DE19920897A1 - Wirkstoffspender für Toilettenbecken - Google Patents
Wirkstoffspender für ToilettenbeckenInfo
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Abstract
Ein Wirkstoffspender (49) für Toilettenbecken (10) umfaßt eine Vorrichtung zum Befestigen des Spenders (49) in dem Toilettenbecken (10). Ein Behälter (50) des Spenders (49) dient zur Aufnahme eines fließfähigen Wirkstoffs (52). Weiterhin sind Mittel vorgesehen, die eine Abgabe von Wirkstoff (58) in das Toilettenbecken (10) bewirken, wenn der Spender (49) von Spülwasser (72) umströmt wird. Die Mittel umfassen eine fremdkraftbetätigte Dosiervorrichtung (54) (Fig. 3).
Description
Die Erfindung betrifft einen Wirkstoffspender für Toilettenbec
ken, mit einer Vorrichtung zum Befestigen des Spenders in dem
Toilettenbecken, mit einem Behälter zur Aufnahme eines fließfä
higen Wirkstoffs, und mit Mitteln zur Abgabe von Wirkstoff in
das Toilettenbecken, wenn der Spender von Spülwasser umströmt
wird.
Wirkstoffspender der vorstehend genannten Art sind in vielfäl
tiger Ausführung bekannt, bspw. aus der WO 92/20876.
Der bekannte Wirkstoffspender umfaßt einen Behälter, an dessen
Oberseite sich ein langer Haken befindet, mit dem der Behälter
z. B. an einem Rand des Toilettenbeckens eingehängt werden kann.
Der Behälter ist mit einem pastösen Wirkstoff gefüllt. Unter
"pastös" ist dabei eine geleeartige, d. h. hochviskose Masse zu
verstehen, deren Viskosität über 3.000 mPas, vorzugsweise über
30.000 mPas liegt. Die in diesem Zusammenhang verwendeten Wirk
stoffe dienen zum Reinigen, Desinfizieren sowie zum Geruchs
spenden. Sie sind in der Regel tensidhaltig.
Um ein kontrolliertes Abspülen von jeweils einer bestimmten Do
sis des Wirkstoffs zu ermöglichen, ist der bekannte Wirk
stoffspender an seiner Unterseite mit einer Mehrzahl von Öff
nungen versehen. Die Öffnungen sind dabei so klein dimensio
niert, daß sie für den pastösen Wirkstoff nicht durchlässig
sind. Sie sind jedoch groß genug, daß das durch das Toiletten
becken laufende Spülwasser in die Öffnungen eindringen und dort
eine bestimmte Menge an Wirkstoff bei jedem Spülvorgang abspü
len kann.
Nachteil dieses bekannten Wirkstoffspenders ist, daß eine ge
naue Dosierung des abgegebenen Wirkstoffs bei jedem Spülvorgang
im Toilettenbecken nicht möglich ist. In der Praxis führt dies
dazu, daß der Behälter des Wirkstoffspenders mitunter bereits
nach einigen Tagen entleert ist, während zu anderen Zeiten da
für einige Wochen benötigt werden. Der Grund dafür liegt darin,
daß das Strömungs- bzw. Kriechverhalten des Wirkstoffs nicht
exakt definiert werden kann und in erheblichem Maße auch von
äußeren Einflüssen, bspw. der Temperatur usw. abhängt. In der
Realität stellt sich der Dosiervorgang auch als eine Mischform
dar, wonach der Wirkstoff zumindest teilweise in die engen Öff
nungen eintritt oder sogar etwas aus diesen austritt und dann
bereits an der Außenoberfläche des Spenders abgespült wird. In
diesem Fall ist jedoch eine definierte und dosierte Wirkstoff
abgabe nicht möglich, wenn die Toilette kurz nacheinander mehr
fach benutzt wird und folglich mehrere Spülvorgänge in enger
zeitlicher Folge ablaufen. Dann ist die Zeit nach einem ersten
Spülvorgang zu kurz, um es einer ausreichenden Menge des Wirk
stoff zu gestatten, am Spender in eine abspülbare Position zu
gelangen.
Ein weiterer, als "WC-Körbchen" bezeichneter Wirkstoffspender
ist in der DE 195 20 145 A1 beschrieben. Auch bei diesem be
kannten Wirkstoffspender wird von dem Prinzip Gebrauch gemacht,
in einem mit pastösem Wirkstoff gefüllten Behälter Öffnungen
vorzusehen, die zwar für das Spülwasser, nicht jedoch für den
Wirkstoff durchgängig sind.
Schließlich beschreibt die EP 0 538 957 B1 einen weiteren Wirk
stoffspender der hier interessierenden Art. Bei diesem Spender
ist der Vorratsbehälter für den Wirkstoff mit der Öffnung nach
unten angeordnet. Die Öffnung ist mit einem porösen Stoff ver
schlossen. Der Wirkstoff kann nun durch den porösen Stoff
durchsickern und dann außen abgespült werden. Auch dabei stellt
sich das Problem, daß bei zeitlich kurz aufeinanderfolgenden
Spülvorgängen nicht genügend Zeit zur Verfügung steht, damit
genügend Wirkstoff für den darauffolgenden Spülvorgang nachge
liefert wird.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen
Wirkstoffspender der eingangs genannten Art dahingehend weiter
zubilden, daß - unabhängig von der Viskosität des Wirkstoffs -
eine exakt definierbare Wirkstoffabgabe auch in enger zeitli
cher Folge möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mit
tel eine fremdkraftbetätigte Dosiervorrichtung umfassen.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird auf diese Weise
vollkommen gelöst. Wenn nämlich eine fremdkraftbetätigte Do
siervorrichtung verwendet wird, läßt sich das Dosiervolumen ex
akt definieren und es kann die definierte Dosis auch in enger
zeitlicher Folge gespendet werden, wenn die Fremdkraft bei je
dem Spülvorgang aufgebracht wird. Dies gilt für Wirkstoffe un
terschiedlicher Viskosität, d. h. sowohl für die oben genannten
pastösen, also hochviskosen Wirkstoffe, wie auch für flüssige,
also niedrig viskose Wirkstoffe.
Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
wird als Fremdkraft die hydrodynamische Kraft des Spülwassers
verwendet.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der Dosiervorgang automa
tisch mit jedem Spülvorgang abläuft, unabhängig davon, in wel
cher zeitlichen Reihenfolge Spülvorgänge ausgelöst werden.
Durch die Verwendung der hydrodynamischen Kraft des Spülwassers
ist auch nicht erforderlich, eine separate Kraftzufuhr vorzuse
hen.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung um
faßt die Dosiervorrichtung ein mindestens näherungsweise linear
auslenkbares Dosierelement.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß ein besonders einfacher
Aufbau der Dosiervorrichtung möglich wird. Der Bewegungsvorgang
ist dabei auch sehr einfach.
Bei einer Weiterbildung dieser Variante umfaßt die Dosiervor
richtung eine vom Spülwasser beaufschlagbare Prallplatte, durch
deren Auslenkung das Dosierelement betätigt wird.
Auch diese Maßnahme hat den Vorteil einer besonders einfachen
konstruktiven Gestaltung.
Dieser Vorteil wird weiter dadurch fortgebildet, daß bei einer
bevorzugten Variante die Prallplatte um ein Gelenk verschwenk
bar ist, wobei das Gelenk vorzugsweise einstückig mit dem Be
hälter und insbesondere als Filmscharnier ausgebildet sein
kann.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die Dosiervorrichtung aus
extrem wenig Einzelteilen aufgebaut ist, da mehrere funktionell
unterschiedliche Bestandteile der Dosiervorrichtung durch einen
einzigen Spritzvorgang aus Kunststoff hergestellt werden kön
nen.
Es ist weiter besonders bevorzugt, wenn das Dosierelement eine
Dosierkammer aufweist, wobei die Dosierkammer eine zum Innen
raum des Behälters führende Einlaßöffnung sowie ein zum Innen
raum des Toilettenbeckens führende Auslaßöffnung umfaßt, und
ferner Verschlußmittel vorgesehen sind, um in einer ersten Be
triebsstellung die Einlaßöffnung zu öffnen und die Auslaßöff
nung zu verschließen und in einer zweiten Betriebsstellung die
Einlaßöffnung zu verschließen und die Auslaßöffnung zu öffnen.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß mit ganz wenigen bewegten
Elementen eine exakte Dosierung möglich ist, weil die Dosier
kammer in der ersten Betriebsstellung mit dem Wirkstoff befüllt
wird, andererseits aber ein Abströmen in das Toilettenbecken
verhindert wird. In der anderen Betriebsstellung hingegen ent
leert sich die Dosierkammer in das Toilettenbecken, während an
dererseits während dieses Zeitraums ein Nachströmen von Wirk
stoff verhindert wird. Auf diese Weise wird jeweils eine Dosis
an Wirkstoff abgegeben, die im wesentlichen dem Volumen der Do
sierkammer entspricht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform dieses Ausführungsbei
spiels sind die Verschlußmittel als in der Dosierkammer ver
fahrbare Verschlußplatte ausgebildet, die vorzugsweise über ei
ne Betätigungsstange mit der Prallplatte verbunden ist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die beiden Betriebsstellun
gen der Dosierkammer durch ein einfaches Hin- und Herbewegen
der Verschlußplatte bewirkt werden können, wobei die Prallplat
te in der Ruhestellung die erste Betriebsstellung einnimmt und
dann gegen ihre eigene Federkraft die Verschlußplatte in die
zweite Betriebsstellung verschiebt, wobei dann eine automati
sche Rückstellung in die erste Betriebsstellung erfolgt, wenn
kein Spülwasser mehr auf die Prallplatte auftrifft.
Bei einer anderen Gruppe von Ausführungsbeispielen umfaßt die
Dosiervorrichtung ein rotierendes Dosierelement.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß ein etwas kompakterer Auf
bau der Dosiervorrichtung möglich ist.
Insbesondere ist bevorzugt, wenn die Dosiervorrichtung ein vom
Spülwasser beaufschlagbares Flügelrad umfaßt, durch dessen Dre
hung das Dosierelement betätigt wird.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß eine besonders gute Umset
zung der hydrodynamischen Kraft des Spülwassers zur Dosierung
des Wirkstoffs möglich ist.
Bei einer Dosiervorrichtung mit Flügelrad läßt sich in bevor
zugter Weise auch ein flüssiger Wirkstoff verwenden. Wenn das
Flügelrad sich so lange dreht, wie Spülwasser in das Toiletten
becken einströmt, kann auf diese Weise der Wirkstoff kontinu
ierlich zugeführt werden, solange sich das Flügelrad dreht.
Dann wird Wirkstoff auch dann noch abgegeben, wenn der Fluß des
Spülwassers zum Erliegen kommt. Es befindet sich dann auch noch
Wirkstoff im Toilettenbecken, wenn kein Spülwasser mehr strömt,
so daß dieser Wirkstoff dann bis zum nächsten Spülvorgang im
Toilettenbecken verbleibt und dort weiter z. B. desinfizierend
wirken kann. Durch die Zentrifugalwirkung des Flügelrades ist
darüber hinaus auch eine räumliche Verteilung des Wirkstoffs
möglich.
Es ist dabei weiter bevorzugt, wenn das Flügelrad radiale Wände
mit dazwischenliegenden Kammern aufweist, wobei das Flügelrad
mit einem Abschnitt seiner Umfangsfläche dicht an einer komple
mentären Außenoberfläche des Behälters läuft und sich in der
Außenoberfläche eine zum Innenraum des Behälters führende Öff
nung befindet.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß sich jeweils eine Kammer
(bei manchen Ausführungsbeispielen auch zwei Kammern) des Flü
gelrades mit Wirkstoff befüllen, indem dieser durch die Öffnung
in die betreffende Kammer bzw. Kammern einströmt. Wenn dann
Spülwasser auf das Flügelrad trifft und sich dieses dreht, wird
der Wirkstoff besonders effektiv aus den Kammern ausgespült,
weil das Spülwasser unmittelbar auf diese Kammern auftrifft.
