DE19922135A1 - Reinigungsvorrichtung - Google Patents
ReinigungsvorrichtungInfo
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- B08B—CLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
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Abstract
Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung ist gekennzeichnet durch einen drehbar und/oder verschiebbar gelagerten Druckbehälter (1), in dem die Reinigung durchgeführt wird, Mittel zum Versorgen des Druckbehälters (1) mit einem Reinigungsmedium und Mittel zum Versetzen des Druckbehälters (1) in eine Bewegung. DOLLAR A Hierbei kann der Druckbehälter (1) auf wenigstens einer Rollenbahn (10, 10') aufliegen und/oder mittels wenigstens eines axial angeordneten Gleit- oder Kugellagers gelagert sein. DOLLAR A Die Mittel zum Versetzen des Druckbehälters (1) in eine Bewegung sind vorzugsweise als eine wenigstens eine der Rollenbahnen (10, 10') in eine Drehbewegung versetzende Antriebsvorrichtung (11), wie beispielsweise ein Elektromotor, ausgebildet. Alternativ oder ergänzend können diese Mittel (auch) als eine die in einem Gleit- oder Kugellager gelagerte Achse des Druckbehälters (1) in eine Drehbewegung versetzende Antriebsvorrichtung, wie beispielsweise ein Elektromotor, ausgebildet sein.
Description
Die Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung.
Gattungsgemäße Reinigungsvorrichtungen, die beispielsweise für Reinigungsprozesse
mit flüssigem oder überkritischem Kohlendioxid, aber auch mit beliebigen anderen
Stoffen bzw. Komponenten als Reinigungsmedium dienen, sind im Regelfall für
Betriebsdrücke von über 60 bar ausgelegt. Um das Reinigungsergebnis zu verbessern,
ist es erforderlich, daß eine Relativbewegung zwischen dem Reinigungsgut und dem
Reinigungsmedium erzeugt wird. Diese Relativbewegung kann dadurch erzeugt
werden, daß mittels entsprechender Düsensysteme ein Bewegen des Reinigungsgutes
in der Waschtrommel, ohne daß diese selbst bewegt wird, erfolgt.
Bekannt ist ferner, die Waschtrommel selbst in eine Drehbewegung zu versetzen, um
so durch ein Herabfallen des Reinigungsgutes das Reinigungsergebnis positiv zu
beeinflussen. Die Drehbewegung der Waschtrommel kann hierbei selbstverständlich
auch alternierend, also drehrichtungswechselnd ausgeführt werden.
Ist die Reinigungsanlage bzw. der Reinigungsbehälter für Reinigungsprozesse, die
unter einem hohen Druck stattfinden, gedacht, so wird die im Druckrezipienten bzw.
Reinigungsdruckbehälter befindliche Waschtrommel über eine den Rezipienten
durchstoßende Achse bzw. Welle angetrieben, wie dies beispielsweise in der
DE-A 42 30 485 offenbart ist. Dies erfordert jedoch aufwendige Dichtungs- bzw.
Stopfbuchsensysteme.
Neuere Erkenntnisse haben gezeigt, daß sich die Reinigungsleistung, insbesondere
von Kohlendioxid bei höheren Betriebsdrücken verbessern läßt; hierbei werden
Betriebsdrücke von mehr als 200 bar angedacht. Jedoch wird eine Abdichtung der
Wellendurchführung mit steigendem Druck problematischer und energieintensiver.
Aufgrund der für diese Drücke erforderlichen Dicke der Rezipientenwand läßt sich eine
berührungslose Übertragung mittels einer Magnetkupplung nicht realisieren.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Reinigungsvorrichtung anzugeben, die
die genannten Nachteile vermeidet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Reinigungsvorrichtung gelöst, die
durch einen drehbar und/oder verschiebbar gelagerten Druckbehälter, in dem die
Reinigung durchgeführt wird, Mittel zum Versorgen des Druckbehälters mit einem
Reinigungsmedium und Mittel zum Versetzen des Druckbehälters in eine Bewegung
gekennzeichnet ist.
Es sei angemerkt, daß bei einer Verwendung der erfindungsgemäßen Reinigungs
vorrichtung für Reinigungsprozesse, die nicht unter Druck ablaufen, der Behälter
selbstverständlich nicht druckfest ausgebildet sein muß. Eine derartige Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung sei von den Patentansprüchen umfaßt.
Im Gegensatz zu dem genannten Stand der Technik kann bei der erfindungsgemäßen
Reinigungsvorrichtung sowohl auf Düsensysteme als auch auf die für die Erzeugung
einer Drehbewegung des Waschkorbes erforderlichen Einrichtungen verzichtet
werden, da erfindungsgemäß nunmehr der gesamte Reinigungsvorrichtung bewegt,
vorzugsweise in eine Drehbewegung versetzt wird. Dadurch kommt es zu einer Rela
tivbewegung zwischen Reinigungsgut und Reinigungsmedium, was die gewünschte
Verbesserung der Reinigungswirkung zur Folge hat.
Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung sowie weitere Ausgestaltungen
derselben seien anhand des in der Figur dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert.
Die Figur zeigt die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung, bestehend aus einem
Behälter bzw. Druckbehälter 1 - im folgenden nurmehr als Druckbehälter bezeichnet -,
in den das zu reinigende Gut 2 eingebracht wird. Bei dem zu reinigenden Gut kann es
sich sowohl um Schüttgüter und Textilien als auch um Maschinenbauteile, Montage
gruppen, etc. handeln. Das Befüllen und Entleeren des Druckbehälters 1 erfolgt über
einen verschließbaren Deckel 3, wobei dann, wenn die erfindungsgemäße Reinigungs
vorrichtung für unter Druck ablaufende Reinigungsprozesse ausgelegt ist, eine
entsprechende Dichtung 15 vorzusehen ist.
Das Reinigungsmedium 8 wird dem Druckbehälter 1 über eine Zuführ- bzw. Versor
gungsleitung 4 zugeführt. Es stammt beispielsweise aus einem Speicher- und/oder
Vorlagebehälter. In der Zuführleitung 4, die gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung 1, eine Kupplung 7, insbesondere eine
Schnellschlußkupplung aufweist, können Ventile 5 und 6 vorgesehen werden. Vor dem
Beginn des Reinigungsprozesses und dem damit verbundenen In-Bewegung-Setzen
des Druckbehälters 1 wird über die Zuführleitung 4 die gewünschte Menge an
Reinigungsmedium 8 in den Druckbehälter 1 geführt. Anschließend werden die
entsprechenden Ventile 5 und 6 geschlossen und die Zuführleitung 4 abgekoppelt.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrich
tung 1 weist die Zuführleitung 4 eine in der Figur nicht dargestellte Aufwickelvorrich
tung auf. Ein derartiger Aufwickelmechanismus ermöglicht es, daß der Druckbehälter 1
eine bestimmte Anzahl von Umdrehungen - diese ist abhängig von der Leitungslänge
- nach jeder Richtung ausführen kann, ohne daß die Zuführleitung 4 abgekuppelt
werden muß. Mittels dieser Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, die Relativ
bewegung zwischen dem Reinigungsgut und dem Reinigungsmedium auch während
des Befüllens und Entleerens des Druckbehälters 1 aufrecht zu erhalten.
Der Druckbehälter 1 liegt - gemäß einer möglichen Ausgestaltung der Erfindung - mit
zwei Rollen 9 und 9' auf entsprechenden Rollenbahnen 10 und 10' auf. Diese Rollen
bahnen können nun mittels einer Antriebsvorrichtung 11, beispielsweise mittels eines
Elektromotors, bewegt bzw. angetrieben werden, woraus eine Drehbewegung des
Druckbehälters 1 resultiert. Zusätzlich oder alternativ zu dieser Antriebsmöglichkeit
kann der Druckbehälter 1 auch einen Zahnkranz 12 aufweisen, der über ein mit einer
Antriebsvorrichtung 14 gekoppeltes Zahnrad 13 angetrieben wird.
Neben der in der Figur dargestellten Möglichkeit der Lagerung des Druckbehälters 1
auf Rollenbahnen 10 und 10' kann dieser auch mittels wenigstens eines axial
angeordneten Gleit- oder Kugellagers gelagert sein; diese Möglichkeiten sind in der
Figur nicht dargestellt.
In der Figur ebenfalls nicht dargestellt sind zusätzlich oder alternativ wirkende Vorrich
tungen, die beispielsweise eine Bewegung des Reinigungsbehälters 1 in axialer
Richtung ermöglichen.
Im Falle der in der Figur dargestellten Ausführungform der erfindungsgemäßen
Reinigungsvorrichtung können durch eine immer wieder erfolgende Umkehrung der
Drehrichtung verschiedenste Pendelbewegungen bei unterschiedlichen
Geschwindigkeiten realisiert werden.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Reinigungsvorrichtung kann der Druckbehälter 1 Einbauten, die die Bewegung des
Reinigungsgutes beeinflussen, aufweisen. Mittels derartiger Einbauten kann
insbesondere eine Verwirbelung des Reinigungsmediums erreicht werden, wodurch
dessen Reinigungswirkung verstärkt wird.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Druckbehälter 1 wenigstens einen entnehm
baren und mit ihm verbindbaren Korb aufweist. Dadurch wird insbesondere bei
industriellen Anwendungen der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung ein zügiges
Entleeren und Neubefüllen des Druckbehälters 1 ermöglicht.
