DE19918057C2 - Vorrichtung zur Einstellung der Abstimmspannung von Abstimmschwingkreisen - Google Patents
Vorrichtung zur Einstellung der Abstimmspannung von AbstimmschwingkreisenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, zur
Einstellung der Abstimmspannung bei Abstimmschwingkreisen,
insbesondere bei Rundfunkempfängern.
Bei Rundfunkempfängern werden frequenzbestimmende Bauelemente
von Schwingkreisen und anderen frequenzselektiven Schaltungs
anordnungen auf eine gewünschte Frequenz oder auf einen ge
wünschten Frequenzbereich abgestimmt.
Bei integrierten Rundfunkempfängern erfolgt die Einstellung
der Schwingkreise durch Verändern der Vorspannung von Kapazi
tätsdioden bzw. Varaktordioden, deren Kapazität mit zunehmen
der Abstimmspannung abnimmt. Derartige Kapazitätsdioden bie
ten gegenüber diskreten Bauelementen wie beispielsweise Ab
stimmkondensatoren den Vorteil, daß sie bei der Herstellung
technologisch auf einem Halbleiterchip integrierbar und somit
preisgünstiger herstellbar sind, wobei gleichzeitig eine Mi
niaturisierung des Empfängers gefördert wird.
Bei Rundfunkempfängern können verschiedene Programme auf un
terschiedlichen Frequenzbändern empfangen, verstärkt und wie
dergegeben werden. Dabei werden Abstimmschaltungen zur Ein
stellung einer gewünschten Frequenz eingesetzt, um den Emp
fang eines bestimmten Empfangssignals, das auf dieser Fre
quenz übertragen wird, zu gewährleisten. Hierzu wird an einem
Oszillatorschaltkreis eine Oszillatorfrequenz eingestellt,
die um eine feste vorgegebene Zwischenfrequenz zu der gewünschten
Empfangsfrequenz verschoben ist und die einem Mi
scher zugeführt wird. Aus der Oszillatorfrequenz und dem vor
gefilterten Empfangssignal, das ebenfalls dem Mischer zuge
führt wird, wird das Zwischenfrequenzsignal erzeugt. Dem Mi
scher sind daher Vor- und Zwischenschwingkreise vorgeschal
tet, die als Frequenzfilter für die Empfangsfrequenzen die
nen.
Die Abstimmung der Schwingkreise erfolgt nicht, wie früher
üblich, manuell, sondern wird bei neueren Empfängern nach dem
Stand der Technik elektronisch gesteuert durchgeführt.
Fig. 1 zeigt einen Empfänger nach dem Stand der Technik, des
sen Schwingkreise elektronisch gesteuert abgestimmt werden.
Hierzu weist der Empfänger eine Antenne A auf, die ein Rund
funksignal empfängt und über eine Leitung an einen ersten
Schwingkreis, dem sogenannten Vorkreis, abgibt. Das Empfangs
signal wird durch den Vorkreis VK entsprechend der Empfangs
frequenz gefiltert und dann an einen Verstärker V abgegeben.
Der Verstärker V verstärkt das gefilterte Empfangssignal, das
durch einen zweiten nachgeschalteten Schwingkreis dem soge
nannten Zwischenkreis ZK nochmals entsprechend der Empfangs
frequenz gefiltert wird. Das durch den Vorkreis VK und den
Zwischenkreis ZK gefilterte Empfangssignal wird an eine
Mischeinrichtung M weitergeleitet, welcher die gefilterten
Signale auf einen gewünschten Frequenzbereich filtert, indem
von einem spannungsgesteuerten Oszillatorschwingkreis VCO ei
ne Oszillatorschwingfrequenz eingestellt wird, die der ge
wünschten Empfangsfrequenz entspricht. Die gewünschte Zwi
schenfrequenz ZF an der Ausgangsseite des Mischers M beträgt
beispielsweise 10,7 MHz. Die Zwischenfrequenz ZF ergibt sich
als Differenz zwischen der Empfangsfrequenz fE und der Oszil
latorschwingfrequenz fVCO.
fZF = fVCO - fE
Die Empfangsfrequenz fE liegt bei einem typischen FM-
Empfänger im Bereich von 87,5 MHz bis 108 MHz. Dementspre
chend liegt die Oszillatorschwingfrequenz des spannungsge
steuerten Schwingoszillators VCO zwischen 98,2 MHz und
118,7 MHz, d. h. um die Zwischenfrequenz fZF von 10,7 MHz er
höht.
Die Einstellung der Oszillatorschwingfrequenz fVCO erfolgt
über eine regulierbar Oszillatorabstimmspannung VT. Das Aus
gangssignal des spannungsgesteuerten Oszillators VCO wird
über eine Rückkoppelleitung einem Phasenregelkreis PLL zuge
führt, der die Oszillatorabstimmspannung VT erzeugt. Mit
steigender Oszillatorabstimmspannung VT steigt die Oszilla
torschwingfrequenz fVCO an, wie aus dem Diagramm in Fig. 2 er
sichtlich. Der Frequenzabstand Δf zwischen der Schwingfre
quenz fVCO des Oszillatorschwingkreise VCO und der Empfangs
frequenz fE ist idealerweise exakt genauso groß wie die Zwi
schenfrequenz fZF, beispielsweise 10,7 MHz. Im Idealfall ver
laufen die beiden Kurven fVCO und fE zu dem gesamten Frequenz
bereich parallel, d. h. die Schwingkreise VK und ZK sind idea
lerweise so einzustellen, daß die Frequenzkurve fE stets um
die Zwischenfrequenz fZF versetzt parallel zu der Oszillator
schwingfrequenz fVCO verläuft. Allerdings ist aufgrund theore
tischer Überlegungen sowie aufgrund von Bauteiletoleranzen
ein derartiger idealer paralleler Kurvenverlauf, der auch als
idealer Gleichlauf bezeichnet wird, nicht realisierbar.
