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DE19924697A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Konfektionierung von Druckwerken aus Druckbögen - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Konfektionierung von Druckwerken aus Druckbögen

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DE19924697A1
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Sven Busse
Matthias Wehling
Michael Grages
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OTTO KUENNECKE GMBH, 37603 HOLZMINDEN, DE
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OTTO KUENNECKE MASCHB und ANLA
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  • Separation, Sorting, Adjustment, Or Bending Of Sheets To Be Conveyed (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Konfektionierung von Druckwerken aus Druckbögen sowie Teile für eine solche Vorrichtung. Aus der Praxis bekannte Vorrichtungen arbeiten mit seitlichen Perforationen, sogenannten Traktorspuren. Die Traktorspuren werden nach der Übergabe an die Konfektioniervorrichtung in einer Schneidevorrichtung seitlich beschnitten und dann zu Druckwerken mit einer oder mehreren Blättern zusammengelegt. Die genannte Konfektionierung hat den Nachteil, daß durch das Abschneiden der Traktorspuren große Abfallmengen entstehen. Gemäß die Erfindung wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, daß seitlich nicht perforierte Einzelblätter verarbeitet werden, wozu ein erster und ein zweiter Zuführkanal (18, 20) vorgesehen sind, die in einem Übergabebereich (22) in einen Ausgabekanal (24) münden. In dem Übergabebereich (22) werden die Druckbögen in zueinander vertikal versetzten Ebenen (26, 28) geführt.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Konfektionierung von Druckwerken aus seitlich nicht perforierten Druckbögen sowie Teile für eine solche Vor­ richtung.
Aus der Praxis ist es bekannt, Druckwerke zu erstellen, die eine geringere Breite aufweisen als die Druckbögen, die dazu im Druckmaschinen bedruckt werden. Der häufigste Fall ist dabei das maschinelle Erstellen von Postversandstücken im DIN A4 Format aus DIN A3 Druckbögen, die in DIN A4 Druc­ kern bedruckt werden, in einer Konfektioniervorrichtung.
Bei dieser Konfektionierung werden DIN A3 Druckbögen mit seitlichen Perforationen, sogenannten Traktorspuren verwen­ det, mit welchen auch bei hoher Verarbeitungsgeschwindig­ keit ein präziser Papiervorschub gewährleistet ist. Die Traktorspuren werden nach der Übergabe an die Konfektio­ niervorrichtung in einer Schneidevorrichtung längs geteilt und seitlich beschnitten und dann zu Druckwerken mit einer oder mehreren Blättern zusammengelegt.
Die genannte Konfektionierung hat den Nachteil, daß durch das Abschneiden der Traktorspuren große Abfallmengen ent­ stehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Konfektionierung von Druckwerken so­ wie Teile für eine solche Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, mit welchen mit hoher Geschwindigkeit unter Ver­ meidung von Abfall Druckwerke konfektionierbar sind.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 17, 18 bzw. 19.
Gemäß der Erfindung werden die Druckwerke nach dem Prinzip Einzelblattverarbeitung aus seitlich nicht perforierten Druckbögen (Einzelblättern) konfektioniert. Dadurch ent­ fällt das seitliche Beschneiden und der damit verbundene Abfall wird vermieden.
Um das Prinzip Einzelblattverarbeitung mit hoher Geschwin­ digkeit durchführen zu könne, sind für den Fluß der Druck­ bögen durch die Vorrichtung gemäß Anspruch 1 ein erster und ein zweiter Zuführkanal vorgesehen, die in einem Übergabe­ breich in einen Ausgabekanal münden. In dem Übergabebereich werden die Druckbögen in zueinander vertikal versetzten Ebenen geführt, so daß es möglich ist, über beide Zuführ­ kanäle gleichzeitig Druckbögen zuzuführen. Dadurch lassen sich hohe Taktzahlen erreichen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsformen ist der Übergabe­ bereich V- oder Y-förmig ausgebildet. Dadurch, daß gleich­ zeitig mit dem auch bei Stand der Technik notwendigen Quer­ vorschub ein Längsvorschub erfolgt, wird Platz geschaffen für nachfolgende Druckbögen und es werden Wartetakte ver­ mieden, so daß auch bei an sich geringer Transportgeschin­ digkeit der Druckbögen hohe Taktzahlen realisierbar sind. Durch die verhältnismäßig geringe Transportgeschwindigkeit der Druckbögen wird verhindert, daß die nicht mehr form­ schlüssig zwangsgeführten Druckbögen übermäßig verkanteten und Papierstaus verursachen. Zu diesem Zweck ist es insbe­ sondere vorteilhaft, im Übergabebereich eine erste und eine zweite Transportvorrichtung vorzusehen, die V-förmig zuein­ ander unter einem Übergabewinkel α angeordnet sind, so daß die Druckbögen im wesentlichen ohne Drehung um ihre Hoch­ achse gleichzeitig in Richtung der Zuführkanäle und quer dazu transportiert werden. Ein Übergabewinkel α von 38° bis 44°, insbesondere von 41° hat sich als besonders geeignet erwiesen.
