DE19922655C2 - Verfahren und Vorrichtung zum maschinellen automatischen Anbinden von Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht und Einstechen des Hopfensteigdrahtes in das Erdreich - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum maschinellen automatischen Anbinden von Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht und Einstechen des Hopfensteigdrahtes in das ErdreichInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum maschinellen automatischen Anbinden von
Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht und Einstechen des Hopfensteigdrahtes in
das Erdreich mit folgenden Schritten:
- - das Anbinden und Einstechen erfolgt während der kontinuierlichen Fahrt durch den Hopfengarten mit einem Traktor, an dem die Vorrichtung befestigt ist,
- - durch ein Trägerdrahterkennungssystem gesteuertes automatisches Positionieren einer Drahtbefestigungsvorrichtung in die Nähe des Trägerdrahtes durch Antriebe zwischen Vertikalgestell und Untergestell,
- - Zuführen des Hopfensteigdrahtes von einem Hopfensteigdrahtspeicher mittels einer Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung in den Bereich der Drahtbefestigungsvorrichtung,
- - Befestigen des Hopfensteigdrahtes an dem Trägerdraht mittels der Drahtbefestigungsvorrichtung,
- - Verankern des Hopfensteigdrahtes im Erdreich und
- - Abschneiden des Hopfensteigdrahtes.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zum maschinellen automatischen
Anbinden von Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht und Einstechen des
Hopfensteigdrahtes in das Erdreich zur Durchführung des oben beschriebenen
Verfahrens,
- - mit einem Untergestell zur Befestigung an einem Traktor,
- - mit einem mit dem Untergestell beweglich verbundenen Vertikalgestell
- - mit einer Befestigungseinrichtung zwischen Untergestells und Vertikalgestell,
- - mit einem als Fachwerk ausgebildeten Vertikalgestell,
- - mit Befestigungselementen zur Befestigung des Untergestells an einem Traktor,
- - mit einer Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung am Vertikalgestell,
- - mit einer Drahtbefestigungsvorrichtung am oberen Ende des Vertikalgestells,
- - mit einer Trägerdrahterkennungseinrichtung,
- - mit einer Einstecheinrichtung am Vertikalgestell,
- - mit einer Abschneideeinrichtung,
- - mit einem Hopfensteigdrahtspeicher und
- - mit einer Steuerung.
Eine Vorrichtung und ein Verfahren zum automatischen Anbringen von Steigdraht an
einem Trägerdraht ist aus der DE 196 31 646 A1 bekannt.
Diese Vorrichtung arbeitet befriedigend, ist jedoch darauf ausgerichtet Eisendraht als
Steigdraht zu verarbeiten. Bei der Verwendung von anderen Werkstoffen als
Hopfensteigdraht ist die Vorrichtung in ihrer Bauweise und in ihrer Verfahrensweise
nicht optimal ausgelegt.
Die DE 27 09 556 A1 beschreibt lediglich eine Vorrichtung zum Einstechen von
Leinen zur Hopfenführung in das Erdreich und das Verdrillen der Leinen. Die
Vorrichtung wird von Hand getragen und die Leinen von Hand eingefädelt.
Die DE 27 09 557 A1 beschreibt eine Möglichkeit, eine Leine mit einer von Hand
geführten Vorrichtung an einem Trägerdraht zu befestigen.
Sowohl die Möglichkeiten der DE 27 09 556 A1 als auch die der DE 27 09 557 A1
belasten den Arbeiter in ungewöhnlicher
Weise.
Nach der DE-AS 21 32 901 wird eine Einrichtung zum automatischen Aufhängen von
Leitdrähten für Pflanzen, insbesondere für Hopfen beschrieben.
Die Erfindung hat sich deshalb die Aufgabe gestellt, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum maschinellen automatischen Anbinden von Hopfensteigdraht an
einem Trägerdraht und Einstechen des Hopfensteigdrahtes in das Erdreich zur
Verfügung zu stellen,
- - die es möglich machen, nur mit einer Bedienperson, nämlich dem Traktorfahrer, zu arbeiten,
- - die ein schnelles und sicheres Anbringen der Hopfensteigdrähte ermöglichen,
- - die einfach und kostengünstig aufgebaut bzw. zu realisieren sind,
- - die auch bei dem robusten Arbeiten in der Praxis einsetzbar sind und
- - die es möglich machen, andere Werkstoffe als Eisen- oder Stahl als Hopfensteigdraht zu verarbeiten.
Die Lösung der Aufgabe hinsichtlich des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
- - daß als Hopfensteigdraht ein Kunststoffdraht verwendet wird,
- - daß sich die Drahtbefestigungsvorrichtung unterhalb des Trägerdrahtes befindet,
- - daß das freie Ende des Kunststoffdrahtes der Drahtbefestigungsvorrichtung zugeführt wird,
- - daß die Drahtbefestigungsvorrichtung den Kunststoffdraht an dem Trägerdraht befestigt,
- - daß danach eine Einstecheinrichtung mit einer Einstechnadel den Kunststoffdraht beim Einstechvorgang aufnimmt und den Kunststoffdraht in das Erdreich einsticht,
- - daß die Länge an Kunststoffdraht, die für das Einstechen benötigt wird, von der Einstecheinrichtung vom Hopfensteigdrahtspeicher abgezogen wird,
- - daß während des Einstechvorganges, wenn die notwendige Länge an Kunststoffdraht von dem Hopfensteigdrahtspeicher abgezogen worden ist, der Kunststoffdraht durch eine Abschneideeinrichtung abgeschnitten wird,
- - daß der Kunststoffdraht beim Einstechen gleitend durch die Nadelspitze gezogen wird,
- - daß die abgeschnittene Länge des Kunststoffdrahtes durch die Steuerung so bemessen wird, daß nach dem Einstechen des Kunststoffdrahtes in das Erdreich das abgeschnittene Ende des Kunststoffdrahtes immer noch nach oben in Richtung Erdreichoberfläche weist und dieses Ende wie ein Widerhaken wirkt und damit ein Herausrutschen des Kunststoffdrahtes aus dem Erdreich verhindert wird,
- - daß das Signal zum Abschneiden des Kunststoffdrahtes durch ein Zeitglied in der Steuerung oder durch einen Drucksollwert, der beim Einstechen der Einstechnadel durch den erhöhten Widerstand beim Eindringen in das Erdreich erreicht wird, gegeben wird,
- - daß beim Abschneiden des Kunststoffdrahtes durch den unteren Mitnehmer das in ihm verbleibende Ende des Kunststoffdrahtes festgehalten wird,
- - daß durch ein Querdrahterkennungssystem die Drahtbefestigungseinrichtung, sobald ein Querdraht durch ein vorderes Erkennungssystem erkannt wird, so lange durch die Steuerung blockiert wird, bis ein hinteres Erkennungssystem erkannt hat, daß der Querdraht aus dem Bereich der Drahtbefestigungseinrichtung verschwunden ist.
Bezüglich der Vorrichtung wird die Aufgabe dadurch gelöst,
- - daß die Befestigungseinrichtung zwischen Untergestell und Vertikalgestell einerseits aus einer drehbar gelagerten Welle besteht, damit die Drahtbefestigungseinrichtung am oberen Ende des Vertikalgestelles eine Schwenkbewegung nach links bzw. nach rechts ausführen kann und andererseits aus einer Vertikalführung besteht, damit das Vertikalgestell in einer Vertikalachse zum Untergestell nach oben und unten bewegt werden kann,
- - daß für die Vertikalbewegung ein Antrieb angeordnet ist,
- - daß für die Schwenkbewegung ein Antrieb angeordnet ist,
- - daß die Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung über Führungselemente und Umlenkelemente in Umlaufrichtung beweglich an dem Vertikalgestell befestigt ist,
- - daß die Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung mindestens zwei Hopfensteigdrahtklemmvorrichtungen aufweist, die an der Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung jeweils gegenüberliegend symmetrisch angeordnet sind,
- - daß die Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung einen Antrieb aufweist,
- - daß eine Querdrahterkennungseinrichtung am oberen Ende des Vertikalgerüst angeordnet ist,
- - daß die Einstecheinrichtung in einem Winkel zu der Vertikalachse des Vertikalgestelles in Fahrtrichtung des Traktors und in einem Winkel zur Vertikalachse des Vertikalgestelles quer zur Fahrtrichtung des Traktors angeordnet ist, damit der eingestochene Kunststoffdraht im Erdreich einen Winkel zur Vertikalachse bildet und somit das Herausrutschen des Kunststoffdrahtes aus dem Erdreich erschwert wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
So ist es besonders vorteilhaft, wenn als Hopfensteigdraht ein Kunststoffdraht in
Gestalt eines biologisch abbaubaren Monofilamentes gewählt wird.
