DE19918816A1 - Kettenantrieb für Raupenkettenfahrzeuge - Google Patents
Kettenantrieb für RaupenkettenfahrzeugeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Kettenantrieb für Raupenkettenfahrzeuge, der einen mit Nocken versehenen Antriebsturas sowie eine Raupenkette aufweist, deren Schaken mit Wangen versehen sind, die mit den Turasnocken in Eingriff kommen. Die Laufbahn für die Laufräder verläuft zwischen den Wangen. Jede Schake ist mit zwei jeweils wenigstens ein Auge aufweisenden Endbereichen versehen, von denen jeder mittels eines Bolzens gelenkig mit dem Endbereich einer benachbarten Schake verbunden ist. Das Neue besteht darin, daß jeder Endbereich der Schake eine Verbindungsgabel mit wenigstens zwei Augen aufweist und die Verbindungsgabel jeder Schake quer zur Bewegungsrichtung der Kette um einen Abstand gegeneinander versetzt sind, der so bemessen ist, daß eines der beiden Gabelteile jeder Verbindungsgabel zwischen die beiden Gabelteile an der jeweils benachbarten Schake greift, und im Verbindungsbereich zwischen zwei benachbarten Schaken zwei Gabelteile einen Abschnitt der Laufbahn bilden.
Description
Die Erfindung betrifft einen Kettenantrieb für Raupenketten
fahrzeuge gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1. Derartige
Kettenantriebe werden insbesondere an Tagebaugroßgeräten,
beispielsweise Baggern und Absetzern verwendet. Die Schaken
bilden die Fahrbahn für die Laufräder, übertragen über die an
ihnen angeschweißten Bodenplatten das Gerätegewicht auf das
Planum und bilden das Widerlager, an dem der Antrieb das Gerät
vorwärts zieht.
Auf Grund der hohen Zugkräfte und der großen Radlasten sind
diese Schaken sehr massiv ausgeführt. Bei beispielsweise durch
DE 22 59 352 und DE 196 22 946 bekannten derartigen Ketten
antrieben erfolgt die Verbindung der einzelnen Schaken unter
einander über einem an einem Ende jeder Schake befindlichen
Fortsatz, der mit einem Auge versehen ist und zwischen den
gabelartig ausgebildeten Endbereich der jeweils benachbarten
Schake greift. Die beiden Teile der Gabel sind ebenfalls je
weils mit einem Auge versehen und verlaufen etwa in Fortset
zung der an der jeweiligen Seite der Schake befindlichen Wan
ge.
Diese Ausgestaltung hat den Nachteil, daß die Laufbahn für die
Laufräder diskontinuierlich ist in dem Sinne, daß sie an bei
den Enden jeder Schake unterbrochen ist, da der Fortsatz der
Schake, der in die Verbindungsgabel der jeweils benachbarten
Schake eingreift, im Bereich der so hergestellten Verbindung
die Laufbahn bildet, wobei sich zwischen dem Stirnende dieses
Fortsatzes und der jeweils benachbarten Schake ein Abstand be
findet, der erforderlich ist, um eine relative Schwenkbewegung
zweier benachbarter Schaken beispielsweise beim Passieren des
Turas' zu ermöglichen. Dieser Abstand zwischen dem Fortsatz
der einen Schake, dessen Oberseite als Laufbahn dient, und der
zwischen den Wangen befindlichen Laufbahn der jeweils benach
barten Schake liegt in der Größenordnung von einigen Zenti
metern, so daß, wenn die durch den Abstand bedingte Lücke von
einem Laufrad überfahren wird, die dadurch auftretenden Stöße
Schwingungen in der Stahlkonstruktion des Gerätes erzeugen,
welches von dem Raupenkettenfahrwerk getragen wird. Hierbei
ist zusätzlich zu berücksichtigen, daß Tagebaugroßgeräte im
allgemeinen mit mehreren derartigen Raupenkettenfahrwerken
versehen sind.
Ein Kettenantrieb kann im allgemeinen bis zu 50 Schaken ent
halten, von denen sich mehr als ein Drittel jeweils im Unter
trum befindet, so daß die einzelnen Laufräder Verbindungen
zwischen zwei benachbarten Schaken und damit auch die vor
erwähnte Lücken in der Laufbahn in kurzen zeitlichen Abständen
überrollen.
Demzufolge liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, einen
Kettenantrieb gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 so auszu
bilden, daß eine Laufbahn für die Laufräder vorhanden ist, die
keine Unterbrechungen im vorbeschriebenen Sinne aufweist.
Diese Aufgabe wird mittels der im Kennzeichen des Anspruches
1 angegebenen Ausgestaltung des Kettenantriebes gelöst.
