DE19916577C1 - Bilderhalter - Google Patents
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Abstract
Bilderhalter (1), insbesondere für Poster (2), mit einem Rahmen (4), der eine Öffnung umschließt, in der das Poster von vorne einsehbar gehalten ist. Der Rahmen ist an zumindest zwei einander gegenüberliegenden, der Öffnung zugewandten Rahmenabschnitten mit einer nutförmigen Aussparung (19) versehen, die sich zur Öffnung hin öffnet. Ferner ist am Rahmen eine Rückwand (7) befestigt, deren Eingriffsabschnitte in einer Betriebsstellung der Rückwand jeweils in den Aussparungen zumindest abschnittsweise aufgenommen sind. Derartige Bilderhalter sind aus dem Stand der Technik bekannt. Bei ihnen muß zumeist die Rückwand durchgebogen werden, damit das Poster aus dem Bilderhalter entnommen werden kann. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bedienungsfreundlichkeit derartiger Bilderrahmen zu verbessern. Erfindungsgemäß ist daher vorgesehen, dass die Rückwand (7) zumindest zwei getrennte, relativ zueinander bewegliche Rückwandteile (8) aufweist, an denen jeweils die sich in den Aussparungen (19) abstützenden Eingriffsabschnitte ausgebildet sind. Ferner weist die Rückwand (7) eine Spreizvorrichtung (10) auf, durch die in der Betriebsstellung die Rückwandteile (8) voneinander weg bewegt und die Eingriffsabschnitte in die jeweilige Aussparung (19) gedrückt sind. Außerdem ist es aufgrund der Spreizvorrichtung möglich, in einer Entnahmestellung die Rückwandteile aufeinander zu zu bewegen und die Eingriffsabschnitte aus der jeweiligen Aussparung herauszuziehen. Dadurch ist die ...
Description
Die Erfindung betrifft einen Bilderhalter, insbesondere für Poster, mit einem Rahmen,
der eine Öffnung umschließt, in der das Poster von vorne einsehbar gehalten ist, und
der an zumindest zwei einander gegenüberliegenden, der Öffnung zugewandten Rahmenab
schnitten mit einer Aussparung versehen ist, die sich zur Öffnung hin öffnet, wobei am
Rahmen eine Rückwand befestigt ist, deren Randabschnitte in einer Betriebsstellung
der Rückwand jeweils in den Aussparungen zumindest abschnittsweise aufgenommen
sind.
Derartige Bilderhalter sind weit verbreitet. Die Rückwand ist dabei mit zwei gegenüber
liegenden Randabschnitten in eine am Rahmen ausgebildete Aussparung eingesetzt
und so am Rahmen befestigt. Bei den herkömmlichen Bilderhaltern ist die Rückwand
zumeist aus einer Hartfaserplatte gefertigt. Das Poster ist zwischen der Rückwand und
einer Klarsichtscheibe aus Glas oder auch Kunststoff gehalten. Gegebenenfalls ist zwi
schen Rückwand und Poster noch ein Passepartout angeordnet. Um ein Poster in den
Bilderhalter einzulegen oder aus dem Bilderhalter zu entnehmen, muß zunächst die
Rückwand entfernt werden. Dazu wird der mittlere Teil der Rückwand von der Klarsicht
scheibe weg nach hinten angehoben. Da die Eingriffsabschnitte der Rückwand noch in
der Nut gehalten sind, biegt sich die Rückwand durch und die Randabschnitte gleiten
aus den Aussparungen im Rahmen. Bei einzelnen, im Stande der Technik bekannten
Ausführungen sind Öffnungen in der Rückwand vorgesehen, die das Ergreifen und
Durchbiegen der Rückwand mit den Händen erleichtern sollen.
Diese Art der Entnahme der Rückwand ist allerdings sehr umständlich. Beim Ergreifen
und Durchbiegen der Rückwand besteht die Gefahr, daß das darunterliegende Poster
sich mitbiegt oder beschädigt wird. Beim Einsetzen der Rückwand dagegen kann das
eingelegte Poster sehr leicht verrutschen. In diesem Fall muß die Rückwand dann wie
der ausgebaut werden, um das Poster wieder in die richtige Lage zu bringen. Schließlich
besteht die Gefahr, daß die Rückwand bei zu starkem Durchbiegen bricht.
Ein gattungsgemäßer Bilderhalter ist aus der GB 23 25 854 bekannt. Dort wird eine ein
stückige Rückwand in ein Rahmenteil eingesetzt und ist im Rahmenteil schwenkbar ge
halten. Zum Einlegen eines Bildes oder Posters in den Bilderhalter wird die Rückwand
vom Bilderrahmen weggeschwenkt. In die daraus entstehende Öffnung wird dann das
Poster in den Bilderhalter eingeschoben. Nachteilig bei diesem Bilderhalter ist, daß
durch das Einschieben des Posters sich dieses leicht verwerfen kann oder an den Rän
dern knickt. Das Einlegen und Auswechseln von Bildern bzw. Postern in diesen Bilder
halter ist also umständlich und kann zur Beschädigung des Posters führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den gattungsgemäßen Bilderhalter der
GB 23 25 854 so weiterzubilden, daß die Poster leicht und ohne Gefahr von Beschädi
gung eingelegt werden können.
Diese Aufgabe wird für einen Bilderhalter der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß die Aussparungen nutförmig sind, und daß die Rückwand zumindest zwei getrenn
te, relativ zueinander bewegliche Rückwandteile mit Randabschnitten aufweist, die sich
jeweils an den Aussparungen abstützen, wobei die Rückwand eine Spreizvorrichtung
aufweist, durch die in der Betriebsstellung die Rückwandteile voneinander wegbewegt
und die Randabschnitte in die jeweilige Aussparung gedrückt sind und durch die in einer
Entnahmestellung die Rückwandteile aufeinander zubewegt und die Randabschnitte
aus der jeweiligen Aussparung herausgezogen sind.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Bilderhalters liegt darin, daß die
Rückwand aufgrund der Spreizvorrichtung nun nicht mehr durchgebogen werden muß.
