DE19918468A1 - Spindelmotor mit Labyrinthdichtung - Google Patents
Spindelmotor mit LabyrinthdichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Spindelmotor mit Labyrinthdichtung zur Abdichtung der öltragenden Lager nach außen, um zu vermeiden, daß Öl in die Umgebung des Lagers getragen wird.
Description
Die Erfindung betrifft einen Spindelmotor mit Labyrinthdichtung nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige Labyrinthdichtungen sind bei Spindelmotoren wohlbekannt; sie dienen zur
Abdichtung der öltragenden Lager nach außen, um zu vermeiden, daß Öl in die
Umgebung des Lagers getragen wird. Derartige Spindelmotoren werden nämlich für
den Antrieb von Magnetplattenspeichern verwendet und es ist außerordentlich
schädlich, wenn aus den Lagern Öl nach außen dringt und sich ggf. auf die
Magnetplatten niederschlägt, weil dann eine Verarbeitung der in den Magnetplatten
gespeicherten Daten nicht mehr gewährleistet ist.
Die Erfindung geht hierbei von einem Spindelmotor aus, der im wesentlichen aus
einer Basisplatte besteht, auf der drehfest eine Welle angeordnet ist. Die Welle trägt
zwei axial übereinanderliegende Lager, wobei das Lager jeweils aus einem
Innenring und aus einem Außenring besteht. Der Außenring ist drehfest mit einem
außenliegenden Rotor verbunden, welcher drehbar auf der feststehenden Welle
oder Nabe gelagert ist. In der Basisplatte ist ferner eine Wicklung vorhanden, die mit
einem Eisenpaket arbeitet, wobei am Innenumfang des Rotors entsprechend
stückweise angeordnete Permanentmagnete vorhanden sind, die elektrisch von dem
Statorblechpaket angeregt werden. Es handelt sich also um einen
permanentmagnetischen Synchronmotor, welcher für derartige Festplattenantriebe
verwendet wird.
Bei derartigen Festplattenantrieben ist es bekannt, im oberen Lagerdeckel eine
Labyrinthdichtung anzuordnen, die eben das Ausströmen von Öl aus dem Lager in
die Umgebung des Lagers verhindert.
Die Labyrinthdichtung ist hierbei in einem Deckel angeordnet und deckt das Lager
von oben her ab. Nachteil dieser Anordnung ist, daß die Labyrinthdichtung als
separates Teil mit dem Deckel verbunden werden muß, was erhöhten
Fertigungsaufwand beinhaltet.
Es ist eine weitere Ausführungsform nach dem Stand der Technik bekannt, bei der
die Labyrinthdichtung ein Teil mit dem Rotor ist. D. h. Rotor setzt sich als Deckel
über der Lageranordnung fort und hat an seiner Unterseite die besagte
Labyrinthdichtung zur Abdichtung.
Nachteil ist, daß diese Labyrinthdichtung nur im oberen Lagerbereich angeordnet
werden kann, jedoch nicht im unteren Lagerbereich, wo also der Rotor nebst dem
Stator sich befindet und eine derartige Abdichtung mit einer Labyrinthdichtung nicht
möglich ist.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zu Grunde, eine vollständige Abdichtung
eines Spindelmotors mit Labyrinthdichtungen zu bewerkstelligen, wobei sowohl das
obere Lager als auch das untere Lager mit zugeordneten Labyrinthdichtungen
abgedichtet sind.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß
das Lager radial außen durch eine Hülse übergriffen wird, welche Hülse etwa U-
förmig profiliert ist und die sich mit einem axialen Flansch an der Außenseite der
Lager anlegt, und welche im übrigen einen radial einwärts gerichteten Flansch
aufweist, welcher eine Aufnahmebohrung bildet, in welche die Welle eingreift, wobei
in diesem Bereich die Labyrinthabdichtung vorgesehen ist.
Bei der gegebenen technischen Lehre ergibt sich also der wesentliche Vorteil, daß
eine werkstoffeinstückige Labyrinthdichtung im oberen Teil des Rotors angeordnet
ist, wobei also auf besonders einfache Weise der obere Teil des Lagers abgedichtet
ist. Es ergibt sich der weitere Vorteil, daß mit einem Zusatzteil, nämlich einem etwa
U-förmigen Hülsenteil, auch der untere Lagerteil mit Hilfe einer Labyrinthdichtung
abgedichtet wird. Hierzu ist dieser Hülsenteil mit radial einwärts gerichteten
Flanschen ausgebildet, welche Flanschen an ihrem Innenumfang die
Labyrinthdichtung zu der feststehenden Welle bilden.
