DE19922747A1 - Vorrichtung zur Erfassung eines Ionenstromes für eine Brennkraftmaschine - Google Patents
Vorrichtung zur Erfassung eines Ionenstromes für eine BrennkraftmaschineInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erfassung eines Ionenstromes für eine Brennkraftmaschine, umfassend eine Meßspannungserzeugungseinrichtung, einen mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung verbundenen Zündstrombypass und einen mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung und dem Zündstrombypass verbundenen Meßsignalkonverter. DOLLAR A Um ein möglichst fahrzeuggerecht aufbereitetes Ionenstrommeßsignal erzeugen zu können, wird vorgeschlagen, als Meßsignalkonverter einen Strom-/Spannungskonverter zu verwenden, der aus einem Operationsverstärker besteht, dessen negativer Eingang mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung, dem Zündstrombypass und über einen Widerstand mit dessen Ausgang, welcher das Meßsignal liefert, verbunden ist und dessen positiver Eingang auf Masse oder auf einem leicht erhöhten Potential liegt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erfassung eines Ionenstroms für eine
Brennkraftmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 5.
In einer Brennkraftmaschine mit innerer Verbrennung findet während der Verbren
nung eine Ionisation verschiedener Moleküle statt. Wird ein elektrisches Feld in ei
nem Bereich des Brennraumes angelegt, so kann eine Ionenbewegung erzeugt
werden, die wiederum als Strom gemessen werden kann. Dieser Ionenstrom weist
eine Korrelation zum Druckverlauf im Brennraum auf und kann somit zur Verbren
nungskontrolle eingesetzt werden.
Zur Erfassung des Ionenstroms ist es allgemein bekannt, ein ungefiltertes span
nungskontinuierliches Analogsignal an eine Auswerteeinrichtung weiterzuleiten. So
ist es aus der US 4,359,893 und der DE 33 39 569 A1 bekannt, zur Felderzeugung
eine Kondensator-Zener-Dioden-Kombination zu verwenden. Diese kann während
oder vor (vgl. DE 197 33 356 A1) der Zündphase geladen werden. Die DE 41 38 823 C2
zeigt, daß man den entstehenden Ionenstrom auch mit einem Shunt-
Widerstand in ein Spannungssignal umwandeln kann. In dieser Veröffentlichung
wird vorgeschlagen, die Meßanordnung in Verbindung mit einem Leistungsschalter
auf einer Zündkerze anzuordnen und das ungefilterte Spannungssignal an eine Ver
brennungsregeleinheit (im folgenden ECU genannt) weiterzuleiten. Es wird darüber
hinaus auch angeregt, alternativ eine Meßanordnung für alle Zylinder zu verwenden.
In der DE 197 33 356 A1 ist eine Erweiterung des letzten Vorschlags für Zylinder
gruppen und Einzelzündspulen beschrieben.
Allen vorgenannten Anordnungen ist gemein, daß sie nur bedingt in einer Fahrzeu
gumgebung einsetzbar sind, da das Ionenstromsignal im µA-Bereich liegt.
Einen anderen Ansatz verfolgen die Ausführungsformen in der DE 197 34 039 A1,
DE 197 33 869 A1 und DE 197 30 362 A1. Gemäß diesen Veröffentlichungen wird
ein spannungskontinuierliches Analogsignal in eine spannungsdiskrete Impulsfolge
umgewandelt und zur weiteren Auswertung an die Verbrennungsregeleinheit über
mittelt. Die DE 197 30 362 A1 verwendet hierzu eine Komparatorschaltung, deren
Schwellwert von der Verbrennungsregeleinheit über eine Spannungsschnittstelle
einstellbar ist. Die DE 197 33 869 A1 verwendet Maskierungsschaltungen und einen
Bandpaß, um das Ionenstromsignal in ein Impuls-Klopfsignal umzuwandeln, das zur
weiteren Auswertung an die Verbrennungsregeleinheit geschickt wird. Die Verbren
nungsregeleinheit hat hierbei keine Eingriffsmöglichkeit auf die Schwellwerte zur
Klopfsignalerfassung, was zu Nachteilen während der Applikationsphase eines sol
chen Systems führen kann. Die DE 197 34 039 A1 verwendet eine Pulserzeugungs
vorrichtung zur Verbrennungsaussetzererkennung. Die DE 197 34 039 A1 und die
DE 197 33 869 A1 verwenden zusätzlich auch das ungefilterte Spannungssignal
über den Meßwiderstand. Alle vorgenannten Vorgehensweisen führen zum einen zu
einem erhöhten Verdrahtungsaufwand. Zum anderen verbleiben die Rausch- und
Rückwirkungsprobleme bei der Auswertung dieses spannungskontinuierlichen
Analogsignals.
