poliert ist.
Handelt es sich bei der erfindungsgemäßen Schicht um einen dünnen Auftrag
auf einen Untergrund, so ist es vorteilhaft, wenn die Oberfläche der Topfeinla
ge mit dieser Schicht beschichtet ist.
Ist die dünne Schicht der Topfeinlage aus Chrom, Nickel oder Keramik, so ist
die Topfeinlage selbst aus einem weniger mechanisch und/oder thermisch ver
schleißbaren Material herstellbar und die erforderlichen Eigenschaften werden
vom Chrom, Nickel oder Keramik der Schicht übernommen.
Die Topfeinlage ist in ganz besonders vorteilhafter Weise auch als Adapter für
verschiedene Spulendurchmesser einsetzbar. Durch eine Variation der Dicke
der Topfeinlage sind verschiedene Spulendurchmesser dahingehend verwend
bar, daß der Abstand des Innenumfangs des Topfes unabhängig von dem ein
gesetzten Spulendurchmesser im wesentlichen konstant ist. So ist bei geringe
ren Spulendurchmessern eine dickere Topfeinlage wählbar, während bei grö
ßeren Spulendurchmessern eine dünnere Topfeinlage einsetzbar ist. Der Ab
stand der Innenseite der Topfeinlage von der Spule bzw. dem Spulenteller ist
damit im wesentlichen konstant zu halten, wodurch die Einengung des Faden
ballons in vorteilhafter Weise beeinflußt wird. Höhere Abzugsgeschwindigkei
ten sind damit möglich.
Insbesondere bei dünnen Topfeinlagen bzw. Schichten ist es vorteilhaft, wenn
ein Distanzring vorgesehen ist, welcher den Raum zwischen Topf und Schicht
bzw. Topfeinlage überbrückt und somit den Einsatz des Topfes für unter
schiedliche Spulendurchmesser ermöglicht.
Um unterschiedliche Spulenlängen bei demselben Topf einsetzen zu können,
ist es vorteilhaft, wenn die Topfeinlage derart ausgebildet ist, daß sie den In
nenraum des Topfes in axialer Richtung verkürzt. Es ist damit eine äußerst va
riable Verwendung der vorliegenden Erfindung möglich.
Es sind somit Topfeinlagen einsetzbar welche in axialer Richtung oder in radia
ler Richtung des Topfes wirken. An die für die axiale Verkürzung des Topfes
zuständige Topfeinlage ist eine andere Anforderung gestellt als an das Teil der
axialen Topfeinlage. Daher kann es vorteilhaft sein, wenn das Teil zur axialen
Verkürzung des Topfes andere Materialeigenschaften aufweist, als das in ra
dialer Richtung wirkende Teil der Topfeinlage. Das axiale Teil der Topfeinlage
muß nicht verschleißfest ausgebildet sein, so daß hier einfache Materialien
verwendet werden können.
Durch eine besondere Ausgestaltung des Innenraums des Topfes ist es mög
lich, die Richtung der Luftströmung in dem Topf im wesentlichen vorherzube
stimmen. Besonders vorteilhaft ist es daher, wenn die Topfeinlage derart ge
formt ist, daß sie die Luftströmung im Topf beeinflußt. Insbesondere eine koni
sche Ausbildung der Topfeinlage hat sich hierbei als vorteilhaft erwiesen.
Durch die Anordnung der Konizität an bestimmten Stellen der Topfeinlage ist
es sogar möglich, die Luftströmung in unterschiedlichen axialen Richtungen
des Topfes zu bewirken.
Um die Funktion der Topfeinlage besonders vorteilhaft zur Wirkung zu bringen,
soll die Topfeinlage die Spule, insbesondere deren Spulenteller eng umschlie
ßen. Es ist dabei lediglich ein Spalt erforderlich, durch welchen der Umwinde
faden im Betrieb abgezogen werden kann. Durch diesen engen Spalt ist die
Reibung des Fadens an dem Topf besonders hoch und die Erfindung beson
ders wirkungsvoll.