Ein weiterer herausragender Vorteil ist, daß als Drahtbefestigungsvorrichtung ein an
sich bekannter Knüpfer (Strohballenpressenknüpfer z. B. System Rasspe®, Solingen)
verwendet wird, daß eine Klemmeinrichtung an der Nadelspitze eines an sich
bekannten Knüpfers geöffnet und geschlossen werden kann, daß die geöffnete
Klemmeinrichtung der Nadel des Knüpfers den Kunststoffdraht bei einer ersten
Drehbewegung der Nadel greift und in einen Garnhalter des an sich bekannten
Knüpfers einfädelt, wobei von dem Mitnehmer das Drahtende noch festgehalten wird,
daß der Garnhalter den eingefädelten Bereich des Kunststoffdrahtes klemmt, daß vor
der Rückwärtsbewegung der Nadel in ihre Grundposition an ihrer Spitze die
Klemmeinrichtung zum Teil geschlossen wird, daß der Kunststoffdraht in der
Klemmeinrichtung so lose gehalten wird, daß er im Klemmbereich noch gleiten kann,
daß zwischen dem Mitnehmer und dem Garnhalter der Kunststoffdraht
durchschnitten wird, daß die Nadel in ihre Grundposition zurückfährt und den
Kunststoffdraht in dem Gleitbereich gleitend mit zurückzieht, wobei die Länge an
Kunststoffdraht, die für die Rückwärtsbewegung der Nadel benötigt wird, durch die
Nadel vom Hopfensteigdrahtspeicher nach oben gezogen wird, daß der gesamte
Knüpfer danach eine Bewegung nach oben durchführt, sodaß die Nadel bei einer
zweiten Drehbewegung über den Trägerdraht greift und den Kunststoffdraht über
den Trägerdraht legt und einer im an sich bekannten Knüpfer angeordneten
Knotvorrichtung übergibt, daß die Knotvorrichtung durch eine Drehbewegung einen
Knoten erzeugt und damit den Kunststoffdraht an dem Trägerdraht verknotet, daß
die Klemmeinrichtung geöffnet wird und die Nadel in ihre Ausgangsposition
zurückbewegt wird und daß der gesamte Knüpfer wieder in seine untere
Ausgangslage zurückgebracht wird.
Von größtem Vorteil ist es, daß als Drahtbefestigungsvorrichtung eine an sich
bekannte Clip-Vorrichtung (Beutelverschlußclip-Vorrichtung z. B. System Poly-Clip®,
Frankfurt/M) verwendet wird, daß eine Nadel durch eine Drehbewegung mit ihrer
Nadelspitze über den Trägerdraht geführt wird und am Ende dieser Drehbewegung
der Kunststoffdraht durch eine Klemmeinrichtung in der Nadelspitze fest eingeklemmt
wird, daß durch den Mitnehmer der Kunststoffdraht freigegeben wird, daß dann durch
eine Drehbewegung rückwärts die Nadel wieder in ihre Ausgangsposition
zurückbewegt wird, wobei sie das eingeklemmte Ende des Kunststoffdrahtes
mitnimmt und dann am Ende der Drehbewegung rückwärts das in der Nadelspitze
eingeklemmte Ende des Kunststoffdrahtes sich in engem Abstand zu dem nach
oben, jetzt über den Trägerdraht verlaufenden Bereich des Kunststoffdrahtes
befindet, daß die beiden sich in engem Abstand zueinander befindlichen Bereiche
des Kunststoffdrahtes durch eine an sich bekannte Clip-Vorrichtung miteinander
verclipt werden und daß die Klemmeinrichtung der Nadel geöffnet wird.
Als großen Vorteil beim Aufbau der Vorrichtung ist zu sehen, daß die
Drahtbefestigungseinrichtung ein an sich bekannter Knüpfer (z. B. aus
Strohballenpressen) ist, der modifiziert ist, dadurch, daß die Nadel eine
Klemmeinrichtung besitzt und dadurch, daß der an sich bekannte Knüpfer auf einer
Hebevorrichtung mit einem Hydraulikzylinder für den Knüpferhub angeordnet ist.
Äußerst vorteilhaft im Aufbau der Vorrichtung ist, daß die
Drahtbefestigungseinrichtung eine an sich bekannte Clip-Vorrichtung (z. B.
Beutelverschlußclip-Vorrichtung) ist, die dadurch ergänzt ist, daß zur Zuführung der
zwei Teile des Kunststoffdrahtes in den Arbeitsbereich der Clip-Vorrichtung eine
Nadel mit einer Klemmeinrichtung am oberen Bereich des Vertikalgerüstes
angeordnet ist.
Einer der wesentlichsten Vorteile der Erfindung ist, daß die Vorrichtung sehr schnell
arbeitet. So ist es erstmals möglich, bei kontinuierlicher Fahrt des Traktors innerhalb
von ca. 3 bis 10 Sekunden, vorzugsweise 5 Sekunden, jeweils einen
Hopfensteigdraht am Trägerdraht anzubringen und im Erdreich zu verankern sowie
die Fahrtstrecke von einer zur nächsten Hopfenpflanze, also von einem zum anderen
Arbeitsort, zu bewältigen. Die Traktorgeschwindigkeit liegt hierbei zwischen 0,5 und
1,5 km/h, vorzugsweise zwischen 0,8 und 1,0 km/h. Zur Bedienung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist kein zusätzlicher Mann notwendig, sie kann allein
durch den Traktorfahrer bedient werden.
Höchst vorteilhaft ist der Aufbau und die Bedienweise des Bediengerätes, welches in
der Fahrerkabine des Traktors angeordnet ist. Das Bediengerät der
erfindungsgemäßen Vorrichtung weist einen Joystick, einen Umschalter
Manuell/Automatik, einen Notausschalter, einen Einschaltknopf und einen
Auslöseknopf auf. Mit dem Joystick kann die Bedienperson beim Einfahren in einen
Bifang eines Hopfengartens die erfindungsgemäße Vorrichtung bequem so
positionieren, daß die besonders vorteilhafte Trägerdrahterkennungseinrichtung den
Trägerdraht erkennt. Danach schaltet die Bedienperson von manueller auf
automatische Arbeitsweise der Vorrichtung und durchfährt den Bifang, wobei nur
noch bei jeder Pflanze entweder manuell durch Drücken des Auslöseknopfes oder
automatisch durch das Hopfenpflanzenerkennungssystem der Arbeitsvorgang der
Vorrichtung ausgelöst werden muß.
Höchst vorteilhaft ist es, daß die Trägerdrahterkennungseinrichtung berührungslos
arbeitet. Damit ist sichergestellt, daß der Trägerdraht immer in seiner Ruheposition
verbleibt und nicht vom Querdraht abgehoben wird oder mit dem Querdraht
zusammen nach oben oder seitlich verschoben wird.
Damit die Vorrichtung nicht mit den Querdrähten, die in Abständen von ca. 3,0 bis
10,0 m den Trägerdraht halten, während ihres Arbeitsvorganges kollidiert, ist es von
signifikanter Bedeutung, daß durch eine Querdrahterkennungseinrichtung in einem
definierten Bereich um den Querdraht herum der Arbeitsvorgang der
erfindungsgemäßen Vorrichtung blockiert wird. Der definierte Bereich beginnt ca. 10
bis 80 cm, vorteilhafterweise 30 cm, vor dem Querdraht und endet ca. 5 bis 50 cm,
vorteilhafterweise 5 cm hinter dem Querdraht.
Ein besonderer Vorteil ist es, daß die Einstecheinrichtung in Fahrtrichtung
schwenkbar gelagert ist, damit ist sichergestellt, daß beim Einstechen der
Einstechnadel in das Erdreich während der Fahrt des Traktors sich die Einstechnadel
oder die gesamte Einstecheinrichtung nicht verbiegt.
Sehr vorteilhaft ist es, daß die Verbindung vom Hydrauliksteuerblock der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Traktorhydraulik nur durch eine Vor- und eine
Rücklaufleitung mit Schnellverschlüssen hergestellt werden kann.
Ein ganz wichtiger Vorteil ist es, daß die gesamte erfindungsgemäße Vorrichtung nur
ca. 300 kg wiegt, d. h. der Frontlader des Traktors kann die Vorrichtung problemlos
aufnehmen und bewegen, z. B. zurückschwenken in Transportposition, außerdem ist
dadurch die Bodenverdichtung beim Durchfahren der Hopfengärten
vernachlässigbar. Besonders bemerkenswert ist, daß das Gewicht der gesamten
erfindungsgemäßen Vorrichtung geringer ist, als das Gewicht einer Hopfenkanzel mit
zwei Personen und einigen Bund Eisendraht.
