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DE19922302A1 - Kolbenbrennkraftmaschine mit Mitteln zur Unterdruckerzeugung, insbesondere zum Entlüften des Kraftstofftanks - Google Patents

Kolbenbrennkraftmaschine mit Mitteln zur Unterdruckerzeugung, insbesondere zum Entlüften des Kraftstofftanks

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DE19922302A1
DE19922302A1 DE1999122302 DE19922302A DE19922302A1 DE 19922302 A1 DE19922302 A1 DE 19922302A1 DE 1999122302 DE1999122302 DE 1999122302 DE 19922302 A DE19922302 A DE 19922302A DE 19922302 A1 DE19922302 A1 DE 19922302A1
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DE
Germany
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internal combustion
combustion engine
piston internal
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line
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DE1999122302
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English (en)
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Thomas Esch
Guenter Schmitz
Frank Van Der Stayy
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FEV Europe GmbH
Original Assignee
FEV Motorentechnik GmbH and Co KG
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Publication date
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Publication of DE19922302A1 publication Critical patent/DE19922302A1/de
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M25/00Engine-pertinent apparatus for adding non-fuel substances or small quantities of secondary fuel to combustion-air, main fuel or fuel-air mixture
    • F02M25/08Engine-pertinent apparatus for adding non-fuel substances or small quantities of secondary fuel to combustion-air, main fuel or fuel-air mixture adding fuel vapours drawn from engine fuel reservoir
    • F02M25/089Layout of the fuel vapour installation
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D9/00Controlling engines by throttling air or fuel-and-air induction conduits or exhaust conduits
    • F02D9/02Controlling engines by throttling air or fuel-and-air induction conduits or exhaust conduits concerning induction conduits
    • F02D2009/0201Arrangements; Control features; Details thereof
    • F02D2009/024Increasing intake vacuum

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Kolbenbrennkraftmaschine mit drosselfreier Luftzufuhr und mit einer Motorsteuerung (4), einer Kraftstoffeinspritzung, einem Kraftstofftank (5), einer Unterdruckkomponente und mit motoreigenen Mitteln (I, 13) zur Erzeugung eines Druckgefälles einer Saugleitung (8) zwischen Unterdruckkomponente (7) und Luftzufuhrtrakt (3), die über die Motorsteuerung (4) ansteuerbar sind.

Description

Kolbenbrennkraftmaschinen mit drosselfreier Luftzufuhr, ins­ besondere im Ottoverfahren betriebene Kolbenbrennkraftmaschi­ nen, weisen systembedingt keinen Unterdruck im Zufuhrtrakt auf, so daß auch motorspezifische und/oder fahrzeugspezifi­ sche, mit einem Unterdruck zu beaufschlagende Systemkomponen­ ten, nachstehend Unterdruckkomponente genannt, wie beispiels­ weise Bremskraftverstärkung oder Tankentlüftung, nicht mit einem Unterdruck aus dem Luftzufuhrtrakt beaufschlagt werden können. Eine Unterdruckversorgung wäre nur durch eine zusätz­ liche mechanische Unterdruckpumpe möglich, die über die Kol­ benbrennkraftmaschine angetrieben wird.