Mit der Anordnung des hülsenartigen Teils, welcher an seinem radial einwärts
gerichteten Flansch die radiale Abdichtung an der Welle trägt, ergibt sich der
weitere Vorteil, daß das hülsenförmige Teil mit seinem axialen Flansch die beiden
Lager übergreift. Es ergibt sich nun die Möglichkeit, daß man diesen axialen Flansch
so gestaltet, daß er keinerlei radial einwärts gerichtete Pressung auf die beiden
Lager ausübt, sondern daß er nur im Preßsitz auf dem Zwischenring aufsitzt, der
zwischen den beiden Lagern Abstand haltend angeordnet ist. Damit ergibt sich der
Vorteil, daß die Lager selbst nicht mehr radial einwärts durch dieses hülsenförmige
Teil vorgespannt werden, wodurch sich die Lebensdauer wesentlich erhöht.
Wichtig hierbei ist, daß eben der axiale Flansch des Hülsenteils im Bereich der
Lager, wo er die Lager übergreift, mit Spiel an diesen Lagern anliegt (genauer
gesagt am Außenring dieser Lager) und eben diesen Außenring nicht radial einwärts
vorspannt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen Spindelmotor in einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2 einen Schnitt durch einen Spindelmotor in einer zweiten Ausführungsform,
Fig. 3 eine gegenüber Fig. 1 abgewandelte Ausführungsform mit einem
zusätzlichen O-Ring.
Der Spindelmotor nach Fig. 1 besteht im wesentlichen aus einer Basisplatte 1, auf
der fest eine Welle 2 befestigt ist. Die Basisplatte 1 trägt auch den Stator des
Motors, der im wesentlichen aus einer Wicklung und aus einem Eisenblechpaket
besteht. Die Wicklung ist über entsprechende Anschlußstifte aus der Basisplatte 1
herausgeführt.
Auf der Welle 2 ist mit Hilfe von zwei zueinander beabstandeten Lagern 4, 5 ein
Rotor 10 drehbar befestigt, welcher Rotor in seinem oberen Deckenbereich einen
radial einwärts gerichteten Flansch bildet, in dem eine obere Labyrinthdichtung 11
zur Abdichtung gegenüber dem oberen Teil der feststehenden Welle 2 angeordnet
ist.
Wichtig ist nun, daß zur Abdichtung des unteren Lagers 4 ein Hülsenteil 6
vorgesehen ist, welches im Querschnitt etwa U-förmig profiliert ist und welches aus
einem axialen Flansch 7 und aus einem werkstoffeinstückigen anschließenden
radialen Flansch 8 besteht.
Der axiale Flansch 7 legt sich an dem Außenring der beiden Lager 4, 5 an, weist
jedoch dort ein Spiel auf. Es sitzt jedoch unter Vorspannung an dem mittleren
Distanzring auf, welcher zwischen den beiden Lagern angeordnet ist.
Wichtig ist nun, daß das Hülsenteil 6 den einwärts gerichteten, radialen Flansch 8
ausbildet, der mit seinen Innenflächen eine Durchtrittsöffnung zu der Welle 2 bildet,
wobei in diesem Bereich die Labyrinthdichtung 9 angeordnet ist. Auf diese Weise
werden also die Lager 4, 5 durch zwei einander gegenüberliegende
Labyrinthdichtungen 9 und 11 abgedichtet, so daß keinerlei Verschmutzungen oder
Öl aus den Lagern 4, 5 nach außen dringen kann.
In der zweiten Ausführungsform nach Fig. 2 ist erkennbar, daß der Rotor
andersartig ausgebildet ist, d. h. der Rotordeckel, der werkstoffeinstückig oben das
obere Lager 5 überdeckt, ist an dieser Stelle offen und an dieser Stelle ist das
hülsenartige Teil mit einem radial einwärts gerichteten Flansch ausgebildet.
Der Rotordeckel 13, der - wie vorhin angegeben - das obere Lager 5 überdeckte und
dort eine Labyrinthdichtung 11 mit dem oberen Teil der Welle 2 bildete, wird nun
nach unten verlegt und bildet an der Stelle der Labyrinthdichtung 9 nun eine
Labyrinthdichtung aus. Umgekehrt ist das Hülsenteil 6 spiegelbildlich nach oben
geklappt, so daß die vorher untenliegende Labyrinthdichtung 9 nun die
obenliegende Labyrinthdichtung 11 ausbildet.
In Fig. 3 ist als weitere Ausführungsform dargestellt, daß das erfindungsgemäße
Hülsenteil 6 noch mit einem zusätzlichen O-Ring 14 gegenüber dem Rotor
abgedichtet sein kann. Hierbei ist im Rotor eine Ringnut 15 vorhanden, an welche
sich einwärts gerichtet der Außenring 16 der Lageranordnung anschließt.
Am Außenumfang dieses Außenringes 16 ist nun das Hülsenteil 6 mit seinem
axialen Flansch 7 angelegt.