Sehr wichtig ist, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung durch die winklige
Anbringung der Traktoraufnahme mittels des Frontladers an der Fahrerkabine des
Traktors vorbei zurückgeschwenkt werden kann. Damit ist sichergestellt, daß die in
Arbeitsposition zwischen ca. 5,00 bis 7,00 m hohe erfindungsgemäße Vorrichtung
auch ohne Probleme im Straßenverkehr vom Bauernhof zum Hopfengarten gefahren
werden kann. Die maximale Höhe in zurückgeschwenkter Transportstellung beträgt
ca. 3,20 m, sodaß die Straße überquerende Telefonkabel oder Stromkabel sowie
Unterführungen leicht und ohne Störungen zu unterfahren sind.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Beispielen
näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 Eine schematische, nicht maßstäbliche Darstellung einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung in Draufsicht mit Knüpfer und
Hydraulikzylinder zum Knüpferhub;
Fig. 2 Eine schematische, nicht maßstäbliche Darstellung einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung in Seifenansicht mit Knüpfer und
Hydraulikzylinder zum Knüpferhub gemäß Fig. 1;
Fig. 3 Eine schematische, nicht maßstäbliche Darstellung einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung in Draufsicht mit Clip-Vorrichtung;
Fig. 4 Eine schematische, nicht maßstäbliche Darstellung einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung in Seitenansicht mit Clip-Vorrichtung
gemäß Fig. 3;
Fig. 5 Eine vergrößerte, schematische, nicht maßstäbliche Darstellung des
oberen Bereiches der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Clip-
Vorrichtung und mechanischer Trägerdrahterkennungseinrichtung;
Fig. 6 Eine vergrößerte, schematische, nicht maßstäbliche Darstellung des
oberen Bereiches der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Clip-
Vorrichtung und berührungsloser Trägerdrahterkennungseinrichtung;
Fig. 7 Eine vergrößerte, schematische, nicht maßstäbliche Darstellung des
oberen Bereiches der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Mitnehmer,
Nadel, Antrieb und Hydraulikzylinder zum Knüpferhub;
Fig. 8 Eine vergrößerte, schematische, nicht maßstäbliche Darstellung der
Nadel mit Klemmeinrichtung, Magnet und Gestänge;
Fig. 9 Eine vergrößerte, schematische, nicht maßstäbliche Darstellung eines
Mitnehmers in Seitenansicht, Vorderansicht und Draufsicht;
Fig. 10 Eine vergrößerte, schematische, nicht maßstäbliche Darstellung der
Einstecheinrichtung in Draufsicht und Seitenansicht;
Fig. 11 Eine schematische, nicht maßstäbliche Darstellung des Untergestells in
Draufsicht und Seitenansicht;
Fig. 12 Eine schematische, nicht maßstäbliche Darstellung des unteren
Bereiches der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit
Kunststoffgleitführung;
Fig. 13 Eine vergrößerte, schematische, nicht maßstäbliche Darstellung der
erfindungsgemäßen Kunststoffgleitführung gemäß Fig. 12 im
Querschnitt;
Fig. 14 Eine schematische, nicht maßstäbliche Darstellung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung am Traktor in Transportstellung;
Fig. 15 Eine schematische, nicht maßstäbliche Darstellung eines mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Clip-Vorrichtung am Trägerdraht
angebrachten und in das Erdreich eingestochenen Kunststoffdrahtes.
In den Fig. 1 und 2 ist die Gesamtansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1
in schematische Darstellung gezeigt. Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus
einem Untergestell 4 und einem Vertikalgestell 3. Das Untergestell 4 ist mit dem
Vertikalgestell 3 über eine Kunststoffgleitführung 22 verbunden. Das Vertikalgestell 3
ist über einen Hydraulikzylinder 16 zum Heben höhenverstellbar in dem Untergestell
4 gelagert. Darüber hinaus ist noch eine Schwenklagerung für das Vertikalgestell 3
im Untergestell 4 mittels einer Schwenkachse 52 und einem Hydraulikzylinder 15
zum Kippen angeordnet. Im oberen Bereich des Vertikalgestells 3 ist ein an sich
bekannter Knüpfer 19 angeordnet zu dem auch ein Hydraulikzylinder 17 zum
Knüpferhub sowie eine Nadel 18 gehören. Das Vertikalgestell 3 selbst ist als
Fachwerkkonstruktion 2 ausgebildet. Die Fachwerkkonstruktion 2 ist aufgebaut auf
drei Längsträgern und dazwischen angeordneten Fachwerkverstrebungen. Das
Vertikalgestell 3 ist mit dem Untergestell 4 über die Kunststoffgleitführung 22
verbunden. Über den Hydraulikzylinder 16 zum Heben kann das Vertikalgestell 3 in
Bezug auf das Untergestell 4 nach oben bzw. unten bewegt werden. Zum
Schwenken des Vertikalgestells 3 ist ein Hydraulikzylinder 15 zum Kippen
vorgesehen. Zur Aufnahme der gesamten Vorrichtung am Frontlader 50 eines
Traktors 51 ist eine Traktoraufnahme 21 vorhanden. Am Vertikalgestell 3 befindet
sich eine Kette 6, die über Umlenkelemente 8, 13 und Führungselemente 54 befestigt
ist. Ein als Kettenrad ausgebildete Umlenkelement 13 ist durch einen Fluidmotor
angetrieben. An der Kette 6 befinden sich symmetrisch angeordnet zwei Mitnehmer
9. Ebenfalls am Vertikalgestell 3 angeordnet ist eine Einstecheinrichtung 11 mit einer
Einstechnadel 12. Unterhalb des Mitnehmers 9 ist eine Abschneideeinrichtung 14
angebaut. Im oberen Bereich ist eine Ultraschallanlage 10 als
Trägerdrahterkennungseinrichtung angeordnet. Zum Antrieb der Nadel 18 ist ein
Antrieb 5 vorgesehen. Der Kunststoffdraht 7 wird von einem
Hopfensteigdrahtspeicher 20 abgezogen und über eine Kunststoffdrahtführung 53
durch den Mitnehmer 9 in den oberen Bereich des Vertikalgestells 3 geführt.
In den Fig. 3 und 4 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung in Draufsicht und
Seitenansicht mit einer an sich bekannten Clip-Vorrichtung 23 gezeigt. Zu der Clip-
Vorrichtung 23 gehört eine Nadel 24, die in besonderer Weise gemäß Fig. 8
ausgebildet ist.
Die Fig. 5 zeigt in schematisch vergrößerter Darstellung den oberen Bereich der
erfindungsgemäßen Vorrichtung. Als Trägerdrahterkennungseinrichtung ist hier ein
Sensorrad 25 angeordnet. Die Querdrahterkennungseinrichtung besteht aus einem
vorderen Erkennungssystem 26 und einem hinteren Erkennungssystem 27. Der
Kunststoffdraht 7 ist vom unteren Bereich ankommend in diesem Fall in zwei
Mitnehmern 9 im oberen Bereich gehalten. Ebenso geeignet ist es aber auch, wenn
der Kunststoffdraht 7 im oberen Bereich nur durch einen Mitnehmer 9 und ein
Führungselement gehalten ist. Die Clip-Vorrichtung 23 wird durch den Antrieb 5
angetrieben. Die Kette 6 wird auf den oberen als Kettenräder ausgebildeten
Umlenkelementen 28 geführt.
In Abänderung zur Fig. 5 zeigt die Fig. 6 als Trägerdrahterkennungssystem eine
Ultraschallanlage 29. Die Ultraschallanlage 29 erkennt den Trägerdraht 55 und
steuert über die Steuerung den Hydraulikzylinder 15 zum Kippen sowie den
Hydraulikzylinder 16 zum Heben so, daß der Trägerdraht 55 immer in gleicher
vorgegebener definierter Lage zur Nadel 24 verbleibt.
In der Fig. 7 ist schematisch der an sich bekannte Knüpfer 19 mit seinem Antrieb 5
sowie mit seinem Hydraulikzylinder 17 zum Knüpferhub und der Nadel 18 dargestellt.
Weiterhin zu sehen ist die Anordnungen des Mitnehmers 9 an der Kette 6.
Die Fig. 8 zeigt die Ausbildung der Nadel 24. Die Nadel 24 weist einen Magnet 30
auf, der durch die Steuerung angesteuert ein Gestänge 31 betätigt, womit eine
Klemmeinrichtung 32 an der Nadelspitze 33 bewegt wird.
Die Fig. 9 zeigt in schematischer Darstellung den Mitnehmer 9 in Seitenansicht,
Vorderansicht und Draufsicht. Am ersten Teil des Mitnehmers 9 befindet sich eine
Laufrolle 34, am zweiten Teil des Mitnehmers 9 befindet sich eine Laufrolle 35. Der
erste Teil des Mitnehmers 9 ist gegen den zweiten Teil des Mitnehmers 9 drehbar
gelagert. Zwischen dem ersten Teil und dem zweiten Teil des Mitnehmers 9 befindet
sich eine Feder 36, die den ersten Teil gegen den zweiten Teil des Mitnehmers 9
drückt. Zwischen dem ersten Teil und den zweiten Teil des Mitnehmers 9 wird ein
Klemmspalt 37 für den Kunststoffdraht 7 gebildet.
In der Fig. 10 ist eine Draufsicht und eine Seitenansicht der Einstecheinrichtung 11
schematisch abgebildet. Eine Zahnstange 41 wird in einer Kunststoffgleitführung 40
gelagert. An der Zahnstange 41 befindet sich die Einstechnadel 42. Die Zahnstange
41 wird geführt durch ein Zahnrad 38 zur Führung und angetrieben durch einen
Zahnradantrieb 39.