Mit einem Trennblech, auf dem Druckbögen des zweiten Zu­ führkanals in eine Position oberhalb der Bahn der Druck­ bögen des ersten Zuführkanals geführt werden, wird verhin­ dert, daß es aufgrund von Reibung zwischen den Druckbögen frühzeitig zu Verkantungen kommt. Eine rampenförmig ab­ fallend ausgebildete Abgleitzone bewirkt, daß die Druck­ bögen unter einem flachen Winkel unter Bildung eines Luft­ polsters aufeinandergleiten können.
Da es für die Einzelblattverarbeitung vorteilhaft ist, wenn nicht mehrere Antriebsmittel gleichzeitig, sich unter Um­ ständen gegenseitig störend auf einen Druckbogen einwirken, weisen der erste und der zweite Zuführkanal eine erste bzw. eine davon getrennte zweite Transporteinrichtung auf. Bei diesen ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Ab­ stand der Abgabepunkte der Transporteinrichtungen zu den Annahmepunkten der Transporteinrichtung des Übergabebereich größer als die Blattlänge der durch den jeweiligen Zuführ­ kanal verarbeiteten Druckbögen.
Wenn der Abstand der Abgabepunkte der Transporteinrichtun­ gen zu den Annahmepunkten der Transporteinrichtung ein­ stellbar ist, ist die Vorrichtung problemlos für unter­ schiedliche Druckbögenlängen einstellbar.
Ausrichtstationen für die Druckbögen am dem Übergabebereich zugewandten Ende der Zuführkanäle ermöglichen, daß ver­ kantete Druckbögen von den Transportvorrichtungen im Über­ gabebreich ohne Probleme erfaßt werden können. Die Aus­ richtstationen weisen vorzugsweise frei drehbare Kugeln auf, die als Andruckmittel für Traktionswalzen ausgebildet sind, so daß Druckbögen unter den Kugeln verschiebbar und verdrehbar sind.
Da es erwünscht ist, daß die Druckbögen im Übergabebereich nicht gedreht werden, weisen die erste und die zweite Transportvorrichtung Traktionsriemen und mit diesen zusam­ menwirkende Andrückrollen auf. Wenn die Andrückrollen je­ weils einzeln in einer Betriebs- oder einer Bereitschafts­ position positionierbar sind, ist darüber die verarbeitbare Druckbogenlänge besonders einfach einstellbar.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Anpreßdruck der Andrückrollen in Abhängigkeit der verarbeiteten Druck­ bögen einstellbar. Damit ist es dann möglich sowohl dünne Pergamente und 40 g Papier als auch kartonartige Hochglanz­ bögen zu verarbeiten.
Druckbögenvereinzeler im ersten und/oder zweiten Zuführ­ kanal verhindern, daß durch eine forcierte Druckbogenzufuhr Papierstaus entstehen können. Da die Druckbogenvereinzelung ein wesentliches Element des erfindunggemäßen Konzepts ist, in welchem sich schon der ganze Erfindungsgedanke mani­ festiert, wird für einen Druckbögenvereinzeler auch unab­ hängig von der Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 15 Schutz beansprucht.