Aufgrund der verschärften Bestimmungen der Abgasgesetze muß der Druckausgleich für den Kraftstofftank über einen Aktiv­ kohlefilter durchgeführt werden, um so zu vermeiden, daß Kraftstoffdämpfe in die Umgebung gelangen. Hierbei sammeln sich Kohlenwasserstoffe in der Aktivkohlepackung des Filters. Bei gedrosselt betriebenen Motoren ist zur Regeneration der Aktivkohlepackung des Filters eine Saugleitung am Filter vor­ gesehen, die mit dem Ansaugrohr der Kolbenbrennkraftmaschine verbunden ist und die in das Luftansaugrohr hinter der Dros­ selklappe einmündet. Damit ist die Möglichkeit gegeben, bei bestimmten Fahrzuständen, bei denen infolge einer entspre­ chenden Stellung der Drosselklappe ein Unterdruck im Luftan­ saugrohr vorhanden ist, durch zeitweises Öffnen eines Ventils in der Saugleitung Umgebungsluft durch den Filter anzusaugen und diesen freizuspülen. Dieses Verfahren ist jedoch bei drosselfrei betriebenen Motoren wegen des fehlenden Unter­ drucks im Luftzufuhrtrakt nicht anwendbar, so daß zur Erzeu­ gung des für die Filterspülung erforderlichen Druckgefälles eine mechanische Unterdruckpumpe eingesetzt werden muß. Dies erfordert einen entsprechenden Bauaufwand.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, auch für eine Kolbenbrennkraftmaschine mit drosselfreier Luftzufuhr die Möglichkeit zu schaffen, ein Druckgefälle zur Versorgung ei­ ner Unterdruckkomponente zu erzeugen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst mit einer Kol­ benbrennkraftmaschine mit drosselfreier Luftzufuhr und mit einer Motorsteuerung, einer Kraftstoffeinspritzung, einem Kraftstofftank und einer Unterdruckkomponente und mit mo­ toreigenen Mitteln zur Erzeugung eines Druckgefälles in einer Saugleitung zwischen Unterdruckkomponente und Luftzufuhr­ trakt, die über die Motorsteuerung ansteuerbar sind. Als mo­ toreigene Mittel kommen hier zum einen Zylinder der Kolben­ brennkraftmaschine selbst in Betracht, die mit Hilfe der Mo­ torsteuerung als Saugpumpe geschaltet werden können, oder bei einem Motor mit Turbolader die Ausnutzung des Druckgefälles zwischen der Druckseite und der Saugseite des Turboladers. Von Bedeutung ist hierbei, daß eine moderne elektronische Mo­ torsteuerung eine Vielzahl von Betriebsparametern erfaßt und für die Ansteuerung der unterschiedlichen Motorfunktionen um­ setzt, so daß aus diesen Betriebsparametern auch zusätzliche Stellsignale abgeleitet werden können, die die Ansteuerung der verschiedenen Komponenten ermöglicht. Damit kann auf eine zusätzliche, vom Motor anzutreibende mechanische Unterdruck­ pumpe verzichtet werden.
In einer ersten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß an einer Kolbenbrennkraftmaschine mit zumindest teilweise über die Motorsteuerung variabel ansteuerbaren Gaswechselven­ tilen die Mittel zur Erzeugung des Druckgefälles gebildet werden durch wenigstens einen Zylinder der Kolbenbrennkraft­ maschine, der außer mit dem Luftzufuhrtrakt über die Sauglei­ tung mit der Unterdruckkomponente verbunden ist, und ein steuerbares Ventil in dem zu diesem Zylinder führenden Teil­ kanal des Luftzufuhrtraktes. Damit ist es möglich, durch zu­ mindest teilweises Schließen des Ventils im Teilkanal den Saughub des betreffenden Zylinders zur Erzeugung eines Unter­ drucks in der Saugleitung auszunutzen.
Die Ausnutzung des so erzeugten Druckgefälles zwischen Umge­ bung und Zylinder ist wiederum in unterschiedlichen Verfah­ rensmodalitäten möglich. So kann bei der Anwendung zur Fil­ terspülung beim Umschalten des betreffenden Zylinders auf Saugbetrieb mit Hilfe der Motorsteuerung während einiger Ar­ beitszyklen die Kraftstoffeinspritzung um ein gewisses Maß zurückgenommen werden, da über die Spülluft aus dem freizu­ spülenden Filter zusätzliche Kraftstoffmengen zugeführt wer­ den.
Bei vollvariabel steuerbaren Gaswechselventilen ist es aber auch möglich, für die Dauer des Unterdruckbetriebes die Kraftstoffzufuhr und die Zündung des betreffenden Zylinders abzuschalten und nur die Einlaßventile anzusteuern, während die Auslaßventile geschlossen gehalten werden. Die Einlaßven­ tile können während einiger Umdrehungen für den Saughub of­ fengehalten werden, so daß bei der Aufwärtsbewegung des Kol­ bens der Zylinderinhalt wieder in den Luftzufuhrtrakt ausge­ schoben wird. Der Druckanstieg im Luftzufuhrtrakt baut sich bei jeweils schließendem Ventil in der Saugleitung bei nicht ganz geschlossen gehaltenem Ventil im Teilkanal über den Luftansaugtrakt insgesamt ab, so daß bei einer Filterspülung die kraftstoffhaltige Luft den anderen Zylindern zur Verbren­ nung zugeführt wird.
Um ein Auskühlen des Zylinders zu verhindern, kann wechsel­ weise zwischen befeuertem Betrieb und reinem Pumpbetrieb um­ geschaltet werden. Es ist auch möglich, mehrere Zylinder als Pumpzylinder arbeiten zu lassen und zwar je nach Lastfall gleichzeitig oder alternierend, wobei dann jeweils in den zu­ gehörigen Teilkanälen des Luftzufuhrtraktes entsprechend an­ steuerbare Ventile vorhanden sein müssen.
