DE19916907C2 - Absorptionswärmepumpe und Verfahren zum Betrieb einer Absorptionswärmepumpe - Google Patents
Absorptionswärmepumpe und Verfahren zum Betrieb einer AbsorptionswärmepumpeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Absorptionswärmepumpe sowie ein Verfahren zum
Betrieb einer Absorptionswärmepumpe.
Bei Absorptionswärmepumpenanlagen wird in einem Kocher eine ein Kältemittel enthal
tende Lösung beispielsweise mittels eines Gas- oder Ölbrenners, elektrisch oder auch unter
Zuhilfenahme zusätzlicher Wärmetauscher mittels Abwärme oder Solarenergie erwärmt, um
Kältemittel als Kältemitteldampf aus der Lösung auszutreiben. Der Kältemitteldampf wird
durch diesen Vorgang auf ein Hochtemperaturniveau bzw. Hochdruckniveau gebracht. Der
Kältemitteldampf wird dann in einem Kondensator gegen ein Heizmittel kondensiert und
führt so dem Heizmittel Wärme zu. Das stark abgekühlte und entspannte Kältemittel wird
einem Verdampfer, in welchem es gegen ein Medium, das dem Kältemittel Umgebungs
energie zuführt, verdampft und anschließend mindestens einem Absorber zugeführt.
Die an Kältemittel verarmte Lösung aus dem Kocher wird über einen Wärmetauscher dem
Absorber zuführt, wo sich die an Kältemittel verarmte Lösung mit Kältemittel, welches den
Verdampfer durchlaufen hat, vereinigt. Die dabei entstehende Lösungswärme wird dem
Austreiberprozeß und dem Verbraucher zur Verfügung gestellt oder nur an den Verbraucher
abgeführt. Die dabei entstehende an Kältemittel reiche Lösung von dem Absorber wird mit
tels einer Lösungspumpe von dem Niederdruckniveau des Absorbers, welches ungefähr dem
Verdampfungsdruck entspricht, auf ein Hochdruckniveau gepumpt und erneut dem Kocher
zugeführt. Schließlich wird das in dem Kondensator erwärmte Heizmittel einem Verbrau
cher zugeführt und das von dem Verbraucher abgekühlte Heizmittel zu dem Kondensator
zurückgeleitet.
Wird bei einer Absorptionswärmepumpenanlage die Beheizung des Kochers abgeschaltet,
so wird die im Betrieb der Absorptionswärmepumpe vorherrschende Konzentrationsschich
tung im Kocher abgebaut und auf das Niveau der an Kältemittel armen Lösung gebracht.
Während eines instationären Anfahrvorgangs kann erst durch allmähliches Zuführen von
reicher Lösung eine für den stationären Betriebszustand erforderliche Konzentrationsschich
tung im Kocher aufgebaut werden. Nach einem Abschalten des Kochers sind daher bei
Wiederinbetriebnahme einer solchen Anlage erhebliche Anfahrzeiten und Energieverluste in
Kauf zu nehmen.
Um diese Probleme zu überwinden, wird in EP 0 202 432 B1 eine taktende Absorptions
wärmepumpenanlage vorgeschlagen, bei welcher der Hochdruckteil und der Niederdruckteil
im Stillstand mittels Magnetventilen versperrt sind, um die Wiederanfahrverluste zu mini
mieren. Nachteilig bei dieser Technik ist, daß bei einer Veränderung der Brennerleistung,
die z. B. durch Temperaturschwankungen verursacht sein kann, ein Wärmepumpenbetrieb
nicht immer gewährleistet ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Absorptionswärmepumpe sowie ein
Verfahren zum Betrieb einer Absorptionswärmepumpe der eingangs beschriebenen Art zu
schaffen, bei welcher bzw. bei welchem die beim Anfahren der Absorptionswärmepumpe
entstehenden Energieverluste minimiert werden während dennoch fortwährend ein zuver
lässiger Betrieb der Wärmepumpe gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren zum Betrieb einer Absorptionswärmepumpe, wie
es im Oberbegriff von Anspruch 1, der auf EP 0 202 432 B1 basiert, definiert ist, dadurch
gelöst, daß die Außentemperatur und die Temperatur des Heizmittels gemessen werden und
die Leistung des Brenners in Abhängigkeit von den gemessenen Temperaturwerten einge
stellt wird, daß die Menge des dem Verdampfer zugeführten Kältemittels geregelt wird, daß
die Menge der dem mindestens einen Absorber zugeführten, an Kältemittel verarmten
Lösung geregelt wird, und daß ferner die Fördermenge der Lösungspumpe geregelt wird.
Entsprechend wird die gestellte Aufgabe ferner bei einer Absorptionswärmepumpe, wie sie
im Oberbegriff von Anspruch 22, der ebenfalls auf EP 0 202 432 B1 basiert, definiert ist,
dadurch gelöst, daß ferner vorgesehen sind: eine erste Regeleinrichtung, die einen im Freien
angeordneten Außenfühler zum Messen der Außentemperatur, mindestens einen Heizmittel
fühler zum Messen der Temperatur des Heizmittels, sowie einen ersten Regler zum Regeln
der Leistung des Brenners in Abhängigkeit von den gemessenen Temperaturwerten umfaßt,
eine zweite Regeleinrichtung zum Regeln der Menge des dem Verdampfer zugeführten
Kältemittels, eine dritte Regeleinrichtung zum Regeln der Menge der dem mindestens einen
Absorber zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung, sowie eine vierte Regeleinrichtung
zum Regeln der Fördermenge der Lösungspumpe.