Bei bekannten Empfängern wird, durch iteratives Abgleichen
der Abstimmkreise versucht, sich einen idealen Gleichlauf S
durch Berechnung linearer Koeffizienten zur Verstärkung der
Oszillatorabstimmspannung VT anzunähern.
Hierzu wird die Oszillatorabstimmspannung VT zur Abstimmung
des Vorkreises VK und des Zwischenkreises ZK einer ersten li
nearen Verstärkerschaltung V1 und einer zweiten linearen Ver
stärkerschaltung V2 zugeführt.
Dabei wird die Abstimmspannung VTVK des Vorkreises gemäß fol
gender Gleichung erzeugt:
VTVK = Y1.VT + X1
Die Abstimmspannung VTZK für den Zwischenkreis berechnet sich
wie folgt:
VTZK = Y2.VT + X2
Der multiplikative Koeffizient Y und der additive Koeffizient
X werden bei der Herstellung oder beim Einschalten des Emp
fängers einmalig durch Maximumabgleich der Ausgangsspannung
des Mischers ermittelt und abgespeichert.
Fig. 3 zeigt den Kapazitätsverlauf einer Kapazitätsdiode ei
nes Abstimmschwingkreise in Abhängigkeit von der angelegten
Abstimmspannung VT. Die Kapazitätsdiode bzw. Kapazitätsvarak
tordiode ist eine Halbleiterdiode, die aus einem hyperabrup
ten PN-Übergang oder einem Metall-Halbleiterübergang besteht,
die in Sperrichtung vorgespannt wird, wobei die Spannungsab
hängigkeit der Sperrschichtkapazität ausgenutzt wird. Wie aus
Fig. 3 hervorgeht, nimmt die Kapazität der Varaktordiode
nicht linear mit zunehmender Abstimmspannung ab. Die Kapazi
tätsvaraktordiode ist bei niedriger Abstimmspannung VT emp
findlicher als bei einer hohen Abstimmspannung. Bei einer
Spannungsänderung ΔU ist die Änderung der Kapazität ΔC1 grö
ßer als die Kapazitätsänderung ΔC2 bei einer höheren Ab
stimmspannung.
Bei den herkömmlichen Einstellvorrichtungen ist die Abstimm
spannung beispielsweise für den Vorkreis VK linear abhängig
von der Abstimmspannung VT.
Fig. 4 zeigt die Abhängigkeit der Kapazität der Varaktordiode
in Abhängigkeit von der Oszillatorabstimmspannung VT. Wie aus
dem unteren Diagramm in Fig. 4 erkennbar, nimmt die durch die
Verstärkereinstelleinrichtung V1 erzeugte Abstimmspannung VTVK
für den Vorkreis VK linear mit zunehmender Abstimmspannung VT
ab, so daß eine Spannungsveränderung ΔVT1 zu einer Kapazi
tätsänderung ΔC1 und eine Spannungsänderung ΔVT2 zu einer Ka
pazitätsänderung ΔC2 führt. Ist die Spannungsänderung ΔVT2
gleich der Spannungsänderung ΔVT1, erkennt man aus Fig. 4,
daß die Kapazitätsänderung ΔC1 bei hoher Abstimmspannung VT
deutlich größer ist als die Kapazitätsänderung ΔC2 bei nied
riger Abstimmspannung VT. Da die Abstimmspannung VT durch den
Mikroprozessor MP digital eingestellt wird, entspricht die
kleinste Spannungsänderung ΔVT einem Bit. Wie aus Fig. 4 her
vorgeht, bewirkt die Änderung des Steuersignals des Mikropro
zessor um die kleinste Einheit, d. h. um ein Bit, je nachdem
an welchem Punkt der linearen Verstärkerkurve man sich befin
det, unterschiedliche Kapazitätsänderungen und somit Fre
quenzänderungen in den Abstimmkreisen. Der nicht-lineare Ka
pazitätsverlauf der Varaktordiode führt bei dem in Fig. 4
dargestellten linearen Abstimmverfahren zu Verfälschungen, da
die Signalauflösungen des Steuersignals über den gesamten
Verstärkungsbereich konstant ist.
Durch die Nicht-Linearität des Abstimmbauelements innerhalb
des Abstimmschwingkreises kommt es daher zu Verfälschungen
beim Abstimmen der Schwingkreise, wodurch der Gleichlauf ver
schlechtert wird.
Dieses Problem besteht bei allen Schwingkreisen, die durch
ein Abstimmbauelement abgeglichen werden, das bezüglich der
Einstellgröße einen nicht-linearen Verlauf besitzt.
In der DE 40 11 839 C2 ist eine Schaltungsanordnung zum Ab
gleich von HF-Filterkreisen mit einer Einstellvorrichtung zur
Einstellung der Abstimmspannung verschiedener Abstimm
schwingkreise gezeigt. Die Abstimmspannung für den Überla
gerungsoszillator wird von einer Phasenregelschleife erzeugt
und Schaltungsanordnungen zur Erzeugung jeweiliger Abstimm
spannungen zugeführt. Diesen Schaltungsanordnungen wird je
weils auch ein digitales Steuersignal mit veränderbaren Puls-
Pausen-Verhältnissen zugeführt. Die Puls-Pausen-Verhältnisse
werden abhängig von der Abstimmspannung derart erzeugt, daß
die prozentuale Änderung der Spannung an Ladekondensatoren
der Schaltungsanordnungen mit wachsender Abstimmspannung zu
nimmt.
