DE19916672C1 - Fahrzeugdach mit einem verschiebbaren Deckelelement - Google Patents
Fahrzeugdach mit einem verschiebbaren DeckelelementInfo
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Abstract
Ein Fahrzeugdach weist mindestens ein in Fahrzeuglängsrichtung verschiebbares, in seitlichen Führungsschienen geführtes Deckelelement zum wahlweisen Öffnen und Verschließen einer Dachöffnung auf. DOLLAR A Um mit einfachen Maßnahmen das Verletzungsrisiko bei Fahrzeugdächern mit mindestens einem in Fahrzeuglängsrichtung verschiebbaren Deckelelement zu senken, ist ein Sperrkörper zwischen einer Verschiebestellung und einer Blockierstellung verstellbar, wobei der Sperrkörper oberhalb eines Verzögerungsgrenzwertes zur Begrenzung der Verschiebebewegung des Deckelelements in Blockierstellung versetzbar ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrzeugdach mit einem ver
schiebbaren Deckelelement nach dem Oberbegriff des Anspruches
1.
Ein derartiges Fahrzeugdach ist aus der DE 196 08 916 C1 be
kannt, das eine Mehrzahl hintereinander angeordneter, lamellen
artiger Deckelelemente aufweist, welche in einer Dachöffnung in
seitlichen Führungsschienen in Fahrzeuglängsrichtung ver
schieblich gelagert sind. In Schließstellung grenzen die De
ckelelemente flächig aneinander, zum Öffnen des Daches werden
ein oder mehrere Deckelelemente verschwenkt und in verschwenk
ter Position zusammengeschoben. Während der Öffnungsbewegung
sind zumindest zwei benachbarte Deckelelemente zusammengekop
pelt, in voll ausgeschwenkter Lage sind die Deckelelemente da
gegen entkuppelt. Die Führung der Deckelelemente in den Füh
rungsschienen erfolgt über Führungsschlitten, die mit den De
ckelelementen verbunden sind und die nach dem vollständigen
Ausschwenken und Entkuppeln der Deckelelemente mit Hilfe von
Verriegelungselementen fest mit der dachfesten Führungsschiene
verriegelbar sind, indem die Verriegelungselemente in Rastöff
nungen in der Führungsschiene einrasten.
Bei einem Unfall besteht die Gefahr, daß die geöffneten Deckel
elemente, sofern die vollständig ausgeschwenkte Position noch
nicht erreicht worden ist und die Deckelelemente nicht mit der
Führungsschiene verriegelt sind, aufgrund der hohen Verzögerun
gen ruckartig nach vorne beschleunigt werden und gegen die Vor
derkante der Dachöffnung bzw. gegen ein in Fahrtrichtung vorne
liegendes weiteres Deckelelement prallen. Gliedmaßen, die in
die Dachöffnung einragen, sind in höchstem Maße gefährdet, zu
dem besteht die Gefahr, daß Deformierungen und Absplitterungen
der Deckelelemente die Fahrzeuginsassen verletzen.
Der geschilderte Mechanismus birgt darüberhinaus den Nachteil,
daß die Verriegelung als kinematische Zwangsführung in Abhän
gigkeit der Schwenkbewegung der Deckelelemente ausgeführt ist,
so daß eine Verriegelung nur stattfindet, wenn die Deckelele
mente die vollständig ausgestellte Position erreichen. Falls
der Verriegelungsmechanismus gestört ist, kann ein Verrasten
der Verriegelungselemente in den Rastöffnungen der Führungs
schiene nicht sicher gewährleistet werden, so daß im Falle ei
ner Störung der Kinematik die Fahrzeuginsassen grundsätzlich in
jeder Öffnungsstellung der Deckelelemente - unabhängig von der
Schwenkstellung der Deckelelemente - bei einem Unfall einem er
höhten Verletzungsrisiko unterliegen.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, mit einfachen Maßnah
men das Verletzungsrisiko bei Fahrzeugdächern mit mindestens
einem in Fahrzeuglängsrichtung verschiebbaren Deckelelement zu
senken.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des An
spruches 1 gelöst. Weitere zweckmäßige Ausführungsformen sind
den weiteren Ansprüchen zu entnehmen.