Ist zwischen Topf und Topfeinlage wenigstens ein Distanzring angeordnet und ist
der Distanzring austauschbar, so sind durch den Einsatz unterschiedlicher
Distanzringe unterschiedliche Topfhöhen bzw. Spulenhöhen derart ausgleichbar.
Die gesamte Bauhöhe der Vorrichtung ist dann in Bezug auf die Höhe der
Hohlwelle einstellbar oder kann bei Bedarf auch unverändert bleiben.
Weitere Vorteile der Erfindung werden in der folgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Umwindespindel
Fig. 2 eine Draufsicht in axialer Richtung auf eine Umwindespindel aus
Fig. 1
Fig. 3 eine Draufsicht in axialer Richtung auf einen geöffneten Topf
Fig. 4 eine Seitenansicht auf einen geöffneten Topf aus Fig. 3
Fig. 5 einen beidseitig zu öffnenden Topf.
In Fig. 1 ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Umwindegarn in geschnitte
ner Seitenansicht dargestellt. Eine Umwindespindel besteht aus einer Hohlwel
le 2, welche mittels eines Antriebsmotors 1 angetrieben ist. Der Antriebsmotor
1 bringt die Umwindespindel auf Drehzahlen von über 30.000 Umdrehungen
pro min. Auf der Hohlwelle 2 ist eine Spulenmitnahme 3 sowie ein Adapter 4
angeordnet, zwischen welchen eine Spule 5 derart angeordnet ist, daß sie bei
Bedarf gegen eine andere Spule ausgewechselt werden kann. Andere Spulen
5 können dabei unterschiedliche Durchmesser und unterschiedliche axiale
Längen aufweisen.
Die Spule 5 steht mit der Spulenmitnahme und dem Adapter 4 und damit der
angetriebenen Hohlwelle 2 in kraft- oder formschlüssiger Verbindung, so daß
die Drehung der Hohlwelle 2 auf die Spule 5 übertragen wird.
Auf der Spule 5 befindet sich eine angedeutete Wicklung 13, welche einen
Mantelfaden 6 beinhaltet. Der Mantelfaden 6 wird von der Spule 5 abgezogen
und um einen Kernfaden 7, welcher durch die Hohlwelle 2 zugeführt wird, ab
gezogen und durch die Drehung der Spule 5 um den Kernfaden 7 gewunden.
Beim Abziehen des Mantelfadens 6 entsteht durch die Zentrifugalkraft eine
ballonförmige Ausbildung des Mantelfadens 6. Dieser Fadenballon wird durch
einen Topf 8 beschränkt. Der Topf 8 ist in einem Abstand 12 von einem Spu
lenteller 10 der Spule 5 um die Spule 5 angeordnet. Der Topf 8 weist weiterhin
einen gewissen axialen Überstand 11 auf, um ein störungsfreies Abziehen des
Mantelfadens 6 sowie günstige Strömungsverhältnisse zu gewährleisten. Ne
ben der Begrenzung des Fadenballons des Mantelfadens 6 bewirkt der Topf 8
darüber hinaus, daß der Mantelfaden 6 und das entstehende Umwindegarn vor
Verschmutzung geschützt ist, keine oder wenige Wirbel in der Umgebung des
Mantelfadens 6 erzeugt und damit einen hochwertigen Umwindefaden erzeu
gen läßt.
Der Abstand 12 zwischen Topf 8 und Spulenteller 10 ist derart zu bemessen,
daß der Mantelfaden 6 durch diese ringförmige Öffnung abgezogen werden
kann, ohne daß es zu einer Störung, beispielsweise einen Fadenbruch, kommt.
Der Topf 8 ist co-axial um die Spule 5 bzw. die Spulenteller 10 angeordnet. In
dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist der Topf 8 in axialer Richtung der
Spule 5 geteilt. Die beiden Hälften des Topfes 8 sind mittels eines Scharnierge
lenks 14 voneinander entfernbar. Durch dieses Öffnen des Topfes 8 ist es auf
einfache Weise möglich, die Spule 5 bei Bedarf auszuwechseln. Die Spule 5 ist
durch den geöffneten Topf besonders leicht zugänglich und kann damit sehr
einfach ausgetauscht werden. Außerdem ist es besonders vorteilhaft einen ge
rissenen Mantelfaden 6 wieder aufzunehmen und den Fadenherstellungspro
zeß wieder zu starten.
