Die Erfindung betrifft eine Radialkolbenpumpe, mit
radial zu einer Drehachse einer Exzenterwelle ausge
richteten Zylindern, in den Zylindern gegen die Kraft
eines Federelementes radial beweglich angeordneten
Kolben, wobei die Kolben durch eine Drehbewegung ei
nes Exzenters radial nach außen und durch das Feder
element radial nach innen gedrückt werden, die Kolben
eine Einlaßöffnung aufweisen, die bei radial innerer
Position der Kolben mit einer Einlaßkammer eines
Pumpmediums in Verbindung kommt, und das Pumpmedium
bei radialer Auswärtsbewegung der Kolben in einen
Druckbereich gedrückt wird, und die Exzenterwelle in
beiderseitig des Exzenters angeordneten Gleitlagern
gelagert ist und über ein Zugmittel antreibbar ist.
Radialkolbenpumpen der gattungsgemäßen Art sind be
kannt. Durch das abwechselnde radiale Einwärts- be
ziehungsweise Auswärtsbewegen der Kolben in den Zy
lindern wird in bekannter Weise das Pumpmedium, bei
spielsweise Öl, gefördert. Derartige Radialkolbenpum
pen werden beispielsweise in Kraftfahrzeugen für
Niveauregulierungssysteme eingesetzt. Ein Antrieb der
Radialkolbenpumpe erfolgt hierbei über einen von
einer Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeuges ange
triebenen Riementrieb. Zur Erzeugung der Drehbewegung
der Exzenterwelle der Radialkolbenpumpe greift der
Riemen an ein Antriebsrad der Radialkolbenpumpe an.
Entsprechend der Anordnung der Radialkolbenpumpe
wirkt hierbei über den Riementrieb eine, einen
radialen Richtungsvektor besitzende Riemenkraft auf
die Exzenterwelle. Der Richtungsvektor und der Betrag
dieser Riemenkraft sind im wesentlichen konstant.
Ferner wird die Exzenterwelle durch über die Kolben
der Radialkolbenpumpe eingeleitete hydraulische Kräf
te belastet, die ebenfalls einen radialen Richtungs
vektor besitzen. Entsprechend der Anzahl der Kolben
der Radialkolbenpumpe ergibt sich eine aus teilhy
draulischen Kräften zusammengesetzte resultierende
hydraulische Kraft der Radialkolbenpumpe. Die Höhe
und der Richtungsvektor dieser resultierenden hydrau
lischen Kraft ändern sich hierbei während eines be
stimmungsgemäßen Einsatzes der Radialkolbenpumpe ent
sprechend einer Drehzahl der Exzenterwelle umlaufend.
Die konstante Riemenkraft wird von der veränderlichen
hydraulischen Kraft überlagert, so daß die Exzenter
welle mit einer hieraus resultierenden, sich ändern
den radialen Kraft beaufschlagt wird. Diese resultie
rende radiale Kraft (nachfolgend auch Lagerkraft ge
nannt) muß durch die Gleitlager, in denen die Exzen
terwelle gelagert ist, abgeführt werden.
Bei großem Pumpenvolumina der Radialkolbenpumpe und
großen hydraulischen Drücken können die hieraus
resultierenden hydraulischen Kräfte einen größeren
Betrag aufweisen als die Riemenkraft und können, je
nach Wirkrichtung der hydraulischen Kräfte, zu einer
Richtungsänderung der auf die Exzenterwelle wirkenden
resultierenden Kraft führen. Hierdurch kann die
Exzenterwelle gegen die Riemenkraft durch die hydrau
lischen Kräfte an das Gleitlager gepreßt werden. Die
tatsächliche resultierende hydraulische Kraft be
stimmt hierbei den Richtungsvektor der resultierenden
Lagerkraft der Exzenterwelle und gibt damit eine
Position der Exzenterwelle im Gleitlager vor.
Hierbei ist nachteilig, daß es durch die Positionsän
derung der Exzenterwelle in den Gleitlagern neben
einem erhöhten Verschleiß zu einer Geräuschentwick
lung, einem sogenannten Klopfen, kommen kann. Insbe
sondere, wenn die Radialkolbenpumpe sauggedrosselt
ist und stark abgeregelt betrieben wird, können Pha
sen auftreten, in denen kein Kolben der Radialkolben
pumpe das Pumpmedium fördert, so daß die Ausrichtung
der Exzenterwelle infolge fehlender hydraulischer
Kräfte ausschließlich durch die Riemenkraft erfolgt.