Durch die erfindungsgemäße Lösung, die mittels der genannten Steuer- und Regelkreise
einen modulierenden Betrieb der Absorptionswärmepumpe ermöglicht, werden instationäre
Anfahrverluste minimiert, während gleichzeitig ein zuverlässiger Wärmepumpenbetrieb
gewährleistet wird. Ein Taktbetrieb, wie er bei den im Stand der Technik vorgeschlagenen
Anlagen vorgesehen war, wird durch die modulierende Technik unterbunden.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die bei dem erfindungsgemäßen Konzept betei
ligten Steuerungs- und Regelungsvorgänge, d. h. die Brennersteuerung, die Kondensatdros
selregelung, die Lösungsdrosselregelung sowie die Lösungspumpenregelung, getrennt voneinander
beschrieben. Es versteht sich jedoch, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
und der erfindungsgemäßen Vorrichtung alle vier der genannten Steuerungs- und Rege
lungsvorgänge gleichzeitig implementiert sind.
Die Erfindung, deren bevorzugte Ausführungsbeispiele in den Unteransprüchen angegeben
sind, wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Einzelnen erläutert,
wobei
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Aufbaus einer Absorptionswärmepumpe sowie
einer darin verwendeten Brennersteuerung nach der Erfindung zeigt;
Fig. 2 bis 4 Darstellungen ähnlich Fig. 1 sind, in welchen Ausführungsbeispiele der gemäß
dem vorliegend beschriebenen Absorptionswärmepumpenkonzept verwendeten Kon
densatdrosselregelung veranschaulicht sind;
Fig. 5 bis 7 Darstellungen ähnlich Fig. 1 sind, in welchen Ausführungsbeispiele der gemäß
dem vorliegend beschriebenen Absorptionswärmepumpenkonzept eingesetzten
Lösungsdrosselregelung veranschaulicht sind; und
Fig. 8 eine Darstellung ähnlich Fig. 1 ist, in welcher ein Ausführungsbeispiel einer gemäß
dem vorliegend beschriebenen Absorptionswärmepumpenkonzept verwendeten
Lösungspumpenregelung dargestellt ist.
Wie in Fig. 1 schematisch angedeutet ist, umfaßt eine Absorptionswärmepumpe einen
Kocher oder Austreiber 1, in welchem mittels eines Brenners 2 eine ein Kältemittel enthal
tende Lösung erwärmt wird, um Kältemittel als Kältemitteldampf aus der Lösung auszutrei
ben. Bei der Ausgestaltung nach Fig. 1 wird der Kältemitteldampf in einer Leitung 30 über
einen Rektifikator 3 einem Kondensator 13 zugeleitet, in welchem der Kältemitteldampf
gegen ein Heizmittel kondensiert wird. Das auf diese Weise erwärmte Heizmittel wird wie
derum in einer Leitung 32, dem sogenannten Vorlauf, einem Verbraucher 34, beispielsweise
einem Radiator, zugeführt.
Heizmittel, welches den Verbraucher 34 passiert hat, kehrt über eine Leitung 36, den soge
nannten Rücklauf, zurück zu der Absorptionswärmepumpe. Insbesondere kann das in dem
Verbraucher 34 abgekühlte Heizmittel in einem Abgaswärmetauscher 9 gegen aus dem
Brenner 2 austretendes heißes Abgas, welches bei 44 in die Atmosphäre entlassen oder
anderweitig entsorgt oder verarbeitet wird, wird, erwärmt werden, bevor es einem Absorber
6 zugeführt wird. Nach Passieren des Absorbers 6, bei dem es sich beispielsweise um einen
Plattenwärmetauscher handeln kann, wird das Heizmittel in einer Leitung 38 erneut dem
Kondensator 13 zugeleitet, so daß sich ein geschlossener Heizmittelkreis ergibt.
Das in dem Kondensator 13 gegen das sich erwärmende Heizmittel stark abgekühlte und
entspannte Kältemittel wird in einer Leitung 40 einem Nachkühler 10 zugeleitet, von welchem
aus es über eine Drosselstelle 12 einem Verdampfer 11 zugeführt wird. In dem Ver
dampfer 11 wird dem Kältemittel Umgebungsenergie zugeführt, wobei es sich hier insbe
sondere um Wärme handeln kann, die in der Umgebung (in Fig. 1 bei 42 angedeutet) des
durch den Verbraucher 34 zu beheizenden Gebäudes z. B. im Erdreich, in Wasser, in Luft,
insbesondere in Sole gespeichert ist.
Kältemittel, welches den Verdampfer 11 verläßt, wird erneut durch den Nachkühler 10 ge
leitet und von dort zu dem Absorber 6. In dem Absorber 6 oder, wie es in Fig. 1 dargestellt
ist, in einem vor dem Absorber angeordneten Mischer 46 wird das Kältemittel mit Lö
sungsmittel gemischt, welches den Kocher 1 über eine Leitung 48 verlassen hat. Die dabei
entstehende Lösungswärme wird dem Austreiberprozeß im Kocher 1 und dem Verbraucher
34 zur Verfügung gestellt oder nur an den Verbraucher 34 abgeführt. Die den Absorber 6
verlassende an Kältemittel reiche Lösung wird nach Passieren eines Lösungsvorratsbehäl
ters 7 mittels einer Lösungspumpe 8 von dem Niederdruckniveau des Absorbers 6, welches
ungefähr dem Verdampfungsdruck entspricht, auf ein Hochdruckniveau gepumpt und erneut
dem Kocher 1 zugeführt. Hierbei kann die an Kältemittel reiche Lösung von dem Absorber
6 wie in Fig. 1 dargestellt über den Rektifikator 3 und einen Wärmetauscher 4 geleitet wer
den, in welchen die an Kältemittel reiche Lösung einem Wärmeaustausch gegen den den
Kocher 1 verlassenden Kältemitteldampf bzw. das den Kocher 1 verlassende Lösungsmittel
unterzogen wird. Kältemittel, welches bereits im Rektifikator 3 kondensiert, wird über einen
Rücklauf 50 erneut dem Kocher 1 zugeleitet.