In der US 5 678 211 ist ein Tuner für ein Fernsehgerät ge
zeigt, bei dem ein Mikroprozessor Vorkreise ansteuert, die
Abstimmelemente in den Filterkreisen des Tuners steuern. Die
Vorkreise werden außerdem von einer Phasenregelschleife ange
steuert. Die Vorkreise enthalten einen Digital-Analog-
Umsetzer, dem die Abstimmspannung zugeführt wird.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Einstell
vorrichtung zur Einstellung von Abstimmschwingkreisen
zu schaffen, bei denen Nicht-Linearitäten des Abstimm
bauelements möglichst gut ausgeglichen werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Einstell
vorrichtung mit den in Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in
den nachgeordneten Unteransprüchen angegeben.
Bei der erfindungsgemäßen Einstellvorrichtung ist eine Ver
stärkereinrichtung vorgesehen, die eine von einem Phasenre
gelkreis abgegebene Oszillatorabstimmspannung nicht linear zu
einer Abstimmspannung verstärkt, wobei die Verstärkung durch
ein digitales Vestärkungssteuersignal einstellbar ist und die
Signalauflösung mit abnehmender Verstärkung zunimmt.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfin
dungsgemäßen Einstellvorrichtung ist eine Offsetvorrichtung
vorgesehen, die eine Referenzspannung linear zu einer Offset
spannung verstärkt.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Einstellvorrichtung ist die Abstimmspannung durch die Offset
spannung verschiebbar.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfin
dungsgemäßen Einstellvorrichtung ist eine Summationseinrich
tung vorgesehen, welche die Offsetspannung und die Abstimm
spannung zu einer Abstimmsummenspannung summiert, mit welcher
der Abstimmschwingkreis abgestimmt wird.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfin
dungsgemäßen Einstellvorrichtung wird das digitale Verstär
kungssteuersignal und das digitale Offset-Steuersignal durch
einen Mikroprozessor erzeugt.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfin
dungsgemäßen Einstellvorrichtung empfängt der Mikroprozessor
ein Meßsignal von einer Signalmeßeinrichtung.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfin
dungsgemäßen Einstellvorrichtung erfaßt die Signalmeßeinrich
tung eine Ausgangssignalamplitude eines Mischers, der den Ab
stimmschwingkreisen nachgeschaltet ist.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfin
dungsgemäßen Einstellvorrichtung stellt der Mikroprozessor
das digitale Verstärkungssteuersignal und das digitale
Offset-Steuersignal derart ein, daß die Amplitude des Aus
gangssignals des Mischers maximal wird.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfin
dungsgemäßen Einstellvorrichtung wird die Oszillatorabstimm
spannung durch einen Spannungs-/Stromwandler in einen Ab
stimmstrom umgewandelt, der durch eine Stromverstärkungsein
richtung verstärkt wird.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfin
dungsgemäßen Einstellvorrichtung wird die Referenzspannung
durch einen Spannungs-/Stromwandler in einen Konstantstrom
umgewandelt, der durch eine Stromverstärkungseinrichtung ver
stärkt wird.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfin
dungsgemäßen Einstellvorrichtung werden der verstärkte Ab
stimmstrom und der verstärkte Konstantstrom in einem Summen
stromknoten zu einem Summenstrom aufsummiert.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfin
dungsgemäßen Einstellvorrichtung wird der Summenstrom durch
einen Strom-/Spannungswandler zu der Abstimmsummenspannung
umgewandelt.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfin
dungsgemäßen Einstellvorrichtung stellt die Abstimmspannung
die Kapazität einer Kapazitätsvaraktordiode in dem Abstimm
schwingkreis ein.
Ein Abstimmverfahren für Abstimmkreise weist
die folgenden Schritte auf, nämlich
Erzeugen einer Oszillatorabstimmspannung durch einen Phasen regelkreis,
Verstärken der Oszillatorabstimmspannung durch eine Verstär kereinrichtung mit nicht-linearer Verstärkung,
Abstimmen der Abstimmkreise mit der verstärkten Oszillatorab stimmspannung,
Mischen des Ausgangssignales des Abstimmkreises mit einem Os zillatormischfrequenzsignal,
Messen der Ausgangssignalamplitude des durch den Mischer er zeugten Mischsignals,
Verändern der Verstärkung durch eine Steuereinrichtung so lange, bis die gemessene Ausgangssignalamplitude maximal wird.
Erzeugen einer Oszillatorabstimmspannung durch einen Phasen regelkreis,
Verstärken der Oszillatorabstimmspannung durch eine Verstär kereinrichtung mit nicht-linearer Verstärkung,
Abstimmen der Abstimmkreise mit der verstärkten Oszillatorab stimmspannung,
Mischen des Ausgangssignales des Abstimmkreises mit einem Os zillatormischfrequenzsignal,
Messen der Ausgangssignalamplitude des durch den Mischer er zeugten Mischsignals,
Verändern der Verstärkung durch eine Steuereinrichtung so lange, bis die gemessene Ausgangssignalamplitude maximal wird.