Die Fig. 11 zeigt eine Seitenansicht und eine Draufsicht des Untergestells 4. Im
bzw. am Untergestell 4 angeordnet ist der Hopfensteigdrahtspeicher 20 sowie die
Traktoraufnahme 21. In der Draufsicht ist zu sehen, daß die Traktoraufnahme 21 in
einem Winkel zur Vertikalachse der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 angeordnet
ist. Dies ist notwendig, damit mit dem Frontlader 50 die gesamte erfindungsgemäße
Vorrichtung 1 an der Fahrerkabine 49 vorbei geschwenkt werden kann in eine
Transportposition.
In der Fig. 12 ist ein Ausschnitt des unteren Bereiches der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 1 zu sehen. Zum Heben des Vertikalgestells 3 ist der Hydraulikzylinder
16 zum Heben angeordnet. Zum Schwenken des Vertikalgestells 3 ist die
Schwenkachse 52 vorgesehen. Das Vertikalgestell 3 bewegt sich bei seiner
Aufwärts- bzw. Abwärtsbewegung in der Kunststoffgleitführung 22.
Die Fig. 13 zeigt in schematisch vergrößerter Darstellung den Aufbau der
Kunststoffgleitführung 22. Das Vertikalgerüstrohr 43 ist über Verschraubungen 44 mit
dem Stahlgleitelement 45 verbunden. Das Stahlgleitelement 45 gleitet ihn dem
Kunststoffgleitelement 46. Das Kunststoffgleitelement 46 wird in der Stahlaufnahme
47 für das Kunststoffgleitelement 46 gehalten. Zur Unterstützung kann noch ein
Vertikalführungsstützrohr 48 vorhanden sein.
In der Fig. 14 ist die gesamte erfindungsgemäße Vorrichtung 1 in Transportposition
am Traktor 51 zu sehen. Mit dem Frontlader 50 ist die gesamte erfindungsgemäße
Vorrichtung 1 an der Fahrerkabine 49 vorbei geschwenkt in die Transportposition.
Die Fig. 15 zeigt schematisch einen Kunststoffdraht 7, wie er am Trägerdraht 55
befestigt ist und in das Erdreich mit einem als Widerhaken wirkenden Winkel nach
oben eingesteckt ist.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird nunmehr anhand von
zwei Beispielen beschrieben.
Im Beispiel 1 wird die Verfahrensweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 bei
Verwendung eines an sich bekannten Knüpfers 19 beschrieben.
Der an sich bekannte Knüpfer 19 kann ein Knüpfer aus einer Strohballenpresse zum
Beispiel nach dem System Rasspe®, Solingen, sein. Die Vorrichtung 1 ist in ihrem
Hopfensteigdrahtspeicher 20 bestückt mit einem als Kreuzwickel aufgebauten
Kunststoffdraht 7. Es befinden sich 15000 m Kunststoffdraht 7 in dem
Hopfensteigdrahtspeicher 20.
Der Hopfenpflanzer fährt mit seinem Traktor 51 und der an dem Frontlader 50
angebrachten Vorrichtung 1 in Transportposition zu seinem Hopfengarten. Dort
angekommen schwenkt er mit dem Frontlader 50 die gesamte Vorrichtung 1 in die
vertikale Arbeitsposition. Er stellt die Frontladerhöhe so ein, daß sich das
Untergestell 4 zwischen etwa 10 und 20 cm vom Boden entfernt befindet.
Beim Einfahren in den Bifang des Hopfengartens bringt der Traktorfahrer mit dem
Joystick an seinem Bediengerät den Knüpfer 19 durch Heben oder Senken des
Hydraulikzylinders 16 bzw. durch Schwenken des Hydraulikzylinders 15 nach links
oder rechts soweit in die Nähe der Ultraschallanlage 10, daß diese dann in der Lage
ist den Trägerdraht 55 zu erkennen. Dies erkennt die Bedienperson am Aufleuchten
einer Kontroll-Leuchte am Bediengerät. Dann schaltet er die Steuerung auf
automatischen Betrieb. Die Ultraschallanlage 10 sorgt nun durch Ansteuern der
Hydraulikzylinder 15 zum Kippen bzw. Hydraulikzylinder 16 zum Heben dafür, daß
der Knüpfer 19 immer in definierter Lage zum Trägerdraht 55 gehalten wird.
Der Hopfenpflanzer fährt nunmehr mit seinem Traktor 51 und der an den Frontlader
50 angebauten Vorrichtung 1 durch den Bifang seines Hopfengartens. Immer, wenn
die Vorrichtung 1 sich in geeigneter Lage zu einer Hopfenpflanze befindet, betätigt
der Traktorfahrer den Auslöseknopf. Hiermit löst er einen Arbeitszyklus der gesamten
Vorrichtung 1 aus.
Dies bedeutet, daß als erstes die Nadel 18 bei ihrer Drehbewegung den
Kunststoffdraht 7 greift und ihn unter dem Trägerdraht 55 hinweg dem Garnhalter
des an sich bekannten Knüpfers 19 übergibt. Hierbei hält bei Verwendung von zwei
symmetrisch angeordneten Mitnehmern 9 der obere Mitnehmer 9 den Kunststoffdraht
7 noch fest, während der untere Mitnehmer 9 den Kunststoffdraht 7 durch den
Klemmspalt 37 durchgleiten läßt. Das Öffnen und Schließen bzw. Offenhalten oder
Geschlossenhalten der Mitnehmer 9 erfolgt durch Drücken gegen die Laufrollen
34, 35 oder Wegnehmen des Druckes gegen die Laufrollen 34, 35.
Wenn der Garnhalter den Kunststoffdraht 7 übernommen hat, schließt sich die
Klemmeinrichtung 32 soweit, daß der Kunststoffdraht 7 noch durchgleiten kann. Die
Nadel 18 dreht sich wieder zurück in ihre Ausgangslage und zieht dabei gleitend den
Kunststoffdraht 7 mit zurück. Danach bewegt der Hydraulikzylinder 17 zum
Knüpferhub den gesamten Knüpfer 19 mit Nadel 18 nach oben.
Nunmehr führt die Nadel eine zweite Drehbewegung aus. Diese Drehbewegung der
Nadel 18 führt die Nadel 18 jetzt über den Trägerdraht 55 hinweg erneut in den an
sich bekannten Knüpfer 19, in dem dann ein Knoten durch eine Drehbewegung einer
an sich bekannten Knotvorrichtung erzeugt wird.
Nach Herstellung des Knotens öffnet sich die Klemmeinrichtung 32 der Nadelspitze
33 und die Nadel 18 fährt wieder zurück in ihre Ausgangsposition. Damit ist der
Kunststoffdraht 7 mit dem Trägerdraht 55 verknotet.
Der Hydraulikzylinder 17 zum Knüpferhub fährt wieder nach unten zurück in seine
Ausgangslage.
Danach wird mittels des Zahnradantriebes 39 die Zahnstange 41, an der sich die
Einstechnadel 42 befindet, in Richtung Erdreich bewegt. Beim unteren linken als
Kettenrad ausgebildeten Umlenkelement 13 wird der Kunststoffdraht 7 von der
Einstechnadel 42 erfaßt. Der Kunststoffdraht 7 gleitet durch die Spitze der
Einstechnadel 42 und durch den Mitnehmer 9 und wird dem
Hopfensteigdrahtspeicher 20 entnommen. Zur Straffhaltung und Führung ist eine
Kunststoffdrahtführung 53 angeordnet.
Wenn die Spitze der Einstechnadel 42 in das Erdreich eindringt, wird über die damit
verbundene Druckerhöhung im Hydrauliksystem ein Signal an die
Abschneideeinrichtung 14 gegeben, die dann den Kunststoffdraht 7 abschneidet. In
diesem Moment hält der Mitnehmer 9 das in ihm verbleibende abgeschnittene Ende
des Kunststoffdrahtes 7 fest.
Die Einstechnadel 42 weist 40 cm von ihrer Spitze entfernt einen mechanischen
Schalter auf, der, wenn die Einstechnadel 24 dann 40 cm in das Erdreich
eingestochenen ist, durch Berührung mit dem Erdreich einen Schaltimpuls abgibt und
damit den Einstechvorgang beendet. Die Einstechnadel 42 fährt dann wieder zurück
in ihre Ausgangsposition.
Der Kunststoffdraht 7 verbleibt eingestochen im Erdreich.
Danach wird über einen Fluidmotor daß als Kettenrad ausgebildete Umlenkelement
13 angetrieben und die Kette 6 bewegt den unteren Mitnehmer 9 in seine obere
Position sowie gleichzeitig den oberen Mitnehmer 9 in seine untere Position. Bei
dieser Bewegung nimmt der anfangs unten angeordnete Mitnehmer 9 den
Kunststoffdraht 7 mit in die obere Position. Der Mitnehmer 9 zieht den
Kunststoffdraht 7 vom Hopfensteigdrahtspeicher 20 ab. Damit ein gleichförmiges
Abziehen des Kunststoffdrahtes 7 aus dem Hopfensteigdrahtspeicher 20 ohne
Schlaufenbildung möglich ist, ist zwischen dem Hopfensteigdrahtspeicher 20 und
dem Mitnehmer 9 eine Bremse angeordnet.
