DE19923600A1 - Verfahren zur Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen, insbesondere von Steinkohle - Google Patents
Verfahren zur Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen, insbesondere von SteinkohleInfo
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Abstract
Bei einem Verfahren zur Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen, insbesondere von Steinkohle, unter Verwendung eines schräggelagerten zylindrischen Trenngefäßes, wobei die aufzubereitenden Rohstoffe am oberen Ende im wesentlichen axial in das Trenngefäß eingeführt werden, ein Trennmedium im wesentlichen tangential in den unteren Bereich eingegeben wird, innerhalb des Trenngefäßes eine wirbelförmige Strömung aufrechterhalten wird und der spezifisch schwerere Teil des Rohstoffes zusammen mit dem Trennmedium tangential im oberen Bereich und der spezifisch leichtere Teil des Rohmaterials im wesentlichen axial im unteren Bereich des Trenngefäßes abgezogen wird, wird vorgeschlagen, daß das Trennmedium in mindestens zwei Teilströmen in das Trenngefäß eingeleitet wird, wobei jeder Teilstrom hinsichtlich seiner Strömungsparameter unabhängig vom anderen regelbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung von mineralischen
Rohstoffen, insbesondere von Steinkohle, unter Verwendung eines schräg
gelagerten zylindrischen Trenngefäßes, wobei die aufzubereitenden Rohstoffe
am oberen Ende im wesentlichen axial in das Trenngefäß eingeführt werden, ein
Trennmedium im wesentlichen tangential in den unteren Bereich eingegeben
wird, innerhalb des Trenngefäßes eine wirbelförmige Strömung aufrecht
erhalten wird und wobei der spezifisch schwerere Teil des Rohstoffes zusammen
mit dem Trennmedium tangential im oberen Bereich und der spezifisch leichtere
Teil im wesentlichen axial im unteren Bereich abgezogen wird.
Ein Verfahren der eingangs genannten Art ist in den britischen Patenten 2 147 831
und 2 199 518 beschrieben, wobei ein zylindrisches Trenngefäß zur
Anwendung kommt, dessen Achse winklig in einer Neigung zwischen 20° und
30° zur Horizontalen angeordnet ist. Das Gefäß weist zwei Einlässe auf, nämlich
einen axialen Einlaß für die Zufuhr mit rohem Mineral und einen zweiten
involutenförmigen Einlaß für ein Trennmedium, wobei ein axialer Auslaß in der
Nähe des Mediumeinlasses für die Fraktionen niedriger Dichte und ein
involutenförmiger Auslaß für die Fraktionen hoher Dichte vorgesehen ist. Eine
Wirbelextraktoreinheit ist an dem involutenförmigen Auslaß zum Abziehen der
Materialien hoher Dichte durch einen großen Auslaß unter gesteuerter Strömung
mit einem Minimum an Trennmedium vorgesehen. Das Mineral niedriger
Dichte verbleibt im wesentlichen axial in dem Gefäß und wird durch den axialen
Auslaß ausgestoßen. Das bekannte Verfahren ermöglicht dir Trennung in breiten
Korngrößenbereichen. Beispielsweise kann kornförmiges Material
unterschiedlicher Dichte mit einer Teilchengröße zwischen 120 mm und 0,5 mm
in einem einzigen Trenngefäß aufbereitet werden.
Der praktische Betrieb des Verfahrens hat gezeigt, daß die Produktqualität
entscheidend abhängt von der Einhaltung definierter Strömungsverhältnisse der
verschiedenen Materialien innerhalb des Trenngefäßes. Insbesondere trifft dies
auf das Trennmedium zu, da die für den Trennerfolg entscheidende
Wirbelbildung im engen funktionalen Zusammenhang mit den
Strömungsparametern des Trennmediums steht.
Insbesondere im Zusammenhang mit größeren Einheiten an Trenngefäßen, die
für angestrebte größere Durchsatzmengen erforderlich sind, ist es bisher nicht
gelungen, den erforderlichen funktionalen Zusammenhang zwischen
Gefäßgröße, Wirbelbildung, Mengengerüst und Strömungsparameter technisch
zufriedenstellend zu lösen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Regelbarkeit und damit auch die
Flexibilität des bekannten Verfahren hinsichtlich Einsatzmengen bei
unterschiedlichen Gefäßgrößen insbesondere im Hinblick auf den Einsatz
größerer Einheiten erheblich zu verbessern.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß das Trennmedium in mindestens zwei Teilströmen in das
Trennmedium eingeleitet wird, wobei jeder Teilstrom hinsichtlich seiner
Strömungsparameter unabhängig vom anderen regelbar ist.