Im weiteren wird eine bevorzugte Ausführungsform der erfin
dungsgemäßen Einstellvorrichtung und eines
Abstimmverfahrens unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeich
nungen beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 einen herkömmlichen Signalempfänger nach dem Stand der
Technik;
Fig. 2 den idealen Frequenzgleichlauf zwischen der Oszilla
tormischfrequenz und der Schwingkreisfrequenz;
Fig. 3 den Kapazitätsverlauf einer Kapazitätsdiode in Abhän
gigkeit von der Abstimmspannung;
Fig. 4 die Änderung der Abstimmkapazitäten von Schwingkreisen
bei einem linearen Verlauf der Abstimmverstärkung zur Erläu
terung der erfindungsgemäßen Aufgabe;
Fig. 5 ein Blockdiagramm eines Empfängers mit einer Einstell
vorrichtung gemäß der Erfindung;
Fig. 6 eine Einstellvorrichtung zur Einstellung der Abstimm
spannung für zwei Abstimmschwingkreise gemäß der Erfindung;
Fig. 7 eine Einstellvorrichtung zur Einstellung der Abstimm
spannung eines Abstimmschwingkreises gemäß der Erfindung;
Fig. 8 eine Verstärkungseinrichtung gemäß der Erfindung;
Fig. 9 eine Offseteinrichtung gemäß der Erfindung;
Fig. 10 eine Ausführungsform eines 7-Bit-Digital/Analog-
Wandlers, wie er in der Verstärkungseinrichtung und in der
Offseteinrichtung gemäß der Erfindung enthalten ist;
Fig. 11 den Verlauf der Verstärkung in der Verstärkungsein
richtung gemäß der Erfindung im Vergleich zu einem linearen
Verstärkungsverlauf gemäß dem Stand der Technik;
Fig. 12 ein Ablaufdiagramm eines Abgleichver
fahrens.
Fig. 5 zeigt einen Signalempfänger, bei dem die Einstellvor
richtung zur Einstellung der Abstimmspannung für die Abstimm
schwingkreise enthalten ist.
Der Signalempfänger weist eine Antenne 1 auf, die ein hoch
frequentes Eingangssignal über eine Hochfrequenzleitung 2 ei
nem ersten Schwingkreis 3 zuführt. Der erste Schwingkreis 3
ist der sogenannte Vorkreis, der das empfangene Signal ent
sprechend der gewünschten Empfangsfrequenz filtert. Der Vor
kreis 3 ist über eine Leitung 4 mit einem Verstärker 5 ver
bunden, der das gefilterte Signal verstärkt und über eine
Leitung 6 an einen weiteren Schwingkreis 7 abgibt. Der
Schwingkreis 7 ist der sogenannte Zwischenkreis, der das emp
fangene Eingangssignal weiter entsprechend der gewünschten
Empfangsfrequenz filtert und über eine Leitung 8 an einen Mi
scher 9 abgibt. Der Mischer 9 mischt das auf der Leitung 8
anliegende Signal mit einem Oszillatormischsignal, welches
über eine Leitung 10 von einem spannungsgesteuerten Oszilla
tor 11 abgegeben wird. Der spannungsgesteuerte Oszillator 11
erhält über eine Leitung 12 eine Oszillatorabstimmspannung
VT, die durch einen Phasenregelkreis 13 erzeugt wird. Hierzu
wird dem Phasenregelkreis über eine Rückkoppelleitung 14 das
durch den spannungsgesteuerten Oszillator 11 erzeugte Oszil
latorsignal zugeführt. Die durch den Phasenregelkreis 13 er
zeugte Oszillatorabstimmspannung VT wird an einem Knotenpunkt
15 abgezweigt und über eine Leitung 16 einer Einstellvorrich
tung 17 zum Einstellen der Abstimmspannungen der beiden Ab
stimmschwingkreise 3, 7 zugeführt. Die Einstellvorrichtung 17
ist über eine erste Abstimmleitung 18 an dem Vorkreis 3 ange
schlossen und über eine zweite Abstimmleitung 19 mit dem Zwi
schenkreis 7 verbunden. Die Einstellvorrichtung 17 empfängt
über eine Meßsignalempfangsleitung 20 ein Meßsignal von einer
Meßeinrichtung 21, bei der es sich beispielsweise um ein Digitalvoltmeter
handelt. Der Mischer 9 mischt die auf den Lei
tungen 8 und 10 anliegenden Signale, indem er sie multipli
ziert. Das Ausgangsmischsignal des Mischers 9 wird über eine
Leitung 22 zur weiteren Signalverarbeitung abgegeben. An ei
nem Meßpunkt 23 wird das Mischsignal abgegriffen und über ei
ne Meßleitung 24 der Meßeinrichtung 21 zugeführt. Die Meßein
richtung mißt die Feldstärke bzw. die Signalamplitude des
Ausgangsmischsignals des Mischers 9. Die erfaßte Amplitude
wird über die Leitung 20 der Einstellvorrichtung 17 zuge
führt.
Die Fig. 6 zeigt den Aufbau der in Fig. 5 dargestellten Ein
stellvorrichtung 17 zur Einstellung der beiden Abstimm
schwingkreise 3, 7. Die Einstellvorrichtung erhält über die
Leitung 16 die Oszillatorabstimmspannung VT, welche durch den
Phasenregelkreis 13 erzeugt wird. Die Leitung 16 verzweigt
innerhalb der Einstellvorrichtung an dem Verzweigungspunkt 25
zu einer Leitung 26 und einer Leitung 27. Die Einstellvor
richtung 17 enthält eine erste digitale Verstärkungseinrich
tung 28 zur Verstärkung der an der Leitung 26 anliegenden Os
zillatorabstimmspannung und eine zweite digital steuerbare
Verstärkungseinrichtung 29 zur Verstärkung der an der Leitung
27 anliegenden Oszillatorabstimmspannung. Die erste digital
steuerbare Verstärkungseinrichtung 28 wird über digitale
Steuerleitungen 30, 31 von einem Mikroprozessor 32 gesteuert.