Der erfindungsgemäße Sperrkörper wird als Reaktion auf ihn wir
kender Verzögerungskräfte von der Verschiebestellung, in der
eine ungehinderte Bewegung der Deckelelemente in der Führungs
schiene möglich ist, in die Blockierstellung überführt, in der
eine Bewegung in der Führungsschiene verhindert wird. Ein oder
mehrere in der Führungsschiene translatorisch bewegbare Deckel
elemente werden durch den Sperrkörper wirksam abgebremst, ins
besondere bereits vor Erreichen einer signifikanten Geschwin
digkeit, die andernfalls beim Aufprall eine hohe Impulsübertra
gung mit entsprechender Zerstörungskraft zur Folge hätte. Es
wird somit verhindert, daß die Deckelelemente eine hohe Ge
schwindigkeit erreichen, die Deckelelemente werden zuverlässig
abgebremst.
Die Überführung von Verschiebestellung in Blockierstellung er
folgt unabhängig von einem kinematischen, auf die Deckelelemen
te wirkenden Stellmechanismus allein unter dem Einfluß der auf
den Sperrkörper wirkenden Verzögerungskräfte. Es besteht keine
Abhängigkeit der Stellbewegung des Sperrkörpers von der Funkti
onstüchtigkeit der Kinematik der Deckelelemente, wodurch die
Sicherheit wesentlich gesteigert wird.
Die Blockierkräfte können sowohl unmittelbar von der Führungs
schiene als auch von einem sonstigen fahrzeugfesten Bauteil
aufgenommen werden. Der Sperrkörper ist vorteilhaft ebenso wie
die Deckelelemente verschieblich in der Führungsschiene gela
gert, so daß eine Blockierung des Sperrkörpers unmittelbar zur
Festsetzung der Dachelemente führt.
In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, daß der
Sperrkörper in Blockierstellung mittels Reibungseinflusses in
der Führungsschiene festgesetzt ist, so daß auf Rastöffnungen
in der Führungsschiene und eine entsprechende Ausgestaltung des
Sperrkörpers oder sonstiger Verriegelungselemente verzichtet
werden kann. Zusätzlich zur einfacheren Ausgestaltung der Füh
rungsschiene erhält man den Vorteil, daß der Sperrkörper in je
der beliebigen Lage in der Führungsschiene festgesetzt werden
kann. Es ist nicht erforderlich, daß der Sperrkörper bestimmte,
diskrete Positionen erreicht. Hierdurch wird der Bremsweg des
Sperrkörpers und folglich auch der Bremsweg der Deckelelemente
verkürzt. Die Führungsschiene weist zweckmäßig eine Oberkante
auf, gegen die das Klemmteil in Blockierstellung angepreßt
wird.
Der Sperrkörper ist bevorzugt zweiteilig aufgebaut und weist
ein Führungsteil und ein relativ zum Führungsteil verstellbares
Klemmteil auf, welches im regulären Betrieb in der die Bewegung
des Sperrkörpers nicht einschränkenden Verschiebestellung steht
und bei Überschreiten des Verzögerungsgrenzwertes in Blockier
stellung überführt wird. Durch die Aufteilung in zwei Bauele
mente kann eine funktionale Trennung in ein die Gleit- bzw.
Verschiebebewegung in der Führungsschiene ermöglichendes Teil
und ein die Blockierung erzwingendes Teil erreicht werden, so
daß die Bauelemente ihrer jeweiligen Funktion entsprechend im
optimaler Weise angepaßt werden können.
Das Führungsteil weist in zweckmäßiger Ausführung eine in Fahr
zeuglängsrichtung schräg verlaufende Verschiebebahn für die
vorteilhaft gleitende Bewegung des Klemmteils zwischen Ver
schiebestellung und Blockierstellung auf. Die Verschiebebahn
verläuft bevorzugt in der Weise ansteigend, daß der der Fahr
zeugvorderseite zugewandte Endabschnitt der Verschiebebahn hö
her liegt als der der Fahrzeugvorderseite abgewandte Endab
schnitt. Das Klemmteil ist in Verschiebestellung am tiefsten
Punkt der Verschiebebahn in einer stabilen Position gehalten;
als Reaktion einer Verzögerung oberhalb des Verzögerungsgrenz
wertes verläßt das Klemmteil den tiefsten Punkt der Verschiebe
bahn und steigt entgegen seiner Gewichtskraft in Richtung des
oberen, die Blockierstellung markierenden Endabschnitts der als
insbesondere schiefe Ebene ausgebildeten Verschiebebahn an.
