DE19916295A1 - Klemmgesperre - Google Patents
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Abstract
Bei einem Klemmgesperre sind erste keilförmige Klemmspalten (8) vorgesehen, in die erste Rollkörper (12) eingefedert sind. Zur Vergrößerung der maximal übertragbaren Lasten wird vorgeschlagen, zweite keilförmige Klemmspalten (9) vorzusehen, wobei im Anschluß an die zweiten Klemmspalten (9) Kreisringstücke (17) vorgesehen sind, in denen zweite Rollkörper (15) rollbar angeordnet sind, und wobei Mittel (Käfig 10) vorgesehen sind, um die zweiten Rollkörper (15) aus den Kreisringstücken (17) heraus in die zweite Klemmspalte (9) hineinzuverlagern.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Klemmgesperre, die mit keilförmigen Klemm
spalten versehen sind, wobei Rollkörper in diese Klemmspalten hineingefedert
sind. Derartige Klemmgesperre werden immer dann vorgesehen, wenn eine
Arretierung von zwei Maschinenteilen miteinander erwünscht ist. Die Maschi
nenteile sind vorzugsweise konzentrisch zueinander angeordnet und bilden mit
ihren einander zugewandten Mantelflächen die keilförmigen Klemmspalte; das
eine Maschinenteil weist eine zylindrische Klemmbahn und das andere Ma
schinenteil weist Klemmrampen auf, wobei die zylindrische Klemmbahn und die
Klemmrampen die keilförmigen Klemmspalte bilden. Um die Arretierung aufzu
heben, werden die Rollkörper außer Klemmeingriff mit den Klemmspalten ge
bracht, so daß die zuvor arretierten Maschinenteile relativ zueinander verla
gerbar sind. Die Rollkörper sind vorzugsweise Rollen, Nadeln oder Kugeln.
Die eingeklemmten Rollkörper übertragen ein betriebsbedingtes Lastmoment,
das von einem auf das andere Maschinenteil übertragen wird.
Aus der DE 44 47 480-A beispielsweise ist ein Klemmgesperre bekannt, wie es
vorzugsweise in Sitzhöhenverstellungen von Kraftfahrzeugen eingesetzt wird.
Ein Gehäuse weist eine zylindrische Ausnehmung auf, deren Zylinderwand
eine Klemmbahn bildet. Koaxial zu der; zylindrischen Ausnehmung ist ein Ab
triebelement vorgesehen, das an seiner der Klemmbahn zugewandten Mantel
fläche mit mehreren über den Umfang verteilt angeordneten Klemmrampen
versehen ist. Die Klemmrampen und die Klemmbahn begrenzen gemeinsam
Klemmspalten, in die Klemmrollen hineingefedert sind, wobei zur Übertragung
eines Lastmomentes zwischen dem Abtriebelement und dem Stoppelement die
Klemmrollen in ihren Klemmspalten einklemmbar sind. Das in das Abtrieb
element eingeleitete Lastmoment kann durch das Gewicht des besetzten Sitzes
oder einem Federelement hervorgerufen werden, wobei der Drehsinn der bei
den Lastmomente gegenläufig ist. Wenn der Sitz unbelastet ist, wird das von
dem Federelement ausgeübte Lastmoment übertragen. Wenn der Sitz belastet
ist, wird das von dem belasteten Sitz ausgeübte Lastmoment abzüglich des von
dem Federelement ausgeübten Lastmomentes übertragen. Das Abtriebelement
ist eine Welle, die sich in Klemmstellung gegenüber dem Gehäuse nicht dre
hen kann, weil in beiden Drehrichtungen die Klemmrollen in ihre Klemmspalten
einrollen und somit eine Klemmverbindung zwischen Gehäuse und Welle auf
rechterhalten. Wenn die Klemmverbindung gelöst ist, dient das Lastmoment
der Verstellung der Sitzhöhe. Für betriebsbedingte Lastfälle ist die bekannte
Anordnung einwandfrei geeignet; Verstellungen der Sitzhöhe, ruckartige Bela
