DE19916337A1 - Fensterbeschlag für ein Fenster und Fenster mit einem solchen Fensterbeschlag - Google Patents
Fensterbeschlag für ein Fenster und Fenster mit einem solchen FensterbeschlagInfo
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Abstract
Ein Fenster weist einen Blendrahmen (12) und einen Flügelrahmen (14) auf, der am Blendrahmen (12) gelagert und aus einer geschlossenen Stellung in eine Öffnungsrichtung (X) schwenkbar ist. Der geschlossene Flügelrahmen (14) ist durch einen Riegel (34) verriegelbar, der am Flügelrahmen (14) gestützt ist, in Öffnungsrichtung (X) hinter ein Riegelblech (38) am Blendrahmen (12) greift und von einer Betätigungsstange (30) über eine Kurvenbahn (44) verschiebbar ist. Um eine hohe Sicherheit gegen Einbruch zu bieten ist die verriegelnde Breite (r) des Riegels (34) gleich groß oder größer als ein Betätigungsweg (y) der Betätigungsstange (30).
Description
Die Erfindung betrifft einen Fensterbeschlag für ein Fenster mit
einem Blendrahmen, einem Flügelrahmen, der am Blendrahmen gela
gert und in eine Öffnungsrichtung von einer geschlossenen zu ei
ner offenen Stellung schwenkbar ist, wobei am Flügelrahmen eine
mit einem Riegel zusammenwirkende Betätigungsstange und am Blen
drahmen ein Riegelblech angebracht sind, mittels denen der ge
schlossene Flügelrahmen am Blendrahmen verriegelbar ist. Ferner
betrifft die Erfindung ein Fenster mit einem solchen Fensterbe
schlag.
Ein Fenster weist allgemein einen Flügelrahmen auf, der mittels
Beschlägen an einem Blendrahmen schwenkbar bzw. kippbar gelagert
ist. Am Flügelrahmen sind meist Sperrelemente (insbesondere Rol
lenbolzen) angebracht, die mit den Beschlägen verbunden und in
Sperrbleche am Blendrahmen schiebbar sind. Die Sperrelemente
sind im Bereich eines Falz angeordnet, der zwischen dem Blend
rahmen und dem geschlossenen Flügelrahmen gebildet ist.
Der Blendrahmen und der Flügelrahmen unterliegen durch die Her
stellung bedingten Maßschwankungen. Ferner verziehen und verwin
den sie sich während des Gebrauchs, dla thermische Spannungen und
das Gewicht der Verglasung auf sie wirken. Der Falz zwischen
Blendrahmen und Flügelrahmen dient daher auch zum Ausgleich von
Maßschwankungen und Verzug.
Es ist ein wesentliches Merkmal eines Fenster, daß es bei einem
versuchten Einbruch ausreichend Sicherheit bietet. Da Einbrecher
sich oftmals scheuen Lärm zu erzeugen und die Fensterscheibe zu
zerschlagen, versuchen sie, das Fenster am Blendrahmen oder Flü
gelrahmen aufzubrechen. Dabei setzt ein Einbrecher, beispiels
weise mittels eines Brecheisens oder eines Schraubenziehers, von
außen zwischen Blendrahmen und Flügelrahmen an und hebelt den
Flügelrahmen nach innen. Gemäß der Gütesicherung nach DIN V
18054 wird ein RAL-RG 607/3 Gütezeichen für die Beschläge verge
ben, wenn Fenster Aushebelversuchen mit einem Hebelmoment von
200 Nm bzw. 300 Nm widerstehen. Herkömmliche Sperrelemente eines
Fensters reichen nicht aus, um diesen Kräften zu widerstehen.
Es ist bekannt, am Flügelrahmen neben Sperrelementen auch
Riegelelemente anzuordnen, um die Sicherheit gegen Einbruch zu
erhöhen. Die Riegelelemente sind in zugehörige Riegelbleche am
Blendrahmen schiebbar oder schwenkbar. Die Profilteile des Blen
drahmens und des Flügelrahmens sind aus ästhetischen Gründen je
doch schlank gestaltet und müssen gleichzeitig ausreichende Sta
bilität bieten, um auch eine schwere Wärme- und Schallschutzver
glasung tragen zu können. Der Platz zum Anordnen solcher zusätz
licher Riegelelemente ist daher sehr begrenzt.
Bei einem Sicherheitspaket der Firma Unilux mit der Bezeichnung
"Safe-II" sind an einem Sperrmechanismus neben Rollenbolzen zu
sätzliche Pilzzapfen angebracht. Die Rollenbolzen sperren das
Fenster, während die Pilzzapfen zusätzlich verriegeln. Die Rol
lenbolzen und Pilzzapfen sind je in einer Ecke des Fensters pla
ziert und können durch eine Betätigungsstange des Sperr
mechanismus parallel zu den Profilteilen des Flügelrahmens ver
schoben werden. Die Rollenbolzen werden dabei in je ein Bolzen
blech geschoben. Die Rollenbolzen drängen den Flügelrahmen zum
Blendrahmen, um den Wärme- und Schallschutz zu erhöhen, und ver
sperren den Flügelrahmen in dieser geschlossenen Stellung.