Dies wird insbesondere dadurch erreicht, daß die Rückwand erfindungsgemäß in zu
mindest zwei Rückwandteile unterteilt ist, die relativ zueinander beweglich sind. In der
Betriebsstellung sind die Eingriffsabschnitte voneinander wegbewegt, so daß ihre Au
ßenkontur der Rückwand in der Betriebsstellung größer ist als in der Entnahmestellung,
in der die Eingriffsabschnitte aufeinander zubewegt sind. Dies bedeutet, daß in der Be
triebsstellung die Eingriffsabschnitte in die Aussparung am Rahmen eingespreizt sind
und dadurch die Rückwand am Rahmen halten.
Da die Rückwand zur Entnahme nicht mehr durchgebogen werden muß, ist der Bedie
nungskomfort erhöht. Das in den Bilderhalter eingelegte Poster kann nicht mehr verrut
schen, wenn die Rückwand eingesetzt wird, da die Rückwand bereits plan auf dem Po
ster aufliegen kann, bevor die Spreizvorrichtung betätigt wird und die Eingriffsabschnitte
der beiden Rückwandteile durch das Auseinanderspreizen der Rückwandteile in die
Aussparung gedrückt werden.
Außerdem halten die nutförmigen Aussparungen die Rückwand sicher am Rahmen,
ohne daß die Rückwand im Betrieb abfallen kann.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung kann an der Spreizvorrichtung eine Noc
kenfläche ausgebildet sein, die auf eine an einem Rückwandteil angeordnete Gegenflä
che einwirkt, und die bei einer Bewegung relativ zur Gegenfläche die Rückwandteile von der
Betriebsstellung in die Entnahmestellung überführt. Durch eine Nockenfläche kann die
Bewegung, mit der die Rückwandteile von der Betriebsstellung in die Entnahmestellung
überführt werden, auf konstruktiv besonders einfache Weise gelöst werden. Je nach Au
ßenkontur der Nockenfläche werden die Gegenfläche und die durch die Gegenfläche
bewegten Rückwandteile entsprechend verfahren. Dabei kann die Spreizvorrichtung ei
ne relativ zum Rückwandteil drehbare Drehscheibe umfassen, an der die Nockenfläche
ausgebildet ist. Dies ist eine nochmalige Vereinfachung des konstruktiven Aufbaus, die
auch mit einer wesentlichen Verbesserung der Bedienungsfreundlichkeit einhergeht. Bei
dieser Ausgestaltung muß nur noch die Drehscheibe mit der daran ausgebildeten Noc
kenfläche gedreht werden. Über die Wirkpaarung Nockenfäche/Gegenfläche wird die
Drehbewegung der Nockenfläche in eine geradlinige Spreizbewegung der Rückwand
teile von der Entnahmestellung in die Betriebsstellung und umgekehrt umgewandelt. Die
Nockenfläche kann vorzugsweise in Umfangsrichtung voneinander beabstandete, Ab
schnitte aufweisen, die unterschiedlich weit vom Drehpunkt der Drehscheibe beabstan
det sind. Dadurch wird bei einer Drehung der Drehscheibe die Gegenfläche zum Dreh
punkt der Drehscheibe hin oder von diesem Drehpunkt weg bewegt. Dies führt zu einer
entsprechenden Bewegung der Rückwandteile, die sich damit je nach Drehung der
Nockenfläche ebenfalls unterschiedlich weit vom Drehpunkt der Drehscheibe wegbewe
gen und damit von der Betriebsstellung in die Entnahmestellung überführt werden kön
nen.
Auf sehr einfache Weise können mehrere Rückwandteile mittels einer einzigen Spreiz
vorrichtung bewegt werden, wenn die Spreizvorrichtung in der Mitte der Rückwand an
geordnet ist. Dies wird vor allem dann erreicht, wenn die zu bewegenden Rückwandteile
bis zur Mitte der Rückwand sich erstrecken.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Gegenfläche unterschiedlich weit
vom Drehpunkt der Drehscheibe beabstandete Abschnitte aufweisen. Eine derart kontu
rierte Gegenfläche kann die Bewegung der Nockenfläche ebenfalls in eine Hin- und
Herbewegung der Rückwandteile umwandeln.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß die Drehschei
be zumindest einen exzentrisch bezüglich des Drehpunktes der Drehscheibe angeord
neten Zapfen aufweist, an dem die Nockenfläche ausgebildet ist. Dies stellt die einfach
ste Form einer Nockenfläche dar, die zudem mit den geringsten Herstellkosten verbun
den ist. Anstelle von komplizierten Verläufen in der Nockenfläche ist nur ein einziger
Zapfen an der Drehscheibe vorzusehen, der beispielsweise als separates Teil einfach
zu fertigen ist. Der Zapfen, der im übrigen gleichwirkend auch als ein beliebig ausge
stalteter Vorsprung ausgebildet sein kann, kommt bei seiner Drehung um den Dreh
punkt der Drehscheibe mit unterschiedlich weit von diesem Drehpunkt beabstandeten
Abschnitten der Gegenfläche in Berührung und verschiebt dadurch das Rückwandteil,
das mit der Gegenfläche versehen ist.
An zumindest einem Rückwandteil kann in einer vorteilhaften Weiterbildung ein Lang
loch vorgesehen sein, an dem die Gegenfläche ausgebildet ist und in das der Zapfen
eingreift. Auf diese Weise wird ein einfaches Kurvengetriebe geschaffen, das auf einfa
che Weise eine Umsetzung der Bewegung der Spreizvorrichtung in eine Bewegung der
Rückwandteile von der Betriebsstellung in die Entnahmestellung ermöglicht. In einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Langloch im wesentlichen geradlinig
ausgebildet sein. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine besonders wirtschaftliche Her
stellung des Langloches.
Wenn in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung an jedem Rückwandteil mindestens
eine Gegenfläche vorhanden ist, so kann durch Betätigen der Spreizvorrichtung jedes
Rückwandteil bewegt werden. Dies führt zu einer gleichmäßigen Bewegung sämtlicher
Eingriffsabschnitte aus den Aussparungen und zu einer entsprechend einfachen und si
cher funktionierenden Handhabung.