Im übrigen führt die Verwendung eines Meßwiderstandes gegen Masse am Meß
punkt zu einem negativen Spannungssignal gegenüber der Bezugsmasse. Dies
erzwingt eine zusätzliche negative Spannungsversorgung und einen Umkehrver
stärker für die Signalauswertung. Zur Rauschunterdrückung ist es daher sinnvoll, in
diese Verstärkerstufe eine Bandbegrenzung einzuführen. Dies erfordert jedoch beim
Umkehrverstärker abgeglichene Kondensatoren. Die Verwendung eines Meß-
Shunts erhöht folglich die Schaltkomplexität und -kosten. Im übrigen bildet ein Meß-
Shunt außerdem einen Spannungsteiler mit dem Meßkanal im Brennraum, d. h. die
Wahl dieses Widerstands verringert die Größe des sowieso schon kleinen Ionen
stroms.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Erfassung eines Ionenstroms für
eine Brennkraftmaschine zu schaffen, die die vorgenannten Nachteile vermeidet und
ein fahrzeuggerecht aufbereitetes Ionenstrom-Meßsignal auf einfache Art und Weise
liefert. Diese Aufgabe wird alternativ durch die im Anspruch 1 bzw. die im Anspruch
5 genannten Merkmale gelöst.
Gemäß dem Anspruch 1 wird als Meßsignalkonverter ein Strom-/Spannungskon
verter verwendet, der aus einem Operationsverstärker besteht. Der negative Ein
gang des Operationsverstärkers ist mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung,
dem Zündstrombypass und über einen Widerstand mit dessen Ausgang, welcher
das Meßsignal liefert, verbunden. Der positive Eingang des Operationsverstärkers
liegt auf Masse oder einem leicht erhöhten Potential. Zwar ist ein solcher Strom
spannungskonverter in Form eines Schnittstellenkonverters, beispielsweise aus
Tietze, Schenck, 9. Aufl., Seite 366, bekannt. Doch wird diese Schaltung normaler
weise zur Anpassung einer Stromschnittstelle mit regelbarem eingeprägten Strom
an eine Spannungsschnittstelle verwendet. In diesem Fall wirkt die Schaltung als
Stromsenke. Vorliegend wird die Schaltung jedoch in Verbindung mit einer einge
prägten Konstantspannungsquelle, nämlich der Ionenmeßspannungserzeugungs
einrichtung, verwendet und fungiert daher als Stromquelle für den Ionenstrom. So
lange der Operationsverstärker nicht in seiner Sättigung arbeitet, besteht ein linea
res Verhältnis zwischen dem Brennraum-Meßstreckenleitwert und dem Ausgang
des Operationsverstärkers, der direkt die Meßspannung darstellt.
Der Vorteil gegenüber einer Lösung mit einem Meßwiderstand ist eine fortwährend
positive Spannung. Darüber hinaus liegt der Meßknoten, also der negative Eingang
des Operationsverstärkers, virtuell auf Masse, d. h. die gesamte Kondensatorspan
nung liegt über der Brennraum-Meßstrecke an, so daß die Messung nicht den zu
messenden Leitwert verfälscht.
Bei der alternativen Ausführungsform der Erfindung wird ein Ausgangstreiber nach
dem Meßsignalkonverter vorgesehen, der im wesentlichen eine Stromschnittstelle
zwischen einer Meßspannungserzeugungseinrichtung und einem Ausgang der ge
samten Vorrichtung darstellt. Eine Stromschnittstelle bietet allgemein den Vorteil,
daß mögliche Potentialversätze zwischen dem brennraumnahen Steuergerät und
der Verbrennungsregeleinheit einen geringen Einfluß auf die Signalübertragung ha
ben. Natürlich können die beiden alternativ genannten Lösungen auch kombiniert
werden.
Weitere Vorteile und Merkmale sind in den Unteransprüchen definiert.
Eine besondere Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend und mit Bezug auf
die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Dabei soll das Ausführungsbeispiel
nur zum Verständnis der Erfindung dienen und in keiner Weise schutzbegrenzend
wirken.