stungen, die durch Personen verursacht werden, die sich beispielsweise in den
Sitz hineinfallen lassen, werden problemlos mit der bekannten Klemmverbin
dung bewältigt. Nun sind jedoch Situationen - beispielsweise eine sprunghafte
Verzögerung des Fahrzeugs infolge eines Zusammenstoßes - denkbar, in de
nen das in das Abtriebelement eingeleitete Lastmoment größer wird als die
betriebsbedingten Lastmomente. In diesem Fall wird das zulässige Moment
zwischen Gehäuse und Welle überschritten, für das die Klemmverbindung
ausgelegt ist. Unter dieser Überlastung rollen die Klemmrollen unter Verfor
mung der Klemmrollen selbst und unter Verformung der Klemmrampen
und/oder der Klemmbahn immer weiter in den Klemmspalt hinein und können
ungünstigenfalls die engste Stelle des Klemmspalts passieren, wodurch die
Klemmverbindung aufgehoben und das Klemmgesperre zerstört ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Klemmgesperre nach den
Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 derart weiterzubilden, daß die
Klemmverbindung auch dann gewährleistet ist, wenn das betriebsbedingte
Lastmoment überschritten wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß zweite keilförmige
Klemmspalte vorgesehen sind, wobei im Anschluß an die zweiten Klemmspalte
Kreisringstücke vorgesehen sind, in denen zweite Rollkörper rollbar angeord
net sind, und wobei Mittel vorgesehen sind, um die zweiten Rollkörper aus den
Kreisringstücken heraus in die zweiten Klemmspalte hineinzuverlagern.
Wenn das betriebsbedingte Lastmoment überschritten wird rollen die ersten
Rollkörper weiter als vorgesehen in ihre ersten Klemmspalte hinein. In diesem
Fall werden die zweiten Rollkörper in die zweiten Klemmspalte hineinverlagert,
um ebenfalls in diesen zweiten Klemmspalten zu klemmen. Auf diese Weise
kann das mittels des Klemmgesperres übertragbare Lastmoment erheblich
erhöht werden, so daß auch bei einem sprunghaften Anstieg des Lastmomen
tes die Wirkung des Klemmgesperres aufrechterhalten bleibt.
In betriebsbedingten Situationen bleiben die zweiten Rollkörper innerhalb der
Kreisringstücke angeordnet und wälzen lediglich an den Kreisbogenstücken
ab, die die Kreisringstücke bilden. Diese Kreisbogenstücke können an zwei
Maschinenteilen ausgebildet sein, so daß in betriebsbedingten Situationen die
zweiten Rollkörper eine Lagerung des einen Maschinenteiles gegenüber dem
anderen Maschinenteil übernehmen können.
Eine besonders vorteilhafte erfindungsgemäße Weiterbildung sieht vor, daß
der Zentriwinkel des Kreisringstücks größer ist als ein Einrollwinkel, den der in
Klemmbereitschaft stehende erste Rollkörper unter der Einwirkung einer be
triebsbedingten Last bis zum Klemmen in dem ersten Klemmspalt zurücklegt.
Es können zwei Kreisringstücke unmittelbar aneinander anschließen, wobei die
jeweils freien Enden der Kreisringstücke an die zweiten Klemmspalte anschlie
ßen, wobei diese beiden anschließenden zweiten Klemmspalte sich in entge
gengesetzten Richtungen verjüngen. Die gesamte Erstreckung der beiden
Kreisringstücke entspricht dann dem doppelten Zentriwinkel. Damit ist sicher
gestellt, daß die zweiten Rollkörper auf keinen Fall in Klemmkontakt mit den
zweiten Klemmspalten gelangen, wenn lediglich betriebsübliche Situationen
auftreten.