Wenn mittels einer Steuerung die Transportvorrichtungen, Transporteinrichtungen und Transportmittel unabhängig von­ einander antreibbar sind, so daß auch ein gleichzeitiger oder überlappender Betrieb der Transportvorrichtungen im Übergabebereich möglich ist, wird dadurch die Einzelblatt­ verarbeitung unterstützt. Es ist dann auch möglich, in be­ liebiger Reihenfolge Druckwerke mit unterschiedlicher Sei­ tenzahl und unterschiedlichem Drucktext zu verarbeiten, wo­ bei auch einseitige Druckwerke und Druckwerke mit einer Seite 1 wahlweise aus dem ersten oder zweiten Zuführkanal möglich sind. Für die genannte Steuerung für eine solche Vorrichtung mit mindestens vier Motorsteuerungskänalen und einer Sensoranordnung, wobei die Betriebssignale der Motor­ steuerungskanäle Motore der Vorrichtung intermittierend so antreiben, daß jeweils ein Druckbogen durch den Bereich des betreffenden Motors transportiert wird, wird auch unabhän­ gig von der Vorrichtung Schutz beansprucht.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der Be­ schreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Konfektioniervorrichtung in einer Seitenansicht,
Fig. 2 die Konfektioniervorrichtung in Fig. 1 in einer An­ sicht von oben gemäß dem Pfeil II,
Fig. 3 einen Schnitt durch die Konfektioniervorrichtung in Fig. 1 gemäß der Linie III-III,
Fig. 4 einen Schnitt durch die Konfektioniervorrichtung in Fig. 1 gemäß der Linie IV-IV,
Fig. 5 einen Schnitt durch die Konfektioniervorrichtung in Fig. 1 gemäß der Linie V-V,
Fig. 6 einen Schnitt durch die Konfektioniervorrichtung in Fig. 1 gemäß der Linie VI-VI, und
Fig. 7 einen Schnitt durch die Konfektioniervorrichtung in Fig. 1 gemäß der Linie VII-VII.
Die in den Fig. 1 bis 7 gezeigte Konfektioniervorrichtung 10 dient zur Einspeisung loser Blätter (Druckbögen) in eine Mailinganlage.
Der Transport der Blätter erfolgt in Richtung des Pfeiles A. Blätter, die beispielsweise aus einem A3 Laserdrucker (nicht gezeigt) nach einem Trennschnitt entlang ihrer Mit­ tellinie im Bereich eines Zuführtrichters 12 in die Konfek­ tioniervorrichtung 10 eingespeist werden, werden zunächst von Druckbögenvereinzelern 14, 16 vor einem ersten und einem zweiten Zuführkanal 18, 20 erfaßt. Durch die Zuführ­ kanäle 18, 20 werden die Druckbögen einem Übergabebereich 22 zugeführt, in welchem je nach Bedarf mehrere Druckbögen übereinander geführt werden.
In dem Übergabebereich 22, der V-förmig ausgebildet ist, werden die Druckbögen, die bis dahin in nebeneinander lie­ genden Bahnen geführt worden sind, um im wesentlichen 50% der Druckbogenbreite zur Mitte der Konfektioniervorrichtung 10 versetzt und einem Ausgabekanal 24 zugeführt. Um bei diesem Vorgang einen Papierstau zu verhindern, werden die Druckbögen in dem ersten und zweiten Zuführkanal 18, 20 wie aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich, in einer ersten Ebene 26 und einer darüberliegenden zweiten Ebene 28 geführt. Die Druckbögen aus dem ersten Zuführkanal 18 verbleiben im Übergabebereich auf ihrer Ebene 26 und werden im wesent­ lichen ohne Höhenversatz in den Ausgabekanal 24 einge­ speist. Die Druckbögen aus dem zweiten Zuführkanal 20 dage­ gen werden entweder auf die Ebene des ersten Zuführkanals 18 abgesenkt oder auf einen aus dem ersten Zuführkanal kom­ menden Druckbogen abgelegt. Dafür ist in dem Übergabe­ bereich ein Trennblech 30, welches nicht notwendigerweise aus Metall bestehen muß, vorgesehen. Das Trennblech 30 ist so rampenförmig ausgebildet, daß seine Übergabekante 32 nur 3 mm bis 8 mm, vorzugsweise 5 mm oberhalb der Ebene 26 des ersten Zuführkanals 18 liegt. Die in Fig. 2 gezeigte, mehr­ fach abgewinkelte Kantenführung hat sich als besonders vor­ teilhaft erwiesen.