Der bis hier beschriebene generelle Aufbau der vorliegenden Absorptionswärmepumpe ist
allen nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen gemein und wird daher bei der Be
schreibung der übrigen Zeichnungen nicht erneut beschrieben werden. Die folgende Be
schreibung konzentriert sich in erster Linie auf die einzelnen Steuerungs- und Regelungs
aspekte des erfindungsgemäßen Konzepts. Wie bereits erwähnt, sind in den einzelnen
Zeichnungen nicht alle Steuerungs- und Regelungsaspekte gleichzeitig dargestellt sondern
werden die Brennersteuerung, die Kondensatdrosselregelung, die Lösungsdrosselregelung
sowie die Lösungspumpenregelung nacheinander anhand von schematischen Teilzeichnun
gen erläutert.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1 werden zunächst die die Brennersteuerung betreffenden Kom
ponenten beschrieben. Ziel der Absorptionswärmepumpenbrennersteuerung ist es, eine dem
Wärmebedarf des zu beheizenden Gebäudes angepaßte Regelung der Brennerleistung zu
erreichen, um so ein kontinuierliches Arbeiten der Absorptionswärmepumpe zu gewährlei
sten. Das vorliegend beschriebene Konzept basiert, anders als die eingangs beschriebenen
bekannten Systeme, auf der Erkenntnis, daß es bei geeigneter Steuerung und Regelung der
Anlage durchaus sinnvoll und energetisch lohnend ist, die Absorptionswärmepumpe bei
einem verminderten Heizbedarf nicht gänzlich abzuschalten sondern herunterzuregeln, da
die andernfalls bei einem erneuten Anfahren der Anlage auftretenden Verluste die durch die
Abschaltung erzielte Energieeinsparung überwiegen.
Bei Einrichtung gemäß Fig. 1 sind ein Außenfühler 14 zum Messen der Umgebungstempe
ratur und ein Heizmittelfühler zum Messen der Temperatur des Heizmittels vorgesehen,
wobei der Heizmittelfühler als ein Rücklauffühler 15 zur Erfassung der Rücklauftemperatur
oder als ein Vorlauffühler 16 zum Erfassung der Rücklauftemperatur ausgeführt sein kann.
Der Außenfühler 14 sowie der Rücklauffühler 15 und/oder der Vorlauffühler 16 sind mit
einem Regler 17 verbunden, dessen Ausgang mit dem Brenner 2 verbunden ist. Bei dem
Brenner 2 handelt es sich hierbei um einen regelbaren Brenner mit einer Leistungsaufnahme
von beispielsweise 4 bis 18 kW. Der Regler 17 vergleicht die gemessene Rücklauf oder
Vorlauftemperatur mit einem Sollwert und drosselt die Brennerleistung bei Annäherung der
Rücklauf bzw. der Vorlauftemperatur an den Sollwert. Die Regelung kann hierbei entspre
chend voreingestellter Heizkurven erfolgen. So kann einerseits die Brennerleistung direkt
mit der gemessenen Außentemperatur in Beziehung gesetzt werden, indem bestimmten
Außentemperaturwerten bestimmte Werte für die Leistungsaufnahme des Brenners zugeord
net werden. So könnte beispielsweise einer Außentemperatur von +15°C eine Brenner
leistung von 4 kW zugeordnet werden, während bei einer Außentemperatur von -15°C die
Brennerleistung 13 kW betragen soll. Als Steilparameter für die Leistung des Brenners
können jedoch auch die Vorlauf und/oder die Rücklauftemperatur dienen. So kann bei
spielsweise einer Außentemperatur von +15°C eine Rücklauftemperatur von 25°C zuge
ordnet sein, während einer Außentemperatur von -15°C eine Rücklauftemperatur von 45°C
zugeordnet ist. Neben dem Vergleich von Sollwert und Istwert der Rücklauf oder der Vor
lauftemperatur kann jedoch auch die Temperaturspreizung des Heizmittels, d. h. die Diffe
renz zwischen Vorlauf und Rücklauftemperatur, als Regelparameter dienen. Die genannten
Regelungsarten können hierbei einzeln oder gemeinsam implementiert sein. Die beschrie
bene Brennersteuerung paßt somit die gesamte durch den Absorptionsprozeß erzeugte
Wärmeenergie modulierend dem Wärmebedarf des zu beheizenden Gebäudes an, der sich
beispielsweise durch individuelle Einstellungen (z. B. Heizkörper werden geschlossen) oder
aber durch Fremdeinwirkung (Variation der Sonneneinstrahlung etc.) ständig ändern kann.
Um bei der vorstehend beschriebenen modulierenden Brennersteuerung die Kondensation
des Kältemittels im Kondensator über den gesamten modulierenden Wärmepumpenbetrieb
zu gewährleisten, wird gemäß dem vorliegend beschriebenen Konzept die Kondensatdrossel
geregelt. Die Kondensatdrosselregelung hat auch die Aufgabe, einen unnötig hohen Kon
densationsdruck zu vermeiden und trägt damit zu einer Verbesserung des Gesamtwirkungs
grades bei.
Wie im folgenden unter Bezugnahme auf die Fig. 2 bis 4 im Einzelnen erläutert wird, kann
die Kondensatdrossel unter Zuhilfenahme mehrerer unterschiedlicher Regelparameter erfolgen.
