DE19923491B4 - Kraftfahrzeug mit einer gekrümmten Fensterscheibe - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit einer gekrümmten Fensterscheibe, welche gegenüber ihrer Haupterstreckungsrichtung abgewinkelt verlaufende Seitenteile hat und die durch Kleber auf einem Scheibenflansch der Fahrzeugkarosserie oder einer Heckklappe gehalten wird.
- Die Fensterscheiben heutiger Kraftfahrzeuge werden üblicherweise durch Kleben mit dem Scheibenflansch verbunden. Hierzu drückt man mittels einer Fügevorrichtung die Fensterscheibe so lange gegen den mit einer Klebstoffraupe versehenen Scheibenflansch, bis der Kleber aufgrund der gleichzeitig zugeführten Wärme so weit aushärtet, dass die Fensterscheibe von selbst in ihrer Position verbleibt.
- Wenn Fensterscheiben gegenüber ihrer Haupterstreckung stark abgewinkelte Seitenteile haben, dann führen Fertigungstoleranzen der Fensterscheibe oftmals dazu, dass die Seitenteile erheblich von der Kontur des Scheibenflansches abweichen. Man muss dann mit der Fügevorrichtung die Seitenteile andrücken und so lange gegen den durch Wärme aktivierten Kleber in Position halten, bis der Kleber so weit ausgehärtet ist, dass er die Seitenteile trotz der induzierten Materialspannung in Position zu halten vermag. Das dauert derzeit etwa bei für Heckklappen bestimmte, stark gewölbte Heckscheiben etwa 15 Sekunden, was für die Fertigung am Band zu lange ist. Deshalb montiert man die Fensterscheibe derzeit separat von der Fertigungslinie und baut in einem zweiten Arbeitsschritt die Heckklappe mit der montierten Fensterscheibe an die Karosserie an. Eine solche Vormontage bedingt unerwünscht viel Aufwand.
- In der
wird schon unterbreitet, dass die Seitenteile jeweils zumindest ein in Fügerichtung der Fensterscheibe verlaufendes Fixierelement aufweisen, welches in eine entsprechend ausgerichtete Aufnahme der Fahrzeugkarosserie oder einer Heckklappe eingreift. Bei der Montage der Fensterscheibe eines solchen Kraftfahrzeugs ist sichergestellt, dass diese nach der Positionierung schon vor dem Aushärten des Klebers ihre Position zumindest in Bezug auf den Scheibenflansch beibehält, so dass sie nicht von der Fügevorrichtung längere Zeit in Position gehalten werden muss.JP 60 99723 A - Um zu verhindern, dass die Fensterscheibe auch unter ungünstigen Umständen aufgrund von Eigenspannungen nach der Montage vor dem Aushärten des Klebers aus ihrer Position herauswandert, wird in der
außerdem vorgeschlagen, dass das Fixierelement und die Aufnahme zum gegenseitigen Verrasten in ihrer zusammengefügten Stellung ausgebildet sind.JP 60 99723 A - Die in der
vorgesehene Ausführung sieht aber als Fügeelement jeweils eine Rastnase an der Innenseite der Seitenteile vor, die in eine Einprägung eingreift, die in einer senkrecht zum Flansch stehenden Wand der Fahrzeugkarosserie ausgebildet ist. Die Verrastung wirkt nur in eine Richtung, somit kann mit ihr nur erreicht werden, dass der Hauptteil der Scheibe gegen den Scheibenflansch mit der Kleberaupe gedrückt wird. Nicht verhindern kann sie, dass nicht passgenau gefertigte Seitenteile seitlich aus der Fahrzeugkontur herausragen. Dies ist vor allem dann von Nachteil, wenn nicht der Hauptteil der Scheibe, sondern ihre Seitenteile mit der Karosserie verklebt werden.JP 60 99723 A - Die Erfindung beruht somit auf dem Problem, die Verrastung so zu gestalten, dass gekrümmte Scheiben mit seitlich über der der Fahrzeugkontur entsprechenden Sollposition hervorstehenden Seitenteilen bis zum Aushärten des Klebers an der Karosserie in ihrer Sollposition fixiert werden können.
- Zur Lösung des Problems sieht die Erfindung vor, dass das Fixierelement einen in die Aufnahme verschwenkbar eingreifenden Kugelkopf hat.
- Dadurch wird erreicht, dass auch stark gekrümmte, mit groben Toleranzen behaftete Fensterscheiben innerhalb der Fertigungslinie möglichst rasch montiert werden können, da die Seitenteile ggf. nach innen in ihre Sollposition gezogen werden und dabei gegen einen mit einer Kleberaupe versehenen Flansch gezogen werden.
- Durch diese Maßnahme kann außerdem die Ausrichtung der Fensterscheibe vor dem Aushärten des Klebers noch geringfügig in Y-Richtung korrigiert werden.
- Zum Ausgleich von Fluchtungsfehlern zwischen dem Fixierelement und der jeweiligen Aufnahme in der Fahrzeugkarosserie oder ihrer Heckklappe kann man gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung vorsehen, dass die Aufnahme einen Einzugskegel hat.
- Die Fixierelemente können mit sehr geringem Aufwand an der Fensterscheibe angebracht werden, wenn man gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die Fixier elemente in einer Spritzgießform beim Erzeugen einer Umspritzung in der Umspritzung verankert. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine nachträgliche Positions- und Lagekorrektur der Fixierelemente im Werkzeug, wenn sich herausstellen sollte, dass die miteinander zu verbindenden Bauteile nicht exakt den konstruktiven Vorgaben entsprechen.
- Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Die Zeichnung zeigt in
-
1 eine perspektivische Ansicht des Heckbereichs einer Fahrzeugkarosserie, -
2 einen horizontalen Schnitt durch den Bereich der Fensterscheibe einer Heckklappe gemäß der Linie II-II in1 , -
3 einen Schnitt durch den Bereich eines Fixierelementes der Fensterscheibe. - Die
1 zeigt den Heckbereich einer Fahrzeugkarosserie1 mit einer Heckklappe2 . Diese hat eine starke gewölbte Fensterscheibe3 , von der man in1 ein Seitenteil4 erkennt, welches sich quer zur Haupterstreckungsrichtung der Fensterscheibe3 in Längsrichtung der Fahrzeugkarosserie1 erstreckt. - Wie die
2 zeigt, hat die Fensterscheibe3 eine übliche Umspritzung5 , welche im Bereich der Seitenteile4 jeweils mit einem Fixierelement6 versehen ist. Dieses greift im montierten Zustand der Fensterscheibe3 in eine Aufnahme7 der Heckklappe2 . Wie die Schnittdarstellung gemäß2 in strichpunktierten Linien zeigt, können die Seitenteile4 infolge von Toleranzen im unmontierten Zustand aus der Kontur der Heckklappe2 und damit der Fahrzeugkarosserie1 vorspringen. Um schon vor dem Aushärten des die Fensterscheibe3 haltenden Klebers diese vorzufixieren, greifen die an der Umspritzung5 angebrachten Fixierelemente6 jeweils in eine Aufnahme7 der Heckklappe2 . - Die Schnittdarstellung gemäß
3 zeigt gegenüber2 im Maßstab vergrößert, dass das Fixierelement6 einen Kugelkopf8 hat, welcher in der Aufnahme7 verschwenkbar gehalten ist. Hierzu hat die Aufnahme7 einlassseitig eine Verengung9 , so dass der Kugelkopf8 in der Aufnahme7 verrastet, wenn man ihn in die Aufnahme7 hineindrückt. Ein Einzugskegel10 dient bei der Montage dazu, dass der Kugelkopf8 des Fixierelementes6 auch dann in die Aufnahme7 gelangt, wenn er nicht exakt mit ihr fluchtet.
Claims (3)
- Kraftfahrzeug mit einer Fensterscheibe, welche gegenüber ihrer Haupterstreckungsrichtung abgewinkelt verlaufende Seitenteile (
4 ) hat, wobei die Seitenteile (4 ) jeweils zumindest ein in Fügerichtung der Fensterscheibe (3 ) verlaufendes Fixierelement (6 ) aufweisen, welches in eine entsprechend ausgerichtete Aufnahme (7 ) der Fahrzeugkarosserie (1 ) oder einer Heckklappe (2 ) eingreift, und das Fixierelement (6 ) und die Aufnahme (7 ) zum gegenseitigen Verrasten in ihrer zusammengefügten Stellung ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixierelement (6 ) einen in die Aufnahme (7 ) verschwenkbar eingreifenden Kugelkopf (8 ) hat. - Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (
7 ) einen Einzugskegel (10 ) hat. - Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierelemente in einer Spritzgießform beim Erzeugen einer Umspritzung in der Umspritzung verankert worden sind.
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Cited By (1)
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1999
- 1999-05-21 DE DE19923491A patent/DE19923491B4/de not_active Expired - Fee Related
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| JP 60099723 A.,In: Patents Abstracts of Japan, M-419,Oct. 5,1985,Vol.9,No.249 * |
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