DE19918801A1 - Gerät zum Lesen oder Beschreiben optischer Aufzeichnungsträger - Google Patents
Gerät zum Lesen oder Beschreiben optischer AufzeichnungsträgerInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gerät zum Lesen und/oder Schreiben optischer Aufzeichnungsträger (21) mit optischem Abtaster (2), Lichtquelle (4), Fokussiermittel (6), Verkippungsdetektionseinrichtung und Verkippungsausgleichseinrichtung (7). DOLLAR A Aufgabe der Erfindung ist es, ein derartiges Gerät sowie ein entsprechendes Verfahren vorzuschlagen, welches unter Verwendung möglichst weniger Gerätefunktionen einen optimalen Verkippungsausgleich ermöglicht. DOLLAR A Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Verkippungsdetektionseinrichtung ein optisches Gitter (1) aufweist, ein Detektorelement (13, 23), eine Steuerungseinrichtung (11) für Lichtquelle (4) und Fokussiermittel (6) sowie eine Steuerungseinrichtung (12) für die Verkippungsausgleichseinrichtung (7).
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gerät zum Lesen
und/oder Beschreiben optischer Aufzeichnungsträger welches
eine Verkippungsausgleichseinrichtung aufweist, sowie ein
Verfahren zum Verkippungsausgleich. Ein derartiges Gerät
weist einen optischen Abtaster auf, der eine Lichtquelle zum
Erzeugen eines Lichtbündels zum Abtasten eines
Aufzeichnungsträgers aufweist, und ein Fokussiermittel zum
Fokussieren des von der Lichtquelle erzeugten Lichtstrahls
auf den Aufzeichnungsträger. Bei derartigen Geräten kommt es
vor, daß das Fokussiermittel eine Verkippung bezüglich der
optischen Achse des Lichtstrahls aufweist. Auch andere
optische Elemente des Abtasters können eine Verkippung
aufweisen. Zur Kompensation einer derartigen Verkippung
weisen einige Geräte eine Verkippungsdetektionseinrichtung
und eine Verkippungsausgleichseinrichtung auf, mit Hilfe
deren ein Ausgleich der Verkippung des Fokussiermittels
und/oder anderer optischer Elemente durchgeführt wird. Der
Verkippungsausgleich bewirkt, daß die Fehlerrate beim
Auslesen bzw. Beschreiben des optischen Aufzeichnungsträgers
reduziert wird.
Ein derartiges Gerät mit Verkippungsausgleichseinrichtung
ist aus der US-A-5,034,939 bekannt. Bei diesem Gerät wird
die Fehlerrate eines vom Aufzeichnungsträger gelesenen
Datensignals zum Verkippungsausgleich genutzt. Eine minimale
Fehlerrate entspricht dabei einer optimalen
Verkippungskorrektur.
Als nachteilig an diesem bekannten Gerät ist anzusehen, daß,
um einen Verkippungsausgleich durchführen zu können,
zunächst ein Aufzeichnungsträger gelesen werden muß. Dies
hat den Nachteil, daß bis zum Abschluß des
Verkippungsausgleichs vermehrt fehlerhaft gelesene Daten
auftreten, was sich beispielsweise auf die Wiedergabe der
Daten negativ auswirkt. Unter Umständen ist es aufgrund
einer relativ großen Verkippung gar nicht erst möglich, den
Aufzeichnungsträger auszulesen. Ein weiterer Nachteil ist
darin zu sehen, daß zum Verkippungsausgleich alle zum
Abspielen bzw. Wiedergeben des Aufzeichnungsträgers
benötigten Funktionen des Geräts erforderlich sind. Das
bekannte Verfahren eignet sich daher auch weniger für einen
während des Produktionsvorgangs durchzuführenden
Verkippungsausgleich.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Gerät sowie
ein entsprechendes Verfahren vorzuschlagen, welches unter
Verwendung möglichst weniger Gerätefunktionen einen
optimalen Verkippungsausgleich ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in einem Gerät zum Lesen
und/oder Schreiben optischer Aufzeichnungsträger dadurch
gelöst, daß die Verkippungsdetektionseinrichtung ein
optisches Gitter aufweist, welches in den Strahlengang der
Lichtquelle am Ort des Aufzeichnungsträgers einbringbar ist,
ein Detektorelement, eine Steuerungseinrichtung zum
Anschalten der Lichtquelle und zum Verfahren des
Fokussiermittels und eine Steuerungseinrichtung zum
Auswerten des Signals des Detektorelements und zum Ansteuern
der Verkippungsausgleichseinrichtung zum Variieren und
Minimieren der Verkippung. Dies hat den Vorteil, daß das
erfindungsgemäße Gerät einen Verkippungsausgleich auch ohne
Vorhandensein eines optischen Aufzeichnungsträgers und/oder
ohne Spurführung entlang der Spuren eines derartigen
Aufzeichnungsträgers mit nur einer geringen Anzahl
erforderlicher Elemente auszuführen in der Lage ist.