Der Mikroprozessor 32 steuert ferner über digitale Steuerlei
tungen 33, 34 die zweite digital steuerbare Verstärkungsein
richtung 29. Die erste Verstärkungseinrichtung 28 gibt über
die Abstimmsteuerleitung 18 ein Abstimmsteuersignal an den
ersten Abstimmschwingkreis 3 ab. Die zweite Verstärkungsein
richtung 29 gibt über die Abstimmsteuerleitung 19 ein Ab
stimmsteuersignal an den zweiten Abstimmschwingkreis 7 ab.
Die an den Leitungen 30, 31, 33, 34 anliegenden digitalen
Steuersignale werden durch den Mikroprozessor 32 in Abhängig
keit von dem an der Leitung 20 anliegenden Meßsignal erzeugt.
Der innere Aufbau der beiden Verstärkungseinrichtungen 28, 29
ist weitgehend identisch und wird im folgenden unter Bezug
nahme auf Fig. 7 beschrieben.
Fig. 7 zeigt den Aufbau der Verstärkungseinrichtung 28, wie
sie in Fig. 6 dargestellt ist. Die erste digitale Steuerlei
tung 30 steuert einen digital steuerbaren Stromverstärker 35.
Die Steuerleitung 31 steuert einen weiteren digital steuerba
ren Stromverstärker 36. Die an der Leitung 26 anliegende Os
zillatorabstimmspannung VT wird durch einen Spannungsstrom
wandler 37 in einen Abstimmstrom umgewandelt, der über eine
Leitung 38 dem Stromverstärker 35 zugeführt wird. Der Strom
verstärker 35 verstärkt den über die Leitung 38 zugeführten
Strom um einen digital einstellbaren Verstärkungsfaktor G und
gibt den Verstärkungsstrom über eine Leitung 39 ab.
Die durch eine Referenzspannungsquelle 40 erzeugte Konstant
spannung wird durch einen Spannungsstromwandler 41 in einen
Konstantstrom umgewandelt, der über eine Leitung 42 der
Stromverstärkungseinrichtung 36 zugeführt wird. Die Verstär
kungseinrichtung 36 verstärkt in Abhängigkeit zu dem an der
Leitung 31 empfangenen digitalen Steuersignal den an der Lei
tung 42 anliegenden Konstantstrom linear und gibt ihn über
eine Leitung 43 ab. Die an den Leitungen 38, 43 anliegenden
verstärkten Ströme werden in einem Summationsknotenpunkt 44
summiert und über eine Leitung 45 einem Stromspannungswandler
46 zugeführt. Der Stromspannungswandler 46 wandelt den emp
fangenen Summenstrom in eine Abstimmsteuerspannung für den
Vorkreis 3 um.
Die Stromverstärkungseinrichtung 36 erzeugt einen konstanten
Offsetstrom, der im Summenpunkt 44 auf den verstärkten Ab
stimmstrom aufsummiert wird.
Fig. 8 zeigt den in Fig. 7 dargestellten Stromverstärker 35
im Detail. Der Abstimmstrom IT wird über die Leitung 38 dem
nicht invertierenden Eingang eines Operationsverstärkers 47
zugeführt, wobei an einem Widerstand 48 eine Spannung ab
fällt. Der Operationsverstärker 47 ist über eine Leitung 49
mit einem Spannungsstromwandler 50 verbunden. Die Ausgangs
leitung 49 des Operationsverstärkers 47 wird an einem Ab
zweigpunkt 51 abgezweigt und der Ausgang des Operationsver
stärkers über eine Rückkoppelleitung 52, in der ein Wider
stand 53 vorgesehen ist, auf den invertierenden Eingang des
Operationsverstärkers 47 rückgekoppelt. Der Spannungsstrom
wandler 50 ist ausgangsseitig über eine Leitung 54 mit einem
Digital-/Analogumwandler DAU 55 verbunden. Der Digital-
/Analogumwandler 55 ist beispielsweise ein 7-Bit-DAC, der ein
über die digitale Steuerleitung 30 zugeführtes 7-Bit-
Steuersignal in ein Analogsignal umwandelt. Die umgewandelte
Spannung wird über eine Leitung 56 an den invertierenden Ein
gang des Operationsverstärkers 47 angelegt.
Fig. 9 zeigt den in Fig. 7 dargestellten zweiten Verstärker
36 im Detail. Der digital steuerbare Verstärker 36 wird über
die digitale Steuerleitung 31 durch den in Fig. 6 gezeigten
Mikroprozessor 32 gesteuert. Das digitale Steuersignal des
Mikroprozessors 32 wird einem Digital-/Analogumwandler DAU 56
zugeführt. Bei dem Digital-/Analogumwandler DAU 56 handelt es
sich beispielsweise ebenfalls um einen 7-Bit-DAC zur Umwand
lung eines 7-Bit-Steuersignals. Der Digital-/Analogumwandler
56 liegt eingangsseitig über die Leitung 42 an dem Spannungs
stromwandler 41 an, wie er in Fig. 7 gezeigt ist. Der Ausgang
des Digital-/Analogwandler 56 wird dem nicht invertierenden
Eingang eines Operationsverstärkers 57 über eine Leitung 58
zugeführt. Der Operationsverstärker 57 ist ausgangsseitig
über eine Stromleitung 59 mit einer Stromspiegelschaltung 60
verbunden. Die Stromspiegelschaltung 60 ist über eine Leitung
61 und einen Widerstand 62 geerdet. Die Leitung 61 wird an
einem Abzweigpunkt 63 abgezweigt, und die an dem Widerstand
62 anliegende Spannung über eine Rückkoppelleitung 64 auf den
invertierenden Eingang des Operationsverstärkers 57 rückge
koppelt. Die Stromspiegelschaltung 60 gibt über die Leitung
43 einen Offsetstrom an den Summationspunkt 44 ab, welcher in
Fig. 7 dargestellt ist. Der Operationsverstärker 57 und der
Stromspiegel 60 bilden zusammen mit dem Widerstand 62 einen
Spannungsstromwandler 65.