Da der Einstechvorgang während der Fahrt des Traktors 51 stattfindet, bewegt sich
die schwenkbar gelagerte Einstecheinrichtung 11 während der Fahrt des Traktors 51
gegen die Fahrtrichtung. Damit wird vermieden, daß sich die Einstechnadel 42
verbiegt.
Wenn der Traktorfahrer dann die nächste geeignete Position der Vorrichtung 1 zur
nächsten Hopfenpflanze erreicht, löst er den gleichen Arbeitszyklus erneut aus.
Erkennt die Querdrahterkennungseinrichtung beim Auslösen des Arbeitszyklusses,
daß sich ein Querdraht 56 zwischen dem vorderen Erkennungssystem 26 und dem
hinteren Erkennungssystem 27 befindet, blockiert die Steuerung den Arbeitszyklus
so lange, bis der Querdraht das hintere Erkennungssystem 27 passiert hat. Dann läuft
der ausgelöste Arbeitszyklus automatisch in der oben beschriebenen Art und Weise
ab.
Während der Fahrt des Traktors 51, die auch durch Vertiefungen oder Erhöhungen
des Hopfengartens führen kann oder wenn der Trägerdraht 55 zwischen den
Auflagestellen am Querdraht 56 durchhängt und sich somit die Lage des
Trägerdrahtes 55 zum Knüpfer 19 verändern würde, werden diese Veränderungen
von der Ultraschallanlage 10 erkannt. Die Signale der Ultraschallanlage 10 werden
von der Steuerung weiterverarbeitet. Die Steuerung steuert über den
Hydrauliksteuerblock den Zylinder 15 zum Kippen und Zylinder 16 zum Heben so an,
daß der Knüpfer immer in gleicher definierter Position zum Trägerdraht bleibt.
Im Beispiel 2 wird die Verfahrensweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 bei
Verwendung einer an sich bekannten Clip-Vorrichtung 23 beschrieben.
Die an sich bekannte Clip-Vorrichtung 23 kann eine Beutelverschlußclip-Vorrichtung
zum Beispiel nach dem System Poly-Clip®, Frankfurt/Main, sein.
Die Vorrichtung 1 ist in ihrem Hopfensteigdrahtspeicher 20 bestückt mit einem als
Kreuzwickel auf eine Spule aufgewickelten Kunststoffdraht 7. Es befinden sich
ungefähr 15000 m Kunststoffdraht 7 in dem Hopfensteigdrahtspeicher 20.
Der Hopfenpflanzer fährt mit seinem Traktor 51 und der an dem Frontlader 50
angebrachten Vorrichtung 1 in Transportposition zu seinem Hopfengarten. Dort
angekommen schwenkt er mit dem Frontlader 50 die gesamte Vorrichtung 1 in die
vertikale Arbeitsposition. Er stellt die Frontladerhöhe so ein, daß sich das
Untergestell 4 zwischen etwa 10 und 20 cm vom Boden entfernt befindet. Beim
Einfahren in den Bifang des Hopfengartens bringt der Traktorfahrer mit dem Joystick
an seinem Bediengerät die Clip-Vorrichtung 23 durch Heben oder Senken des
Hydraulikzylinders 16 bzw. durch Schwenken des Hydraulikzylinders 15 nach links
oder rechts soweit in die Nähe der Ultraschallanlage 10, so daß diese dann in der
Lage ist den Trägerdraht 55 zu erkennen. Die Bedienperson erkennt die richtige
Position am Aufleuchten einer Kontroll-Leuchte am Bediengerät. Dann schaltet er die
Steuerung auf automatischen Betrieb. Die Ultraschallanlage 10 sorgt nun durch
Ansteuern der Hydraulikzylinder 15 zum Kippen bzw. Hydraulikzylinder 16 zum
Heben dafür, daß der Knüpfer 19 immer in definierter Lage zum Trägerdraht 55
gehalten wird.
Der Hopfenpflanzer fährt nunmehr mit seinem Traktor 51 und der an den Frontlader
50 angebauten Vorrichtung 1 mit ca. 0,9 km/h Geschwindigkeit durch den Bifang
seines Hopfengartens. Immer, wenn die Vorrichtung 1 sich in geeigneter Lage zu
einer Hopfenpflanze befindet, betätigt der Traktorfahrer den Auslöseknopf.
Hiermit löst er einen Arbeitszyklus der gesamten Vorrichtung 1 aus.
Dies bedeutet, daß als erstes die Nadel 24 bei ihrer Drehbewegung über dem
Trägerdraht 55 hinweg bewegt wird und hinter dem Trägerdraht den Kunststoffdraht
7 greift und festhält. Dies geschieht dadurch, daß die Klemmeinrichtung 32 an der
Nadelspitze 33 durch den Magnet 30 mittels des Gestänges 31 fest geschlossen
wird. Danach gibt bei Verwendung von nur zwei symmetrisch angeordneten
Mitnehmern 9 der obere Mitnehmer 9 das Ende des Kunststoffdrahtes 7 frei, und der
untere Mitnehmer 9 läßt den Kunststoffdraht 7 durch den Klemmspalt 37
durchgleiten. Das Öffnen und Schließen bzw. Offenhalten oder Geschlossenhalten
der Mitnehmer 9 erfolgt durch Drücken gegen die Laufrollen 34, 35 oder Wegnehmen
des Druckes gegen die Laufrollen 34, 35.
Die Nadel 24 dreht sich wieder zurück in ihre Ausgangslage und zieht dabei den
Kunststoffdraht 7 mit zurück über den Trägerdraht 55.
Die Clip-Vorrichtung 23 befestigt nunmehr um die beiden beieinanderliegenden Teile
des Kunststoffdrahtes 7 einen Befestigungs-Clip, z. B. aus Aluminium. Damit ist der
Kunststoffdraht 7 am Trägerdraht 55 befestigt.
Danach wird mittels des Zahnradantriebes 39 die Zahnstange 41, an der sich die
Einstechnadel 42 befindet, in Richtung Erdreich bewegt. Beim unteren linken als
Kettenrad ausgebildeten Umlenkelement 13 wird der Kunststoffdraht 7 von der
Einstechnadel 42 erfaßt. Der Kunststoffdraht 7 gleitet durch die Spitze der
Einstechnadel 42 und durch den Mitnehmer 9 und wird dem
Hopfensteigdrahtspeicher 20 entnommen. Zur Straffhaltung und Führung ist eine
Kunststoffdrahtführung 53 angeordnet. Wenn die Spitze der Einstechnadel 42 in das
Erdreich eindringt, wird über die damit verbundene Druckerhöhung im
Hydrauliksystem ein Signal an die Abschneideeinrichtung 14 gegeben, die dann den
Kunststoffdraht 7 abschneidet.
In diesem Moment hält der Mitnehmer 9 das in ihm verbleibende abgeschnittene
Ende des Kunststoffdrahtes 7 fest.
Die Einstechnadel 42 weist 40 cm von ihrer Spitze entfernt einen mechanischen
Schalter auf, der, wenn die Einstechnadel 24 dann 40 cm in das Erdreich
eingestochenen ist, durch Berührung mit dem Erdreich einen Schaltimpuls abgibt und
damit den Einstechvorgang beendet. Die Einstechnadel 42 fährt dann wieder zurück
in ihre Ausgangsposition.
Der Kunststoffdraht 7 verbleibt eingestochen im Erdreich zurück.
Während des Einstechvorganges kann die Clip-Vorrichtung 23 noch geschlossen
bleiben, was eine Zugentlastung am Trägerdraht 55 bewirkt, sie kann aber auch
bereits geöffnet sein.
Danach wird über einen Fluidmotor eines der als Kettenrad ausgebildeten
Umlenkelemente 13 angetrieben und die Kette 6 bewegt den unteren Mitnehmer 9 in
seine obere Position sowie gleichzeitig den oberen Mitnehmer 9 in seine untere
Position. Bei dieser Bewegung nimmt der anfangs unten angeordnete Mitnehmer 9
den Kunststoffdraht 7, der dabei im Klemmspalt 37 gehalten wird, mit in die obere
Position. Der Mitnehmer 9 zieht den Kunststoffdraht 7 vom Hopfensteigdrahtspeicher
20 ab.
Damit ein gleichförmiges Abziehen des Kunststoffdrahtes 7 aus dem
Hopfensteigdrahtspeicher 20 ohne Schlaufenbildung möglich ist, ist zwischen dem
Hopfensteigdrahtspeicher 20 und dem Mitnehmer 9 eine Bremse angeordnet.
Da der Einstechvorgang während der Fahrt des Traktors 51 stattfindet, führt die
schwenkbar gelagerte Einstecheinrichtung 11 während der Fahrt des Traktors 51
eine Relativbewegung zum Vertikalgestell 3 gegen die Fahrtrichtung aus. Damit wird
vermieden, daß sich die Einstechnadel 42 verbiegt.