Das Scharniergelenk 14 besteht aus einer Achse 15 und Befestigungen 16,
wobei jede Befestigung 16 mit einer Halbschale des Topfes 8 verbunden ist.
Die Befestigungen 16 sind um die Achse 15 drehbar angeordnet, so daß die
Topfhälften des Topfes 8 voneinander entfernbar sind.
Zwischen Topf 8 und einem Gehäuse 17 der Umwindespinnvorrichtung ist ein
Distanzring 18 angeordnet. Der Distanzring 18 bewirkt, daß der Topf 8 einen
vorbestimmten Abstand zu dem Gehäuse 17 aufweist und damit die Lagerung
der Hohlwelle 2 ermöglicht. Der Distanzring 18 kann in vorteilhafter Weise der
art ausgebildet sein, daß er Strömungsöffnungen aufweist, durch welche die in
den Topf 8 eindringende Luftströmung aus dem Topf 8 in vorbestimmter Weise
wieder austreten kann. Durch diese vorherbestimmbare Strömung wird eine
definierte und vorteilhafte Luftströmung in dem Topf 8 erzeugt. Hierdurch ent
steht einerseits eine Kühlung des Topfes 8 und andererseits eine energiespa
rende, da nur eine geringe Luftreibung aufweisende Drehung der Spule 5 und
Abzug des Mantelfadens 6 bewirkt wird.
Durch den Einsatz unterschiedlicher Distanzringe 18 können unterschiedliche
Spulen, insbesondere unterschiedliche Spulenhöhen verarbeitet werden. Da
für einen guten Abzug des Fadens von der Spule der Weg des Fadens von der
Spule zur Umwindestelle wichtig ist, können durch unterschiedliche Distanz
ringhöhen und eventuell unterschiedliche Höhen des Topfes 8 unterschiedliche
Spulenhöhen von unten ausgeglichen werden. Es kann dann dieselbe Hohlwel
le 2 verwendet werden.
Am Abzugsende des Topfes 8 ist eine Schicht 30 an der Innenseite des Topfes
8 angeordnet. Die Schicht 30 ist mechanisch und/oder thermisch verschleiß
fest. Der abgezogene Mantelfaden 6, der einen Fadenballon bildet, berührt im
Bereich der Schicht 30 den Topf 8 bzw. die Schicht 30. Durch diese Berührung
entsteht ein mechanischer und thermischer Verschleiß, welchem die Schicht 30
widersteht. Die Schicht 30 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel axial be
grenzt, da es im allgemeinen einen begrenzten Bereich am Topf 8 gibt, an wel
chem der Fadenballon des Mantelfadens 6 Kontakt mit dem Topf 8 haben
kann. Es ist daher in vielen Fällen ausreichend, eine axial begrenzte Beschich
tung des Topfes 8 durchzuführen.
Die Schicht 30 kann als Oberflächenbeschichtung des Topfes 8 ausgeführt
sein. Ist der Topf 8 aus Kunststoff hergestellt, so kann dieser Kunststoff mit
beispielsweise Chrom oder Edelstahl beschichtet sein, um eine Verschleißfe
stigkeit des Kunststoffes an dieser Stelle zu erzielen. Die Schicht 30 kann auch
aus einem weiteren, andersartigen Kunststoff bestehen, welcher ebenfalls wie
die Chromschicht weitgehend resistent gegen mechanischen oder thermischen
Verschleiß ist. Um eine gute Wärmeleitfähigkeit zu erhalten, kann der Grund
körper des Topfes auch aus Aluminium hergestellt sein.