Der Aufwand zur Herstellung der Rückwandteile kann gesenkt werden, wenn die Rück
wandteile die gleiche Form und/oder die gleichen Abmessungen aufweisen. Insbeson
dere für Bilderhalter, deren Rahmen eine rechteckige Posterfläche bzw. Öffnung um
schließen, kann vorteilhaft vorgesehen sein, daß die Rückwandteile eine im wesentli
chen dreieckige Form aufweisen. Dabei können die Rückwandteile mit zwei ihrer
Schenkel jeweils zwei in einem Winkel, vorzugsweise in einem rechten Winkel, aufein
ander stoßende Eingriffsabschnitte bilden, die sich in der Betriebsstellung in der Aus
sparung abstützen. Dies ermöglicht eine besonders stabile Verbindung der Rückwand
mit dem Bilderhalter, da sich die Rückwandteile über Eck im Rahmen abstützen. Es
greifen so sämtliche Eingriffsabschnitte der Rückwand in die Aussparungen ein und die
Rückwand sitzt sicher im Rahmen. Erfindungsgemäß kann dies beispielsweise dadurch
erreicht werden, daß die Rückwandteile sich im wesentlichen in Richtung der Winkelhal
bierenden des Eckes in die Aussparung hinein und aus ihnen hinaus bewegt werden.
Bei dreieckigen Rückwandteilen wird dies dadurch errecht, daß in einer vorteilhaften
Ausgestaltung die Grundlinien der Rückwandteile zueinander weisen und in der Ent
nahmestellung weniger weit voneinander beabstandet sind als in der Betriebsstellung.
Damit sich der Bilderhalter leicht an eine Wand hängen läßt und an der Rückseite des
Bilderhalters eine im wesentlichen geschlossene, plane Front entsteht, können in einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung die Rückwandteile in einer sich im wesentlichen
parallel zur Posterebene verlaufenden Ebene angeordnet sein. Die Posterebene ist da
bei die Ebene, in der das Poster im Bilderhalter zu liegen kommt.
Auch können in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung die Rückwandteile im we
sentlichen parallel zur Posterebene beweglich gelagert sein. Die Bewegung von der Be
triebsstellung in die Entnahmestellung und umgekehrt findet im wesentlichen in einer
Ebene statt und die Eingriffsabschnitte können sich bei der Hineinbewegung in die Aus
sparungen bzw. bei der Herausbewegung aus den Aussparungen nicht in diesen ver
kanten.
Vorteilhaft kann die Rückwand des weiteren eine Rückwandplatte aufweisen, an der die
Rückwandteile über Abstandhalter befestigt sind, wobei zumindest ein Rückwandteil re
lativ zur Rückwandplatte beweglich ist. Die Rückwandplatte bildet eine Grundplatte, an
der sämtliche Bauteile der Rückwand einfach befestigt werden können. Damit bildet die
Rückwand also ein einstückiges Bauteil mit Rückwandteilen und Spreizvorrichtung, das
in der Entnahmestellung als Ganzes in den Rahmen einsetzbar ist und in der Betriebs
stellung mit dem Rahmen verbunden ist. Sind die Außenabmessungen der Rückwand
platte kleiner als die entsprechenden Abmessungen der vom Rahmen umschlossenen
Öffnung, so kann die Rückwandplatte in den Rahmen eingelegt werden. Die einstückige
Handhabung der einsetzbaren Rückwand erhöht den Bedienungskomfort beim Wech
seln des Posters beträchtlich.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung können die Abstandhalter als in Verschie
berichtung der Rückwandteile wirkende Federelemente ausgebildet sein. Bei der Rela
tivbewegung der Rückwandteile relativ zur Rückwandplatte beispielsweise beim Über
gang von der Entnahmestellung in die Betriebsstellung werden die Federelemente ver
formt und erzeugen eine Kraft auf die Rückwandteile. Wenn in einer weiteren vorteil
haften Ausgestaltung in der Betriebsstellung die Federelemente in Verschieberichtung
der Rückwandteile im wesentlichen unverformt sind, dann nehmen die Rückwandteile
aufgrund der Federwirkung automatisch die Betriebsstellung ein. Somit ist sichergestellt,
daß bei in den Rahmen eingesetzter Rückwand die Eingriffsabschnitte der Rückwand
teile auch dann in die Aussparungen am Rahmen eingreifen, wenn die Spreizvorrich
tung versehentlich nicht betätigt wurde.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung können die Abstandhalter als im wesentli
chen senkrecht zur Posterebene wirkende Federelemente ausgebildet sein. Dadurch
können die Abstandhalter über die Rückwandplatte eine Andrückkraft auf das Poster
ausüben. Das Poster wird zwischen der Rückwand, insbesondere der Rückenwand
platte wahrgenommen wird, und der Klarsichtscheibe eingeklemmt. Durch die senkrecht
zur Posterebene, also senkrecht zur Klarsichtscheibe wirkenden Federelemente kann
das Poster stärker gegen die Klarsichtscheibe gedrückt werden und Wellen im Poster
werden vermieden. Dabei ist es von Vorteil, wenn die Federelemente in der Betriebs
stellung in Richtung senkrecht zur Posterebene verformt sind und eine Kraft ausüben,
durch die die Rückwandplatte gegen das Poster gedrückt ist. Damit ist sichergestellt,
daß das Poster stets plan gegen die Klarsichtscheibe gedrückt wird.
Aufgrund der einfachen Herstellung hat es sich als günstig erwiesen, wenn zumindest
ein Federelement im wesentlichen quaderförmig ausgestaltet ist. Auch können die Fe
derelemente aus aufgeschäumten Kunststoff gefertigt sein, beispielsweise aus
Schaumstoff ausgeschnitten sein. Die Verwendung von Schaumstoff als Material des
Federelements ist eine besonders kostengünstige Lösung.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die nutenförmige Aussparung im we
sentlichen einen V-förmigen Querschnitt aufweisen. Durch einen V-förmigen Querschnitt
werden die Eingriffsabschnitte der Rückwandteile bei der Bewegung von der Entnahme
stellung in die Betriebsstellung automatisch in der Aussparung zentriert. Bei entspre
chender Lage des Schnittpunktes der beiden V-förmigen Wände der Aussparung kön
nen die Rückwandteile beim Eindrücken in Richtung senkrecht zur Längserstreckung
der Aussparung positioniert werden. Sind am Bilderhalter die Abstandshalter als Fede
relemente ausgestaltet und weist die nutenförmige Aussparung einen im wesentlichen
V-förmigen Querschnitt auf, so können durch die Zentrierung die Federelemente ver
formt und dadurch eine Andrückkraft auf die Rückwandplatte senkrecht zur Posterebene
erzeugt werden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann am Rahmen eine im wesentlichen zur
Posterebene parallele Anschlagfläche ausgebildet sein, an der sich in der Betriebsstel
lung die Klarsichtscheibe abstützt. Dadurch kann die Klarsichtscheibe nicht mehr aus
dem Rahmen fallen. Außerdem nimmt die Anschlagfläche die von den Federelementen
der Rückwand ausgeübte Andrückkraft auf. Weist die Klarsichtscheibe zudem Außen
abmessungen auf, die höchstens den Außenabmessungen der vom Rahmen um
schlossenen Öffnung entsprechen, so kann die Klarsichtscheibe leicht aus dem Rah
men entfernt werden, sobald die Rückwand aus dem Bilderhalter entnommen ist. Dies
ist beispielsweise zum Austausch der Klarsichtscheibe oder zu deren Reinigung vorteil
haft.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann der Abstand zwischen der Anschlag
fläche und dem Grund der nutförmigen Aussparung höchstens dem Abstand in der Be
triebsstellung der Rückwand zwischen der vorderen Fläche der Glasscheibe und der
parallel zur Posterebene verlaufenden Mittelebene der Rückwandteile entsprechen.