Mit Beginn beziehungsweise mit Beendigung dieser Pha
sen wird die resultierende Lagerkraft abrupt in ihrem
Richtungsvektor geändert, so daß ein Hin- und Herbe
wegen der Exzenterwelle in den Gleitlagern erfolgt.
Ferner ändert sich die auf die Exzenterwelle angrei
fende hydraulische Kraft nicht kontinuierlich,
sondern schlagartig sowohl hinsichtlich des Betrages
als auch des Richtungsvektors. Je nachdem, ob ein
Kolben der Radialkolbenpumpe anfängt beziehungsweise
aufhört zu fördern, ändert sich schlagartig die
hydraulische Kraft und somit die aus der Überlagerung
mit der Riemenkraft entstehende resultierende Lager
kraft.
Bekannt ist, die Gleitlager der Exzenterwelle in Ra
dialkolbenpumpen mittels des Pumpmediums, beispiels
weise Öl, zu schmieren. Dieses Öl ist, insbesondere
bei sauggeregelten Radialkolbenpumpen, meist stark
verschäumt, so daß durch Lufteinschlüsse in dem Pump
medium eine Mischreibung der Exzenterwelle in den
Gleitlagern gegeben ist. Diese Mischreibung reicht
nicht aus, um das erläuterte Schlagen der Exzenter
welle in den Gleitlagern zu dämpfen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ra
dialkolbenpumpe der gattungsgemäßen Art zu schaffen,
die einfach aufgebaut ist und die ein Schlagen einer
Exzenterwelle in einem Gleitlager infolge sich än
dernder, an die Exzenterwelle angreifende hydrauli
sche Kräfte verhindert.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mittels einer Ra
dialkolbenpumpe mit den im Anspruch 1 genannten Merk
malen gelöst. Dadurch, daß zwischen dem Druckbereich
der Radialkolbenpumpe und wenigstens einem der Gleit
lager eine Druckverbindung besteht, ist vorteilhaft
möglich, einen Lagerspalt zwischen dem Gleitlager und
der Exzenterwelle ständig mit einem geschlossenen Öl
film zu versorgen, der eine Dämpfung der radialen
Bewegungen der Exzenterwelle bewirkt. Hierdurch wird
eine Geräuschentwicklung durch mechanische Berührung
der Exzenterwelle mit dem Gleitlager vermieden, so
daß die Radialkolbenpumpe insgesamt geräuschärmer ar
beitet, insbesondere einem Klopfen durch Überlagerung
von auf die Exzenterwelle wirkender hydraulischer
Kraft und Riemenkraft entgegengewirkt werden kann.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorge
sehen, daß die Druckverbindung von einem in ein Ge
häuse der Radialkolbenpumpe eingebrachten Kanal ge
bildet wird, der mit wenigstens einer Austrittsöff
nung in dem Gleitlager mündet. Hierdurch wird es mög
lich, einen Volumenstrom des Pumpmediums von dem
Druckbereich der Radialkolbenpumpe zu dem Gleitlager
aufzubauen, der die Schmierung und Dämpfung des
Gleitlagers übernimmt.
Insbesondere ist bevorzugt, wenn das Pumpmedium in
einen radial mittleren Bereich des Gleitlagers gelei
tet wird. Hierdurch wird eine gute Verteilung über
die gesamte Lagerfläche des Gleitlagers möglich, so
daß eine besonders gute Dämpfung und Schmierung er
zielbar ist.
In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung
ist vorgesehen, daß die Druckverbindung in einem Be
reich von ±90°, vorzugsweise ±50°, insbesondere ±30°,
gegenüber einem Richtungsvektor einer, an die Exzen
terwelle angreifenden Zugmittelkraft, insbesondere
Riemenzugkraft, mündet. Hierdurch wird vorteilhaft
erreicht, daß insbesondere in dem Bereich des Gleit
lagers, in dem die Exzenterwelle durch die Riemen
zugkraft gegen die Lagerschale drückbar ist, der
Druckaufbau zuerst erfolgt, so daß in Richtung der
Riemenzugkraft eine besonders gute Dämpfung des
Gleitlagers gegeben ist.