Gleichzeitig werden die Pilzzapfen in je ein Zapfenblech gescho
ben, in denen ihr pilzförmiger Kopf hinterhakt und zusätzlich
verriegelt.
Von der Firma Gretsch-Unitas GmbH sind Türverschlüsse bekannt,
bei denen Schließhaken oder Schließbolzen als Riegelelemente am
Türblatt in entsprechende Schließbleche am Türrahmen eingreifen.
Die Türverschlüsse sind verhältnismäßig groß und daher bei den
beengten Platzverhältnissen eines Fensters ungeeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fensterbeschlag
und ein Fenster mit einem solchen Fensterbeschlag vorzusehen,
bei denen der Fensterbeschlag auch bei sehr beengten Platzver
hältnissen am Flügelrahmen eine erhöhte Sicherheit gegen Ein
bruch bietet.
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse am Flügelrahmen weisen
bekannte Pilzzapfen, wie z. B. die des Sicherheitspakets der Fir
ma Unilux, am zugehörigen Zapfenblech geringes Spiel auf. Bei
Fenstern, die nicht ideale Herstellungsmaße aufweisen oder ge
ringfügig verzogen sind, verkantet der Sperrmechanismus oder
verklemmt und der Pilzzapfen schleift am Zapfenblech. Das Fen
ster ist nicht mehr leichtgängig versperrbar. Dieses Problem
konnte bisher auch mit einem serienmäßigen Flügelrahmenheber
nicht völlig ausgeräumt werden.
Bei Türverschlüssen der Firma Gretsch-Unitas GmbH ist der Ein
griff der Schließhaken und Schließbolzen in die Schließbleche
nahezu spielfrei. Ferner haben die Schließbolzen und Schließzap
fen glatte Oberflächen. Türen weisen im Verhältnis zu Fensten
eine höhere Schließkraft auf, so daß das geringe Spiel der Rie
gelelemente nicht zu Problemen führt. Bei Fenstern wären solche
Türverschlüsse jedoch nicht verwendbar, es würde das oben be
schriebene Problem bestehen.
Der Erfindung zielt ferner darauf ab, einen Fensterbeschlag und
ein Fenster mit einem solchen Fensterbeschlag vorzusehen, bei
denen der Fensterbeschlag auch bei einem nicht maßgenau herge
stellten oder verzogenen Fenster leichtgängig versperrbar und
verriegelbar ist und gleichzeitig eine ausreichende bzw. erhöhte
Sicherheit gegen Einbruch bietet.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch einen Fensterbeschlag mit
den im Anspruch 1 genannten Merkmalen gelöst. Der Riegel ist von
einem Profilteil des Flügelrahmens in senkrechter Richtung zu
einem Profilteil des Blendrahmens schiebbar. Ferner ist im Rie
gel selbst die Kurvenbahn ausgebildet. Der Riegel ist auch im
verriegelnden Bereich so breit gestaltet, daß er erheblich brei
ter als bekannte Riegel ist. Der Riegel greift daher an einer
breiten Fläche in den Blendrahmen ein und bietet einen erhöhten
Schutz gegen Einbruch.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß auch durch einen Fensterbeschlag
mit den im Anspruch 2 genannten Merkmalen gelöst sein. Der Rie
gel ist ebenfalls von einem Profilteil des Flügelrahmens in
senkrechter Richtung zu einem Profilteil des Blendrahmens
schiebbar. Dabei ist die Kurvenbahn an einer Betätigungsstange
eines Sperrmechanismus ausgebildet. Der Riegel ist in Schiebe
richtung erheblich kürzer als bekannte Riegel (Türverschlüsse
der Firma Gretsch-Unitas GmbH) gestaltet. Dennoch bietet der
Riegel ausreichend Sicherheit gegen Einbruch, da er an der Kur
venbahn gehalten ist.
Ferner ist die Aufgabe der Erfindung durch einen Festerbeschlag
gelöst, bei dem der verriegelte Riegel in Öffnungsrichtung vom
Riegelblech einen Abstand von 20% odler mehr der Dicke des Rie
gels in diesem Bereich hat. Die Erfindung basiert hierbei auf
der Grundidee, daß der Riegel lediglich in Öffnungsrichtung des
Flügelrahmens, nicht aber entgegengesetzt dieser Öffnungsrich
tung, gegen Einbruch Sicherheit bieten muß. Daher muß der ver
riegelte Riegel nicht entgegengesetzt; der Öffnungsrichtung am
Riegelblech anliegen bzw. hinterhaken. Der Riegel kann also so
ausgebildet sein, daß er in Öffnungsrichtung den gesamten ver
fügbaren Raum ausnutzt und zum Riegelblech in einem erheblich
größeren Abstand angeordnet ist, als bekannte Riegel.
Die Gefahr eines Verhakens oder Verklemmens des Sperrmechanismus
ist dadurch erheblich verringert. Gleichzeitig kann sowohl der
Riegel als auch der Anschlag aus stärkerem Material ausgebildet
sein, so daß der Fensterbeschlag höhere Sicherheit gegen Ein
bruch bietet.
Auch dieser erfindungsgemäße Fensterbeschlag bietet bei beson
ders geringem Platzbedarf eine besonders hohe Sicherheit, wenn
er zusätzlich wie die Fensterbeschläge nach Anspruch 1 oder 2
gestaltet ist.