Die vom pumpenden Zylinder aus der Saugleitung angesaugte und in den Luftzufuhrtrakt geschobene Luft kann auch zur Erhöhung der Luftzufuhr der befeuerten Zylinder benutzt werden. Dazu ist es günstig, die Öffnungszeit des Einlaßventils des pum­ penden Zylinders in der Ausschubphase so zu legen, daß die Druckwelle bei mindest einem anderen, befeuerten Zylinder zur Aufladung verwendet werden kann, also so, daß beispielsweise kurz vor dem Schließen des Einlaßventils eines befeuerten Zy­ linders die Druckwelle dort eintrifft. Da der Motorsteuerung diese Abläufe bekannt sind, diese auch die Steuerungen des Pumpzylinders vornimmt, kann auch eine entsprechende Berück­ sichtigung dieser Aufladung des oder der befeuerten Zylinder bei der Mengenzumessung der Kraftstoffeinspritzung erfolgen.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß in der Saugleitung ein Sperrventil angeordnet ist. Dieses Sperrven­ til kann entweder als selbsttätiges Rückschlagventil ausge­ bildet sein oder aber als ansteuerbares Ventil ausgebildet sein. Hierdurch wird vermieden, daß bei einem reinen Pumpbe­ trieb die Unterdruckkomponente, insbesondere ein Filter über die Saugleitung mit einem Überdruck beaufschlagt wird.
Außer einem Filter kann die Unterdruckkomponente auch durch ein Speichervolumen gebildet werden, über das dann nachge­ schaltete Aggregate mit Unterdruck beaufschlagt werden kön­ nen, wie beispielsweise ein Bremskraftverstärker, pneumati­ sche Ventiltriebe zur Betätigung eines Abgasrückführventils, eines Abblaseventils an einem Turbolader oder ähnliche Stell­ glieder. Das Speichervolumen kann auch für den Filterspülbe­ trieb genutzt werden, wenn beispielsweise bei langem Vollast­ betrieb eine Spülung notwendig wird. Das für die Spülung not­ wendige Druckgefälle kann dann in dieser Zeit, wenn auch be­ grenzt, über das Speichervolumen zur Verfügung gestellt wer­ den.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Kraftstofftank einerseits zum Druckausgleich über einen Fil­ ter und eine Entlüftungsleitung mit der Umgebung in Verbin­ dung steht und andererseits über eine Saugleitung zumindest mit Teilbereichen des Luftzufuhrtraktes in Verbindung steht. Durch diese Maßnahme ist es möglich, mit Hilfe eines über ei­ nen als Saugpumpe arbeitenden Zylinder der Kolbenbrennkraft­ maschine das zum Spülen des Filters notwendige Druckgefälle zu erzeugen und die mit Kraftstoff beladene Spülluft im moto­ rischen Verbrennungsprozeß zu verwerten.
In einer anderen Ausgestaltung ist bei einer Kolbenbrenn­ kraftmaschine mit Turbolader vorgesehen, daß die Saugleitung des Filters einerseits mit der Saugseite des Turboladers und andererseits mit der Druckseite des Turboladers verbunden ist und daß in der Saugleitung sowohl auf der Saugseite als auch auf der Druckseite steuerbare Ventile angeordnet sind und daß in der Entlüftungsleitung des Filters ein Ventil angeordnet ist. Bei dieser Ausführungsform wird das zwischen der Saug­ seite und der Druckseite bestehende Druckgefälle des Turbola­ ders ausgenutzt und durch Öffnen der steuerbaren Ventile eine Teilmenge der aufgeladenen Luft im Kreislauf über den Filter geführt. Da hierbei der Filter unter einen geringfügigen Überdruck gestellt wird, muß in der Entlüftungsleitung ent­ sprechend ein Ventil, zweckmäßigerweise ein Rückschlagventil angeordnet sein. Zweckmäßig ist es hierbei, wenn während des Spülbetriebes die Verbindungsleitung zwischen Kraftstofftank und Filter über ein zusätzliches Ventil geschlossen wird. Zur Beendigung des Spülbetriebes werden die Ventile in der Saug­ leitung geschlossen, so daß nach Druckabbau im Filter das Rückschlagventil in der Entlüftungsleitung wieder öffnet und der normale Druckausgleich für den Kraftstofftank durch den Filter erfolgen kann.
Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen von Aus­ führungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Kolbenbrennkraftmaschine mit Filterrück­ spülung über einen Motorzylinder,
Fig. 2 eine Kolbenbrennkraftmaschine mit Turbolader und Rückspülung über den Turbolader.
In Fig. 1 ist schematisch eine Kolbenbrennkraftmaschine 1 dargestellt, deren einzelne Zylinder I, II, III und IV aus­ laßseitig mit einem Abgastrakt 2 und einlaßseitig mit einem Luftzufuhrtrakt 3 in Verbindung stehen. Die Kolbenbrennkraft­ maschine ist als drosselfreier Motor ausgebildet und mit ei­ ner hier nicht näher dargestellten Kraftstoffeinspritzung versehen. Die Kraftstoffeinspritzung kann entweder direkt in die einzelnen Zylinder erfolgen oder aber auch jeweils in die zu den einzelnen Teilkanälen 3.1, 3.2, 3.3 und 3.4 des Luft­ zufuhrtraktes 3 erfolgen. Die einzelnen Motorfunktionen, wie beispielsweise die Steuerung der Kraftstoffeinspritzung, der Zündung und bei zumindest teilweise variablen Ventiltrieben auch die Steuerung der Ventiltriebe, erfolgt über eine elek­ tronische Motorsteuerung 4.
Die Kraftstoffeinspritzeinrichtung steht mit einem Kraft­ stofftank 5 in Verbindung, der eine Entlüftungsleitung 6 auf­ weist, die über einen Filter 7 mit Aktivkohlepackung geführt ist und über die der Kraftstofftank 5 mit der Umgebung in Verbindung steht, so daß der erforderliche Druckausgleich am Kraftstofftank möglich ist. Kraftstoffdämpfe werden praktisch vollständig in der Aktivkohlepackung des Filters 7 zurückge­ halten.
Um nun in entsprechenden Zeitabständen den Filter 7 zu rege­ nerieren und die sich in der Aktivkohlepackung des Filters 7 sammelnden Kohlenwasserstoffe abziehen zu können, ist der Filter 7 bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel über eine als Saugleitung ausgebildete Spülleitung 8 mit dem Teil­ kanal 3.1 des Luftzufuhrtrakts 3 verbunden.
Im Teilkanal 3.1 des Luftzufuhrtrakts ist ein Ventil in Form einer Drosselklappe 9 angeordnet, das über einen Stellantrieb 10 von der Motorsteuerung 4 ansteuerbar ist. Durch Schließen der Drosselklappe 9 ist somit die Möglichkeit gegeben, auch bei einem drosselfreien Motor im Teilkanal 3.1 jeweils im An­ saugtakt des Zylinders I einen Unterdruck und damit ein Druckgefälle gegenüber dem Filter 7 zu erzeugen, so daß über die Spülleitung 8 Umgebungsluft durch den Filter 7 geführt und die abgelagerten Kohlenwasserstoffe dem Motorbetrieb zu­ geführt werden. Dieser Spülvorgang erfolgt periodisch, wobei das Umschalten auf Spülbetrieb von der Motorsteuerung jeweils bei hierfür günstigen Betriebszuständen, insbesondere bei Teillastbetrieb erfolgt.
Da im Spülbetrieb dem Zylinder I über die Saugleitung 8 Luft zugeführt wird, die bereits mit Kraftstoff beladen ist, kann dies über die Motorsteuerung 4 bei der Kraftstoffbemessung zu diesem Zylinder durch eine entsprechende Rücknahme der einzu­ spritzenden Kraftstoffmenge berücksichtigt werden. Damit ar­ beitet der Zylinder I wie ein normaler Saugmotor, während bei den anderen Zylindern die vollen Vorteile des ungedrosselten Betriebes genutzt werden können.
Um für den "Normalbetrieb" für alle Zylinder, also auch für den Zylinder I gleiche Luftmengenzumessungen zu gewährlei­ sten, ist zweckmäßigerweise in der Spülleitung 8 ein zusätz­ liches Ventil 11 vorgesehen, das über einen hier nicht darge­ stellten Stellabtrieb über die Motorsteuerung 4 ansteuerbar ist und das Ventil 11 nur bei Einleitung des Spülbetriebs öffnet, wobei auch das Ventil 9 entsprechend geschlossen wird.