Darüber hinaus ist in bevorzugter Ausgestaltung der
Erfindung vorgesehen, daß die Druckverbindung in meh
reren, vorzugsweise symmetrisch über den Umfang des
Gleitlagers angeordneten Öffnungen mündet. Hierdurch
wird vorteilhaft möglich, einen gleichmäßigen Ölfilm
in die Lagerspalte zwischen der Exzenterwelle und dem
Gleitlager aufzubauen, so daß insbesondere bei Ra
dialkolbenpumpen mit großen hydraulischen Kräften,
die die Riemenzugkräfte entgegengesetzt überlagern
können, eine große Dämpfung des Gleitlagers in allen
radialen Richtungen möglich ist.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung er
geben sich aus den übrigen, in den Unteransprüchen
genannten Merkmalen.
Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispie
len anhand der zugehörigen Zeichnungen näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schnittansicht einer Radialkolben
pumpe;
Fig. 2 eine vergrößerte Schnittansicht der Ra
dialkolbenpumpe gemäß Fig. 1 und
Fig. 3 bis 6 schematische Querschnitte durch ein
Gleitlager einer Radialkolbenpumpe in
verschiedenen Ausführungsvarianten.
In Fig. 1 ist eine Schnittdarstellung einer Radial
kolbenpumpe 10 gezeigt. Die Radialkolbenpumpe 10 be
sitzt ein Gehäuse 12, in dem eine Stufenbohrung 14
eingebracht ist. Zur Ausbildung der Stufenbohrung 14
kann das Gehäuse 12 aus mehreren, nachfolgend nicht
einzeln erläuterten Teilen bestehen. Diese sind mit
geeigneten Mitteln druckdicht miteinander verbunden.
Die Stufenbohrung 14 dient der Aufnahme einer Exzen
terwelle 16, die einen Exzenter 18 trägt. Beidersei
tig des Exzenters 18 sind Gleitlager 20 beziehungs
weise 22 angeordnet, die einer Lagerung der Exzenter
welle 16 dienen. Die Gleitlager bestehen jeweils aus
einer Lagerschale 24, die in die Stufenbohrung 14 des
Gehäuses 12 eingesetzt, beispielsweise eingepreßt
ist. Im Bereich der Gleitlager 20 und 22 besitzt die
Exzenterwelle 16 durchmessergrößere Abschnitte 26
beziehungsweise 28, deren Außendurchmesser dem Innen
durchmesser der Lagerschalen 24 angepaßt ist. Die
Durchmesser sind derart aufeinander abgestimmt, daß
ein geringfügiger Lagerspalt 30 zwischen den Ab
schnitten 26, 28 beziehungsweise den Lagerschalen 24
verbleibt. Der Lagerspalt 30 dient einer später noch
erläuterten Aufnahme eines Schmiermittels für die
Gleitlager 20 beziehungsweise 22. Ferner ist die Ex
zenterwelle 16 in Dichtungen 32 beziehungsweise 34
(Fig. 2) geführt, die eine druckdichte Lagerung der
Exzenterwelle 16 übernehmen.
Im Bereich des Exzenters 18 sind in das Gehäuse 12
Zylinder 36 eingebracht, die radial zu einer Dreh
achse 38 der Exzenterwelle 16 ausgerichtet sind. Die
Anzahl der Zylinder 36 kann bei unterschiedlichen
Radialkolbenpumpen 10 variieren. So kann lediglich
ein Zylinder 36 oder mehrere, gegebenenfalls gleich
mäßig über den Umfang des Exzenters 18 angeordnete
Zylinder 36 vorgesehen sein. Innerhalb jedes Zylin
ders 36 ist ein Kolben 40 geführt, der durch die
Kraft eines Federelementes 42 gegen den Exzenter 18
gedrückt wird. Das Federelement 42 stützt sich einer
seits an einem den Zylinder 36 verschließenden
Stopfen 44 und andererseits an einem Grund 46 des
Kolbens 40 ab. Der Kolben 40 ist topfförmig aus
gebildet, wobei eine Öffnung in Richtung des Stopfens
44 angeordnet ist. In einer Wandung des Kolbens 40
ist wenigstens eine Einlaßöffnung 48, im gezeigten
Beispiel sind über den Umfang des Kolbens 40 sym
metrisch vier Einlaßöffnungen 48 angeordnet, vorgese
hen.