Im Übergabereich sind zum Transport der Druckbögen eine erste und eine zweite Transportvorrichtung 34, 36 vorge­ sehen. Die erste und die zweite Transportvorrichtung 34, 36 weisen jeweils unterhalb der ersten bzw. weiten Ebene 26, 28 angeordnete Traktionsriemen 38, 40 (Fig. 3) auf, die von separaten Antriebsmotoren 42, 44 angetrieben werden. Die Traktionsriemen 38, 40, die vorzugsweise gummiert sind, verlaufen in der Ansicht von oben unter einem Übergabe­ winkel α von 41° zueinander. Da die Antriebe beider Trak­ tionsriemen 38, 40 unterhalb der Ebenen 26 bzw. 28 angeord­ net sind, ist das Trennblech 30 in diesem Bereich ge­ schlitzt.
Der Andruck der Druckbögen gegen die Traktionsriemen er­ folgt durch jeweils drei, vorzugsweise gummierte Andrück­ rollen 46, 48, die einzeln jeweils an einer zwei Drehachsen aufweisenden z-förmigen Struktur gelagert sind, welche durch Anheben und seitliches Verschieben in Richtung des Pfeiles B ein In- und Außerbetriebsetzen einzelner Andrück­ rollen 46, 48 ermöglicht. Der Anpreßdruck der einzelnen An­ drückrollen 46, 48 ist durch die Verwendung unterschied­ licher oder unterschiedlich vorgespannter Verdrehfedern oder durch Verwendung unterschiedlich schwerer Andrückrol­ len 46, 48 einstellbar.
Im Gegensatz zum Übergabebereich 22, in welchem eine ver­ hältnismäßig exakte Führung der Druckbögen zur Vermeidung von Drehbewegungen um die Hochachse der Druckbögen ge­ wünscht ist, erfolgt in den Zuführkanälen 18, 20 eine ver­ hältnismäßig lose Führung der Druckbögen. Am dem Übergabe­ bereich 22 zugewandten Ende der Zuführkanäle 18, 20 sind passive Ausrichtstationen 50, 52 (Fig. 5, Fig. 1) vorge­ sehen, in welchen in Ringen 54 gelagerte, frei drehbare, blanke Stahlkugeln 56 die Druckbögen gegen Traktionswalzen 58 drücken und eine Drehbewegung der Druckbögen zwischen Stahlkugeln 56 und Traktionswalzen 58 erlauben. Die Trak­ tionswalzen 58 sind vorzugsweise gummiert. Durch diese Art des Druckbogentransports wird verhindert, daß sich die Transportvorrichtungen 34, 36 und die Zuführkanäle gegen­ seitig stören, da bei einer unbeabsichtigten, gleichzeiti­ gen Erfassung von Druckbögen durch die genannten Vorrich­ tungsteile die Transportvorrichtungen 34, 36 aufgrund der besseren Traktion den Vorrang haben.
Der Abstand des letzten Angriffs der Ausrichtstationen 50, 52 auf die Druckbögen, also der Stahlkugelauflagepunkte zu dem ersten Angriff der Transportvorrichtungen 34, 36, also der Andrückrollenauflagepunkte ist bei der gezeigten Vor­ richtung durch Hinzunahme und Abschalten einzelner Andrück­ rollen 46, 48 und alternativ dazu durch Verschieben den Stahlkugellagerungen in Papiertransportrichtung einstell­ bar. Dadurch ist die Konfektioniervorrichtung 10 schnell auf unterschiedliche Papierlängen umrüstbar.
Für den Weitertransport im Ausgabekanal 24 sind Transport­ mittel 60 (Fig. 3) vorgesehen, die ähnlich wie die Aus­ richtstationen 50, 52 ausgebildet sind und gummierte Walzen sowie mit diesen zusammenwirkende Stahlkugeln aufweisen. Selbst aus dem Übergabebereich 22 verkantet ausgeförderte Druckwerke können so sicher erfaßt werden.
Die Zufuhr von Druckbögen in den ersten und zweiten Zuführ­ kanal 18, 20 erfolgt wie oben erwähnt über die Druckbögen­ vereinzeler 14, 16. Diese weisen als Traktionsmittel jeweils vier zusammenwirkende blanke Stahlwalzenpaare 62 auf, welche die zugeführten Druckbögen nur mit geringer Kraft in Transportrichtung antreiben.