Indem der Riegel und das Riegelblech je mindestens einen Zahn
aufweisen und die Zähne in Eingriff kommen, wenn der geschlosse
ne und verriegelte Flügelrahmen ein Stück in Öffnungsrichtung
bewegt wird, ist der Flügelrahmen auch senkrecht zu seiner Öff
nungsrichtung im Falle eines Einbruchs gesichert. Da der Riegel
und das Riegelblech aus relativ starkem Material herstellbar
sind und eine relativ große Breite aufweisen können, können meh
rere Zähne ausgebildet sein, die eine erheblich vergrößerte Si
cherheit gegen Einbruch bieten.
Wenn der Riegel nach draußen gerichtet neben der Betätigungs
stange am Flügelrahmen angeordnet ist, greift er in Öffnungs
richtung etwa in der Mitte in den Blendrahmen ein. Bei bekannten
Fensterbeschlägen ist der Riegel stets an der Betätigungsstange
befestigt und greift nur am Rand des Blendrahmens ein. Diese er
findungsgemäße Anordnung des Riegels weist daher eine höhere
Stabilität auf.
Eine weitere Möglichkeit zum Einbruch an einem Fenster besteht
darin, daß der Einbrecher von außen, z. B. mittels eines Schrau
benziehers, einen Sperrzapfen des Sperrmechanismus bewegt, und
den Sperrmechanismus dadurch öffnet. Dies kann verhindert wer
den, indem die Riegel vorteilhaft außenseitig je neben den
Sperrzapfen angeordnet sind. Die Sperrzapfen sind dann von außen
nicht zugänglich bzw. verschiebbar.
Der Sperrmechanismus kann mit besonders wenig Bauteilen äußer
lich ähnlich bekannten Sperrmechanismen gestaltet sein, indem
der Riegel in Öffnungsrichtung im mittleren Bereich der Betäti
gungsstange angeordnet ist. Der Riegel kann in einem solchen
Fall mit einer ihn in Öffnungsrichtung durchdringenden Kurven
bahn ausgebildet sein, in der ein Bolzen auf beiden Seiten an
der Betätigungsstange gestützt ist. Der Riegel ist dann beson
ders gegen Herausziehen gesichert.
Um ein Verkannten des Riegels beim Schieben am bzw. im Flügel
rahmen zu verhindern, kann der Riegel vorteilhaft in einer Rie
geltasche mit einer Führungsnut geführt sein. Die Riegeltasche
kann zusätzlich an ihrem Grund am Flügelrahmen befestigt sein,
um hohe Stabilität am Flügelrahmen zu bieten.
Eine vorteilhafte Möglichkeit, den Riegel gegen Herausziehen am
Flügelrahmen zu sichern besteht darin, daß am Riegel zwei Ansät
ze ausgebildet sind, die gegenüberliegend hinter einen Teil der
Riegeltasche greifen. Der Riegel kann dann nicht vollständig aus
der Riegeltasche gezogen werden.
Vorteilhaft ist der Riegel in Schieberichtung durch eine Feder,
wie z. B. eine Blattfeder oder Schraubenfeder, vorgespannt. Der
Riegel ist dadurch besonders gegen Verkannten geschützt und zu
sätzlich im verriegelten Zustand gesichert.
Für ein kippbares Fenster kann der Fensterbeschlag vorteilhaft
so ausgebildet sein, daß die Betätigungsstange linear zwischen
drei Punkten, einem Sperr-, einem Offen- und einem Kipp-Punkt
bewegbar ist. Die Kurvenbahn ist dabei so gestaltet, daß sie vom
Sperr-Punkt zum Offen-Punkt einen zum Betätigungsweg der Betäti
gungsstange bzw. zum Profilteil des Flügelrahmens geneigten an
steigenden Kurvenabschnitt und anschließend zum Kipp-Punkt einen
parallelen Kurvenabschnitt aufweist. Ein solcher Riegel ist nur
am Sperr-Punkt verriegelt und kann daher im oberen Bereich des
kippbaren Fensters angebracht sein.
Ein weitere vorteilhafte Variante für einen Fensterbeschlag ei
nes kippbaren Fenstern, ist ein Riegel, bei dem die Kurvenbahn
vom Sperr-Punkt zum Offen-Punkt einen zum Profilteil des Flügel
rahmens geneigten ansteigenden und anschließend zum Kipp-Punkt
einen abfallenden Kurvenabschnitt aufweist. Der Riegel ist dann
am Sperr-Punkt und am Kipp-Punkt verriegelt und kann daher im
unteren Bereich des kippbaren Fensters angebracht sein.