Wenn der Traktorfahrer dann die nächste geeignete Position der Vorrichtung zur
nächsten Hopfenpflanze erreicht, löst er den gleichen Arbeitszyklus erneut aus.
Erkennt die Querdrahterkennungseinrichtung beim Auslösen des Arbeitszyklusses,
daß sich ein Querdraht 56 zwischen dem vorderen Erkennungssystem 26 und dem
hinteren Erkennungssystem 27 befindet, blockiert die Steuerung den Arbeitszyklus
so lange, bis der Querdraht das hintere Erkennungssystem 27 passiert hat. Dann läuft
der ausgelöste Arbeitszyklus automatisch in der oben beschriebenen Art und Weise
ab.
Während der Fahrt des Traktors 51, die auch durch Vertiefungen oder Erhöhungen
des Hopfengartens führen kann oder wenn der Trägerdraht 55 zwischen den
Auflagestellen am Querdraht 56 durchhängt und sich somit die Lage des
Trägerdrahtes 55 zum Knüpfer 19 verändern würde, werden diese Veränderungen
von der Ultraschallanlage 10 erkannt. Die Signale der Ultraschallanlage 10 werden
von der Steuerung weiterverarbeitet. Die Steuerung steuert über den
Hydrauliksteuerblock den Zylinder 15 zum Kippen und Zylinder 16 zum Heben so an,
daß der Knüpfer immer in gleicher definierter Position zum Trägerdraht bleibt.
Die Fahrt von einer Hopfenpflanze zur nächsten dauert inclusive eines kompletten
Arbeitszyklusses der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 nur ca. 5 Sekunden.
1
Gesamtansicht der Vorrichtung
2
Fachwerkkonstruktion
3
Vertikalgestell
4
Untergestell
5
Antrieb
6
Kette
7
Kunststoffdraht
8
Umlenkelement
9
Mitnehmer
10
Ultraschallanlage
11
Einstecheinrichtung
12
Einstechnadel
13
Umlenkelement
14
Abschneideeinrichtung
15
Hydraulikzylinder zum Kippen
16
Hydraulikzylinder zum Heben
17
Hydraulikzylinder zum Knüpferhub
18
Nadel
19
Knüpfer
20
Hopfensteigdrahtspeicher
21
Traktoraufnahme
22
Kunststoffgleitführung
23
Clip-Vorrichtung
24
Nadel
25
Sensorrad
26
Vorderes Erkennungssystem für den Querdraht
27
Hinteres Erkennungssystem für den Querdraht
28
Umlenkelement
29
Ultraschallanlage
30
Magnet
31
Gestänge
32
Klemmeinrichtung
33
Nadelspitze
34
Laufrolle vorne
35
Laufrolle hinten
36
Feder
37
Klemmspalt für Kunststoffdraht
38
Zahnrad zur Führung
39
Zahnradantrieb
40
Kunststoffgleitführung
41
Zahnstange
42
Einstechnadel
43
Vertikalgerüstrohr
44
Verschraubung
45
Stahlgleitelement
46
Kunststoffgleitelement
47
Stahlaufnahme für Kunststoffgleitelement
48
Vertikalführungsstützrohr
49
Fahrerkabine
50
Frontlader
51
Traktor
52
Schwenkachse
53
Kunststoffdrahtführung
54
Führungselement
55
Trägerdraht
56
Querdraht
Claims (81)
1. Verfahren zum maschinellen automatischen Anbinden von
Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht (55) und Einstechen des
Hopfensteigdrahtes in das Erdreich mit folgenden Schritten:
- - das Anbinden und Einstechen erfolgt während der kontinuierlichen Fahrt durch den Hopfengarten mit einem Traktor (51), an dem die Vorrichtung befestigt ist,
- - durch ein Trägerdrahterkennungssystem gesteuertes automatisches Positionieren einer Drahtbefestigungsvorrichtung in die Nähe des Trägerdrahtes (55) durch Antriebe zwischen Vertikalgestell (3) und Untergestell (4),
- - Zuführen des Hopfensteigdrahtes von einem Hopfensteigdrahtspeicher (20) mittels einer Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung in den Bereich der Drahtbefestigungsvorrichtung,
- - Befestigen des Hopfensteigdrahtes an dem Trägerdraht (55) mittels der Drahtbefestigungsvorrichtung,
- - Verankern des Hopfensteigdrahtes im Erdreich und
- - Abschneiden des Hopfensteigdrahtes,
- - daß als Hopfensteigdraht ein Kunststoffdraht (7) verwendet wird,
- - daß sich die Drahtbefestigungsvorrichtung unterhalb des Trägerdrahtes (55) befindet,
- - daß das freie Ende des Kunststoffdrahtes (7) der Drahtbefestigungsvorrichtung zugeführt wird,
- - daß die Drahtbefestigungsvorrichtung den Kunststoffdraht (7) an dem Trägerdraht (55) befestigt,
- - daß danach eine Einstecheinrichtung (11) mit einer Einstechnadel (12) den Kunststoffdraht (7) beim Einstechvorgang aufnimmt und den Kunststoffdraht (7) in das Erdreich einsticht,
- - daß die Länge an Kunststoffdraht (7), die für das Einstechen benötigt wird, von der Einstecheinrichtung (11) vom Hopfensteigdrahtspeicher (20) abgezogen wird,
- - daß während des Einstechvorganges, wenn die notwendige Länge an Kunststoffdraht (7) von dem Hopfensteigdrahtspeicher (20) abgezogen worden ist, der Kunststoffdraht (7) durch eine Abschneideeinrichtung (14) abgeschnitten wird,
- - daß der Kunststoffdraht (7) beim Einstechen gleitend durch die Nadelspitze (33) gezogen wird,
- - daß die abgeschnittene Länge des Kunststoffdrahtes (7) durch die Steuerung so bemessen wird, daß nach dem Einstechen des Kunststoffdrahtes (7) in das Erdreich das abgeschnittene Ende des Kunststoffdrahtes (7) immer noch nach oben in Richtung Erdreichoberfläche weist und dieses Ende wie ein Widerhaken wirkt und damit ein Herausrutschen des Kunststoffdrahtes (7) aus dem Erdreich verhindert wird,
- - daß das Signal zum Abschneiden des Kunststoffdrahtes (7) durch ein Zeitglied in der Steuerung oder durch einen Drucksollwert, der beim Einstechen der Einstechnadel (12) durch den erhöhten Widerstand beim Eindringen in das Erdreich erreicht wird, gegeben wird,
- - daß beim Abschneiden des Kunststoffdrahtes (7) durch den unteren Mitnehmer (9) das in ihm verbleibende Ende des Kunststoffdrahtes (7) festgehalten wird,
- - daß durch ein Querdrahterkennungssystem die Drahtbefestigungseinrichtung, sobald ein Querdraht (56) durch ein vorderes Erkennungssystem (26) erkannt wird, so lange durch die Steuerung blockiert wird, bis ein hinteres Erkennungssystem (27) erkannt hat, daß der Querdraht (56) aus dem Bereich der Drahtbefestigungseinrichtung verschwunden ist.
2. Verfahren zum maschinellen automatischen Anbinden von
Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht (55) und Einstechen des
Hopfensteigdrahtes in das Erdreich nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Kunststoffdraht (7) ein Monofilament verwendet wird.
3. Verfahren zum maschinellen automatischen Anbinden von
Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht (55) und Einstechen des
Hopfensteigdrahtes in das Erdreich nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Kunststoffdraht (7) ein biologisch abbaubares Monofilament verwendet
wird.
4. Verfahren zum maschinellen automatischen Anbinden von
Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht (55) und Einstechen des
Hopfensteigdrahtes in das Erdreich nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Kunststoffdraht (7) ein Garn verwendet wird.
5. Verfahren zum maschinellen automatischen Anbinden von
Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht (55) und Einstechen des
Hopfensteigdrahtes in das Erdreich nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Kunststoffdraht (7) ein biologisch abbaubares Garn verwendet wird.