Insbesondere kann, wie es in Fig. 2 veranschaulicht ist, mittels eines Drucksensors 18
der Druck pKKein des in den Kondensator 13 eintretenden Kältemitteldampfes gemessen
werden. Dieser Druckwert pKKein kann dann unter Zuhilfenahme der dem Fachmann geläu
figen Fundamentalgleichung von Ziegler in einen Temperaturwert TKKein umgerechnet
werden. Mittels eines Reglers 19, im veranschaulichten Beispiel ein PID-Regler, wird dann
der so errechnete Temperaturwert TKKein mit einer Referenztemperatur verglichen, um ein
Ausgangssignal zur Ansteuerung eines stetig regelbaren Stellorgans zu bilden. Bei der in
Fig. 2 dargestellten Ausführungsform wird als die Referenztemperatur die Temperatur
TVorlauf des aus dem Kondensator 13 austretenden Heizmittels benutzt, die mittels eines
Temperaturfühlers 16 gemessen wird. Ist die Temperaturdifferenz TKKein - TVorlauf kleiner als
ein vorgegebener Sollwert von z. B. 1 bis 4 K, so wird die Menge des dem Verdampfer 11
zugeführten Kältemittels mittels der regelbaren Drosselstelle 12, die beispielsweise als
pulsweitenmoduliertes Ventil ausgeführt sein kann, verkleinert. Ist hingegen die besagte
Temperaturdifferenz größer als der vorgegebene Sollwert, so wird die Menge des dem Ver
dampfer 11 zugeführten Kältemittels vergrößert. Mittels des Sollwerts wird gewährleistet,
daß sich immer eine Kondensatunterkühlung von ca. 2 bis 5 K einstellt. Ist die Differenz
TKKein - TVorlauf gleich dem vorgegebenen Sollwert, so ist die Ventilstellung optimal.
Eine Variante der Kondensatdrosselregelung von Fig. 2 ist in Fig. 3 skizziert. Anstelle des
Drucksensors 18 (Fig. 2) ist hier ein Temperatursensor 20 vorgesehen, der die Temperatur
TKKaus des aus dem Kondensator 13 austretenden Kältemittels erfaßt. Diese Temperatur
TKKaus wird wiederum mit der Temperatur TVorlauf des aus dem Kondensator 13 austretenden
Heizmittels verglichen. Anhand der mit einem Regler 19 ermittelten Temperaturdifferenz
zwischen der Vorlauftemperatur TVorlauf, die der Kondensationstemperatur entspricht, und
der Temperatur TKKaus des Kondensats läßt sich die herrschende Kondensatunterkühlung be
werten. Wird für die Kondensatunterkühlung ein Sollwert vorgegeben, so kann die Drossel
stelle 12 basierend auf einem Vergleich zwischen der genannten Temperaturdifferenz mit
diesem Sollwert ganz oder teilweise geöffnet oder geschlossen werden. Der Sollwert der
Kondensatunterkühlung liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 2 und 5 K.
Eine weitere Variante der Kondensatdrosselregelung von Fig. 2 ist in Fig. 4 dargestellt. Das
Ausführungsbeispiel der Fig. 4 unterscheidet sich von dem der Fig. 3 darin, daß die Tempe
ratur des Heizmittels nicht am Auslaß des Kondensators 13 sondern an dessen Einlaß ge
messen wird. Die mittels eines Temperatursensors 20 gemessene Temperatur TKKaus des aus
dem Kondensator 13 austretenden Kältemittels wird dann mit der mittels eines Temperatur
sensors 21 gemessenen Temperatur THKein des in den Kondensator 13 eintretenden Heiz
mittels verglichen, wobei zu diesem Zweck der Regler 19 vorzugsweise einen Differenz
bildner umfaßt. Wie bei den obigen Ausführungsbeispielen kann die sich aus dem Vergleich
der beiden genannten Temperaturen ergebende Temperaturdifferenz wiederum mit einem
Sollwert verglichen und die Drosselstelle in Abhängigkeit von diesem Vergleich geregelt
werden.
Bezugnehmend auf die Fig. 5 bis 7 wird nachstehend die bei dem vorliegenden Absorp
tionswärmepumpenkonzept eingesetzte Lösungsdrosselregelung erläutert. Die in den Zeich
nungen gezeigte Lösungsdrossel 5 bestimmt den Strom der aus dem Kocher 1 über den
Wärmetauscher 4 ausgeleiteten, an Kältemittel armen Lösung, die in dem Mischer 46
(Fig. 1) mit aus dem Nachkühler 10 austretenden Kältemittel gemischt wird, bevor sie in
den Absorber 6 eingeleitet wird. Durch Verstellung der Lösungsdrossel 5 wird der bei nied
rigem Druck betriebene Absorber bzw. der Verdampfungsdruck beeinflußt. Ziel dieser Re
gelung ist es, den Niederdruck in jedem Betriebszustand der Wärmepumpe so zu halten, daß
der Verdampfer 11 die maximal mögliche Energie aufnimmt und gleichzeitig gewährleistet
ist, daß sich nicht ein unnötig hoher Massenstrom der an Kältemittel armen Lösung einstellt.
Wird die Lösungsdrossel 5 geöffnet, so hat dies eine Reihe von Auswirkungen:
- - der Durchfluß und somit die Konzentration der an Kältemittel armen Lösung nehmen zu,
- - der spezifische Lösungsumlauf wird größer,
- - das Lösungsfeld wird weiter zusammengezogen,
- - die Konzentrationsdifferenz und damit auch die Temperaturdifferenz zwischen Kesselfuß und Kesselkopf des Kochers verringert sich,
- - die Konzentration der "reichen" Lösung im Absorber wird kleiner
- - der Niederdruck sinkt.
Eine Schließung der Lösungsdrossel hat entsprechend gegenteilige Effekte.