Bei Varianten dieses Ausführungsbeispiels kann die Umfangslänge
der Außenoberfläche größer sein als die Umfangslänge zweier ne
beneinander liegender Kammern und der Durchmesser der Öffnung
ist dann kleiner als die Dicke der Wände. Alternativ kann die
Umfangsfläche der Außenoberfläche kleiner sein als die Umfangs
länge zweier nebeneinander liegender Kammern, wobei der Durch
messer der Öffnung größer ist als die Dicke der Wände.
Durch diese Maßnahmen wird sichergestellt, daß sich jeweils nur
eine, maximal zwei Kammern des Flügelrades mit Wirkstoff füllen
können.
Diese Maßnahme wird weiter dadurch gefördert, daß Rastmittel
vorgesehen sind, um das Flügelrad in einer vorbestimmten
Drehlage relativ zur Außenoberfläche anzuhalten.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß bei Vorsehen einer derarti
gen Rastung sich jeweils nur eine Kammer vor der Öffnung befin
det und daher auch nur eine Kammer mit Wirkstoff befüllt wird.
Bei weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung ist der Behäl
ter mit einem Abstandshalter versehen, derart, daß der Spender
mittels der Befestigungsvorrichtung im Abstand von einer Innen
wand des Toilettenbeckens positionierbar ist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß definierte Strömungsver
hältnisse hergestellt werden können, um die Dosiervorrichtung
zu betätigen.
Hierzu ist besonders bevorzugt, wenn nach einer Befestigung des
Spenders im Toilettenbecken ein fremdkraftbetätigtes Element
der Dosiervorrichtung im Bereich des Abstandes angeordnet ist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß das Spülwasser durch den
Zwischenraum zwischen der Wand des Toilettenbeckens und dem
Spender fließt, so daß das dort angeordnete Element besonders
effektiv der hydrodynamischen Kraft des Spülwassers ausgesetzt
wird.
Bei einer weiteren Gruppe von Ausführungsbeispielen ist bevor
zugt, wenn der Behälter mehrschalig, insbesondere zweischalig,
ausgebildet ist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß zum einen die Herstellung
des Spenders, insbesondere des Behälters, durch Kunststoff-
Spritzgießen vereinfacht wird. Zum anderen wird dadurch die
Montage erleichtert, weil der Behälter zusammen mit den fremd
kraftbetätigten, also beweglichen Elementen der Dosiervorrich
tung zusammengefügt und dann durch weiteres Zusammenfügen der
mehreren Schalen zusammengebaut werden kann. Dies ist bei ent
sprechend einfacher Ausführung auch einem Laien möglich, so daß
die Dosiervorrichtung in Form von individuellen Einzelteilen
vermarktbar ist, wodurch wiederum Produktionskosten gesenkt
werden.
Bei noch einer weiteren Gruppe von Ausführungsbeispielen, die
auch unabhängig von den vorstehend erwähnten Ausführungsbei
spielen eingesetzt werden können, ist vorgesehen, daß der Spen
der und ein Vorratsbeutel für den Wirkstoff baulich zu einer
Verpackungseinheit vereinigt sind.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß als Erstausrüstung für ei
nen Verbraucher sowohl der Spender selbst wie auch der zum er
sten Befüllen des Behälters erforderliche Wirkstoff gemeinsam
erworben werden können.
Bevorzugt ist dabei, wenn die Verpackungseinheit zwei nebenein
ander angeordnete Beutel umfaßt, die unter Verwendung einer ge
meinsamen Unterfolie und einer gemeinsamen Oberfolie herge
stellt sind, wobei der eine Beutel den Spender enthält und der
andere Beutel der Vorratsbeutel ist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die Verpackungseinheit ex
trem einfach herstellbar ist, indem einfach die beiden Folien
übereinandergelegt und in vorbestimmter Weise miteinander ver
bunden werden können. Unter "Beutel" sind dabei nicht nur fle
xible Beutel, sondern auch Blister und dgl. zu verstehen.
Weiterhin ist besonders bevorzugt, wenn dabei die Beutel manu
ell voneinander trennbar sind, insbesondere mittels einer zwi
schen den Beuteln angeordneten Perforationslinie, die ein Lösen
der Beutel voneinander durch Reißen ermöglicht.
Bei weiteren bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung
ist ein Leitmittel vorgesehen, um Spülwasser auf die Dosiervor
richtung zu leiten.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß insbesondere bei Verwendung
eines pastösen Wirkstoffs das Ausspülen aus der Dosiervorrich
tung erleichtert wird.
Dies gilt insbesondere dann, wenn das Leitmittel als Leitplatte
ausgebildet ist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß ein definierter Teil des
Spülwasserflusses abgeleitet und zur Dosiervorrichtung gebracht
werden kann.
Von besonderem Vorteil sind diese Maßnahmen dann, wenn bei Ver
wendung einer Dosierkammer in der Dosiervorrichtung das Leit
mittel so ausgebildet und angeordnet ist, daß die Dosierkammer
in einer Abgabestellung der Dosiervorrichtung vom Spülwasser
ausgespült wird.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß eine besonders exakte Do
sierung möglich ist, weil die Dosierkammer, deren Volumen der
jeweils abzugebenden Dosis an Wirkstoff entspricht, bei jedem
Spülvorgang vollständig ausgespült wird, so daß der gesamte in
der Dosierkammer enthaltene Wirkstoff abgegeben wird.
Wie bereits erwähnt wurde, läßt sich die Erfindung mit Wirk
stoffen unterschiedlicher Viskosität einsetzen.
So ist insbesondere bei Dosiervorrichtungen mit Dosierkammer
ein pastöser Wirkstoff bevorzugt, während bei Verwendung ande
rer Dosiervorrichtungen, bspw. mit Flügelrad, ein flüssiger
Wirkstoff bevorzugt ist, wenn das Flügelrad diesen Wirkstoff
während der Drehung des Flügelrades abgibt und auch infolge der
Zentrifugalkraft räumlich verteilt.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der bei
gefügten Zeichnung.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nach
stehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht, im Schnitt, durch ein übliches
Toilettenbecken, in dem sich ein erfindungsgemäßer
Wirkstoffspender befindet;
Fig. 2 eine Vorderansicht, teilweise geschnitten, des Toi
lettenbeckens gemäß Fig. 1;
Fig. 3 in stark vergrößertem Maßstab und in seitlicher
Schnittdarstellung weitere Details eines ersten Aus
führungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Wirk
stoffspenders;
Fig. 4 eine Darstellung, ähnlich Fig. 3, jedoch für ein
zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Wirkstoffspenders; und
Fig. 5 in Draufsicht eine Ansicht einer Verpackungseinheit
für einen erfindungsgemäßen Wirkstoffspender zusam
men mit einem Vorratsbeutel für Wirkstoff.