Die Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 eine schematische Übersicht einer Vorrichtung zur Erfassung eines Io
nenstroms gemäß der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 eine erste Ausführungsform einer an sich bekannten Strommeßspan
nungserzeugungseinrichtung,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform einer an sich bekannten Ionenmeßspan
nungserzeugungseinrichtung,
Fig. 4 eine mögliche Ausführungsform eines Zündstrombypasses sowie einer
Schutzschaltung, welche ebenfalls an sich bekannt sind,
Fig. 5 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Strom-/Span
nungskonverters,
Fig. 6 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Strom-/Span
nungskonverters mit optionaler Bandbegrenzung und optionaler Diagno
seschaltung,
Fig. 7 eine erste Ausführungsform einer an sich bekannten Filterstufe,
Fig. 8 eine zweite Ausführungsform einer aktiven Filterstufe,
Fig. 9 eine erste Ausführungsform eines Ausgangstreibers und
Fig. 10 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ausgangstrei
bers in Form einer Stromschnittstelle.
In Fig. 1 ist eine schematische Übersicht über eine erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Erfassung eines Ionenstroms dargestellt. Diese Vorrichtung umfaßt eine Ionen
strommeßspannungserzeugungseinrichtung 1, einen Zündstrombypass 2, der zu
einer Schutzschaltung 3 und einem Strom-/Spannungskonverter 4 parallelgeschaltet
ist. Der Strom-/Spannungskonverter 4 wiederum ist in Reihe mit einer Filterstufe 5
und einem optionalen zusätzlichen Ausgangstreiber 6 geschaltet.
Die Ionenstrom-Meßspannungserzeugungseinrichtung 1 ist über eine Schnittstelle
Schn_Z mit einem Zündsystem verbunden, welches nicht näher dargestellt ist. Auf
der anderen Seite ist die Meßspannungserzeugungseinrichtung 1 über eine Schnitt
stelle 1a mit dem Zündstrombypass 2, der Schutzschaltung 3 und dem Strom-/Spannungs
konverter 4 verbunden. Die Schnittstellen 4-5, 5-6 und ECU definieren
die Verbindungen zwischen den entsprechenden Vorrichtungsteilen dar.
Die einzelnen Vorrichtungsteile, nämlich die Meßspannungserzeugungseinrichtung
1, der Zündstrombypass 2, die Schutzschaltung 3, der Strom-/Spannungskonverter
4, die Filterstufe 5 und der optionale Ausgangstreiber 6 sind nachfolgend in den Fig. 2
bis 10 anhand von Schaltdiagrammen näher dargestellt.
In Fig. 2 ist eine an sich bekannte Ausführungsform einer Meßspannungserzeu
gungseinrichtung 1 dargestellt. Diese besteht im wesentlichen aus einer Zündvor
richtung, die eine Zündspule L1, ein Steuergerät, hier in Form eines Transistors T1,
und eine Zündkerze X1 umfaßt. Die Zündkerze X1 sowie der Transistor T1 sind auf
Masse gelegt. Der Transistor ist kollektorseitig mit der Primärwindung der Spule L1
verbunden, welche wiederum an eine Versorgungsspannung Ub angelegt ist. Wie
aus Fig. 2 deutlich wird, können mehrere dieser Zündanordnungen in Reihe ge
schaltet sein. Die Sekundärwicklung der Spule L1 ist zum einen mit der Zündkerze
X1, zum anderen mit der sekundärseitigen Masserückführung 4a verbunden, die
eine Parallelschaltung eines Speicherkondensators Cs und einer oder mehrerer
Zenerdioden Dz bewirkt. Mit Z_S ist dabei die Schnittstelle zum Zündsystem be
zeichnet. Mit 1a ist die bereits aus Fig. 1 bekannte Schnittstelle bezeichnet.
Die Größen L2, T2, X2 bezeichnen die Teile einer zweiten, parallelen Zündanord
nung.
In Fig. 3 ist eine andere Ausgestaltung einer an sich bekannten Meßspannungser
zeugungseinrichtung 1 dargestellt, wobei die mit Fig. 2 übereinstimmenden Bezugs
zeichen gleiche oder entsprechende Teile bezeichnen. Diese zweite Ausführungs
form einer Meßspannungserzeugungseinrichtung 1 besteht im wesentlichen aus
einer primärseitigen Ladeschaltung mit mindestens einer Niederspannungsdiode DL
und einem damit in Reihe geschalteten Widerstand RL, der einen gemeinsamen
Knoten mit mindestens einer Hochspannungsdiode Dh zur Hochspannungsseite
mindestens einer Zündkerze X1, Xx aufweist. Ferner ist eine Parallelschaltung eines
Speicherkondensators Cs und einer oder mehrerer Zenerdioden Dz vorgesehen.
Die Kathoden der Hochspannungsdioden Dh bilden je einen gemeinsamen Knoten
mit der Hochspannungsseite UH1 . . . UHX der zugehörigen Zündspule, L1 . . . Lx.
Die Anoden der Niederspannungsdioden DL bilden je einen gemeinsamen Knoten,
mit dem masseseitigen Anschluß UL1 . . . ULX der Primärseite der zugehörigen
Zündspule L1 . . . Lx.