Von dem Zylinder 36 führt eine Bohrung 50 zu einem in
dem Gehäuse 12 angeordneten Ringkanal 52. Zwischen
der Bohrung 50 und dem Ringkanal 52 ist ein Ventil 54
angeordnet, bei dem ein Schließkörper gegen die Kraft
eines Federelementes eine Verbindung zwischen der
Bohrung 50 und dem Ringkanal 52 verschließt. Der
Ringkanal 52 ist mit einem Druckanschluß 56 der
Radialkolbenpumpe 10 verbunden.
Die Stufenbohrung 14 bildet im Bereich des Exzenters
18 eine Einlaßkammer 58 aus, die über wenigstens ei
nen Kanal 60 mit einem Sauganschluß 57 der Radial
kolbenpumpe 10 verbunden ist.
Der Ringkanal 52 steht mit einer Stufenbohrung 62 in
Verbindung, die im wesentlichen parallel zur Dreh
achse 38 verläuft. Von einem durchmesserkleineren
Abschnitt 64 der Stufenbohrung 62 führt ein Stichka
nal 66 zu dem Gleitlager 20. In dem Abschnitt 64 ist
eine Drossel 68 oder Blende angeordnet. Eine Stufe 70
der Stufenbohrung 62 nimmt ein Sieb 72 auf. Ein
Durchmesser der Drossel 68 beträgt vorzugsweise 0,1
bis 0,5 mm, insbesondere 0,15 bis 0,3 mm. Eine
Maschenweite des Siebes 72 ist etwas feiner als der
Durchmesser der Drossel 68 und beträgt vorzugsweise
0,1 bis 0,4 mm.
Die Lagerschale 24 des Gleitlagers 20 besitzt eine
Durchgangsöffnung 74, die einerseits mit dem Stichka
nal 66 in Verbindung steht und andererseits in eine
koaxiale Ringnut 76 der Lagerschale 24 mündet, die in
Richtung des Abschnittes 26 der Exzenterwelle 16 of
fen ist.
Ein Fortsatz 78 der Exzenterwelle 16 trägt einen
Flansch 80, an dem ein Antriebsrad 82 über wenigstens
ein Befestigungsmittel 84 befestigt ist. Das An
triebsrad 82 ist topfförmig ausgebildet und umgreift
das Gehäuse 12 der Radialkolbenpumpe 10. An seinem
freien Ende besitzt das Antriebsrad 82 eine Aufnahme
86 für einen, nicht dargestellten Antriebsriemen.
Die Kolben 46 stützen sich auf einem Laufring 110 ab,
der beispielsweise als Stahlring ausgebildet ist. Der
Laufring 110 stützt sich auf dem Exzenter 18 ab.
Zwischen Exzenter 18 und Laufring 110 ist eine
Gleitlagerbuchse 112 angeordnet, die in den Laufring
110 eingepreßt ist. Die Exzenterwelle 16 weist eine
Durchgangsöffnung 114 auf, die einerseits am Umfang
des Exzenters 18 mündet und andererseits mit einem
Druckbereich innerhalb der Radialkolbenpumpe 10 ver
bunden ist, der mit dem Sauganschluß 57 in Verbindung
steht. Somit liegt in der Durchgangsöffnung 114, die
beispielsweise als unter einem Winkel zur Drehachse
38 verlaufende Bohrung eingebracht ist, ein Druck an,
der dem Druck am Sauganschluß 57, beispielsweise
einem Tankdruck, entspricht. Die Durchgangsöffnung
114 mündet vorzugsweise - in axialer Erstreckung des
Exzenters 18 gesehen - in dessen mittleren Bereich.
Die in Fig. 1 gezeigte Radialkolbenpumpe 10 zeigt
folgende Funktion:
Die allgemeine Funktion einer Radialkolbenpumpe 10
ist bekannt, so daß im Rahmen der vorliegenden Be
schreibung hierauf nicht näher eingegangen werden
soll. Mittels des Zugmittels wird das Antriebsrad 32
und somit die Exzenterwelle 16 in Rotation versetzt.