Durch diese Ausbildung wird sichergestellt, daß im Normalfall,
bei regulärem Betrieb mit in Verschieberichtung wirkenden Ge
schwindigkeitsänderungen unterhalb des Verzögerungsgrenzwertes,
das Klemmteil in seiner tiefsten Position und somit der Sperr
körper in der Verschiebestellung verbleibt, wohingegen im Not
fall eine sofortige Bewegungsarretierung durch Überführung des
Klemmteils in Blockierstellung erzeugt wird.
Am Sperrkörper ist vorteilhaft ein die Überführungsbewegung in
Blockierstellung dämpfendes Pufferelement vorgesehen, welches
sicherstellt, daß das Klemmteil aufgrund von Vibrationen, klei
nen Stößen oder ähnlichem nicht versehentlich in Blockierstel
lung versetzt wird. Das Pufferelement liegt insbesondere in der
Bewegungsbahn zwischen Verschiebestellung und Blockierstellung
und ist zweckmäßig mit dem Klemmteil verbunden.
An Hand der Figurenbeschreibung wird die Erfindung näher be
schrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht auf ein Fahrzeugdach mit
zwei verschiebbaren Deckelelementen und einem Sperr
körper,
Fig. 2 das Fahrzeugdach in Seitenansicht,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des Sperrkörpers in Sei
tenansicht,
Fig. 4 der Sperrkörper in Draufsicht,
Fig. 5 eine Ansicht von vorne auf eine Führungsschiene des
Fahrzeugdaches mit eingesetztem Sperrkörper.
Bei dem in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel
sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Das in Fig. 1 und 2 dargestellte Fahrzeugdach 1 für ein Fahr
zeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug, weist zwei Deckelelemente
2 und 3 auf, die in Fahrzeuglängsrichtung 4 verschiebbar ange
ordnet sind und die zwischen einer Schließstellung, in der die
Dachöffnung des Fahrzeugs geschlossen ist, und einer Offenstel
lung, in der die Dachöffnung zumindest teilweise geöffnet ist,
verstellt werden können. Die Deckelelemente 2 und 3 sind als
Dachlamellen ausgebildet, die zusätzlich zur translatorischen
Verschiebebewegung in Fahrzeuglängsrichtung 4 auch eine
Schwenkbewegung um eine Querachse, welche in Querrichtung or
thogonal zur Fahrzeuglängsrichtung 4 verläuft, ausführen kön
nen. Die Offenstellung des Fahrzeugdaches 1 kann durch Ver
schwenken der Deckelelemente 2 und 3 um die Querachse und/oder
durch translatorisches Verschieben in Fahrzeuglängsrichtung 4
erreicht werden. Die Deckelelemente 2 und 3 bilden zumindest
phasenweise einen Verbund, der als Einheit translatorisch ver
schoben werden kann. Gegebenenfalls kann dieser Verbund bei der
Überführung in Offenstellung je nach Stellung der einzelnen De
ckelelemente 2 und 3 auch aufgehoben werden, so daß die Deckel
elemente unabhängig voneinander verschwenkt bzw. verschoben
werden können.
Um die translatorische Verschiebebewegung parallel zur Fahr
zeuglängsrichtung 4 zu ermöglichen, sind den Deckelelementen 2
und 3 Führungsschlitten 5 bzw. 6 zugeordnet, die zu beiden Sei
ten des Fahrzeugs an den Deckelelementen zur Führung der De
ckelelemente in fahrzeugfesten Führungsschienen (siehe Fig. 5,
Bezugszeichen 17) gleitend geführt sind. Jedem Deckelelement 2
bzw. 3 ist jeweils ein Führungsschlitten an beiden Fahrzeugsei
ten zugeordnet. Der Führungsschlitten 5 zwischen den beiden an
einandergrenzenden Deckelelementen ermöglicht in Abhängigkeit
des aktuellen Bewegungszustandes sowohl eine translatorische
Zwangskopplung als auch ein unabhängiges Verschwenken der ein
zelnen Deckelelemente. Gegebenenfalls sind weitere Deckelele
mente vor dem in Fahrzeugrichtung gesehen vorderen Deckelele
ment 2 oder hinter dem nachfolgenden Deckelelement 3 angeord
net.