Fig. 10 zeigt einen 7-Bit-Digital-/Analogumwandler, wie er
als DAU 55 in Fig. 8 und als DAU 56 in Fig. 9 dargestellt
ist. Der 7-Bit-Digital-/Analogumwandler in Fig. 10 enthält
einen Operationsverstärker 70. Der Digital-/Analogumwandler
weist einen analogen Spannungseingang 71 und einen analogen
Spannungsausgang 72 auf. Im Inneren enthält der Digital-
/Analogumwandler sieben interne Schaltbauelemente 73, 74, 75,
76, 77, 78, 79, durch die Stromquellen 80, 81, 82, 83, 84,
85, 86, 87 auf ein Widerstandsnetzwerk mit den gezeigten Wi
derstandswerten R schaltbar sind. Die gezeigten internen
Schalter 73-79 werden beispielsweise durch eine der 7-Bit-
Steuerleitungen 30-34 in Fig. 6 angesteuert.
Die an dem Ausgangsanschluß 72 anliegende analoge Ausgangs
spannung ist gegenüber der an dem Eingangsanschluß 71 anlie
genden analogen Eingangsspannung entsprechend der folgenden
Formel verstärkt:
Die Stromverstärkungseinrichtung 35 in Fig. 7 ist im Detail
in Fig. 8 dargestellt. Die Stromverstärkungseinrichtung 35
enthält bei einer bevorzugten Ausführungsform als Digital-
/Analogumwandler 55 den in Fig. 10 dargestellten 7-Bit-DAC.
Dementsprechend ergibt sich eine Verstärkung G, mit welcher
der Abstimmstrom IT auf Leitung 38 zu dem verstärkten Strom
IG auf Leitung 39 verstärkt wird, zu:
wobei
n = 0 . . . 127
n = 0 . . . 127
Der in Fig. 7 dargestellte Offset-Stromverstärker 36 ist im
Detail in Fig. 9 dargestellt. Nach einer bevorzugten Ausfüh
rungsform ist der Digital-/Analogumwandler 56 des Offset-
Stromverstärkers 36 ein 7-Bit-Digital-/Analogumwandler, wie
er in Fig. 10 dargestellt ist. Dementsprechend ergibt sich
die Stromverstärkung des Offset-Stromverstärkers 36 zu:
wobei
n = 0 . . . 127
n = 0 . . . 127
Die Abstimmspannung VTVK für den in Fig. 5 dargestellten Ab
stimmschwingkreis 3 ist, wie aus Fig. 7 hervorgeht, abhängig
von der an der Leitung anliegenden Oszillatorabstimmspannung
VT und einer Offsetspannung. Nimmt man an, daß die Spannungs
stromwandler 37, 41 eine Verstärkung von 1 und der Strom-
Spannungswandler 46 ebenfalls eine Verstärkung von 1 besitzt,
ergibt sich die Abstimmspannung für den Abstimmschwingkreis 3
bzw. Vorkreis 3 zu:
VTVK = VT.G + VOFFSET,
wobei
Fig. 11 zeigt einen typischen Verstärkungsverlauf einer Ein
stellvorrichtung 28, 29 zur Einstellung der Abstimmspannung
eines Abstimmkreises 3, 7 gemäß der Erfindung im Vergleich zu
einem herkömmlichen linearen Verstärkungsverlauf gemäß dem
Stand der Technik. Die Verstärkung ist in Abhängigkeit von
einem 7-Bit-digitalen Steuersignal des Mikroprozessors 32
dargestellt. Das 7-Bit-Steuersignal kann 128 diskrete Digi
talwerte einnehmen. Bei einem digitalen Steuersignal von 0
ist die Verstärkung maximal und nimmt bei einer herkömmlichen
Einstelleinrichtung nach dem Stand der Technik, wie sie bei
dem Empfängerschaltkreis in Fig. 1 eingesetzt wird, linear
ab. Dies ist durch die treppenförmig abfallende lineare Kurve
K1 in Fig. 11 dargestellt. Demgegenüber nimmt die Verstärkung
der Einstellvorrichtung gemäß der Erfindung mit ansteigendem
digitalen Steuerwert nicht linear ab, wie durch die Kurve K2
in Fig. 11 dargestellt wird. Wie man aus Fig. 11 erkennen
kann, nimmt die Signalauflösung bei abnehmender absoluter
Verstärkung bei der Kurve K2 entsprechend dem Verstärkungs
verlauf der erfindungsgemäßen Einstellvorrichtung zu. Die
Verstärkungsänderung wird mit zunehmendem digitalen Steuer
wert bei jedem Digitalschritt geringer. Beispielsweise ist
die Verstärkungsänderung bei einer Erhöhung des Digitalsteu
erwertes von 10 auf 11 höher als bei einer Erhöhung des digi
talen Steuerwertes von 120 auf 121. Mit anderen Worten, die
Signalauflösung wird mit abnehmender Verstärkung V immer bes
ser.
Wie aus Fig. 4 zu sehen, ist die Kapazitätsdiode bei niedri
ger Spannung VTVK empfindlicher als bei hohen Abstimmspannun
gen VTVK. Aufgrund der negativ abfallenden Verstärkung ent
spricht eine hohe Schwingkreisabstimmspannung VTVK für den
Vorkreis 3 einer niedrigen Oszillatorabstimmspannung VT, die
durch den Phasenregelkreis erzeugt wird und umgekehrt, wie
aus Fig. 4 ersichtlich. Die Auflösung der Verstärkung in
Fig. 11 nimmt daher im empfindlichen Bereich der Kapazitäts
diode mit zunehmend digitalem Steuerwert zu, wie aus Kurve K2
ersichtlich. Umgekehrt nimmt die Auflösung in dem relativ un
empfindlichen Bereich der Kapazitätsdiode mit abfallendem di
gitalen Steuerwert und steigender Verstärkung ab.