Entsprechend der Rotation der Exzenterwelle 16 ro
tiert der auf dieser drehfest angeordnete Exzenter 18
mit, so daß entsprechend einer Exzentrizität die in
Anlagekontakt mit dem Exzenter 18 liegenden Kolben 40
eine radiale Hubbewegung erfahren. Hierbei werden die
Kolben 40 durch das Federelement 42 jederzeit in An
lagekontakt mit dem Exzenter 18 gehalten, so daß eine
alternierende einwärtsgerichtete und auswärtsgerich
tete Radialbewegung erfolgt. Bei Einwärtsbewegung
gelangen die Einlaßöffnungen 48 in Überdeckung mit
der Einlaßkammer 58, so daß der Innenraum des Kolbens
40 mit einem zu fördernden Medium, beispielsweise Öl,
gefüllt wird. Durch die anschließende radial aus
wärtsgerichtete Bewegung der Kolben 40 wird dieses
Pumpmedium - durch ein sich verkleinerndes Volumina
eines vom Zylinder 36 im Kolben 40 umschlossenen Rau
mes - in die Bohrung 50 gedrückt. Hierdurch wird das
Ventil 54 geöffnet, so daß das Pumpmedium in den
Ringkanal 52, von diesem über die Stufenbohrung 62
zum Druckanschluß 56 der Radialkolbenpumpe 10 ge
langt. Bei Anordnung mehrerer Kolben 50 pumpen diese,
nach dem erläuterten Prinzip, alle das Medium in den
Ringkanal 52. Dieser liegt somit in einem Druck
bereich der Radialkolbenpumpe 10.
Über die Stufenbohrung 62, deren Abschnitt 64 sowie
dem Stichkanal 66 ist eine Druckverbindung mit dem
Gleitlager 20 aufgebaut. Die in dem Abschnitt 64 an
geordnete Drossel 68 dient hierbei der Begrenzung
eines Volumenstromes des Pumpmediums, der vom Druck
bereich der Pumpe zum Gleitlager 20 fließt. Da das
Gleitlager 20 in Richtung der Einlaßkammer 58 nicht
abgedichtet ist, ergibt sich ein Kreislauf zwischen
dem Druckbereich und dem Saugbereich der Radial
kolbenpumpe 10 über das Gleitlager 20. Entsprechend
der Einstellung der Drossel 68 ist hierbei ein
exakter Volumenstrom einstellbar. Durch das der Dros
sel 68 vorgelagerte Sieb 72 wird das Eindringen von
eventuell geförderten Verunreinigungen in das Gleit
lager 20 vermieden. Diese werden am Sieb 72 abge
schieden. Auch ein Zusetzen der Drossel 68 wird so
vermieden.
Durch den sich einstellenden Volumenstrom über das
Gleitlager 20 wird der Lagerspalt 30 mit einem Ölfilm
(bei Öl als Pumpmedium) versorgt. Eine Verteilung des
Ölfilms über den Lagerspalt 30 erfolgt über die Ring
nut 76, die vorzugsweise koaxial zur Drehachse 38
angeordnet ist und in bezug auf eine axiale Er
streckung des Abschnittes 26 mittig liegt. Über die
Durchgangsöffnung 74 wird hierbei das unter Druck
stehende Öl in die Ringnut 76 gedrückt, so daß sich
dieses über die Ringnut 76 verteilt. Das in dem Ring
spalt 30 vorhandene unter Druck stehende Öl bewirkt
eine sichere Schmierung des Gleitlagers 20. Dadurch,
daß das Gleitlager gut geschmiert ist mit wenig
verschäumtem Öl, wird eine Dämpfung von schlagenden
Bewegungen der Exzenterwelle 16 erreicht, die infolge
der Überlagerung einer nachfolgend noch zu erläutern
den Riemenzugkraft und einer auf die Exzenterwelle 16
wirkenden hydraulischen Kraft auftreten.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist lediglich das
Gleitlager 20 mit einem unter Druck stehenden Ölstrom
beaufschlagt. Nach weiteren Ausführungsbeispielen
kann zusätzlich oder gegebenenfalls ausschließlich
das Gleitlager 28 ebenfalls mit dem Drucköl beauf
schlagt werden. Hierzu sind dann entsprechend ange
paßte Verbindungswege von dem Druckbereich der Ra
dialkolbenpumpe 10 zu dem Gleitlager 22 vorzusehen.