In Fig. 4 ist eine an sich bekannte Ausführungsform eines Zündstrombypasses
(Bezugszeichen 2 in Fig. 1) und einer Schutzschaltung (Bezugszeichen 3 in Fig. 1)
dargestellt. Die gesamten Anordnung besteht vorliegend aus einer Zünddiode Dzs
und mindestens einer invers dazu verschaltenden Zünddiode Ds. Vorliegend sind
zwei in Reihe geschaltete Schutzdioden Ds vorgesehen. Der Zündstrombypass ist
vor allem in der ersten Zündphase von Bedeutung.
In Fig. 5 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Strom-/Spannungs
konverters 4 dargestellt. Der Strom-/Spannungskonverter 4 umfaßt ei
nen Operationsverstärker OP, welcher mit seinem negativen Eingang mit der Meß
spannungserzeugungseinrichtung 1 und dem Zündstrombypass 2 verbunden ist.
Ferner ist der negative Eingang des Operationsverstärkers über einen Widerstand
Rq mit dessen Ausgang, der im wesentlichen das Meßsignal liefert, verbunden. Der
positive Eingang des Operationsverstärkers liegt vorliegend auf Masse. Alternativ
kann er auch auf einem leicht erhöhten Potential liegen.
In der zweiten Ausführungsform gemäß Fig. 6 ist ein Strom-/Spannungskonverter
dargestellt, der (gegenüber demjenigen in Fig. 5) einen zu dem Widerstand Rq par
allelgeschalteten Kondensator Ctp aufweist, welche eine frühe Bandbegrenzung
bewirkt. Im übrigen ist eine Diagnose-Offset-Schaltung in Form von mindestens ei
nem Vorwiderstand Rv und einer Schottky-Diode Do vorgesehen. Der zur Schottky-
Diode Do parallelgeschaltete Kondensator Co verbessert vorliegend die Stabilität
der Offset-Spannung, ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Die Offset-Schaltung
kann alternativ auch durch einen Spannungsteiler eine Zener-Spannung oder eine
Referenz-Spannungsquelle erzeugt werden.
Die vorliegende Verwendung des Strom-Spannungskonverters 4 stellt sicher, daß
die gemessene Spannung immer positiv ist. Im übrigen liegt der negative Eingang
des Operationsverstärkers virtuell auf Masse, so daß die gesamte Kondensator
spannung über der Brennraum-Meßstrecke anliegt und die Messung des Gleitwer
tes nicht verfälscht wird. Die vorliegende Schaltung gemäß der Fig. 5 und 6 wirkt als
Stromquelle für den Ionenstrom unter Verwendung der Ionenstrom-Meßspannungs
erzeugungsvorrichtung als Konstantstromquelle. Über den Rückkoppelwiderstand
Rq wird das Strom-/Meßspannungsübersetzungsverhältnis eingestellt. Solange also
der Operationsverstärker nicht in seiner Sättigung arbeitet, besteht ein lineares Ver
hältnis zwischen dem Brennraum-Meßstreckenleitwert und dem Ausgang des Ope
rationsverstärkers, der direkt die Meßspannung darstellt.
In Fig. 7 ist eine erste an sich bekannte Ausführungsform der Filterstufe 5 darge
stellt. Eine solche Filterstufe sollte vorzugsweise mit einem Ausgangstreiber 6 zur
Entkoppelung verwendet werden. Ein entsprechender Ausgangstreiber ist in Fig. 9
dargestellt. Durch die Entkopplung wird eine Störeinstrahlungsfestigkeit sicherge
stellt.
Alternativ kann jedoch eine aktive Filterstufe, wie sie in Fig. 8 dargestellt ist, ver
wendet werden. Diese Filterstufe bildet einen Tiefpaß R5, C5 zweiter bis dritter Ord
nung (vgl. Tietze, Schenck, 9. Aufl., Seite 419) und kann gleichzeitig als Anti-
Aliasing-Filter für eine digitale Signalverarbeitung in der Verbrennungsregeleinheit
(ECU) dienen. Eine aktive Filterstufe, wie sie in Fig. 8 verwendet ist, bietet in Kombi
nation mit einer Strom-Spannungskonvertierungseinrichtung, wie sie in Fig. 6 darge
stellt ist, eine kostengünstige Realisierung der Erfindung, die ein großes Maß an
Flexibilität für die Applikation bietet.
Natürlich ist alternativ auch eine Bandpaßlösung vorstellbar, wenn es um eine reine
Klopferkennung geht und dann evtl. die gleichen Anteile des Meßsignals irrelevant
werden.