Lediglich der Kontrast des vom Gitter kommenden Lichts wird
dabei in fokussiertem und in defokussiertem Zustand
ausgewertet. Der Verkippungsausgleich für das
erfindungsgemäße Gerät ist beispielsweise bereits während
dessen Produktion möglich, wobei lediglich die
Funktionsfähigkeit von Lichtquelle und Fokussiermittel
erforderlich ist. Vorteilhafterweise wird deren
Funktionsfähigkeit gleichzeitig mit dem Verkippungsausgleich
getestet oder im nahen zeitlichen Zusammenhang,
beispielsweise in einem Testzyklus. Es besteht aber die
Möglichkeit, den Verkippungsausgleich dauerhaft
einzustellen, also auf eine spätere Variation des
Verkippungsausgleichs zu verzichten. Eine andere Möglichkeit
besteht darin, beispielsweise während des Betriebs des
Geräts nach dem Einlegen eines neuen Aufzeichnungsträgers,
noch bevor fokussiert ist, einen Verkippungsausgleich
durchzuführen. Dieser erfolgt vorteilhafterweise gekoppelt
mit dem Fokussierungsvorgang oder anderen, vor dem
eigentlichen Auslese- bzw. Schreibbetrieb durchzuführenden
Einstellvorgängen. Das optische Gitter ist
vorteilhafterweise ein separates Element, es kann aber auch
durch den Aufzeichnungsträger gebildet sein. Das
Detektorelement kann gemäß der Erfindung sowohl in
Transmissions- als auch in Reflexionsposition zum optischen
Gitter angeordnet sein. Es ist vorteilhafterweise ein
einfach aufgebauter, kostengünstiger Detektor, dessen
Detektorfläche relativ groß ausgelegt sein kann. Das
Detektorelement ist gemäß einer anderen vorteilhaften
Variante ein am Abtaster angeordnetes Detektorelement,
welches im Betrieb beispielsweise zum Auslesen der Daten
oder als Teil eines Regelkreises ausgelegt ist.
Erfindungsgemäß weist das Gerät eine Positioniereinrichtung
zum Positionieren des optischen Gitters parallel zu einer
Referenzfläche des Geräts auf. Dies hat den Vorteil, daß das
Gitter mittels der Positioniereinrichtung ideal
positionierbar ist, so daß der abgeleitete
Verkippungsausgleich zur minimale Verkippung führt. Die
Referenzfläche wird vorteilhafterweise durch
Führungselemente des Abtastes gebildet, die dessen
Radialverschiebung bezüglich des Aufzeichnungsträgers
ermöglichen. Wird das Gitter durch den Aufzeichnungsträger
selbst gebildet, so ist die Positioniereinrichtung
vorteilhafterweise in dem üblichen Haltemechanismus für den
Aufzeichnungsträger integriert. Bei Verwendung eines
separaten Bauteils als Gitter ist sowohl die Verwendung
einer separaten Positioniereinrichtung als auch eine mit dem
Haltmechanismus für den Aufzeichnungsträger gekoppelte oder
in diese integrierten Positioniereinrichtung vorteilhaft
möglich.