Durch die in der Exzenterwelle 16 vorgesehene Durch
gangsöffnung 114 wird erreicht, daß eine Schmierung
zwischen dem Exzenter 18 und der Gleitlagerbuchse 112
verbessert ist. Aufgrund einer relativ hohen Relativ
geschwindigkeit zwischen dem Laufring 110 und somit
der Gleitlagerbuchse 112 und dem Exzenter 18 ist zur
Erhöhung einer Standzeit und zu einer Geräusch
dämpfung eine Schmierung dieses Bereiches notwendig.
Da in der Einlaßkammer 58 das zu fördernde Medium
(Öl) stark verschäumt ist, würde dieses alleine nicht
ausreichen, eine ausreichende Schmierung vorzunehmen.
Das Öl im Exzenterraum 58 ist stark verschäumt, da
der angesaugte Ölstrom bereits vor der Einlaßkammer
58 gedrosselt wird. Hierdurch liegt gleichzeitig in
der Einlaßkammer 58 ein Unterdruck an. Über die
Durchgangsöffnung 114 gelangt nun wenig verschäumtes
Öl, das den Ausgangsdruck (Tankdruck) aufweist,
zwischen den Exzenter 18 und der Gleitlagerbuchse
112. Aufgrund eines Druckgefälles zwischen der Ein
laßkammer 58 und der Durchgangsöffnung 114 wird ein
stetiger Ölstrom zur Schmierung der Gleitlagerbuchse
112 zur Verfügung gestellt.
Fig. 2 zeigt in einer Detailansicht eine aus
schnittsweise Vergrößerung der Radialkolbenpumpe 10,
wobei insbesondere die Anordnung der Druckverbindung
zwischen dem Druckbereich der Radialkolbenpumpe 10
und dem Gleitlager 20 gezeigt ist. Gleiche Teile wie
in Fig. 1 sind mit gleichen Bezugszeichen versehen
und nicht nochmals erläutert.
Insbesondere ist in Fig. 2 mittels eines Pfeiles 88
die Druckverbindung zwischen dem Druckbereich (Ring
kanal 52) und dem Saugbereich (Einlaßkammer 58) der
Radialkolbenpumpe 10 verdeutlicht. Diese Druckverbin
dung 88 erfolgt über die Stufenbohrung 62, deren Ab
schnitt 64, dem Stichkanal 66, der Durchgangsöffnung
74, der Ringnut 76, dem Lagerspalt 30 zu der Einlaß
kammer 58.
In den Fig. 3 bis 6 sind jeweils Radialschnitte
durch den Abschnitt 26 der Exzenterwelle 16 und somit
des Gleitlagers 20 gezeigt.
In Fig. 3 ist die in der Ringnut 76 der Lagerschale
24 mündende Durchgangsöffnung 74 gezeigt. Diese steht
in Verbindung mit dem Stichkanal 66, der wiederum in
den Abschnitt 64 der Stufenbohrung 62 mündet. Über
die Ringnut 76 erfolgt eine Verteilung des Drucköls
über den gesamten Umfang des Abschnittes 26 der Ex
zenterwelle 16. Über die Ringnut 76 wird der Lager
spalt 30, dessen Größe von einem Lagerspiel abhängig
ist, verteilt. Zwischen dem Abschnitt 26 und der La
gerschale 24 baut sich hierdurch quasi ein dünner
Film eines unter Druck stehenden Öls auf. Somit ist
genügend Öl, das außerdem nur mäßig verschäumt ist,
vorhanden, damit sich im Gleitlager ein hydro
dynamischer Schmierfilm aufbauen kann.