Der erfindungsgemäße Fensterbeschlag ist besonders vorteilhaft
in einem Fenster eingesetzt, das schlanke Profilteile aufweist
und daher nur einen Beschlag mit geringem Platzbedarf aufnehmen
kann.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Fenster
beschlags werden im folgenden anhand der beigefügten, schemati
schen Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Fenster mit einer ersten Ausführungsform eines er
findungsgemäßen Fensterbeschlags in einer teilweisen
Querschnittsansicht,
Fig. 2 einen Riegel in nicht verriegelter Stellung mit Riegel
tasche und Riegelblech des in Fig. 1 dargestellten Fen
sterbeschlags in einer teilweise geschnittenen Seiten
ansicht,
Fig. 3 den in Fig. 2 dargestellten Riegel mit Riegeltasche und
Riegelblech in verriegelter Stellung,
Fig. 4 den in Fig. 3 dargestellten Riegel mit Riegeltasche und
Riegelblech in einem in Fig. 3 mit IV-IV gekennzeichne
ten Querschnitt mit vergrößertem Maßstab,
Fig. 5 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Riegels in nicht verriegelter Stellung mit Riegeltasche
und Riegelblech des in Fig. 1 dargestellten Fensterbe
schlags in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht,
Fig. 6 den in Fig. 5 dargestellten Riegel in verriegelter
Stellung mit Riegeltasche und Riegelblech,
Fig. 7 das in Fig. 6 dargestellte Riegelblech in einer Un
teransicht,
Fig. 8 eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Riegels in nicht verriegelter Stellung mit Riegeltasche
und Riegelblech in einer teilweise geschnittenen Sei
tenansicht,
Fig. 9 den in Fig. 8 dargestellten Riegel in verriegelter
Stellung mit Riegeltasche und Riegelblech,
Fig. 10 den in Fig. 9 dargestellten Riegel mit Riegeltasche und
Riegelblech in einem in Fig. 9 mit X-X gekennzeichneten
Querschnitt mit vergrößertem Maßstab,
Fig. 11 eine erste Ausführungsform des in Fig. 9 dargestellten
Riegelblechs in einer Unteransicht,
Fig. 12 eine zweite Ausführungsform des in Fig. 9 dargestellten
Riegelblechs in einer Unteransicht.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 4 ist eine erste Ausfüh
rungsform des Fensterbeschlages dargestellt. Ein im Querschnitt
dargestelltes Fenster 10 umfaßt ein Profilteil eines Blendrah
mens 12 und ein daran anliegendes Profilteil eines Flügelrahmens
14, die jeweils aus Holz hergestellt sind. Am Flügelrahmen 14
ist eine Glasscheibe 16 zwischen zwei Dichtungen 18 und 20 ge
faßt. Die Dichtung 20 ist durch ein Aluminiumprofil 22 gehalten,
das am Flügelrahmen 14 befestigt ist. Am Blendrahmen 12 ist
ebenfalls ein Aluminiumprofil 23 befestigt. Die Aluminiumprofile
22 und 23 bilden zusammen mit dem hölzernen Flügelrahmen 14 und
Blendrahmen 12 ein Fenster in Verbundkonstruktion.
Das Fenster 10 ist in Fig. 1 in geschlossener Stellung darge
stellt, wobei hier unter geschlossener Stellung jene Stellung
des Flügelrahmens 14 zum Blendrahmen 12 verstanden wird, in wel
cher der Flügelrahmen 14 und der Blendrahmen den idealen Her
stellungsmaßen entsprechen, der Flügelrahmen 14 am Blendrahmen
12 anliegt und keinen Spannungen ausgesetzt ist, die ihn aus der
Ideallage verziehen. Der Flügelrahmen 14 ist durch Angeln (nicht
dargestellt) am Blendrahmen 12 schwenkbar gelagert und in eine
durch einen Pfeil X veranschaulichte Öffnungsrichtung zu öffnen.
Die Öffnungsrichtung X erstreckt sich in der geschlossenen Stel
lung senkrecht zu einer Hauptebene bzw. Scheibenebene des Flü
gelrahmens 14.
Im allgemeinen sind die Aluminiumprofile 22 und 23 außenseitig
am Flügelrahmen 14 bzw. Blendrahmen 12 angebracht und der Flü
gelrahmen 14 liegt innenseitig am Blendrahmen an, d. h. er ist in
Öffnungsrichtung X nach Innen zu öffnen. Eine am Flügelrahmen 14
angeordnete und zum Blendrahmen 12 abdichtende Dichtung 24
gleicht Herstellungstoleranzen und Verzug aus, die der Flügel
rahmens 14 in Öffnungsrichtung X bezogen auf den Blendrahmen 12
aufweist. Die Dichtung 24 verhindert dadurch eine Luftströmung
zwischen draußen und drinnen.
Zwischen dem Blendrahmen 12 und dem Flügelrahmen 14 ist ein im
Querschnitt rechteckiger Falz 26 ausgebildet, in dem Sperrele
mente (z. B. Rollenbolzen) (nicht dargestellt) angeordnet sein
können. Der Falz 26 weist in Öffnungsrichtung X eine Falzbreite
b und in einer dazu senkrechten Richtung Z eine Falzhöhe h auf.
Der Falz 26 dient auch zum Ausgleich von Herstellungstoleranzen
und Verzug und zum Einbringen von Beschlagsteilen in Richtung Z.