Der Verstärkungsverlauf bei der erfindungsgemäßen Einstell
vorrichtung zur Einstellung der Abstimmspannung kompensiert
somit die relative Unempfindlichkeit der Kapazitätsdiode
(Fig. 4 ΔC2) durch einen größeren Verstärkungsschritt bei
jedem Schritt des digitalen Steuersignals. Umgekehrt kompen
siert die erfindungsgemäße Einstellvorrichtung die hohe Emp
findlichkeit der Kapazitätsdiode (Fig. 4 ΔC1) durch geringe
re Verstärkungsänderungsschritte bei jedem Änderungsschritt
des digitalen Steuersignals. Befindet man sich also in einem
Verstärkungsbereich, bei der die Kapazitätsdiode empfindlich
ist, werden die analogen Verstärkungsänderungen pro Digital
wertänderung verringert, während in Verstärkungsbereichen,
bei denen die Kapazitätsdiode relativ unempfindlich ist, die
Verstärkungsänderungen pro Änderungsschritt des digitalen
Steuersignals erhöht werden. Die in Fig. 11 gezeigte Verstär
kungskennlinie K2 gemäß der Erfindung kompensiert somit die
nicht-lineare Kapazitätsabhängigkeit einer typischen Abstimmvaraktordiode,
die zum Abstimmen eines Abstimmschwingkreises
eingesetzt wird. Hierdurch sind die Frequenzänderungsschritte
der Abstimmkreise über den gesamten Steuersignalwert annä
hernd gleich, so daß Verfälschungen aufgrund der nicht
linearen Kennlinie der Kapazitätsdiode vermieden werden.
Fig. 12 zeigt ein Flußdiagramm eines Abgleichverfahrens.
Das Abgleichverfahren beginnt mit dem Start
schritt S1, auf den ein Initialisierungsschritt S2 erfolgt.
Im Initialisierungsschritt S2 wird die Offsetspannung auf 0
gesetzt und die Verstärkung auf 1. In einem Schritt S3 wird
der Antenneneingang des Empfängers auf eine bestimmte Hoch
frequenz, beispielsweise 87,5 MHz gesetzt. Gleichzeitig wird
die Abstimmungsfrequenz fVCO auf eine um die Zwischenfrequenz
erhöhte Frequenz gesetzt, beispielsweise 98,2 MHz bei einer
Zwischenfrequenz von 10,7 MHz. Im Schritt S4 wird gemessen,
ob die durch die Meßeinrichtung 21 gemessene Amplitude maxi
mal ist oder nicht. Falls die Amplitude nicht maximal ist,
wird in einem Schritt S5 die Offsetspannung in der Einstell
vorrichtung 17 so lange verstellt, bis die gemessene Amplitu
de maximal wird. Nachdem im Schritt S4 festgestellt wird, daß
die Signalamplitude des Ausgangssignals des Mischers 9 maxi
mal ist, wird in Schritt S6 geprüft, ob der nunmehr einge
stellt Offsetwert von dem bisherigen Offsetwert abweicht.
Falls der Offsetwert nicht abweicht, wird in Schritt S7 ge
prüft, ob die Verstärkung bereits abgeglichen ist. Falls die
Verstärkung G noch nicht abgeglichen wurde, wird in einem
Schritt S8 das hochfrequente Eingangssignal auf eine weitere
Frequenz bzw. Stützstelle, beispielsweise 108 MHz, gesetzt.
Die PLL 13 wird im Schritt S8 dementsprechend um die Zwi
schenfrequenz von 10,7 MHz erhöht auf 118,7 MHz gesetzt. Der
Schritt S8 wird auch durchgeführt, wenn im Schritt S6 festge
stellt wird, daß der gefundene Offsetwert mit dem vorherigen
Offsetwert übereinstimmt. Nach Schritt S8 wird in Schritt S9
gemessen, ob die Signalamplitude des Ausgangssignals des Mi
schers 9 maximal ist. Falls nein, wird die Verstärkung in
Schritt S10 so lange, bis die Ausgangssignalamplitude des Mi
schers 9 maximal wird. Nachdem in Schritt S9 festgestellt
wird, daß die Signalausgangsamplitude des Mischers 9 maximal
ist bzw. geworden ist, wird in Schritt S11 geprüft, ob der
gefundene bzw. nunmehr eingestellte Verstärkungswert G vom
bisherigen Verstärkungswert G abweicht. Falls eine Abweichung
besteht, wird zurück zum Schritt S3 verzweigt. Falls keine
Abweichung besteht, wird in Schritt S12 festgestellt, daß der
Empfänger nunmehr optimal abgeglichen ist. Wird in S7 festge
stellt, daß die Verstärkung bereits abgeglichen ist, so ge
langt man unmittelbar zu Schritt S12, d. h. es kann unmittel
bar festgestellt werden, daß der Empfänger bzw. das System
optimal abgeglichen sind. Nach Schritt S12 wird das Abgleich
verfahren im Stoppschritt S13 beendet.