Der Führungsschlitten 6 übernimmt zugleich die Funktion eines
Sperrkörpers 7, der in Abhängigkeit der aktuell auf das Fahr
zeug wirkenden Beschleunigungs- bzw. Verzögerungskräfte zwi
schen einer Verschiebestellung, in der der Sperrkörper 7 frei
verschieblich in der Führungsschiene gehalten ist, und einer
Blockierstellung, in der die Bewegung des Sperrkörpers 7 sowie
der Deckelelemente 2 und 3 blockiert ist, verstellbar ist. Der
Sperrkörper 7 dient für den Fall einer starken Verzögerung des
Fahrzeugs als Sicherheitsbauteil zur Arretierung des aus zwei
Deckelelementen 2 und 3 gebildeten Lamellenverbundes, um zu
verhindern, daß die Deckelelemente bei einem Unfall mit großer
Wucht gegen die vordere Dachöffnungsbegrenzung prallen oder ei
ne Hand oder ein Arm eines Fahrzeuginsassen in der Dachöffnung
von den Deckelelementen verletzt wird. Der Sperrkörper 7 ist
zweckmäßig so aufgebaut, daß bei Überschreitung eines auf das
Fahrzeug wirkenden Verzögerungsgrenzwerts eine automatische
Überführung von Verschiebestellung in Blockierstellung stattfin
det. Da der Sperrkörper 7 im Bewegungsraum der Verschiebebewe
gung der Deckelelemente 2 und 3 liegt, werden diese in Fahr
zeuglängsrichtung 4 arretiert, wodurch eine weitere Relativver
schiebung der Deckelelemente gegenüber dem Fahrzeug verhindert
wird.
Der Sperrkörper kann sowohl in Fahrtrichtung hinten liegend als
auch in Fahrtrichtung vorne liegend angeordnet sein. Weiterhin
kann es zweckmäßig sein, einen Sperrkörper vorzusehen, der so
wohl bei Überschreitung eines Verzögerungsgrenzwerts als auch
bei Überschreitung eines Beschleunigungsgrenzwerts in Blockier
stellung versetzt wird. Gegebenenfalls sind zumindest zwei auf
entgegengesetzte Beschleunigungs- bzw. Verzögerungsrichtungen
ansprechende Sperrkörper vorgesehen.
Wie insbesondere den Darstellungen nach den Fig. 3 bis 5 zu
entnehmen ist, besteht der Sperrkörper 7 aus einem Führungsteil
8 und einem keilförmigen Klemmteil 9. Das Führungsteil 8 dient
der Führung des Sperrkörpers 7 in der fahrzeugfesten Führungs
schiene, das relativ zum Führungsteil 8 beweglich gehaltene
Klemmteil 9 übernimmt die Funktion eines Sperrorgans, das in
Abhängigkeit der aktuellen Verzögerung zwischen Verschiebestel
lung und Blockierstellung verstellt werden kann. Das Führungs
teil 8 weist eine umschlossene Ausnehmung 10 auf, deren unten
liegende Innenseite eine Verschiebebahn 11 bildet, auf der das
Klemmteil 9 zwischen Verschiebestellung und Blockierstellung
bewegt werden kann. Die Verschiebebahn 11 ist als schiefe Ebene
ausgebildet, die in Richtung der Fahrzeugvorderseite - in Fig.
3 rechts liegend - ansteigt, so daß bei einer starken Verzöge
rung des Fahrzeugs das Klemmteil 9 aus der am tiefsten Punkt
der Verschiebebahn liegenden Verschiebestellung über die schie
fe Ebene nach oben bis zum Erreichen der Blockierstellung be
wegt wird. Sowohl die Verschiebestellung als auch die Blockier
stellung ist jeweils durch einen vertikalen Wandabschnitt des
Führungsteils 8 begrenzt.
