DE19916492A1 - Kurbelwelle für eine Brennkraftmaschine - Google Patents
Kurbelwelle für eine BrennkraftmaschineInfo
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Abstract
Kurbelwelle (1) für eine Brennkraftmaschine. DOLLAR A Die Erfindung geht aus von einer Kurbelwelle (1) für eine Brennkraftmaschine mit Kurbelwangen (4), denen sich jeweils ein Wellenzapfen (2) und ein Kurbelzapfen (3) versetzt zueinander anschließen. DOLLAR A Die Aufgabe, mit einfachen Mitteln eine gezielte Spannungsminderung im Bereich der Kurbelwellen-Hohlkehlen zu erzielen, wird dadurch gelöst, daß im Bereich einer Hohlkehle (5; 6) zwischen einem der Zapfen (2; 3) und der Kurbelwange (4) in der Kurbelwange (4) wenigstens eine Entlastungsnut (7; 8) eingebracht ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Kurbelwelle für eine Brennkraftmaschine
gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
Kurbelwellen für Brennkraftmaschinen sind allgemein bekannt. Diese
bestehen in der Regel aus mehreren Kurbelwangen, denen sich je
weils ein Wellenzapfen und ein Kurbelzapfen versetzt zueinander an
schließen. In den Übergangsbereichen zwischen einem Kurbelzapfen
und einer Kurbelwange beziehungsweise einem Wellenzapfen und
einer Kurbelwange, wobei dieser Übergangsbereich als Hohlkehle
bezeichnet wird, treten beim Betrieb der Kurbelwelle in einer Brenn
kraftmaschine starke Beanspruchungen auf. Um diesen Beanspru
chungen in den Kurbelwellen-Hohlkehlen gerecht zu werden, werden
entweder die Grundabmessungen der Kurbelwelle (wie Zapfendurch
messer, Wangenform, Hohlkehlenradien) verändert oder es werden
festigkeitssteigernde Maßnahmen (wie zum Beispiel Härten oder
Rollen der Hohlkehlen) vorgenommen. Beides ist von Nachteil, da
durch Änderung der Grundabmessungen das Gewicht der Kurbelwelle
in unnötiger Weise ansteigt, so daß mehr Material verbraucht wird.
Darüber hinaus muß bei höherem Materialverbrauch auch mit einem
höheren Energieaufwand bei der Herstellung und auch beim Betrieb
der Brennkraftmaschine gerechnet werden. Ebenso sind festigkeits
steigernde Maßnahmen von Nachteil, da diese eine Steigerung der
Produktionskosten sowie einen erhöhten Fertigungsaufwand mit sich
bringen.
Zur Vermeidung der genannten Maßnahmen ist schon vorgeschlagen
worden, eine Bohrung zur örtlichen Spannungsabsenkung in der Kur
belwange vorzunehmen. Eine solche Bohrung hat allerdings den
Nachteil, daß sie entweder zu geringe oder zu eng begrenzte Wir
kung zeigt oder auch die Kurbelwelle so stark schwächt, daß die er
forderliche Festigkeit für den Betrieb der Kurbelwelle nicht mehr ge
geben ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln
eine gezielte Spannungsminderung in den Kurbelwellen-Hohlkehlen
zu erreichen.
Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruches 1 ge
löst.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß in einem Bereich einer Kur
belwellen-Hohlkehle zwischen einem der Zapfen der Kurbelwelle und
der Kurbelwange in der Kurbelwange wenigstens eine Entlastungsnut
eingebracht ist. Mittels dieser Entlastungsnut wird eine Umlenkung im
Kraftfluß erzeugt, wodurch die Spannungsspitzen in den Kurbelwel
len-Hohlkehlen abgebaut werden. Dadurch wird wirksam die Bean
spruchung in den Kurbelwellen-Hohlkehlen beim Betrieb der Kurbel
welle in der Brennkraftmaschine reduziert, so daß bei Beibehaltung
der erforderlichen Festigkeit weitergehende Maßnahmen, wie Verän
derung der Grundabmessungen der Kurbelwelle oder festigkeitsstei
gernde Maßnahmen, vermieden werden können. Der Vorteil einer sol
chen Entlastungsnut gegenüber den schon bekannten Entlastungs
bohrungen besteht darin, daß die Kurbelwelle nur unwesentlich ge
schwächt wird, wodurch die Steifigkeit der Kurbelwelle nahezu voll
erhalten bleibt und der Entlastungsbereich der Hohlkehle in Zap
fenumfangsrichtung beliebig ausgedehnt werden kann.