In einer zum Falz 26 offenen Nut 28 im Flügelrahmen 14 ist ein
Sperrmechanismus mit einer Betätigungsstange 30 und einer Ab
deckung 32 angebracht. Die Betätigungsstange 30 ist relativ zum
Flügelrahmen 14 und zur Abdeckung 32 senkrecht zur von der Rich
tung Z und der Öffnungsrichtung X aufgespannten Ebene und somit
parallel zum dargestellten Profilteil des Flügelrahmens 14 ver
schiebbar (d. h. senkrecht zur Zeichnungsebene der Fig. 1). An
der Betätigungsstange 30 ist das Sperrelement, beispielsweise
ein an sich bekannter Rollenbolzen (nicht dargestellt), ange
bracht. Beim Verschieben der Betätigungsstange 30 greift das
Sperrelement in ein Sperrblech (nicht dargestellt) am Blendrah
men 12, versperrt den Flügelrahmen 19 und drängt ihn an den
Blendrahmen 12. Die Dichtung 24 dichtet dadurch das Fenster 10
ab.
Zur Sicherung gegen Aufbrechen in Öffnungsrichtung X ist neben
dem Sperrmechanismus ein Riegel 34 ausgebildet, der beim darge
stellten Ausführungsbeispiel mit der Betätigungsstange 30 zusam
menwirkt. Die Funktion dieses Riegels 34 ist in den Fig. 2
bis 4 detailliert veranschaulicht. Der Riegel ist als Schubrie
gel 34 in einer Riegeltasche 36 geführt. Die Riegeltasche ist in
eine zum Falz 26 offene Aussparung des Flügelrahmens 14 einge
setzt. Am Blendrahmen 12 ist gegenüber dem Schubriegel 34 ein
Anschlag in Form eines Riegelblechs 38 angeordnet. Das Riegel
blech 38 ist mittels Schrauben 42 in einer Aussparung des Blen
drahmens 12 befestigt.
In einer Seitenwand der Riegeltasche 36 ist parallel zur Betäti
gungsstange 30 ein Langloch 46 ausgebildet. Ein Bolzen 40 ragt
durch das Langloch 46 und ist an der Betätigungsstange 30 befe
stigt. Der Bolzen 40 ist mittels der Betätigungsstange 30 im
Langloch 46 von einem Sperr-Punkt S über einen Offen-Punkt O zu
einem Kipp-Punkt K um einen Betätigungsweg Y verschiebbar. Dabei
ist der Flügelrahmen 14 am Sperr-Punkt S in der geschlossenen
Stellung versperrt. Am Offen-Punkt O kann der Flügelrahmen 14
geöffnet und am Kipp-Punkt K gekippt werden.
In den Fig. 2 und 3, 5 und 6 sowie 8 und 9 ist dargestellt, daß
im Schubriegel 34 eine Kurvenbahn 44 ausgenommen ist, die den
Schubriegel 34 in Richtung X durchsetzt und sich längs dem Betä
tigungsweg Y erstreckt. Der Bolzen 40 greift in diese Kurvenbahn
44. Beim Verschieben der Betätigungsstange 30 längs dem Betäti
gungsweg Y bewegt sich der Bolzen 40 in der Kurvenbahn 44 und
verschiebt den Schubriegel 34 in der Riegeltasche 36. Auf diese
Weise wird die lineare Bewegung der Betätigungsstange 30 paral
lel zu einem Profilteil des Flügelrahmens 14 in eine dazu senk
rechte Bewegung des Schubriegels 34 umgesetzt.
Das Prinzip der Bewegungsumsetzung von waagrecht zu senkrecht
kann auch dadurch realisiert sein, indem die Kurvenbahn an der
Betätigungsstange und der eingreifende Teil, wie z. B. der Bolzen
40, am Schubriegel 34 ausgebildet ist.
Am Schubriegel 34 ist an dessen Mitte in Führungssteg 54 ausge
bildet, der sich in Schieberichtung erstreckt und in einer Füh
rungsnut 52 geführt ist. Der Schubriegel 34 ist dadurch gegen
Verkanten oder Verklemmen beim Verschieben gesichert.
Der Schubriegel 34 weist an seinem entgegen Richtung Z gerichte
ten Ende eine Breite "r" auf, mit der er hinter das Riegelblech
38 greift. Die Riegelbreite "r" ist so gewählt, daß sie größer
als der Betätigungsweg Y der Betätigungsstange 30 ist, so daß
die Kurvenbahn 44, durch die sich der Bolzen 40 über den Betäti
gungsweg Y bewegt, insgesamt im Schubriegel 34 ausgebildet sein
kann. Die Riegelbreite "r" ist erheblich breiter als bei bekann
ten Riegeln für Fenster und auch breiter als bei bekannten Rie
geln für Türen. Der Schubriegel 34 ist daher gegen Einbruch be
sonders widerstandsfähig.
Da durch die Kurvenbahn der gesamte Betätigungsweg Y der Betäti
gungsstange 30 ausgenutzt wird, kann die Kurvenbahn 44 flach
ausgebildet sein, so daß der Schubriegel 34 sehr leichtgängig
ist. Durch die gute Führung und Leichtgängigkeit des Schubrie
gels 34 kann seine Länge "l" in Schiesberichtung sehr klein ge
staltet sein, ohne das der Riegel beim verschieben verkantet.
Die Länge "l" des Schubriegels 34 ist maximal doppelt so groß
wie dessen Schiebeweg "w". Dies ist besonders vorteilhaft, da
bei Fenstern der Flügelrahmen sehr schlank gestaltet ist.