Das erfindungsgemäße Gerät weist vorteilhafterweise eine
Antriebseinrichtung zum Bewegen des optischen Gitters
parallel zur eine Referenzfläche des Geräts auf. Dies hat
den Vorteil, daß gewährleistet ist, daß auf jeden Fall vom
Gitter kommendes Licht detektiert werden kann, da eine
ungünstige relative Position von Gitter und Lichtquelle
zueinander, die zufällig auftreten kann, durch die Bewegung
des optischen Gitters verändert wird. Vorzugsweise ist hier
eine Hin- und Her-Bewegung des Gitters mit kleinem Ausschlag
vorgesehen. Alternativ dazu ist vorgesehen, daß das
Fokussiermittel bzw. der Abtaster relativ zum optischen
Gitter bewegt werden. Auch auf diese Weise wird
ausgeschlossen, daß Gitter und Lichtquelle in einer
ungünstigen relativen Position zueinander stehen.
Vorzugsweise wird hierbei ein ohnehin vorhandener Antrieb für
Abtaster bzw. Fokussiermittel verwendet.
Das optische Gitter weist erfindungsgemäß dem optischen
Aufzeichnungsträger entsprechende optische Eigenschaften wie
Dicke, Brechungsindex, Linienbreite, Linienabstand oder
ähnliche auf. Dies hat den Vorteil, daß keine Verfälschung
des Meßergebnisses und damit der Verkippungskorrektur
aufgrund unterschiedlicher optischer Eigenschaften auftritt.
Bei einem Gerät, welches Aufzeichnungsträger mit stark
unterschiedlichen optischen Eigenschaften auszulesen bzw. zu
beschreiben in der Lage ist, werden vorteilhafterweise
unterschiedliche Gitter mit entsprechenden Eigenschaften
eingesetzt.
Vorteilhafterweise stehen die Gitterkonstante d des
optischen Gitters, die Wellenlänge λ der Lichtquelle und die
Numerische Apertur NA des Fokussiermittels in der Beziehung
d = k.λ/NA, wobei der Proportionalitätsfaktor k einen Wert von
k = 1,2±10% annimmt. Dies hat den Vorteil, daß bei diesem
Verhältnis der Kontrast zwischen fokussiertem und nicht
fokussiertem Zustand am größten ist, wodurch eine
bestmögliche Verkippungskompensation erzielbar ist. Es
versteht sich, daß auch größere Abweichungen als angegeben
im Rahmen der Erfindung liegen, wobei dann allerdings die
Anforderungen an Detektor bzw. Auswerteeinrichtung für das
Detektorsignal erhöht sind.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Verkippungsausgleich ist
im unabhängigen Verfahrensanspruch angegeben. Das
erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß lediglich
die Funktion von Lichtquelle und Fokussiermittel
erforderlich ist und dennoch ein optimaler
Verkippungsausgleich ermöglicht ist. Die Reihenfolge der
einzelnen Schritte des Verfahrens ist abänderbar, ohne den
Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, das Gitter in der
Normalenebene der Sollrichtung der optischen Achse
auszurichten. Dies hat den Vorteil, daß durch optimale
Ausrichtung der Verkippungsausgleich optimiert wird.
Das erfindungsgemäß vorgesehene Variieren der Position des
Gitters in der Gitterebene in einer die Gitterlinien
kreuzenden Richtung hat den Vorteil, eine gegebenenfalls
zufällig auftretende ungünstige Position des Gitters relativ
zum von der Lichtquelle erzeugten Lichtbündel zu vermeiden.
Auch hier ist es vorteilhaft möglich, die Relativposition
von Gitter und Lichtquelle bzw. von Gitter und
Fokussiermittel entsprechend zu ändern.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, nach einem erstmaligen
Variieren der Verkippung das Gitter zu drehen und die
Verkippung erneut zu variieren. Dabei ist jede Drehung um
eine Winkel größer Null sinnvoll, vorteilhafterweise erfolgt
die Drehung um einen Winkel von 90°. Der Einfluß einer beim
ersten Variieren noch nicht ausgleichbaren Verkippung auf
das detektierte Signal ist in dieser Ausrichtung des Gitters
maximal, ein optimaler Verkippungsausgleich ist somit
möglich. Auch bei der Verwendung eines zweidimensionalen
Gitters ist eine Drehung des Gitters zur Redundanzprüfung
sinnvoll, wobei dann vorteilhafterweise ein zwischen Null
und 90° liegender Wert des Drehwinkels verwendet wird.
Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf die
beschriebenen Merkmale beschränkt ist, sondern auch im
Können des Fachmanns liegende Weiterbildungen mit
einschließt. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
in der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten
Ausführungsbeispielen enthalten. Dabei zeigen:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Gerät mit Gitter in
Transmissionsposition;
Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Gerät mit Gitter in
Reflexionsposition;
Fig. 3 einen Aufzeichnungsträger und verschiedene in
einem erfindungsgemäßen Gerät verwendete Gitter;
Fig. 4 ein Ablaufschema eines erfindungsgemäßen
Verfahrens.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein
erfindungsgemäßes Gerät mit Gitter 1 in
Transmissionsposition. Der Abtaster 2 des Geräts ist entlang
eines Führungsschafts 3 bewegbar. Der Führungsschaft 3 und
ein weiterer, hier nicht dargestellter Führungsschaft
definieren eine Referenzebene, die parallel zur Ebene des
hier nicht dargestellten Aufzeichnungsträgers liegt. Der
Abtaster 2 weist eine Lichtquelle 4 auf, die ein
Strahlenbündel 5 erzeugt, welches von einem Fokussiermittel 6
auf eine Ebene des Gitters 1 fokussiert wird. Das
Fokussiermittel 6 ist hier schematisch als Linse
dargestellt, die eine übertrieben starke Verkippung
aufweist. Eine Verkippungsausgleichseinrichtung 7 ist
schematisch durch an beiden Seiten des Fokussiermittels 6
angeordnete Spulen angedeutet. Diese Spulen wirken mit hier
nicht dargestellten Magnetelementen, die mit dem
Fokussiermittel 6 verbunden sind, zusammen, um die
Verkippung des Fokussiermittels 6 zu beheben. Auch andere,
beispielsweise mechanisch wirkende Verkippungsausgleichs
einrichtungen 7 sind vorteilhaft anwendbar. Eine optimale
Ausrichtung des Fokussiermittels 6 ist erreicht, wenn es
senkrecht zur optischen Achse 8 des Strahlenbündels 5
ausgerichtet ist. Das Strahlenbündel 5 wird von dem
Fokussiermittel 6 auf die Gitterebene 9 des Gitters 1
fokussiert. Dabei passiert das Strahlenbündel 5 zunächst
eine Deckschicht 10 des Gitters 1. Diese Deckschicht
entspricht in ihrer Dicke und Brechungszahl derjenigen eines
optischen Aufzeichnungsträgers, welcher mit dem
erfindungsgemäßen Gerät ausgelesen bzw. beschrieben werden
kann. Auch die Gitterebene 9 weist entsprechende
Eigenschaften der Informationsträgerebene eines derartigen
Aufzeichnungsträgers auf.
Eine erste Steuerungseinrichtung 11 dient zum Ansteuern von
Lichtquelle 4 und Fokussiermittel 6. Eine zweite
Steuerungseinrichtung 12 dient zum Ansteuern der
Verkippungsausgleichseinrichtung 7. Zum Verkippungsausgleich
wird zunächst die Lichtquelle 4 eingeschaltet, und das
Fokussiermittel 6 in eine Hin- und Her-Bewegung entlang der
optischen Achse 8 versetzt. Der Fokuspunkt des
Strahlenbündels 5 pendelt dabei zwischen einer Position
oberhalb der Gitterebene 9 und einer Position unterhalb der
Gitterebene 9. Es treten also abwechselnd ein fokussierter
und ein nichtfokussierter Zustand auf. Nach Durchlaufen des
Gitters 1 fällt das Strahlenbündel 5 auf ein Detektorelement
13 welches Teil eines sogenannten Autokollimators 14 ist. Das
Ausgangssignal des Dektorelementes 13 ist schematisch über
der Zeit t aufgetragen im Fenster 15 angedeutet und wird der
zweiten Steuerungeinrichtung 12 als Eingangssignal
zugeführt. Die zweite Steuerungseinrichtung 12 wertet die
Modulationsamplitude A aus und veranlaßt die
Verkippungsausgleichseinrichtung 7 dazu, die Verkippung des
Fokussiermittels 6 zu verändern. Die Verkippungseinstellung
ist dann beendet, wenn die Modulationsamplitude A einen
maximalen Wert annimmt.
Der Autokollimator 14 dient unter anderem als
Positioniereinrichtung zum Positionieren des Gitters 1
parallel zu der durch den Führungsschaft 3 definierten
Referenzfläche des Geräts. Das Dektektorelement 13 ist
relativ einfach ausgelegt, da es lediglich
Intensitätschwankungen detektieren muß, nicht aber die
genaue Position oder die genaue Form des Strahlenbündels 5.