In Fig. 9 ist eine optionale Treiberstufe in einer ersten Ausführungsform dargestellt.
Bevorzugt sollte jedoch eine Stromschnittstelle, wie sie in Fig. 10 dargestellt ist, ein
gesetzt werden (vgl. dazu auch Tietze, Schenck, 9. Aufl., Seite 369). Eine Strom
schnittstelle bietet nämlich den Vorteil, daß mögliche Potentialversätze zwischen
dem brennraumnahen Steuergerät und der Verbrennungsregeleinheit einen gerin
geren Einfluß auf die Signalübertragung haben.
Eine Anordnung der Gesamtschaltung ist vorzugsweise in Brennraum- und Zünd
spulennähe aus Störaussendungsgründen anzustreben. Andernfalls müßten die
Massen der Hochspannungsseite über längere Strecken im Motorraum geführt wer
den. Idealerweise integriert man die kompakte Schaltung allein oder in Verbindung
mit der oder den zugehörigen Zündspulen auf der Zündspule oder in einem zu einer
Zylindergruppe gehörenden Anbausteuergerät in Brennraum- und Zündspulnähe.
Die vorliegende Erfindung bietet insbesondere in Form des als Strom-/Spannungs
konverter ausgebildeten Meßsignalkonverters sowie des als Stromschnittstelle die
nenden Ausgangstreibers eine einfache Möglichkeit zur Erzeugung eines fahrzeug
gerecht aufbereiteten Ionenstrom-Meßsignals.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Erfassung eines Ionenstromes für eine Brennkraftmaschine,
umfassend:
eine Meßspannungserzeugungseinrichtung (1),
einen mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung (1) verbundenen Zünd strombypass (2) und
einen mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung (1) und dem Zünd strombypass (2) verbundenen Meßsignalkonverter (4),
dadurch gekennzeichnet,
daß als Meßsignalkonverter (4) ein Strom-/Spannungskonverter verwendet wird, der aus einem Operationsverstärker besteht, dessen negativer Eingang mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung (1), dem Zündstrombypass (2) und über einen Widerstand mit dessen Ausgang, welcher das Meßsignal liefert, verbunden ist und dessen positiver Eingang auf Masse oder auf ei nem leicht erhöhten Potential liegt.
eine Meßspannungserzeugungseinrichtung (1),
einen mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung (1) verbundenen Zünd strombypass (2) und
einen mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung (1) und dem Zünd strombypass (2) verbundenen Meßsignalkonverter (4),
dadurch gekennzeichnet,
daß als Meßsignalkonverter (4) ein Strom-/Spannungskonverter verwendet wird, der aus einem Operationsverstärker besteht, dessen negativer Eingang mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung (1), dem Zündstrombypass (2) und über einen Widerstand mit dessen Ausgang, welcher das Meßsignal liefert, verbunden ist und dessen positiver Eingang auf Masse oder auf ei nem leicht erhöhten Potential liegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Potentialversatz am positiven Eingang des Operationsverstärkers
vorgesehen ist, der zur Diagnose der Schaltung verwendet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausgang des Strom-/Spannungskonverters mit einer Filterstufe (5),
insbesondere einer aktiven Filterstufe, verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ausgangstreiber (6) vorgesehen ist, der mit dem Ausgang der Filter
stufe (5) verbunden ist.
5. Vorrichtung zur Erfassung eines Ionenstromes für eine Brennkraftmaschine,
umfassend:
eine Meßspannungserzeugungseinrichtung (1),
einen mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung (1) verbundenen Zünd strombypass (2) und
einen mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung (1) und dem Zünd strombypass (2) verbundenen Meßsignalkonverter (4),
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ausgangstreiber (OP3) nach dem Meßsignalkonverter (4) derart vorgesehen ist, daß die Verbindung zwischen der Meßspannungserzeu gungseinrichtung (1) und einem Ausgang der gesamten Vorrichtung eine Stromschnittstelle darstellt.
eine Meßspannungserzeugungseinrichtung (1),
einen mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung (1) verbundenen Zünd strombypass (2) und
einen mit der Meßspannungserzeugungseinrichtung (1) und dem Zünd strombypass (2) verbundenen Meßsignalkonverter (4),
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ausgangstreiber (OP3) nach dem Meßsignalkonverter (4) derart vorgesehen ist, daß die Verbindung zwischen der Meßspannungserzeu gungseinrichtung (1) und einem Ausgang der gesamten Vorrichtung eine Stromschnittstelle darstellt.
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2000
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- 2000-04-11 EP EP20000107750 patent/EP1054154B1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (3)
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