Die Erfindung läßt sich dahingehend zusammenfassen, daß auf
Grund des Vorhandenseins einer Verbindungsgabel an beiden
Enden der Schake die Laufbahn im Verbindungsbereich von zwei
nebeneinander liegenden parallelen Gabelteilen gebildet wird,
die zu unterschiedlichen Schaken gehören und durch einen Bol
zen miteinander verbunden sind. Der Abstand zwischen beiden
nebeneinanderliegenden Gabelteilen braucht nur so groß zu
sein, daß beide Teile gegeneinander um den sie verbindenden
Bolzen schwenkbar sind. Zwar ist es auch bei dieser Ausführung
unvermeidbar, daß zwischen den stirnseitigen freien Enden
jedes Gabelteiles und der jeweils benachbarten Schake - wie
beim Stand der Technik - ein eine Lücke verursachender Abstand
vorhanden ist. Da jedoch beide nebeneinander liegenden Gabel
teile sich von unterschiedlichen Schaken erstrecken, sind die
Lücken bzw. die dadurch bedingten Unterbrechungen in der Lauf
bahn in Fahrtrichtung gegeneinander versetzt, wobei jede Un
terbrechung sich nur über einen Teil der Breite der Laufbahn
erstreckt, nämlich über jenen Teil der Breite, der auf das
jeweilige Gabelteil entfällt. Somit ist immer ein durchgehen
der Laufbahnabschnitt vorhanden, der zwar im Bereich der je
weiligen Lücke zwischen einem Gabelteil und der benachbarten
Schake schmaler ist als in den übrigen Bereichen, jedoch eine
völlig ausreichende Abstützung des jeweiligen Laufrades be
wirkt. Es wird möglicherweise nicht ganz auszuschließen sein,
daß auch beim Überrollen dieser Lücken, die eine Art Schienen
stoß darstellen, gewisse Stoßbeanspruchungen des Laufrades
auftreten. Diese sind jedoch auf Grund der Tatsache, daß das
Laufrad durch das jeweils parallele Gabelteil der benachbara
ten Schake in diesem Bereich gestützt und somit daran gehin
dert wird, sich nach unten zu bewegen, so gering, daß sie
keine merklichen Schwingungen in der Stahlkonstruktion des
Gerätes hervorruft.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 die Vorderansicht einer Schake,
Fig. 2 die dazugehörige Draufsicht,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 2.
Die aus einer Vielzahl von Schaken 10, 10', 10" (Fig. 2)
gebildete Raupenkette wird durch einen in der Zeichnung nicht
dargestellten Turas angetrieben. Jede Schake, an der beidsei
tig jeweils eine Bodenplatte 11 angebracht ist, weist zwei
nebeneinander angeordneten Wangen 12 auf, die mit den Nocken
des Turas' zusammenwirken, um das vom Raupenkettenfahrwerk
getragene Gerät zu bewegen. An jedem Ende ist die Schake mit
einer Verbindungsgabel 14 bzw. 16 versehen. Dabei ist die
Anordnung so getroffen, daß die beiden Gabeln und damit die
beiden Gabelteile 14a, 14b; 16a, 16b jeder Gabel quer zur
Fahrtrichtung 18 der Raupenkette gegeneinander versetzt an
geordnet sind derart, daß das eine Gabelteil 14a der ersten
Verbindungsgabel 14 sich in Verlängerung des Zwischenraumes
16c" zwischen den beiden Gabelteilen 16a", 16b" der zweiten
Verbindungsgabel 16" der Schake 10" erstreckt, so daß in zu
sammengesetztem Zustand der Raupenkette das Gabelteil 14a' der
ersten Gabel der benachbarten Schake 10' in den Zwischenraum
16c zwischen den beiden Gabelteilen 16a, 16b hineinragt und
das zweite Gabelteil 14b' der ersten Verbindungsgabel an der
benachbarten Schake 10' neben dem Gabelteil 16b' verläuft.
Sämtliche Gabelteile sind mit Augen 20a, 20b, 22a, 22b verse
hen, durch die jeweils ein Verbindungsbolzen 24 hindurchge
steckt ist, der die in Fig. 2 dargestellte gelenkige Verbin
dung zwischen zwei benachbarten Schaken herstellt, die dabei
um die Längsachse des jeweiligen Verbindungsbolzens schwenkbar
sind. Beide Verbindungsgabeln 14 und 16 sind bei dem in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung in
gleicher Weise ausgebildet, insbesondere weisen die Gabelteile
jeder Verbindungsgabel die gleichen Abstände voneinander auf.
Die Laufbahn 26 für die Laufräder 28 des Kettenantriebes ist
an der Oberseite der Schaken derart angeordnet, daß sie im
Bereich der Wangen 12 zwischen diesen verläuft, wobei der von
den beiden Wangen 12 begrenzte Laufbahnabschnitt 26a sich im
Bereich der Verbindungsgabel 14 in den Laufbahnabschnitt 26b
fortsetzt, der vom Gabelteil 14 der ersten Verbindungsgabel
und dem Gabelteil 16b" der benachbarten Schake 10" gebildet
wird. Am anderen Ende der Schake 10, d. h. im Bereich der
zweiten Verbindungsgabel 16, setzt sich der zwischen den
Wangen 12 befindliche Laufbahnabschnitt 26a in den Laufbahn
abschnitt 26c fort, der vom Gabelteil 16b der Schake 10 und
dem Gabelteil 14a' der benachbarten Schake 10' gebildet wird.