Bei dem aus der DE 44 47 480-A bekannten Klemmgesperre ist bereits be
kannt, einen Käfig vorzusehen, in dessen Taschen Rollkörper angeordnet sind,
wobei dieser Käfig gegenüber den Klemmspalten schwenkbar ist. Dieser Käfig
wird in einer günstigen erfingungsgemäßen Weiterbildung mit zweiten Taschen
für die zweiten Rollkörper versehen, so daß sich insgesamt ein sehr kompaktes
erfindungsgemäßes Klemmgesperre darstellt. Der besondere Vorteil eines ge
meinsamen Käfigs für die ersten und zweiten Rollkörper besteht darin, daß die
ersten Rollkörper - wenn diese bei Überschreitung der betriebsüblichen Lasten
zu weit in ihre erste Klemmspalten hineingezwängt werden - diesen Käfig um
den Betrag eines Überlastwinkels mit drehen. Die zweiten Rollkörper sind vor
zugsweise ohne nennenswertes Spiel in diesem Käfig geführt, so daß die
zweiten Rollkörper wenigstens näherungsweise ebenfalls um den Betrag des
Überlastwinkels verlagert werden. Dieser Überlastwinkel jedoch ist größer als
der bereits erwähnte Zentriwinkel, so daß die zweiten Rollkörper in Klemmein
griff mit den zweiten Klemmspalten gebracht werden. Auf diese Weise wird
erreicht, daß das erfindungsgemäße Klemmgesperre einwandfrei Lastmomente
überträgt, die außerhalb der betriebsbedingten Lastmomente auftreten können.
Eine besonders zweckmäßige erfindungsgemäße Weiterbildung weist ein Ge
häuse mit einer zylindrischen Klemmbahn auf, wobei eine in dem Gehäuse
angeordnete Welle an ihrer der zylindrischen Klemmbahn zugewandten Man
telfläche mit Klemmrampen versehen ist, und wobei die Klemmrampen und die
zylindrische Klemmbahn die ersten und die zweiten Klemmspalten bilden. Die
Welle ist in vorteilhafter Weise mit Kreisbogenstücken versehen, die konzen
trisch zu der zylindrischen Klemmbahn angeordnet sind. Diese Kreisbogen
stücke bilden zusammen mit der zylindrischen Klemmbahn die Kreisringstücke.
Die Welle kann als Tiefziehteil ausgebildet sein, wobei die erwähnte Profilie
rung problemlos an dem Tiefziehwerkzeug vorgesehen sein kann. Selbstver
ständlich ist eine Anordnung denkbar, bei der das Gehäuse an seiner inneren
Mantelfläche mit den Klemmrampen und den Kreisbogenstücken versehen ist,
und daß die Welle mit der zylindrischen Klemmbahn versehen ist. Je nach An
wendungsfall kann die eine oder die andere Anordnung zweckmäßig sein. Die
erstgenannte Anordnung eignet sich beispielsweise für Anordnungen in Sitz
verstelleinrichtungen, wobei das Gehäuse gestellfest angeordnet ist.
Die Welle kann mit Paaren von den ersten Klemmspalten versehen sein, wobei
die Keilspitzen der ersten Klemmspalten eines Paares voneinander abgewandt
sind. Bei dieser Anordnung sind zwei erste Rollkörper vorgesehen, die jeweils
in Klemmbereitschaft mit je einem der beiden ersten Klemmspalten eines Paa
res angefedert sind. Diese beiden ersten Klemmspalten können beispielsweise
durch einen Vorsprung voneinander getrennt sein, wobei dieser Vorsprung
zusammen mit einer Nase des Käfigs einen Anschlag bilden, wie weiter unten
näher erläutert wird.
Vorzugsweise ist die Welle mit Paaren von den zweiten Klemmspalten verse
hen, wobei die Keilspitzen der zweiten Klemmspalten eines Paares voneinan
der abgewandt sind, wobei zwischen den zweiten Klemmspalten eines Paares
das Kreisringstück angeordnet ist, das an die zweiten Klemmspalten des Paa
res anschließt. Bei dieser besonders einfachen erfindungsgemäßen Weiterbil
dung genügt lediglich ein zweiter Rollkörper, der zwischen den beiden zweiten
Klemmspalten eines Paares angeordnet ist. In betriebsbedingten Situationen
rollt dieser zweite Rollkörper lediglich innerhalb des oben genannten Zentri
winkels an seinen Kreisbogenstücken ab. Wird in einer der beiden Drehrich
tungen der zweite Rollkörper aus dem Kreisringstück heraus verlagert, gelangt
er in Klemmeingriff mit einem der beiden zweiten Klemmspalten des Paares,
wobei wie beschrieben die gewünschten Effekte eintreten.