In Fig. 1 bezeichnet 10 insgesamt ein handelsübliches Toilet
tenbecken in sogenannter Flachspülbauweise. Das Toilettenbecken
10 verfügt über einen Spülwasser-Zulauf 12, durch den bei einem
Spülvorgang das Spülwasser in das Toilettenbecken 10 eingelei
tet wird, wie mit einem Pfeil 14 angedeutet. Das Spülwasser
tritt durch Öffnungen 16 und 18 in das Toilettenbecken 10 ein.
Die erste Öffnung 16 führt zu einem Innenraum 20 des Toiletten
beckens 10, der von einer Wand 21 begrenzt wird. Die zweite
Öffnung 18 führt zu einem umlaufenden Kanal 22, der an der
Oberseite des Toilettenbeckens 10 umläuft und eine innere Kante
24 aufweist. Durch den Kanal 22 wird ein Teil des Spülwassers
über den Umfang des Toilettenbeckens 10 verteilt und läuft dann
über die innere Kante 24 an der Wand 21 hinab.
In das Toilettenbecken 10 ist ein Wirkstoffspender 30 einge
setzt. Der Wirkstoffspender 30 kann z. B. mit einem Haken 32 be
festigt sein, der über einen oberen Rand 34 des Toilettenbec
kens 10 gelegt ist. Er befindet sich dort in einem Zwischenraum
zwischen dem oberen Rand 34 und dem (nicht eingezeichneten)
Toilettensitz, der üblicherweise mit Abstandshaltern in leich
tem Abstand vom oberen Rand 34 gehalten ist.
Mit Pfeilen 36 ist in Fig. 1 angedeutet, daß das Spülwasser
sich über den Wirkstoffspender 30 hinweg ergießt, wobei noch
erläutert werden wird, daß die hydrodynamische Kraft des Spül
wassers dabei zum dosierten Spenden von Wirkstoff ausgenutzt
wird.
Bei der Darstellung gemäß Fig. 2 ist in einer Vorderansicht des
Toilettenbeckens 10 eine alternative Ausführungsform angedeu
tet. Bei dieser Ausführungsform ist ein Wirkstoffspender 40
mittels einer Hakenvorrichtung 42 befestigt, die um die innere
Kante 24 im Kanal 22 greift. Der Wirkstoffspender 40 ist mit
einem Abstandshalter 44 versehen, um ihn im Abstand von einer
Innenoberfläche 46 der Wand 21 zu halten. Mit Pfeilen 48 ist
wiederum der Strom des Spülwassers symbolisiert.
Fig. 3 zeigt in stark vergrößertem Maßstab eine geschnittene
Seitenansicht eines insgesamt mit 49 bezeichneten Wirk
stoffspenders.
Der Wirkstoffspender 49 umfaßt einen Wirkstoffbehälter 50, von
dem in Fig. 1 nur ein kleiner Teil dargestellt ist. Der Wirk
stoffbehälter 50 hat einen Innenraum 51 zur Aufnahme eines
Wirkstoffs 52. Der Wirkstoff 52 kann von unterschiedlicher Vis
kosität sein. Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
ist er pastös bzw. geleeartig mit einer sehr hohen Viskosität
von z. B. über 3.000 mPas, vorzugsweise über 30.000 mPas. Wirk
stoffe 52 für die hier interessierenden Zwecke sind allgemein
bekannt und nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Der Wirkstoffbehälter 50 ist vorzugsweise als Kunststoffspritz
gießteil hergestellt. Er kann zweischalig oder mehrschalig aus
geführt sein, um den Behälter aus mehreren Einzelteilen zusam
menfügen zu können, wobei durch die Mehrschaligkeit ein leich
ter Einbau der beweglichen Elemente möglich ist, die weiter un
ten noch erläutert werden.
Der Innenraum 51 des Behälters 50 wird von einer Wand 53 aus
Kunststoff begrenzt.
In einem unteren Eckbereich der Wand 53 befindet sich eine ins
gesamt mit dem Bezugszeichen 54 bezeichnete Dosiervorrichtung.
Die Dosiervorrichtung 54 umfaßt eine Dosierkammer 55, die in
eine untere Ecke der Wand 53 bzw. des Behälters 50 eingeformt
ist. Die Dosierkammer 55 hat einen Innenraum 56, dessen Volumen
gerade dem Volumen einer im Einzelfall zu spendenden Dosis des
Wirkstoffs 52 entspricht.
Der Innenraum 56 der Dosierkammer 55 steht auf der in Fig. 3
rechten Seite über eine Einlaßöffnung 58 mit dem Innenraum 51
in Verbindung. Auf der gegenüberliegenden Seite der Dosierkam
mer 55 führt eine Auslaßöffnung 60 in den Innenraum 20 des Toi
lettenbeckens 10. Unterhalb der Auslaßöffnung 60 kann sich eine
Leitplatte 61 befinden.
Zum wahlweisen Verschließen der Einlaßöffnung 58 bzw. der Aus
laßöffnung 60 dient eine Verschlußplatte 62, deren Durchmesser
größer ist als der Durchmesser D der Auslaßöffnung 60 bzw. der
Einlaßöffnung 58.
Die Verschlußplatte 62 ist starr mit einer Betätigungsstange 64
verbunden. Die Betätigungsstange 64 führt zu einer Prallplatte
66. Die Prallplatte 66 ist um ein Gelenk 68 verschwenkbar, das
vorzugsweise als Filmscharnier ausgebildet ist, so daß die
Prallplatte 66 mit dem das Gelenk 68 bildenden Filmscharnier
einstückig mit der Wand 53 bzw. dem Behälter 50 durch Kunst
stoff-Spritzgießen herstellbar ist.
Schließlich ist an die Wand 53 noch ein Abstandshalter 70 ange
formt, der sich mit seinem freien Ende im befestigten Zustand
des Wirkstoffspenders 49 auf der Innenoberfläche 46 des Toilet
tenbeckens 10 abstützt. Auf diese Weise entsteht zwischen Wand
53 und Innenoberfläche 56 ein Zwischenraum. In diesem Zwischen
raum befindet sich die Prallplatte 66.
Die Prallplatte 66 mit dem Gelenk 68 sind so ausgeführt, daß
sie in der Ruhestellung die in Fig. 3 durchgezogen eingezeich
nete Stellung einnehmen. In dieser Stellung verschließt die Ver
schlußplatte 62 die Auslaßöffnung 60 der Dosierkammer 55. Die
Einlaßöffnung 58 ist hingegen offen. Folglich kann Wirkstoff 52
durch die Einlaßöffnung 58 in den Innenraum 56 der Dosierkammer
55 einströmen. Da die Einlaßöffnung 58 relativ groß bemessen
ist, kann auch der hochviskose Wirkstoff 52 schnell in den In
nenraum 56 der Dosierkammer 55 einströmen bzw. einkriechen. Der
Innenraum 56 ist daher innerhalb sehr kurzer Zeit befüllt.
Wenn nun die Spülung der Toilette betätigt wird, strömt das
Spülwasser, wie in Fig. 3 mit einem Pfeil 72 bezeichnet, auf
die Oberseite der Prallplatte 66. Die Prallplatte 66 ist im Ge
lenk 68 elastisch gelagert, so daß die Prallplatte 66 gegen Fe
derkraft nach unten in eine in Fig. 3 strichpunktiert einge
zeichnete Stellung 66' verschwenkt wird, wie mit einem Pfeil 74
angedeutet. Da die Betätigungsstange 64 starr mit der Prall
platte 66 und der Verschlußplatte 62 verbunden ist, wird die
Verschlußplatte 62 ebenfalls verfahren, und zwar in eine Stelle
62', die in Fig. 3 ebenfalls strichpunktiert eingezeichnet ist.
In dieser Position verschließt die Verschlußplatte 62' die Ein
laßöffnung 58, während die Auslaßöffnung 60 freigegeben wird.
Folglich kann der Wirkstoff 51 aus dem Innenraum 56 der Dosier
kammer 55 in den Innenraum 20 des Toilettenbeckens 10 austre
ten, wobei die Entleerung der Dosierkammer 55 dadurch gefördert
wird, daß das vorbeiströmende Spülwasser (Pfeil 72) die Dosier
kammer 55 zusätzlich ausspült und dabei Wirkstoff 52 verdünnt
und auflöst, so daß dieser noch leichter durch die Auslaßöff
nung 60 durchtreten kann.
Wie aus Fig. 3 deutlich zu erkennen ist, wird der Durchmesser d
der Betätigungsstange 64 vorzugsweise wesentlich kleiner bemes
sen als der Durchmesser D der Auslaßöffnung 60. Auf diese Weise
wird der Durchtritt des Wirkstoffs 52 durch die Auslaßöffnung
60 in der strichpunktiert eingezeichneten Offenstellung er
leichtert.
Wenn sich, wie oben erwähnt, unterhalb der Auslaßöffnung 60 ei
ne Leitplatte 61 befindet, so lassen sich auf diese Weise meh
rere weitere Vorteile erzielen. Wenn nämlich bei Betätigung der
Verschlußplatte 62 in die in Fig. 3 strichpunktiert eingezeich
nete Stellung der Wirkstoff aus dem Innenraum 56 der Dosierkam
mer 55 durch die Auslaßöffnung 60 austritt, so gelangt er dort
auf die Leitplatte 61, die sich z. B. pfannenartig vor der Aus
laßöffnung 60 befinden kann. Der nunmehr auf der Leitplatte 61
befindliche Wirkstoff kann dort besonders effektiv abgespült,
d. h. aufgelöst und verteilt werden. Andererseits hat die Leit
platte 61 die Funktion, einen Teil des Spülwasserstroms abzu
leiten und unmittelbar durch die nunmehr offene Auslaßöffnung
60 hindurch in den Innenraum 56 der Dosierkammer 55 zu leiten.
Diese wird auf diese Weise vollkommen ausgespült. Die Dosierung
gelingt damit vollständig, weil die gesamte Dosis an Wirkstoff,
die dem Volumen des Innenraums 56 entspricht, durch das Spül
wasser ausgespült und durch die Auslaßöffnung 60 hindurch in
den Innenraum 20 des Toilettenbeckens 10 befördert wird.
Es versteht sich dabei, daß die Anordnung der Verschlußplatte
62 in der Dosierkammer 55 nur beispielhaft zu verstehen ist. So
kann sich z. B. die Auslaßöffnung 60 auch im Boden der Dosier
kammer 55 befinden. In diesem Falle würde sowohl das Ausströmen
des Wirkstoffs aus dem Innenraum 56 selbst wie auch ein Ausspü
len des Innenraums 56 mittels einer Leitplatte 61 durch die
Schwerkraftwirkung unterstützt.
Sobald der Spülvorgang beendet ist, kehrt die Prallplatte 66
infolge ihrer eigenen Elastizität wieder in die in Fig. 3 ge
zeichnete Ausgangsstellung zurück. Dies hat zur Folge, daß die
Auslaßöffnung 60 verschlossen wird, während die Einlaßöffnung
58 wieder freiliegt und damit eine neue Dosis Wirkstoff 52 in
die Dosierkammer 55 nachströmen bzw. nachkriechen kann.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
Prallplatte 66 an einem Gelenk 68 befestigt, so daß sich eine
kreisbogenförmige Bewegung ergibt, wie man deutlich aus Fig. 3
erkennt. Infolge der relativ kurzen Distanzen ist diese Bewe
gung jedoch näherungsweise geradlinig, so daß unter
"geradlinig" im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch derarti
ge leicht gekrümmte Bewegungsbahnen zu verstehen sind. Selbst
verständlich ist es aber auch möglich, die Prallplatte 66 an
ders aufzuhängen, bspw. streng linear verschieblich zu gestal
ten und dann auch eine streng lineare Auslenkung der Verschluß
platte 62 zu erreichen. Hierzu können Getriebe unterschiedli
cher Art eingesetzt werden, wie der Fachmann weiß.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel wird hinge
gen eine rotierende Dosiervorrichtung verwendet.
In Fig. 4 ist - in ähnlicher Ansicht wie Fig. 3 - ein Wirk
stoffspender 79 dargestellt. Dieser umfaßt wiederum einen Wirk
stoffbehälter 80 mit Innenraum 81, in dem sich Wirkstoff 82 be
findet.
Der Wirkstoff 82 ist bei diesem Ausführungsbeispiel, wie noch
erläutert werden wird, vorzugsweise weniger viskos als der
Wirkstoff 52 beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3.
Der Wirkstoffbehälter 80 hat eine Wand 83. In der in Fig. 4
linken unteren Ecke des Wirkstoffbehälters 80 ist wiederum eine
Dosiervorrichtung 84 vorgesehen. Hierzu ist die Wand 83 mit ei
nem zylinderabschnittsförmigen Wandabschnitt 86 versehen, in
dem sich eine Öffnung 88 befindet. Durch die Öffnung 88 kann
Wirkstoff 82 durchtreten, wie mit einem Pfeil 90 angedeutet.
Der Wandabschnitt 86 hat eine Außenoberfläche 92, die zumindest
abschnittsweise komplementär zu einer Umfangsfläche 94 eines
Flügelrades 96 ausgebildet ist. Das Flügelrad 96 ist um einen
Zapfen 98 drehbar, wie mit einem Pfeil 100 angedeutet.
Das Flügelrad 96 umfaßt eine Mehrzahl radialer Wände 102, im
dargestellten Ausführungsbeispiel insgesamt acht derartige Wän
de 102. Die radialen Wände 102 schließen zwischen sich nach au
ßen hin offene Kammern 104 ein.
In Fig. 3 ist die wirksame Umfangslänge der Außenoberfläche 92
mit u1 bezeichnet, während die Umfangslänge zweier nebeneinan
der liegender Kammern 104 mit u2 angegeben ist. Der Querschnitt
der Öffnung 88 ist mit a1 und die Dicke der Wände 102 mit a2
bezeichnet.
Um eine genau dosierte Abgabe des Wirkstoffs 82 zu gewährlei
sten, kann nun u2 kleiner u1 gemacht werden. In diesem Fall be
findet sich entweder nur eine Kammer 104 gegenüber der Öffnung
88 (wie in Fig. 4 dargestellt) oder es kann im Extremfall gera
de eine Wand 102 sich auf der Öffnung 88 befinden. Wenn dann
die Dicke a2 kleiner ist als der Querschnitt a1, strömt Wirk
stoff in diesem Ausnahmefall in zwei Kammern, so daß in diesem
Ausnahmefall doppelt dosiert wird. Ein unkontrolliertes Abströ
men von Wirkstoff ist hingegen nicht möglich. Andererseits kann
man u2 auf größer als u1 wählen, in welchem Fall jedoch die
Wanddicke a2 größer als der Querschnitt a1 sein muß. Im extre
men Ausnahmefall würde dann eine Wand 102 dicht vor der Öffnung
88 stehen und in diesem Ausnahmefall eine Dosierung von Wirk
stoff verhindern, andererseits aber auch einen unkontrollierten
Austritt.
Besonders bevorzugt ist jedoch, im Bereich der Außenoberfläche
92 relativ zu den Wänden 102 eine Rastung vorzusehen, die in
Fig. 4 mit 105 angedeutet ist. Eine solche Rastung ermöglicht
es, das Flügelrad 96 jeweils in der in Fig. 4 eingezeichneten
Vorzugsstellung anzuhalten, in der sich die Öffnung 88 genau
gegenüber der Mitte einer Kammer 104 befindet.
Auch der Wirkstoffspender 79 gemäß Fig. 4 ist mit einem Ab
standshalter 108 im Abstand von der Innenwand 46 des Toiletten
beckens 10 angeordnet. Wenn nun die Spülung betätigt wird und
Spülwasser strömt, wie mit einem Pfeil 106 angedeutet, so
trifft dieses auf das Flügelrad 96 und versetzt es in Rotation
(Pfeil 100). Der in einer der Kammern 104 befindliche Wirkstoff
wird nun am Strom des Spülwasser vorbei gedreht, so daß das
Spülwasser den Wirkstoff in sehr einfacher Weise aus dieser
Kammer herausspülen kann.
Selbstverständlich läßt sich das Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
4 noch dahingehend variieren, daß das Flügelrad 96 mit einem
Rastmechanismus versehen wird, der jeweils nur eine Verdrehung
um einen vorbestimmten Winkelschritt bei jedem Spülvorgang ge
stattet. In diesem Falle würde das Flügelrad 96 bei jedem Spül
vorgang um jeweils einen Winkelschritt weitergeschaltet, so daß
eine nächste Kammer 104 befüllt wird, während die in Drehrich
tung davor liegende Kammer durch das Spülwasser ausgespült
wird.
Wie bereits weiter oben erwähnt wurde, ist der Wirkstoff 82 bei
diesem Ausführungsbeispiel vorzugsweise weit weniger viskos,
also flüssiger, als der Wirkstoff 52 beim Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 3. Wenn ein flüssiger Wirkstoff 82 verwendet wird,
kann das Flügelrad 96 auch frei drehbar ausgestaltet sein. Da
mit würde folgendes erreicht:
Wenn das Flügelrad 96 sich zwischen den Spülvorgängen in einer Ruhestellung befindet, ist jedenfalls die Öffnung 88 insofern versperrt, als sich vor der Öffnung 88 nur eine Kammer 104 be findet. Ein freier Abfluß von Wirkstoff 82 ist daher nicht mög lich. Wenn nun die Kammer 104 in diesem Fall relativ klein di mensioniert ist, tritt auch nur eine relativ geringe Menge an Wirkstoff 82 in diese kleine Kammer 104 ein.
Wenn das Flügelrad 96 sich zwischen den Spülvorgängen in einer Ruhestellung befindet, ist jedenfalls die Öffnung 88 insofern versperrt, als sich vor der Öffnung 88 nur eine Kammer 104 be findet. Ein freier Abfluß von Wirkstoff 82 ist daher nicht mög lich. Wenn nun die Kammer 104 in diesem Fall relativ klein di mensioniert ist, tritt auch nur eine relativ geringe Menge an Wirkstoff 82 in diese kleine Kammer 104 ein.