Entsprechend Fig. 5 wird mittels eines Temperaturfühlers 22 die Temperatur TKVein des dem
Verdampfer 11 zugeführten Kältemittels gemessen. Mit Hilfe eines zweiten Temperatur
fühlers 23 wird die Temperatur TKVaus des aus dem Verdampfer 11 austretenden Kältemit
tels erfaßt. Ein PID Regler 26 bildet aus den beiden gemessenen Temperaturwerten eine
Differenz und legt basierend auf dem Ergebnis der Differenzbildung ein Stellsignal an die
Lösungsdrossel 5 an. Insbesondere wird die ermittelte Temperaturdifferenz ähnlich wie bei
den oben beschriebenen Verfahren mit einem vorgegebenen Sollwert verglichen, wobei bei
der vorliegend beschriebenen Ausgestaltung ein besonders bevorzugter Bereich für diesen
Sollwert von 7 bis 10 K reicht. Ist die ermittelte Temperaturdifferenz größer als der vorge
gebene Sollwert, so wird die Lösungsdrossel 5 geschlossen; ist die ermittelte Temperatur
differenz kleiner als der vorgegebene Sollwert, wird die Lösungsdrossel 5 geöffnet. Die
Regelung der Lösungsdrossel 5 kann darüberhinaus auch durch eine Messung der Vorlauf
temperatur, wie sie unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und 3 erläutert wurde, beeinflußt
werden, indem der Sollwert für die Differenz zwischen der Temperatur TKVein des dem Verdampfer
11 zugeführten Kältemittels und der Temperatur TKVaus des aus dem Verdampfer
11 austretenden Kältemittels in Abhängigkeit von der Vorlauftemperatur TVorlauf variiert
wird. Beispielsweise kann die Regelung so angelegt sein, daß der Sollwert für die genannte
Temperaturdifferenz am Verdampfer bei einer Vorlauftemperatur von 30°C z. B. 14 K be
trägt, während dieser Sollwert bei einer Vorlauftemperatur von 50°C auf z. B. 7 K abge
senkt wird.
Bei der in Fig. 6 skizzierten Variante der Lösungsdrosselregelung gemäß Fig. 5 wird die
mittels des Temperaturfühlers 22 gemessene Temperatur TKVein des dem Verdampfer 11
zugeführten Kältemittels mit der mittels eines Temperaturfühlers 24 gemessenen Tempera
tur TMVein des dem Verdampfer 11 zugeführten Mediums (Sole, Wasser, Luft etc.) vergli
chen. Basierend auf diesem Vergleich liefert der Regler 26 in Abhängigkeit von einem vor
gegebenen Sollwert ein Stellsignal an die Lösungsdrossel 5.
Eine weitere Variante der Lösungsdrosselregelung ist in Fig. 7 dargestellt, wobei hier mit
tels eines Druckaufnehmers 28 der Druck pKVaus des aus dem Nachkühler 10 austretenden
Kältemittels sowie mittels eines Temperaturfühlers 24 die Temperatur TKVaus des aus dem
Verdampfer 11 austretenden Kältemittels gemessen werden. Der gemessene Druckwert
kann dann ähnlich wie es oben unter Bezugnahme auf die vorliegend eingesetzte Konden
satdrosselregelung beschrieben wurde, in einen Temperaturwert umgerechnet und durch
Differenzbildung mit dem mittels des Temperaturfühlers 24 gemessenen Temperaturwert
verglichen werden. Die so ermittelte Temperaturdifferenz wird dann mit einem vorgegebe
nen Sollwert verglichen, um ein Steuersignal für die Lösungsdrossel 5 zu erhalten. Die in
Fig. 7 gezeigte Anordnung des Druckaufnehmers 28 und des Temperaturfühlers 24 könnte
ferner dahingehend abgewandelt werden, daß beide Aufnehmer an im wesentlichen der
gleichen Stelle des Prozeßablaufs angeordnet werden. Insbesondere könnten sowohl der
Druckaufnehmer 28 als auch der Temperaturfühler 24 zwischen dem Nachkühler 10 und
dem Mischer 46 oder aber zwischen dem Verdampfer 11 und dem Nachkühler 10 plaziert
werden.
Fig. 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel der bei dem vorliegenden Absorptionswärmepumpen
konzept eingesetzten Lösungspumpenregelung. Wie unter Bezugnahme auf Fig. 1 erläutert
wurde, wird die den Absorber 6 verlassende, an Kältemittel reiche Lösung nach Passieren
des Lösungsvorratsbehälters 7 mittels einer Lösungspumpe 8 von dem Niederdruckniveau
des Absorbers 6 auf ein Hochdruckniveau gepumpt und erneut dem Kocher 1 zugeführt. Bei
dem in Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel der Lösungspumpenregelung wird mittels
eines in dem Lösungsvorratsbehälter 7 angeordneten Schwimmers 29, vorteilhafterweise
eines magnetinduktiven Schwimmers, der Füllstand des Lösungsvorratsbehälters 7 erfaßt
und basierend auf dem gemessenen Füllstand die Drehzahl der Lösungspumpe 8 und somit
der Lösungsmassenstrom dem Prozeß angepaßt.