Eine Antriebseinrichtung 16 zum Bewegen des optischen
Gitters 1 parallel zur Referenzfläche des Geräts ist
schematisch angedeutet.
Fig. 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Gerät mit Gitter in
Reflexionsposition. Das Gitter wird dabei durch einen
Aufzeichnungsträger 21 gebildet, der eine Deckschicht 20 und
eine Informationsträgerebene 19 aufweist. Die optischen
Eigenschaften der Deckschicht 20 und der
Informationsträgerebene 19 entsprechen dabei denjenigen der
Deckschicht 10 und der Gitterebene 9 des Gitters 1 mit dem
Unterschied, daß die Informationsträgerebnene 19 als
reflektierende Schicht ausgelegt ist.
Das von der Lichtquelle 4 erzeugte Strahlenbündel 5 wird
durch das Fokussiermittel 6 auf die Informationsträgerebene
19 fokussiert, von dort reflektiert und von einem
Strahlteiler 22 auf das Detektorelement 23 des Abtasters 2
gelenkt. Das Ausgangssignal des Dektetorelements 23 ist
entsprechend Fig. 1 im Fenster 25 in einer Amplitude-über-
Zeit-Darstellung angedeutet. Es dient als Eingangssignal der
zweiten Steuerungeinrichtung 12. Die Steuerungseinrichtungen
11, 12 sowie die Verkippungsausgleichseinrichtung 7
entsprechen den zur Fig. 1 beschriebenen. Der
Aufzeichnungsträger 21 ist geschnitten dargestellt, er
entspricht einer Compakt-Disk CD, welche von einer aus
Plattenteller 17 und Puck 18 gebildeten Positionier
einrichtung 24 gehalten wird. Zum Entnehmen des
Aufzeichnungsträgers 21 aus dem Gerät wird der Puck 18
angehoben, wie dies mit gestrichelten Linien dargestellt
ist.
Der Verkippungsausgleich im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2
erfolgt vorteilhafterweise nach dem Einliegen des
Aufzeichnungsträgers 21 in das Gerät und noch vor dem
Auslesen. Auch hier wird die Lichtquelle 4 eingeschaltet und
das Fokussiermittel 6 in eine Vor- und Zurück-Bewegung
entlang der optischen Achse 8 versetzt. Anhand des vom
Dektektorelement 23 abgegebenen Signals verändert die zweite
Steuerungseinrichtung 12 mittels der Verkippungsausgleichs
einrichtung 7 die Verkippung des Fokussiermittels 6 solange,
bis die Modulationsamplitude A maximal ist. Anschließend
wird das Strahlenbündel 5 auf die Informationsträgerebene 19
fokussiert, ein Fokusregelkreis wird geschlossen, und
anschließend wird ein Spurregelkreis geschlossen, mittels
dessen der Fokuspunkt des Strahlenbündels 5 den auf dem
Aufzeichnungsträger 21 befindlichen Informationsspuren
folgt. Das Detektorelement 23 ist dazu in bekannter Weise
ausgebildet. Es weist beispielsweise einen Vierquadraten-
Detektor und gegebenenfalls weitere Detektorelemente auf.
Vorteilhaft am Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist unter
anderem, daß der Verkippungsausgleich durchgeführt wird,
bevor Fokus- oder Spurregelkreis geschlossen werden. Ein
Schließen von Fokus- oder Spurregelkreis läßt sich
besonders sicher und schnell durchführen, wenn der
Verkippungsausgleich bereits optimal durchgeführt worden
ist. Das erfindungsgemäße Gerät ist somit in der Lage, das
Auslesen bzw. Beschreiben des Aufzeichnungsträgers 21
besonders schnell und sicher zu beginnen.
In Fig. 3 sind ein Aufzeichnungsträger 21 in Draufsicht, ein
optisches Gitter 1 mit einer Gitterkonstante d, ein zweites
optisches Gitter 1' mit Gitterkonstante d' sowie ein
zweidimensionales optisches Gitter 1" schematisch
dargestellt. Der Aufzeichnungsträger 21 ist als Kreisscheibe
mit Zentralbohrung 26 ausgebildet. Spiralförmig oder
konzentrisch angeordnete Informationsspuren 27 sind für
einen Teil des Aufzeichnungsträgers 21 schematisch in stark
vergrößertem Maßstab abgebildet. Die Linie B-B gibt den in
Fig. 2 dargestellten Schnitt des Aufzeichnungsträgers 21 an.