Diese Bemessungsregel stellt sicher, daß die Eingriffsabschnitte problemlos in die Aus
sparungen eingefahren werden können. Insbesondere bei als Federelement ausgebil
deten Abstandhaltern stellt diese Bemessungsregel darüber hinaus sicher, daß die Fe
derelemente elastisch so verformt sind, daß das Poster gegen die Klarsichtscheibe ge
drückt wird.
Eine einfache Befestigung der Drehscheibe an der Rückwandplatte kann in einer weite
ren vorteilhaften Ausgestaltung dadurch erreicht werden, daß an der Rückwandplatte
eine Haltescheibe befestigt ist, an der die Drehscheibe drehbar und senkrecht zur Po
sterebene unverschieblich gehalten ist. Insbesondere kann an der Haltescheibe ein Ku
gelkopf ausgebildet sein, der in einer Kugelkopfaufnahme an der Drehscheibe einge
steckt ist. Ein Kugelkopf ermöglicht eine feste, einfach herzustellende und leicht drehba
re Verbindung zwischen Haltescheibe und Drehscheibe. Alternativ kann der Kugelkopf
auch an der Drehscheibe und die Kugelkopfaufnahme an der Haltescheibe angebracht
sein.
Im folgenden wird der Aufbau und die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung an
hand eines Ausführungsbeispiels unter Zuhilfenahme der Zeichnungen genauer be
schrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bilderhalters im Quer
schnitt;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Rückwand des Ausführungsbeispiels des erfin
dungsgemäßen Bilderhalters in einer Entnahmestellung;
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Rückwand des Ausführungsbeispiels des erfin
dungsgemäßen Bilderhalters in einer Betriebsstellung;
Fig. 4 ein Querschnitt eines Rahmens des Bilderhalters gemäß Einzelheit IV der
Fig. 1;
Fig. 5 eine Einzelheit V der Fig. 3;
Fig. 6A ein Element einer Spreizvorrichtung des Ausführungsbeispiels des erfin
dungsgemäßen Bilderhalters in einer Draufsicht;
Fig. 6B das Element der Fig. 6A in einer Schnittansicht;
Fig. 7A ein weiteres Element der Spreizvorrichtung in einer Schnittansicht;
Fig. 7B das Element der Fig. 7A in einer Draufsicht.
Zunächst wird der Aufbau eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Bilder
halters erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Bilderhalter 1, in dem ein Poster 2 hinter einer Klarsichtscheibe 3 aus
Glas von vorne einsehbar gehalten ist. Die Klarsichtscheibe 3 ist in einem Rahmen 4
von hinten eingelegt und liegt an einem vom Rahmen gebildeten Absatz 5 auf. Der
Rahmen 4 umgibt eine zur Posterebene verlaufende Sichtfläche 6, die den sichtbaren
Bereich des Posters 2 bestimmt.
Der Bilderhalter 1 weist des weiteren eine Rückwand 7 auf, die aus zwei Rückwand
teilen 8, einer Rückwandplatte 9, einer Spreizvorrichtung 10 und Abstandshaltern 11
aufgebaut ist. Die Abstandshalter 11 sind zwischen den Rückwandteilen 8 und der
Rückwandplatte 9 angeordnet. Die Rückwandplatte 9 und die Rückwandteile 8 sind aus
Hartfaser gefertigt.
Die Spreizvorrichtung 10 weist eine über zwei Zapfen 12 mit einem Rückwandteil 8 ver
bundene Drehscheibe 13 und eine mit der Rückwandplatte 9 fest verbundene Halte
scheibe 14 auf. An der Haltescheibe 14 ist ein Kugelkopf 15 angeformt, der in einer Ku
gelkopfaufnahme 16 der Drehscheibe 13 aufgenommen bzw. in diese eingesteckt ist.
Am Kugelkopf 15 ist die Drehscheibe 13 gegenüber der Haltescheibe 14 drehbar gela
gert.
An der von der Sichtfläche 6 abgewandten Seite des Rückwandteils 8 sind Aufhänge
vorrichtungen 17 angebracht, an denen der Bilderhalter 1 an beispielsweise in eine
Wand geschlagene Nägel aufgehängt werden kann.
Zwischen der Rückwandplatte 9 und dem Poster 2 ist ein Einlegeblatt 18 eingelegt, das
bei Postern, deren Außenkontur kleiner ist als die der Sichtfläche 6, als Passepartout
dienen kann.
Der Rahmen 4 ist auf Höhe des Rückwandteiles 8 mit einer nutenförmigen Aussparung
19 versehen, die sich in Richtung der vom Rahmen umschlossenen Öffnung öffnet, in
die die Rückwand 7 eingelegt ist. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist die Nut in ihrem
Querschnitt V-förmig ausgebildet. Wie der Fachmann anhand der folgenden Beschrei
bung jedoch ohne weiteres feststellen kann, sind die erfindungsgemäßen Funktionswei
sen auch mit anderen Nutenformen erreichbar.
Die Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Rückwand in einer Entnahmestellung entlang des
Pfeiles II der Fig. 1. Der Rahmen 4 ist in der Fig. 2 der Einfachheit halber weggelassen.