Die Schicht 30 kann eine Topfeinlage 31, 33 sein, welche als separates Teil
ausgebildet ist und an dem Topf 8 befestigt ist. An den Übergangsstellen zwi
schen Topfeinlage 31, 33 und Topf 8 ist darauf zu achten, daß sie möglichst
gratfrei ist, damit keine Verletzungsgefahr für den Mantelfaden 6 besteht. Es
kann hierbei vorteilhaft sein, wenn die Enden der Topfeinlage 31, 33 im Topf 8
versenkt angeordnet sind oder zumindest eine Phase beinhalten, um ein Auf
scheuern des Mantelfadens 6 an dieser Kante zu vermeiden.
Die Schicht 30 kann auch eine besonders geformte Oberfläche, beispielsweise
eine Orangenhaut-ähnliche Oberfläche aufweisen. Hierdurch wird die Gleitei
genschaft des Mantelfadens 6 an der Schicht 30 besonders vorteilhaft beein
flußt, da die Reibung deutlich reduziert ist.
Die konkrete Ausführung der Schicht 30 hängt vielfach von der Art des Mantel
fadens 6 sowie der Geschwindigkeit des Abzugs und des Durchmessers des
Topfes 8 ab. Hierdurch entstehen Kräfte auf den Mantelfaden 6, welche durch
mehr oder weniger intensive Maßnahmen bei der Gestaltung der Schicht 30
ausgeglichen werden müssen.
Am Boden des Topfes 8 ist eine axiale Topfeinlage 31 angeordnet. Mittels der
axialen Topfeinlage 31 ist die Verwendung unterschiedlich langer Spulen S
möglich. Der untere Überstand 11, der ein bestimmtes vorgegebenes Maß
nicht überschreiten soll, um die Luftströmung nicht ungünstig zu beeinflussen,
kann durch die axiale Topfeinlage 31 auf ein zulässiges Maß angepaßt wer
den.
Für unterschiedliche axiale Längen der Spule 5 sind somit unterschiedlich dik
ke axiale Topfeinlage 31 einsetzbar. Es ist damit möglich, im wesentlichen
gleichbleibende Strömungsverhältnisse innerhalb des Topfes 8 auch bei Ein
satz unterschiedlicher Spulen 8 beizubehalten.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf einen Topf 8 mit seiner schwenkbaren Befe
stigung aus Fig. 1. Die Befestigungen 16 bilden zusammen mit der Achse 15
das Scharniergelenk 14. An jeder Befestigung 16 ist mittels Schrauben eine
Hälfte 8a, 8b des Topfes 8 befestigt. Die Hälften 8a und 8b teilen den Topf 8,
so daß durch ein Schwenken um die Achse 15 ein Öffnen der Vorrichtung er
folgt. Im geschlossenen Zustand des Topfes 8 entstehen zwei Stoßnähte 20
zwischen den beiden Hälften 8a und 8b. Diese Stoßnähte 20 stellen eine kriti
sche Stelle für den Abzug des Mantelfadens 6 dar. Der Mantelfaden 6, der in
dem Abstand 12 zwischen dem Topf 8 und dem Spulenteller 12 hindurchgezo
gen wird, gleitet über diese Stoßnähte 20. Einerseits kann hierbei eine Be
schädigung des Mantelfadens 6 erfolgen. Andererseits ist an der Stoßnaht 20
ein erhöhter Verschleiß zu beobachten, wenn die Stoßnaht 20 nicht vorteilhaft
ausgebildet ist. Es hat sich deshalb als vorteilhaft erwiesen, wenn die Stoßnaht
20 versenkt ausgebildet ist, das heißt, daß entweder die Schicht 30 an der
Stelle der Stoßnaht 20 dünner ausgebildet ist als an den übrigen Stellen, so
daß eine Absenkung der Stoßnaht 20 entsteht, über welche der Mantelfaden 6
störungsfrei gleitet. Es ist auch möglich, daß in Art einer Sprungschanze die
Seite der Schicht 30, von welcher der Mantelfaden bei seiner Umdrehung
kommt, erhöht ausgebildet ist im Vergleich zu der Seite der Schicht 30, auf
welche der Mantelfaden 6 anschließend gelangt. Auch auf diese Weise springt
der Mantelfaden 6 über die kritische Stelle der Stoßnaht 20, wodurch eine Be
schädigung vermieden werden kann.