In Fig. 3 ist ferner ein Pfeil 90 eingetragen, der
einem Richtungsvektor einer Riemenzugkraft F ent
spricht. Diese Riemenzugkraft F wirkt auf die Exzen
terwelle 16 und besitzt einen Richtungsvektor, der
abhängig ist vom Angreifen eines Riemenantriebes an
das Antriebsrad 82. Der Richtungsvektor der Riemen
zugkraft F ist abhängig vom Einbauort der Radialkol
benpumpe 10, beispielsweise in einem Kraftfahrzeug in
bezug auf eine Brennkraftmaschine, über die der Rie
men angetrieben wird. Der Richtungsvektor sowie ein
Betrag der Riemenzugkraft F ist idealerweise kon
stant. Gemäß dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbei
spiel mündet die Durchgangsöffnung 74 in der Ringnut
76 in etwa gegenüberliegend der Wirkrichtung der Rie
menzugkraft F. Nach weiteren Ausführungsbeispielen
kann die Durchgangsöffnung 74 an beliebiger Stelle in
der Ringnut 74 und somit in bezug zur Wirkrichtung
der Riemenzugkraft F münden.
Bei bekannter Einbaulage der Radialkolbenpumpe 10
kann durch gezieltes Einbringen der Druckverbindung
zwischen dem Druckbereich der Radialkolbenpumpe 10
und dem Gleitlager 20 die Durchgangsöffnung 74 in
definierter Lage zur Wirkrichtung der Riemenzugkraft
F im Lagerspalt 30 münden.
In Fig. 4 ist ein Vorzugsbereich 91 eingezeichnet,
innerhalb dem die Durchgangsöffnung 74 in bezug auf
die Wirkrichtung der Riemenzugkraft F mündet. Der
Bereich 91 schließt einen Winkel α in und entgegenge
setzt einer Drehrichtung der Exzenterwelle 16 vom
Richtungsvektor 90 ein. Die Drehrichtung ist in dem
in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel in Uhr
zeigersinn angenommen (Pfeil 92). Der Winkel α be
trägt beispielsweise 90°, vorzugsweise 50° und im ge
zeigten Ausführungsbeispiel insbesondere 30°. Inner
halb des Winkels α ist gemäß der gezeigten Darstel
lung die Durchgangsöffnung 74 um einen Winkel β von
zirka 10° in Drehrichtung 92 zur Wirkrichtung 90 der
Riemenzugkraft F versetzt angeordnet. Hierdurch wird
erreicht, daß das Drucköl in den Lagerspalt 30 in
einen Bereich einströmt, der von der Drehachse 38 aus
betrachtet in radialer Richtung in etwa der Wirk
richtung der Riemenzugkraft F liegt. Von diesem
Bereich 91 aus verteilt sich das Drucköl über den
Lagerspalt 30 über den gesamten Umfang des Gleit
lagers 20. Da ausgehend von dem Querschnitt der
Durchgangsöffnung 74 sich entsprechend der Ausbildung
des Lagerspaltes 30 der Querschnitt für den Volumen
strom des Drucköls zur Einlaßkammer 58 (Fig. 2) ver
größert, wird ein geringfügiger Druckabbau mit zuneh
mender Entfernung von der Mündung der Durchgangsöff
nung 74 auftreten. Liegt diese nun in dem genannten
Bereich 91 in bezug auf die Riemenzugkraft F, wird
dort der größte Druckaufbau erfolgen, so daß die Rie
menzugkraft F kompensierbar ist. Insbesondere bei
Überlagerung der Riemenzugkraft F von einer hydrauli
schen Kraft, die in der gleichen Wirkrichtung wie die
Riemenzugkraft F wirkt, wird so eine gute Dämpfung
des Spiels der Exzenterwelle 16 in dem Gleitlager 20
erhalten. Die Wirkrichtung der hydraulischen Kraft
ist in den Fig. 3 und 4 nicht eingezeichnet, da
diese entsprechend der Drehzahl der Exzenterwelle 16
dem Volumenstrom der Radialkolbenpumpe 10 und der
Anzahl der gleichzeitig und/oder nacheinander folgen
den Kolben 40 in Drehrichtung 92 sowohl betragsmäßig
als auch richtungsvektormäßig rotiert. Die hydrauli
sche Kraft überlagert die Riemenzugkraft F zu einer
resultierenden Lagerkraft, mit der der Abschnitt 26
der Exzenterwelle 16 gegen die Lagerschale 24 ge
drückt wird. Diese resultierende Lagerkraft besitzt
ebenfalls einen rotierenden Richtungsvektor mit un
terschiedlichem Betrag, der in Abhängigkeit des mo
mentanen Richtungsvektors der hydraulischen Kraft zu
dem konstanten Richtungsvektor der Riemenzugkraft F
liegt. Bildlich betrachtet gibt es einen elliptischen
Verlauf der resultierenden Lagerkraft um die Dreh
achse 38. Durch das in den Lagerspalt 30 eingeleitete
Drucköl wird unabhängig von dem Betrag und dem Rich
tungsvektor der resultierenden Lagerkraft eine Dämp
fung der radialen Bewegung des Abschnittes 26 der
Exzenterwelle 16 in dem Gleitlager 20 erreicht.