In Fig. 2 ist zu sehen, daß zwei dreieckige Rückwandteile 8 zusammen einen rückwärti
gen Abschnitt der Rückwand 7 bilden, der die gleichen Außenabmessungen aufweist
wie die Rückwandplatte 9, wenn die Rückwandteile 8 entlang ihrer Grundlinie 20 aufein
anderliegen. Die Grundlinie 20 verläuft entlang einer Diagonale 21 der Rückwandplatte
9. Bei dieser Aufteilung werden von einem Rückwandteil 8 jeweils zwei im rechten Win
kel aufeinander stehende Randabschnitte 22, 23 gebildet. Diese Randabschnitte oder
auch Eingriffsabschnitte 22, 23 liegen jeweils der V-förmigen Aussparung 19 gegenüber.
Die Außenabmessungen des von den zusammengesetzten Randteilen 8 gebildeten
Rechtecks sind in der Fig. 2 mit A für die Länge des längeren Eingriffsabschnittes 22
und B für die Länge des kürzeren Eingriffsabschnittes 23 angegeben. Die Stellung, in
der die Grundlinien 20 der Randteile 8 aufeinanderliegen, wird als Entnahmestellung
bezeichnet.
In Fig. 2 ist des weiteren der Einfachheit halber die Spreizvorrichtung 10 weggelassen.
Es sind nur die Zapfen 12 und der Kugelkopf 15 im Querschnitt gezeichnet, wie sie die
Ebene der Rückwandteile durchbrechen. In der Fig. 2 ist zu sehen, daß die Zapfen 12 in
Langlöcher 24 eingreifen. In der in Fig. 2 dargestellten Entnahmestellung befinden sich
die Zapfen 12 an einem Ende der Langlöcher 24. In jedem der Randteile 8 ist ein Lang
loch 24 ausgebildet, in das ein Zapfen 12 eingreift.
In der Mitte der Grundlinie 20 ist in jedem Rückwandteil 8 eine halbkreisförmige Ausspa
rung 25 eingearbeitet, deren Durchmesser größer als der Durchmesser des Kugelkop
fes 15 ist.
In der Fig. 3 ist die Ansicht der Fig. 2 wiedergegeben, im Unterschied zu Fig. 2 befindet
sich allerdings die Rückwand 7 in einer Betriebsstellung. In der Betriebsstellung der Fig.
3 stützen sich die Eingriffsabschnitte 22, 23 der Rückwandteile 8 in der nutenförmigen
Aussparung 19 des Rahmens 4 (der Rahmen ist in der Fig. 3 der Übersicht halber weg
gelassen) ab. Dies wird dadurch erreicht, daß die Rückwandteile 8 nunmehr an ihren
Grundlinien 20 voneinander beabstandet sind, indem sie in einer Ebene parallel zur
Sichtfläche 6 in etwa in Richtung senkrecht zur jeweiligen Grundlinie auseinanderge
schoben sind. Damit hat sich die Länge A des Eingriffsabschnittes 2 in der Betriebsstel
lung um ΔA verlängert. Die Länge B des Eingriffsabschnittes 23 hat sich um ΔB erhöht.
Damit ist das Rechteck, das in der Betriebsstellung von den Randteilen 8 gebildet ist,
größer als die Rückwandplatte 9. Durch die nutförmige Aussparung 19 am Rahmen ist
damit in der Betriebsstellung die Rückwand 7 gegen eine Entnahme gesichert. Durch
einen entspechenden Verlauf des Langloches 24 kann erreicht werden, daß die Ver
schiebewege ΔA und ΔB jeweils gleich groß sind. Die Tiefe der Aussparung 19 ent
spricht in etwa dem jeweiligen Verschiebeweg ΔA, ΔB des zugeordneten Rundab
schnittes 22, 23.
In der Betriebsstellung befinden sich die Zapfen 12 am gegenüber der Entnahmestel
lung der Fig. 2 entgegengesetzten Ende der Langlöcher 24.
In der Entnahmestellung der Fig. 2 befinden sich die Zapfen 12 in etwa auf der parallel
zum längeren Randabschnitt 22 verlaufenden Symmetrielinie 26. In der Betriebsstellung
der Fig. 3 liegen die Zapfen 12 in etwa auf einer Linie 27, die um den Mittelpunkt der
Rückwand 7, der mit dem Mittelpunkt des Kugelkopfes 15 zusammenfällt, um den Win
kel W1 gedreht ist. Der Winkel W1 beträgt beim gezeigten Ausführungsbeispiels 45°.
Andere Winkel zwischen 30° und 60° sind ohne Einschränkung der funktionellen Merk
male der Erfindung vorstellbar.
In Fig. 4 ist ein Querschnitt des Rahmens 4 gezeigt. Die Vorderfläche 28, die Außenflä
che 29 und die rückwärtige Fläche 30 des Rahmens 4 sind jeweils plan. Auf der der
Sichtfläche 6 zugewandten Seite des Rahmens 4 befindet sich vorne ein Absatz 5, an
dessen rückwärtiger Fläche 31 die Glasscheibe 3 aufliegt. An die rückwärtige Fläche 31
des Absatzes 5 schließt sich rechtwinklig dazu in Richtung der Rückseite des Rahmens
4 ein Führungsabschnitt 32 an. Durch den Führungsabschnitt 32 sind die Glasscheibe
3, das Poster 2, das Passepartout 18 und die Rückplatte 9 in Richtung parallel zur
Sichtfläche 6 umverschieblich gehalten. Die Länge des Führungsabschnittes 32 senk
recht zur Sichtfläche 6 entspricht dabei in etwa der Gesamthöhe von Glasscheibe 3,
Poster 2, Passepartout 18 und Rückplatte 9.
An den Führungsabschnitt 32 schließt sich in Richtung der Rückseite des Rahmens 4
der vordere Grund 33 der nutenförmigen Aussparung 19 an. Gegenüber dem Füh
rungsabschnitt 32, also der Senkrechten auf die Sichtfläche 6, ist der vordere Grund 33
um den Winkel W2 geneigt. Der Winkel W2 beträgt üblicherweise zwischen 10° und
30°, beim gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt W2 etwa 15°.
An den vorderen Grund 33 der nutförmigen Aussparung 19 schließt sich ein hinterer
Grund 34 an. Dieser hintere Grund 34 erstreckt sich beim gezeigten Ausführungsbei
spiel bis zur rückwärtigen Fläche 30 des Rahmens 4. Allerdings kann zwischen dem
hinteren Grund 34 und der rückwärtigen Fläche 30 auch ein weiterer Führungsabschnitt
oder andere Funktionsabschnitte vorhanden sein.