In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dar
gestellt. Der Topf 8 ist hierbei wiederum in axialer Richtung geteilt, so daß zwei
Topfhälften 8ä und 8b vorhanden sind. Die Topfhälften 8a und 8b sind über die
Achse 15 miteinander verbunden, so daß sie zum Öffnen voneinander wegge
schwenkt werden können. Eine der beiden Hälften des Topfes, nämlich die
Hälfte 8a, ist auf dem Distanzring 18 befestigt. Beim Öffnen des Topfes 8 wird
somit die Hälfte 8b von der Hälfte 8a weggeschwenkt. Um eine definierte Posi
tion und insbesondere eine selbsteinstellende Position der Hälfte 8b zu be
werkstelligen, ist eine Feder 21 vorgesehen. Je nach Bedarf kann vorgesehen
sein, daß die Feder 21 in unbelasteter Stellung die Hälfte 8b in geöffneter
Stellung hält, oder es kann vorgesehen sein, daß aus Sicherheitsgründen die
Feder 21 dafür sorgt, daß die Hälfte 8b stets in Richtung auf die Hälfte 8a zu
schwenkt, wenn keine weitere Kraft gegen die Federkraft wirkt.
Zum Verschließen der beiden Hälften 8a und 8b ist in der Hälfte 8a ein Haken
22 vorgesehen, welcher mit einem Stift 23 der Hälfte 8b zusammenwirkt. Sind
Haken 22 und Stift 23 in beiderseitigem Kontakt, so ist der Topf 8 geschlossen.
Durch ein Betätigen des Hakens 22 ist die Hälfte 8b von der Hälfte 8a
wegdrehbar.
Besonders vorteilhaft ist eine weitere nicht dargestellte Ausführung, bei der
beide Hälften 8a und 8b um die Achse 15 drehbar uns somit nicht an dem Di
stanzring befestigt sind. Hier ist die Bedienung zum Auswechseln der Spule
besonders einfach realisierbar.
Um eine exakte Positionierung der Hälften 8a und 8b zu gewährleisten, sind
Stifte 25 und Öffnungen 26, welche miteinander korrespondieren, vorgesehen.
Durch diese Zentriervorrichtung wird sichergestellt, daß die Hälfte 8a und 8b
stets in vorbestimmter Position zueinander in geschlossener Stellung stehen.
Hierdurch sind die vorbestimmten Strömungsverhältnisse sowie insbesondere
die Stoßnähte 20 derart auszubilden, daß der Mantelfaden 6 nicht beschädigt
wird.
In dem Distanzring 18 ist ein Luftspalt 35 vorgesehen, welcher an einem Teil
des Umfangs des unteren axialen Endes des Topfes angeordnet ist. Durch die
sen Luftspalt 35 wird Luft, welche am oberen Ende des Topfes 8 eingesaugt
wird, gezielt abgeführt. Durch eine entsprechende Anordnung des Luftspalts 35
am Umfang des Topfes 8 bzw. des Distanzrings 18 sowie einem bestimmten
Querschnitt der Öffnung ist eine gezielte Durchströmung des Topfes 8 zu be
werkstelligen. Insbesondere kann durch den Luftspalt 35 abströmende Luft ge
zielt beispielsweise für Kühlung anderer Aggregate der Umwindespinnvorrich
tung eingesetzt werden. Die Luft kann auch zur Säuberung der Umwindespinn
vorrichtung verwendet werden, wenn sie an entsprechende, verschmutzungs
empfindliche Stellen der Spinnvorrichtung geleitet wird.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4 ist die Schicht 30 massiv als
Topfeinlage ausgebildet. Jede der Hälften 8a und 8b besteht aus einem
Grundkörper 38a und 38b. In dem Grundkörper 38a und 38b ist jeweils eine
Schicht 30a und 30b als Topfeinlage angeordnet. Die Topfeinlage 30a, 30b
besteht aus einem Material, das mechanisch und/oder thermisch verschleißfest
ist. Es kann sich hierbei um Edelstahl handeln, oder um entsprechend ausge
bildete Kunststoffe, welche die erforderlichen Eigenschaften aufweisen. Die
Topfeinlage 30a und 30b ist über die komplette axiale Länge des Topfes 8 an
geordnet. Es wird damit sichergestellt, daß, auch wenn der Faden an unteren
Bereichen des Topfes 8 Kontakt mit dem Topf 8 hat, beispielsweise bei einem
Fadenbruch, daß auch hier ein Verschleißschutz vorgesehen ist. Darüber hin
aus ist bei einer vollflächigen Auskleidung des Topfes mit der Schicht 30 eine
zusätzliche Stoßstelle vermieden, an welcher es zu einer Beschädigung des
Fadens 6 kommen kann.