Bei dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel
wurde auf die Anordnung der Ringnut 76 verzichtet.
Die Durchgangsöffnung 74 mündet somit unmittelbar als
Schmiertasche in dem Lagerspalt 30. Nach einem weite
ren Ausführungsbeispiel kann eine mit der Durchgangs
öffnung 74 korrespondierende Ringnut in dem Abschnitt
26 der Exzenterwelle 16 angeordnet sein.
In Fig. 5 ist die Anordnung der Durchgangsöffnung 74
in bezug auf einen maximalen Druckpunkt Pmax der Ex
zenterwelle 16 gezeigt. Der Druckpunkt Pmax ent
spricht hierbei dem Punkt, an dem die größte resul
tierende Lagerkraft FL auftreten kann, die der Über
lagerung der Riemenzugkraft F und der hydraulischen
Kraft entspringt. Der Druckpunkt Pmax läßt sich aus
der Einbaulage der Radialkolbenpumpe 10 sowie den
theoretisch berechenbaren maximalen hydraulischen
Kräften bestimmen. Die Durchgangsöffnung 74 mündet
hierbei in einem Bereich 96, der um einen Winkel γ
entweder in und entgegengesetzt der Drehrichtung 92
um einen Punkt 98 (Radiale) liegt, wobei der Punkt 98
um einen Winkel δ entgegengesetzt der Drehrichtung 92
vor den Druckpunkt Pmax liegt. Hierdurch wird er
reicht, daß das Drucköl in dem Lagerspalt 30 in den
Winkelbereich ± γ in bezug auf den Winkel δ in den
Lagerspalt 30 einströmt und durch die Drehbewegung
der Exzenterwelle 16 in den Bereich des maximalen
Druckpunktes Pmax eingeschleppt wird. Hierdurch läßt
sich in den Bereich des maximalen Druckpunktes Pmax
ein konstanter hoher Druck im Lagerspalt 30 aufbauen,
der eine sichere Dämpfung der Bewegung der Exzenter
welle 16 im Gleitlager 20 bewirkt. Der Winkel δ be
trägt vorzugsweise 30° und der Winkel γ vorzugsweise
15°.
Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsvariante, bei
der in das Gehäuse 12 eine Ringnut 100 eingebracht
ist. In die Ringnut 100 mündet der Stichkanal 66. Die
Ringnut verläuft koaxial um die Lagerschale 24. Im
Bereich der Ringnut 100 besitzt die Lagerschale 24
wenigstens eine, im gezeigten Beispiel sechs Durch
gangsöffnungen 102, über die das Drucköl in den La
gerspalt 30 gelangt. Die Durchgangsöffnungen 102 sind
hierbei symmetrisch über den Umfang der Lagerschale
24 angeordnet. Nach weiteren Ausführungsbeispielen
kann die Anordnung der Durchgangsöffnung 102 so er
folgen, daß diese im Bereich des maximalen Druckpunk
tes Pmax und/oder dem Bereich der Wirkrichtung der
Riemenzugkraft F in geringeren Abständen angeordnet
sind.
Eine Kombination der verschiedenen gezeigten Ausfüh
rungsvarianten in Fig. 3 bis 6 ist möglich. So kann
insbesondere nach einem weiteren Ausführungsbeispiel
vorgesehen sein, daß die Lagerschale 24 aus zwei
Teillagerschalen besteht, die zur Ausbildung der
Ringnut 76 in einem geringen axialen Abstand zuein
ander angeordnet sind.