Demzufolge schließt sich an jeden im Bereich zwischen den
Wangen 12 befindlichen einteiligen Laufbahnabschnitt 26a ein
zweiteiliger Laufbahnabschnitt 26b bzw. 26c an, der jeweils von
zwei Gabelteilen gebildet wird, die an unterschiedlichen Scha
ken angebracht sind.
Am freien Ende jedes Gabelteiles der Laufbahnabschnitte 26b,
26c ist eine Lücke 30 vorhanden, die dem Abstand zwischen dem
freien Ende dieses Gabelteiles und der benachbarten Schake, d. h.,
dem zwischen den Wangen derselben befindlichen
Laufbahnabschnitt 26a entspricht. Jedoch sind die Lücken 30
jedes unterteilten Laufbahnabschnittes 26b, 26c in Laufrich
tung des Laufrades 28 gegeneinander um eine Wegstrecke ver
setzt angeordnet, die so groß ist, daß bei Passieren der Lücke
30 beispielsweise zwischen dem Gabelteil 14a der Schake 10 und
dem Laufbahnabschnitt 26a" der benachbarten Schake 10" das
Laufrad 28 von der oberen Begrenzungsfläche des daneben ver
laufenden Gabelteiles 16b" getragen wird, welches Bestandteil
der Schake 10" ist.
Die Laufräder 28 können an ihrer Umfangsfläche mit einer um
laufenden Nut 32 versehen sein, die so angeordnet ist, daß sie
sich im Bereich der Trennfläche zwischen den beiden Gabel
teilen befindet, die jeweils eine unterteilte Lauffläche 26b
bzw. 26c bilden.
Claims (3)
1. Kettenantrieb für Raupenkettenfahrzeuge, der einen mit
Nocken versehenen Antriebsturas sowie einer Raupenkette auf
weist, deren Schaken (10) mit Wangen (12) versehen sind, die
mit den Turasnocken in Eingriff kommen, wobei die Laufbahn
(26) für die Laufräder (28) zwischen den Wangen (12) verläuft
und jede Schake (10) mit zwei jeweils wenigstens ein Auge
(20a, 20b; 22a, 22b) aufweisenden Endbereichen versehen ist,
von denen jeder mittels eines Bolzens (24) gelenkig mit dem
Endbereich einer benachbarten Schake (10, 10', 10") verbunden
ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Endbereich der Schake (10) eine Verbindungsgabel (14, 16) mit
wenigstens zwei Augen (20a, 20b; 22a, 22b) aufweist und die
Verbindungsgabeln (14, 16) jeder Schake quer zur Bewegungs
richtung der Kette um einen Abstand gegeneinander versetzt
sind, der so bemessen ist, daß eines der beiden Gabelteile
(14a, 16b) jeder Verbindungsgabel (14, 16) zwischen die beiden
Gabelteile (14a', 14b', 14a", 14b") an der jeweils benachbarten
Schake (10, 10', 10") greift, und im Verbindungsbereich zwi
schen zwei benachbarten Schaken zwei Gabelteile (14a, 16b')
einen Abschnitt (26b, 26c) der Laufbahn (26) bilden.
2. Kettenantrieb nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das jeweils zwischen die Gabel
teile der benachbarten Schake (10, 10', 10") greifende Gabel
teil (14a, 16b) schmaler ist als die Laufbahn (26) im Bereich
der Wangen (12).
3. Gleiskettenantrieb nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Laufräder (28) an ihrer Lauf
fläche mit einer umlaufenden nutförmigen Ausnehmung (32) ver
sehen sind, um Verquetschungen an den Längsstößen der Gelenk
verbindungen zwischen zwei Schaken zu vermeiden oder zu redu
zieren.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999118816 DE19918816A1 (de) | 1999-04-26 | 1999-04-26 | Kettenantrieb für Raupenkettenfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999118816 DE19918816A1 (de) | 1999-04-26 | 1999-04-26 | Kettenantrieb für Raupenkettenfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19918816A1 true DE19918816A1 (de) | 2000-07-13 |
Family
ID=7905844
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999118816 Ceased DE19918816A1 (de) | 1999-04-26 | 1999-04-26 | Kettenantrieb für Raupenkettenfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19918816A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008021126A1 (de) | 2008-04-28 | 2009-10-29 | Rwe Power Ag | Antriebsturas mit entkoppelter Antriebs- und Spannkrafteinleitung (Dreischeibenturas) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2727794A (en) * | 1952-06-30 | 1955-12-20 | Bucyrus Erie Co | Tread-belt link and cooperating driving tumbler |
-
1999
- 1999-04-26 DE DE1999118816 patent/DE19918816A1/de not_active Ceased
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2727794A (en) * | 1952-06-30 | 1955-12-20 | Bucyrus Erie Co | Tread-belt link and cooperating driving tumbler |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008021126A1 (de) | 2008-04-28 | 2009-10-29 | Rwe Power Ag | Antriebsturas mit entkoppelter Antriebs- und Spannkrafteinleitung (Dreischeibenturas) |
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