Aus der DE 44 47 480-A ist bekannt, daß der Käfig als Antriebselement vorge
sehen ist. Zu diesem Zweck wird der Käfig verdreht, wobei zunächst die in der
gewählten Drehrichtung in Klemmbereitschaft stehenden Klemmrollen außer
Eingriff mit ihren Klemmbahnen gebracht werden. Nach dem Freischalten
schlagen der Käfig und die Welle aneinander, so daß ein in den Käfig einge
leitetes Antriebsmoment in die Welle weitergeleitet wird.
Diese Anordnung kann für eine vorteilhafte erfindungsgemäße Weiterbildung
genutzt werden, bei der der Schaltwinkel kleiner ist als der Zentriwinkel des
Kreisringstücks. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß während des Frei
schattens der in Klemmbereitschaft stehenden ersten Rollkörper die zweiten
Rollkörper innerhalb des Zentriwinkels und somit in den Kreisringstücken an
geordnet bleiben.
Nachstehend wird die Erfindung anhand eines in einer Figur dargestellten er
findungsgemäßen Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt im Querschnitt ein erfindungsgemäßes Klemmgesperre.
Ein Gehäuse 1 ist an seiner inneren Mantelfläche mit einer zylindrischen
Klemmbahn 2 versehen. In dem Gehäuse 1 ist eine Welle 3 angeordnet, an
deren äußerer Mantelfläche mehrere über den Umfang verteilt angeordnete
Klemmrampen 4, 5 angeordnet sind. Zwei einander benachbarte Klemmrampen
4 sind durch jeweils einen Vorsprung 6 voneinander getrennt. Zwei durch den
Vorsprung 6 voneinander getrennte Klemmrampen 4 bilden ein Paar. Zwischen
zwei einander benachbarten Klemmrampen 5 ist ein Kreisbogenstück 7 ange
ordnet, das an die Klemmrampen 5 anschließt. Zwei durch ein Kreisbogenstück
7 voneinander getrennte Klemmrampen 5 bilden ebenfalls ein Paar. Das Kreis
bogenstück 7 ist konzentrisch zu der zylindrischen Klemmbahn 2 angeordnet.
Die zylindrische Klemmbahn 2 und die Klemmrampen 4 bilden erste keilförmige
Klemmspalten 8. Die zylindrische Klemmbahn 2 und die Klemmrampen 5 bilden
zweite keilförmige Klemmspalten 9.
Zwischen dem Gehäuse 1 und der Welle 3 ist ein Käfig 10 angeordnet. Der
Käfig 10 ist mit ersten Taschen 11 versehen, in denen erste Klemmrollen 12
angeordnet sind. Je zwei erste Klemmrollen 12 gehören zu einem Paar von
ersten Klemmspalten 8. Zwischen zwei ersten Klemmrollen 12 eines Paares
sind Federn 13 angeordnet, die die ersten Klemmrollen 12 in ihre ersten
Klemmspalte 8 hineinfedern und somit in Klemmbereitschaft halten.
Der Käfig 10 ist mit zweiten Taschen 14 versehen, in denen jeweils eine zweite
Klemmrolle 15 angeordnet ist. Die zweite Klemmrolle 15 ist in Umfangsrichtung
nahezu ohne Spiel in der zweiten Tasche 14 aufgenommen.
Lediglich gestrichelt ist an einer Stelle beispielhaft gezeigt, daß der Käfig 10
mit Nasen 16 versehen ist.
Die Kreisbogenstücke 7 bilden gemeinsam mit der zylindrischen Klemmbahn 2
Kreisringstücke 17. Die Erstreckung eines Kreisringstücks 17 in Umfangsrich
tung ist durch einen Zentriwinkel 2α definiert. Der einfache Zentriwinkel α
entspricht dem Winkel, der zwischen der Klemmrolle 15 und dem Ende des
Kreisringstücks 17 aufgespannt ist. Der einfache Zentriwinkel α entspricht dem
Weg, den die zweite Klemmrolle 15 aus der gezeigten Ausgangssituation bis
zum Verlassen des Kreisringstücks 17 zurücklegt.