Die Kurvenbahn 44 des in den Fig. 2 und 3 dargestellten Schub
riegels 34 weist in Richtung Z einen zum Profilteil des Flügel
rahmens 14 parallelen und anschließend einen abfallenden Ab
schnitt auf. Beim Verschieben der Betätigungsstange 30 entlang
dem Betätigungsweg Y beläßt der Bolzen 40 entlang dem parallelen
Abschnitt der Kurvenbahn 44 den Schubriegel 34 in der Riegelta
sche 36. Entlang dem abfallenden Abschnitt der Kurvenbahn 44
drängt der Bolzen 40 den Schubriegel 34 aus der Riegeltasche 36.
Bei Umkehrung der Betätigungsrichtung erfolgt eine umgekehrte
Bewegung des Schubriegels 34. Dieser Art der Kurvenbahn ist für
einen Riegel geeignet, der an einem kippbaren Fenster im oberen,
gekippten Bereich des Fensters angeordnet ist. Ein solcher Rie
gel ist nur verriegelt, wenn das Fenster geschlossen ist.
Die Kurvenbahn 44 des in den Fig. 5 und 6 dargestellten Schub
riegels 34 weist einen zum Profilteil des Flügelrahmens 14 an
steigenden und anschließend einen abfallenden Abschnitt auf, d. h.
die ansteigenden und abfallenden Abschnitte der Kurvenbahn ste
hen in einem spitzen Winkel zum Betätigungsweg Y. Beim Verschie
ben der Betätigungsstange 30 längs dem Betätigungsweg Y vom
Sperr-Punkt 5 zum Offen-Punkt O führt der Bolzen 40 entlang dem
abfallenden Abschnitt der Kurvenbahn 44 den Schubriegel 34 in
der Riegeltasche 36. Entlang dem ansteigenden Abschnitt der Kur
venbahn 44 vom Offen-Punkt O zum Kipp-Punkt K drängt der Bolzen
40 den Schubriegel 34 aus der Riegeltasche 36. Bei Umkehrung der
Betätigungsrichtung erfolgt eine umgekehrte Bewegung des
Schubriegels 34. Dieser Art der Kurvenbahn ist für einen Riegel
geeignet, der an einem kippbaren Fenster im unteren, nicht ge
kippten Bereich des Fensters angeordnet ist. Ein solcher Riegel
ist verriegelt, wenn das Fenster geschlossen oder gekippt ist.
Bei den in den Fig. 1 bis 6 dargestellten Fensterbeschlägen ist
der Schubriegel 34 nach draußen gerichtet neben dem Betätigungs
mechanismus, also neben der Betätigungsstange 30 angeordnet. Der
Bolzen 40 ragt von der Betätigungsstange 30 in die Kurvenbahn
44, die den Schubriegel 34 in Öffnungsrichtung X nicht vollstän
dig durchsetzt. Die Kurvenbahn 44 bildet in dieser Ausführungs
form eine Vertiefung im Schubriegel 34. Der Bolzen 44 kann einen
Gleitring aufweisen und der Schubriegel 34 durch eine Feder ent
gegen Richtung Z vorgespannt sein. Der Schubriegel kann ferner
in dieser Ausführungsform auch neben einem Sperrelement des
Sperrmechanismus ausgebildet sein, so daß das Sperrelement von
außen nicht zugänglich ist. Wie in Fig. 1 ersichtlich ist die
Schraube 42 weit zum mittleren Bereich des Blendrahmens 12 ange
ordnet und kann daher hohe Kräfte aufnehmen.
In Fig. 7 ist ein Riegelblech 38 dargestellt, das einstückig mit
einem Sperrblech 56 ausgebildet ist. Das Sperrblech 56 ist wie
bei herkömmlichen Fensterbeschlägen zur Aufnahme eines Sperrele
ments geeignet, wie beispielsweise ein Rollzapfen. Das Riegel
blech 38 weist eine längliche Öffnung 62 auf, in die der Schub
riegel 34 einzugreifen vermag. Das Riegelblech 38 ist durch
Schrauben 42 am Blendrahmen 12 befestigt und zusätzlich durch
Schrauben 58 und 60, die wie bei einem als Einzelteil ausgebil
deten Sperrblech angeordnet sind.
Bei dem in den Fig. 8 bis 10 dargestellten Fensterbeschlag ist
der Schubriegel 34 im mittleren Bereich der Betätigungsstange 30
angeordnet. Der Schubriegel 34 kann dadurch in den Betätigungs
mechanismus integriert werden. Der Bolzen 40 durchsetzt den
Schubriegel 34 und ist beiderseits des Schubriegels 34 an der
Betätigungsstange 32 befestigt. Die Kurvenbahn 44 des Schubrie
gels 34 ist dadurch gleichmäßig beansprucht. Darüber hinaus ist
der Schubriegel 34 durch den Bolzen 40 besonders stabil in der
Riegeltasche 36 gehalten. Der Riegel kann aber auch einen oder
zwei gegenüberliegende Ansätze aufweisen, die in der Riegelta
sche 36 hinterhaken und ein vollständliges Herausziehen des Rie
gels aus der Riegeltasche verhindern.