Die möglichen Bewegungsarten des Druckbehälters 1 können dadurch vervielfacht
werden, daß eine Lagerung des Druckbehälters 1 auf Kurvenscheiben und/oder mittels
entsprechender, beispielsweise hydraulisch betriebener Hebelmechanismen erfolgt.
Mittels derartiger Ausgestaltungen werden, wie auch bei der Überlagerung von Quer-
und/oder Längsbewegungen, dreidimensionale Bewegungsabläufe des Druckbehälters
1 und damit auch des Reinigungsgutes möglich.
Der Druckbehälter 1 ist vorzugsweise zylinder, tonnen- oder kugelförmig gestaltet.
Insbesondere die beiden zuletzt genannten Möglichkeiten sind als besonders
spannungsgünstig anzusehen und gestatten minimale Wandstärken für den Behälter.
Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung erlaubt die Realisierung von Reinigungs
prozessen mit unterschiedlichsten, unter Druck stehenden Reinigungsmedien, wie
beispielsweise flüssiges oder überkritisches Kohlendioxid, wobei sich der erforderliche
technische Aufwand in Grenzen hält. Eine zielgerichtete und optimierte Bewegung des
Reinigungsgutes kann nunmehr ohne eine Drehdurchführung realisiert werden. Zudem
wird aufgrund des Fehlens der verlustreichen Drehdurchführung der für die (Dreh-)
Bewegung erforderliche Energieaufwand verringert.
Claims (11)
1. Reinigungsvorrichtung, gekennzeichnet durch einen drehbar und/oder
verschiebbar gelagerten Druckbehälter (1), in dem die Reinigung durchgeführt
wird, Mittel zum Versorgen des Druckbehälters (1) mit einem Reinigungsmedium
und Mittel zum Versetzen des Druckbehälters (1) in eine Bewegung.
2. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Druckbehälter (1) auf wenigstens einer Rollenbahn (10, 10') aufliegt und/oder
mittels wenigstens eines axial angeordneten Gleit- oder Kugellagers gelagert ist.
3. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mittel zum Versetzen des Druckbehälters (1) in eine Bewegung als eine
wenigstens eine der Rollenbahnen (10, 10') in eine Drehbewegung versetzende
Antriebsvorrichtung (11), wie beispielsweise ein Elektromotor, ausgebildet sind.
4. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittel zum Versetzen des Druckbehälters (1) in eine
Bewegung als eine die in einem Gleit- oder Kugellager gelagerte Achse des
Druckbehälters (1) in eine Drehbewegung versetzende Antriebsvorrichtung, wie
beispielsweise ein Elektromotor, ausgebildet sind.
5. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Druckbehälter (1) über seinem Umfang angeordnet
wenigstens einen Zahnkranz (12) aufweist, der mit einer Antriebsvorrichtung (14),
wie beispielsweise einem Elektromotor, gekoppelt ist.
6. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Druckbehälter (1) auf wenigstens einer Kurvenscheibe
gelagert ist und diese mit einer Antriebsvorrichtung, wie beispielsweise einem
Elektromotor, gekoppelt ist.
7. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittel zum Versorgen des Druckbehälters (1) mit einem
Reinigungsmedium als eine Zuführleitung (4) ausgebildet sind.
8. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Zuführleitung (4) eine Kupplung (7), vorzugsweise eine Schnellschlußkupplung,
angeordnet ist.
9. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zuführleitung (4) auf eine Aufwickelvorrichtung aufwickelbar ist.
10. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Druckbehälter (1) Einbauten, die die Bewegung des
Reinigungsgutes beeinflussen, aufweist.
11. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Druckbehälter (1) wenigstens einen entnehmbaren und
mit ihm verbindbaren Korb aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999122135 DE19922135A1 (de) | 1999-05-12 | 1999-05-12 | Reinigungsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999122135 DE19922135A1 (de) | 1999-05-12 | 1999-05-12 | Reinigungsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19922135A1 true DE19922135A1 (de) | 2000-11-16 |
Family
ID=7907994
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999122135 Ceased DE19922135A1 (de) | 1999-05-12 | 1999-05-12 | Reinigungsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19922135A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN111607799A (zh) * | 2020-06-19 | 2020-09-01 | 合肥力和机械有限公司 | 一种钢球酸洗设备 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DD21060A (de) * | ||||
| US3961637A (en) * | 1974-12-12 | 1976-06-08 | Owen Sr Clyde W | Aggregate materials washing apparatus |
| DE4230485A1 (de) * | 1992-09-11 | 1994-03-17 | Linde Ag | Anlage zur Reinigung mit verflüssigten oder überkritischen Gasen |
-
1999
- 1999-05-12 DE DE1999122135 patent/DE19922135A1/de not_active Ceased
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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