Claims (19)

1. Vorrichtung zur Konfektionierung von Druckwerken aus seitlich nicht perforierten Druckbögen, mit einem ersten Zuführkanal (18), einem zweiten Zuführkanal (20) und einem Ausgabekanal (24), wobei der erste Zuführkanal (18) und der zweite Zuführkanal (20) in einem Übergabebereich (22) in den Ausgabekanal (24) münden, wobei der erste Zuführkanal (18) die Druckbögen in einer ersten Ebene (26) in den Übergabebereich (22) einspeist und der zweite Zuführkanal (20) die Druckbögen in einer oberhalb der ersten Ebene (26) liegenden, zweiten Ebene (28) in den Übergabebereich (22) einspeist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergabebereich (22) V- oder Y-förmig ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß zum Transport der Druckbögen im Übergabebereich (22) eine erste und eine zweite Transportvorrichtung (34, 36) vorgesehen sind, die V-förmig zueinander unter einem Übergabewinkel α angeordnet sind, so daß die Druckbögen im wesentlichen ohne Drehung um ihre Hochachse gleichzei­ tig in Richtung der Zuführkanäle (18, 20) und quer dazu transportiert werden.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß im Übergabebereich (22) ein Trennblech (30) vorgesehen ist, auf dem Druckbögen des zweiten Zu­ führkanals (20) in eine Position oberhalb der Bahn der Druckbögen des ersten Zuführkanals (18) geführt werden.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Trennblech (30) eine rampenförmig abfallend ausgebildete Abgleitzone aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der erste und der zweite Zuführkanal (18, 20) eine erste bzw. eine davon getrennte zweite Transporteinrichtung aufweisen und der Abstand der Abga­ bepunkte der Transporteinrichtungen zu den Annahmepunkten der Transporteinrichtung größer ist als die Blattlänge der durch den jeweiligen Zuführkanal (18, 20) verarbeite­ ten Druckbögen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Abgabepunkte der Transporteinrichtungen zu den Annahmepunkten der Transporteinrichtung einstell­ bar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der erste und/oder der zweite Zuführ­ kanal (18, 20) als Teil der Transporteinrichtungen oder an deren Stelle Ausrichtstationen (50, 52) für die Druck­ bogen aufweisen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrichtstationen (50, 52) frei drehbare Kugeln (56) aufweisen, die als Andruckmittel für Traktionswalzen (58) ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die zweite Transport­ vorrichtung (34, 36) Traktionsriemen (38, 40) und mit diesen zusammenwirkende Andrückrollen (46, 48) aufweisen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Traktionsriemen (38, 40) voneinander unabhängig angetrieben sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Andrückrollen (46, 48) jeweils einzeln in einer Betriebs- oder einer Bereitschaftsposition posi­ tionierbar sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Anpreßdruck der Andrückrollen (46, 48) in Abhängigkeit der verarbeiteten Druckbögen einstellbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und/oder der zweite zuführ­ kanal Druckbogenvereinzeler (14, 16) aufweisen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbogenvereinzeler (14, 16) Traktionsmittel (62) aufweisen, die beim Transport der Druckbogen einen Schlupf zulassen.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtungen (34, 36), Transporteinrichtungen (50, 52), Transportmittel (60) und Traktionsmittel (62) mittels einer Steuerung unabhängig voneinander antreibbar sind, so daß auch ein gleichzeiti­ ger oder überlappender Betrieb der Transportvorrichtungen (43, 36) im Übergabebereich (22) möglich ist.
17. Steuerung für eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, mit mindestens vier Motorsteuerungskänalen und einer Sensoranordnung, wobei die Betriebssignale der Motorsteuerungskanäle Motore der Vorrichtung (10) inter­ mittierend so antreiben, daß jeweils ein Druckbogen durch den Bereich des betreffenden Motors transportiert wird.
18. Druckbogenvereinzeler, insbesondere für eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, mit Transportmitteln (62), die beim Transport der Druckbogen einen Schlupf zu­ lassen, so daß die Druckbogenzufuhr ohne Staugefahr und ohne Abstimmung des Betriebszustands des Druckbogenver­ einzelers unabhängig von diesem ausschließlich aufgrund der mechanisch durch Zugkraft übermittelten Anforderung einer nachgeschalteten Verarbeitungseinheit erfolgt.
19. Verfahren zur Konfektionierung von Druckwerken aus seit­ lich nicht perforierten Druckbögen, bei dem die Druckbö­ gen in einem ersten und einem zweiten Zuführkanal, zuge­ führt werden, und durch einen Übergabebereich in einen Ausgabekanal überführt werden, wobei die Druckbögen im Übergabebereich im wesentlichen ohne Drehung um ihre Hochachse gleichzeitig in Richtung der Zuführkanäle und quer dazu transportiert werden.
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