In Fig. 11 ist ein Riegelblech 38 dargestellt, bei dem die
Schrauben 42 außenseitig neben der Öffnung 62 zur Aufnahme des
Schubriegels 34 angeordnet sind. Die Schrauben 42 sind dadurch
im mittleren Bereich des Blendrahmens 12 eingeschraubt und wei
sen eine besonders hohe Stabilität im Blendrahmen 12 auf. Das in
Fig. 12 dargestellte Riegelblech 38 ist einstückig mit einem
Sperrblech 56 ausgebildet. Das Riegelblech 38 und das Sperrblech
56 sind durch Schrauben 42 am Blendrahmen 12 befestigt, die wie
bei einem als Einzelteil ausgebildeten Sperrblech angeordnet
sind.
Wie in den Fig. 4 und 10 veranschaulicht, ist der Schubriegel 34
in seiner verriegelten Stellung vom Riegelblech 38 in Öffnungs
richtung X einen Abstand "a" beabstandet. Bezogen auf die Dicke
"d" des verriegelnden Teils des Schuhriegels 34 beträgt der Ab
stand "a" 20% bis 80%. In einer weiteren bevorzugten Ausfüh
rungsform beträgt der Abstand "a" 30% bis 70%. Bezogen auf die
Falzbreite "b" beträgt der Abstand "a" 5% bis 30% bzw. 8% bis
25%. Besonders bevorzugt ist ein Abstand "a" zwischen 40% und
50% der Dicke "d" des Schubriegels 34, da hierdurch Herstel
lungstoleranzen und Verzug des Flügelrahmens 14 besonders gut
kompensiert werden können.
Das Riegelelement weist ferner zum Blendrahmen 14 bzw. zur Rie
geltasche 38 entgegen der Richtung Z einen Abstand "c" auf. Der
Abstand "c" beträgt 5% bis 40% der Falzhöhe "h". Bevorzugt
werden auch Abstände "c" zwischen 15% und 40%, und besonders
bevorzugt zwischen 25% und 40%.
An der zur Öffnungsrichtung X gewandten Seitenfläche des
Schubriegels 34 ist ein Zahn 48 ausgebildet, zu dem ein zugehö
riger Zahn 50 aus der Seitenfläche der Riegeltasche 38 ausge
formt ist. Der Zahn 48 greift in den Zahn 50, wenn der Flügel
rahmen 14 in Öffnungsrichtung X um den Abstand "a" bewegt ist.
Der Flügelrahmen 14 kann dabei auch ein gewisses Maß "dz" in
Richtung Z bewegt sein. Eine solche Bewegung des Flügelrahmens
14 erfolgt, wenn versucht wird, den Flügelrahmen 14 bezogen auf
den Blendrahmen 12 durch Krafteinwirkung von außen zu bewegen
bzw. zu öffnen. Die ineinandergreifenden Zähne 48 und 50 verhin
dern durch Reib- bzw. Formschluß eine weitere Bewegung des Flü
gelrahmens 14 in Öffnungsrichtung X und in Richtung Z.
Claims (17)
1. Fensterbeschlag für ein Fenster (10) mit
- - einem Blendrahmen (14),
- - einem Flügelrahmen (12), der am Blendrahmen (14) gelagert und in eine Öffnungsrichtung (X) von einer geschlossenen zu einer offenen Stellung schwenkbar ist, wobei
- - am Flügelrahmen (14) eine mit einem Riegel (34) zusammenwir kende Betätigungsstange (30) und am Blendrahmen (12) ein Rie gelblech (38) angebracht sind, mittels denen der geschlossene Flügelrahmen (14) am Blendrahmen (12) verriegelbar ist,
- - der Riegel (34) eine Kurvenbahn (464) aufweist und ein Teil (40) der Betätigungsstange (30) an die Kurvenbahn (44) greift,
- - der Riegel (34) im wesentlichen vom Flügelrahmen (14) senk recht zum Blendrahmen (12) schiebbar ist, und
- - die am Riegelblech (38) verriegelnde Breite (r) des Riegels (34) gleich oder größer als ein Betätigungsweg (Y) der Betäti gungsstange (30) ist.
2. Fensterbeschlag für ein Fenster (10) mit
- - einem Blendrahmen (12),
- - einem Flügelrahmen (14), der am Blendrahmen (12) gelagert und in eine Öffnungsrichtung (X), von einer geschlossenen zu einer offenen Stellung schwenkbar ist, wobei
- - am Flügelrahmen (14) eine mit einem Riegel (34) zusammenwir kende Betätigungsstange (30) und am Blendrahmen (12) ein Rie gelblech (38) angebracht sind, mittels denen der geschlossene Flügelrahmen (14) am Blendrahmen (12) verriegelbar ist,
- - die Betätigungsstange (30) eine Kurvenbahn aufweist und ein Teil des Riegels (34) an die Kurvenbahn greift,
- - der Riegel (34) im wesentlichen vom Flügelrahmen (14) senk recht zum Blendrahmen (12) schiebbar ist, und
- - die Länge (l) des Riegels (34) in Schieberichtung gleich oder maximal doppelt so groß wie sein Schiebeweg (w) ist.