Der hintere Grund 34 der nutförmigen Aussparung 19 ist gegenüber der Senkrechten
auf die Sichtfläche 6, bzw. dem Führungsabschnitt 32 um einen Winkel W3 geneigt. W3
ist im allgemeinen größer als W2 und liegt im Bereich zwischen 15 und 90°. Beim ge
zeigten Ausführungsbeispiel beträgt W3 30°. Durch die Neigung des vorderen Grundes
33 und des hinteren Grundes 34 wird eine V-förmige Aussparung 19 gebildet. Diese V-
förmige Aussparung 19 verläuft parallel zur rückwärtigen Fläche 30 und zur Vorderflä
che 28 des Rahmens stets auf gleicher Höhe. Der Abstand der Schnittlinie zwischen
dem vorderen Grund 33 und dem hinteren Grund 34 der nutenförmigen Aussparung 19
zur Anlagefläche 31 ist in der Fig. 4 mit D bezeichnet. D entspricht in etwa dem Abstand
von der vorderen Fläche der Glasscheibe 3 zur Mittelebene des Rückenteiles 8, so daß
das Rückenteil 8 auf Höhe der Schnittlinie von vorderem Grund 33 und hinterem Grund
34 liegt. Die Mittelebene des Rückwandteiles 8 ist die parallel zur Posterebene auf ha
ber Materialstärke verlaufende Ebene.
Der Rahmen 4 kann aus den verschiedensten Materialien wie beispielsweise Holz,
Kunststoffen oder Metallen wie Aluminium oder Stahl gefertigt sein. Neben Vollprofilen
kann der Rahmen auch aus Hohlprofilen gefertigt sein. Beim gezeigten Ausführungsbei
spiel ist der Rahmen 4 aus längs jeder Kante 22, 23 identischen, geradlinigen Holzpro
filen aufgebaut, die an den Ecken des Rahmens über 45°-Gehrungen miteinander ver
bunden sind.
In der Betriebsstellung stützen sich die Eingriffsabschnitte 22, 23 der rückwärtigen Teile
8 an der nutenförmigen Aussparung 19 ab. Durch den hinteren Grund 34 ist die Rück
wand gegen das Herausfallen gesichert, solange die Eingriffsabschnitte in die nutförmi
ge Aussparung 19 gedrückt werden. Der Winkel W3 wird dazu zweckmäßigerweise so
steil als möglich gewählt, wobei allerdings noch eine Zentrierung des Rückenteiles 8 in
Richtung des Posters 3 möglich sein sollte. Selbstverständlich sind auch andere Formen
der Aussparungen möglich, so lange die Rückwand in der Betriebsstellung darin gehal
ten werden kann.
In Fig. 5 ist eine Einzelheit V der Fig. 2 dargestellt, aus der die Lage und Orientierung
der Langlöcher 24 hervorgeht.
Die Mittellinie 35 eines Langloches ist um den Winkel W4 gegen die Symmetrielinie 26
geneigt. Der Winkel W4 liegt üblicherweise im Bereich zwischen 30° und 60°, im ge
zeigten Ausführungsbeispiel beträgt W4 etwa 45°. Die Länge G des Langloches 24 be
stimmt sich aus der Tiefe der nutförmigen Aussparung 19 des Rahmens, die wiederum
die Beträge ΔA und ΔB bestimmt, um die die Rückteile 8 senkrecht zu ihren Eingriffsab
schnitten 22, 23 in der Betriebsstellung gegenüber der Entnahmestellung verschoben
sind.
In das Langloch 24 greift der Zapfen 12 der Drehscheibe 13 ein. Durch Verdrehen der
Drehscheibe 13 gegenüber der Haltescheibe 14 wird der Zapfen 12 auf einer Kreisbahn
um den Kugelkopf 15 geführt. Die Mantelfläche des Zapfens bildet somit bei Drehung
eine Nockenfläche. Durch die Drehung bewegt sich der Zapfen im Langloch 24 und ver
schiebt dadurch das Rückwandteil 8, in dem das jeweilige Langloch 24 ausgebildet ist.
Die jeweiligen Eingriffsabschnitte des Langloches 24, die mit dem Zapfen 12 zusam
menwirken, bilden dabei die Gegenflächen zur Nockenfläche. Um eine leichte Ver
schieblichkeit des Zapfens 12 im Langloch 24 zu ermöglichen, ist die Breite F des
Langloches 24 etwas größer als der Durchmesser des Zapfens 12. In der Fig. 5 ist der
Zapfen 12 in der der Entnahmestellung entsprechenden Position gezeichnet. Durch
Drehen der nicht dargestellten Drehscheibe im Uhrzeigersinn drückt der Zapfen 12 ge
gen den in der Fig. 5 unteren Rand des Langloches 24 und übt damit eine senkrecht auf
diesen Rand bzw. diese Gegenfläche wirkende Kraft aus. Das Rückenteil 8, das auf den
Federelementen 11 elastisch gelagert ist, folgt der Richtung dieser Kraft und wird senk
recht zur Mittenlinie 35 bzw. seiner Gundlinie verschoben. Am Ende dieser Bewegung
ist die Entnahmestellung erreicht und das in der Fig. 5 obere Ende des Langloches be
findet sich nunmehr auf Höhe des Abstandes des Zapfens 12 vom Drehpunkt der Dreh
scheibe 13(Mittelpunkt des Kugelkopfes 15).
In den Fig. 6A und 6B ist der Aufbau der Drehscheibe 13 gezeigt. In der Draufsicht der
Fig. 6A sind die beiden auf einem Kreis angeordneten, zylinderförmigen Zapfen 12 so
wie die Kugelkopfaufnahme 16 zu erkennen. Damit sich die Kugelkopfaufnahme 16
beim Einstecken des Kugelkopfes 15 leichter verformen kann, sind kreuzförmige Ein
schnitte vorgesehen. Am Umfang der Drehscheibe 13 sind drei am Umfang gleichmäßig
verteilte Greifabschnitte 36 vorgesehen, die das Ergreifen und Drehen der Drehscheibe
von Hand erleichtern.
Im Querschnitt der Drehscheibe 13 der Fig. 6B ist zu erkennen, daß ein umlaufender
Absatz an der Drehscheibe 13 angeformt ist. Dieser Absatz 37 liegt auf den Rücken
wandteilen 8 auf und verringert die Kontaktfläche der Drehscheibe 13 mit diesen. Da
durch sinkt der Reibungswiderstand und das Drehteil 13 kann leichter gedreht werden.