Claims (34)
1. Verfahren zum Betrieb einer Absorptionswärmepumpe bei dem
- a) in einem Kocher (1) eine ein Kältemittel enthaltende Lösung mittels eines Brenners (2) erwärmt wird, um Kältemittel als Kältemitteldampf auszutreiben;
- b) der Kältemitteldampf in einem Kondensator (13) gegen ein Heizmittel konden siert wird, um dem Heizmittel Wärme zuzuführen;
- c) das Kältemittel von dem Kondensator einem Verdampfer (11), in welchem es gegen ein Medium verdampft wird, und anschließend mindestens einem Absor ber (6) zugeführt wird;
- d) an Kältemittel verarmte Lösung aus dem Kocher über einen Wärmetauscher (4) dem mindestens einen Absorber zuführt wird, wo sich die an Kältemittel ver armte Lösung mit Kältemittel, welches den Verdampfer durchlaufen hat, ver einigt;
- e) an Kältemittel reiche Lösung von dem Absorber mittels einer Lösungspumpe (8) auf ein Hochdruckniveau gepumpt und erneut dem Kocher zugeführt wird; und
- f) das in dem Kondensator (13) erwärmte Heizmittel einem Verbraucher zugeführt wird und das von dem Verbraucher abgekühlte Heizmittel zu dem Kondensator zurück geführt wird;
- a) die Außentemperatur und die Temperatur des Heizmittels gemessen werden und die Leistung des Brenners (2) in Abhängigkeit von den gemessenen Tempera turwerten eingestellt wird;
- b) die Menge des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels geregelt wird (19);
- c) die Menge der dem mindestens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung geregelt wird; und
- d) die Fördermenge der Lösungspumpe (8) geregelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Kondensator
(13) austretende Kältemittel in indirekten Wärmeaustausch mit aus dem Verdampfer
(11) austretendem Kältemittel gebracht wird, bevor es dem Verdampfer (11) zugeführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur
(TRücklauf) des Heizmittels nach Durchlaufen des Verbrauchers gemessen wird (Rücklauftemperatur).
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücklauftemperatur
(TRücklauf) wiederholt gemessen wird und
- 1. (g1) der gemessene Wert der Rücklauftemperatur mit einem Sollwert verglichen wird; und
- 2. (g2) die Brennerleistung bei Annäherung des gemessenen Werts der Rücklauftempe ratur an den Sollwert der Rücklauftemperatur gedrosselt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tem
peratur (TVorlauf) des dem Verbraucher von dem Kondensator zugeführten Heizmittels
gemessen wird (Vorlauftemperatur).
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorlauftemperatur
(TVorlauf) wiederholt gemessen wird und
- 1. (g1) der gemessene Wert der Vorlauftemperatur mit einem Sollwert verglichen wird; und
- 2. (g2) die Brennerleistung bei Annäherung des gemessenen Werts der Vorlauftempe ratur zum Sollwert der Vorlauftemperatur gedrosselt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rücklauftemperatur (TRücklauf) und die Vorlauftemperatur (TVorlauf) wiederholt
gemessen werden und
- 1. (g1) bei jeder Messung die Differenz aus den gemessenen Werten der Vorlauftempe ratur und der Rücklauftemperatur gebildet wird; und
- 2. (g2) die Brennerleistung gedrosselt wird, wenn die Differenz bei einer Messung kleiner als bei der vorhergehenden Messung ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Außentemperatur (TA) wiederholt gemessen und die Brennerleistung mit sinkender
Außentemperatur erhöht wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. (h1) der Druck (pKKein) des in den Kondensator (13) eintretenden Kältemitteldampfes und die Temperatur (TVorlauf) des aus dem Kondensator austretenden Heizmittels gemessen werden; und
- 2. (h2) die Menge des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels in Abhängigkeit von den gemessenen Druck- und Temperaturwerten (pKKein, TVorlauf) eingestellt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. (h21) der gemessene Druckwert (pKKein) in einen Temperaturwert (TKKein) umgerech
net wird und mittels des so errechneten Temperaturwerts (in Kelvin) und der
Vorlauftemperatur (in Kelvin) entsprechend der nachstehenden Formel (I)
A = TKKein - TVorlauf - B (I)
wobei B einen Wert zwischen 0,5 und 10 K vorzugsweise zwischen 1 und 4 K hat,
eine Stellgröße A berechnet wird; und - 2. (h22) die Menge des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels vergrößert wird, wenn A größer als Null ist; und
- 3. (h23) die Menge des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels verkleinert wird, wenn A kleiner als Null ist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. (h1) die Temperatur (TKKaus) des aus dem Kondensator (13) austretenden Kälte mittels und die Temperatur (TVorlauf) des aus dem Kondensator austretenden Heizmittels gemessen werden; und
- 2. (h2) die Drosselstelle (12) in Abhängigkeit von den gemessenen Temperaturwerten (TKKaus, TVorlauf) eingestellt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. (h21) die Differenz der gemessenen Temperaturwerte entsprechend der nachstehen
den Formel (II) mit einem Sollwert D verglichen wird:
C = (TVorlauf - TKKaus) - D (II)
um eine Stellgröße C zu erhalten, wobei D einen Wert zwischen 1 und 10 K, vorzugsweise zwischen 2 und 5 K hat; und - 2. (h22) die Menge des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels vergrößert wird, wenn C größer als Null ist; und
- 3. (h23) die Menge des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels verkleinert wird, wenn C kleiner als Null ist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. (h1) die Temperatur (TKKaus) des aus dem Kondensator austretenden Kältemittels und die Temperatur (THKein) des in den Kondensator (13) eintretenden Heiz mittels gemessen werden; und
- 2. (h2) die Drosselstelle (12) in Abhängigkeit von den gemessenen Temperaturwerten (TKKaus, THKein) eingestellt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. (h21) die Differenz der gemessenen Temperatur (TKKaus) des aus dem Kondensator austretenden Kältemittels und der Temperatur (THKein) des in den Kondensator (13) eintretenden Heizmittels errechnet wird; und