Die erfindungsgemäße Einstellvorrichtung kann mit den abzu
stimmenden Schwingkreisen auf einem integrierten Schaltkreis
integriert werden. Die erfindungsgemäße Einstellvorrichtung
eignet sich nicht nur zur Abstimmung von Abstimmschwingkrei
sen bei Radioempfängern, sondern für beliebige Schwingkreise,
deren Einstellglied eine nicht-lineare Charakteristik auf
weist. Durch den nicht-linearen Verstärkungsverlauf der er
findungsgemäßen Einstellvorrichtung wird die nicht-lineare
Charakteristik des Stellgliedes des Abstimmkreises ausgegli
chen, wobei die Signalauflösung in den empfindlichen bzw.
sensitiven Bereichen des nicht-linearen Stellgliedes des Ab
stimmkreises zunimmt.
Die erfindungsgemäße Einstellvorrichtung kann zur Einstellung
eines oder mehrere Abstimmschwingkreise eingesetzt werden.
1
Antenne
2
Leitung
3
Vorkreis
4
Leitung
5
Verstärker
6
Leitung
7
Zwischenkreis
8
Leitung
9
Mischer
10
Leitung
11
spannungsgesteuerter Oszillator
12
Leitung
13
Phasenregelkreis
14
Rückkoppelleitung
15
Verzweigungspunkt
16
Leitung
17
Einstellvorrichtung
18
Abstimmsteuerleitung
19
Abstimmsteuerleitung
20
Meßleitung
21
Meßeinrichtung
22
Ausgangsleitung
23
Abzweigungspunkt
24
Leitung
25
Verzweigungsknoten
26
Leitung
27
Leitung
28
Verstärkungseinrichtung
29
Verstärkungseinrichtung
30
,
31
digitale Steuerleitungen
32
Mikroprozessor
33
,
34
digitale Steuerleitungen
35
Stromverstärkungseinrichtung
36
Stromverstärkungseinrichtung
37
Spannungsstromwandler
38
Leitung
39
Leitung
40
Referenzspannungsquelle
41
Spannungsstromwandler
42
Leitung
43
Leitung
44
Summenknotenpunkt
45
Leitung
46
Stromspannungswandler
47
Operationsverstärker
48
Widerstand
49
Leitung
50
Spannungsstromwandler
51
Verzweigungspunkt
52
Leitung
53
Widerstand
54
Leitung
55
Digital-/Analogumwandler
56
Digital-/Analogumwandler
57
Operationsverstärker
58
Leitung
59
Leitung
60
Stromspiegelschaltung
61
Leitung
62
Widerstand
63
Knotenpunkt
64
Rückkoppelleitung
65
Spannungsstromwandler
66-69
nicht belegt
70
Operationsverstärker
71
Spannungseingang
72
Spannungsausgang
73-79
Schalter
80-87
Stromquellen
Claims (11)
1. Einstellvorrichtung zur Einstellung der Abstimmspannung
eines Abstimmschwingkreises mit einer Verstärkungseinrichtung
(28; 29), die eine von einem Phasenregelkreis (13) abgegebene
Oszillatorabstimmspannung (VT) nicht linear zu einer
Abstimmspannung (VTVK; VTZK) verstärkt, deren Verstärkung durch
ein digitales Verstärkungssteuersignal einstellbar ist, wobei
die Signalauflösung der Einstellvorrichtung abhängig von der
Verstärkung unterschiedlich ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verstärkungseinrichtung (28; 29) einen ersten und einen
zweiten Digital-/Analogumwandler (55, 56) enthält, daß die
Digital-/Analogumwandler (55, 56) jeweils einen Eingang (71)
für eine Analogspannung (UIN) aufweisen, daß die dem Eingang
des einen Digital-/Analogumwandlers (55) zuführbare
Analogspannung in Abhängigkeit von der Oszillatorabstimm
spannung (VT) bereitgestellt wird und die dem Eingang des
anderen Digital-/Analogumwandlers (56) zuführbare Analog
spannung von einem Konstantsignal (Vref) bereitgestellt wird
und daß die Digital-/Analogumwandler (55, 56) jeweils in
Abhängigkeit von einem digitalen Steuersignal steuerbar sind.
2. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Signalauflösung der
Einstellvorrichtung in Abhängigkeit vom Verstärkungssteuer
signal mit abnehmender Verstärkung zunimmt.
3. Einstellvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Offseteinrichtung
(41, 36) vorgesehen ist, die eine Referenzspannung (VREF)
linear zu einer Offsetspannung verstärkt und die den anderen
der Digital-/Analogumwandler (56) enthält.
4. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ab
stimmspannung durch die Offsetspannung verschiebbar ist.
5. Einstellvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die
Offseteinrichtung (36, 41) durch ein digitales Offset-
Steuersignal (31) steuerbar ist.
6. Einstellvorrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oszillatorabstimmspannung (VT) durch einen Spannungs-
Stromwandler (37) in einen Abstimmstrom (IT) umgewandelt
wird, der durch eine Stromverstärkungseinrichtung (35)
verstärkt wird, die den ersten Digital-/Analogumwandler (55)
enthält.
7. Einstellvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die
Referenzspannung (VREF) durch einen Spannungs-/Stromwandler
(41) in einen Konstantstrom (ICONST) umgewandelt wird, der
durch eine Stromverstärkungseinrichtung (36) verstärkt wird.
8. Einstellvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der
verstärkte Abstimmstrom (IG) und der verstärkte Konstantstrom
in einem Summenstromknoten (44) zu einem Summenstrom aufsum
miert werden.
9. Einstellvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der
Summenstrom durch einen Strom-/Spannungswandler (46) zu der
Abstimmsummenspannung (VTVK) umgewandelt wird.
10. Einstellvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abstimmspannung ein Stellglied eines Abstimmkreises ein
stellt, das eine nicht-lineare Charakteristik aufweist.
11. Einstellvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Stellglied eine Kapa
zitätsvaraktordiode ist.
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|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |