DE19919690C2 - Filterstufenrechen zum Sammeln und Abgeben von festen Bestandteilen aus strömenden Flüssigkeiten - Google Patents
Filterstufenrechen zum Sammeln und Abgeben von festen Bestandteilen aus strömenden FlüssigkeitenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Filterstufenrechen zum Sammeln und Abgeben von festen
Bestandteilen aus strömenden Flüssigkeiten, insbesondere Abwässer, nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein gattungsgemäßer Filterstufenrechen ist in der EP 0 221 991 B1 offenbart. In
diesem Filterstufenrechen ist ein Rechen integriert, welcher sich aus einem
feststehenden und einem beweglichen Gitterrost zusammensetzt. Diese werden jeweils
aus einer Anzahl zusammengehörender Lamellen gebildet, wobei die Lamellen des
beweglichen und des festen Gitterrostes im Rechen immer abwechselnd angeordnet
und die der Strömungsrichtung zugewandten Flächen der Lamellen beider Gitterroste
stufenförmig ausgebildet sind. Die Bewegungsbahn des beweglichen Gitterrostes ist
eine geschlossene Kreisbahn, wobei deren aufwärtige Bewegungskomponente etwas
größer als die Stufenhöhe der feststehenden Lamellen ausfällt.
Nachteil eines derart ausgebildeten Filterstufenrechens ist es, daß sich vor allem im
Abwasser enthaltene Schwebstoffe an den glatten senkrechten Seitenflächen nicht
gleichmäßig absetzten und so eine möglichst schnelle Bildung eines Filterkuchens,
welcher für eine gute Siebung sehr wichtig ist, verhindert wird.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Ausbildung des Abwurfbereiches nicht
geeignet ist, das nach jedem Austragsvorgang zurückbleibende Material in den
Entsorgungstrichter zu spülen, um so den Abwurfbereich ansehnlicher zu machen und
die Geruchsbildung zu vermeiden.
Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Filterstufenrechen zu konzipieren, der einen stufenweisen Austrag der gesammelten
Schweb- und Feststoffe gewährleistet und das Zurückbleiben von ausgetragenem
Material im Kopfbereich des Filterstufenrechens wesentlich verringert.
Diese Aufgabe wird bei einem Filterstufenrechen nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Patentanspruchs 1 gelöst. Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist in den
Unteransprüchen angegeben.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch die
Verbreiterung der Auflagebreite zur Stufenhöhe und damit der Vergrößerung der
Stufenoberfläche mittels der erfindungsgemäßen Stufengeometrie das angesammelte
Material einen Drehimpuls entgegen der geschlossenen Bewegungsbahn der
beweglichen Lamellen erhält, so daß eine Mattenbildung über den gesamten
Stufenbereich vermieden wird und die stufenweise Bildung eines Filterkuchens aus
dem angesammelten Material begünstigt wird. Im Zusammenspiel mit einer
Verminderung der Spaltbreite zwischen den Lamellen über den Flüssigkeitsspiegel
wird gleichzeitig vermieden, daß Material in den abströmseitigen (rückwärtigen)
Bereich des Rechens gelangt. Durch einen erfindunsgemäß geänderten Abwurfbereich
am Kopfteil des Filterstufenrechens wird das Abwerfen der Filterkuchen wesentlich
erleichtert und die Möglichkeit eröffnet, nicht abgefallenes Material abzuspülen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Figuren erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 Einen Filterstufenrechen in der Seitenansicht.
Fig. 2 Eine Lamelle des feststehenden Gitterrostes.
Fig. 3 Eine Lamelle des beweglichen Gitterrostes.
Der dargestellte Filterstufenrechen wird zum Sammeln und Abgeben von festen
Bestandteilen aus strömenden Flüssigkeiten in den abwasserführenden Kanal bzw.
das Gerinne z. B. von kommunalen oder industriellen Kläranlagen eingesetzt. In einer
Tragekonstruktion ist ein Rechen 1, 2 integriert, der aus einem feststehenden und
einem beweglichen Gitterrost 1 und 2 besteht. Die beiden Gitterroste 1 und 2 sind
jeweils aus einer Anzahl von Lamellen 10 und 11 gefügt, wobei die feststehenden und
beweglichen Lamellen 10 und 11, einen Abstand voneinander einhaltend, nach der
Montage zum Rechen 1, 2 in abwechselnder Reihenfolge angeordnet sind. Der
Abstand der Lamellen 10 und 11 voneinander zeigt die minimale Größe der zu
filternden Feststoffe auf. An ihren dem Flüssigkeitsstrom zugewandten Flächen 3
weisen die beweglichen und feststehenden Lamellen 10 und 11 eine abgestufte Form
auf. Um das Verhältnis der Auflagenbreite zur Stufenhöhe zu erhöhen, sind die
vertikalen Teile dieser Lamellenstufen des feststehenden und des beweglichen
Gitterrostes 1 und 2 als stufenförmige Absätze (Profilierung) 4 ausgebildet.
Der bewegliche Gitterrost 2 ist durch Pleuelstangen 5 so gehalten, daß er im
wesentlichen dieselbe Neigung hat wie der feststehende Gitterrost 1. Diese
Pleuelstangen 5 sind beispielhaft exzentrisch an Antriebsscheiben 6 angelenkt, die
über einen gemeinsamen Antrieb 7 bewegt werden. Infolge der Umdrehung der
Antriebsscheiben 6 und der exzentrisch mit ihnen verbundenen Pleuelstangen 5 wird
der bewegliche Gitterrost 2 auf einer geschlossenen Kreisbahn geführt. Dabei führen
die Pleuelstangen 5 den beweglichen Gitterrost 2 während einer halben Umdrehung
der Antriebsscheiben 6 nach oben, bis sich der horizontale Teil der Stufen der
beweglichen Lamellen 11 über der Ebene der Stufen der Lamellen 10 des
feststehenden Gitterrostes 1 befindet. Während der zweiten halben Umdrehung der
Antriebsscheiben 6 wird der bewegliche Gitterrost 2 nach unten geführt, bis er sich mit
seinem horizontalen Teil der Stufen unterhalb der Ebene der Stufen des feststehenden
Gitterrostes 1 befindet. Bei jeder Umdrehung der Antriebsscheiben 6 werden somit die
festen Bestandteile aus der strömenden Flüssigkeit entfernt und durch den Rechen 1, 2
Stufe für Stufe nach oben befördert. Um ein besseres Abgleiten der durch die
besondere Stufengeometrie ausgeformten Filterkuchen zu erreichen, ist die den
Abwurfbereich bildende Schräge 8 mit einer Neigung ausgestattet, die in ihrem
überwiegenden Teil zur Senkrechten entgegen der Neigung des Stufenrechens
verläuft. Die beispielhaft durch den Kopfbereich des feststehenden Gitterrostes 1
gebildete Schräge 8 weist eine Neigung von 20° zur Senktrechten auf. Zur
Vermeidung von Materialresten auf der Schräge 8 ist dem Kopfbereich des Rechens
ein Düsenstock 9 beigeordnet, der in seiner Länge etwa der Breite des Rechens 1, 2
entspricht und zum Kopfbereich des Rechens 1, 2 in einem gleichmäßigen Abstand
angeordnet ist und dem Abspülen der Schräge 8 durch den Düsenstock 9 mit Druck
beaufschlagtem Spülwasser dient.
Die erfindungsgemäße Stufengeometrie einschließlich der Ausbildung des
Kopfbereiches des Rechens 1, 2 ist jederzeit, auch bei einem Anwendungsfall mit
einem nicht auf einer geschlossenen Kreisbahn beweglich angeordneten Gitterrost 2
eines Filterstufenrechens, möglich.
1
feststehender Gitterrost (Rechen)
2
beweglicher Gitterrost (Rechen)
3
stufenförmige Fläche
4
Absatz (Profilierung)
5
Pleuelstange
6
Antriebsscheibe
7
Antrieb
8
Schräge
9
Düsenstock
10
feststehende Lamelle
11
bewegliche Lamelle
Claims (5)
1. Filterstufenrechen zum Sammeln und Abgeben von festen Bestandteilen
aus strömenden Flüssigkeiten, insbesondere Abwässer, mit einem in einer
Tragekonstruktion aufgenommenen Rechen aus feststehenden und beweg
lichen Lamellen, deren der Flüssigkeitsströmung zugewandte Flächen abgestuft
sind und die beabstandet voneinander, abwechselnd angeordnet, jeweils einen
Gitterrost bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die stufenförmigen Flächen (3)
der feststehenden und beweglichen Gitterroste (1 und 2) in ihrem im wesent
lichen vertikalen Teil quer zur Lamellenlängsrichtung profiliert sind, wobei die
Profilierungen (4) an den Lamellen (10, 11) als stufenförmige Absätze (4) aus
gebildet sind.
2. Filterstufenrechen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich
an den stufenförmigen Teil des Rechens (1, 2) eine den Abwurfbereich bildende
Schräge (8) anschließt, deren überwiegender Teil eine Neigung aufweist, die
zur Senkrechten entgegen der Neigung des Rechens (1, 2) verläuft.
3. Filterstufenrechen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
den Abwurfbereich bildende Schräge (8) durch den stirnseitigen Bereich der
Lamellen (10) des feststehenden Gitterrostes (1) realisiert ist.
4. Filterstufen nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein
in seiner Länge etwa der Breite des Rechens (1, 2) entsprechender Düsenstock
(9) dem Rechen (1, 2), einen gleichmäßigen Abstand zum Abwurfbereich
einhaltend, beigeordnet ist.
5. Filterstufenrechen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Spaltweite zwischen den Lamellen (10 und 11) über dem
maximalen Flüssigkeitsspiegel verkleinert ist.
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|---|---|---|---|
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| DE1999119690 DE19919690C2 (de) | 1999-04-30 | 1999-04-30 | Filterstufenrechen zum Sammeln und Abgeben von festen Bestandteilen aus strömenden Flüssigkeiten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19919690A1 DE19919690A1 (de) | 2000-11-23 |
| DE19919690C2 true DE19919690C2 (de) | 2002-02-14 |
Family
ID=7906410
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19919690C2 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE829730C (de) * | 1949-07-18 | 1952-01-28 | Elio Rampon | Selbstreinigender Rechen fuer Wasserkanaele |
| EP0221991B1 (de) * | 1985-05-24 | 1989-08-30 | HYDROPRESS WALLANDER & CO AB | Anordnung zum sammeln und entladen von in fliessendem wasser geführten festen teilchen |
| DE19714089A1 (de) * | 1997-04-07 | 1998-10-08 | Manfred Huetten | Filterstufenrechen |
-
1999
- 1999-04-30 DE DE1999119690 patent/DE19919690C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE829730C (de) * | 1949-07-18 | 1952-01-28 | Elio Rampon | Selbstreinigender Rechen fuer Wasserkanaele |
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| DE19714089A1 (de) * | 1997-04-07 | 1998-10-08 | Manfred Huetten | Filterstufenrechen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19919690A1 (de) | 2000-11-23 |
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