Das vorstehend beschriebene System kann bei einer Kolben­ brennkraftmaschine mit zumindest teilweise, insbesondere mit vollvariabel ansteuerbaren Gaswechselventilen aber auch in der Weise betrieben werden, daß das Ventil 11 als Rückschlag­ ventil ausgebildet ist und daß für den Spülbetrieb die Dros­ selklappe 9 nicht vollständig geschlossen wird. Schaltet man nun zum Zylinder I sowohl die Kraftstoffeinspritzung als auch die Zündung ab, dann kann der Zylinder I als reine Luftpumpe betrieben werden. Um zu verhindern, daß die mit Kraftstoff beladene und über die Spülleitung 8 aus dem Filter 7 ange­ saugte Luft in den Abgastrakt 2 ausgestoßen wird und hier den nachgeschalteten Katalysator belastet, werden die Ventiltrie­ be so angesteuert, daß am Zylinder I die Gasauslaßventile ge­ schlossen gehalten werden und die Gaseinlaßventile geöffnet gehalten werden und dementsprechend über die Saugleitung mit Kraftstoff beladene Luft angesaugt und beim anschließenden Aufwärtshub wieder in den Teilkanal 3.1 ausgestoßen wird. Da das Ventil 11 als Rückschlagventil ausgebildet ist und die Drosselklappe 9 nicht vollständig geschlossen ist, wird somit diese Luft über den Teilkanal 3.1 in den anschließenden Luft­ ansaugtrakt 3 gedrückt, so daß der hierbei entstehende Über­ druck sich abbauen kann und die kraftstoffhaltige Luft den anderen Zylindern zur Verbrennung zugeführt wird.
Diese Betriebsweise kann auch noch dahingehend modifiziert werden, daß die Drosselklappe 9 vollständig geschlossen wird, wenn aufgrund des Betriebszustandes der Druck im Luftzufuhr­ trakt 3 insgesamt größer ist als der im Teilkanal 3.1, so daß die Drosselklappe 9 erst dann wieder geöffnet wird, sobald sich der Druckunterschied umkehrt. Die Ansteuerung der Dros­ selklappe 9 kann hierbei auch so erfolgen, daß beim Aufwärts­ hub des Zylinders I zunächst im Teilkanal 3.1 ein Überdruck aufgebaut wird und die Drosselklappe 9 erst geöffnet wird, wenn bei einem befeuerten Zylinder im Ansaugtakt die Gasein­ laßventile kurzzeitig später geschlossen werden, so daß hier eine geringfügige Aufladung möglich ist.
Durch ein Umschaltventil 18 in der Spülleitung 8 kann wahl­ weise auch ein Speichervolumen 7.2 mit Unterdruck beauf­ schlagt werden, über das nachgeschaltete Aggregate mit Unter­ druck beaufschlagbar sind, beispielsweise ein Stellantrieb 19, für ein Abgasrückführventil 20.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist die Kolbenbrennkraftmaschine 1 mit ihrem Abgastrakt 2 mit einer Abgasturbine 12 verbunden, die einen Turbolader 13 antreibt. Über den Turbolader 13 wird der Luftzufuhrtrakt 2 der Kolbenbrennkraftmaschine entsprechend mit aufgeladener Luft versorgt. Der Kraftstofftank 5 ist wie­ derum über eine Entlüftungsleitung 6 mit einem Filter 7 ver­ bunden. Alle Funktionen werden wiederum über die Motorsteue­ rung 4 angesteuert.
Zur Erzeugung des notwendigen Druckgefälles ist die Sauglei­ tung 8 mit ihrem Saugteil 8.1 mit der Saugseite 13.1 des Tur­ boladers 13 und mit ihrer Druckseite 8.2 mit der Druckseite 13.2 des Turboladers 13 verbunden. Sowohl der saugseitige Teil 8.1 als auch der druckseitige Teil 8.2 der Saugleitung 8 ist jeweils über ein ansteuerbares Ventil 14 und 15 absperr­ bar. Die Entlüftungsleitung 6 ist über ein weiteres ansteuer­ bares Ventil 16 in ihrer Einmündung am Kraftstofftank 5 eben­ falls absperrbar. Das auslaßseitige Ende der Entlüftungslei­ tung 6 ist ferner mit einem Sperrventil 17, beispielsweise einem Rückschlagventil versehen, das so eingestellt ist, daß es beim normalen Druckausgleich geöffnet bleibt.