Wenn das Fahrzeug eine Verzögerung oberhalb des Verzögerungs
grenzwertes erfährt, bewegen sich die Deckelelemente ein
schließlich der Führungsschlitten und des Führungsteils des
Sperrkörpers aufgrund der Trägheit mit der Ursprungsgeschwin
digkeit des Fahrzeugs weiter, jedoch vermindert um einen Be
trag, der durch die Reibung in der Führungsschiene sowie einen
durch den Antrieb der Deckelelemente, der plötzlichen, äußeren
Geschwindigkeitsänderungen entgegenwirkt, bestimmt wird. Das
Klemmteil 9 dagegen erfährt nur eine minimale Reibung in der
Verschiebestellung und wird durch den Antrieb der Dachkonstruk
tion in keiner Weise in der Bewegung eingeschränkt. Das Klemm
teil 9 behält daher weitestgehend seine ursprüngliche Geschwin
digkeit bei, wohingegen das Führungsteil 8 verzögert wird. Das
Klemmteil 9 ist dadurch in der Lage, die Reibung in seiner Po
sition am unteren Ende der Verschiebebahn 11 zu überwinden und
entgegen der Gewichtskraft die schiefe Ebene bis zum Erreichen
der oberen Blockierstellung schräg nach oben zu gleiten. In der
Blockierstellung verklemmt das Klemmteil 9 mit einem fahrzeug
festen Bauteil und bewirkt auf diese Weise ein Arretieren des
Führungsteils 8 sowie sämtlicher weiterer, längsverschieblich
gelagerter Bauteile der Dachkonstruktion. Der Verzögerungs
grenzwert wird hierbei in erster Linie durch den Neigungswinkel
α der Verschiebebahn 11 bestimmt, der im gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel bei etwa 7° liegt. Bei einer reibungsarmen Mate
rialpaarung kann ein größerer, bei reibungshöheren Materialpaa
rungen ein geringerer Neigungswinkel gewählt werden.
Das Klemmteil 9 ist keilförmig ausgebildet und verjüngt sich in
ansteigender Richtung der Verschiebebahn 11. Die Keilform
gleicht die Neigung der Verschiebebahn aus, so daß die Obersei
te 12 des Klemmteils 9 parallel zur Führungsschiene 17 gehalten
ist, in der das Führungsteil 8 verschieblich gelagert ist.
Weiterhin ist ein Schaumstoff-Pufferelement 13 vorgesehen, das
oberhalb des Klemmteils 9 in der Ausnehmung 10 des Führungs
teils 8 gehalten ist und insbesondere am Führungsteil 8 befes
tigt ist. Das Pufferelement 13 liegt in der Bewegungsbahn des
Klemmteils 9 und hat einen dämpfenden Einfluß auf die Überfüh
rungsbewegung des Klemmteils 9 von Verschiebestellung in Blo
ckierstellung, wodurch verhindert wird, daß bereits kleine Stö
ße oder Vibrationen zu einem unerwünschten Blockieren der Dach
konstruktion führen.
An einer Rippe 15, die am Führungsteil 8 angeformt ist und die
sich nach einer Seite des Führungsteils 8 erstreckt, ist ein
Gleitschuh 14 befestigt, der in einem Führungskanal der Füh
rungsschiene 17 zur Stabilisierung der Verschiebebewegung des
Sperrkörpers 7 reibungsarm gleitend geführt ist. Darüberhinaus
kommt dem Gleitschuh 14 in Blockierstellung des Klemmteils 9
auch die Funktion eines Gegenhalters zu. In Blockierstellung
liegt das Klemmteil 9 an einer Oberkante 18 der Führungsschiene
17 an, wobei die Oberseite des Klemmteils aufgrund der Keilform
parallel zur Oberkante 18 liegt. Um die für die Arretierung er
forderliche Klemmkraft erzeugen zu können und eine plastische
oder elastische Deformation der Oberkante 18 zu vermeiden,
füllt der Gleitschuh 14 den Raum oberhalb der Oberkante in dem
Führungskanal aus, so daß die Oberkante auch unter dem Druck
des Klemmteils 9 nicht nach oben ausweichen kann.
Weitere Gleitschuhe 16 sind gemäß Fig. 4 symmetrisch zu beiden
Seiten des Führungsteils 8 angeordnet.
Claims (18)
1. Fahrzeugdach mit mindestens einem in Fahrzeuglängsrichtung
verschiebbaren, in seitlichen Führungsschienen (17) geführten
Deckelelement (2 bzw. 3) zum wahlweisen Öffnen und Verschließen
einer Dachöffnung,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Sperrkörper (7) vorgesehen ist, welcher zwischen einer
Verschiebestellung und einer Blockierstellung verstellbar ist,
wobei der Sperrkörper (7) oberhalb eines Verzögerungsgrenzwer
tes zur Begrenzung der Verschiebebewegung des Deckelelements (2
bzw. 3) in Blockierstellung versetzbar ist.
2. Fahrzeugdach nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperrkörper (7) verschieblich in einer der Führungs
schienen (17) gehalten ist.
3. Fahrzeugdach nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperrkörper (7) in Blockierstellung reibungsbehaftet in
der Führungsschiene (17) festgesetzt ist.
4. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperrkörper (7) ein Führungsteil (8) und ein relativ
zum Führungsteil (8) verstellbares Klemmteil (9) aufweist, wo
bei das Führungsteil (8) in der Führungsschiene (17) geführt
ist und das Klemmteil (9) in Blockierstellung eine Bewegung des
Sperrkörpers (7) in der Führungsschiene (17) hemmt.
5. Fahrzeugdach nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Klemmteil (9) translatorisch zum Führungsteil (8) be
wegbar ist.
6. Fahrzeugdach nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Klemmteil (9) in Fahrzeuglängsrichtung (4) bewegbar
ist.
7. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Klemmteil (9) vertikal zur Fahrzeuglängsrichtung (4)
bewegbar ist.
8. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Führungsteil (8) eine Verschiebebahn (11) für die Rela
tivbewegung des Klemmteils (9) aufweist, in der das Klemmteil
(9) gleitend bewegbar gelagert ist.
9. Fahrzeugdach nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschiebebahn (11) in Fahrzeuglängsrichtung (4) an
steigend verläuft, wobei der der Fahrzeugvorderseite zugewandte
Endabschnitt der Verschiebebahn (11) höher liegt als der der
Fahrzeugvorderseite abgewandte Endabschnitt der Verschiebebahn
(11).
10. Fahrzeugdach nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Neigung der Verschiebebahn (11) zwischen 1° und 20° be
trägt.
11. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Endabschnitte der Verschiebebahn (11) Anschläge für das
Klemmteil bilden.
12. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Klemmteil (9) keilförmig ausgebildet ist, wobei sich
die Keilform der Neigung der Verschiebebahn (11) entsprechend
verjüngt.
13. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsschiene (17) eine Oberkante (18) aufweist, wo
bei in Blockierstellung das Klemmteil (9) an der Oberkante (18)
festgeklemmt ist.
14. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperrkörper (7) ein Pufferelement (13) aufweist, wel
ches in der Bewegungsbahn zwischen Verschiebestellung und Blo
ckierstellung angeordnet ist.
15. Fahrzeugdach nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Pufferelement (13) am Führungsteil (8) befestigt ist.
16. Fahrzeugdach nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Pufferelement (13) aus Schaumstoff besteht.
17. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperrkörper (7) mit dem Deckelelement (2 bzw. 3) ver
bunden ist.
18. Fahrzeugdach nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperrkörper (7) mit einem in der Führungsschiene (17)
geführten Führungsschlitten (6) des Deckelelements (3) ein ein
teiliges Bauteil bildet.
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|---|---|---|---|
| DE19916672A DE19916672C1 (de) | 1999-04-14 | 1999-04-14 | Fahrzeugdach mit einem verschiebbaren Deckelelement |
| DE29912977U DE29912977U1 (de) | 1999-04-14 | 1999-04-14 | Fahrzeugdach mit einem verschiebbarem Deckelelement |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19916672A DE19916672C1 (de) | 1999-04-14 | 1999-04-14 | Fahrzeugdach mit einem verschiebbaren Deckelelement |
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Family
ID=7904416
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19916672A Expired - Lifetime DE19916672C1 (de) | 1999-04-14 | 1999-04-14 | Fahrzeugdach mit einem verschiebbaren Deckelelement |
| DE50002568T Expired - Fee Related DE50002568D1 (de) | 1999-04-14 | 2000-04-13 | Fahrzeugdach mit einem verschiebbaren Dachelement |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE50002568T Expired - Fee Related DE50002568D1 (de) | 1999-04-14 | 2000-04-13 | Fahrzeugdach mit einem verschiebbaren Dachelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE19916672C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10040044B4 (de) * | 2000-08-11 | 2009-10-01 | Hs Genion Gmbh | Bremsvorrichtung für einen Schiebedachdeckel |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19608916C1 (de) * | 1996-03-07 | 1997-04-17 | Webasto Karosseriesysteme | Fahrzeugdach mit einer Folge von ausstellbaren Deckelelementen |
-
1999
- 1999-04-14 DE DE19916672A patent/DE19916672C1/de not_active Expired - Lifetime
-
2000
- 2000-04-13 DE DE50002568T patent/DE50002568D1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19608916C1 (de) * | 1996-03-07 | 1997-04-17 | Webasto Karosseriesysteme | Fahrzeugdach mit einer Folge von ausstellbaren Deckelelementen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10040044B4 (de) * | 2000-08-11 | 2009-10-01 | Hs Genion Gmbh | Bremsvorrichtung für einen Schiebedachdeckel |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE50002568D1 (de) | 2003-07-24 |
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