In Weiterbildung der Erfindung ist in jeweils einer Kurbelwange so
wohl eine Entlastungsnut für den Wellenzapfen als auch eine Entla
stungsnut für den Kurbelzapfen eingebracht. Dies hat den Vorteil,
daß für die gesamte Kurbelwelle eine Reduzierung der Beanspru
chung der Kurbelwellen-Hohlkehlen mittels der erfindungsgemäßen
Entlastungsnut erzielt wird.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Entlastungsnut konzentrisch zu
dem zugehörigen Wellenzapfen beziehungsweise dem zugehörigen
Kurbelzapfen in der Kurbelwange vorgesehen. Dadurch ist gewährlei
stet, daß sich die jeweilige Entlastungsnut genau über den Bereich
erstreckt, in dem die höchsten Beanspruchungen auftreten. Aufgrund
dieser Ausgestaltung schmiegt sich die Entlastungsnut nicht nur dem
Hohlkehlenverlauf, sondern auch der äußeren Formgebung des Wel
lenzapfens beziehungsweise des Kurbelzapfens optimal an.
In Weiterbildung der Erfindung erstreckt sich die Entlastungsnut über
einen Teilumfang eines Wellenzapfens beziehungsweise eines Kur
belzapfens. Aufgrund der Länge, der Breite und der Tiefe der Entla
stungsnut kann diese auf die Abmessungen der jeweils vorliegenden
Kurbelwelle abgestimmt werden, um eine größtmögliche Reduzierung
der Beanspruchung der Kurbelwellen-Hohlkehlen zu erzielen. Gleich
zeitig kann durch diese optimale Abstimmung verhindert werden, daß
die Steifigkeit der Kurbelwelle geschwächt wird.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Entlastungsnut schon mit Her
stellung der Kurbelwange in diese einbringbar. So kann zum Beispiel
beim Guß einer Kurbelwange die Gießform schon die optimierte Form
der Entlastungsnut beinhalten. Dies hat den Vorteil, daß nach der
Herausnahme der gegossenen Kurbelwange diese schon weitestge
hend fertig (einschließlich einer gegebenenfalls noch erforderlichen
Nachbearbeitung) zur weiteren Montage zur Verfügung steht. Dabei
ist denkbar, daß die Kurbelwangen einzeln oder die gesamte Kurbel
welle gegossen werden.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Entlastungsnut nach der Her
stellung der Kurbelwange in diese einbringbar. Diese Vorgehenswei
se hat dann den Vorteil, wenn Kurbelwangen gleicher Form und glei
cher Abmessungen hergestellt werden, die mit unterschiedlichen Wel
lenzapfen beziehungsweise Kurbelzapfen zu einer fertigen Kurbel
welle zusammengebaut werden. Dann können einheitlich hergestellte
Kurbelwangen in Abhängigkeit von den Abmessungen und der Form
der verwendeten Wellen- beziehungsweise Kurbelzapfen mit den ent
sprechenden Entlastungsnuten versehen werden.
Die erfindungsgemäß vorgesehenen Entlastungsnuten sind bei allen
Arten von Kurbelwellen einsetzbar. So kommt es bei der Verwendung
dieser Entlastungsnuten nicht darauf an, ob es sich bei der Kurbel
welle um eine zum Beispiel im Gesenk geschmiedete Kurbelwelle,
eine freiform-geschmiedete Kurbelwelle, eine gegossene Kurbelwelle
oder eine zusammengebaute Kurbelwelle handelt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles
erläutert, auf das die Erfindung nicht beschränkt ist.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Kurbelwelle,
Fig. 2 und 3 einen Querschnitt und einen Längsschnitt durch die
Kurbelwelle.
Fig. 1 zeigt eine Kurbelwelle 1 einer insbesondere selbstzündenden
Brennkraftmaschine. Diese Kurbelwelle 1 weist zur Lagerung Wellen
zapfen 2 auf, wobei weiterhin in Abhängigkeit der Anzahl der Zylinder
der Brennkraftmaschine mehrere Kurbelzapfen 3 vorgesehen sind.
Die Wellenzapfen 2 und Kurbelzapfen 3 sind über Kurbelwangen 4
versetzt zueinander zu der Baueinheit der Kurbelwelle 1 miteinander
verbunden. An den beiden Enden der Kurbelwelle 1 werden in übli
cher Weise ein Schwungrad oder ein Flansch für ein Schwungrad be
ziehungsweise auf der gegenüberliegenden Seite Keilriemenabtriebe
und gegebenenfalls Schwingungsdämpfer montiert. Diese sind in
Fig. 1 nicht gezeigt.
Zur Verdeutlichung der Erfindung ist in den Fig. 2 und 3 ein Quer
schnitt beziehungsweise ein Längsschnitt durch die in Fig. 1 ge
zeigte Kurbelwelle 1 gezeigt. Neben den in Fig. 1 schon gezeigten
und mit den gleichen Bezugsziffern versehenen Elementen ist die
Hohlkehle im Bereich des Wellenzapfens 2 mit der Bezugsziffer 5 und
die Hohlkehle im Bereich des Kurbelzapfens 3 mit der Bezugsziffer 6
versehen. Um die in diesen Kurbelwellen-Hohlkehlen auftretende Be
anspruchung reduzieren zu können, sind erfindungsgemäß Entla
stungsnuten 7 und 8 im Bereich dieser Kurbelwellen-Hohlkehlen 5
und 6 angeordnet. Die Anordnung und die Tiefe dieser Entlastungs
nuten 7 und 8 für den Wellenzapfen 2 und den Kurbelzapfen 3 sind in
den Fig. 2 und 3 erkennbar.