Dabei hat es sich gezeigt, daß in nahezu allen Anwendungsfällen die Aufteilung
in insgesamt zwei Teilströme ausreicht.
Es hat sich gezeigt, daß die erfindungsgemäß vorgesehene Aufteilung des dem
Trenngefäß zuzuführenden Trennmedium in mindestens zwei Teilströme, wobei
jeder Teilstrom hinsichtlich seiner Strömungsparameter für sich regelbar ist, die
Flexibilität des Verfahrens wesentlich erhöht. Insgesamt erhöhen sich aufgrund
der Regelbarkeit nicht nur von einem bisher einzigen Trennmediumsstrom,
sondern nunmehr von mehreren, die Freiheitsgrade zur Einstellung optimaler
Verfahrensbedingungen im Trenngefäß.
Jeder Teilstrom kann für sich betrachtet ohne weiteres im Hinblick auf die
verschiedenen Parameter, wie Zufuhrmenge, Geschwindigkeit, Druck bzw.
Druckdifferenz optimal manipuliert werden.
Darüber hinaus ergibt sich ein weiterer sehr wesentlicher Vorteil der Erfindung
dadurch, daß durch die vorgesehene Zufuhr des Trennmediums in Teilströmen
und damit eine praktisch modulartig aufgebaute Trennmediumszufuhr auch bei
sehr großen Trenngefäßen mit einem großen Mengenbedarf an Trennmedium
nach wie vor auf die Technik, insbesondere regelbare Pumpen, die sich im
kleineren Maßstab bewährt hat, zurückgegriffen werden kann.
Für die meisten Anwendungsfälle ergibt sich ein ausreichendes Regelprofil für
das zuzuführende Trennmedium bereits dann, wenn die Teilströme in zwei
gleichdimensionierten nebeneinanderliegenden Rohren zugeführt werden, wobei
zweckmäßigerweise der Druck des einen Teilstroms, z. B. durch Einsatz einer
drehzahlregelbaren Pumpe, regelbar bleibt.
Je nach Anwendungsfall kann es sich nach einem weiteren Merkmal der
Erfindung auch als zweckmäßig erweisen, nicht alle Zufuhrrohre für das
Trennmedium nebeneinander anzuordnen, sondern mindestens ein Zufuhrrohr in
Umfangrichtung vorzugsweise um etwa 180° versetzt anzuordnen.
In diesem Falle werden die Einmündungen zweckmäßigerweise auf dem
gleichen Kreis positioniert, so daß sich die Vektoren der Einmündungs
geschwindigkeiten der Teilströme zur Einstellung optimaler
Strömungsbedingungen direkt überlagern.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht
aus einem Trenngefäß mit
- - einem axialen Einlaß im oberen Bereich für die aufzubereitenden Rohstoffe
- - einem tangentialen Einlaß im unteren Bereich für ein Trennmedium
- - einem axialen Auslaß für den spezifisch leichteren Teil der Rohstoffe im unteren Bereich und
- - einem tangentialen Auslaß für das Trennmedium und den spezifisch schwereren Teil der Rohstoffe im oberen Bereich
und ist dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaß in mindestens zwei Einlaßrohren
aufgeteilt ist, wobei in jedem Einlaßrohr die Strömungsparameter unabhängig
vom anderen einstellbar sind.
Weitere Erläuterungen zu der Erfindung sind dem in der Figur schematisch
dargestellten Ausführungsbeispiel zur Aufbereitung von Steinkohle zu
entnehmen.
Die Figur zeigt ein Aufbereitungssystem für berghaltige Steinkohle in Berge und
Kohle, bei dem die Rohkohle über eine Leitung 2-axial in den oberen Bereich
eines in der Regel etwa 20°-30° geneigt angeordneten Trenngefäßes 1,
eingegeben wird.
Das für die Aufbereitung benötigte Trennmedium, z. B. eine Mischung aus
feinstkörnigem Schwerstoff wie Magnetit oder Ferro-Silizium und Wasser,
deren Dichte zwischen der der zu trennenden Materialien Kohle und Berge liegt,
wird über zwei parallel zueinander angeordnete Zufuhrrohre 6 und 7 tangential
in das Trenngefäß eingespeist.
Gegebenenfalls kann zusätzlich oder und anstelle eines der Rohre 6 oder 7 ein
weiteres Zufuhrrohr 8 vorgesehen werden, welches im vorliegenden Beispiel um
etwa 180° versetzt zu dem Rohr 6 angeordnet ist.