Sobald nun der Spülvorgang einsetzt und das Flügelrad 96 in
Drehung versetzt wird, wird der in der kleinen Kammer 104 be
findliche Wirkstoff in der beschriebenen Weise in den Bereich
des Spülwassers gebracht. Solange das Flügelrad 96 rotiert,
strömt aber noch flüssiger Wirkstoff 82 durch die Öffnung 88
nach und wird solange durch die nachfolgenden kleinen Kammern
104 weiter in den Innenraum des Toilettenbeckens 10 gefördert.
Diese Förderung wird durch Fliehkraftwirkung unterstützt, wenn
der flüssige Wirkstoff 82 vom rotierenden Flügelrad 96 im frei
en Bereich links von der Außenoberfläche 92 abgeschleudert
wird.
Wenn dann bei nachlassendem Spülwasserfluß das Flügelrad 96
wieder zum Stehen kommt, wird die Öffnung 88 wieder in der be
reits beschriebenen Weise verschlossen bzw. es kann nur noch
Wirkstoff im Umfange eines Kammervolumens austreten.
Damit ist auch eine dosierte Wirkstoffabgabe bei rotierendem
Flügelrad 96 erzielbar.
Schließlich zeigt Fig. 6 noch eine bevorzugte Verpackungsein
heit, wie sie beim Vertrieb erfindungsgemäßer Wirkstoffspender
verwendet werden kann.
Die Verpackungseinheit ist als Gebinde 110 ausgeführt, das ei
nen linken Teil 112 und einen rechten Teil 114 umfaßt. Die Tei
le 112, 114 sind über eine Perforationslinie 116 voneinander
getrennt, können also durch Reißen auch körperlich voneinander
gelöst werden.
Das Gebinde 110 besteht im wesentlichen aus einer Unterfolie
118 und einer daraufliegenden Oberfolie 120. Auf diese Weise
kann man in an sich bekannter Weise im linken Teil 112 einen
linken Beutel 122 und im rechten Teil 114 einen rechten Beutel
124 ausbilden. Unter "Beutel" kann dabei zumindest im Bereich
des linken Teils 112 auch ein Blister verstanden werden.
Der linke Beutel 112 dient zur Aufnahme des Wirkstoffspenders
79, d. h. sämtlicher mechanischer Teile des Wirkstoffspenders
79, die ggf. als Einzelteile verpackt sind und vom Verbraucher
erst noch zusammengefügt werden müssen.
Der rechte Beutel 124 ist hingegen ein Vorratsbeutel für Wirk
stoff 82. Um diesen Vorratsbeutel kontrolliert entleeren zu
können, ist in an sich bekannter Weise ein seitlicher Auslaß 12
mit einem Schraubverschluß 128 vorgesehen.
Die dargestellten Abmessungen und Proportionen des Gebindes 110
in Fig. 5 sind selbstverständlich nur beispielhaft zu verste
hen. Auch die Anordnung der Beutel 112, 124 zueinander kann un
terschiedlich gewählt werden.
Schließlich verfügt das Gebinde 110 noch über eine Öse 130, so
daß es in entsprechenden Regalen von Fachgeschäften und Märkten
aufgehängt werden kann.
Claims (28)
1. Wirkstoffspender für Toilettenbecken, mit einer Vorrich
tung (32; 42) zum Befestigen des Spenders (30; 40; 49;
79) in dem Toilettenbecken (10), mit einem Behälter (50;
80) zur Aufnahme eines fließfähigen Wirkstoffs (52; 82),
und mit Mitteln zur Abgabe von Wirkstoff (52; 58) in das
Toilettenbecken (10), wenn der Spender (30; 40; 49; 79)
von Spülwasser (36; 48; 72; 106) umströmt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittel eine fremdkraftbetätigte
Dosiervorrichtung (54; 84) umfassen.
2. Wirkstoffspender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Fremdkraft die hydrodynamische Kraft des Spülwas
sers (36; 48; 72; 106) verwendet wird.
3. Wirkstoffspender nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Dosiervorrichtung (54) ein mindestens
näherungsweise linear auslenkbares Dosierelement (55-64)
umfaßt.
4. Wirkstoffspender nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Dosiervorrichtung (54) eine vom Spül
wasser (72) beaufschlagbare Prallplatte (66) umfaßt,
durch deren Auslenkung das Dosierelement (55-64) betä
tigt wird.
5. Wirkstoffspender nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Prallplatte (66) um ein Gelenk (68) verschwenkbar
ist.
6. Wirkstoffspender nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gelenk (68) einstückig mit dem Behälter (50) aus
gebildet ist.
7. Wirkstoffspender nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gelenk (68) als Filmscharnier ausgebil
det ist.
8. Wirkstoffspender nach einem oder mehreren der Ansprüche 3
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Dosierelement (55-64)
eine Dosierkammer (55) aufweist, daß die Dosierkam
mer (55) eine zum Innenraum (51) des Behälters (50) füh
rende Einlaßöffnung (58) sowie eine zum Innenraum (20)
des Toilettenbeckens (10) führende Auslaßöffnung (60) um
faßt, und daß Verschlußmittel vorgesehen sind, um in ei
ner ersten Betriebsstellung die Einlaßöffnung (58) zu
öffnen und die Auslaßöffnung (60) zu verschließen und in
einer zweiten Betriebsstellung die Einlaßöffnung (58) zu
verschließen und die Auslaßöffnung (60) zu öffnen.
9. Wirkstoffspender nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschlußmittel als in der Dosierkammer (55) ver
fahrbare Verschlußplatte (62, 62') ausgebildet ist.
10. Wirkstoffspender nach Anspruch 4 und 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verschlußplatte (62) über eine Betäti
gungsstange (64) mit der Prallplatte (66) verbunden ist.
11. Wirkstoffspender nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Dosiervorrichtung (84) ein rotierendes
Dosierelement (86-94, 102, 104) umfaßt.
12. Wirkstoffspender nach Anspruch 2 und 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Dosiervorrichtung (84) ein vom Spülwas
ser (106) beaufschlagbares Flügelrad (96) umfaßt, durch
dessen Drehung das Dosierelement (86-94, 102, 104) be
tätigt wird.