6. Verfahren zum maschinellen automatischen Anbinden von
Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht (55) und Einstechen des
Hopfensteigdrahtes in das Erdreich nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß als Drahtbefestigungsvorrichtung ein an sich bekannter Knüpfer (19) (Strohballenpressenknüpfer) verwendet wird,
- - daß eine Klemmeinrichtung (32) an der Nadelspitze (33) eines an sich bekannten Knüpfers (19) geöffnet und geschlossen werden kann,
- - daß die geöffnete Klemmeinrichtung (32) der Nadel (18) des Knüpfers (19) den Kunststoffdraht (7) bei einer ersten Drehbewegung der Nadel (18) greift und in einen Garnhalter des an sich bekannten Knüpfers (19) einfädelt, wobei von dem Mitnehmer (9) das Drahtende noch festgehalten wird,
- - daß der Garnhalter den eingefädelten Bereich des Kunststoffdrahtes (7) klemmt,
- - daß vor der Rückwärtsbewegung der Nadel (18) in ihre Grundposition an ihrer Spitze die Klemmeinrichtung (32) zum Teil geschlossen wird,
- - daß der Kunststoffdraht (7) in der Klemmeinrichtung (32) so lose gehalten wird, daß er im Klemmbereich noch gleiten kann,
- - daß in dem an sich bekannten Knüpfer zwischen dem Mitnehmer (9) und dem Garnhalter der Kunststoffdraht (7) durchschnitten wird,
- - daß die Nadel (18) in ihre Grundposition zurückfährt und den Kunststoffdraht (7) in dem Gleitbereich gleitend mit zurückzieht, wobei die Länge an Kunststoffdraht (7), die für die Rückwärtsbewegung der Nadel (18) benötigt wird, durch die Nadel (18) vom Hopfensteigdrahtspeicher (20) nach oben gezogen wird,
- - daß der gesamte Knüpfer (19) danach eine Bewegung nach oben durchführt, sodaß die Nadel (18) bei einer zweiten Drehbewegung über den Trägerdraht (55) greift und den Kunststoffdraht (7) über den Trägerdraht (55) fegt und einer im an sich bekannten Knüpfer (19) angeordneten Knotvorrichtung übergibt,
- - daß die Knotvorrichtung durch eine Drehbewegung einen Knoten erzeugt und damit den Kunststoffdraht (7) an dem Trägerdraht (55) verknotet,
- - daß die Klemmeinrichtung (32) geöffnet wird und die Nadel (18) in ihre Ausgangsposition zurückbewegt wird und
- - daß der gesamte Knüpfer (19) wieder in seine untere Ausgangslage zurückgebracht wird.
7. Verfahren zum maschinellen automatischen Anbinden von
Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht (55) und Einstechen des
Hopfensteigdrahtes in das Erdreich nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß als Drahtbefestigungsvorrichtung eine an sich bekannte Clip- Vorrichtung (23) (Beutelverschlußclip-Vorrichtung) verwendet wird,
- - daß eine Nadel (24) durch eine Drehbewegung mit ihrer Nadelspitze (33) über den Trägerdraht (55) geführt wird und am Ende dieser Drehbewegung der Kunststoffdraht (7) durch eine Klemmeinrichtung (32) in der Nadelspitze (33) fest eingeklemmt wird,
- - daß durch den Mitnehmer (9) der Kunststoffdraht (7) freigegeben wird,
- - daß dann durch eine Drehbewegung rückwärts die Nadel (24) wieder in ihre Ausgangsposition zurückbewegt wird, wobei sie das eingeklemmte Ende des Kunststoffdrahtes (7) mitnimmt und dann am Ende der Drehbewegung rückwärts das in der Nadelspitze (33) eingeklemmte Ende des Kunststoffdrahtes (7) sich in engem Abstand zu dem nach oben, jetzt über den Trägerdraht (55) verlaufenden Bereich des Kunststoffdrahtes (7) befindet,
- - daß die beiden sich in engem Abstand zueinander befindlichen Bereiche des Kunststoffdrahtes (7) durch eine an sich bekannte Clip- Vorrichtung (23) miteinander verclipt werden,
- - daß die Klemmeinrichtung (32) der Nadel geöffnet wird.
8. Verfahren zum maschinellen automatischen Anbinden von
Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht (55) und Einstechen des
Hopfensteigdrahtes in das Erdreich nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß manuell das Signal zum Beginn eines Arbeitszyklusses gegeben wird.
9. Verfahren zum maschinellen automatischen Anbinden von
Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht (55) und Einstechen des
Hopfensteigdrahtes in das Erdreich nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß durch eine Hopfenpflanzenerkennungseinrichtung das Signal zum Beginn eines Arbeitszyklusses gegeben wird.
10. Vorrichtung zum maschinellen automatischen Anbinden von
Hopfensteigdraht an einem Trägerdraht (55) und Einstechen des
Hopfensteigdrahtes in das Erdreich zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1,
- - mit einem Untergestell (4) zur Befestigung an einem Traktor (51),
- - mit einem mit dem Untergestell (4) beweglich verbundenen Vertikalgestell (3)
- - mit einer Befestigungseinrichtung zwischen Untergestell (4) und Vertikalgestell (3),
- - mit einem als Fachwerk ausgebildeten Vertikalgestell (3),
- - mit Befestigungselementen zur Befestigung des Untergestells (4) an einem Traktor (51),
- - mit einer Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung am Vertikalgestell (3),
- - mit einer Drahtbefestigungsvorrichtung am oberen Ende des Vertikalgestells (3),
- - mit einer Trägerdrahterkennungseinrichtung,
- - mit einer Einstecheinrichtung (11) am Vertikalgestell (3),
- - mit einer Abschneideeinrichtung (14),
- - mit einem Hopfensteigdrahtspeicher (20) und
- - mit einer Steuerung,
- - daß die Befestigungseinrichtung zwischen Untergestell (4) und Vertikalgestell (3) einerseits aus einer drehbar gelagerten Welle besteht, damit die Drahtbefestigungseinrichtung am oberen Ende des Vertikalgestelles (3) eine Schwenkbewegung nach links bzw. nach rechts ausführen kann und andererseits aus einer Vertikalführung besteht, damit das Vertikalgestell (3) in einer Vertikalachse zum Untergestell (4) nach oben und unten bewegt werden kann,
- - daß für die Vertikalbewegung ein Antrieb angeordnet ist,
- - daß für die Schwenkbewegung ein Antrieb angeordnet ist,
- - daß die Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung über Führungselemente und Umlenkelemente (8, 13, 28) in Umlaufrichtung beweglich an dem Vertikalgestell (3) befestigt ist,
- - daß die Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung mindestens zwei Hopfensteigdrahtklemmvorrichtungen aufweist, die an der Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung jeweils gegenüberliegend symmetrisch angeordnet sind,
- - daß die Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung einen Antrieb aufweist,
- - daß eine Querdrahterkennungseinrichtung am oberen Ende des Vertikalgestell (3) angeordnet ist,
- - daß die Einstecheinrichtung (11) in einem Winkel zu der Vertikalachse des Vertikalgestelles (3) in Fahrtrichtung des Traktors (51) und in einem Winkel zur Vertikalachse des Vertikalgestelles (3) quer zur Fahrtrichtung des Traktors (51) angeordnet ist, damit der eingestochene Kunststoffdraht (7) im Erdreich einen Winkel zur Vertikalachse bildet und somit das Herausrutschen des Kunststoffdrahtes (7) aus dem Erdreich erschwert wird.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß das Fachwerk des Vertikalgestelles (3) flach, in einer Ebene aufgebaut ist und zwei Längsträger aufweist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß das Vertikalgestell (3) dreidimensional aufgebaut ist und mehr als zwei Längsträger aufweist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß das Vertikalgestell (3) im Querschnitt dreieckig aufgebaut ist und drei Längsträger aufweist.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß das Vertikalgestell (3) im Querschnitt viereckig aufgebaut ist und vier Längsträger aufweist.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Vertikalführung eine Säulenführung an jedem Längsträger ist.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Vertikalführung eine Kunststoffgleitführung (22) an jedem Längsträger ist.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Kunststoffgleitführung (22) für jeden Längsträger aus dem Längsträger, Verschraubungen (44), einem ein- oder mehrstückigen Stahlgleitelement (45), einem ein- oder mehrstückigen Kunststoffgleitelement (46) und einer Stahlaufnahme (47) für das Kunststoffgleitelement (46) aufgebaut ist, mit oder ohne einem Vertikalführungsstützrohr.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß das Untergestell (4) eine Fachwerkkonstruktion ist.
19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Antriebe hydraulische Antriebe und/oder elektrische Antriebe und/oder pneumatische Antriebe und/oder magnetische Antriebe und/oder elektromagnetische Antriebe sind.
20. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die hydraulischen Antriebe Hydraulikzylinder und/oder Fluidmotore sind.
21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Befestigungselemente zur Befestigung des Untergestell (4) am Traktor (51) zur Aufnahme der gesamten Vorrichtung durch den Frontlader des Traktors (51) ausgebildet sind.
22. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungselemente zur Befestigung des Untergestell (4) am Traktor (51)
euronormgerecht ausgebildet sind.
23. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Befestigungselemente in einem Winkel zur Vertikalachse angeordnet sind, sodaß die gesamte Vorrichtung, insbesondere aber das Vertikalgestell (3) durch die Frontladerhydraulik nach rückwärts an der Fahrerkabine des Traktors (51) in eine Transportstellung vorbeischwenkbar ist.
24. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Befestigungselemente zur Befestigung des Untergestell (4) an einem Traktor (51) so ausgebildet sind, daß die gesamte Vorrichtung direkt am Traktor (51) vorne, seitlich oder hinten anbringbar ist.
25. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß das Vertikalgestell (3) zweiteilig ist und in der Längsachse etwa in der Mitte trennbar ist.
26. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung eine umlaufende Kette (6) ist.
27. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß bei Verwendung einer Kette (6) die Umlenkelemente (8, 13, 28) Kettenräder sind.
28. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß bei Verwendung einer Kette (6) die Führungselemente Kettenräder und/oder Kunststoffgleitführungen sind.
29. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung ein umlaufender Zahnriemen ist.
30. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß bei Verwendung eines Zahnriemens die Umlenkelemente (8, 13, 28) Zahnriemenscheiben sind.
31. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß bei Verwendung eines Zahnriemens die Führungselemente Zahnriemenscheiben und/oder Kunststoffgleitführungen sind.
32. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Mitnehmer (9) aus zwei mittels Feder (36) gegeneinandergedrückten Klemmelementen bestehen, wobei zwischen den Klemmelementen ein Klemmspalt (37) gebildet ist und die Klemmung durch das Zusammendrücken der Feder (36) lösbar ist.
33. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung zwei Paare von Mitnehmer (9) aufweist, die paarweise symmetrisch gegenüberliegend an der Hopfensteigdrahtzuführungseinrichtung angeordnet sind oder daß anstelle des in Kettenbewegungsrichtung gesehen jeweils hinteren Mitnehmers (9) jeweils nur ein Führungselement angeordnet ist.
34. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die zwei jeweils ein Paar bildenden Mitnehmer (9) bzw. die Mitnehmer (9) jeweils zu dem ihnen zugeordneten Führungselement einen geringen Abstand von ca. 10 bis 250 mm zueinander aufweisen.
35. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die bewegliche Klemmeinrichtung (32) an der Nadelspitze (33) durch einen über eine Kurvenscheibe gesteuerten Bowdenzug betätigt wird.
36. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die bewegliche Klemmeinrichtung (32) an der Nadelspitze (33) durch einen Magnet (30) mit einem Gestänge (31) betätigt wird.
37. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die bewegliche Klemmeinrichtung (32) an der Nadelspitze (33) elektrisch betätigt wird.
38. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die bewegliche Klemmeinrichtung (32) an der Nadelspitze (33) mechanisch betätigt wird.
39. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Trägerdrahterkennungseinrichtung eine berührungslos arbeitende Ultraschallanlage ist.
40. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Ultraschallanlage im wesentlichen aus einem oder mehreren Ultraschallsensoren und einem Steuergerät besteht.
41. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Trägerdrahterkennungseinrichtung eine berührungslos arbeitende Infrarotanlage ist.
42. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Trägerdrahterkennungseinrichtung eine berührungslos arbeitende Radaranlage ist.
43. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Trägerdrahterkennungseinrichtung eine mit mechanischen Fühlern arbeitende Anlage ist.
44. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Fühler für den Trägerdraht (55) mittels mechanischer Betätigung elektrisch schalten.
45. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Fühler für den Trägerdraht (55) mittels induktiver Signalerkennung elektrisch schalten.
46. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Fühler für den Trägerdraht (55) mittels optoelektronischer Signalerkennung elektrisch schalten.
47. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Querdrahterkennungseinrichtung aus zwei baugleichen Erkennungssystemen, nämlich einem vorderen Erkennungssystem (26) und einem hinteren Erkennungssystem (27) aufgebaut ist, wobei das vordere Erkennungssystem (26) vor der Drahtbefestigungseinrichtung und das hintere Erkennungssystem (27) nach der Drahtbefestigungseinrichtung, in Fahrtrichtung gesehen, angeordnet ist.
48. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Erkennungssyteme für den Querdraht (56) berührungslos arbeitende Ultraschallanlagen sind.
49. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Ultraschallanlage im wesentlichen aus einem oder mehreren Ultraschallsensoren und einem Steuergerät besteht.
50. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Erkennungssysteme für den Querdraht (56) berührungslos arbeitende Infrarotanlagen sind.
51. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Erkennungssysteme für den Querdraht (56) berührungslos arbeitende Radaranlagen sind.
52. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Erkennungssysteme für den Querdraht (56) mit mechanischen Fühlern arbeitende Anlagen sind.
53. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Fühler für den Querdraht (56) mittels mechanischer Betätigung elektrisch schalten.
54. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Fühler für den Querdraht (56) mittels induktiver Signalerkennung elektrisch schalten.
55. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Fühler für den Querdraht (56) mittels optoelektronischer Signalerkennung elektrisch schalten.
56. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Drahtbefestigungseinrichtung ein an sich bekannter Knüpfer (19) (aus Strohballenpressen) ist, der modifiziert ist, dadurch, daß die Nadel eine Klemmeinrichtung (32) besitzt und dadurch, daß der an sich bekannte Knüpfer (19) auf einer Hebevorrichtung mit einem Hydraulikzylinder für den Knüpferhub (17) angeordnet ist.
57. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß im Bereich der Hopfensteigdrahtübernahme durch die Nadel eine Positionierungseinrichtung angeordnet ist, durch die der Kunststoffdraht (7) in Position gebracht und gehalten wird.
58. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Hebevorrichtung für den Knüpfer (19) über zwei oder drei Säulen geführt ist.
59. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Hebevorrichtung für den Knüpfer (19) über zwei oder drei Kunststoffgleitführungen geführt ist.
60. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Hebevorrichtung für den Knüpfer (19) über einen Zahnstangenantrieb angetrieben und/oder Säulen und/oder Kunststoffgleitführungen geführt ist.
61. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Drahtbefestigungseinrichtung eine an sich bekannte Clip- Vorrichtung (23) (z. B. Beutelverschlußclip-Vorrichtung) ist, die dadurch ergänzt ist, daß zur Zuführung der zwei Teile des Kunststoffdrahtes (7) in den Arbeitsbereich der Clip-Vorrichtung (23) eine Nadel mit einer Klemmeinrichtung (32) am oberen Bereich des Vertikalgestell (3) angeordnet ist.
62. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Steuerung eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) ist.
63. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Steuerung eine Mikroprozessorsteuerung ist.
64. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Steuerung eine PC-Steuerung ist.
65. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Antrieb der Einstecheinrichtung (11) eine Einrichtung zur Abschaltung über einen Drucksollwert oder einen Kraftsollwert aufweist.
66. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Antrieb der Einstecheinrichtung (11) eine Einrichtung zur Abschaltung über einen mechanisch arbeitenden Schalter, der an der Einstechnadel (12) oder an deren Befestigungsstange z. B. Zahnstange oder Kolbenstange, angeordnet ist, aufweist.
67. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Einstecheinrichtung (11) eine mittels Fluidmotor angetriebene Zahnstange (41) mit Zahnradantrieb (39), mit Zahnrad (38) zur Führung, mit Kunstoffgleitführung (40) und die an der Zahnstange (41) befestigte Einstechnadel (42) aufweist.
68. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Einstecheinrichtung (11) einen Hydraulikzylinder mit Kolbenstange, an der die Einstechnadel (12) befestigt ist, aufweist.
69. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Einstechnadel (42) aus Federstahl ist.
70. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Einstechnadel (42) aus Kohlefaser- oder Glasfaser- oder Aramidfaserverstärktem Kunststoff ist.
71. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Hopfensteigdrahtspeicher (20) eine Spule mit dem aufgewickelten Kunststoffdraht (7) ist.
72. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Hopfensteigdrahtspeicher (20) der kernlos zu einem Kreuzwickel aufgewickelte Kunststoffdraht (7) ist.
73. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Hopfensteigdrahtspeicher (20) der auf einer Spule zu einem Kreuzwickel aufgewickelte Kunststoffdraht (7) ist.
74. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß zwischen Hopfensteigdrahtspeicher (20) und Übernahmepunkt des Kunststoffdrahtes (7) durch die Mitnehmer (9) eine Kunststoffdrahtführung (53) angeordnet ist.
75. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß zwischen Hopfensteigdrahtspeicher (20) und Übernahmepunkt des Kunststoffdrahtes (7) durch die Mitnehmer (9) eine Straffhalteeinrichtung, z. B. Federblechstreifen oder Spiralfedern mit Kunststoffdrahtführungsösen für den Kunststoffdraht (7) angeordnet ist.
76. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß zwischen Hopfensteigdrahtspeicher (20) und Übernahmepunkt des Kunststoffdrahtes (7) durch die Mitnehmer (9) eine Bremse, z. B. zwei federnd gegeneinander gedrückte Kunststoffplatten, durch deren Berührungsspalt der Kunststoffdraht (7) gezogen wird, für den Kunststoffdraht (7) angeordnet ist.
77. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß am Hopfensteigdrahtspeicher (20) eine Spulenbremse angeordnet ist.
78. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Einstecheinrichtung (11) in Fahrtrichtung des Traktors (51) schwenkbar gelagert ist.
79. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die schwenkbar gelagerte Einstecheinrichtung (11) am oberen Ende drehbar gelagert ist und im Mittenbereich in einer Kunststoffgleitschiene gleitbar gelagert ist.
80. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß eine Hopfenpflanzenerkennungseinrichtung an der Vorrichtung angeordnet ist.
81. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß zur visuellen Hopfenpflanzenerkennung eine Videokamera an der Vorrichtung und ein Monitor in der Fahrerkabine angeordnet sind.
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| DE19631646A1 (de) * | 1995-08-14 | 1997-02-20 | Gerhard Prof Barich | Vorrichtung und Verfahren zum automatischen Anbringen von Steigdraht an einem Trägerdraht |
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1999
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