Die geschilderten Strömungsverhältnisse führen innerhalb des Trenngefäßes zur
Ausbildung von zentrifugalen Kraftfeldern, die bewirken, daß schwere Teilchen,
also die Berge, in den Randbereich vordringen, während die leichtere Kohle im
Bereich der inneren Zentralströmung verbleibt. Die Kohle wird demnach als
Produkt über eine axiale Leitung 4 aus dem unteren Bereich des Trenngefäßes 1
abgezogen, während das Bergematerial in Mischung mit dem Trennmedium das
Trenngefäß 1 über eine tangentiale Abzugsleitung 5 verläßt. In einem
nachgeschalteten Zyklonabscheider 3 erfolgt dann die Trennung dieser
Materialien. Die anfallende Berge verläßt den Abscheider über eine Leitung 10.
Die Funktionalität des beschriebenen Aufbereitungssystems hängt ganz
wesentlich von der Einhaltung der erforderlichen Strömungsbedingungen im
Trenngefäß 1 ab, die entscheidend durch das einströmende Trennmedium
geprägt werden. Durch die erfindungsgemäß vorgesehene modulartige
Ausrichtung der Zuführleitung mit unabhängiger Regelbarkeit jedes Teilstroms,
lasen sich die erforderlichen Strömungsparameter optimal einstellen, wobei als
zusätzlicher Vorteil hinzukommt, daß auch bei größeren Aufbereitungssystemen
die gewählte Trennmediummenge pro Zufuhrrohr so eingestellt werden kann,
daß nach wie vor die für sonst kleinere Fördermenge ausgelegten technischen
Einrichtungen, insbesondere Pumpen, zur Anwendung kommen können.
Claims (13)
1. Verfahren zur Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen, insbesondere von
Steinkohle, unter Verwendung eines schräggelagerten zylindrischen
Trenngefäßes, wobei die aufzubereitenden Rohstoffe am oberen Ende im
wesentlichen axial in das Trenngefäß eingeführt werden, ein Trennmedium
im wesentlichen tangential in den unteren Bereich eingegeben wird,
innerhalb des Trenngefäßes eine wirbelförmige Strömung aufrechterhalten
wird und wobei der spezifisch schwerere Teil des Rohstoffes zusammen mit
dem Trennmedium tangential im oberen Bereich und der spezifisch leichtere
Teil des Rohmaterials im wesentlichen axial im unteren Bereich des
Trenngefäßes abgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das
Trennmedium in mindestens zwei Teilströmen in das Trenngefäß eingeleitet
wird, wobei jeder Teilstrom hinsichtlich seiner Strömungsparameter
unabhängig vom anderen regelbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennmedium
in zwei Teilströmen in das Trenngefäß eingeleitet wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Teilströme über unmittelbar nebeneinander liegende
Trennmediumzufuhrrohre in das Trenngefäß eingeleitet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Teilströme des Trennmediums jeweils um etwa 180° versetzt tangential
in das Trenngefäß eingebildet werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
jedem in das Trenngefäß einzuleitenden Teilstrom des Trennmediums eine
eigene Förderpumpe zugeordnet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
bei insgesamt zwei einzuleitenden Teilströmen des Trennmediums der Druck
des einen konstant und der des anderen regelbar ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck des
einen Teilstroms über eine drehzahlvariable Pumpe geregelt wird.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bestehend
aus einem Trenngefäß (1) mit
- - einem axialen Einlaß (2) im oberen Bereich für die aufzubereitendem Rohstoffe,
- - einem tangentialen Einlaß (3) im unteren Bereich für ein Trennmedium,
- - einem axialen Auslaß (4) für den spezifisch leichteren Teil der Rohstoffe im unteren Bereich,
- - einem tangentialen Auslaß (5) für das Trennmedium und den spezifisch schwereren Teil der Rohstoffe im oberen Bereich,
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaßrohre
(6, 7) nebeneinander angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein
Einlaßrohr in Umfangrichtung des Trenngefäßes versetzt angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein
Einlaßrohr (8) um etwa 180° versetzt angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß jedem der Einlaßrohre (6, 7, 8) eine eigene Förderpumpe zugeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine
Förderpumpe drehzahlregelbar ausgebildet ist.
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| DE1999123600 DE19923600A1 (de) | 1999-05-24 | 1999-05-24 | Verfahren zur Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen, insbesondere von Steinkohle |
| PL34017600A PL340176A1 (en) | 1999-05-24 | 2000-05-19 | Method of pretreating mineral raw materials, in particular hard coal and apparatus therefor |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE1999123600 DE19923600A1 (de) | 1999-05-24 | 1999-05-24 | Verfahren zur Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen, insbesondere von Steinkohle |
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Family Applications (1)
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| DE1999123600 Ceased DE19923600A1 (de) | 1999-05-24 | 1999-05-24 | Verfahren zur Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen, insbesondere von Steinkohle |
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