- 2. (h22) die Drosselstelle (12) in Abhängigkeit von der errechneten Differenz einge stellt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Mess- und
Berechnungsvorgänge wiederholt durchgeführt werden und die Öffnungsfläche der
Drosselstelle (12) verkleinert wird, wenn die Temperaturdifferenz zunimmt, bzw. ver
größert wird, wenn die Temperaturdifferenz abnimmt.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. (i1) die Temperatur (TKVein) des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels sowie die Temperatur (TKVaus) des aus dem Verdampfer (11) austretenden Kältemittels gemessen werden; und
- 2. (i2) die Menge der dem mindestens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung in Abhängigkeit von den gemessenen Temperaturwerten (TKVein, TKVaus) eingestellt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. (i21) die Differenz der gemessenen Temperaturwerte (TKVein, TKVaus) entsprechend
der nachstehenden Formel (III) mit einem Sollwert F verglichen wird:
E = (TKVein - TKVaus) - F (III)
um eine Stellgröße E zu erhalten; und - 2. (i22) die Menge der dem mindestens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung vergrößert wird, wenn E größer als Null ist; und
- 3. (i23) die Menge der dem mindestens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung verkleinert wird, wenn E kleiner als Null ist.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. (i1) die Temperatur (TKVein) des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels sowie die Temperatur (TMVein) des dem Verdampfer (11) zugeführten Mediums gemessen werden, und
- 2. (i2) die Menge der dem mindestens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung in Abhängigkeit von den gemessenen Temperaturwerten (TKVein, TMVein) eingestellt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. (i21) die Differenz der gemessenen Temperaturwerte (TKVein, TMVein) entsprechend
der nachstehenden Formel (IV) mit einem Sollwert H verglichen wird:
G = (TMVein - TKVein) - H (IV)
um eine Stellgröße G zu erhalten; und - 2. (i22) die Menge der dem mindestens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung vergrößert wird, wenn G größer als Null ist; und
- 3. (i23) die Menge der dem mindestens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung verkleinert wird, wenn G kleiner als Null ist.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. (i1) der Druck (pKVaus) des aus dem Verdampfer (11) austretenden Kältemittels sowie die Temperatur (TKVaus) des aus dem Verdampfer (11) austretenden Kältemittels gemessen werden, und
- 2. (i2) die Menge der dem mindestens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung in Abhängigkeit von den gemessenen Druck- und Tempe raturwerten (pKVaus, TKVaus) eingestellt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. (i21) der gemessene Druckwert (pKVaus) in einen Temperaturwert TVerdampfung umge
rechnet wird und mittels des so errechneten Temperaturwerts (in Kelvin) und
der Temperatur (TKVaus) des aus dem Verdampfer (11) austretenden Kältemittels
entsprechend der nachstehenden Formel (V)
L = TVerdampfung - TKVaus - M (V)
wobei M vorzugsweise einen Wert zwischen 4 und 15 K hat, eine Stellgröße L berechnet wird; und - 2. (j22) die Menge der dem mindestens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung vergrößert wird, wenn L kleiner als Null ist; und
- 3. (j23) die Menge der dem mindestens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung verkleinert wird, wenn L größer als Null ist.
22. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. (j1) die von dem Absorber kommende, an Kältemittel reiche Lösung durch einen Lösungsvorratsbehälter (7) geleitet wird,
- 2. (j2) der Füllstand in dem Lösungsvorratsbehälter gemessen wird, und
- 3. (j3) die Fördermenge der Lösungspumpe (8) in Abhängigkeit von dem gemessenen Füllstand eingestellt wird.
23. Absorptionswärmepumpe mit
- a) einem Kocher (1) zur Aufnahme einer ein Kältemittel enthaltenden Lösung;
- b) einem Brenner (2), um dem Kocher (1) zwecks Erzeugung von Kältemittel dampf Wärme zuzuführen;
- c) einem Kondensator (13);
- d) einer Leitungsanordnung (30) zum Überleiten von Kältemitteldampf von dem Kocher zu dem Kondensator;
- e) einer Leitungsanordnung (32, 36) zum Überleiten eines in dem Kondensator mittels kondensierendem Kältemitteldampf erwärmten Heizmittels von dem Kondensator zu einem Verbraucher (34) sowie zum Rückführen von durch den Verbraucher abgekühltem Heizmittel zu dem Kondensator;
- f) einem Verdampfer (11) zum Verdampfen des Kältemittels gegen ein Medium;
- g) einer Drosselstelle (12) und sowie einer Leitungsanordnung (40) zum Überleiten von Kältemittel von dem Kondensator (13) zu der Drosselstelle (12) und von der Drosselstelle zu dem Verdampfer (11);
- h) mindestens einem Absorber (6) sowie einer Leitungsanordnung zum Überleiten von Kältemittel von dem Verdampfer zu dem Absorber;
- i) einer Leitungsanordnung (48, 38) zum Überleiten der in dem Kocher an Kälte mittel verarmten Lösung zu dem mindestens einen Absorber; und
- j) einer Lösungspumpe (8), um von dem Absorber abgeleitete, an Kältemittel rei che Lösung auf ein Hochdruckniveau aufzudrücken sowie einer Leitungsanord nung zum Überleiten der unter hohem Druck stehenden, an Kältemittel reichen Lösung zu dem Kocher;
- a) eine erste Regeleinrichtung, die einen im Freien angeordneten Außenfühler (14) zum Messen der Außentemperatur, mindestens einen Heizmittelfühler (15, 16) zum Messen der Temperatur des Heizmittels, sowie einen ersten Regler (17) zum Regeln der Leistung des Brenners (2) in Abhängigkeit von den gemessenen Temperaturwerten umfaßt;
- b) eine zweite Regeleinrichtung (16, 18, 19, 20, 21) zum Regeln der Menge des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels;
- c) eine dritte Regeleinrichtung (22, 23, 24, 26, 28) zum Regeln der Menge der dem mindestens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung; sowie
- d) eine vierte Regeleinrichtung (27, 29) zum Regeln der Fördermenge der Lösungspumpe (8).