Die Topfeinlage 33 ist mit ihrer Schicht 30a, 30b an ihrem oberen Ende mit
einer Konizität 32 versehen. Die Konizität 32 bewirkt einerseits, daß der Man
telfaden 6, welcher an dieser Stelle abgezogen wird, vor Beschädigung ge
schützt ist. Andererseits kann die Konizität 32 eine vorteilhafte Beeinflussung
der Luftströmung bewirken, welche in den Topf 8 bzw. aus dem Topf 8 gelangt.
Durch eine Änderung der Konizität 32, insbesondere auch in Verbindung mit
einer Änderung der Öffnung des Distanzringes 18 ist es, wie Versuche zeigten,
sogar möglich, daß eine Umkehr der Luftströmung erzeugt wird. Diese überra
schende Feststellung führt dazu, daß durch unterschiedliche Einlagen 30a, 30b
deutlich unterschiedliche Luftströmungen erzeugt werden können. Hierdurch
kann auf besondere Spinnverhältnisse Einfluß genommen werden und ein op
timales Garn mit optimalen Laufeigenschaften erzeugt werden.
Im mittigen Bereich des Topfes 8 bzw. der Topfhälfte 8a, ist eine Öffnung 36
vorgesehen. Durch diese Öffnung 36 ist eine gute Wärmeabfuhr aus dem Topf
8 gewährleistet. Nachdem festgestellt wurde, daß der Topf insbesondere in
diesem Bereich eine erhöhte Erwärmung während des Betriebs aufweist, hat es
sich als besonders vorteilhaft ergeben, hier eine Öffnung 36 vorzusehen. Ein
Wärmestau innerhalb des Topfes 8 wird somit zuverlässig vermieden, da die
aufgestaute Wärme aus dem Topf 8 durch die Öffnung 36 entweichen kann.
Öffnungen, wie die dargestellte Öffnung 36, sind sowohl in beiden Hälften als
auch in einzelnen Hälften anordenbar. Sie können selbstverständlich auch in
einem anderen als dem hier dargestellten Bereich, mehrfach oder in anderen
Größen vorgesehen sein. Es ist stets darauf zu achten, daß der Fadenlauf
möglichst wenig gestört ist durch die Öffnung 36.
In Fig. 4 ist eine Draufsicht auf die Vorrichtung aus Fig. 3 dargestellt: Wäh
rend die Topfhälfte 8a fest auf dem Distanzring 18 befestigt ist, ist die Topfhälf
te 8b von der Topfhälfte 8a wegschwenkbar. Als Schwenkachse dient die Ach
se 15. Die Feder 21 sorgt dafür, daß die Hälfte 8b in einer definierten, entwe
der geöffneten oder geschlossenen Stellung in entspanntem Zustand der Fe
der 21 gehalten wird. Über die Zentrierstifte 25 werden die Hälften 8a und 8b in
einer vorbestimmten Position gehalten, so daß keine unbeabsichtigten Stöße
an den Stoßnähten 20 entstehen. In geschlossener Stellung werden die Hälf
ten 8a und 8b mittels des Hakens 22, welcher mit dem Stift 23 der anderen
Hälfte 8b zusammenwirkt, gehalten.