In den Fig. 7A und 7B ist der Aufbau der Haltescheibe 14 dargestellt. Die Haltescheibe
14 ist, wie auch die Drehscheibe 13, im wesentlichen kreisförmig. Im Mittelpunkt der
Haltescheibe 14 ist ein Kugelkopf 15 passend zu Kugelkopfaufnahme 16 ausgeformt.
Die der Rückplatte 9 zugewandte Fläche 38 des Scheibenabschnittes 39 ist mit der
Rückplatte 9 drehstarr verbunden. Dies geschieht beim dargestellten Ausführungsbei
spiel durch eine Verklebung. Andere Verbindungsmöglichkeiten, die eine drehstarre
Verbindung gewährleisten, sind ebenfalls möglich.
Die Fig. 7B zeigt eine Draufsicht auf die Haltescheibe 14, auf der konzentrisch der Ku
gelkopf 15 angeordnet ist.
Im folgenden wird die Funktionsweise des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemä
ßen Bilderhalters beschrieben. Dabei wird der Vorgang erläutert, wie ein Poster in den
Bilderhalter eingelegt wird. Ausgegangen wird zunächst davon, daß die Rückwand 7
nicht in den Rahmen 4 eingesetzt ist.
Zunächst wird die Glasplatte 2 in den Rahmen 4 eingelegt, so daß sie auf der Auflage
fläche 31 zu liegen kommt. Anschließend wird das Poster 3 auf die rückwärtige Fläche
der Glasplatte 2 in der vom Benutzer gewünschten Position aufgelegt. Anschließend
wird das Passepartout 18 darübergelegt.
Die Rückwand 7 stellt ein eigenes Bauteil dar, welches als ein einstückiges Bauteil in
den Rahmen 4 wiederholt einsetzbar und herausnehmbar ist. Zum Einsetzen und Her
ausnehmen wird die Rückwand 7 in die Entnahmestellung gebracht. Dies geschieht
durch Drehen der Drehscheibe 13, so daß die Rückteile 8 über die Zapfen 12 in die in
der Fig. 2 gezeigte Stellung überführt werden. Die Außenabmessungen A und B der
Rückwand 7 in der Entnahmestellung sind kleiner als die Innenabmessungen der von
der von hinterem Grund 34 und rückwärtiger Fläche 30 gebildeten Kante des Rahmens
4. Außerdem sind die Abmessungen A und B der Rückwand 7 in der Entnahmestellung
kleiner als die vom Führungsabschnitt 32 umschlossene Öffnung. In der Entnahmestel
lung ist daher die Rückwand 7 als Ganzes problemlos in den Rahmen einsetzbar und
auf das Passepartout 18 aufsetzbar. Dabei kann natürlich auch auf das Passepartout 18
bei Bedarf verzichtet werden, bzw. können um farbliche Wirkungen zu erzielen, mehrere
Passepartouts verwendet werden. Unterschiedliche Dicken des Passepartouts bzw. des
Posters werden durch die Verformbarkeit der Abstandhalter ausgeglichen. Liegt die
Rückwandplatte 9 auf dem Passepartout auf, so wird die Drehscheibe 13 gedreht, im
gezeigten Ausführungsbeispiel in Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn, bis die Zapfen
12 an das andere Ende des Langloches 24 bzw. die Eingriffsabschnitte 22, 23 an den
Grund der nutenförmigen Aussparung 19 stoßen. Damit ist die Betriebsstellung der
Rückwand 7 eingenommen und die Rückwand 7 in der nutenförmigen Aussparung 19
gegen eine Verschiebung senkrecht zur Sichtfläche 6 gesichert. Die Spreizvorrichtung
10 bildet somit eine leicht handzuhabende Zentralverriegelung für die Rückwand 7.
In diesem Zusammenhang ist noch besonders auf die Funktion der Federelemente 11
hinzuweisen. Die Federelemente 11 bestehen aus Blöcken aus elastischem Material,
wie beispielsweise Schaumstoff oder anderen aufgeschäumten Kunststoffen. Die Feder
elemente 11 sind jeweils mit der Rückplatte 9 und den Rückteilen 8 verklebt. Diese Ver
klebung findet in der Betriebsstellung statt, so daß die Federelemente 11 in der Ent
nahmestellung auf Scherung beansprucht und elastisch verformt sind. Daher drücken
sie selbsttätig die Rückteile 8 in die Betriebsstellung. Es ist allerdings dem Fachmann
klar, daß durch eine entsprechende Ausgestaltung der Langlöcher 24, beispielsweise
mit Rastungen, oder durch nicht geradlinige sondern geschwungene Ausgestaltung die
Rückwand in der Entnahmestellung fixiert werden kann.
Wenn die Rückwand in die Betriebsstellung überführt wird und die Eingriffsabschnitte
22, 23 gegen den hinteren Grund 34 der nutenförmigen Aussparung 19 drücken, so
wird die Rückwand in der Aussparung zentriert und eine nach vorne gerichtete Kraft auf
die Rückteile 8 ausgeübt, die diese leicht nach vorne preßt. Diese Kraft wirkt auf die Fe
derelemente 11, die damit eine gleichmäßig verteilte Andrückkraft auf die Rückplatte 9
ausüben. Das Poster 2 wird damit fest zwischen Glasscheibe 3 und Passepartout 18
gehalten. Die Federelemente 11 sind gleichmäßig auf der Rückplatte 9 verteilt, so daß
die Rückplatte 9 über im wesentlichen ihre gesamte Fläche gleichmäßig gegen das Po
ster 2 gedrückt wird. Dadurch kommt es zwischen Poster 2 und Glasscheibe 3 zu einem
großflächigen engen Kontakt, eine Falten- oder Wellenbildung zwischen Poster 2 und
Glasscheibe 3 kann nicht mehr auftreten.