13. Wirkstoffspender nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß das Flügelrad (96) radiale Wände (102) mit da
zwischenliegenden Kammern (104) aufweist, daß das Flügel
rad (96) mit einem Abschnitt seiner Umfangsfläche (94)
dicht an einer komplementären Außenoberfläche (92) des
Behälters (80) läuft, und daß sich in der Außenoberfläche
(92) eine zum Innenraum (81) des Behälters (80) führende
Öffnung (88) befindet.
14. Wirkstoffspender nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, daß die Umfangslänge (u1) der Außenoberfläche (92)
größer ist als die Umfangslänge (u2) zweier nebeneinander
liegender Kammern (104) und daß der Durchmesser (a1) der
Öffnung (88) kleiner ist als die Dicke (a2) der Wände
(102).
15. Wirkstoffspender nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, daß die Umfangslänge (u1) der Außenoberfläche (92)
kleiner ist als die Umfangslänge (u2) zweier nebeneinander
liegender Kammern (104) und daß der Durchmesser (a1) der
Öffnung (88) größer ist als die Dicke (a2) der Wände
(102).
16. Wirkstoffspender nach einem der Ansprüche 13 bis 15, da
durch gekennzeichnet, daß Rastmittel (105) vorgesehen
sind, um das Flügelrad (96) in einer vorbestimmten
Drehlage relativ zur Außenoberfläche (92) anzuhalten.
17. Wirkstoffspender nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (50; 80)
mit einem Abstandshalter (70; 108) versehen ist, derart,
daß der Spender (30; 40; 49; 79) mittels der Befesti
gungsvorrichtung (32; 42) im Abstand von einer Innenwand
(46) des Toilettenbeckens (10) positionierbar ist.
18. Wirkstoffspender nach Anspruch 17, dadurch gekennzeich
net, daß nach einer Befestigung des Spenders (30; 40; 49;
79) im Toilettenbecken (10) ein fremdkraftbetätigtes Ele
ment (66; 96) der Dosiervorrichtung (54; 84) im Bereich
des Abstandes angeordnet ist.
19. Wirkstoffspender nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter mehr
schalig, insbesondere zweischalig, ausgebildet ist.
20. Wirkstoffspender, insbesondere nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spender (79) und ein Vorratsbeutel (124) für den Wirk
stoff (82) baulich zu einer Verpackungseinheit (110) ver
einigt sind.
21. Wirkstoffspender nach Anspruch 20, dadurch gekennzeich
net, daß die Verpackungseinheit zwei nebeneinander ange
ordnete Beutel (122, 124) umfaßt, die unter Verwendung
einer gemeinsamen Unterfolie (118) und einer gemeinsamen
Oberfolie (120) hergestellt sind, wobei der eine Beutel
(122) den Spender (79) enthält und der andere Beutel
(124) der Vorratsbeutel ist.
22. Wirkstoffspender nach Anspruch 21, dadurch gekennzeich
net, daß die Beutel (122, 124) manuell voneinander trenn
bar sind.
23. Wirkstoffspender nach Anspruch 22, dadurch gekennzeich
net, daß die Beutel (122, 124) mittels einer zwischen den
Beuteln (122, 124) angeordneten Perforationslinie (116)
voneinander durch Reißen lösbar sind.
24. Wirkstoffspender nach einem der mehreren der Ansprüche 1
bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß ein Leitmittel vorge
sehen ist, um Spülwasser (72) auf die Dosiervorrichtung
(54) zu leiten.
25. Wirkstoffspender nach Anspruch 24, dadurch gekennzeich
net, daß das Leitmittel als Leitplatte (61) ausgebildet
ist.
26. Wirkstoffspender nach Anspruch 24 oder 25, dadurch ge
kennzeichnet, daß bei Verwendung einer Dosierkammer (55)
in der Dosiervorrichtung (54) das Leitmittel so ausgebil
det und angeordnet ist, daß die Dosierkammer (55) in ei
ner Abgabestellung der Dosiervorrichtung (54) vom Spül
wasser (72) ausgespült wird.
27. Wirkstoffspender nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß ein pastöser Wirk
stoff (52; 82) Verwendung findet.
28. Wirkstoffspender nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß ein flüssiger Wirk
stoff Verwendung findet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999120897 DE19920897A1 (de) | 1999-05-06 | 1999-05-06 | Wirkstoffspender für Toilettenbecken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999120897 DE19920897A1 (de) | 1999-05-06 | 1999-05-06 | Wirkstoffspender für Toilettenbecken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19920897A1 true DE19920897A1 (de) | 2000-12-14 |
Family
ID=7907193
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999120897 Withdrawn DE19920897A1 (de) | 1999-05-06 | 1999-05-06 | Wirkstoffspender für Toilettenbecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19920897A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1835081A1 (de) | 2006-03-14 | 2007-09-19 | Deoflor S.p.A. | Vorrichtung zur Abgabe von Reinigungs-, Desinfektions- und/oder Desodoriermitteln ins Spülwasser und/oder zum Mischen dieser Mittel mit dem Spülwasser von Toilettenbecken oder Wasser- und Sanitäreinrichtungen allgemein |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2532963A1 (de) * | 1975-07-23 | 1977-02-10 | Georg Schreieder | Vorrichtung zum dosierten zufuehren eines fliessbaren zugabemittels in spuelwassersysteme o.dgl. |
| DE3906224A1 (de) * | 1987-11-13 | 1990-08-30 | Ingrid Liesk | Geraet zur automatischen abgabe einer reinigungs-, parfuem-, desinfektions- und/oder anderen loesung in das toilettenbecken nach jeder spuelung |
| DE3915207A1 (de) * | 1989-05-10 | 1990-11-15 | Ingrid Liesk | Wc-dosierautomat, der durch den wasserdruck auf einen fluegel funktioniert |
| DE19732355A1 (de) * | 1997-07-28 | 1999-02-04 | Wojciech Muszynski | Vorrichtung zur automatischen Dosierung vom flüssigen Reinigungs- oder Desinfektionsmittel in einer WC-Anlage |
-
1999
- 1999-05-06 DE DE1999120897 patent/DE19920897A1/de not_active Withdrawn
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