Um unterschiedliche Spulendurchmesser mit dem gleichen Grundkörper 38a
und 38b verwenden zu können, kann vorgesehen sein, unterschiedlich dicke
Schichten 30a, 30b bzw. Topfeinlagen 33 zu verwenden. Dabei kann entweder
die Topfeinlage 33 in unterschiedlichen Dicken ausgebildet sein oder es kön
nen Distanzstücke zwischen dem Grundkörper 38a und 38b und der Einlage 33
angeordnet sein. Dadurch sind größere Distanzen überbrückbar, wodurch der
Abstand 12 zwischen effektiv wirkender Topfinnenwand und Spulenteller 10
wirkt, beibehalten werden.
In Fig. 5 ist ein beidseitig zu öffnender Topf 8 dargestellt. Die Topfhälften 8a
und 8b werden um die Achse 15 ausgelenkt. Jede Topfhälfte 8a oder 8b ist
dabei beweglich ausgeführt. Um eine konzentrische Umschließung einer nicht
dargestellten Spule bewirken zu können, sind Anschläge 41 vorgesehen, wel
che beispielsweise am nicht dargestellten Distanzring 18 befestigt sind. Mittels
der Anschläge 41 sind die Topfhälften 8a und 8b in eine maximale Schließstel
lung bringbar. HierdUrch wird ein konzentrischer Ringspalt zwischen Spulentel
ler und Topfhälfte 8a, 8b erzeugt. Die Anschläge 41 dienen darüber hinaus als
Begrenzung für benachbarte Spulen, wenn deren Topf 8 beispielsweise aus
Wartungsgründen entfernt ist. Der Anschlag 41' der benachbarten Spinnstelle
ist dabei so angeordnet, daß er als äußerer Anschlag für die Topfhälfte, hier
8b, dient. Sofern die benachbarte Spinnstelle mit einem Topf, hier 8b', verse
hen ist, schlägt die Topfhälfte 8a gegen diese Topfhälfte 8b', so daß auch hier
ein begrenzender Anschlag vorliegt.
Um die Topfhälften 8a und 8b dicht miteinander zu verschließen, ist an den
Stößen 20 eine Dichtung 40 vorgesehen. Die Dichtung 40 verschließt die
Topfhälften 8a und 8b derart miteinander, so daß eine Luftströmung entweder
von innerhalb des Topfes nach außerhalb des Topfes oder umgekehrt vermie
den wird. Dadurch ist ein ruhiger und störungsfreier Fadenlauf ohne storender
oder eventuell schmutzbehafteter Fremdluft gewährleistet.
Die Vorrichtung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele be
schränkt. So sind selbstverständlich auch andersartige Teilungen des Topfes
8, beispielsweise in Umfangsrichtung der Spule denkbar. In diesem Fall ist
durch ein axiales Auseinanderbewegen der Topfhälften die Spule leicht zu
gänglich machbar. Es sind auch kombinierte Teilungen in horizontaler und ver
tikaler Richtung des Topfes mit entsprechenden Beschichtungen unter den
Schutz der vorliegenden Erfindung fallend zu betrachten. Selbstverständlich ist
die Erfindung mit der Beschichtung der Topfinnenseite auch bei ungeteilten
Töpfen anwendbar, auch wenn hierbei die Bedienung der Spule verschlechtert
ist.
Claims (29)
1. Vorrichtung zur Herstellung von Umwindegarn, bei dem ein Garnkem (7)
von einem oder mehreren Fäden (6) wendelförmig umwunden ist, wobei
eine Umwindespindel mit einer Spule (5) vorgesehen ist, auf der sich der
umwindende Faden (6) befindet, und mit einem die Umwindespindel
umgebenden Topf (8, 8a, 8b), dadurch gekennzeichnet, daß der Topf (8,
8a, 8b) aus einem Grundkörper (9, 38) und einer wenigstens teilweise die
Spule (5) umgebenden mechanisch und/oder thermisch verschleißfesten
Schicht (30, 30a, 30b) besteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht
(30) eine Topfeinlage (31, 33) ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Topf (8) feststehend ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Topfeinlage (31, 33) die Spule (5), insbesondere
deren Spulenteller (10) eng umschließt.