24. Absorptionswärmepumpe nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch einen Nachkühler
(10), in welchem aus dem Kondensator (13) austretendes Kältemittel in indirekten
Wärmeaustausch mit aus dem Verdampfer (11) austretendem Kältemittel gebracht
wird, bevor es dem Verdampfer (11) zugeführt wird.
25. Absorptionswärmepumpe nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Regeleinrichtung einen zwischen dem Verbraucher (34) und dem Konden
sator (13) angeordneten Rücklauffühler (15) zum Messen der Temperatur (TRücklauf)
des Heizmittels, nachdem dieses den Verbraucher durchlaufen hat, umfaßt.
26. Absorptionswärmepumpe nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeich
net, daß erste Regeleinrichtung einen zwischen dem Kondensator (13) und dem Ver
braucher (34) angeordneten Vorlauffühler (34) zum Messen der Temperatur (TVorlauf)
des dem Verbraucher von dem Kondensator zugeführten Heizmittels umfaßt.
27. Absorptionswärmepumpe nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zweite Regeleinrichtung einen Temperaturfühler (16) zum Messen
der Temperatur (TVorlauf) des aus dem Kondensator (13) austretenden Heizmittels,
einen Druckaufnehmer (18) zum Messen des Drucks (pKKein) des in den Kondensator
(13) eintretenden Kältemitteldampfes, sowie einen Regler (19) umfaßt, der die Menge
des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels in Abhängigkeit von den gemes
senen Druck- und Temperaturwerten (pKKein, TVorlauf) einstellt.
28. Absorptionswärmepumpe nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zweite Regeleinrichtung einen ersten Temperaturfühler (16) zum
Messen der Temperatur (TVorlauf) des aus dem Kondensator (13) austretenden Heiz
mittels, einen zweiten Temperaturfühler (20) zum Messen der Temperatur (TKKaus) des
aus dem Kondensator austretenden Kältemittels, sowie einen Regler (19) umfaßt, der
die Menge des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels in Abhängigkeit von
den gemessenen Temperaturwerten (TVorlauf, TKKaus) einstellt.
29. Absorptionswärmepumpe nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Regeleinrichtung einen ersten Temperaturfühler (20) zum
Messen der Temperatur (TKKaus) des aus dem Kondensator (13) austretenden Kälte
mittels, einen zweiten Temperaturfühler (21) zum Messen der Temperatur (THKein) des
in den Kondensator eintretenden Heizmittels, sowie einen Regler (19) umfaßt, der die
Menge des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels in Abhängigkeit von den
gemessenen Temperaturwerten (TKKaus, THKein) einstellt.
30. Absorptionswärmepumpe nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekenn
zeichnet, daß die dritte Regeleinrichtung einen ersten Temperaturfühler (22) zum
Messen der Temperatur (TKVein) des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels,
einen zweiten Temperaturfühler (23) zum Messen der Temperatur (TKVaus) des aus
dem Verdampfer austretenden Kältemittels, sowie einen Regler (26) umfaßt, der die
Menge der dem mindestens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten
Lösung in Abhängigkeit von den gemessenen Temperaturwerten (TKVein, TKVaus) ein
stellt.
31. Absorptionswärmepumpe nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekenn
zeichnet, daß die dritte Regeleinrichtung einen ersten Temperaturfühler (22) zum
Messen der Temperatur (TKVein) des dem Verdampfer (11) zugeführten Kältemittels,
einen zweiten Temperaturfühler (24) zum Messen der Temperatur (TMVein) des dem
Verdampfer zugeführten Mediums, sowie einen Regler (26) umfaßt, der die Menge
der dem mindestens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung
in Abhängigkeit von den gemessenen Temperaturwerten (TKVein, TMVein) einstellt.
32. Absorptionswärmepumpe nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekenn
zeichnet, daß die dritte Regeleinrichtung einen Druckaufnehmer (28) zum Messen des
Drucks (pKVaus) des aus dem Verdampfer (11) austretenden Kältemittels, einen Tem
peraturfühler (24) zum Messen der Temperatur (TKVaus) des aus dem Verdampfer aus
tretenden Kältemittels, sowie einen Regler (26) umfaßt, der die Menge der dem min
destens einen Absorber (6) zugeführten, an Kältemittel verarmten Lösung in Abhän
gigkeit von den gemessenen Druck- und Temperaturwerten einstellt.
33. Absorptionswärmepumpe nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekenn
zeichnet, daß die vierte Regeleinrichtung
einen Behälter (7) mit einer Pegelmeßanordnung (29) zum Ermitteln des Pegels einer in den Behälter eingebrachten Flüssigkeit,
eine Leitungsanordnung zum Überleiten der von dem Absorber (6) abgeleiteten, an Kältemittel reichen Lösung zu dem Behälter (7); und
einen Regler (27) zum Einstellen der Fördermenge der Lösungspumpe (8) in Abhängigkeit von dem gemessenen Flüssigkeitspegel.
einen Behälter (7) mit einer Pegelmeßanordnung (29) zum Ermitteln des Pegels einer in den Behälter eingebrachten Flüssigkeit,
eine Leitungsanordnung zum Überleiten der von dem Absorber (6) abgeleiteten, an Kältemittel reichen Lösung zu dem Behälter (7); und
einen Regler (27) zum Einstellen der Fördermenge der Lösungspumpe (8) in Abhängigkeit von dem gemessenen Flüssigkeitspegel.
34. Absorptionswärmepumpe nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß die Pegel
meßanordnung (29) einen induktiven Schwimmer aufweist.
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- 2000-04-11 US US09/547,717 patent/US6332328B1/en not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (2)
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Non-Patent Citations (1)
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|---|
| DREES, Heinrich: Kühlanlagen, 15. Aufl. Berlin, München, Verlag Technik, 1992, S. 353-357 ISBN 3-341-00935-3 * |
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