Der Abstand der Informationsspuren 27 voneinander entspricht
dem Abstand der Gitterlinien 28 des Gitters 1. Dieser Abstand
entspricht der Gitterkonstanten d. Bei den üblicherweise
verwendeten Aufzeichnungsträgern, beispielsweise der Compakt-
Disk CD oder bei Aufzeichnungsträgern höherer
Aufzeichnungsdichte, wie der sogenannte DVD, ist der Abstand
der Informationsspuren 27 so gering, daß sie in einem
kleinen, vom Strahlenbündel 5 beleuchteten Ausschnitt nahezu
parallel erscheinen. Die Gitterlinien 28 sind daher
ebenfalls parallel angeordnet. Gitter 1' weist eine im
Vergleich zu Gitter 1 kleinere Gitterkonstante d' auf, die
einem Aufzeichnungsträger mit entsprechend kleinerem Abstand
der Informationsspuren entspricht. Das Gitter 1" ist ein
zweidimensionales Gitter d. h. es weist zwei Gruppen von
Gitterlinien 28, 28' auf, die im Winkel, hier im rechten
Winkel, zueinander angeordnet sind. Mittels eines solchen
Gitters 1" ist es möglich, auch Verkippungskomponenten,
deren Einfluß sich senkrecht zu den Linien 28 bemerkbar
macht und daher von einem einfachen Gitter 1, 1' nicht
detektierbar ist, ohne Drehung des Gitters detektierbar zu
machen. Ein zweidimensionales Gitter 1" kann auch als
Hologramm ausgelegt sein, die in Fig. 3 abgebildete Struktur
dient hier hauptsächlich zur Veranschaulichung. Bei einem
zweidimensionalen Gitter 1" ist es ebenfalls vorteilhaft
möglich, die Linien in Radialrichtung nach außen verlaufend
anzuordnen. Es ist ebenfalls vorteilhaft möglich, Gitter mit
bogenförmig gekrümmten Linien zu verwenden, die bevorzugt
einen mittleren bei einem Aufzeichnungsträger auftretenden
Radius aufweisen.
Die Gitterkonstante d wird in Abhängigkeit von der
Wellenlänge λ des von der Lichtquelle 4 erzeugten Lichts und
der numerischen Apertur NA des Fokussiermittels 6
vorzugsweise nach der Formel d = k.λ/NA bestimmt, wobei der
Proportionalitätsfaktor k im Bereich k = 1, 2+10% liegt. Die
Wellenlänge λ und die numerische Apertur NA sind unter
anderem auch auf den Abstand der Informationsspuren 27
voneinander sowie deren Breite optimiert, so daß auch ein
direkter Zusammenhang zwischen dem Abstand der
Informationsspuren 27 und der geeigneten Gitterkonstante d
besteht.
Bei einer anderen, hier nicht abgebildeten Ausführungsform
der Erfindung ist das Gitter am Plattenteller 17 oder am
Puck 18 befestigt. Der Abtaster 2 wird dabei zum Durchführen
des Verkippungsausgleichs derart radial nach innen bewegt,
daß das Strahlenbündel 5 das Gitter erfaßt. Das Gitter ist
in diesem Fall vorzugsweise reflektierend ausgebildet, so
daß der der Detektor 23 des Abtasters 2 Verwendung findet.
Fig. 4 zeigt ein Ablaufschema eines erfindungsgemäßen
Verfahrens. Im Schritt a) wird das optische Gitter 1 bzw.
der Aufzeichnungsträger 21 in den auf das optische Element,
im Ausführungsbeipiel auf das Fokussiermittel 6, folgenden
Strahlengang eingebracht. Im anschließenden Schritt b) wird
die Lichtquelle 4 aktiviert. Im Schritt c) wird der
Fokuspunkt des Strahlenbündels 5 derart variiert, daß er
sich abwechselnd auf der einen und auf der anderen Seite der
Gitterebene 9 bzw. der Informationsträgerebene 19 befindet.