3. Fensterbeschlag für ein Fenster (10) mit
- - einem Blendrahmen (12),
- - einem Flügelrahmen (14), der am Blendrahmen (12) gelagert und in eine Öffnungsrichtung (X), von einer geschlossenen zu einer offenen Stellung schwenkbar ist, wobei
- - am Flügelrahmen (14) eine mit einem Riegel (34) zusammenwir kende Betätigungsstange (30) und am Blendrahmen (12) ein Rie gelblech (38) angebracht sind, mittels denen der geschlossene Flügelrahmen (14) am Blendrahmen (12) verriegelbar ist,
- - der Riegel (34) im wesentlichen vom Flügelrahmen (14) senk recht zum Blendrahmen (12) schiebbar ist, und
- - der verriegelte Riegel (34) vom Riegelblech (38) in Öffnungs richtung (X) einen Abstand (a) von 20% oder mehr der am Rie gelblech (38) verriegelnden Dicke (d) des Riegels (34) hat.
4. Fensterbeschlag nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß am Riegel (34) eine Kurvenbahn (44)
ausgebildet ist, ein Teil (40) der Betätigungsstange (30) an
die Kurvenbahn (44) greift und die am Riegelblech (34) verrie
gelnde Breite (r) des Riegels (34) gleich oder größer als ein
Betätigungsweg (Y) der Betätigungsstange (30) ist.
5. Fensterbeschlag nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstange (30) eine
Kurvenbahn aufweist, ein Teil des Riegels (34) an die Kurven
bahn greift und die Länge (l) des Riegels (34) in Schieberich
tung (Z) gleich oder maximal doppelt so groß wie sein
Schiebeweg (w) ist.
6. Fensterbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (34) und das Riegelblech
(38) je mindestens einen Zahn (48, 50) aufweisen, wobei die
Zähne (48, 50) in Eingriff sind, wenn der geschlossenen Flügel
rahmen (14) mit verriegeltem Riegel (34) ein Stück in Öffnungs
richtung (X) bewegt ist.
7. Fensterbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (34) in Öffnungsrichtung
(X) außenseitig neben der Betätigungsstange (30) angeordnet
ist.
8. Fensterbeschlag nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstange (30) einen
Sperrzapfen und der Blendrahmen (12) ein Sperrblech (56) auf
weisen, mittels denen der geschlossene Flügelrahmen (14) am
Blendrahmen (12) versperrbar ist, und der Riegel (34) neben dem
Sperrzapfen angeordnet ist.
9. Fensterbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (34) im in Öffnungsrich
tung (X) mittleren Bereich der Betätigungsstange (30) angeord
net ist.
10. Fensterbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (34) in einer Riegelta
sche (36) am Flügelrahmen (14) geführt ist, und an der Riegel
tasche (36) mindestens eine Führungsnut (52) und am Riegel (34)
mindestens ein zugeordneter Führungssteg (54) ausgebildet sind.
11. Fensterbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Riegelblech (38) nach draußen
gerichtet neben seiner Öffnung (62) für den Riegel (34) am
Blendrahmen (14) verschraubt ist (Fig. 11).
12. Fensterbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (34) in einer Riegelta
sche (36) des Flügelrahmens (14) geführt ist, und am Riegel
(34) mindestens ein Ansatz ausgebildet ist, der hinter einen
Teil der Riegeltasche (36) greift, so daß der Riegel (34) aus
der Riegeltasche (36) nicht vollkommen herausschiebbar ist.
13. Fensterbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (34) senkrecht zur
Öffnungsrichtung (X) durch eine Feder vorgespannt ist.
14. Fensterbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Betätigungsstange (30) linear zwischen drei Punkten, einem Sperr- (S), einem Offen- (O) und einem Kipp-Punkt (K) bewegbar ist, bei denen der Flügelrahmen (14) versperrt, zu öffnen bzw. zu kippen ist, und
- - die Kurvenbahn (44) des nicht verriegelten Riegels (34) vom Sperr-Punkt (S) zum Offen-Punkt (O) einen zum Flügelrahmen (14) geneigten, ansteigenden Kurvenabschrritt, und anschließend vom Offen-Punkt (O) zum Kipp-Punkt (K) einen zum Flügelrahmen (14) parallelen Kurvenabschnitt aufweist, so daß
- - der Riegel (34) bei Betätigung am Sperr-Punkt (S) verriegelt, und am Offen-Punkt (O) und Kipp-Punkt (K) nicht verriegelt ist.
15. Fensterbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Betätigungsstange (30) linear zwischen drei Punkten, einem Sperr- (S), einem Offen- (O) und einem Kipp-Punkt (K) bewegbar ist, bei denen der Flügelrahmen (14) versperrt, zu öffnen bzw. zu kippen ist, und
- - die Kurvenbahn (44) des nicht verriegelten Riegels (34) vom Sperr-Punkt (S) zum Offen-Punkt (O) einen zum Flügelrahmen (14) geneigten, ansteigenden Kurvenabschnitt, und anschließend vom Offen-Punkt (O) zum Kipp-Punkt (K) einen abfallenden Kurvenab schnitt aufweist, so daß
- - der Riegel (34) bei Betätigung am Sperr-Punkt (S) verriegelt, am Offen-Punkt (O) nicht verriegelt und am Kipp-Punkt (K) verriegelt ist.
16. Fenster mit einem Fensterbeschlag mit den Merkmalen eines
oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche.
66
Priority Applications (4)
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