Nachstehend wird die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Klemmgesper
res näher erläutert. In der gezeigten Darstellung sind das Gehäuse 1 und die
Welle 3 über die eingeklemmten ersten Klemmrollen 12 kraftschlüssig mitein
ander verbunden, da sämtliche ersten Klemmrollen 12 in Klemmbereitschaft
stehen. Um eine Relativdrehung der Welle 3 gegenüber dem Gehäuse 1 zu
ermöglichen, wird der Käfig 10 beispielsweise im Uhrzeigersinn verschwenkt.
Schließlich schlagen Schaltflächen 18 des Käfigs 10 an der jeweils links ange
ordneten ersten Klemmrolle 12 eines Paares an. Eine weitergehende Drehbe
wegung des Käfigs 10 verlagert diese links angeordneten ersten Klemmrollen
12 soweit, bis diese außer Klemmeingriff mit ihren ersten Klemmspalten 8 sind.
Danach schlagen die Nasen 16 des Käfigs 10 an die Vorsprünge 6 der Welle 3
an. Nun wird die Welle 3 formschlüssig mit dem Käfig 10 gedreht. Die Nasen
16 und die Vorsprünge 6 bilden Anschläge. Der Schaltwinkel zum Freischalten
der Klemmrollen 12 ist von seinem Betrag her kleiner als der Betrag des einfa
chen Zentriwinkels α. Die zweiten Klemmrollen 15 sind in der gezeigten Aus
gangsstellung jeweils in der Mitte des Zentriwinkels α angeordnet. Da der er
wähnte Schaltwinkel kleiner ist als der einfache Zentriwinkel α, bleiben die
zweiten Klemmrollen 12 innerhalb ihrer vorgesehenen Kreisringstücke 17.
Wird - ausgehend von der dargestellten Ausgangssituation - in die Welle 3 ein
Lastmoment eingeleitet, das die betriebsbedingten Lastmomente erheblich
überschreitet, geschieht folgendes: unter der Annahme, daß dieses erhöhte
Lastmoment im Uhrzeigersinn wirkt, werden zunächst die jeweils links ange
ordneten ersten Klemmrollen 12 eines Paares in ihre vorgesehenen ersten
Klemmspalten 8 hineingezwängt. Unter dieser Last können die Bauteile ela
stisch verformt werden, so daß eine erhebliche Verdrehung zwischen der Welle
3 und dem Gehäuse 1 eintritt. Aufgrund dieser Verdrehung findet auch eine
Verlagerung des Käfigs 10 und somit der zweiten Klemmrollen 15 statt. Der
unzulässig hohe Einrollwinkel der ersten Klemmrollen 12 ist nun von seinem
Betrag her größer als der einfache Zeintriwinkel α. Das bedeutet, daß die
zweiten Klemmrollen 15 aus ihren Kreisringstücken 17 heraus in die jeweils
links angeordneten zweiten Klemmspalten 9 eines Paares hineingezwängt
werden. Nun sind die zweiten Klemmrollen 15 ebenfalls eingeklemmt, wobei
die eingeklemmten zweiten Klemmrollen 15 das in die Welle 3 eingeleitete
Drehmoment wenigstens teilweise in das Gehäuse 1 einleiten. Auf diese Weise
ist sichergestellt, daß das überhöhte Lastmoment nicht lediglich von den für den
Normalbetrieb vorgesehenen ersten Klemmrollen 12, sondern auch von den
erfindungsgemäß vorgesehenen zweiten Klemmrollen 15 übertragen wird.
1
Gehäuse
2
zylindrische Klemmbahn
3
Welle
4
Klemmrampe
5
Klemmrampe
6
Vorsprung
7
Kreisbogenstück
8
erste Klemmspalte
9
zweite Klemmspalte
10
Käfig
11
erste Tasche
12
Klemmrolle
13
Feder
14
zweite Tasche
15
zweite Klemmrolle
16
Nase
17
Kreisringstück
18
Schaltfläche
Claims (11)
1. Klemmgesperre, das mit ersten keilförmigen Klemmspalten (8) versehen ist,
in die erste Rollkörper (12) hineingefedert sind, dadurch gekennzeichnet,
daß zweite keilförmige Klemmspalten (9) vorgesehen sind, wobei im An
schluß an die zweiten Klemmspalte (9) Kreisringstücke (17) vorgesehen
sind, in denen zweite Rollkörper (15) rollbar angeordnet sind, und wobei
Mittel (Käfig 10) vorgesehen sind, um die zweiten Rollkörper (15) aus den
Kreisringstücken (17) heraus in die zweiten Klemmspalte (9) hinein zu ver
lagern.