Die Stirnseite des Hülsenteils ist nun in einer Ringnut 15 freigestellt und in dieser
Ringnut ist der O-Ring eingebaut, der sich deshalb abdichtend einerseits an der
oberen Fläche des Rotors und andererseits an der Stirnseite des axialen Flansches
7 des Hülsenteils 6 anlegt.
Auf diese Weise wird verhindert, daß von der oberen Lageranordnung über sich
bildende Spalte am Rotordeckel 13 oder Öldämpfe nach außen gelangen. Gleiches
gilt auch für Öldämpfe, die aus der unteren Lageranordnung entweichen, diese
können ebenfalls nicht den Luftspalt des Spindelmotors entweichen, weil dies durch
das Hülsenteil und durch den O-Ring 14 verhindert wird.
Das Hülsenteil ist hier bevorzugt abdichtend mit einem Preßsitz 17 am Außenring 16
der Lageranordnung angelegt und der Rotor liegt mit einem weiteren Flansch 18 am
Außenumfang des Lagerrings 16 abdichtend an.
1
Basisplatte
2
Welle
3
Nut
4
untere Lager
5
obere Lager
6
Hülsenteil
7
axialer Flansch
8
radialer Flansch
9
Labyrinthabdichtung (unten)
10
Rotor
11
Labyrinthabdichtung (oben)
12
Distanzring
13
Rotordeckel
14
O-Ring
15
Ringnut
16
Außenring
17
Preßsitz
18
Flansch
Claims (8)
1. Spindelmotor mit Labyrinthdichtung der im wesentlichen aus einer Basisplatte
besteht, auf der drehfest eine Welle angeordnet ist, die zwei axial
übereinanderliegende Lager aufweist, wobei die Lager jeweils aus einem
Innenring und aus einem Außenring bestehen, und der Außenring drehfest mit
einem außenliegenden Rotor verbunden ist, und im Lagerdeckel eine
Labyrinthdichtung angeordnet ist, die das Ausströmen von Öl aus dem Lager in
die Umgebung des Lagers verhindert, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Spindelmotor zwei einander gegenüberliegende Labyrinthdichtungen (9, 11)
angeordnet sind.
2. Spindelmotor mit Labyrinthdichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß im Bereich des unteren Lagers (4) eine Labyrinthdichtung
(9) angeordnet ist, und daß im Bereich des oberen Lagers (5) eine
Labyrinthdichtung (11) angeordnet ist angeordnet ist.
3. Spindelmotor mit Labyrinthdichtung nach einem der Ansprüche 1-2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lager (4, 5) radial außen durch eine etwa U-förmig
profilierte Hülse (6) übergriffen werden, welche einen radial einwärts gerichteten
Flansch (8) aufweist, in dem eine Aufnahmebohrung ausgebildet ist, in welche
die Welle (2) eingreift, und in dem so gebildeten Bereich zwischen
Aufnahmebohrung und Welle eine werkstoffeinstückige Labyrinthabdichtung (9)
angeordnet ist.
4. Spindelmotor mit Labyrinthdichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß der axiale Flansch des Hülsenteils (6) in seinem die Lager
(4, 5) übergreifenden Bereich mit Spiel an diesen Lagern anliegt.
5. Spindelmotor mit Labyrinthdichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch
gekennzeichnet, daß der axiale Flansch (7) so gestaltet ist, daß er radial
einwärts gerichtet nur auf dem Zwischenring aufsitzt, der zwischen den beiden
Lagern (4, 5) angeordnet ist.
6. Spindelmotor mit Labyrinthdichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rotordeckel (13) das obere Lager (5) überdeckt und
dort eine werkstoffeinstückige Labyrinthdichtung (11) zum oberen Teil der Welle
(2) hin ausgerichtet angeordnet ist.
7. Spindelmotor mit Labyrinthdichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rotordeckel (13) werkstoffeinstückig das obere Lager
(5) überdeckt, und an einer Stelle offen ist, und an dieser Stelle das Hülsenteil
(6) mit einem radial einwärts gerichteten Flansch ausgebildet ist, an dem die
Labyrinthdichtung (11) angeordnet ist.
8. Spindelmotor mit Labyrinthdichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen Hülsenteil (6) und Rotor (2) ein O-Ring (14)
angeordnet ist, welcher in eine im Rotor eingearbeitete Ringnut (15) eingreift, an
welche sich einwärts gerichtet der Außenring (16) der Lageranordnung
anschließt.
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Owner name: PRECISION MOTORS DEUTSCHE MINEBEA GMBH, 78052 VILL |
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| D2 | Grant after examination | ||
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Owner name: MINEBEA CO., LTD., NAGANO, JP |
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