Diese Bewegung wird auch während der folgenden Schritte
beibehalten. Anschließend wird im Schritt d) mit dem
Detektieren der Intensität des vom Gitter 1 bzw. vom
Aufzeichnungsträger 21 kommenden Lichts mittels des
Detektorelements 13 bzw. 23 begonnen. Im Schritt e) wird mit
dem Messen des Kontrasts zwischen Minima und Maxima der
Intensität, also mit dem Bestimmen der Modulationsamplitude
A begonnen.
Der folgende Schritt f) setzt sich aus den Teilschritten
f01), in dem die Verkippung des optischen Elements 6 mittels
der Verkippungseinrichtung 7 variiert wird, und dem Schritt
f02) zusammen, in dem geprüft wird, ob die
Modulationsamplitude A einen maximalen Wert erreicht hat.
Ist dies nicht der Fall, so wird Schritt f01) wiederholt.
Andernfalls ist Schritt f) abgeschlossen und in Schritt g)
wird das in Schritt c) begonnene Variieren des Fokuspunkts,
das im Schritt d) begonnene Detektieren und das in Schritt
e) begonnene Bestimmen des Kontrasts beendet und die in
Schritt f) eingestellte Verkippung beibehalten. Diese
Verkippung wird entweder permanent beibehalten,
beispielsweise wenn es sich bei der Verkippungseinstellung
um diejenige bei der Produktion des Gerätes durchgeführte
handelt. Oder sie wird bis zur nächsten Durchführung des
Verkippungsausgleichs beibehalten, wenn es sich dabei um
einen mehr oder weniger regelmäßig durchgeführten handelt.
Ergänzende Verfahrensschritte sind in Fig. 4 gestrichelt
dargestellt. In Schritt b1), der aus zwei Teilschritten b11)
und b12) besteht, wird das Gitter 1 in der Normalenebene zur
Soll-Richtung der optischen Achse 8 ausgerichtet. Im Schritt
b11) wird die Ausrichtung geändert, im Schritt b12) wird
geprüft ob die geänderte Ausrichtung korrekt ist. Falls dies
nicht der Fall ist, wird Schritt b11) wiederholt, ansonsten
wird zum folgenden Schritt verzweigt.
Ein weiterer zusätzlicher Verfahrensschritt b2) besteht im
Variieren der Position des Gitters 1 in der Gitterebene in
einer die Gitterlinien 28 kreuzenden Richtung. Dies wird im
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 durch Anschalten der
Antriebseinrichtung 16 bewirkt. Die Beendigung des
Variierens der Position des Gitters 1 erfolgt
sinnvollerweise in Schritt g). Im Fall der Verwendung eines
Aufzeichnungsträgers 21 als Gitter bietet es sich hier an,
den Plattenteller 17 in Rotation zu versetzen, wodurch eine
üblicherweise vorhandene Exzentrizität der
Informationsspuren 27 relativ zur Rotationsachse des
Aufzeichnungsträgers 21 ebenfalls dafür sorgt, daß die
Informationsspuren 27 in Radialrichtung verschoben werden
oder oszillieren.
Gemäß einer weiteren Varianten des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird anschließend an Schritt f) in Schritt f1)
das Gitter 1 um eine parallel zur optischen Achse 8 liegende
Achse gedreht und anschließend in Schritt f2) die Verkippung
des optischen Elements 6 senkrecht zur im Schritt f)
variierten Verkippungsrichtung variiert bis die
Modulationsamplitude A maximal wird. Die Schritte f21) und
f22) entsprechen bis auf die Richtung der Variation den
Schritten f01) und f02). Im Fall der Verwendung eines
zweidimensionalen Gitters 1" erfolgt die Drehung im Schritt
f1) um einen Winkel, dessen Wert zwischen 0° und 90° liegt.
Im Schritt f2) wird dann lediglich kontrolliert, ob die
gefundene Verkippungseinstellung bereits die optimale ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Gerät wird also ein
Verkippungsausgleich auf der Basis des Kontrasts eines ein
in Fokusposition befindliches Gitter 1 passierenden
Strahlenbündels 5 detektiert. Dieser Kontrast, die
Modulationsamplitud A, hängt stark von der Verkippung des
Fokussiermittels 6 oder anderer, im Strahlengang
befindlicher optischer Elemente ab, so daß durch Maximieren
des Kontrasts die Verkippung zu Null korrigiert wird.