2. Klemmgesperre nach Anspruch 1, bei dem der Zentriwinkel (α) des Kreis
ringstücks (17) größer ist als ein Einrollwinkel, den der in Klemmbereitschaft
stehende erste Rollkörper (12) unter der Einwirkung einer betriebsbeding
ten Last bis zum Klemmen in dem ersten Klemmspalt (8) zurücklegt.
3. Klemmgesperre nach Anspruch 1, bei dem ein Käfig (10) vorgesehen ist, in
dessen ersten Taschen (11) die ersten Rollkörper (12) angeordnet sind,
wobei der Käfig (10) gegenüber den ersten Klemmspalten (8) schwenkbar
ist.
4. Klemmgesperre nach Anspruch 1, bei dem ein Käfig (10) vorgesehen ist, in
dessen zweiten Taschen (14) die zweiten Rollkörper (15) angeordnet sind,
wobei der Käfig (10) gemeinsam mit den zweiten Rollkörpern (15) gegen
über den zweiten Klemmspalten (9) schwenkbar ist.
5. Klemmgesperre nach den Ansprüchen 3 und 4, bei dem der Käfig (10) mit
den ersten und zweiten Taschen (11, 14) für die ersten und zweiten Roll
körper (12, 15) versehen ist.
6. Klemmgesperre nach Anspruch 1, bei dem ein Gehäuse (1) eine zylindri
sche Klemmbahn (2) aufweist, wobei eine in dem Gehäuse (1) angeordnete
Welle (3) an ihrer der zylindrischen Klemmbahn (2) zugewandten Mantelflä
che mit Klemmrampen (4, 5) versehen ist, und wobei die Klemmrampen (4,
5) und die zylindrische Klemmbahn (2) die ersten und die zweiten Klemm
spalten (8, 9) bilden.
7. Klemmgesperre nach Anspruch 6, bei dem zwischen zwei Klemmrampen (5)
ein Kreisbogenstück (7) vorgesehen ist, wobei das Kreisbogenstück (7)
gemeinsam mit der zylindrischen Klemmbahn (2) das Kreisringstück (17)
bildet.
8. Klemmgesperre nach Anspruch 6, bei dem die Welle (3) mit Paaren von
den ersten Klemmspalten (8) versehen ist, wobei die Keilspitzen der ersten
Klemmspalten (8) eines Paares voneinander abgewandt sind.
9. Klemmgesperre nach Anspruch 6, bei dem die Welle (3) mit Paaren von
den zweiten Klemmspalten (9) versehen ist, wobei die Keilspitzen der
zweiten Klemmspalten (9) eines Paares voneinander abgewandt sind und
wobei zwischen den zweiten Klemmspalten (9) eines Paares das Kreisring
stück (17) angeordnet ist, das an die zweiten Klemmspalten (9) des Paares
anschließt.
10. Klemmgesperre nach den Ansprüchen 5 und 6, bei dem ein Anschlag (Na
se 16 und Vorsprung 6) derart vorgesehen ist, daß der Käfig (10) zum Frei
schalten von ersten Rollkörpern (12) um einen Schaltwinkel gedreht wird
und nach dem Freischalten an der Welle (3) anschlägt.
11. Klemmgesperre nach Anspruch 10, bei dem der Schaltwinkel kleiner ist als
ein Zentriwinkel (α) des Kreisringstücks (17).
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|---|---|---|---|
| DE1999116295 DE19916295A1 (de) | 1999-04-12 | 1999-04-12 | Klemmgesperre |
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Owner name: INA-SCHAEFFLER KG, 91074 HERZOGENAURACH, DE |
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