In Fig. 3 ist erkennbar, daß die Entlastungsnuten 7 und 8 konzen
trisch zu dem zugehörigen Wellenzapfen 2 beziehungsweise dem zu
gehörigen Kurbelzapfen 3 angeordnet sind. Außerdem ist erkennbar,
daß sich die Entlastungsnuten 7 und 8 konzentrisch und über einen
Teilumfang eines Wellenzapfens beziehungsweise Kurbelzapfens er
strecken. Durch entsprechende Auslegung der Tiefe (siehe Fig. 2)
sowie der Breite und der Erstreckung über den Teilumfang eines Wel
lenzapfens beziehungsweise Kurbelzapfens (siehe Fig. 3) wird die
weitestgehende Reduzierung der Beanspruchung in der Wellenzap
fen-Hohlkehle 5 beziehungsweise der Kurbelzapfen-Hohlkehle 6 er
zielt, ohne daß die Festigkeit der Kurbelwelle 1 geschwächt wird. In
vorteilhafter Weise sind die Entlastungsnuten 7 und 8 nahe am Au
ßenumfang des Wellenzapfens 2 beziehungsweise des Kurbelzapfens
3 im Bereich der Hohlkehlen 5 beziehungsweise 6 angeordnet, um
die in diesem Bereich auftretenden Spannungen abbauen zu können.
Darüber hinaus sind in weiterhin vorteilhafter Weise die Entlastungs
nuten 7 und 8 symmetrisch zur Längsachse der Wellenzapfen 2 be
ziehungsweise der Kurbelzapfen 3 angeordnet, wie dies in Fig. 3
gezeigt ist. Die Form der beiden Entlastungsnuten 7 und 8 kann (wie
dies in Fig. 3 gezeigt ist) gleich sein, während es auch denkbar ist,
daß Form, Längserstreckung, Breite sowie Tiefe voneinander abwei
chen.
1
Kurbelwelle
2
Wellenzapfen
3
Kurbelzapfen
4
Kurbelwange
5
Wellenzapfen-Hohlkehle
6
Kurbelzapfen-Hohlkehle
7
Entlastungsnut
8
Entlastungsnut
Claims (6)
1. Kurbelwelle (1) für eine Brennkraftmaschine mit Kurbelwangen
(4), denen sich jeweils ein Wellenzapfen (2) und ein Kurbelzapfen (3)
versetzt zueinander anschließen,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich einer Hohlkehle (5; 6) zwi
schen einem der Zapfen (2; 3) und der Kurbelwange (4) in der Kur
belwange (4) wenigstens eine Entlastungsnut (7; 8) eingebracht ist.
2. Kurbelwelle (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß in jeweils einer Kurbelwange (4) so
wohl eine Entlastungsnut (7) für den Wellenzapfen (2) als auch eine
Entlastungsnut (8) für den Kurbelzapfen (3) eingebracht ist.
3. Kurbelwelle (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Entlastungsnut (7; 8) konzentrisch
zu dem zugehörigen Wellenzapfen (2) beziehungsweise dem zugehö
rigen Kurbelzapfen (3) in der Kurbelwange (4) vorgesehen ist.
4. Kurbelwelle (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Entlastungsnuten (7, 8) symme
trisch zu der Längsachse des zugehörigen Wellenzapfens (2) bezie
hungsweise des zugehörigen Kurbelzapfens (3) angeordnet sind.
5. Kurbelwelle (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Entlastungsnut (7; 8) schon mit
Herstellung der Kurbelwange (4) in diese einbringbar ist.
6. Kurbelwelle (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Entlastungsnut (7; 8) nach der Her
stellung der Kurbelwange (4) in diese einbringbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999116492 DE19916492A1 (de) | 1999-04-13 | 1999-04-13 | Kurbelwelle für eine Brennkraftmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999116492 DE19916492A1 (de) | 1999-04-13 | 1999-04-13 | Kurbelwelle für eine Brennkraftmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19916492A1 true DE19916492A1 (de) | 2000-10-19 |
Family
ID=7904300
Family Applications (1)
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| DE1999116492 Withdrawn DE19916492A1 (de) | 1999-04-13 | 1999-04-13 | Kurbelwelle für eine Brennkraftmaschine |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19916492A1 (de) |
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- 1999-04-13 DE DE1999116492 patent/DE19916492A1/de not_active Withdrawn
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