Lediglich die Lichtquelle 4 und ein Aktuator zum Variieren
des Fokuspunkts müssen dafür betriebsbereit sein. Die durch
das Detektorelement 13, 23 detektierte Modulationsmaplitude
A hängt in der erfindungsgemäßen Anordnung stark ab von der
Größe des Fokuspunkts auf der Gitterebene 9. Durch Ändern
der Verkippung des Fokussiermittels 6 wird die
Modulationsmaplitude A maximiert. Die Richtung der
Verkippung, die dabei ausgeglichen wird, ist senkrecht zu
derjenigen der Gitterlinien 28 des Gitters 1. Zur optimalen
Verkippungskorrektur wird daher entweder in einem zweiten
Schritt das Gitter 1 gedreht oder von vorneherein ein
zweidimensionales Gitter 1" verwendet.
Claims (10)
1. Gerät zum Lesen und/oder Schreiben optischer
Aufzeichnungsträger (21) mit optischem Abtaster (2),
Lichtquelle (4), Fokussiermittel (6), Verkippungs
detektionseinrichtung und Verkippungsausgleichs
einrichtung (7), dadurch gekennzeichnet, daß die
Verkippungsdetektionseinrichtung ein optisches Gitter
(1) aufweist, ein Detektorelement (13, 23), eine
Steuerungseinrichtung (11) für Lichtquelle (4) und
Fokussiermittel (6) und eine Steuerungseinrichtung (12)
für die Verkippungsausgleichseinrichtung (7).
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Positioniereinheit (14) zum Positionieren des optischen
Gitters (1) parallel zu einer Referenzfläche des Geräts
vorhanden ist.
3. Gerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Antriebseinrichtung (16) zum
Bewegen des optischen Gitters (1) parallel zu einer
Referenzfläche des Geräts vorhanden ist.
4. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das optische Gitter (1) dem
optischen Aufzeichnungsträger (21) entsprechende
optische Eigenschaften aufweist.
5. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das optische Gitter (1") ein
zweidimensionales Gitter ist.
6. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gitterkonstante (d) des
optischen Gitters (1, 1', 1") mit der Wellenlänge (λ) der
Lichtquelle (4) und numerischer Apertur (NA) in der
Beziehung d = k.λ/NA steht, wobei der
Proportionalitätsfaktor (k) den Wert k = 1,2±10% annimmt.
7. Verfahren zum Verkippungsausgleich eines optischen
Elements, insbesondere in einem Gerät zum Lesen und/oder
Schreiben optischer Aufzeichnungsträger (21),
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
- a) Einbringen eines optischen Gitters (1, 1', 1", 21) in den auf das optische Element (6) folgenden Strahlengang,
- b) Aktivieren der Lichtquelle (4),
- c) Variieren eines Fokuspunkts des Strahlengangs (5) auf dem Gitter (1, 1', 1", 21) in einer zur Gitterebene nichtparallelen Richtung,
- d) Detektieren der Intensität des vom Gitter (1, 1', 1", 21) kommenden Lichts,
- e) Bestimmen des Kontrasts zwischen Minima und Maxima der detektierten Intensität,
- f) Variieren der Verkippung des optischen Elements (6) bis der Kontrast maximal ist,
- g) Beibehalten der eingestellten Verkippung.
8. Verfahren nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch
folgenden zusätzlichen Schritt:
- 1. Ausrichten des Gitters (1, 1', 1") in der Normalenebene der Soll-Richtung der optischen Achse (8).
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
gekennzeichnet durch folgenden zusätzlichen Schritt:
- 1. Variieren der Position des Gitters (1, 1', 1") in der Gitterebene in einer die Gitterlinien (28) kreuzenden Richtung.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
gekennzeichnet durch folgende zusätzliche Schritte:
- 1. Drehen des Gitters (1, 1', 1") mit der optischen Achse (8) als Drehachse,
- 2. Variieren der Verkippung des optischen Elements (6), bis der Kontrast maximal ist.
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| DE19918801A DE19918801A1 (de) | 1999-04-26 | 1999-04-26 | Gerät zum Lesen oder Beschreiben optischer Aufzeichnungsträger |
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