Claims (30)
1. Bilderhalter, insbesondere für Poster, mit einem Rahmen, der eine Öffnung um
schließt, in der das Poster von vorne einsehbar gehalten ist, und der an zumin
dest zwei einander gegenüberliegenden, der Öffnung zugewandten Rahmenab
schnitten mit einer Aussparung versehen ist, die sich zur Öffnung hin öffnet, wo
bei am Rahmen eine Rückwand befestigt ist, deren Randabschnitte in einer Be
triebsstellung der Rückwand jeweils in den Aussparungen zumindest abschnitts
weise aufgenommen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparungen
(19) nutförmig sind und daß die Rückwand zumindest zwei getrennte, relativ zu
einander bewegliche Rückwandteile (8) mit Randabschnitten (22, 23) aufweist,
die sich jeweils an den Aussparungen (19) abstützen, wobei die Rückwand (7) ei
ne Spreizvorrichtung (10) aufweist, durch die in der Betriebsstellung die Rück
wandteile (8) voneinander wegbewegt und die Randabschnitte (22, 23) in die je
weilige Aussparung (19) gedrückt sind und durch die in einer Entnahmestellung
die Rückwandteile (8) aufeinander zubewegt und die Randabschnitte (22, 23)
aus der jeweiligen Aussparung (19) herausgezogen sind.
2. Bilderhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Spreizvor
richtung (10) eine Nockenfläche ausgebildet ist, die auf eine an einem Rück
wandteil (8) angeordnete Gegenfläche einwirkt und die bei einer Bewegung rela
tiv zur Gegenfläche die Rückwandteile (8) von der Betriebsstellung in die Entnah
mestellung überführen.
3. Bilderhalter nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Spreizvorrichtung (10) eine relativ zum Rückwandteil (8) drehbare Dreh
scheibe (13) umfaßt, an der die Nockenfläche ausgebildet ist.
4. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Nockenfläche Abschnitte aufweist, die unterschiedlich weit vom
Drehpunkt der Drehscheibe (13) beabstandet sind.
5. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Spreizvorrichtung (10) in der Mitte der Rückwand (7) angeordnet ist.
6. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Drehscheibe (13) zumindest einen exzentrisch angeordneten Zap
fen (12) aufweist, an dem die Nockenfläche ausgebildet ist.
7. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Gegenfläche unterschiedlich weit vom Drehpunkt der Drehscheibe
(13) beabstandete Abschnitte aufweist.
8. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß zumindest ein Rückwandteil (8) mit einem Langloch (24) versehen ist,
an dem die Gegenfläche ausgebildet ist und in das der Zapfen (12) eingreift.
9. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Langloch (24) im wesentlichen geradlinig ausgebildet ist.
10. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß an jedem Rückwandteil (8) mindestens eine Gegenfläche vorhanden ist.
11. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Rückwandteile (8) die gleiche Form aufweisen.
12. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Rückwandteile (8) die gleichen Abmessungen aufweisen.
13. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Rückwandteile (8) eine im wesentlichen dreieckige Form aufweisen.
14. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Rückwandteile (8) jeweils zwei in einem Winkel, vorzugsweise in ei
nem rechten Winkel, aufeinanderstehende Randabschnitte (22, 23) bilden, die
sich in der Betriebsstellung in der Aussparung (19) abstützen.
15. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Rückwandteile (8) in einer sich im wesentlichen parallel zur Poster
ebene (6) verlaufenden Ebene angeordnet sind.
16. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Rückwandteile (8) im wesentlichen parallel zur Posterebene (6) be
weglich gelagert sind.
17. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Rückwand (7) des weiteren eine Rückwandplatte (9) aufweist, an
der die Rückwandteile (8) über Abstandshalter (11) befestigt sind, wobei zumin
dest ein Rückwandteil (8) relativ zur Rückwandplatte (9) beweglich ist.
18. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Abstandhalter (11) als in Verschieberichtung der Rückwandteile (8)
wirkende Federelemente ausgebildet sind.
19. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Federelemente (11) in der Betriebsstellung in Verschieberichtung
der Rückwandteile (8) im wesentlichen unverformt sind.
20. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Abstandshalter (11) als im wesentlichen senkrecht zur Posterebene
(6) wirkende Federelemente ausgebildet sind.
21. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Federelemente (11) in der Betriebsstellung in Richtung senkrecht
zur Posterebene (6) verformt sind und eine Kraft ausüben, durch die die Rück
wandplatte (9) gegen das Poster (2) gedrückt ist.
22. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß zumindest ein Federelement (11) im wesentlichen quaderförmig ausge
staltet ist.
23. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß zumindest ein Federelement (11) aus aufgeschäumten Kunststoff ge
fertigt ist.
24. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die nutenförmige Aussparung (19) im wesentlichen einen V-förmigen
Querschnitt aufweist.
25. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die nutenförmige Aussparung (19) im wesentlichen parallel zur Poster
ebene (6) verläuft.
26. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die nutenförmige Aussparung (19) im wesentlichen durchgängig am
Rahmen (4) ausgebildet ist.
27. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß am Rahmen (4) eine im wesentlichen zur Posterebene (6) parallele An
schlagfläche (31) ausgebildet ist, an der sich in der Betriebsstellung die Klarsicht
scheibe (3) abstützt.
28. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß der Abstand zwischen der Anschlagfläche (31) und dem Grund der
nutförmigen Aussparung (19) höchstens dem Abstand in der Betriebsstellung
zwischen der vorderen Fläche der Glasscheibe (3) und der parallel zur Poster
ebene (6) verlaufenden Mittelebene der Rückwandteile (8) entspricht.
29. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß an der Rückwandplatte (9) eine Haltescheibe (14) befestigt ist, an der
die Drehscheibe (13) drehbar und senkrecht zur Posterebene (6) unverschieblich
gehalten ist.
30. Bilderhalter nach einem der obengenannten Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß an der Haltescheibe (14) ein Kugelkopf (15) ausgebildet ist, der in eine
Kugelkopfaufnahme (16) an der Drehscheibe (13) eingesteckt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999116577 DE19916577C1 (de) | 1999-04-13 | 1999-04-13 | Bilderhalter |
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|---|---|---|---|
| DE1999116577 DE19916577C1 (de) | 1999-04-13 | 1999-04-13 | Bilderhalter |
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| DE19916577C1 true DE19916577C1 (de) | 2000-05-18 |
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| DE1999116577 Expired - Fee Related DE19916577C1 (de) | 1999-04-13 | 1999-04-13 | Bilderhalter |
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2325854A (en) * | 1997-06-05 | 1998-12-09 | Morrish Peter Geoffrey Alan | Display mount |
-
1999
- 1999-04-13 DE DE1999116577 patent/DE19916577C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2325854A (en) * | 1997-06-05 | 1998-12-09 | Morrish Peter Geoffrey Alan | Display mount |
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