Soll nun der Filter 7 gespült werden, dann werden über die Motorsteuerung 4 das Ventil 16 geschlossen und die beiden Ventile 14 und 15 geöffnet, so daß über die Spülleitung 8 ein Teil der Ladeluft von der Druckseite 13.2 des Turboladers 13 durch den Filter 7 hindurchgeführt und zur Saugseite 13.1 zu­ rückgeführt werden kann. Infolge der Druckerhöhung im Filter 7 schließt hierbei das Sperrventil 17. Bei dieser Ausgestal­ tung ist der Begriff "Unterdruckkomponente" im Sinne einer Systemkomponente verwendet, an der für die Funktion eine Druckdifferenz anliegt. Anstelle eines Rückschlagventils kann auch hier ein über die Motorsteuerung 4 ansteuerbares Sperr­ ventil eingesetzt werden.
Da bei dieser Verfahrensweise alle vier Zylinder gleichmäßig mit kraftstoffhaltiger Luft beaufschlagt werden, kann dies bei der Kraftstoffzumessung zu den Zylindern über die Motor­ steuerung 4 durch eine entsprechende Zurücknahme der Kraft­ stoffmengenzumessung berücksichtigt werden.
Bei der Ausgestaltung gem. Fig. 2 kann ebenfalls ein Spei­ chervolumen vorgesehen werden, das, wie der Filter 7, mit ei­ nem entsprechenden Überdruck beaufschlagt wird, so daß nach­ geschaltete Aggregate, wie beispielsweise Stellantriebe für Ventile etc., entsprechend mit Druck beaufschlagt werden.

Claims (10)

1. Kolbenbrennkraftmaschine mit drosselfreier Luftzufuhr und mit einer Motorsteuerung (4), einer Kraftstoffeinspritzung, einem Kraftstofftank (5), einer Unterdruckkomponente und mit motoreigenen Mitteln (I, 13) zur Erzeugung eines Druckgefäl­ les einer Saugleitung (8) zwischen Unterdruckkomponente (7) und Luftzufuhrtrakt (3), die über die Motorsteuerung (4) an­ steuerbar sind.
2. Kolbenbrennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Mittel zur Erzeugung des Druckgefälles ge­ bildet werden durch wenigstens einen Zylinder (I) der Kolben­ brennkraftmaschine, der zusätzlich zum Luftzufuhrtrakt (3) über die Saugleitung (8) mit der Unterdruckkomponente (7) verbunden ist und durch ein steuerbares Ventil (9) in dem zu diesem Zylinder (I) führenden Teilkanal (3.1) des Luftzufuhr­ traktes (3).
3. Kolbenbrennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Saugleitung (8) wenigstens ein Sperrventil (11, 14, 15) angeordnet ist.
4. Kolbenbrennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrventil (11) als Rück­ schlagventil ausgebildet ist.
5. Kolbenbrennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der Sperrven­ tile (11, 14, 15) als steuerbare Ventile ausgebildet sind.
6. Kolbenbrennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Unterdruckkomponente ein Speichervolumen (7.2) vorgesehen ist.
7. Kolbenbrennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Speichervolumen (7.2) mit we­ nigstens einem Unterdrucksystem (19) in Verbindung steht.
8. Kolbenbrennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftstofftank (5) einerseits zum Druckausgleich über einen als Unterdruckteil (7) dienen­ den Filter (7.1) und eine Entlüftungsleitung (6) mit der Au­ ßenluft in Verbindung steht und andererseits über eine als Spülleitung dienende Saugleitung (8) zumindest mit Teilberei­ chen (3.1) des Luftzufuhrtraktes (3) in Verbindung steht.
9. Kolbenbrennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1, 3 bis 8 mit Turbolader (12, 13), dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel zur Erzeugung eines Druckgefälles in einer Unter­ druckkomponente, insbesondere einem Filter (7), die Sauglei­ tung (8) einerseits mit der Saugseite (13.1) des Turboladers (13) und andererseits mit der Druckseite (13.2) des Turbola­ ders (13) verbunden ist und daß sowohl auf der Saugseite (8.1) als auch auf der Druckseite (8.2) in der Saugleitung (8) steuerbare Ventile (14, 15) angeordnet sind und daß in der Auslaßseite der Entlüftungsleitung (6) ein Sperrventil (17) angeordnet ist.
10. Kolbenbrennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die steuerbaren Ventile (9, 11, 14, 15, 16, 17, 18) über die Motorsteuerung (4) ansteuer­ bar sind.
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