5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß derTopf (8) entlang einer Mantellinie teilbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Teilung des Topfes (8, 8a, 8b) in axialer
Richtung angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Teile des Topfes (8a, 8b) mit einem Scharnier
(14) und einem Verschluß (22) versehen sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß beide Teile des Topfes (8a, 8b) von der Spule (5)
wegbewegbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß den Teilen des Topfes (8a, 8b) ein Anschlag (41)
zum Schließen des Topfes zugeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Anschlag (41'), insbesondere der Anschlag zum
Schließen des Topfes, als Anschlag für einen Topf einer benachbarten
Umwindespindel vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen den Teilen des Topfes (8a, 8b) eine
Dichtung (40) vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem Topf (8), insbesondere etwa in der Mitte des
Topfes (8) eine Öffnung (36) vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schicht (30, 30a, 30b) wenigstens teilweise am
Innenumfang des Topfes (8, 8a, 8b) angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorherigen' Ansprüche; dadurch
gekennzeichnet, daß die Schicht (30, 30a, 30b) wenigstens teilweise in
axialer Richtung an der Innenseite des Topfes (8; 8a, 8b) angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schicht (30, 30a, 30b) wenigstens in dem
Bereich des Innenumfanges des Topfes (8, 8a, 8b) angeordnet ist, in dem
das abgezogene Garn (6) Kontakt mit dem Topf (8, 8a, 8b) bzw. der
Schicht (30, 30a, 30b) hat.
16. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Grundkörper (9, 38) aus Kunststoff ist.
17. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schicht (30, 30a, 30b) aus Edelstahl ist.
18. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schicht (30, 30a, 30b) aus mechanisch und/oder
thermisch verschleißfestem Kunststoff ist.
19. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Schicht (30, 30a, 30b)
strukturiert ist.
20. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Schicht (30, 30a, 30b) poliert ist.
21. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Topfeinlage (31, 33) mit der
Schicht (30, 30a, 30b) beschichtet ist.
22. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schicht (30, 30a, 30b) Chrom, Nickel oder
Keramik ist.
23. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dicke der Topfeinlage (31, 33) in Abhängigkeit
des Durchmessers der Spule (5) gewählt ist.
24. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen Topf (8, 8a, 8b) und Topfeinlage (31, 33)
wenigstens ein Distanzring (18) angeordnet ist.
25. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Topfeinlage (31, 33) derart ausgebildet ist, daß
sie den Innenraum des Topfes (8, 8a, 8b) in axialer Richtung zur
Anpassung an unterschiedliche Spulenlängen verkürzt.
26. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die in axialer Richtung auf den Innenraum des
Topfes wirkende Topfeinlage (31) aus einem anderen Material hergestellt
ist als die in radialer Richtung wirkende Topfeinlage (33).
27. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Innenraum des Topfes (8, 8a, 8b), insbesondere
die Topfeinlage (33) derart geformt, insbesondere wenigstens teilweise
konisch ausgebildet ist, so daß die Richtung der Luftströmung in dem
Topf (8, 8a, 8b) im wesentlichen vorbestimmt ist.
28. Vorrichtung zur Herstellung von Umwindegarn, bei dem ein Garnkern (7)
von einem oder mehreren Fäden (6) wendelförmig umwunden ist, wobei
eine Umwindespindel mit einer Spule (5) vorgesehen ist, auf der sich der
umwindende Faden (6) befindet, und mit einem die Umwindespindel
umgebenden Topf (8, 8a, 8b), dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
Topf (8, 8a, 8b) und Gehäuse (17) wenigstens ein Distanzring (18)
austauschbar angeordnet ist.
29. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Distanzring (18) eine Höhe aufweist, so daß
unterschiedliche Topfhöhen bzw. Spulenhöhen derart ausgleichbar sind,
daß die gesamte Bauhöhe in Bezug auf die Höhe der Hohlwelle (2)
einstellbar oder unverändert bleibt.
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| Date | Code | Title | Description |
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| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: TEMCO TEXTILMASCHINENKOMPONENTEN GMBH, 97762 HAMME |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |